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	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Südkorea</title>
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	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
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		<title>Überblick globale Rezession: Überlebenstipps und geschäftliche Chancen</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 20:28:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<description><![CDATA[Jeder versucht mit aller Kraft, die weltweite Wirtschaftskrise zu meistern. Blogger bieten ihren Lesern Überlebenstipps. Weltweit passen sich Unternehmen an. Einige profitieren sogar von der Krise. Ich berichte in diesem Artikel über zahlreiche Beispiele von Einzelpersonen und Unternehmen, die ihr Bestes tun, um die Rezession zu bewältigen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/mong/">Mong Palatino</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/03/27/global-recession-survey-survival-tips-and-business-opportunities/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Der <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/03/13/global-recession-and-its-discontents/">Abschwung der Weltwirtschaft</a> verbreitet täglich überall Trübsinn und Verzweiflung. Der menschliche Geist lässt sich jedoch nicht so einfach besiegen. Viele versuchen mit aller Kraft, die Krise zu meistern. Blogger bieten ihren Lesern Überlebenstipps. Weltweit passen sich Unternehmen an. Sie übernehmen neue Strategien; einige profitieren sogar von der Krise. Ich möchte in diesem Artikel zahlreiche Beispiele von Einzelpersonen und Unternehmen nennen, die ihr Bestes tun, um die Rezession zu bewältigen.</p>
<p><strong>Überleben in der Rezession</strong></p>
<p>Frank Coelho de Alcantara aus Brasilien glaubt, dass in Krisenzeiten <a href="http://www.depijama.com/trecos/com-criatividade-voce-consegue-inovar-ate-velas/">einige weinen, während andere Taschentücher verkaufen</a>. Er rät allen, mit Innovation durch die Krise zu kommen:</p>
<blockquote><p>Inove. Melhore o que já existe e venda. A crise só existe para os que choram e compram lenços.</p></blockquote>
<div class="translation">Seid innovativ. Verbessert, was es schon gibt und verkauft es den Leuten. Die Krise existiert nur für diejenigen, die weinen und Taschentücher kaufen.</div>
<p>Evandro Sudré, ein anderer brasilianischer Blogger, betont die Notwendigkeit, &#8220;<a href="http://ufnet.blogspot.com/2009/02/7-dicas-pra-encarar-crise.html">einen Speicher für innere Stärke und Ideen</a>&#8221; für harte Zeiten anzulegen:</p>
<blockquote><p>Problemas e adversidades fazem parte da vida diária, mas quando a crise nos atinge, é bom ter alguma reserva de força interior e resolução. De fato ter algum tipo de reserva na mente, da qual possamos formar um plano básico de ação e defesa com a qual possamos lidar com a situação. Você é a pessoa mais qualificada para ajudar nesta situação.</p></blockquote>
<div class="translation">Probleme und Missgeschicke sind Teil unseres täglichen Lebens, wenn uns aber eine Krise trifft, ist es gut, einen Speicher an innerer Stärke und Ideen zu besitzen. Es ist in der Tat von Vorteil, ein Reservoir jeglicher Art im Kopf zu haben, aus dem man einen grundlegenden Schlacht- und Schutzplan formen kann, um mit der Situation umgehen zu können. Du allen bist die beste Person, dir in einer solchen Situationen weiterzuhelfen.</div>
<p>Es gibt aber auch diejenigen, die von Geldproblemen überwältigt werden, so dass die für sie denkbare einzige Lösung der Suizid ist. In Gujarat, Indien, gab es beispielsweise mehr als <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/03/21/india-gujarat-diamond-workers-suicide-in-the-face-of-crisis/">70 Suizidfälle</a>, die im Zusammenhang mit Diamantenschleifern, die ihre Arbeit verloren hatten, standen.</p>
<p>Andere haben beschlossen zu kämpfen. Investoren (hauptsächlich in Antigua), die ihr Geld nach der Anklage des US-Milliardärs Allen Stanford wegen Investmentbetrugs verloren hatten, taten sich zusammen und bildeten eine Vereinigung, um ihr Vermögen wiederzuerlangen. Die &#8220;<a href="http://www.stanfordvictimscoalition.com/">Stanford Victims Coalition</a>&#8221; (Vereinigung der Stanford-Opfer) veröffentlichten Folgendes auf ihrer Website:</p>
<blockquote><p>Die Stanford Victims Coalition ist eine internationale Interessenvertretung für die Wiedererlangung von Milliarden von Dollars, die den tausenden unschuldigen Menschen gehören, die vom mutmaßlichen Betrugsfall der Stanford Financial Group und Stanford International Bank in Antigua betroffen sind. Die SVC steht keiner politischen Gruppierung nahe und es gibt keine Mitgliedsbeiträge für Opfer, die sich uns anschließen.</p></blockquote>
<p>In Brunei kritisieren Blogger bankrotte Einzelpersonen, die Überschussbeträge aus <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/02/09/brunei-who-deserves-the-undistributed-zakat-funds/">Zakat-Kollekten</a> beziehen wollten. Bei der Zahlung des Zakat, eine der Säulen des Islams, geht es darum, einen Teil seines Reichtums für Bedürftige abzutreten. Zur Überraschung vieler, versuchten Leute in Brunei mit hohen Kreditkartenrechnungen, Krediten für Autos und privaten Darlehen, an Beträge aus dem Zakat heranzukommen.</p>
<p>Die Rezession wirkt sich bei vielen auf die körperliche und geistige Gesundheit aus. In Singapur sind <a href="http://www.uptoyoulor.com/2009/03/economic-recession-leads-to.html">Fitness- und Yoga-Studios überfüllt</a>, da viele die durch die wirtschaftliche Lage verursachten Verspannungen loswerden wollen; und diejenigen, denen betriebsbedingt gekündigt wurde, verbringen nun mehr Zeit mit Sport. <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/10/30/recession-hits-singapore/">Singapur</a> war das erste asiatische Land, das letztes Jahr von der Rezession getroffen wurde.</p>
<p><em>Homesickhome</em>, ein Arbeiter in Katar, entdeckte, dass die Finanzkrise eine <a href="http://homesickhome.wordpress.com/2009/03/17/my-own-version-of-financial-crisis/">Lösung bei Shoppingsucht</a> sein kann.</p>
<p><a href="http://capital.bg/show.php?storyid=685129">Kapital</a>, eine in Bulgarien wöchentlich erscheinende Zeitung, fragte seine Leser, auf welche Weise sie von der Krise betroffen seien. Simeon Djankov <a href="http://crisistalk.worldbank.org/2009/03/has-the-crisis-affected-you-how-.html">fasst</a> die Ergebnisse des offenen Formums zusammen.</p>
<blockquote><p>Ich habe die Antworten bis zum heutigen Datum gelesen und einige zu erwartende und nicht zu erwartende Dinge gefunden.</p>
