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	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Marokko</title>
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	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
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		<title>Marokko: Der Krieg gegen die Presse geht weiter</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 03:04:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
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		<category><![CDATA[Feature]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Angriffe der marokkanischen Behörden auf unabhängige Journalisten verstärken sich. Es vergeht kaum eine Woche, ohne dass die Behörden die Presse, sowohl die gedruckten als auch die online Medien, wegen angeblicher Verstöße hart angreifen. Blogger haben über den Stand der Dinge nachgedacht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/hisham/">Hisham</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/20/morocco-war-on-press-continues/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Die Angriffe der marokkanischen Behörden auf unabhängige Journalisten verstärken sich. Es vergeht kaum eine Woche, ohne dass die Behörden die Presse, sowohl die gedruckten als auch die online Medien, wegen angeblicher Verstöße hart angreifen.  Die Überwachungsorganisation für Pressefreiheit <em><a href="http://www.rsf.org/en-pays160-Morocco.html">Reporter Ohne Grenzen</a></em> beurteilen heute die Lage der Pressefreiheit im Land als &#8220;schwierig&#8221; und verurteilt eine &#8220;Justiz, die ein ganzes Arsenal von Sanktionen einsetzt, um die unabhängige Presse einzuschüchtern und finanziell zu ersticken.&#8221;<br />
<img class="alignleft" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/Baraka-299x292.jpg" alt="" /></p>
<p>Der jüngste bekannte Angriff ist eine Gefängnisstrafe, die am Montag von einem Gericht in Casablanca gegen Said Laâjal, einem Journalist von <em>Al Massa&#39;e</em>, einer weitverbreiteten Tageszeitung, und seinem Verleger Rachid Nini, ein beliebter Kolumnist, ausgesprochen wurde. Beide Journalisten wurden wegen der &#8220;Veröffentlichung falscher Informationen&#8221; im Zusammenhang mit einem Artikel über den Drogenhandel angeklagt. Nini hat erklärt, dass er gegen das Urteil keine Berufung einlegen wird (Quelle: AFP). Blogger haben über den Fall und den Stand der Dinge nachgedacht.</p>
<p><em>eatbees</em>, ein amerikanischer Schriftsteller, Fotograf und Blogger, der in Marokko lebt, hat so seinen <a href="http://www.eatbees.com/blog/2009/11/16/criminalization-of-journalism/">Verdacht</a> über die wirkliche Motivation der Staatsanwälte. Er schreibt:</p>
<blockquote><p>Das ist die Kriminalisierung des Journalismus, schlicht und einfach. Reporter machen manchmal Fehler und berichten Dinge, die sich als falsch erweisen. Es gibt viele Möglichkeiten, das zu behandeln, aber die Journalisten ins Gefängnis zu schicken, ist keine davon. Ich habe den starken Verdacht, dass Nini und Laâjal verfolgt wurden, nicht aufgrund der Umstände dieses Falles, sondern weil sie eine wichtige Person in Verlegenheit gebracht haben. Oder vielleicht war das auch nur eine bequeme Möglichkeit Nini zu überführen, der als Herausgeber der meistgelesenen Zeitung in Marokko und Autor einer von den meisten Leuten gelesenen meinungsbildenden Kolumne, langsam zu einer eigenständigen  Macht wurde.<br />
Wenn Nini sein Gelöbnis, keine Berufung einzulegen, wahr macht, wäre das ein Akt des Mutes und des zivilen Ungehorsams. Es wird ihn in den Augen von Millionen von Marokkanern zu einem Märtyrer für die Pressefreiheit machen. Viel Glück damit, marokkanischer Staat.</p></blockquote>
<p>Es sollte auch erwähnt werden, dass der Journalist bereits zu einer hohen Geldstrafe wegen Beleidigung verurteilt wurde, welche die gesamte Publikation in den Konkurs zu stürzen drohe, <a href="http://ibnkafkasobiterdicta.wordpress.com/2009/08/21/lettre-de-supplication-de-rachid-nini-au-roi-mohammed-vi/">schreibt</a> Blogger <em>Ibn Kafka</em> [Fr] kürzlich und bezieht sich dabei auf einen Brief, der angeblich von Nini geschrieben worden ist, in welchem er um ein königliches Pardon bittet:</p>
<blockquote><p>Rachid Nini vit légitimement Fort bien de cette florissante entreprise de presse (dans le contexte de la presse verwüsten marocaine) &#8230;\u2028[Il] aurait une adresse supplique au Roi [&#8230;] dans laquelle il demande l&#39;Absolution im Fischereisektor - en clair, la grâce pour son journal. Rien ne permet de garantir cette information, qui en soi n’est pas infâmante.</p></blockquote>
<div class="translation">Rachid Nini führt mit seinem erfolgreichen Presse-Unternehmen ein legitim bequemes Leben (relativ zu der verwüsteten marokkanischen Medienlandschaft) &#8230;<br />
Einige Leute glauben, Nini hat ein Bittgesuch an den König gesandt, in welchem er um Vergebung seiner Sünden bittet - im Klartext bittet er um Verzeihung für seine Zeitung. Es gibt für diese Informationen keine Bestätigung, die an sich auch nicht anrüchig sind.</div>
<p>Rachid Nini löste kürzlich Kontroversen aus, als er öffentlich einen seiner Journalisten verleumdete, der Unterstützung für die von der Regierung schikanierten und verfolgten Kolleginnen und Kollegen zeigte. <em>Larbi</em>, der bei <em>jetée Comme une bouteille à la mer</em>! bloggt, <a href="http://www.larbi.org/post/2009/11/Rachid-Nini-condamné">meint</a> [Fr], dass Nini dafür keine Haftstrafe verdient, noch sollte man den Journalisten als Held betrachten. Er schreibt:</p>
