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	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Amerika</title>
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	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
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		<title>Ecuador: Kichwa Frau widersetzen sich der Öl-Forschung</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/26/ecuador-kichwa-frau-widersetzen-sich-der-ol-forschung/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 03:40:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Frauen bekommen immer, was sie wollen, sagt ein bekanntes lateinamerikanisches Sprichwort. Seit 20 Jahren leisten die furchtlosen Frauen der Kichwa Gemeinde, eine Gruppe von Eingeborenen in Ecuador, den Ölgesellschaften Widerstand, ihr Land auzubeuten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/belen-bogado/">Belen Bogado</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/25/ecuador-kichwa-women-oppose-oil-exploration-on-native-lands/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Die Frauen bekommen immer, was sie wollen, sagt ein bekanntes lateinamerikanisches Sprichwort. Das bewiesen auch die Frauen vom Stamm der Kichwa in Sarayaku, Ecuador. Als ein Ölkonzern in ihrem Waldgebiet mit Untersuchungen für etwaige zukünftige Bohrungen begann, beschlossen die Frauen sie mit einem einfachen, aber fehlerfreien Plan zu stoppen.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/kichwa.jpg" alt="Photo by Ayahuasca and used under a Creative Commons license." width="300" height="400" /><p class="wp-caption-text">Photo von Ayahuasca benutzt unter einer Creative Commons Lizenz.</p></div>
<p>Die Frauen, so schrieb <em>Esperanza Martinez</em> auf dem Blog <em>Ecoportal [es</em>], erklärten ihren Männern, <a href="http://www.ecoportal.net/content/view/full/84724">wenn sie den Unternehmen erlaubten auf ihrem Land zu arbeiten, müssten sie sich andere Frauen suchen &#8230; in einem anderen Land</a>. Die Kichwas organisierten eine gemeinsame Front gegen das Öl-Unternehmen, bis es letztendlich abzog.</p>
<p>Diese Gruppe von Kichwas lebt in der Provinz Pastaza, auf über 140 tausend Hektar (1,4 km2) in den Amazonas, ein Gebiet, welches das ecuadorianische Ministerium für Bergbau und Öl als Block 23 identifizierte. Im Laufe der Jahre haben verschiedene Unternehmen versucht dort zu arbeiten, doch sind sie jedes Mal an dem Widerstand der Kichwas gescheitert.</p>
<p>Obgleich die Entscheidung zum Widerstand vom gesamten Stamm getroffen wurde, war die Beteiligung der Frauen dabei ein wichtiger Bestandteil. Diese furchtlosen Frauen werden alles dransetzen, ihre Wälder und Ländereien zu erhalten.</p>
<p><strong>Unterstützt die Frauen</strong></p>
<p>Der Blog <em>Observatorio Petrolero Sur [es]</em> veröffentlicht, <a href="http://opsur.wordpress.com/2009/11/11/sarayaku-cuando-el-pueblo-dice-no">was Kichwa Führer Franklin Toala über die Rolle der Frauen, im Laufe dieser Ereignisse sagte</a>:</p>
<blockquote><p>Uno de los procesos que tuvo Sarayaku, que hay que recalcar, es el magnífico apoyo de las mujeres. La relación que existe entre las mujeres y las comunidades es mucho más fuerte.</p></blockquote>
<div class="translation">Was bei den Vorgängen, die Sarayacu erlebte und was hervorgehoben werden muss, ist die große Unterstützung, die die Frauen geliefert haben. Das Verhältnis zwischen Frauen und den Gemeinden ist jetzt sehr viel stärker geworden.</div>
<p>Die ecuadorianische Tageszeitung Diario Universal beschrieb <a href="http://www.eluniverso.com/2003/02/05/0001/12/A2A1B5C330924D12B3D80265877DF953.html">eine furchterregende Scene</a> aus dem Jahre 2003, als 15 Kichwa Frauen und Kinder die Arbeiter und bewaffneten Wächter des Unternehmens konfrontierten, indem sie vier Stunden lang durch den Dschungel liefen und schrieen &#8220;anchuri (geht weg), anchuri Ölgesellschaften&#8221;. Es kam zu Konfrontationen, bis schließlich die Armee eingriff. Die Kichwas aber blieben auf ihrem Land und hielten es frei von Ölbohrern.</p>
<p><strong>Petroleum, Klimawandel und eingeborene Frauen</strong></p>
<p>Mehrere Regionen in Ecuador haben bereits unter den schrecklichen ökologischen und gesundheitlichen Folgen der Ölförderung gelitten<a href="http://www.accionecologica.org/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=1157&amp;Itemid=1">. In Pichincha in der Provinz Sucumbios wird seit 20 Jahren Öl gefördert</a>: die Luft ist verschmutzt und das Wasser durch Ölpest verseucht. Die Menschen leiden unter dem Verlust von Vieh und Haustieren, weil sie verschmutztes Wasser trinken, und dem Verlust von Ernten, weil der verdorbene Boden unfruchtbar geworden ist. Außerdem leiden sie unter verschiedenen Haut-und Atemwegserkrankungen, und es gibt zuviel Fehlgeburten und Geburtsfehler.</p>
<p>Am Meisten leiden darunter wieder die Frauen. In den Erdölgebieten Ecuadors sind die Krebserkrankungen dreimal höher als der nationale Durchschnitt, und<a href="http://http://www.ecoportal.net/content/view/full/84724"> besonders davon betroffen sind wieder die Frauen.</a> <a href="http://www.ecoportal.net/content/view/full/84724">Durch Wäschewaschen und Baden der Kinder im Fluss</a> sind die Frauen im ständigen Kontakt mit kontaminiertem Wasser.</p>
<p>Kein Wunder also, dass die Kichwa Frauen gegen die Ölförderung sind. Sie wissen genau, dass dies ihr Land, ihre Umwelt und ihr Leben für immer verändern wird.</p>
<p><strong>Die Online-Gemeinde reagiert auf das Beispiel der Kichwas</strong></p>
<p>Blogger <em>Efren Calapucha</em> teilt seine Gefühle über den Widerstand der Kichwas in dem Blog <em><a href="http://redamazon.wordpress.com/2008/08/17/kichwas-y-shuar-en-contra-de-la-actividad-petrolera">Redamazon</a> [es</em>]:</p>
<blockquote><p>¡Amigos de la Tierra!<br />
En este espacio de la selva amazónica con grandes recursos biodiversos se quiere cercenar LA VIDA lo que NO PERMITEREMOS se establezca tan execrable hecho que afectará al Calentamiento Global extinguiéndose los pueblos, la flora y la fauna hasta hoy fortalecidas y guardadas celosamente</p></blockquote>
<div class="translation">Freunde der Erde! In dieser Gegend des Amazonas-Regenwaldes, mit seiner biologischen Vielfalt, wird das LEBEN bedroht, vernichtet zu werden. Aber wir werden NICHT ERLAUBEN, dass ein solch schreckliches Ereignis hier stattfindet, das sich auf den Klimawandel auswirkt, Gemeinden, Fauna und Flora auslöscht, die bis zum heutigen Tage dort gewachsen und geschützt worden sind.</div>
<p>Der Blog <em>Observatorio Petrolero Sur [es]</em> beschäftigt sich mit den, trotz der Umstände, <a href="http://opsur.wordpress.com/2009/11/11/sarayaku-cuando-el-pueblo-dice-no">bemerkenswerten Widerstand der Kichwas</a>:</p>
