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	<title>auf Deutsch &#187; Uzbekistan</title>
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	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
	<pubDate>Sat, 15 Nov 2008 19:57:39 +0000</pubDate>
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		<title>Usbekistan: Bloggen fördert Meinungsfreiheit</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Apr 2008 21:11:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malgorzata Porzezynska</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[English]]></category>

		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>

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		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Protest]]></category>

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		<description><![CDATA[Das US-Außenministerium hat Usbekistan kürzlich als einer der 10 autoritärsten Staaten der Welt eingestuft. Während fast zwei Jahrzehnten Regierungszeit haben Präsident I. Karimov und sein Clan die Kontrolle über alle Bereiche des Lebens im Land übernommen – politisch, wirtschaftlich und sozial. Die Zivilgesellschaft, die sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion entwickelte, bekam den starken Druck [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das US-Außenministerium hat Usbekistan kürzlich als einer der 10 autoritärsten Staaten der Welt <a href="http://news.yahoo.com/s/afp/20080311/ts_afp/usrightschinareport" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/news.yahoo.com');">eingestuft</a>. Während fast zwei Jahrzehnten Regierungszeit haben Präsident <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Islom_Karimov" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/de.wikipedia.org');">I. Karimov</a> und sein Clan die Kontrolle über alle Bereiche des Lebens im Land übernommen – politisch, wirtschaftlich und sozial. Die Zivilgesellschaft, die sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion entwickelte, bekam den starken Druck von Karimovs Regime zu spüren, besonders nach den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Unruhen_in_Usbekistan" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/de.wikipedia.org');">Ereignissen von Andijon</a> im Jahr 2005, die in internationalen Sanktionen gegen Usbekistan resultierten. Der Staat hat die volle Kontrolle über die Massenmedien des Landes. Und obwohl Karimov in seinen Reden demokratische Werte hochschätzt, gibt es in Usbekistan keine Meinungsfreiheit. Dennoch brechen heute die Stimmen mithilfe eines neuen Mediums durch – Blogs.</p>
<p>Einer der Cyberaktivisten ist <em><a href="http://gerchik.livejournal.com/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/gerchik.livejournal.com');">Gerchik</a></em>, der auf seinem Blog sozialpolitische Probleme anspricht. In seinem neuesten Eintrag <a href="http://gerchik.livejournal.com/27489.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/gerchik.livejournal.com');">schreibt</a> <em>Gerchik</em> über die Gründe, aus denen Menschen Usbekistan verlassen und listet grundlegende soziale Probleme auf, unter denen seine Gesellschaft leidet [ru]:</p>
<blockquote><p>1. Stromausfälle in den Städten für zwei Wochen und mehr, sogar an Feiertagen. Grund: unorganisierte Arbeit der Angestellten des staatlichen Elektrizitätsministeriums, die die Stromgebühren einziehen. Darüber hinaus akzeptieren sie Bestechungsgeld, um die Stromzähler „zurückzudrehen“.<br />
2. Die Stromversorgung auf dem Land ist auf 4 Stunden pro Tag begrenzt;<br />
3. Es gibt einen erheblichen Mangel an natürlichem Gas für den öffentlichen Gebrauch, obwohl unser Land über große Gasvorräte verfügt;<br />
4. Ein durchschnittlicher Usbeke kann seine Familie mit einer Arbeit in Usbekistan nicht versorgen, so dass Menschen gezwungen sind, Gastarbeiter zu werden;<br />
5. Eine durchschnittliche usbekische Familie ist nicht in der Lage, ihre Nebenkosten zu zahlen;<br />