<p>Die Mieten gingen nach oben, da sich nur wenige Hypotheken leisten können; einige kleine Unternehmen sagten, ihre größeren Konkurrenten hätte solche Probleme, dass sie nun bessere Chancen hätten; es wird kein Fernsehen mehr geschaut (weil die Nachrichten so düster sind); kleinere gesellschaftliche Kluft - die Neureichen sind jetzt nur noch neu; mehr Zeit zum Lesen; mehr Interesse am Rest der Welt. Mein persönlicher Favorit: Wirtschaft wird als interessanter empfunden.</p></blockquote>
<p><strong>Anpassung der Unternehmen</strong></p>
<p>Welche Anpassungsmaßnahmen wurden als Antwort auf die Krise vom Unternehmenssektor ergriffen?</p>
<p>Anstatt die Anzahl der Arbeiter zu reduzieren, verkürzen einige Unternehmen auf den Philippinen die <a href="http://www.bworldonline.com/BW030509/content.php?id=002">Arbeitsstunden pro Woche</a>. Wegen niedrigerer Belegung ihrer Gebäude, verringern einige Vermieter in Manila die <a href="http://www.gmanews.tv/story/152275/Office-rentals-to-go-down-until-June-property-consultant-says">Preise für Büroräume</a>. Ein japanisches Unternehmen in Südkorea verwendete seine Ersparnisse und über die Jahre aufgelaufenen Gewinne für die Absicherung seiner Mitarbeiter.</p>
<p>Chefs von Unternehmen in Fiji haben die Regierung erfolgreich dazu gezwungen, die <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/02/19/fiji-minimum-wage-increase-postponed/">Anhebung des Mindestlohns zu verschieben</a>, die den Arbeitern des Landes versprochen worden war. Sie warnten vor mehr Entlassungen und Betriebsschließungen durch die Anhebung. Das sind schlechte Nachrichten für die Arbeiter.</p>
<p>Roshni Mahtani, Gründer und Redakteur von <a href="http://sg.theasianparent.com/home.php">www.theasianparent.com</a>, schlägt kleinen Unternehmen folgende <a href="http://sgentrepreneurs.com/commentary/2009/03/09/10-cost-cutting-measures-%E2%80%93-theasianparentcom-way/">Sparmaßnahmen</a> vor:</p>
<blockquote><p>1. Büroräume verkleinern. Monatliche Ersparnis: 1.500 $</p>
<p>2. Umsteigen auf Open Source. Einmalige Einsparung:<br />
4.000 $. Monatliche Einsparung: 100 $<br />
3. Skype! Monatliche Einsparung: zwischen 100 $ und<br />
150 $<br />
4. Praktikanten. Monatliche Einsparung: 500 $<br />
5. Virtuelle Meetings. Monatliche Einsparung: 100 $<br />
6. Größenvorteile. Monatliche Einsparung: 300 $<br />
7. Incentives. Monatliche Einsparung: zwischen 750 $ und 1.000 $ pro Verkaufsmitarbeiter.<br />
8. Partnerschaften. Monatliche Einsparung: 100 $-150 $<br />
9. Rette die Bäume (und Geld). Monatliche Einsparung:<br />
200 $<br />
10. Social-Media-Marketing. Einmalige Einsparung: 2.600 $</p>
<p>Monatliche Einsparungen insgesamt: zwischen 4.500 $ und 5.000 $ pro Monat<br />
Einmalige Einsparungen insgesamt: 6.600 $</p></blockquote>
<p>Michel Monteiro aus Brasilien schreibt über die von der Einzelhandelskette Ponto Frio gestarteten <a href="http://vitrinepop.blogspot.com/2009/02/criatividade-em-tempos-de-crise.html">Aktion</a>: Kunden, die in dem Laden einkaufen, sind nun bis zur Höhe ihrer getätigten Einkäufe kostenlos versichert, sollten sie arbeitslos werden.</p>
<blockquote><p>O interessante é que essa ação tem como enfoque a atual crise economica, e em seu anuncio busca tirar o temor que existe nas pessoas de comprar e não poder pegar, o que gera queda nas vendas. Assim, o consumidor poderá voltar a comprar, e fazer o dinheiro movimentar a economia.</p>
<p>Mais do que uma inteligente proposta de marketing, a ação é um serviço ao país, pois - de forma inteligente -, faz a economia nacional girar capital, e consequentemente manter níveis de venda, empregos, etc.</p></blockquote>
<div class="translation">Das Interessante ist, dass diese Vorgehensweise sich auf die Wirtschaftskrise konzentriert, und diese Werbeanzeige zielt darauf ab, den Leuten die Angst zu nehmen, wenn es darum geht, Dinge zu kaufen und nicht bezahlen zu können, was zu einem Rückgang der Verkaufszahlen führt. So könnten die Konsumenten wieder kaufen, was zu einem Geldumlauf in der Wirtschaft führt.</p>
<p>Die Vorgehensweise ist mehr als eine klevere Marketingidee, sie dient auch dem Land, weil - sehr intelligent - es den Geldumlauf in der nationalen Wirtschaft steigert, und folglich Verkäufe, Jobs etc. auf hohem Niveau hält.</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 255px"><img title="Russland" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/03/russia.jpg" alt="Russlands " width="245" height="309" /><p class="wp-caption-text">Russlands “Toilettenpapier für die Finanzkrise”. Auf dem Etikett heißt es: Was muss getan werden? Vom Blog Notes on Moscow</p></div>
<p><strong>Chancen für Unternehmen</strong></p>
<p>Es gibt Unternehmen, die auch trotz der Krise Gewinne machen. Einige profitieren sogar von der Krise.</p>
<p>In <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/03/10/japan-making-money-thanks-to-the-economic-crisis/">Japan</a> zählen folgende zu den heute profitablen Unternehmen: <a href="http://ueki.biz/414.html">kleine und mittelständische Betriebe</a>, die Teile von Rohstoffen verarbeiten und verkaufen, Fastfood-Ketten, <a href="http://business.nikkeibp.co.jp/article/manage/20090129/184281/?P=1">e-Commerce</a>-Dienstleister, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pachinko">Pachinko</a>-Branche (Spielekonsolen).</p>
<p>Chikara Ueki aus Japan lässt uns an einem Gespräch mit einem Unternehmer teilhaben, indem es darum ging, die <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/03/10/japan-making-money-thanks-to-the-economic-crisis/">Krise in eine Chance umzuwandeln</a>:</p>
<blockquote><p>１００年に一度と言われている経済危機、考え方を変えると１００年に一度のチャンスかもしれない。不況業種も含め、全ての産業に言えることかもしれません。</p>
<p>ただ、事例の通り何もしなくてもチャンスは生まれるのではなく、コツコツとやってきたご褒美だと思います。</p></blockquote>
<div class="translation">Durch eine Änderung der Perspektive kann diese Krise, die es angeblich nur einmal in hundert Jahren gibt, als Chance gesehen werden, die man nur einmal in hundert Jahren bekommt. Dies gilt für alle Branchen, auch für die, die jetzt in großen Schwierigkeiten stecken.</p>
<p>Wie dieser Fall zeigt, kommt sie jedoch nicht von ungefähr. Sie ist die Belohnung für ständige Anstrengungen über einen langen Zeitraum hinweg.</p></div>
<p>Philippine Airlines fliegt in vielen Ländern häufiger Ziele an, was der Blogger Caswell Whiteside damit <a href="http://caswellwhiteside.wordpress.com/2009/03/19/forgotten-in-the-shuffle/">interpretiert</a>, dass mehr und mehr entlassene philippinische Wanderarbeiter jetzt heimkehren.</p>
<blockquote><p>Seit Kurzem fliegt Philippine Airlines täglich nach Kanada und in die USA, wogegen dies vorher in einigen Fällen nur viermal pro Woche der Fall war und vom Flugziel abhing. PAL hat das öffentlich natürlich mit &#8220;neuem und besserem Service&#8221; hochgespielt, während es in Wirklichkeit darum geht, sich der Anzahl philippinischer Arbeiter anzupassen, die von ihren Arbeitgebern in vielen Ländern der Welt, hauptsächlich in Japan und den USA, entlassen worden waren und nun heimkehren.</p></blockquote>
