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	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Palästina</title>
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		<title>Israelische und palästinensische Jugendliche benutzen Videos, um den Konflikt zu verstehen</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 04:37:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<description><![CDATA[Von zwei verschiedenen Organisationen in Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten werden Videos als Mittel eingesetzt, den arabischen und jüdischen Jugendlichen dabei zu helfen, den Konflikt zu verstehen und die Lücke zwischen ihnen zu schließen. Sie bieten Raum für Wechselbeziehungen und Kommunikation, in dem sie ihre Träume, Bedenken und Gedanken bezüglich der komplexen Situation, in der sie leben, austauschen können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/juliana-rincon-parra/">Juliana Rincón Parra</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/06/israeli-and-palestinian-youth-use-video-to-understand-the-conflict/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Von zwei verschiedenen Organisationen in Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten werden Videos als Mittel eingesetzt, den arabischen und jüdischen Jugendlichen dabei zu helfen, den Konflikt zu verstehen und die Lücke zwischen ihnen zu schließen. Sie bieten Raum für Wechselbeziehungen und Kommunikation, in dem sie ihre Träume, Bedenken und Gedanken bezüglich der komplexen Situation, in der sie leben, austauschen können.</p>
<p>Eine der Initiativen ist <a href="http://en.reutsadaka.org/">Sadaka Reu</a>t und das sagen sie über <a href="http://en.reutsadaka.org/?page_id=54">ihr Programm</a>:</p>
<blockquote><p>Die Mehrheit der palästinensischen und jüdischen Jugend ist voneinander physisch getrennt (in separaten Gemeinden und Schulen) und das ergibt Angst, Rassismus und Vorurteile. Wir versuchen alternative Modelle für die Wechselbeziehungen zwischen diesen beiden Gruppen aufzubauen. Das ‘Aufbau einer Friedenskultur’ Programm versucht einen Platz zu schaffen, in welchem sich sowohl die palästinensischen als auch die jüdischen Jugendlichen gleichberechtigt, respektiert, und als Einzelpersonen und als nationales Kollektiv anerkannt fühlen können.</p></blockquote>
<p>Die Mitglieder ihres Programms haben auch an dem ‘Video Projekt eine Minute’ teilgenommen und dabei bei einem einwöchigen Workshop über den Video-Aktivismus gelernt. Hier sind einige Ergebnisse davon und den Rest können sie sehen, wenn Sie auf <a href="http://en.reutsadaka.org/?p=846">ihre Seite klicken</a>:</p>
<p>Arabisch<br />
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<p>AM/FM<br />
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<p>Nicht viele singen gerne<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/gT9KX9fKgT0&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/gT9KX9fKgT0&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Eine weitere Initiative ist das <a href="http://www.win-peace.org/home.html">Windows for Peace</a> (Friedensfenster) Projekt, welches in 1991 startete und sich darum bemüht ein zweisprachiges und bikulturelles Magazin für Jugendliche herauszugeben, sodass sie zur Förderung von Gleichheit und Stärkung der Jugend miteinander Verbindung aufnehmen und über den Konflikt lernen können. Wie sie <a href="http://www.win-peace.org/about.html">auf ihrer Webseite erklären</a>, war es nicht leicht:</p>
<blockquote><p>Es ist für die israelischen und palästinensischen Jugendlichen nicht einfach, die riesigen Mengen an falschen Informationen und Klischees, die ihnen vermittelt werden, zu überwinden. Die begrenzten Möglichkeiten für Interaktion, welche daraus resultieren, dass sie meistens in getrennten Gemeinden leben und die durch den kontinuierlichen politischen Konflikt noch verschärft werden, verewigen die historischen Ängste, Vorurteile und den Hass, der diese beiden Völker trennt. Windows widmet sich deshalb der Förderung von umfassenden Veränderungen in der Art und Weise, wie sich israelische und palästinensische Jugendliche selbst, die ‘anderen’ und den Konflikt sehen. Teilnehmer an dem Windows-Programm machen Erfahrungen, welche die Konflikt-Transformation zwischen beiden Völkern fördert, sodass beide in einer friedliche Realität zusammenleben können. Wir glauben daran, dass ein gerechter und dauerhafter Frieden auf demokratischen Werten, den Menschenrechten und gegenseitige Kenntnisse und Anerkennung der ‘anderen’ basieren müssen.</p></blockquote>
<p>Sie arbeiten ferner an einer neuen Initiative <a href="http://www.win-peace.org/youth%20media%20program.html">Through the Lens</a> (Durch das Objektiv), wobei 15 bis 17 Jahre alte Jugendliche, die bei der Zeitschrift ‘ausgelernt’ haben, weiterhin ihre Fähigkeiten zum Schaffen kurzer Filme, von Nachrichten und anderen Video-Produktionen entwickeln, um “produktive, friedenschaffende Dialoge und positive Interaktionen” zu fördern.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=zsxLrfzyAIo">Hier ist ein Video</a>, in welchem die Windows-Teilnehmer über ihre Erfahrungen in der Gruppe sprechen und wie sie mit der Herausforderung zurechtgekommen sind, aus ihrer Komfortzone herauszukommen und über schwierige Themen, wie der Konflikt zwischen Israel und Palästina, zu reden:</p>
<p>Windows-Jugend - mit eigenen Worten</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/zsxLrfzyAIo&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/zsxLrfzyAIo&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Wie die Kinder in dem Video in wenigen Worten ausdrücken: Sie mögen es schwierig finden, mit den vielen Meinungen und Eindrücken anderer Kinder zurechtzukommen, andererseits haben sie die Möglichkeit, diese Fragen auf einer sicheren und gefahrlosen Art und Weise zu diskutieren, was ihnen wiederum dabei hilft die Welt, in der sie leben, besser zu verstehen mit der Chance sich mit anderen Kindern gegenseitig zu beeinflussen, zu lernen und mit anderen Kindern und Jugendlichen dies zu teilen und diese Vorstellungen sogar zu verändern.</p>
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		<title>Palästina: Warten auf die Iftar-Kanone</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/08/30/palastina-warten-auf-die-iftar-kanone/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Aug 2009 07:30:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Arabisch]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Krieg in Gaza hat viele Traditionen in weit entfernte Erinnerungen gerückt. Der palästinensische Blogger Hazem [ar] beklagt das Ende eines Ramadanrituals, an welches sich sein Großvater noch erinnert, welches es aber nicht mehr gibt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/amira-al-hussaini/">Amira Al Hussaini</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/'>Katrin Zinoun</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/08/29/gaza-waiting-for-the-iftar-cannon/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img alt="Iftar-Kanone" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/08/ksa-local.326639-300x255.jpg" width="300" height="255" /><p class="wp-caption-text">Iftar-Kanone</p></div>
<p>Der Krieg in Gaza hat viele Traditionen in weit entfernte Erinnerungen gerückt. Der palästinensische Blogger Hazem [ar] beklagt das Ende eines Ramadanrituals, an welches sich sein Großvater noch erinnert, welches es aber nicht mehr gibt.</p>
<p>Es ist eine Tradition, die es in vielen muslimischen Ländern gibt. Kanonen werden als Signal für das Fastenbrechen nach Sonnenuntergang (Iftar) abgefeuert. In Gaza werden sie nicht mehr abgefeuert. Er schreibt: </p>
<blockquote><p>آبائنا وأجدادنا لا زالو كل يوم يحدثونا عن شيئ كان سابقاً يسمى مدفع الافطار , وماان حدثونا الا وان تمنوا تلك الأيام أن تعود …<br />
وفي حديث مع جدي على مائدة الافطار , حدثني قليلاً عن تلك الأيام ( البريئة ) كما وصفها هذا الختيار ..<br />
فاستغربت من كلماته واحاسيسه التي كانت تنبعث من قلبه , فأخذ يحدثني وعيناه تدمع من شدة مرارة الايام فقال<br />
آآآه يا جدي لو يعود مدفع الافطار , والفرحة تدخل كل بيت ودار ,, وبيت ستك يجمعنا وحوالينا كوانين النار , ونعيش ليالي رمضان ..
</p></blockquote>
<div class="translation">Unsere Eltern und Großeltern sprechen noch über etwas, was man Iftar(Fastenbrechen)-Kanone nennt, und sobald sie sich daran erinnern, sehnen sie sich nach den alten Tagen zurück.<br />
Während des Fastenbrechens sprach mein Großvater über diese &#8220;unschuldigen&#8221; Tage, wie der alte Mann sie nennt. Ich war überrascht von seinen Worten und seiner Empfindsamkeit, die direkt aus seinem Herzen kam. Seine Augen vergossen Tränen der Verbitterung über diese Tage während er sagte: </p>
<p>Oh mein Enkel, wenn nur die Iftar-Kanone wiederkehren würde. Sie bringt Glück in jedes Haus und in jedem Raum. Wir versammelten uns damals in dem Haus meiner Großmutter. Wir saßen alle um das Feuer des Ofens herum und feierten die Nächte des Ramadan.</p></div>
<p>An das Leben in Gaza während des Ramadan, erinnert sich der alte Mann:</p>
<blockquote><p>تلاقي الفطرة أشكال وألوان , هادا كنافه بالسمن البلدي , وهاد قطايف محشية بلوز ,, واعمامك كلهم صغار ,, هون فانوس وهون لعب اطفال والحارة كلها انوار ..<br />
نتزاور أهل وجيران , والبسمة تملى أباريق واجرار , نسهر ونتلكم ونحكي قصة وأسرار , عن فارس أسد ومغوار .
</p></blockquote>
<div class="translation">Man findet alle Sorten von Köstlichkeiten. Hier sieht man Kunafa, hergestellt aus natürlichem Fett; und dort Qatayef, gefüllt mit Mandeln. Deine Onkel waren jung und man fand eine Laterne (fanoos) hier und Spielzeuge dort. Die gesamte Nachbarschaft war hell erleuchtet. </p>
<p>Wir besuchten unsere Verwandten und Nachbarn und jeder hatte ein Lächeln auf dem Gesicht. Wir blieben die ganze Nacht auf und erzählten einander Geschichten und Geheimnisse über einen Ritter, einen Löwen und einen Abenteurer.</p></div>
<p>Indem er sich wieder der heutigen Zeit zuwendet, beklagt der Großvater: </p>
<blockquote><p>آآآآه يا جدي لو يرجع مدفع الافطار<br />
لا أسرَى ولا معتقلات<br />
لاحواجز ولا مستوطنات<br />
في حارتنا تعلا الرايات<br />
ونغني كبار وصغار<br />
في بلدنا بلد الأحرار<br />
لو يرجع مدفع الافطار
</p></blockquote>
<div class="translation">
Oh mein Enkel, wenn nur die Iftar-Kanone wiederkehren würde.<br />
Es gab keine Gefängnisse, und keine Verhaftungen,<br />
keine Grenzen und keine Siedlungen.<br />
In unserer Nachbarschaft wehten die Fahnen hoch<br />
und die Jungen und die Alten sangen.<br />
In unserem Land, dem Land der Freien,<br />
wenn nur die Iftar-Kanone zurückkehren würde.</div>
<p>Hazem fährt fort:</p>
<blockquote><p>ولم يكمل جدي المشوار , حتى ادمعت عيناي ألم من هذا الواقع الجبار , حصار ودمار والاهل والجيران كلُ في وادِ محتار .<br />
قبلت جبينه ودعوت ربي أن يجمعنا رمضان في خيرِ وسعادة واستقرار .</p></blockquote>
<div class="translation">Mein Großvater beendete seine Geschichte nicht und meine Augen füllten sich mit Tränen angesichts unserer brutalen Realität - das Leben unter Besatzung und in Zerstörung, unsere Verwandten und Nachbarn überall zerstreut, jeder allein und verwirrt. Ich küsste die Stirn meines Großvater und betete zu Gott, uns im Ramadan in Gesundheit, Glück und Beständigkeit zu vereinen.</div>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Arabische Welt: &#8220;Lasst die Iraner tun, was sie wollen&#8221;</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/06/20/arabische-welt-lasst-die-iraner-tun-was-sie-wollen/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/06/20/arabische-welt-lasst-die-iraner-tun-was-sie-wollen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2009 07:07:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg Wittkewitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arabisch]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonAmira Al Hussaini  &#183; Übersetzt von Joerg Wittkewitz &#183;  engl. Originalartikel 
Die iranische Präsidentenwahl und ihre Auswirkungen bestimmen die Blogs überall in der arabischen Welt und zeigen viele Reaktionen in der Region.
