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	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Israel</title>
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	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
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		<title>Israelische und palästinensische Jugendliche benutzen Videos, um den Konflikt zu verstehen</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/07/israelische-und-palastinensische-jugendliche-benutzen-videos-um-den-konflikt-zu-verstehen/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 04:37:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Arabisch]]></category>
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		<description><![CDATA[Von zwei verschiedenen Organisationen in Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten werden Videos als Mittel eingesetzt, den arabischen und jüdischen Jugendlichen dabei zu helfen, den Konflikt zu verstehen und die Lücke zwischen ihnen zu schließen. Sie bieten Raum für Wechselbeziehungen und Kommunikation, in dem sie ihre Träume, Bedenken und Gedanken bezüglich der komplexen Situation, in der sie leben, austauschen können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/juliana-rincon-parra/">Juliana Rincón Parra</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/06/israeli-and-palestinian-youth-use-video-to-understand-the-conflict/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Von zwei verschiedenen Organisationen in Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten werden Videos als Mittel eingesetzt, den arabischen und jüdischen Jugendlichen dabei zu helfen, den Konflikt zu verstehen und die Lücke zwischen ihnen zu schließen. Sie bieten Raum für Wechselbeziehungen und Kommunikation, in dem sie ihre Träume, Bedenken und Gedanken bezüglich der komplexen Situation, in der sie leben, austauschen können.</p>
<p>Eine der Initiativen ist <a href="http://en.reutsadaka.org/">Sadaka Reu</a>t und das sagen sie über <a href="http://en.reutsadaka.org/?page_id=54">ihr Programm</a>:</p>
<blockquote><p>Die Mehrheit der palästinensischen und jüdischen Jugend ist voneinander physisch getrennt (in separaten Gemeinden und Schulen) und das ergibt Angst, Rassismus und Vorurteile. Wir versuchen alternative Modelle für die Wechselbeziehungen zwischen diesen beiden Gruppen aufzubauen. Das ‘Aufbau einer Friedenskultur’ Programm versucht einen Platz zu schaffen, in welchem sich sowohl die palästinensischen als auch die jüdischen Jugendlichen gleichberechtigt, respektiert, und als Einzelpersonen und als nationales Kollektiv anerkannt fühlen können.</p></blockquote>
<p>Die Mitglieder ihres Programms haben auch an dem ‘Video Projekt eine Minute’ teilgenommen und dabei bei einem einwöchigen Workshop über den Video-Aktivismus gelernt. Hier sind einige Ergebnisse davon und den Rest können sie sehen, wenn Sie auf <a href="http://en.reutsadaka.org/?p=846">ihre Seite klicken</a>:</p>
<p>Arabisch<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/XkxUC30UNug&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/XkxUC30UNug&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>AM/FM<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/US6QtYDVzB8&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/US6QtYDVzB8&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Nicht viele singen gerne<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/gT9KX9fKgT0&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/gT9KX9fKgT0&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Eine weitere Initiative ist das <a href="http://www.win-peace.org/home.html">Windows for Peace</a> (Friedensfenster) Projekt, welches in 1991 startete und sich darum bemüht ein zweisprachiges und bikulturelles Magazin für Jugendliche herauszugeben, sodass sie zur Förderung von Gleichheit und Stärkung der Jugend miteinander Verbindung aufnehmen und über den Konflikt lernen können. Wie sie <a href="http://www.win-peace.org/about.html">auf ihrer Webseite erklären</a>, war es nicht leicht:</p>
<blockquote><p>Es ist für die israelischen und palästinensischen Jugendlichen nicht einfach, die riesigen Mengen an falschen Informationen und Klischees, die ihnen vermittelt werden, zu überwinden. Die begrenzten Möglichkeiten für Interaktion, welche daraus resultieren, dass sie meistens in getrennten Gemeinden leben und die durch den kontinuierlichen politischen Konflikt noch verschärft werden, verewigen die historischen Ängste, Vorurteile und den Hass, der diese beiden Völker trennt. Windows widmet sich deshalb der Förderung von umfassenden Veränderungen in der Art und Weise, wie sich israelische und palästinensische Jugendliche selbst, die ‘anderen’ und den Konflikt sehen. Teilnehmer an dem Windows-Programm machen Erfahrungen, welche die Konflikt-Transformation zwischen beiden Völkern fördert, sodass beide in einer friedliche Realität zusammenleben können. Wir glauben daran, dass ein gerechter und dauerhafter Frieden auf demokratischen Werten, den Menschenrechten und gegenseitige Kenntnisse und Anerkennung der ‘anderen’ basieren müssen.</p></blockquote>
<p>Sie arbeiten ferner an einer neuen Initiative <a href="http://www.win-peace.org/youth%20media%20program.html">Through the Lens</a> (Durch das Objektiv), wobei 15 bis 17 Jahre alte Jugendliche, die bei der Zeitschrift ‘ausgelernt’ haben, weiterhin ihre Fähigkeiten zum Schaffen kurzer Filme, von Nachrichten und anderen Video-Produktionen entwickeln, um “produktive, friedenschaffende Dialoge und positive Interaktionen” zu fördern.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=zsxLrfzyAIo">Hier ist ein Video</a>, in welchem die Windows-Teilnehmer über ihre Erfahrungen in der Gruppe sprechen und wie sie mit der Herausforderung zurechtgekommen sind, aus ihrer Komfortzone herauszukommen und über schwierige Themen, wie der Konflikt zwischen Israel und Palästina, zu reden:</p>
<p>Windows-Jugend - mit eigenen Worten</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/zsxLrfzyAIo&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/zsxLrfzyAIo&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Wie die Kinder in dem Video in wenigen Worten ausdrücken: Sie mögen es schwierig finden, mit den vielen Meinungen und Eindrücken anderer Kinder zurechtzukommen, andererseits haben sie die Möglichkeit, diese Fragen auf einer sicheren und gefahrlosen Art und Weise zu diskutieren, was ihnen wiederum dabei hilft die Welt, in der sie leben, besser zu verstehen mit der Chance sich mit anderen Kindern gegenseitig zu beeinflussen, zu lernen und mit anderen Kindern und Jugendlichen dies zu teilen und diese Vorstellungen sogar zu verändern.</p>
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		<title>Israel: Shin Bet - Terroristen auf Facebook versuchen israelische Spione zu rekrutieren</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/05/19/israel-shin-bet-terroristen-auf-facebook-versuchen-israelische-spione-zu-rekrutieren/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 May 2009 10:51:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Veronica Bauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[GV Advocacy]]></category>
		<category><![CDATA[Internet & Telecoms]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[SITES]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben vonTal Pavel  &#183; Übersetzt von Veronica Bauer &#183;  
Haaretz.com
Von Amos Harel und Anshel Pfeffer, Haaretz Korrespodenten
&#8220;Der Shin Bet Sicherheitsdienst hat isrealische Bürger gewarnt, vor den rekrutierungs Versuchen terroristischer Gruppen via Facebook und anderen Networking seiten im Internet gewarnt.
Der Sicherheitsdienst zitierte eine Reihe von kürzlichen Vorfällen, in den arabische terroristen versuchten Israelis in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://advocacy.globalvoicesonline.org/author/talpavel/">Tal Pavel</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/veronica-bauer/'>Veronica Bauer</a> &middot; </em> 
<br /><p><a href="http://haaretz.com/hasen/spages/1086343.html">Haaretz.com</a></p>
<p>Von <a href="contact@haaretz.co.il">Amos Harel</a> und Anshel Pfeffer, Haaretz Korrespodenten</p>
<p>&#8220;Der Shin Bet Sicherheitsdienst hat isrealische Bürger gewarnt, vor den rekrutierungs Versuchen terroristischer Gruppen via Facebook und anderen Networking seiten im Internet gewarnt.</p>
<p>Der Sicherheitsdienst zitierte eine Reihe von kürzlichen Vorfällen, in den arabische terroristen versuchten Israelis in Ihre Zellen zu locken, entweder indem sie direkt in Kontakt traten oder indem sie versuchten scheinbar unschuldige Treffen zu organisieren, mit der Absicht sie zu entführen.</p>
<p>&#8220;Der Shin Bet fürchtet, geheime Informationen könnte nach aussen gedrungen sein, und die Leben von Israelis die bereit sein könnten sich ausser Landes mit Internetkontakten zu treffen, die ihnen Angebote machten&#8221; sagte der Dienst in einem Statement.</p>
<p>In den letzten Jahren, verhörte Shin Bet eine Zahl Israelis, die angeblich über das Internet für diese Dienste rekrutiert wurden und klagte einige an.</p>
<p>Viele dieser Terroristgruppen haben begonnen Seiten zu durchsuchen die oft von Israelis besucht werden, besonders bei solche die eins Soldaten in der Israelischen Verteidigungskräfte waren. sagte Shin Bet.</p>
<p>Erst kürzlich gab es einen Vorfall in dem ein Mann der sich selbst  als &#8216;Libanesischer Agent&#39; bezeichnet, israelischen Facebook Benutzern Geld anbat im Austausch für geheime Informationen. Die Israelis informierten Shin Bet von dem Vorfall und brachen sofort Kontakt mit diesem Mann ab.</p>
<p>Shin Bet rät Israelis keine persönlichen Informationen in ihren Network Profilen anzugeben, einschliesslich Telefonnummern, Wohngebiete und E-mail Adressen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Weltgesundheit: Bedrohung durch Schweinegrippe wächst weltweit</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/04/27/weltgesundheit-bedrohung-durch-schweinegrippe-wachst-weltweit/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/04/27/weltgesundheit-bedrohung-durch-schweinegrippe-wachst-weltweit/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2009 19:51:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt auch in sieben weiteren Ländern bestätigte Fälle bzw. Verdachtsfälle auf Schweinegrippe, die Anfang des Monats in Mexiko auftrat. Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) heißt es, es handle sich bei diesem Ausbruch um einen "öffentlichen Gesundheitsnotfall von internationaler Tragweite".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/juhie-bhatia/">Juhie Bhatia</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/04/27/global-health-swine-flu-threat-spreads-worldwide/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="alignright" title="Schutz vor Schweinegrippe" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/04/3474744375_fca198e5ff_m.jpg" alt="" width="240" height="159" />Es gibt auch in sieben weiteren Ländern bestätigte Fälle bzw. Verdachtsfälle auf Schweinegrippe, die Anfang des Monats in <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/04/25/mexico-concern-over-swine-flu-outbreak/">Mexiko</a> auftrat. Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) <a href="http://www.who.int/mediacentre/news/statements/2009/h1n1_20090425/en/index.html">heißt es</a>, es handle sich bei diesem Ausbruch um einen &#8220;öffentlichen Gesundheitsnotfall von internationaler Tragweite&#8221;.</p>
<p>Bei der <a href="http://www.cdc.gov/swineflu/">Schweinegrippe</a>, die auch als Schweineinfluenza A oder H1N1 bekannt ist, handelt es sich um eine Erkrankung der Atemwege bei Schweinen, die hauptsächlich durch Husten und Niesen von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. In Mexiko gibt es über <a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5gGSyeznluvlTTO6A31IITVNX52FA">100 Todesfälle</a>, die möglicherweise mit der Schweinegrippe in Zusammenhang stehen, und mehr als 1.600 Menschen sind an dem Virus erkrankt oder es besteht der Verdacht auf eine Erkrankung durch das Virus. In den USA und Kanada wurden Fälle von Schweinegrippe bereits <a href="http://www.google.com/hostednews/ap/article/ALeqM5hZVkRqV2uZVim0TRk5R1ZBfovTCAD97QESOO1">bestätigt</a>, während es in Neuseeland, Spanien, Frankreich, Israel und Brasilien Verdachtsfälle gibt. Liz Borkowski, die auf <em>The Pump Handle</em> bloggt, <a href="http://thepumphandle.wordpress.com/2009/04/26/swine-flu-outbreak/">erläutert</a>, warum die Verbreitung der Schweinegrippe mit Sorge gesehen wird:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Schweinegrippe ist recht verbreitet, wobei sie normalerweise nur von Schweinen auf Menschen übertragen wird. Dieser neue Stamm scheint von Mensch zu Mensch übertragbar zu sein und es erkranken auch junge, ansonsten gesunde Erwachsene daran. Das bedeutet, dass das Virus eine landesweite Epidemie verursachen könnte. Es ist also angebracht, dass in Mexiko Schulen bis zum 6. Mai geschlossen wurden und öffentliche Großversammlungen, auch Gottesdienste, verboten wurden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die amerikanischen Gesundheitsbehörden erklärten am 26. April einen öffenlichen Gesundheitsnotstand, nachdem 20 Fälle von Schweinegrippe in den Staaten Kalifornien, Kansas, New York, Ohio und Texas bestätigt worden waren. Die meisten dieser Fälle waren jedoch <a href="http://www.who.int/csr/don/2009_04_26/en/index.html">leicht</a> und es wurde über keine Todesfälle berichtet. In Kanada wurden ebenfalls sechs leichte Fälle von Schweinegrippe in den Provinzen Nova Scotia und British Columbia <a href="http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&amp;sid=awMeiF_SLkGs&amp;refer=home">bestätigt</a>.</p>
