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	<title>auf Deutsch &#187; Russland</title>
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	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
	<pubDate>Thu, 04 Dec 2008 16:28:52 +0000</pubDate>
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		<title>Russland: “Eine andere Familie” - Fotoprojekt</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Nov 2008 14:35:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>

		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>

		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>

		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>

		<category><![CDATA[Russisch]]></category>

		<category><![CDATA[Russland]]></category>

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		<description><![CDATA[Другая семья для меня – это люди, живущие за гранью социума. У этих людей может не быть дома, работы. Они могут употреблять наркотики, быть ненавистны соседям и их могут не пропускать в театр из-за несоответствующего вида. Однако внутри таких семей по-прежнему царит любовь и трепетное отношение друг к другу [&#8230;]


&#8220;Eine andere Familie - das sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Другая семья для меня – это люди, живущие за гранью социума. У этих людей может не быть дома, работы. Они могут употреблять наркотики, быть ненавистны соседям и их могут не пропускать в театр из-за несоответствующего вида. Однако внутри таких семей по-прежнему царит любовь и трепетное отношение друг к другу [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>&#8220;Eine andere Familie - das sind für mich Menschen am Rande der Gesellschaft. Diese Menschen haben vielleicht kein Zuhause, keine Arbeit. Sie nehmen vielleicht Drogen, ihre Nachbarn hassen sie, und sie werden aus dem Theater verbannt weil sie unpassend aussehen. Aber in solchen Familien regieren immer noch die Liebe und die Fürsorge [&#8230;].&#8221;</p>
</div>
<p>So <a href="http://www.fotodepartament.ru/cat/1086/ru" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/www.fotodepartament.ru');">beschreibt (auf russisch)</a>  Irina Popova, eine russische Fotografen die Sujets ihres Projekts &#8220;Eine andere Familie&#8221; (&#8220;Другая семья&#8221;), das derzeit in St. Petersburg ausgestellt wird - auch online zu sehen <a href="http://liberty.su/popova/index.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/liberty.su');">hier</a> (23 Fotos) und auf dem <a href="http://photopolygon.com/russian-reporter/details/4837" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/photopolygon.com');"><em>PhotoPolygon.com</em></a>-Portal (15 Fotos). </p>
<p>Weil sich aber die ganze Serie um ein Kleinkind namens Anfisa dreht, die Tochter von Popovas marginalisierten erwachsenen Sujets, hat die eigene Interpretation ihrer Arbeit der Fotografin harte Kritik von denen eingebracht, die sie online betrachtet haben.</p>
<p>Im folgenden einige Kommentare von den Besuchern auf <em>PhotoPolygon</em>&#39; - sowie von Irina Popova (<em>popovaira</em>) selbst.</p>
<p><em>ameli_sa</em>:</p>
<blockquote><p>вне содержания фотосессии &#8220;И все же, они любят друг друга и свою дочь, может быть больше, чем может себе представить человек, который будет их обвинять&#8221; - грош цена такой любви. А в отношении фотосесии - благо, если эта сессия подвигнет власти города лишить их родительчких прав или, по крайней мере, взять эту семью под особое попечение. Потому что, глядя, например, на кадр, где девочка лезет на подоконник, понимаешь, что находится она в реальной опасности.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Ganz abgesehen vom Inhalt der Fotoserie &#8220;Und trotzdem lieben sie sich und ihre Tochter, vielleicht sogar mehr als jemand, der sie verurteilt, sich vorstellen könnte&#8221; - solche Liebe taugt nichts. Zur Fotoserie - Es wäre gut, wenn das die städtischen Behörden dazu bewegen könnte, ihnen das Sorgerecht zu entziehen, oder zumindest der Familie spezielle Fürsorge angedeihen zu lassen. Weil, wenn man zum Beispiel das Bild anschaut, wo das Mädchen auf dem Fenstersims herumklettert, versteht, dass es wirklich gefährdet ist.</div>
<p>Irina Popova (<em>popovaira</em>) antwortet:</p>
<blockquote><p>так и знала.<br />
барьер &#8220;мы - хорошие, а они дерьмо!&#8221; значит, не дошло девочка не была в опасности - там сетка следующий кадр - с рукой матери звери - это те, кто бы запихал эту девочку в какой-нибудь приют.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Ich wusste es. Die Barriere &#8220;wir sind gut und sie sind Scheiße!&#8221; Sie haben es nicht verstanden. Das Mädchen war nicht gefährdet - es gibt da ein Netz. Der nächste Schnappschuss zeigt die Hand der Mutter darin. Nur Tiere würden das Mädchen in ein Kinderheim stecken.</div>
<p><em>AlexLen</em>:</p>
<blockquote><p>если вы хотели показать, что девочка вне опасности, зачем тогда поставили этот кадр. Вообще фотографии хорошие, но, по-моему, они очень расходятся с текстом, то есть вы текстом говорите все хорошо, а фотографии выбираете где все плохо.<br />
