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	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Subsahara-Afrika</title>
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	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
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		<title>Südafrika: HIV-positives Muppet in der Sesamstraße klärt auf</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 21:44:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Feature]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Kindersendung Sesamstraße wird diesen Monat 40 Jahre alt und auch in der heute gestarteten neuen Staffel kämpft ein Muppet namens Kami in der südafrikanischen Ausgabe gegen Vorurteile und hilft bei der Aufklärungsarbeit über HIV/AIDS.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/juhie-bhatia/">Juhie Bhatia</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/11/south-africa-sesame-streets-hiv-positive-muppet-raises-awareness/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="alignright" title="Kami" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/Kami22.jpg" alt="" width="200" height="260" />Die Kindersendung <a href="http://www.sesamestreet.org/home/">Sesamstraße</a> wird diesen Monat 40 Jahre alt und auch in der heute gestarteten neuen Staffel kämpft ein süßes, knuddeliges Muppet in der südafrikanischen Ausgabe gegen Vorurteile und hilft bei der Aufklärungsarbeit über HIV/AIDS.</p>
<p>Während die Sesamstraße in mehr als <a href="http://www.sesameworkshop.org/newsandevents/sesameupdates/sesame_40thbirthday">140 Ländern</a> verfolgt wird, werden in jeder Version lokale Themen besprochen und es gibt dafür jeweils verschiedene Muppets. Die goldgelbe <a href="http://muppet.wikia.com/wiki/Kami">Kami</a> hatte 2002 als Reaktion auf das HIV/AIDS-Problem im Land ihr Debüt in <a href="http://www.schooltv.co.za/TakHome.htm">Takalani Sesame</a>, einer Co-Produktion der südafrikanischen Sesamstraße. Als weltweit erstes, HIV-positives Muppet hilft sie dabei, Kinder über die Krankheit aufzuklären, und spricht Probleme von Menschen mit HIV an. Der Name Kami ist von dem Wort „Kamogelo“ <a href="http://www.sesameworkshop.org/aroundtheworld/southafrica">abgeleitet</a>, das in Setswana „Akzeptanz“ heißt. Sunshinestar110 bloggt auf <em>U Don&#39;t Like My Opinion…That&#39;s Fine!</em> Und <a href="http://thatsfine2009.blogspot.com/2009/11/happy-birthday-to-you.html">erzählt mehr</a> über Kami:</p>
<blockquote><p>„Kami ist eine gesunde, HIV-positive, liebevolle, 5-jährige Waise, die etwas schüchtern ist, aber schnell mitmacht, wenn sie freundlich angesprochen wird. Sie weiß außerdem sehr viel über HIV, sie verlor ihre Mutter an die Krankheit. Als Kami zum ersten Mal mit ihrem Mopp brauner Haare – sie trug auch eine Weste - auftrat, lief sie in die Sesamstraße und fragte sich nervös, ob die Bewohner wohl mit ihr spielen wollten.  Sie hätte sich keine Sorgen machen müssen, denn die anderen Muppets hießen Sie begeistert willkommen.“</p></blockquote>
<p>Kami wurde geschaffen, um vielen Kindern in Südafrika zu helfen, die mit der HIV/AIDS-Krise umgehen müssen. Es wird angenommen, dass Südafrika die höchste Zahl HIV-infizierter Menschen weltweit aufweist – geschätzte <a href="http://www.unaids.org/en/CountryResponses/Countries/south_africa.asp">5,7 Million</a>. Ungefähr 280.000 der Infizierten sind Kinder unter 14 Jahren und aufgrund von AIDS gibt es 1,4 Millionen Waisen im Land. Zusätzlich zu den körperlichen Komplikationen, die mit einer HIV-Infektion einhergehen, kommt das Problem der Stimatisierung und Tabuisierung, wodurch es schwerer wird, angemessenen behandelt und unterstützt zu werden. Takalani Sesame, bei dem alle 11 offiziellen Sprachen Südafrikas einfließen, versucht Kindern zu helfen, diese Probleme mithilfe von Kami direkt anzugehen.</p>
<p>Nach der Einführung von Kami kam es jedoch besonders in den USA zu starken Kontroversen, da viele darüber schockiert waren, dass in einer Kindersendung eine HIV-positive Figur vorkam. <em>Haven on Earth</em> <a href="http://haven-on-earth.spaces.live.com/blog/cns!C13DE188EF218F14!382.entry?sa=500695506">erörtert</a> die Debatte:</p>
<blockquote><p>„Obwohl berichtet wurde, dass die Einführung von Kami in die Sesamstraße in Südafrika willkommen geheißen worden sei (mir fällt es schwer, dies zu glauben, da in dieser Beziehung immer noch starke Ablehnung herrscht), kam es hier in den Vereinigten Staaten definitiv zu einer Kontroverse. Ich erinnere mich, wie ich darüber gelesen habe (weshalb ich so erfreut war, auf eine Sendung zu stoßen, die ausgestrahlt wurde als ich in Südafrika war - ich wäre nie auf die Idee gekommen, danach zu suchen). Offenbar schickte eine Gruppe republikanischer Kongressabgeordneter einen Brief an den Präsidenten des PBS (Public Broadcasting Service), der die Sesamstraße ausstrahlt. In dem Brief wurde gegen die geplante Einführung einer ähnlichen HIV-positiven Figur in den Vereinigten Staaten protestiert. Dies sei angesichts des Alters des Publikums unangemessen. Es wurde angedeutet, dass durch ein solches Vorgehen möglicherweise die öffentlichen Mittel für den PBS [Public Broadcasting Service] gefährdet sein könnten.“</p></blockquote>
<p>Kami erschien nie in der amerikanischen Sesamstraße, obwohl sie sich auf Takalani Sesame und darüber hinaus als sehr erfolgreiche Figur erwiesen hat. UNICEF <a href="http://www.unicef.org/media/media_16631.html">ernannte sie</a> 2003 zu einem weltweiten „Champion for Children“. In diesem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=9eXlNn-C8BY">Video</a> sendet sie zusammen mit dem früheren US-Präsidenten Bill Clinton eine Botschaft über HIV/AIDS. Jamie bloggt auf <em>No day but today… </em>und <a href="http://phaino.blogspot.com/2006/12/world-according-to-sesame-street.html">diskutiert</a> Kamis weitere Erfolge.</p>
<blockquote><p>„Da die meisten Kinder in Südafrika jemanden kennen, der AIDS hat, wird die Figur zu einer nationalen Heldin, die von allen Menschen im Land geliebt wird. Kami erschein bei den Vereinten Nationen und der Weltbank und wurde von Katie Couric [Anm. d. Übers.: Moderatorin des amerikanischen Fernsehsenders CBS] interviewt. Sie wurde außerdem zur UNICEF-Botschafterin für Kinder ernannt und erschien in Takalani-Beiträgen zusammen mit Desmond Tutu und Nelson Mandela.“</p></blockquote>
<p>Trotz Kamis Erfolg glauben einige Blogger immer noch, dass sie keine angemessene Figur für die amerikanische Version der Sesamstraße ist. Emily Meyer, die für ihre Honors Class bloggt, <a href="http://hons101fall09eem.blogspot.com/2009/10/kami-hiv-muppet.html">sagt</a>:</p>
<blockquote><p>„Obwohl es für Amerikaner wichtig ist, über HIV/AIDS und die Bedeutung der Krankheit Bescheid zu wissen, denke ich, dass es etwas extrem ist, Kinder im Alter von zwei oder drei Jahren darüber aufzuklären. Kinder in einem so jungen Alter verstehen höchstwahrscheinlich nicht, was HIV ist und welche Bedeutung dessen Konsequenzen hat. Wenn Kami in den Vereinigten Staaten eingeführt werden würde, um Wissen darum zu verbreiten und AIDS zu bekämpfen, glaube ich nicht, dass das erwünschte Ergebnis eintreten würde…Kinder in Amerika sind nicht gezwungen, sich mit dem Problem HIV/AIDS in einem so frühen Alter auseinanderzusetzen. Ich denke, dass es für Kinder in Amerika angemessener ist, über die Bedeutung von HIV zu lernen, wenn sie etwas älter sind, etwa zehn oder elf Jahre alt oder wenn Schüler sexuell aktiv werden.“</p></blockquote>
<p>Viele Blogger, wie dieser, der auf <em>Muppets and History</em> <a href="http://beckyluz.wordpress.com/2008/12/16/kami-the-hiv-positive-muppet/">schreibt</a>, sehen Kami als weiteres Beispiel, in dem die Sesamstraße Grenzen überwunden hat. Andere <a href="http://joburgjoblog.blogspot.com/2006/03/celebrating-aids-research.html">gestehen ihre Liebe</a> für das Muppet und die Botschaft, die sie Kindern bringt. Wieder andere denken, sie sollte auch in anderen Versionen der Sesamstraße eingeführt werden. Auf ihrem persönlichen Blog <a href="http://steishapintado.wordpress.com/2008/12/18/final-grades-kami/">schreibt</a> Steisha Pintado:</p>
<blockquote><p>„Sie zeigt Kindern, dass es in Ordnung ist, jemanden, der HIV-positiv ist, zu umarmen und sie erklärt, was zu tun ist, wenn sie sich in den Finger geschnitten hat oder wenn man sich selbst geschnitten hat. Sie lehrt ihr junges Publikum, mit Krankheit und Verlust umzugehen&#8230;Obwohl Sex nie erwähnt wird, wenn über Kamis Krankheit gesprochen wird, sagen einige, dass eine HIV-positive Figur für ein junges Zuschauerpublikum nicht angemessen sei. Ein Gesetzgeber behauptete sogar, dass die öffentlichen Mittel für den Sesam-Workshop gestrichen werden würden, sollte eine solche Figur in unserem Land ausgestrahlt werden. Es schockiert mich so sehr, diese Worte zu hören. Eltern verbringen immer weniger Zeit mit ihren Eltern und lassen immer häufiger zu, dass das Fernsehen die Erziehung übernimmt. Offensichtlich lehren viele Eltern ihre Kinder also nicht, mit sensiblen Themen wie Aufklärung und Akzeptanz umzugehen. Eltern haben dem Sesam-Workshop bereits erlaubt, Aktzeptanz gegenüber Menschen mit Behinderungen oder Krankheiten einzuführen, und auch denjenigen gegenüber, die einer anderen Rasse oder Religion angehören. Worin besteht der Unterschied?“</p></blockquote>
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		<title>Angola: Hohe Lebenskosten in Luanda</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/09/angola-hohe-lebenskosten-in-luanda/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 19:05:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Angola]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[Subsahara-Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die hohen Lebenskosten im Land sind paradox: Die hohen Entwicklungsindikatoren Angolas spiegeln sich nicht in den Finanzen der Mehrzahl der angolanischen Bürger wider und wirken sich nicht auf die Lebensqualität derer aus, die wirtschaftlich schlechter gestellt sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/clara-onofre/">Clara Onofre</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/09/angola-the-high-cost-of-living-in-luanda/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Luanda, die Hauptstadt Angolas, ist eine sehr teure Stadt. Sowohl für Angolaner als auch für Ausländer. Wenn man hier ist, merkt man es deutlich. Grundlegende Dinge wie Essen, Bildung und Wohnraum liegen preislich gleichauf mit einigen europäischen Ländern. Der einzige Unterschied ist, dass die Gehälter in Angola einfach lächerlich sind, wenn man sie mit europäischem Standard vergleicht. Dies führt zu einem täglichen Kampf um die Deckung des Grundbedarfs.</p>