Hareega aus Jordanien wünscht sich, dass der Rest der Welt den Iranern beiseite steht, bei ihrem Bestreben die Dinge in ihrem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/amira-al-hussaini/">Amira Al Hussaini</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/joerg-wittkewitz/'>Joerg Wittkewitz</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/06/17/arab-world-let-the-iranians-do-whatever-they-want/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Die iranische Präsidentenwahl und ihre Auswirkungen bestimmen die Blogs überall in der arabischen Welt und zeigen viele Reaktionen in der Region.</p>
<p><em><a href="http://hareega.blogspot.com/2009/06/ahmadinajhad-won-accept-it.html">Hareega</a></em> aus Jordanien wünscht sich, dass der Rest der Welt den Iranern beiseite steht, bei ihrem Bestreben die Dinge in ihrem Land anzupacken.</p>
<blockquote><p>„Sie hatten Wahlen. Ob sie fair verliefen oder nicht, können wir nicht wissen und Ich glaube nicht, dass jemand jemals Fähigkeit erlangen kann, dass klar zu sagen. Ich hasse  Ahmadinajhad aber ich liebe Demokratie und wenn Leute wählen, dann sollte ihre Meinung respektiert werden. I hasse die amerikanische Haltung gegenüber anderen Ländern, wo die „guten Jungs“ die Wahlen gewinnen und damit eine faire Wahl bewiesen ist und immer dann, wenn die „bösen Jungs“ gewinnen, alles ungerecht verlaufen ist.</p>
<p>Lasst doch die Iraner wählen, wen sie wollen. Und wenn sie auf die Straßen gehen und Ahmadinajhad stürzen, dann lasst sie das doch selbst tun. Das letzte Mal, als ein „böser Junge“ mit krimineller militärischer Invasion gestürzt wurde, wurden die Dinge nicht wirklich besser und es war ein Land, das direkt an den Iran grenzt – geographisch und alphabetisch.“</p></blockquote>
<p>In dem Arabisch-Amerikanischen Blog <em><a href="http://www.kabobfest.com/2009/06/sizing-up-the-iranian-elections.html">KABOBfest</a></em>, diskutiert <em>Kalash</em> die Rolle der USA bei den iranischen Wahlen und die Gefühle auf den Straßen.</p>
<blockquote><p>„Ob Mousavi die Wahlen gestohlen wurden oder nicht, es ist klar, dass die herrschende Klasse eines genau kalkuliert hat: Anti-Amerikanische Ressentiments sind starke Trumpfkarten, die die kirchlichen Würdenträger in Händen halten. Dadurch, dass Obama so ruhige und versöhnliche Töne anstimmt, hat er diesen Trumpf geschwächt.  Die Wiederwahl von Ahmadinejad wird den Iranisch-Amerikanischen Austausch als einen steinigen Pfad  erhalten. Sollte Obama nun eine unveränderliche Position beziehen, könnte das bedeuten, dass die Mullahs obsiegen.</p>
<p>Das wäre eine Schande. Das Regierungssystem ist schrecklich. Es gibt keine reale Demokratie. Das Volk wird regiert durch despotische Männer des “Glaubens“, die nichts für das Interesse ihre Landes tun. Außer den Iran in den internationalen Schlagzeilen zu halten, hat Ahmadinejad nichts getan um den Status seines Landes im Rahmen der internationalen Gemeinschaft zu verbessern. Es ist also kein Wunder, dass so viele Iraner in Opposition zu ihm stehen. Es wäre verführerisch zu sagen, dass das offizielle Amerika aus früheren Fehlern gelernt hat, aber sie könnten dabei helfen, die Proteste so anzustacheln wie sie es bereits 1953 taten.</p>
<p>Hoffentlich ist das was gerade geschieht ein hausgemachtes Phänomen. Der Iran braucht eine neue Revolution, wenn er sich aus der rückwärts gewandten Theologie befreien will.  Moussavi ist kaum die richtige Person, um solch eine Bewegung anzuführen. Aber wichtig ist, dass die Menschen gemeinsam aufbegehren. Der Prozess wird nicht leicht.  Wir sind vielleicht Zeugen von etwas Größerem&#8230;Es wird nicht über Nacht passieren, aber die Islamische Republik könnte früher oder später am Ende sein.“</p></blockquote>
<p>Der Pro-Palästina Blogger <em><a href="http://jewssansfrontieres.blogspot.com/2009/06/people-of-iran.html">Jews Sans Frontieres</a></em> formuliert es so:</p>
<blockquote><p>„Ich weiß nicht, was dort im Iran passiert. Der liberale Bull&#39;*it über den angeblichen Pro-Westlichen Reformer Moussavi, der angeblich über den vermutlichen rückwärts gewandten Ahmedinejad macht kaum einen Sinn.“</p></blockquote>
<p>Über das iranische Volk schreibt er:</p>
<blockquote><p>„Diese Leute zeigen Mut angesichts eines bewaffneten und zum Mord bereiten repressiven Staatsapparat und sie machen Geschichte. Sie sind gesegnet.“</p></blockquote>
<p>Aus Ägypten kommentiert <em><a href="http://weekite.blogspot.com/2009/06/obama-comments-on-iranian-elections.html">Wael Nawara</a></em> [Ar] in <em>Weekite</em> über US Präsident Barack Obamas Reaktion auf die Wahlen:</p>
<blockquote>
<div class="arabic">لابد أن أعترف أن تعليقه متوازن وينطوي على قدر كبير من الاحترام للشعب الإيراني وتجربته الملهمة، وفي نفس الوقت لغة أوباما قوية وواضحة في دعم الحقوق الكونية لكل إنسان وشعب وللإيرانيين في اختيار من يحكمهم، كما يحمل خطابه روح إيجابية وأمل على الرغم من القلق الواضح نتيجة للعنف</div>
<div class="translation">Wir müssen zugeben, dass sein Kommentar ausgewogen ist und viel Respekt für das iranische Volk und dessen ehrgeizige Ziel enthält. Gleichzeitig ist seine Stimme klar und stark in der Unterstützung für universelle Menschenrechte und die Rechte von Nationen sowie für die Iraner, selbst zu wählen, wer sie führen sollte. Seine Rede ist getragen von einem positiven Geist und Hoffnung, trotz der offensichtlichen Sorge angesichts der Gewalttaten.</div>
</blockquote>
<p>Und zum Schluß erklärt <em><a href="http://irish4palestine.blogspot.com/2009/06/good-take-on-iran-thing.html">Irish for Palestine</a></em>:</p>
<blockquote><p>Die westlichen Medien befördern die Idee, dass all der Aufruhr im Iran ist begründet in dem Wunsch der Menschen, die Islamische Republik zu beenden. Das ist aus meiner Sicht gefährlich. Aber, hey, sie haben einen Terminplan zu erfüllen. Der britische Journalist Robert Fisk stimmt zu und sagt, dass es nicht darum ginge, einen islamischen Staat abzuschaffen sondern eben Ahmadinejad und dass sie den Glauben an die Wahlen erhalten.</p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Brasilien: Gedanken über unsere eigenen Gasa-Streifen</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/18/brasilien-gedanken-uber-unsere-eigenen-gasa-streifen/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/18/brasilien-gedanken-uber-unsere-eigenen-gasa-streifen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 19:56:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Humanitäres]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>
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		<category><![CDATA[Portugiesisch]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben vonPaula Góes  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 

Text des Graffitis:

ICH WURDE GEBOREN, WEIL SIE MICH LIEBTEN
ICH STARB, WEIL SIE MICH HASSTEN&#8230;
zum Gedenken an
RENAN
GABRIEL
FELIPE
MARCELÃO
THIAGO
Ruhet in Frieden

aus Morro de Samba (Hügel des Samba) in Rio de Janeiro - „Berühmt-berüchtigt für seinen Drogenschmuggel und seine Gewalt, ist Morro de Samba bekannt als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/paulagoes/">Paula Góes</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/11/brazil-reflecting-on-our-very-own-gaza-strips/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="aligncenter size-full wp-image-55216" title="27491733_8ae3c0a8f5" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/27491733_8ae3c0a8f5.jpg" /></p>
<p><strong>Text des Graffitis:</strong></p>
<blockquote>
<p><strong>ICH WURDE GEBOREN, WEIL SIE MICH LIEBTEN<br />
ICH STARB, WEIL SIE MICH HASSTEN&#8230;<br />
zum Gedenken an<br />
RENAN<br />
GABRIEL<br />
FELIPE<br />
MARCELÃO<br />
THIAGO<br />
Ruhet in Frieden</strong></p>
</blockquote>
<p><strong>aus Morro de Samba (Hügel des Samba) in Rio de Janeiro - „Berühmt-berüchtigt für seinen Drogenschmuggel und seine Gewalt, ist <em>Morro de Samba</em> bekannt als eine der gefährlichsten Gemeinden in unserer Region“, Foto von <a href="http://www.flickr.com/photos/beija-flor/">carf</a> unter einer Creative-Commons-Lizenz</strong></p>
<p>Wie der Rest der Welt verfolgen die brasilianischen Blogger genau die Entwicklung des <a href="http://globalvoicesonline.org/specialcoverage/2008-gaza-strip-bombings/">israelisch-palästinensischen Konflikts</a> [en]. Die Meinungen gehen auseinander, aber der Konflikt hat trotz allem die Blogger dazu gebracht, über eines nachzudenken: manch einer spürt, dass die Geschehnisse in Gaza eine Parallele haben in den täglichen Kriegen in den Elendsquartieren quer durchs Land - genannt die eigenen Gazastreifen Brasiliens - wo  [die Gewalt] jeden Tag <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/12/13/brazil-brazilian-police-literally-gets-away-with-murder/">viele unschuldige Leben</a> [en] fordert. <a href="http://diplo.uol.com.br/2009-01,a2752">Sérgio Vaz</a> [pt] erklärt:</p>
<blockquote><p>Aqui no Brasil, na Baixa do Sapateiro, faixa de gaza baiana, menino Matheus morreu com um tiro de Fuzil quando saía de casa para comprar pão, no mesmo momento em que a polícia invadia sua favela.<br />
Mera coincidência, ou são sempre os mesmos que sangram nas calçadas, quer seja na faixa de Gaza brasileira ou na Faixa de Gaza Palestina? Será que a sede de sangue nunca cessa?<br />
A Periferia debaixo de tiros, a Palestina debaixo de bombas. Será que deus foi passar o réveillon em Copacabana?</p>
</blockquote>
<div class="translation">Hier in Brasilien, in Baixa dos Sapateiros, dem Gazastreifen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bahia">Bahia</a> starb ein Junge namens Mattheus durch einen Gewehrschuss, als er aus dem Haus ging um Brot zu kaufen in dem Moment in dem die Polizei in die Favela einmarschierte, in der er lebte.<br />
Ist es nur Zufall, oder sind es immer die gleichen [unschuldigen Menschen], die auf dem Pflaster sterben, sei es im brasilianischen Gazastreifen oder im palästinensischen Gaza? Kann es sein, dass der Blutdurst nie endet?<br />
Die Vorstädte unter Feuer, Palästina unter Bombenteppichen. Kann es sein, das Gott das Neujahrsfest an der Copacabana verbracht hat?</div>
<p>Als er die schockierenden Bilder des Konflikts im Internet sah, musste <a href="http://famintopordeus.blogspot.com/2009/01/israel-vs-hamas-gaza.html">Anderson Vieira</a> [pt] unwillkürlich an die Tage denken, als er regelmäßig in eine der Favelas von Rio de Janeiro kam, wo es nach seinen Worten normal war, dass stark bewaffnete Drogendealer Seite an Seite gingen mit Kindern, schwangeren Frauen und alten Menschen. Immer wieder würde die Polizei dort einen verheerenden Auftritt veranstalten:</p>
<blockquote><p>Acontece que não foram poucas as vezes que em incursões da polícia em morros e favelas cariocas, na troca de tiros, no fogo cruzado, pessoas inocentes acabavam sendo atingidas pelas famosas balas perdidas, que de perdidas não têm absolutamente nada.<br />
A situação da Faixa de Gaza é de certa forma parecida com a das favelas e morros cariocas. Ali em meio aos terroristas do Hamas há crianças, mulheres, homens, cidadãos palestinos inocentes e desprotegidos. À semelhança dos traficantes que se escondem em barracos e casas de moradores a fim de fugir da polícia, os terroristas do Hamas também se valem dessa estratégia no mínimo covarde e se infiltram em casas de inocentes.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Es ist so, dass es nicht selten vorkam, das beim Einfall der Polizei in die Favelas von Rio de Janeiro, im Schusswechsel, im Kreuzfeuer, am Ende unschuldige  Menschen von den berühmten Irrläufern getroffen wurden, die in keinster Weise irrlaufen.<br />
Die Situation im Gazastreifen ist gewissermaßen ähnlich wie in den Favelas in Rio. Dort inmitten der Terroristen der Hamas gibt es Kinder, Frauen und Männer, unschuldige und schutzlose palästinensische Bürger. Ähnlich wie die Dealer sich in den Hütten und Häusern verstecken um vor der Polizei zu flüchten, bedienen sich die Terroristen der Hamas dieser zumindest feigen Strategie und schleichen sich in die Häuser Unschuldiger ein.</div>
<p><a href="http://crazyseawolf.blogspot.com/2009/01/terroristas-traficantes-gaza-rio.html">Aparecido José do Rosário</a> [pt] stimmt damit überein und fügt hinzu, dass in diesen Fällen, der Zweck die Mittel heilige:</p>
<blockquote><p>Mas voltando a questão sobre o que Israel deve fazer contra esses ataques, e faço um paralelo com o problema dos morros no Rio de Janeiro. Desculpem-me mas sou um tanto radical nesse sentido. Tenho a minha opinião de que a polícia e/ou exército deve atacar os morros a todo custo. Aqueles que nada tem a ver com os traficantes, que são inocentes devem sair de lá e deixar que as forças militares façam o serviço completo, agora, aqueles que protegem tais traficantes, são cúmplices e tão criminosos quanto eles, e portanto que sofram as conseqüências. Estarei eu sendo insensível?</p>
</blockquote>
<div class="translation">Um auf die Frage zurückzukommen, was Israel gegen diese Angriffe unternehmen solle, ziehe ich eine Parallele mit dem Problem der Hügel in Rio de Janeiro. Entschuldigen Sie mich, ich bin ein bisschen radikal in dieser Hinsicht. Ich bin der Meinung, das die Polizei oder das Militär die Hügel um jeden Preis angreifen muss. Wer nichts mit den Dealern zu tun hat, wer unschuldig ist, sollte von dort verschwinden und die Streitkräfte ganze Arbeit leisten lassen, wer aber die Kriminellen schützt, ist Komplize und daher selbst kriminell, und muss deshalb die Konsequenzen tragen. Bin ich vielleicht unsensibel?</div>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/affotojornalismo/1972068766/"><img class="aligncenter size-full wp-image-55215" title="1972068766_c4d9f05464" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/1972068766_c4d9f05464.jpg" /></a></p>
<p><strong>&#8220;27.07.2005 - Die Polizei findet drei verbrannte Leichen in Inhaúma. Die Opfer wurden vermutlich getötet als sie in die Favela kamen um ein von Drogendealern gestohlenes Fahrzeug aus der Favela do Alemão abzuholen.&#8221; Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/affotojornalismo/">Andréa Farias</a>, verwendet unter einer Creative-Commons-Lizenz.</strong></p>
<p><a href="http://blogdasoninha.folha.blog.uol.com.br/arch2008-12-28_2009-01-03.html#2008_12-28_00_58_38-10366234-0">Sonia Fancine</a> [pt], eine junge aufsteigende Politikerin aus São Paulo, sagt, der Hamas die Schuld für den Tod von Zivilisten zu geben sei genau was die brasilianische Polizei mache, wenn sie Todesopfer rechtfertige, indem sie vorgebe die Bevölkerung zu schützen, und „wenn ein Kind durch einen Irrläufer stirbt, dann ist das nur ein unerwünschter Nebeneffekt einer erfolgreichen Aktion“:</p>
<blockquote><p>As mortes &#8220;acidentais&#8221; freqüentemente são justificadas como decorrentes de &#8220;autos de resistência&#8221; (aquelas trocas de tiros que, curiosamente, só deixam marcas de um dos lados) ou como sendo de &#8221; pessoas ligadas ao tráfico&#8221; (aí fica fácil - se mora na favela, é ligado ao tráfico, pronto). Então ficamos assim: as crianças palestinas e das favelas do Rio morreram porque tiveram a idéia de jerico de estar em um lugar cheio de terroristas/ traficantes. E ainda foram botar o corpo bem na frente dos mísseis/ fuzis&#8230; Foi mal aê. Mas da próxima vez, as vítimas que tomem mais cuidado, pô!</p>
</blockquote>
<div class="translation">Die „zufälligen“ Tode werden oft gerechtfertigt als Folge von „Widersetzen“ (diese Schießereien, die, seltsamerweise, nur auf einer Seite Spuren hinterlassen) oder von „Personen mit Bezug zum Drogenhandel“ (das ist dann einfach - wer in einer Favela lebt, hat Bezug zum Drogenhandel und fertig). So ist das also: die Kinder aus Palästina und die der Favelas von Rio sterben, weil sie auf die dumme Idee kommen, sich an einem Ort voller Terroristen / Dealer aufzuhalten, Und dazuhin bringen sie ihren Körper noch genau vor die Raketen / Gewehre&#8230; Tut uns leid. Aber das nächste Mal möchten die Opfer doch besser aufpassen, nicht wahr!</div>
<p>In einem Kommentar zu dem oben zitierten Post, fühlt sich ein Leser namens <a href="http://navblog.uol.com.br/comment.html?postFileName=2008_12-28_00_58_38-10366234-0&amp;idBlog=1246860">Fernando</a> [pt] machtlos angesichts beider Konflikte:</p>
<blockquote><p>E como acabar com tudo isso? Seja no Rio ou lá em Gaza é a mesma coisa: desrespeito ao comum - incompreensão do diferente! E como eu posso ajudar para acabar com tudo isso?</p>
</blockquote>
<div class="translation">Und wie setzt man all dem ein Ende? Sei es in Rio oder dort in Gaza, es ist dasselbe: eine Missachtung des Gemeinsamen, ein Unverständnis der Unterschiede! Und wie kann ich helfen, das alles zu einem Ende zu bringen?</div>
<p><a href="http://albertoprass.blogspot.com/2008/12/israel-um-lugar-ridculo.html">Alberto Ricardo Präss</a> [pt] findet, das Brasilien mit dem Boykott israelischer Waren helfen solle, und erinnert sich an die Situation als er dort im Jahr 1985 sechs Monate lang lebte. Er schließt mit den Worten, dass Brasilien nicht weit entfernt davon sei:</p>
