<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	>

<channel>
	<title>auf Deutsch &#187; Tajikistan</title>
	<atom:link href="http://de.globalvoicesonline.org/category/world/central-asia-caucasus/tajikistan/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://de.globalvoicesonline.org</link>
	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
	<pubDate>Thu, 04 Dec 2008 16:28:52 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.5.1</generator>
	<language>en</language>
			<item>
		<title>Tadschikista: Ungerechte Verteilung des Wohlstands</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/04/17/tadschikista-ungerechte-verteilung-des-wohlstands/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/04/17/tadschikista-ungerechte-verteilung-des-wohlstands/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 16:16:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Arbeitskräfte]]></category>

		<category><![CDATA[English]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Russisch]]></category>

		<category><![CDATA[Tajikistan]]></category>

		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/2008/04/17/tadschikista-ungerechte-verteilung-des-wohlstands/</guid>
		<description><![CDATA[In Tadschikistan ist ist es fast unmöglich profitabel zu arbeiten, wenn man sich alle Regeln und Vorschriften des Staats hält. Es wird gescherzt, der einfachste Weg, wohlhabend zu werden, ist es Regierungsbeamter zu werden, oder der Regierung nahe zu stehen. Vielleicht ist das wahr, und man wird so in gewisser Weise immun gegen die Überprüfungen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Tadschikistan ist ist es fast unmöglich profitabel zu arbeiten, wenn man sich alle Regeln und Vorschriften des Staats hält. Es wird gescherzt, der einfachste Weg, wohlhabend zu werden, ist es Regierungsbeamter zu werden, oder der Regierung nahe zu stehen. Vielleicht ist das wahr, und man wird so in gewisser Weise immun gegen die Überprüfungen, den Wettbewerb und die mögliche staatliche Verfolgung - je höher der Posten, desto mehr bekommt man. <em>Neweurasia</em> fasst eine <a href="http://tajikistan.neweurasia.net/2008/04/13/law-abiding-people-will-never-become-wealthy-in-tajikistan/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/tajikistan.neweurasia.net');">Umfrage</a> von <em>Avesta News Agency</em> über die reichen Tadschiken zusammen:</p>
<blockquote><p> Wenn man ein reicher Tadschike ist, bedeutet das entweder, man war früher Angestellter der Regierung (1), man ist es immer noch (2), man ist Geschäftsmann, der es vermeidet Steuern zu zahlen (3), man ist ein Unterhaltungs-Star (4) oder man schmuggelt Drogen (5). Wenn man reich ist und selbst nicht bei der Regierung arbeitet, muss man einen <em>krisha</em> haben (ein &#8220;Dach&#8221;, d.h. einen Patronen in der Regierung).</p></blockquote>
<p>Der Bericht zeigt - und das ist auch relativ korrekt - dass man sogar Unterstützung aus der Regierung braucht, um ein Popstar zu werden. In einem anderen Artikel <a href="http://tajikistan.neweurasia.net/2006/12/03/no-krisha-no-business-doing-business-in-tajikistan/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/tajikistan.neweurasia.net');">diskutiert</a> <em>neweurasia</em> das Geschäftemachen in Tadschikistan:</p>
<blockquote><p>Dein krisha kann ein Krimineller sein, ein hoher Beamter in der Regierung, vor allem in der Rechts-Vollstreckungsbehörde, oder ein früherer Warlord. Es ist besser, wen der krisha aus den Behörden kommen, weil die Kriminellen und früheren Warlords heute nicht mehr so einflussreich sind in Tadschikistan.</p></blockquote>