<blockquote><p>Han pasado dos décadas y hasta el momento la exploración no se concretó, pero la amenaza es permanente. En 20 años pasaron muchas cosas, demandas a nivel nacional e internacional, campañas en un lado y en el otro, y en el territorio la presión fue mucha. Los kichwas sufrieron todo tipo de atropellos, persecuciones e incluso la militarización de Sarayaku; pero siguieron diciendo no.</p></blockquote>
<div class="translation">Bisher hat keine Ölförderung stattgefunden, doch ist die Bedrohung unverändert. Unter den vielen Dingen, die in den vergangenen 20 Jahren geschehen sind, gab es nationale und internationale Prozesse, Kampagnen und eine Menge Druck. Die Kichwas erlitten alle Arten von Misshandlungen, Verfolgungen und sogar die Militarisierung von Sarayaku, doch blieben sie bei ihrem &#8220;Nein&#8221;.</div>
<p>Bisher ist es der Kichwa Gemeinde gelungen, ihre Wälder zu beschützen, aber der Kampf ist noch nicht vorbei. Natürlich haben sie wegen ihren Kichwa Frauen wenig zu befürchten.</p>
<p><strong>Sehen Sie sich das Video an</strong></p>
<p>&#8220;Ich bin ein Waldbeschützer&#8221; steht auf der Brust eines streitsüchtigen Kichwa-Kindes. Er tritt in einem <a href="http://www.oilwatch.org/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=528&#038;Itemid=246&#038;lang=es">Video</a> auf, der von Oilwatch gefilmt und veröffentlicht wurde. Es handelt sich um die Reaktion der Sarayaku Gemeinde auf den Versuch einer Ölfirma, Ölbohrungen auf ihrem Land vorzunehmen. <a href="http://www.oilwatch.org/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=528&#038;Itemid=246&#038;lang=es">Klicken Sie hier, um das Video auf Spanisch zu sehen.</a></p>
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		<title>Aserbaidschan: Schließung von IRI erregt Besorgnis</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/24/aserbaidschan-schliesung-von-iri-erregt-besorgnis/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 02:57:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem die Sendungen von ausländischen Radiostationen eingestellt wurden, kommt die Nachricht über etwas, was einige als eine weitere Bedrohung des langsamen, wachsenden Prozesses der Demokratisierung in der ehemaligen Sowjetrepublik betrachten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/onnik-krikorian/">Onnik Krikorian</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/18/azerbaijan-iri-departure-met-with-concern-disappointment/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="alignleft" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/IRI.jpg" alt="" /><br />
Nachdem die Sendungen von ausländischen <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/01/04/azerbaijan-bans-foreign-broadcasts-while-preparing-for-a-constitutional-referendum/">Radiostationen</a> wie BBC, Stimme Amerikas und Radio Freies Europa/Radio Liberty in Aserbeidschan eingestellt wurden, und <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/11/11/azerbaijan-bloggers-sentenced/">nach der Verurteilung von zwei jugendlichen Video-Blogging Aktivisten</a> kommt die Nachricht über etwas, was einige als eine weitere Bedrohung des langsamen, wachsenden Prozesses der Demokratisierung in der ehemaligen Sowjetrepublik betrachten.</p>
<p>Am 3. November wurde bekannt gegeben, dass USAID die Arbeit der lokalen Niederlassung des &#8216;International Republican Institute (IRI)&#39; nicht verlängern würde. Der offizielle Grund hierfür war, dass IRI keinen Antrag eingereicht hätte. Viele Leute haben Zweifel an dieser Erklärung, wie der <a href="http://blog.novruzov.az/2009/11/republican-in-caucasus.html">Kommentar</a> von <em>Mutatione Fortitudo</em> zeigt.</p>
<blockquote><p>Nach einer anfänglichen Verschleierung durch die Botschaft (es wird behauptet, IRI hätte noch nicht einmal einen Vorschlag unterbreitet), erschienen weitere Informationen in der Presse. Es scheint, die USA (genauer gesagt USAID, eine Abteilung des Außenministeriums, das Entwicklungsprojekte im Ausland betreut), senkt nicht das Budget für das Demokratisierungs-Programm, sondern alles wird an das &#8216;National Democratic Institute&#39; übergeben. Es gibt anscheinend keine Änderung in der amerikanischen Außenpolitik, doch hat das größere außenpolitische Konsequenzen. Es hat den Anschein, dass sie mit der Arbeit von IRI nicht unzufrieden waren, doch zerstören sie genau die Projekte, für die sie Millionen ausgegeben haben.</p></blockquote>
<p>Die Blog-Post selbst lobt den IRI Land Direktor, Jake Jones.</p>
<blockquote><p>[&#8230;] Jake war für die aserbaidschanische Blogosphäre, was Kolumbus für Amerika war - so etwas wie der erste Entdecker. Und diese Entdeckung geschah zu jener Zeit, als ich fast ausschließlich der einzige englisch-sprachige Blogger war und unter dem Pseudonym &#8220;&#8221;Politologe aus Aserbaidschan&#8221; schrieb. Jetzt höre ich, dass viele ausländische Organisationen daran denken, bloggen, Bloggers, usw. zu unterstützen. Aber es war Jake und IRI, die als Erste das Potenzial dieses neuen Medienfeldes in Aserbaidschan bemerkten und sie sind immer noch vorsichtig genug es nicht zu überschätzen, wie dies andere Organisationen und Einzelpersonen tun.</p></blockquote>
<p><em>Flying Carpets and Broken Pipelines</em>, die mit Unterstützung von Jones aufgebaut wurden, <a href="http://flyingcarpetsandbrokenpipelines.blogspot.com/2009/11/jj.html">kommentieren</a> ebenfalls über die Hauptkräfte hinter der Organisationsarbeit in Aserbaidschan.</p>
<blockquote><p>Vor etwa einem Jahr habe ich mit einem Freund &#8216;geskypt&#39; (über das Internet telefoniert), der in Baku lebt und arbeitet.  Das Thema unserer Diskussion an diesem Tage war die Suche nach einem Namen für meinen Blog, den sie gerade lesen. Es dauerte eine Weile, aber schließlich wurde &#8220;Flying Carpets and Broken Pipelines&#8221; ins Leben gerufen.</p>
<p>[&#8230;] Ich habe nie zuvor einen Menschen getroffen, der so an dieser Region interessiert war.</p>
<p>Er lernte die Sprache, bereiste das Land und kommt mit Allen gut zurecht. Als Emin und Adnan verhaftet wurden, war er da, um zu helfen und zu unterstützen, wo immer er konnte. </p>
<p>[&#8230;] All dies ist nur ein kleiner Teil dessen, was Jake und IRI in Aserbaidschan getan haben, und das umfasst auch endlose Schulungen und Seminare, die im ganzen Land abgehalten wurden.</p>
<p>[&#8230;] IRI präsentierte sich als eine Institution, die in das Land investierte in der Hoffnung (neben den anderen im Lande arbeitenden internationalen Institutionen)  gute Erfolge zu erzielen. Es wäre für Aserbaidschan ein Verlust, wenn IRI das Land verlassen sollte. So, bitte USAID (falls jemand dort diesen Blog lesen sollte) lasst sie hier bleiben und ihre Arbeit machen; sie sind es wert!</p>
