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	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Westeuropa</title>
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	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
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		<title>Dänemark: Die Klima-Schulden-Sammler kommen</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/18/danemark-die-klima-schulden-sammler-kommen/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/18/danemark-die-klima-schulden-sammler-kommen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 03:13:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Klima-Schulden-Sammler sind eine Gruppe von Frauen und Männern aus Dänemark und Afrika, die die Herausforderung annehmen, die entwickelten Länder zur Zahlung ihrer Klima-Schulden an die Entwicklungsländer zu bewegen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/solana-larsen/">Solana Larsen</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/17/denmark-the-climate-debt-agents-are-coming/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Wenn Sie zu den Tausenden von Leuten gehören, die in diesem Dezember nach Kopenhagen zum <a href="http://en.cop15.dk/">Weltklimagipfel der Vereinten Nationen</a> kommen, besteht eine gute Chance, dass Sie Frauen und Männer aus Dänemark, Kenia, Tansania, Uganda, Zimbabwe und Sambia sehen werden, die rote Anzüge tragen.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="300" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="flashvars" value="offsite=true&amp;lang=en-us&amp;page_show_url=%2Fphotos%2Fglobalchange09%2Fshow%2F&amp;page_show_back_url=%2Fphotos%2Fglobalchange09%2F&amp;user_id=43311205@N04&amp;jump_to=" /><param name="src" value="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="300" src="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649" allowfullscreen="true" flashvars="offsite=true&amp;lang=en-us&amp;page_show_url=%2Fphotos%2Fglobalchange09%2Fshow%2F&amp;page_show_back_url=%2Fphotos%2Fglobalchange09%2F&amp;user_id=43311205@N04&amp;jump_to="></embed></object></p>
<p>Das sind die <a href="http://climatedebtagents.com/">Klima-Schulden-Sammler</a> (Climate Debt Agents) und ihre Arbeit besteht darin, die Industriestaaten und die dänische Regierung dazu zu bewegen, die &#8220;Klima-Schulden&#8221; an die Dritte Welt zu zahlen. Wenn Sie in Dänemark sind und einen solchen Anzug tragen möchten, können Sie sich <a href="http://www.ms.dk/sw144645.asp">hier anmelden</a>. Sie können auch ihren <a href="http://climatedebtagents.com/">Blog</a> oder <a href="http://www.facebook.com/pages/CLIMATE-DEBT-AGENTS/155243087381">Facebook</a> besuchen.</p>
<p><strong>Wer zahlt den Preis?</strong></p>
<p>Wenn die reichen Länder Entscheidungen treffen, die negative Auswirkungen auf die Umwelt haben, dann sind es die Menschen, die in Armut leben, die den höchsten Preis bezahlen. Trockenzeiten, Hunger und Tod, die durch den Klimawechsel verursacht werden, können an vielen Orten mit Technologien wie Wasser-Speichern vermieden werden, die den Gemeinden dabei helfen würden, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Adaptation">mit den neuen klimatischen Bedingungen zu leben</a><br />
.<br />
Aber das kostet Geld.</p>
<p><a href="http://ms.dk/graphics/ms.dk/dokumenter/andre_politikomr%E5der/climate%20finance%20briefing%20in%20template%20may%202009%20final.pdf">&#8220;Wer bezahlt die Klima-Schulden?&#8221; [PD</a>F] ist der Titel eines kurzen Berichtes der Internationalen Anti-Armut Organisation <a href="http://actionaid.org/">ActionAid</a>, die den Geldwert dieser Schulden auf ca. €135 Milliarden bis zum Jahr 2020 berechnet und vorschlägt, wie diese Rechnung auf die Länder verteilt werden soll.</p>
<p>Im Laufe der letzten 3 Monate hat <a href="http://www.ms.dk/sw13950.asp">MS ActionAid Dänemark</a> ein Team von online und offline Aktivisten dazu ausgebildet ihre Botschaften zu überbringen und hat sie auf Forschungs-Missionen nach <a href="http://climatedebtagents.com/?p=635">Kenia</a>, <a href="http://climatedebtagents.com/?p=615">Brüssel</a> und Dänemark geschickt. Sie wurden mit Global Voice Bloggern verbunden, die sie <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/09/08/global-voices-bloggers-mentor-new-danish-and-african-bloggers/">virtuell für 6 Wochen mit dem Bloggen betreuten.</a></p>
<p>Auf ihrer Webseite erklären die Schulden-Sammler: &#8220;Wir wollen eine Welt mit Klima-Gerechtigkeit und globaler Gerechtigkeit. Um das zu erreichen, muss die Einstellung der Entscheidungsträger derartig geändert werden, dass sie die Zahlung ihrer Klimaschulden anerkennen und realisieren.&#8221;</p>
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		<title>Japan: Hitlers “Mein Kampf”, die Manga Version</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/14/japan-hitlers-%e2%80%9cmein-kampf%e2%80%9d-die-manga-version/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 05:26:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonScilla Alecci  &#183; Übersetzt von Hans H. Knauf &#183;  engl. Originalartikel 
Nach mehr als 80 Jahren seit seiner ersten Veröffentlichung ist aus Hitlers &#8220;Mein Kampf&#8221; eine Manga Version geworden. Der 190 Seiten starke Band, von der rund 45.000 Exemplare in der ersten Auflage verkauft wurden, erzählt auf sehr einfache Art und Weise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/scilla-alecci/">Scilla Alecci</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/13/japan-hitlers-mein-kampf-the-manga-version/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p style="text-align: left;">Nach mehr als 80 Jahren seit seiner ersten Veröffentlichung ist aus Hitlers &#8220;Mein Kampf&#8221; eine Manga Version geworden. Der 190 Seiten starke Band, von der rund 45.000 Exemplare in der ersten Auflage verkauft wurden, erzählt auf sehr einfache Art und Weise die Geschichte von Adolf Hitler, von seiner Kindheit bis zu seinem Aufstieg als der Führer der NSDAP.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/Mein_Kampf.jpg" alt="Buchumschlag der Manga 争我が闘争 (" /><br />
Buchumschlag der Manga 争我が闘争 (&#8221;Mein Kampf”)</p>
<p>Dies ist Teil einer Serie des &#8216;<a href="http://www.eastpress.co.jp/">East Press</a>&#8216; Verlags, der in der Vergangenheit die Manga-Versionen  einiger gewichtiger literarischen Werke veröffentlichte, wie die Brüder Karamasow von Dostojewski und Marx &#8216;Das Kapital&#39;. Da weitere Veröffentlichungen von &#8216;Mein Kampf&#39; in mehreren Ländern, darunter Deutschland und Österreich, verboten sind, hat die Manga-Waga Toso (我が闘争), wie sie auf Japanisch übersetzt wird, zu sehr unterschiedlichen Reaktionen im Ausland und in Japan geführt, wie der Blogger Zoffy <a href="http://blog.goo.ne.jp/hk1006/e/d9833319a9dbde6ad3281fa5e416a13e">gut zusammenfasst</a>.</p>
<blockquote><p>注目されている背景には, ·本書の著者がナチスドイツの独裁者アドルフヒトラーであること.そして,ドイツでは今なお本著作の出版が禁止されていること.·さらに,内容がネオナチの思想を助長するのではないかといった懸念が世間にあること. などの事情がある.これに対し出版社側は, &#8221;有名な本だが,読んだ人は少ない.どんな思想があれほどの悲劇を生んだのか,悪魔『』で片付けられるヒトラーの人間の部分を知る材料になると思った&#8221; と企画の理由を話している.</p></blockquote>
<div class="translation">Was die Aufmerksamkeit der ausländischen Medien erregte, war die Tatsache, dass</p>
<p>- der Autor des Buches der Nazi-Diktator Adolf Hitler war.<br />
- Die Tatsache, dass die Veröffentlichung in Deutschland noch verboten ist.<br />
- Die weitverbreitete Angst, dass der Inhalt Neo-Nazi-Gefühle fördern könnte.</p>
<p>Auf der anderes Seite nennt der Verlag als Grund für seine Wahl die Tatsache, dass &#8220;es ein berühmtes Buch sei, das nur von wenigen Menschen gelesen wurde. Wir glauben, dieser Manga wird Hinweise auf Hitler sowohl als Mensch als auch auf seine Denkweise geben, die zu einer solchen Tragödie geführt hat, obwohl er jetzt als ein &#8220;Monster&#8221; abgetan wird.”</p></div>
<p><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/MeinKampf1.jpg" alt="" /></p>
<p style="text-align: center;">Zwei Szenen aus der Manga 我が闘争( &#8220;Mein Kampf&#8221;)</p>
<p>Als Kommentar zu dieser speziellen Manga entschieden sich viele Blogger einen Artikel, der am 20. September in der Tageszeitung Asahi Shimbun mit dem Titel &#8216;<em>Die Manga-Version von Mein-Kampf ist ein Hit&#39;, erschien, zu kopieren. Die Reaktionen reichen von kritisch bis hin zu der Bezeichnung &#8220;eine historische Quelle&#8221;</em> (<a href="http://www.asahi.com/national/update/0902/TKY200909020105.html">売れる&#8221;わが闘争&#8221;漫画版苦言も&#8221;歴史资料&#8221;の声も</a>) [ja].</p>
<p>Derselbe Artikel, von der gleichen Zeitung ein paar Tage später ins <a href="http://www.asahi.com/english/Herald-asahi/TKY200909300044.htm">Englische</a> übersetz, erwähnt, die Ursache für das Verbot sei, dass das &#8220;Finanzministerium des Freistaates Bayern, welches das Urheberrecht an dem Buch hält, sich weigert einen Nachdruck zu erlauben, aus Rücksicht auf die Opfer der nationalsozialistischen Gräueltaten&#8221;.</p>
<p>Der Journalist Yoshio Kisa (木佐芳男), ehemaliger Korrespondent in Deutschland für die Tageszeitung Yomiuri Shimbun und Autor von Essays wie &#8216;<em>Fragen über die Kriegsverantwortung - Deutschlands ungeklärte Vergangenheit</em>”(<a href="http://www.amazon.co.jp/“戦争責任”とは何か―清算されなかったドイツの過去-中公新書-木佐-芳男/dp/4121015975/ref=sr_1_1 ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1257497277&amp;sr=1-1">戦争责任&#8221;とは何か-清算されなかったドイツの過去</a>) sagt jedoch, dass er mit der Erklärung von Asahi <a href="http://rab-timely-blog.cocolog-nifty.com/blog/2009/10/post-d63d.html">nicht einverstanden</a> sei.</p>
<blockquote><p>だが,発禁となっている本当の理由は,そんなきれいごとではない.出版すれば,ドイツをはじめヨーロッパ各国にいるネオナチ組織の聖典となって,政治的な大問題となりかねないからだ.バイエルン州の州都ミュンヘンのキオスクに立ち寄れば,いくつかの極右新聞が売られていることに気づく.ドイツには,それぞれ数千人の動員力を持つ極右ネオナチ組織が複数ある.当局は,彼らを刺激しないように細心の注意を払っている.当局は,彼らを刺激しないように細心の注意を払っている.</p></blockquote>
<div class="translation">Der wahre Grund für das Verbot des Buches ist nicht so rücksichtsvoll. Das große Problem ist, dass es die politische &#8220;Bibel&#8221; jener Nazi-Vereine werden könnte, die es in jedem Land, angefangen mit Deutschland, gibt.<br />
Wenn Sie sich einen Kiosk in Bayern ansehen könnten, würden Sie feststellen, dass dort rechtsextreme Zeitungen verkauft werden. In Deutschland gibt es mehrere Neo-Nazi-Gruppen, zu denen einige Tausend Rechtsextremisten gehören. Die Behörden sind sehr vorsichtig, sie nicht zu provozieren [&#8230;]</div>
<p>Kisa, der das Vorhandensein und die tatsächliche Gefahr der rechtsgerichteten Gruppen in Japan im Vergleich mit denen in Deutschland und anderen europäischen Ländern als unerheblich bezeichnet, reflektiert auch über die Veröffentlichung eines solchen Titels in Japan.</p>
<blockquote><p>日本で今,漫画版のわが闘争『』がどんな意味を持つか,どれだけの影響力があるかはよくわからない.しかし, 40年近く前の訳者の意図と漫画版刊行の意図とはそうちがわないだろう. 平野氏はこんな言葉も書いている. &#8221;戦争経験なき世代こそ,この書を読むべきではないだろうか.この書をくもりなき目で読み,客観的に判断することが,この世代にとって必要であり,戦後の教育を受けたものなら,十分な判断力をもって読むことができるのではないか&#8221;</p></blockquote>
<p>Ich bin mir nicht sicher, welche Bedeutung und Einfluss die Manga-Version von <em>Mein Kampf</em> heute in Japan haben könnte. Die Absicht derjenigen, die sie vor 40 Jahren übersetzt haben und derjenigen, die sie jetzt veröffentlichen, kann nicht so unterschiedlich sein.</p>
<p>[Übersetzer] Hirano benutze diese Worte:<br />
&#8220;Diese Generation, die den Krieg nicht mehr erlebt hat, sind eigentlich die Leute, die dieses Buch lesen sollten. Diese Generation braucht einen klaren Verstand und einen objektiven Ausblick um einen solchen Text zu lesen. Jeder, der nach dem Krieg eine Bildung erhalten hat, sollte in der Lage sein dieses Buch richtig zu beurteilen; hoffe ich wenigstens.</p>
<div class="translation">
<p>Der Manga zeigt Hitler als einen besessenen Mann, der das jüdische Volk beschuldigt, der Ursprung alles Bösen in Deutschland zu sein. Das antisemitische Denken steht an erster Stelle und es scheint unwahrscheinlich, dass eine solche mangelbehaftete Figur einen Leser dazu veranlassen könnte, von seiner Persönlichkeit fasziniert zu sein.</p>
