<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Peru</title>
	<atom:link href="http://de.globalvoicesonline.org/category/world/americas/peru/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://de.globalvoicesonline.org</link>
	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
	<lastBuildDate>Thu, 26 Nov 2009 03:40:54 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Schwangerschaft und Gefängnis: Gesundheit und Rechte der Frauen hinter Gittern</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/10/28/schwangerschaft-und-gefangnis-gesundheit-und-rechte-der-frauen-hinter-gittern/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/10/28/schwangerschaft-und-gefangnis-gesundheit-und-rechte-der-frauen-hinter-gittern/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 04:20:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika]]></category>
		<category><![CDATA[Argentinien]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Conversations for a Better World]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Ecuador]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Humanitäres]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Laos]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Ost- und Zentraleuropa]]></category>
		<category><![CDATA[Ostasien]]></category>
		<category><![CDATA[Peru]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
		<category><![CDATA[Spanisch]]></category>
		<category><![CDATA[U.S.A.]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=1145</guid>
		<description><![CDATA[Menschenrechte für schwangere Frauen sind weltweit immer noch umkämpft und es scheint, dass dabei schwangere Frauen in Gefängnissen sehr oft übersehen werden. Welche Schritte wurden unternommen um sicher zu stellen, dass sie auch menschlich behandelt werden, in Bezug auf das Leben, das sie tragen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/juliana-rincon-parra/">Juliana Rincón Parra</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/10/24/pregnancy-and-prisons-womens-health-and-rights-behind-bars/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="alignleft" title="Das Bild, welches diese Post illustriert, stammt aus “17. November” von daquella manera." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/2044749780_4ade9e2e3f.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Verdienen alle schwangere Frauen gleiche menschliche Rechte oder haben schwangere Frauen im Gefängnis diese Rechte verloren?</strong></p>
<p>Denkt man darüber nach, so tauchen immer ein paar Fragen auf, ob eine Frau, die für irgendwelche Kriminalitäten verurteilt worden ist, ein Recht darauf hat ein Leben zu führen und ihr Kind aufzuziehen:</p>
<p>⁃	Wie fühlen sie sich hinter Gittern, wenn sie schwanger sind und ein Kind erwarten?<br />
⁃	Sollte es Vorrechte geben, wenn es auch andere Frauen außerhalb der Vollzugsanstalt<br />
gibt, die keine medizinische Hilfe erhalten?<br />
⁃	Sollte Schwangerschaft alle andere legalen Bedingungen außer Kraft setzen, um die Menschenrechte einer schwangeren Frau zu wahren?</p>
<p><strong>USA: In Wehen liegende Frauen nicht mehr fesseln.</strong><br />
Können Sie sich eine Frau bei der Geburt eines Kindes vorstellen, mit den Händen in Handschellen und die Füße an die Bettpfosten gekettet?<a href="http://www.rhrealitycheck.org/user/malika-sadaa-saar"> Malika Saada Saar</a>, Gründer und Direktor von <a href="http://www.rebeccaproject.org/">Rebecca Project for Human Rights</a> erzählt uns von dieser Praxis, die es in den Vereinigten Staaten immer noch gibt, wo Frauen, die im Gefängnis sitzen, routinemäßig während der Wehen und Geburt angekettet werden, eine allgemeine Vorgehensweise in einigen Vollzugsanstalten, obgleich dies für die Gesundheit der Mutter und des Kindes gefährlich ist. Es folgt ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=CWj1uHdxnt8">Video Interview</a>, das in dem gleichen Artikel für<em> RH Reality Check </em>erschienen ist, eine online Gemeinschaft über sexuelle und reproduktive Rechte, die Informationen und Analysen für reproduktive Gesundheit gibt:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="430" height="264" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/CWj1uHdxnt8&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="430" height="264" src="http://www.youtube.com/v/CWj1uHdxnt8&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><strong>Was geschieht mit dem Kind der Insassin nach der Geburt?</strong></p>