<p>Es scheint ein allgemeines Missverständnis darüber zu geben, dass IRI keine Vorschläge für die Aktivitäten im nächsten Jahr unterbreitet hätte. Das ist NICHT wahr, IRI HAT Vorschläge gemacht. Es gibt wirklich lokale Partner, die das BEGRÜNDEN und RECHTFERTIGEN können.</p></blockquote>
<p>Beide Blogs berichten außerdem, dass eine Facebook-Gruppe &#8216;Keep IRI in Aserbaidschan!&#39; <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=201678634195">eingerichtet</a> wurde. Zu dem Zeitpunkt, als dies hier geschrieben wurde, gab es 830 Mitglieder.</p>
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		<title>Brasilien: Wurde der Stromausfall durch Hacker oder UFOs verursacht?</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/16/brasilien-wurde-der-stromausfall-durch-hacker-oder-ufos-verursacht/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 10:55:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt sehr viele Verschwörungstheorien über den 2009 Blackout in Brasilien: vom Präsidenten, seiner möglichen Nachfolgerin, bis hin zu UFOs und Hackern wurden alle von verschiedenen Blogs beschuldigt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/paulagoes/">Paula Góes</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/14/brazil-was-the-blackout-caused-by-hackers-or-ufos/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Das heißeste Thema in der brasilianischen Blogosphäre war diese Woche<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/2009_Brazil_and_Paraguay_blackout"> der schlimmste Stromausfall</a> in der Geschichte Brasiliens, bei welchem letzten Dienstag 18 der 26 brasilianischen Staaten und ungefähr 60 Millionen Menschen im Dunkeln saßen. Nachdem Transmissions-Probleme den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Itaipu">Itaipu</a>-Staudamm lahmlegten, gab es in den meisten brasilianischen Städten für über fünf Stunden keinen Strom. Der Itaipu-Staudamm, das weltweit zweitgrößte Wasserkraftwerk, an der Grenze mit Paraguay gelegen, wurde zum ersten Mal in seiner 25-jährigen Geschichte, stillgelegt. Teile von Paraguay waren ebenfalls betroffen.</p>
<p>Unter den vielen Berichten über &#8220;was-ich-tat-als-das-Licht-ausging&#8221; gab es verschiedene Verschwörungstheorien: Von einem Blog zum anderen wechselte die Schuld für den Stromausfall, der bis zu einem Fünftel der Bevölkerung ohne Strom lies, von Präsident Lula zu Dilma Rousseff, seiner Kandidatin für die nächsten Präsidentschaftswahlen, und von UFOs zu Hackern.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 435px"><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/9061.jpg" alt="Von Sonic Downloads" width="425" height="473" /><p class="wp-caption-text">Von Sonic Downloads</p></div>
<p>Die Behörden haben einen schweren Sturm für den Absturz einer Stromleitung, die dann auf zwei weitere stürzte, verantwortlich gemacht, die letztendlich die Schließung des Wasserwerkes und einen Dominoeffekt verursachte, der durch das ganze Land ging.<a href="http://arautodofuturo.wordpress.com/2009/11/11/o-que-realmente-pode-ter-causado-o-apagao/"> Arauto do Futuro</a> [pt] wendet sich gegen die offizielle Erklärung über <a href="http://oglobo.globo.com/pais/mat/2009/11/11/chance-de-blecaute-ter-sido-provocado-por-raio-minima-diz-inpe-914707392.asp">die Berichte des National Institute for Space Research </a>[pt] die behaupten, dass das Risiko, ein Blitz würde in irgendwelche Einrichtungen einschlagen, minimal wäre. Er deutet an, dass wirtschaftliche Interessen Itaipu stillgelegt haben könnten.</p>
<blockquote><p>Não seriam estes ‘apagões‘ a desculpa perfeita para acelerar a construção de PCHs ou as transposições de rios no Brasil? Contribuindo para o ‘programa de aceleração’ da destruição da natureza e da beleza cênica em diversos locais que ainda restam preservados nesse país?</p></blockquote>
<div class="translation">Kann dieser &#8220;Blackout&#8221; die perfekte Ausrede dafür sein, den Bau von kleinen Wasserkraftwerken oder den Flusstransport in Brasilien zu beschleunigen? Kann das zum &#8220;Programm zur Beschleunigung&#8221; der Zerstörung der natürlichen, landschaftlichen Schönheit, die an vielen Stellen in diesem Land erhalten geblieben ist, beitragen?</div>
<p>Zufall oder nicht, Dilma Rousseff, die Labour-Partei-Kandidatin für die Präsidentschaftswahlen in 2010, sagte vor ein paar Wochen in einem Interview, dass in Brasilien kein Risiko für einen weiteren Blackout bestünde, wobei sie vor allem auf den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/1999_Southern_Brazil_blackout">südlichen brasilianischen Blackout von 1999</a> verwies.</p>
<p>Für <a href="http://franciscoschieber.blogspot.com/2009/11/quatro-em-um.html">Francisco Schieber</a> [pt], lieferte die Regierung nur faule Ausreden:</p>
<blockquote><p>Apagão é rotina no Brasil. Uma média de um a cada seis anos, desde 1985. Bom, qual a diferença deste pros demais? Comecemos falando que este se deu no governo de um presidente que afirmou categoricamente que em seu governo jamais aconteceria algo de ruim (e até de bom, se olharmos com um pouco mais de cuidado suas declarações) que aconteceu no governo anterior. “Pois nunca antes na história destepaiz” aconteceu um apagão com proporções tão convincentes. Não restaram dúvidas: tivemos mais de três horas para concluirmos que realmente foi um apagão (ou blecaute, se preferirem). “Nunca antes na história destepaiz” um apagão foi tão mal justificado. E por que foi tão mal justificado? “Porque nunca entes na história destepaiz” o governo ficou tão desarmado com o que aconteceu, ou seja, nem eles sabem.</p></blockquote>
<div class="translation">Stromausfälle sind in Brasilien Routine. Seit 1985 hat sich durchschnittlich alle sechs Jahre einer ereignet. Nun, was ist hier der Unterschied? Beginnen wir damit, dass dies während der Regierung eines Präsidenten eintrat, der kategorisch erklärte, dass die schlimmen Dinge, die in der vorherigen Regierung geschahen, in seiner Amtszeit nie wiederholt würden (und die guten Dinge auch nicht, wenn wir seine Aussagen etwas genauer betrachten). &#8220;Niemals zuvor in der Geschichte dieses Landes&#8221; war ein Blackout in einem solchen überzeugenden Ausmaß eingetreten. Es besteht kein Zweifel: Wir hatten mehr als drei Stunden für die Feststellung, dass es sich wirklich um einen &#8220;apagão&#8221; (oder Blackout, wenn sie so wollen), handelt. &#8220;Nie zuvor in der Geschichte dieses Landes&#8221; wurde ein Blackout so schlecht gerechtfertigt. Und warum wurde das so schlecht gerechtfertigt? &#8220;Nie zuvor in der Geschichte dieses Landes&#8221; war die Regierung so überwältigt mit dem, was geschehen war, dass selbst sie nicht weiter wussten.</div>
<p>Auf der anderen Seite verdächtigt <a href="http://edu.guim.blog.uol.com.br/arch2009-11-08_2009-11-14.html#2009_11-11_04_49_07-3429108-0">Eduardo Guimarães</a> [pt] politische Kräfte und Sabotage. Er fragt sich, ob es möglich sei, dass einigen Sektoren der Presse der Ausfall vorher bekannt war, da die meisten Medien auf die Berichterstattung darüber vorbereitet waren:</p>