<p>Offensichtlich wird dieser Kampf nicht von denjenigen geführt, die Geld haben, und die, aus welchen Gründen auch immer, durch Bankkonten geschützt sind, die Neid in normalen Sterblichen erwecken. Einer Umfrage zufolge, die im Februar von einem englischen Unternehmen, ECA International, durchgeführt wurde, <a href="http://www.citymayors.com/statistics/expensive-cities-intro.html">belegt Luanda Rang eins unter den teuersten Städten der Welt</a>.</p>
<p>Auf seinem Blog <a href="http://mundodaverdade.blogspot.com/2007/05/o-nvel-de-vida-em-luanda.html"><em>Mundo da Verdade</em></a> [pt], schreibt Miguel Caxias:</p>
<blockquote><p>“Só para terem uma ideia, o custo por noite no hotel em que estou é de 170 USD (quarto individual, com casa de banho e pequeno-almoço mesmo muito sofrível). Estamos a falar de um hotel que deve ter se tanto, duas estrelas. Para um europeu, não só por costumes alimentícios mas também por costumes de segurança, não se arrisca a comer em qualquer botequim de esquina, obviamente. No restaurante onde temos feito as nossas refeições, o custo médio de uma dose é de 30USD (junte-se a isso bebida, sobremesa, entradas e o preço salta logo para 40/45 USD de despesa individual).</p>
<p>Luanda está numa fase de construção massiva. Junto à Marginal existem apartamentos a 1 milhão de USD. Estão todos vendidos!!!”</p></blockquote>
<div class="translation">„Nur um euch eine Vorstellung zu geben: Der Preis für eine Nacht in dem Hotel, in dem ich übernachte, beträgt 170 USD (Einzelzimmer mit Bad und ziemlich dürftigem Frühstück). Wir sprechen von einem Hotel das bestenfalls zwei Sterne hat. Offensichtlich essen wir Europäer, nicht nur aufgrund von Essensgewohnheiten, sondern auch wegen der Sorge um unsere Sicherheit, nicht am Imbiss um die Ecke. In dem von uns aufgesuchten Restaurant kostet ein Essen im Durchschnitt 30 USD (mit Getränken, Dessert und Aperitif kann der Preis leicht auf 40/45 USD pro Person ansteigen).</p>
<p>In Luanda sind riesige Bauprojekte im Gange. In der Nähe des Marginal [Gebiet zur Bucht hin] gibt es Apartments, die für eine Million Dollar ausgeschrieben sind. Und sie wurden alle verkauft!!!“</p></div>
<p>Die hohen Lebenskosten im Land sind paradox, da sie keiner hohen Lebensqualität gegenüberstehen, zumindest nicht für diejenigen, die wirschaftlich schlechter gestellt sind. Angola verzeichnet hohe Entwicklungsindikatoren die sich leider nicht in den Finanzen des Großteils der angolanischen Bürger widerspiegelt. Eine unverhältnismäßige Nachfrage zusammen mit einem knappen Angebot macht die Lage ziemlich schwierig.</p>
<p>Der brasilianische Autor des Blogs <a href="http://diariodaafrica.blogspot.com/2009/02/os-precos-em-angola.html"><em>Diário de África</em></a> [pt] bietet eine schnelle Analyse dessen, was in Angola vor sich geht.</p>
<blockquote><p>“Não são apenas os alugueres (habitação) que custam caro. Tudo é caríssimo. Um quilo de tomate pode sair por 20 USD. Uma bandeja de uvas pode custar 30 USD o quilo. Um bife com batatas fritas pode custar facilmente, 50 dólares. Um cano furado pode sair por 1000.000 USD. Tapar um pequeno furo na tubulação do ar-condicionado do carro e colocar o gás para enfrentarmos o calor luandense custa 200 USD.</p>
<p>Precisa de electricista? Ele não vai sair da sua casa sem ter tirado pelo menos 100 USD de você. Mesmo que só tenha trocado uma lâmpada. Porque é tudo tão caro?”</p></blockquote>
<div class="translation">„Es sind nicht nur die Mieten (Wohnraum), die teuer sind. Alles ist so teuer. Ein Kilo Tomaten kann 20 USD kosten. Eine Schale Trauben kann 30 USD pro Kilo kosten. Eine Scheibe Fleisch mit Pommes Frites kann sich leicht auf 50 USD belaufen. Ein platter Reifen kann einen um 1000 USD erleichtern. Ein kleines Lochs im Rohr einer Autoklimaanlage und das Auftanken, um der Hitze Luandas zu entgehen, kann 200 USD kosten.</p>
<p>Man braucht einen Elektriker? Er wird nicht einmal das Haus verlassen, bevor er nicht mindestens 100 USD erhalten hat. Sei es auch nur, um eine Glühbirne zu wechseln. Warum ist alles so teuer?“</p></div>
<p>Laut diesem Blogger ist die Anwort einfach und bezieht sich – wieder einmal – auf den Krieg, der das Land mehr als 30 Entwicklungsjahre raubte.</p>
<blockquote><p>“O atabalhoado processo de independência e a guerra acabaram com tudo. Primeiro, a independência. Em 1975, pelo menos 300 mil portugueses abandonaram Angola. Médicos, dentistas, advogados, empresários, encanadores, mecânicos, burocratas, professores. Em questão de meses, Angola ficou sem quadros. Não havia quem soubesse gerenciar as finanças do país. Depois a guerra. O esforço de guerra sugou o dinheiro que deveria ser investido na saúde, na educação, nas infra-estruturas do país. Agora multiplique essa situação por 30 anos. O resultado chama-se Luanda.</p>
<p>Com a alta no preço do petróleo nos últimos anos, os fretes subiram e por tabela, o de todos os produtos. Chegou-se a uma situação tal que mesmo os itens produzidos em Angola podem custar mais que os importados. Porquê? Os economistas que me corrijam, mas parece ter algo a ver com a tal lei da oferta e da procura. Quem quer agora, tem de pagar mais.”</p>
<p>O país não tem indústrias. Tudo é importado. Vem de navio. No porto, não há espaço. Os navios ficam dois, três meses atracados em alto-mar, aguardando autorização para descarregar. Só agora é que a agricultura começa a dar os primeiros passos. Mas só nas áreas em que não há minas terrestres. O último número que ouvi era de que mais da metade das terras cultiváveis do país estava cheia de minas. Enquanto o terreno não estiver limpo, nada feito. Portanto, até a comida precisar ser importada.</p></blockquote>
<div class="translation">„Der beschwerliche Kampf für die Unabhängigkeit, auf den der Krieg folgte hat alles zerstört. Erst die Unabhängigkeit. Im Jahr 1975 verließen mindestens 300.000 Portugiesen Angola. Ärzte, Zahnärzte, Anwälte, Geschäftsleute, Klempner, Mechaniker, Staatsangestellte, Professoren. Innerhalb von Monaten stand Angola ohne qualifiziertes Personal da. Es gab niemanden, der wusste, wie die Finanzen des Staates verwaltet werden mussten. Als zweites der Krieg. Die Kriegsanstrengungen saugten sämtliche Geldressourcen auf, die in die Gesundheit, Bildung und Infrastruktur des Landes hätten fließen sollen. Multipliziert man diese Situation mit 30 Jahren erhält man Luanda.</p>
<p>Mit den hohen Gaspreisen der letzten Jahre, sind auch die Transportkosten gestiegen und in der Folge alle Produkte. Die Situation hat sich so entwickelt, dass sogar in Angola produzierte Artikel mehr kosten als importierte. Warum? Ökonomen dürfen mich gerne korrigieren, aber es scheint, als ob dies etwas mit dem Gesetz über Angebot und Nachfrage zu hätte. Wenn man etwas jetzt will, muss man mehr bezahlen.“</p>
<p>Das Land verfügt über keine Industrie. Alles wird importiert. Es wird ins Land eingeführt und im Hafen ist kein Platz mehr. Die Schiffe ankern zwei bis drei Monate auf hoher See und warten auf die Erlaubnis, ihre Ladung zu löschen. Erst vor Kurzem gab es in der Landwirtschaft erste Schritte, aber nur in Gebieten, in denen es keine Landminen gibt. Ich habe gehört, dass es in neuesten Statistiken heißt, die Hälfte des anbaufähigen Landes in Angola sei vermint. Solange das Land noch nicht von Minen befreit ist, wird nichts getan. Deshalb müssen sogar Nahrungsmittel importiert werden.</p></div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="A piece of goat costs 600 KZ ($7 USD). Tweetpic by @bethinagava" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/angola-300x220.jpg" alt="Ein Stück einer Ziege kostet 600 KZ (7 USD). Tweetpic by @bethinagava" width="300" height="220" /><p class="wp-caption-text">Ein Stück einer Ziege kostet 600 KZ (7 USD). Tweetpic by @bethinagava</p></div>
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		<title>Nigeria: Neues Tiefseekabel erreicht Lagos</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/09/07/nigeria-neues-tiefseekabel-erreicht-lagos/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 21:07:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cameroon]]></category>
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		<category><![CDATA[Internet & Telecoms]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Ankunft des Tiefseekabels GLO-1 an diesem Wochenende in Lagos begeisterte viele Blogger in Westafrika. Das GLO-1 verbindet Nigeria und 13 andere westafrikanische Länder über Europa mit dem weltweiten Telekommunikationssystem und versorgt die Region mit neuer Bandbreite.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/rebekah-heacock/">Rebekah Heacock</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/09/07/nigeria-new-submarine-internet-cable-lands-in-lagos/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Die Ankunft des <a href="http://www.vanguardngr.com/2009/09/06/glo-1-submarine-cable-lands-in-lagos/">Tiefseekabels GLO-1</a> an diesem Wochenende in Lagos begeisterte viele Blogger in Westafrika. Das GLO-1 verbindet Nigeria und 13 andere westafrikanische Länder über Europa mit dem weltweiten Telekommunikationssystem und versorgt die Region mit neuer Bandbreite.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="africa_cables" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/09/africa_cables-300x283.jpg" alt="Das GLO-1 ist Afrikas neues Tiefseekabel" width="300" height="283" /><p class="wp-caption-text">Das GLO-1 ist Afrikas neues Tiefseekabel</p></div>
<p>Ende Juli legten Schäden am SAT-3-Kabel — das bis zum vergangenen Wochenende die einzige Verbindung Nigerias mit dem globalen Kommunikationssystem darstellte — Bankdienste und den Zugang zum Internet im ganzen Land <a href="http://www.vanguardngr.com/2009/09/06/glo-1-submarine-cable-lands-in-lagos/">lahm</a>. Ungefähr <a href="http://www.thisdayonline.com/nview.php?id=149978">70 Prozent</a> der Bandbreite des Landes war betroffen.</p>
<p><a href="http://www.thisdayonline.com/nview.php?id=153634">Laut</a> dem leitenden Geschäftsführer von Globalcom Limited, die das GLO-1-Projekt finanzierten, wird das neue System den Bandbreitenbedarf Nigerias für die nächsten 15 bis 20 Jahre sichern. Blogger freuen sich auf schnellere Verbindungen und günstigeren sowie verlässlicheren Internetzugang.</p>