<blockquote><p>[H] eureusement que tout le monde n&#39;a pas la même conception de la liberté d&#39;expression et la liberté de presse que celle de Monsieur Nini. La place des journalistes n&#39;est pas la prison mais dans leurs rédactions. Cela vaut pour tous les journalistes. Cela vaut pour Monsieur Nini. Et encore plus pour le journaliste Saïd Laâjal. La place de Rachid Nini et de Saïd Laâjal n’est pas la prison mais dans leur rédaction. Je suis bien entendu solidaire avec Rachid Nini et Saïd Laâjal. Parce que la peine de prison ferme qui leur est infligée est injuste au vu de ce qui leur est reproché. Et parce que même Monsieur Nini a a droit à ce qu’il a toujours dénié aux autres : exercer son métier de journaliste et s’exprimer librement, sans intimidations et sans procès arbitraires débouchant sur des peines infamantes.</p></blockquote>
<div class="translation">Glücklicherweise verstehen nicht alle das Gleiche wie Mr. Nini, was Pressefreiheit und Meinungsfreiheit betrifft. Der Platz eines Journalisten ist nicht im Gefängnis, sondern in seinem Büro. Das gilt für alle Journalisten. Das gilt auch für Mr. Nini. Und noch mehr so für Said Laâjal. Der Platz für Rachid Nini und Said Laâjal ist nicht im Gefängnis, sondern in ihren Büros. Ich unterstütze natürlich Rachid Nini und Said Laâjal , weil die Haftstrafe, die gegen sie verhängt wurde, im Lichte dessen, für was sie beschuldigt werden, unfair ist. Und weil sogar Mr. Nini das Recht hat, was er anderen immer verweigert hat: d. h.  die Ausübung seines Berufes als Journalist und Redefreiheit ohne Einschüchterungen und willkürliche Verurteilungen, die zu den berüchtigten Strafen führen.</div>
<p>Eine Meinung, die auch von <em>Naoufel</em> geteilt wird, der <a href="http://chaara.net/2009/11/رشيد-نيني-إنما-أكلت-يوم-أكل-الثور-الأبي/">erklärt</a> [Ar], dass   für alle gelten sollte, auch  für Mr. Nini. Er schreibt:</p>
<blockquote><p>
هو بالنسبة لي شخص وقح .. انتهازي و متملق، يكتب ضد أي شيء إلا الملك..يحاكم الحكومة و الشعب و زملائه في الصحافة لكنه لا يتجرأ أن يقترب من مربع القصر رغم أن اصغر طفل في المملكة التي لم تعد شريفة يعرف أن أصغر قرار لا يمر دون دراية الملك..كتب ضد من كانوا زملائه[…]<br />
الآن..هل نتضامن معه؟<br />
لا خيار آخر</p></blockquote>
<div class="translation">Für mich ist Nini arrogant, opportunistisch und niederträchtig (sic). Er ist gegen alles nur nicht gegen den König &#8230; Stellt die Regierung, die Menschen und seine Kollegen vor Gericht, wagt es aber nicht, irgendwo in die Nähe des königlichen Palastes zu gehen, obgleich selbst das jüngste Kind in dem scherifischen (Nachkomme des Propheten) Königreiches, das ganz nebenbei auf keine Art und Weise noch scherifisch ist, genau weiß, dass selbst die banalsten Entscheidungen nicht ohne das Wissen des Königs getroffen werden. Er schrieb gegen seine Kollegen &#8230; Sollen wir ihn jetzt unterstützen? Ich denke, wir haben keine andere Wahl.</div>
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		<title>MENA: H1N1, Impfstoffe und Verschwörungstheorien</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/10/mena-h1n1-impfstoffe-und-verschworungstheorien/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 03:02:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
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		<description><![CDATA[Viele Länder haben Impfungen zur Bekämpfung der H1N1 oder Schweinegrippe eingeführt. Die Zahl der Krankheitsfälle erhöht sich und damit auch der Butz online.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/amira-al-hussaini/">Amira Al Hussaini</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/07/mena-h1n1-vaccines-and-conspiracy-theories/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Viele Länder haben Impfungen zur Bekämpfung der H1N1 oder Schweinegrippe eingeführt. Die Zahl der Krankheitsfälle erhöht sich und damit auch der Butz online.</p>
<p>Saudi Arabien rüstet sich für die <a href="http://www.answers.com/Haj">Haj</a> Saison in welcher Millionen Muslime nach Mecca zur Pilgerfahrt kommen werden. John Burgess schreibt in <em><a href="http://xrdarabia.org/2009/11/04/saudis-finalize-swine-flu-planning-for-haj/">Crossroads Arabia</a>:</em></p>
<blockquote><p>Die Haj beginnt in wenigen Wochen und die Saudis beschäftigen sich zunehmend mit dem Problem eines Ausbruchs der Schweinegrippe. Die Saudi Gazette berichtet über eine Konferenz der Saudi Notfall-Experten für Medizin, die darauf achten, dass feste Pläne gemacht werden. Der Artikel informierte darüber, dass die Einwohner von Mecca und Medina die ersten Saudis sein werden, denen die Impfung gegen die Schweinegrippe angeboten werden wird. Damit wird eine Art Feuerschneise geschaffen, falls es zu einer schnellen Verbreitung der Krankheit kommen sollte.</p></blockquote>
<p>In der Türkei ist die Situation nicht so dringlich. Der türkische Blogger <em><a href="http://erkansaka.net/2009/11/05/swine-flu-panic-in-turkey/">Erkan</a></em> gibt zu, dass ihn frühere Pandemien mehr geängstigt hätten:</p>
<blockquote><p>Bei mir gab es keinen Augenblick der Panik, erkläre ich. Ich weiß nicht, warum. Ich hatte bei dem <a href="http://erkansaka.net/2009/11/05/swine-flu-panic-in-turkey/www.cdc.gov/ncidod/dvrd/Spb/mnpages/dispages/cchf.htm">hämorrhagischen Krim-Kongo-Fieber</a> oder der <a href="http://erkansaka.net/2009/11/05/swine-flu-panic-in-turkey/www.cdc.gov/flu/avian/">Vogelseuche</a> mehr Angst.</p>