Работа проделана интересная и непростая.</p></blockquote>
<div class="translation">Wenn Sie zeigen wollten, dass das Mädchen nicht in Gefahr ist, warum haben sie dann das Bild gezeigt? Im Großen und Ganzen sind die Fotos gut, aber ich finde, es gibt eine ziemliche Diskrepanz zwischen ihnen und dem nächsten - das heißt in Ihrem Text sagen Sie, das alles gut ist, aber Sie greifen Fotos heraus, auf denen alles schlecht ist. Ihre Arbeit ist interessant und komplex.</div>
<p><em>ameli_sa</em>:</p>
<blockquote><p>я тоже думала на эту тему, а что конкретно мы можем сделать для этой девочки - мне кажется, что самой правильной реакцией было бы пойти в отдел попечительства и дать адрес этой &#8220;семьи&#8221; и настоять на том, чтобы попечители еженедельно приходили в эту семью и смотрели сыт ли ребенок, одет ли, есть ли за ним надзор. Иначе опять же грош цена этому социальному репортажу - посмотрели на красивые картинки и забыли. Жаль девочку и придумать не могу, что сделать для нее.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich habe auch darüber nachgedacht, was genau wir für dieses Mädchen tun könnten - Ich denke, die korrekteste Reaktion wäre, zum Jugendamt zu gehen und ihnen die Adresse dieser &#8220;Familie&#8221; zu geben und darauf zu bestehen dass [Sie] diese Familie täglich besuchen um festzustellen, ob das Kind nicht hungrig ist, angezogen wird, und ob jemand auf es aufpasst. Ansonsten, noch einmal, taugt diese soziale Reportage nichts - wir haben die schönen Bilder gesehen und es vergessen. Das Kind tut mir leid und ich kann mir nicht vorstellen, was ich für sie tun könnte.</div>
<p><em>http://openid.yandex.ru/beiberecka/</em>:</p>
<blockquote>
<p>[&#8230;] Я сама была такой девочкой, но постарше - мне было 12 лет, когда мои родители умерли от наркотиков, и я не могу их осуждать, они любили меня, просто так получилось&#8230;</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>НО! Мне захотелось удочерить эту девочку, когда ее родители умрут.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Ich war selbst so ein Mädchen, nur älter  - ich war 12, als meine Eltern an Drogen gestorben sind, und ich kann sie nicht verurteilen, sie haben mich geliebt, aber es ist einfach so passiert.&#8230;</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>ABER! Ich wünschte, ich könnte dieses Mädchen adoptieren, wenn ihre Eltern sterben.</p>
</div>
<p><em>http://demonru.livejournal.com/</em>:</p>
<blockquote><p>Жить в скотском состоянии - это личный выбор этих людей (скорее всего). Но вот воспитывать в этом бардаке дочь - это не любовь, это откровенное свинство. Любовь - это не только чмоки в пяточки, это еще ответственное поведение родителей по отношению к ребенку. Вы сами написали &#8220;в это время двухлетняя малышка предоставлена сама себе и случайной заботе гостей&#8221; - это уже повод чтобы этой &#8220;семьей&#8221; занялись социальные службы.<br />
Хуже чем в данной семье ей уже вряд ли где-то будет. Если сейчас еще кто-то может восторгаться &#8220;идилией&#8221; в данном семействе, то через 3-4 года, когда девочка подрастет, а родители окончательно сожгут наркотой себе мозги - картина будет существенно хуже.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Zu leben wie das Vieh ist die persönliche Wahl dieser Leute (wahrscheinlich). Aber ihre Tochter in diesem Wirrwarr aufwachsen zu lassen - ist nicht Liebe, sondern geradezu Bosheit. Liebe ist nicht nur, die Füße zu küssen, das ist auch ein verantwortliches Verhalten der Eltern in Bezug auf ihr Kind. Sie schreiben selbst &#8220;Währenddessen ist das zweijährige Kind für sich selbst verantwortlich und auf die gelegentliche Fürsorge von Gästen angewiesen.&#8221; Das alleine ist schon ein Anlass für die Sozialdienste, sich mit dieser &#8220;Familie&#8221; zu beschäftigen. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass sie woanders schlechter dran wäre als in dieser Familie. Wenn auch jetzt immer noch irgendwer das &#8220;Idyll&#8221; in dieser Familie bewundern mag, wird in 3-4 Jahren, wenn das Mädchen aufwächst und ihre Eltern vollständig ihre Hirne mit Drogen ausbrennen,  das Bild wesentlich schlechter sein.</p>
</div>
<p>Irina Popova (<em>popovaira</em>) antwortet:</p>
<blockquote><p>я надеюсь, у меня будет возможность наблюдать жизнь этой семьи долго. тогда - расскажу, что станет с этой семьей через четыре года а пока рано делать выводы лучше подумайте, что будет с вами</p>
</blockquote>
<div class="translation">Ich vertraue darauf, das Leben dieser Familie eine lange Zeit beobachten zu können. Dann werde ich berichten, was mit dieser Familie in vier Jahren sein wird. Für den Moment ist es zu früh, Schlüsse zu ziehen. Denken Sie besser darüber nach, was aus Ihnen wird.</div>
<p><em>shelma</em>:</p>
<blockquote><p>
серия-жуткая по эмоциональному содержанию, но снята отлично.<br />
Ни одна карточка равнодушным никого не оставляет насколько видно из комментариев.<br />