<p>Teil des <a href="http://nationmultimedia.com/2009/03/19/business/business_30098297.php">thailändischen Anstoßplans</a> ist die Verteilung von Schecks in Höhe von 55 US-Dollar an jeden Geringverdiener. Die Leistungsempfänger können mit den Schecks bei McDonald&#39;s, KFC, Pizza Hut und 18 anderen großen Unternehmen im Land einkaufen. Bei KFC erhalten Leistungsempfänger sogar <a href="http://www.irrawaddy.org/article.php?art_id=15369">20 Hühnchenstücke gratis</a>, wenn sie Ihren Scheck gegen Coupons der Verkaufsstelle eintauschen.</p>
<p><em>Every Woman’s Blog</em> stimmt einem Kondomhersteller zu, der einen <a href="http://www.everywomansblog.com/people-buy-condoms-recessions">Anstieg der Kondomverkaufszahlen</a> in der Rezession beobachtet, da Schwangerschaften vermieden werden sollen.</p>
<blockquote><p>Ich glaube hierin liegt sehr viel Wahrheit und Logik. In schwierigen und ungewissen Zeiten wollen die Menschen unvorbereitet keine weiteren Familienmitglieder, was zu zusätzlichen finanziellen Lasten führt.</p></blockquote>
<p>Douglas Muir erwartet einen <a href="http://fistfulofeuros.net/afoe/economics-and-demography/a-goodbad-time-to-stop-having-babies/">steilen Abfall der Geburtenraten</a> weltweit, vor allem in osteuropäischen Ländern.</p>
<p><strong>Back to Basics</strong></p>
<p>Aufgrund der Rezession lernen einige die grundlegenden Gesetze des Geschäftslebens, wie die Bereitstellung von erstklassigem Service gegenüber den Kunden, zu schätzen. Ein <a href="http://livroseafins.com/2008/05/12/prefeitura-pipoqueiro-pipoca/">brasilianischer Popcorn-Vekäufer</a> hat Beachtung für seine kreative Geschäftsideen gefunden. Er hat bereits viele <a href="http://www.ricardocoelhoconsult.com.br/responsabilidade.php">Vorlesungen zum Thema Unternehmertum</a> gehalten.</p>
<p>Die <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/02/22/japan-agriculture-the-latest-trend-among-celebrities/">Landwirtschaft</a> wird unter japanischen Jugendlichen und Prominenten wieder populär und viele Menschen suchen nach einer wirtschaftliche Tätigkeit, die auf stabileren Fundamenten aufbaut als der Finanzsektor. Kamiyama Yasuharu bemerkt, dass der <a href="http://8ada.com/kamiyama/archive/2009/02/post-1.html">Boom der Landwirtschaft</a> heute zu einem interessanten Schlüsselwort in der japanischen Gesellschaft geworden ist.</p>
<p><a href="http://ki-media.blogspot.com/2009/03/cambodia-tries-alternative-products-to.html">Kambodscha</a> unterstreicht sein Vertrauen in die Landwirtschaft, um ein Wachsen der Wirtschaft herbeizuführen. Ein <a href="http://rspas.anu.edu.au/rmap/newmandala/2009/01/28/laos-too-poor-to-get-any-poorer/">laotischer Ökonom</a> glaubt, dass Laos durch den &#8220;landwirtschaftsbasierten, unabhängigen Charakter&#8221; der Wirtschaft des Landes von der globalen Finanzkrise verschont bleiben wird. Der Ökonom fügt hinzu:</p>
<blockquote><p>Menschen in Industriestaaten leben in der Angst vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes, weil sie kein Gemüse anbauen und keine Tiere züchten können wie die Menschen in Laos.</p></blockquote>
<p>In Jamaika haben die Chefs von 21 privatwirtschaftlichen Unternehmen einen Kooperationsvertrag geschlossen, um die Auswirkungen der sich verschlechternden globalen Wirtschaftsbedingungen auszugleichen. Sie haben erneut gelernt, wie viel die Bildung eines <a href="http://www.jamaicaobserver.com/news/html/20090308T200000-0500_147282_OBS_LEADERSHIP_BY_EXAMPLE.asp">&#8220;gesellschaftlichen Partnerschaftsdialogs&#8221;</a> zwischen Regierung, Opposition, Arbeitnehmerschaft, Unternehmen und Zivilbevölkerung wert ist.</p>
<p><em>Das Vorschaubild stammt von der Flickr-Seite von <a href="http://www.flickr.com/photos/suburbanslice/3103078097/in/set-72157611066659335">suburbanslice</a>. Der portugiesische Text wurde von GV-Redakteurin <a href="http://globalvoicesonline.org/author/paulagoes/">Paula</a> übersetzt. Den japanischen Text übersetzte GV-Redakteurin <a href="http://globalvoicesonline.org/author/scilla-alecci/">Scilla</a>.</em></p>
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		<title>Korea: Gegen Tests eingestellte Lehrer entlassen</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/23/korea-gegen-tests-eingestellte-lehrer-entlassen/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Dec 2008 11:47:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Koreanisch]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor kurzem wurden koreanische Lehrer entlassen, weil sie gegen einen neuen Test waren, den die Regierung eingeführt hatte: Ilje Gosa (simultaner Test, ein landesweiter Leistungstest an Schulen). Es ist ein Test bei dem allen Schülern zur gleichen Zeit dieselben Fragen gestellt werden, um Schüler quer durch das ganze Land vergleichen zu können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/hyejin-kim/">Hyejin Kim</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/12/23/korea-teachers-who-have-been-fired/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Vor kurzem wurden koreanische Lehrer entlassen, weil sie gegen einen neuen Test waren, den die Regierung eingeführt hatte: Ilje Gosa (simultaner Test, ein landesweiter Leistungstest an Schulen). Es ist ein Test bei dem allen Schülern zur gleichen Zeit dieselben Fragen gestellt werden, um Schüler quer durch das ganze Land vergleichen zu können. <a href="http://english.chosun.com/w21data/html/news/200803/200803120024.html">Manche [Koreaner] heißen diesen Test willkommen, damit sie oder ihre Kinder oder Schüler zeigen, wo sie mit dem Lernen stehen.</a> [EN] <a href="http://english.hani.co.kr/arti/english_edition/e_national/327953.html">Andere sind dagegen, weil es zu einer Gesellschaft führt, die nach Noten um ihrer selbst Willen strebt und sich auf Dauer Schulen, Schüler und Eltern auf Punkte und Ranglisten versteifen.</a> [EN]. </p>
<p>Trotz heißer Wortgefechte führte die Regierung den Test durch und manche Lehrer waren dagegen ihre Schüler am Test teilnehmen zu lassen. Anstattdessen machten sie Ausflüge mit ihren Schülern oder manche Schüler weigerten sich die Testbögen abzugeben. Angesichts der Entscheidung der Schulbehörde der Stadt Seoul diese Lehrer zu entlassen (im Vergleich zu den milden Strafen für Lehrer, die ihrer Schüler sexuell belästigt hatten oder ihre Leistungen absichtlich falsch dargestellt hatten) diskutieren die Netzbürger diesen Vorfall stürmisch.</p>
<p><a href="http://bbs1.agora.media.daum.net/gaia/do/debate/read?bbsId=D003&#038;articleId=2098846">Schüler</a>, die ihre Lehrer verlieren, schreiben:</p>