<p>Hier in Istanbul gibt es jedoch jetzt auch ein geringes Panikgefühl über die Schweinegrippe. Was vielversprechend ist, ist, dass viele Normalbürger den Behörden folgen und versuchen, so viel wie möglich zu tun. Sie sind nicht widerspruchslos und sicherlich nicht so gleichgültig wie ich.</p></blockquote>
<p>Bei <em><a href="http://blog.sweetestmemories.com/default.asp?Display=1883">Memories Documented</a></em> (Dokumentierte Erinnerungen) berichtet der Jordanier Owaider über eine Verschwörungstheorie:</p>
<blockquote><p>Ein Freund von mir ist einer von denen, der in an jede Verschwörungstheorie glaubt, die Pharma Firmen betrifft. Sie argumentiert stundenlang warum Impfstoffe schlecht sind, und wie diese Firmen absichtlich “die menschliche Bevölkerung” reduzieren wollen, angefangen bei den Jungen, Schwachen und den Kranken.</p></blockquote>
<p>Er fügt hinzu:</p>
<blockquote><p>Ich glaube die Leute haben Angst, und wenn die Menschen Angst haben, schaffen sie Dämonen und sie haben dann Angst davor und fühlen sich von ihnen bedroht. Wenn Menschen Angst haben, halten sich Viele lieber an den Normen fest, mit denen sie vertraut sind.</p>
<p>Eine Krankheit aber könnte eine Person dazu zwingen, ihre regelmäßige Routine zu unterbrechen, um gesund zu werden &#8230;</p>
<p>Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube an die Wissenschaft&#8230; Wirklich, und das Wort eines Arztes oder Apothekers ist mir mehr Wert als irgendeine Verschwörungstheorie, ohne Rücksicht darauf, wie sehr man versucht mich zu überzeugen.</p></blockquote>
<p>Und <em><a href="http://riadzany.blogspot.com/2009/11/moroccan-news-briefs.html">The View from Fez</a></em> (Die Stimme aus Fez), aus Marokko hat folgende Neuigkeiten über H1N1:</p>
<blockquote><p>Zweiundvierzig neue H1N1 Fälle wurden am Donnerstag in den Städten Casablanca, Tangier, Marrakech, Fez, Benslimane, Ouida und Meknes gemeldet, gab das Gesundheitsministerium bekannt.</p>
<p>Das bringt die Gesamtzahl der gemeldeten Fälle auf 592, einschließlich von 297 Fällen in den Schulen, wurde in der Erklärung des Ministeriums gesagt.</p>
<p>Alle Patienten erhalten Hauspflege mit ärztlicher Untersuchung, sagt das Ministerium und fügt hinzu, dass es keine komplizierten Fälle gibt. Das Ministerium stellte ferner fest, dass es im ganzen Land bisher keinen Todesfall gegeben hat.</p></blockquote>
<p>Jordanier <em><a href="http://hareega.blogspot.com/2009/11/mikro-blogging-da3-3anka-lawmi-fa-inna.html">Hareega</a></em> macht dazu einige leichtherzige Beobachtungen:</p>
<blockquote><p>Ich verstehe, wie furchtbar H1N1 sein kann, aber wenn du jeden Tag 3 Packungen Zigaretten rauchst und ein enormes ‘seder of mansaf’ (jordanisches Reisgericht) zu dir nimmst, brauchst du dir über H1N1 keine Sorgen zu machen. Etwas anderes wird dich schneller erwischen.</p></blockquote>
<p>In der gleichen Post schreibt <em>Hareega</em>:</p>
<blockquote><p>Bis jetzt sind sieben Jordanier an H1N1 gestorben. Zehn Mal so viele starben, als unser Fußballteam 3-1 gegen die UAE (Vereinigte Arabische Emirate) verlor. Wir sollten unsere Prioritäten ändern. Bevor wir die Nation impfen, sollten wir unsere Fussballspieler ins Gefängnis schicken.</p></blockquote>
<div class="notes">MENA = Middle East and North Africa = Nahost und Nordafrika</div>
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		<title>Marokko: Die Wahrheit über Prostitution</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/07/20/marokko-die-wahrheit-uber-prostitution/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Jul 2008 14:04:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonJillian York  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Marokko steht in dem Ruf, dass es dort besonders viel Prostitution gäbe. Auch wenn die Aussagen mancher aus den Golf-Staaten übertrieben sind: In Marokko, das mit der doppelten Herausforderung von Armut und Massentourismus umgehen muss, beheimatet viele junge Frauen, die einen Ausweg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/jillian-york/">Jillian York</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/07/17/morocco-the-reality-of-prostitution/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Marokko steht in dem Ruf, dass es dort besonders viel Prostitution gäbe. Auch wenn die <a href="http://www.globalvoicesonline.org/2007/10/09/arabeyes-moroccan-blogger-lashes-out-at-gulf-arabs/">Aussagen</a> mancher aus den Golf-Staaten übertrieben sind: In Marokko, das mit der doppelten Herausforderung von Armut und Massentourismus umgehen muss, beheimatet viele junge Frauen, die einen Ausweg suchen. Während manche zum studieren und arbeiten das Land verlassen, versuchen es andere mit Prostitution. Viele arbeiten in kleineren marokkanischen Städten, ihre Zuhälter sind meist ebenfalls Marokkaner. Manche geraten aber auch in die Fänge der großen, bedauerlichen Sex-Tourismus Industrie, die jährlich zu einigen <a href="http://www.magharebia.com/cocoon/awi/xhtml1/en_GB/features/awi/features/2007/12/28/feature-01">Prozessen</a> führt. Wieder andere gehen zum Arbeiten in die <a href="http://www.globalvoicesonline.org/2007/10/10/morocco-looking-inward-looking-outward/">reichen Golf-Staaten</a> - manche werden Friseure oder Animateure, aber einige landen auch - gewollt oder nicht - in der Prostitution.</p>