<blockquote><p>Não é de se espantar que homens bombas surjam sem parar naquelas bandas. É muito evidente que pessoas acuadas tendem a ter reações radicais para sobreviver. Mais ou menos como os moradores das favelas do Rio, que reagem por estar sem muita saída.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Es nimmt nicht Wunder, dass in diesen Streifen ständig Bombenattentäter auftauchen. Es ist ganz offensichtlich, dass bedrängte Menschen zu radikalen Reaktionen tendieren um zu überleben. Mehr oder weniger wie die Bewohner der Favelas in Rio, die darauf reagieren, dass sie kaum einen Ausweg haben.</div>
<p>Andererseits meint <a href="http://blogdomrx.blogspot.com/2008/12/israel-prova-da-existncia-de-deus.html">Mr X</a> [pt], ein Unterstützer Israels, dass der israelisch-palästinensische Konflikt nicht <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/01/09/from-kivu-to-gaza-how-the-media-choose-the-conflicts-they-cover/">so viel Aufmerksamkeit der Medien</a> [en] oder öffentliches Aufsehen verdient hat, im Vergleich zu anderen Konflikten auf der Welt, darunter dem in Brasilien:</p>
<blockquote><p>Mata muito menos do que qualquer conflito na África hoje em dia, menos do que a cólera no Zimbabwe, menos até do que os tiroteios nas favelas do Rio de Janeiro.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Er tötet viel weniger als jeder Konflikt im heutigen Afrika, weniger als die Cholera in Simbabwe, weniger noch als die Schießereien in den Favelas von Rio de Janeiro.</div>
<p><a href="http://taniacelidonio.blogspot.com/2009/01/travei.html">Tania Celidonio</a> [pt] sagt, dass sie schockiert ist von den täglichen Berichten über die Gewalt im Nahen Osten, aber dass die Gewalt in Rio de Janeiro zum Klischee geworden sei:</p>
<blockquote><p>Motorista da ONU assassinado, trinta civis palestinos mortos num abrigo, fim da ajuda humanitária&#8230;. Juro que travei. E ainda por cima, aqui na faixa tupiniquim do Rio de Janeiro, os tiros não esperaram passar a primeira semana de 2009. Os morros da Babilônia e Chapéu Mangueira foram sacudidos por várias saraivadas. Nós, do asfalto, ficamos torcendo para que nada de muito ruim aconteça por lá. O pior são as centenas de trabalhadores que voltam para suas casas, no cair da noite, e são recebidos por esse ambiente de terror que já virou rotina nos morros da cidade.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Ein Fahrer der UNO ermordet, dreißig tote palästinensische Zivilisten in einem Schutzraum, die humanitäre Hilfe wird beendet&#8230; Ich schwöre, ich bin zusammengesackt. Und obendrein hier im <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tupiniquim"><em>Tupiniquim</em></a>-Streifen [en] in Rio de Janeiro, warteten die Schüsse nicht bis zum Ende der ersten Woche von 2009. Die Hügel von Babilônia und Chapéu Mangueira wurden erschüttert durch allerhand Schießereien. Wir vom Asphalt [„vom Asphalt“ ist ein Slangwort für „aus den Favelas“] bitten und beten, dass hier nichts  Schlechtes passiert. Das Schlimmste wäre, dass hunderte von Arbeitern in der Abenddämmerung in ihre Häuser zurückkehren und empfangen werden von diesem Umfeld des Terrors, das schon zur Routine geworden ist auf den Hügeln der Stadt.</div>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-55189" title="israeli2" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/israeli2.jpg" /></p>
<p><strong>„Alter Knabe, ist das die richtige Zeit um in Bonsucesso herumzulaufen?“ – Der <a href="http://blogdobonitao.blogspot.com/2009/01/no-segundo-dia-de-ofensiva-terrestre.html">Blog do Bonitão&#39;s charge</a> [pt] verlegt den israelisch-palästinensischen Konflikt in einen Bezirk Rio de Janeiros, der von Favelas umgeben ist und von extremer Gewalt erschüttert wird.</strong></p>
<p>In <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pernambuco">Pernambuco</a> hat der Mordzähler des <a href="http://www.pebodycount.com.br/post/postUnico.php?post=1005">PEBodyCount</a>-Blogs [pt], der tägliche Statistiken zur Kriminalitätsrate liefert, in den 11 ersten Tagen des neuen Jahres 81 Morde allein in diesem Staat gezählt. Der Blog zählte 4525 Morde im Jahr 2008, 4592 im Jahr 2007 und 4638 im Jahr 2006. Die Zahl nimmt ab, aber:</p>
<blockquote><p>&#8220;Raciocinar que 78 pessoas a menos (pelas contas do Governo, pelas nossas, foram 67) perderam a vida não quer dizer que foram salvos 78 seres humanos. Continuamos tendo mais de 4.500 assassinatos. É um patamar que coloca nosso estado entre os locais mais violentos do mundo. São poucos os países que tem tantos crimes de morte por ano. A mudança tão apregoada precisa começar de verdade.&#8221;</p>
</blockquote>
<div class="translation">„Zu denken, dass 78 Menschen weniger (nach der Zählung der Regierung, nach unserer waren es 67) ihr Leben verloren, ist etwas anderes, als das 78 Menschenleben gerettet wurden. Wir haben weiterhin mehr als 4500 Morde. Unter dem Strich katapultiert das unseren Staat unter die gewalttätigsten Gegenden der Welt. Der so viel verkündete Wandel muss wirklich beginnen.“</div>
<div class="contributors">Geschrieben in Zusammenarbeit mit <a href="http://globalvoicesonline.org/author/deborah-goldemberg/">Deborah Icamiaba</a> [en].</div>
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		<title>Israel: Yonit Levi lieben und hassen</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/17/israel-yonit-levi-lieben-und-hassen/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Jan 2009 15:57:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cegees</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonJillian York  &#183; Übersetzt von cegees &#183;  engl. Originalartikel 
Yonit Levi ist die beliebte Nachrichtensprecherin des israelischen Fernsehsenders Channel 2. In der Bloggerszene wurde sie in den letzten Tagen zur Ausgestoßenen erklärt, wegen ihrer Reaktionen zur aktuellen Krise in Gaza. Sie  wird als Sympathisantin für die palästinensische Seite gesehen. Levi war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/jillian-york/">Jillian York</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/paul-lanon/'>cegees</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/16/israel-loving-and-hating-yonit-levi/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Yonit Levi ist die beliebte Nachrichtensprecherin des israelischen Fernsehsenders Channel 2. In der Bloggerszene wurde sie in den letzten Tagen zur Ausgestoßenen erklärt, wegen ihrer Reaktionen zur aktuellen Krise in Gaza. Sie  wird als Sympathisantin für die palästinensische Seite gesehen. Levi war laut einem <a href="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1231950869027&#038;pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull">Artikel der Jerusalem Post</a>, häufig mit hochgezogenen Augenbrauen zu sehen, wenn es um die israelischen Streitkräfte [IDF] ging, und schaute besorgt, wenn über Palästina diskutiert wurde. Ihre Gesichtsausdrücke sorgten für eine <a href="http://www.atzuma.co.il/petition/151093/1/1000/">Petition [he]</a>, um Levi vom Sender zu nehmen - in wenigen Tagen kamen mehr als 35.000 Unterschriften zusammen. Die Initiatoren der Aktion sind der Ansicht, es hätte etwas gebracht, da Levi diese Ausdrücke unterlässt. Eine Gegenpetition wurde ebenfalls gestartet, um die Nachrichtensprecherin zu unterstützen.</p>
<p><em>OneJerusalem.com</em> <a href="http://www.onejerusalem.com/2009/01/14/loving-yonit-levi/">reagierte</a> prompt und energisch zu Gunsten Livs:</p>
<blockquote><p>
In einem Beitrag vor einigen Tagen, schrieb ich über Fox News - als ein Beispiel wie tief Nachrichten in einem Nachrichtensender sinken können, und die Absurdität sich selbst darzustellen als &#8220;Fair und Ausgewogen&#8221;. Als wäre es das letzte, was man sein möchte. Yonit Levi TATSÄCHLICH fair und ausgewogen und muss das niemanden verkaufen. Sie arbeitet schon sehr lange als Nachrichtensprecherin und bringt ihre Nachrichten in einem gleichmäßigen Ton rüber, frei von persönlicher Meinung oder Sichtweisen.</p>
<p>Kurz gesagt: Yonit, wir lieben dich! Leiste weiter wunderbare Arbeit.
</p></blockquote>
<p><a href="http://flickr.com/photos/74225262@N00/528255886/"><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/yonit.jpg" alt="Ein Fan, zusammen mit Yonit Levi" title="yonit" class="alignnone size-full wp-image-55468" /></a><br />
<em>Ein Fan, zusammen mit Yonit Levi</em></p>
<p><em>Lisa Goldman</em>, eine israelisch-canadische Bloggerin, <a href="http://lisagoldman.net/2009/01/15/say-goodbye-nicely-to-peace/">berichtet</a> über die Reaktionen in den Medien, die Levis Situation aufgreifen:</p>
<blockquote><p>
Laut Umfragen <a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/1055564.html">unterstützen 90 Prozent der Israelis</a> den Gazaeinsatz. Ich finde diese Zahl ein wenig besorgniserregend. Denn für eine gesunde Demokratie, sind öffentliche Debatten und unterschiedliche Meinungen essenziell, wie <em>Ohad</em> es z.B. <a href="http://www.cfxweb.net/civax/2009/01/13/a-word-against-over-patriotism-in-israel/">skizziert</a>; und jeder der nur im Entferntesten gegen den Einsatz ist, kann die persönlichen Angriffe ausprobieren, die ihm entgegenkommen. Das hat, in meinen Augen, viele Menschen ruhig gestellt.</p>
<p>Die Angriffe reichen von verbalen Attacken (), bis hin zur Drohung seinen Job zu verlieren - <a href="http://www.onejerusalem.com/2009/01/14/loving-yonit-levi/">wie im Fall von Yonit Levi</a>, der Nachrichtensprecherin auf Channel 2. Einer meine Freunde bekam sogar <a href="http://www.karenalkalay-gut.com/diaryjanuary22009.html">Todesdrohungen</a> - über Facebook; das ist unglaublich.<br />
Angenommen alle Personen, die befragt wurden, wissen, dass die israelischen Medien ausschließlich von Armeesprechern Informationen bekommen; und angenommen all diese Personen sind gut über das informiert, was wirklich in Gaza passiert; und haben keine Angst eine andere Meinung zu vertreten als die Mehrheitsmeinung, dann wäre immer noch 1 von 10 gegen den Krieg.<em> Time Out Tel Aviv</em> gibt diesen Menschen in der aktuellen Ausgabe eine Stimme. Weiter unten sind einige Auszüge übersetzt.
</p></blockquote>
<p>Creative-Commons-Lizenz: <a href="http://flickr.com/photos/74225262@N00/528255886/">Photo von YuvaIH</a></p>
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		<item>
		<title>Palästina: &#8220;Sie wissen nicht, ob sie leben werden.&#8221;</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/13/palastina-sie-wissen-nicht-ob-sie-leben-werden/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/13/palastina-sie-wissen-nicht-ob-sie-leben-werden/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 18:48:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonJillian York  &#183; Übersetzt von Katrin Zinoun &#183;  engl. Originalartikel 
 The war on Gaza continues into its seventeenth night. I find myself longing for the day when I don&#39;t feel I have an obligation to tell this story anymore. Life seems to have been put on hold; at work, at home, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/jillian-york/">Jillian York</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/'>Katrin Zinoun</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/13/palestine-they-dont-know-if-they-will-live/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><blockquote><p> The war on Gaza continues into its seventeenth night. I find myself longing for the day when I don&#39;t feel I have an obligation to tell this story anymore. Life seems to have been put on hold; at work, at home, as I eat, as I write, I feel like I am just waiting for this to end, so that maybe I can allow myself to go out again, or just to sleep. It&#39;s such a selfish thought to have when in Gaza, they&#39;re also waiting for this to end but only so that they can maybe go back to living without the fear of death arriving before the next breath.
</p></blockquote>
<div class="translation">Der Krieg in Gaza geht in seine 17. Nacht. Ich sehne mich nach dem Tag, an dem ich mich nicht mehr verpflichtet fühle, diese Geschichte zu erzählen. Das Leben scheint still zu stehen; auf Arbeit; zu Hause, wenn ich esse, wenn ich schreibe, ich fühle mich, als warte ich nur darauf, dass das alles aufhört, so dass ich mir erlauben kann raus zu gehen oder einfach zu schlafen. Es ist so ein selbstsüchtiger Gedanke, wenn sie in Gaza auch darauf warten, dass es endet, aber nur weil sie dann zu einem Leben zurückkehren können ohne die Angst, dass der Tod vor dem nächsten Atemzug kommt. </div>
<p>So beginnt Mohammad, der in Ramallah lebt, aber aus Gaza stammt, seinen Beitrag mit dem Titel &#8220;Der Tod ist gewöhnlicher als Schlaf&#8221;. In den letzten 17 Tagen, seit der ersten Attacke auf Gaza, teilt Mohammad die Anrufe bei seiner Familie auf KABOBfest, so dass die Welt ihre Geschichten hören kann.</p>
<p>Wenn man den Bericht jedes Tages liest, sieht man, wie das Leben in Gaza immer schlechter wird. Im gestrigen Beitrag erinnerte uns Mohammad daran, dass schlecht schlimmer ist, als sich viele vorstellen:</p>
<blockquote><p> Palestinian suffering comes into focus whenever Israel goes on a large-scale rampage. But as my cousin reminded me from Gaza last night, the suffering is always there, it has just become accepted by those who do not experience it on a continuous basis. Before this massacre, the people of Gaza were barely living due to the crippling siege that had closed off the land, sea and air, that had blocked the entry of raw materials and supplies, of food and medicines, and that had led 97% of businesses in Gaza to close.</p></blockquote>
<div class="translation">Das Leid der Palästinenser wird immer dann sichtbar, wenn Israel einen Großangriff beginnt. Aber mein Cousin erinnerte mich letzte Nacht aus Gaza, dass das Leiden immer da ist, es wurde nur von denjenigen hingenommen, die dem nicht ständig ausgesetzt sind. Vor diesem Massaker haben die Menschen in Gaza kaum gelebt aufgrund der lähmenden Belagerung, welche das Land, das Meer und die Luft abgesperrt hat, welche die Lieferung von Rohmaterialien und Vorräten, Lebensmitteln und Medizin blockiert hat und welche dazu geführt hat, dass 97% der Geschäfte in Gaza schließen mussten.</div>
<p>Und letzte Nacht berichtete Mohammad aus der relativen Sicherheit in Ramallah in der Westbank:   </p>
<blockquote><p> its just past 330 am here, i was woken up by a cold caller from libya. after he hung up i noticed a message from areej, my uncle mohammads wifes: the tanks have reached us, theres smoke in the house, please pray for us.<br />
    i called her. i could hear explosions just outside, and machine gun fire. just before 2 am, israeli tanks and special forces had entered an area just outside tal al-hawa, near the community college. they&#39;d come up against surprisingly tough and violent resistance. tanks firing randomly into neighbrhoods. white phosphorous munitions used to cover an aparent retreat. the entire apartment is filled with white smoke, the kids are up, screaming. there seems to be a definite retreat, but they&#39;re expecting the worst. they say to please keep praying for their safety and for the resistance. they dont know if they will live.</p></blockquote>
<div class="translation">
Es ist hier gerade kurz nach 3:30 Uhr in der Nacht. Ich wurde durch einen unerwarteten Anruf aus Libyen geweckt. Nachdem er aufgelegt hatte, bemerkte ich eine Nachricht von Arrej, der Frau meines Onkels: die Panzer haben uns erreicht, in unserem Haus ist Rauch, bitte bete für uns.</p>
<p>Ich rief sie an. Ich konnte die Explosionen draußen hören und Maschinengewehrfeuer. Kurz vor 2 Uhr nachts sind israelische Panzer und Spezialeinheiten in Gebiete direkt vor Tal al-hawa, in der Nähe des Gemeinde-Colleges vorgedrungen. Überraschenderweise sind sie auf zähen und brutalen Widerstand getroffen. Panzer schießen wahllos in die Nachbarschaft. Munition mit weißem Phosphor werden benutzt, um offensichtliche Verstecke zu verdecken. Die ganze Wohnung ist mit weißem Rauch gefüllt, die Kinder sind wach, schreien. Es scheint ein sicheres Versteck zu geben, aber sie erwarten das Schlimmste. Sie sagen, ich soll weiterhin für ihre Sicherheit und ihren Widerstand beten. Sie wissen nicht, ob sie leben werden.</p></div>
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		<title>Israel: Bauarbeiter aus Gaza</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 11:09:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitskräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Ethnizität]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt im Moment unzählige Beiträge über den Krieg in Gaza in russisch-sprachigen Blogs, welche das ganze Meinungsspektrum von israelischen und nicht-israelischen Bloggern gleichermaßen repräsentieren. 