<p><a href="http://www.27months.com/2009/09/glo-1-submarine-cable-boosts-west-african-broadband/">Bill Zimmerman</a> von Cameroon schreibt:</p>
<blockquote><p>Das neue Kabel wird für eine Senkung der Internetkosten und für schnellere und robustere Verbindungen für Sprach-, Daten- und Videodiensten sorgen. Der Technologiesektor in Westafrika wird mit Sicherheit von dem GLO-1-Kabel profitieren, da Unternehmen einfacher mit Kunden und Partnern im Ausland kommunizieren werden können. Es verspricht gleichermaßen die Öffnung des Internetzugangs für Einzelpersonen und kleineren Unternehmen, die sich bisher keine eigenen Verbindungen leisten konnten.</p></blockquote>
<p>Für Yomi Adegboye von <a href="http://mobilitynigeria.com/2009/09/05/glo-1-submarine-cable-has-touched-down-in-lagos/">Mobility Nigeria</a> können die Verbesserungen, die das GLO-1 verspricht, nicht schnell genug stattfinden:</p>
<blockquote><p>Bis jetzt war das gesamte Land alleine auf das SAT-3-Kabel angewiesen, das unter dem Monopol von NITEL für kostengünstigen und schnellen Internetzugang sorgte. Branchenbeobachter erwarteten seit Monaten die Verlegung des GLO-1-Kabels, denn seine Inbetriebnahme wird sich zweifellos auf die Kosten und die verbesserte Versorgung mit High-Speed-Internetzugängen in Nigeria auswirken.</p>
<p>Das GLO-1-Kabel ist verlegt. Wann genau werden wir von den neuen Diensten profitieren?</p></blockquote>
<p>Das GLO-1 ist deshalb einzigartig, weil es sich dabei um das weltweit erste Tiefseekabel handelt, das sich in privatem Besitz befindet. Theresa Carpenter Sondjo von <a href="http://appfrica.net/blog/2009/09/06/glo-1-finally-lands-in-lagos-west-africas-2nd-undersea-cable-has-arrived/#utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=glo-1-finally-lands-in-lagos-west-africas-2nd-undersea-cable-has-arrived">Appfrica</a> erläutert:</p>
<blockquote><p>Die meisten Tiefseekabel, auch das SAT-3, das Westafrika zurzeit mit dem Rest der Welt verbindet, werden von Konsortien aus privaten und öffentlichen (staatseigenen) Unternehmen verlegt. Das GLO-1 ist deshalb ungewöhnlich, weil es ausschließlich von der nigerianischen GlobalCom finanziert wurde. Nigeria ist zurzeit von dem Monopol durch NITEL abhängig, um Zugang zu seiner eigenen SAT-3-Verbindungsstation zu bekommen, und kauft zusätzliche Bandbreite vom Nachbarland Benin.</p></blockquote>
<p>Munashe Gumbonzvanda von <a href="http://www.techmasai.com/2009/09/07/glo-1-lands-in-nigeria-now-two-undersea-cables-connect-west-africa-to-the-world/">TechMasai</a> fügt hinzu:</p>
<p>Das Interessante an dem Kabel ist, dass dieses Projekt im Unterschied zu anderen Projekten wie <a href="http://www.techmasai.com/?s=seacom">Seacom</a> <em>[Anm. d. Red.: Seacom, ein Kabel, das die ostafrikanische Küste mit Europa und Asien verbindet, wurde im Juli 2009 <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/07/24/africa-the-arrival-of-seacom-cable-sparks-debate/">in Betrieb genommen</a>]</em>, vollständig von Glo alleine finanziert wurde. Die Auswirkungen von Glo-1 sind bedeutend, werden sich aber wahrscheinlich erst nach einer Zeit zeigen. Wie schon im Fall von Seacom, ist dies ein wichtiger Moment für technologische Innovation und Entwicklung in Afrika.</p>
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		<title>Kenia: Verheerende Dürre verschärft Konflikt zwischen Mensch und Tierwelt</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/07/21/kenia-verheerende-durre-verschlechtert-konflikt-zwischen-mensch-und-tierwelt/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 11:46:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonSamuel Maina  &#183; Übersetzt von Tina Seidenberger &#183;  engl. Originalartikel 

Kein Gras in Sicht

Kenia erlebt die schlimmste Dürre seit mehr als einem Jahrzehnt, so das meteorologische Amt des Landes. Die Dürre ist im ganzen Land zu spüren, sie wird jedoch verstärkt in den Massai-Gemeinden sichtbar, die hauptsächlich von Viehzucht leben.
Angesichts der Gefahr, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/samuel-maina/">Samuel Maina</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/07/20/kenya-devastating-drought-worsens-human-wildlife-conflict/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><div class="wp-caption alignright" style="width: 167px;"><a href="http://lionguardians.wildlifedirect.org"><img title="Dürre im Massailand" src="http://lionguardians.wildlifedirect.org/files/2009/07/pbi_2088-drought.jpg" alt="Kein Gras für Vieh" width="157" height="224" /></a></p>
<p class="wp-caption-text">Kein Gras in Sicht</p>
</div>
<p>Kenia erlebt die schlimmste Dürre seit mehr als einem Jahrzehnt, so das meteorologische Amt des Landes. Die Dürre ist im ganzen Land zu spüren, sie wird jedoch verstärkt in den Massai-Gemeinden sichtbar, die hauptsächlich von Viehzucht leben.</p>
<p>Angesichts der Gefahr, ihre wertvollen Viehherden zu verlieren, treiben die Massai, traditionell ein im Süden Kenias und Norden Tansanias angesiedeltes Nomadenvolk, ihr Vieh auf der Suche nach Weideland in die Wildgebiete - und sogar Städte. Dadurch hat sich der Konflikt zwischen Mensch und Tierwelt vertieft, da die geschwächten Rinder Löwen und anderen Raubtieren zum Opfer fallen.</p>
<p>Das <a href="http://lionguardians.wildlifedirect.org/2009/07/15/devastating-drought/">Blog Lion Guardians berichtet</a>, dass es schon seit zwei Jahren nicht mehr richtig geregnet hat.</p>
<blockquote><p><em>Die Dürre wird von Tag zu Tag schlimmer. Seit bereits zwei Jahren in Folge hat es nicht ordentlich geregnet und Massai-Gemeinde aus Viehhütern, die die [Mbirikani]-Gruppenranch bilden, haben ihr Vieh auf der Suche nach besseren Weideflächen in drei Richtungen getrieben. Die Rinder nehmen alle stark ab und viele sterben.</em></p></blockquote>
<p>Predator Aware, eine Gruppe, die sich für den Schutz von Raubtieren einsetzt, berichtet ebenfalls über einige Härtefälle in den Gebieten der <a href="http://www.masai-mara.com/">Massai Mara</a> und der Siana-Ranches im südlichen Teil Kenias. Auf dem <a href="http://predatoraware.wildlifedirect.org/2009/07/20/dry-days-in-the-mara/">Blog Predetor Aware</a> heißt es:</p>
<blockquote><p><em>Besonders die Massai Mara und Siana haben Schwierigkeiten, Weideland zu finden, während der Regen weiterhin auf sich warten lässt. Letzte Nacht gab es offenbar einen Sturm irgendwo im Rerservat. Wir hoffen, dies ist ein Idikator und es wird mehr Regen geben. Dieses trockene Wetter verschärft wirklich den Konflikt zwischen Mensch und Tierwelt, während die Suche nach Wasser und Weideland weitergeht.</em></p></blockquote>
<p>Obwohl Wildtiere besser in einer Dürreperiode zurechtkommen, trifft es Viehherden sehr hart. Die Maasai, die traditionell als nomadische Viehhirten leben, werden tun, was sie seit Generationen getan haben, sie werden sich mit ihrem Vieh auf die Suche nach Weideflächen begeben. Es kommt vor, dass die einzigen offenen Weideflächen geschützte Gebiete sind, z.B. Nationalparks und Reservate. Ironischerweise entstanden die meisten der weltberühmten Parks in Kenia aus Flächen, die traditionell den Maasai als Weideland vorbehalten waren. Das Blog Lion Guardians beschreibt die Bewegungen der Massai-Gruppen, die am Rande des Amboseli-Nationalpark leben:</p>
<blockquote><p><em>Die erste Gruppe trieb ihr Vieh bis nach Manyara in Tansania. Andere entschieden, ihr Vieh in den Tsavo-West-Nationalpark zu treiben, es kam jedoch zu ernsten Zusammenstößen mit den Parkbehörden, die versuchen, die Überweidung der Flächen des Nationalparks durch Viehherden zu verhindern, wonach nur nackte Erde übrigbleibt.</em></p></blockquote>
<p>Einige dieser Hirten haben ihr Vieh auf der Suche nach Weideland und Wasser weiter als 400 km weit getrieben. Einige gingen nach Norden in Richtung Nairobi, nachdem von dort einige Wochen zuvor von etwas Regen berichtet worden war. Andere gingen nach Süden und über die Grenze nach Tansania.</p>
<p>Die Schwere der Dürre wird aus den Worten von ole Lentura, dem wichtigsten Blogger auf Predator Aware, deutlich. „Die Tage bringen brennende Sonne und viel Wind“, sagt ole Lentura, der berichtet, dass Tiere, die sich eigentlich von Gras ernähren, an Bäumen und Büschen nach Futter suchen müssen und sich so dem Mangel an Gras anpassen.</p>
<p>„Die Ältesten in der Gruppe beschreiben diese Dürre als die schlimmste aller Zeiten. Stark steigende Preise für Konsumgüter und fallende Erlöse aus dem Verkauf von Vieh und anderen einheimischen Produkten machen aus dieser Situation eine katastrophale Ernährungskrise“, sagen die <a href="http://lionguardians.wildlifedirect.org/">Lion Guardians</a>.</p>
<p>Ole Lenturea von <a href="http://predatoraware.wildlifedirect.org/">Predator Aware</a> sagt über den Konflikt zwischen Mensch und Tierwelt: „Keine Meldungen über Vorfälle mit Raubtieren, aber ein weiterer Massai-Mann kam dieses Wochenende tragisch durch einen Büffel ums Leben. Dieser Konflikt zwischen Mensch und Tierwelt wird nicht nachlassen bevor es ordentlich regnet.“</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Afrika: Obama nutzt neue Medien im Dialog mit Afrikanern</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/07/12/afrika-obama-nutzt-neue-medien-im-dialog-mit-afrikanern/</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 18:34:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<description><![CDATA[„Schonmal Fragen an unseren Sohn aus Nyangoma gehabt? In anderen Worten: Möchten Sie, dass der amerikanische Präsident, Barack Obama, Ihre Fragen beantwortet?“ So beginnt ein Artikel auf dem Blog Hot Secretsout darüber, wie Obama neue Medien nutzt, um mit ganz normalen Afrikanern einen Dialog zu beginnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/ndesanjo-macha/">Ndesanjo Macha</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/07/10/africa-obama-uses-new-media-to-talk-to-africans/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>„Schonmal Fragen an unseren Sohn aus Nyangoma gehabt? In anderen Worten: Möchten Sie, dass der amerikanische Präsident, Barack Obama, Ihre Fragen beantwortet?“ So <a href="http://hotsecretz.blogspot.com/2009/07/sms-son-of-kogelo-direct.html">beginnt ein Artikel auf dem Blog Hot Secretsout</a> darüber, wie Obama neue Medien nutzt, um mit ganz normalen Afrikanern einen Dialog zu beginnen.</p>