Ирина, не представляю-насколько, вероятно, было сложно там работать, видя все это.<br />
Желаю удачи тебе в дальнейшем.<br />
p.s. про присутствие любви в семье я все таки несколько сомневаюсь. Ну либо я такую любовь не могу понять и принять.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Der emotionale Inhalt der Serie ist grausig, aber die Ausführung ist exzellent. Wie man aus den Kommentaren sehen kann, lässt nicht ein einziges Foto irgendjemanden kalt. Irina, ich kann mir nicht vorstellen, wie schwierig es gewesen sein muss, dort zu arbeiten, als du das alles sehen musstest. Ich wünsche dir Glück für die Zukunft. P.S. Ich habe trotzdem einige Zweifel über die Anwesenheit von Liebe in dieser Familie. Oder vielleicht kann ich diese Art Liebe nicht verstehen und annehmen.</div>
<p>Irina Popova (<em>popovaira</em>) antwortet:</p>
<blockquote><p>спасибо большое!<br />
снимать действительно было сложно, но не настолько<br />
просто я сочувствовала героям и была на их стороне - только поэтому и снимать позволили, иначе истории не было бы, а был бы фингал под глазом или разбитая камера))<br />
кстати, герои пришли на открытие выставки, очень довольны остались, смеялись))<br />
мне кажется, они так и не поняли, что кто-то может их осудить за это все</p>
</blockquote>
<div class="translation">
Vielen Dank! Es war tatsächlich schwierig, sie zu fotografieren, aber nicht so schwierig. Ich habe nur mit den Sujets sympathisiert und war auf ihrer Seite - und nur deswegen haben sie mir erlaubt, zu fotografieren, ansonsten hätte es keine Geschichte ergeben, sondern ein blaues Auge oder eine kaputte Kamera )) Übrigens, die Sujets kamen zur Eröffnung der Ausstellung und waren sehr glücklich, lachten )) Mir scheint, dass sie sich immer noch nicht bewusst sind, dass jemand sie für all das verurteilen kann.</div>
<p>Der russische Fotojournalist Oleg Klimow, der auch Kurator der Ausstellung &#8220;Eine andere Familie&#8221; ist, <a href="http://klimov.blogspot.com/2008/11/blog-post.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/klimov.blogspot.com');">schreibt in seinem Blog (russisch)</a> zur Verteidigung von Popova und ihrem Werk:</p>
<blockquote>
<p>Можно сказать и так: я был &#8220;on-line&#8221; свидетелем, когда Ирина Попова снимала эту серию. Я до сих пор помню e-mails, которые она писала в перерывах между съемками из интернет-кафе Петербурга, и помню все ее сомнения [&#8230;]</p>
<p>&#8220;Просто иди и снимай, не покупай им наркотики, алкоголь и не давай денег&#8230;&#8221;, - единственное, что я мог практически посоветовать &#8220;удаленно&#8221;. Она жила в их квартире и снимала.</p>
<p>Когда Ирина впервые опубликовала часть этих фотографий в рамках образовательной программы по фотографии в разделе &#8220;документальная фотография&#8221;, то обрушился шквал критики, прежде всего, против нее лично как человека и фотографа. Ее обвинили в пропаганде &#8220;панк-образа-жизни&#8221;, в прославлении &#8220;семьи ублюдков&#8221;, которые должны сидеть за решеткой, а не быть опубликованными на страницах газет и журналов&#8230; [&#8230;]</p>
<p>Вывод был очевиден, что никто и никогда не хочет знать, что в нашей стране есть больные, инвалиды, наркоманы, алкоголики&#8230; их проблемы - миллионы людей вне &#8220;телевизионного социума&#8221;, их не существует для большинства, независимо от того плохие они или хорошие. Их нет. &#8220;Нет человека - нет проблем&#8221;. И когда кто-то, однажды, нам показывает этих людей существующими или мы сами, случайно, встречаем их на улице, то ведем себя подобно фашистам. При этом, мы почему-то уверенны, что мы лучше, честнее, правильнее, благополучнее и успешнее. Эти иллюзии и приводят нас к отсутствию сострадания, уважения друг друга по признакам человека, а не социальной иерархии. [&#8230;]</p>
<p>Я не хочу говорить ни одного оправдательного слова в защиту героев этой серии. Они здесь такие, какие есть на самом деле. Это факт и единственный аргумент в защиту того, что они существуют, живут рядом с нами, имеют детей и весь спектр чувств от любви и ненависти до отчаяния и равнодушия.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Единственное, что я хочу сказать - это слова в защиту фотографа Ирины Поповой. У нее действительно присутствует мужество журналиста, которое превратилось почти в атавизм в нашей современной журналистике и фотографии. Мужество и умение говорить то, что увидел, почувствовал и рассказал, но вместе с тем не извращая и не издеваясь над действительностью, которая окружает нас и которую мы не хотим видеть. В этом и заключается ее &#8220;презумпция невиновности&#8221;, которая должна существовать в любом цивилизованном обществе.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Man könnte es so ausdrücken: Ich war ein &#8220;online&#8221;-Zeuge, als Irina Popova die Serie schoss. Ich kann mich noch an ihre e-Mails erinnern, die sie in den Pausen aus einem St.-Petersburger Internet-Café schrieb, und ich erinnere mich an all ihre Zweifel [&#8230;].</p>