<blockquote><p>Fiquei impressionado com a eficiência da imprensa. Às três da manhã, quando a energia elétrica retornou, havia montes de matérias nos portais de internet sobre um “apagão” que se abateu sobre vários Estados do Sul e do Sudeste no fim da noite de ontem. E os jornais todos saem hoje com matérias amplas sobre o assunto.<br />
Detalhe: a falta de luz começou depois das 22 horas, muito próximo do fechamento das edições do principais jornais do país, que mostraram-se incrivelmente mobilizados para coberturas tão emergenciais. Pareceu até haver um esquema de “cobertura” muito bem montado.<br />
O termo “apagão”, que foi o que vi no G1 e no UOL, deverá ser generalizado e explorado à farta pela mídia. Ela tentará vincular um episódio isolado e desencadeado por causa desconhecida ao racionamento de energia que ocorreu no fim do governo Fernando Henrique Cardoso devido a falta de investimentos em geração de energia naquela época.<br />
A exploração de um episódio isolado, porém, terá vida curta… Mas será que terá mesmo? E se o episódio não for isolado e outros apagões misteriosos voltarem a ocorrer?</p></blockquote>
<div class="translation">Ich war mit der Effizienz der Medien beeindruckt. Um 3 Uhr morgens, als es wieder Strom gab, gab es auf den Internet-Portalen viele Nachrichten über den Stromausfall, der letzte Nacht mehrere südöstliche und südliche Staaten traf. Und alle Zeitungen kamen heute mit umfangreichen Berichten zu diesem Thema heraus.</p>
<p>Detail: Der Stromausfall begann nach 10 Uhr abends, sehr Nahe zum Schluss der Frühausgaben der Massenmedien, die nahezu unglaublich gut für diese Notfall Berichterstattung mobilisiert erschienen. Es schien sogar ein sehr gut zusammengestelltes &#8220;Abdeckungs&#8221; Bereich zu geben.<br />
Der Begriff &#8220;apagão&#8221; [eine abwertende Bezeichnung für Blackout], den ich auf G1 und UOL sah, sollte verallgemeinert und von der Presse voll ausgenutzt werden. Sie versuchen damit eine einzelne Episode, die aus unbekannten Gründen zur Rationierung der Elektrizität führte, was sich zum Ende der Amtszeit des (früheren Präsidenten] Fernando Henrique Cardoso aus Investitionsmangel in die Stromerzeugung erwies, zu verbinden.<br />
Die Ausbeutung einer einzelnen Episode wird jedoch nur von kurzer Dauer sein &#8230; aber wird sie das wirklich? Und was passiert, wenn diese Episode nicht ein Einzelfall war und weitere mysteriöse Stromausfälle auftreten?</p></div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/42099655.jpg" alt="São Paulo, twitpic von @douglasmiguel" width="600" height="800" /><p class="wp-caption-text">São Paulo, twitpic von @douglasmiguel</p></div>
<p>Einige Leute glauben, die Unterbrechung der Stromversorgung wurde von außerirdischen Besuchern verursacht. Allen UFO-Gemeinden ist bekannt: befindet sich ein &#8216;Unidentified Flying Object&#39; in der Nähe eines Stromnetzes, dann lösen die elektromagnetischen Wirkungen des UFOs Störungen aus. <a href="http://colunistas.ig.com.br/area51/2009/11/13/leitor-envia-relato-de-ovni-sobre-sp-na-noite-do-apagao/">Mario Barros</a> [pt] veröffentlicht ein Bild und diesen Bericht eines Lesers, der behauptet, in der Nacht des Stromausfalls eine fliegende Untertasse an São Paulos Himmel gesehen zu haben:</p>
<blockquote><p>Por alguns segundos, enquanto ainda estava perto, pude ver claramente que se tratava de um objeto escuro, negro, de forma retangular, com 4 luzes brancas de brilho constante em cada ponta e 2 luzes vermelhas que piscavam de maneira diferente uma da outra na parte de baixo. Tentei filmar o objeto com o celular, mas não consegui captar nada. Não faço idéia de que altura estava, mas estava bastante baixo. Não havia som algum e me pareceu ser menor e mais rápido que um avião comercial. A medida que foi se afastando não consegui mais ver a parte sólida e escura do objeto, somente suas luzes vermelhas que piscavam e as brancas estáticas. O objeto surgiu a leste dirigia-se rumo a oeste e o observei até que ele desapareceu no horizonte. Tudo isso durou cerca de 1 minuto e meio.</p></blockquote>
<div class="translation">Für ein paar Sekunden konnte ich deutlich sehen, dass es ein dunkles Objekt, schwarz, und rechteckig war, mit vier weißen Lichtern von gleichbleibender Helligkeit an jedem Ende und zwei rot blinkenden Lichtern, die unterschiedlich voneinander am Boden blinkten. Ich versuchte, das Objekt mit meinem Handy zu filmen, konnte aber leider nichts aufnehmen. Ich habe keine Ahnung, in welcher Höhe es war, aber es schien sehr niedrig zu fliegen. Es war nichts zu hören und es schien kleiner und schneller als ein Verkehrsflugzeug zu sein. Als es sich entfernte, konnte ich die festen und dunklen Teile des Objekts nicht mehr sehen, nur die roten blinkenden und statischen weisen Lichter. Das Objekt erschien im Osten und bewegte sich nach Westen und ich beobachtete es, bis es in der Ferne verschwand. All dies dauerte etwa 1 1/2 Minuten.</div>
<p>Für andere war der Stromausfall das Werk von Hackern. Zufällig, wenige Tage vor dem Ausfall, beschuldigte ein <a href="http://www.cbsnews.com/stories/2009/11/06/60minutes/main5555565.shtml?tag=contentMain;contentBody">Bericht des CBS Nachrichtenmagazins &#8216;60 Minuten&#39; Hacker</a> das Kontrollsystem anvisiert zu haben, und durch den Blackout in 2005 und 2007 Millionen Menschen in Brasilien, das unter Stromknappheit und Rationierung litt, getroffen zu haben. Das schürte erneut die Behauptung, dass Hacker hinter dem Ausfall stecken. Könnte das möglich sein? Ein 23-jähriger Hacker, <a href="http://blog.hacknroll.com/2009/11/12/a-verdade-sobre-o-apagao/">Maycon Maia Vitali</a> [pt] hält es für machbar. Er hat auf seinem Blog die Sicherheitslücken auf der Webseite einer der Behörden, zuständig für die Energieübertragung, genannt:</p>
<blockquote><p>Ou seja, além de ter encontrado uma falha de SQL Injection, já descobri de cara que o sistema funciona rodando um banco de dados IBM Informix.  A partir deste passo ficaria extremamente fácil para qualquer pessoa com conhecimento intermediário de SQL Injection invadir o Operador Nacional do Sistema Elétrico.<br />
É interessante ressaltar que não tenho qualquer ligação com o ocorrido no dia 11 de novembro de 2009, e que irei parar a divulgação neste ponto para não comprometer mais ainda o funcionamento do sistema (odeio escuro). Não estou afirmando que o ocorrido foi causado por um ataque hacker, porém se tivesse sido, é importante deixar bem visível que o mesmo aconteceria sem qualquer dificuldade.<br />
Espero que este post abra os olhos do governo, para que não possamos sofrer danos maiores em situações mais críticas.</p></blockquote>