<p>Jedes Land hat unterschiedliche Vorschriften über Kinder im Gefängnis. In Argentinien zum Beispiel, gemäß <em>Ajintem</em>, einem Informations-Portal für Migrations-Informationen, wurde letztes Jahr <a href="http://portal.ajintem.com/archivo/80-argentina-prision-domiciliaria-para-embarazadas-y-madres.html">ein Gesetz erlassen</a>, das vorschreibt, schwangere Frauen, Frauen mit Kindern unter 5 Jahren und solche mit behinderten Kindern dürfen ihre Gefängnisstrafe unter Hausarrest ableisten. Dieses Gesetz hilft nicht nur der Mutter, die während ihrer Schwangerschaft im Gefängnis nicht die richtige Pflege erhält, sondern auch dem Kind, dass entweder in einer unsicheren Umgebung, beraubt jeder Freiheit und unzureichender Gesundheitskontrolle und Nahrung, aufwachsen würde, oder von seiner Mutter getrennt aufgezogen würde, was wieder eine ganz andere Serie von Problemen aufwerfen würde. Die Richter sollen jedoch dem Geist dieses Gesetzes folgen und diese Erlaubnis nur jenen Frauen gewähren, die nicht in brutale Verbrechen verwickelt sind, damit der Rest der Zivilbevölkerung Schwangerschaft nichts als eine Freikarte für einen Gefängnisaufenthalt ansieht.</p>
<p>In den Kanarischen Inseln, gemäß dem ‘Prisiones y Penas’  Blog, der über Fragen in Bezug auf  Gefängnisse und Zuchthäuser schreibt, dürfen die Frauen <a href="http://prisionesypenas.blogspot.com/2009/09/detenidas-con-hijos-en-carceles.html">ihre Kinder bis zum Alter von 3 Jahren</a> in ihren Zellen behalten, aber in Begleitung anderer Insassen, welches nicht gerade das beste Umfeld ist. Schwangeren Frauen oder Frauen mit Kindern unter 3 Jahren wird deshalb beim Eintritt in das Gefängnis gesagt, dass es für das Kind nicht gut ist, hinter Gittern aufzuwachsen, und ihnen wird die Möglichkeit angeboten, das Kind an Familienmitglieder abzugeben. In <a href="http://www.reuters.com/article/worldNews/idUSTRE5085ZV20090109">Peru</a> und <a href="http://russiatoday.com/Top_News/2009-07-27/russia-s-prison-born-children-marked-for-life.html">Russland</a> wird genauso gehandelt. In den Vereinigten Staaten gibt es nur zwei Vollzugsanstalten, die das erlauben, eine in New York und die andere in Nebraska. Darüber berichtet die <a href="http://www.amnestyusa.org/women/custody/toomuchtime/pt_02/e_moms.html">berühmte Fotografin Jane Evelyn Atwood</a> in ihrer dreiteiligen Foto-Dokumentation ‘<a href="http://www.amnestyusa.org/women/custody/toomuchtime/"><em>Amnesty International</em>, called Too Much Time</a>’, in der sie über Ihre Besuche von Dutzenden von Gefängnissen in der ganzen Welt berichtet und das Leben der Insassen dokumentiert.</p>
<p>Warum verbietet das Strafvollzugsystem in den USA den Frauen ihre Babies zu behalten? Atwood erklärt, dass dies aufgrund der Geisel-Gefahr nicht erlaubt ist. In dem<a href="http://prisonphotography.wordpress.com/2009/10/07/women-behind-bars-jane-evelyn-atwoods-too-much-time/"> Gefängnis-Fotografie Blog</a> wird diese Behauptung aufgegriffen:</p>
<blockquote><p>Kinder werden in dem meisten US-Gefängnissen nicht aufgenommen. Als Grund wird die Sicherheits-Bedrohung genannt: Ein Kind in einem Gefängnis sei ein ständiges, verletzbares Ziel für Leben und Geiselnahme. Diese Behauptung erscheint etwas fingiert, wenn man die Strafvollzugsysteme in anderen Ländern in Erwägung zieht.</p></blockquote>
<p>Die Atwood Dokumentation auf der Webseite von <em>Amnesty International</em> hat einen Abschnitt über die Geburt in Ketten, wie in <a href="http://www.amnestyusa.org/women/custody/toomuchtime/pt_02/f_vanbab.html">Vanessas Baby</a> erzählt wird, und einen anderen über Gefängnissysteme und <a href="http://www.amnestyusa.org/women/custody/toomuchtime/pt_02/e_moms.html">Mutterschaft</a>, mit Fotos von Frauen, bei denen die Fotografin aus ihren Essays über ihre Erfahrungen bei dem Besuch von Gefängnissen und ihre Fotografien vorliest.</p>
<p><strong>Schwangerschaft zum Verhandeln?</strong><br />
Warum sind die Rechte von schwangeren Frauen im Gefängnis so umstritten? In <em>‘Russia Today’</em>, einer Radiosendung, wird <a href="http://russiatoday.com/Top_News/2009-07-27/russia-s-prison-born-children-marked-for-life.html">dieses Thema</a> bei der Diskussion über Kinder behandelt, die in dem russischen Strafvollzugsystem geboren und aufgezogen werden.</p>
<blockquote><p>Skeptiker glauben einige Mütter werden absichtlich schwanger, nur um ein einfacheres Leben im Gefängnis zu haben: Krankenhaus-Aufenthalt, viel Zeit mit ihrem Kind - ist alles viel besser, als in einer steinernen Zelle zu sitzen, behaupten sie.</p></blockquote>
<p>Und es gibt Frauen, die glauben, Schwangerschaft ist die einzige Möglichkeit einer Verurteilung zu entgehen. Das war der Fall im letzten Juni, als eine Engländerin in Laos für Drogenschmuggel eingekerkert und zu Tode verurteilt worden war, im Gefängnis schwanger wurde und damit der Hinrichtung entkam, weil die Regierung in Laos eine schwangere Frau nicht hinrichtet. Es wurde <a href="http://www.dailyexpress.co.uk/posts/view/105278/No-firing-squad-for-girl-who-fell-pregnant-in-jail">behauptet</a>, gemäß dem ‘<em>Daily Express</em>’, einer englischen Tageszeitung, dass sie künstlich befruchtet wurde “um einen milderen Urteilsspruch zu erreichen”.</p>