<p>&#8220;Geh einfach hin und knips, kauf ihnen keine Drogen und keinen Alkohol und gib ihnen kein Geld&#8230;&#8221; - das war der einzige praktische Ratschlag, den ich ihr &#8220;aus der Ferne&#8221; geben konnte. Sie lebte in ihrer Wohnung und fotografierte.</p>
<p>Als Irina die ersten dieser Fotos als als Teil eines Ausbildungs-Programms zur Fotografie im Abschnitt &#8220;Dokumentar-Fotografie&#8221; veröffentlichte, folgte ein Sturm der Kritik, hauptsächlich an ihr als Person und als Fotografin. Sie wurde beschuldigt, die &#8220;Lebensweise von Punks&#8221; zu propagieren,  eine &#8220;Bastard-Familie &#8221; zu glorifizieren, die hinter Gitter und nicht auf die Seiten von Zeitungen und Zeitschriften gehöre. [&#8230;]  </p>
<p>Der Schluss war offensichtlich: dass niemand jemals wissen will, dass es in unserem Land Kranke gibt, Behinderte, Alkoholiker [&#8230;] Sie existieren nicht für die Mehrheit, unabhängig davon, ob sie gut oder schlecht sind. [&#8230;] Und wenn irgendwer irgendwann uns zeigt, dass diese Menschen existieren, oder wir sie auf der Straße treffen, benehmen wir uns wie Faschisten. Und gleichzeitig sind wir aus irgendeinem Grund sicher, dass wir besser sind, ehrlicher, korrekter, besser dran und erfolgreicher. Diese Illusionen führen zu diesem Mangel an Mitgefühl, Mangel an Respekt für uns als Menschen eher denn als Mitglieder einer sozialen Hierarchie. [&#8230;]</p>
<p>Ich möchte kein einziges Wort zur Verteidigung der Sujets dieser Serie sagen. Hier sind so, wie sie wirklich sind. Das ist eine Tatsache und das einzige Argument zur Verteidigung dessen, dass sie existieren, unter uns leben, Kinder haben und ein ganzes Spektrum von Gefühlen von Liebe bis Hass, Verzweiflung und Gleichgültigkeit.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Das einzige, was ich sagen will, sind Worte zur Verteidigung der Fotografin Irina Popova. Sie hat wirklich den Mut einer Journalistin, etwas das heute fast zu einem Atavismus geworden ist in Journalismus und Fotografie. Den Mut und die Fähigkeit zu sagen, was sie sah, fühlte und erzählte, und was wir lieber nicht sehen würden. Das ist ihre &#8220;Unschuldsvermutung&#8221;, die es in jeder zivilisierten Gesellschaft geben muss.</p>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Belarus: Eine Explosion, Festnahmen und die Solidarität der Blogger</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/07/12/belarus-eine-explosion-festnahmen-und-die-solidaritat-der-blogger/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Jul 2008 17:10:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Belarusian]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einer Woche explodierte eine selbstgebastelte Bombe voller Bolzen und Schrauben zwischen den tausenden Menschen, die sie für ein Nachtkonzert am Unabhängigkeitstag in der Nähe des 2. Weltkriegs-Monuments im Zentrum von Minsk versammelt hatten. Es war der 4. Juli um 0:30 Uhr. Etwa 54 Menschen wurden verletzt. Der belarussische Präsident Aleksandr Lukashenko war zwar nah [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einer Woche explodierte eine selbstgebastelte Bombe voller Bolzen und Schrauben zwischen den tausenden Menschen, die sie für ein Nachtkonzert am Unabhängigkeitstag in der Nähe des 2. Weltkriegs-Monuments im Zentrum von Minsk versammelt hatten. Es war der 4. Juli um 0:30 Uhr. Etwa 54 Menschen wurden verletzt. Der belarussische Präsident Aleksandr Lukashenko war zwar nah an der Explosion, wurde aber nicht verletzt.</p>
<p>Die Polizei hat einige Oppositionelle und Menschenrechtsaktivisten befragt und ihre Wohnungen und Büros durchsucht. Am 9. Juli wurden vier Personen festgenommen: Sergei Chislov, Igor Korsak, Viktor Leshchinsky und Miroslav Lozovsky, alle Mitglieder der Weißen Legion, der Jungendgruppe der Belarusian Union of Military Personnel, seit 1996 verboten.</p>
<p>Andrei Khrapavitsky  hat auf der kürzlich wiedereröffneten Seite <em>Belarusan American Blog</em> über die <a href="http://belarus.blogsome.com/2008/07/07/bomb-explosion-in-minsk/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/belarus.blogsome.com');">Explosion</a> und die <a href="http://belarus.blogsome.com/2008/07/10/the-outcomes-of-the-terror-act-who-gets-nailed/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/belarus.blogsome.com');">Festnahmen</a> geschrieben. Er spricht auch über die Reaktionen der Blogger:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] Ich glaube, dass kaum ein Blogger in Belarus nicht die Bombenexplosion kommentiert hat. Die Menschen rätseln, was passiert ist und welche Folgen es haben wird. Es gibt viele verschiedene Versionen, aber es macht wohl keinen Sinn, sie hier aufzulisten. Eins ist sicher: Es ist die erste große Terror-Aktion in Belarus. Auch wenn das Regime seine Finger nicht im Spiel hatte (und so war es, wenn man prominenten Analysten wie Silitski und Feduta glauben schenken mag), ist dies ein verdammt guter Anlass, die Opposition einzuschüchtern. Dies gilt umso mehr, als dass wenige Tage vor der Explosion der Parlaments-Wahlkampf offiziell begonnen hat.</p></blockquote>