<div class="translation">Abgesehen von einem Fehler in der SQL Injektion fand ich sofort heraus, dass das System mit einer IBM Informix Datenbank arbeitet. Von da an wäre es für jeden, der einige Kenntnisse über SQL Injektion hat, ein leichtes in das Netzwerk des Betreibers, der staatlichen Elektrizitätsgesellschaft, einzudringen.</p>
<p>Ich möchte betonen, dass ich keine Verbindung mit dem habe, was am 11. November 2009 geschah und ich werde aufhören jetzt weitere Informationen zu veröffentlichen, um den Betrieb des Systems nicht weiter preiszugeben (ich hasse Verdunklung). Ich sage nicht, dass der Vorfall durch einen Hacker-Angriff verursacht wurde, aber es ist wichtig, deutlich zu machen, dass dies ohne Probleme gemacht werden kann.<br />
Ich hoffe, dieser Beitrag der Regierung die Augen öffnet, sodass wir in kritischen Situationen keinen größeren Schäden ausgesetzt sein werden.</p></div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/42099139.jpg" alt="São Paulo, twitpic von @douglasmiguel" width="600" height="450" /><p class="wp-caption-text">São Paulo, twitpic von @douglasmiguel</p></div>
<p>Natürlich hat ein Stromausfall dieser Dimension den brasilianischen Sinn für Humor angefacht. <a href="http://www.fayerwayer.com.br/2009/11/os-5-melhores-tweets-do-apagao-fw-top-5/">Fabiano Fayerwayer</a> hat viele der Witze gesammelt, die bei Twitter die Runde machten, und die viele Leute während des Blackouts unterhielten und für sie eine &#8220;große informale Berichterstattung über das, was in vielen Teilen des Landes vor sich geht&#8221; war:</p>
<blockquote><p>Os engraçadinhos de plantão voaram em cima, e as piadinhas sobre Itaipu não param de aparecer. Tanto que resolvemos fazer uma pausa na nossa programação para trazer para vocês os 5 melhores tweets do apagão até agora! Confiram:</p>
<p>1. Alguem brincou lá em Itaipu e disse: “o último que sair apaga a luz”. O estagiário acreditou…<br />
2. Estão dizendo que o Google comprouItaipu. Agora energia elétrica, só com convite…<br />
3. Apagão: Muito mais econômico que horário de verão!<br />
4. A Madona nem liga pro apagão! Elá tá com Jesus Luz!<br />
5. Segundo meus cálculos, as maternidades vão estar lotadas em Agosto de 2010!!</p></blockquote>
<div class="translation">Der freche Kerl trat mit Non-Stop-Witzen über Itaipu auf. Also beschlossen wir, unser Programm zu unterbrechen, um Ihnen die bisher besten 5 Tweets über den Blackout zu bringen! Sehen Sie sich diese an:</p>
<p>1.  Jemand in Itaipu witzelte, &#8220;der Letzte, der rausgeht, soll bitte das Licht ausmachen!&#8221; Der Lehrling glaubte es &#8230;<br />
2. Sie sagten, Google habe Itaipu gekauft. Nun gibt es Strom nur auf Einladung &#8230;<br />
3. Blackout: viel wirtschaftlicher als die Umstellung auf Sommerzeit! &#8230;<br />
4.  Madonna macht der Blackout überhaupt nichts aus! Sie ist ja mit Jesus Luz zusammen! [Der Nachname von Madonnas brasilianischen Freundes ist das portugiesische Wort für ‘Licht’. Das Paar war in der Nacht des Stromausfalls in Rio.]<br />
5. Nach meinen Berechnungen werden die Entbindungsstationen der Krankenhäuser im August 2010 überlastet sein!</p></div>
<p style="text-align: center;"><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/apagao.jpg" alt="" /><br />
Blackout T-Shirts in zwei Versionen: &#8220;Blackout! Ich war dort / Blackout! Ich habe getwittert!&#8221;<br />
Vom Blog &#8216;Objetos de Desejo&#39;.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Paraguay: Ureinwohner mit Pflanzenschutzmitteln besprüht</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/15/paraguay-ureinwohner-mit-pflanzenschutzmitteln-bespruht/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 10:09:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im östlichen Paraguay erkrankten kürzlich 217 Mitglieder der einheimischen Ava Guaraní mit Gesundheitssymptomen wie Übelkeit und Kopfschmerzen. Es wird vermutet, dass sie vorsätzlich aus der Luft mit Pflanzenstoffen besprüht wurden, nachdem sie sich weigerten, das Land ihrer Vorfahren zu verlassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/eduardo-avila/">Eduardo Avila</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/12/paraguay-indigenous-group-sprayed-aerially-with-pesticides/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Im östlichen Paraguay erkrankten kürzlich 217 Mitglieder der einheimischen Ava Guaraní mit Gesundheitssymptomen wie Übelkeit und Kopfschmerzen. Es wird vermutet, dass sie vorsätzlich aus der Luft mit Pflanzenstoffen besprüht wurden, nachdem sie sich weigerten, das Land ihrer Vorfahren zu verlassen.</p>
<p>Regierungsvertreter bestätigen, dass Teile des Landgebietes im Itakyry Bezirk in <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Alto_Paraná_Department">Alto Paraná</a>, wo diese einheimischen Gruppen leben, dort besprüht wurden, wo <a href="http://www.ultimahora.com/notas/272060-Ministra-confirma-que-fumigaron-tierras-sin-cultivo-en-Itakyry">kein Ackerbau betrieben wird</a> [es]. Viele Anzeichen deuten auf brasilianischen Soja-Erzeuger als die Verantwortlichen hin, zum Teil darum, weil das Land der einheimischen Gemeinden für die Landwirtschaft wertvoll ist, zum anderen weil sie sich in einem Rechtsstreit mit den Ava Guaraní  über <a href="http://interparaguay.blogspot.com/2009/11/ministros-comprobaron-la-fumigacion.html">den Besitz von ca. 3.000 Hektar</a> [es] befinden, gemäß dem Blog von Interparaguay [es].</p>
<p>José Ángel López Barrios von <em>Bienvenidos! [es]</em> <a href="http://lopezbarrios.blogspot.com/2009/11/matte-larangeira-la-industrial.html">schreibt über die abgelegene Gemeinde, wo der Vorfall stattgefunden hat</a>:</p>
<blockquote><p>Itakyry es uno de los distritos del Departamento de Alto Paraná, distante a unos 450 kilómetros de Asunción, der Hauptstadt de la Republica, se llega a por el caminos keine pavimentados, su época de esplendor se dio en la época de las explotaciones yerbateras. Que termino al cabo de 100 años Abriendo paso a la explotación de la soja en estos últimos tiempos &#8230; &#8230;</p></blockquote>
<div class="translation">Itakyry ist einer der Bezirke von  Alto Paraná und liegt 450 Kilometer von der Hauptstadt Asunción entfernt. Man fährt auf unbefestigten Straßen. Der Yerba Mate Anbau war ihre Blütezeit. Nach 100 Jahren wurde in der letzten Zeit Platz für den Anbau von Sojabohnen gemacht &#8230;</div>
<p>Es sind die Nachfrage und die steigenden Preise für die Sojabohnen, die das Land für ihren Anbau so wertvoll macht. Einige dieser Gebiete befinden sich auf dem Land einheimischer Vorfahren, wie die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Guaran%C3%AD">Guaraní</a>. Blogger Carlos Rodríguez <em>von Rescatar [es]</em> <a href="http://rescatar.blogspot.com/2009/11/soja-y-genocidio-fumigan-indigenes.html">glaubt nicht, dass es sich bei dem Ereignis um einen Einzelfall handelt, und nennt es &#8220;Völkermord</a>&#8220;:</p>
