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	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Russland</title>
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	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
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		<title>Schwangerschaft und Gefängnis: Gesundheit und Rechte der Frauen hinter Gittern</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/10/28/schwangerschaft-und-gefangnis-gesundheit-und-rechte-der-frauen-hinter-gittern/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 04:20:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Menschenrechte für schwangere Frauen sind weltweit immer noch umkämpft und es scheint, dass dabei schwangere Frauen in Gefängnissen sehr oft übersehen werden. Welche Schritte wurden unternommen um sicher zu stellen, dass sie auch menschlich behandelt werden, in Bezug auf das Leben, das sie tragen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/juliana-rincon-parra/">Juliana Rincón Parra</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/10/24/pregnancy-and-prisons-womens-health-and-rights-behind-bars/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="alignleft" title="Das Bild, welches diese Post illustriert, stammt aus “17. November” von daquella manera." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/2044749780_4ade9e2e3f.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Verdienen alle schwangere Frauen gleiche menschliche Rechte oder haben schwangere Frauen im Gefängnis diese Rechte verloren?</strong></p>
<p>Denkt man darüber nach, so tauchen immer ein paar Fragen auf, ob eine Frau, die für irgendwelche Kriminalitäten verurteilt worden ist, ein Recht darauf hat ein Leben zu führen und ihr Kind aufzuziehen:</p>
<p>⁃	Wie fühlen sie sich hinter Gittern, wenn sie schwanger sind und ein Kind erwarten?<br />
⁃	Sollte es Vorrechte geben, wenn es auch andere Frauen außerhalb der Vollzugsanstalt<br />
gibt, die keine medizinische Hilfe erhalten?<br />
⁃	Sollte Schwangerschaft alle andere legalen Bedingungen außer Kraft setzen, um die Menschenrechte einer schwangeren Frau zu wahren?</p>
<p><strong>USA: In Wehen liegende Frauen nicht mehr fesseln.</strong><br />
Können Sie sich eine Frau bei der Geburt eines Kindes vorstellen, mit den Händen in Handschellen und die Füße an die Bettpfosten gekettet?<a href="http://www.rhrealitycheck.org/user/malika-sadaa-saar"> Malika Saada Saar</a>, Gründer und Direktor von <a href="http://www.rebeccaproject.org/">Rebecca Project for Human Rights</a> erzählt uns von dieser Praxis, die es in den Vereinigten Staaten immer noch gibt, wo Frauen, die im Gefängnis sitzen, routinemäßig während der Wehen und Geburt angekettet werden, eine allgemeine Vorgehensweise in einigen Vollzugsanstalten, obgleich dies für die Gesundheit der Mutter und des Kindes gefährlich ist. Es folgt ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=CWj1uHdxnt8">Video Interview</a>, das in dem gleichen Artikel für<em> RH Reality Check </em>erschienen ist, eine online Gemeinschaft über sexuelle und reproduktive Rechte, die Informationen und Analysen für reproduktive Gesundheit gibt:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="430" height="264" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/CWj1uHdxnt8&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="430" height="264" src="http://www.youtube.com/v/CWj1uHdxnt8&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><strong>Was geschieht mit dem Kind der Insassin nach der Geburt?</strong></p>
<p>Jedes Land hat unterschiedliche Vorschriften über Kinder im Gefängnis. In Argentinien zum Beispiel, gemäß <em>Ajintem</em>, einem Informations-Portal für Migrations-Informationen, wurde letztes Jahr <a href="http://portal.ajintem.com/archivo/80-argentina-prision-domiciliaria-para-embarazadas-y-madres.html">ein Gesetz erlassen</a>, das vorschreibt, schwangere Frauen, Frauen mit Kindern unter 5 Jahren und solche mit behinderten Kindern dürfen ihre Gefängnisstrafe unter Hausarrest ableisten. Dieses Gesetz hilft nicht nur der Mutter, die während ihrer Schwangerschaft im Gefängnis nicht die richtige Pflege erhält, sondern auch dem Kind, dass entweder in einer unsicheren Umgebung, beraubt jeder Freiheit und unzureichender Gesundheitskontrolle und Nahrung, aufwachsen würde, oder von seiner Mutter getrennt aufgezogen würde, was wieder eine ganz andere Serie von Problemen aufwerfen würde. Die Richter sollen jedoch dem Geist dieses Gesetzes folgen und diese Erlaubnis nur jenen Frauen gewähren, die nicht in brutale Verbrechen verwickelt sind, damit der Rest der Zivilbevölkerung Schwangerschaft nichts als eine Freikarte für einen Gefängnisaufenthalt ansieht.</p>
<p>In den Kanarischen Inseln, gemäß dem ‘Prisiones y Penas’  Blog, der über Fragen in Bezug auf  Gefängnisse und Zuchthäuser schreibt, dürfen die Frauen <a href="http://prisionesypenas.blogspot.com/2009/09/detenidas-con-hijos-en-carceles.html">ihre Kinder bis zum Alter von 3 Jahren</a> in ihren Zellen behalten, aber in Begleitung anderer Insassen, welches nicht gerade das beste Umfeld ist. Schwangeren Frauen oder Frauen mit Kindern unter 3 Jahren wird deshalb beim Eintritt in das Gefängnis gesagt, dass es für das Kind nicht gut ist, hinter Gittern aufzuwachsen, und ihnen wird die Möglichkeit angeboten, das Kind an Familienmitglieder abzugeben. In <a href="http://www.reuters.com/article/worldNews/idUSTRE5085ZV20090109">Peru</a> und <a href="http://russiatoday.com/Top_News/2009-07-27/russia-s-prison-born-children-marked-for-life.html">Russland</a> wird genauso gehandelt. In den Vereinigten Staaten gibt es nur zwei Vollzugsanstalten, die das erlauben, eine in New York und die andere in Nebraska. Darüber berichtet die <a href="http://www.amnestyusa.org/women/custody/toomuchtime/pt_02/e_moms.html">berühmte Fotografin Jane Evelyn Atwood</a> in ihrer dreiteiligen Foto-Dokumentation ‘<a href="http://www.amnestyusa.org/women/custody/toomuchtime/"><em>Amnesty International</em>, called Too Much Time</a>’, in der sie über Ihre Besuche von Dutzenden von Gefängnissen in der ganzen Welt berichtet und das Leben der Insassen dokumentiert.</p>
<p>Warum verbietet das Strafvollzugsystem in den USA den Frauen ihre Babies zu behalten? Atwood erklärt, dass dies aufgrund der Geisel-Gefahr nicht erlaubt ist. In dem<a href="http://prisonphotography.wordpress.com/2009/10/07/women-behind-bars-jane-evelyn-atwoods-too-much-time/"> Gefängnis-Fotografie Blog</a> wird diese Behauptung aufgegriffen:</p>
<blockquote><p>Kinder werden in dem meisten US-Gefängnissen nicht aufgenommen. Als Grund wird die Sicherheits-Bedrohung genannt: Ein Kind in einem Gefängnis sei ein ständiges, verletzbares Ziel für Leben und Geiselnahme. Diese Behauptung erscheint etwas fingiert, wenn man die Strafvollzugsysteme in anderen Ländern in Erwägung zieht.</p></blockquote>
<p>Die Atwood Dokumentation auf der Webseite von <em>Amnesty International</em> hat einen Abschnitt über die Geburt in Ketten, wie in <a href="http://www.amnestyusa.org/women/custody/toomuchtime/pt_02/f_vanbab.html">Vanessas Baby</a> erzählt wird, und einen anderen über Gefängnissysteme und <a href="http://www.amnestyusa.org/women/custody/toomuchtime/pt_02/e_moms.html">Mutterschaft</a>, mit Fotos von Frauen, bei denen die Fotografin aus ihren Essays über ihre Erfahrungen bei dem Besuch von Gefängnissen und ihre Fotografien vorliest.</p>
<p><strong>Schwangerschaft zum Verhandeln?</strong><br />
Warum sind die Rechte von schwangeren Frauen im Gefängnis so umstritten? In <em>‘Russia Today’</em>, einer Radiosendung, wird <a href="http://russiatoday.com/Top_News/2009-07-27/russia-s-prison-born-children-marked-for-life.html">dieses Thema</a> bei der Diskussion über Kinder behandelt, die in dem russischen Strafvollzugsystem geboren und aufgezogen werden.</p>
<blockquote><p>Skeptiker glauben einige Mütter werden absichtlich schwanger, nur um ein einfacheres Leben im Gefängnis zu haben: Krankenhaus-Aufenthalt, viel Zeit mit ihrem Kind - ist alles viel besser, als in einer steinernen Zelle zu sitzen, behaupten sie.</p></blockquote>
<p>Und es gibt Frauen, die glauben, Schwangerschaft ist die einzige Möglichkeit einer Verurteilung zu entgehen. Das war der Fall im letzten Juni, als eine Engländerin in Laos für Drogenschmuggel eingekerkert und zu Tode verurteilt worden war, im Gefängnis schwanger wurde und damit der Hinrichtung entkam, weil die Regierung in Laos eine schwangere Frau nicht hinrichtet. Es wurde <a href="http://www.dailyexpress.co.uk/posts/view/105278/No-firing-squad-for-girl-who-fell-pregnant-in-jail">behauptet</a>, gemäß dem ‘<em>Daily Express</em>’, einer englischen Tageszeitung, dass sie künstlich befruchtet wurde “um einen milderen Urteilsspruch zu erreichen”.</p>
<p><strong>Mit eigenen Worten: Frauen erzählen von ihren Kindern und dem Gefängnisleben</strong><br />
Geraldin Rodríguez, eine Argentinierin, die ihre Zeit in einem Gefängnis von Ecuador für Drogenschmuggel verbringt, erzählt <a href="http://marcosbrugiati.blogspot.com/2009/07/carcel-de-mujeres.html">Marcos Brugiati</a>, dem Autor der mit Kunst verbundenen online Publikation<a href="http://www.indexarte.com.ar/noticias/562/las-rejas-de-la-carcel-el-arte-de-la-espera.htm"> <em>Plastica-Argentina</em></a>, ihre Geschichte über Schauspielerei und Aufführungen im Gefängnis, über schwanger werden und ihr Kind im Gefängnis zur Welt zu bringen. Es wurde ihr erlaubt, ihr Kind bei sich zu behalten, doch entschied sie sich dafür, dass das Kind frei aufwachsen sollte:</p>
<blockquote><p>“Decidí que salga para vivir, tenía miedo que sufra de grande los traumas que hoy tengo. Se lo llevó al año mi hermano quien se hice cargo con su esposa”.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich entschied mich, er sollte mich verlassen um leben zu können. Ich befürchtete, er würde unter den gleichen Traumas leiden, die ich heute habe. Nach einem Jahr nahm mein Bruder ihn mit und zieht ihn zusammen mit seiner Frau auf.</div>
<p>Juvinete ist in einem <a href="http://www.nortecastilla.es/20080908/vida/quedarse-embarazada-prision-irresponsable-20080908.html">spanischen Gefängnis</a> und war schwanger, als sie wegen Drogendelikten eingesperrt wurde. Sie erzählte der spanischen Zeitung <a href="http://www.nortecastilla.es/20080908/vida/quedarse-embarazada-prision-irresponsable-20080908.html"><em>NorteCastilla</em></a> ihre Geschichte. Drei Jahre, nachdem sie ihr Baby im Gefängnis zur Welt gebracht hatte, musste das Kind sie verlassen und wurde an eine Pflegefamilie übergeben. Juvinete sieht ihre Tochter alle 15 Tage und jeden zweiten Monat erhält sie 2 Wochen Urlaub um mit ihr zusammen zu sein. Alles sieht jedoch nicht so rosig aus: es besteht die Möglichkeit, dass Juvinete in ihr heimatliches Brasilien deportiert wird und sie befürchtet die Folgen, die das für ihr Kind haben könnte. Sie hat einen Rat für jede Frau, die im Gefängnis schwanger werden will:</p>
<blockquote><p>-Intento convencerlas para que no se queden en estado dentro porque ver a un niño privado de libertad es muy duro, es irresponsable. Ellos no tienen que pagar nuestros errores.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich versuche sie davon zu überzeugen nicht schwanger zu werden, solange sie drinnen sind, denn zusehen zu müssen, wie ein Kind seiner Freiheit beraubt wird, ist sehr schwer, es ist unverantwortlich. Sie sollten nicht für unsere Fehler zahlen müssen.</div>
<p>In <em>‘<a href="http://www.womenandprison.org/motherhood/kebby-warner.html">Woman and Prison</a>’</em> (Frauen und Gefängnis), eine Webseite, welche die Erfahrungen der Frauen im Strafvollzugsystem sichtbar machen will, spricht <a href="http://www.womenandprison.org/motherhood/kebby-warner.html">Kebby Warner über ihre eigene Schwangerschaft</a> in einem Gefängnis in den Vereinigten Staaten und wie sie während ihrer Schwangerschaft, den Wehen und danach behandelt wurde, als ihr das Kind weggenommen wurde. Hier ist ein Auszug, wo sie über den Geburtsvorgang schreibt:</p>
<blockquote><p>Während der Wehen darf niemand in den Entbindungssaal. Meine Familie wusste noch nicht einmal, dass ich in den Wehen lag oder sie hatte, bis nachdem ich das Krankenhaus verließ. In diesen drei Tagen blieben einige der Wächterinnen im Zimmer, aber wenn die Krankenschwester sie darum bat, draußen zu sitzen, folgten sie meistens dieser Bitte. Ich habe Schauergeschichten gehört in denen Frauen an das Entbindungsbett gekettet wurden. Ich bin so dankbar, dass ich diese Erfahrung nicht machen musste. Die meisten Krankenschwestern behandelten mich wie einen Menschen, nicht wie eine Gefangene.</p></blockquote>