<p>Wie <a href="http://yaplog.jp/forks5/archive/140">einige</a> Blogger meinen, ist die Manga-Version von <em>Mein Kampf</em> ein Auszug aus der Ideologie des Diktators und kann deshalb auch als ein anderer Weg zum Studium der Geschichte benutzt werden. <em>Theternal</em> <a href="http://d.hatena.ne.jp/theternal/20090906/1252246649">schlägt vor</a>, dass es mit anderen Quellen ergänzt werden sollte, und lobte das Veröffentlichungs-Projekt der East-Press, Mangas aus der Weltliteratur zu machen, als interessant.</div>
<blockquote><p>何かの話題が関心を呼び,より深い議論や理解に進むことはよいことだと思う.漫画では描き切れていないヒトラー本人の『』わが闘争原作も読んだ方がよいし,他の関連本を読むのもよいだろう.読書はそのように進んでいくものだ.関連おススメ漫画としては, 『マンガで鍛える読書力』でも紹介した水木しげるの『<a href="http://www.amazon.co.jp/gp/product/4480024492?ie=UTF8&amp;tag=motokatsuhiro-22&amp;linkCode=as2&amp;camp=247&amp;creative=7399&amp;creativeASIN=4480024492">劇画ヒットラー(ち</a>くま文庫)』もよいし,手塚治虫の『』<a href="http://www.amazon.co.jp/gp/product/4061759728?ie=UTF8&amp;tag=motokatsuhiro-22&amp;linkCode=as2&amp;camp=247&amp;creative=7399&amp;creativeASIN=4061759728">アドルフに告ぐ</a>はかなりのおススメだ.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich finde es gut, das Interesse für gewisse Themen zu wecken, denn dies kann nur zu einer tieferen Aussprache oder besserem Verständnis führen. Es ist gut das von Hitler geschrieben Original &#8220;Mein Kampf&#8221; zu lesen, um die in der Manga fehlenden Teile zu ergänzen. Es empfiehlt sich auch noch andere Bücher zu lesen, die sich darauf beziehen. So entwickelt sich das Lesen. Als diesbezügliche Comics würde ich Shjigeru Mizuki&#39;s Gekika Hitoraa (Hitlers Comic-Strips) empfehlen, was auch in der Manga Kitaeru Dokushoryoku (Ausbildung durch Manga-Lesen) vorgeschlagen wird und ganz sicher Tezuka Osamu&#39;s Adorufu ni Tsugu (sag’s Adolf).</div>
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		<title>Schwangerschaft und Gefängnis: Gesundheit und Rechte der Frauen hinter Gittern</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/10/28/schwangerschaft-und-gefangnis-gesundheit-und-rechte-der-frauen-hinter-gittern/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 04:20:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Menschenrechte für schwangere Frauen sind weltweit immer noch umkämpft und es scheint, dass dabei schwangere Frauen in Gefängnissen sehr oft übersehen werden. Welche Schritte wurden unternommen um sicher zu stellen, dass sie auch menschlich behandelt werden, in Bezug auf das Leben, das sie tragen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/juliana-rincon-parra/">Juliana Rincón Parra</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/10/24/pregnancy-and-prisons-womens-health-and-rights-behind-bars/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="alignleft" title="Das Bild, welches diese Post illustriert, stammt aus “17. November” von daquella manera." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/2044749780_4ade9e2e3f.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Verdienen alle schwangere Frauen gleiche menschliche Rechte oder haben schwangere Frauen im Gefängnis diese Rechte verloren?</strong></p>
<p>Denkt man darüber nach, so tauchen immer ein paar Fragen auf, ob eine Frau, die für irgendwelche Kriminalitäten verurteilt worden ist, ein Recht darauf hat ein Leben zu führen und ihr Kind aufzuziehen:</p>
<p>⁃	Wie fühlen sie sich hinter Gittern, wenn sie schwanger sind und ein Kind erwarten?<br />
⁃	Sollte es Vorrechte geben, wenn es auch andere Frauen außerhalb der Vollzugsanstalt<br />
gibt, die keine medizinische Hilfe erhalten?<br />
⁃	Sollte Schwangerschaft alle andere legalen Bedingungen außer Kraft setzen, um die Menschenrechte einer schwangeren Frau zu wahren?</p>
<p><strong>USA: In Wehen liegende Frauen nicht mehr fesseln.</strong><br />
Können Sie sich eine Frau bei der Geburt eines Kindes vorstellen, mit den Händen in Handschellen und die Füße an die Bettpfosten gekettet?<a href="http://www.rhrealitycheck.org/user/malika-sadaa-saar"> Malika Saada Saar</a>, Gründer und Direktor von <a href="http://www.rebeccaproject.org/">Rebecca Project for Human Rights</a> erzählt uns von dieser Praxis, die es in den Vereinigten Staaten immer noch gibt, wo Frauen, die im Gefängnis sitzen, routinemäßig während der Wehen und Geburt angekettet werden, eine allgemeine Vorgehensweise in einigen Vollzugsanstalten, obgleich dies für die Gesundheit der Mutter und des Kindes gefährlich ist. Es folgt ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=CWj1uHdxnt8">Video Interview</a>, das in dem gleichen Artikel für<em> RH Reality Check </em>erschienen ist, eine online Gemeinschaft über sexuelle und reproduktive Rechte, die Informationen und Analysen für reproduktive Gesundheit gibt:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="430" height="264" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/CWj1uHdxnt8&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="430" height="264" src="http://www.youtube.com/v/CWj1uHdxnt8&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><strong>Was geschieht mit dem Kind der Insassin nach der Geburt?</strong></p>
<p>Jedes Land hat unterschiedliche Vorschriften über Kinder im Gefängnis. In Argentinien zum Beispiel, gemäß <em>Ajintem</em>, einem Informations-Portal für Migrations-Informationen, wurde letztes Jahr <a href="http://portal.ajintem.com/archivo/80-argentina-prision-domiciliaria-para-embarazadas-y-madres.html">ein Gesetz erlassen</a>, das vorschreibt, schwangere Frauen, Frauen mit Kindern unter 5 Jahren und solche mit behinderten Kindern dürfen ihre Gefängnisstrafe unter Hausarrest ableisten. Dieses Gesetz hilft nicht nur der Mutter, die während ihrer Schwangerschaft im Gefängnis nicht die richtige Pflege erhält, sondern auch dem Kind, dass entweder in einer unsicheren Umgebung, beraubt jeder Freiheit und unzureichender Gesundheitskontrolle und Nahrung, aufwachsen würde, oder von seiner Mutter getrennt aufgezogen würde, was wieder eine ganz andere Serie von Problemen aufwerfen würde. Die Richter sollen jedoch dem Geist dieses Gesetzes folgen und diese Erlaubnis nur jenen Frauen gewähren, die nicht in brutale Verbrechen verwickelt sind, damit der Rest der Zivilbevölkerung Schwangerschaft nichts als eine Freikarte für einen Gefängnisaufenthalt ansieht.</p>
<p>In den Kanarischen Inseln, gemäß dem ‘Prisiones y Penas’  Blog, der über Fragen in Bezug auf  Gefängnisse und Zuchthäuser schreibt, dürfen die Frauen <a href="http://prisionesypenas.blogspot.com/2009/09/detenidas-con-hijos-en-carceles.html">ihre Kinder bis zum Alter von 3 Jahren</a> in ihren Zellen behalten, aber in Begleitung anderer Insassen, welches nicht gerade das beste Umfeld ist. Schwangeren Frauen oder Frauen mit Kindern unter 3 Jahren wird deshalb beim Eintritt in das Gefängnis gesagt, dass es für das Kind nicht gut ist, hinter Gittern aufzuwachsen, und ihnen wird die Möglichkeit angeboten, das Kind an Familienmitglieder abzugeben. In <a href="http://www.reuters.com/article/worldNews/idUSTRE5085ZV20090109">Peru</a> und <a href="http://russiatoday.com/Top_News/2009-07-27/russia-s-prison-born-children-marked-for-life.html">Russland</a> wird genauso gehandelt. In den Vereinigten Staaten gibt es nur zwei Vollzugsanstalten, die das erlauben, eine in New York und die andere in Nebraska. Darüber berichtet die <a href="http://www.amnestyusa.org/women/custody/toomuchtime/pt_02/e_moms.html">berühmte Fotografin Jane Evelyn Atwood</a> in ihrer dreiteiligen Foto-Dokumentation ‘<a href="http://www.amnestyusa.org/women/custody/toomuchtime/"><em>Amnesty International</em>, called Too Much Time</a>’, in der sie über Ihre Besuche von Dutzenden von Gefängnissen in der ganzen Welt berichtet und das Leben der Insassen dokumentiert.</p>
<p>Warum verbietet das Strafvollzugsystem in den USA den Frauen ihre Babies zu behalten? Atwood erklärt, dass dies aufgrund der Geisel-Gefahr nicht erlaubt ist. In dem<a href="http://prisonphotography.wordpress.com/2009/10/07/women-behind-bars-jane-evelyn-atwoods-too-much-time/"> Gefängnis-Fotografie Blog</a> wird diese Behauptung aufgegriffen:</p>
<blockquote><p>Kinder werden in dem meisten US-Gefängnissen nicht aufgenommen. Als Grund wird die Sicherheits-Bedrohung genannt: Ein Kind in einem Gefängnis sei ein ständiges, verletzbares Ziel für Leben und Geiselnahme. Diese Behauptung erscheint etwas fingiert, wenn man die Strafvollzugsysteme in anderen Ländern in Erwägung zieht.</p></blockquote>
<p>Die Atwood Dokumentation auf der Webseite von <em>Amnesty International</em> hat einen Abschnitt über die Geburt in Ketten, wie in <a href="http://www.amnestyusa.org/women/custody/toomuchtime/pt_02/f_vanbab.html">Vanessas Baby</a> erzählt wird, und einen anderen über Gefängnissysteme und <a href="http://www.amnestyusa.org/women/custody/toomuchtime/pt_02/e_moms.html">Mutterschaft</a>, mit Fotos von Frauen, bei denen die Fotografin aus ihren Essays über ihre Erfahrungen bei dem Besuch von Gefängnissen und ihre Fotografien vorliest.</p>
<p><strong>Schwangerschaft zum Verhandeln?</strong><br />
Warum sind die Rechte von schwangeren Frauen im Gefängnis so umstritten? In <em>‘Russia Today’</em>, einer Radiosendung, wird <a href="http://russiatoday.com/Top_News/2009-07-27/russia-s-prison-born-children-marked-for-life.html">dieses Thema</a> bei der Diskussion über Kinder behandelt, die in dem russischen Strafvollzugsystem geboren und aufgezogen werden.</p>
<blockquote><p>Skeptiker glauben einige Mütter werden absichtlich schwanger, nur um ein einfacheres Leben im Gefängnis zu haben: Krankenhaus-Aufenthalt, viel Zeit mit ihrem Kind - ist alles viel besser, als in einer steinernen Zelle zu sitzen, behaupten sie.</p></blockquote>
<p>Und es gibt Frauen, die glauben, Schwangerschaft ist die einzige Möglichkeit einer Verurteilung zu entgehen. Das war der Fall im letzten Juni, als eine Engländerin in Laos für Drogenschmuggel eingekerkert und zu Tode verurteilt worden war, im Gefängnis schwanger wurde und damit der Hinrichtung entkam, weil die Regierung in Laos eine schwangere Frau nicht hinrichtet. Es wurde <a href="http://www.dailyexpress.co.uk/posts/view/105278/No-firing-squad-for-girl-who-fell-pregnant-in-jail">behauptet</a>, gemäß dem ‘<em>Daily Express</em>’, einer englischen Tageszeitung, dass sie künstlich befruchtet wurde “um einen milderen Urteilsspruch zu erreichen”.</p>
<p><strong>Mit eigenen Worten: Frauen erzählen von ihren Kindern und dem Gefängnisleben</strong><br />
Geraldin Rodríguez, eine Argentinierin, die ihre Zeit in einem Gefängnis von Ecuador für Drogenschmuggel verbringt, erzählt <a href="http://marcosbrugiati.blogspot.com/2009/07/carcel-de-mujeres.html">Marcos Brugiati</a>, dem Autor der mit Kunst verbundenen online Publikation<a href="http://www.indexarte.com.ar/noticias/562/las-rejas-de-la-carcel-el-arte-de-la-espera.htm"> <em>Plastica-Argentina</em></a>, ihre Geschichte über Schauspielerei und Aufführungen im Gefängnis, über schwanger werden und ihr Kind im Gefängnis zur Welt zu bringen. Es wurde ihr erlaubt, ihr Kind bei sich zu behalten, doch entschied sie sich dafür, dass das Kind frei aufwachsen sollte:</p>
<blockquote><p>“Decidí que salga para vivir, tenía miedo que sufra de grande los traumas que hoy tengo. Se lo llevó al año mi hermano quien se hice cargo con su esposa”.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich entschied mich, er sollte mich verlassen um leben zu können. Ich befürchtete, er würde unter den gleichen Traumas leiden, die ich heute habe. Nach einem Jahr nahm mein Bruder ihn mit und zieht ihn zusammen mit seiner Frau auf.</div>
<p>Juvinete ist in einem <a href="http://www.nortecastilla.es/20080908/vida/quedarse-embarazada-prision-irresponsable-20080908.html">spanischen Gefängnis</a> und war schwanger, als sie wegen Drogendelikten eingesperrt wurde. Sie erzählte der spanischen Zeitung <a href="http://www.nortecastilla.es/20080908/vida/quedarse-embarazada-prision-irresponsable-20080908.html"><em>NorteCastilla</em></a> ihre Geschichte. Drei Jahre, nachdem sie ihr Baby im Gefängnis zur Welt gebracht hatte, musste das Kind sie verlassen und wurde an eine Pflegefamilie übergeben. Juvinete sieht ihre Tochter alle 15 Tage und jeden zweiten Monat erhält sie 2 Wochen Urlaub um mit ihr zusammen zu sein. Alles sieht jedoch nicht so rosig aus: es besteht die Möglichkeit, dass Juvinete in ihr heimatliches Brasilien deportiert wird und sie befürchtet die Folgen, die das für ihr Kind haben könnte. Sie hat einen Rat für jede Frau, die im Gefängnis schwanger werden will:</p>