<p><strong>Mit eigenen Worten: Frauen erzählen von ihren Kindern und dem Gefängnisleben</strong><br />
Geraldin Rodríguez, eine Argentinierin, die ihre Zeit in einem Gefängnis von Ecuador für Drogenschmuggel verbringt, erzählt <a href="http://marcosbrugiati.blogspot.com/2009/07/carcel-de-mujeres.html">Marcos Brugiati</a>, dem Autor der mit Kunst verbundenen online Publikation<a href="http://www.indexarte.com.ar/noticias/562/las-rejas-de-la-carcel-el-arte-de-la-espera.htm"> <em>Plastica-Argentina</em></a>, ihre Geschichte über Schauspielerei und Aufführungen im Gefängnis, über schwanger werden und ihr Kind im Gefängnis zur Welt zu bringen. Es wurde ihr erlaubt, ihr Kind bei sich zu behalten, doch entschied sie sich dafür, dass das Kind frei aufwachsen sollte:</p>
<blockquote><p>“Decidí que salga para vivir, tenía miedo que sufra de grande los traumas que hoy tengo. Se lo llevó al año mi hermano quien se hice cargo con su esposa”.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich entschied mich, er sollte mich verlassen um leben zu können. Ich befürchtete, er würde unter den gleichen Traumas leiden, die ich heute habe. Nach einem Jahr nahm mein Bruder ihn mit und zieht ihn zusammen mit seiner Frau auf.</div>
<p>Juvinete ist in einem <a href="http://www.nortecastilla.es/20080908/vida/quedarse-embarazada-prision-irresponsable-20080908.html">spanischen Gefängnis</a> und war schwanger, als sie wegen Drogendelikten eingesperrt wurde. Sie erzählte der spanischen Zeitung <a href="http://www.nortecastilla.es/20080908/vida/quedarse-embarazada-prision-irresponsable-20080908.html"><em>NorteCastilla</em></a> ihre Geschichte. Drei Jahre, nachdem sie ihr Baby im Gefängnis zur Welt gebracht hatte, musste das Kind sie verlassen und wurde an eine Pflegefamilie übergeben. Juvinete sieht ihre Tochter alle 15 Tage und jeden zweiten Monat erhält sie 2 Wochen Urlaub um mit ihr zusammen zu sein. Alles sieht jedoch nicht so rosig aus: es besteht die Möglichkeit, dass Juvinete in ihr heimatliches Brasilien deportiert wird und sie befürchtet die Folgen, die das für ihr Kind haben könnte. Sie hat einen Rat für jede Frau, die im Gefängnis schwanger werden will:</p>
<blockquote><p>-Intento convencerlas para que no se queden en estado dentro porque ver a un niño privado de libertad es muy duro, es irresponsable. Ellos no tienen que pagar nuestros errores.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich versuche sie davon zu überzeugen nicht schwanger zu werden, solange sie drinnen sind, denn zusehen zu müssen, wie ein Kind seiner Freiheit beraubt wird, ist sehr schwer, es ist unverantwortlich. Sie sollten nicht für unsere Fehler zahlen müssen.</div>
<p>In <em>‘<a href="http://www.womenandprison.org/motherhood/kebby-warner.html">Woman and Prison</a>’</em> (Frauen und Gefängnis), eine Webseite, welche die Erfahrungen der Frauen im Strafvollzugsystem sichtbar machen will, spricht <a href="http://www.womenandprison.org/motherhood/kebby-warner.html">Kebby Warner über ihre eigene Schwangerschaft</a> in einem Gefängnis in den Vereinigten Staaten und wie sie während ihrer Schwangerschaft, den Wehen und danach behandelt wurde, als ihr das Kind weggenommen wurde. Hier ist ein Auszug, wo sie über den Geburtsvorgang schreibt:</p>
<blockquote><p>Während der Wehen darf niemand in den Entbindungssaal. Meine Familie wusste noch nicht einmal, dass ich in den Wehen lag oder sie hatte, bis nachdem ich das Krankenhaus verließ. In diesen drei Tagen blieben einige der Wächterinnen im Zimmer, aber wenn die Krankenschwester sie darum bat, draußen zu sitzen, folgten sie meistens dieser Bitte. Ich habe Schauergeschichten gehört in denen Frauen an das Entbindungsbett gekettet wurden. Ich bin so dankbar, dass ich diese Erfahrung nicht machen musste. Die meisten Krankenschwestern behandelten mich wie einen Menschen, nicht wie eine Gefangene.</p></blockquote>
<p>In <a href="http://www.womenandprison.org/motherhood/index.html">Women and Prison</a> können Sie weitere Zeugenberichte lesen, sowie über das Aufwachsen mit Eltern im Gefängnis und die verschiedenen Auswirkungen, die eingekerkerte Frauen auf ihre Kinder haben.<br />
So, was denken Sie? Auf der ganzen Welt gibt es schwangere Frauen, die keine Gesundheitspflege irgendwelcher Art erhalten. Ist es richtig, dass speziellen Anstrengungen zugunsten von Frauen in Gefängnissen gemacht werden? Gibt es einen Unterschied zwischen den Frauen, die eine Strafe in einer Strafanstalt absitzen, und denen die draußen sind? Sollen sie unterschiedlich behandelt werden?</p>