<p>Die Neuigkeiten über die Schweinegrippe verbreiten sich schnell im Internet, da viele nach Antworten suchen und ihre Meinung zu der Krankheit kundtun. &#8220;Swine Flu&#8221; und &#8220;#swineflu&#8221; sind zurzeit die <a href="http://search.twitter.com/">Top-Themen</a> auf Twitter und es wurden einige <a href="http://maps.google.com/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=en&amp;t=p&amp;msa=0&amp;msid=106484775090296685271.0004681a37b713f6b5950&amp;ll=32.639375,-110.390625&amp;spn=59.906843,114.257813&amp;z=4]">Google-Maps</a> eingerichtet, auf denen Ausbrüche verzeichnet werden. Auf der ganzen Welt unterhalten sich Blogger über die Schweinegrippe.</p>
<p>Daniel Hernandez, der auf <em>Intersections</em> bloggt, <a href="http://danielhernandez.typepad.com/daniel_hernandez/2009/04/in-mexico-city-the-infection-is-fear.html">beschreibt</a> diese Szene in Mexico City:</p>
<blockquote><p>&#8220;Während die Oberen der WHO am Samstag eine Notfallversammlung in Genf einberiefen, gaben Soldaten in Mexico City an Kreuzungen, Metro-Stationen und auf Plätzen Gesichtsmasken aus. Ein Militär im Tarnanzug gab mir eine Maske, als ich die Metrostation Bellas Artes betrat, aber sie fiel auseinander, noch bevor ich in den Zug einstieg. Im Zug beäugten sich die Fahrgäste argwöhnisch und vermieden jeden Kontakt mit Fremden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Matthew Yglesias, der für Center for American Progress Action Fund bloggt, <a href="http://yglesias.thinkprogress.org/archives/2009/04/swine-flu.php">äußert sich besorgt</a> darüber, wie diejenigen in den USA mit der Krankheit umgehen werden, die über keine Krankenversicherung verfügen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich habe zu diesem Thema nichts zu sagen, was über die Tatsache hinausgeht, dass es schön wäre, in einem Land zu leben, in dem, wenn man aufgrund einer Virus-Infektion ernsthaft erkrankt, der Zugang zu wirksamen medizinischen Heilmitteln nicht vom Wohlstand, Einkommen oder Beschäftigungsstatus abhinge.&#8221;</p></blockquote>
<p>Jim McVeagh, der von Neuseeland aus auf <em>MacDoctor</em> bloggt, denkt, dass in seinem Land und weltweit mehr getan werden muss, um die Ausbreitung des Virus einzuschränken. In Neuseeland besteht bei <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/americas/8019882.stm">13 Studenten</a>, die vor Kurzem in Mexiko waren, der Verdacht auf die Krankheit. McVeagh <a href="http://www.macdoctor.co.nz/?p=2061">sagt</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Angesichts der massiven Über-Reaktion im Fall der Vogelgrippe, hätte man dieses Mal auf eine lebhaftere Reaktion als einer reinen Überwachung hoffen können. Ich hätte angenommen, dass zumindest eine Isolation der Fälle durchgeführt sowie Reisebeschränkungen nach Mexiko verhängt werden würden, bis neue Daten vorlägen. Da die CDC [die amerikanischen Zentren für Krankheitsüberwachung und -vorbeugung] nun landsam aufwachen - wahrscheinlich eine Woche zu spät - und die WHO weiterhin Däumchen dreht, erscheint die halbherzige Reaktion Neuseelands im Vergleich schon fast forsch.</p>
<p>Während es sich hierbei um einen weiteren Reinfall handeln könnte, wäre es schön, wenn die Gesundheitsbehörden dies lieber im Nachhinein bekannt geben könnten, als ganz offensichtlich im Vorhinein mit unvollständigen Informationen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Viele Länder führen <a href="http://www.google.com/hostednews/ap/article/ALeqM5hZVkRqV2uZVim0TRk5R1ZBfovTCAD97QESOO1">Sicherheitsmaßnahmen</a> ein, um die Ausbreitung der Schweinegrippe zu verhindern. So werden z. B. an einigen Flughäfen Reisende aus Mexiko auf Grippesymptome untersucht. China und Russland planen, jeden, der Syptome zeigt, unter Quarantäne zu stellen. Vijay Sadasivam bloggt auf <em>scan man</em> und <a href="http://www.catscanman.net/blog/2009/04/swine-flu/">sagt</a>, dass in Indien keinerlei Präventionsmaßnahmen ergriffen wurden, während boinky auf <em>Finestkind Clinic and fish market</em> eine auf den Philippinen durchgeführte Maßnahme <a href="http://fkclinic.blogspot.com/2009/04/swine-flu.html">beschreibt</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Philippinen werden die Einfuhr von Schweinefleisch aus den USA und Mexiko stoppen, um die Verbreitung einzudämmen&#8230;das ist deshalb lustig, weil die Grippe von Mensch zu Mensch übertragen wird und unsere eigenen Schweine mit dem Ebola-Reston-Virus infiziert sind&#8230;<br />
aber natürlich ist Festtagsstimmung und bisher hört man nichts von Quarantäne für Menschen, wie es bei SARS der Fall war&#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p>Viele Blogger zeigen auf, dass, obwohl die Gefahr ernst genommen werden und man sich vorbereiten sollte, es im Moment keinen Grund zur Panik gibt. In einem Artikel auf <em>Utah Preppers</em> <a href="http://www.utahpreppers.com/2009/04/pandemic-preparedness/">heißt es</a> z. B.:</p>
<blockquote><p>&#8220;Einige schnelle Anti-Panik-Bemerkungen&#8230;</p>
<li>Die Schweinegrippe wird NICHT über Nahrungsmittel übertragen. Der Verzehr von Schweinefleisch ist NICHT mit Risiko behaftet.</li>
<li>Dies ist NICHT das erste Mal, dass die &#8220;Schweinegrippe&#8221; auf Menschen übertragen wurde. Das geschah schon ein paarmal zuvor, ohne dass es in eine weltweite Epidemie ausgeartet wäre.</li>
<li>Diese Art von Schweinegrippe ist, wie jede Art von Grippe, ein Virus und wird hauptsächlich durch Husten und Niesen von Mensch zu Mensch übertragen.</li>
<li>Das ist nur eine Grippe! Wichtig ist jetzt, sich NICHT ANZUSTECKEN.&#8221;</li>
</blockquote>
<p>Die WHO empfiehlt derzeit keine Reise- oder Handelsbeschränkungen und sagt, dass vor der Anhebung der <a href="http://www.who.int/csr/disease/avian_influenza/phase/en/index.html">weltweiten Emidemiewarnstufe</a>, die sich zurzeit auf Stufe drei von sechs Stufen befindet, mehr Informationen über das Virus gesammelt werden müssen.<br />
<em>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/sarihuella/3474744375/">Schutz vor der Schweinegrippe</a> von <a href="http://www.flickr.com/photos/sarihuella/">Sarihuella</a> auf Flickr.</em></p>
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		<title>Brasilien: Gedanken über unsere eigenen Gasa-Streifen</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 19:56:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonPaula Góes  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 

Text des Graffitis:

ICH WURDE GEBOREN, WEIL SIE MICH LIEBTEN
ICH STARB, WEIL SIE MICH HASSTEN&#8230;
zum Gedenken an
RENAN
GABRIEL
FELIPE
MARCELÃO
THIAGO
Ruhet in Frieden

aus Morro de Samba (Hügel des Samba) in Rio de Janeiro - „Berühmt-berüchtigt für seinen Drogenschmuggel und seine Gewalt, ist Morro de Samba bekannt als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/paulagoes/">Paula Góes</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/11/brazil-reflecting-on-our-very-own-gaza-strips/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="aligncenter size-full wp-image-55216" title="27491733_8ae3c0a8f5" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/27491733_8ae3c0a8f5.jpg" /></p>
<p><strong>Text des Graffitis:</strong></p>
<blockquote>
<p><strong>ICH WURDE GEBOREN, WEIL SIE MICH LIEBTEN<br />
ICH STARB, WEIL SIE MICH HASSTEN&#8230;<br />
zum Gedenken an<br />
RENAN<br />
GABRIEL<br />
FELIPE<br />
MARCELÃO<br />
THIAGO<br />
Ruhet in Frieden</strong></p>
</blockquote>
<p><strong>aus Morro de Samba (Hügel des Samba) in Rio de Janeiro - „Berühmt-berüchtigt für seinen Drogenschmuggel und seine Gewalt, ist <em>Morro de Samba</em> bekannt als eine der gefährlichsten Gemeinden in unserer Region“, Foto von <a href="http://www.flickr.com/photos/beija-flor/">carf</a> unter einer Creative-Commons-Lizenz</strong></p>
<p>Wie der Rest der Welt verfolgen die brasilianischen Blogger genau die Entwicklung des <a href="http://globalvoicesonline.org/specialcoverage/2008-gaza-strip-bombings/">israelisch-palästinensischen Konflikts</a> [en]. Die Meinungen gehen auseinander, aber der Konflikt hat trotz allem die Blogger dazu gebracht, über eines nachzudenken: manch einer spürt, dass die Geschehnisse in Gaza eine Parallele haben in den täglichen Kriegen in den Elendsquartieren quer durchs Land - genannt die eigenen Gazastreifen Brasiliens - wo  [die Gewalt] jeden Tag <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/12/13/brazil-brazilian-police-literally-gets-away-with-murder/">viele unschuldige Leben</a> [en] fordert. <a href="http://diplo.uol.com.br/2009-01,a2752">Sérgio Vaz</a> [pt] erklärt:</p>
<blockquote><p>Aqui no Brasil, na Baixa do Sapateiro, faixa de gaza baiana, menino Matheus morreu com um tiro de Fuzil quando saía de casa para comprar pão, no mesmo momento em que a polícia invadia sua favela.<br />
Mera coincidência, ou são sempre os mesmos que sangram nas calçadas, quer seja na faixa de Gaza brasileira ou na Faixa de Gaza Palestina? Será que a sede de sangue nunca cessa?<br />
A Periferia debaixo de tiros, a Palestina debaixo de bombas. Será que deus foi passar o réveillon em Copacabana?</p>
</blockquote>
<div class="translation">Hier in Brasilien, in Baixa dos Sapateiros, dem Gazastreifen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bahia">Bahia</a> starb ein Junge namens Mattheus durch einen Gewehrschuss, als er aus dem Haus ging um Brot zu kaufen in dem Moment in dem die Polizei in die Favela einmarschierte, in der er lebte.<br />
Ist es nur Zufall, oder sind es immer die gleichen [unschuldigen Menschen], die auf dem Pflaster sterben, sei es im brasilianischen Gazastreifen oder im palästinensischen Gaza? Kann es sein, dass der Blutdurst nie endet?<br />
Die Vorstädte unter Feuer, Palästina unter Bombenteppichen. Kann es sein, das Gott das Neujahrsfest an der Copacabana verbracht hat?</div>
<p>Als er die schockierenden Bilder des Konflikts im Internet sah, musste <a href="http://famintopordeus.blogspot.com/2009/01/israel-vs-hamas-gaza.html">Anderson Vieira</a> [pt] unwillkürlich an die Tage denken, als er regelmäßig in eine der Favelas von Rio de Janeiro kam, wo es nach seinen Worten normal war, dass stark bewaffnete Drogendealer Seite an Seite gingen mit Kindern, schwangeren Frauen und alten Menschen. Immer wieder würde die Polizei dort einen verheerenden Auftritt veranstalten:</p>
<blockquote><p>Acontece que não foram poucas as vezes que em incursões da polícia em morros e favelas cariocas, na troca de tiros, no fogo cruzado, pessoas inocentes acabavam sendo atingidas pelas famosas balas perdidas, que de perdidas não têm absolutamente nada.<br />
A situação da Faixa de Gaza é de certa forma parecida com a das favelas e morros cariocas. Ali em meio aos terroristas do Hamas há crianças, mulheres, homens, cidadãos palestinos inocentes e desprotegidos. À semelhança dos traficantes que se escondem em barracos e casas de moradores a fim de fugir da polícia, os terroristas do Hamas também se valem dessa estratégia no mínimo covarde e se infiltram em casas de inocentes.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Es ist so, dass es nicht selten vorkam, das beim Einfall der Polizei in die Favelas von Rio de Janeiro, im Schusswechsel, im Kreuzfeuer, am Ende unschuldige  Menschen von den berühmten Irrläufern getroffen wurden, die in keinster Weise irrlaufen.<br />
Die Situation im Gazastreifen ist gewissermaßen ähnlich wie in den Favelas in Rio. Dort inmitten der Terroristen der Hamas gibt es Kinder, Frauen und Männer, unschuldige und schutzlose palästinensische Bürger. Ähnlich wie die Dealer sich in den Hütten und Häusern verstecken um vor der Polizei zu flüchten, bedienen sich die Terroristen der Hamas dieser zumindest feigen Strategie und schleichen sich in die Häuser Unschuldiger ein.</div>
<p><a href="http://crazyseawolf.blogspot.com/2009/01/terroristas-traficantes-gaza-rio.html">Aparecido José do Rosário</a> [pt] stimmt damit überein und fügt hinzu, dass in diesen Fällen, der Zweck die Mittel heilige:</p>
<blockquote><p>Mas voltando a questão sobre o que Israel deve fazer contra esses ataques, e faço um paralelo com o problema dos morros no Rio de Janeiro. Desculpem-me mas sou um tanto radical nesse sentido. Tenho a minha opinião de que a polícia e/ou exército deve atacar os morros a todo custo. Aqueles que nada tem a ver com os traficantes, que são inocentes devem sair de lá e deixar que as forças militares façam o serviço completo, agora, aqueles que protegem tais traficantes, são cúmplices e tão criminosos quanto eles, e portanto que sofram as conseqüências. Estarei eu sendo insensível?</p>
</blockquote>
<div class="translation">Um auf die Frage zurückzukommen, was Israel gegen diese Angriffe unternehmen solle, ziehe ich eine Parallele mit dem Problem der Hügel in Rio de Janeiro. Entschuldigen Sie mich, ich bin ein bisschen radikal in dieser Hinsicht. Ich bin der Meinung, das die Polizei oder das Militär die Hügel um jeden Preis angreifen muss. Wer nichts mit den Dealern zu tun hat, wer unschuldig ist, sollte von dort verschwinden und die Streitkräfte ganze Arbeit leisten lassen, wer aber die Kriminellen schützt, ist Komplize und daher selbst kriminell, und muss deshalb die Konsequenzen tragen. Bin ich vielleicht unsensibel?</div>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/affotojornalismo/1972068766/"><img class="aligncenter size-full wp-image-55215" title="1972068766_c4d9f05464" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/1972068766_c4d9f05464.jpg" /></a></p>
<p><strong>&#8220;27.07.2005 - Die Polizei findet drei verbrannte Leichen in Inhaúma. Die Opfer wurden vermutlich getötet als sie in die Favela kamen um ein von Drogendealern gestohlenes Fahrzeug aus der Favela do Alemão abzuholen.&#8221; Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/affotojornalismo/">Andréa Farias</a>, verwendet unter einer Creative-Commons-Lizenz.</strong></p>