<blockquote><p>Hubo un tiempo en que en Paraguay los aborígenes no eran considerados seres humanos. Eran cazados como animales y sus crías rescatadas como trofeos.<br />
(…)<br />
Otros fueron apropiándose a bala y sangre de sus tierras y como los indígenas no hacían gestiones ante las instituciones encargadas de titular las tierras que siempre les pertenecieron, el hombre blanco si lo hizo y se plantea el contrasentido de que los legítimos dueños de estas tierras, hoy son “los invasores”.<br />
Y siguen siendo tratados como animales. Sólo así se puede entender que los productores de soja les envíen aviones fumigadores para lanzarles venenos encima, tal como lo ha comprobado el Ministerio de Salud que socorre en estos momentos a los indígenas intoxicados por plaguicidas para soja.</p></blockquote>
<div class="translation">Es gab eine Zeit in Paraguay, zu der die Ureinwohner nicht als Menschen betrachtet wurden. Sie wurden wie Tiere gejagt und ihre Kinder wie Trophäen gesammelt.<br />
(&#8230;)<br />
Mit Blut und Kugeln eigneten sich Andere einige ihrer Ländereien an. Da die Einheimischen nicht zu den Behörden gingen, um ihre Rechte auf das Land registrieren zu lassen, gingen die Weißen zu diesen Behörden. Es ergibt deshalb keinen Sinn, dass die rechtmäßigen Eigentümer dieser Länder heute die &#8220;Eindringlinge&#8221; sind. Sie werden weiterhin wie Tiere behandelt. Nur so kann man verstehen, wie die Soja-Produzenten dazu kamen Flugzeuge zu schicken, die sie mit Gift besprühten, wie vom Gesundheitsministerium nachgewiesen, das nun den von Pestiziden vergifteten Einheimischen hilft.</div>
<p>López Barrio <a href="http://lopezbarrios.blogspot.com/2009/11/matte-larangeira-la-industrial.html">ist ebenfalls über die Vergangenheit von Misshandlungen der eiheimischen Gemeinden in Paraguay beschämt</a> [es]: Als Nachkomme von Einwanderern in das Land, so schreibt er, dass das Ereignis &#8220;ihm das Gefühl gibt, nach Europa zurückgekehrt zu sein &#8230; aber es wirklich &#8230; vorziehen würde, wenn die Ausbeuter das Land verliessen.</p>
<blockquote><p>Ensañarse con un pueblo indígena que tiene más de 38 siglos de existencia en sus propios y verdaderos territorios, no me parece apropiado…. Si no respetamos a nuestros mayores nuestros días se acortaran sobre la tierra y si anteponemos la avaricia a cualquier otra virtud caeremos sin remedio…..</p></blockquote>
<div class="translation">Es erscheint mir nicht richtig zu sein, wenn man es Einheimischen übelnimmt, seit 38 Jahrhunderten hier auf ihrem eigenen Land zu existieren&#8230;.</p>
<p>Wenn wir unsere Älteren nicht respektieren, werden unsere Tage auf der Erde gezählt sein, und wenn Habgier vor Tugend kommt, verfallen wir hoffnungslos &#8230;</p></div>
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		<title>Kolumbien: Aufrechterhaltung der Afro-Kolumbianischen Kultur in San Basilio de Palenque</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/12/kolumbien-aufrechterhaltung-der-afro-kolumbianischen-kultur-in-san-basilio-de-palenque/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 01:47:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika]]></category>
		<category><![CDATA[Colombia]]></category>
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		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Nachkommen der entkommenen afrikanischen Sklaven, die heute in San Basilio de Palenque im Norden Kolumbiens leben, arbeiten daran, ihr kulturelles Erbe durch mündliche und musikalische Überlieferungen aufrecht zu erhalten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/catalina-restrepo/">Catalina Restrepo</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/09/colombia-preserving-afro-colombian-culture-in-san-basilio-de-palenque/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Das Dorf San <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/San_Basilio_de_Palenque">Basilio de Palenqu</a>e, ein Dörfchen in Kolumbiens Norden, beherbergte eine der ersten Gemeinden von entkommenen afrikanischen Sklaven während der spanischen Kolonialisierung. Die Nachkommen jener Sklaven arbeiten heute daran, ihre kulturelles Erbe, sowie ihre <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Palenquero">Palenquero-Sprache</a>, einer auf Spanisch basierende Kreolen-Sprache, die von ungefähr 2.500 Leuten gesprochen wird, zu erhalten. Geschichten über die Sklaverei, von Generation zu Generation weitergereicht, und die erhalten gebliebenen musikalischen Traditionen, bringen den afrikanischen Kontinent in dieses Dorf in einer Ecke von Kolumbien.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/palenque.jpg" alt="Foto von San Basilio de Palenque von Royale_With_Cheese und benutzt unter der allgemeinen kreativen Lizenz" width="400" height="267" /><p class="wp-caption-text">Foto von San Basilio de Palenque von Royale_With_Cheese und benutzt unter der allgemeinen kreativen Lizenz</p></div>
<p>Der Blog <em>Azadón de Palo [es] </em>interviewte M. Elena Salgado, eine Dorfbewohnerin und beantwortet die Frage: “<a href="http://azadondepalo.wordpress.com/2009/07/02/piel-prieta-con-sabor-a-papaya-y-a-patrimonio/">Wie ist das Leben in San Basilio de Palenque</a>?”</p>
<blockquote><p>Es un lugar pequeño, donde todos nos conocemos. Somos generaciones de todas las familias, desde las primeras que se refugiaron en los Montes de María (así se llama la zona que rodea a San Basilio). Nuestras casas son humildes, hechas con material que nos da la naturaleza; tierra, bahareque, tapia y cemento a la vista. Nuestros techos son de palma y lata, que ayuda a refrescar y soportar el calor.</p></blockquote>
<div class="translation">Das hier ist ein kleiner Ort, in dem jeder jeden kennt. Wir sind Generationen von allen Familien, von den ersten Familien, die in die María Berge geflohen sind (so nennt man das Gebiet um San Basilio herum). Unsere Häuser sind bescheiden, aus Materialien, die uns die Natur gibt; Schmutz, Lehm und Zement. Unsere Dächer bestehen aus Palmblättern und Blech, die das Haus kühlen und der Hitze widerstehen.</div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/singer.jpg" alt="Die Musikgruppe ‘Las Alegres Ambulancias’, die aus San Basilio de Palenque stammt. Foto von Troskiller unter einer gemeinsamen kreativen Lizenz." width="300" height="444" /><p class="wp-caption-text">Die Musikgruppe ‘Las Alegres Ambulancias’, die aus San Basilio de Palenque stammt. Foto von Troskiller unter einer gemeinsamen kreativen Lizenz.</p></div>