<p>Barack Obama besucht <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ghana">Ghana</a> am 10. und 11. Juli. Dies wird sein erster historischer Besuch im subsaharischen Afrika und er wird Tools wie Twitter, Facebook und SMS nutzen, um direkt mit Afrikanern zu sprechen.</p>
<p>Erik Hersman, der auf <a href="http://whiteafrican.com/">White African</a> bloggt, <a href="http://whiteafrican.com/2009/07/02/obamas-new-media-strategies-for-ghana/">diskutiert Medienplattformen</a>, die Obama nutzen will, um auch Afrikaner über Ghana hinaus zu erreichen. Hersman unterstützte das Weißen Haus bei der Entwicklung seiner neuen Medienstrategie für Ghana und Afrika. Er schreibt:</p>
<blockquote><p>Das Radio ist überall in Afrika immer noch das Kommunikationsmedium Nummer eins und in Ghana ist dieses Medium durch den örtlichen und landesweiten Austausch zwischen den verschiedene Gemeinden besonders lebendig und aktiv.<br />
Wie allgemein bekannt ist, hat sich das Mobiltelefon mit explosionsartiger Geschwindigkeit über Afrika verbreitet. Das bedeutet, dass SMS ein vergleichsweise demokratisches Mittel ist, um Feedback aus allen Bevölkerungsschichten des Landes zu erhalten. (Merkwürdigerweise nicht verfügbar für Leute, die in den USA leben - mehr dazu weiter unten.)<br />
Zu guter Letzt gibt es keine großen, in Ghana entwickelten sozialen Netzwerke im Internet, und wie in vielen anderen Ländern Afrikas, besitzt Facebook auch dort eine gute Marktdurchdringung. In Ghana sind es über 100.000 Nutzer - es macht für das Team „Neue Medien“ also  Sinn, sich dort zu beteiligen und einen Dialog zu beginnen, ohne dabei seine Energie auf zu viele Dienste zu verteilen. Twitter als Verstärkung einzusetzen ist ganz natürlich, denn dort wird das Thema auch viel diskutiert werden.</p></blockquote>
<p><a href="http://whiteafrican.com/2009/07/02/obamas-new-media-strategies-for-ghana/">Er postet</a> Einzelheiten aus dem Weißen Haus:</p>
<blockquote><p>SMS. Wir starten eine SMS-Plattform, auf der Bürger Fragen stellen, Kommentare abgeben und Willkommensgrüße senden können (auf Englisch und Französisch). Mithilfe einer SMS-Kurzwahl für die Länder Ghana (1731) , Nigeria (32969) , Südafrika (31958) und Kenia (5683) sowie einer normalen Nummer für SMS aus dem Rest der Welt, werden Afrikaner und Bürger aus aller Welt dazu aufgefordert, ihre Nachrichten an den Präsidenten zu versenden. Teilnehmer an der SMS-Aktion haben außerdem die Möglichkeit, Highlights aus der Rede auf Englisch und Französisch zu abonnieren. Mobiltelefonnummern für die Registrierung, gültig für ganz Afrika: 61418601934 und 45609910343.</p>
<p>Radio. Ein Live-Audiostream der Präsidentenrede wird noch während der Rede über landesweite und regionale Radiosender ausgestrahlt werden. Nach der Rede werden die auf Band aufgenommenen Antworten des Präsidenten auf die eingegangenen SMS-Nachrichten Radiosendern und Websites zur Verfügung gestellt. Der Präsident hofft, in Bezug auf Themen und Regionen ein großes Spektrum an Fragen und Kommentare beantworten zu können. Die Aufnahmen werden außerdem auf der Website des Weißen Hauses und über iTunes zum Download bereitstehen.<br />
Video. Die Rede kann per Live-Videostream auf www.whitehouse.gov/live mitverfolgt werden. Der Einbettungscode für dieses Video steht zur Verfügung. Der Livestream kann also auf jeder Website gehostet werden.<br />
Online-Chat. Es wird einen Live-Chat über die Rede auf Facebook geben (unter http://apps.facebook.com/whitehouselive). Das Weiße Haus wird auf Facebook außerdem eine „Veranstaltung“ auf Facebook zur Rede erstellen, bei der sich Teilnehmer aus aller Welt treffen können. Es wird einen Twitter-Hashtag (z.B. #obamaghana) geben, der verbreitet werden wird, um Beiträge und Reaktionen auf die Veranstaltung zusammenzufassen.</p></blockquote>
<p>Internet-User können auch auf der Website von <a href="http://allafrica.com/feedback/obama-ghana-2009.html">AllAfrica</a> Fragen stellen:</p>
<blockquote><p>Ihre Chance, Präsident Obama Fragen zu Afrika zu stellen:<br />
Was möchten Sie Präsident Obama fragen, während er sich auf seinen ersten Besuch als Staatschef der Vereinigten Staaten in Subsahara-Afrika vorbereitet - er macht Halt in Ghana am 10. und 11. Juli? Geben Sie Ihre Frage hier ein und wir werden Ihre Vorschläge zusammentragen. Bitte geben Sie außerdem Ihr Alter und Ihren Beruf an.</p></blockquote>
<p><a href="http://blog.foreignpolicy.com/posts/2009/07/07/africans_invited_to_text_obama_before_ghana_speech">Michael Wilkerson zufolge</a>, der auf dem Blog Foreign Policy schreibt, könnte die Nutzung neuer Medien durch Obama dazu führen, dass die Zustimmung zu seiner Politik weltweit rasant zunimmt:</p>
<blockquote><p>Das demonstrative Interesse an den Ansichten der Afrikaner, wird, wenn Sie pannenfrei abläuft, wahrscheinlich den Beliebtheitsgrad Obamas erhöhen, der ohnehin bereits fast doppelt so hoch ist wie der der USA. Auf dem Touristenmarkt in Accra gehen Obama-T-Shirts und -Gemälde weg wie warme Semmeln und in Ghana hofft man auf einen Anstieg der Touristenzahlen nach dem Besuch.</p></blockquote>
<p><a href="http://afrigator.com/link/url/?url=http%3A%2F%2Fghanapundit.blogspot.com%2F2009%2F07%2Fafrica-texts-obama-before-visit.html&amp;return_url=http%3A%2F%2Fafrigator.com%2Fhome&amp;blogid=13860&amp;postid=1189397">Ghana Pundit berichtet</a>, dass bereits tausende von SMS-Nachrichten bei Obama eingegangen seien:</p>
<blockquote><p>US-Präsident Barack Obama hat tausende von SMS-Nachrichten über Afrika erhalten, nachdem er vor dem Antritt seiner Reise nach Ghana am Freitag zum Einsenden von Fragen aufgefordert hatte.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Südafrika feiert Tag der Jugend und erinnert an die Vergangenheit</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/06/18/sudafrika-feiert-tag-der-jugend-und-erinnert-an-die-vergangenheit/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 14:01:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Subsahara-Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Der 16. Juni, der in Südafrika heute Tag der Jugend genannt wird, ist der Tag, an dem wir uns unserer Vergangenheit erinnern. Am 16. Juni 1976 ereignete sich der Aufstand in Soweto, der durch ein Gesetz ausgelöst wurde, das festlegte, dass jeglicher Unterricht ab sofort nur noch auf Afrikaans stattzufinden hatte. 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/ismail-dhorat/">Ismail Dhorat</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/06/16/south-africa-celebrates-youth-day-and-remembers-the-past/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Der <strong>16. Juni</strong>, der in Südafrika heute <strong>Tag der Jugend</strong> genannt wird, ist der Tag, an dem wir uns unserer Vergangenheit erinnern. Am 16. Juni 1976 ereignete sich der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aufstand_in_Soweto">Aufstand in Soweto</a>, der durch ein Gesetz ausgelöst wurde, das festlegte, dass jeglicher Unterricht ab sofort nur noch auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Afrikaans">Afrikaans</a> stattzufinden hatte.</p>
<blockquote><p>Am Morgen des 16. Juni 1976 marschierten tausende schwarzer Schüler von ihren Schulen zum Orlando-Stadion, wo sie sich versammelten, um gegen den Schulunterricht auf Afrikaans zu protestieren. Viele Schüler, die später an dem Protest teilnahmen, gingen an diesem Morgen zur Schule, ohne vorher davon erfahren zu haben, schlossen sich ihm aber trotzdem an.</p></blockquote>
<p>Schätzungen zufolge verloren zwischen 300 und 600 Menschen ihr Leben während des Aufstands, der zum prägenden Moment im Widerstand gegen die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Apartheid">Apartheid</a> wurde.</p>
<p>Auf dem Blog <strong>Redemption Time</strong> <a href="http://bikosghost.blat.co.za/2009/06/15/youth-day-let-us-reflect/">reflektiert</a> der Autor diesen Tag:</p>
<blockquote><p>Ich könnte viel über diesen Tag sagen, werde mich aber auf folgende wenige Punkte beschränken. In der ganzen Geschichte wird das System Apartheid und was es mit den Menschen und Jugendlichen, die dadurch geknechtet wurden, anrichtete, immer eine der größten Tragödien bleiben, die der Menschheit je widerfahren ist. Mein voller Respekt gilt deshalb jenen Jugendlichen, die an genau jenem Tag die Apartheidstruppen herausgefordert haben und sich 1976 gegen minderwertige Wissensvermittlung auf Afrikaans aufgelehnt haben. Hector Peterson und die ihm zur Seite standen, sich für ihre Rechte einsetzten, werden in diesem Land immer in Erinnerung bleiben und verehrt werden.</p></blockquote>
<p>Auf dem Blog <strong>Platform 2</strong> schreibt der Autor darüber, wie der Aufstand am 16. Juni gefeiert wird und über Musik als Form des Protests:</p>
<blockquote><p>Die Hip-Hop-Nation wird wissen, dass uns am 16. Juni ein Sohn, in Form einer Rap-Legende geschenkt wurde. Aus dem politischen Aktivisten Afeni Shakur wurde ein Rap-Genie und die Mzansi-Nation wird außerdem wissen, dass am gleichen Tag des Jahres 1976 Geschichte geschrieben wurde. Es ist ein Segen, diesem Tag nicht nur als junger Südafrikaner, sondern auch als Hip-Hop-Fan zu gedenken. Die Musik, die wir hören, ist genauso revolutionär wie die jungen Freiheitskämpfer, die ihrem Zorn auf der Straße Luft machten. Sie haben zwar für eine andere Sache in Zusammenhang mit ihren politischen Problemen gekämpft, hatten aber die gleichen Freiheitsabsichten wie Jugendliche heute. Nun gut, wir machen vielleicht nicht so mobil wie die Jugendlichen von 1976, aber es ist Tatsache, dass wir die gleichen Dinge brauchen. Wir brauchen unsere Freiheit, das wurde während der Wahlen im April dadurch deutlich, dass vor allem junge Wähler zur Wahl gingen. Wir haben uns versammelt, um unsere Freiheit zu verteidigen, wir haben gewählt, weil wir auf unser Leid und unseren Kampf aufmerksam machen wollten. Nachdem unsere Absichten fast durch Fremdenfeindlichkeit, Kriminalität und Drogenmissbrauch verdreht wurden, schlugen wir auf positive Weise zurück, genau wie die Hector Petersons gegen ein minderwertiges Bildungssystem rebellierten, fand unsere Rebellion an den Wahlurnen statt.</p></blockquote>
<p>Fabulosity <a href="http://fabulosity-capetown.blogspot.com/2009/06/12-things-to-do-on-youth-day-in-ct.html">schreibt</a>, dass das Problem mehr umfasste als nur der Unterricht auf Afrikaans:</p>