<p><a href="http://blogdasoninha.folha.blog.uol.com.br/arch2008-12-28_2009-01-03.html#2008_12-28_00_58_38-10366234-0">Sonia Fancine</a> [pt], eine junge aufsteigende Politikerin aus São Paulo, sagt, der Hamas die Schuld für den Tod von Zivilisten zu geben sei genau was die brasilianische Polizei mache, wenn sie Todesopfer rechtfertige, indem sie vorgebe die Bevölkerung zu schützen, und „wenn ein Kind durch einen Irrläufer stirbt, dann ist das nur ein unerwünschter Nebeneffekt einer erfolgreichen Aktion“:</p>
<blockquote><p>As mortes &#8220;acidentais&#8221; freqüentemente são justificadas como decorrentes de &#8220;autos de resistência&#8221; (aquelas trocas de tiros que, curiosamente, só deixam marcas de um dos lados) ou como sendo de &#8221; pessoas ligadas ao tráfico&#8221; (aí fica fácil - se mora na favela, é ligado ao tráfico, pronto). Então ficamos assim: as crianças palestinas e das favelas do Rio morreram porque tiveram a idéia de jerico de estar em um lugar cheio de terroristas/ traficantes. E ainda foram botar o corpo bem na frente dos mísseis/ fuzis&#8230; Foi mal aê. Mas da próxima vez, as vítimas que tomem mais cuidado, pô!</p>
</blockquote>
<div class="translation">Die „zufälligen“ Tode werden oft gerechtfertigt als Folge von „Widersetzen“ (diese Schießereien, die, seltsamerweise, nur auf einer Seite Spuren hinterlassen) oder von „Personen mit Bezug zum Drogenhandel“ (das ist dann einfach - wer in einer Favela lebt, hat Bezug zum Drogenhandel und fertig). So ist das also: die Kinder aus Palästina und die der Favelas von Rio sterben, weil sie auf die dumme Idee kommen, sich an einem Ort voller Terroristen / Dealer aufzuhalten, Und dazuhin bringen sie ihren Körper noch genau vor die Raketen / Gewehre&#8230; Tut uns leid. Aber das nächste Mal möchten die Opfer doch besser aufpassen, nicht wahr!</div>
<p>In einem Kommentar zu dem oben zitierten Post, fühlt sich ein Leser namens <a href="http://navblog.uol.com.br/comment.html?postFileName=2008_12-28_00_58_38-10366234-0&amp;idBlog=1246860">Fernando</a> [pt] machtlos angesichts beider Konflikte:</p>
<blockquote><p>E como acabar com tudo isso? Seja no Rio ou lá em Gaza é a mesma coisa: desrespeito ao comum - incompreensão do diferente! E como eu posso ajudar para acabar com tudo isso?</p>
</blockquote>
<div class="translation">Und wie setzt man all dem ein Ende? Sei es in Rio oder dort in Gaza, es ist dasselbe: eine Missachtung des Gemeinsamen, ein Unverständnis der Unterschiede! Und wie kann ich helfen, das alles zu einem Ende zu bringen?</div>
<p><a href="http://albertoprass.blogspot.com/2008/12/israel-um-lugar-ridculo.html">Alberto Ricardo Präss</a> [pt] findet, das Brasilien mit dem Boykott israelischer Waren helfen solle, und erinnert sich an die Situation als er dort im Jahr 1985 sechs Monate lang lebte. Er schließt mit den Worten, dass Brasilien nicht weit entfernt davon sei:</p>
<blockquote><p>Não é de se espantar que homens bombas surjam sem parar naquelas bandas. É muito evidente que pessoas acuadas tendem a ter reações radicais para sobreviver. Mais ou menos como os moradores das favelas do Rio, que reagem por estar sem muita saída.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Es nimmt nicht Wunder, dass in diesen Streifen ständig Bombenattentäter auftauchen. Es ist ganz offensichtlich, dass bedrängte Menschen zu radikalen Reaktionen tendieren um zu überleben. Mehr oder weniger wie die Bewohner der Favelas in Rio, die darauf reagieren, dass sie kaum einen Ausweg haben.</div>
<p>Andererseits meint <a href="http://blogdomrx.blogspot.com/2008/12/israel-prova-da-existncia-de-deus.html">Mr X</a> [pt], ein Unterstützer Israels, dass der israelisch-palästinensische Konflikt nicht <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/01/09/from-kivu-to-gaza-how-the-media-choose-the-conflicts-they-cover/">so viel Aufmerksamkeit der Medien</a> [en] oder öffentliches Aufsehen verdient hat, im Vergleich zu anderen Konflikten auf der Welt, darunter dem in Brasilien:</p>
<blockquote><p>Mata muito menos do que qualquer conflito na África hoje em dia, menos do que a cólera no Zimbabwe, menos até do que os tiroteios nas favelas do Rio de Janeiro.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Er tötet viel weniger als jeder Konflikt im heutigen Afrika, weniger als die Cholera in Simbabwe, weniger noch als die Schießereien in den Favelas von Rio de Janeiro.</div>
<p><a href="http://taniacelidonio.blogspot.com/2009/01/travei.html">Tania Celidonio</a> [pt] sagt, dass sie schockiert ist von den täglichen Berichten über die Gewalt im Nahen Osten, aber dass die Gewalt in Rio de Janeiro zum Klischee geworden sei:</p>
<blockquote><p>Motorista da ONU assassinado, trinta civis palestinos mortos num abrigo, fim da ajuda humanitária&#8230;. Juro que travei. E ainda por cima, aqui na faixa tupiniquim do Rio de Janeiro, os tiros não esperaram passar a primeira semana de 2009. Os morros da Babilônia e Chapéu Mangueira foram sacudidos por várias saraivadas. Nós, do asfalto, ficamos torcendo para que nada de muito ruim aconteça por lá. O pior são as centenas de trabalhadores que voltam para suas casas, no cair da noite, e são recebidos por esse ambiente de terror que já virou rotina nos morros da cidade.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Ein Fahrer der UNO ermordet, dreißig tote palästinensische Zivilisten in einem Schutzraum, die humanitäre Hilfe wird beendet&#8230; Ich schwöre, ich bin zusammengesackt. Und obendrein hier im <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tupiniquim"><em>Tupiniquim</em></a>-Streifen [en] in Rio de Janeiro, warteten die Schüsse nicht bis zum Ende der ersten Woche von 2009. Die Hügel von Babilônia und Chapéu Mangueira wurden erschüttert durch allerhand Schießereien. Wir vom Asphalt [„vom Asphalt“ ist ein Slangwort für „aus den Favelas“] bitten und beten, dass hier nichts  Schlechtes passiert. Das Schlimmste wäre, dass hunderte von Arbeitern in der Abenddämmerung in ihre Häuser zurückkehren und empfangen werden von diesem Umfeld des Terrors, das schon zur Routine geworden ist auf den Hügeln der Stadt.</div>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-55189" title="israeli2" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/israeli2.jpg" /></p>
<p><strong>„Alter Knabe, ist das die richtige Zeit um in Bonsucesso herumzulaufen?“ – Der <a href="http://blogdobonitao.blogspot.com/2009/01/no-segundo-dia-de-ofensiva-terrestre.html">Blog do Bonitão&#39;s charge</a> [pt] verlegt den israelisch-palästinensischen Konflikt in einen Bezirk Rio de Janeiros, der von Favelas umgeben ist und von extremer Gewalt erschüttert wird.</strong></p>
<p>In <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pernambuco">Pernambuco</a> hat der Mordzähler des <a href="http://www.pebodycount.com.br/post/postUnico.php?post=1005">PEBodyCount</a>-Blogs [pt], der tägliche Statistiken zur Kriminalitätsrate liefert, in den 11 ersten Tagen des neuen Jahres 81 Morde allein in diesem Staat gezählt. Der Blog zählte 4525 Morde im Jahr 2008, 4592 im Jahr 2007 und 4638 im Jahr 2006. Die Zahl nimmt ab, aber:</p>
<blockquote><p>&#8220;Raciocinar que 78 pessoas a menos (pelas contas do Governo, pelas nossas, foram 67) perderam a vida não quer dizer que foram salvos 78 seres humanos. Continuamos tendo mais de 4.500 assassinatos. É um patamar que coloca nosso estado entre os locais mais violentos do mundo. São poucos os países que tem tantos crimes de morte por ano. A mudança tão apregoada precisa começar de verdade.&#8221;</p>
</blockquote>
<div class="translation">„Zu denken, dass 78 Menschen weniger (nach der Zählung der Regierung, nach unserer waren es 67) ihr Leben verloren, ist etwas anderes, als das 78 Menschenleben gerettet wurden. Wir haben weiterhin mehr als 4500 Morde. Unter dem Strich katapultiert das unseren Staat unter die gewalttätigsten Gegenden der Welt. Der so viel verkündete Wandel muss wirklich beginnen.“</div>
<div class="contributors">Geschrieben in Zusammenarbeit mit <a href="http://globalvoicesonline.org/author/deborah-goldemberg/">Deborah Icamiaba</a> [en].</div>
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		<title>Israel: Yonit Levi lieben und hassen</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/17/israel-yonit-levi-lieben-und-hassen/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Jan 2009 15:57:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cegees</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonJillian York  &#183; Übersetzt von cegees &#183;  engl. Originalartikel 
Yonit Levi ist die beliebte Nachrichtensprecherin des israelischen Fernsehsenders Channel 2. In der Bloggerszene wurde sie in den letzten Tagen zur Ausgestoßenen erklärt, wegen ihrer Reaktionen zur aktuellen Krise in Gaza. Sie  wird als Sympathisantin für die palästinensische Seite gesehen. Levi war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/jillian-york/">Jillian York</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/paul-lanon/'>cegees</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/16/israel-loving-and-hating-yonit-levi/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Yonit Levi ist die beliebte Nachrichtensprecherin des israelischen Fernsehsenders Channel 2. In der Bloggerszene wurde sie in den letzten Tagen zur Ausgestoßenen erklärt, wegen ihrer Reaktionen zur aktuellen Krise in Gaza. Sie  wird als Sympathisantin für die palästinensische Seite gesehen. Levi war laut einem <a href="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1231950869027&#038;pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull">Artikel der Jerusalem Post</a>, häufig mit hochgezogenen Augenbrauen zu sehen, wenn es um die israelischen Streitkräfte [IDF] ging, und schaute besorgt, wenn über Palästina diskutiert wurde. Ihre Gesichtsausdrücke sorgten für eine <a href="http://www.atzuma.co.il/petition/151093/1/1000/">Petition [he]</a>, um Levi vom Sender zu nehmen - in wenigen Tagen kamen mehr als 35.000 Unterschriften zusammen. Die Initiatoren der Aktion sind der Ansicht, es hätte etwas gebracht, da Levi diese Ausdrücke unterlässt. Eine Gegenpetition wurde ebenfalls gestartet, um die Nachrichtensprecherin zu unterstützen.</p>
<p><em>OneJerusalem.com</em> <a href="http://www.onejerusalem.com/2009/01/14/loving-yonit-levi/">reagierte</a> prompt und energisch zu Gunsten Livs:</p>
<blockquote><p>
In einem Beitrag vor einigen Tagen, schrieb ich über Fox News - als ein Beispiel wie tief Nachrichten in einem Nachrichtensender sinken können, und die Absurdität sich selbst darzustellen als &#8220;Fair und Ausgewogen&#8221;. Als wäre es das letzte, was man sein möchte. Yonit Levi TATSÄCHLICH fair und ausgewogen und muss das niemanden verkaufen. Sie arbeitet schon sehr lange als Nachrichtensprecherin und bringt ihre Nachrichten in einem gleichmäßigen Ton rüber, frei von persönlicher Meinung oder Sichtweisen.</p>
<p>Kurz gesagt: Yonit, wir lieben dich! Leiste weiter wunderbare Arbeit.
</p></blockquote>
<p><a href="http://flickr.com/photos/74225262@N00/528255886/"><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/yonit.jpg" alt="Ein Fan, zusammen mit Yonit Levi" title="yonit" class="alignnone size-full wp-image-55468" /></a><br />
<em>Ein Fan, zusammen mit Yonit Levi</em></p>
<p><em>Lisa Goldman</em>, eine israelisch-canadische Bloggerin, <a href="http://lisagoldman.net/2009/01/15/say-goodbye-nicely-to-peace/">berichtet</a> über die Reaktionen in den Medien, die Levis Situation aufgreifen:</p>
<blockquote><p>
Laut Umfragen <a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/1055564.html">unterstützen 90 Prozent der Israelis</a> den Gazaeinsatz. Ich finde diese Zahl ein wenig besorgniserregend. Denn für eine gesunde Demokratie, sind öffentliche Debatten und unterschiedliche Meinungen essenziell, wie <em>Ohad</em> es z.B. <a href="http://www.cfxweb.net/civax/2009/01/13/a-word-against-over-patriotism-in-israel/">skizziert</a>; und jeder der nur im Entferntesten gegen den Einsatz ist, kann die persönlichen Angriffe ausprobieren, die ihm entgegenkommen. Das hat, in meinen Augen, viele Menschen ruhig gestellt.</p>
<p>Die Angriffe reichen von verbalen Attacken (), bis hin zur Drohung seinen Job zu verlieren - <a href="http://www.onejerusalem.com/2009/01/14/loving-yonit-levi/">wie im Fall von Yonit Levi</a>, der Nachrichtensprecherin auf Channel 2. Einer meine Freunde bekam sogar <a href="http://www.karenalkalay-gut.com/diaryjanuary22009.html">Todesdrohungen</a> - über Facebook; das ist unglaublich.<br />
Angenommen alle Personen, die befragt wurden, wissen, dass die israelischen Medien ausschließlich von Armeesprechern Informationen bekommen; und angenommen all diese Personen sind gut über das informiert, was wirklich in Gaza passiert; und haben keine Angst eine andere Meinung zu vertreten als die Mehrheitsmeinung, dann wäre immer noch 1 von 10 gegen den Krieg.<em> Time Out Tel Aviv</em> gibt diesen Menschen in der aktuellen Ausgabe eine Stimme. Weiter unten sind einige Auszüge übersetzt.
</p></blockquote>
<p>Creative-Commons-Lizenz: <a href="http://flickr.com/photos/74225262@N00/528255886/">Photo von YuvaIH</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Israel: zwei Arabische Parteien werden von den Wahlen ausgeschlossen</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/16/israel-zwei-arabische-parteien-werden-von-den-wahlen-ausgeschlossen/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/16/israel-zwei-arabische-parteien-werden-von-den-wahlen-ausgeschlossen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Jan 2009 21:43:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cegees</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonAyesha Saldanha  &#183; Übersetzt von cegees &#183;  engl. Originalartikel 
Am 10. Februar 2009 [en] finden in Israel Parlamentswahlen statt. Das zentrale Wahlkomitee stimmte kurz zuvor gegen die Teilnahme zweier palästinensischer (arabischer) Parteien an den Wahlen. In diesem Beitrag geht es im die Reaktionen von Bloggern innerhalb und außerhalb Israels.