<p>In <a href="http://www.womenandprison.org/motherhood/index.html">Women and Prison</a> können Sie weitere Zeugenberichte lesen, sowie über das Aufwachsen mit Eltern im Gefängnis und die verschiedenen Auswirkungen, die eingekerkerte Frauen auf ihre Kinder haben.<br />
So, was denken Sie? Auf der ganzen Welt gibt es schwangere Frauen, die keine Gesundheitspflege irgendwelcher Art erhalten. Ist es richtig, dass speziellen Anstrengungen zugunsten von Frauen in Gefängnissen gemacht werden? Gibt es einen Unterschied zwischen den Frauen, die eine Strafe in einer Strafanstalt absitzen, und denen die draußen sind? Sollen sie unterschiedlich behandelt werden?</p>
<p>Das Bild, welches diese Post illustriert, stammt aus “17. November” von <a href="http://www.flickr.com/photos/daquellamanera/2044749780/">daquella manera.</a></p>
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		<title>Weltgesundheit: Bedrohung durch Schweinegrippe wächst weltweit</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/04/27/weltgesundheit-bedrohung-durch-schweinegrippe-wachst-weltweit/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Apr 2009 19:51:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt auch in sieben weiteren Ländern bestätigte Fälle bzw. Verdachtsfälle auf Schweinegrippe, die Anfang des Monats in Mexiko auftrat. Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) heißt es, es handle sich bei diesem Ausbruch um einen "öffentlichen Gesundheitsnotfall von internationaler Tragweite".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/juhie-bhatia/">Juhie Bhatia</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/04/27/global-health-swine-flu-threat-spreads-worldwide/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="alignright" title="Schutz vor Schweinegrippe" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/04/3474744375_fca198e5ff_m.jpg" alt="" width="240" height="159" />Es gibt auch in sieben weiteren Ländern bestätigte Fälle bzw. Verdachtsfälle auf Schweinegrippe, die Anfang des Monats in <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/04/25/mexico-concern-over-swine-flu-outbreak/">Mexiko</a> auftrat. Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) <a href="http://www.who.int/mediacentre/news/statements/2009/h1n1_20090425/en/index.html">heißt es</a>, es handle sich bei diesem Ausbruch um einen &#8220;öffentlichen Gesundheitsnotfall von internationaler Tragweite&#8221;.</p>
<p>Bei der <a href="http://www.cdc.gov/swineflu/">Schweinegrippe</a>, die auch als Schweineinfluenza A oder H1N1 bekannt ist, handelt es sich um eine Erkrankung der Atemwege bei Schweinen, die hauptsächlich durch Husten und Niesen von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. In Mexiko gibt es über <a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5gGSyeznluvlTTO6A31IITVNX52FA">100 Todesfälle</a>, die möglicherweise mit der Schweinegrippe in Zusammenhang stehen, und mehr als 1.600 Menschen sind an dem Virus erkrankt oder es besteht der Verdacht auf eine Erkrankung durch das Virus. In den USA und Kanada wurden Fälle von Schweinegrippe bereits <a href="http://www.google.com/hostednews/ap/article/ALeqM5hZVkRqV2uZVim0TRk5R1ZBfovTCAD97QESOO1">bestätigt</a>, während es in Neuseeland, Spanien, Frankreich, Israel und Brasilien Verdachtsfälle gibt. Liz Borkowski, die auf <em>The Pump Handle</em> bloggt, <a href="http://thepumphandle.wordpress.com/2009/04/26/swine-flu-outbreak/">erläutert</a>, warum die Verbreitung der Schweinegrippe mit Sorge gesehen wird:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Schweinegrippe ist recht verbreitet, wobei sie normalerweise nur von Schweinen auf Menschen übertragen wird. Dieser neue Stamm scheint von Mensch zu Mensch übertragbar zu sein und es erkranken auch junge, ansonsten gesunde Erwachsene daran. Das bedeutet, dass das Virus eine landesweite Epidemie verursachen könnte. Es ist also angebracht, dass in Mexiko Schulen bis zum 6. Mai geschlossen wurden und öffentliche Großversammlungen, auch Gottesdienste, verboten wurden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die amerikanischen Gesundheitsbehörden erklärten am 26. April einen öffenlichen Gesundheitsnotstand, nachdem 20 Fälle von Schweinegrippe in den Staaten Kalifornien, Kansas, New York, Ohio und Texas bestätigt worden waren. Die meisten dieser Fälle waren jedoch <a href="http://www.who.int/csr/don/2009_04_26/en/index.html">leicht</a> und es wurde über keine Todesfälle berichtet. In Kanada wurden ebenfalls sechs leichte Fälle von Schweinegrippe in den Provinzen Nova Scotia und British Columbia <a href="http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&amp;sid=awMeiF_SLkGs&amp;refer=home">bestätigt</a>.</p>
<p>Die Neuigkeiten über die Schweinegrippe verbreiten sich schnell im Internet, da viele nach Antworten suchen und ihre Meinung zu der Krankheit kundtun. &#8220;Swine Flu&#8221; und &#8220;#swineflu&#8221; sind zurzeit die <a href="http://search.twitter.com/">Top-Themen</a> auf Twitter und es wurden einige <a href="http://maps.google.com/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=en&amp;t=p&amp;msa=0&amp;msid=106484775090296685271.0004681a37b713f6b5950&amp;ll=32.639375,-110.390625&amp;spn=59.906843,114.257813&amp;z=4]">Google-Maps</a> eingerichtet, auf denen Ausbrüche verzeichnet werden. Auf der ganzen Welt unterhalten sich Blogger über die Schweinegrippe.</p>
<p>Daniel Hernandez, der auf <em>Intersections</em> bloggt, <a href="http://danielhernandez.typepad.com/daniel_hernandez/2009/04/in-mexico-city-the-infection-is-fear.html">beschreibt</a> diese Szene in Mexico City:</p>
<blockquote><p>&#8220;Während die Oberen der WHO am Samstag eine Notfallversammlung in Genf einberiefen, gaben Soldaten in Mexico City an Kreuzungen, Metro-Stationen und auf Plätzen Gesichtsmasken aus. Ein Militär im Tarnanzug gab mir eine Maske, als ich die Metrostation Bellas Artes betrat, aber sie fiel auseinander, noch bevor ich in den Zug einstieg. Im Zug beäugten sich die Fahrgäste argwöhnisch und vermieden jeden Kontakt mit Fremden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Matthew Yglesias, der für Center for American Progress Action Fund bloggt, <a href="http://yglesias.thinkprogress.org/archives/2009/04/swine-flu.php">äußert sich besorgt</a> darüber, wie diejenigen in den USA mit der Krankheit umgehen werden, die über keine Krankenversicherung verfügen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich habe zu diesem Thema nichts zu sagen, was über die Tatsache hinausgeht, dass es schön wäre, in einem Land zu leben, in dem, wenn man aufgrund einer Virus-Infektion ernsthaft erkrankt, der Zugang zu wirksamen medizinischen Heilmitteln nicht vom Wohlstand, Einkommen oder Beschäftigungsstatus abhinge.&#8221;</p></blockquote>
<p>Jim McVeagh, der von Neuseeland aus auf <em>MacDoctor</em> bloggt, denkt, dass in seinem Land und weltweit mehr getan werden muss, um die Ausbreitung des Virus einzuschränken. In Neuseeland besteht bei <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/americas/8019882.stm">13 Studenten</a>, die vor Kurzem in Mexiko waren, der Verdacht auf die Krankheit. McVeagh <a href="http://www.macdoctor.co.nz/?p=2061">sagt</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Angesichts der massiven Über-Reaktion im Fall der Vogelgrippe, hätte man dieses Mal auf eine lebhaftere Reaktion als einer reinen Überwachung hoffen können. Ich hätte angenommen, dass zumindest eine Isolation der Fälle durchgeführt sowie Reisebeschränkungen nach Mexiko verhängt werden würden, bis neue Daten vorlägen. Da die CDC [die amerikanischen Zentren für Krankheitsüberwachung und -vorbeugung] nun landsam aufwachen - wahrscheinlich eine Woche zu spät - und die WHO weiterhin Däumchen dreht, erscheint die halbherzige Reaktion Neuseelands im Vergleich schon fast forsch.</p>
<p>Während es sich hierbei um einen weiteren Reinfall handeln könnte, wäre es schön, wenn die Gesundheitsbehörden dies lieber im Nachhinein bekannt geben könnten, als ganz offensichtlich im Vorhinein mit unvollständigen Informationen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Viele Länder führen <a href="http://www.google.com/hostednews/ap/article/ALeqM5hZVkRqV2uZVim0TRk5R1ZBfovTCAD97QESOO1">Sicherheitsmaßnahmen</a> ein, um die Ausbreitung der Schweinegrippe zu verhindern. So werden z. B. an einigen Flughäfen Reisende aus Mexiko auf Grippesymptome untersucht. China und Russland planen, jeden, der Syptome zeigt, unter Quarantäne zu stellen. Vijay Sadasivam bloggt auf <em>scan man</em> und <a href="http://www.catscanman.net/blog/2009/04/swine-flu/">sagt</a>, dass in Indien keinerlei Präventionsmaßnahmen ergriffen wurden, während boinky auf <em>Finestkind Clinic and fish market</em> eine auf den Philippinen durchgeführte Maßnahme <a href="http://fkclinic.blogspot.com/2009/04/swine-flu.html">beschreibt</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Philippinen werden die Einfuhr von Schweinefleisch aus den USA und Mexiko stoppen, um die Verbreitung einzudämmen&#8230;das ist deshalb lustig, weil die Grippe von Mensch zu Mensch übertragen wird und unsere eigenen Schweine mit dem Ebola-Reston-Virus infiziert sind&#8230;<br />
aber natürlich ist Festtagsstimmung und bisher hört man nichts von Quarantäne für Menschen, wie es bei SARS der Fall war&#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p>Viele Blogger zeigen auf, dass, obwohl die Gefahr ernst genommen werden und man sich vorbereiten sollte, es im Moment keinen Grund zur Panik gibt. In einem Artikel auf <em>Utah Preppers</em> <a href="http://www.utahpreppers.com/2009/04/pandemic-preparedness/">heißt es</a> z. B.:</p>
<blockquote><p>&#8220;Einige schnelle Anti-Panik-Bemerkungen&#8230;</p>
<li>Die Schweinegrippe wird NICHT über Nahrungsmittel übertragen. Der Verzehr von Schweinefleisch ist NICHT mit Risiko behaftet.</li>
<li>Dies ist NICHT das erste Mal, dass die &#8220;Schweinegrippe&#8221; auf Menschen übertragen wurde. Das geschah schon ein paarmal zuvor, ohne dass es in eine weltweite Epidemie ausgeartet wäre.</li>
<li>Diese Art von Schweinegrippe ist, wie jede Art von Grippe, ein Virus und wird hauptsächlich durch Husten und Niesen von Mensch zu Mensch übertragen.</li>
<li>Das ist nur eine Grippe! Wichtig ist jetzt, sich NICHT ANZUSTECKEN.&#8221;</li>
</blockquote>
<p>Die WHO empfiehlt derzeit keine Reise- oder Handelsbeschränkungen und sagt, dass vor der Anhebung der <a href="http://www.who.int/csr/disease/avian_influenza/phase/en/index.html">weltweiten Emidemiewarnstufe</a>, die sich zurzeit auf Stufe drei von sechs Stufen befindet, mehr Informationen über das Virus gesammelt werden müssen.<br />
<em>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/sarihuella/3474744375/">Schutz vor der Schweinegrippe</a> von <a href="http://www.flickr.com/photos/sarihuella/">Sarihuella</a> auf Flickr.</em></p>
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		<title>Überblick globale Rezession: Überlebenstipps und geschäftliche Chancen</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 20:28:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jeder versucht mit aller Kraft, die weltweite Wirtschaftskrise zu meistern. Blogger bieten ihren Lesern Überlebenstipps. Weltweit passen sich Unternehmen an. Einige profitieren sogar von der Krise. Ich berichte in diesem Artikel über zahlreiche Beispiele von Einzelpersonen und Unternehmen, die ihr Bestes tun, um die Rezession zu bewältigen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/mong/">Mong Palatino</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/03/27/global-recession-survey-survival-tips-and-business-opportunities/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Der <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/03/13/global-recession-and-its-discontents/">Abschwung der Weltwirtschaft</a> verbreitet täglich überall Trübsinn und Verzweiflung. Der menschliche Geist lässt sich jedoch nicht so einfach besiegen. Viele versuchen mit aller Kraft, die Krise zu meistern. Blogger bieten ihren Lesern Überlebenstipps. Weltweit passen sich Unternehmen an. Sie übernehmen neue Strategien; einige profitieren sogar von der Krise. Ich möchte in diesem Artikel zahlreiche Beispiele von Einzelpersonen und Unternehmen nennen, die ihr Bestes tun, um die Rezession zu bewältigen.</p>
<p><strong>Überleben in der Rezession</strong></p>
<p>Frank Coelho de Alcantara aus Brasilien glaubt, dass in Krisenzeiten <a href="http://www.depijama.com/trecos/com-criatividade-voce-consegue-inovar-ate-velas/">einige weinen, während andere Taschentücher verkaufen</a>. Er rät allen, mit Innovation durch die Krise zu kommen:</p>