<blockquote><p>Das Problem war jedoch nicht so sehr das Afrikaans, sondern viel mehr das ganze System minderwertiger Bildung, die durch getrennte Schulen und Universitäten, schlechte Ausstattung, überfüllte Klassen und schlecht geschulte Lehrer gekennzeichnet war.</p></blockquote>
<p>Thando Tshangela <a href="http://tsuai.blogspot.com/2009/06/1976-youth-deserve-21-gun-salute.html">beschäftigt sich</a> mit den Auswirkungen des Protests:</p>
<blockquote><p>Damit begann eine Ära der Studenten- und Jugendbewegungen, die ihren Höhepunkt in den 1980er Jahren, bei Unruhen in den von Schwarzen bewohnten Townships und in der Kulturkrise des Lernen und Lehrens, als die Schüler im Kampf gegen die Apartheid auf die Straße gingen, erreichte. Ziel war es, das Land unregierbar zu machen und um jeden Preis Freiheit zu erlangen, auch wenn das bedeutete, dass ihre Bildung darunter leiden würde. Ihr Motto war „Erst Freiheit, dann Bildung“.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Madagaskar: Demonstrant freigelassen, Journalisten demonstrieren gegen Zensur</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/05/22/madagaskar-demonstrant-freigelassen-journalisten-demonstrieren-gegen-zensur/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 May 2009 10:48:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
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		<category><![CDATA[Malagasy]]></category>
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		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Subsahara-Afrika]]></category>
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		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Die madagassische Online-Community war erleichtert, als bekannt wurde, dass Razily, ein Ende März verhafteter Demonstrant, in der Öffentlichkeit gesehen wurde (fr) und wohlauf zu sein schien. Während die näheren Umstände der Freilassung Razilys noch ungeklärt sind, hoffen viele Blogger, dass dies, in Bezug auf das Verhalten der Sicherheitskräfte des Landes, den Beginn der Rückkehr zur Normalität bedeutet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/lova-rakotomalala/">Lova Rakotomalala</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/05/20/madagascar-protester-freed-journalists-demonstrate-against-censorship/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Die madagassische Online-Community war erleichtert, als bekannt wurde, dass Razily, ein <a href="http://www.ethanzuckerman.com/blog/2009/04/30/free-razily/">Ende März verhafteter Demonstrant</a>, <a href="http://fijery.wordpress.com/2009/05/16/razily-libere/">in der Öffentlichkeit gesehen wurde (fr)</a> und wohlauf zu sein schien. Während die näheren Umstände der Freilassung Razilys noch ungeklärt sind, hoffen viele Blogger, dass dies, in Bezug auf das Verhalten der Sicherheitskräfte des Landes, den Beginn der Rückkehr zur Normalität bedeutet.</p>
<p>In den letzten Wochen gab es einen Anstieg der Zensur, der von der <a href="http://pakysse.wordpress.com/2009/05/05/journalist-arrested-april-5-2009/">Verhaftung</a> des Journalisten Evariste Ramanatsoavina am 5. Mai und der Entlassung von <a href="http://mydago.com/2009/05/le-directeur-de-la-television-deja-vire/">Ravoajanahary Johary</a>, Direktor des staatlichen Fernsehens, am 19. Mai begleitet wurde. Am 15. Mai demonstrierten Journalisten für Meinungsfreiheit, wie das Kommitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) und Reporters without Borders (fr) mitteilten.</p>
<p><em>Mohamed Hassim Keita</em> von CPJ <a href="http://cpj.org/blog/2009/05/amid-political-tumult-jailing-draws-protest-in-mad.php">erklärt</a>:</p>
<blockquote><p>Die Demonstranten zeigten ihre Solidarität mit Ramanatsoavina, ein Moderator, der, laut Verteidiger Fidele Rakotondrainibe, im Antanimora-Gefängnis in Antananarivo wegen &#8220;Anstiftung zur Rebellion&#8221; und &#8220;zivilem Ungehorsam&#8221; festgehalten wird. Der Journalist, der die Anschuldigungen abstreitet, muss sich wahrscheinlich am Mittwoch vor Gericht verantworten.</p></blockquote>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/uXyqTLaSwEg&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/uXyqTLaSwEg&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p><em>(Video von </em><a href="http://pakysse.wordpress.com/"><em>pakysse</em></a><em>)</em></p>
<p>Reporters Without Borders hat <a href="http://allafrica.com/stories/200905080875.html">weitere Einzelheiten über die Verhaftung Ramanatsoavinas</a>:</p>
<blockquote><p>Er wurde am Morgen des 5. Mai um 5 Uhr in seinem Haus vor den Augen seiner Tochter von maskierten Soldaten verhaftet und dem Gemischten Nationalen Ermittlungskomitee (CNME) vorgeführt, das sich in einem Vorort von Ambohibao in den Gebäuden des ehemaligen Hauptquartiers des früheren innerstaatlichen Nachrichtendienstes (DGID) befindet. Die Entscheidung, Ramanantsoavina anzuklagen wiedersprach einer ersten Stellungnahme von Charles-Aimé Randriamorasata, Generalsekretär des Minsteriums für Kommunikation, in der es hieß, die Behörden hätten ihn verhaftet, um den Sendeort von Radio Mada zu erfahren.</p></blockquote>
<p><strong>Die Freilassung Razilys</strong></p>
<p>In der madegassischen Blogospäre wurden die guten Neuigkeiten über Razilys Freilassung mit großer Freude aufgenommen. <em>Ndimby</em> auf <em>fijery blog</em> erklärt die <a href="http://fijery.wordpress.com/2009/05/16/razily-libere/">Schlüsselrolle, die den Bloggern bei der Druckausübung auf die Regierung zukam</a>, und was seine Freilassung für die Online-Community nach der Krise in Madagaskar bedeutet:</p>
<blockquote><p>Devant la démission des médias traditionnels sur le sujet, et il faut bien le dire, de l’opinion publique nationale devenue par la force des choses blasée, ce sont les blogueurs qui ont mis la pression. Alors qu’on n’a jamais vu un article de la presse écrite malgache poser la question, les internautes malgaches se sont mobilisés aux quatre coins du monde. Des gens qui ne se connaissaient pas, qui ne se parlaient pas, qui ne connaissaient pas Razily, en ont fait le symbole de leur lutte pour la démocratie et les droits de l’homme. Rappelons que suite à la mobilisation de la société civile et des blogueurs, le haut-commissaire des Nations unies aux droits de l’homme a envoyé discrètement un émissaire discuter avec le pouvoir de transition. Ce diplomate a rencontré à plusieurs reprises le Colonel Rakotonandrasana, le chef des mutins devenu Ministre de la défense</p></blockquote>
<div class="translation">Wenn man bedenkt, dass die herkömmlichen landesweiten Medien angesichts des (Razily-)Problems aufgegeben haben und dass die öffentliche Meinung sich immer mehr polarisierte, waren es letztendlich die Blogger, die den Druck aufrechterhalten haben. Während in der madagassischen Presse nicht ein einziger Artikel geschrieben wurde, der sich mit der Frage beschäftigte, taten sich Blogger aus vier Ecken der Welt zusammen. Menschen, die einander nicht kannten, nicht miteinander sprachen, Razily nicht kannten, machten ihn zum Symbol von Demokratie und Menschenrechten. Wir sollten nicht vergessen, dass der Hohe Kommissar der Menschenrechte aufgrund der Petition einen Vertreter sandte, um mit der Übergangsregierung zu sprechen. Der Diplomat traf sich mehrere Male mit Colonel Rakotonandrasana, der Anführer der Meuterei, der Verteidigungsminster wurde.</div>
<p>Der Blogger <em>Avylavitra</em> <a href="http://gazetyavylavitra.wordpress.com/2009/05/15/sit-in-nataonny-mpanao-gazety-teo-ambohijatovo-ministera-sy-teny-anosy-lapanny-fitsarana/">fragt sich, warum jetzt so stark mobil gemacht wird</a> und wo alle zu Beginn des Konflikts waren (mg)?</p>
<blockquote><p>Fanamarihana kely avy amiko fotsiny ny hoe: fa maninona moa no tsy nihetsika toy izao ny mpanao gazety fony nitranga ny fahafatesan’i ANDO (RTA)?</p></blockquote>
<div class="translation">Ich frage mich nur: Warum gab es keine derartigen Demonstrationen von Journalisten, als Ando (von RTA) (im Februar) starb?</div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="journalists-protest-madagascar-300x225.jpg" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/05/journalists-protest-madagascar-300x225.jpg" alt="Foto der Demonstrationen von http://gazetyavylavitra.wordpress.com/" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Foto der Demonstrationen von http://gazetyavylavitra.wordpress.com/</p></div>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/-vrDp6EW2OA&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/-vrDp6EW2OA&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object><br />
<em>(Marsch gegen die Zensur von Avylavitra)</em></p>
<p>Auf der bekannten madagassischen Website TopMada wird bemerkt, dass das <a href="http://www.topmada.com/2009/05/flash-infos-du-mardi-19-mai/">Journalistenkomitee in Madagaskar genug hat von der Parteilichkeit der Journalisten</a> in der politischen Landschaft Madagaskars:</p>
<blockquote><p>Selon le comité des journalistes, l’image du journalisme est fortement ternie suite à la participation active de certains de leurs confrères dans les actions et activités politiques. Les journalistes veulent revenir à la déontologie et à l’éthique de la profession</p></blockquote>
<div class="translation">Laut dem Journalistenkomitee wird das öffentlichen Bild des Journalismus von der aktiven Beteiligung einiger Kollegen an politischen Aktivitäten und Aktion stark belastet. Journalisten sollten sich bemühen, zur Pflichtenlehre und Ethik des Berufs zurückzukehren.</div>
]]></content:encoded>
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		<title>Behinderte Kongolesen finden Wege zum Erfolg</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/05/19/behinderte-kongolesen-finden-wege-zum-erfolg/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 May 2009 02:43:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Veronica Bauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[D. R. Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Französisch]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben vonKatharine Ganly  &#183; Übersetzt von Veronica Bauer &#183;  
In der demokratischen Republik des Kongo ist das Leben für jemanden mit einer körperlichen Behinderung voller Schwierigkeiten. Ohne staatliche Unterstützung und Aussichten auf Arbeit, Individuen mit einer Behinderung sehen sich zahllosen Herausforderungen gegenüber.