<p>Das Bild, welches diese Post illustriert, stammt aus “17. November” von <a href="http://www.flickr.com/photos/daquellamanera/2044749780/">daquella manera.</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/10/28/schwangerschaft-und-gefangnis-gesundheit-und-rechte-der-frauen-hinter-gittern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Peru: Traditionelle Musik nimmt Liebe im Internet ins Visir</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/04/14/peru-traditionelle-musik-nimmt-liebe-im-internet-ins-visir/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/04/14/peru-traditionelle-musik-nimmt-liebe-im-internet-ins-visir/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 13:54:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Indigenous]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Peru]]></category>
		<category><![CDATA[Spanisch]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=613</guid>
		<description><![CDATA[Während Liebe im Internet für viele Online-Veteranen kein Schockpotenzial mehr besitzt, holen einige Bevölkerungsteile, die bisher nicht an der Online-Revolution teilgenommen haben, jetzt auf, wenn es darum geht, die Vor- und Nachteile der Cyber-Liebe auszuloten. Drei Musikvideos mit Liedern von peruanischen Folklore-Sängern zeigen deren Sicht aus den Anden auf die neue Art und Weise, einen Partner zu finden und sich zu binden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/juliana-rincon-parra/">Juliana Rincón Parra</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/04/14/peru-traditional-music-takes-on-internet-love/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="aligncenter" title="huayno" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/04/huayno.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><small>Huayno Peruano von <a href="http://www.flickr.com/photos/otravezmehicemujer/2237484376/">Otra Vez me Hice Mujer</a></small></p>
<p>Während Liebe im Internet für viele Online-Veteranen kein Schockpotenzial mehr besitzt, holen einige Bevölkerungsteile, die bisher nicht an der Online-Revolution teilgenommen haben, jetzt auf, wenn es darum geht, die Vor- und Nachteile der Cyber-Liebe auszuloten. Drei Musikvideos mit Liedern von peruanischen Folklore-Sängern zeigen deren Sicht aus den Anden auf die neue Art und Weise, einen Partner zu finden und sich zu binden.</p>
<p>Wir wurden durch Amazilia Alba vom Blog <a href="http://botella-al-mar.blogspot.com/"><em>Botella al mar</em></a> [es] und ihren Artikel <a href="http://botella-al-mar.blogspot.com/2009/04/amor-cibernetico.html">Cyber-Liebe</a> [es] auf diese Videos aufmerksam. In ihrem Artikel erzählt sie über den kulturellen Hintergrund zu diesem Phänomen. Aufgrund der Krise in der Landwirtschaft ziehen viele junge Menschen auf der Suchen nach Arbeit und besseren Chancen in größere Städte. Das und die steigende Anzahl Internetcafés in vielen Städte bringt regional unterschiedliche Ureinwohnergemeinden miteinander in Kontakt und führt zu einer Überwindung der Isolation, in der sich ländliche Gemeinden befanden. Sie fasst zusammen, wie diese Lieder zeigen, dass sich die Bevölkerung in den Anden der Vor- und Nachteile der &#8220;Internetliebe&#8221; wohl bewusst ist.</p>
<p>Als erstes Lied wählt sie das Huaylarsh, eine Art <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Huay%C3%B1o">Huayño</a> [en] (ein traditioneller und weit verbreiteter Tanz in der Anden-Region) mit dem Titel <em>Internet-Liebe</em>:</p>
<blockquote><p>Gracias a un <a href="http://utero.pe/2009/04/06/amor-cibernetico/">comentarista en UTdeM</a> tenemos este huaylarsh de Estrellita de Huayllar (Edith Mayta) de Huayllar, Angaraes, Huancavelica. Con una visión positiva y lúdica sobre las posibilidades del coqueteo por internet.</p></blockquote>
<div class="translation">Wir verdanken dieses Huaylarsh von Estrellita de Huayllar (Edith Mayta) aus Huayllar, Angaraes, Huancavelica einem <a href="http://utero.pe/2009/04/06/amor-cibernetico/">Kommentar auf UTdeM</a>. Es zeichnet sich durch eine positive und verspielte Vision über die Möglichkeiten des Online-Flirts aus.</div>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/GCpfMee70bk&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/GCpfMee70bk&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Der Text lautet in etwa:</p>
<blockquote><p>Hola como estas amiguito mío quiero que me des tu correo de internet. Vamos amigo carita bonita quiero conocerte ya mucho mejor.</p>
<p>Mira que me siento muy enamorada tan solamente amor de internet. Creo que me siento ya muy enamorada dame tu cariñito por internet</p></blockquote>