Die Palästinensischen Bürger Israels [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/ayesha-saldanha/">Ayesha Saldanha</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/paul-lanon/'>cegees</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/15/israel-arab-parties-banned-from-participating-in-elections/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Am <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/2009_Israeli_elections">10. Februar 2009 [en]</a> finden in Israel Parlamentswahlen statt. Das zentrale Wahlkomitee <a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/1054867.html">stimmte kurz zuvor gegen die Teilnahme</a> zweier palästinensischer (arabischer) Parteien an den Wahlen. In diesem Beitrag geht es im die Reaktionen von Bloggern innerhalb und außerhalb Israels.</p>
<p>Die Palästinensischen Bürger Israels (auch bezeichnet als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Araber">Israelische Araber</a>) machen mehr als 20 Prozent der Bevölkerung aus. 12 von 120 Sitzen in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Knesset">Knesset</a> (Parlament) fallen zur Zeit <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Arab_members_of_the_Knesset"> auf arabische Mitglieder [en]</a> - sieben von ihnen werden nach dieser Entscheidung aus dem Parlament ausgeschlossen. Dies betrifft die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ta%27al">Ta&#39;al-Partei [en]</a> und die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Balad_(Israel)">Balad-Partei</a>, die beide zur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigte_Arabische_Liste">Vereinigten Arabischen Liste </a>gehören. Das zentrale Wahlkomitee, zusammengesetzt aus Vertretern der großen Parteien, entschied damit über einen Antrag zweier ultra-nationalistischen Parteien. Der Vorwurf lautete: Unterstützung von terroristischen Vereinigungen und Aberkennung des Existenzrechts Israels. Die Ta&#39;al-Partei und die Balad-Partei hatten heftige Kritik geübt an der Regierung, wegen der Angriffe auf Gaza und den palästinensischen Demonstrationen in den vergangenen <a href="http://electronicintifada.net/v2/article10187.shtml">Wochen</a>.</p>
<p>Beide arabischen Parteien warten jetzt auf eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs; und es besteht eine <a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/1054867.html">geringe Chance</a>, dass die Anordnung des zentralen Wahlkomitees aufgehoben wird. Die Anrufung des Obersten Gerichts konnte jedoch nicht die Blogger aufhalten, die ihrer Wut freien Lauf ließen.</p>
<p><em>Yudit Ilany</em> ist eine Israelin, die in Jaffa lebt. Sie schreibt auf<a href="http://yuditilany.blogspot.com/2009/01/once-upon-time.html"> <em>OCCUPIED</em></a>:</p>
<blockquote><p>
Es gab ein Mal eine Zeit in der Israel beabsichtigte ein demokratischer Staat zu sein. und mehr und mehr nach westlichen Maßstäben als solcher wahrgenommen zu werden [&#8230;] So jedoch nicht.
</p></blockquote>
<p>Weite führt sie aus:</p>
<blockquote><p>
Es gibt einen inhärenten Widerspruch in der Idee eines &#8220;demokratisch-jüdischen Staates&#8221;. Um es einfach zu sagen: In einer Demokratie sind alle gleich. Es spielt keine Rolle, ob jemand Jude, Christ, oder Muslim ist. Ob er keiner Religion angehört, oder einer anderen ethnischen Gruppe. Und wenn eine Gruppe größer ist, als eine Andere, dann spielt das auch keine Rolle. [&#8230;] Es hat in Israel einen intensiven und offenen Diskurs gegeben über die &#8220;demokratische Gefahr&#8221;. Was damit gemeint ist, ist die Frage: &#8220;Was wäre, wenn es in Israel mehr Araber als Juden gäbe?&#8221; Ganz offensichtlich wäre es dann kein mehrheitlich jüdischer Staat mehr. Und das macht den Menschen Angst in Israel. Diese Angst kann ich verstehen. Sie beruht auf einer langen Geschichte gewaltsamen Antisemitismus. Noch kann ich die Konsequenzen nicht rechtfertigen. WENN Israel eine Demokratie sein will, muss es ihren multikulturellen Charakter berücksichtigen, und auch ihre Kolonialgeschichte. Es müssen Fragen gestellt werden, über den Zionismus und über <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/1948_Palestinian_exodus">Naqba [en]</a>. Es muss über die Rechte der Einwanderer reden, und über den Status von Minderheiten. Was passiert, wenn Menschen heiraten, den Religionen unterschiedlich sind? Dafür müssen Ergebnisse gefunden werden. Die gestrige Entscheidung zeigt deutlich, das Israel dazu nicht bereit ist. [&#8230;] Ich erwarte, dass die beschämende Entscheidung durch den obersten Gerichtshof zurückgenommen wird. Hoffentlich können beide Parteien an den Wahlen teilnehmen, und ihre Vertreter in der nächsten Knesset sitzen. Aber es war zuvor nie deutlicher: es gibt einen Widerspruch zwischen einem Ein-Ethnien-Staat und einer Demokratie.</p></blockquote>
<p><em>Nasrawi</em> schreibt aus <a href="http://nasrawi.blogspot.com/2009/01/arab-parties-balad-and-united-list.html">Nazareth</a>:</p>
<blockquote><p>
Die arabischen Parteien sind immer zu hören, wenn Zivilisten zum Ziel werden und wenn es gegen die kriegführenden Kräfte geht, besonders während des Krieges, der jetzt in Gaza tobt. Daraufhin haben sie einige Demonstrationen organisiert. Außerdem rufen sie schon seit Jahren zu einem &#8220;Staat für alle Bürger&#8221; auf. Das bedeutet: kein Staat der auf ethno-kulturellen oder rassistischen Besonderheiten gründet, sondern ein demokratischer Staat, in dem jeder Bürger die gleichen Rechte und den gleichen Schutz genießt. Und das ist Israel zur Zeit nicht, sondern nach der Verfassung ein Staat der Juden, der 18 Prozent seiner Bürger ausschließt: die israelischen Araber.<br />
Das [zentrale] Wahlkomitee ist der Ansicht, dass sowohl diese Demonstrationen, als auch der Ruf nach einem &#8220;Staat für alle Bürger&#8221;, das Existenzrecht Israels in Frage stellen und somit Terrorgruppen unterstützt, oder deren Anstiftung gleicht. [&#8230;] Hassan Jabareen Kopf der NGO <a href="http://www.adalah.org/eng/index.php">Adalah </a>wirft ein, dass im 20. Jahrhundert zu keiner Zeit eine Partei von Wahlen ausgeschlossen wurde, wenn der Staat auf der Grundlage &#8220;Ein Staat für alle Bürger&#8221; beruhte - mit Ausnahme der ANC während der Apartheid in den 1960ern in Südafrika. [&#8230;] Ich denke, das jetzt die Maske wahrhaftig gefallen ist. Der &#8220;einzige demokratische Staat&#8221; im Nahen Osten zeigt der Welt sein wahres Gesicht. Widerspruch ist verboten. Sogar Politischer Widerspruch wird nicht erlaubt, um die Wahlen durchzuführen. Kommt rein, kommt alle näher - kommt und seht, wie die Fassade bröckelt!</p></blockquote>
<p>Der amerikanischer Blogger Richard Silverstein schreibt auf <a href="http://www.richardsilverstein.com/tikun_olam/2009/01/13/israel-bans-arab-parties-from-election-is-this-iran/"><em>&#8220;Tikun Olam&#8221;</em></a></p>
<blockquote><p>
Sie müssen mir verzeihen, wenn ich frage, aber erinnert die Entscheidung des [zentralen] Wahlkomitees der Knesset zwei von drei arabischen Parteien von den nächsten Wahlen auszuschließen eher an westliche Demokratien oder an den Iran? Die Ajatollahs kontrollieren doch, wer für die Parlamentswahlen zugelassen wird, und schließen Kandidaten praktisch aus, wenn sie die falsche Schuhfarbe haben - oder ähnlichen Blödsinn. Israel ist nicht mehr weit von Iran entfernt, fürchte ich: Erstens, glauben zwei jüdische Parteien, die dieses Anliegen vorbrachten, selbst nicht mehr an die israelische Demokratie. Avigdor Lieberman, Vorsitzender einer der beiden Parteien, sagte öffentlich, dass arabische Anführer auf den Lampenpfosten aufgereiht werden sollten, und das israelische Menschenrechtsanwälte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kapo_(KZ)">Kapos</a> seien. Köstliche Sache.<br />
Zweitens, wählten die Vertreter der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Labor_Party_(Israel)">Arbeitspartei</a> im Wahlkomitee zu Gunsten des Verbots der Arabischen Parteien. Wenn das nicht zeigt, wie sie am Ende sind, dann weiß ich es auch nicht. Schließlich werden die Araber beschuldigt den Staat Israel nicht anzuerkennen, sitzen aber in der Knesset als ordentlich gewählte Mitglieder. Wäre es nicht logischer die Knesset zu boykottieren, wenn man Israel nicht anerkennt?<br />
Und verstehen sie mich richtig: der fahnen-schwenkende Nationalstolz, während der Grausamkeiten in Gaza. ist das, was den israelischen Rassismus motiviert gegenüber den arabischen Bürgern. Israelisch-jüdische Politiker sehen nicht die Kehrseite, wenn sie die Rechte von nicht-jüdischen Minderheiten angreifen. Denn zur Zeit ist jeder Freiwild, der auch nur im entferntesten mit der Hamas verbunden ist. Wenn man Israel liebt, dann sollte das einem schon Angst einjagen - sogar dann wenn das oberste Gericht diese Farce beendet.
</p></blockquote>
<p><em>Dennis Fox</em>, ein anderer amerikanischer Blogger <a href="http://blog.dennisfox.net/index.php/archives/2009/01/12/israeli-democracy/">schreibt</a>:</p>
<blockquote><p>
Eine der größten Gemeinsamkeiten unter denen, die durch eine israel-fokussierte Linse schauen, ist die Annahme Israel sei die &#8220;einzige Demokratie im Nahen Osten&#8221;. Die Unverträglichkeit zwischen einem jüdischen Staat und einem Demokratischen war ein zentraler Punkt in meinen Kursen, während ich an der Ben-Gurion Universität gelehrt habe. Wenn eine moderne Demokratie definiert ist, als eine Mehrheit und viele Minderheiten dahinter - wenn wir z.B. an die USA denken, in denen es individuelle Rechte gibt, die nicht von der Mehrheit ausgehebelt werden können - dann zeigen genaue Vergleiche zwischen einer israelischen Demokratie und der Theorie und Praxis anderer Demokratien, dass Erstere eine tief entstellte Version der Letzten ist.</p>
<p>Das zentrale Wahlkomitee entschied mit überwältigender Mehrheit, dass beide kleinen Arabischen Parteien keine Kandidaten ins Rennen schicken dürfen für die Wahlen am Februar. Wie die <em><a href="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1231760644913&#038;pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull">Jerusalem Post</a></em> erklärt, und dabei Abschnitt 7A des israelischen Grundgesetzes zitiert:</p>
<p>Eine Partei könne nicht an den Wahlen zur Knesset teilnehmen, wenn ihre Ziele und ihr Handeln, offen oder impliziert, auf einen der folgenden Sachverhalte zutrifft: (1) Negierung des Existenzrechts Israels als jüdischen und demokratischen Staat, (2) Aufruf zum Rassismus, (3) Unterstützung von bewaffneten Bemühungen gegen Israel, durch unterstützen von feindlichen Staaten oder terroristischen Vereinigungen.</p>
<p>Mit vielen palästinensischen Staatsbürgern, die gegen die Angriffe in Gaza protestieren, treten die Risse in der israelischen Gesellschaft offener hervor als sonst. Die Führer der israelischen Araber arbeiten in der Tat daran, die Israelische Politik zu verändern, was meiner Ansicht nach als Verletzung des 3. Punktes gesehen wird, den ich oben zitiert habe. Aber über die letzten Jahre, scheint mir, dass der 1. Punkt relevanter gewesen ist. Diese Klausel fordert alle politischen Parteien auf, die Gleichheit anzuerkennen zwischen israelischen Juden und israelischen Arabern, ohne das der Staat eine der Gruppen bevorzugt.<br />
Darauf zu beharren, dass Israel &#8220;ein Staat aller Bürger&#8221; wird, anstatt ein &#8220;Staat der Juden&#8221;, widerspricht der Forderung an alle Parteien, Israel als einen Staat zu akzeptieren, in der jüdische Interessen mehr zählen.</p></blockquote>
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		<title>Palästina: &#8220;Sie wissen nicht, ob sie leben werden.&#8221;</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/13/palastina-sie-wissen-nicht-ob-sie-leben-werden/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 18:48:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Humanitäres]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonJillian York  &#183; Übersetzt von Katrin Zinoun &#183;  engl. Originalartikel 
 The war on Gaza continues into its seventeenth night. I find myself longing for the day when I don&#39;t feel I have an obligation to tell this story anymore. Life seems to have been put on hold; at work, at home, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/jillian-york/">Jillian York</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/'>Katrin Zinoun</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/13/palestine-they-dont-know-if-they-will-live/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><blockquote><p> The war on Gaza continues into its seventeenth night. I find myself longing for the day when I don&#39;t feel I have an obligation to tell this story anymore. Life seems to have been put on hold; at work, at home, as I eat, as I write, I feel like I am just waiting for this to end, so that maybe I can allow myself to go out again, or just to sleep. It&#39;s such a selfish thought to have when in Gaza, they&#39;re also waiting for this to end but only so that they can maybe go back to living without the fear of death arriving before the next breath.