<p>In den Heimen hört man afro-kolumbianiche Töne, auf die viele Sektoren der Gesellschaft Anspruch erheben. Der Kern dieses Konzeptes nimmt an Stärke zu und in diesem Sinne veröffentlicht der Blog ‘Colombian Passport’ [es] den folgenden Paragraph über <a href="http://colombiapassport.com/2007/07/10/colombia-negra-otra-gran-nacion-por-descubrir/comment-page-1/">die Vergangenhei</a>t:</p>
<blockquote><p>Lo que bien se sabe acerca de los colombianos negros es que son las personas descendientes de los que fueron traídos como mercancía, forzados por las compañías negreras europeas entre los siglos XV y XVIII a todo el territorio de las Américas</p></blockquote>
<div class="translation">Was man über die schwarzen Kolumbianer weiß ist, dass sie Abkommen von jenen sind, die von europäischen Sklavenhändlern zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert als Waren in ganz Amerika gehandelt wurden.</div>
<p>Patricia Quintero Barrera vom Blog <em>Etnicográfica [es]</em> <a href="http://etnicografica.wordpress.com/2009/05/21/hoy-dia-nacional-de-la-afrocolombianidad/">schreibt</a> dazu:</p>
<blockquote><p>La Afrocolombianidad o Identidad étnica Afrocolombiana es el conjunto de aportes y contribuciones, materiales y espirituales, desarrollados por los pueblos africanos y la población afrocolombiana en el proceso de construcción y desarrollo de nuestra Nación y las diversas esferas de la sociedad Colombiana. Son el conjunto de realidades, valores y sentimientos que están integrados en la cotidianidad individual y colectiva de todos nosotros y nosotras. La Afrocolombianidad es un patrimonio de cada colombiano(a), indistintamente del color de la piel o el lugar donde haya nacido.</p></blockquote>
<div class="translation">Die ethnische Identität der Afro-Kolumbianer besteht aus der Summe der materiellen und spirituellen Beiträge, die von den Afrikanern und der afro-kolumbianischen Bevölkerung im Prozess des Aufbaus und der Entwicklung unserer Nation und den diversen Bereichen der kolumbianischen Gesellschaft entwickelt wurden. Das sind die Wirklichkeiten, Werte und Gefühle, die in unser tägliches und individuelles Leben integriert sind. Die Afro-Kolumbianer sind das Erbe eines jeden einzelnen Kolumbianers, ohne Rücksicht auf Farbe oder Geburtsort.</div>
<p>Abschließend gibt es auf dem Asabbagh Kanal bei YouTube einen <a href="http://www.youtube.com/watch?v=j7pULdFkuB8&#038;feature=geosearch">Dokumentar-Trailer</a>, der zeigt, wie San Basilio de Palenque heute aussieht, eine Gemeinde, die nicht umsonst von der UNESCO zum Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit erklärt wurde.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Südafrika: HIV-positives Muppet in der Sesamstraße klärt auf</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/11/sudafrika-hiv-positives-muppet-in-der-sesamstrase-klart-auf/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 21:44:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Kindersendung Sesamstraße wird diesen Monat 40 Jahre alt und auch in der heute gestarteten neuen Staffel kämpft ein Muppet namens Kami in der südafrikanischen Ausgabe gegen Vorurteile und hilft bei der Aufklärungsarbeit über HIV/AIDS.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/juhie-bhatia/">Juhie Bhatia</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/11/south-africa-sesame-streets-hiv-positive-muppet-raises-awareness/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="alignright" title="Kami" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/Kami22.jpg" alt="" width="200" height="260" />Die Kindersendung <a href="http://www.sesamestreet.org/home/">Sesamstraße</a> wird diesen Monat 40 Jahre alt und auch in der heute gestarteten neuen Staffel kämpft ein süßes, knuddeliges Muppet in der südafrikanischen Ausgabe gegen Vorurteile und hilft bei der Aufklärungsarbeit über HIV/AIDS.</p>
<p>Während die Sesamstraße in mehr als <a href="http://www.sesameworkshop.org/newsandevents/sesameupdates/sesame_40thbirthday">140 Ländern</a> verfolgt wird, werden in jeder Version lokale Themen besprochen und es gibt dafür jeweils verschiedene Muppets. Die goldgelbe <a href="http://muppet.wikia.com/wiki/Kami">Kami</a> hatte 2002 als Reaktion auf das HIV/AIDS-Problem im Land ihr Debüt in <a href="http://www.schooltv.co.za/TakHome.htm">Takalani Sesame</a>, einer Co-Produktion der südafrikanischen Sesamstraße. Als weltweit erstes, HIV-positives Muppet hilft sie dabei, Kinder über die Krankheit aufzuklären, und spricht Probleme von Menschen mit HIV an. Der Name Kami ist von dem Wort „Kamogelo“ <a href="http://www.sesameworkshop.org/aroundtheworld/southafrica">abgeleitet</a>, das in Setswana „Akzeptanz“ heißt. Sunshinestar110 bloggt auf <em>U Don&#39;t Like My Opinion…That&#39;s Fine!</em> Und <a href="http://thatsfine2009.blogspot.com/2009/11/happy-birthday-to-you.html">erzählt mehr</a> über Kami:</p>
<blockquote><p>„Kami ist eine gesunde, HIV-positive, liebevolle, 5-jährige Waise, die etwas schüchtern ist, aber schnell mitmacht, wenn sie freundlich angesprochen wird. Sie weiß außerdem sehr viel über HIV, sie verlor ihre Mutter an die Krankheit. Als Kami zum ersten Mal mit ihrem Mopp brauner Haare – sie trug auch eine Weste - auftrat, lief sie in die Sesamstraße und fragte sich nervös, ob die Bewohner wohl mit ihr spielen wollten.  Sie hätte sich keine Sorgen machen müssen, denn die anderen Muppets hießen Sie begeistert willkommen.“</p></blockquote>
<p>Kami wurde geschaffen, um vielen Kindern in Südafrika zu helfen, die mit der HIV/AIDS-Krise umgehen müssen. Es wird angenommen, dass Südafrika die höchste Zahl HIV-infizierter Menschen weltweit aufweist – geschätzte <a href="http://www.unaids.org/en/CountryResponses/Countries/south_africa.asp">5,7 Million</a>. Ungefähr 280.000 der Infizierten sind Kinder unter 14 Jahren und aufgrund von AIDS gibt es 1,4 Millionen Waisen im Land. Zusätzlich zu den körperlichen Komplikationen, die mit einer HIV-Infektion einhergehen, kommt das Problem der Stimatisierung und Tabuisierung, wodurch es schwerer wird, angemessenen behandelt und unterstützt zu werden. Takalani Sesame, bei dem alle 11 offiziellen Sprachen Südafrikas einfließen, versucht Kindern zu helfen, diese Probleme mithilfe von Kami direkt anzugehen.</p>
<p>Nach der Einführung von Kami kam es jedoch besonders in den USA zu starken Kontroversen, da viele darüber schockiert waren, dass in einer Kindersendung eine HIV-positive Figur vorkam. <em>Haven on Earth</em> <a href="http://haven-on-earth.spaces.live.com/blog/cns!C13DE188EF218F14!382.entry?sa=500695506">erörtert</a> die Debatte:</p>