<blockquote><p>  [&#8230;]오늘&#8230;선생님과 이별했습니다,,그것도 이번 4교시 다가 아니고 1교시까지밖에 볼수없었죠, 선생님은 &#8220;평화가무엇이냐&#8221;라는 노래을 틀어주시고 학생 하나 하나 직접 앉고 할 말을 해주었어요,,,, 다 끝 마치고 헤어질 때 눈물을 흘리고 가시던 선생님의 뒷모습이 아직도 기억납니다[&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation"> [&#8230;] Heute habe ich meine(n) Lehrer(in) verabschiedet. Ich bekam ihn (sie) nur in der ersten Stunde zu sehen. Mein(e) Lehrer(in) spielte uns ein Lied vor „Was ist Frieden?“ Er (sie) redete mit jedem Schüler. Ich erinnere mich noch daran, wie er (sie) mit Tränen in den Augen wegging. [&#8230;] </div>
<p>Auch <a href="http://bbs1.agora.media.daum.net/gaia/do/debate/read?bbsId=D102&#038;articleId=85259">Eltern</a> drücken ihre Besorgnis im Internet aus.</p>
<blockquote><p>  일제고사에 대한 자율체험학습을 허용한 교사들을 파면했다는 얘기를 처음 듣고 솔직히 무슨 말인지 몰라 인터넷을 뒤적거려 일제고사가 무엇인지 얼마전에 처음 알았습니다. 그리곤 깨달았죠. 아&#8230;정권이 확실히 바뀌긴 바뀌었구나&#8230;</p>
<p>전 7살과 3살난 아들을 둔 아버지입니다. 내년이면 큰애가 초등학교를 들어가게 되지요. 그래서 부쩍 교육에 관심이 많아지기도 했습니다만 요즘 애들 어떻게 가르치는지 어떤 정책이 있는지&#8230;잘은 모릅니다.</p>
<p>내가 생각하는 교육은 예전과는 다른 어떤 차별화된 교육을 원하고 있었습니다.<br />
		단순히 우리 어릴적처럼 중간고사 기말고사등등을 보면서 등수를 나누고 수우미양가로 성적을 나누는&#8230;. 그런 방식에서 우리교육이 탈피했다고 알고 있었습니다.[&#8230;] </p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Ich wusste nicht was Ilje Gosa ist, als ich in den Nachrichten hörte, dass Lehrer, die gegen Ilje Gosa waren und stattdessen auf Ausflüge gingen, entlassen wurden. Beim Surfen im Internet erfuhr ich mehr darüber und erkannte worum es ging. Wow&#8230; wir haben jetzt wirklich eine andere Regierung. </p>
<p>Ich bin Vater von zwei Jungen im Alter von 7 und 3 Jahren. Nächstes Jahr wird mein ältester Sohn in die Grundschule kommen. Also habe ich angefangen, mich für Bildung zu interessieren, aber ich wusste nichts über Bildungspolitik. Die Bildung, über die ich heute nachdenke, unterscheidet sich von der Vergangenheit. Die Schulbildung, die ich hatte, mit Prüfung in der Mitte und am Ende des Halbjahrs und den Noten, die nach Testresultaten vergeben wurden&#8230; Ich dachte, dass unser Schulsystem über dieses System hinweg war. [&#8230;]</p>
</div>
<blockquote><p>  일제고사를 거부(사실 거부도 아닌것인데)하고 체험학습을 허용했다고해서 파면이란것 자체가 징계로써 지나치단 생각입니다. 상명하불복이란 그 체계가 성추행이나 촌지보다도 더 크단 것이지요? 왜 이런 얘기를 하는것인지는 다들 아실겁니다. 성추행,촌지등 비도덕적인 행위를 저지른 교사는 그대로 파면되는경우가 극히 드물죠? 또 다른곳에서 아니면 형식적인 징계만을 받고 다시 교육현장에 남아있습니다. 일제고사에 대한 대안학습을 시킨 교사들이 무슨 해악한 존재인가요? 그들이 잘못한 것이라곤 아이들을 서열과 순위로만 평가하려는 잘못된 정책에 양심적으로 판단한것뿐입니다. 거부하게끔 선동을 했습니까? 아님 시험을 방해했습니까???? 일제고사가 왜 필요한것이지요? 순위를 매기고 싶습니까? 서열두요? 정말 그렇게 애들을 키우고싶으신가요? </p>
</blockquote>
<div class="translation">Ich finde, dass es zu weit geht, wenn Lehrer entlassen werden, die gegen Ilje Gosa sind und Schulausflüge zulassen. Ist das, was sie getan haben, schlechter oder unmoralischer als sexuelle Belästigung oder Bestechlichkeit? Sie wissen, wovon ich rede. Es kommt wirklich selten vor, dass Lehrer wegen sexueller Belästigung, Bestechlichkeit oder anderen unmoralischen Verhaltsweisen entlassen werden. Oder sie bekommen eine symbolische Strafe und bleiben im Erziehungswesen.</div>
<blockquote><p>  난 싫습니다. 분명 공부는 필요하고 성적도 중요합니다. 내가 어느위치에 어느정도인지 알아야하는것도 중요하죠&#8230;. 허나 그것이 초등학교때부터 시작된단것에 전 반대합니다. 하나같이 귀여운얼굴에 세상을 배울 준비를 하고 동심의 세계를 키워야할 초등생들이 자신들의 성적대로 스트레스를 받고 순위가 매겨지고 어떤아이들은 성적에 으스대고 어떤이는 성적표를 감추어야하는 그런 초등학교 교실이 좋다는 겁니까? 내년에 학교를 가는 큰아들 생각에 벌써 머리가 아픕니다. 공부는 자기 스스로 해야합니다. 더욱이 어릴때에는 더욱그렇습니다. 성적이 좋으면 좋은대로 나쁘면 나쁜대로 스트레스를 받는 서열지상주의 교육에 대해 반대합니다.[&#8230;] </p>
</blockquote>
<div class="translation">Ich will das nicht. Ich weiß, dass lernen und Testresultate wichtig sind. Es ist wichtig, zu wissen, wo ich beim Lernen stehe im Vergleich zu meinen Freunden&#8230; Aber ich bin dagegen, dass es schon in der Grundschule anfängt. Glauben sie, dass diese kleinen Schüler mit süßen Gesichtchen schon so weit sind, über diese Welt Bescheid zu wissen und sich als Kinder zu verbessern? Oder wollen Sie kleine Kinder, die mit ihrem Testergebnis prahlen oder versuchen, ihr Testergebnis zu verstecken? Ich bekomme immer Kopfweh, wenn ich an meinen ältesten Sohn denke, der nächstes Jahr in die erste Klasse kommt. Die Menschen sollten aus eigener Überzeugung heraus mit dem Lernen beginnen. Besonders wenn sie jung sind, ist diese Einstellung sehr wichtig. Ich bin gegen eine Meritokratie von Testresultaten. Gut und schlecht lernende Schüler - alle machen sich kaputt für Noten um der Noten willen. [&#8230;] </div>
<p>Während manche mit der ungerechten Bestrafung der Lehrer nicht zufrieden sind, <a href="http://bbs1.agora.media.daum.net/gaia/do/debate/read?bbsId=D102&#038;articleId=85281">sprechen andere auch über die derzeitigen Lehrer und Schulen</a>. </p>
<blockquote><p>  [&#8230;] 성추행을 범한 교사에게는 어찌보면 가벼운 벌이라고 볼 수 있는 징계만을 내리고 일제고사를 거부한 교사에게는 해임이라는 벌을 내리는 것은 어찌보면 정부의  과한 벌이라는 생각이 듭니다.</p>
<p>그렇지만 전교조 교사들에게도 문제는 있다고 생각합니다. 일제고사를 반대하는 교사들&#8230; 의견은 누구나 가질 수 있고 누구나 자신의 의견을 주장할 수는 있다고 생각합니다. 그렇지만 교장의 허락도 받지 않은 가정 통신문을 가정에 보내고<br />
		선생님을 비롯한 어른들의 영향을 많이 받는 아이들에게 일방적으로 일제고사에 대해서 비판한 점은 선생님들께도 문제가 있는 건 아닌가 싶습니다. 우선 어찌되었든 나라에서 실시하는 것인데 이렇게 아이들에게 &#8220;얘들아 이건 안 좋은거야. 하지말자&#8221;라고 주장하는건.. 아이들에게 어떤 생각을 심어줄까요?<br />
		하기 싫은것, 안 해도 된다고 생각하는 것, 내가 판단했을때 옳지 않다고 생각하는건. 그게 어떠한 것이든간에 안 해도 되는거라는 생각이 들 수도 있습니다.</p>
<p>일제고사.. 어찌보면 아이들을 1번부터 줄세워서 판단하는 것임은 부정할 수 없습니다. 하지만 어느정도 필요는 하다고 생각합니다. 물론 시험 결과가 좋지 못한 학생들, 부모님들, 학교측에서는 달갑지 않은 소식이겠지만&#8230;지금의 교육 현황이 어떠한지.. 어느 지역이 상대적으로 부족한지.. 어떤 아이가 좀 더 집중적인 교육을 필요로 하는지도 중요하다고 생각합니다</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p> [&#8230;] Lehrer, die ihre Kinder sexuell belästigt haben bekamen eine Disziplinarstrafe, aber Lehrer, die Ilje Gosa abgelehnt haben wurden entlassen. Die Regierung hat nicht gerecht entschieden.</p>
<p>Ich finde aber, dass diese Lehrer auch ein Problem haben. Ich stimme zu: jeder kann eine Meinung haben und sie äußern. Aber es war kein richtiges Verhalten, dass diese Lehrer einen Brief an die Eltern geschickt haben ohne jegliche Erlaubnis der Direktoren und Ilje Gosa vor Schülern kritisiert haben, die ja von Erwachsenen beeinflusst werden, Lehrer eingeschlossen. So oder so wird die Regierung die Prüfung erzwingen. Aber wenn diese Lehrer einfach sagen „das ist nicht gut. Tu&#39;s nicht“, was werden die Kinder davon halten? Sie denken, dass wenn sie nicht wollen, dann brauchen sie es nicht zu tun. Wenn sie es nicht für richtig halten, werden sie es nicht tun, was auch immer es sein mag.</p>
<p>Ilje Gosa&#8230; es ist kaum zu leugnen, dass es dazu dienen wird, Kinder nach Zahlen zu beurteilen. Aber ich finde, das diese Art von Maß manchmal notwendig ist. Natürlich sind das keine guten Nachrichten für Schüler, Eltern und Schulen, die keine guten Testergebnisse haben. Aber es ist wichtig zu wissen, wie unsere Bildungssituation derzeit ist, welche Gebiete zurückliegen, und wer mehr konzentrierte Aufmerksamkeit erhalten sollte. </p>
</div>
<p><a href="http://bbs1.agora.media.daum.net/gaia/do/debate/read?bbsId=D003&#038;articleId=2094170&#038;pageIndex=6&#038;searchKey=subjectNcontent&#038;searchValue=일제고사&#038;sortKey=depth&#038;limitDate=0&#038;agree=F">Nicht wenige</a> haben auch andere Gedanken.</p>