</p></blockquote>
<div class="translation">Der Krieg in Gaza geht in seine 17. Nacht. Ich sehne mich nach dem Tag, an dem ich mich nicht mehr verpflichtet fühle, diese Geschichte zu erzählen. Das Leben scheint still zu stehen; auf Arbeit; zu Hause, wenn ich esse, wenn ich schreibe, ich fühle mich, als warte ich nur darauf, dass das alles aufhört, so dass ich mir erlauben kann raus zu gehen oder einfach zu schlafen. Es ist so ein selbstsüchtiger Gedanke, wenn sie in Gaza auch darauf warten, dass es endet, aber nur weil sie dann zu einem Leben zurückkehren können ohne die Angst, dass der Tod vor dem nächsten Atemzug kommt. </div>
<p>So beginnt Mohammad, der in Ramallah lebt, aber aus Gaza stammt, seinen Beitrag mit dem Titel &#8220;Der Tod ist gewöhnlicher als Schlaf&#8221;. In den letzten 17 Tagen, seit der ersten Attacke auf Gaza, teilt Mohammad die Anrufe bei seiner Familie auf KABOBfest, so dass die Welt ihre Geschichten hören kann.</p>
<p>Wenn man den Bericht jedes Tages liest, sieht man, wie das Leben in Gaza immer schlechter wird. Im gestrigen Beitrag erinnerte uns Mohammad daran, dass schlecht schlimmer ist, als sich viele vorstellen:</p>
<blockquote><p> Palestinian suffering comes into focus whenever Israel goes on a large-scale rampage. But as my cousin reminded me from Gaza last night, the suffering is always there, it has just become accepted by those who do not experience it on a continuous basis. Before this massacre, the people of Gaza were barely living due to the crippling siege that had closed off the land, sea and air, that had blocked the entry of raw materials and supplies, of food and medicines, and that had led 97% of businesses in Gaza to close.</p></blockquote>
<div class="translation">Das Leid der Palästinenser wird immer dann sichtbar, wenn Israel einen Großangriff beginnt. Aber mein Cousin erinnerte mich letzte Nacht aus Gaza, dass das Leiden immer da ist, es wurde nur von denjenigen hingenommen, die dem nicht ständig ausgesetzt sind. Vor diesem Massaker haben die Menschen in Gaza kaum gelebt aufgrund der lähmenden Belagerung, welche das Land, das Meer und die Luft abgesperrt hat, welche die Lieferung von Rohmaterialien und Vorräten, Lebensmitteln und Medizin blockiert hat und welche dazu geführt hat, dass 97% der Geschäfte in Gaza schließen mussten.</div>
<p>Und letzte Nacht berichtete Mohammad aus der relativen Sicherheit in Ramallah in der Westbank:   </p>
<blockquote><p> its just past 330 am here, i was woken up by a cold caller from libya. after he hung up i noticed a message from areej, my uncle mohammads wifes: the tanks have reached us, theres smoke in the house, please pray for us.<br />
    i called her. i could hear explosions just outside, and machine gun fire. just before 2 am, israeli tanks and special forces had entered an area just outside tal al-hawa, near the community college. they&#39;d come up against surprisingly tough and violent resistance. tanks firing randomly into neighbrhoods. white phosphorous munitions used to cover an aparent retreat. the entire apartment is filled with white smoke, the kids are up, screaming. there seems to be a definite retreat, but they&#39;re expecting the worst. they say to please keep praying for their safety and for the resistance. they dont know if they will live.</p></blockquote>
<div class="translation">
Es ist hier gerade kurz nach 3:30 Uhr in der Nacht. Ich wurde durch einen unerwarteten Anruf aus Libyen geweckt. Nachdem er aufgelegt hatte, bemerkte ich eine Nachricht von Arrej, der Frau meines Onkels: die Panzer haben uns erreicht, in unserem Haus ist Rauch, bitte bete für uns.</p>
<p>Ich rief sie an. Ich konnte die Explosionen draußen hören und Maschinengewehrfeuer. Kurz vor 2 Uhr nachts sind israelische Panzer und Spezialeinheiten in Gebiete direkt vor Tal al-hawa, in der Nähe des Gemeinde-Colleges vorgedrungen. Überraschenderweise sind sie auf zähen und brutalen Widerstand getroffen. Panzer schießen wahllos in die Nachbarschaft. Munition mit weißem Phosphor werden benutzt, um offensichtliche Verstecke zu verdecken. Die ganze Wohnung ist mit weißem Rauch gefüllt, die Kinder sind wach, schreien. Es scheint ein sicheres Versteck zu geben, aber sie erwarten das Schlimmste. Sie sagen, ich soll weiterhin für ihre Sicherheit und ihren Widerstand beten. Sie wissen nicht, ob sie leben werden.</p></div>
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		<item>
		<title>Israel: Bauarbeiter aus Gaza</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/13/israel-bauarbeiter-aus-gaza/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 11:09:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitskräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Ethnizität]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt im Moment unzählige Beiträge über den Krieg in Gaza in russisch-sprachigen Blogs, welche das ganze Meinungsspektrum von israelischen und nicht-israelischen Bloggern gleichermaßen repräsentieren. 

Der Text, welcher im Folgenden übersetzt wird, ist jedoch nicht über den derzeitigen Konflikt. Am 8. Januar trat der aus Tel Aviv stammende LJ Benutzer leorer (Leonid Rabin) einen Schritt zurück und schrieb seine Bemerkungen über die sechs Bauarbeiter aus Gaza, mit denen er 1996-97 "seinen ersten Jahren in Israel" in Ashdod für eineinhalb Jahre zusammengearbeitet hatte.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/neeka/">Veronica Khokhlova</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/'>Katrin Zinoun</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/12/israel-construction-workers-from-gaza/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Es gibt im Moment unzählige Beiträge über den Krieg in Gaza in russisch-sprachigen Blogs, welche das ganze Meinungsspektrum von israelischen und nicht-israelischen Bloggern gleichermaßen repräsentieren. </p>
<p><a href="http://leorer.livejournal.com/421686.html">Der Text</a>, welcher im Folgenden übersetzt wird, ist jedoch nicht über den derzeitigen Konflikt. Am 8. Januar trat der aus Tel Aviv stammende LJ Benutzer leorer (Leonid Rabin) einen Schritt zurück und schrieb seine Bemerkungen über die sechs Bauarbeiter aus Gaza, mit denen er 1996-97 &#8220;seinen ersten Jahren in Israel&#8221; in <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ashdod">Ashdod</a> für eineinhalb Jahre zusammengearbeitet hatte.</p>
<blockquote><p>[…]</p>
<p>    All of them are [fathers with many children]. Aged 40 or older. To get an Israeli work permit, a Gazan has to have no fewer than five children (it was considered that in this case he&#39;d be working honestly instead of fooling around). Speaking of the issue of [high] birth rates in Gaza - for some reason, we here tend to forget that we&#39;ve been stimulating these birth rates ourselves, including through measures like this one.</p>
<p>    [The head of the Gazan construction team] has been working in Israel for about 15 years. They say he has built nearly half of [Rishon LeZion]. Two of those [seven men] who were shot by the “Jewish hero” [Ami Popper on May 20, 1990] used to work along with him. He was lucky himself: he got sick that day and didn&#39;t go to work, or else he would have been there, too.</p>
<p>    As a child, he escaped from [Ashkelon] (which was called Majdal then). He said his parents owned a lot of land there and were respected people. Then, of course, there was a refugee camp, but he managed to get ahead there and ended up becoming [head of a construction team].</p>
<p>    The second Gazan “old-timer” was the father of 12 children (that&#39;s more than the rest of them had), nicknamed [Ya-Hmar]. He got this nickname because he owned the best stud donkey in Gaza. Everyone took their female donkeys to him. But the income from that wasn&#39;t enough, so he worked at construction in Israel. While working, he yelled “yalla-yalla” every two minutes, urging everyone on, and his voice could be heard in all the neighboring blocks.</p>
<p>    To my question of whether it was difficult to be raising 12 children, he once replied: “The more of them, the easier. They split into two teams and play football, are busy with each other all the time, don&#39;t bother us.”</p>
<p>    […]</p>
<p>    This whole bunch lived somewhere around [Khan Yunis].</p>
<p>    Now about a typical working day of these [Ivan Denisovichs].</p>
<p>    Its most important feature was the passing of the Erez [machsom] (a checkpoint on the way into Israel). The machsom opened at 4 AM, and closed at 5 or 6 PM. That meant that at 5 AM, one had to be at the machsom, because passing through it took no less than an hour.</p>
<p>    So, they wake up at around 3 AM. At 4 AM, they get into the car of the [team&#39;s head] à la a “big taxi” and ride to machsom. The ride takes no less than an hour, because inside the [Gaza Strip] there are also Israeli checkpoints where they stop you. Near the Erez machsom, they leave their car - they can&#39;t ride into Israel in it. Around 5:30 AM, if they are lucky, they pass through the machsom and get into an Israeli bus. These special route buses were taking Gazans from Erez all the way to Tel Aviv. Their drivers were also Gazans, but only especially trusted. Around 6 AM, the bus passed the “Ad Galom” intersection, the Gazans got out and walked to the construction site.</p>
<p>    They had some three kilometers to walk. Along the way they [took some booty] - snatched clothes hanging out to dry, found women&#39;s footwear somewhere, a few times they dragged children&#39;s bikes to the construction site. To my question about how they managed to get the stolen goods through the machsom into Gaza, they said it was very easy. On the way back, no one was checking them, but it was impossible to bring a screw into Israel, as everyone was searched and undressed almost to the underwear.</p>
<p>    Work began at 7:30 AM, and the Gazans had about an hour and a half to spare before that. Enough to gather whatever had been misplaced in the neighboring blocks as well as to make fire and have breakfast.</p>
<p>    Entry into Gaza closed at 5 PM (and at 1 PM on Fridays), so they had to leave work no later than 3 PM, otherwise they would miss their bus. Those who didn&#39;t get registered on entrance and on exit, in the morning and in the evening, were losing their right to enter Israel. If you missed a bus, take a taxi or whatever, but at 5 PM you have to be in the [Gaza Strip].</p>
<p>    From the Erez machsom they could ride home in the same car. At best, they were home at 6 PM. They ate dinner, prayed, and it was time for bed. Tomorrow, they had to wake up at 3 in the morning.</p>
<p>    By the way, they say some Gazans didn&#39;t go home from Erez but slept right at the machsom on [the Gaza Strip] side, […] on the mattresses. They were saving time and energy this way. But not our guys - they were decent people, had to hug the wife and say hello to children.</p>
<p>    About prayer, by the way. Prayer is sacred. A prayer rug was always with them, if not - any other would do. When the time came, every Gazan prayed regardless of where he was - at the construction site, at the machsom, on the road. The [head of the team] was the most religious.</p>
<p>    In eight hours, a Gazan had [to do as much work] as everyone else did in ten hours, because if he failed to, […] it was more profitable to hire Romanians or any other gastarbeiter, who could work 10 or even 12 hours, could work overtime if necessary, and didn&#39;t have to get registered in the morning and in the evening at the machsom. And indeed, in these eight hours, a Gazan did as much as a Romanian did in 12 hours. All that after the way “there” and before the way “back” described above.</p>
<p>    I and most other non-Gazans would break down after a week of such a schedule, but our Gazans lived like this for decades. Up until the day the [Gaza Strip] was shut down once and for all, and the life of people there grew even worse. […] Having seen all this, I understood even then that it was impossible to defeat these people or break them down. They can either be eliminated, or we can learn to live together with them. There are no other options.