<blockquote><p>Inove. Melhore o que já existe e venda. A crise só existe para os que choram e compram lenços.</p></blockquote>
<div class="translation">Seid innovativ. Verbessert, was es schon gibt und verkauft es den Leuten. Die Krise existiert nur für diejenigen, die weinen und Taschentücher kaufen.</div>
<p>Evandro Sudré, ein anderer brasilianischer Blogger, betont die Notwendigkeit, &#8220;<a href="http://ufnet.blogspot.com/2009/02/7-dicas-pra-encarar-crise.html">einen Speicher für innere Stärke und Ideen</a>&#8221; für harte Zeiten anzulegen:</p>
<blockquote><p>Problemas e adversidades fazem parte da vida diária, mas quando a crise nos atinge, é bom ter alguma reserva de força interior e resolução. De fato ter algum tipo de reserva na mente, da qual possamos formar um plano básico de ação e defesa com a qual possamos lidar com a situação. Você é a pessoa mais qualificada para ajudar nesta situação.</p></blockquote>
<div class="translation">Probleme und Missgeschicke sind Teil unseres täglichen Lebens, wenn uns aber eine Krise trifft, ist es gut, einen Speicher an innerer Stärke und Ideen zu besitzen. Es ist in der Tat von Vorteil, ein Reservoir jeglicher Art im Kopf zu haben, aus dem man einen grundlegenden Schlacht- und Schutzplan formen kann, um mit der Situation umgehen zu können. Du allen bist die beste Person, dir in einer solchen Situationen weiterzuhelfen.</div>
<p>Es gibt aber auch diejenigen, die von Geldproblemen überwältigt werden, so dass die für sie denkbare einzige Lösung der Suizid ist. In Gujarat, Indien, gab es beispielsweise mehr als <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/03/21/india-gujarat-diamond-workers-suicide-in-the-face-of-crisis/">70 Suizidfälle</a>, die im Zusammenhang mit Diamantenschleifern, die ihre Arbeit verloren hatten, standen.</p>
<p>Andere haben beschlossen zu kämpfen. Investoren (hauptsächlich in Antigua), die ihr Geld nach der Anklage des US-Milliardärs Allen Stanford wegen Investmentbetrugs verloren hatten, taten sich zusammen und bildeten eine Vereinigung, um ihr Vermögen wiederzuerlangen. Die &#8220;<a href="http://www.stanfordvictimscoalition.com/">Stanford Victims Coalition</a>&#8221; (Vereinigung der Stanford-Opfer) veröffentlichten Folgendes auf ihrer Website:</p>
<blockquote><p>Die Stanford Victims Coalition ist eine internationale Interessenvertretung für die Wiedererlangung von Milliarden von Dollars, die den tausenden unschuldigen Menschen gehören, die vom mutmaßlichen Betrugsfall der Stanford Financial Group und Stanford International Bank in Antigua betroffen sind. Die SVC steht keiner politischen Gruppierung nahe und es gibt keine Mitgliedsbeiträge für Opfer, die sich uns anschließen.</p></blockquote>
<p>In Brunei kritisieren Blogger bankrotte Einzelpersonen, die Überschussbeträge aus <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/02/09/brunei-who-deserves-the-undistributed-zakat-funds/">Zakat-Kollekten</a> beziehen wollten. Bei der Zahlung des Zakat, eine der Säulen des Islams, geht es darum, einen Teil seines Reichtums für Bedürftige abzutreten. Zur Überraschung vieler, versuchten Leute in Brunei mit hohen Kreditkartenrechnungen, Krediten für Autos und privaten Darlehen, an Beträge aus dem Zakat heranzukommen.</p>
<p>Die Rezession wirkt sich bei vielen auf die körperliche und geistige Gesundheit aus. In Singapur sind <a href="http://www.uptoyoulor.com/2009/03/economic-recession-leads-to.html">Fitness- und Yoga-Studios überfüllt</a>, da viele die durch die wirtschaftliche Lage verursachten Verspannungen loswerden wollen; und diejenigen, denen betriebsbedingt gekündigt wurde, verbringen nun mehr Zeit mit Sport. <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/10/30/recession-hits-singapore/">Singapur</a> war das erste asiatische Land, das letztes Jahr von der Rezession getroffen wurde.</p>
<p><em>Homesickhome</em>, ein Arbeiter in Katar, entdeckte, dass die Finanzkrise eine <a href="http://homesickhome.wordpress.com/2009/03/17/my-own-version-of-financial-crisis/">Lösung bei Shoppingsucht</a> sein kann.</p>
<p><a href="http://capital.bg/show.php?storyid=685129">Kapital</a>, eine in Bulgarien wöchentlich erscheinende Zeitung, fragte seine Leser, auf welche Weise sie von der Krise betroffen seien. Simeon Djankov <a href="http://crisistalk.worldbank.org/2009/03/has-the-crisis-affected-you-how-.html">fasst</a> die Ergebnisse des offenen Formums zusammen.</p>
<blockquote><p>Ich habe die Antworten bis zum heutigen Datum gelesen und einige zu erwartende und nicht zu erwartende Dinge gefunden.</p>
<p>Die Mieten gingen nach oben, da sich nur wenige Hypotheken leisten können; einige kleine Unternehmen sagten, ihre größeren Konkurrenten hätte solche Probleme, dass sie nun bessere Chancen hätten; es wird kein Fernsehen mehr geschaut (weil die Nachrichten so düster sind); kleinere gesellschaftliche Kluft - die Neureichen sind jetzt nur noch neu; mehr Zeit zum Lesen; mehr Interesse am Rest der Welt. Mein persönlicher Favorit: Wirtschaft wird als interessanter empfunden.</p></blockquote>
<p><strong>Anpassung der Unternehmen</strong></p>
<p>Welche Anpassungsmaßnahmen wurden als Antwort auf die Krise vom Unternehmenssektor ergriffen?</p>
<p>Anstatt die Anzahl der Arbeiter zu reduzieren, verkürzen einige Unternehmen auf den Philippinen die <a href="http://www.bworldonline.com/BW030509/content.php?id=002">Arbeitsstunden pro Woche</a>. Wegen niedrigerer Belegung ihrer Gebäude, verringern einige Vermieter in Manila die <a href="http://www.gmanews.tv/story/152275/Office-rentals-to-go-down-until-June-property-consultant-says">Preise für Büroräume</a>. Ein japanisches Unternehmen in Südkorea verwendete seine Ersparnisse und über die Jahre aufgelaufenen Gewinne für die Absicherung seiner Mitarbeiter.</p>
<p>Chefs von Unternehmen in Fiji haben die Regierung erfolgreich dazu gezwungen, die <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/02/19/fiji-minimum-wage-increase-postponed/">Anhebung des Mindestlohns zu verschieben</a>, die den Arbeitern des Landes versprochen worden war. Sie warnten vor mehr Entlassungen und Betriebsschließungen durch die Anhebung. Das sind schlechte Nachrichten für die Arbeiter.</p>
<p>Roshni Mahtani, Gründer und Redakteur von <a href="http://sg.theasianparent.com/home.php">www.theasianparent.com</a>, schlägt kleinen Unternehmen folgende <a href="http://sgentrepreneurs.com/commentary/2009/03/09/10-cost-cutting-measures-%E2%80%93-theasianparentcom-way/">Sparmaßnahmen</a> vor:</p>
<blockquote><p>1. Büroräume verkleinern. Monatliche Ersparnis: 1.500 $</p>
<p>2. Umsteigen auf Open Source. Einmalige Einsparung:<br />
4.000 $. Monatliche Einsparung: 100 $<br />
3. Skype! Monatliche Einsparung: zwischen 100 $ und<br />
150 $<br />
4. Praktikanten. Monatliche Einsparung: 500 $<br />
5. Virtuelle Meetings. Monatliche Einsparung: 100 $<br />
6. Größenvorteile. Monatliche Einsparung: 300 $<br />
7. Incentives. Monatliche Einsparung: zwischen 750 $ und 1.000 $ pro Verkaufsmitarbeiter.<br />
8. Partnerschaften. Monatliche Einsparung: 100 $-150 $<br />
9. Rette die Bäume (und Geld). Monatliche Einsparung:<br />
200 $<br />
10. Social-Media-Marketing. Einmalige Einsparung: 2.600 $</p>
<p>Monatliche Einsparungen insgesamt: zwischen 4.500 $ und 5.000 $ pro Monat<br />
Einmalige Einsparungen insgesamt: 6.600 $</p></blockquote>
<p>Michel Monteiro aus Brasilien schreibt über die von der Einzelhandelskette Ponto Frio gestarteten <a href="http://vitrinepop.blogspot.com/2009/02/criatividade-em-tempos-de-crise.html">Aktion</a>: Kunden, die in dem Laden einkaufen, sind nun bis zur Höhe ihrer getätigten Einkäufe kostenlos versichert, sollten sie arbeitslos werden.</p>
<blockquote><p>O interessante é que essa ação tem como enfoque a atual crise economica, e em seu anuncio busca tirar o temor que existe nas pessoas de comprar e não poder pegar, o que gera queda nas vendas. Assim, o consumidor poderá voltar a comprar, e fazer o dinheiro movimentar a economia.</p>
<p>Mais do que uma inteligente proposta de marketing, a ação é um serviço ao país, pois - de forma inteligente -, faz a economia nacional girar capital, e consequentemente manter níveis de venda, empregos, etc.</p></blockquote>
<div class="translation">Das Interessante ist, dass diese Vorgehensweise sich auf die Wirtschaftskrise konzentriert, und diese Werbeanzeige zielt darauf ab, den Leuten die Angst zu nehmen, wenn es darum geht, Dinge zu kaufen und nicht bezahlen zu können, was zu einem Rückgang der Verkaufszahlen führt. So könnten die Konsumenten wieder kaufen, was zu einem Geldumlauf in der Wirtschaft führt.</p>
<p>Die Vorgehensweise ist mehr als eine klevere Marketingidee, sie dient auch dem Land, weil - sehr intelligent - es den Geldumlauf in der nationalen Wirtschaft steigert, und folglich Verkäufe, Jobs etc. auf hohem Niveau hält.</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 255px"><img title="Russland" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/03/russia.jpg" alt="Russlands " width="245" height="309" /><p class="wp-caption-text">Russlands “Toilettenpapier für die Finanzkrise”. Auf dem Etikett heißt es: Was muss getan werden? Vom Blog Notes on Moscow</p></div>
<p><strong>Chancen für Unternehmen</strong></p>
<p>Es gibt Unternehmen, die auch trotz der Krise Gewinne machen. Einige profitieren sogar von der Krise.</p>
<p>In <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/03/10/japan-making-money-thanks-to-the-economic-crisis/">Japan</a> zählen folgende zu den heute profitablen Unternehmen: <a href="http://ueki.biz/414.html">kleine und mittelständische Betriebe</a>, die Teile von Rohstoffen verarbeiten und verkaufen, Fastfood-Ketten, <a href="http://business.nikkeibp.co.jp/article/manage/20090129/184281/?P=1">e-Commerce</a>-Dienstleister, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pachinko">Pachinko</a>-Branche (Spielekonsolen).</p>
<p>Chikara Ueki aus Japan lässt uns an einem Gespräch mit einem Unternehmer teilhaben, indem es darum ging, die <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/03/10/japan-making-money-thanks-to-the-economic-crisis/">Krise in eine Chance umzuwandeln</a>:</p>
<blockquote><p>１００年に一度と言われている経済危機、考え方を変えると１００年に一度のチャンスかもしれない。不況業種も含め、全ての産業に言えることかもしれません。</p>
<p>ただ、事例の通り何もしなくてもチャンスは生まれるのではなく、コツコツとやってきたご褒美だと思います。</p></blockquote>
<div class="translation">Durch eine Änderung der Perspektive kann diese Krise, die es angeblich nur einmal in hundert Jahren gibt, als Chance gesehen werden, die man nur einmal in hundert Jahren bekommt. Dies gilt für alle Branchen, auch für die, die jetzt in großen Schwierigkeiten stecken.</p>
<p>Wie dieser Fall zeigt, kommt sie jedoch nicht von ungefähr. Sie ist die Belohnung für ständige Anstrengungen über einen langen Zeitraum hinweg.</p></div>
<p>Philippine Airlines fliegt in vielen Ländern häufiger Ziele an, was der Blogger Caswell Whiteside damit <a href="http://caswellwhiteside.wordpress.com/2009/03/19/forgotten-in-the-shuffle/">interpretiert</a>, dass mehr und mehr entlassene philippinische Wanderarbeiter jetzt heimkehren.</p>
<blockquote><p>Seit Kurzem fliegt Philippine Airlines täglich nach Kanada und in die USA, wogegen dies vorher in einigen Fällen nur viermal pro Woche der Fall war und vom Flugziel abhing. PAL hat das öffentlich natürlich mit &#8220;neuem und besserem Service&#8221; hochgespielt, während es in Wirklichkeit darum geht, sich der Anzahl philippinischer Arbeiter anzupassen, die von ihren Arbeitgebern in vielen Ländern der Welt, hauptsächlich in Japan und den USA, entlassen worden waren und nun heimkehren.</p></blockquote>
<p>Teil des <a href="http://nationmultimedia.com/2009/03/19/business/business_30098297.php">thailändischen Anstoßplans</a> ist die Verteilung von Schecks in Höhe von 55 US-Dollar an jeden Geringverdiener. Die Leistungsempfänger können mit den Schecks bei McDonald&#39;s, KFC, Pizza Hut und 18 anderen großen Unternehmen im Land einkaufen. Bei KFC erhalten Leistungsempfänger sogar <a href="http://www.irrawaddy.org/article.php?art_id=15369">20 Hühnchenstücke gratis</a>, wenn sie Ihren Scheck gegen Coupons der Verkaufsstelle eintauschen.</p>
<p><em>Every Woman’s Blog</em> stimmt einem Kondomhersteller zu, der einen <a href="http://www.everywomansblog.com/people-buy-condoms-recessions">Anstieg der Kondomverkaufszahlen</a> in der Rezession beobachtet, da Schwangerschaften vermieden werden sollen.</p>
<blockquote><p>Ich glaube hierin liegt sehr viel Wahrheit und Logik. In schwierigen und ungewissen Zeiten wollen die Menschen unvorbereitet keine weiteren Familienmitglieder, was zu zusätzlichen finanziellen Lasten führt.</p></blockquote>