<p>Eines der Phänomene in Marokko ist das der studierenden Prostituierten. Der Blogger <em>Words For Change</em> hat einen <a href="http://wordsforchange.wordpress.com/2008/07/01/the-educated-prostitute/">hervorragenden Artikel</a> geschrieben über die jungen Frauen vom Land, die sich plötzlich in den großen Städten der Universitäten wiederfinden und als Prostituierte enden. Ein Auszug:</p>
<blockquote><p>In den Schlafsälen der Mädchen lernte Aïcha, wie man sich kleidet, wie man Make-Up aufsetzt und wie eine Frau spricht.<br />
Und es waren auch die Schlafsäle der Universität, in denen sie verleitet wurde, sich ein bisschen Taschengeld für die schönen Kleider zu verdienen, in denen sie wie ein Stadt-Mädchen aussah. Der erste Schritt in den Abgrund waren anonyme Treffen mit älteren Männern, die sie in gute Restaurants einluden und ihr halfen, ihren Charm und ihre Weiblichkeit zu entdecken. Es war der Todesstoß, als sie verstand, dass sie die wenigen Rechnungen für ihren späten Jungendtraum mit ihrem Körper bezahlen musste.</p>
<p>Nachdem Aïcha ihren Abschluss gemacht hatte, viel es ihr schwer ihr gut bezahltes Nachtleben aufzugeben für einen furchtbaren Bürojob, oder die Lichter der großen Stadt für ein kleines Haus in Lhajeb zurückzulassen. Mit verbitterter Stimme erzählte sie mir: &#8220;Als ich studierte, wollte ich mir nur Taschengeld verdienen. Ich merkte nicht, dass ich eine Prostituierte war, bis es nach dem Abschluss meine einzige Beschäftigung wurde&#8221;. Aïcha lebt noch immer in der Stadt als Prostituierte, um Geld an ihre Familie zu schicken und die Rechnungen zu bezahlen. Ihre Bildung und Schönheit lassen reiche und bekannte Personen von der ganzen Welt sie für ihre Dienste bezahlen.</p></blockquote>
<p><em>Thejoker</em> <a href="http://www.thisisby.us/index.php/content/prostitution_in_morocco_a_real_calamity">schrieb</a> vor kurzem darüber, wie Prostituierte in Marokko aussehen - ganz gewöhnlich!</p>
<blockquote><p>Es gibt Prostituierte, denen genügt ein einziges Wort und sie werden dich in ein Gespräch verwickeln. Viele dieser Mädchen studieren, habe eine arme Familie und machen den Job aus Geldnot. Einmal habe ich ein Mädchen gesehen, sehr jung, die auf mich wie eine Jungfrau wirkte. Sie hatte Angst, jemand würde sie ansprechen - als dann schließlich jemand auf sie zuging, war sie ganz angespannt. Es ist wirklich eine Schande, was man auf den Straßen von Casablanca sieht. Manche Marokkaner sagen, wenn eine Frau ihren Schleier nicht trägt, kann man sich sicher sein, dass sie eine Prostituierte ist. Hier ist es nicht wie in Europa, wo die Prostituierten vom Recht anerkannt sind. Im Schmelztiegel Marokko kann man nicht wissen, wer eine Prostituierte ist, und wer nicht. Ich vermute, dass es auch Mädchen gibt, die Jeans und westliche Klamotten tragen und sich nicht prostituieren - aber jeder muss suchen, bevor er die wahre Liebe findet.</p></blockquote>
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		<title>Arabeyes: Bloggern ist Magdi Allams Konversion egal</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/03/31/arabeyes-bloggern-ist-magdi-allams-konversion-egal/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 Mar 2008 20:18:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonJillian York  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Am Osterwochenende hat Papst Benedikt XVI mehrere Erwachsene getauft.  Unter ihnen war Magdi Allam, ein in Ägypten geborener Muslim, der mehr als die Hälfte seines Lebens in Italien verbracht hat und als Kritiker des islamischen Extremismus gilt. Obwohl mehrere Artikel ihn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/jillian-york/">Jillian York</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/03/25/arabeyes-bloggers-indifferent-to-magdi-allams-conversion-to-catholicism/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Am <a href="http://www.answers.com/Easter%20Sunday">Osterwochenende</a> hat <a href="http://www.answers.com/Pope%20Benedict%20XVI">Papst Benedikt XVI</a> mehrere Erwachsene getauft.  Unter ihnen war <a href="http://ap.google.com/article/ALeqM5gUCCBWGWmzbklBqaCNzA197NDfYgD8VK1FCG2">Magdi Allam</a>, ein in Ägypten geborener Muslim, der mehr als die Hälfte seines Lebens in Italien verbracht hat und als Kritiker des islamischen Extremismus gilt. Obwohl mehrere Artikel ihn als &#8220;prominenten Muslim&#8221; bezeichnen, gab er an, seine Religion nicht zu praktizieren.</p>
<p>Überall auf der Welt haben Blogger auf Allams Konversion reagiert. <em>Egyptian chronicles</em> ist es <a href="http://egyptianchronicles.blogspot.com/2008/03/who-said-that-he-was-prominent-muslim.html">egal</a>:</p>
<blockquote><p> Dieser Mann war wirklich nicht so berühmt oder wichtig für uns.</p>
<p>Es interessiert mich nicht, ob er zum Christentum oder irgend einer anderen Religion konvertiert. Er ist erwachsen und kann für sich selbst entscheiden, aber ich halte ihn auch nicht für einen bekannten Muslim. Vor seiner Konversion scheint Herr Allam ein sehr säkularer Mensch gewesen zu sein. Er hat nicht gebetet, nicht gefastet, mit seiner tief religiösen Mutter nach Mekka zu pilgern. &#8220;Ich weiß nicht, was sie jetzt von ihm denkt, aber als Ägypter weiß ich, dass es sie schocken könnte&#8221;.</p>
<p>Natürlich werden jetzt so genannte islamische Extremisten auftauchen und ihm drohen, um Öl ins Feuer der so genannten &#8216;Gefahr durch den Islam in Europa&#39; zu gießen.</p>