<p><img class="alignleft" style="float: left;" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/07/8579748.gif" alt="" /><em>Kabierac</em> verlinkt auf <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/First_they_came..." onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/en.wikipedia.org');">Martin Niemöllers Gedicht</a> &#8220;First they came&#8230;&#8221; [dt. Original: &#8220;Als die Nazis die Kommunisten holten &#8230;&#8221;]. weißrussische Blogger sollen das Logo der Weißen Legion als UserPic nutzen, um sich mit den vier verhafteten zu solidarisieren. Sein <a href="http://kabierac.livejournal.com/164445.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/kabierac.livejournal.com');">Beitrag</a> [BEL, RUS] kam bei Yandex Blogs in die Top 30.</p>
<p>Viele Blogger haben die Initiative unterstützt. <em>Coipish</em> ist einer von ihnen; es gibt <a href="http://retshyz.livejournal.com/170658.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/retshyz.livejournal.com');">Berichte</a> [BEL], dass die Polizei auch ihn verhaftet hat. Er schrieb <a href="http://coipish.livejournal.com/453865.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/coipish.livejournal.com');">folgendes</a> [BEL,RUS]:</p>
<blockquote><p>Mein UserPic war einmal das Zeichen der Weißen Legion, dessen ehemaligen Mitglieder nun die Explosion vorgeworfen wird. Ich will sie zumindest mit meinem UserPic unterstützen. Ich sympathisiere wirklich mit allen Opfern der Terror-Aktion, aber unglücklicherweise werden die wahren Täter wohl nie zur Verantwortung gezogen werden :((</p></blockquote>
<p><em>z_hunter</em> hat für das UserPic das Farb-Schema verändert:</p>
<p><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/07/3928073.gif" alt="" /></p>
<p>In den Kommentaren zu <em>coipishs</em> Artikel erklärt er, warum:</p>
<blockquote><p><em>z_hunter:</em></p>
<p>Ein gutes Emblem, aber schlechte Farben. Nicht unsere Farben  - schwarz und rot. Ich mag es lieber weiß-rot-weiß.</p>
<p><em>kostas14:</em></p>
<p>Das hat Tradition in der belarussischen Kultur und Kunst. [&#8230;]</p>
<p><em>z_hunter:</em></p>
<p>Richtig. Aber die rote Flagge verbindet man auch mit weniger guten Zeiten in der UDSSR und Deutschland. Das alles hatte einen sehr schlechten Einfluss auf unser Weißrussland.</p></blockquote>
<p>Stellvertretend für die vergleichsweise unpolitischen Minsker, veröffentlicht <em>Kartina Mira</em> (&#8221;Weltbild&#8221;), ein Blog eines Russen in Belarus, diesen <a href="http://kartina-mira.blogspot.com/2008/07/blog-post_08.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/kartina-mira.blogspot.com');">Sketch</a> (RUS) mit einer aufgeschnappten Diskussion aus einem Minsker Friseursalon:</p>
<blockquote><p>[&#8230;]</p>
<p><em>- Oh, hast du von der Bombenexplosion gehört? Das ist wirklich Terrorismus.</em></p>
<p><em>- Ja. Tschetschenien ist so weit weg von uns &#8230; dort gerät alles außer Kontrolle.</em></p>
<p>Dies war für uns Weißrussen eine so unnatürliche Nachricht, dass die Menschen auf der Straße mit nur einer Assoziation auf die Explosion reagieren: &#8220;Terrorismus - Tschetschenien&#8221;.</p>
<p>Das ist die Wirklichkeit des Landes, in dem ich lebe. Ruhig, friedlich, nett, stabil. Manchmal sogar langweilig. Trotzdem haben wir es meilenweit besser als unsere Nachbarn.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Russland: Politische Witze</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/03/08/russland-politische-witze/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/03/08/russland-politische-witze/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 08 Mar 2008 15:24:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei La Russophobe schreibt Dave Essel über politische Witze in der Sowjetzeit und heute:
&#8220;Putins Reform Programm -  1) Menschen reich und glücklich machen; 1a) Liste der Menschen: siehe Anhang&#8221;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei <em>La Russophobe</em> <a href="http://russophobe.blogspot.com/2008/03/sunday-satire-essel-on-russian-joke.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/russophobe.blogspot.com');">schreibt</a> Dave Essel über politische Witze in der Sowjetzeit und heute:</p>
<p>&#8220;Putins Reform Programm -  1) Menschen reich und glücklich machen; 1a) Liste der Menschen: siehe Anhang&#8221;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Russland: Natalia Morars Geduldsprobe</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/03/08/russland-natalia-morars-geduldsprobe/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Mar 2008 15:18:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Es folgt ein Auszug aus der Eilmeldung des Komitees zum Schutze von Journalisten (CPJ) vom 28. Februar über den Fall der New Times Journalistin Natalia Morar (Pseudonym: natmorar):