Der Text, welcher im Folgenden übersetzt wird, ist jedoch nicht über den derzeitigen Konflikt. Am 8. Januar trat der aus Tel Aviv stammende LJ Benutzer leorer (Leonid Rabin) einen Schritt zurück und schrieb seine Bemerkungen über die sechs Bauarbeiter aus Gaza, mit denen er 1996-97 "seinen ersten Jahren in Israel" in Ashdod für eineinhalb Jahre zusammengearbeitet hatte.
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			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/neeka/">Veronica Khokhlova</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/'>Katrin Zinoun</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/12/israel-construction-workers-from-gaza/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Es gibt im Moment unzählige Beiträge über den Krieg in Gaza in russisch-sprachigen Blogs, welche das ganze Meinungsspektrum von israelischen und nicht-israelischen Bloggern gleichermaßen repräsentieren. </p>
<p><a href="http://leorer.livejournal.com/421686.html">Der Text</a>, welcher im Folgenden übersetzt wird, ist jedoch nicht über den derzeitigen Konflikt. Am 8. Januar trat der aus Tel Aviv stammende LJ Benutzer leorer (Leonid Rabin) einen Schritt zurück und schrieb seine Bemerkungen über die sechs Bauarbeiter aus Gaza, mit denen er 1996-97 &#8220;seinen ersten Jahren in Israel&#8221; in <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ashdod">Ashdod</a> für eineinhalb Jahre zusammengearbeitet hatte.</p>
<blockquote><p>[…]</p>
<p>    All of them are [fathers with many children]. Aged 40 or older. To get an Israeli work permit, a Gazan has to have no fewer than five children (it was considered that in this case he&#39;d be working honestly instead of fooling around). Speaking of the issue of [high] birth rates in Gaza - for some reason, we here tend to forget that we&#39;ve been stimulating these birth rates ourselves, including through measures like this one.</p>
<p>    [The head of the Gazan construction team] has been working in Israel for about 15 years. They say he has built nearly half of [Rishon LeZion]. Two of those [seven men] who were shot by the “Jewish hero” [Ami Popper on May 20, 1990] used to work along with him. He was lucky himself: he got sick that day and didn&#39;t go to work, or else he would have been there, too.</p>
<p>    As a child, he escaped from [Ashkelon] (which was called Majdal then). He said his parents owned a lot of land there and were respected people. Then, of course, there was a refugee camp, but he managed to get ahead there and ended up becoming [head of a construction team].</p>
<p>    The second Gazan “old-timer” was the father of 12 children (that&#39;s more than the rest of them had), nicknamed [Ya-Hmar]. He got this nickname because he owned the best stud donkey in Gaza. Everyone took their female donkeys to him. But the income from that wasn&#39;t enough, so he worked at construction in Israel. While working, he yelled “yalla-yalla” every two minutes, urging everyone on, and his voice could be heard in all the neighboring blocks.</p>
<p>    To my question of whether it was difficult to be raising 12 children, he once replied: “The more of them, the easier. They split into two teams and play football, are busy with each other all the time, don&#39;t bother us.”</p>
<p>    […]</p>
<p>    This whole bunch lived somewhere around [Khan Yunis].</p>
<p>    Now about a typical working day of these [Ivan Denisovichs].</p>
<p>    Its most important feature was the passing of the Erez [machsom] (a checkpoint on the way into Israel). The machsom opened at 4 AM, and closed at 5 or 6 PM. That meant that at 5 AM, one had to be at the machsom, because passing through it took no less than an hour.</p>
<p>    So, they wake up at around 3 AM. At 4 AM, they get into the car of the [team&#39;s head] à la a “big taxi” and ride to machsom. The ride takes no less than an hour, because inside the [Gaza Strip] there are also Israeli checkpoints where they stop you. Near the Erez machsom, they leave their car - they can&#39;t ride into Israel in it. Around 5:30 AM, if they are lucky, they pass through the machsom and get into an Israeli bus. These special route buses were taking Gazans from Erez all the way to Tel Aviv. Their drivers were also Gazans, but only especially trusted. Around 6 AM, the bus passed the “Ad Galom” intersection, the Gazans got out and walked to the construction site.</p>
<p>    They had some three kilometers to walk. Along the way they [took some booty] - snatched clothes hanging out to dry, found women&#39;s footwear somewhere, a few times they dragged children&#39;s bikes to the construction site. To my question about how they managed to get the stolen goods through the machsom into Gaza, they said it was very easy. On the way back, no one was checking them, but it was impossible to bring a screw into Israel, as everyone was searched and undressed almost to the underwear.</p>
<p>    Work began at 7:30 AM, and the Gazans had about an hour and a half to spare before that. Enough to gather whatever had been misplaced in the neighboring blocks as well as to make fire and have breakfast.</p>
<p>    Entry into Gaza closed at 5 PM (and at 1 PM on Fridays), so they had to leave work no later than 3 PM, otherwise they would miss their bus. Those who didn&#39;t get registered on entrance and on exit, in the morning and in the evening, were losing their right to enter Israel. If you missed a bus, take a taxi or whatever, but at 5 PM you have to be in the [Gaza Strip].</p>
<p>    From the Erez machsom they could ride home in the same car. At best, they were home at 6 PM. They ate dinner, prayed, and it was time for bed. Tomorrow, they had to wake up at 3 in the morning.</p>
<p>    By the way, they say some Gazans didn&#39;t go home from Erez but slept right at the machsom on [the Gaza Strip] side, […] on the mattresses. They were saving time and energy this way. But not our guys - they were decent people, had to hug the wife and say hello to children.</p>
<p>    About prayer, by the way. Prayer is sacred. A prayer rug was always with them, if not - any other would do. When the time came, every Gazan prayed regardless of where he was - at the construction site, at the machsom, on the road. The [head of the team] was the most religious.</p>
<p>    In eight hours, a Gazan had [to do as much work] as everyone else did in ten hours, because if he failed to, […] it was more profitable to hire Romanians or any other gastarbeiter, who could work 10 or even 12 hours, could work overtime if necessary, and didn&#39;t have to get registered in the morning and in the evening at the machsom. And indeed, in these eight hours, a Gazan did as much as a Romanian did in 12 hours. All that after the way “there” and before the way “back” described above.</p>
<p>    I and most other non-Gazans would break down after a week of such a schedule, but our Gazans lived like this for decades. Up until the day the [Gaza Strip] was shut down once and for all, and the life of people there grew even worse. […] Having seen all this, I understood even then that it was impossible to defeat these people or break them down. They can either be eliminated, or we can learn to live together with them. There are no other options.
</p></blockquote>
<p>Alle von ihnen sind Väter von vielen Kindern. 40 Jahre oder älter. Um eine israelische Arbeitserlaubnis zu bekommen, darf ein Einwohner von Gaza nicht weniger als fünf Kinder haben (es wurde angenommen, dass er in diesem Fall ehrlich arbeitet, anstatt seine Zeit zu verschwenden). Wenn wir also über die hohen Geburtenraten in Gaza sprechen, neigen wir dazu zu vergessen, dass wir diese Geburtenraten erst angekurbelt haben, zum Beispiel durch Maßnahmen wie diese.</p>
<p>Der Chef des Bauarbeiterteams aus Gaza hat schon seit 15 Jahren in Israel gearbeitet. Sie sagen, dass er fast die Hälfte von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Rishon_LeZion">Rishon LeZion</a> gebaut hat. Zwei der sieben Männer, die von dem &#8220;jüdischen Helden&#8221; <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ami_Popper">Ami Popper</a> am 20 Mai 1990 erschossen wurden, haben mit ihm zusammengearbeitet. Er selbst hatte Glück, er war an dem Tag krank und konnte nicht arbeiten gehen, sonst wäre er auch da gewesen.</p>
<p>Als Kind, flüchtete er aus <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ashkelon">Ashkelon</a> (was damals Majdal hieß). Er sagte, seine Eltern besaßen dort eine Menge Land und waren respektierte Leute. Dann kam natürlich das Flüchtlingslager, aber er hat es geschafft vorwärts zu kommen und wurde schließlich der Chef eines Bauteams.</p>
<p>Der zweite &#8220;old-timer&#8221; aus Gaza war ein Vater von 12 Kindern (das sind mehr als der Rest von ihnen hatte). Sein Spitzname war <a href="http://www.google.com.tr/search?hl=en&#038;client=firefox-a&#038;rls=org.mozilla%3Aen-US%3Aofficial&#038;hs=f73&#038;q=bahebak+ya+hmar&#038;btnG=Search">Ya-Hmar</a>. Er bekam diesen Namen, weil er den besten Zuchtesel in Gaza besaß. Alle kamen mit ihren weiblichen Eseln zu ihm. Aber das Einkommen daraus reichte nicht aus, so dass er auf dem Bau in Israel arbeiten musste. Während er arbeitete, schrie er alle zwei Minuten &#8220;yalla-yalla&#8221;, um alle voranzutreiben, und seine Stimme war in allen benachbarten Gebäuden zu hören.</p>
<p>Auf meine Frage, ob es schwer sei, 12 Kinder aufzuziehen sagte er einmal: &#8220;Je mehr desto leichter. Sie teilen sich in zwei Mannschaften auf und spielen Fußball, so sind sie immer beschäftigt und lassen uns in Ruhe.&#8221;</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Sie alle lebten irgendwo bei <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Khan_Younis">Khan Yunis</a>.</p>
<p>Nun ein typischer Arbeitstag dieser <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ivan_Denisovich">Ivan Denisovich</a>s.</p>
<p>Das Wichtigste war das Überqueren des Erez <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Israel_Defense_Forces_checkpoint">Machsom</a> (eines Grenzüberganges auf ihrem Weg nach Israel). Der Machsom öffnete um 4 Uhr morgens und schloss um 5 oder 6 Uhr abends. Das bedeutet, amn musste um 5 Uhr morgens am Machsom sein, denn das Überqueren dauerte mindestens eine Stunde.</p>
<p>Also, standen sie um 3 Uhr auf. Um 4 Uhr fuhren sie im Auto des Team-Chefs, einer Art Großraumtaxi, zum Machsom. Die Fahrt dauert mindestens eine Stunde, denn innerhalb des Gazastreifens gab es auch israelische Checkpoints, wo sie angehalten wurden. In der Nähe des Erez Grenzüberganges, liesen sie ihr Auto stehen - sie durften damit nicht nach Israel fahren. Gegen 5:30 Uhr haben sie, wenn die Glück hatten, den Grenzübergang passiert und stiegen in den israelischen Bus. Diese speziellen Busse brachten die Leute aus Gaza von dem Grenzübergang Erez nach Tel Aviv. Ihre Fahrer waren auch aus Gaza, aber nur vertrauenswürdige. Um 6 Uhr passierte der Bus die &#8220;Ad Galom&#8221; Kreuzung. Die Arbeiter stiegen aus und liefen zur Baustelle.</p>
<p>Sie mussten etwa 3 Kilometer laufen. Auf dem Weg (machten sie Beute) - griffen sich Sachen, die zum Trocknen draußen hingen, fanden irgendwo Frauenschuhe, manchmal schleppten sie ein Kinderfahrrad zur Baustelle. Auf meine Frage, wie sie die gestohlenen Sachen über die Grenze nach Gaza bringen, sagten sie, dass es sehr einfach sei. Auf dem Rückweg werden sie nciht durchsucht, aber ist unmöglich eine Schraube nach Israel zu bringen, da jeder fast bis auf die Unterwäsche ausgezogen und durchsucht wird.</p>
<p>Die Arbeit begann um 7:30 Uhr und die Leute aus Gaza mussten etwa eineinhalb Stunden warten, bevor es losging. Genug Zeit, alles, was in der nachbarschaft verlegt wurde, einzusammeln sowie Feuer zu machen und zu frühstücken.</p>
<p>Der Eingang nach Gaza schloss um 5 Uhr abends (und um 1 Uhr mittags am Freitag), so dass sie nicht später als um drei die Arbeit verlassen mussten, um ihren Bus nicht zu verpassen. Diejenigen, die sich beim Betreten oder Verlassen am Morgen und am Abend nicht registrieren, verlieren ihr Recht, Israel zu betreten. Wenn du den Bus verpasst hast, musst ein Taxi nehmen oder sonst was, aber du musst um 5 Uhr im Gazastreifen sein.</p>
<p>Vom Erez Übergang fuhren sie wieder mit ihrem Auto nach Hause. Frühestens waren sie um 6 Zuhause. Sie aßen Abendessen, beteten und dann war es Zeit fürs Bett. Morgen mussten sie wieder um 3 Uhr morgens aufstehen.</p>
<p>Übrigens fuhren manche gar nicht erst nach Hause, sondern schliefen gleich auf der Gaza-Seite des Grenzüberganges Erez  auf Matratzen. So sparten sie Zeit und Energie. Aber nicht unsere Leute - sie waren anständige Leute, mussten ihre Frau umarmen und den Kindern Hallo sagen.</p>
<p>Noch etwas zum Gebet: Das Gebet ist heilig. Sie hatten immer einen Gebetsteppich dabei. Falls nicht, tat es eben ein anderer. Wenn die Zeit zum Gebet war, betete jeder egal wo er war - auf der Baustelle, am Grenzübergang, auf der Straße. Der Chef des Teams war am religiösesten.</p>
<p>In acht Stunden musste ein Arbeiter aus Gaza genauso viel arbeiten, wie andere Arbeiter in zehn Stunden, denn wenn er das nicht machte, war es profitabler Rumänier oder andere Gastarbeiter einzustellen, die für 10 oder 12 Stunden arbeiten konnten und sich nicht morgens und abends am Grenzübergang registrieren mussten. Und tatsächlich, in diesen acht Stunden, machte ein Arbeiter aus Gaza so viel, wie ein Rumänier in 12 Stunden. Und das alles nach dem Weg &#8220;hin&#8221; und vor dem Weg &#8220;zurück&#8221;, den ich schon beschrieben habe.</p>
<p>Ich und die meisten andern Leute, die nicht aus Gaza stammen, würden nach einer Woche mit einem solchen Programm zusammenbrechen, aber unsere Arbeiter aus Gaza lebten so für Dekaden. Bis zu dem Tag, an dem der Gazastriefen ein für alle mal geschlossen wurde und das Leben der Menschen noch schlimmer wurde [&#8230;] Nachdem ich das alles gesehen habe, verstand ich schon damals, dass es unmöglich war diese Menschen zu besiegen oder zu brechen. Sie können entweder vernichtet werden oder wir können lernen mit ihnen zusammenzuleben. Andere Optionen gibt es nicht. </p>
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		<title>Palästina:&#8221;Ich will nicht, dass meine Kinder mich in Stücke gerissen sehen.&#8221;</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/11/palastinaich-will-nicht-dass-meine-kinder-mich-in-stucke-gerissen-sehen/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Jan 2009 09:36:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
				<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Humanitäres]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonAyesha Saldanha  &#183; Übersetzt von Katrin Zinoun &#183;  engl. Originalartikel 