<blockquote><p>-Intento convencerlas para que no se queden en estado dentro porque ver a un niño privado de libertad es muy duro, es irresponsable. Ellos no tienen que pagar nuestros errores.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich versuche sie davon zu überzeugen nicht schwanger zu werden, solange sie drinnen sind, denn zusehen zu müssen, wie ein Kind seiner Freiheit beraubt wird, ist sehr schwer, es ist unverantwortlich. Sie sollten nicht für unsere Fehler zahlen müssen.</div>
<p>In <em>‘<a href="http://www.womenandprison.org/motherhood/kebby-warner.html">Woman and Prison</a>’</em> (Frauen und Gefängnis), eine Webseite, welche die Erfahrungen der Frauen im Strafvollzugsystem sichtbar machen will, spricht <a href="http://www.womenandprison.org/motherhood/kebby-warner.html">Kebby Warner über ihre eigene Schwangerschaft</a> in einem Gefängnis in den Vereinigten Staaten und wie sie während ihrer Schwangerschaft, den Wehen und danach behandelt wurde, als ihr das Kind weggenommen wurde. Hier ist ein Auszug, wo sie über den Geburtsvorgang schreibt:</p>
<blockquote><p>Während der Wehen darf niemand in den Entbindungssaal. Meine Familie wusste noch nicht einmal, dass ich in den Wehen lag oder sie hatte, bis nachdem ich das Krankenhaus verließ. In diesen drei Tagen blieben einige der Wächterinnen im Zimmer, aber wenn die Krankenschwester sie darum bat, draußen zu sitzen, folgten sie meistens dieser Bitte. Ich habe Schauergeschichten gehört in denen Frauen an das Entbindungsbett gekettet wurden. Ich bin so dankbar, dass ich diese Erfahrung nicht machen musste. Die meisten Krankenschwestern behandelten mich wie einen Menschen, nicht wie eine Gefangene.</p></blockquote>
<p>In <a href="http://www.womenandprison.org/motherhood/index.html">Women and Prison</a> können Sie weitere Zeugenberichte lesen, sowie über das Aufwachsen mit Eltern im Gefängnis und die verschiedenen Auswirkungen, die eingekerkerte Frauen auf ihre Kinder haben.<br />
So, was denken Sie? Auf der ganzen Welt gibt es schwangere Frauen, die keine Gesundheitspflege irgendwelcher Art erhalten. Ist es richtig, dass speziellen Anstrengungen zugunsten von Frauen in Gefängnissen gemacht werden? Gibt es einen Unterschied zwischen den Frauen, die eine Strafe in einer Strafanstalt absitzen, und denen die draußen sind? Sollen sie unterschiedlich behandelt werden?</p>
<p>Das Bild, welches diese Post illustriert, stammt aus “17. November” von <a href="http://www.flickr.com/photos/daquellamanera/2044749780/">daquella manera.</a></p>
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		<item>
		<title>Großbritannien: Gericht entscheidet gegen die Anonymitätsrechte eines Bloggers</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/06/23/grosbritannien-gericht-entscheidet-gegen-die-anonymitatsrechte-eines-bloggers/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 17:09:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
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		<description><![CDATA[Für Blogger in Großbritannien gibt es einen neuen rechtlichen Präzedenzfall. Letzte Woche urteilte Richter Eady am Obersten Gerichtshof von England und Wales, dass ein Polizist, der auf seinem Blog <em>NightJack</em> über seine Arbeit geschrieben hatte, kein Recht darauf habe, anonym zu bleiben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/judith-townend/">Judith Townend</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/06/23/united-kingdom-court-decides-against-a-bloggers-rights-to-anonymity/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Für Blogger in Großbritannien gibt es einen neuen rechtlichen Präzedenzfall.</p>
<p><a href="http://www.bailii.org/ew/cases/EWHC/QB/2009/1358.html">Letzte Woche urteilte Richter Eady am Obersten Gerichtshof von England und Wales</a>, dass ein Polizist, der auf seinem Blog <em>NightJack</em> über seine Arbeit geschrieben hatte, kein Recht darauf habe, anonym zu bleiben.</p>
<p>Der Kläger - <a href="http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk/8103731.stm">der Kriminalbeamte Richard Horton, wie jetzt bekannt wurde</a> - hat per einstweiliger Verfügung gegen die Zeitung „The Times“ (GB) erfolglos versucht zu verhindern, darin namentlich genannt zu werden. Nach dem Gerichtsurteil wurde Horton von seiner Polizeieinheit, der Polizei von Lancashire, schriftlich verwarnt.</p>
<p>Ein Sieg für die Meinungsfreiheit (die der Times)… oder ein schwerer Einschnitt in die Meinungsfreiheit (des anonymen Bloggers)? Die öffentliche Meinung ist gespalten; eine Suche auf Blogs lässt jedoch darauf schließen, dass die Meinung dort nach letzterem umschlägt.</p>
<p><em>NightJack</em>, so der Richter, „fällt nicht in den Bereich von Information, bei dem der Kläger einen angemessene Grad an Privatsphäre erwarten kann – vor allem deshalb, weil das Bloggen eine öffentliche Aktivität ist“. Eady, der in Großbritannien bekannt für seine, die <em>Privatsphäre schützenden</em> Urteile ist, erklärte:</p>
<blockquote><p>„Außerdem, sogar wenn ich hier falschläge, gebe ich zu bedenken, dass bei einem Gerichtsverfahren das öffentliche Interesse daran, welcher Polizist es war, der solche Informationen veröffentlichte, schwerer wiegen würde, als jedes Recht des Klägers auf Privatsphäre.“</p></blockquote>
<p>Und die Auswirkungen auf Blogger? „Wer sich über dieses Medium öffentlich äußert, verschleiert oft die Urheberschaft. Meiner Meinung nach, muss jedoch in einem weiteren wichtigen Schritt diskutiert werden, ob andere, die auf deren Idenität schließen können, durch ein Gesetz zur Geheimhaltung verpflichtet werden sollten.”</p>
<p>Es ist schwer, jemanden in der Blogosphäre Großbritanniens (oder international) zu finden, der die Rechtsprechung im Fall der Times absolut unterstützt; und die eigenen Artikel der Times über ihren Kampf wurde in Kommentaren stark kritisiert, auch wenn, wie <a href="http://www.malcolmcoles.co.uk/blog/times-comments-nightjack/">Malcolm Coles andeutet</a>, einige der negativen Kommentare etwas schwer zu finden seien…</p>
<p>Drei Hintergrundinformationen, die einbezogen werden müssen:</p>
<ul>
<li><em>NightJack</em> wurde vor dem Gewinn des prestigeträchtigen Orwell-Preises für Blogartikel von einem Bewertungsausschuss genaustens geprüft. Die Direktorin des Preises, Jean Seaton, <a href="http://www.guardian.co.uk/media/organgrinder/2009/jun/17/nightjack-blog-times-silenced">legt hier auf dem Blog Guardian Organ Grinder dar</a>, warum Sie Eadys Urteil für falsch hält.</li>
<li>Horton, <a href="http://nightjack.wordpress.com/2009/04/05/this-is-radio-freedomsssssssssssssssssss/">der aufhörte zu schreiben, als er für den Preis in die engere Wahl kam</a>, spendete seinen Preis der Stiftung für Angehörige von Polizisten.</li>
<li>Eines der <a href="http://technology.timesonline.co.uk/tol/news/tech_and_web/the_web/article6515988.ece">Hauptargumente</a> der Times für die Veröffentlichung seiner Identität war, dass „er über das Blog detaillierte Informationen über von ihm bearbeitete Fälle veröffentlichte, die mit tatsächlich erfolgten Fällen der Strafverfolgung in Verbindung gebracht werden konnten.“</li>
</ul>
<p>Es gab energische Reaktionen der Blogger und Kommentatoren, viele attackierten Patrick Foster persönlich, den Journalisten, der den Mittelpunkt dessen bildete, was Eady die „Schlussfolgerungs- und Detektivarbeit“ nannte. Ich habe bereits einige Links auf dem <a href="http://blogs.journalism.co.uk/editors/2009/06/17/right-of-a-bloggers-anonymity-a-selection-of-views/">Redakteursblog von Journalism.co.uk</a> und <a href="http://fromtheonline.com/2009/06/17/nightjack-issues-raised/">meinem eigenen Blog</a> zusammengestellt, über die die ganze Geschichte nachzuvollziehen ist. Hier jedoch eine Auswahl der besten Blogartikel, die die interessante Nuancen darlegen. Hier einige Meinungen von denjenigen, die:</p>
<p>erfahren haben, wie es ist, geoutet zu werden, beispielsweise <em><a href="http://girlwithaonetrackmind.blogspot.com/2009/06/privacy.html">The Girl with a One Track Mind</a></em> - früher Abby Lee, jetzt unter ihrem richtigen Namen Zoe Margolis.<br />
ihr Recht auf Anonymität als bloggende Polizisten verteidigt haben, beispielsweise <em><a href="http://pcbloggs.blogspot.com/">PC Bloggs</a></em>.<br />
im öffentlichen Bereich tätig sind und über ihr Leben und ihre Arbeit schreiben, z.B. <em><a href="http://randomreality.blogware.com/blog/_archives/2009/6/16/4224292.html">Tom Reynolds</a></em>, Krankenwagenfahrer mit Buchvertrag.<br />
denken, dass NightJack etwas naiv war beim Versuch anonym zu bleiben, z.B. <em><a href="http://www.lettersfromatory.com/2009/06/17/is-anonymous-blogging-under-threat-after-nightjack-was-identified/">Letter from a Tory</a></em>.<br />
denken, dass die Times, zumindest in mancher Hinsicht, das Recht hatte, Namen zu nennen, z.B. <a href="http://martincloake.wordpress.com/2009/06/19/that-was-the-week-that-was/">Martin Cloake</a> und <em><a href="http://fleetstreetblues.blogspot.com/2009/06/why-times-was-right-to-challenge.html">FleetStreetBlues</a></em>.<br />
anonyme Blogger mit anonymen Quellen für Journalisten vergleichen, wie <a href="http://predocsblog.blogspot.com/2009/06/no-anonymity-for-bloggers.html">Sara McConnell</a> und <a href="http://www.chickyog.net/2009/06/16/nightjack-the-cloak-of-anonymity-and-the-mankini-of-hypocrisy/">Justin McKeating</a>.<br />
andere Kritik am Vorgehen der Times in diesem Fall äußern, z.B. <em><a href="http://hopisen.wordpress.com/2009/06/16/defend-jack-night/">Hopi Sen</a></em>, ehemaliger anonymer Blogger.</p>
<p>Dies ist lediglich eine Zusammenfassung einer komplizierten Debatte. Vielleicht überraschte die Gerichtsentscheidung die Beobachter so sehr, weil sie in Großbritannien getroffen wurde. Wir leben nicht in einer unterdrückerischen Autokratie mit bedrohlichen Mediengesetzen. Wir haben strenge Gesetze, was Verleumdung angeht, unsere Meinungsfreiheit geht jedoch sehr viel weiter als in vielen anderen Gesellschaften. Vielleicht mehr als in den meisten Ländern der Welt - nicht zuletzt, weil die englische Sprache von so vielen verstanden wird. Nichtsdestotrotz schaffte es ein preisgekrönter Blogger, dessen Stimme, wie man argumentieren könnte, den demokratischen Prozess (<a href="http://www.guardian.co.uk/media/organgrinder/2009/jun/17/nightjack-blog-times-silenced">siehe Seatons Artikel</a>) unterstützte, nicht, namenlos zu bleiben.</p>
<p>Es wird sich zeigen, in welchem Ausmaß dies die Privatsphäre und das Recht auf Anonymität von Bloggern in Großbritannien in Zukunft beeinträchtigen wird. Ich werde darüber erneut berichten. In der Zwischenzeit sollten all diejenigen, die anonym bloggen, einen Blick in die <a href="http://advocacy.globalvoicesonline.org/projects/guide/">Leitlinien von Global Voices Advocacy</a> werfen… dann haben sie vielleicht eine Chance, dass das auch so bleibt. Es war möglicherweise eine leichtsinnige Entscheidung von Horton, <a href="http://blogs.journalism.co.uk/editors/2009/06/17/right-of-a-bloggers-anonymity-a-selection-of-views/">in einer Stadt in Lancashire einen Kurs in Jiu-Jitsu zu belegen</a> und dann darüber zu schreiben.</p>
<p>Bitte setzt die Liste guter Links in euren Kommentaren fort.</p>
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		<title>Die Internetzensur dämmert in Deutschlands Morgengrauen</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/06/18/die-internetzensur-dammert-in-deutschlands-morgengrauen/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 14:39:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cegees</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonMarkus Beckedahl  &#183; Übersetzt von cegees &#183;  engl. Originalartikel 