6. Die Staatsbeamten sind dreist genug, öffentlich die Lüge zu verbreiten, dass ein durchschnittlicher Usbeke 200 $ pro Monat verdient.<br />
7. Und diese Staatsbeamte werden zum 3. Mal wiedergewählt!</p></blockquote>
<p>Der Eintrag, der die Realität im Großteil von Usbekistan wiederspiegelt, hat viele Kommentare von Lesern hervorgerufen, die unter den gleichen Problemen leiden. Einer der Kommentare lautet [ru]:</p>
<blockquote><p>Ich wohne in einem Vorort von Taschkent [Hauptstadt]. Während des gesamten Winters kam es regelmäßig zu Ausfällen des heißen Wassers und Gases. Der Strom fiel mehrmals täglich aus&#8230; Meine Eltern leben in Syrdarya. Sie hatten den ganzen Winter über kein Gas. Und auch jetzt ist die Versorgung sehr gering. Die Menschen haben keinen Zugang zu Trinkwasser in ihren Häusern und müssen weit gehen, um welches zu bekommen.</p></blockquote>
<p>In einem anderen Eintrag <a href="http://gerchik.livejournal.com/27271.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/gerchik.livejournal.com');">schreibt</a> <em>Gerchik</em> über die Politik in Usbekistan und stellt seinen Lesern eine Frage, die einer seiner Freunde aufgeworfen hat, der anscheinend versuchte, die Maßnahmen der gegenwärtigen Regierung zu rechtfertigen [ru]:</p>
<blockquote><p>Stell Dir die folgende Situation vor: Du hast dich lange auf der Karriereleiter hochgearbeitet. Und endlich wirst Du Präsident. Was machst Du? Versuchst Du, Dein Leben zu verbessern, indem Du ein enormes Vermögen anhäufst und den Reichtum Deines Landes nimmst – große Luxushäuser, die besten Markenautos, Yacht, Haus am Meer und große Unternehmen – oder versuchst Du, die Situation im Land zu verbessern, indem Du das ganze Geld für, sagen wir, die Entwicklung der Bildung ausgibst?</p></blockquote>
<p>Dieser Eintrag provozierte bei Lesern eine hitzige Diskussion. Jeder gab seine eigene Meinung zur Situation wieder.</p>
<blockquote><p>Es ist schwierig, diese Frage zu beantworten. Warum? Erstens, werde ich nie Präsident. Zweitens liegt das Problem nicht nur beim Präsidenten. Aber wenn ich Präsident werden würde, würde ich zuerst an mich selbst denken. Wer würde das Gegenteil tun? Ich glaube, niemand.</p></blockquote>
<p><em>Khorezm</em> <a href="http://khorezm.wordpress.com/2008/04/01/%d0%a1%d1%82%d1%80%d0%b0%d1%81%d1%82%d0%b8-%d0%b2%d0%be%d0%ba%d1%80%d1%83%d0%b3-%d1%80%d1%8b%d0%bd%d0%ba%d0%b0/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/khorezm.wordpress.com');">schreibt</a> über die letzte Demonstration mehrerer Hundert Frauen im Zentrum von Urganch. Sie klagten über die Verlegung des Marktes in die Vorstädte und über die Verteilung von Geschäften an einen neuen Ort. Laut <em>Khorezm</em> suchten die Protestierenden den Dialog mit dem Gouverneur. Aber als sie sich der Hokimiyat [Stadtverwaltung] näherten, wurden sie von Polizisten aufgehalten [ru]:</p>
<blockquote><p>Die Menge wurde von einer Kette eines Sonderkommandos gestoppt.. Obwohl die Frauen keine Waffen hatten, trugen die Polizisten Helme und Panzerwesten&#8230; Das Ergebnis war ein Verkehrsstau&#8230; Die Atmosphäre war angespannt. Ein Gerücht, die Polizisten hätten angeblich eine der Demonstrantinnen geschlagen, verschlimmerte die Situation&#8230; Eine mobile Zentrale des Sonderkommandos war zur Stelle, um im Falle einer Verschlimmerung der Situation das Kommando zu drastischeren Maßnahmen zu geben&#8230; Die Polizisten schafften es jedoch, die Demonstranten in Gruppen aufzuteilen und die Menge schließlich bis mittags zu sprengen&#8230; Die Demonstranten haben beschlossen, ihr Anliegen lokalen Fernsehsendern oder Reportern von Radio Free Europe/Radio Liberty vorzutragen.</p></blockquote>
<p><em>Ebenfalls erschienen auf Global Voices Online.</em></p>
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		<title>Russia: Fremdenfeindliches Bloggen</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jan 2008 16:47:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Arbeitskräfte]]></category>