<p>Ich denke, die Medien sollten den Fall ignorieren, er ist wie gesagt ein freier Mann, der tun kann, was er will - es gibt wichtigere Themen, über die man berichten und diskutieren kann.</p></blockquote>
<p><em> Sandmonkey</em>, ebenfalls aus <strong>Ägypten</strong>, ist sich sicher, dass Allam <a href="http://www.sandmonkey.org/2008/03/23/magdi-allam-is-so-dead/">in Gefahr</a> ist:</p>
<blockquote><p> Der ägyptisch-italienische Mann, der den Islam hart kritisierte und Israel unterstützt, hat sich entschieden, Ostern zum Katholizismus zu konvertieren, getauft vom Papst persönlich. Yeah. Hmm, falls irgendwelche Katholiken dieses Blog lesen sollten, es ist wohl an der Zeit, für diesen Kerl zu beten, er wird es sicher brauchen!</p></blockquote>
<p>Dieser Post wurde oft kommentiert. <a href="http://k-dos.blogspot.com/"><em>K-2</em></a> scheibt:</p>
<blockquote><p> Ich hoffe, er hat einen guten Polizeischutz erwischt. In der Vergangenheit hat die italienische Polizei jämmerlich versagt, als sie wichtige Personen vor Terroristen oder der Mafia schützen sollte.</p>
<p>Auf der anderen Seite werden die Gegner des Islam - etwa La Lega del Nord (eine rassistische Separatistenpartei) - nutzen, als Propaganda gegen die islamische Welt.</p></blockquote>
<p><em>Sewage Soup</em> kommentiert:</p>
<blockquote><p> Wow, das italienische Fernsehen hat das Programm unterbrochen, um von der Taufe zu berichten&#8230; wenn die Muslime das für jeden halbwegs berühmten, gescheiterten Promi machen würden, der zum Islam wechselt &#8230; sie hätten gar keine Sendezeit mehr für die Bin-Laden-Videos.</p></blockquote>
<p><a href="http://flickr.com/photos/giando/"><img src="http://www.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/03/magdiallam.jpg" alt="Magdi Allam" /></a></p>
<p>Ein dritter Ägypter, <em>My Egypt</em>, <a href="http://egyptianpride.blogspot.com/2008/03/papal-conversions-and-mixed-messages.html">hinterfragt</a> die Absichten des Papstes:</p>
<blockquote><p>Wenn das tatsächlich eine private Angelegenheit ist, warum wird dann ein Individuum vom Papst am Vortag der Ostermesse getauft? Warum nicht in seiner örtlichen Kirche? Warum hat der Vatikan seiner Konversion so eine Bedeutung zugemessen? Es scheint, die Propagandamaschinerie des Papstes wolle in aller Öffentlichkeit die Tugenden des Katholizismus über die des Islam stellen. Wenn das aber der Fall sein sollte, warum wird dann von der Privatsphäre des Glaubens und der Konversion gesprochen. Sie führen die Menschen in die Irre, die den Islam nicht kennen. Der Islam ist nicht einfach etwas, in das man hineingeboren wird. Der Islam ist ein Lebensstil, den ein jeder offen Annehmen kann, und wenn man ihn nicht annimmt, dann ist man kein wahrer Muslim.</p></blockquote>
<p>Dem <strong>Marokkaner</strong> <a href="http://adilski.blogspot.com/2008/03/pope-baptizes-famous-muslim-convert.html"><em>A Moro in America</em></a> ist das ganze auch egal:</p>
<blockquote><p>Ich habe nie von dem Italiener Magdy Allam gehört, den Reuters einen bekannten Muslim nennt. Sie berichten, ein &#8220;bekannter muslimischer Konvertit&#8221; sei ehrenvoll im Vatikan getauft worden. Der in Ägypten geborene Magdy  sei ein starker Kritiker des Islamismus und Unterstützer von Israel.</p></blockquote>
<p>Der Beitrag wird mit folgenden Worten kommentiert:</p>
<blockquote><p> Es ist inakzeptabel, wie der Papst unsere muslimischen Freunde und Landsmänner provoziert. Er hat das nicht zum ersten mal getan. Ich kann seine Position weder verstehen noch tolerieren.</p></blockquote>
<p><strong>Das Foto ist von <a href="http://flickr.com/photos/giando/">giando</a> unter einer CC-Lizenz veröffentlicht worden. </strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Marokko: Ein Interview mit Rebecca Robinson</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/03/11/marokko-ein-interview-mit-rebecca-robinson/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 21:47:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>
		<category><![CDATA[Internet & Telecoms]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Protest]]></category>
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		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben vonJillian York  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Rebecca Robinson macht derzeit ihren Master am  Department of Justice and Social Inquiry at Arizona State, die Forschungsprojekte in Marokko durchführen. Ich stieß auf ihr Blog, nachdem ich ihre durchdachten Kommentare in anderen Marokko-Blogs gelesen hatte. Schon bald wollte ich sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/jillian-york/">Jillian York</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/03/11/morocco-an-interview-with-rebecca-robinson/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Rebecca Robinson macht derzeit ihren Master am  <a href="http://www.asu.edu/clas/justice/">Department of Justice and Social Inquiry at Arizona State</a>, die Forschungsprojekte in Marokko durchführen. Ich stieß auf <a href="http://www.asu.edu/clas/justice/">ihr Blog</a>, nachdem ich ihre durchdachten Kommentare in anderen Marokko-Blogs gelesen hatte. Schon bald wollte ich sie interviewen. Sie war so nett, mit mir über <a href="http://www.maroc-blogs.com/">Blogoma</a>, die marokkanische Blogosphäre zu reden.</p>
<p>Jilian York: Woher kommt dein Interesse an Marokko, und vor allem an den marokkanischen Blogs?</p>