Deutschland steht am Rande der Zensur seines Internets. Die Regierung der Großen Koalition - bestehend aus Sozialdemokraten (SPD) und Konservativen (CDU/CSU) - scheinen sich einig in ihrer Entscheidung: Am Donnerstag stimmt der Bundestag ab über die Errichtung einer Zensurinfrastruktur.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://advocacy.globalvoicesonline.org/author/markus/">Markus Beckedahl</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/paul-lanon/'>cegees</a> &middot;  <a href='http://advocacy.globalvoicesonline.org/2009/06/16/the-dawning-of-internet-censorship-in-germany/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Deutschland steht am Rande der Zensur seines Internets. Die Regierung der Großen Koalition - bestehend aus Sozialdemokraten (SPD) und Konservativen (CDU/CSU) - scheinen sich einig in ihrer Entscheidung: Am Donnerstag stimmt der Bundestag ab über die Errichtung einer Zensurinfrastruktur.</p>
<p><img src="http://advocacy.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/06/zensursula-231x300.png" alt="zensursula-231x300.png" border="0" width="231" height="300" align="left" /><br />
Bundesfamilienministerin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_von_der_Leyen">Ursula von der Leyen</a> stieß eine Diskussion innerhalb der Bundesregierung an, die sie auch anführt, in der es darum geht, zur Bekämpfung von Kinderpornografie, Internetseiten zu blockieren. Die Grundidee: Aufbau einer Zensurinfrastruktur, die kinderpornografische Inhalte blockt. Das Bundeskriminalamt (BKA) verwaltet dabei eine Liste gesperrter Seiten, während die Internetprovider für die Regierung die Zensurinfrastruktur bereitstellen sollen.</p>
<p>Eine starke und weiter wachsende Gegenbewegung formte sich schnell innerhalb der Netzgemeinschaft. Der Protest war nicht beschränkt auf Hacker oder digitale Aktivisten, sondern wurde in seiner Breite von Bloggern und Twitter-Nutzern unterstützt. Der Hash-Tag, der von den Protestlern benutzt wird, lautet <a href="http://search.twitter.com/search?q=zensursula">#zensursula</a> - eine Verbindung aus aus dem deutschen Namen für Zensur und des Vornamens der Familienministerin.</p>
<p>Als Teil des öffentlichen Protests wurde eine offizielle Onlinepetition gestartet, die sich an den deutschen Bundestag richtet. Innerhalb von drei Tagen unterschrieben 50.000 Menschen diese Petition - die Anzahl, die gebraucht wird um von der Regierung angehört zu werden. Die Petition trägt den Namen <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860">&#8220;Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten&#8221;</a>. Während ihrer sechswöchigen Zeichnungsfrist unterschrieben mehr als 130.000 Menschen die Onlinepetition und machten sie bislang zur Erfolgreichsten und am häufigsten Unterzeichneten der Geschichte.</p>
<p>Während der letzten Wochen, wurden die Proteste kreativer. Unzählige Blogs und Twitter-Nutzer verfolgten und kommentierten die Diskussion innerhalb der Regierung und brachten Gegenargumente. Viele große Medien Namen den Protest auf und berichteten über seine Verbreitung im Netz. Ein <a href="http://www.ak-zensur.de">&#8220;Arbeitskreis gegen Zensur&#8221;</a> wurde gegründet und der Protest wurde organisiert durch ein <a href="http://www.thomasmoehle.de/zensur/index.php/Hauptseite">Wiki</a>, Mailinglisten, Chats und beschäftigte natürlich Twitter-Nutzer und Blogs. Die Seite &#8220;<a href="http://www.zeichnemit.de/">Zeichnemit.de</a>&#8221; diente als Einstieg. Sie erklärt das komplizierte Onlineverfahren der Petition und machte es weniger versierten Internetnutzern einfacher, die Petition zu unterzeichnen.<br />
<center><img src="http://advocacy.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/06/1mahnwach1.jpg" alt="1mahnwach1.jpg" border="0" width="430" height="49" /></center></p>
<p>Mehr als 500 Menschen kamen zur offiziellen Pressekonferenz der Bundesregierung zur geplanten Netzzensur - eine Reihe von ihnen nutzte die Gelegenheit, und brachten ihre Bedenken zum Ausdruck. Demonstranten kamen sogar zu den öffentlichen Auftritten von Bundesfamilienministerin von der Leyen und <a href="http://netzpolitik.org/2009/zensursula-aktion-an-der-uni-hannover/">zeigten Banner und Plakate</a>, um gegen die Beschneidung der Informationsfreiheit in Deutschland zu demonstrieren.<br />
<center><img src="http://advocacy.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/06/2mahnwach2.jpg" alt="2mahnwach2.jpg" border="0" width="430" height="322" /></center></p>
<p>Die Netzgemeinschaft war nicht nur gegen die Pläne der Bundesregierung. Sie machte auch konstruktive Vorschläge, wie mit dem Problem der Kinderpornografie im Netz umgegangen werden könnte, ohne eine Zensurinfrastruktur aufzubauen und die Grundrechte zu beschneiden. Der &#8220;Arbeitskreis gegen Zensur&#8221; zeigte einen alternativen Ansatz: Innerhalb von 12 Stunden sorgte er für die Löschung von mehr als 60 Seiten mit kinderpornografischen Inhalts - einfach in dem er die Provider über Email anschrieb, welche daraufhin die Seiten aus dem Netz nahmen. Sie wurden identifiziert durch die Sperrlisten anderer Länder, die auf Wikileaks dokumentiert sind. Dieses Beispiel unterstreicht das Hauptargument der Protestbewegung: Anstatt Zeit effektiv zu investieren und zu versuchen illegale Inhalte aus dem Internet zu entfernen, wählt die Bundesregierung den einfachen und gefährlichen Weg über Sperrung und Zensur. Die größte Angst der Protestler liegt in Zensurinfrastruktur selbst. Einmal aufgebaut, kann sie für andere Inhalte verwendet werden, nicht nur gegen Kinderpornografie. Andere deutsche Politiker scheinen bereits ihre Wunschlisten zu präsentieren, welche Inhalte zukünftig zensiert werden könnten. Die Vorschläge reichen von Glücksspielseiten, Seiten mit islamistischen Inhalten, sogenannten Egoshootern; die Musikindustrie spielt mit dem Gedanken Pirate Bay zu sperren und P2P.</p>
<p>Eine umfangreiche Linkliste auf Deutsch zur Zensursula-Debatte ist <a href="http://netzpolitik.org/2009/kommentierte-zensursula-linkliste/">hier</a> zu finden.</p>
<p>Danke an Geraldine des Bastion für die französische Übersetzung</p>
<p>Nachzulesen auch auf: <a href="http://netzpolitik.org/2009/the-dawning-of-internet-censorship-in-germany/">Netzpolitik.org</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Weltgesundheit: Bedrohung durch Schweinegrippe wächst weltweit</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/04/27/weltgesundheit-bedrohung-durch-schweinegrippe-wachst-weltweit/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Apr 2009 19:51:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
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		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=652</guid>
		<description><![CDATA[Es gibt auch in sieben weiteren Ländern bestätigte Fälle bzw. Verdachtsfälle auf Schweinegrippe, die Anfang des Monats in Mexiko auftrat. Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) heißt es, es handle sich bei diesem Ausbruch um einen "öffentlichen Gesundheitsnotfall von internationaler Tragweite".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/juhie-bhatia/">Juhie Bhatia</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/04/27/global-health-swine-flu-threat-spreads-worldwide/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="alignright" title="Schutz vor Schweinegrippe" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/04/3474744375_fca198e5ff_m.jpg" alt="" width="240" height="159" />Es gibt auch in sieben weiteren Ländern bestätigte Fälle bzw. Verdachtsfälle auf Schweinegrippe, die Anfang des Monats in <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/04/25/mexico-concern-over-swine-flu-outbreak/">Mexiko</a> auftrat. Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) <a href="http://www.who.int/mediacentre/news/statements/2009/h1n1_20090425/en/index.html">heißt es</a>, es handle sich bei diesem Ausbruch um einen &#8220;öffentlichen Gesundheitsnotfall von internationaler Tragweite&#8221;.</p>
<p>Bei der <a href="http://www.cdc.gov/swineflu/">Schweinegrippe</a>, die auch als Schweineinfluenza A oder H1N1 bekannt ist, handelt es sich um eine Erkrankung der Atemwege bei Schweinen, die hauptsächlich durch Husten und Niesen von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. In Mexiko gibt es über <a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5gGSyeznluvlTTO6A31IITVNX52FA">100 Todesfälle</a>, die möglicherweise mit der Schweinegrippe in Zusammenhang stehen, und mehr als 1.600 Menschen sind an dem Virus erkrankt oder es besteht der Verdacht auf eine Erkrankung durch das Virus. In den USA und Kanada wurden Fälle von Schweinegrippe bereits <a href="http://www.google.com/hostednews/ap/article/ALeqM5hZVkRqV2uZVim0TRk5R1ZBfovTCAD97QESOO1">bestätigt</a>, während es in Neuseeland, Spanien, Frankreich, Israel und Brasilien Verdachtsfälle gibt. Liz Borkowski, die auf <em>The Pump Handle</em> bloggt, <a href="http://thepumphandle.wordpress.com/2009/04/26/swine-flu-outbreak/">erläutert</a>, warum die Verbreitung der Schweinegrippe mit Sorge gesehen wird:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Schweinegrippe ist recht verbreitet, wobei sie normalerweise nur von Schweinen auf Menschen übertragen wird. Dieser neue Stamm scheint von Mensch zu Mensch übertragbar zu sein und es erkranken auch junge, ansonsten gesunde Erwachsene daran. Das bedeutet, dass das Virus eine landesweite Epidemie verursachen könnte. Es ist also angebracht, dass in Mexiko Schulen bis zum 6. Mai geschlossen wurden und öffentliche Großversammlungen, auch Gottesdienste, verboten wurden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die amerikanischen Gesundheitsbehörden erklärten am 26. April einen öffenlichen Gesundheitsnotstand, nachdem 20 Fälle von Schweinegrippe in den Staaten Kalifornien, Kansas, New York, Ohio und Texas bestätigt worden waren. Die meisten dieser Fälle waren jedoch <a href="http://www.who.int/csr/don/2009_04_26/en/index.html">leicht</a> und es wurde über keine Todesfälle berichtet. In Kanada wurden ebenfalls sechs leichte Fälle von Schweinegrippe in den Provinzen Nova Scotia und British Columbia <a href="http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&amp;sid=awMeiF_SLkGs&amp;refer=home">bestätigt</a>.</p>
<p>Die Neuigkeiten über die Schweinegrippe verbreiten sich schnell im Internet, da viele nach Antworten suchen und ihre Meinung zu der Krankheit kundtun. &#8220;Swine Flu&#8221; und &#8220;#swineflu&#8221; sind zurzeit die <a href="http://search.twitter.com/">Top-Themen</a> auf Twitter und es wurden einige <a href="http://maps.google.com/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=en&amp;t=p&amp;msa=0&amp;msid=106484775090296685271.0004681a37b713f6b5950&amp;ll=32.639375,-110.390625&amp;spn=59.906843,114.257813&amp;z=4]">Google-Maps</a> eingerichtet, auf denen Ausbrüche verzeichnet werden. Auf der ganzen Welt unterhalten sich Blogger über die Schweinegrippe.</p>
<p>Daniel Hernandez, der auf <em>Intersections</em> bloggt, <a href="http://danielhernandez.typepad.com/daniel_hernandez/2009/04/in-mexico-city-the-infection-is-fear.html">beschreibt</a> diese Szene in Mexico City:</p>
<blockquote><p>&#8220;Während die Oberen der WHO am Samstag eine Notfallversammlung in Genf einberiefen, gaben Soldaten in Mexico City an Kreuzungen, Metro-Stationen und auf Plätzen Gesichtsmasken aus. Ein Militär im Tarnanzug gab mir eine Maske, als ich die Metrostation Bellas Artes betrat, aber sie fiel auseinander, noch bevor ich in den Zug einstieg. Im Zug beäugten sich die Fahrgäste argwöhnisch und vermieden jeden Kontakt mit Fremden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Matthew Yglesias, der für Center for American Progress Action Fund bloggt, <a href="http://yglesias.thinkprogress.org/archives/2009/04/swine-flu.php">äußert sich besorgt</a> darüber, wie diejenigen in den USA mit der Krankheit umgehen werden, die über keine Krankenversicherung verfügen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich habe zu diesem Thema nichts zu sagen, was über die Tatsache hinausgeht, dass es schön wäre, in einem Land zu leben, in dem, wenn man aufgrund einer Virus-Infektion ernsthaft erkrankt, der Zugang zu wirksamen medizinischen Heilmitteln nicht vom Wohlstand, Einkommen oder Beschäftigungsstatus abhinge.&#8221;</p></blockquote>