<p><em>Trojvar</em> <a href="http://tojvar.wordpress.com/2008/04/12/%d0%a1%d0%b0%d1%80%d0%b2%d0%b0%d1%82%d0%b8-%d1%85%d0%b8%d0%b4%d0%bc%d0%b0%d1%82%d0%b3%d0%be%d1%80%d0%be%d0%bd-%d0%b8-%d1%85%d0%b0%d0%bb%d0%ba/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/tojvar.wordpress.com');">redet</a> [taj] über die Liste der reichsten Tadschiken:</p>
<blockquote><p>Die Mitarbeiter der Regierung in Tadschikistan legen ihre Einkünfte nie offen, und behaupten, nur von ihren Gehältern zu leben - 200 USD im Monat, auch wenn das gar nicht reicht für ein Leben in der Hauptstadt. Ich frage mich: Warum sind die so wohlhabend, während ich zum Arbeiten nach Russland migrieren soll?</p></blockquote>
<p>Um fair zu sein muss man zugeben, dass diejenigen, die jeweils Vorzüge genießen, ständig Gefahr laufen, ihr Geschäft zu verlieren, sobald der Besitz mal wieder innerhalb der Elite umverteilt wird; egal, wie mächtig der Patron heute ist: Man kann beides verlieren, Immunität und Besitz. Vergangene Woche wurde einer der erfolgreichsten tadschikischen Geschäftsmänner, Maruf Orifov, vom Obersten Gerichtshof zu 8,5 Jahren Haft verurteilt und sein Besitz beschlagnahmt, wegen angeblicher Bestechung und Steuerflucht. Er war Besitzer der größten Ladenkette in Dushanbe, &#8220;Orima&#8221;.</p>
<p><em>John Musarra</em> <a href="http://tajikistanjournal.blogspot.com/2007_03_01_archive.html#5691938960394420333" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/tajikistanjournal.blogspot.com');">beschreibt</a> im Tajikistan Journal seine Erlebnisse beim Einkauf bei Orima, während Ravshan <a href="http://ru.tajikistan.neweurasia.net/?p=228#more-228" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/ru.tajikistan.neweurasia.net');">denkt</a> [rus], das Urteil sei unangemessen hoch ausgefallen und werde das Investitionsklima im Land negativ beeinflussen. So oder so, viele Tadschiken vermuten, der Prozess war nicht mehr als die Attacke eines Kontrahenten, der das lukrativer Geschäft übernehmen möchte. Auch Tajeconomy <a href="http://tajeconomy.wordpress.com/2008/04/10/%D0%9F%D1%80%D0%B8%D0%B3%D0%BE%D0%B2%D0%BE%D1%80-%D0%9C%D0%B0%D1%85%D0%BC%D1%83%D0%B4%D0%BE%D0%B2%D1%83-%D1%83%D0%B4%D0%B0%D1%80-%D0%BF%D0%BE-%D0%BF%D1%80%D0%B5%D1%81%D1%82%D0%B8%D0%B6%D1%83-%D1%81/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/tajeconomy.wordpress.com');">glaubt</a> [rus] das und führt aus:</p>
<blockquote><p>Das ist der Kern der Intrige: Wer wird Orima privatisieren? Wenn der Prozess konstruiert wurde, um die &#8220;Orima&#8221;-Kette zu übernehmen, dann ist der nächste Besitzer (oder sein Patron) wohl der Drahtzieher des Verfahrens. Wenn das der Fall sein sollte: Wer hat so viel Macht und Mittel, um die Strafverfolgung zu manipulieren?</p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/04/17/tadschikista-ungerechte-verteilung-des-wohlstands/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Russia: Fremdenfeindliches Bloggen</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/01/17/russia-fremdenfeindliches-bloggen/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/01/17/russia-fremdenfeindliches-bloggen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Jan 2008 16:47:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Arbeitskräfte]]></category>