<p>Douglas Muir erwartet einen <a href="http://fistfulofeuros.net/afoe/economics-and-demography/a-goodbad-time-to-stop-having-babies/">steilen Abfall der Geburtenraten</a> weltweit, vor allem in osteuropäischen Ländern.</p>
<p><strong>Back to Basics</strong></p>
<p>Aufgrund der Rezession lernen einige die grundlegenden Gesetze des Geschäftslebens, wie die Bereitstellung von erstklassigem Service gegenüber den Kunden, zu schätzen. Ein <a href="http://livroseafins.com/2008/05/12/prefeitura-pipoqueiro-pipoca/">brasilianischer Popcorn-Vekäufer</a> hat Beachtung für seine kreative Geschäftsideen gefunden. Er hat bereits viele <a href="http://www.ricardocoelhoconsult.com.br/responsabilidade.php">Vorlesungen zum Thema Unternehmertum</a> gehalten.</p>
<p>Die <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/02/22/japan-agriculture-the-latest-trend-among-celebrities/">Landwirtschaft</a> wird unter japanischen Jugendlichen und Prominenten wieder populär und viele Menschen suchen nach einer wirtschaftliche Tätigkeit, die auf stabileren Fundamenten aufbaut als der Finanzsektor. Kamiyama Yasuharu bemerkt, dass der <a href="http://8ada.com/kamiyama/archive/2009/02/post-1.html">Boom der Landwirtschaft</a> heute zu einem interessanten Schlüsselwort in der japanischen Gesellschaft geworden ist.</p>
<p><a href="http://ki-media.blogspot.com/2009/03/cambodia-tries-alternative-products-to.html">Kambodscha</a> unterstreicht sein Vertrauen in die Landwirtschaft, um ein Wachsen der Wirtschaft herbeizuführen. Ein <a href="http://rspas.anu.edu.au/rmap/newmandala/2009/01/28/laos-too-poor-to-get-any-poorer/">laotischer Ökonom</a> glaubt, dass Laos durch den &#8220;landwirtschaftsbasierten, unabhängigen Charakter&#8221; der Wirtschaft des Landes von der globalen Finanzkrise verschont bleiben wird. Der Ökonom fügt hinzu:</p>
<blockquote><p>Menschen in Industriestaaten leben in der Angst vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes, weil sie kein Gemüse anbauen und keine Tiere züchten können wie die Menschen in Laos.</p></blockquote>
<p>In Jamaika haben die Chefs von 21 privatwirtschaftlichen Unternehmen einen Kooperationsvertrag geschlossen, um die Auswirkungen der sich verschlechternden globalen Wirtschaftsbedingungen auszugleichen. Sie haben erneut gelernt, wie viel die Bildung eines <a href="http://www.jamaicaobserver.com/news/html/20090308T200000-0500_147282_OBS_LEADERSHIP_BY_EXAMPLE.asp">&#8220;gesellschaftlichen Partnerschaftsdialogs&#8221;</a> zwischen Regierung, Opposition, Arbeitnehmerschaft, Unternehmen und Zivilbevölkerung wert ist.</p>
<p><em>Das Vorschaubild stammt von der Flickr-Seite von <a href="http://www.flickr.com/photos/suburbanslice/3103078097/in/set-72157611066659335">suburbanslice</a>. Der portugiesische Text wurde von GV-Redakteurin <a href="http://globalvoicesonline.org/author/paulagoes/">Paula</a> übersetzt. Den japanischen Text übersetzte GV-Redakteurin <a href="http://globalvoicesonline.org/author/scilla-alecci/">Scilla</a>.</em></p>
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		<title>Russland: Die Krise und das Aufruhr-Potenzial</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/23/russland-die-krise-und-das-aufruhr-potenzial/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Dec 2008 08:30:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mitte Oktober veröffentlichte Global Voices einen Überblick über die Ansichten englischsprachiger Blogger zur Finanzkrise in Ungarn, Estland, Lettland, Litauen und der Ukraine. Hier kommt eine weitere Folge über die Auswirkungen und zu erwartendenden Folgen der Krise in Russland.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/neeka/">Veronica Khokhlova</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/12/21/russia-the-crisis-and-the-potential-for-unrest/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Mitte Oktober <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/10/16/central-eastern-europe-financial-crisis/">veröffentlichte Global Voices</a> [en] einen Überblick über die Ansichten englischsprachiger Blogger zur Finanzkrise in Ungarn, Estland, Lettland, Litauen und der Ukraine. Hier kommt eine weitere Folge über die Auswirkungen und zu erwartendenden Folgen der Krise in Russland.</p>
<p>Edward Hugh von <em>Eastern Europe Economy Watch</em> <a href="http://easterneuropeeconomy.blogspot.com/2008/12/russias-macro-data-starts-to-confirm.html">untersucht die Zahlen und schließt daraus</a>:</p>
<blockquote>
<p><b>Russia&#39;s macro data starts to confirm the severity of the downturn</b></p>
<p>[&#8230;] So the ruble is falling and the reserves are flowing out at a rather fast rate, but this is not producing inflation in Russia - in fact quite the contrary, disinflation is very strong in Russia right now, and indeed if things continue at this rate (especially given the sharp contraction in internal demand) <strong>deflation</strong> and not inflation is going to be the big headache. </p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Unemployment is also rising, as are overdue wages, which were up 93% over the previous month. The unemployment rate rate rose to 6.6 percent in November, which is the highest since April, but still comparatively low by historic standards, although experts suggest we could easily see this number rise towards 10% to 11% in 2009. </p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>So an incredible trifecta - a unilateral decision to recognise Georgia&#39;s two separatist regions, a 66 percent fall in oil prices and the worst global financial crisis since the Great Depression - has been whisked up, and has lead to a sharp spike in investor unease such that around $211 billion has been withdrawn from Russia (estimate by analysts at PNB Paribas) since that fateful day in August when the tanks went though roaring through the Roki tunnel. We now await to see just how sharp &#8220;sharp&#8221; means when we are talking about the slowdown in Russian GDP in 2009, although the real questions which must be in everyone&#39;s minds concern the future beyond 2009. If the ruble devaluation produces - as seems likely - a rise in corporate and household defaults on forex loans, just how long will it take Russian consumption and Russia&#39;s banking system to recover from the blow that this will represent? And when oil prices do eventually recover (in 2010?) just what will the Russian central bank and those responsible for economic management have learnt from this most unfortunate &#8220;boom-bust&#8221; episode.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p><b>Die russischen makroökonomischen Daten fangen an, die Stärke des Abschwung zu bestätigen</b></p>
<p>[&#8230;] Der Rubel fällt also und die Reservern fließen recht schnell [aus dem Land] heraus, aber das erzeugt keine Inflation in Russland - eher im Gegenteil, die Disinflation ist gerade jetzt in Russland sehr stark, und wenn es tatsächlich so schnell weitergeht (insbesondere der starke Rückgang der Binnennachfrage) wird <strong>Deflation</strong> und nicht Inflation das große Kopfweh sein.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Die Arbeitslosigkeit nimmt auch zu, ebenso überfällige Lohnzahlungen, die im letzten Monat um 93% zugenommen haben. Die Arbeitslosenrate nahm auf 6,6% im November zu, dies ist der höchste Wert seit April, aber immer noch vergleichbar wenig im Verhältnis zu den historischen Werten, obwohl Experten andeuten, das diese Zahl 2009 leicht auf 10% bis 11% steigen könnte.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Ein unglaubliche Dreierwette - eine unilaterale Entscheidung, die zwei von Georgien sich abspaltenden Regionen anzuerkennen, ein Sturz des Ölpreises um 66% und die schlimmste Weltfinanzkrise seit der Weltwirtschaftskrise [der 1920er Jahre] - trifft also zu und führt zu einer scharfen Spitze des Investoren-Unbehagens, so dass ungefähr 211 Milliarden Dollar aus Russland abgezogen wurden (Schätzung von Analysten der PNB Paribas) seit dem schicksalsträchtigen Tag im August, als die Panzer dröhnend durch den Roki-Tunnel fuhren. Wir warten jetzt darauf zu sehen, wie scharf „scharf“ wirklich ist, wenn wir über die Verlangsamung des russischen Bruttoinlandsprodukt 2009 reden, obwohl die wirklichen Fragen, die uns alle interessieren sollten, die Zukunft nach 2009 betreffen. Wenn die Rubelabwertung - wie anzunehmen ist - eine Zunahme der ausbleibenden Rückzahlungen von Devisenkrediten von Firmen und Privathaushalten bedeutet, wie lange braucht es, bis der russische Konsum und das russische Bankensystem sich von diesem Schlag erholen? Und wenn die Ölpreise sich irgendwann einmal erholen (2010?), was wird die russische Zentralbank und die für die Wirtschaft Verantwortlichen von dieser höchst unglücklichen Episode eines „geplatzten Booms“ gelernt haben.</p>
</div>
<p>Edward Lucas von <em>The Economist</em>  <a href="http://edwardlucas.blogspot.com/2008/12/russia-economy.html">schreibt</a>, die russische Wirtschaft sehe „wackelig“ aus:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] Russia has been hit by a double blow. One is a collapse in the oil price. Urals crude is trading around $44 a barrel, whereas Russia’s budget had pencilled in an oil price of $70. The other is the credit crunch which means an end to cheap loans for an economy that had become used to a flood of petroroubles.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Public discontent is beginning to simmer. The problem is less the tiny self-proclaimed opposition, but spontaneous protests by citizens fed up with incompetent and arbitrary behaviour. A protest by drivers in the Russian far east brought a nervy response from official Kremlin media. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Russland wurde von einem doppelten Schlag getroffen. Das eine ist ein Zusammenbruch des Ölpreises. Rohöl aus dem Ural wird jetzt für ungefähr 44$ pro Barrel gehandelt, Russlands Staatshaushalt dagegen wurde für einen Ölpreis von 70$ entworfen. Das andere ist ein Wegbrechen der Kredite, was ein Ende der billigen Darlehen bedeutet für eine Wirtschaft, die sich an eine Flut von Petrodollars gewöhnt hatte.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Der Unmut der Öffentlichkeit beginnt zu gären. Das Problem ist weniger die winzige selbsternannte Opposition, sondern spontane Proteste von Bürgern, die genug haben von einem inkompetenten und willkürlichen Verhalten. Autofahrer-Protest im fernen Osten Russlands rief eine genervte Antwort der offiziellen Kreml-Medien auf den Plan. [&#8230;]</p>
</div>
<p>Oleg Kozlovsky, einer der Aktivisten der „winzigen selbsternannte Opposition“, wie sie Edward Lucas nennt, <a href="http://olegkozlovsky.wordpress.com/2008/12/19/public-unrest-rises-in-russia/">schreibt</a> über die Krise:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] By the way, the <strong>crisis</strong> is already beginning to affect the people. Andrei Illarionov (a prominent Russian economist, former Putin’s advisor on economics) publishes the official figures of industrial recession that he calls “disastrous”. Industrial output fell by 6.7% in November alone, which makes 13% in last five months. This is the worst monthly decrease since the beginning of the devastating World War II. It is even worse than in early 1990s (that are considered to be a synonym for nightmare in modern Russia) or during the 1998 crisis.</p>
<p>The gold rivers are dry for the first time since Vladimir Putin came to power and his government doesn’t seem to be prepared. Salaries and pensions are not paid in time anymore. In some regions elderly people only got half of their pension two weeks later and they don’t know when they receive the rest. The government tries to get more money from the people and raises tariffs, taxes and duties. This begins to cause discontent among the citizens. In Vladivostok, several thousands car drivers blocked all the main roads protesting a significant increase of customs duty for foreign cars. They demanded cancellation of the proposed reform and resignation of Vladimir Putin. Their next protest is scheduled for this Sunday.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Die <strong>Krise</strong> fängt übrigens schon an, auf die Menschen zu wirken. Andrej Illarionow (ein prominenter russischer Wirtschaftswissenschaftler und früherer Wirtschaftsberater Putins) veröffentlicht die offiziellen Zahlen der Rezession in der Industrie, die er „desaströs“ nennt. Der Umsatz der Industrie ging um 6,7% allein im November zurück, das sind in den letzten fünf Monaten 13%. Das ist der schlimmste monatliche Rückgang seit dem verheerenden zweiten Weltkrieg. Er ist sogar schlimmer als der in den frühen 1990er Jahren (im modernen Russland ein Synonym für Alptraum) oder der in der Krise von 1998.</p>