<p>Jim McVeagh, der von Neuseeland aus auf <em>MacDoctor</em> bloggt, denkt, dass in seinem Land und weltweit mehr getan werden muss, um die Ausbreitung des Virus einzuschränken. In Neuseeland besteht bei <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/americas/8019882.stm">13 Studenten</a>, die vor Kurzem in Mexiko waren, der Verdacht auf die Krankheit. McVeagh <a href="http://www.macdoctor.co.nz/?p=2061">sagt</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Angesichts der massiven Über-Reaktion im Fall der Vogelgrippe, hätte man dieses Mal auf eine lebhaftere Reaktion als einer reinen Überwachung hoffen können. Ich hätte angenommen, dass zumindest eine Isolation der Fälle durchgeführt sowie Reisebeschränkungen nach Mexiko verhängt werden würden, bis neue Daten vorlägen. Da die CDC [die amerikanischen Zentren für Krankheitsüberwachung und -vorbeugung] nun landsam aufwachen - wahrscheinlich eine Woche zu spät - und die WHO weiterhin Däumchen dreht, erscheint die halbherzige Reaktion Neuseelands im Vergleich schon fast forsch.</p>
<p>Während es sich hierbei um einen weiteren Reinfall handeln könnte, wäre es schön, wenn die Gesundheitsbehörden dies lieber im Nachhinein bekannt geben könnten, als ganz offensichtlich im Vorhinein mit unvollständigen Informationen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Viele Länder führen <a href="http://www.google.com/hostednews/ap/article/ALeqM5hZVkRqV2uZVim0TRk5R1ZBfovTCAD97QESOO1">Sicherheitsmaßnahmen</a> ein, um die Ausbreitung der Schweinegrippe zu verhindern. So werden z. B. an einigen Flughäfen Reisende aus Mexiko auf Grippesymptome untersucht. China und Russland planen, jeden, der Syptome zeigt, unter Quarantäne zu stellen. Vijay Sadasivam bloggt auf <em>scan man</em> und <a href="http://www.catscanman.net/blog/2009/04/swine-flu/">sagt</a>, dass in Indien keinerlei Präventionsmaßnahmen ergriffen wurden, während boinky auf <em>Finestkind Clinic and fish market</em> eine auf den Philippinen durchgeführte Maßnahme <a href="http://fkclinic.blogspot.com/2009/04/swine-flu.html">beschreibt</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Philippinen werden die Einfuhr von Schweinefleisch aus den USA und Mexiko stoppen, um die Verbreitung einzudämmen&#8230;das ist deshalb lustig, weil die Grippe von Mensch zu Mensch übertragen wird und unsere eigenen Schweine mit dem Ebola-Reston-Virus infiziert sind&#8230;<br />
aber natürlich ist Festtagsstimmung und bisher hört man nichts von Quarantäne für Menschen, wie es bei SARS der Fall war&#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p>Viele Blogger zeigen auf, dass, obwohl die Gefahr ernst genommen werden und man sich vorbereiten sollte, es im Moment keinen Grund zur Panik gibt. In einem Artikel auf <em>Utah Preppers</em> <a href="http://www.utahpreppers.com/2009/04/pandemic-preparedness/">heißt es</a> z. B.:</p>
<blockquote><p>&#8220;Einige schnelle Anti-Panik-Bemerkungen&#8230;</p>
<li>Die Schweinegrippe wird NICHT über Nahrungsmittel übertragen. Der Verzehr von Schweinefleisch ist NICHT mit Risiko behaftet.</li>
<li>Dies ist NICHT das erste Mal, dass die &#8220;Schweinegrippe&#8221; auf Menschen übertragen wurde. Das geschah schon ein paarmal zuvor, ohne dass es in eine weltweite Epidemie ausgeartet wäre.</li>
<li>Diese Art von Schweinegrippe ist, wie jede Art von Grippe, ein Virus und wird hauptsächlich durch Husten und Niesen von Mensch zu Mensch übertragen.</li>
<li>Das ist nur eine Grippe! Wichtig ist jetzt, sich NICHT ANZUSTECKEN.&#8221;</li>
</blockquote>
<p>Die WHO empfiehlt derzeit keine Reise- oder Handelsbeschränkungen und sagt, dass vor der Anhebung der <a href="http://www.who.int/csr/disease/avian_influenza/phase/en/index.html">weltweiten Emidemiewarnstufe</a>, die sich zurzeit auf Stufe drei von sechs Stufen befindet, mehr Informationen über das Virus gesammelt werden müssen.<br />
<em>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/sarihuella/3474744375/">Schutz vor der Schweinegrippe</a> von <a href="http://www.flickr.com/photos/sarihuella/">Sarihuella</a> auf Flickr.</em></p>
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		<title>Ägypten: Blogger uneinig über Geert Wilders</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/26/agypten-blogger-uneinig-uber-geert-wilders/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/26/agypten-blogger-uneinig-uber-geert-wilders/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 11:33:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Berufungsgericht in Amsterdam hat entschieden, dass Geert Wilders, niederländischer Parlamentarier, wegen seiner Ansichten zum Islam angeklagt wird. Wilders und sein Film haben letztes Jahr eine Welle der Empörung ausgelöst, wobei sich beide Seiten gegenseitig beschuldigten. Während <a href="http://musing-fool.blogspot.com/2009/01/dutch-mp-geert-wilders-to-be-tried-for.html">Perwin Ali</a> dachte, dass er es verdient angeklagt zu werden, bloggt <a href="http://anegyptian81.blogspot.com/2009/01/support-geert-wilders.html">ein Ägypter</a> für seine Freilassung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/marwa-rakha/">Marwa Rakha</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/'>Katrin Zinoun</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/23/egypt-about-geert-wilders/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Das Berufungsgericht in Amsterdam hat entschieden, dass Geert Wilders, niederländischer Parlamentarier, wegen seiner Ansichten zum Islam angeklagt wird. Wilders und sein Film haben letztes Jahr eine Welle der Empörung ausgelöst, wobei sich beide Seiten gegenseitig beschuldigten. Während <a href="http://musing-fool.blogspot.com/2009/01/dutch-mp-geert-wilders-to-be-tried-for.html">Perwin Ali</a> dachte, dass er es verdient angeklagt zu werden, bloggt <a href="http://anegyptian81.blogspot.com/2009/01/support-geert-wilders.html">ein Ägypter</a> für seine Freilassung.</p>
<p>Perwin analysierte Wilders&#39; Dokumentation Fitna:</p>
<blockquote><p>Personally, I thought his movie was a one-sided, biased look at Islam, that could be easily refuted, and shown for how out of context it really is, by anyone who understands Islam properly. His documentary is filled with half truths.</p>
<p>    For example:</p>
<p>    When he quoted Surah 8 Verse 60<br />
    “Prepare for them whatever force and cavalry ye are able of gathering to strike terror into the hearts of the enemies, of Allah and your enemies.”</p>
<p>    He didn&#39;t continue to the very next verse, Verse 61, of the same Surah<br />
    “But if they incline to peace, you (also) incline to it, and put your trust in Gof. Verily, He is the All-Hearer, the All-Knower”</p></blockquote>
<div class="translation">
Ich persönlich dachte, der Film war eine einseitige und voreingenommene Betrachtung des Islam. Jeder, der den Islam richtig versteht, könnte diese einfach widerlegen und zeigen, wie sehr sie aus dem Kontext gerissen wurde. Seine Dokumentation ist gefüllt mit Halbwahrheiten.</p>
<p>Zum Beispiel: </p>
<p>Wenn er Sure 8 Vers 60 zitiert:<br />
&#8220;So rüstet wider sie, was ihr vermögt an Kräften und Rossehaufen, damit in Schrecken zu setzen Allahs Feind und euern Feind und andre außer ihnen, die ihr nicht kennt.&#8221;</p>
<p>Er ist nicht fortgefahren mit dem nächsten Vers, Vers 61, in der gleichen Sure:<br />
&#8220;Sind sie aber zum Frieden geneigt, so sei auch du ihm geneigt und vertrau auf Allah; siehe, Er ist der Hörende, der Wissende.&#8221;</p></div>
<p>Perwin gab noch mehr Verse an, die Wilders aus dem Kontext genommen hatte und fuhr fort, seine Argumente zu widerlegen:</p>
<blockquote><p>    On the flip side, just like there are all the verses that Wilders used, there are others that talk about, things like, freedom of religion, talking (and not fighting) as method of persuasion, patience, and acceptance of others to name a few supposedly “humanitarian” ideals (as Wilders likes to call it).</p>
<p>    For example:<br />
    Surah 109<br />
    “Say: O ye that reject Faith! I worship not the which ye worship, Nor will ye worship that which I worship. And I will not worship that which ye have been wont to worship. Nor will ye worship that which I worship, To you be your Way, and to be mine.”</p></blockquote>
<div class="translation">
Auf der anderen Seite, so wie es eine Menge Verse gibt, welche Wilders benutzte, so gibt es auch viele Verse, die von Dingen sprechen wie Religionsfreiheit, Reden (und nicht Kämpfen) als Methode der Überzeugung, Geduld, und Akzeptanz der Anderen, um nur einige sogenannte &#8220;humanitäre&#8221; Ideale (wie Wilders es gerne nennt) zu nennen.</p>
<p>Zum Beispiel:<br />
Sure 109<br />
&#8220;Sprich: O ihr Ungläubigen,<br />
Ich diene nicht dem, dem dem ihr dienet,<br />
Und ihr seid nicht Diener dessen, dem ich diene,<br />
Und ich bin nicht Diener dessen, dem ihr dientet,<br />
Und ihr seid nicht Diener dessen, dem ich diene.<br />
Euch euer Glaube und mir mein Glaube.&#8221;</p></div>
<p>Sie erklärte ihn für schuldig, wegen der Dinge, die er denunzierte</p>
<blockquote><p>    While he is shocked from the decision and deems it a black day for “freedom of expression” in his country, I think he should pause and look at himself. He is doing exactly what he&#39;s denouncing. Other than the fact that he&#39;s acting just like all the fundamentalists he&#39;s against (albeit with a fancy suit, and hair color), he too is not allowing others to be free and live as they choose. He basically wants to remove Islam, and everything about it from Europe, just because it doesn&#39;t meet with his outlook on life. I re-watched his BBC interview after reading the news update. The guy is a thinly veiled bigot and supremacist. He is also a politician who needs to be controversial to thrive in the public eye. He does not believe in Islam therefore it shouldn&#39;t exist in his country.</p>
<p>    He also says “We should learn to be intolerant with the intolerant.” He believes in giving conditional tolerance, meaning he&#39;ll tolerate you only if he likes you and agrees with you, if you don&#39;t agree then he won&#39;t tolerate you. Well that&#39;s not really tolerance, that, at best, is hypocrisy and double standards.</p></blockquote>
<div class="translation">
<p>Während er von der Entscheidung schockiert ist und es als schwarzen Tag für die &#8220;Meinungsfreiheit&#8221; in seinem Land errachtet. Ich denke, er sollte eine Pause machen und sich selbst betrachten. Er macht genau das, was er anprangert. Abgesehen davon, dass er genau wie die Fundamentalisten, gegen die er ist, handelt (sei es auch mit einem schicken Anzug und Haarfarbe), erlaubt er es anderen nicht, frei zu sein und so zu leben, wie sie es möchten. Im Grunde will er den Islam und lles was damit zusammenhängt aus Europa entfernen, weil es nicht zu seinem Verständnis vom Leben passt. Ich schaute mir sein BBC-Interview noch einmal an, nachdem ich die Nachrichten gelesen hatte. Dieser Kerl ist ein leicht verschleierter Eiferer und er glaubt an die Überlegenheit der eigenen Rasse. Er ist auc ein Politiker, der kontrovers sein muss, um in der Öffentlichkeit erfolgreich zu sein. Er glaubt nicht an den Islam und deshalb sollte er in seinem Land auch nicht existieren.</p>
<p>Er sagt: &#8220;Wir sollten intolerant mit den Intoleranten sein.&#8221; Er glaubt an bedingte Toleranz, d.h. er toleriert dich nur, wenn er dich mag und wenn er mit dir einverstanden ist. Wenn ihr nicht übereinstimmt, dann toleriert er dich nicht. Nun, das ist keine wirkliche Toleranz, das ist im besten Falle Heuchelei und doppelte Standards.</p></div>
<p>In dem Versuch neutral zu bleiben, verfolgt Perwin die Wurzeln solcher Vorurteile</p>
<blockquote><p>One of his mistakes, I think, is confusing between the religion of Islam and the misguided fanatics who abuse Islam. Both Wilders and the zealots he&#39;s against, seem to forget that Islam is based on dealing with others, otherwise known in Arabic as “al moamala”. What Mr. Wilders doesn&#39;t know, or didn&#39;t research thoroughly, and the extremists hiding behind Islam have lost sight of, is that The Quran (that Wilders, and the like, seem to blame) is broken down (by Islamic fokaha or learned men) into 13 parts: 1 for the dos and don&#39;ts, and the other 12 are for how to deal with other human beings.</p>
<p>    The movie clearly showed that Wilders does not understand the core of Islam, and merely has a beef with the vocal fundamentalists.