		<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>

		<category><![CDATA[Ethnizität]]></category>

		<category><![CDATA[Internet &#038; Telecoms]]></category>

		<category><![CDATA[Kriege &amp; Konflikte]]></category>

		<category><![CDATA[Kyrgyzstan]]></category>

		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>

		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>

		<category><![CDATA[Regierung]]></category>

		<category><![CDATA[Russland]]></category>

		<category><![CDATA[Tajikistan]]></category>

		<category><![CDATA[Uzbekistan]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/2008/01/17/russia-fremdenfeindliches-bloggen/</guid>
		<description><![CDATA[Es hat den Anschein, dass es mehr und mehr Beiträge über Fremdenfeindlichkeit in der russischen Blogosphäre gibt - und viele wurden von Xenophoben geschrieben.
Ein aktuelles Beispiel für solche Beiträge liefert holmogors Artikel (rus) vom Silvesterabend in Moskau - bislang wurde er 1,884 mal kommentiert:
 SIE
Heute war ich auf dem Roten Platz.
Ich war schockiert.
SIE waren da.
Nur SIE.
Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es hat den Anschein, dass es mehr und mehr Beiträge über Fremdenfeindlichkeit in der russischen Blogosphäre gibt - und viele wurden von Xenophoben geschrieben.</p>
<p>Ein aktuelles Beispiel für solche Beiträge liefert <em>holmogors</em> <a href="http://holmogor.livejournal.com/2311632.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/holmogor.livejournal.com');">Artikel</a> (rus) vom Silvesterabend in Moskau - bislang wurde er 1,884 mal kommentiert:</p>
<blockquote><p> <strong>SIE</strong></p>
<p>Heute war ich auf dem Roten Platz.</p>
<p>Ich war schockiert.</p>
<p>SIE waren da.</p>
<p>Nur SIE.</p>
<p>Die verlorenen weißen Gesichter gingen völlig unter.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>SIE schlenderten faul herum, zu sechs oder zusiebt, machten voneinander Fotos mit ihren Handys. Zunächst wollte ich fragen: &#8220;Wer hat diesen Aufstand organisiert?&#8221;. Aber dann merkte ich, dass niemand ihn organisiert hatte. SIE hatten nur einen freien Tag. Und SIE entschlossen sich, zu dem Platz zu gehen, der IHNEN bekannt war. Es wurde eine regelrechte Flashmob: Hunderte tadshikische, usbekische und kirgisische Gesichter, keine Gruppen junger Männer zwischen 18 und 30.</p>
<p>SIE zeigten nicht die typischen Aggressionen [der kaukasischen Ureinwohner], das war nicht das Problem, aber ihre schiere Menge war sehr beeindruckend&#8230;</p>
<p>Ich bekam Angst.</p>
<p>Zum ersten mal hat mich diese Szene auf dem Roten Platz wirklich beängstigt.  Ich weiß, dass SIE essen, leben und arbeiten wollen.</p>
<p>Ich weiß auch, dass vor nicht allzu langer Zeit die Hauptstadt unseres Vaterlandes auch die Hauptstadt IHRES Vaterlandes war. Ich weiß, dass für SIE das neue Jahr beginnt, denn die Uhr des Kremls 12 Schlägt.</p>
<p>Aber&#8230;</p>
<p>Wie A. I. Fursov so schön schrieb, &#8220;Ja, sie werden unterdrückt, sind hungrig und unglücklich. Aber wenn sie zu uns kommen, werden sie zu gewöhnlichen Dieben. Und wenn wir schwach werden, werden sie unseren Raum und unsere Ressourcen nehmen: Die Schwachen werden geschlagen.&#8221;</p>
<p>Dafür braucht es nicht einmal Messer oder Schlagring. Um Raum wegzunehmen, reicht es manchmal, ihn einfach zu besetzen.  Heute habe ich gesehen, wie SIE es getan haben.</p>
<p>Und man sollte nicht vergessen, dass sie es nicht einmal böse meinen.</p>
<p>Was wird morgen geschehen?</p></blockquote>
<p>***</p>
<p>Es gibt natürlich auch Beträge <u>über</u> Xenophobe und ihre Ängste.</p>