		<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>

		<category><![CDATA[Ethnizität]]></category>

		<category><![CDATA[Internet &#038; Telecoms]]></category>

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		<description><![CDATA[Es hat den Anschein, dass es mehr und mehr Beiträge über Fremdenfeindlichkeit in der russischen Blogosphäre gibt - und viele wurden von Xenophoben geschrieben.
Ein aktuelles Beispiel für solche Beiträge liefert holmogors Artikel (rus) vom Silvesterabend in Moskau - bislang wurde er 1,884 mal kommentiert:
 SIE
Heute war ich auf dem Roten Platz.
Ich war schockiert.
SIE waren da.
Nur SIE.
Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es hat den Anschein, dass es mehr und mehr Beiträge über Fremdenfeindlichkeit in der russischen Blogosphäre gibt - und viele wurden von Xenophoben geschrieben.</p>
<p>Ein aktuelles Beispiel für solche Beiträge liefert <em>holmogors</em> <a href="http://holmogor.livejournal.com/2311632.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/holmogor.livejournal.com');">Artikel</a> (rus) vom Silvesterabend in Moskau - bislang wurde er 1,884 mal kommentiert:</p>
<blockquote><p> <strong>SIE</strong></p>
<p>Heute war ich auf dem Roten Platz.</p>
<p>Ich war schockiert.</p>
<p>SIE waren da.</p>
<p>Nur SIE.</p>
<p>Die verlorenen weißen Gesichter gingen völlig unter.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>SIE schlenderten faul herum, zu sechs oder zusiebt, machten voneinander Fotos mit ihren Handys. Zunächst wollte ich fragen: &#8220;Wer hat diesen Aufstand organisiert?&#8221;. Aber dann merkte ich, dass niemand ihn organisiert hatte. SIE hatten nur einen freien Tag. Und SIE entschlossen sich, zu dem Platz zu gehen, der IHNEN bekannt war. Es wurde eine regelrechte Flashmob: Hunderte tadshikische, usbekische und kirgisische Gesichter, keine Gruppen junger Männer zwischen 18 und 30.</p>
<p>SIE zeigten nicht die typischen Aggressionen [der kaukasischen Ureinwohner], das war nicht das Problem, aber ihre schiere Menge war sehr beeindruckend&#8230;</p>
<p>Ich bekam Angst.</p>
<p>Zum ersten mal hat mich diese Szene auf dem Roten Platz wirklich beängstigt.  Ich weiß, dass SIE essen, leben und arbeiten wollen.</p>
<p>Ich weiß auch, dass vor nicht allzu langer Zeit die Hauptstadt unseres Vaterlandes auch die Hauptstadt IHRES Vaterlandes war. Ich weiß, dass für SIE das neue Jahr beginnt, denn die Uhr des Kremls 12 Schlägt.</p>
<p>Aber&#8230;</p>
<p>Wie A. I. Fursov so schön schrieb, &#8220;Ja, sie werden unterdrückt, sind hungrig und unglücklich. Aber wenn sie zu uns kommen, werden sie zu gewöhnlichen Dieben. Und wenn wir schwach werden, werden sie unseren Raum und unsere Ressourcen nehmen: Die Schwachen werden geschlagen.&#8221;</p>
<p>Dafür braucht es nicht einmal Messer oder Schlagring. Um Raum wegzunehmen, reicht es manchmal, ihn einfach zu besetzen.  Heute habe ich gesehen, wie SIE es getan haben.</p>
<p>Und man sollte nicht vergessen, dass sie es nicht einmal böse meinen.</p>
<p>Was wird morgen geschehen?</p></blockquote>
<p>***</p>
<p>Es gibt natürlich auch Beträge <u>über</u> Xenophobe und ihre Ängste.</p>
<p>Am 7. Januar schrieb (rus) <em><a href="http://timur-aliev.livejournal.com/198205.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/timur-aliev.livejournal.com');">timur-aliev</a></em> aus Grozny wie Tschetschenen online wahrgenommen werden:</p>