</p></blockquote>
<div class="translation">Ich denke, einer seiner Fehler ist die Verwechslung von der Religion Islam und den fehlgeleiteten Fanatikern, die den Islam missbrauchen. Beide, Wilders und die Fanatiker gegen die er ist, scheinen zu vergessen, dass der Islam darauf basiert, mit anderen zu handeln, auch bekannt auf Arabisch als &#8220;al moamala&#8221;. Was Mr. Wilders nicht weiß, oder nicht ausreichend recherchiert hat, und was die Extremisten, die sich hinter dem Islam verstecken, aus dem Blick verloren haben, ist, dass der Koran (welchen Wilders und dergleichen anzuklagen scheinen) aufgegliedert wird (von islamischen Gelehrten) in 13 Teile: einer für die Erlaubtes und Unerlaubtes und die anderen zwölf sind Anweisungen, wie amn mit anderen Menschen umgeht.</p>
<p>Der Film zeigt deutlich, dass Wilders den Kern des Islam nicht versteht und dass er nur ein Problem mit den lauten Fundamentalisten hat.</p></div>
<p>Perwin Ali fragt:</p>
<blockquote><p>    Some might wonder why we don&#39;t see more grand gestures of good from Muslims like we see from their scary counterparts.
</p></blockquote>
<div class="translation">
Einige mögen sich fragen, warum wir nicht mehr große Gesten von den guten Muslimen sehen, so wie wir sie von ihren unheimlichen Gegenstücken sehen.</div>
<p>Ihre Antwort war:    </p>
<blockquote><p>Well, as habit, terrorists (regardless of their affiliations or religion) are grandstanders. They need an audience, otherwise their objective of terrorizing isn&#39;t met. On the other hand, genuine do-gooders don&#39;t need an audience, they only need God to know. Whoever believes in God would agree with me when I say that whatever you do, God sees it, hence there&#39;s no need for an audience. Try to read what I&#39;m writing with an unbiased eye, you&#39;ll see what I mean… You might even be able to accept it without having to agree with it -which is another key trait of Islam and well-balanced muslims.</p></blockquote>
<div class="translation">
Nun, gewöhnlich sind Terroristen (unabhängig von ihren Zugehörigkeit oder Religion) Selbstdarsteller. Sie brauchen ein Publikum, andererseits wird ihr Ziel, das Terrorisieren, wird nicht erreicht. Auf der anderen Seite brauchen ehrliche Leute, die gutes tun, kein Publikum, sie brauchen nur Gott, der es weiß. Jeder, der an Gott glaubt, würde mit mir übereinstimmen, wenn ich sage, dass Gott sieht was immer du tust. Deshalb gibt es keinen Grund für ein Publikum. Versucht, das was ich schreibe mit einem unvoreingenommenen Auge zu lesen, dann werdet ihr sehen, was ich meine&#8230; Ihr könntet sogar in der Lage sein, es zu akzeptieren, ohne damit übereinzustimmen - das ist ein anderes Hauptmerkmal des Islam und ausgeglichener Muslime.</div>
<p>Sie bringt ihren Beitrag auf eine persönliche Ebene, indem sie über sich selbst als Muslim spricht: </p>
<blockquote><p>Now, I&#39;m not one of the learned in Islam. But… I&#39;m a Muslim. I&#39;m a female. I&#39;m not veiled. I&#39;m free to express my opinions and my choices. I&#39;m free to live my life. I love my religion. I haven&#39;t been forced or brainwashed into loving my religion. I believe in it. I respect it. I believe that my religion has more to do with love than with hate. I believe that my religion is forgiving. I also believe that the problems lie with the misguided people not with the religion. Just as it lies with the misguided people of the other religions.</p>
<p>    I am the exact opposite of what he makes Islam and muslims to be. There are many others like me.</p>
<p>    Personally, I believe he deserves to go on trial. There&#39;s a significant difference between freedom of expression and disrespectful misinformation.</p>
<p>    It&#39;s time the whole world finally learned how to truly exercise the concept of freedom.</p></blockquote>
<div class="translation">
Nun, ich bin keine Gelehrte des Islam. Aber … ich bin Muslima. Ich bin eine Frau. Ich bin nicht verschleiert. Ich habe die Freiheit, meine Meinung und Entscheidungen auszudrücken. Ich habe die Freiheit, mein Leben zu leben. Ich liebe meine Religion. Ich wurde nicht gezwungen oder einer Gehirnwäsche unterworfen, um meine Religion zu lieben. Ich glaube daran. Ich respektiere sie.Ich glaube, dass meine Religion mehr mit Liebe zu tun hat, als mit Hass.Ich glaube, dass es in meiner Religion um Vergebung geht. Ich glaube auch, dass das Problem bei den Fehlgeleiteten liegt und nicht bei der Religion. So wie es auch bei den Fehlgeleiteten anderer Religionen liegt.</p>
<p>Ich bin das ganze Gegenteil von dem, wie er den Islam und Muslime darstellt. Es gibt viele wie mich. </p>
<p>Ich persönlich denke, er verdient es, angeklagt zu werden. Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen Meinungsfreiheit und respektloser Falschinformation. </p>
<p>Es ist Zeit, dass die ganze Welt endlich lernt, das Konzept der Freiheit wirklich auszuüben.</p></div>
<p><a href="http://anegyptian81.blogspot.com/2009/01/support-geert-wilders.html">Ein Ägypter</a> stimmt nicht mit Perwin überein, da er einen Beitrag mit dem Titel &#8220;Geert Wilders braucht eure Unterstützung dringend!&#8221;</p>
<blockquote><p>    The Freedom Party (PVV) and Geert Wilders are faced with an all-out assault. Exploding legal expenses might cripple the continuation of the battle for our liberties. The survival of the Freedom Party and Geert Wilders’ struggle for the defense of the West are now in jeopardy. Therefore, we need your financial support urgently.</p></blockquote>
<div class="translation">
Die Freiheitspartei (PVV) und Geert Wilders sehen sich einem umfassenden Angriff gegenüber. Die explodierenden Verfahrenskosten könnten die Fortführung des Kampfes für unsere Freiheit lahm legen. Das Überleben der Freiheitspartei und Geert Wilders Kampf für die Verteidigung des Westens sind jetzt in Gefahr. Deshalb brauchen wir eure finanzielle Unterstützung dringend.</div>
<p>Dann zählte er verschiedene Möglichkeiten auf, Geld zu spenden.</p>
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		<title>Griechenland: Empörung über Waffenlieferung an Israel</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/19/griechenland-emporung-uber-waffenlieferung-an-israel/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Jan 2009 17:39:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Griechisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kriege & Konflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben vonAsteris Masouras  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 
In Gaza wütet der Krieg, und Berichte in den Nachrichten über die Route einer besonders umfangreichen Waffenlieferung aus den Vereinigten Staaten an Israel über den privaten griechischen Hafen Astakos haben große Empörung unter griechischen Bloggern ausgelöst. Sie benutzten Twitter, um mehr zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/asteris-masouras/">Asteris Masouras</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/18/greece-outcry-over-arms-shipment-to-israel/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>In Gaza wütet der Krieg, und Berichte in den Nachrichten über die Route einer <a href="http://uk.reuters.com/article/usTopNews/idUKTRE50875320090109">besonders umfangreichen Waffenlieferung</a> aus den Vereinigten Staaten an Israel über den privaten griechischen Hafen Astakos haben große Empörung unter griechischen Bloggern ausgelöst. Sie benutzten Twitter, um mehr zum Thema herauszufinden und Druck auf die Regierung auszuüben, die Zustellung aufzuhalten.</p>
<p>Die Lieferung von Munition <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2009/jan/15/pentagon-munitions-israel-gaza">wurde vorübergehend eingestellt</a>, nachdem die griechische Regierung <a href="http://www.reuters.com/article/latestCrisis/idUSLD640132">von Oppositionsparteien kritisiert wurde</a>, und Amnesty International <a href="http://www.amnesty.org.au/news/comments/20100/">rief zu einem Waffenembargo auf</a>.</p>
<p>Anfangs bezweifelten offizielle Quellen den Bericht der internationalen Nachrichtenagentur Reuters vom 9. Januar. Er wurde aber von Twitter-Benutzern aufgegriffen und weiter untersucht, nachdem <em>Indy.gr</em> - ein Ableger von <em>Indymedia Athen </em> <a href="http://indy.gr/newswire/ektakto-diadoste-to-pantoy-oi-ipa-stelnoyn-polemofodia-sto-israil-meso-elladas-na-toys-stamatisoyme/metafrasmeni-i-plris-eidisi-toy-roiter-gia-ti-metafora-oplon-sto-isral-apo-tin-ellada">eine Übersetzung des Artikels auf Griechisch</a> veröffentlicht hatte.</p>
<p>Es wurde vorgeschlagen ein Embargo des Hafens zu organisieren und weithin „wiedergetweetet“:</p>
<blockquote><p><a href="http://twitter.com/itsomp/statuses/1109681601"><em>itsomp</em></a>: <a href="http://is.gd/f8Wa">http://is.gd/f8Wa</a> Can we organise an embargo of the port of Astakos? Only the US and Israeli ships&#8230;</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<a href="http://twitter.com/itsomp/statuses/1109681601"><em>itsomp</em></a>: <a href="http://is.gd/f8Wa">http://is.gd/f8Wa</a> Können wir ein Embargo des Hafens Astakos organisieren? Nur amerikanische und israelische Schiffe&#8230;</p>
</div>
<p>Ein paar tweeteten direkte Anfragen an den griechischen Außenminister, dessen Web-Team ein Twitter-Account hat:</p>
<blockquote><p><a href="http://twitter.com/magicasland/status/1112846649">magicasland</a>: @<a href="http://twitter.com/Dora_Bakoyannis">Dora_Bakoyannis</a> τι γίνεται με το φορτίο του Αστακού; Δε θέλουμε εμπλοκή της Ελλάδας στο μακελειό της Γάζας</p>
</blockquote>
<div class="translation"><a href="http://twitter.com/magicasland/status/1112846649"></a>Dora Bakoyannis,<br />
was ist los mit der Lieferung in Astakos? Wir möchten nicht, dass Griechenland in das Massaker von Gaza verwickelt wird</div>
<p>Entgegen der früheren Praxis, nicht über Twitter zu kommunizieren, antwortete das Team des Ministers direkt:</p>
<blockquote><p><a href="http://twitter.com/Dora_Bakoyannis/statuses/1113207633"><em>Dora_Bakoyannis</em></a>: <a href="http://twitter.com/olrandir">@olrandir</a>, <a href="http://twitter.com/asteris">@asteris</a>, <a href="http://twitter.com/gtzi">@gtzi</a>, <a href="http://twitter.com/magicasland">@magicasland</a>, Απάντηση ΝΜ και για Αστακό, <a href="http://tinyurl.com/9ts6xw">http://tinyurl.com/9ts6xw</a></p>
</blockquote>
<div class="translation"><a href="http://twitter.com/Dora_Bakoyannis/statuses/1113207633"></a>&#8230; Antwort zu Astakos, <a href="http://tinyurl.com/9ts6xw">http://tinyurl.com/9ts6xw</a></div>
<p>Der Link zeigte auf ein <a href="http://www.ypex.gov.gr/www.mfa.gr/Articles/el-GR/100109_N1924.htm">offizielles Statement des Ministeriums</a> das besagte, dass die Lieferung von Waffen über Astakos oder andere griechische Häfen &#8220;kein Thema&#8221; sei und unscharf die Presseberichte über das Gegenteil dementierte.</p>
<p>Allerdings hatte der Blogger <em>Odysseas</em> zu dieser Zeit schon <a href="http://dekemvris.blogspot.com/2009/01/blog-post_1947.html">die Ausschreibung</a> für die Lieferung auf einer Internetseite der amerikanischen Regierung gefunden:</p>
<blockquote><p>Στην <a href="https://www.fbo.gov/index?s=opportunity&amp;mode=form&amp;id=e205b506c004e0a8b24b2262be60ab8f&amp;tab=core&amp;_cview=1">παρακατω παραπομπη</a> θα βρειτε το σημα που εξεδωσε το Αμερικανικο ναυτικο για μεταφορα πολεμικου υλικου απο το λιμανι του Αστακου στο Αστοντ του Ισραηλ. Το φορτιο υπαρχει ηδη και περιμενει αναδοχο μεταφορεα.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Unter dem  <a href="https://www.fbo.gov/index?s=opportunity&amp;mode=form&amp;id=e205b506c004e0a8b24b2262be60ab8f&amp;tab=core&amp;_cview=1">folgenden Link</a> finden Sie die Notiz der amerikanischen Marine über die Munitionslieferung vom Hafen Astakos nach Aschdod in Israel. Die Fracht existiert und wartet auf einen Transporteur</div>
<p>Und die Twitter-Benutzer erhielten den Druck aufrecht, trotz des offiziellen Dementis:</p>
<blockquote><p><a href="http://twitter.com/magicasland/status/1113211541"><em>magicasland</em></a>: @<a href="http://twitter.com/Dora_Bakoyannis">Dora_Bakoyannis</a> και η αμερικάνικη σελίδα που αναφερει το φορτιο τι είναι τότε;</p>
</blockquote>
<div class="translation">Dora Bakoyannis, was ist jetzt mit der [Ausschreibungs-] Internetseite?</div>
<p>Am nächsten Tag berichteten die Nachrichten, dass die Zustellung der Lieferung storniert worden sei. Das wurde ebenfalls sofort getweetet:</p>
<blockquote><p><a href="http://twitter.com/myrto_fenek/status/1115338529"><em>myrto_fenek</em></a>: Αναβλήθηκε, λόγω των συγκρούσεων στη Γάζα, η αποστολή πολεμοφοδίων μέσω του Αστακού</p>
</blockquote>
<div class="translation">Die Munitionslieferung wurde gestoppt wegen des Gaza-Konflikts!</div>
<p>Der Blogger <em>magicasland.com</em> <a href="http://magicasland.com/anavlithike-i-metafora-ton-piromachikon-meso-elladas/2009/01/13/">fasste das Ergebnis zusammen</a>:</p>
<blockquote><p>Σημερινή δημοσίευση του ΑΠΕ αναφέρει ότι <a href="http://www.e-tipos.com/newsitem?id=69748" target="_blank">αναβλήθηκε η μεταφορά</a> του <a href="http://magicasland.com/toso-mikri-ki-adinami/2009/01/11/">φορτίου των 325 κοντέινερ</a> με πολεμοφοδία από τον Αστακό στο λιμάνι Ασντοντ [..] Το μόνο σίγουρο είναι πως το φορτίο θα μεταφερθεί κάποια στιγμή. Αρκεί όμως να μη μεταφερθεί τώρα και από εδώ.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Ein Bulletin der [griechischen Nachrichtenagentur] APE von heute erwähnt, dass die Lieferung von 325 Containern mit Munition von Astakos nach Aschdod storniert wurde. [&#8230;] Es ist sicher, dass die Lieferung irgendwann überstellt wird; Hauptsache nicht jetzt und von hier.</div>
<p>Der Blogger <em>coolplatanos</em> <a href="http://www.oraelladas.gr/2009/01/13/gaza-4/">recherchierte weiter</a>, entdeckte eine weitere Ausschreibung für eine Waffenlieferung und stellte fest, dass die ursprüngliche Ausschreibung zurückgezogen wurde:</p>
