Altersarmut am Bankschalter

“Mama Miez” beschreibt in ihrem Blog “Bis einer heult“, in dem sie gewöhnlich von Erlebnissen mit ihren Kindern berichtet, eine Begegnung, welches ihr das Thema Altersarmut sehr nahe brachte. Sie schreibt:

„14,58 Euro“, höre ich den Bankberater hinter mir sagen. Und dann noch etwas lauter: „Sie haben vierzehn Euro achtundfünfzig auf ihrem Konto.“ Mich schaudert es und unwillkürlich drehe ich mich etwas zur Seite, um die Dame doch wieder sehen zu können. Sie lässt traurig den Kopf hängen, hat die Hände im Schoß gefaltet und seufzt. Was sie dem Bankberater antwortet verstehe ich nicht, aber seine Antwort ist freundlich: „Na ja, ein bisschen mehr als Nichts ist es schon.“

Ich wende mich wieder dem Bankschalter zu und sehe, wie der Bankberater in die Kasse greift und vor der Dame zwei 5 Euro Scheine auf den Tisch legt. Ich sehe ihm an, wie zerrissen er ist, wie unwohl er sich im Moment fühlen muss und weiß genau, dass er ihr zwei 5 Euro Scheine gibt, damit es ein bisschen mehr aussieht, als es eigentlich ist. Der Kloß in meinem Magen wird dicker und schwerer.

Wie sich die Geschichte weiterentwickelte, kann man hier nachlesen.

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