<div class="translation">Wie geht&#39;s dir, kleiner Freund, ich hätte gerne deine E-Mail-Adresse. Ach komm, mein hübscher Freund, ich möchte dich näher kennenlernen.</p>
<p>Sieh, wie verliebt ich bin, nur durch die Internetliebe. Ich denke, dass ich sehr verliebt bin, erwidere meine Liebe über das Internet.</p></div>
<p>Das nächste Video zeigt, was Amazilia als den Sommerhit bezeichnet, und sie wählt eine der vielen verschiedenen Versionen, die sie wegen des guten Tanzes darin für eine bessere hält. Aus dem Hochland von Cuzco, bringen uns Mariposita de Espinar (Vilma Chavez) und die Carnavaleros des Südens Cybernetic Love, eine weitaus abgebrühtere Sicht auf die Liebe in Zeiten des Internets:</p>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/Uz_0__i0EVs&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Uz_0__i0EVs&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Der Text lautet:</p>
<blockquote><p>¿Por qué quieres saber mi número telefónico? ¿Para qué quieres saber mi correo electrónico? Seguro quieres jugar, conmigo vas a perder. Por celular no podrás, por internet tampoco.</p></blockquote>
<div class="translation">Warum willst du meine Telefonnummer wissen? Warum willst du meine E-Mail-Adresse? Du bist sicherlich ein Player, aber gegen mich wirst du verlieren. Du wirst es nicht per Handy schaffen und auch nicht über das Internet.</div>
<p>Eine männliche Stimme besteht dann darauf, dass er die Nummer haben und sich treffen will, außerdem will er die E-Mail-Adresse, um sich zu unterhalten und in Kontakt zu bleiben. Darauf antworten die Mädchen im Chor: Cyber-Liebe? Mit mir, niemals! Hau ab, hochnäsiger Cholito.</p>
<p>Das nächste Video ist eine seltsame Mischung: Nach einer langen Präsentation, die die zahlreichen Eigenschaften des Sängers, des Songwriters und der Band aufzählt, und neben Grüßen an Familienmitglieder, Grüße an das Publikum und an Orte überall in Perú, singen The Sweet Party Girl of Espinar und die Rays of Love Jhony Milagros Lied &#8220;Internet Love&#8221;, in dem die Möglichkeit der Online-Romanze abgelehnt wird, da jemand, der sie wirklich liebte, nach ihr suchen würde, bis er sie in Fleisch und Blut gefunden hätte:</p>
<blockquote><p>Yo no quisiera enamorarme de un amor por internet. Son ilusiones, fantasías, caprichos: sólo me harán llorar.</p>
<p>Estoy buscando un amorcito que me quiera igual que yo. Si tú me quieres con toda el alma te amaría hasta la muerte.</p>
<p>Si tú quieres conquistarme no lograrás por internet. Si de verdad tu me amarías me buscarías hasta encontrarme.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich möchte mich nicht in einen Internet-Liebhaber verlieben. Sie sind Illusion, Fantasie, Launen: sie werden mich nur zum Weinen bringen.</p>
<p>Ich suche nach einem Geliebten, der mich so liebt, wie ich ihn. Wenn du mich aus tiefster Seele liebst, werde ich dich bis in den Tod lieben.</p>
<p>Wenn du mich erobern willst, wirst du es nicht über das Internet schaffen. Wenn du mich wirklich liebst, wirst du nach mir suchen, bis du mich gefunden hast.</p></div>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/OE6V-6J3CKg&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/OE6V-6J3CKg&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Die Liebe im Internet ist nicht das einzige moderne Thema, mit dem sich die Lieder beschäftigen. Amazilia hat außerdem einen <a href="http://botella-al-mar.blogspot.com/2009/02/celularpan.html">anderen Artikel</a> verfasst, indem sie <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ku4E9O9Ul8Y">zwei weitere Videos</a> vorstellt, dieses Mal sind beide auf Quechua, über Handys in der Anden-Kultur.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/04/14/peru-traditionelle-musik-nimmt-liebe-im-internet-ins-visir/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Peru: Schließung einer kontroversen Kunstausstellung</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/22/peru-schliesung-einer-kontroversen-kunstausstellung/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/22/peru-schliesung-einer-kontroversen-kunstausstellung/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 Nov 2008 15:28:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Peru]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Spanisch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=431</guid>
		<description><![CDATA[Geschrieben vonJuan Arellano  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 