<blockquote><p>  지금은 정보화 시대이다. 일제 고사를 통하여 자신의 현재 수준을 알고 준비하는 것이 왜 나쁘지.. 내가 세상 속 어디에 있는지는 알고 자유를 누려야 하는 것 아닌가..[&#8230;] </p>
</blockquote>
<div class="translation">Wir sind eine Informationsgesellschaft. Warum ist es so schlecht, unser derzeitiges Niveau durch Ilje Gosa zu bestätigen? Ist es nicht besser, seine Freiheit zu haben, wenn man weiß, wo man hingehört? [&#8230;]</div>
<div class="notes">
Mehr Informationen über das koreanische Schulsystem gibt es in der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Education_in_South_Korea">englischen Wikipedia</a>. Der SPD-Arbeitskreis Gesamtschule Hamburg vergleicht verschiedene Länder in Hinblick auf die Pisa-Studie und <a href="http://www.gesamtschule-hamburg.de/korea.htm">berichtet dabei auch über Korea</a>. Willi Stengel <a href="http://www.willi-stengel.de/dies_und_das_aus_korea.htm#Schulleistungsvergleich%20der%20OECD-Mitgliedsl%E4nder">berichtet</a> über die Magazinsendung &#8220;Kreuz und quer durch Korea&#8221; von Radio Korea International.
</div>
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		<item>
		<title>Madagaskar: 1,3 Millionen Hektar an südkoreanischen Konzern verpachtet?</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/24/madagaskar-13-millionen-hektar-an-sudkoreanischen-konzern-verpachtet/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Nov 2008 15:23:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonLova Rakotomalala  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 
Südkorea hat vor kurzem die Hälfte alles bebaubaren Landes in Madagaskar gepachtet, wie die Financial Times berichtet. Das hat eine ziemliche Debatte in der Blogosphäre Madagaskars über die Souveränität des Landes und die ökonomische Entwicklung ausgelöst. Es steht noch nicht fest, ob [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/lova-rakotomalala/">Lova Rakotomalala</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/11/23/madagascar-south-korean-land-deal-sparks-controversy/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Südkorea hat vor kurzem die Hälfte alles bebaubaren Landes in Madagaskar gepachtet, wie die <em>Financial Times</em> berichtet. Das hat eine ziemliche Debatte in der Blogosphäre Madagaskars über die Souveränität des Landes und die ökonomische Entwicklung ausgelöst. Es steht noch nicht fest, ob der Pachtvertrag wirklich schon von beiden Seiten unterzeichnet wurde. In der Zwischenzeit diskutieren Blogger, ob ein solcher Vertrag als „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neokolonialismus">Neokolonialismus</a>“ betrachtet werden müsse.</p>
<p>Hier eine Übersicht über die bisher bekannt gewordenen Tatsachen:</p>
<p>Am 19. November <a href="http://www.ft.com/cms/s/0/22ccaa98-b5d9-11dd-ab71-0000779fd18c.html?nclick_check=1">berichtete</a> die <em>Financial Times </em> über den Vertrag zwischen dem südkoreanischen Unternehmen <a href="http://www.dwlogistics.co.kr/main/e_index.asp">Daewoo Logistics</a> und der Regierung Madagaskars.</p>
<p>Auf dem Blog <em>Global Dashboard</em>  <a href="http://www.globaldashboard.org/scarcity/south-korea-madagascar">fasst Alex Evans die Befunde zusammen</a>:</p>
<blockquote><p>South Korea has just struck a 99 year deal with Madagascar to lease an area half the size of Belgium to grow palm oil and no less than half of South Korea’s corn demands [..] Carl Atkins, of consultants Bidwells Agribusiness, said Daewoo Logistics&#39; investment in Madagascar was the largest it had seen. &#8220;The project does not surprise me, as countries are looking to improve food security but its size it does surprise me.&#8221;</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Südkorea hat gerade einen Vertrag abgeschlossen, eine Fläche halb so groß wie Belgien zu pachten, um Palmöl und mindestens die Hälfte von Südkoreas Bedarf an Mais anzubauen. [&#8230;] Carl Atkins von der Consulting-Firma Bidwells Agribusiness sagte, die Investition von Daewoo Logistics in Madagaskar sei die größte ihm bekannte.  &#8220;Das Projekt überrascht mich nicht, weil [die] Länder versuchen, die Sicherheit ihrer Lebensmittel[versorgung] zu verbessern, aber seine Größe überrascht mich.&#8221;</p>
</div>
<p>Einige Stunden später ergänzte <a href="http://us.ft.com/ftgateway/superpage.ft?news_id=fto111920081227033091&amp;page=2">ein Folgeartikel</a> in der <em>Financial Times</em>, dass Daewoo Logistics keine Pachtgebühren zu zahlen brauche, sondern stattdessen die Mittel zur Bearbeitung und zur Entwicklung des Landes bereitstellen würde.</p>
<p><em>Alex Evans</em> zitiert aus dem zweiten Artikel und sagt dazu <a href="http://www.globaldashboard.org/scarcity/madagascar-worse-than-thought/">es sei noch schlimmer, als er gedacht hätte</a>:</p>
<blockquote><p>A few hours later, a truly astonishing new angle on the story emerged. Guess how much South Korea had paid for its 99 year lease? Answer: Zip. Zero. Nada. Not a cent. The sum total of the benefits for Madagascar, according to a Daewoo spokesman? “We will provide jobs for them by farming it, which is good for Madagascar.” This in a country where 3.5% of people are on WFP food aid…<br />
The benefits for South Korea, on the other hand:<br />
“We want to plant corn there to ensure our food security. Food can be a weapon in this world,” said Hong Jong-wan, a manager at Daewoo. “We can either export the harvests to other countries or ship them back to Korea in case of a food crisis.”</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Ein paar Stunden später kam ein wirklich erstaunlicher Blickwickel der Sache zutage. Ratet mal, was Südkorea für seine 99 Jahre Pacht gezahlt hat? Antwort: Klick. Nichts. Nada. Keinen Cent. Der Nutzen unterm Strich für Madagaskar, nach einem Daewoo-Sprecher? „Wir werden Arbeitsplätze bereitstellen, indem wir es bebauen, und das ist gut für Madagaskar.“ Das in einem Land, wo 3,5% der Menschen von Lebensmittelhilfe des WFP (Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen) leben&#8230;<br/><br />
Der Nutzen für Südkorea, auf der anderen Seite:<br/><br />
„Wir möchten dort Mais pflanzen, um unsere Lebensmittel[versorgung] zu sichern. Lebensmittel können eine Waffe sein auf dieser Welt,“ sagt Hong Jong-wan, ein Daewoo-Manager. „Wir können die Ernte entweder in andere Länder exportieren, oder sie im Fall einer Lebensmittelkrise zurück nach Korea transportieren.“</p>
</div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-52945" title="land-madagascar" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/11/land-madagascar.jpg" alt="" /><br />
	<small>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/foko_madagascar/">Foko-Madagascar</a></small></p>