Wie fühlt es sich an, wenn man nicht in der Lage ist, seine Kinder zu beschützen? In dieser Zusammenfassung der Blogs aus Gaza, hören wir eine Mutter, die sich schuldig fühlt, wenn sie die Furcht ihrer Kinder sieht: &#8220;War es von Anfang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/ayesha-saldanha/">Ayesha Saldanha</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/'>Katrin Zinoun</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/10/palestine-i-do-not-want-my-kids-to-see-me-torn-into-pieces/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Wie fühlt es sich an, wenn man nicht in der Lage ist, seine Kinder zu beschützen? In dieser Zusammenfassung der Blogs aus Gaza, hören wir eine Mutter, die sich schuldig fühlt, wenn sie die Furcht ihrer Kinder sieht: &#8220;War es von Anfang an falsch, Kinder zu bekommen? Habe ich nicht das Recht eine Mutter zu sein?</p>
<p>Der palästinensische Fotojournalist Sameh Habeeb bloggt im <a href="http://gazatoday.blogspot.com/2009/01/day-15-of-israeli-war-on-gaza.html"><em>Gaza Strip, The Untold Story</em></a>:</p>
<blockquote><p>Most of the Gaza Strip plunges into deep darkness since the start of this war. I find several hardships to send out this report due to power problem. Today, a rocket targeted my uncle&#39;s house. My house got several splinters and rocket shrapnel. Thanks to God, we all safe but I don&#39;t know what will happen next. I live east of Gaza, Toffah area, were artillery shells rained down every single moment.</p></blockquote>
<div class="translation">Der größte Teil des Gazastreifens ist seit Beginn des Krieges in tiefe Dunkelheit getaucht. Wegen des Stromausfalls habe ich einige Probleme, diesen Bericht zu senden. Heute hat eine Rakete das Haus meines Onkels getroffen. Mein haus hat mehrere Bomben- und Granatsplitter abbekommen. Gott sei Dank, sind wir alle sicher, aber wer weiß, was als nächstes passieren wird. Ich lebe östlich von Gaza, im Toffah-Gebiet, wo die Artilleriegeschosse in jedem einzelnen Moment herunterregneten.</div>
<p>Natalie Abou Shakra, eine libanesische Aktivistin, schreibt in dem Gruppen-Blog <em>Moments of Gaza</em>. In ihrem Beitrag übersetzt sie zwei Flyer, die vom israelischen Militär abgeworfen wurden. Diese Flyer rufen die Bürger von Gaza auf, Informationen über die Aufenthaltsorte der Hamas-Kämpfer zu geben. Natalie <a href="http://gaza08.blogspot.com/2009/01/natalie-abou-shakra-from-idf-with-love.html">kommentiert</a>:</p>
<blockquote><p>What really shocked me is the username they chose for their email. “Helpgaza2008″ ?!</p>
<p>I think this e-mail of theirs deserves to be bombed with the right kind of messages!</p></blockquote>
<div class="translation">Was mich wirklich schockiert hat, ist der Benutzername ihrer E-Mail. &#8220;Helpgaza2008&#8243;?!</div>
<p>Ich denke, diese E-Mail verdient es, mit den richtigen Nachrichten bombardiert zu werden!</p>
<p>Nirmeen Kharma Elsarraj schreibt in dem Gemeinschaftsblog <a href="http://lamentations-gaza.blogspot.com/2009/01/fifth-day.html"><em>Lamentations-Gaza</em></a>:</p>
<blockquote><p>There are things that are not well reported in the news, feelings!! I have three children, a daughter Nour who is 14, a son Adam who is 9 and another son Ali who is 3. We live in an area in Gaza city that used to be described &#39;safe&#39;. Nowhere is safe anymore. My children cannot sleep and I cannot help them. The feelings of helplessness and guilt (which always accompanies your inability to protect or at least comfort your children) are stronger than those of fear and horror. My daughter was telling a journalist on the phone yesterday that she had never got the real support she sought from me whenever there was a shelling. I was shocked!! I felt so guilty because my daughter felt my fears. But is it not normal to be scared after all?! Adam is asthmatic and he uses a ventilator. Due to the stress and the pollution resulting from rubbles, he is getting more frequent asthma attacks and there is no electricity for his ventilator. Each time he has an attack, we have to put the generator on for him and then put it off. There is no enough fuel to keep the generator on and we have no idea till when this is going to continue. Ali has no idea what this is all about. All what he does is scream in fear whenever there is a bombing and when it is over, he uses his imagination to tell stories about ‘qasef - bombing&#39;. The kids do not sleep. We spend our days and nights in one single room with my sister in law and her daughter. You feel the stress and fear. You can see it on everyone&#39;s face.<br />
Last night I was thinking about all this. I do not want anyone of my family to get hurt and I thought if anything should happen, I pray it happens to me and not my kids. Then I thought I do not want my kids to see me torn into pieces. The scenes on tv of people killed are so terrifying and I know what it means for children to see such thing. What I really want is for all this to end and for me and my kids to live just like anyone else in the world. I want to get rid of the feeling of guilt towards my kids. Was I mistaken to have kids in the first place? Do I not have the right to be a mother? But am I really doing a good mother&#39;s ‘job&#39; in being the source of comfort for my kids. I know it is not my fault but I knew also that I live in Gaza and Gaza has never been a healthy environment to raise children. Was I that selfish to think about my own feeling to want to be a mother and ignoring my expected failure to protect my kids?</p></blockquote>
<div class="translation">Es gibt Dinge, über die in den Nachrichten nicht berichtet wird: Gefühle!! Ich habe drei Kinder, eine Tochter Nour (14), einen Sohn Adam (9) und einen Sohn Ali (3). Wir leben in einem Gebiet von Gaza-Stadt, welches als &#8220;sicher&#8221; beschrieben wurde. Nirgends ist es mehr sicher. Meine Kinder können nicht schlafen und ich kann Ihnen nicht helfen. Die Gefühle der Hilflosigkeit und der Schuld (welche die Unfähigkeit seine Kinder zu beschützen oder wenigstens zu beruhigen immer begleitet) sind stärker als die der Angst und des Entsetzens. Meine Tochter erzählte gestern einem Journalisten am Telefon, dass sie von mir nie den Halt bekommen hat, den sie bei mir gesucht hat, wenn ein Angriff war. Ich war schockiert!! Ich fühlte mich so schuldig, weil meine Tochter meine Ängste spüren konnte. Aber ist es nicht normal, ängstlich zu sein bei all dem?! Adam ist Asthmatiker und er benutzt einen Beatmungsgerät. Wegen dem Stress und der Luftverschmutzung die aus den Trümmern resultiert, bekommt er häufiger Asthmaanfälle und es gibt keinen Strom für sein Beatmungsgerät. Jedes mal, wenn er einen Anfall hat, müssen wir den Generator für ihn anmachen, und dann machen wir ihn wieder aus. Wir haben nicht genug Benzin, um den Generator anzulassen und wir haben keine Ahnung wie lange das noch dauern wird. Ali hat keine Vorstellung, worum es hier geht. Er kann nur schreien, wenn es ein Bombardement gibt. Und wenn es vorbei ist, nutzt er seine Fantasie und erzählt Geschichten über &#8220;qasef&#8221; - Bombenangriffe. Die Kinder schlafen nicht. Wir verbringen Tag und Nacht in einem einzigen Raum mit meiner Schwägerin und ihrer Tochter. Man kann den Stress und die Angst fühlen. Man kann es in jedem Gesicht sehen.<br />
Letzte Nacht habe ich über das alles nachgedacht. Ich will nicht, dass jemandem aus meiner Familie etwas passiert und ich dachte, dass wenn etwas passiert, dann bete ich, dass es mir passiert und nicht meinen Kindern. Dann dachte ich, ich will nicht dass meine Kinder mich in Stücke gerissen sehen. Die Bilder der getöteten Menschen sind so entsetzlich und ich weiß, was es für Kinder bedeutet so etwas zu sehen. Was ich wirklich will, ist, dass das alles aufhört und dass ich und meine Kinder leben können, so wie alle anderen Menschen in der Welt. Ich möchte dieses Gefühl der Schuld gegenüber meinen Kindern loswerden. War es falsch von mir, Kinder zu bekommen? Habe ich nicht das Recht eine Mutter zu sein? Aber mache ich meine Mutteraufgabe denn wirklich gut, indem ich eine Quelle des Haltes für meine Kinder bin. Ich weiß, dass es nicht meine Schuld ist, aber ich weiß auch, dass ich in Gaza lebe und Gaza war noch nie eine gesunde Umwelt, um Kinder aufzuziehen. War ich zu selbstsüchtig, als ich mehr an meinen eigenen Wunsch, eine Mutter zu sein, gedacht habe und das vorhersehbare Versagen, meine Kinder zu beschützen, ignorierte?</div>
<p>Die australische Aktivistin Sharyn Lock schreibt bei <a href="http://talestotell.wordpress.com/2009/01/10/jan-8-9-with-a-red-cross-evacuation-team/"><em>Tales to Tell</em></a>:</p>
<blockquote><p>So, Thursday: the Red Cross co-ordinated evacuation into Zaytoun. Doctor Said would look good on a Red Cross poster - black sweater, shaved head, muscles enough to keep that Red Cross flag held above his head for the two hours we were behind army lines. You’d definitely invite him in for coffee to ask for his opinion on the state of the world. His colleague has more of an accountant look about him, but his job is to keep us alive - he is armed with a walkie-talkie and is negotiating our path constantly with the army as we move. With May, a small, quick woman who is the Engineer for the Red Crescent, supervising all the vehicles etc, I carry a stretcher and water. About 8 intrepid Red Crescent paramedics join us, wearing weighty bullet proof vests or not dependent on their preference for possible death or certain backache.<br />
[…]<br />
When I was a kid, I was very aware of war zones, but I always understood they happened in places different from my home. I would like to tell you about what I am seeing right now as I walk. I am seeing flowering vines. Bright curtains in windows. Chickens running about. This is your home, you know. This is the garden where your children play. This is your house with obscene holes blown in it, with Israeli snipers lurking in the shadows of its roof, with a dead resistance fighter sitting with his back to your wall.</p></blockquote>
<div class="translation">Also Donnerstag, das Rote Kreuz koordinierte die Evakuierung von Zaytoun. Doktor Said würde auf einem Rot-Kreuz-Poster sehr gut aussehen - schwarzer Pullover, rasierter Kopf, genug Muskeln, um die Rot-Kreuz-Flagge für zwei Stunden über seinem Kopf zu halten, während wir hinter den Armeelinien sind. Man würde ihn definitiv auf einen Kaffee einladen, um ihn nach seiner Meinung über die Lage der Welt zu fragen. Sein Kollege sieht eher wie ein Buchhalter aus, aber es ist sein Job, uns am Leben zu erhalten. Er ist mit einem Walkie-Talkie bewaffnet und verhandelt fortwährend mit der Armee über unseren Weg, während wir uns fortbewegen. Zusammen mit May, einer kleinen schnellen Frau, die als Ingenieurin für das Rote Kreuz arbeitet und alle Fahrzeuge überwacht, trage ich eine Trage und Wasser. Etwa acht unerschrockene Sanitäter des Roten Halbmondes begleiten uns. Sie tragen kugelsichere Westen oder auch nicht. Das ist abhängig von der persönlcihen Vorliebe für einen möglichen Tod oder sehr wahrscheinliche Rückenschmerzen.<br />
[&#8230;]<br />
Als ich ein Kind war, wusste ich Bescheid über Kriegsgebiete, aber ich verstand immer, dass sie in anderen Gebieten als meinem Zuhause waren. Ich würde euch gern erzählen, was ich jetzt gerade beim Laufen sehe. Ich sehe blühenden Wein. Leuchtende Vorhänge an Fenstern. Hühner rennen herum. Dies ist euer Zuhause, wisst ihr. Dies ist euer Garten, wo eure Kinder spielen. Dies ist euer Haus mit obszönen Löchern hineingeschnitten, mit israelischen Scharfschützen, die im Schatten des Daches lauern, mit einem toten Widerstandskämpfer, der mit dem Rücken zur Wand sitzt.</div>
<p>In der arabischen Welt stellen die Blogger einen Song von <a href="http://www.michaelheart.com/">Michael Heart</a> ins Netz. Er heißt <a href="http://www.youtube.com/watch?v=dlfhoU66s4Y">&#8220;We will not go down (Song for Gaza)</a>&#8220;. Adham Khalil aus dem Jabaliya-Lager, der bei Free Free Palestine bloggt, ist einer von <a href="http://nagyelali.blogspot.com/2009/01/we-will-not-go-down-by-mikhael-heart.html">ihnen</a>:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/dlfhoU66s4Y&amp;hl=en&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/dlfhoU66s4Y&amp;hl=en&amp;fs=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
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		<title>Palästina: “In Gaza sind wir das Thema der Nachrichten, können aber nicht fernsehen.&#8221;</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/10/palastina-%e2%80%9cin-gaza-sind-wir-das-thema-der-nachrichten-konnen-aber-nicht-fernsehen/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/10/palastina-%e2%80%9cin-gaza-sind-wir-das-thema-der-nachrichten-konnen-aber-nicht-fernsehen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 10 Jan 2009 20:46:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern (am 6. Januar) wurde eine UN-Schule im <a href="http://www.un.org/unrwa/refugees/gaza/jabalia.html">Jabaliya-Flüchtlingslager</a>, die als Zuflucht genutzt wurde, von <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/01/06/palestine-un-school-hit-by-israeli-shells-more-than-40-killed/">israelischen Granaten getroffen</a> und etwa 40 Menschen wurden getötet. Heute setzte das israelische Militär seine <a href="http://www.nytimes.com/2009/01/08/world/middleeast/08mideast.html">Operationen für etwa drei Stunden aus</a>, um es der humanitären Hilfe zu ermöglichen, nach Gaza zu gelangen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/ayesha-saldanha/">Ayesha Saldanha</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/'>Katrin Zinoun</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/08/palestine-in-gaza-we-are-subject-to-news-but-cannot-see-tvs/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Gestern (am 6. Januar) wurde eine UN-Schule im <a href="http://www.un.org/unrwa/refugees/gaza/jabalia.html">Jabaliya-Flüchtlingslager</a>, die als Zuflucht genutzt wurde, von <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/01/06/palestine-un-school-hit-by-israeli-shells-more-than-40-killed/">israelischen Granaten getroffen</a> und etwa 40 Menschen wurden getötet. Heute setzte das israelische Militär seine <a href="http://www.nytimes.com/2009/01/08/world/middleeast/08mideast.html">Operationen für etwa drei Stunden aus</a>, um es der humanitären Hilfe zu ermöglichen, nach Gaza zu gelangen.</p>
<p>Prof. Said Abdelwahed, der an der Al-Azhar Universität Englisch unterrichtet, schreibt im Blog <a href="http://gaza08.blogspot.com/2009/01/prof-said-abdelwahed-unrwa-school.html">Moments of Gaza</a>:</p>
<blockquote><p>Thousands of the Palestinians took refuge into UNRWA schools. 40 of those have been killed in an air attack today on that school!! It seems even the U.N flag does not have any meaning to Israel? How can it consider itself a part of the international community?!</p></blockquote>
<div class="translation">Tausende Palästinenser flüchteten in die UNRWA-Schulen. 40 von ihnen wurden heute in einem Luftangriff auf diese Schule getötet!!! Es scheint, als hätte die UN-Flagge für Israel keine Bedeutung? Wie kann es sich selbst als Teil der internationalen Gemeinschaft betrachten?!</div>