Vor ca. einem Monat wurde die Aussstellung &#8220;La Migración de los Santos&#8221; ( &#8220;Die Migration der Heiligen&#8221;) in der Galerie Vértice im Stadtviertel San Isidro in Lima eingeweiht. Die Werke der Künstlerin Cristina Planas sind ikonoklastisch und porträtieren die Heiligen in einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/juan-arellano/">Juan Arellano</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/11/17/peru-art-exhibit-depicting-saints-causes-controversy-and-possible-censorship/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Vor ca. einem Monat wurde die Aussstellung &#8220;La Migración de los Santos&#8221; ( &#8220;Die Migration der Heiligen&#8221;) in der Galerie Vértice im Stadtviertel San Isidro in Lima eingeweiht. Die Werke der Künstlerin Cristina Planas sind ikonoklastisch und porträtieren die Heiligen in einem unkonventionellen Format. Im Blog <i>Palabras Van y Vienen II </i>[es], spricht Cristina Planas im Interview mit M. Isabel Guerra  darüber, <a href="http://palabrasvanyvienen.wordpress.com/2008/10/12/cristina-planas-“todos-somos-unos-migrantes”/">warum sie dieses Sujet gewählt hat</a>:</p>
<blockquote><p>Los santos están en los altares, pero antes de estar allí fueron seres humanos y vivieron en esta tierra &#8230; Estoy disponiendo la galería como si fuera una gran iglesia antigua; en lo que sería el altar principal está en Señor de los Milagros &#8230; al lado derecho, “a la diestra del Señor”, a San Martín y Santa Rosa, los santos que son, digamos, oficiales, y a la izquierda está Sarita Colonia, la santa popular pero que no ha sido reconocida por el Vaticano.</p>
<p>en la actualidad ya no matan a nadie con espinas ni con clavos, sino más bien con armas de fuego, entre otras cosas. Por eso al Cristo Moreno lo he retratado como clavado de fusiles, en vez de coronado de espinas; a Sarita la he ubicado en su combi; a San Martín lo he caracterizado como un muchacho de barrio; y a Santa Rosa como a la mujer apasionada que es capaz de disfrutar de su proceso vital.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Die Heiligen sind auf den Altaren, aber bevor sie dorthin kamen, waren sie menschliche Wesen und lebten auf dieser Welt&#8230; Ich richte die Galerie so ein wie eine große alte Kirche; auf dem, was zum Hauptaltar werden soll, ist der Herr der Wunder&#8230; zur Rechten “a la diestra del Señor”, sind der Heilige Martin und die heilige Rosa, die Heiligen die, sagen wir, die Zelebranten sind, und zur Linken ist die Sarita Colonia, die Volksheilige, die nicht vom Vatikan anerkannt worden ist.</p>
<p>Heute tötet man niemanden mehr mit Dornen oder Nägeln, sondern eher mit Feuerwaffen, unter anderem. Deshalb habe ich den Schwarzen Christus gemalt als mit Gewehren angenagelt, anstatt von Dornen gekrönt; Sarita habe ich in ihrem Combi (einem öffentlichen Bus) platziert; Sankt Martin habe ich als jungen Kerl aus einem Barrio charakterisiert und die heilige Rosa als Frau, die in der Lage ist, ihre Lebensvorgänge zu genießen.</p>
</div>
<p><center><br />
<img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/11/20081014-dsc_0045.jpg" alt="" title="20081014-dsc_0045" class="aligncenter size-full wp-image-52750" /><br />
</center></p>
<p><small>Foto mit freundlicher Genehmigung von Palabras Van y Vienen II</small></p>
<p>Die Art, in der die Heiligen porträtiert wurden, war nicht das Einzige, das die Aufmerksamkeit auf sich zog, sondern auch, dass die Heiligen nur mit Unterwäsche bekleidet waren. Das erzeugte eine große Bandbreite von Reaktionen, von solchen, die dafür waren, eine andere, menschlichere Seite der Heiligen zu zeigen, bis zu solchen, die es beleidigte, weil sie der Meinung waren, dass die Art der Darstellung der heiligen Figuren unehrerbietig sei. Die Ereignisse nahmen jedoch einen anderen Lauf, als vor dem Schluss der Ausstellung die Stadtverwaltung von San Isidro <a href="http://palabrasvanyvienen.wordpress.com/2008/11/07/galeria-vertice-clausurada-Â¿clasismo-galopante/">die Galerie schloss [es]</a> mit der Begründung, es gäbe Probleme mit der städtischen Betriebserlaubnis. Die Direktorin der Galerie Rosario Wenzel, veröffentlichte in ihrem Blog <i>Arte Nuevo [es]</i> eine <a href="http://arte-nuevo.blogspot.com/2008/11/comunicado-de-la-galera-vrtice-frente.html">Notiz</a>, in der sie einige der Behauptungen widerlegte:</p>
<blockquote><p>6. Debemos señalar que no es cierto que la Galería Vértice carezca de la respectiva Licencia de funcionamiento ni que no cuente con el Certificado emitido por Defensa Civil, aún cuando podrá haber existido un problema administrativo de actualización del RUC, el cual ya ha sido solucionado.</p>