<p>Die Regierung Madagaskars muss erst noch eine offizielle Stellungname zum Thema bekannt geben.  Reuters <a href="http://uk.reuters.com/article/idUKLL384535">berichtet</a>, dass das Geschäft noch lange nicht abgeschlossen sei. Daewoo Logistics hat hingegen verschiedene Stellungnahmen herausgegeben, die die Glaubwürdigkeit der Artikel anfechten.</p>
<p>Robert Koelher, bloggt aus Seoul auf <em>The Marmot’s Hole</em> und <a href="http://www.rjkoehler.com/2008/11/21/daewoo-logistics-ft-is-lies-all-lies/">beschreibt die Argumente des südkoreanischen Unternehmens</a>:</p>
<blockquote><p>In <a href="http://news.naver.com/main/read.nhn?mode=LSD&amp;mid=sec&amp;sid1=101&amp;oid=009&amp;aid=0002035513">another report</a>, the Maeil Gyeongje said experts believe the FT report, with its provocative talk of “neo-colonialism” and “pirates,” was intended as a warning against an increased Asian presence in Africa, long considered Europe’s backyard. The piece did include a quote from a Daewoo Logistics official, however, who said Madagascar was quite sensitive about this issue because when China invests, it only goes after its own profits [..]<br />
The JoongAng Ilbo, meanwhile, released an <a href="http://news.naver.com/main/read.nhn?mode=LSD&amp;mid=sec&amp;sid1=110&amp;oid=025&amp;aid=0001982681">editorial blasting the FT</a>, asking why the paper was turning a blind eye to British Jatropha farms in Madagascar (used for biodiesel fuel) and French plantations on the island while going after a Korean company only. And besides, the land Daewoo is acquiring is undeveloped, the new farms will provide employment, and the Madagascar government will be taking a 30% cut of the farm profits in taxes.”</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>In <a href="http://news.naver.com/main/read.nhn?mode=LSD&amp;mid=sec&amp;sid1=101&amp;oid=009&amp;aid=0002035513">einem weiteren Bericht</a> sagte die [südkoreanische Wirtschaftszeitung] Maeil Gyeongje, dass Experten denken, der Bericht der Financial Times mit seiner provokanten Wortwahl von „Neokolonialismus“ und „Piraten“ ziele darauf ab, vor einer stärkeren asiatischen Präsenz in Afrika zu warnen, das lange als Hinterhof Europas angesehen worden sei. Der Artikel zitiert jedoch einen leitenden Mitarbeiters von Daewoo Logistics, der sagte, Madagaskar sei sehr empfindlich in dieser Hinsicht, denn wenn China investiere, würde es sich nur nach den eigenen Profiten richten [&#8230;]<br />
Die [südkoreanische Zeitung] JoongAng Ilbo veröffentliche zwischenzeitlich einen <a href="http://news.naver.com/main/read.nhn?mode=LSD&amp;mid=sec&amp;sid1=110&amp;oid=025&amp;aid=0001982681">Kommentar, der die Financial Times hart angriff</a> und die Frage aufwarf, warum die Zeitung die Augen verschließe vor britischen Jatropha-Farmen und französischen Plantagen und sich unterdessen nur auf ein koreanisches Unternehmen stürze. „Außerdem ist das Land, das Daewoo erwirbt, nicht entwickelt, und die Regierung Madagaskars wird 30% Steuern auf die Gewinne der Bewirtschaftung auf erheben.“</p>
</div>
<p>Die Reaktionen in der madagassischen Blogosphäre auf die Pachtverträge fielen hitzig  und sehr verschieden aus:</p>
<p>Die Website der madagassischen Diaspora <em>Sobika</em> <a href="http://www.sobika.com/madagascar-informations/news_1067.php?subaction=showcomments&amp;id=1227200993&amp;archive=&amp;start_from=&amp;ucat=&amp;">berichtete über den Geschäftsabschluss</a> (Französisch, mit Info-Karte) einige Augenblicke nach der <em> Financial Times</em> und forderte ihre Leser auf, zu handeln. In einem <a href="http://sobika.com/">Folgeartikel</a>, spekuliert <em>Sokiba</em>, dass der im Internet geäußerte Zorn das Unternehmen veranlasst habe, die Vertragsbedingungen zu leugnen [Fr].</p>
<p>Der Zorn ist aber weit davon entfernt, einstimmig zu sein. Einige Bloggers glauben, dass der Pachtvertrag Madagaskar nutzen könnte, da er die Produktivität [mancher] Landstriche erhöhe. <em>Aiky</em> <a href="http://malagasymiray.net/2008/11/22/ahofa-maimam-poana-aminireo-koreana-tatsimo-i-madagasikara/">sagt dazu</a> [Mg] auf dem Blog <em>Malagasy Miray</em>:</p>
<blockquote><p>Ny tombontsoa indray kosa raha jerena amin’ny saina tsy miangatra dia :<br />
		- ny fanomezana asa ireo tantsaha eny ambanivohitra ka miteraka fidiram-bola maharitra ho azy ireo izany.<br />
		- ny fanajariana ireo tany izay tsy noeritreretina fa afaka ambolena na ihany koa tany ngazana ka rahatrizay vita ny fifanarahana izany hoe afaka zato taona dia mba ho moramora ho an’ireo taranaka fara aman-dimby ny hampiasa sy hamboly azy (raha tsy lasa fanan’olom-bitsy indray avy eo)<br />
		- raha misy fidiram-bola maharitra ireo tantsaha dia mety ho hita ihany koa ny fiatraikan’izany ka mahasoa ho an’ny manodidina na “effet d’entraînement”. [&#8230;]</p>
<p>		-Asa na tafiditra ao anaty fifanarahana fa mety hihatsara ihany koa ireo lalana sy tambanjotra misy any amin’ireo faritra.<br />
		- afaka mifehy ny fiakarana an-tanandehibe ny mpitondra raha misy asa eny ambanivohitra (maîtrise de l’exode rural)</p>
</blockquote>
<div class="translation">Die Vorteile aus einer weniger emotionalen Perspektive:<br />
	- Die neuen Beschäftigungsaussichten für Bauern, die in der Folge zu einer zusätzlichen Quelle von Einkünften führen.<br />
	- Die Bewirtschaftung von Ländereien, von denen man bisher gedacht hatte, sie seien  von geringem Wert und die nach der Pacht weiterhin bearbeitet werden können.<br />
	- die Kettenreaktion eines solchen Zuwachses an Einkünften [&#8230;]<br />
	- die eventuelle Verbesserung des Zustands von Hauptstraßen und anderer Infrastruktur in diesem Landesteil.<br />
	- Ein Anreiz, der möglicherweise den Exodus aus den ländlichen Gebieten stoppt.</div>
<p>Auf <em>The Cyber Observer</em>, hatte ein Jurist und Blogger aus Antananarivo, <em>Andrydago</em> die <a href="http://andrydago.wordpress.com/2008/10/21/malagasy-land-and-foreign-investments/">erstaunliche Voraussicht</a>, die juristische Frage der Souveränität des Landes und ausländischer Investitionen aufzugreifen, im Oktober, einen ganzen Monat vor der Kontroverse. Es fällt auf, dass die Gesetze, die diese Pacht erlauben, dieses Jahr geändert wurden:</p>
<blockquote><p>Recently, the new Malagasy investment law: act 2007-036 of January 14th, 2008, has brought a very key change concerning the possibility for foreigners to own their land in Madagascar. This law provided that foreign companies or foreign investors (individuals who have been granted with investor visa), can buy Malagasy land under the following conditions:</p>
<p>1. the land has to be used exclusively for professional exploitation. Any personal use and exploitation which is different from the nature of exploitation he “promised” to the Malagasy governement, are forbidden. If there is a breach of such condition, the governement can legally withdraw its title of land ownership;</p>