<blockquote><p>έχει υπάρξει και προγενέστερη προκήρυξη ναύλωσης <a href="https://www.fbo.gov/index?s=opportunity&amp;mode=form&amp;tab=core&amp;id=33d4fcec26903fea056b3ba10055031a&amp;_cview=1&amp;cck=1&amp;au=&amp;ck=" target="_blank">με ημερομηνία ανάθεσης της σύμβασης την 6η Δεκεμβρίου του 2008</a> (<a href="http://mbita.worldbid.com/tradeleads/details.htm?session=&amp;searchwords=&amp;latest=&amp;country=&amp;stars=&amp;all=&amp;bodies=&amp;subcat=342&amp;bidID=2070064&amp;type=Buy&amp;m=1" target="_blank">πρώτη δημοσίευση</a> μάλλον στις 4 Δεκεμβρίου) πάλι από το <a href="http://www.msc.navy.mil/" target="_blank">αμερικάνικο πολεμικό ναυτικό.</a> Αυτή η ναύλωση αφορά και πάλι πυρομαχικά και μεγαλύτερο όγκο φορτίου, αφού ζητείται πλοίο ελάχιστης χωρητικότητας 989 TEU’s[..]</p>
<p>Πάντως <a href="https://www.fbo.gov/index?s=opportunity&amp;mode=form&amp;tab=core&amp;id=a0d2c7cb4e57ec458d019e077189e391&amp;_cview=0&amp;cck=1&amp;au=&amp;ck=" target="_blank">σήμερα 13 Ιανουαρίου και ώρα 9:05 am</a> (Αμερικής φαντάζομαι) υπάρχει ενημέρωση στη σελίδα του μειοδοτικού διαγωνισμού για τη ναύλωση του πλοίου που αφορούσε τα 325 κοντέινερ και η ένδειξη ότι “ακυρώθηκε προς το παρόν”.</p>
<p>Τις παραπάνω ναυλώσεις τις έψαξα μέσω google αυτοσχεδιάζοντας [..]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>&#8230; es gab auch eine frühere Ausschreibung mit einem Zuschlagsdatum vom 6. Dezember 2008 (zuerst veröffentlicht am 4. Dezember), wieder von der amerikanischen Marine. Dabei handelt es sich um eine weitere Ausschreibung für Munition, dieses Mal mit mehr Tonnage, da ein Schiff mit einer Mindestkapazität von 989 TEU angefordert wurde.</p>
<p>Jedenfalls wurde am heutigen 13. Januar [um 09:00 EST] die Ausschreibungsseite für das Schiff mit 325 TEU aktualisiert als „vorerst storniert“.</p>
<p>Ich habe die obigen Ausschreibungen gefunden, indem ich mit der Google-Suche herumexperimentiert habe.</p>
</div>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Umwelt: Südafrikanische Blogger zu genveränderten Lebensmitteln</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/25/umwelt-sudafrikanische-blogger-zu-genveranderten-lebensmitteln/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Nov 2008 14:13:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Über GVO]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben vonJuliana Rotich  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 
Genetisch modifizierte Lebensmittel sind schon länger ein Anliegen von vielen Umwelt-Bloggern in Südafrika und anderen Teilen Afrikas. In diesem Post schauen wir auf ein paar Blogger, die in der letzten Zeit über genetisch veränderte Lebensmittel und genetisch verändertes Saatgut geschrieben haben.

Foto: Vagawi [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/afromusing/">Juliana Rotich</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/11/24/environment-sa-bloggers-sound-off-on-gmo-foods/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Genetisch modifizierte Lebensmittel sind schon länger ein Anliegen von vielen Umwelt-Bloggern in Südafrika und anderen Teilen Afrikas. In diesem Post schauen wir auf ein paar Blogger, die in der letzten Zeit über genetisch veränderte Lebensmittel und genetisch verändertes Saatgut geschrieben haben.</p>
<p><a href='http://flickr.com/photos/vagawi/1600164806/'><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/11/1600164806_54c2f1caba.jpg" alt="Maize" title="1600164806_54c2f1caba" class="aligncenter size-full wp-image-53012" /></a></p>
<p>Foto: <a href="http://flickr.com/photos/vagawi/1600164806/">Vagawi auf flickr</a></p>
<p><a href="http://www.urbansprout.co.za/gm_maize_study_finds_fertility_lowered_in_mice#comment">UrbanSprout</a> verweist auf einen Bericht in einem Artikel in <a href="http://www.dailymail.co.uk/health/article-1085060/Why-eating-GM-food-lower-fertility.html">Mail Online</a>, der auf eine geringere Fruchtbarkeit von Mäusen hinweist, die mit genetisch verändertem Mais gefüttert wurden.</p>
<blockquote><p>Dr Jurgen Zentek, Professor for Veterinary Medicine at the University of Vienna and lead author of the study, said a GM diet effected the fertility of mice.<br />
One of the studies was a reproductive assessment by continuous breeding (RACB) trial, in which the same parent generation gave birth to several litters of baby mice. The parents were fed either with a diet containing 33per cent of GM maize, a hybrid of Monsanto&#39;s MON 810 and another variety, and a normal feed mix.<br />
The team found changes that were &#39;statistically significant&#39; in the third and fourth litters produced by the mice given a GM diet. There were fewer offspring, while the young mice were smaller.</p>
<p>Prof Zentek said there was a direct link between the changes seen and the GM diet.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Dr. Jürgen Zentek, Professor für Veterinärmedizin an der Universität von Wien und Hauptautor der Studie, sagte, genetisch verändertes Futter  wirke sich auf die Fruchtbarkeit von Mäusen aus.<br/><br />
Eine der Studien war ein RACB-Test (reproductive assessment by continuous breeding). Dabei gebiert dieselbe Elterngeneration verschiedene Würfe von Mäusebabys. Den Eltern wird entweder zu 33% genetisch veränderter Mais gefüttert, einer Kreuzung von Monsantos MON 810 und einer anderen Sorte oder eine normale Lebensmittel-Mischung.<br/><br />
Das Team fand statistisch signifikante Änderungen im dritten und vierten Wurf der Mäuse mit genetisch verändertem Futter. Es gab weniger Nachfahren und die jungen Mäuse waren kleiner.</p>
<p>Prof. Zentek sagte, es gebe einen direkten Zusammenhang zwischen den beobachteten Änderungen und dem genetisch veränderten Futter.</p>
</div>
<p>Über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Monsanto">Monsanto</a> (einen bedeutenden Produzenten von Gen-Saatgut) witzelt <a href="http://www.urbansprout.co.za">UrbanSprout</a>&#8230;</p>
<blockquote><p>Perhaps this is the environmentally friendly benefit of using GM seed that Monsanto has been touting - they&#39;re unwittingly helping to reduce population growth!</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Vielleicht ist dies der umweltfreundliche Nutzen der Anwendung von genetisch verändertem Saatgut, das Monsanto bewirbt - sie helfen unwissentlich dabei, das Bevölkerungswachstum zu reduzieren!</p>
</div>
<p>Auf <em>Relax with Dax</em>, <a href="http://www.relax-with-dax.co.za/?p=713#more-713">vertieft sich der Blogger</a> in das Thema der Gen-Ernährung als Lösung für den Hunger der Welt. Er ist sehr darauf bedacht, alle Seiten des Themas zu betrachten:</p>
<blockquote><p>We all suffer from <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Confirmation_bias">confirmation bias</a> to some degree, but being aware of it can help us to avoid it at least partly. I actively try to expose myself to both sides of the story, especially topics which I feel strongly about. I feel very strongly that GM foods are a danger to our future, but I try to expose myself to the other point of view. For this reason I attended a presentation at the UCT Graduate School of Business which was pro GM. It was an interesting presentation and those who attended were enthusiastic in their support (except me).</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Wir leiden alle einem gewissen Maß von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Confirmation_bias">Confirmation Bias</a> [A.d.Ü.: der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deduktion#Psychologie">Tendenz, Schlussfolgerungen eher für wahr zu halten, die die eigenen Überzeugungen bestätigen</a>] aber wenn wir uns dessen bewusst sind, können wir sie wenigstens teilweise vermeiden. Ich versuche aktiv, mich beiden Seiten der Geschichte auszusetzen, ganz besonders bei Themen, die mich sehr betroffen machen. Es macht mich sehr betroffen, dass genetisch veränderte Lebensmittel unsere Zukunft gefährden, aber ich versuche, mich auch dem anderen Gesichtspunkt auszusetzen. Deswegen war ich bei einer Präsentation der Graduate School of Business der Universität von Cape Town, die Genmanipulation befürwortete. Es war eine interessante Präsentation und die Anwesenden waren enthusiastische Befürworter (nur ich nicht).</p>
</div>
<p>Dax informiert weiter über die Präsentation, bei der er war, und zweifelt direkt die Behauptungen von Prof. Chassy an.</p>
<blockquote><p>Prof. Chassy himself made the point strongly that all people who are against GM foods are just uneducated rabble who have no idea what is going on and those who are pro GM foods are very intelligent scientists. Not only is this an appeal to authority, it is also completely and utterly untrue. There are more scientists than I can count who are anti GM foods. Remember, we are not talking about research into genetic modification, we are talking about allowing GM foods to be released into the environment and eaten.</p>
<p>Prof Chassy spent some consideral time explaining to us that we will in the future be unable to grow enough food to feed the world’s population, a fact I can agree with. However, his proposal that GM foods will allow us to grow enough food, I do not agree with. In fact this is what this post is about. I want to show that contrary to Prof. Chassy’s comment that no scientists are anti GM, it is actually scientists who are saying that GM is not a solution to the impending food crisis and that in fact, organic and sustainable farming methods are a better option.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Prof. Chassy selbst machte deutlich klar, dass alle, die gegen genetisch veränderte Lebensmittel seien, nur ein ungebildeter Haufen wären, die keine Vorstellung davon hätten, worum es gehe, und die Befürworter von genetisch veränderte Lebensmitteln sehr intelligente Wissenschaftler seien. Dies ist nicht nur ein Sich-Berufen auf eine Autorität, sondern auch ganz und gar falsch. Es gibt mehr Wissenschaftler, als ich zählen kann, die gegen genetisch veränderte Lebensmittel sind. Behalten Sie im Auge, dass wir nicht über Forschung zur Genveränderung reden, sondern darüber, genetisch veränderte Lebensmittel in die Umwelt zu lassen und sie zu essen.</p>
<p>Prof. Chassy verbrachte einige Zeit damit, uns zu erklären, dass wir in der Zukunft nicht in der Lage sein würden, die Weltbevölkerung zu ernähren, eine Tatsache, der ich zustimmen kann. Seiner These jedoch, genetisch veränderte Lebensmittel würden uns erlauben, genügend Nahrung anzubauen, stimme ich nicht zu. Das ist das eigentliche Thema dieses Posts. Ich möchte zeigen, dass entgegen dem Kommentar von Prof. Chassy, es gebe keine Wissenschaftler, die gegen Genmanipulation seien, es gerade die Wissenschaftler sind, die sagen, dass Genmanipulation keine Lösung der drohenden Nahrungskrise ist, sondern in Wirklichkeit organische und nachhaltige Anbaumethoden eine bessere Option sind.</p>
</div>
<p>Er listet Links auf Berichte anderer Wissenschaftler auf und sagt abschließend:</p>
<blockquote><p>If one takes the time to do some research, it becomes evident that there are many scientists which do not see GMOs as the solution to our food problems. Activists are just the people who have taken on the task of informing the public.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Wenn jemand sich die Zeit nimmt um ein wenig zu recherchieren, wird es offensichtlich, dass es viele Wissenschaftler gibt, die genetisch veränderte Organismen nicht als Lösung unserer Ernährungsprobleme ansehen. Aktivisten sind nur Menschen, die sich die Aufgabe gesetzt haben, die Öffentlichkeit zu informieren.</p>
</div>
<p><a href="http://www.urbansprout.co.za/the_world_according_to_monsanto_documentary_review#comment">UrbanSprout posted in einer ausführlichen Kritik</a> des Films „World According to Monsanto“  [deutscher Titel: „Monsanto, mit Gift und Genen“]</p>
<blockquote><p>I have watched a lot of documentaries on GM foods and Monsanto and although they each have their own style and there is always some new information, they generally cover a lot of the same material. This recently released documentary is not like that. It takes a very different angle, looking at the history of Monsanto and the way it operates, rather than focusing specifically on GM foods.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Ich habe viele Dokumentarfilme über genetisch veränderte Lebensmittel und Monsanto gesehen, und obwohl jeder seinen eigenen Stil hat und es jedesmal etwas neue Information gibt, bedienen sie sich im Großen und Ganzen desselben Materials. Dieser vor kurzem veröffentlichte Dokumentarfilm ist anders. Er schaut aus einem ganz anderen Blickwinkel auf die Geschichte Monsantos und Monsantos Art zu arbeiten, anstatt sich nur auf genetisch veränderte Lebensmittel zu konzentrieren.</p>
</div>
<p>Der Blogger stellt einige Fragen zum Thema und postet einen Link, der es anderen ermöglicht, den Film online zu sehen.</p>
<blockquote><p>So after seeing all this evidence of Monsanto&#39;s lying and test fiddling, one has to ask the question: When they say GM foods are thoroughly tested (which they are not), does that actually mean anything? Even relying on social concience would be dangerous. Surely they wouldn&#39;t let GMOs be released if they knew there were harmful effects? Well, if they can watch people dying from exposure to PCBs outside their factory, while they continue to manufacture and pollute, then they are capable of doing anything.</p>
<p>The very interesting thing is this, when it comes out that GM foods are responsible for environmental problems, and human health issues, guess who is going to pay to fix it? The taxpayers, that&#39;s who. Monsanto will just carry on making money while we pay to clean up their mess.</p>
<p>How does this make you feel?<br />
Watch online <a href="http://video.google.com/videoplay?docid=6262083407501596844">here</a>.