<p>Die Ströme von Gold sind zum ersten Mal versiegt, seit Wladimir Putin an die Macht kam, und seine Regierung scheint nicht vorbereitet zu sein. Löhne und Renten werden nicht mehr pünktlich gezahlt. In manchen Regionen haben alte Menschen zwei Wochen später nur die halbe Rente und sie wissen nicht, wann sie den Rest bekommen. Die Regierung versucht mehr Geld vom Volk zu bekommen und erhöht Gebühren, Steuern und Zölle. Das fängt an, Unruhe unter den Bürgern verbreiten. In Wladiwostok blockierten einige tausend Autofahrer alle Hauptstraßen um gegen einen deutlichen Anstieg der Zölle für ausländische Autos zu protestieren. Sie verlangten die Aufhebung der Reform und den Rücktritt von Wladimir Putin. Ihr nächster Protest wird diesen Sonntag stattfinden.</p>
</div>
<p><em>Streetwise Professor</em> <a href="http://streetwiseprofessor.com/?p=1143">argumentiert</a>, dass die Abwertung des russischen Rubels zu lange brauche, was schlecht für die Wirtschaft sei und der Grund dafür, dass Russland den „Frosch kocht, indem es die Temperatur langsam höher dreht, anstatt sich die Währung auf einen Kurs hin bewegen zu lassen, der die trüben Fundamentaldaten des Landes widerspiegelt“ sei „aller Wahrscheinlichkeit nach die Innenpolitik“:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] <a href="http://uk.reuters.com/article/marketsNewsUS/idUKLG67630320081216?pageNumber=3">The most recent–and most serious–protests occurred in Vladivostok in response to the government’s attempt to protect the imploding domestic car industry (misery loves company) by restricting imports of used cars.</a></p>
<p>As Russia has experienced numerous times in its history–think 1905, 1917, 1991–protests of this sort can snowball. </p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>The car tariff decision reeks of desperation in the Kremlin–and the White House (on the Moskva).  An ad hoc response taken in haste to defuse one problem creates another.  Putin has few good options.  With the entire economy imploding, everybody is hurting, and moves to help one sector will only aggravate the suffering in others.  Such clumsy moves will quickly undermine the aura of competence surrounding Putin–an aura created by luck (skyrocketing prices for raw materials and a predictable recovery from an inherited economic disaster) rather than by any real economic policy acumen.  Once this aura disappears, the potential for protests and disenchantment grows.  He has only made the ultimate reckoning worse by his failure to level with the Russian people about the seriousness of the situation.  How will Putin likely respond?  I think we all know (and dread) the answer–the answer implicit in the strengthening of the MVD. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] <a href="http://uk.reuters.com/article/marketsNewsUS/idUKLG67630320081216?pageNumber=3">Die letzten - und schwerwiegendsten - Proteste fanden in Wladiwostok statt, als Reaktion auf den Versuch der Regierung, die implodierende heimische Autoindustrie (geteiltes Leid) durch Importbeschränkungen bei Gebrauchtwagen zu schützen.</a></p>
<p>Wie Russland es unzählige Male in seiner Geschichte erlebt hat - denken Sie an 1905, 1917, 1991 - können solche Proteste Lawinen auslösen.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Der Entscheidung über die Zölle haftet ein Geruch von Verzweiflung im Kreml und im Weißen Haus (an der Moskwa) an. Eine ad-hoc-Antwort zum Entschärfen eines Problem schafft noch eines. Putin hat nur wenige gute Möglichkeiten.Da die ganze Wirtschaft implodiert, tut jedem etwas weh und [Schach-]Züge, die einer Branche helfen, verschlimmern nur die Leiden anderer. Solche unbeholfenen Züge werden schnell die Aura der Kompetenz unterminieren, die Putin umgibt - eine Aura, die mehr vom Glück geschaffen wurde (in den Himmel schnellende Preise für Rohstoffe und eine vorhersagbare Erholung von einer ererbten Wirtschaftskatastrophe), denn von wirklichem wirtschaftspolitischem Scharfsinn. Wenn diese Aura verschwindet, wächst das Potenzial für Proteste und Entzauberung. Unter dem Strich hat er alles noch schlimmer gemacht durch sein Versagen, dem russischen Volk den Ernst der Lage ehrlich darzustellen. Wie wird Putin wohl reagieren? Ich schätze, wir alle wissen (und fürchten) die Antwort - die Anwort, die in der Stärkung des MWD [Innenministeriums] liegt.<br />
[&#8230;]</p>
</div>
<p>In einem weiteren Posten<br />
<a href="http://streetwiseprofessor.com/?p=1154">zitiert <em>Streetwise Professor</em>  einige Medienberichte</a> „die offen das Unruhepotenzial in Russland diskutieren und die wahrscheinliche Antwort der Regierung darauf diskutieren“ - und folgert:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] Discontent is rising, albeit slowly, and the authorities are very, very nervous.  What is remarkable is that the full economic impact of the crisis has not been felt.  The layoffs are just beginning. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Die Unzufriedenheit wächst, wenn auch langsam, und die Behörden sind sehr, sehr nervös. Bemerkenswert ist, dass die ganzen wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise noch nicht zu spüren sind. Die Entlassungen beginnen gerade erst. [&#8230;]</p>
</div>
<p><em>Sean&#39;s Russia Blog</em> hat mehr Informationen <a href="http://seansrussiablog.org/2008/12/15/russias-far-east-says-no-new-taxes/">zu den Autofahrer-Protesten</a> in Wladiwostok:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] While most international reporting has focused on the arrests of some 90 demonstrators at the sparsely attended the Dissenters’ March in Moscow, on the other side of the country thousands of people paralyzed the city of Vladivostok for five hours in a protest against taxes on the purchase of foreign cars.  The <a href="http://www.moscowtimes.ru/articles/detail.php?ID=373168">increase set to take effect</a> on January 11, 2009 will increase the price of an imported car by 10 to 20 percent.</p>
<p>The action pits the Russian government and citizen against each other in the form of a classic tax revolt.  Ironically, the government’s attempt to protect the fledgling Russian auto industry from foreign competition has found its greatest foe among the very people Russia’s economic boom has benefited: those Russians who now have enough disposable income to buy a new car. </p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>The protesters can say that their action was a success.  They may have been dismissed by the national television media, but they got the attention of their intended target: local and national leaders. Today, deputies from Primorya voted unanimously to appeal to Medvedev, Putin and the State Duma to reverse the planned tariffs on foreign cars.  The Federal Council has already promised to help the protesters. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Während die meiste internationale Berichterstattung sich auf die Verhaftung von gerade mal 90 Demonstranten des dünn besuchten Marschs von Andersdenkenden im Moskau fokussierte, legten am anderen Ende des Landes tausende Menschen die Stadt Wladiwostok für fünf Stunden lahm durch einen Protest gegen Steuern auf den Kauf ausländischer Autos. Die am 11.01.2009 <a href="http://www.moscowtimes.ru/articles/detail.php?ID=373168">in Kraft tretende Erhöhung</a> [en] wird den Preis importierter Autos um 10 bis 20 Prozent erhöhen.</p>
<p>Durch die Aktion stehen die russische Regierung und die Bürger einander gegenüber in Form einer klassischen Steuerrevolte. Ironischerweise hat der Versuch der Regierung die flügge werdende russische Autoindustrie zu schützen seine größten Feinde gerade unter denjenigen, die von Russlands Wirtschaftsboom profitiert haben: den Russen, die jetzt genügend verfügbares Einkommen haben, um ein neues Auto zu kaufen.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Die Protestierer können ihre Aktion einen Erfolg nennen. Sie mögen von den landesweiten Medien ignoriert worden sein, aber sie erreichten die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppe: die Politiker auf lokaler und nationalen Ebene. Heute stimmten die Abgeordneten der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Region_Primorje">Region Primorje</a> einstimmig dafür, Medwedjew, Putin und die Staatsduma aufzufordern, die geplanten Zölle auf ausländische Autos zurück zu nehmen. Der Föderationsrat hat schon versprochen, den Protestierern zu helfen. [&#8230;]</p>
</div>
<p><em>IZO</em> <a href="http://www.izo.com/2008/12/many-photos-of-the-14-december-rally-in-vladivostok-to-protest-against-the-raising-of-import-tariffs-on-used-cars-izo-earli.html">verweist</a> auf  <a href="http://matroskin-cat.livejournal.com/80893.html"><br />
Fotos der Demonstration von Wladiwostok</a> [ru] des Livejournal-Benutzers <em>matroskin-cat</em>.</p>
<p><em>Window on Eurasia</em> <a href="http://windowoneurasia.blogspot.com/2008/12/window-on-eurasia-gontmakhers-warning.html">liefert die Übersetzung</a> von einigen der Slogans, die in Wladiwostoks zu sehen waren:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] But perhaps more worrisome to the authorities both locally and in Moscow were some of the slogans that the protesters carried. Many cars featured printed signs saying “Separate Moscow from Russia,” and at least a few had posters saying “Give Vladivostok and the Kuriles to Japan” [&#8230;].</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Am meisten Sorgen machten sich die Behörden sowohl vor Ort als auch in Moskau über die Slogans, die die Demonstranten trugen. Viele Autos waren mit gedruckten Schildern wie „trennt Moskau von Russland“ bestückt und immerhin ein paar hatten Posters mit dem Text „Gebt Wladiwostok und die Kurilen den Japanern“.</p>
</div>
<p>Der Blog von RFE/RL&#39;s - <em>The Power Vertical</em> - <a href="http://www.rferl.org/Content/Voices_In_The_Wilderness/1360829.html">schreibt</a> über die Proteste zur Krise in Russland:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] But bread-and-butter issues have greater resonance (and not just in Russia, of course). And there are indications that the number of bread-and-butter issues &#8212; inflation, unemployment, utility-rates hikes, officers released from service because of military reform, etc. &#8212; that Russians might become peeved about is on the rise as the economic crisis unfolds.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>But the Kremlin is sure to recognize the danger of giving in to the demands of this small protest (about 5,000 people in Vladivostok). In a country with mounting social tensions and economic problems, with a stage-managed political system and a tongue-tied media, the last thing the authorities will want to do is send the signal that the &#8220;feedback mechanism&#8221; of mass unrest is a good way of getting a message to Moscow. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Aber Brot-und-Butter-Themen haben eine größere Ressonanz (und natürlich nicht nur in Russland). Und es gibt Hinweise darauf, das die Zahl der Brot-und-Butter-Themen — Inflation, Arbeitslosigkeit, Gebührenerhöhungen, entlassene Offiziere wegen der Reform des Militärs, usw. — über die sich die Russen ärgern könnten, zunehmen, wenn die Krise um sich greift.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Aber der Kreml wird sicher die Gefahr erkennen, die darin liegt, den Forderungen dieses kleinen Protests nachzugeben (ungefähr 5000 Leute in Wladiwostok). In einem Land mit wachsenden sozialen Spannungen und wirtschaftlichen Problemen, mit einem inszenierten politischen System und sprachlosen Medien, werden die Behörden wohl nicht das Signal senden wollen, dass der „Rückkopplungsmechanismus“ des Massenaufruhrs die richtige Art und Weise sei eine Nachricht nach Moskau zu bekommen. [&#8230;]</p>
</div>
<p><a href="http://www.robertamsterdam.com/2008/12/preemptive_repression.htm">Auf dem Blog von Robert Amsterdam</a> [en] findet sich „eine exklusive Übersetzung von <a href="http://www.rbcdaily.ru/2008/12/17/focus/395138">RBK Daily</a> über die Vorkehrungen der russischen Sicherheitskräfte um Aufständen oder Unruhen wegen der Wirtschaftskrise zu begegnen“</p>
<p>Auf dem Blog von Robert Amsterdam gibt es auch eine Übersetzung eines „kleinen Glossars politisch korrekten journalistischen Vokabulars in Zeiten der Krise“ - <a href="http://www.robertamsterdam.com/2008/12/a_glossary_of_russias_economic_euphemisms.htm">im folgenden ein Ausschnitt</a>:</p>
<blockquote>