<p>Die kanadische Aktivistin, Eva Bartlett, bloggt bei <a href="http://ingaza.wordpress.com/2009/01/06/where-would-you-go/">In Gaza</a>:</p>
<blockquote><p>If your unbelievably small and overcrowded land was being terrorized, pulverized by bombs from the world’s 4th largest military, and your borders were closed; if your house was not safe, mosque (church) not safe, school not safe, street not safe, UN refugee camp not safe…Where would you go, run, hide? Over 15,000 have been made homeless, internal refugees from Israel’s house-bombings, shelling, and shooting. Some have been housed in UN schools around Gaza. In Jabaliya today, Israeli warplanes bombed one such school. Shifa’s [hospital] director conservatively estimates 40 dead, 10s injured. It must be higher. […] The Shifa director also told me that emergency medics still cannot reach the Zaytoun house that yesterday morning was bombed with inhabitants locked inside. There are two main accounts of the story, both criminal. One: Israeli soldiers rounded up the inhabitants of the multi-story house, separated the men – 15, I was told – and shot them point blank in front of the women and children of the family, 20, I was told. Then, laid explosives around the house and bombed the rest of the extended family. Two: Israeli soldiers rounded up the inhabitants of the multi-story house, locked them in one room for a day, and bombed it the following morning. Either way, Israeli soldiers intentionally imprisoned and bombed the inhabitants of the house. And are actively preventing medics from reaching any potential survivors. The medics have tried to coordinate with the ICRC (international committee of the red cross) without success: no one can reach the house.</p></blockquote>
<div class="translation">Wenn euer unglaublich kleines und überbevölkertes Land terrorisiert, pulverisiert wird durch die Bomben des viert größten Militärs weltweit, und wenn eure Grenzen geschlossen werden, wenn euer Haus nicht sicher ist, Moschee (Kirche) nicht sicher, Schule nicht sicher, Straße nicht sicher, UN Flüchtlingslager nicht sicher &#8230; Wo würdet ihr hingehen, hinrennen, euch verstecken? Über 15.000 wurden obdachlos gemacht, interne Flüchtlinge durch die Bombardements der Häuser, Granaten und Schüsse durch Israel. Einige der Flüchtlinge wurden in UN-Schulen um Gaza herum untergebracht. In Jabaliya bombardierten israelische Kampfflugzeuge heute eine solche Schule. Der Direktor des Shifa-Krankenhauses schätzte zurückhaltend 40 Tote und 10 verletzte. Es müssen aber mehr sein. [&#8230;]Der Shifa-Direktor erzählte mir auch, das die Notärzte immer noch nicht das Zaytoun-Haus erreichen können, welches gestern früh bombardiert wurde mit den Bewohnern drinnen eingeschlossen. Es gibt zwei Berichte über diesen Vorfall, beide kriminell. Erstens: israelische Soldaten trieben die Bewohner des mehrstöckigen Gebäudes zusammen, trennten die Männer - 15 wurde mir gesagt - und erschoss sie aus nächster Nähe vor den Frauen und Kindern, 20 wurde mir gesagt. Dann legte man Sprengstoff um das Haus herum und sprengte den Rest der erweiterten Familie in die Luft. Zweitens: Israelische Soldaten trieben die Bewohner des Hauses zusammen und schlossen sie für einen Tag in einem Raum ein und bombardierten es am nächsten Morgen. Egal welche Version stimmt, israelische Soldaten sperrten die Bewohner des Hauses ein und bombardierten es. Und sie verhindern aktiv, dass die Notärzte potentielle Überlebende erreichen können. Die Mediziner haben versucht, es mit dem ICRC (Internationalen Komitee des Roten Kreuzes) zu koordinieren, ohne Erfolg: niemand kann das Haus erreichen.</div>
<p>Der Deutsche ägyptischer Abstammung Philip Rizk, der bei <em>Tabula Gaza</em> bloggt, berichtet von einer Konversation mit Dr. Attalah Tarazi in <a href="http://tabulagaza.blogspot.com/2009/01/notes-from-phone-conversation-w-dr.html">Gaza</a>:</p>
<blockquote><p>The numbers of death and injured reported in the media are far below reality as the media is not able to cover incidents as they unfold. I know of cases where homes were surrounded by the Israeli army and people inside gave themselves up and were shot anyway when they exited. […] We have witnessed weapons we have never seen before in our lives. Some explode in the sky and scatter bombs all over. Sporadically, I have smelt smells from some of the burns and wounds that I have never before witnessed […] May god protect us, may god have mercy on us</p></blockquote>
<div class="translation">Die Anzahl der Toten und Verletzten, die in den Medien genannt wird ist weit unter den reellen Zahlen, da die Medien die Ereignisse, so wie sie sich entwickeln, nicht abdecken können. Ich kenne Fälle, bei denen Häuser durch die israelische Armee umstellt wurden und wenn die Leute drinnen aufgaben und herauskamen wurden sie trotzdem erschossen. [&#8230;] Wir haben Waffen gesehen, die wir vorher niemals gesehen haben. Einige explodieren im Himmel und verstreuen Bomben überall hin. Manchmal, habe ich bei den Verbrennungen und Wunden einen Geruch wahrgenommen, den ich vorher noch nie gerochen habe [&#8230;] Möge Gott uns schützen und Gnade mit uns haben.</div>
<p>In einem anderen <a href="http://gaza08.blogspot.com/2009/01/prof-said-abdelwahed-waiting-long-lines.html">Beitrag</a> schreibt Prof. Said Abdelwahed:</p>
<blockquote><p>The 1:00-4:00 p.m. truce was a little bit relief to the civilians in the city. The main concern of the people was to get water from distribution centers. There were long lines of people waiting to get drinking water in plastic jugs! Tanks and artillery are still operating at the edges of Gaza city! More people evacuated their places and resorted to relatives and UNRWA schools…. but yesterday&#39;s bombing has scared everyone sleeping in the schools! Today, there were trucks of urgent food stuff and other medical aids have been allowed to be entered from Rafah into Gaza. In Gaza, we are all subject to news but we cannot see TVs. We hear about it from relatives who call us by telephones from abroad. We are still without electricity and water, plus that a great number of people are without cooking gas!</p></blockquote>
<div class="translation">Die Waffenruhe von 13:00 bis 16:00 Uhr war eine kleine Erleichterung für die Zivilisten in der Stadt. Die Hauptsorge der Menschen war es, Wasser aus den Verteilungszentren zu bekommen. Es waren lange Schlangen von Menschen, die darauf warteten Wasser in Plastikkannen zu bekommen! Panzer und Artillerie operieren immer noch am Rand von Gaza-Stadt. Mehr Menschen haben ihre Häuser verlassen und sich zu Verwandten oder UNRWA-Schulen zurückgezogen &#8230; aber das Bombardement von gestern hat alle, die in den Schulen schlafen, erschreckt. Heute wurde es LKWs mit dringend benötigen Lebensmitteln und anderem medizinischen Bedarf erlaubt, von Rafah aus nach Gaza zu fahren. In Gaza sind wir alle das Thema der Nachrichten, können aber selbst nicht fernsehen. Wir hören nur darüber von Verwandten die uns aus dem Ausland anrufen. Wir haben immer noch keinen Strom und kein Wasser, und viele Menschen haben auch kein Gas mehr zum Kochen!</div>
<p>Der palästinensische Fotojournalist Sameh Habeeb, der im Blog Gaza Strip, The Untold Story, schreibt, erklärt, wie er immer noch <a href="http://gazatoday.blogspot.com/2009/01/day-12-of-israeli-war-on-gaza.html">berichtet</a>:</p>
<blockquote><p>Dear Editors, Journalists and Friends,<br />
Some of you do wonder how I send news in such conditions. I really suffer a lot to send you this update due to lack of power. I go around 4 kilometers a day in this cruel war where I charge my laptop battery to be able to send this work! This is very risky since shells rain down and drones hover over me! I will keep this up.</p></blockquote>
<div class="translation">Liebe Redakteure, Journalisten und Freunde,<br />
Einige von Euch wundern sich, wie ich unter solchen Bedingungen Fotos schicken kann. Wegen des Stromausfalls leide ich wirklich sehr, um euch dieses Update zu schicken. Ich gehe rund vier Kilometer am Tag in diesem grausamen Krieg, um meinen Laptop-Akku zu laden um euch diese Arbeit zu schicken! Das ist sehr riskant, denn Grananten regnen herunter und Flugzeuge (Dronen) schweben über mir. Ich werde weitermachen.</div>
<p>Laila El-Haddad, deren Eltern in Gaza leben, schreibt in ihrem Blog <em>Raising Yousuf and Noor</em>, und sie beschreibt ein Gespräch mit ihrem Vater, welches sie live im <a href="http://a-mother-from-gaza.blogspot.com/2009/01/what-do-you-tell-your-daughter.html">kanadischen Rundfunk</a> führte:</p>
<blockquote><p>I asked if he had gone out at all – he said my mother has not left the house in days, but that they needed some tomatoes to cook supper with. “The stores are empty-there is very little on the shelves; and the Shanti bakery had something like 300 people waiting in line.” Surprisingly, he said people are trying to go on with their lives. It is the mundane and ordinary that often save your sanity, help you live through the terror. It is no small thing to endure: knowing that both in deliberateness and scope, it is an unprecedented modern-day assault against an occupied, stateless people – most of them refugees.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich fragte, ob er überhaupt draußen gewesen sei - er sagte, meine Mutter hat das Haus seit Tagen nicht verlassen, aber sie brauchten ein paar Tomaten um Abendessen zu kochen. &#8220;Die Läden sind leer - in den Regalen liegt nur sehr wenig; und vor der Shanti Bäckerei warteten etwa 300 Leute in der Schlange.&#8221; Überraschenderweiser sagte er, dass die Leute versuchen, mit ihrem Laben weiterzumachen. Es ist das das alltägliche und gewöhnliche, was deinen Verstand rettet, dir hilft den Terror zu überstehen. Es ist keine Kleinigkeit, die man ertragen muss: zu wissen, dass es in der Vorsätzlichkeit und im Ausmaß ein beispielloser moderner Angriff auf ein besetztes, staatenloses Volk ist- die meisten davon Flüchtlinge.</div>
<p>Safa Joudeh schreibt in <em>Lamentations-Gaza</em> darüber, wie man die gewöhnlichsten <a href="http://lamentations-gaza.blogspot.com/2009/01/calm-day.html">Momente macht</a>:</p>
<blockquote><p>I woke up to the smell of freshly baked bread, at around noon today. I stay up most of the night and catch a few hours sleep after the sun rises. […] My mother has taken to making homemade bread the last ten days. Thanks her careful management of the small amount of cooking gas we have, and to her idea of buying a gas oven in anticipation of an Israeli invasion only days before the attacks began, she is able to bake occasionally. Furthermore, we had found a store with its doors partially open in our area a couple of days ago and were able to stock up on flour. Having lunched with my younger siblings and my parents on bread, cheese, eggs and some leftover pasta, we all went out onto the balcony, and what a beautiful sunny day it was! The iciness had dissipated somewhat with the early day sun, the few trees outside were green and luminous and birds were singing! We all stood for about half an hour, looking out through the metal railings like caged birds. We could hear an occasional explosion in the distance but that did not deter us from standing there breathing in the fresh air we so longed for.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich wachte auf und roch frisch gebackenes Brot, so gegen Mittag. Ich war fast die ganze Nacht wach und versuchte nach Sonnenaufgang ein paar Stunden Schlaf zu bekommen. [&#8230;] Meine Mutter hat in den letzten zehn Tagen angefangen Brot selbst zu backen. Dank ihres vorsichtigen Managements der kleinen Menge an Gas und ihrer Idee, einen Gasofen zu kaufen - in Erwartung einer israelischen Invasion nur wenige Tage bevor die Angriffe begannen - ist sie in der Lage gelegentlich zu backen. Des Weiteren fanden wir vor einigen Tagen einen Laden, dessen Türen einen Spalt weit offen waren und waren so in der Lage, Mehl zu kaufen. Nachdem ich mit meinen jüngeren Geschwistern und meinen Eltern gegessen hatte - Brot, Käse, Eier und Pasta-Reste - gingen wir alle auf den Balkon, und was für ein wunderbarer sonniger Tag das war! Die Eiseskälte hat in der frühen Sonne etwas nachgelassen, die wenigen Bäume draußen waren grün und leuchtend und die Vögel sangen! Wir standen alle etwa eine halbe Stunde da und schauten durch das Metalgitter, wie eingesperrte Vögel. Weiter entfernt konnten wir gelegentlich eine Explosion hören, aber das hat uns nicht abgeschreckt, da draußen zu stehen und die frische Luft zu atmen, nach der wir uns so gesehnt haben.</div>
<p><em>RafahKid</em> kann es <a href="http://rafahkid.blogspot.com/2009/01/day-11-of-israeli-war-on-gaza.html">nicht glauben</a>:</p>
<blockquote><p>what&#39;s to say? would you believe back in October we had our first Opera [<a href="http://www.middle-east-online.com/ENGLISH/palestine/?id=29185">music concert</a>] in Gaza. Life is hard when you are kept prisoner your whole life even though you are acknowledged as the victim. But we try hard to live a life and we study very hard. Even to say Hamas is the cause of this is to blame the rape victim for what she was wearing.</p></blockquote>
<div class="translation">Was soll man sagen? Würdet ihr glauben, dass wir letzten Oktober unsere erste Oper [Musik-Konzert] in Gaza hatten. Das Leben ist schwer, wenn man das ganze Leben als Gefangener gehalten wird, obwohl man als Opfer anerkannt ist. Aber wir strengen uns an, ein Leben zu leben und wir studieren fleißig. Wenn man sagt, Hamas ist die Ursache, wäre es so, als beschuldigte man ein Vergewaltigungsopfer wegen seiner Kleidung.</div>
<p>Vittorio Arrigoni ist ein italienischer Aktivist, der bei <a href="http://guerrillaradio.iobloggo.com/archive.php?eid=1765"><em>Guerrilla Radio</em></a> bloggt:</p>
<blockquote><p>Ho scattato alcune fotografie in bianco e nero ieri, alle carovane di carretti trascinati dai muli, carichi all&#39;inverosimile di bambini sventolanti un drappo bianco rivolto verso il cielo, i volti pallidi, terrorizzati. Riguardano oggi quegli scatti di profughi in fuga, mi sono corsi i brividi lungo la schiena. Se potessero essere sovrapposte a quelle fotografie che testimoniano la Nakba del 1948, la catastrofe palestinese, coinciderebbero perfettamente. Nel vile immobilismo di Stati e governi che si definiscono democratici, c&#39;è una nuova catastrofe in corso da queste parti, una nuova Nakba, una nuova pulizia etnica che sta colpendo la popolazione palestinese.</p></blockquote>