</p></blockquote>
<p>Alle von ihnen sind Väter von vielen Kindern. 40 Jahre oder älter. Um eine israelische Arbeitserlaubnis zu bekommen, darf ein Einwohner von Gaza nicht weniger als fünf Kinder haben (es wurde angenommen, dass er in diesem Fall ehrlich arbeitet, anstatt seine Zeit zu verschwenden). Wenn wir also über die hohen Geburtenraten in Gaza sprechen, neigen wir dazu zu vergessen, dass wir diese Geburtenraten erst angekurbelt haben, zum Beispiel durch Maßnahmen wie diese.</p>
<p>Der Chef des Bauarbeiterteams aus Gaza hat schon seit 15 Jahren in Israel gearbeitet. Sie sagen, dass er fast die Hälfte von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Rishon_LeZion">Rishon LeZion</a> gebaut hat. Zwei der sieben Männer, die von dem &#8220;jüdischen Helden&#8221; <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ami_Popper">Ami Popper</a> am 20 Mai 1990 erschossen wurden, haben mit ihm zusammengearbeitet. Er selbst hatte Glück, er war an dem Tag krank und konnte nicht arbeiten gehen, sonst wäre er auch da gewesen.</p>
<p>Als Kind, flüchtete er aus <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ashkelon">Ashkelon</a> (was damals Majdal hieß). Er sagte, seine Eltern besaßen dort eine Menge Land und waren respektierte Leute. Dann kam natürlich das Flüchtlingslager, aber er hat es geschafft vorwärts zu kommen und wurde schließlich der Chef eines Bauteams.</p>
<p>Der zweite &#8220;old-timer&#8221; aus Gaza war ein Vater von 12 Kindern (das sind mehr als der Rest von ihnen hatte). Sein Spitzname war <a href="http://www.google.com.tr/search?hl=en&#038;client=firefox-a&#038;rls=org.mozilla%3Aen-US%3Aofficial&#038;hs=f73&#038;q=bahebak+ya+hmar&#038;btnG=Search">Ya-Hmar</a>. Er bekam diesen Namen, weil er den besten Zuchtesel in Gaza besaß. Alle kamen mit ihren weiblichen Eseln zu ihm. Aber das Einkommen daraus reichte nicht aus, so dass er auf dem Bau in Israel arbeiten musste. Während er arbeitete, schrie er alle zwei Minuten &#8220;yalla-yalla&#8221;, um alle voranzutreiben, und seine Stimme war in allen benachbarten Gebäuden zu hören.</p>
<p>Auf meine Frage, ob es schwer sei, 12 Kinder aufzuziehen sagte er einmal: &#8220;Je mehr desto leichter. Sie teilen sich in zwei Mannschaften auf und spielen Fußball, so sind sie immer beschäftigt und lassen uns in Ruhe.&#8221;</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Sie alle lebten irgendwo bei <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Khan_Younis">Khan Yunis</a>.</p>
<p>Nun ein typischer Arbeitstag dieser <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ivan_Denisovich">Ivan Denisovich</a>s.</p>
<p>Das Wichtigste war das Überqueren des Erez <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Israel_Defense_Forces_checkpoint">Machsom</a> (eines Grenzüberganges auf ihrem Weg nach Israel). Der Machsom öffnete um 4 Uhr morgens und schloss um 5 oder 6 Uhr abends. Das bedeutet, amn musste um 5 Uhr morgens am Machsom sein, denn das Überqueren dauerte mindestens eine Stunde.</p>
<p>Also, standen sie um 3 Uhr auf. Um 4 Uhr fuhren sie im Auto des Team-Chefs, einer Art Großraumtaxi, zum Machsom. Die Fahrt dauert mindestens eine Stunde, denn innerhalb des Gazastreifens gab es auch israelische Checkpoints, wo sie angehalten wurden. In der Nähe des Erez Grenzüberganges, liesen sie ihr Auto stehen - sie durften damit nicht nach Israel fahren. Gegen 5:30 Uhr haben sie, wenn die Glück hatten, den Grenzübergang passiert und stiegen in den israelischen Bus. Diese speziellen Busse brachten die Leute aus Gaza von dem Grenzübergang Erez nach Tel Aviv. Ihre Fahrer waren auch aus Gaza, aber nur vertrauenswürdige. Um 6 Uhr passierte der Bus die &#8220;Ad Galom&#8221; Kreuzung. Die Arbeiter stiegen aus und liefen zur Baustelle.</p>
<p>Sie mussten etwa 3 Kilometer laufen. Auf dem Weg (machten sie Beute) - griffen sich Sachen, die zum Trocknen draußen hingen, fanden irgendwo Frauenschuhe, manchmal schleppten sie ein Kinderfahrrad zur Baustelle. Auf meine Frage, wie sie die gestohlenen Sachen über die Grenze nach Gaza bringen, sagten sie, dass es sehr einfach sei. Auf dem Rückweg werden sie nciht durchsucht, aber ist unmöglich eine Schraube nach Israel zu bringen, da jeder fast bis auf die Unterwäsche ausgezogen und durchsucht wird.</p>
<p>Die Arbeit begann um 7:30 Uhr und die Leute aus Gaza mussten etwa eineinhalb Stunden warten, bevor es losging. Genug Zeit, alles, was in der nachbarschaft verlegt wurde, einzusammeln sowie Feuer zu machen und zu frühstücken.</p>
<p>Der Eingang nach Gaza schloss um 5 Uhr abends (und um 1 Uhr mittags am Freitag), so dass sie nicht später als um drei die Arbeit verlassen mussten, um ihren Bus nicht zu verpassen. Diejenigen, die sich beim Betreten oder Verlassen am Morgen und am Abend nicht registrieren, verlieren ihr Recht, Israel zu betreten. Wenn du den Bus verpasst hast, musst ein Taxi nehmen oder sonst was, aber du musst um 5 Uhr im Gazastreifen sein.</p>
<p>Vom Erez Übergang fuhren sie wieder mit ihrem Auto nach Hause. Frühestens waren sie um 6 Zuhause. Sie aßen Abendessen, beteten und dann war es Zeit fürs Bett. Morgen mussten sie wieder um 3 Uhr morgens aufstehen.</p>
<p>Übrigens fuhren manche gar nicht erst nach Hause, sondern schliefen gleich auf der Gaza-Seite des Grenzüberganges Erez  auf Matratzen. So sparten sie Zeit und Energie. Aber nicht unsere Leute - sie waren anständige Leute, mussten ihre Frau umarmen und den Kindern Hallo sagen.</p>
<p>Noch etwas zum Gebet: Das Gebet ist heilig. Sie hatten immer einen Gebetsteppich dabei. Falls nicht, tat es eben ein anderer. Wenn die Zeit zum Gebet war, betete jeder egal wo er war - auf der Baustelle, am Grenzübergang, auf der Straße. Der Chef des Teams war am religiösesten.</p>
<p>In acht Stunden musste ein Arbeiter aus Gaza genauso viel arbeiten, wie andere Arbeiter in zehn Stunden, denn wenn er das nicht machte, war es profitabler Rumänier oder andere Gastarbeiter einzustellen, die für 10 oder 12 Stunden arbeiten konnten und sich nicht morgens und abends am Grenzübergang registrieren mussten. Und tatsächlich, in diesen acht Stunden, machte ein Arbeiter aus Gaza so viel, wie ein Rumänier in 12 Stunden. Und das alles nach dem Weg &#8220;hin&#8221; und vor dem Weg &#8220;zurück&#8221;, den ich schon beschrieben habe.</p>
<p>Ich und die meisten andern Leute, die nicht aus Gaza stammen, würden nach einer Woche mit einem solchen Programm zusammenbrechen, aber unsere Arbeiter aus Gaza lebten so für Dekaden. Bis zu dem Tag, an dem der Gazastriefen ein für alle mal geschlossen wurde und das Leben der Menschen noch schlimmer wurde [&#8230;] Nachdem ich das alles gesehen habe, verstand ich schon damals, dass es unmöglich war diese Menschen zu besiegen oder zu brechen. Sie können entweder vernichtet werden oder wir können lernen mit ihnen zusammenzuleben. Andere Optionen gibt es nicht. </p>
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		<title>Palästina:&#8221;Ich will nicht, dass meine Kinder mich in Stücke gerissen sehen.&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jan 2009 09:36:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonAyesha Saldanha  &#183; Übersetzt von Katrin Zinoun &#183;  engl. Originalartikel 
Wie fühlt es sich an, wenn man nicht in der Lage ist, seine Kinder zu beschützen? In dieser Zusammenfassung der Blogs aus Gaza, hören wir eine Mutter, die sich schuldig fühlt, wenn sie die Furcht ihrer Kinder sieht: &#8220;War es von Anfang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/ayesha-saldanha/">Ayesha Saldanha</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/'>Katrin Zinoun</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/10/palestine-i-do-not-want-my-kids-to-see-me-torn-into-pieces/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Wie fühlt es sich an, wenn man nicht in der Lage ist, seine Kinder zu beschützen? In dieser Zusammenfassung der Blogs aus Gaza, hören wir eine Mutter, die sich schuldig fühlt, wenn sie die Furcht ihrer Kinder sieht: &#8220;War es von Anfang an falsch, Kinder zu bekommen? Habe ich nicht das Recht eine Mutter zu sein?</p>
<p>Der palästinensische Fotojournalist Sameh Habeeb bloggt im <a href="http://gazatoday.blogspot.com/2009/01/day-15-of-israeli-war-on-gaza.html"><em>Gaza Strip, The Untold Story</em></a>:</p>
<blockquote><p>Most of the Gaza Strip plunges into deep darkness since the start of this war. I find several hardships to send out this report due to power problem. Today, a rocket targeted my uncle&#39;s house. My house got several splinters and rocket shrapnel. Thanks to God, we all safe but I don&#39;t know what will happen next. I live east of Gaza, Toffah area, were artillery shells rained down every single moment.</p></blockquote>
<div class="translation">Der größte Teil des Gazastreifens ist seit Beginn des Krieges in tiefe Dunkelheit getaucht. Wegen des Stromausfalls habe ich einige Probleme, diesen Bericht zu senden. Heute hat eine Rakete das Haus meines Onkels getroffen. Mein haus hat mehrere Bomben- und Granatsplitter abbekommen. Gott sei Dank, sind wir alle sicher, aber wer weiß, was als nächstes passieren wird. Ich lebe östlich von Gaza, im Toffah-Gebiet, wo die Artilleriegeschosse in jedem einzelnen Moment herunterregneten.</div>
<p>Natalie Abou Shakra, eine libanesische Aktivistin, schreibt in dem Gruppen-Blog <em>Moments of Gaza</em>. In ihrem Beitrag übersetzt sie zwei Flyer, die vom israelischen Militär abgeworfen wurden. Diese Flyer rufen die Bürger von Gaza auf, Informationen über die Aufenthaltsorte der Hamas-Kämpfer zu geben. Natalie <a href="http://gaza08.blogspot.com/2009/01/natalie-abou-shakra-from-idf-with-love.html">kommentiert</a>:</p>
<blockquote><p>What really shocked me is the username they chose for their email. “Helpgaza2008″ ?!</p>
<p>I think this e-mail of theirs deserves to be bombed with the right kind of messages!</p></blockquote>
<div class="translation">Was mich wirklich schockiert hat, ist der Benutzername ihrer E-Mail. &#8220;Helpgaza2008&#8243;?!</div>
<p>Ich denke, diese E-Mail verdient es, mit den richtigen Nachrichten bombardiert zu werden!</p>
<p>Nirmeen Kharma Elsarraj schreibt in dem Gemeinschaftsblog <a href="http://lamentations-gaza.blogspot.com/2009/01/fifth-day.html"><em>Lamentations-Gaza</em></a>:</p>
<blockquote><p>There are things that are not well reported in the news, feelings!! I have three children, a daughter Nour who is 14, a son Adam who is 9 and another son Ali who is 3. We live in an area in Gaza city that used to be described &#39;safe&#39;. Nowhere is safe anymore. My children cannot sleep and I cannot help them. The feelings of helplessness and guilt (which always accompanies your inability to protect or at least comfort your children) are stronger than those of fear and horror. My daughter was telling a journalist on the phone yesterday that she had never got the real support she sought from me whenever there was a shelling. I was shocked!! I felt so guilty because my daughter felt my fears. But is it not normal to be scared after all?! Adam is asthmatic and he uses a ventilator. Due to the stress and the pollution resulting from rubbles, he is getting more frequent asthma attacks and there is no electricity for his ventilator. Each time he has an attack, we have to put the generator on for him and then put it off. There is no enough fuel to keep the generator on and we have no idea till when this is going to continue. Ali has no idea what this is all about. All what he does is scream in fear whenever there is a bombing and when it is over, he uses his imagination to tell stories about ‘qasef - bombing&#39;. The kids do not sleep. We spend our days and nights in one single room with my sister in law and her daughter. You feel the stress and fear. You can see it on everyone&#39;s face.<br />
Last night I was thinking about all this. I do not want anyone of my family to get hurt and I thought if anything should happen, I pray it happens to me and not my kids. Then I thought I do not want my kids to see me torn into pieces. The scenes on tv of people killed are so terrifying and I know what it means for children to see such thing. What I really want is for all this to end and for me and my kids to live just like anyone else in the world. I want to get rid of the feeling of guilt towards my kids. Was I mistaken to have kids in the first place? Do I not have the right to be a mother? But am I really doing a good mother&#39;s ‘job&#39; in being the source of comfort for my kids. I know it is not my fault but I knew also that I live in Gaza and Gaza has never been a healthy environment to raise children. Was I that selfish to think about my own feeling to want to be a mother and ignoring my expected failure to protect my kids?</p></blockquote>
<div class="translation">Es gibt Dinge, über die in den Nachrichten nicht berichtet wird: Gefühle!! Ich habe drei Kinder, eine Tochter Nour (14), einen Sohn Adam (9) und einen Sohn Ali (3). Wir leben in einem Gebiet von Gaza-Stadt, welches als &#8220;sicher&#8221; beschrieben wurde. Nirgends ist es mehr sicher. Meine Kinder können nicht schlafen und ich kann Ihnen nicht helfen. Die Gefühle der Hilflosigkeit und der Schuld (welche die Unfähigkeit seine Kinder zu beschützen oder wenigstens zu beruhigen immer begleitet) sind stärker als die der Angst und des Entsetzens. Meine Tochter erzählte gestern einem Journalisten am Telefon, dass sie von mir nie den Halt bekommen hat, den sie bei mir gesucht hat, wenn ein Angriff war. Ich war schockiert!! Ich fühlte mich so schuldig, weil meine Tochter meine Ängste spüren konnte. Aber ist es nicht normal, ängstlich zu sein bei all dem?! Adam ist Asthmatiker und er benutzt einen Beatmungsgerät. Wegen dem Stress und der Luftverschmutzung die aus den Trümmern resultiert, bekommt er häufiger Asthmaanfälle und es gibt keinen Strom für sein Beatmungsgerät. Jedes mal, wenn er einen Anfall hat, müssen wir den Generator für ihn anmachen, und dann machen wir ihn wieder aus. Wir haben nicht genug Benzin, um den Generator anzulassen und wir haben keine Ahnung wie lange das noch dauern wird. Ali hat keine Vorstellung, worum es hier geht. Er kann nur schreien, wenn es ein Bombardement gibt. Und wenn es vorbei ist, nutzt er seine Fantasie und erzählt Geschichten über &#8220;qasef&#8221; - Bombenangriffe. Die Kinder schlafen nicht. Wir verbringen Tag und Nacht in einem einzigen Raum mit meiner Schwägerin und ihrer Tochter. Man kann den Stress und die Angst fühlen. Man kann es in jedem Gesicht sehen.<br />