<p>&#8220;Crisis&#8221; - ought to write - &#8220;world crisis&#8221;<br />
&#8220;Threat of devaluation&#8221; - financial crisis in the USA<br />
[&#8230;]<br />
&#8220;No job openings&#8221; - the personnel shortage in Russia has been overcome<br />
&#8220;Oil has gotten cheaper by two&#8221; - prices for gasoline have fallen by 0.37%!<br />
[&#8230;]<br />
&#8220;I&#39;ve been laid off&#8221; - I&#39;ve gone freelance<br />
&#8220;Dollar&#8221; - the falling-in-the-long-term American currency
</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>„Krise“ - bitte schreiben Sie - &#8220;weltweite Krise&#8221;<br />
„drohende Abwertung“ - Finanzkrise in den USA<br />
[&#8230;]<br />
„Keine offenen Stellen“ - die Personalknappheit in Russland ist überwunden worden<br />
„Öl ist halb so teuer“ - die Benzinpreise sind um 0,37% gefallen!<br />
[&#8230;]<br />
„Ich bin entlassen worden“ - Ich bin Freelancer geworden<br />
„Dollar“ - die langfristig fallende amerikanische Währung
</p>
</div>
<p><a href="http://moscownotes.wordpress.com/2008/12/08/russian-apathy/">Dieser Post</a> auf <em>Notes on Moscow</em> zeigt, dass die russischen Medien die oben zitierten Euphemismen wohl tatsächlich auf die eine oder andere Art gebrauchen werden:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] The financial crisis here is entirely blamed on America and excesses of the West by the media, where the press is allowed to speak only of a global financial crisis to which Russia has fallen victim, not that Russia has in any way contributed to its economic issues. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Die Finanzkrise wird hier vollständig Amerika und den Exzessen des Westens angelastet, und die Presse darf nur von einer globalen Finanzkrise sprechen, der Russland zum Opfer gefallen ist, nicht davon dass Russland auf irgendwelche Art und Weise zu seinen Wirtschaftsproblemen beigetragen habe. [&#8230;]</p>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/23/russland-die-krise-und-das-aufruhr-potenzial/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Russland: “Eine andere Familie” - Fotoprojekt</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/22/russland-%e2%80%9ceine-andere-familie%e2%80%9d-fotoprojekt/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Nov 2008 14:35:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Russisch]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben vonVeronica Khokhlova  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 
Другая семья для меня – это люди, живущие за гранью социума. У этих людей может не быть дома, работы. Они могут употреблять наркотики, быть ненавистны соседям и их могут не пропускать в театр из-за несоответствующего вида. Однако внутри таких семей по-прежнему царит [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/neeka/">Veronica Khokhlova</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/11/18/russia-different-family-photo-project/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><blockquote><p>Другая семья для меня – это люди, живущие за гранью социума. У этих людей может не быть дома, работы. Они могут употреблять наркотики, быть ненавистны соседям и их могут не пропускать в театр из-за несоответствующего вида. Однако внутри таких семей по-прежнему царит любовь и трепетное отношение друг к другу [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>&#8220;Eine andere Familie - das sind für mich Menschen am Rande der Gesellschaft. Diese Menschen haben vielleicht kein Zuhause, keine Arbeit. Sie nehmen vielleicht Drogen, ihre Nachbarn hassen sie, und sie werden aus dem Theater verbannt weil sie unpassend aussehen. Aber in solchen Familien regieren immer noch die Liebe und die Fürsorge [&#8230;].&#8221;</p>
</div>
<p>So <a href="http://www.fotodepartament.ru/cat/1086/ru">beschreibt (auf russisch)</a>  Irina Popova, eine russische Fotografen die Sujets ihres Projekts &#8220;Eine andere Familie&#8221; (&#8220;Другая семья&#8221;), das derzeit in St. Petersburg ausgestellt wird - auch online zu sehen <a href="http://liberty.su/popova/index.html">hier</a> (23 Fotos) und auf dem <a href="http://photopolygon.com/russian-reporter/details/4837"><em>PhotoPolygon.com</em></a>-Portal (15 Fotos). </p>
<p>Weil sich aber die ganze Serie um ein Kleinkind namens Anfisa dreht, die Tochter von Popovas marginalisierten erwachsenen Sujets, hat die eigene Interpretation ihrer Arbeit der Fotografin harte Kritik von denen eingebracht, die sie online betrachtet haben.</p>
<p>Im folgenden einige Kommentare von den Besuchern auf <em>PhotoPolygon</em>&#39; - sowie von Irina Popova (<em>popovaira</em>) selbst.</p>
<p><em>ameli_sa</em>:</p>
<blockquote><p>вне содержания фотосессии &#8220;И все же, они любят друг друга и свою дочь, может быть больше, чем может себе представить человек, который будет их обвинять&#8221; - грош цена такой любви. А в отношении фотосесии - благо, если эта сессия подвигнет власти города лишить их родительчких прав или, по крайней мере, взять эту семью под особое попечение. Потому что, глядя, например, на кадр, где девочка лезет на подоконник, понимаешь, что находится она в реальной опасности.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Ganz abgesehen vom Inhalt der Fotoserie &#8220;Und trotzdem lieben sie sich und ihre Tochter, vielleicht sogar mehr als jemand, der sie verurteilt, sich vorstellen könnte&#8221; - solche Liebe taugt nichts. Zur Fotoserie - Es wäre gut, wenn das die städtischen Behörden dazu bewegen könnte, ihnen das Sorgerecht zu entziehen, oder zumindest der Familie spezielle Fürsorge angedeihen zu lassen. Weil, wenn man zum Beispiel das Bild anschaut, wo das Mädchen auf dem Fenstersims herumklettert, versteht, dass es wirklich gefährdet ist.</div>
<p>Irina Popova (<em>popovaira</em>) antwortet:</p>
<blockquote><p>так и знала.<br />
барьер &#8220;мы - хорошие, а они дерьмо!&#8221; значит, не дошло девочка не была в опасности - там сетка следующий кадр - с рукой матери звери - это те, кто бы запихал эту девочку в какой-нибудь приют.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Ich wusste es. Die Barriere &#8220;wir sind gut und sie sind Scheiße!&#8221; Sie haben es nicht verstanden. Das Mädchen war nicht gefährdet - es gibt da ein Netz. Der nächste Schnappschuss zeigt die Hand der Mutter darin. Nur Tiere würden das Mädchen in ein Kinderheim stecken.</div>
<p><em>AlexLen</em>:</p>
<blockquote><p>если вы хотели показать, что девочка вне опасности, зачем тогда поставили этот кадр. Вообще фотографии хорошие, но, по-моему, они очень расходятся с текстом, то есть вы текстом говорите все хорошо, а фотографии выбираете где все плохо.<br />
Работа проделана интересная и непростая.</p></blockquote>
<div class="translation">Wenn Sie zeigen wollten, dass das Mädchen nicht in Gefahr ist, warum haben sie dann das Bild gezeigt? Im Großen und Ganzen sind die Fotos gut, aber ich finde, es gibt eine ziemliche Diskrepanz zwischen ihnen und dem nächsten - das heißt in Ihrem Text sagen Sie, das alles gut ist, aber Sie greifen Fotos heraus, auf denen alles schlecht ist. Ihre Arbeit ist interessant und komplex.</div>
<p><em>ameli_sa</em>:</p>
<blockquote><p>я тоже думала на эту тему, а что конкретно мы можем сделать для этой девочки - мне кажется, что самой правильной реакцией было бы пойти в отдел попечительства и дать адрес этой &#8220;семьи&#8221; и настоять на том, чтобы попечители еженедельно приходили в эту семью и смотрели сыт ли ребенок, одет ли, есть ли за ним надзор. Иначе опять же грош цена этому социальному репортажу - посмотрели на красивые картинки и забыли. Жаль девочку и придумать не могу, что сделать для нее.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich habe auch darüber nachgedacht, was genau wir für dieses Mädchen tun könnten - Ich denke, die korrekteste Reaktion wäre, zum Jugendamt zu gehen und ihnen die Adresse dieser &#8220;Familie&#8221; zu geben und darauf zu bestehen dass [Sie] diese Familie täglich besuchen um festzustellen, ob das Kind nicht hungrig ist, angezogen wird, und ob jemand auf es aufpasst. Ansonsten, noch einmal, taugt diese soziale Reportage nichts - wir haben die schönen Bilder gesehen und es vergessen. Das Kind tut mir leid und ich kann mir nicht vorstellen, was ich für sie tun könnte.</div>
<p><em>http://openid.yandex.ru/beiberecka/</em>:</p>
<blockquote>
<p>[&#8230;] Я сама была такой девочкой, но постарше - мне было 12 лет, когда мои родители умерли от наркотиков, и я не могу их осуждать, они любили меня, просто так получилось&#8230;</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>НО! Мне захотелось удочерить эту девочку, когда ее родители умрут.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Ich war selbst so ein Mädchen, nur älter  - ich war 12, als meine Eltern an Drogen gestorben sind, und ich kann sie nicht verurteilen, sie haben mich geliebt, aber es ist einfach so passiert.&#8230;</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>ABER! Ich wünschte, ich könnte dieses Mädchen adoptieren, wenn ihre Eltern sterben.</p>
</div>
<p><em>http://demonru.livejournal.com/</em>:</p>
<blockquote><p>Жить в скотском состоянии - это личный выбор этих людей (скорее всего). Но вот воспитывать в этом бардаке дочь - это не любовь, это откровенное свинство. Любовь - это не только чмоки в пяточки, это еще ответственное поведение родителей по отношению к ребенку. Вы сами написали &#8220;в это время двухлетняя малышка предоставлена сама себе и случайной заботе гостей&#8221; - это уже повод чтобы этой &#8220;семьей&#8221; занялись социальные службы.<br />
Хуже чем в данной семье ей уже вряд ли где-то будет. Если сейчас еще кто-то может восторгаться &#8220;идилией&#8221; в данном семействе, то через 3-4 года, когда девочка подрастет, а родители окончательно сожгут наркотой себе мозги - картина будет существенно хуже.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Zu leben wie das Vieh ist die persönliche Wahl dieser Leute (wahrscheinlich). Aber ihre Tochter in diesem Wirrwarr aufwachsen zu lassen - ist nicht Liebe, sondern geradezu Bosheit. Liebe ist nicht nur, die Füße zu küssen, das ist auch ein verantwortliches Verhalten der Eltern in Bezug auf ihr Kind. Sie schreiben selbst &#8220;Währenddessen ist das zweijährige Kind für sich selbst verantwortlich und auf die gelegentliche Fürsorge von Gästen angewiesen.&#8221; Das alleine ist schon ein Anlass für die Sozialdienste, sich mit dieser &#8220;Familie&#8221; zu beschäftigen. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass sie woanders schlechter dran wäre als in dieser Familie. Wenn auch jetzt immer noch irgendwer das &#8220;Idyll&#8221; in dieser Familie bewundern mag, wird in 3-4 Jahren, wenn das Mädchen aufwächst und ihre Eltern vollständig ihre Hirne mit Drogen ausbrennen,  das Bild wesentlich schlechter sein.</p>
</div>
<p>Irina Popova (<em>popovaira</em>) antwortet:</p>
<blockquote><p>я надеюсь, у меня будет возможность наблюдать жизнь этой семьи долго. тогда - расскажу, что станет с этой семьей через четыре года а пока рано делать выводы лучше подумайте, что будет с вами</p>
</blockquote>
<div class="translation">Ich vertraue darauf, das Leben dieser Familie eine lange Zeit beobachten zu können. Dann werde ich berichten, was mit dieser Familie in vier Jahren sein wird. Für den Moment ist es zu früh, Schlüsse zu ziehen. Denken Sie besser darüber nach, was aus Ihnen wird.</div>
<p><em>shelma</em>:</p>
<blockquote><p>
серия-жуткая по эмоциональному содержанию, но снята отлично.<br />
Ни одна карточка равнодушным никого не оставляет насколько видно из комментариев.<br />
Ирина, не представляю-насколько, вероятно, было сложно там работать, видя все это.<br />
Желаю удачи тебе в дальнейшем.<br />
p.s. про присутствие любви в семье я все таки несколько сомневаюсь. Ну либо я такую любовь не могу понять и принять.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Der emotionale Inhalt der Serie ist grausig, aber die Ausführung ist exzellent. Wie man aus den Kommentaren sehen kann, lässt nicht ein einziges Foto irgendjemanden kalt. Irina, ich kann mir nicht vorstellen, wie schwierig es gewesen sein muss, dort zu arbeiten, als du das alles sehen musstest. Ich wünsche dir Glück für die Zukunft. P.S. Ich habe trotzdem einige Zweifel über die Anwesenheit von Liebe in dieser Familie. Oder vielleicht kann ich diese Art Liebe nicht verstehen und annehmen.</div>
<p>Irina Popova (<em>popovaira</em>) antwortet:</p>
<blockquote><p>спасибо большое!<br />
снимать действительно было сложно, но не настолько<br />
просто я сочувствовала героям и была на их стороне - только поэтому и снимать позволили, иначе истории не было бы, а был бы фингал под глазом или разбитая камера))<br />