<p>Meine Faszination am Mittleren Osten entstand mit meinem Bachelor an der <a href="http://www.sfsu.edu/">San Francisco State</a> in Internationalen Beziehungen, mit einem Schwerpunkt auf dieser Region. Seit ich 19 bin wollte ich immer nach Marokko reisen. Alle Reisenden, die ich in Europa traf, empfahlen mir das Land. Aber ich reiste allein, und am Ende reichte das Geld nicht mehr aus für den Trip. Letztes Jahr habe ich es dann endlich geschafft, und ich liebte die Kultur und die Menschen dort. Ich wollte unbedingt verstehen, warum die PJD und andere islamischen Parteien so beliebt sind. Meine Theorie basiert auf der Armut, der Opposition zur Monarchie, Ablehnung der Trennung von Staat und Kirche, eine anti-westliche Einstellung (besonders wegen der US-Außenpolitik) und Bürgern, die radikalisiert werden, weil sie kaum politischen Einfluss haben. Ich wollte in diesem Sommer wieder nach Marokko  reisen, um Umfragen und Interviews durchzuführen, aber meine Familie konnte die Reise nicht bezahlen, und es gibt kaum gute Stipendien für Abschlussarbeiten. Um es noch komplizierter zu machen, erwarte ich mein zweites Kind im Juli. Ich dachte darüber nach, das Thema zu wechseln, als eine meiner Professorinnen mir Forschung in der Blogosphäre vorschlug. Sie hatte eine vergleichende Studie über die indonesische und iranische Blogosphäre geschrieben, ohne das Land zu verlassen. Das ist nun also die lange Geschichte, warum ich hier bin.</p>
<p>JY: Was ist dein erster Eindruck von den marokkanischen Blogs und Bloggern?</p>
<p>Bislang sehe ich vor allem eine Gruppe von engagierten Menschen, die Veränderung wollen. Ihre Kampagnen zur <a href="http://www.helpfouad.com/index.html">Rettung von Fouad Mourtada</a> und des marokkanischen Bildungssystems sind bewundernswert. Die Marokkaner sind findige Menschen, und da sie wissen, dass der Weg zu den gewünschten Veränderungen scher und steinig ist, nutzen sie alle ihnen zur Verfügung stehende Mittel, um etwas zu bewegen. Davor habe ich großen Respekt, vor allem in einer Welt, die angesichts des Status Quo apathisch geworden ist. Sie nehmen Einfluss auf die nationalen Medien (sie wurden mehrfach bei <a href="http://www.telquel-online.com/">telquel-online.com</a> erwähnt), und auch, wenn man noch keine Auswirkungen sehen kann, sie erzeugen Aufmerksamkeit und Widerstand. Die Gemeinschaft ist stark und wächst.</p>
<p>Ich vermute, dass in gewissem Maße Selbstzensur stattfindet (der Fall von Fouad und einige Blogger, die aufgehört haben zu schreiben, bekräftigen diese These), aber dem möchte ich in Interviews auf den Grund gehen. Einige der Blogger sind freundlich auf mich zugegangen, was mich sehr gefreut hat, denn oft ergeht es Soziologen anders. Manche Blogger haben auch ihre Hilfe angeboten, die ich definitiv brauche.</p>
<p><img src="http://www.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/03/rebecca.JPG" alt="Rebecca Robinson" /></p>
<p>Rebecca und ihre Tochter genießen den Souk von Marrakech</p>
<p>Was hältst du vom Fall Fouad Mourtada und seiner Bestrafung?</p>
<p>Ich war traurig, aber nicht sonderlich überrascht. Das <a href="http://www.nationsencyclopedia.com/Africa/Morocco-JUDICIAL-SYSTEM.html">marokkanische Rechtssystem</a> scheint gnadenlos zu sein. Ich denke, die Blogoma spürt die Auswirkungen der Tragödie - einige Blogger wollen aufhöre, weil sie fürchten die nächsten zu sein. Es fällt mir schwer, diesen Fall zu kommentieren, weil die Inhaftierung so absurd wirkt, zumal Fouad nicht einmal der Reputation des Prinzen geschadet hat (ich habe verschiedene Versionen der Ereignisse gelesen, und manche stellen Fouad in ein skandalöses Licht).</p>
<p>Amerikaner halten die Redefreiheit für selbstverständlich (die Handlungsfreiheit ist beschränkter - immer mehr Rechte schränken die Mittel des friedlichen Protests ein), weshalb ich den Sinn hinter diesem Unglück kaum verstehen kann.Der Zwischenfall zeigt die Vielfalt der Glauben in der Blogoma. Während die Mehrheit der Blogger für seine Freilassung ist, halten manche ihn tatsächlich für einen Verbrecher. Man kann positiv hervorheben, wie solidarisch und schnell die Blogoma reagiert hat.</p>
<p>Vor welchen Herausforderungen steht die Blogoma?</p>
<p>Offensichtlich ist die Meinungsfreiheit eingeschränkt. Ich vermute, sogar Blogger im Ausland werden Selbstzensur üben, um eine Verfolgung zu verhindern, wenn sie nach Marokko zurückkehren. Auch wenn die Blogger von Medien wahrgenommen werden, bezieht sich das meist auf Dissidenten-Presse. Die Themen der Blogger erreichen also nicht die Menschen, die nicht eh schon mit den Blogger einer Meinung sind. Da das Internet nicht überall verfügbar ist, werden manche Stimmen auch weiterhin marginalisiert werden. Trotz der Zensuprobleme wird Marokko oft als <a href="http://www.moroccosavvy.com/taamarbuuta/2008/01/07/moroccan-bloggers-are-free/">freieste Blogosphäre der Region</a> bezeichnet, ich bin also gespannt zu sehen, wohin es gehen wird, und welche Änderungen erreicht werden.</p>
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		<title>Marokko: Die Großen Städte</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Feb 2008 15:13:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonJillian York  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Marokko ist für viele Dinge bekannt: Minz-Tee, Kuskus, ein Film, der kaum etwas mit dem Land zu tun hat &#8230; und natürlich die großen Städte, von denen einige diese Woche das Gesprächsthema in den Blogs waren.