<p>2. the foreign company or investor has to submit its business plan (investment planning in Madagascar) to a public body named EDBM (Economic Development Board Madagascar). Such plan has to describe and detail its intended business and its pertaining investment in Madagascar;</p>
<p>3. the foreign company or investor has to apply for a formal approval named “authorization for land acquisition” before the EDBM in order to be allowed to purchase legally a Malagasy land. Such authorization if granted, gives to the foreign company or investor the same rights as for a Malagasy entity to purchase and to own land in Madagascar.
</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Vor kurzem hat das neue madagassische Investitionsgesetz (Act 2007-036 vom 14. Januar 2008) eine grundlegende Änderung in Bezug auf den Besitz von Land durch Ausländer gebracht. Dieses Gesetz bestimmt, dass ausländische Unternehmen oder ausländische Investoren (Individuen mit Investor-Visum) madagassisches Land unter folgenden Bedingungen kaufen können:</p>
<p>1. das Land darf ausschließlich für geschäftliche Zwecke genutzt werden. Jeder persönliche Gebrauch und jede Nutzung, die sich von der Art der Nutzung unterscheidet, die er der Regierung Madagaskars „versprochen“ hat, sind verboten. Sollte diese Bedingung verletzt werden, kann die Regierung den Landbesitztitel zurückziehen;</p>
<p>2. die ausländische Gesellschaft oder der ausländische Investor müssen einen Businessplan einem öffentlichen Gremium namens EDBM  (Economic Development Board Madagascar, Ausschuß für die ökonomische Entwicklung Madagaskars) vorlegen. Ein solcher Plan muss das Geschäftsvorhaben und die zugehörigen Investitionen in Madagaskar detailliert beschreiben;</p>
<p>3. die ausländische Gesellschaft oder der ausländische Investor müssen bei der EDBM eine formale Zustimmung namens „Zulassung zum Landerwerb“ beantragen, um madagassisches Land legal zu erwerben. Wenn eine solche Zulassung erteilt wird, gibt sie der ausländischen Gesellschaft oder dem ausländischen Investor dieselben Rechte wie einer madagassischen Person, Land in Madagaskar zu besitzen.</p>
</div>
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		<title>Südkorea: Studentenaufstand von 1960</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/04/21/sudkorea-studentenaufstand-von-1960/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/04/21/sudkorea-studentenaufstand-von-1960/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Apr 2008 14:36:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonOiwan Lam  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Matt hat einen Artikel über die Niederschlagung des Studentenaufstands gegen die Manipulation der Präsidentschaftswahl am 19. April 1960 geschrieben.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/oiwan/">Oiwan Lam</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/04/21/south-korea-1960-student-uprising/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Matt hat einen Artikel über die Niederschlagung des Studentenaufstands gegen die Manipulation der Präsidentschaftswahl am <a href="http://populargusts.blogspot.com/2008/04/those-killed-in-uprising-today-is-48th.html">19. April 1960</a> geschrieben.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Südkorea: Alte koreanische Reklame</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/03/21/sudkorea-alte-koreanische-reklame/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/03/21/sudkorea-alte-koreanische-reklame/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2008 13:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Südkorea]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben vonOiwan Lam  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  
Korea beat verweist auf eine Sammlung alter koreanischer Werbeanzeigen bei Naver.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/oiwan/">Oiwan Lam</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot; </em> 
<br /><p>Korea beat <a href="http://koreabeat.com/?p=807">verweist</a> auf eine Sammlung alter koreanischer Werbeanzeigen bei <a href="http://news.naver.com/main/hotissue/list.nhn?mid=hot&amp;sid1=103&amp;sid2=245&amp;cid=20025">Naver</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Korea: Begegnung der Religionen in der U-Bahn</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/03/08/korea-begegnung-der-religionen-in-der-u-bahn/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Mar 2008 11:23:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Koreanisch]]></category>
		<category><![CDATA[Ostasien]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Südkorea]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonHyejin Kim  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Religiöse Themen regen immer wieder viele Blogger zu dazu an, ihre Meinung zu äußern. In der vergangenen Woche sorgte ein Erfahrungsbericht für Aufsehen:
 Ich kauerte in der U-Bahn. Vielleicht ist einer von euch heute am selben Ort gewesen. Ich war ganz unaufmerksam in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/hyejin-kim/">Hyejin Kim</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/03/05/korea-religious-encounter-on-the-subway/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Religiöse Themen regen immer wieder viele Blogger zu dazu an, ihre Meinung zu äußern. In der vergangenen Woche sorgte ein <a href="http://bbs3.agora.media.daum.net/gaia/do/story/read?bbsId=K152&amp;articleId=64771">Erfahrungsbericht</a> für Aufsehen:</p>
<blockquote><p> Ich kauerte in der U-Bahn. Vielleicht ist einer von euch heute am selben Ort gewesen. Ich war ganz unaufmerksam in den Waagen eingestiegen. Auf einem der Plätze saß ein buddhistischer Mönch, wie man sie aus Martial-Art Filmen kennt. Mit seine dicken weißen Augenbrauen saß er da mit so einer Energie, dass niemand sich ihm einfach nähren konnte. ich starrte ihn an, wie er von Herrlichkeit umstrahlt war. Die anderen in der Bahn fühlten sich vielleicht ähnlich &#8230;</p>
<p>An der nächsten Station stieg eine Frau mittleren Alters ein. schon als die Bahn wieder anführ merkte ich, dass sie keine gewöhnliche Frau war. Ein  ungewöhnlicher und einzigartiger Schimmer ging von ihr aus, ihre Lippen schienen ein Geheimnis zu verbergen. Sobald sie ihrem Mund öffnete, mussten die Leute um sie herum zurücktreten. Wie ihr wisst gibt es in der U-Bahn Prediger, die uns lehren an Gott zu glauben, weil wir sonst in die Hölle kämen. Sie hatte diesen ganz besonderen Spirit. Sie war eine so gute Rednerin, dass sie in 30 Sekunden den Inhalt von vier Din-A4 Seiten vortrug.</p>