Letzte Nacht habe ich über das alles nachgedacht. Ich will nicht, dass jemandem aus meiner Familie etwas passiert und ich dachte, dass wenn etwas passiert, dann bete ich, dass es mir passiert und nicht meinen Kindern. Dann dachte ich, ich will nicht dass meine Kinder mich in Stücke gerissen sehen. Die Bilder der getöteten Menschen sind so entsetzlich und ich weiß, was es für Kinder bedeutet so etwas zu sehen. Was ich wirklich will, ist, dass das alles aufhört und dass ich und meine Kinder leben können, so wie alle anderen Menschen in der Welt. Ich möchte dieses Gefühl der Schuld gegenüber meinen Kindern loswerden. War es falsch von mir, Kinder zu bekommen? Habe ich nicht das Recht eine Mutter zu sein? Aber mache ich meine Mutteraufgabe denn wirklich gut, indem ich eine Quelle des Haltes für meine Kinder bin. Ich weiß, dass es nicht meine Schuld ist, aber ich weiß auch, dass ich in Gaza lebe und Gaza war noch nie eine gesunde Umwelt, um Kinder aufzuziehen. War ich zu selbstsüchtig, als ich mehr an meinen eigenen Wunsch, eine Mutter zu sein, gedacht habe und das vorhersehbare Versagen, meine Kinder zu beschützen, ignorierte?</div>
<p>Die australische Aktivistin Sharyn Lock schreibt bei <a href="http://talestotell.wordpress.com/2009/01/10/jan-8-9-with-a-red-cross-evacuation-team/"><em>Tales to Tell</em></a>:</p>
<blockquote><p>So, Thursday: the Red Cross co-ordinated evacuation into Zaytoun. Doctor Said would look good on a Red Cross poster - black sweater, shaved head, muscles enough to keep that Red Cross flag held above his head for the two hours we were behind army lines. You’d definitely invite him in for coffee to ask for his opinion on the state of the world. His colleague has more of an accountant look about him, but his job is to keep us alive - he is armed with a walkie-talkie and is negotiating our path constantly with the army as we move. With May, a small, quick woman who is the Engineer for the Red Crescent, supervising all the vehicles etc, I carry a stretcher and water. About 8 intrepid Red Crescent paramedics join us, wearing weighty bullet proof vests or not dependent on their preference for possible death or certain backache.<br />
[…]<br />
When I was a kid, I was very aware of war zones, but I always understood they happened in places different from my home. I would like to tell you about what I am seeing right now as I walk. I am seeing flowering vines. Bright curtains in windows. Chickens running about. This is your home, you know. This is the garden where your children play. This is your house with obscene holes blown in it, with Israeli snipers lurking in the shadows of its roof, with a dead resistance fighter sitting with his back to your wall.</p></blockquote>
<div class="translation">Also Donnerstag, das Rote Kreuz koordinierte die Evakuierung von Zaytoun. Doktor Said würde auf einem Rot-Kreuz-Poster sehr gut aussehen - schwarzer Pullover, rasierter Kopf, genug Muskeln, um die Rot-Kreuz-Flagge für zwei Stunden über seinem Kopf zu halten, während wir hinter den Armeelinien sind. Man würde ihn definitiv auf einen Kaffee einladen, um ihn nach seiner Meinung über die Lage der Welt zu fragen. Sein Kollege sieht eher wie ein Buchhalter aus, aber es ist sein Job, uns am Leben zu erhalten. Er ist mit einem Walkie-Talkie bewaffnet und verhandelt fortwährend mit der Armee über unseren Weg, während wir uns fortbewegen. Zusammen mit May, einer kleinen schnellen Frau, die als Ingenieurin für das Rote Kreuz arbeitet und alle Fahrzeuge überwacht, trage ich eine Trage und Wasser. Etwa acht unerschrockene Sanitäter des Roten Halbmondes begleiten uns. Sie tragen kugelsichere Westen oder auch nicht. Das ist abhängig von der persönlcihen Vorliebe für einen möglichen Tod oder sehr wahrscheinliche Rückenschmerzen.<br />
[&#8230;]<br />
Als ich ein Kind war, wusste ich Bescheid über Kriegsgebiete, aber ich verstand immer, dass sie in anderen Gebieten als meinem Zuhause waren. Ich würde euch gern erzählen, was ich jetzt gerade beim Laufen sehe. Ich sehe blühenden Wein. Leuchtende Vorhänge an Fenstern. Hühner rennen herum. Dies ist euer Zuhause, wisst ihr. Dies ist euer Garten, wo eure Kinder spielen. Dies ist euer Haus mit obszönen Löchern hineingeschnitten, mit israelischen Scharfschützen, die im Schatten des Daches lauern, mit einem toten Widerstandskämpfer, der mit dem Rücken zur Wand sitzt.</div>
<p>In der arabischen Welt stellen die Blogger einen Song von <a href="http://www.michaelheart.com/">Michael Heart</a> ins Netz. Er heißt <a href="http://www.youtube.com/watch?v=dlfhoU66s4Y">&#8220;We will not go down (Song for Gaza)</a>&#8220;. Adham Khalil aus dem Jabaliya-Lager, der bei Free Free Palestine bloggt, ist einer von <a href="http://nagyelali.blogspot.com/2009/01/we-will-not-go-down-by-mikhael-heart.html">ihnen</a>:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/dlfhoU66s4Y&amp;hl=en&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/dlfhoU66s4Y&amp;hl=en&amp;fs=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
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		<title>Palästina: “In Gaza sind wir das Thema der Nachrichten, können aber nicht fernsehen.&#8221;</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/10/palastina-%e2%80%9cin-gaza-sind-wir-das-thema-der-nachrichten-konnen-aber-nicht-fernsehen/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Jan 2009 20:46:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern (am 6. Januar) wurde eine UN-Schule im <a href="http://www.un.org/unrwa/refugees/gaza/jabalia.html">Jabaliya-Flüchtlingslager</a>, die als Zuflucht genutzt wurde, von <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/01/06/palestine-un-school-hit-by-israeli-shells-more-than-40-killed/">israelischen Granaten getroffen</a> und etwa 40 Menschen wurden getötet. Heute setzte das israelische Militär seine <a href="http://www.nytimes.com/2009/01/08/world/middleeast/08mideast.html">Operationen für etwa drei Stunden aus</a>, um es der humanitären Hilfe zu ermöglichen, nach Gaza zu gelangen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/ayesha-saldanha/">Ayesha Saldanha</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/'>Katrin Zinoun</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/08/palestine-in-gaza-we-are-subject-to-news-but-cannot-see-tvs/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Gestern (am 6. Januar) wurde eine UN-Schule im <a href="http://www.un.org/unrwa/refugees/gaza/jabalia.html">Jabaliya-Flüchtlingslager</a>, die als Zuflucht genutzt wurde, von <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/01/06/palestine-un-school-hit-by-israeli-shells-more-than-40-killed/">israelischen Granaten getroffen</a> und etwa 40 Menschen wurden getötet. Heute setzte das israelische Militär seine <a href="http://www.nytimes.com/2009/01/08/world/middleeast/08mideast.html">Operationen für etwa drei Stunden aus</a>, um es der humanitären Hilfe zu ermöglichen, nach Gaza zu gelangen.</p>
<p>Prof. Said Abdelwahed, der an der Al-Azhar Universität Englisch unterrichtet, schreibt im Blog <a href="http://gaza08.blogspot.com/2009/01/prof-said-abdelwahed-unrwa-school.html">Moments of Gaza</a>:</p>
<blockquote><p>Thousands of the Palestinians took refuge into UNRWA schools. 40 of those have been killed in an air attack today on that school!! It seems even the U.N flag does not have any meaning to Israel? How can it consider itself a part of the international community?!</p></blockquote>
<div class="translation">Tausende Palästinenser flüchteten in die UNRWA-Schulen. 40 von ihnen wurden heute in einem Luftangriff auf diese Schule getötet!!! Es scheint, als hätte die UN-Flagge für Israel keine Bedeutung? Wie kann es sich selbst als Teil der internationalen Gemeinschaft betrachten?!</div>
<p>Die kanadische Aktivistin, Eva Bartlett, bloggt bei <a href="http://ingaza.wordpress.com/2009/01/06/where-would-you-go/">In Gaza</a>:</p>
<blockquote><p>If your unbelievably small and overcrowded land was being terrorized, pulverized by bombs from the world’s 4th largest military, and your borders were closed; if your house was not safe, mosque (church) not safe, school not safe, street not safe, UN refugee camp not safe…Where would you go, run, hide? Over 15,000 have been made homeless, internal refugees from Israel’s house-bombings, shelling, and shooting. Some have been housed in UN schools around Gaza. In Jabaliya today, Israeli warplanes bombed one such school. Shifa’s [hospital] director conservatively estimates 40 dead, 10s injured. It must be higher. […] The Shifa director also told me that emergency medics still cannot reach the Zaytoun house that yesterday morning was bombed with inhabitants locked inside. There are two main accounts of the story, both criminal. One: Israeli soldiers rounded up the inhabitants of the multi-story house, separated the men – 15, I was told – and shot them point blank in front of the women and children of the family, 20, I was told. Then, laid explosives around the house and bombed the rest of the extended family. Two: Israeli soldiers rounded up the inhabitants of the multi-story house, locked them in one room for a day, and bombed it the following morning. Either way, Israeli soldiers intentionally imprisoned and bombed the inhabitants of the house. And are actively preventing medics from reaching any potential survivors. The medics have tried to coordinate with the ICRC (international committee of the red cross) without success: no one can reach the house.</p></blockquote>
<div class="translation">Wenn euer unglaublich kleines und überbevölkertes Land terrorisiert, pulverisiert wird durch die Bomben des viert größten Militärs weltweit, und wenn eure Grenzen geschlossen werden, wenn euer Haus nicht sicher ist, Moschee (Kirche) nicht sicher, Schule nicht sicher, Straße nicht sicher, UN Flüchtlingslager nicht sicher &#8230; Wo würdet ihr hingehen, hinrennen, euch verstecken? Über 15.000 wurden obdachlos gemacht, interne Flüchtlinge durch die Bombardements der Häuser, Granaten und Schüsse durch Israel. Einige der Flüchtlinge wurden in UN-Schulen um Gaza herum untergebracht. In Jabaliya bombardierten israelische Kampfflugzeuge heute eine solche Schule. Der Direktor des Shifa-Krankenhauses schätzte zurückhaltend 40 Tote und 10 verletzte. Es müssen aber mehr sein. [&#8230;]Der Shifa-Direktor erzählte mir auch, das die Notärzte immer noch nicht das Zaytoun-Haus erreichen können, welches gestern früh bombardiert wurde mit den Bewohnern drinnen eingeschlossen. Es gibt zwei Berichte über diesen Vorfall, beide kriminell. Erstens: israelische Soldaten trieben die Bewohner des mehrstöckigen Gebäudes zusammen, trennten die Männer - 15 wurde mir gesagt - und erschoss sie aus nächster Nähe vor den Frauen und Kindern, 20 wurde mir gesagt. Dann legte man Sprengstoff um das Haus herum und sprengte den Rest der erweiterten Familie in die Luft. Zweitens: Israelische Soldaten trieben die Bewohner des Hauses zusammen und schlossen sie für einen Tag in einem Raum ein und bombardierten es am nächsten Morgen. Egal welche Version stimmt, israelische Soldaten sperrten die Bewohner des Hauses ein und bombardierten es. Und sie verhindern aktiv, dass die Notärzte potentielle Überlebende erreichen können. Die Mediziner haben versucht, es mit dem ICRC (Internationalen Komitee des Roten Kreuzes) zu koordinieren, ohne Erfolg: niemand kann das Haus erreichen.</div>
<p>Der Deutsche ägyptischer Abstammung Philip Rizk, der bei <em>Tabula Gaza</em> bloggt, berichtet von einer Konversation mit Dr. Attalah Tarazi in <a href="http://tabulagaza.blogspot.com/2009/01/notes-from-phone-conversation-w-dr.html">Gaza</a>:</p>
<blockquote><p>The numbers of death and injured reported in the media are far below reality as the media is not able to cover incidents as they unfold. I know of cases where homes were surrounded by the Israeli army and people inside gave themselves up and were shot anyway when they exited. […] We have witnessed weapons we have never seen before in our lives. Some explode in the sky and scatter bombs all over. Sporadically, I have smelt smells from some of the burns and wounds that I have never before witnessed […] May god protect us, may god have mercy on us</p></blockquote>
<div class="translation">Die Anzahl der Toten und Verletzten, die in den Medien genannt wird ist weit unter den reellen Zahlen, da die Medien die Ereignisse, so wie sie sich entwickeln, nicht abdecken können. Ich kenne Fälle, bei denen Häuser durch die israelische Armee umstellt wurden und wenn die Leute drinnen aufgaben und herauskamen wurden sie trotzdem erschossen. [&#8230;] Wir haben Waffen gesehen, die wir vorher niemals gesehen haben. Einige explodieren im Himmel und verstreuen Bomben überall hin. Manchmal, habe ich bei den Verbrennungen und Wunden einen Geruch wahrgenommen, den ich vorher noch nie gerochen habe [&#8230;] Möge Gott uns schützen und Gnade mit uns haben.</div>
<p>In einem anderen <a href="http://gaza08.blogspot.com/2009/01/prof-said-abdelwahed-waiting-long-lines.html">Beitrag</a> schreibt Prof. Said Abdelwahed:</p>
<blockquote><p>The 1:00-4:00 p.m. truce was a little bit relief to the civilians in the city. The main concern of the people was to get water from distribution centers. There were long lines of people waiting to get drinking water in plastic jugs! Tanks and artillery are still operating at the edges of Gaza city! More people evacuated their places and resorted to relatives and UNRWA schools…. but yesterday&#39;s bombing has scared everyone sleeping in the schools! Today, there were trucks of urgent food stuff and other medical aids have been allowed to be entered from Rafah into Gaza. In Gaza, we are all subject to news but we cannot see TVs. We hear about it from relatives who call us by telephones from abroad. We are still without electricity and water, plus that a great number of people are without cooking gas!</p></blockquote>
<div class="translation">Die Waffenruhe von 13:00 bis 16:00 Uhr war eine kleine Erleichterung für die Zivilisten in der Stadt. Die Hauptsorge der Menschen war es, Wasser aus den Verteilungszentren zu bekommen. Es waren lange Schlangen von Menschen, die darauf warteten Wasser in Plastikkannen zu bekommen! Panzer und Artillerie operieren immer noch am Rand von Gaza-Stadt. Mehr Menschen haben ihre Häuser verlassen und sich zu Verwandten oder UNRWA-Schulen zurückgezogen &#8230; aber das Bombardement von gestern hat alle, die in den Schulen schlafen, erschreckt. Heute wurde es LKWs mit dringend benötigen Lebensmitteln und anderem medizinischen Bedarf erlaubt, von Rafah aus nach Gaza zu fahren. In Gaza sind wir alle das Thema der Nachrichten, können aber selbst nicht fernsehen. Wir hören nur darüber von Verwandten die uns aus dem Ausland anrufen. Wir haben immer noch keinen Strom und kein Wasser, und viele Menschen haben auch kein Gas mehr zum Kochen!</div>
<p>Der palästinensische Fotojournalist Sameh Habeeb, der im Blog Gaza Strip, The Untold Story, schreibt, erklärt, wie er immer noch <a href="http://gazatoday.blogspot.com/2009/01/day-12-of-israeli-war-on-gaza.html">berichtet</a>:</p>