Fez war eines der heißesten Themen. Dar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/jillian-york/">Jillian York</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/01/28/morocco-the-big-cities/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Marokko ist für viele Dinge bekannt: Minz-Tee, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kuskus">Kuskus</a>, ein Film, der kaum etwas mit dem Land zu tun hat &#8230; und natürlich die großen Städte, von denen einige diese Woche das Gesprächsthema in den Blogs waren.</p>
<p><a href="http://www.answers.com/Fez+?cat=travel">Fez</a> war eines der heißesten Themen. <em>Dar Mystere</em>, ein Blog von zwei Briten die in der Altstadt von Fez ein Haus renovieren, <a href="http://dar-mystere-fez.blogspot.com/2008/01/thats-just-typical.html">berichtet</a> über die Schwierigkeit in ihre Wahlheimat zu gelangen:</p>
<blockquote><p> Seit unser Haus halbwegs bewohnbar ist, das Loch im Dach (halqa) abgedichtet ist, die Vorhänge, die Küche, die Polster fertig &#8230; gibt es keinen Direktflug von Fez nach Großbritannien. GB Airline fliegt noch bis zum 29. März, aber keiner scheint mehr buchen zu können, und wenn Easyjet die Route übernimmt wird sie eingestellt werden.</p></blockquote>
<p>Die Blogger zeigen auch Bilder von ihrem Renovierungsprojekt:</p>
<p><img src="http://www.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/01/cimg0728.JPG" alt="Dar Mystere" /></p>
<p><em>The View From Fez</em> hat eine <a href="http://riadzany.blogspot.com/2008/01/polution-in-fez-young-persons.html">Artikel</a> von einem Studenten am <a href="http://alcfez.wordpress.com/">American Language Center</a> (Fez) über die Wahrnehmung der Umweltverschmutzung in Fez:</p>
<blockquote><p>Außerdem gibt es viele Fabriken in der Nähe von Fez. Einige in Sidi Brahim, einige in Bensouda, Bab Ftouh &#8230; etc.  Diese Fabriken produzieren eine Menge Abgase die die Gesundheit der Menschen beeinträchtigt, vor allem die der Kinder.</p>
<p>Dazu kommen die Verkehrsmittel, vor allem die Taxis und Busse, die die Luft verschmutzen.</p>
<p>Da meine Stadt für ihr Handwerk bekannt ist benutzen die Arbeiter in Medina Chemikalien um ihre Waren - Keramik, Mosaiken, Silberarbeiten - schnell zu trocknen. Dabei steigt schwarzer Rauch auf der stinkt und die Menschen erstickt.</p>
<p>Das schlimmste von allem sind die Abwasser, die durch jeden kleinen Fluss  in Fez schwimmen und am Ende den Fluss Sbou kontaminieren.</p></blockquote>
<p>Ein Kommentator schreibt:</p>
<blockquote><p>Wow, das ist wirklich abstoßend. Ist es wirklich so furchtbar? Es klingt wie das London bei Dickens.</p></blockquote>
<p><em>Everything Morocco</em> <a href="http://everythingmorocco.blogspot.com/2008/01/what-butter-knife-taught-me.html">erinnert sich</a> an das Leben in Fez vor ein paar Jahren, als die Supermärkte noch nicht da waren:</p>
<blockquote><p> Als ich neu war in Fez hielt ich jeden Abend bei einem Hanout (Lebensmittelgeschäft) um etwas zu Essen zu kaufen. Damals gab es noch kein Acima oder Marjane, es war also normal täglich zum Hanout zu fahren. Was mich wirklich störte war, nach etwas ganz bestimmten zu fragen und dann etwas anderes zu bekommen, das &#8220;genau so ist&#8221;.  Da wäre zum Beispiel Nutella und einige wirklich gute, ähnliche Produkte - und es gibt diese furchtbare Imitation aus Spanien, die in der Regel hart und trocken ist. Nicht im entferntesten vergleichbar. Es funktioniert mit jeder beliebigen Kaffee-Sorte: Du fragst nach Nescafe und bekommst Samar. Das gleiche Spiel mit Shampoo. Normalerweise gab es zwei Sorten von Pantene. In jedem anderen Hanout gab es die gleiche Auswahl. Zunächst dachte ich, in Marokko gab es nur ein eingeschränktes Warenangebot.</p></blockquote>
<p>Die Stadt <a href="http://www.answers.com/Tangier?cat=travel">Tangier</a> ist vor allem für seine schreckliche Geschichte als <a href="http://www.answers.com/international%20zone">internationale Zone</a> bekannt. <em>Move it or Lose It</em> schreibt über die Geräusche in der Stadt:</p>
<blockquote><p> Je nachdem, wo in der Stadt man steht ändern sich die Geräusche. Das gemeinsame Jubeln zum Fußball am Abend ist ganz normal und kann überall gehört werden. Koranzitate kommen in manchen Straßen von DVD-Händlern. Die Autos hupen weniger als im Sommer, aber mehr Jungen denken, mich fast umzurennen wäre einige gute Methode meine Aufmerksamkeit zu erlangen. Das Wetter ändert sich auf eine lustige Weise, weil man nicht weiß, wie es beliebter werden könnte.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.answers.com/Marrakesh?cat=travel">Marrakesh</a> ist als nächstes dran: <em>The House in Marrakech</em> <a href="http://thehouseinmarrakesh.blogspot.com/2008/01/derb.html">schreibt</a>:</p>
<blockquote><p>Alle Wände in Marrakech, der &#8216;rosa Stadt&#39;, sind rot oder pink angemalt. Ab und zusieht man eine Art gelb. Aber mit der Zeit bröckelt die Farbe ab, und die nächste Schicht sieht ein bisschen anders aus - was seinen ganz eigenen Charme hat.</p></blockquote>