кстати, герои пришли на открытие выставки, очень довольны остались, смеялись))<br />
мне кажется, они так и не поняли, что кто-то может их осудить за это все</p>
</blockquote>
<div class="translation">
Vielen Dank! Es war tatsächlich schwierig, sie zu fotografieren, aber nicht so schwierig. Ich habe nur mit den Sujets sympathisiert und war auf ihrer Seite - und nur deswegen haben sie mir erlaubt, zu fotografieren, ansonsten hätte es keine Geschichte ergeben, sondern ein blaues Auge oder eine kaputte Kamera )) Übrigens, die Sujets kamen zur Eröffnung der Ausstellung und waren sehr glücklich, lachten )) Mir scheint, dass sie sich immer noch nicht bewusst sind, dass jemand sie für all das verurteilen kann.</div>
<p>Der russische Fotojournalist Oleg Klimow, der auch Kurator der Ausstellung &#8220;Eine andere Familie&#8221; ist, <a href="http://klimov.blogspot.com/2008/11/blog-post.html">schreibt in seinem Blog (russisch)</a> zur Verteidigung von Popova und ihrem Werk:</p>
<blockquote>
<p>Можно сказать и так: я был &#8220;on-line&#8221; свидетелем, когда Ирина Попова снимала эту серию. Я до сих пор помню e-mails, которые она писала в перерывах между съемками из интернет-кафе Петербурга, и помню все ее сомнения [&#8230;]</p>
<p>&#8220;Просто иди и снимай, не покупай им наркотики, алкоголь и не давай денег&#8230;&#8221;, - единственное, что я мог практически посоветовать &#8220;удаленно&#8221;. Она жила в их квартире и снимала.</p>
<p>Когда Ирина впервые опубликовала часть этих фотографий в рамках образовательной программы по фотографии в разделе &#8220;документальная фотография&#8221;, то обрушился шквал критики, прежде всего, против нее лично как человека и фотографа. Ее обвинили в пропаганде &#8220;панк-образа-жизни&#8221;, в прославлении &#8220;семьи ублюдков&#8221;, которые должны сидеть за решеткой, а не быть опубликованными на страницах газет и журналов&#8230; [&#8230;]</p>
<p>Вывод был очевиден, что никто и никогда не хочет знать, что в нашей стране есть больные, инвалиды, наркоманы, алкоголики&#8230; их проблемы - миллионы людей вне &#8220;телевизионного социума&#8221;, их не существует для большинства, независимо от того плохие они или хорошие. Их нет. &#8220;Нет человека - нет проблем&#8221;. И когда кто-то, однажды, нам показывает этих людей существующими или мы сами, случайно, встречаем их на улице, то ведем себя подобно фашистам. При этом, мы почему-то уверенны, что мы лучше, честнее, правильнее, благополучнее и успешнее. Эти иллюзии и приводят нас к отсутствию сострадания, уважения друг друга по признакам человека, а не социальной иерархии. [&#8230;]</p>
<p>Я не хочу говорить ни одного оправдательного слова в защиту героев этой серии. Они здесь такие, какие есть на самом деле. Это факт и единственный аргумент в защиту того, что они существуют, живут рядом с нами, имеют детей и весь спектр чувств от любви и ненависти до отчаяния и равнодушия.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Единственное, что я хочу сказать - это слова в защиту фотографа Ирины Поповой. У нее действительно присутствует мужество журналиста, которое превратилось почти в атавизм в нашей современной журналистике и фотографии. Мужество и умение говорить то, что увидел, почувствовал и рассказал, но вместе с тем не извращая и не издеваясь над действительностью, которая окружает нас и которую мы не хотим видеть. В этом и заключается ее &#8220;презумпция невиновности&#8221;, которая должна существовать в любом цивилизованном обществе.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Man könnte es so ausdrücken: Ich war ein &#8220;online&#8221;-Zeuge, als Irina Popova die Serie schoss. Ich kann mich noch an ihre e-Mails erinnern, die sie in den Pausen aus einem St.-Petersburger Internet-Café schrieb, und ich erinnere mich an all ihre Zweifel [&#8230;].</p>
<p>&#8220;Geh einfach hin und knips, kauf ihnen keine Drogen und keinen Alkohol und gib ihnen kein Geld&#8230;&#8221; - das war der einzige praktische Ratschlag, den ich ihr &#8220;aus der Ferne&#8221; geben konnte. Sie lebte in ihrer Wohnung und fotografierte.</p>
<p>Als Irina die ersten dieser Fotos als als Teil eines Ausbildungs-Programms zur Fotografie im Abschnitt &#8220;Dokumentar-Fotografie&#8221; veröffentlichte, folgte ein Sturm der Kritik, hauptsächlich an ihr als Person und als Fotografin. Sie wurde beschuldigt, die &#8220;Lebensweise von Punks&#8221; zu propagieren,  eine &#8220;Bastard-Familie &#8221; zu glorifizieren, die hinter Gitter und nicht auf die Seiten von Zeitungen und Zeitschriften gehöre. [&#8230;]  </p>
<p>Der Schluss war offensichtlich: dass niemand jemals wissen will, dass es in unserem Land Kranke gibt, Behinderte, Alkoholiker [&#8230;] Sie existieren nicht für die Mehrheit, unabhängig davon, ob sie gut oder schlecht sind. [&#8230;] Und wenn irgendwer irgendwann uns zeigt, dass diese Menschen existieren, oder wir sie auf der Straße treffen, benehmen wir uns wie Faschisten. Und gleichzeitig sind wir aus irgendeinem Grund sicher, dass wir besser sind, ehrlicher, korrekter, besser dran und erfolgreicher. Diese Illusionen führen zu diesem Mangel an Mitgefühl, Mangel an Respekt für uns als Menschen eher denn als Mitglieder einer sozialen Hierarchie. [&#8230;]</p>
<p>Ich möchte kein einziges Wort zur Verteidigung der Sujets dieser Serie sagen. Hier sind so, wie sie wirklich sind. Das ist eine Tatsache und das einzige Argument zur Verteidigung dessen, dass sie existieren, unter uns leben, Kinder haben und ein ganzes Spektrum von Gefühlen von Liebe bis Hass, Verzweiflung und Gleichgültigkeit.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Das einzige, was ich sagen will, sind Worte zur Verteidigung der Fotografin Irina Popova. Sie hat wirklich den Mut einer Journalistin, etwas das heute fast zu einem Atavismus geworden ist in Journalismus und Fotografie. Den Mut und die Fähigkeit zu sagen, was sie sah, fühlte und erzählte, und was wir lieber nicht sehen würden. Das ist ihre &#8220;Unschuldsvermutung&#8221;, die es in jeder zivilisierten Gesellschaft geben muss.</p>
</div>
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		<title>Belarus: Eine Explosion, Festnahmen und die Solidarität der Blogger</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jul 2008 17:10:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonVeronica Khokhlova  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Vor einer Woche explodierte eine selbstgebastelte Bombe voller Bolzen und Schrauben zwischen den tausenden Menschen, die sie für ein Nachtkonzert am Unabhängigkeitstag in der Nähe des 2. Weltkriegs-Monuments im Zentrum von Minsk versammelt hatten. Es war der 4. Juli um 0:30 Uhr. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/neeka/">Veronica Khokhlova</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/07/11/belarus-the-blast-the-arrests-and-bloggers-solidarity/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Vor einer Woche explodierte eine selbstgebastelte Bombe voller Bolzen und Schrauben zwischen den tausenden Menschen, die sie für ein Nachtkonzert am Unabhängigkeitstag in der Nähe des 2. Weltkriegs-Monuments im Zentrum von Minsk versammelt hatten. Es war der 4. Juli um 0:30 Uhr. Etwa 54 Menschen wurden verletzt. Der belarussische Präsident Aleksandr Lukashenko war zwar nah an der Explosion, wurde aber nicht verletzt.</p>
<p>Die Polizei hat einige Oppositionelle und Menschenrechtsaktivisten befragt und ihre Wohnungen und Büros durchsucht. Am 9. Juli wurden vier Personen festgenommen: Sergei Chislov, Igor Korsak, Viktor Leshchinsky und Miroslav Lozovsky, alle Mitglieder der Weißen Legion, der Jungendgruppe der Belarusian Union of Military Personnel, seit 1996 verboten.</p>
<p>Andrei Khrapavitsky  hat auf der kürzlich wiedereröffneten Seite <em>Belarusan American Blog</em> über die <a href="http://belarus.blogsome.com/2008/07/07/bomb-explosion-in-minsk/">Explosion</a> und die <a href="http://belarus.blogsome.com/2008/07/10/the-outcomes-of-the-terror-act-who-gets-nailed/">Festnahmen</a> geschrieben. Er spricht auch über die Reaktionen der Blogger:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] Ich glaube, dass kaum ein Blogger in Belarus nicht die Bombenexplosion kommentiert hat. Die Menschen rätseln, was passiert ist und welche Folgen es haben wird. Es gibt viele verschiedene Versionen, aber es macht wohl keinen Sinn, sie hier aufzulisten. Eins ist sicher: Es ist die erste große Terror-Aktion in Belarus. Auch wenn das Regime seine Finger nicht im Spiel hatte (und so war es, wenn man prominenten Analysten wie Silitski und Feduta glauben schenken mag), ist dies ein verdammt guter Anlass, die Opposition einzuschüchtern. Dies gilt umso mehr, als dass wenige Tage vor der Explosion der Parlaments-Wahlkampf offiziell begonnen hat.</p></blockquote>
<p><img class="alignleft" style="float: left;" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/07/8579748.gif" alt="" /><em>Kabierac</em> verlinkt auf <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/First_they_came...">Martin Niemöllers Gedicht</a> &#8220;First they came&#8230;&#8221; [dt. Original: &#8220;Als die Nazis die Kommunisten holten &#8230;&#8221;]. weißrussische Blogger sollen das Logo der Weißen Legion als UserPic nutzen, um sich mit den vier verhafteten zu solidarisieren. Sein <a href="http://kabierac.livejournal.com/164445.html">Beitrag</a> [BEL, RUS] kam bei Yandex Blogs in die Top 30.</p>
<p>Viele Blogger haben die Initiative unterstützt. <em>Coipish</em> ist einer von ihnen; es gibt <a href="http://retshyz.livejournal.com/170658.html">Berichte</a> [BEL], dass die Polizei auch ihn verhaftet hat. Er schrieb <a href="http://coipish.livejournal.com/453865.html">folgendes</a> [BEL,RUS]:</p>
<blockquote><p>Mein UserPic war einmal das Zeichen der Weißen Legion, dessen ehemaligen Mitglieder nun die Explosion vorgeworfen wird. Ich will sie zumindest mit meinem UserPic unterstützen. Ich sympathisiere wirklich mit allen Opfern der Terror-Aktion, aber unglücklicherweise werden die wahren Täter wohl nie zur Verantwortung gezogen werden <img src='http://de.globalvoicesonline.org/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':(' class='wp-smiley' /> (</p></blockquote>
<p><em>z_hunter</em> hat für das UserPic das Farb-Schema verändert:</p>
<p><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/07/3928073.gif" alt="" /></p>
<p>In den Kommentaren zu <em>coipishs</em> Artikel erklärt er, warum:</p>
<blockquote><p><em>z_hunter:</em></p>
<p>Ein gutes Emblem, aber schlechte Farben. Nicht unsere Farben  - schwarz und rot. Ich mag es lieber weiß-rot-weiß.</p>
<p><em>kostas14:</em></p>
<p>Das hat Tradition in der belarussischen Kultur und Kunst. [&#8230;]</p>
<p><em>z_hunter:</em></p>
<p>Richtig. Aber die rote Flagge verbindet man auch mit weniger guten Zeiten in der UDSSR und Deutschland. Das alles hatte einen sehr schlechten Einfluss auf unser Weißrussland.</p></blockquote>
<p>Stellvertretend für die vergleichsweise unpolitischen Minsker, veröffentlicht <em>Kartina Mira</em> (&#8221;Weltbild&#8221;), ein Blog eines Russen in Belarus, diesen <a href="http://kartina-mira.blogspot.com/2008/07/blog-post_08.html">Sketch</a> (RUS) mit einer aufgeschnappten Diskussion aus einem Minsker Friseursalon:</p>
<blockquote><p>[&#8230;]</p>
<p><em>- Oh, hast du von der Bombenexplosion gehört? Das ist wirklich Terrorismus.</em></p>
<p><em>- Ja. Tschetschenien ist so weit weg von uns &#8230; dort gerät alles außer Kontrolle.</em></p>
<p>Dies war für uns Weißrussen eine so unnatürliche Nachricht, dass die Menschen auf der Straße mit nur einer Assoziation auf die Explosion reagieren: &#8220;Terrorismus - Tschetschenien&#8221;.</p>
<p>Das ist die Wirklichkeit des Landes, in dem ich lebe. Ruhig, friedlich, nett, stabil. Manchmal sogar langweilig. Trotzdem haben wir es meilenweit besser als unsere Nachbarn.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Russland: Politische Witze</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/03/08/russland-politische-witze/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Mar 2008 15:24:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonVeronica Khokhlova  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Bei La Russophobe schreibt Dave Essel über politische Witze in der Sowjetzeit und heute:
&#8220;Putins Reform Programm -  1) Menschen reich und glücklich machen; 1a) Liste der Menschen: siehe Anhang&#8221;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/neeka/">Veronica Khokhlova</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/03/08/russia-political-jokes-2/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Bei <em>La Russophobe</em> <a href="http://russophobe.blogspot.com/2008/03/sunday-satire-essel-on-russian-joke.html">schreibt</a> Dave Essel über politische Witze in der Sowjetzeit und heute:</p>