Cédric Kalonji, kongolesischer Journalist und Manager der „Congoblog “Ba Leki” berichtet regelmässig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/katharine-ganly/">Katharine Ganly</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/veronica-bauer/'>Veronica Bauer</a> &middot; </em> 
<br /><p>In der demokratischen Republik des Kongo ist das Leben für jemanden mit einer körperlichen Behinderung voller Schwierigkeiten. Ohne staatliche Unterstützung und Aussichten auf Arbeit, Individuen mit einer Behinderung sehen sich zahllosen Herausforderungen gegenüber.</p>
<p>Cédric Kalonji, kongolesischer Journalist und Manager der <a href="http://www.congoblog.net/">„Congoblog “Ba Leki”</a> berichtet regelmässig über die Situation der der Behinderten und Benachteiligten in seinem Land und versucht hierbei nicht die Schwierigkeiten die sie überwinden in den Vordergrund zu stellen sondern konzentriert sich auf die Beharrlichkeit und den Unternehmensgeist solcher Individuen im Angesicht der Mühsal.</p>
<p>Congoblog berichtet von <a href="http://www.congoblog.net/kisangani-mendicite-pauvrete-et-precarite-quotidien-dune-femme-handicape/">Mariam Mapoyi&#39;s</a> Situation und beschreibt die behinderte Frau von Lubanga mit den Worten:</p>
<blockquote><p>
 “Je fais tout ce que je peux pour assurer le minimum pour mes enfants mais ce n’est pas évident … Je me lève tous les matins vers 6 heures et je prends la pirogue pour traverser de ce côté (rive droite du fleuve) pour mendier auprès de commerçants, hommes d’affaires ou autres autorités politiques. Mes enfants m’accompagnent parce qu’ils doivent pousser mon vélo et manger avec moi ce qu’on me donne”</p></blockquote>
<div class="translation">Ich tue was ich kann um sicherzustellen, dass meine Kinder zumindest mit dem Minimum versorgt werden, aber es ist nicht leicht&#8230; Ich wache jeden Morgen um 6 Uhr auf und nehme die Piroge über den Flus (zu dem rechten Ufer) um von Handwerkern, Geschäftsleuten, oder andern politischen Autoritäten betteln kann. Meine Kinder kommen mit mir, da sie mein Fahrrad anschieben müssen und teilen mit mir was mir von den Leuten zu essen gegeben wird.</div>
<p>Congoblog fügt zu ihrer Geschichte hinzu:</p>
<blockquote><p>Ce que cette dame ne dit pas, c’est qu’aucun de ses trois enfants ne va à l’école. Ils ne savent ni lire ni écrire. Elle a bien conscience du fait qu’un avenir sombre les attend mais elle sait aussi qu’elle n’a aucune marge de manœuvre dans ce pays où les parents doivent payer les études de leurs enfants, l’état ayant démissionné de cette charge depuis des décennies. Et pourtant, les textes de la Constitution de notre chère république stipulent que l’école primaire est gratuite et obligatoire.</p></blockquote>
<div class="translation">Was diese Frau nicht sagt ist, dass keines ihrer drei Kinder zur Schule geht. Sie können weder lesen noch schreiben. Sie ist sich wohl was für eine düstere Zukunft sie erwartet, aber sie weiss auch dass sie keine Wahl hat in einem Land in dem die Eltern für die Ausbildung ihrer Kinder selbst zahlen müssen, der Staat hat sich von dieser Verantwortung vor Jahrzehnten zurückgezogen. Und dies obwohl in der Konstitution unserer geliebten Republik geschrieben steht, dass eine grundlegende Ausbildung beides Pflicht und kostenlos ist.</div>
<p>Mariam hingegen und viele wie sie, sind nicht bereit die Hoffnung aufzugeben und unternehmen aktive Schritte um dem Teufelskreis des Bettelns zu entkommen und unabhängig zu werden. Mariam hat sich in einem Trainingzentrum in Kisangani eingeschrieben, wo sie jetzt lernt zu nähen. Während sie sich noch im Training befindet wird sie weiterhin betteln gehen müssen, aber sie hofft, nach dem sie ihren Unterricht abgeschlossen hat an eine Nähmaschine zu kommen um sich selbst versorgen  zu können und genug zu verdienen um ihre Kinder in die Schule schicken zu können.</p>
<p>In einem Land, in dem die Chancen auf Arbeit im besten Fall beschränkt sind -  und in dem die Zugänglichkeit von Gebäuden oder Regierungsdiensten, was die Möglichkeiten für Menschen wie Mariam weiter einschränkt – nähen zu lernen, und jede andere Form von Handwerk, ist eine Möglichkeit für behinderte Kongolesen an ein unabhängiges Einkommen zu kommen und ein Leben zu führen in dem sie sich nicht auf die Almosen anderer verlassen müssen.</p>
<p>Früher dieses Jahr beschrieb die <a href="http://www.itnewsafrica.com/?p=2334">ITNewsAfrica </a>im Detail den Erfolg einer Gruppe behinderter Frauen die ein ertragreiches Kunst- und Handwerksgeschäft aufbauten, das sie Shona Crafts nannten.</p>
<p>Shona Crafts wurde in Goma mit der Hilfe der Amerikanerin Dawn Hurley gegründet, und ist seither zu einer stabilen und erfolgreichen Einkommensquelle für die Frauen geworden.<br />
Diese Frauen erschaffen und Verkaufen eine Reihe von bei Hand gefertigten Kleidungsstücken, Taschen und anderen Dingen durch ihre <a href="http://shonacongo.vstore.ca/index.php/cName/shirts">Website.</a> Ihre Produkte, deren Ertrag 100% direkt an die Frauen geht, wahren ein sofortiger Erfolg in den USA, dort wurden mehr als 100 Produkte allein auf Ebay verkauft. Ihr Erfolg ist ein bemerkenswertes Beispiel, wie das Internet genutzt werden kann um, auf andere Kontinente übergreifend, einen positiven Effekt für alle Beteiligten zu erzielen.</p>
<p>In den letzten Jahren wurde stufenweise mehr Bemühungen in Trainings und Ausbildungszentren, Shona Craft&#39;s ähnlich, investiert. Im August 2008 wurde das erste Trainingszentrum für Taubstumme, Espoir des sourds ((Taube Hoffnung) in Kisangani gegründet. Dieses Zentrum hält Näh- und Schreinerkurse ab und bindet ein zusätzliches PC Trainingsprogramm in ihren Unterricht mit ein.<br />
Einrichtungen wie diese, statten Individuen mit den Fähigkeiten aus, die es ihnen erlauben für sich selbst zu sorgen und sich in die Gesellschaft einzufügen. Anstatt als Last angesehen zu werde, wie es laut Ernst Mukuli,von der Syfia-Grands-Lacs, so oft der Fall ist:</p>
<blockquote><p>
le regard de la société change depuis qu&#39;ils apprennent un métier.</p></blockquote>
<div class="translation">
Die Gesellschaft sieht (die Behinderten) mit anderen Augen, sobald sie ein Handwerk erlernt haben.</div>
<p>Studenten der Espoir des sourds (Tauben Hoffnung), wurde berichtet, machen das Beste aus dem Internet indem sie sich mit anderen Taubstummen, Organisationen und Fördergruppen für Taubstumme in Verbindung setzen, durch ihr Internetcafe in Kisangani.</p>
<p>Im März 2009 bewilligte Handicap International UK beinahe 500,000 Pfund für ein einschliessendes Ausbildungsprojekt in DCR. Dieses Geld wird auf ein 3jähriges Projekt verwendet werden, das darauf abzielt behinderten Kindern eine Grundausbildung zugänglich zu machen. Dies wird erreicht werden, indem die Anmeldungen von behinderten Kindern in staatlichen Grundschulen erhöht wird, und auch durch das ausbilden der Lehrer in neuen Lehrmethoden die speziell auf die Bedürfnisse behinderter Kinder zugeschnitten sind. Handicap International UK zielt darauf ab dem Bildungsministerium drei neue Bildungsstrategien, die die Rechte behinderter Kinder zum Inhalt haben, vorzulegen.</p>
<p>Aber behinderte Kongolesen haben neben dem verfolgen einer Ausbildung und Trainings noch andere Wege gefunden einen Lebensunterhalt zu verdienen ohne auf Almosen angewiesen zu sein.<br />
Seit den 1970igern müssen behinderte Menschen in der DRC keine Steuern mehr zahlen. Dies hat dazu geführt, dass viele behinderte Entrepreneurs aus ihren Rädern kreativen Nutzen ziehen, Congoblo <a href="http://www.congoblog.net/les-personnes-handicapees-dans-l%E2%80%99article-15/">berichtet:</a></p>
<blockquote><p>Leur activité consiste à prendre sur leurs chaises roulantes des marchandises (farine, huile, poissons ou viande) et de les faire traverser de part et d’autre. Les commerçants privilégient les handicapés pour faire traverser leurs marchandises parce que ces derniers ne paient pas de taxes. Leurs effets ne sont pas fouillés et ils n’ont besoin d’aucun document pour traverser la frontière.
</p></blockquote>
<div class="translation">
Ihr Geschäft besteht daraus Waren (wie Mehl, Öl, Fische oder Fleisch) von einer Seite (der Grenze) auf die andere zu transportieren. Geschäftsleute bedienen sich (der Dienste) der Behinderten um ihre Waren zu transportieren, da die Behinderten keine Steuern zahlen müssen. Behinderte werden beim überqueren der Grenze nicht durchsucht und müssen keine Dokumente vorweisen.</div>
<p>Die Geschäftsleute zahlen weniger als sie sonst für den Transport ausgeben müssten und die Entrepreneure können unabhängig arbeiten und bekommen ein anständiges Gehalt für ihre Arbeit.</p>
<p>Congoblog fügt hinzu:</p>
<blockquote><p>
Manque à gagner pour le trésor public mais moyen de survie pour les handicapés qui trouvent dans cette activité les revenus leur permettant de subvenir à leur besoins. « Nous préférons venir travailler ici plutôt que d’aller passer nos journées à quémander en ville », lâche fièrement Patrick. Ses compères et lui-même ont bien compris qu’il valait mieux se débrouiller, plutôt que d’attendre un hypothétique redressement de la situation politique et économique du pays.</p></blockquote>
<div class="translation">Ein Einkommensverlust für die Finanzkasse, aber eine Möglichkeit zu überleben für die Behinderten, da das Einkommen dieser Aktivität genug ist um ihre Bedürfnisse zu decken.<br />
„Es ist uns lieber hier zu arbeiten, als in der Stadt betteln zu gehen“ meint Patrick (einer der Entrepreneure stolz. Er und seine Gefährten sind sich im klaren, dass es besser ist selbst klar zu kommen als auf eine hypothetische politische und wirtschaftliche Neugliederung ihres Landes zu warten.</div>
<p>Zwei der ältesten Mitglieder der <a href="http://www.crammed.be/staffbendabilili/">&#8216;Staff Benda Bilili&#39;</a>, einer Gruppe von querschnittsgelähmten Musiker aus Kinshasa, trafen sich während sie Handelsgüter zwischen Kinshasa und Brazzaville transportierten.</p>
<p>Ein Musikblog aus Marseille namens <a href="http://www.kotonteej.com/?p=1165">&#8216;KoToNTeeJ&#39;</a> beschreibt den Inhalt ihrer Lieder:</p>
<blockquote><p>Coco Ngambali, l’auteur principal du groupe et champion de bras de fer, explique qu’à travers leurs chansons, ils jouent le rôle de journalistes, parlent à ceux qui vivent et dorment dans la rue sur des cartons.