[&#8230;] Als Bürgerin von Moldawien war Morar auf Grundlage eines Befehls des Nachrichtendienstes die Einreise nach Russland im Dezember untersagt worden. Sie wurde nach Chisanau gebracht. Einen Monat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es folgt ein Auszug aus der <a href="http://www.cpj.org/news/2008/europe/russ28feb07na.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/www.cpj.org');">Eilmeldung</a> des Komitees zum Schutze von Journalisten (CPJ) vom 28. Februar über den Fall der New Times Journalistin Natalia Morar (Pseudonym: <em>natmorar</em>):</p>
<blockquote><p>[&#8230;] Als Bürgerin von Moldawien war Morar auf Grundlage eines Befehls des Nachrichtendienstes die Einreise nach Russland im Dezember untersagt worden. Sie wurde nach Chisanau gebracht. Einen Monat später gaben Vertreter der russischen Botschaft in Moldawien ihr gegenüber an, Grund der Ausweisung sei  ein Gesetz von 1996 gewesen, das den Behörde erlaube Ausländer auszuweisen, die die Staatssicherheit oder die öffentliche Ordnung gefährden, um die &#8216;Gesundheit der Gemeinschaft&#39; zu schützen.</p>
<p>Vergangene Woche hatte Morar ihren Kollegen Ilya Barabanov geheiratet und versuchte gestern als seine Ehefrau in Russland einzureisen. Erneut durfte sie das Land nicht betreten und blieb in der Transit-Zone des Flughafens. Die Behörden gaben keine rechtliche Grundlage für die Abweisung an. Man sprach nur von einer &#8220;Anweisung von oben&#8221;. Barabanov, der einreisen durfte, entschied sich bei seiner Frau zu bleiben. [&#8230;]</p></blockquote>
<p>Wegen Morars Gesundheitsproblemen entschieden sie und Barabanov (Pseudonym <em>kotoeb</em>) sich am 1. März, nach Moldawien zurückzukehren.</p>
<p>Am 4. März veröffentlichte sie ihren <a href="http://natmorar.livejournal.com/21484.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/natmorar.livejournal.com');">ersten Blogpost</a> nach ihrer Rückkehr (rus):</p>
<blockquote><p> Die Geschichte wirkt ganz weit weg, als hätte sie nicht mit uns zu tun. Ich werde nicht alles wiederholen - um ehrlich zu sein möchte ich das gar nicht &#8230;</p>
<p>Ich bin sehr müde. Für die meisten von denen, die mich in den vergangenen Monaten fertig machen wollten, und vor allem auch Ilya und mich fertig machen wollten, geht es nur um Politik und pseudo-Patriotismus. &#8220;Man beißt nicht die Hand, die einen Füttert&#8221; und ähnliches.</p>
<p>Ihr sprecht von Politik, ihr Sprecht von dem Recht eines Staates auf Souveränität, ihr macht  freche Statements - anonym - und ich kann derweil nicht das einfachste von allem verstehen &#8230;</p>
<p>Ich habe noch immer keine Antwort auf die Frage erhalten, warum ich nicht in einem Land leben kann, das längst mein zuhause geworden ist. Meine engsten Freunde leben hier&#8230; ich kann das alles nicht verstehen.</p>
<p>Ich sage nur folgendes: Meine Heirat mit Ilya ist keine Täuschung, wir waren schon lange zusammen. die Domodedovo-Geschichte war keine PR-Aktion für die New Times, wir sind zwei erwachsene Menschen, die auf eigene Verantwortung handeln. Ich werde jetzt oft gefragt, warum wie diese Show abziehen müssen. Ich werde nicht versuchen, diese Menschen umzustimmen. Für mich war es keine Show. Für mich ist es das Land, in dem ich nicht leben darf. Für mich ist er der Mensch, mit dem ich nicht zusammen sein darf. Für mich ist es das Magazin, für das ich nicht arbeiten darf.</p>
<p>Wäre ich stärker gewesen, wäre ich für einen Monat auf dem Flughafen geblieben.</p>
<p>jetzt fühl ich mich besser. Mama fühlt sich schlechter. Wir hatten hier zuhause zwei anonyme Drohanrufe gegen mich. Beide kamen nachts. Beide male war meine Mutter am Apparat. Gestern mussten wir einen Krankenwagen rufen, um sie wieder zu beleben. Das werde ich nie vergeben. Anderes hätte ich vergeben, aber das? Niemals.</p>
<p>Großer Dank an alle, die mir beistanden und die jetzt bei mir sind. Ihr seid immer noch mehr, als all die anderen zusammen.</p></blockquote>
<p>Der Post ist bislang 250 mal kommentiert werden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Russland, EU: Eine Blogschau und ein Blogverzeichnis</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Mar 2008 12:50:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei Siberian Light gibt es eine russische Blogschau und Nosemonkey&#39;s EUtopia hat ein Verzeichnis von EU-Blogs zusammengestellt.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei <em>Siberian Light</em> gibt es eine <a href="http://www.siberianlight.net/2008/03/07/russia-blog-roundup-3/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/www.siberianlight.net');">russische Blogschau</a> und <em>Nosemonkey&#39;s EUtopia</em> hat ein <a href="http://www.jcm.org.uk/blog/?p=1708" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/www.jcm.org.uk');">Verzeichnis von EU-Blogs</a> zusammengestellt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Russia: Fremdenfeindliches Bloggen</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/01/17/russia-fremdenfeindliches-bloggen/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Jan 2008 16:47:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Arbeitskräfte]]></category>