<p><img src="http://www.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/01/dscn1448.JPG" alt="The House in Marrakesh" /></p>
<p>Von dem Reiseblogger <a href="http://coolstein.blogspot.com/2008/01/meknes-maroon.html">Born into This</a> stammt dieses Foto aus Meknes:</p>
<p><img src="http://www.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/01/2172826611_406594636e.jpg" alt="Born into This - Meknes" /></p>
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		<title>Marokko: Gesten [Linktipp]</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/01/12/marokko-gesten-linktipp/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Jan 2008 21:43:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indigenous]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Roundups]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben vonhttp://www.globalvoicesonline.org/author/amira-al-hussaini/  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Evelyn in Marocco führt uns in den Gebrauch von Gesten im Alltag in Marokko ein.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/amira-al-hussaini/">http://www.globalvoicesonline.org/author/amira-al-hussaini/</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/01/11/morocco-use-of-gestures/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><em>Evelyn in Marocco</em> führt uns in den Gebrauch von <a href="http://evelyninmorocco.blogspot.com/2008/01/gestures.html">Gesten</a> im Alltag in Marokko ein.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Marokko: Frohes Neues (islamisches) Jahr</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/01/12/marokko-frohes-neues-islamisches-jahr/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Jan 2008 18:05:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Französisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben vonJillian York  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Nachdem die marokkanischen Blogger das neue Jahr 2008 gefeiert haben, freuen sie sich nun über das neue Jahr 1429 des Hijra-Kalenders.
The View From Fez wünscht allen Lesern ein frohes neues Jahr:
Die Marokkaner haben heute das neue muslimische Jahr gefeiert, und wir wollen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/jillian-york/">Jillian York</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/01/11/morocco-happy-islamic-new-year/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Nachdem die marokkanischen Blogger das <a href="http://www.globalvoicesonline.org/2008/01/04/morocco-celebrating-the-new-year-part-2/">neue Jahr</a> 2008 <a href="http://www.globalvoicesonline.org/2008/01/03/morocco-happy-new-year/">gefeiert</a> haben, freuen sie sich nun über das neue Jahr 1429 des <a href="http://www.answers.com/Hijra">Hijra</a>-Kalenders.</p>
<p><em>The View From Fez</em> <a href="http://riadzany.blogspot.com/2008/01/happy-new-year-1429.html">wünscht</a> allen Lesern ein frohes neues Jahr:</p>
<blockquote><p>Die Marokkaner haben heute das neue muslimische Jahr gefeiert, und wir wollen allen Lesern ein Frohes Neues Jahr wünschen.</p></blockquote>
<p><em>Braveheart-does-the-Maghreb</em> <a href="http://braveheart-does-the-maghreb.blogspot.com/2008/01/i-get-two-actually-three.html">spricht</a> über Traditionen zum Jahreswechsel in anderen Kulturen:</p>
<blockquote><p>Das Ministerium für islamische Angelegenheiten hat am Mittwoch bekannt geschrieben, dass die Marokkaner das neue Jahr am 10. Januar feiern werden.</p>
<p>Das Jahr beginnt am ersten Tag von Muharram, dem ersten Monat des islamischen Kalenders. Der Tag wird zu Ehren der Reise des Propheten Mohammed (PBUH) von Mekka nach Madinah. Da der islamische Mondkalender, der 634 eingeführt wurde, 11-12 Tage kürzer ist als der Sonnenkalender verschiebt sich der Feiertag von Jahr zu Jahr.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/fatima81/2184401609/"><img src="http://www.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/01/2179834617_bdb3525cf41.jpg" alt="Mosque in Beirut" width="500" height="414" /></a></p>
<p><em>Agharass, les délires de mes écrits</em> (fr) wendet sich sogar an die <a href="http://agharass.wordpress.com/2008/01/10/happy-new-year-hijri-1429/">Außerirdischen</a>:</p>
<blockquote><p>Frohes neues Jahr 1429 an alle <a href="http://www.mablogoma.ma/">Blogoma</a>, ich nutze die Gelgenheit um euch allen meine ehrlichsten Wünsche für ein glückliches Leben auszusprechen. Ich sende Liebe an all meine Leser, Leser auf dem ganzen Planeten und warum nicht auch an die Marsmenschen, wenn die das hier lesen können sollten.</p></blockquote>
<p><em>Citoyenhmida</em> hat eine <a href="http://www.citoyenhmida.org/?p=425">einfache Botschaft</a> für seine Leser:</p>
<blockquote><p>Zu diesem Anlass wünsche ich all meinen Landsleuten, hier und anderswo, Glück, Gesundheit und Erfolg.</p></blockquote>
<p><strong>Das CC-lizenzierte Foto von <a href="http://www.flickr.com/photos/fatima81/2184401609/">Muslima 2006</a> zeigt die Mohammed al Amin Moschee in Beirut.</strong></p>
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