</p></blockquote>
<div class="translation">Coco Ngambali, Hauptauthor der Gruppe und Champion im Armdrücken, sag durch ihre Lieder nehmen sie die Rolle von Journalisten ein und sprechen zu denen die in Schachteln auf der Strasse schlafen und leben.</div>
<p>&#8216;Staff Benda Bilili&#39; üben im Zoologischen Garten von Kinshasa und spielen in örtlichen Bars sowie ausländischen Clubs, sie sind eine wahre Erfolgsgeschichte. Sie haben alle Barrieren überwunden und führen im Moment die Welt Musik Charts in Europa an. &#8216;Staff Benda Balili&#39; haben beim Crammed Discs Label unterschrieben und bereiten sich auf eine Europatour vor.</p>
<p>Während solche Beispiele wie Shona Crafts und Staff Benda Balili, vom Erfolg  harter Arbeit und Hingabe sprechen, spielte in ihrer Entstehung auch eine Priese Glück eine Rolle. Man darf nicht vergessen, dass die Mehrheit egal wie sehr sie sich anstrengen immer noch ein Leben voller Elend und Handicap erwartet.</p>
<p>Wie Congoblog es ausdrückt:</p>
<blockquote><p>Si déjà la vie est dure pour les personnes valides, pas besoin de s’interroger longtemps sur le sort de ceux qui vivent avec un handicap. Et bien sûr, on ne peut rien demander à l’état, absent, démissionnaire et irresponsable.</p></blockquote>
<div class="translation">
Wenn das Leben hart ist für die körperlichen gesunden ist, braucht man nicht lange darüber nachdenken wie es wohl mit dem Schicksal derjenigen aussieht, die mit einer Behinderung leben. Und natürlich kann man sich nicht auf den Staat verlassen, der abwesen, unverantwortlich und resigniert ist.</div>
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		<title>Gesundheit weltweit: Twitter-Duell für Kampf gegen Malaria</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/04/20/gesundheit-weltweit-twitter-duell-fur-kampf-gegen-malaria/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 20:30:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Amerika]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
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		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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		<description><![CDATA[In der vergangenen Woche wurde Twitter zur neuesten Waffe im Kampf gegen Malaria. Der amerikanische Schauspieler Ashton Kutcher forderte den Nachrichtensender CNN zu einem Wettrennen darum heraus, wer als Erster eine Million Follower verbuchen kann. Der jeweilige Sieger des vieldiskutierten Wettbewerbs gelobte, rechtzeitig zum Weltmalariatag am 25. April, Moskito-Bettnetze zu spenden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/juhie-bhatia/">Juhie Bhatia</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/04/20/global-health-twitter-face-off-to-fight-malaria/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="alignright" title="Prevent Malaria" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/04/410034026_44b385a211_m.jpg" alt="" width="240" height="160" />In der vergangenen Woche wurde Twitter zur neuesten Waffe im Kampf gegen Malaria. Der amerikanische Schauspieler Ashton Kutcher forderte den Nachrichtensender CNN zu einem Wettrennen darum heraus, wer als Erster eine Million Follower verbuchen kann. Der jeweilige Sieger des vieldiskutierten Wettbewerbs gelobte, rechtzeitig zum <a href="http://www.rbm.who.int/worldmalariaday/">Weltmalariatag</a> am 25. April, Moskito-Bettnetze zu spenden.</p>
<p>Letzten Donnerstag schlug <a href="http://twitter.com/aplusk">Kutcher</a> in der Nacht den <a href="http://twitter.com/cnnbrk">Nachrichtenticker von CNN</a> knapp und wurde zum ersten Twitter-User mit einer Million Tweet-Abonnenten. Im Fall eines Sieges hatte Kutcher <a href="http://twitter.com/aplusk/status/1522394188">versprochen</a> 10.000 Moskito-Bettnetze an die gemeinnützige Organisation &#8220;<a href="http://globalvoicesonline.org/2009/04/20/global-health-twitter-face-off-to-fight-malaria/www.MalariaNoMore.org">Malaria No More</a>&#8221; zu spenden und dabei zu helfen, Familien in Afrika vor Malaria zu schützen. Kutcher begann Anfang des Monats, noch vor dem Wettbewerb mit CNN, über Malaria zu twittern, um auf die Krankheit aufmerksam zu machen.</p>
<p>Malaria ist eine tödlich verlaufende Krankheit, die durch bestimmte Moskitoarten zwischen Menschen übertragen wird. Mehr als 500 Millionen Menschen werden jährlich <a href="http://www.who.int/mediacentre/events/annual/malaria/en/index.html">infiziert</a> und über eine Million sterben daran. Alle 30 Sekunden stirbt ein Kind an Malaria. Die schlimmsten Auswirkungen hat die Krankheit in Schwarzafrika, aber Malaria sucht auch Asien, Lateinamerika, den Nahen Osten und Teile Europas heim. Malaria ist vermeidbar und behandelbar, dazu sind allerdings mit Insektiziden behandelte Moskitonetze, das Versprühen von Insektiziden im Raum und Medikamente gegen Malaria von Nöten.</p>
<p>Viele Blogger sind begeistert von Kutchers Gag, bei dem es darum ging, auf das Problem aufmerksam zu machen. Zum Beispiel <a href="http://www.malariapolicycenter.org/blog/?p=75">dankt</a> das Malaria Policy Center Kutcher, während ein Artikel auf The Singapore Enquirer Kutchers Sieg als Win-Win-Situation <a href="http://singaporeenquirer.sg/?p=3357">feiert</a>:</p>
<blockquote><p>“Obwohl man das Ganze auf den ersten Blick für ziemlich absurd halten könnte, sieht es nun so aus, als ob der Erste, der das 1-Million-Ziel erreicht hat, eine bedeutenden Summe für den Kampf gegen Malaria in Afrika spenden wird…</p>
<p>…Es sieht also ganz danach aus, als ob sich hier alle in einer Win-Win-Win-Sitution befänden. Twitter bekommt Werbung gratis. Es gibt Geld für den Kampf gegen Malaria in Afrika. Und James Cox [der frühere Eigentümer des Twitter-Accounts für den CNN-Newsticker] lacht auf dem Weg zur Bank. Aber so etwas gibt es nur in Amerika, der amerikanische Traum existiert zumindest noch für einen glücklichen Burschen.”</p></blockquote>
<p>Ein Artikel im Blog <em>A Mexican View</em> <a href="http://mexicanview.blogspot.com/2009/04/how-latin-america-businesses-can-learn.html">fügt hinzu</a>, dass Unternehmen in Lateinamerika von Kutchers Eskapaden lernen können:</p>
<blockquote><p>“Lateinamerikanische Unternehmen haben noch nicht begriffen, dass es möglich ist, mithilfe von sozialen Netzwerken Markentreue aufzubauen…Ich denke, sie sollten das nicht als Modeerscheinung sehen, sondern damit beginnen, eine Präsenz für ihre Marke aufzubauen, und ich hoffe, Unternehmen in Lateinamerika werden es verstehen, soziale Medien zu ihrem Vorteil auszunutzen, eine Verbindung zu ihren Konsumenten aufzubauen, so wie Ashton und andere Hollywood-Stars es tun.”</p></blockquote>
<p>Andere kritisieren jedoch Kutchers Schritt. Ihrer Meinung nach untergräbt es den gesamten Sinn hinter Twitter. Ein Artikel auf <em>A Pinoy Blog About Nothing</em> nimmt Kutchers Siegesrede auseinander und <a href="http://clickmomukhamo.com/blog/archives/2009/04/17/annotating-ashton-kutchers-victory-speech/">hat dem Schauspieler Folgendes zu sagen</a>:</p>
<blockquote><p>“Was dir gelungen ist, ist den Fokus auf den falschen Aspekt von Twitter zu lenken. Jetzt denkt jeder Star: &#8220;Hey, ich bin berühmter als Ashton, ich könnte locker mehr als eine Million schaffen.&#8221; Du müsstest lügen, wenn du behaupten wolltest, jeden Post deiner Million Follower zu lesen — das ist einfach nicht möglich. Der Wert von Twitter lag für mich schon immer in den Informationen, die von jedem Kontakt weitergegeben werden. Dir ist es gelungen, das in den alten Medien verhaftete Hollywood in Twitter zu zwängen, nach dem Motto: Je größer das eigene Publikum, desto besser.”</p></blockquote>
<p>Clement Nthambazale Nyirenda, der von Malawi auf <em>Clement Nyirenda&#39;s blog world</em> bloggt, <a href="http://nthambazale.com/2009/04/ashton-kutcher-should-just-send-the-10000-nets-to-africa-without-preconditions/">sagt</a>, dass es bei dem Twitter-Wettbewerb mehr um Kutchers Ego geht als um Malaria.</p>
<blockquote><p>“Ich, für meinen Teil, bin vollkommen gegen Kutchers Motive. Warum sollte ich ihm dafür auf Twitter folgen, dass er Netze an leidende Menschen in Afrika ausgibt? Dieser Typ benutzt Afrika für seinen eigenen Ruhm. Übrigens, ich kenne ihn nur aufgrund dieser Nachrichten heute. Und ich bin sicher, dass so viele Leute heute zum allerersten Mal von ihm erfahren, sogar während ich schreibe. Wenn es ihm gelingt, vor CNN und dem Rest 1.000.000 Follower zu bekommen, wird er als erster Twitter-User in die Geschichte eingehen, dem dies gelungen ist. Er wird am Ende sehr viel mehr Geld damit machen, als die 10.000 Netze kosten werden. Wenn er wirklich ein Herz für Afrika hat, sollte er die 10.000 Netze ohne Vorbedingungen nach Afrika senden.”</p></blockquote>
<p>Ein Artikel auf Project Diaspora stimmt Nyirenda zu und <a href="http://projectdiaspora.org/2009/04/16/celebrity-stunts-of-altruistism-are-killing-livelihoods-in-africa/">fügt hinzu</a>, dass Gags durch Berühmtheiten für nicht nachhaltige Lösungen werben und den Menschen in Afrika in Wirklichkeit nicht helfen:</p>
<blockquote><p>“Natürlich schützen Bettnetze uns davor gestochen zu werden, aber was sollen wir tun, wenn wir nicht unter den Netzen sind? Aber unsere Leben könnten soviel erfüllter sein, wenn wir als Arbeiter in der nicht existierenden afrikanischen Anti-Malaria-Branche arbeiten würden. Wir hätten Artemisia und Pyrethrum anbauen oder in einer Bettnetz-Fabrik arbeiten können; ich hätte meine Familie durch den Erlös ernähren können, aber leider kann ich es nicht. Ashton Kutcher fühlte sich ungeliebt und hatte Lust auf einen kleinen Popularitätswettbewerb, und wir sind die <del datetime="2009-04-20T19:51:14+00:00">Zuschauer Arena Handlanger</del> Opfer.</p>
<p>Wäre es nicht besser, Geld in einheimische Firmen zu investieren, die die Netze herstellen könnten, und so ein nachhaltiges Unternehmen zu betreiben, das Bettnetze verkauft? Oder in den Landwirtschaftssektor zu investieren, so dass Bauern leichter die Nachfrage nach Pflanzen wie Artemesia annua und Pyrethrum, einfach anzubauende pflanzliche Wirkstoffe für Anti-Malaria-Medikamenten, befriedigen können?”</p></blockquote>