		<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>

		<category><![CDATA[Ethnizität]]></category>

		<category><![CDATA[Internet &#038; Telecoms]]></category>

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		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>

		<category><![CDATA[Regierung]]></category>

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		<category><![CDATA[Tajikistan]]></category>

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		<description><![CDATA[Es hat den Anschein, dass es mehr und mehr Beiträge über Fremdenfeindlichkeit in der russischen Blogosphäre gibt - und viele wurden von Xenophoben geschrieben.
Ein aktuelles Beispiel für solche Beiträge liefert holmogors Artikel (rus) vom Silvesterabend in Moskau - bislang wurde er 1,884 mal kommentiert:
 SIE
Heute war ich auf dem Roten Platz.
Ich war schockiert.
SIE waren da.
Nur SIE.
Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es hat den Anschein, dass es mehr und mehr Beiträge über Fremdenfeindlichkeit in der russischen Blogosphäre gibt - und viele wurden von Xenophoben geschrieben.</p>
<p>Ein aktuelles Beispiel für solche Beiträge liefert <em>holmogors</em> <a href="http://holmogor.livejournal.com/2311632.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/holmogor.livejournal.com');">Artikel</a> (rus) vom Silvesterabend in Moskau - bislang wurde er 1,884 mal kommentiert:</p>
<blockquote><p> <strong>SIE</strong></p>
<p>Heute war ich auf dem Roten Platz.</p>
<p>Ich war schockiert.</p>
<p>SIE waren da.</p>
<p>Nur SIE.</p>
<p>Die verlorenen weißen Gesichter gingen völlig unter.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>SIE schlenderten faul herum, zu sechs oder zusiebt, machten voneinander Fotos mit ihren Handys. Zunächst wollte ich fragen: &#8220;Wer hat diesen Aufstand organisiert?&#8221;. Aber dann merkte ich, dass niemand ihn organisiert hatte. SIE hatten nur einen freien Tag. Und SIE entschlossen sich, zu dem Platz zu gehen, der IHNEN bekannt war. Es wurde eine regelrechte Flashmob: Hunderte tadshikische, usbekische und kirgisische Gesichter, keine Gruppen junger Männer zwischen 18 und 30.</p>
<p>SIE zeigten nicht die typischen Aggressionen [der kaukasischen Ureinwohner], das war nicht das Problem, aber ihre schiere Menge war sehr beeindruckend&#8230;</p>
<p>Ich bekam Angst.</p>
<p>Zum ersten mal hat mich diese Szene auf dem Roten Platz wirklich beängstigt.  Ich weiß, dass SIE essen, leben und arbeiten wollen.</p>
<p>Ich weiß auch, dass vor nicht allzu langer Zeit die Hauptstadt unseres Vaterlandes auch die Hauptstadt IHRES Vaterlandes war. Ich weiß, dass für SIE das neue Jahr beginnt, denn die Uhr des Kremls 12 Schlägt.</p>
<p>Aber&#8230;</p>
<p>Wie A. I. Fursov so schön schrieb, &#8220;Ja, sie werden unterdrückt, sind hungrig und unglücklich. Aber wenn sie zu uns kommen, werden sie zu gewöhnlichen Dieben. Und wenn wir schwach werden, werden sie unseren Raum und unsere Ressourcen nehmen: Die Schwachen werden geschlagen.&#8221;</p>
<p>Dafür braucht es nicht einmal Messer oder Schlagring. Um Raum wegzunehmen, reicht es manchmal, ihn einfach zu besetzen.  Heute habe ich gesehen, wie SIE es getan haben.</p>
<p>Und man sollte nicht vergessen, dass sie es nicht einmal böse meinen.</p>
<p>Was wird morgen geschehen?</p></blockquote>
<p>***</p>
<p>Es gibt natürlich auch Beträge <u>über</u> Xenophobe und ihre Ängste.</p>
<p>Am 7. Januar schrieb (rus) <em><a href="http://timur-aliev.livejournal.com/198205.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/timur-aliev.livejournal.com');">timur-aliev</a></em> aus Grozny wie Tschetschenen online wahrgenommen werden:</p>
<blockquote><p> 1999 war ich zum ersten Mal online. Wie vielleicht die meisten Newbies verfiel ich dem Chatten und ICQ. Ich kann mich erinnern, dass ich viel Zeit bei chat.ru verbracht habe. Alle dort waren mehr oder weniger gleich, mit sehr ähnlichen Nicknames. Ich erinnere mich wohl nur noch an einen: Stasya [&#8230;] ich frage mich, ob sie heute ein eigenes Blog hat.</p>