<p>7. Es evidente que el cierre físico de la Galería Vértice se ha llevado a cabo por la presión de un grupo ultraísta, que no representa a la comunidad católica, de la cual somos respetuosos, y lo que es más grave, las personas que han expresado su disconformidad no han visitado la muestra y se han dejado llevar por la opinión tendenciosa de gente desinformada, fanática y llena de prejuicios, que estamos seguros no comparte la mayoría de las personas pensantes.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>6. Wir müssen darauf hinweisen, dass es nicht zutrifft, dass es der Galería Vértice an der Betriebserlaubnis fehlt, noch dass sie keine von der Defensa Civil ausgegebene Zertifizierung habe, selbst wenn ein administratives Problem mit der Erneuerung der RUC bestanden haben sollte, wurde es schon gelöst.</p>
<p>7. Es ist offensichtlich, dass die tatsächliche Schließung der Galería Vértice aufgrund des Drucks einer radikalen Gruppe stattfand, die nicht die Gemeinschaft der Katholiken repräsentiert, die wir respektieren, und was noch schwerer wiegt, dass die Personen, die ihre Missbilligung ausdrückten, das Werk nicht besucht haben und sich von der tendenziösen Meinung desinformierter, fanatischer Personen voller Vorurteile leiten ließen, die - so sind wir sicher - die Mehrheit der denkenden Menschen nicht teilt.</p>
</div>
<p>Amazilia von <i>Perú Apartheid [es]</i> <a href="http://amazilia.wordpress.com/2008/11/08/lio-de-blancos-vertice-y-la-censura/"> sieht keine Grundlage für den Skandal</a>:</p>
<blockquote><p>En principio no entiendo por que encuentran estas figuras ofensivas, aunque presentadas en forma poco convencional se les guarda el respeto debido, estan como estarian en cualquier otra iglesia, no se que es lo que les molesta más: la ropa interior o las expresiones faciales. Pero en los 2000 años de arte cristiano no ha habido trasgresiones mas bizarras? </p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Erst einmal verstehe ich nicht, warum sie diese Figuren beleidigend finden, auch wenn sie auf wenig konventionelle Art präsentiert werden, wird ihnen gegenüber der nötige Respekt gewahrt, sie sind wie in irgendeiner anderen Kirche auch, ich weiß nicht was sie mehr stört: die Unterwäsche oder die Gesichtsausdrücke. Aber gab es in 2000 Jahren Christenheit nicht schon bizarrere Überschreitungen?</p>
</div>
<p>Andere Blogger sehen die andere Seite, so auch Guille of Pueblo Vruto [es] <a href="http://pueblovruto.blogspot.com/2008/11/santitos-calatos-o-muerte.html">der schreibt</a>:</p>
<blockquote><p>O la señora Planas ignora el valor de los santos para las personas religiosas o intenta burlarse de ellas. Es obvio que para los fieles y devotos la gracia del santito radica en que se trata de un modelo de vida espiritual que no solamente reduce la importancia de lo físico (material) sino que, incluso, combate su centralidad&#8230; No se trata del simple afán de proponer una estética &#8220;alternativa&#8221;: claramente se subvierte la estética &#8220;corriente&#8221; (oficial, canónica, etc) con un anti-valor. Los santos de Cristina Planas no &#8220;migran&#8221;: se trastocan hasta la negación y el (auto) rechazo.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Entweder ignoriert Frau Planas den Wert der Heiligen für religiöse Menschen, oder sie beabsichtigt, sich über sie lustig zu machen. Es ist offensichtlich, dass für Gläubige und Fromme die Gnade der Heiligen darin wurzelt, dass sie ein Vorbild des geistigen Lebens sind, das nicht nur die Bedeutung des Physischen (Materiellen) reduziert, sondern sogar seine zentrale Stellung bekämpft&#8230; Es handelt sich nicht um das bloße Streben nach einer &#8220;alternativen&#8221; Ästhetik: deutlich wird die &#8220;geläufige&#8221; (offizielle, kanonische, usw.) Ästhetik umgestürzt mit einer Anti-Wertung. Die Heiligen von Cristina Planas &#8220;migrieren&#8221; nicht: sie verkehren sich bis zur Negation und zur (Selbst-) Ablehnung.</p>
</div>
<p>Viele rätseln über den Ursache-Wirkungs-Aspekt der Schließung der Galerie. Luis von Bloodyhell [es] <a href="http://bloodyhell-la.blogspot.com/2008/11/quiero-ofender.html">schreibt</a>:</p>
<blockquote>
<p>Aún no tengo los suficientes elementos de juicio para saber si lo de Vértice fue una censura o no. Pero sí tengo los suficientes elementos para comprender que sería más interesante que los artistas se animaran -a la luz de estas expresiones últimas de, según se dice, intolerancia o ignorancia estética de los mal llamados &#8220;fanáticos religiosos&#8221;- no a decir que la religión es importante para el &#8220;pueblo peruano&#8221; o a admirarse del fervor de esta nación &#8220;católica&#8221;, sino a alertar y pensar sobre todo lo chueco y malsano que una religión es capaz de producir. O sea, es hora de ofender a la religión.</p>