<p>In einem Artikel auf <em>The Content Police</em> <a href="http://comptoncreative.com/thecontentpolice/?p=51">heißt es</a> aber, dass das, was er tat trotz der breit gefächerten Meinungen zu Kutchers Gag, es am Ende wert war:</p>
<blockquote><p>“Es ist schwer, sich dem Hype um Ashton Kutchers Sieg gegen CNN im &#8220;Twitter-Rennen&#8221; zu entziehen. Es gibt jede Menge Meinungen zu dem Thema:</p>
<p>1) ES IST MIR VOLLKOMMEN EGAL!!!<br />
2) Die Macht dem Volk!<br />
3) Twitter ist zu einem Popularitätswettbewerb geworden<br />
4) Twitter ist jetzt offiziell - Gott bewahre - MAINSTREAM<br />
5) Hierdurch verändern sich die Medien grundlegend<br />
6) Twitter ist tot (soll entweder bedeutet, dass es für seinen eigenen Niedergang verantwortlich ist oder für die mit einem Hang zur Dramatik: &#8220;Du bist für mich tot, Twitter, schnief, schnief, tot für mich&#8221;)…</p>
<p>…Die Zyniker unter uns werden Kutchers Versprechen, 10.000 Anti-Moskito-Netze für Afrika zu kaufen für eine Marketing-Masche halten, einen billigen Trick etc., um seine Twitter-Follower auf eine Million zu hieven. Sucht Kutcher einfach nur nach mehr Publicity? Oder versucht er wirklich die Macht des Volkes auf den Seiten von sozialen Medien zu demonstrieren? Kommt es darauf am Ende überhaupt an? Für mich nicht. Für mich ging es immer nur um die Anti-Moskito-Netze. Wenn schon ein Leben dadurch gerettet werden konnte, war es die Sache wert. Und 10.000 Malaria-Netze werden sicherlich viele Leben retten.”</p></blockquote>
<p>CNN wird mit Kutcher gleichziehen und ebenfalls 10.000 Moskito-Bettnetze für den Weltmalariatag spenden. Als <a href="http://www.cnn.com/2009/TECH/04/17/ashton.cnn.twitter.battle/index.html?iref=newssearch">Trittbrettfahrerin</a> erweist sich auch Oprah Winfrey, die sagte, sie wolle 20.000 Moskito-Bettnetze für einen guten Zweck spenden; ebenso der Moderator von &#8220;American Idol&#8221; Ryan Seacrest.</p>
<p><em>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/djsacche/410034026/">Prevent Malaria</a> von <a href="http://www.flickr.com/photos/djsacche/">eürodäna</a> auf Flickr.</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Tunesien: Verwiesene Studentenaktivisten im Hungerstreik um Recht auf Bildung</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 12:18:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Insgesamt 158 Tunesier und deren Freunde aus aller Welt traten heute (26. März) für einen Tag in Hungerstreik, um ihre Solidarität für fünf Studenten zu bekunden, die sich seit dem 11. Februar in Tunesien im Hungerstreik befinden. Die Initiative wurde als symbolische Unterstützung der Studenten über eine Gruppe auf Facebook [Fr] ins Leben gerufen. Die Studenten sind Mitglieder der tunesischen Studentengewerkschaft (UGET)und waren aufgrund ihres Aktivismus auf dem Campus von der Universität verwiesen worden. 
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			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/lina-ben-mhenni/">Lina Ben Mhenni</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/03/27/tunisia-dismissed-student-activists-on-hunger-strike-for-the-right-to-education/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Insgesamt 158 Tunesier und deren Freunde aus aller Welt traten heute (26. März) für einen Tag in Hungerstreik, um ihre Solidarität für fünf Studenten zu bekunden, die sich seit dem 11. Februar in Tunesien im Hungerstreik befinden.</p>
<p>Die Initiative wurde als symbolische Unterstützung der Studenten über eine Gruppe auf <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=59582203690&amp;ref=ts"><em>Facebook</em></a> [Fr] ins Leben gerufen. Die Studenten sind Mitglieder der tunesischen Studentengewerkschaft (UGET) und waren aufgrund ihres Aktivismus auf dem Campus von der Universität verwiesen worden.</p>
<p>In der Gruppe auf Facebook heißt es:</p>
<blockquote><p><strong><em>Des etudiants en grève de la faim depuis le 11 février pour le droit aux études. Soutenons les et faisons une grève de la faim d un jour !</em></strong></p>
<p>L&#39;Union Générale des Etudiants de Tunisie (UGET) est confrontée depuis plusieurs années à une politique de persécution systématique de la part du pouvoir tunisien… Les jeunes syndicalistes de l&#39;UGET sont régulièrement harcelés, tabassés, terrorisés et torturés au cours de gardes à vue en dehors de toute légalité. La police a recours à toutes sortes de violences pour obliger les responsables syndicaux à démissionner de leurs fonctions, à trahir leurs camarades et à abandonner toute action militante.<br />
Des policiers armés gardent les entrées et arpentent les couloirs des universités depuis de nombreuses années (plus précisément depuis que Ben Ali a été désigné premier ministre du temps de Bourguiba). Voila maintenant plus de 23 ans que ces policiers, corps étranger à tout savoir et à tout enseignement, persécutent les étudiants tunisiens pour les empêcher de coller des affiches, tenir des rassemblements ou des meetings exprimant leurs revendications.<br />
Pourtant une telle violence n&#39;a nullement de justification. Les jeunes syndicalistes de l&#39;UGET ne s&#39;engagent que dans des actions pacifiques non violentes. Ils organisent souvent ces actions pour réclamer l&#39;amélioration de leurs conditions d&#39;études et de vie, le développement de la qualité de leur enseignement ou l&#39;ouverture de nouvelles perspectives post-universitaires d?embauche et de recrutement. L&#39;UGET s&#39;engage aussi régulièrement, à côté du reste des forces démocratiques, dans la défense des libertés politiques. Il se réclame de ceux qui soutiennent les luttes sociales justes des tunisiens. Ses militants n?épargnent jamais leurs efforts quand il s&#39;agit de solidarité avec les causes des peuples arabes et notamment celle du peuple Palestinien. Ce sont ceux là, les torts des militants de l&#39;UGET, aux yeux d&#39;un pouvoir dirigé par l&#39;arbitraire et le non respect des libertés syndicales.<br />
Le 11 février 2009, quatre militants et responsables syndicaux de l&#39;UGET ont entamé, dans le seul et minuscule local de l&#39;organisation 19 Rue Naplouse à Tunis, une grève de la faim illimitée. Ils exigent le droit de poursuivre leurs études supérieures et réintégrer leur faculté après avoir été injustement exclus, suite à des conseils de discipline à cause de leur engagement et de leur activité syndicale.</p></blockquote>
<div class="translation">
<p><strong><em>Ein Tag im Hungerstreik aus Solitarität gegenüber den tunesischen Studenten, die sich seit dem 10. Februar 2009 im Hungerstreik befinden</em></strong></p>
<p>Die tunesische Studentengewerkschaft (UGET) ist seit mehreren Jahren Ziel systematischer Verfolgung durch tunesische Behörden…Junge UGET-Gewerkschaftler werden regelmäßig, ohne jeden Respekt vor dem Gesetz, in Polizeigewahrsam schikaniert, geschlagen, terrorisiert und gefoltert. Die Polizei greift auf alle möglichen Arten von Gewalt zurück, um Gewerkschaftsführer zum Rücktritt, Verrat ihrer Kameraden und zur Aufgabe ihres Engagements zu zwingen. Seit vielen Jahren (genauer gesagt, seit Ben Ali unter Bourguiba zum Premierminister ernannt wurde) werden die Eingänge und Korridore der Universitäten von bewaffneten Polizisten überwacht. Diese Polizeibeamten, allwissende Fremdkörper, verfolgen tunesische Studenten seit mehr als 23 Jahren, um zu verhindern, dass sie mithilfe von Aushänge, Treffen und Kundgebungen ihre Forderungen durchsetzen können. Gewalt wie diese ist nicht gerechtfertigt…die UGET-Studenten beteiligen sich nur an gewaltfreien Protesten, die sie deshalb organisieren, um eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen und des Bildungsstandards zu erreichen, und für die Vergabe neuer Arbeitsmöglichkeiten nach dem Studium…sie setzen sich außerdem für die arabische Sache ein, besonders in Palästina…<br />
Am 11. Februar 2009 erklärten fünf UGET-Gewerkschaftsführer in ihrer winzigen Filiale in der Rue Naplouse Nr. 19 in Tunis einen Hungerstreik mit offenem Ende. Sie fordern ihr Recht auf Fortsetzung ihrer Studien an der Universität und die Wiederaufnahme an ihren Fakultäten nach ihrem ungerechtfertigten Verweis, der Disziplinarmaßnahmen aufgrund ihrer Gewerkschaftstätigkeit folgte.</p></div>
<p>Die <a href="http://matroudine.fr.vc/">fünf Studenten</a> heißen Ali Bouzouzeya,Taoufik Louati, Aymen Jaabiri, Mohamed Boualleg und Mohamed Soudani. Sie befinden sich im Hungerstreik, mit dem sie die Rückkehr in ihre Vorlesungen fordern.</p>
<p><img class="alignnone" title="12117555jpg-etudiantsgrevefaim11022009-jpg.jpg" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/03/12117555jpg-etudiantsgrevefaim11022009-jpg.jpg" alt="" width="550" height="412" /></p>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/2lFG4YpHA60&amp;hl=en&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/2lFG4YpHA60&amp;hl=en&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>In der Zwischenzeit hintert die Polizei Menschen, die die Studenten unterstützen wollen, am Betreten des Gebäudes der UGET, wo sich die Studenten im Streik befinden, wie das <a href="http://www.youtube.com/watch?v=2lFG4YpHA60">Video</a> oben zeigt.</p>
<p>Nach nun schon 43 Tagen Hungerstreik verschlechtert sich ihr Gesundheitszustand und ihre Leben sind in Gefahr. Sie wurden bereits mehrfach ins Krankhaus eingeliefert und Ärzte drängten auf ein Ende des Hungerstreiks. Die Studenten bestehen jedoch auf eine Fortsetzung bis ihnen die Rückkehr an ihre Universitäten erlaubt wird. Trotzdem lässt eine Änderung der Haltung der tunesischen Behörden noch auf sich warten.</p>
<p>Was wird als Nächstes passieren? Wird die Regierung warten, bis sie sterben, bevor etwas getan wird? Nur die Zeit wird diese Frage beantworten.</p>
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