</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Nachdem man all diese Zeugnisse von Monsantos Lügen und Testgefummel gesehen hat, muss man folgende Frage stellen: Wenn die sagen, genetisch veränderte Lebensmittel seien gründlich getestet (was sie nicht sind), heißt das überhaupt etwas? Selbst sich auf das soziale Gewissen zu verlassen, wäre gefährlich. Sie würden genetisch veränderte Organismen nicht [in die Umwelt] lassen, wenn sie wüssten, dass das schädliche Auswirkungen hätte? Nun, wenn sie zusehen können, wie Menschen sterben, weil sie in der Umgebung ihrer Fabrik PCBs ausgesetzt waren, während sie weiter produzieren und die Umwelt verschmutzen, dann sind sie zu allem in der Lage.</p>
<p>Ein sehr interessantes Ding ist: wenn es herauskommt, dass genetisch veränderte Lebensmittel verantwortlich für Probleme der Umwelt und der menschlichen Gesundheit sind, wer wird dann wohl dafür bezahlen? Die Steuerzahler. Monsanto wird einfach weiter Geld verdienen, während wir zahlen und ihr Durcheinander aufräumen.</p>
<p>Wie fühlt ihr euch da?<br />
Schaut es euch <a href="http://video.google.com/videoplay?docid=6262083407501596844">hier</a> an.</p>
</div>
<div class="notes">
<p>Anmerkungen des Übersetzers:</p>
<p>Deutsche Version des besprochen Dokumentarfilms <a href="http://www.youtube.com/watch?v=7flcXHkecBI">„Monsanto, mit Gift und Genen“</a></p>
<p><a href="http://www.bmgfj.gv.at/cms/site/standard.html?channel=CH0810&#038;doc=CMS1226492832306">Studie des österreichischen Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend</a> zur Überprüfung von möglichen Effekten der gentechnisch veränderten Maissorte NK603 x MON810 auf Reproduktionsparameter in Fütterungsversuchen bei Mäusen.</p>
</div>
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		<item>
		<title>Dänemark: Zeitungsverleger gegen &#8220;Deep Linking&#8221;</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/23/danemark-zeitungsverleger-gegen-deep-linking/</link>
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		<pubDate>Sun, 23 Nov 2008 15:38:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Lang</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonSolana Larsen  &#183; Übersetzt von Markus Lang &#183;  engl. Originalartikel 
Bloggende Journalisten in Dänemark laufen Sturm gegen einen neuerlichen Versuch dänischer Verleger, Webseiten wie Google News dazu zu bringen auf Homepages der Zeitungen statt zu einzelnen Artikeln zu verlinken. Sie nennen das &#8220;deep linking&#8221; und es handelt sich dabei genau um das, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/solana-larsen/">Solana Larsen</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/markus-lang/'>Markus Lang</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/11/22/denmark-deep-linking-under-fire-by-newspaper-publishers/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><a href="http://de.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/11/den_newspaper.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-435" title="den_newspaper" src="http://de.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/11/den_newspaper.jpg" alt="" width="240" height="180" /></a>Bloggende Journalisten in Dänemark laufen Sturm gegen einen neuerlichen Versuch dänischer Verleger, Webseiten wie <a href="http://news.google.dk/" target="_blank">Google News</a> dazu zu bringen auf Homepages der Zeitungen statt zu einzelnen Artikeln zu verlinken. Sie nennen das <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Deep_linking" target="_blank">&#8220;deep linking&#8221;</a> und es handelt sich dabei genau um das, was Blogger üblicherweise machen. Ungeachtet dessen was weltweit als normale Praktik angesehen wird, besteht die <a href="http://www.danskedagblade.dk/dCMS/application.do?command=getDocument&amp;documentId=B4B7CCCF61C8F473C12570D600367E8B" target="_blank">Dänische Vereinigung von Zeitungsverlegern</a> auf Links zu ihren Homepages, um das Verhalten der Nutzer besser kontrollieren zu können.</p>
<p>Besonders frustiert ist die <a href="http://www.danskedagblade.dk/" target="_blank">Dänische Vereinigung von Zeitungsverlegern</a>, da Google News Dänemark die Artikel dänischer Zeitungen auflisten und verlinken will, ohne dafür Lizenzgebüren zu entrichten.</p>
<p>Der dänische Blogger <a href="http://www.petersvarre.dk/blog/2008/09/aaaarrrrgh.html" target="_blank">Peter Svarre</a> scheibt “AAAARRRRGH!” nach der Lektüre von Argumenten gegen Google News.</p>
<blockquote><p>Ich weiss nicht, ob ich mich in einem Zustand des Schocks, der Verzweifelung oder offener, frustierter Empörung befinde, aber nachdem ich einen Artikel in <em>Politiken</em> gelesen habe, bemerkte ich, dass die traditionellen dänischen Medien oder zumindest die Redaktion der <em>Berlingske Tidende</em> nichts verstanden oder dazu gelernt haben, was die Entwickelung des Internets in den letzten Jahren anbelangt. Was gesunder Menschenverstand und Alltagswissen über Medien und Werbung in New York zu sein scheint, gilt offenbar als exotisch, gefährlich und bedrohlich für die etablierte dänische Medienindustrie.</p></blockquote>
<p>Es gab einen <a href="http://www.redherring.com/Home/pages/print/posts/?bid=ce95bcb3-61b4-4def-ac19-765866470872&amp;mode=Full" target="_blank">ähnlichen Streit</a> in Belgien in den Jahren 2006-7, als Zeitungen Google News vor Gericht zerrten und <em>Finfacts</em> zufolge mit einer <a href="http://www.finfacts.com/irelandbusinessnews/publish/article_10007329.shtml" target="_blank">Strafe von einer Million Euro pro Tag drohten</a>, falls sie weiterhin verlinkten. In Dänemark gibt es ebenfalls Beispielsfälle. Im Jahr 2002 verklagte die dänische Vereinigung von Zeitungsverlegern die dänische Internetfirma Newsbooster, welche Links zu Zeitungsartikeln an ihre Kunden verschickt hatte. Newsbooster war <a href="http://online.wsj.com/article/SB1035123944821683751.html?mod=googlewsj" target="_blank">gezwungen dicht zu machen</a>.</p>
<p>Blogger Ricco Førgaard von <a href="http://fiskeben.dk/2008/05/31/forstaa-nu-det-dybe-link/"><em>Fiskeben.dk</em></a> [Da] sagte im May:</p>
<blockquote><p>Det er tydeligt, at disse såkaldte medier ikke har forstået en pind og ikke er kommet ud af 1994 endnu. De har ikke forstået, at det er trafikken på hjemmesiden, som sælger de (irriterende) reklamer, som efter sigende skal være med til at financiere nyhederne.</p>
<p>Es ist klar, dass die sogenannten Medien nichts verstanden haben und sich seit 1994 nicht bewegt haben. Sie haben nicht kapiert, dass sich über den Traffic auf ihrer Seite (ärgerliche) Werbeanzeigen verkaufen lassen, die vermutlich die Nachrichten finanzieren.</p></blockquote>
<p>Auf <a href="http://medieblogger.dk/2008/11/21/hvad-et-er-illoyalt-link/" target="_blank">Medieblogger</a> zitiert in Lars K. Jensen aus einer aktuellen E-mail Diskussion auf der Mailingliste der dänischen Vereinigung von Zeitungsverlegern, in welcher die oberste Rechtsberaterin der <a href="http://dona.dk/" target="_blank">Dänischen Union von Journalisten</a> (DONA), <a href="http://www.wipo.int/meetings/en/2008/cr_wk_ge/bios/schelin.html" target="_blank">Anne Louise Schellin</a>, auf eine Frage bezüglich offizieller Regeln für Zitate und Links geantwortet hatte.</p>
<p>Schellin riet, nie auf etwas anderes zu verlinken, als auf die Homepage einer Internetseite, sogar in E-Mails an Kollegen über einen bestimmten Artikel. Der einzige ausgleichende Faktor würde dann relevant, wenn ein Artikel als &#8220;loyal&#8221; eingeschätzt werden könnte, womit sie sich auf einen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Deep_linking#Court_rulings" target="_blank">dänischen Gerichtsfall</a> zwischen zwei Immobilienseiten aus dem Jahr 2006 bezog.</p>
<p>Andere Mitglieder der Mailingliste widersprachen heftig. Einer nannte es &#8220;Unsinn aus der Fax Generation&#8221;. Die Blog Editorin von <em>Politken</em> Kim Elmose veröffentlichte die Antwort in ihrem persönlichen Blog <a href="http://mediehack.elmose.com/?p=721" target="_blank">Mediehack</a> und nannte den Widerstand gegen Deep Linking kontraproduktiv und verwies auf die Ironie, dass die meisten dänischen Journalisten selbst Google News verwendeten.</p>
<p>Lars K Jensen fragt in <a href="http://medieblogger.dk/2008/11/21/hvad-et-er-illoyalt-link/" target="_blank">Medieblogger</a>:</p>
<blockquote><p>Tilbage sidder jeg med spørgsmålet: Hvad er et illoyalt link? Hvem definerer, hvornår et link er loyalt eller illoyalt?</p>
<p>Et link er vel et link?</p>
<p>Und nun stelle ich mir die Frage, was ist ein nicht-loyaler Link? Wer bestimmt, wann ein Link loyal oder nicht-loyal ist?</p>
<p>Ist ein Link nicht einfach ein Link?</p></blockquote>
<p><em>Photo von dänischen Zeitungen auf Flickr von </em><em><a href="http://www.flickr.com/photos/jakecaptive/294367325/">Jacob Bøtter</a> </em></p>
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