<p>Hay un comentario que leí por ahí que me pareció muy lógico. Dice lo siguiente, parafraseo: &#8220;¿cómo así me piden respetar el arte cuando los artistas no respetan mis creencias?&#8221;. Muy cierto. Súper cierto. 100 bonus points. La respuesta es así: no, nadie pide que respetes el arte. Es más, nadie pide que respetes nada. Tu irrespeto es ilimitado, sin fronteras y puede contener toda la ira y el desprecio de lo que tu cerebro es capaz. Solo hay una restricción: cumplir la ley, escritas, aunque te parezca increíble, por los hombres, que pensaron cosas muy diferentes a Dios. Por lo tanto, no puedes ir a una galería de arte y quemar aquello que te parece ofensivo y que no respetas. Serías detenido por eso. Pero sí puedes decir y escribir sobre el arte todo lo que tú quieras. O, mejor, podrías ser un artista religioso y dedicar tus obras al Señor, obras que, claro, lo respeten. Dudo mucho que le importe, pero bueno, eres libre. ¿Y sabes qué? Esa libertad de expresarte no te la dio Dios: te la dieron los hombres.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Wenn ich auch nicht genügend Indizien habe, um feststellen zu können ob das mit Vértice Zensur war oder nicht. Aber ich habe genügend Indizien, um zu verstehen, dass es interessanter wäre, wenn die Künstler sich aufraffen könnten - im Lichte dieser neuesten Äußerungen von Intoleranz oder ästhetischer Ignoranz der sogenannten &#8220;religiösen Fanatiker&#8221; - nicht um zu sagen, dass die Religion wichtig für das &#8220;peruanische Volk&#8221; sei oder um den Eifer dieser &#8220;katholischen&#8221; Nation zu bewundern, sondern um zu warnen vor und nachzudenken über das ganze Verlogene und Verrückte, das eine Religion zu produzieren in der Lage ist. Anders herum gesagt, es ist an der Zeit, die Religion zu beleidigen.</p>
<p>Es gibt einen Kommentar den ich las, der mir sehr logisch schien. Er lässt sich so umschreiben: &#8220;Wie kann man von mir verlangen, das ich die Kunst respektiere, wenn die Künstler meinen Glauben nicht respektieren?&#8221; Ganz klar. Superklar. 100 Bonuspunkte. Die Antwort geht so: nein, niemand verlangt, das du die Kunst respektieren sollst. Und niemand verlangt, das du überhaupt etwas respektieren sollst. Deine Respektlosigkeit ist unbeschränkt, ohne Grenzen und kann allen Hass und alle Geringschätzung beinhalten, derer dein Hirn fähig ist. Es gibt nur eine Einschränkung: das Gesetz zu erfüllen, das, auch wenn dir das unvorstellbar erscheint, von Menschen geschrieben wurde, die ganz andere Dinge dachten als Gott. Deswegen kannst du nicht in eine Galerie gehen und das verbrennen, was dir beleidigend vorkommt und was du nicht respektierst. Dafür würdest du verhaftet werden. Aber klar kannst du alles über die Kunst sagen und schreiben was du willst. Das heißt, du könntest ein religiöser Künstler sein und deine Werke dem Herrn widmen, Werke, die natürlich respektiert werden. Ich zweifle sehr, dass das wichtig ist, aber schön, du bist frei. Und weißt du was? Diese Freiheit, dich auszudrücken gab dir nicht Gott: die gaben dir Menschen.</p>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/22/peru-schliesung-einer-kontroversen-kunstausstellung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der peruanische Karneval</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/02/03/der-peruanische-karneval/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/02/03/der-peruanische-karneval/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 Feb 2008 16:44:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Amerika]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Peru]]></category>
		<category><![CDATA[Portugiesisch]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Roundups]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhaltung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/2008/02/03/der-peruanische-karneval/</guid>
		<description><![CDATA[Geschrieben vonPaula Góes  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Auf Tordesilhas [pt] schreibt ein in Lima lebender Brasilianer, dass er von den schönen Karneval-Traditionen in Peru überrascht war. In seinem Artikel [mit Bildern und einem Video, d. Übersetzer] entdeckt der Autor den Karneval in Cajamarca, Ayacucho und im Amazonas-Gebiet.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/paulagoes/">Paula Góes</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/02/03/discovering-the-peruvian-carnival/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Auf <a href="http://tordesilhas.net/2008/02/02/carnaval-no-peru/">Tordesilhas</a> [pt] schreibt ein in Lima lebender Brasilianer, dass er von den schönen Karneval-Traditionen in Peru überrascht war. In seinem Artikel [mit Bildern und einem Video, d. Übersetzer] entdeckt der Autor den Karneval in Cajamarca, Ayacucho und im Amazonas-Gebiet.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/02/03/der-peruanische-karneval/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