<p>Ich kann nicht behaupten, zu jedem freundschaftlich gewesen zu sein, aber das Verhalten war untereinander sicher freundlich genug. Die Leute waren so halb interessiert an Tschetschenien. Aber das Interesse war nicht negativ oder offen aggressiv. Hier eines der Gespräche (um ehrlich zu sein, ich machte mich manchmal darüber lustig, dass sie mich  nicht verstanden, aber am Ende gestand ich natürlich immer, dass ich nur Spaß machte):</p>
<p>- Wo kommst du her?</p>
<p>- Aus Grozny.</p>
<p>- Und wie ist die Lage bei euch?</p>
<p>- Okey. Nur zu heiß. Und es fallen ein paar Schüsse.</p>
<p>- Warum wird geschossen?</p>
<p>- Oh, das kommt aus dem Stadium hier in der nähe. Es wurde ein Tor gemacht.</p>
<p>- Aber warum schießen sie?</p>
<p>- Das sind die Fans. Weil sie sich über das Tor freuen.</p>
<p>- Wow. Hat bei euch jeder eine Maschinenpistole? Auch die Fußballspieler?</p>
<p>- Ja, aber die haben sie in der Umkleide gelassen.</p>
<p>- Hat auch der Schiedsrichter eine Waffe?</p>
<p>- Natürlich. Der braucht die besonders dringend.</p>
<p>- Und hast du eine Waffe?</p>
<p>- Klar, die steht direkt neben meinem Computer.</p>
<p>- Wo bewahrst du die Waffe auf, wenn du schläfst?</p>
<p>- Unter meinem Bett &#8230;</p>
<p>- Du tust mir ehrlich Leid &#8230;</p>
<p>Und so weiter &#8230; Der Punkt ist, dass mehr Sympathie in der Luft hing als Anklage. Und nach den Anschlägen in Volgodonsk und Moskau schrieben mir einige, dass sie nicht glauben konnten, dass das Tschetschenen gewesen waren.</p>
<p>Und heute stoße ich bei LJ auf Menschen, die [sehr wütend] über die Tschetschenen sind. Die Wahrnehmung der Menschen hat sich in den wenigen Jahren seit 1999 geändert.</p></blockquote>
<p>Es folgt eine Diskussion in den Kommentaren:</p>
<blockquote><p><em>reader59</em>:</p>
<p>Das bedeutet nichts. In den acht Jahren hat sich die Gruppe der Russen im Internet verzehnfacht, und der Intelligenzdurchschnitt ist fast proportional gefallen.</p>
<p><em>timur_aliev</em>:</p>
<p>Aber ich glaube nicht, dass die Intelligenz eines Menschen direkt mit seiner Wahrnehmung anderer Gruppen zusammenhängt.</p>
<p><em>reader59</em>:</p>
<p>Es ist fast eine wissenschaftliche Wahrheit: Ganz einfache Erklärung: Ein Mensch hat Angst vor dem Unbekannten und Unverständlichen. Je intelligenter ein Mensch ist, desto weniger Dinge, die er nicht versteht. Je höher der Bildungsgrad, desto weniger Dinge, die er nicht weiß. Je gebildeter und intelligenter ein Mensch also ist, desto weniger Phobien hat er. Das gilt auch für Xenophobie.</p>
<p><em>timur_aliev</em>:</p>
<p>So habe ich auch gedacht &#8230; Aber sogar bei LJ gibt es recht gebildete Menschen voller Xenophobie.</p>
<p><em>reader59</em>:</p>
<p>Ich sprach von der Verbindung von Bildung UND Intelligenz. Keins kommt ohne das andere aus. Eine Dummkopf kannst du es so lange erklären, wie du willst: er wird nicht kleverer werden: Er weiß dann nur mehr.</p>
<p><em>timur_aliev</em>:</p>
<p>Damit hast du recht.</p></blockquote>
<blockquote></blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Russland: Stalin verlegen [Linktipp]</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/01/12/russland-stalin-verlegen-linktipp/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Jan 2008 21:30:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>

		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Regierung]]></category>

		<category><![CDATA[Roundups]]></category>

		<category><![CDATA[Russland]]></category>

		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Window on Eurasia schreibt über einen Artikel einer russischen Website, der die Bemühungen der treuesten Anhänger Stalins thematisiert, die gesammelten Werke des Sowjet-Diktators zu überarbeiten, erneut zu veröffentlichen und zu erweitern.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Window on Eurasia</em> <a href="http://windowoneurasia.blogspot.com/2008/01/window-on-eurasia-publishing-stalin.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/windowoneurasia.blogspot.com');">schreibt</a> über einen Artikel einer russischen Website, der die Bemühungen der treuesten Anhänger Stalins thematisiert, die gesammelten Werke des Sowjet-Diktators zu überarbeiten, erneut zu veröffentlichen und zu erweitern.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/01/12/russland-stalin-verlegen-linktipp/feed/</wfw:commentRss>
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