<p>&#8220;Putins Reform Programm -  1) Menschen reich und glücklich machen; 1a) Liste der Menschen: siehe Anhang&#8221;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Russland: Natalia Morars Geduldsprobe</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/03/08/russland-natalia-morars-geduldsprobe/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Mar 2008 15:18:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonVeronica Khokhlova  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Es folgt ein Auszug aus der Eilmeldung des Komitees zum Schutze von Journalisten (CPJ) vom 28. Februar über den Fall der New Times Journalistin Natalia Morar (Pseudonym: natmorar):
[&#8230;] Als Bürgerin von Moldawien war Morar auf Grundlage eines Befehls des Nachrichtendienstes die Einreise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/neeka/">Veronica Khokhlova</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/03/08/russia-natalia-morars-domodedovo-ordeal/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Es folgt ein Auszug aus der <a href="http://www.cpj.org/news/2008/europe/russ28feb07na.html">Eilmeldung</a> des Komitees zum Schutze von Journalisten (CPJ) vom 28. Februar über den Fall der New Times Journalistin Natalia Morar (Pseudonym: <em>natmorar</em>):</p>
<blockquote><p>[&#8230;] Als Bürgerin von Moldawien war Morar auf Grundlage eines Befehls des Nachrichtendienstes die Einreise nach Russland im Dezember untersagt worden. Sie wurde nach Chisanau gebracht. Einen Monat später gaben Vertreter der russischen Botschaft in Moldawien ihr gegenüber an, Grund der Ausweisung sei  ein Gesetz von 1996 gewesen, das den Behörde erlaube Ausländer auszuweisen, die die Staatssicherheit oder die öffentliche Ordnung gefährden, um die &#8216;Gesundheit der Gemeinschaft&#39; zu schützen.</p>
<p>Vergangene Woche hatte Morar ihren Kollegen Ilya Barabanov geheiratet und versuchte gestern als seine Ehefrau in Russland einzureisen. Erneut durfte sie das Land nicht betreten und blieb in der Transit-Zone des Flughafens. Die Behörden gaben keine rechtliche Grundlage für die Abweisung an. Man sprach nur von einer &#8220;Anweisung von oben&#8221;. Barabanov, der einreisen durfte, entschied sich bei seiner Frau zu bleiben. [&#8230;]</p></blockquote>
<p>Wegen Morars Gesundheitsproblemen entschieden sie und Barabanov (Pseudonym <em>kotoeb</em>) sich am 1. März, nach Moldawien zurückzukehren.</p>
<p>Am 4. März veröffentlichte sie ihren <a href="http://natmorar.livejournal.com/21484.html">ersten Blogpost</a> nach ihrer Rückkehr (rus):</p>
<blockquote><p> Die Geschichte wirkt ganz weit weg, als hätte sie nicht mit uns zu tun. Ich werde nicht alles wiederholen - um ehrlich zu sein möchte ich das gar nicht &#8230;</p>
<p>Ich bin sehr müde. Für die meisten von denen, die mich in den vergangenen Monaten fertig machen wollten, und vor allem auch Ilya und mich fertig machen wollten, geht es nur um Politik und pseudo-Patriotismus. &#8220;Man beißt nicht die Hand, die einen Füttert&#8221; und ähnliches.</p>
<p>Ihr sprecht von Politik, ihr Sprecht von dem Recht eines Staates auf Souveränität, ihr macht  freche Statements - anonym - und ich kann derweil nicht das einfachste von allem verstehen &#8230;</p>
<p>Ich habe noch immer keine Antwort auf die Frage erhalten, warum ich nicht in einem Land leben kann, das längst mein zuhause geworden ist. Meine engsten Freunde leben hier&#8230; ich kann das alles nicht verstehen.</p>
<p>Ich sage nur folgendes: Meine Heirat mit Ilya ist keine Täuschung, wir waren schon lange zusammen. die Domodedovo-Geschichte war keine PR-Aktion für die New Times, wir sind zwei erwachsene Menschen, die auf eigene Verantwortung handeln. Ich werde jetzt oft gefragt, warum wie diese Show abziehen müssen. Ich werde nicht versuchen, diese Menschen umzustimmen. Für mich war es keine Show. Für mich ist es das Land, in dem ich nicht leben darf. Für mich ist er der Mensch, mit dem ich nicht zusammen sein darf. Für mich ist es das Magazin, für das ich nicht arbeiten darf.</p>
<p>Wäre ich stärker gewesen, wäre ich für einen Monat auf dem Flughafen geblieben.</p>
<p>jetzt fühl ich mich besser. Mama fühlt sich schlechter. Wir hatten hier zuhause zwei anonyme Drohanrufe gegen mich. Beide kamen nachts. Beide male war meine Mutter am Apparat. Gestern mussten wir einen Krankenwagen rufen, um sie wieder zu beleben. Das werde ich nie vergeben. Anderes hätte ich vergeben, aber das? Niemals.</p>
<p>Großer Dank an alle, die mir beistanden und die jetzt bei mir sind. Ihr seid immer noch mehr, als all die anderen zusammen.</p></blockquote>
<p>Der Post ist bislang 250 mal kommentiert werden.</p>
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		<title>Russland, EU: Eine Blogschau und ein Blogverzeichnis</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Mar 2008 12:50:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonVeronica Khokhlova  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Bei Siberian Light gibt es eine russische Blogschau und Nosemonkey&#39;s EUtopia hat ein Verzeichnis von EU-Blogs zusammengestellt.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/neeka/">Veronica Khokhlova</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/03/08/russia-eu-blog-roundup-directory/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Bei <em>Siberian Light</em> gibt es eine <a href="http://www.siberianlight.net/2008/03/07/russia-blog-roundup-3/">russische Blogschau</a> und <em>Nosemonkey&#39;s EUtopia</em> hat ein <a href="http://www.jcm.org.uk/blog/?p=1708">Verzeichnis von EU-Blogs</a> zusammengestellt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Russia: Fremdenfeindliches Bloggen</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jan 2008 16:47:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitskräfte]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonVeronica Khokhlovavv  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Es hat den Anschein, dass es mehr und mehr Beiträge über Fremdenfeindlichkeit in der russischen Blogosphäre gibt - und viele wurden von Xenophoben geschrieben.
Ein aktuelles Beispiel für solche Beiträge liefert holmogors Artikel (rus) vom Silvesterabend in Moskau - bislang wurde er 1,884 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/neeka/">Veronica Khokhlovavv</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/01/15/russia-xenophobia-blogging/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Es hat den Anschein, dass es mehr und mehr Beiträge über Fremdenfeindlichkeit in der russischen Blogosphäre gibt - und viele wurden von Xenophoben geschrieben.</p>
<p>Ein aktuelles Beispiel für solche Beiträge liefert <em>holmogors</em> <a href="http://holmogor.livejournal.com/2311632.html">Artikel</a> (rus) vom Silvesterabend in Moskau - bislang wurde er 1,884 mal kommentiert:</p>
<blockquote><p> <strong>SIE</strong></p>
<p>Heute war ich auf dem Roten Platz.</p>
<p>Ich war schockiert.</p>
<p>SIE waren da.</p>
<p>Nur SIE.</p>
<p>Die verlorenen weißen Gesichter gingen völlig unter.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>SIE schlenderten faul herum, zu sechs oder zusiebt, machten voneinander Fotos mit ihren Handys. Zunächst wollte ich fragen: &#8220;Wer hat diesen Aufstand organisiert?&#8221;. Aber dann merkte ich, dass niemand ihn organisiert hatte. SIE hatten nur einen freien Tag. Und SIE entschlossen sich, zu dem Platz zu gehen, der IHNEN bekannt war. Es wurde eine regelrechte Flashmob: Hunderte tadshikische, usbekische und kirgisische Gesichter, keine Gruppen junger Männer zwischen 18 und 30.</p>
<p>SIE zeigten nicht die typischen Aggressionen [der kaukasischen Ureinwohner], das war nicht das Problem, aber ihre schiere Menge war sehr beeindruckend&#8230;</p>
<p>Ich bekam Angst.</p>
<p>Zum ersten mal hat mich diese Szene auf dem Roten Platz wirklich beängstigt.  Ich weiß, dass SIE essen, leben und arbeiten wollen.</p>
<p>Ich weiß auch, dass vor nicht allzu langer Zeit die Hauptstadt unseres Vaterlandes auch die Hauptstadt IHRES Vaterlandes war. Ich weiß, dass für SIE das neue Jahr beginnt, denn die Uhr des Kremls 12 Schlägt.</p>
<p>Aber&#8230;</p>
<p>Wie A. I. Fursov so schön schrieb, &#8220;Ja, sie werden unterdrückt, sind hungrig und unglücklich. Aber wenn sie zu uns kommen, werden sie zu gewöhnlichen Dieben. Und wenn wir schwach werden, werden sie unseren Raum und unsere Ressourcen nehmen: Die Schwachen werden geschlagen.&#8221;</p>
<p>Dafür braucht es nicht einmal Messer oder Schlagring. Um Raum wegzunehmen, reicht es manchmal, ihn einfach zu besetzen.  Heute habe ich gesehen, wie SIE es getan haben.</p>
<p>Und man sollte nicht vergessen, dass sie es nicht einmal böse meinen.</p>
<p>Was wird morgen geschehen?</p></blockquote>
<p>***</p>
<p>Es gibt natürlich auch Beträge <u>über</u> Xenophobe und ihre Ängste.</p>
<p>Am 7. Januar schrieb (rus) <em><a href="http://timur-aliev.livejournal.com/198205.html">timur-aliev</a></em> aus Grozny wie Tschetschenen online wahrgenommen werden:</p>
<blockquote><p> 1999 war ich zum ersten Mal online. Wie vielleicht die meisten Newbies verfiel ich dem Chatten und ICQ. Ich kann mich erinnern, dass ich viel Zeit bei chat.ru verbracht habe. Alle dort waren mehr oder weniger gleich, mit sehr ähnlichen Nicknames. Ich erinnere mich wohl nur noch an einen: Stasya [&#8230;] ich frage mich, ob sie heute ein eigenes Blog hat.</p>
<p>Ich kann nicht behaupten, zu jedem freundschaftlich gewesen zu sein, aber das Verhalten war untereinander sicher freundlich genug. Die Leute waren so halb interessiert an Tschetschenien. Aber das Interesse war nicht negativ oder offen aggressiv. Hier eines der Gespräche (um ehrlich zu sein, ich machte mich manchmal darüber lustig, dass sie mich  nicht verstanden, aber am Ende gestand ich natürlich immer, dass ich nur Spaß machte):</p>
<p>- Wo kommst du her?</p>
<p>- Aus Grozny.</p>
<p>- Und wie ist die Lage bei euch?</p>
<p>- Okey. Nur zu heiß. Und es fallen ein paar Schüsse.</p>
<p>- Warum wird geschossen?</p>
<p>- Oh, das kommt aus dem Stadium hier in der nähe. Es wurde ein Tor gemacht.</p>
<p>- Aber warum schießen sie?</p>
<p>- Das sind die Fans. Weil sie sich über das Tor freuen.</p>
<p>- Wow. Hat bei euch jeder eine Maschinenpistole? Auch die Fußballspieler?</p>
<p>- Ja, aber die haben sie in der Umkleide gelassen.</p>
<p>- Hat auch der Schiedsrichter eine Waffe?</p>
<p>- Natürlich. Der braucht die besonders dringend.</p>
<p>- Und hast du eine Waffe?</p>
<p>- Klar, die steht direkt neben meinem Computer.</p>
<p>- Wo bewahrst du die Waffe auf, wenn du schläfst?</p>
<p>- Unter meinem Bett &#8230;</p>
<p>- Du tust mir ehrlich Leid &#8230;</p>
<p>Und so weiter &#8230; Der Punkt ist, dass mehr Sympathie in der Luft hing als Anklage. Und nach den Anschlägen in Volgodonsk und Moskau schrieben mir einige, dass sie nicht glauben konnten, dass das Tschetschenen gewesen waren.</p>
<p>Und heute stoße ich bei LJ auf Menschen, die [sehr wütend] über die Tschetschenen sind. Die Wahrnehmung der Menschen hat sich in den wenigen Jahren seit 1999 geändert.</p></blockquote>
<p>Es folgt eine Diskussion in den Kommentaren:</p>
<blockquote><p><em>reader59</em>:</p>
<p>Das bedeutet nichts. In den acht Jahren hat sich die Gruppe der Russen im Internet verzehnfacht, und der Intelligenzdurchschnitt ist fast proportional gefallen.</p>
<p><em>timur_aliev</em>:</p>
<p>Aber ich glaube nicht, dass die Intelligenz eines Menschen direkt mit seiner Wahrnehmung anderer Gruppen zusammenhängt.</p>
<p><em>reader59</em>:</p>
<p>Es ist fast eine wissenschaftliche Wahrheit: Ganz einfache Erklärung: Ein Mensch hat Angst vor dem Unbekannten und Unverständlichen. Je intelligenter ein Mensch ist, desto weniger Dinge, die er nicht versteht. Je höher der Bildungsgrad, desto weniger Dinge, die er nicht weiß. Je gebildeter und intelligenter ein Mensch also ist, desto weniger Phobien hat er. Das gilt auch für Xenophobie.</p>
<p><em>timur_aliev</em>:</p>
<p>So habe ich auch gedacht &#8230; Aber sogar bei LJ gibt es recht gebildete Menschen voller Xenophobie.</p>
<p><em>reader59</em>:</p>
<p>Ich sprach von der Verbindung von Bildung UND Intelligenz. Keins kommt ohne das andere aus. Eine Dummkopf kannst du es so lange erklären, wie du willst: er wird nicht kleverer werden: Er weiß dann nur mehr.</p>
<p><em>timur_aliev</em>:</p>
<p>Damit hast du recht.</p></blockquote>
<blockquote></blockquote>
]]></content:encoded>
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