<blockquote><p> 1999 war ich zum ersten Mal online. Wie vielleicht die meisten Newbies verfiel ich dem Chatten und ICQ. Ich kann mich erinnern, dass ich viel Zeit bei chat.ru verbracht habe. Alle dort waren mehr oder weniger gleich, mit sehr ähnlichen Nicknames. Ich erinnere mich wohl nur noch an einen: Stasya [&#8230;] ich frage mich, ob sie heute ein eigenes Blog hat.</p>
<p>Ich kann nicht behaupten, zu jedem freundschaftlich gewesen zu sein, aber das Verhalten war untereinander sicher freundlich genug. Die Leute waren so halb interessiert an Tschetschenien. Aber das Interesse war nicht negativ oder offen aggressiv. Hier eines der Gespräche (um ehrlich zu sein, ich machte mich manchmal darüber lustig, dass sie mich  nicht verstanden, aber am Ende gestand ich natürlich immer, dass ich nur Spaß machte):</p>
<p>- Wo kommst du her?</p>
<p>- Aus Grozny.</p>
<p>- Und wie ist die Lage bei euch?</p>
<p>- Okey. Nur zu heiß. Und es fallen ein paar Schüsse.</p>
<p>- Warum wird geschossen?</p>
<p>- Oh, das kommt aus dem Stadium hier in der nähe. Es wurde ein Tor gemacht.</p>
<p>- Aber warum schießen sie?</p>
<p>- Das sind die Fans. Weil sie sich über das Tor freuen.</p>
<p>- Wow. Hat bei euch jeder eine Maschinenpistole? Auch die Fußballspieler?</p>
<p>- Ja, aber die haben sie in der Umkleide gelassen.</p>
<p>- Hat auch der Schiedsrichter eine Waffe?</p>
<p>- Natürlich. Der braucht die besonders dringend.</p>
<p>- Und hast du eine Waffe?</p>
<p>- Klar, die steht direkt neben meinem Computer.</p>
<p>- Wo bewahrst du die Waffe auf, wenn du schläfst?</p>
<p>- Unter meinem Bett &#8230;</p>
<p>- Du tust mir ehrlich Leid &#8230;</p>
<p>Und so weiter &#8230; Der Punkt ist, dass mehr Sympathie in der Luft hing als Anklage. Und nach den Anschlägen in Volgodonsk und Moskau schrieben mir einige, dass sie nicht glauben konnten, dass das Tschetschenen gewesen waren.</p>
<p>Und heute stoße ich bei LJ auf Menschen, die [sehr wütend] über die Tschetschenen sind. Die Wahrnehmung der Menschen hat sich in den wenigen Jahren seit 1999 geändert.</p></blockquote>
<p>Es folgt eine Diskussion in den Kommentaren:</p>
<blockquote><p><em>reader59</em>:</p>
<p>Das bedeutet nichts. In den acht Jahren hat sich die Gruppe der Russen im Internet verzehnfacht, und der Intelligenzdurchschnitt ist fast proportional gefallen.</p>
<p><em>timur_aliev</em>:</p>
<p>Aber ich glaube nicht, dass die Intelligenz eines Menschen direkt mit seiner Wahrnehmung anderer Gruppen zusammenhängt.</p>
<p><em>reader59</em>:</p>
<p>Es ist fast eine wissenschaftliche Wahrheit: Ganz einfache Erklärung: Ein Mensch hat Angst vor dem Unbekannten und Unverständlichen. Je intelligenter ein Mensch ist, desto weniger Dinge, die er nicht versteht. Je höher der Bildungsgrad, desto weniger Dinge, die er nicht weiß. Je gebildeter und intelligenter ein Mensch also ist, desto weniger Phobien hat er. Das gilt auch für Xenophobie.</p>
<p><em>timur_aliev</em>:</p>
<p>So habe ich auch gedacht &#8230; Aber sogar bei LJ gibt es recht gebildete Menschen voller Xenophobie.</p>
<p><em>reader59</em>:</p>
<p>Ich sprach von der Verbindung von Bildung UND Intelligenz. Keins kommt ohne das andere aus. Eine Dummkopf kannst du es so lange erklären, wie du willst: er wird nicht kleverer werden: Er weiß dann nur mehr.</p>
<p><em>timur_aliev</em>:</p>
<p>Damit hast du recht.</p></blockquote>
<blockquote></blockquote>
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