<div class="translation">Gestern machte ich einige Schwarz-Weiß-Fotos von einer Karawane von Wagen, die von Eseln gezogen wurden und unglaublich beladen war mit Kindern, die weiße Flaggen schwenkten, blasse Gesichter, verängstigt. Wenn ich mir diese Bilder der Flüchtlinge heute anschaue, läuft es mir kalt den Rücken runter. Wenn man sie mit den Bildern überlagert, welche die &#8220;Nakba&#8221; von 1948 - die palästinensische Katastrophe - abbilden, dann würden sie perfekt zusammenpassen. Durch die niederträchtige Reglosigkeit der Staaten und Regierungen, die sich selbst demokratisch nennen, findet eine neue Katastrophe statt, eine neue Nakba, eine ethnische Säuberung, welche die palästinensische Bevölkerung trifft.</div>
<p>In einem anderen Beitrag <a href="http://ingaza.wordpress.com/2009/01/05/gaza-walks/">schreibt</a> Eva Bartlett:</p>
<blockquote><p>To walk in Gaza city now is to walk through a ghost town, passing shells of buildings, rubble-filled streets, closed shops, and streets barren of life. Before Israel’s attacks across the Gaza Strip’s densely-populated civilian areas began on December 27th, Gaza was a different scene: it was stifled under a siege […] but Palestinians in Gaza still walked the streets, still frequented the parks and public spaces, still pursued education within the Strip and had weddings. On any given day, the main street, Omar Mukthar, would be crowded with taxis heading along the east-west road, kids going to and from school, shoppers, and vendors. Walking Omar Mukthar now is an eerie experience […] In the first days after the missiles hit police stations, mosques, civil administration buildings, Municipal buildings, cars, houses, iron and metal workshops, and universities across the Gaza Strip’s tiny length, people walked carefully, avoiding the bombed sites, very aware they could be re-bombed. […] But now its gotten to such a point, all over Gaza is so completely and thoroughly bombed, that the initial detours we took are pointless: there are simply too many bombed-out buildings and sites to bother avoiding the street. […] So a bombed population already besieged, with no where to run, shot and shelled when running no where, already deprived of medicines and medical care, is now on a new level of starvation, deprivation of water (70 % of people are without), and continues to be psychologically-terrorized by the air activity and bombing. Where to walk? Anywhere, it doesn’t really matter.</p></blockquote>
<div class="translation">In Gaza-Stadt herumzulaufen ist jetzt wie in einer Geisterstadt, vorbei an Ruinen, mit Trümmern gefüllte Straßen, geschlossene Geschäfte und Straßen ohne Leben. Bevor der israelische Angriff auf die dicht bevölkerten Gebiete des Gaza-Streifens am 27. Dezember begann, war Gaza ein anderer Ort: es erstickte unter der Belagerung [&#8230;] aber die Palästinenser in Gaza liefen auf den Straßen, besuchten noch Parks und öffentliche Plätze, gingen ihrer Bildung innerhalb des Gazastreifens nach und heirateten. An jedem Tag war die Hauptstraße, Omar Mukthar, gefüllt mit Taxis, welche die Ost-West-Straße entlang fuhren, Kinder gingen zur oder von der Schule, Käufer und Händler. Omar Mukthar jetzt entlang zu laufen ist eine unheimliche Erfahrung [&#8230;] In den ersten Tagen, nachdem die Raketen Polizeistationen, Moscheen, zivile Verwaltungsgebäude, städtische Gebäude, Autos, Häuser, Eisen- und Metallwerkstätten und Universitäten in dem winzigen Gazastreifen trafen, liefen die Menschen vorsichtig draußen. Sie vermieden dabei die bombardierten Gegenden in dem Bewusstsein, sie könnten noch einmal bombardiert werden [&#8230;] Aber jetzt ist ein Punkt erreicht, an dem Gaza überall komplett und sorgfältig bombardiert ist, dass die anfänglichen Umwege, die wir nahmen, sinnlos sind: es gibt einfach zu viele zerbombte Gebäude und Plätze, dass es sich nicht lohnt, die Straße zu meiden. [&#8230;] Also, eine bombardierte schon belagerte Bevölkerung, die nirgendwo hin kann, erschossen und bombardiert, wenn sie nirgendwo hin rennt, bereits der Medikamente und der medizinischen Versorgung beraubt, ist jetzt auf einer neuen Ebene des Verhungerns, Mangels an Wasser (70% der Leute haben keines), und wird weiterhin psychologisch terrorisiert durch die Luftangriffe und Bombardements. Wohin soll man gehen? Irgendwohin, es ist eigentlich egal.</div>
<p>Fida Qishta, die bei <em>Sunshine</em> bloggt, ist eine freie Journalistin, Filmemacherin und Aktivistin, die in Rafah im Süden des <a href="http://sunshine208.blogspot.com/2009/01/pity-for-tiger-is-injustice-to-sheep_07.html">Gazastreifens lebt</a>:</p>
<blockquote><p>Humanitarian aid is still a big problem, including the lack of medicine and food. The Israeli government said that they opened the border crossings to let Palestinians travel to Egypt for medical treatment and for humanitarian aid to enter the Gaza Strip. It’s like the wolf killing the sheep and then selling its leather. Why did they shoot them if they want them to be in good health? Why didn’t they stop the air strikes before they killed and injured all these civilians? They tell the world that the food trucks enter the Gaza Strip. Do you know how many trucks? Do you know that the Gaza Strip is cut into two parts now by the Israeli army? That means that if the humanitarian aid gets through into Rafah, it will never reach Gaza City, because they cut the main road into two parts. It reminds me of the <a href="http://www.usatoday.com/news/world/2005-08-24-palestinian-checkpoint_x.htm">Abu Holy checkpoint</a> which used to divide the Gaza Strip in two. My friends and I used to wait to go to our university for hours and hours. And at the end of the day we went back home, without attending any classes. Our only class was on how to wait. My mother is sitting in the door of our house counting the drones and the F16s. I think that if I asked her to count the air strikes she would do it.</p></blockquote>
<p>Humanitäre Hilfe ist immer noch ein großes Problem, einschließlich der Mangel an Medizin und Lebensmitteln. Die israelische Regierung sagte, dass es die Grenzübergänge öffnet, damit die Palästinenser nach Ägypten reisen können, um medizinisch versorgt zu werden und damit humanitäre Hilfe in den Gazastreifen gelangen kann. Es ist wie der Wolf, der das Schaf tötet und dann sein Leder verkauft. Warum haben sie auf sie geschossen, wenn sie wollen, dass sie gesund sind? Warum haben sie die Luftangriffe nicht beendet, bevor sie die ganzen Zivilisten getötet und verletzt haben? Sie erzählen der Welt, dass die Lebensmitteltrucks in den Gazastreifen hineinkommen. Wisst ihr wieviele LKWs? Wisst ihr, dass der Gazastriefen von den Israelis in zwei Teile geteilt wurde? Das bedeutet, wenn die humanitäre Hilfe nach Rafah durchkommt, wird sie Gaza-Stadt niemals erreichen, weil die Hauptstraße in zwei Teile geteilt ist. Es erinnert mich an den <a href="http://www.usatoday.com/news/world/2005-08-24-palestinian-checkpoint_x.htm">Abu Holy Grenzübergang</a>, welcher den Gazastreifen in Zwei teilte. Meine Freunde und ich warteten dortStunden um Stunden um zur Universität gehen zu können. Am Ende des Tages gingen wir zurück nach Hause, ohne den Unterricht besucht zu haben. Unser einziger Unterricht war das Warten. Meine Mutter sitzt in der Haustür und zählt die Dronen und F16s. Ich denke, wenn sie fragen würde, die Luftschläge zu zählen, würde sie das auch machen.</p>
<p>Nader Houella, der den Blog <em>Moments of Gaza</em> leitet, schreibt einen Beitrag, in dem er erklärt, was Menschen tun können, die <a href="http://gaza08.blogspot.com/2009/01/ways-of-support.html">helfen möchten</a>.</p>
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		<title>Palästina: „Gaza sucht nicht nach einem Aspirin für seine blutige Wunde“</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/08/palastina-%e2%80%9egaza-sucht-nicht-nach-einem-aspirin-fur-seine-blutige-wunde%e2%80%9c/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/08/palastina-%e2%80%9egaza-sucht-nicht-nach-einem-aspirin-fur-seine-blutige-wunde%e2%80%9c/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Jan 2009 17:44:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Relief & Rescue]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben vonAyesha Saldanha  &#183; Übersetzt von Katrin Zinoun &#183;  engl. Originalartikel 
Durch die Nutzung von Generatoren zur Stromgewinnung sind einige Palästinenser und ausländische Aktivisten noch in der Lage Berichte über die Situation im Gazastreifen raus zu senden. Hier sind einige Blog-Beiträge der letzten 24 Stunden.
Prof. Said Abdelwahed, der an der Al-Azhar Universität Englisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/ayesha-saldanha/">Ayesha Saldanha</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/'>Katrin Zinoun</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/05/palestine-gaza-is-not-searching-for-an-aspirin-for-its-bloody-wound/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Durch die Nutzung von Generatoren zur Stromgewinnung sind einige Palästinenser und ausländische Aktivisten noch in der Lage Berichte über die Situation im Gazastreifen raus zu senden. Hier sind einige Blog-Beiträge der letzten 24 Stunden.</p>
<p>Prof. Said Abdelwahed, der an der Al-Azhar Universität Englisch unterrichtet, schreibt bei  <em><a href="http://gaza08.blogspot.com/2009/01/gaza-now-january-5-600-pm.html">Moments of Gaza</a></em> [en]:</p>
<blockquote><p>Today was a ground offensive. [&#8230;] Many civilians died in the bombing of areas at the edges of Gaza city. Electricity and water are still major problems for all Gazans. I am still operating a generator to be able to write those messages in minutes! Mobile phones are paralyzed and land telephones are static or distorted and other times, it is clear! An air raid nearby minutes back; we do not know where it was but it was so frightening. They hit a nearby building! Its three building away from me; there are casualties! Israeli aircrafts are throwing down lighting bombs or perhaps it they are lights for military purposes. Israel intercepted Al-Aqsa satellite channel several times. They broadcasted anti-Hamas material. I will be back if could!</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Heute fand eine Bodenoffensive statt. […] Viele Zivilisten starben in den Bombardements des Stadtrandes von Gaza-Stadt. Elektrizität und Wasser sind immer noch ein wesentliches Problem in Gaza. Ich betreibe immer noch einen Generator, um diese Nachrichten in wenigen Minuten zu schreiben. Handys sind blockiert und Festnetztelefone sind mal verzerrt und mal klar. Ein Luftschlag in der Nähe vor wenigen Minuten, wir wissen nicht, wo es war, aber es war so erschreckend. Sie haben ein Gebäude in der Nähe getroffen! Es ist drei Gebäude weit weg von mir und es gibt Opfer! Israelische Flugzeuge werfen Lichtbomben ab, vielleicht um Licht für militärische Zwecke zu machen. Israel hat den Satellitenkanal von Al-Aqsa einige Male abgefangen. Sie senden Anti-Hamas Material. Ich werde mich wieder melden, wenn ich kann.</p>
</div>
<p>Natalie Abou Shakra, eine libanesische Aktivistin bloggt auch bei <em><a href="http://gaza08.blogspot.com/2009/01/natalie-abou-shakra-its-terror-we-are.html">Moments of Gaza</a></em> [en]:</p>
<blockquote><p>they&#39;re using new weaponry &#8230; very frightening&#8230; as it goes through the air&#8230; you hear it very close to you&#8230; it&#39;s going to come, <em>it&#39;s going to kill me, now now now</em>&#8230; that&#39;s what you think of&#8230; it&#39;s terrifying&#8230; i admit not to care&#8230; i have gotten used to the old weaponry&#8230; now i have to get used to this one too&#8230; i cannot describe in words to you the extent of its terror&#8230; like a rocket being projected onto you&#8230; and the sound&#8230; the sound of a plane in the air coming towards you&#8230; magnifying its sound the closer it gets&#8230; then it passes above our heads&#8230; we are all on the floor</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>sie benutzen neue Waffen…sehr Furcht erregend… wie es durch die Luft fliegt… man hört es sehr nah … es wird kommen, es wird mich umbringen, jetzt jetzt jetzt &#8230; das ist, was man denkt &#8230; es ist entsetzlich &#8230; ich gebe zu, dass ich mich nicht darum kümmere &#8230; ich habe mich an die alten Waffen gewöhnt … jetzt muss ich mich an die neue gewöhnen … ich kann euch das Ausmaß dieses Terrors nicht mit Worten beschreiben … wie eine Rakete, die auf dich gerichtet wird &#8230; und die Geräusche &#8230; die Geräusche der Flugzeuge in der Luft, die auf einen zukommen &#8230; das Geräusch vergrößernd je näher es kommt &#8230; dann fliegt es über unseren Köpfen vorbei &#8230; wir liegen alle auf dem Boden</p>
</div>
<p>Laila El-Haddad, deren Eltern in Gaza leben, schreibt in ihrem Blog <em><a href="http://a-mother-from-gaza.blogspot.com/2009/01/israeli-terrorizing-civlians-with.html">Raising Yousuf and Noor</a></em> [en]:</p>
<blockquote><p>We&#39;ve heard about the flyers the Israeli army is littering Gaza with - telling people Hamas is to blame for their woes, not their f-16s and cluster bombs. Now, they have taken to robo-calling the citizens of Gaza a la Hilary Clinton, at all times of the night and day. My father has received a number of calls – including one as we finished another CNN interview, and we were on skype. He tried to put the phone on speaker for me. The rough translations: &#8220;urgent message: warning to the citizens of Gaza. Hamas is using you as human shields. Do not listen to them. Hamas has abandoned you and are hiding in their shelters. Give up now&#8230;&#8221;</p>
<p>He hung up in disgust, not wanting to hear the rest. The army has also been calling people to let them know their houses will be targeted. People have stopped answering their phones now, and do not take calls from unknown numbers from fear.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Wir haben von den Flyern gehört, die Israel in Gaza verteilt – sie erklären den Leuten, dass Hamas für ihr Leid verantwortlich gemacht werden muss, nicht ihre F16s und Streubomben. Jetzt greifen sie auch zu elektronischen Anrufen, welche die Einwohner Gazas (wie bei Hilary Clinton) zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichen. Mein Vater hat schon eine Menge von Anrufen erhalten – auch einen nachdem wir unser CNN Interview beendet hatten und uns über Skype unterhielten. Er versuchte den Hörer für mich an das Mikrofon zu halten. Eine grobe Übersetzung: „dringende Botschaft: Warnung an die Einwohner Gazas. Hamas benutzt Sie als menschliches Schild. Hören Sie nicht auf sie. Hamas hat Sie verlassen und versteckt sich in seinen Schutzräumen. Geben Sie jetzt auf …“</p>
<p>Er legte angewidert auf, er wollte den Rest nicht hören. Die Armee hat auch Leute angerufen und ihnen mitgeteilt, dass ihr Haus ins Visier genommen wird. Die Leute gehen jetzt nicht mehr ans Telefon und nehmen aus Angst keine Anrufe von unbekannten Nummern an.</p>
</div>
<p>Sharon ist ein Aktivist, der im Blog <em>Tales to Tell</em> schreibt. Wie viele internationale Aktivisten in Gaza, sie tut was sie kann, um den <a href="http://talestotell.wordpress.com/2009/01/04/jabalia-6pm-sat-til-sun-midday/">Rettungskräften</a> [en] zu helfen:</p>