<p>Am 7. Januar schrieb (rus) <em><a href="http://timur-aliev.livejournal.com/198205.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/timur-aliev.livejournal.com');">timur-aliev</a></em> aus Grozny wie Tschetschenen online wahrgenommen werden:</p>
<blockquote><p> 1999 war ich zum ersten Mal online. Wie vielleicht die meisten Newbies verfiel ich dem Chatten und ICQ. Ich kann mich erinnern, dass ich viel Zeit bei chat.ru verbracht habe. Alle dort waren mehr oder weniger gleich, mit sehr ähnlichen Nicknames. Ich erinnere mich wohl nur noch an einen: Stasya [&#8230;] ich frage mich, ob sie heute ein eigenes Blog hat.</p>
<p>Ich kann nicht behaupten, zu jedem freundschaftlich gewesen zu sein, aber das Verhalten war untereinander sicher freundlich genug. Die Leute waren so halb interessiert an Tschetschenien. Aber das Interesse war nicht negativ oder offen aggressiv. Hier eines der Gespräche (um ehrlich zu sein, ich machte mich manchmal darüber lustig, dass sie mich  nicht verstanden, aber am Ende gestand ich natürlich immer, dass ich nur Spaß machte):</p>
<p>- Wo kommst du her?</p>
<p>- Aus Grozny.</p>
<p>- Und wie ist die Lage bei euch?</p>
<p>- Okey. Nur zu heiß. Und es fallen ein paar Schüsse.</p>
<p>- Warum wird geschossen?</p>
<p>- Oh, das kommt aus dem Stadium hier in der nähe. Es wurde ein Tor gemacht.</p>
<p>- Aber warum schießen sie?</p>
<p>- Das sind die Fans. Weil sie sich über das Tor freuen.</p>
<p>- Wow. Hat bei euch jeder eine Maschinenpistole? Auch die Fußballspieler?</p>
<p>- Ja, aber die haben sie in der Umkleide gelassen.</p>
<p>- Hat auch der Schiedsrichter eine Waffe?</p>
<p>- Natürlich. Der braucht die besonders dringend.</p>
<p>- Und hast du eine Waffe?</p>
<p>- Klar, die steht direkt neben meinem Computer.</p>
<p>- Wo bewahrst du die Waffe auf, wenn du schläfst?</p>
<p>- Unter meinem Bett &#8230;</p>
<p>- Du tust mir ehrlich Leid &#8230;</p>
<p>Und so weiter &#8230; Der Punkt ist, dass mehr Sympathie in der Luft hing als Anklage. Und nach den Anschlägen in Volgodonsk und Moskau schrieben mir einige, dass sie nicht glauben konnten, dass das Tschetschenen gewesen waren.</p>
<p>Und heute stoße ich bei LJ auf Menschen, die [sehr wütend] über die Tschetschenen sind. Die Wahrnehmung der Menschen hat sich in den wenigen Jahren seit 1999 geändert.</p></blockquote>
<p>Es folgt eine Diskussion in den Kommentaren:</p>
<blockquote><p><em>reader59</em>:</p>
<p>Das bedeutet nichts. In den acht Jahren hat sich die Gruppe der Russen im Internet verzehnfacht, und der Intelligenzdurchschnitt ist fast proportional gefallen.</p>
<p><em>timur_aliev</em>:</p>
<p>Aber ich glaube nicht, dass die Intelligenz eines Menschen direkt mit seiner Wahrnehmung anderer Gruppen zusammenhängt.</p>
<p><em>reader59</em>:</p>
<p>Es ist fast eine wissenschaftliche Wahrheit: Ganz einfache Erklärung: Ein Mensch hat Angst vor dem Unbekannten und Unverständlichen. Je intelligenter ein Mensch ist, desto weniger Dinge, die er nicht versteht. Je höher der Bildungsgrad, desto weniger Dinge, die er nicht weiß. Je gebildeter und intelligenter ein Mensch also ist, desto weniger Phobien hat er. Das gilt auch für Xenophobie.</p>
<p><em>timur_aliev</em>:</p>
<p>So habe ich auch gedacht &#8230; Aber sogar bei LJ gibt es recht gebildete Menschen voller Xenophobie.</p>
<p><em>reader59</em>:</p>
<p>Ich sprach von der Verbindung von Bildung UND Intelligenz. Keins kommt ohne das andere aus. Eine Dummkopf kannst du es so lange erklären, wie du willst: er wird nicht kleverer werden: Er weiß dann nur mehr.</p>
<p><em>timur_aliev</em>:</p>
<p>Damit hast du recht.</p></blockquote>
<blockquote></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/01/17/russia-fremdenfeindliches-bloggen/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
	</channel>
</rss>