<blockquote><p>Dear Editors, Journalists and Friends,<br />
Some of you do wonder how I send news in such conditions. I really suffer a lot to send you this update due to lack of power. I go around 4 kilometers a day in this cruel war where I charge my laptop battery to be able to send this work! This is very risky since shells rain down and drones hover over me! I will keep this up.</p></blockquote>
<div class="translation">Liebe Redakteure, Journalisten und Freunde,<br />
Einige von Euch wundern sich, wie ich unter solchen Bedingungen Fotos schicken kann. Wegen des Stromausfalls leide ich wirklich sehr, um euch dieses Update zu schicken. Ich gehe rund vier Kilometer am Tag in diesem grausamen Krieg, um meinen Laptop-Akku zu laden um euch diese Arbeit zu schicken! Das ist sehr riskant, denn Grananten regnen herunter und Flugzeuge (Dronen) schweben über mir. Ich werde weitermachen.</div>
<p>Laila El-Haddad, deren Eltern in Gaza leben, schreibt in ihrem Blog <em>Raising Yousuf and Noor</em>, und sie beschreibt ein Gespräch mit ihrem Vater, welches sie live im <a href="http://a-mother-from-gaza.blogspot.com/2009/01/what-do-you-tell-your-daughter.html">kanadischen Rundfunk</a> führte:</p>
<blockquote><p>I asked if he had gone out at all – he said my mother has not left the house in days, but that they needed some tomatoes to cook supper with. “The stores are empty-there is very little on the shelves; and the Shanti bakery had something like 300 people waiting in line.” Surprisingly, he said people are trying to go on with their lives. It is the mundane and ordinary that often save your sanity, help you live through the terror. It is no small thing to endure: knowing that both in deliberateness and scope, it is an unprecedented modern-day assault against an occupied, stateless people – most of them refugees.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich fragte, ob er überhaupt draußen gewesen sei - er sagte, meine Mutter hat das Haus seit Tagen nicht verlassen, aber sie brauchten ein paar Tomaten um Abendessen zu kochen. &#8220;Die Läden sind leer - in den Regalen liegt nur sehr wenig; und vor der Shanti Bäckerei warteten etwa 300 Leute in der Schlange.&#8221; Überraschenderweiser sagte er, dass die Leute versuchen, mit ihrem Laben weiterzumachen. Es ist das das alltägliche und gewöhnliche, was deinen Verstand rettet, dir hilft den Terror zu überstehen. Es ist keine Kleinigkeit, die man ertragen muss: zu wissen, dass es in der Vorsätzlichkeit und im Ausmaß ein beispielloser moderner Angriff auf ein besetztes, staatenloses Volk ist- die meisten davon Flüchtlinge.</div>
<p>Safa Joudeh schreibt in <em>Lamentations-Gaza</em> darüber, wie man die gewöhnlichsten <a href="http://lamentations-gaza.blogspot.com/2009/01/calm-day.html">Momente macht</a>:</p>
<blockquote><p>I woke up to the smell of freshly baked bread, at around noon today. I stay up most of the night and catch a few hours sleep after the sun rises. […] My mother has taken to making homemade bread the last ten days. Thanks her careful management of the small amount of cooking gas we have, and to her idea of buying a gas oven in anticipation of an Israeli invasion only days before the attacks began, she is able to bake occasionally. Furthermore, we had found a store with its doors partially open in our area a couple of days ago and were able to stock up on flour. Having lunched with my younger siblings and my parents on bread, cheese, eggs and some leftover pasta, we all went out onto the balcony, and what a beautiful sunny day it was! The iciness had dissipated somewhat with the early day sun, the few trees outside were green and luminous and birds were singing! We all stood for about half an hour, looking out through the metal railings like caged birds. We could hear an occasional explosion in the distance but that did not deter us from standing there breathing in the fresh air we so longed for.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich wachte auf und roch frisch gebackenes Brot, so gegen Mittag. Ich war fast die ganze Nacht wach und versuchte nach Sonnenaufgang ein paar Stunden Schlaf zu bekommen. [&#8230;] Meine Mutter hat in den letzten zehn Tagen angefangen Brot selbst zu backen. Dank ihres vorsichtigen Managements der kleinen Menge an Gas und ihrer Idee, einen Gasofen zu kaufen - in Erwartung einer israelischen Invasion nur wenige Tage bevor die Angriffe begannen - ist sie in der Lage gelegentlich zu backen. Des Weiteren fanden wir vor einigen Tagen einen Laden, dessen Türen einen Spalt weit offen waren und waren so in der Lage, Mehl zu kaufen. Nachdem ich mit meinen jüngeren Geschwistern und meinen Eltern gegessen hatte - Brot, Käse, Eier und Pasta-Reste - gingen wir alle auf den Balkon, und was für ein wunderbarer sonniger Tag das war! Die Eiseskälte hat in der frühen Sonne etwas nachgelassen, die wenigen Bäume draußen waren grün und leuchtend und die Vögel sangen! Wir standen alle etwa eine halbe Stunde da und schauten durch das Metalgitter, wie eingesperrte Vögel. Weiter entfernt konnten wir gelegentlich eine Explosion hören, aber das hat uns nicht abgeschreckt, da draußen zu stehen und die frische Luft zu atmen, nach der wir uns so gesehnt haben.</div>
<p><em>RafahKid</em> kann es <a href="http://rafahkid.blogspot.com/2009/01/day-11-of-israeli-war-on-gaza.html">nicht glauben</a>:</p>
<blockquote><p>what&#39;s to say? would you believe back in October we had our first Opera [<a href="http://www.middle-east-online.com/ENGLISH/palestine/?id=29185">music concert</a>] in Gaza. Life is hard when you are kept prisoner your whole life even though you are acknowledged as the victim. But we try hard to live a life and we study very hard. Even to say Hamas is the cause of this is to blame the rape victim for what she was wearing.</p></blockquote>
<div class="translation">Was soll man sagen? Würdet ihr glauben, dass wir letzten Oktober unsere erste Oper [Musik-Konzert] in Gaza hatten. Das Leben ist schwer, wenn man das ganze Leben als Gefangener gehalten wird, obwohl man als Opfer anerkannt ist. Aber wir strengen uns an, ein Leben zu leben und wir studieren fleißig. Wenn man sagt, Hamas ist die Ursache, wäre es so, als beschuldigte man ein Vergewaltigungsopfer wegen seiner Kleidung.</div>
<p>Vittorio Arrigoni ist ein italienischer Aktivist, der bei <a href="http://guerrillaradio.iobloggo.com/archive.php?eid=1765"><em>Guerrilla Radio</em></a> bloggt:</p>
<blockquote><p>Ho scattato alcune fotografie in bianco e nero ieri, alle carovane di carretti trascinati dai muli, carichi all&#39;inverosimile di bambini sventolanti un drappo bianco rivolto verso il cielo, i volti pallidi, terrorizzati. Riguardano oggi quegli scatti di profughi in fuga, mi sono corsi i brividi lungo la schiena. Se potessero essere sovrapposte a quelle fotografie che testimoniano la Nakba del 1948, la catastrofe palestinese, coinciderebbero perfettamente. Nel vile immobilismo di Stati e governi che si definiscono democratici, c&#39;è una nuova catastrofe in corso da queste parti, una nuova Nakba, una nuova pulizia etnica che sta colpendo la popolazione palestinese.</p></blockquote>
<div class="translation">Gestern machte ich einige Schwarz-Weiß-Fotos von einer Karawane von Wagen, die von Eseln gezogen wurden und unglaublich beladen war mit Kindern, die weiße Flaggen schwenkten, blasse Gesichter, verängstigt. Wenn ich mir diese Bilder der Flüchtlinge heute anschaue, läuft es mir kalt den Rücken runter. Wenn man sie mit den Bildern überlagert, welche die &#8220;Nakba&#8221; von 1948 - die palästinensische Katastrophe - abbilden, dann würden sie perfekt zusammenpassen. Durch die niederträchtige Reglosigkeit der Staaten und Regierungen, die sich selbst demokratisch nennen, findet eine neue Katastrophe statt, eine neue Nakba, eine ethnische Säuberung, welche die palästinensische Bevölkerung trifft.</div>
<p>In einem anderen Beitrag <a href="http://ingaza.wordpress.com/2009/01/05/gaza-walks/">schreibt</a> Eva Bartlett:</p>
<blockquote><p>To walk in Gaza city now is to walk through a ghost town, passing shells of buildings, rubble-filled streets, closed shops, and streets barren of life. Before Israel’s attacks across the Gaza Strip’s densely-populated civilian areas began on December 27th, Gaza was a different scene: it was stifled under a siege […] but Palestinians in Gaza still walked the streets, still frequented the parks and public spaces, still pursued education within the Strip and had weddings. On any given day, the main street, Omar Mukthar, would be crowded with taxis heading along the east-west road, kids going to and from school, shoppers, and vendors. Walking Omar Mukthar now is an eerie experience […] In the first days after the missiles hit police stations, mosques, civil administration buildings, Municipal buildings, cars, houses, iron and metal workshops, and universities across the Gaza Strip’s tiny length, people walked carefully, avoiding the bombed sites, very aware they could be re-bombed. […] But now its gotten to such a point, all over Gaza is so completely and thoroughly bombed, that the initial detours we took are pointless: there are simply too many bombed-out buildings and sites to bother avoiding the street. […] So a bombed population already besieged, with no where to run, shot and shelled when running no where, already deprived of medicines and medical care, is now on a new level of starvation, deprivation of water (70 % of people are without), and continues to be psychologically-terrorized by the air activity and bombing. Where to walk? Anywhere, it doesn’t really matter.</p></blockquote>
<div class="translation">In Gaza-Stadt herumzulaufen ist jetzt wie in einer Geisterstadt, vorbei an Ruinen, mit Trümmern gefüllte Straßen, geschlossene Geschäfte und Straßen ohne Leben. Bevor der israelische Angriff auf die dicht bevölkerten Gebiete des Gaza-Streifens am 27. Dezember begann, war Gaza ein anderer Ort: es erstickte unter der Belagerung [&#8230;] aber die Palästinenser in Gaza liefen auf den Straßen, besuchten noch Parks und öffentliche Plätze, gingen ihrer Bildung innerhalb des Gazastreifens nach und heirateten. An jedem Tag war die Hauptstraße, Omar Mukthar, gefüllt mit Taxis, welche die Ost-West-Straße entlang fuhren, Kinder gingen zur oder von der Schule, Käufer und Händler. Omar Mukthar jetzt entlang zu laufen ist eine unheimliche Erfahrung [&#8230;] In den ersten Tagen, nachdem die Raketen Polizeistationen, Moscheen, zivile Verwaltungsgebäude, städtische Gebäude, Autos, Häuser, Eisen- und Metallwerkstätten und Universitäten in dem winzigen Gazastreifen trafen, liefen die Menschen vorsichtig draußen. Sie vermieden dabei die bombardierten Gegenden in dem Bewusstsein, sie könnten noch einmal bombardiert werden [&#8230;] Aber jetzt ist ein Punkt erreicht, an dem Gaza überall komplett und sorgfältig bombardiert ist, dass die anfänglichen Umwege, die wir nahmen, sinnlos sind: es gibt einfach zu viele zerbombte Gebäude und Plätze, dass es sich nicht lohnt, die Straße zu meiden. [&#8230;] Also, eine bombardierte schon belagerte Bevölkerung, die nirgendwo hin kann, erschossen und bombardiert, wenn sie nirgendwo hin rennt, bereits der Medikamente und der medizinischen Versorgung beraubt, ist jetzt auf einer neuen Ebene des Verhungerns, Mangels an Wasser (70% der Leute haben keines), und wird weiterhin psychologisch terrorisiert durch die Luftangriffe und Bombardements. Wohin soll man gehen? Irgendwohin, es ist eigentlich egal.</div>
<p>Fida Qishta, die bei <em>Sunshine</em> bloggt, ist eine freie Journalistin, Filmemacherin und Aktivistin, die in Rafah im Süden des <a href="http://sunshine208.blogspot.com/2009/01/pity-for-tiger-is-injustice-to-sheep_07.html">Gazastreifens lebt</a>:</p>
<blockquote><p>Humanitarian aid is still a big problem, including the lack of medicine and food. The Israeli government said that they opened the border crossings to let Palestinians travel to Egypt for medical treatment and for humanitarian aid to enter the Gaza Strip. It’s like the wolf killing the sheep and then selling its leather. Why did they shoot them if they want them to be in good health? Why didn’t they stop the air strikes before they killed and injured all these civilians? They tell the world that the food trucks enter the Gaza Strip. Do you know how many trucks? Do you know that the Gaza Strip is cut into two parts now by the Israeli army? That means that if the humanitarian aid gets through into Rafah, it will never reach Gaza City, because they cut the main road into two parts. It reminds me of the <a href="http://www.usatoday.com/news/world/2005-08-24-palestinian-checkpoint_x.htm">Abu Holy checkpoint</a> which used to divide the Gaza Strip in two. My friends and I used to wait to go to our university for hours and hours. And at the end of the day we went back home, without attending any classes. Our only class was on how to wait. My mother is sitting in the door of our house counting the drones and the F16s. I think that if I asked her to count the air strikes she would do it.</p></blockquote>
<p>Humanitäre Hilfe ist immer noch ein großes Problem, einschließlich der Mangel an Medizin und Lebensmitteln. Die israelische Regierung sagte, dass es die Grenzübergänge öffnet, damit die Palästinenser nach Ägypten reisen können, um medizinisch versorgt zu werden und damit humanitäre Hilfe in den Gazastreifen gelangen kann. Es ist wie der Wolf, der das Schaf tötet und dann sein Leder verkauft. Warum haben sie auf sie geschossen, wenn sie wollen, dass sie gesund sind? Warum haben sie die Luftangriffe nicht beendet, bevor sie die ganzen Zivilisten getötet und verletzt haben? Sie erzählen der Welt, dass die Lebensmitteltrucks in den Gazastreifen hineinkommen. Wisst ihr wieviele LKWs? Wisst ihr, dass der Gazastriefen von den Israelis in zwei Teile geteilt wurde? Das bedeutet, wenn die humanitäre Hilfe nach Rafah durchkommt, wird sie Gaza-Stadt niemals erreichen, weil die Hauptstraße in zwei Teile geteilt ist. Es erinnert mich an den <a href="http://www.usatoday.com/news/world/2005-08-24-palestinian-checkpoint_x.htm">Abu Holy Grenzübergang</a>, welcher den Gazastreifen in Zwei teilte. Meine Freunde und ich warteten dortStunden um Stunden um zur Universität gehen zu können. Am Ende des Tages gingen wir zurück nach Hause, ohne den Unterricht besucht zu haben. Unser einziger Unterricht war das Warten. Meine Mutter sitzt in der Haustür und zählt die Dronen und F16s. Ich denke, wenn sie fragen würde, die Luftschläge zu zählen, würde sie das auch machen.</p>
<p>Nader Houella, der den Blog <em>Moments of Gaza</em> leitet, schreibt einen Beitrag, in dem er erklärt, was Menschen tun können, die <a href="http://gaza08.blogspot.com/2009/01/ways-of-support.html">helfen möchten</a>.</p>
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