<blockquote><p>7.30: Ambulances called out. We are unable to pass a huge crater in the road into which a car has already nosedived. Taking the long way round, we collect a man in traditional dress, in his 60s, from what seems to be his family farm. He is bleeding from the face and very frightened. On the way to Karmel Adwan hospital a particularly close explosion rocks the van. I mustn’t have jumped enough, because the driver mimes “did you hear that?” to me. I am beginning to realise Palestinians are fond of rhetorical questions, such as “how do you find Gaza at the moment?”<br/><br />
[…]<br/><br />
10.55: We leave Al Shifa to head back to the Jabalia Centre. There is coffee. Mo makes a coffee sandwich, which is just weird. There is a pause in the calls. Hassan asks me about my book, “Nature Cure”; I explain it is about an ecologist’s route out of depression. “People get depressed in the West?” he asks in surprise. Understanding how implausible that must sound right now, I say that many people get caught up in a life that mainly holds work and buying stuff, and without some sort of meaning - religion, or the dream of your land being free, or something like that, people can get very lost.<br/><br />
“Actually Israel is trying to force us into a meaningless life like this,” he says. “Like, sometimes I feel that all that really matters to me right now is a kilo of gas. I built a stove for my family and I feel like I did something amazing.” </p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>
7.30: Rettungswagen werden gerufen. Wir können nicht an einem riesigen Krater in der Straße vorbei, in welchen schon ein Auto hineingefahren ist. Auf dem Umweg, den wir nehmen müssen, sammeln wir einen etwa 60-jährigen Mann in seiner traditionellen Kleidung von dem Hof seiner Familie auf. Er blutet im Gesicht und ist sehr ängstlich. Auf dem Weg zum Krankenhaus Karmel Adwan eine erschüttert sehr nahe Explosion den Wagen. Die Erschütterung scheint nicht groß genug gewesen zu sein, denn der Fahrer fragte mich „hast du das gehört?“. Ich beginne zu verstehen, dass Palästinenser gern rhetorische Fragen stellen, wie zum Beispiel „wie findest du Gaza im Moment?“<br />
<br/><br />
[…]<br/><br />
10.55: Wir verlassen Al Shifa [Krankenhaus in Gaza] und fahren zurück zum Jabalia Zentrum. Dort gibt es Kaffee. Mo macht ein Kaffee-Sandwich, was wirklich merkwürdig ist. Es gibt eine kleine Pause zwischen den Alarmsignalen. Hassan fragt mich über mein Buch, „Nature Cure“. Ich erkläre ihm, dass es um einen ökologischen Weg aus der Depression geht. „Werden Menschen im Westen depressiv?“ fragt er überrascht. Ich verstehe, wie unglaubwürdig das jetzt klingen muss, und erkläre, dass viele Menschen in einem Leben gefangen sind, dass hauptsächlich aus Arbeit und Konsum besteht, und ohne eine Bedeutung, wie eine Religion, oder den Traum, dass dein Land frei ist oder etwas ähnliches können sich die Menschen sehr verlieren.<br/><br />
„Israel versucht uns in ein bedeutungsloses Leben wie das zu zwingen.“ sagt er. Zum Beispiel fühle ich mich manchmal so, dass alles was in dem Moment wirklich wichtig ist für mich ein Kilo Gas ist. Ich habe für meine Familie einen Ofen gebaut und ich fühle mich, als hätte ich etwas großartiges getan.“</p>
</div>
<p>In einem anderen Beitrag <a href="http://talestotell.wordpress.com/2009/01/05/sun-4-jan-6pm-mon-5-jan-5pm/">erzählt sie</a> [en]:</p>
<blockquote><p>We asked the Jabalia Red Crescent admin person how much of the emergency calls Israel is not letting them go to. These are in areas where co-ordination must be made with the invading forces via the Red Cross to enter. He said they are not being allowed to attend to about 80% of the calls from the north, covering the Beit Lahia, Beit Hanoun, and Jabalia area. Shall I repeat that? 80%. Eight of ten people calling for help are being prevented from receiving it.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Wir fragten die Verwaltungsmitarbeiter des Roten Halbmondes in Jabalia, zu wie vielen der Notrufe die Israelis sie nicht gehen lassen. Diese sind in den Gebieten, wo die Koordinierung mit der einmarschierenden Armee über das Rote Kreuz laufen muss, um sie zu betreten. Er sagte, ihnen wird nicht erlaubt auf etwa 80% der Notrufe aus dem Norden zu reagieren, das betrifft Beit Lahia, Beit Hanoun und Jabalia. Soll ich das wiederholen? 80%. Es wird verhindert, dass acht von zehn Menschen die um Hilfe rufen, diese nicht erhalten.</p>
</div>
<p>Die kanadische Aktivistin, Eva Bartlett, schreibt im Blog <em><a href="http://ingaza.wordpress.com/2009/01/05/its-really-hard-to-post-from-here/">In Gaza</a></em> [en]:</p>
<blockquote><p>The numbers slaughtered and injured are so high now – 521 and 3,000 as of this morning, Gaza time — that sitting next to a dead or dying person is becoming normal.  The stain of blood on the ambulance stretcher pools next to my coat, the medic warning me my coat may be dirtied.  What does it matter? The stain doesn’t revolt me as it would have, did, one week ago.  Death fills the air, the streets in Gaza, and I cannot stress that this is no exaggeration. Back in Gaza city briefly, after a day and night again with the medics, I’ll try to summarize, though there is too much to tell, too much incoming news, and it’s too hard to reach people, even those just a kilometer away. Before dropping me off, the medics had gone to different gas stations, searching for gas for the ambulances.  Two stations, no luck.  Some at a final source fills their tanks. The absence of gas is critical. So is the absence of bread, which goes on, the lines longer than ever yet. A text tells me (at this point I have to rely on news from phone and text messages, when reception is available) that the UN says 13,000 have been displaced since these attacks, that 20% of the dead are women and children, 70 % are without drinking water.  There are many more facts to sober one drunk on apathy, but I can’t source or share them now.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Die Anzahl der abgeschlachteten und verletzten ist jetzt so hoch – 521 und 3.000 heute Morgen, nach Gaza-Zeit - so dass es normal geworden ist, neben einer toten oder sterbenden Person zu sitzen. Die Blutlache auf der Tragbahre des Krankenwagens staut sich an meiner Jacke, der Sanitäter weist mich darauf hin, dass meine Jacke schmutzig wird. Was macht das schon? Der Fleck ekelt mich nicht an, wie er das letzte Woche getan hätte, getan hat. Tod füllt die Luft, die Straßen in Gaza und ich kann nicht betonen, dass dies keine Übertreibung ist. Kur zurück in Gaza, nach einem Tag und einer Nacht auswärts mit den Sanitätern, versuche ich zusammenzufassen, obwohl es zu viel zu erzählen gibt, zu viele eintreffende Nachrichten, und es ist schwer Leute zu erreichen, selbst wenn sie nur einen Kilometer entfernt sind. Bevor sie mich absetzten, fuhren die Sanitäter zu verschiedenen Tankstellen auf der Suche nach Benzin für den Krankenwagen. Zwei Tankstellen, kein Glück. Ein bisschen Glück an der letzten Quelle füllt ihren Tank. Das Fehlen von Treibstoff ist kritisch. So wie das Fehlen von Brot, was immer weiter geht, die Schlangen sind länger als jemals zuvor. Ein Text sagt mir (jetzt beziehe ich mich auf Nachrichten, die ich per Telefon oder Textnachricht erhalte, wenn es möglich ist), dass die UN sagt, 13.000 Menschen seien vertrieben, dass 20% der Toten Frauen und Kinder seien, 70% seien ohne Trinkwasser. Es gibt so viel mehr Tatsachen die einen ernüchtern, wenn man betrunken vor Apathie ist, aber ich sie jetzt nicht belegen oder teilen.</p>
</div>
<p>Safa Joudeh schreibt in <em><a href="http://lamentations-gaza.blogspot.com/2009/01/catastrophe-in-gaza-live-report.html">Lamentations-Gaza</a></em> [en]:</p>
<blockquote><p>Israel has come into our homes, is fighting us in our streets and is expressing its brutality against us in full force. How do we react? All Palestinian factions have united and are out facing the enemy, using all the military capabilities that they collectively have. Although these capabilities are incomparable to the military strength exerted by Israel, yet it has made us more certain than ever that Palestinians will fight to the very end to protect their own. It has shown us that resistance, courage and love are an integral part of the Palestinian identity that will never change despite all the hardships we endure. It has given us a moral boost, which comes at a time when we need it most. […] It&#39;s hard even to remember a time when basic necessities such as food, water, warmth and daylight weren&#39;t a luxury. At this point, bare human instinct is at work, the need to protect your loved ones, the need to ensure shelter and the instinct of fight or flight. We have fled for too long, Gaza is our last refuge and our home after we were displaced from what is now called Israel. All this happened but 60 years ago. What more could they want? We have nowhere left to go. Now is a time when all forms of resistance are legitimate. They have disregarded every single international law there is. So now is the time to fight.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Israel ist in unsere Häuser gekommen, kämpft in unseren Straßen und drückt seine Brutalität gegen uns mit voller Gewalt aus. Wie wir reagieren? Alle palästinensischen Gruppen haben sich vereinigt und sind draußen und stehen dem Feind gegenüber, sie nutzen alle militärische Möglichkeiten, die sie zusammen haben. Obwohl diese Möglichkeiten nicht mit der militärischen Stärke, welche Israel ausübt, verglichen werden kann, hat es uns stärker als zuvor überzeugt, dass die Palästinenser bis zum bitteren Ende kämpfen werden, um das Ihre zu beschützen. Es hat uns gezeigt, dass Widerstand, Mut und Liebe ein wesentlicher Bestandteil der palästinensischen Identität sind, die sich niemals ändern wird trotz der Not, die wir erdulden müssen. Es hat uns moralischen Auftrieb gegeben zu einem Zeitpunkt an dem wir es am meisten brauchen. […] Es ist schwer sich an eine Zeit zu erinnern, in der Grundbedürfnisse, wie Lebensmittel, Wasser, Wärme und Tageslicht kein Luxus waren. Zum jetzigen Zeitpunkt sind die nackten menschlichen Instinkte am Werk, das Bedürfnis die geliebten Menschen zu schützen, das Bedürfnis einen Schutzraum zu finden und der Instinkt zu kämpfen oder zu flüchten. Wir sind zu lange geflüchtet, Gaza ist unsere letzte Zuflucht und unser Zuhause, nachdem wir vertrieben wurden aus einem Gebiet, was jetzt Israel genannt wird. All dies passierte vor etwa 60 Jahren Was könnten sie noch wollen? Wir können nirgends mehr hin. Jetzt ist eine Zeit, in der alle Formen des Widerstandes legitim sind. Sie haben jedes internationale Gesetz, welches es gibt, missachtet. Jetzt ist die Zeit zu kämpfen.</p>
</div>
<p><em>RafahKid</em> hat eine <a href="http://rafahkid.blogspot.com/2009/01/is-real-target-hamas-rule.html">Bitte</a> [en]:</p>
<blockquote><p>Please&#8230;before everyone in Gaza is dead&#8230;perhaps try to understand that Hamas is a symptom&#8230;.not a cause&#8230;.the Occupation is the cause&#8230;.the lack of a settlement for the forcible removal of people from their land&#8230;.this is the cause&#8230;Hamas is a symptom&#8230;.and the US doesn&#39;t like governments it doesn&#39;t choose. No electricity&#8230;no outgoing calls. Darkness and it&#39;s raining fire. The children are screaming.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Bitte … bevor jeder in Gaza tot ist &#8230; vielleicht versucht ihr zu verstehen, dass Hamas ein Symptom ist &#8230; keine Ursache &#8230; die Besatzung ist die Ursache &#8230; der Mangel einer Siedlung für die erzwungene Entfernung von Menschen von ihrem Land &#8230; das ist eine Ursache &#8230; Hamas ist ein Symptom &#8230; und die USA mag keine Regierung, die sie nicht ausgewählt hat. Kein Strom … keine Anrufe nach draußen. Dunkelheit und es regnet Feuer. Die Kinder schreien.</p>
</div>
<p><em>Mutasharrid</em> (‚Obdachloser’ oder ‚Landstreicher’) ist in Khan Younis und ist <a href="http://motshard.blogspot.com/2009/01/13.html">wütend</a> [ar]:</p>
<div class="arabic">
<p>سُئلت بالأمس عن المساعدات إن كانت تدخل إلى غزة فعلا أو هو &#8220;حكي جرايد&#8221; وإمتنعت عن الرد لأن الجواب واضح كوضوح صوت غارة الـF16 هذه اللحظة - ما علينا ، المساعدات دخلت إلى غزة وربما بأعداد كبيرة في أول أيام وتوقفت منذ يومين بحجة بدء العملية البرية ، لكن .. لمَ يُعوّل كثيرا على هذا الأمر ؟ ، أقصد كيف نجح الإعلام بتصوير قضية غزة على أنها قضية كيان محاصر جائع يبحث عن طعام ومساعدات &#8220;إنسانية&#8221; لا تليق بكلاب ! عندما سألته لصديقي قال لي &#8221; العرب كشخص يطلق النار على كلب ويرمي له بقطعة لحم ! &#8220;</p>
<p>غزة لا تبحث عن إسبرين لجرحها الراعف يا أصدقاء ، غزة لا تبحث عن ضمادة بالية لنزيفها المستمر ، ما يؤلم غزة بل يقتلها أكثر من الصواريخ هو أصواتهم ، أصوات كل شخص يرتدي بدلة رسمية وربطة عنق ويتحدث عن غزة ، تودّ لو تصرخ بوجههم قبل الطائرات : توقفوا .. صوتكم جارح وألعن حِدّة من صمتكم ، فإصمتوا .. رحمة بنا ، إصمتوا قليلا ..
</p>
</div>
<div class="translation">
<p>Ich wurde gestern gefragt, ob die Hilfe für Gaza wirklich reinkommt, oder ob das nur „Zeitungsgeschwätz“ sei. Ich weigerte mich, zu antworten, denn die Antwort ist klar, so klar wie der Klang des F16 Angriffes gerade jetzt. Ist doch egal, die Hilfe kam nach Gaza, vielleicht in großen Mengen in den ersten Tagen, aber hörte auf vor zwei Tagen mit dem Beginn der Bodenoffensive, wie auch immer, das zählt hier nicht viel! Ich meine, wie haben es die Medien geschafft den Fall Gaza darzustellen als den einer hungrigen Person unter Besatzung, die nach Essen und „humanitärer“ Hilfe sucht, die eines Hundes nicht wert ist?! Als ich meinen Freund fragte, sagte er: „Die Araber sind wie eine Person, die auf einen Hund schießt und ihm gleichzeitig ein Stück Fleisch hinwirft!“</p>
<p>Gaza sucht nicht nach einem Aspirin für seine blutende Wunde, meine Freunde, Gaza sucht keinen Verband für seinen ständigen Blutverlust. Was Gaza verletzt, tötet wirklich mehr als die Raketen, es sind ihre Stimmen: die Stimmen aller Personen, die Anzug und Krawatte tragen und über Gaza sprechen. Man wünschte sich, man könnten ihnen vor dem Flugzeug ins Gesicht brüllen: „Stop! … Eure Stimmen verletzen und sind verdammt viel schärfer als euer Schweigen, also schweigt &#8230; Habt Mitleid mit uns, schweigt für eine kleine Weile…”</p>
</div>
<p><em>Exiled</em> (المنفي) sagt <a href="http://nostaliga.blogspot.com/2009/01/off.html">einfach</a> [en]:</p>
<blockquote><p>I am off till the end of this Massacre<br/><br />
		Pray 4 us</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Ich bin weg bis zum Ende dieses Massakers. Betet für uns.</p>
</div>
<p>Ein Blog namens <em><a href="http://gazaeng.blogspot.com/">Harm to civilians during the fighting in Gaza and Southern Israel</a> [en]</em> wurde von israelischen Menschrechtsgruppen eingerichtet, um die Ereignisse, welche nicht von den Medien abgedeckt werden, zu dokumentieren.</p>
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