<p>In dem kurzen Augenblick, als sie die Bahn betrat, scheiten die Menschen, die von ihrer Energie ergriffen waren erst zu ihr und dann zum Mönch. Warum? Wie auch immer, also der Mönch und die Frau unsere Augen spürten, ging die Frau auf den Mönch zu. Nachdem sie einmal tief Luft geholt hatte, begann sie dem Mönch einen langen Vortrag zu halten, warum es respektlos sei nicht an Gott zu glauben und von einem Bereich in der Hölle, der für Mönche reserviert sei. Es war offensichtlich, dass zwischen den beiden die Funken flogen.</p>
<p>Einige Passagiere, die es nicht mehr aushielten, begannen zu lachen. Ich konnte mit dem Lachen gar nicht mehr aufhören, aber ich war so neugierig, wie der Mönch wohl reagieren würde. Vielleicht dachte auch er, dass er das Schweigen brechen und mit uns lachen sollte. Aber es war wie in einem Martial-Arts Film, sein Lachen war so stark und energiereich. Wow &#8230; in diesem Moment war sein Lachen zu Donner, dass jeden Kampfkünstler das Fürchten gelehrt hätte.</p>
<p>Das Tantchen machte einen Schritt zurück, aber auch ihre Energie war nicht gebrochen. Sie begann, wieder von der Hölle zu reden. Keiner der beiden gab nach. Je mehr Zeit verstrich, desto mehr tat mit der Mönch leid. Sie war eine erfahrene Veteranin, und er war ein Mönch der sich von dieser modernen Welt weg-meditiert. Ihre Attacken gingen über den Mönch hinaus. Nach mehreren Haltestellen stand der Mönch auf um auszusteigen, an der gleichen Haltestelle wie ich. Als ob sie noch nicht zufrieden war mit ihrer Attacke, hörte sie nicht auf dem Mönch hinterher zurufen. Der Mönch und ich stiegen aus - die Passagiere, die alles verfolgt hatten konnten ihr Lachen nicht unterdrücken. Beim Aussteigen murmelte der Mönch: &#8220;Das Mädchen redet zu viel&#8221;.</p></blockquote>
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		<title>Korea: Rauchende Schüler zurechtweisen?</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/02/03/korea-rauchende-schuler-zurechtweisen/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Feb 2008 16:33:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Koreanisch]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Südkorea]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben vonHyejin Kim  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Was tut man, wenn man auf Menschen oder Verhalten trifft, die den gesellschaftlichen Normen nicht entsprechen? Gerade wenn es um Minderjährige geht: Füllt man sich als Erwachsender verantwortlich einzugreifen? Würde die Kritik richtig aufgenommen werden? Als ein Nutzer einer Website nach Meinungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/hyejin-kim/">Hyejin Kim</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/02/03/korea-what-would-you-do-if-you-encounter-behavior-that-goes-against-social-norms/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Was tut man, wenn man auf Menschen oder Verhalten trifft, die den gesellschaftlichen Normen nicht entsprechen? Gerade wenn es um Minderjährige geht: Füllt man sich als Erwachsender verantwortlich einzugreifen? Würde die Kritik richtig aufgenommen werden? Als ein <a href="http://bbs3.agora.media.daum.net/gaia/do/story/read?bbsId=S103&amp;articleId=3495">Nutzer</a> einer Website nach Meinungen zu einem  bestimmten Erlebnis fragte, erhielt er nicht wenige Antworten:</p>
<blockquote><p> Ich kann an Menschen die Hilfe brauchen einfach nicht vorbeigehen. Wenn ich eine alte Dame sehe, die eine Treppe hochsteigt oder in der U-Bahn etwas schweres trägt, dann muss ich ihr einfach helfen. Würde ich einfach vorbei gehen fühle ich mich den Rest des Tages schlecht.</p>
<p>Ich kann auch dann nicht vorbei gehen, wenn irgendwas nicht hinnehmbar ist: Vor ein paar Tagen war ich auf dem Weg zum Sport, als ich zwei Schülr in Schuluniformen in einer Gasse rauchen sah. Obwohl ich ganz nah an ihnen vorbei ging sahen sie ich nur an, standen da mit gekreuzten Beinen und hielten die Zigaretten vor ihren Mund. Ich forderte sie auf, die Zigaretten weg zu stecken, aber sie sahen mich weiter einfach nur an. Das machte mich verrückt und ich schlug ihnen einige Male ins Gesicht.</p>
<p>Einige Stunden später &#8230; kamen die Jungen mit Polizisten zu unserem Haus und ich wurde gebeten, für ein Verhör mitzukommen. Auf der Wache schrieb ich einen Bericht und der Fall wurde ans Gericht weitergeleitet. Gut möglich, dass ich eine Strafe bekommen werde.</p>
<p>Ob die Schüler nun Rauchen oder nicht, ich hätte einfach vorbeigehen sollen. Ich konnte aber nicht. Dann zahl ich halt Strafen und könnte ein Krimineller sein. Das lustige ist &#8230; als die Schüler mich der Polizei meldeten, sagten sie zunächst ich sein ein Räuber. In dieser Hinsicht zeigten die Ermittlungen natürlich, dass ich unschuldig war.</p>
<p>Es geht ganz schnell, dass man ein Krimineller ist. Ich sollte mich ab jetzt nicht mehr in die Angelegenheiten anderer Menschen einmischen.</p></blockquote>
<p>Dazu einige interessante Kommentare:</p>
<blockquote><p>Mit welchem Recht hast du die Jungen geschlagen? Natürlich bist du der kriminelle.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Trotz allem: Gewalt ist verkehrt&#8230; huh&#8230;  aber ist das nicht eine lustige Welt, in der es kriminell ist zwei rauchende Schüler leicht zu schlagen? Die Welt wird sich verändern, bald machen Eltern sich strafbar, wenn sie ihre Kinder ausschimpfen.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Wo könnten diese Schüler den die Zigaretten her haben? Ist das nicht verboten? Steht die Welt auf dem Kopf? Es gibt nicht viele Menschen, die sich so sehr um unsere Gesellschaft sorgen wie der Autor dieses Artikels - und wir machen ihn zum Verbrecher.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Für mich als Schüler scheint es ein bisschen erbärmlich rauchende Schüler auf der Straße anzusehen. Der Autor ist aber viel älter als die Schüler, und da ist es verständlich, dass er sich dazu genötigt sah. Natürlich macht es ihn verrückt, mit der Unhöflichkeit der Schüler konfrontiert zu werden, aber ich denke, er hätte sie nicht schlagen dürfen. Er hätte einen besseren Weg finden können, etwa die Jungen der Polizei zu melden. [&#8230;]</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Auch ich kann nicht einfach an rauchenden Kindern vorbeigehen. Zunächst habe ich sie normalerweise mündlich verwarnt. Aber wenn die Jugendlichen in der Gruppe sind starren sie mich nur an und machen ihre Zigaretten nicht aus &#8230; dann kann man nichts machen. Klaubt ihr, dass die auf mich hören? Die stehen mitten auf einer überfüllten Straße und tragen ihre Schuluniformen. Erwachsene sollten ihnen beibringen die Erwachsenen zu respektieren und dass Jugendliche nicht rauchen sollten.</p></blockquote>
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