<blockquote><p>„Obwohl berichtet wurde, dass die Einführung von Kami in die Sesamstraße in Südafrika willkommen geheißen worden sei (mir fällt es schwer, dies zu glauben, da in dieser Beziehung immer noch starke Ablehnung herrscht), kam es hier in den Vereinigten Staaten definitiv zu einer Kontroverse. Ich erinnere mich, wie ich darüber gelesen habe (weshalb ich so erfreut war, auf eine Sendung zu stoßen, die ausgestrahlt wurde als ich in Südafrika war - ich wäre nie auf die Idee gekommen, danach zu suchen). Offenbar schickte eine Gruppe republikanischer Kongressabgeordneter einen Brief an den Präsidenten des PBS (Public Broadcasting Service), der die Sesamstraße ausstrahlt. In dem Brief wurde gegen die geplante Einführung einer ähnlichen HIV-positiven Figur in den Vereinigten Staaten protestiert. Dies sei angesichts des Alters des Publikums unangemessen. Es wurde angedeutet, dass durch ein solches Vorgehen möglicherweise die öffentlichen Mittel für den PBS [Public Broadcasting Service] gefährdet sein könnten.“</p></blockquote>
<p>Kami erschien nie in der amerikanischen Sesamstraße, obwohl sie sich auf Takalani Sesame und darüber hinaus als sehr erfolgreiche Figur erwiesen hat. UNICEF <a href="http://www.unicef.org/media/media_16631.html">ernannte sie</a> 2003 zu einem weltweiten „Champion for Children“. In diesem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=9eXlNn-C8BY">Video</a> sendet sie zusammen mit dem früheren US-Präsidenten Bill Clinton eine Botschaft über HIV/AIDS. Jamie bloggt auf <em>No day but today… </em>und <a href="http://phaino.blogspot.com/2006/12/world-according-to-sesame-street.html">diskutiert</a> Kamis weitere Erfolge.</p>
<blockquote><p>„Da die meisten Kinder in Südafrika jemanden kennen, der AIDS hat, wird die Figur zu einer nationalen Heldin, die von allen Menschen im Land geliebt wird. Kami erschein bei den Vereinten Nationen und der Weltbank und wurde von Katie Couric [Anm. d. Übers.: Moderatorin des amerikanischen Fernsehsenders CBS] interviewt. Sie wurde außerdem zur UNICEF-Botschafterin für Kinder ernannt und erschien in Takalani-Beiträgen zusammen mit Desmond Tutu und Nelson Mandela.“</p></blockquote>
<p>Trotz Kamis Erfolg glauben einige Blogger immer noch, dass sie keine angemessene Figur für die amerikanische Version der Sesamstraße ist. Emily Meyer, die für ihre Honors Class bloggt, <a href="http://hons101fall09eem.blogspot.com/2009/10/kami-hiv-muppet.html">sagt</a>:</p>
<blockquote><p>„Obwohl es für Amerikaner wichtig ist, über HIV/AIDS und die Bedeutung der Krankheit Bescheid zu wissen, denke ich, dass es etwas extrem ist, Kinder im Alter von zwei oder drei Jahren darüber aufzuklären. Kinder in einem so jungen Alter verstehen höchstwahrscheinlich nicht, was HIV ist und welche Bedeutung dessen Konsequenzen hat. Wenn Kami in den Vereinigten Staaten eingeführt werden würde, um Wissen darum zu verbreiten und AIDS zu bekämpfen, glaube ich nicht, dass das erwünschte Ergebnis eintreten würde…Kinder in Amerika sind nicht gezwungen, sich mit dem Problem HIV/AIDS in einem so frühen Alter auseinanderzusetzen. Ich denke, dass es für Kinder in Amerika angemessener ist, über die Bedeutung von HIV zu lernen, wenn sie etwas älter sind, etwa zehn oder elf Jahre alt oder wenn Schüler sexuell aktiv werden.“</p></blockquote>
<p>Viele Blogger, wie dieser, der auf <em>Muppets and History</em> <a href="http://beckyluz.wordpress.com/2008/12/16/kami-the-hiv-positive-muppet/">schreibt</a>, sehen Kami als weiteres Beispiel, in dem die Sesamstraße Grenzen überwunden hat. Andere <a href="http://joburgjoblog.blogspot.com/2006/03/celebrating-aids-research.html">gestehen ihre Liebe</a> für das Muppet und die Botschaft, die sie Kindern bringt. Wieder andere denken, sie sollte auch in anderen Versionen der Sesamstraße eingeführt werden. Auf ihrem persönlichen Blog <a href="http://steishapintado.wordpress.com/2008/12/18/final-grades-kami/">schreibt</a> Steisha Pintado:</p>
<blockquote><p>„Sie zeigt Kindern, dass es in Ordnung ist, jemanden, der HIV-positiv ist, zu umarmen und sie erklärt, was zu tun ist, wenn sie sich in den Finger geschnitten hat oder wenn man sich selbst geschnitten hat. Sie lehrt ihr junges Publikum, mit Krankheit und Verlust umzugehen&#8230;Obwohl Sex nie erwähnt wird, wenn über Kamis Krankheit gesprochen wird, sagen einige, dass eine HIV-positive Figur für ein junges Zuschauerpublikum nicht angemessen sei. Ein Gesetzgeber behauptete sogar, dass die öffentlichen Mittel für den Sesam-Workshop gestrichen werden würden, sollte eine solche Figur in unserem Land ausgestrahlt werden. Es schockiert mich so sehr, diese Worte zu hören. Eltern verbringen immer weniger Zeit mit ihren Eltern und lassen immer häufiger zu, dass das Fernsehen die Erziehung übernimmt. Offensichtlich lehren viele Eltern ihre Kinder also nicht, mit sensiblen Themen wie Aufklärung und Akzeptanz umzugehen. Eltern haben dem Sesam-Workshop bereits erlaubt, Aktzeptanz gegenüber Menschen mit Behinderungen oder Krankheiten einzuführen, und auch denjenigen gegenüber, die einer anderen Rasse oder Religion angehören. Worin besteht der Unterschied?“</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>BRASILIEN: RIOS DROGEN-KRIEG AUS DEM BLICKWINKEL DER SLUMBEWOHNER</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/03/brasilien-rios-drogen-krieg-aus-dem-blickwinkel-der-slumbewohner/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 01:17:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<description><![CDATA[In dieser Post lesen wir etwas über die Ansichten der Bürger-Reporter des Viva Favela Projektes über die durch Drogen verursachten Gewalttätigkeiten, die sich in Rio de Janeiros Slums ereigneten, und die sie von ihrer Haustür aus beobachteten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/diego-casaes/">Diego Casaes</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/01/brazil-a-view-from-slum-dwellers-on-rios-drugs-war/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>In der letzten Woche wurden Bilder über den Krieg zwischen Drogenhändlern und Dealern in Rio de Janeiro in der ganzen Welt verbreitet. Zusammenstöße zwischen den Banden aus den Hügeln von Morro São João und Morro dos Macacos am 17. Oktober verängstigten die Bevölkerung. Es half nichts, dass Hunderte von Staatspolizisten zur Unterdrückung der rivalisierenden Gänge eingesetzt wurden: Der Kampf zwischen den Drogenhändlern und der Polizei resultierte in einem abgeschossenen Polizei-Hubschrauber, bei dem drei Polizisten getötet und das Leben von weiteren 30 Personen, darunter mutmaßliche Gang-Mitglieder und Zuschauer, vernichtet wurden.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/36736952.jpg" alt="Hubschrauber Explosion. Foto von Taiane Oliveira bei Twitpic." width="600" height="450" /><p class="wp-caption-text">Hubschrauber Explosion. Foto von Taiane Oliveira bei Twitpic.</p></div>
<p>Der <em><a href="http://inblogs.com.br/censurado/">Censurado</a></em> [pt] Blog kritisierte die Einstellung des Gouverneurs zu dieser Krise, nachdem sie hörten,<a href="http://inblogs.com.br/censurado/politicanacional/carnaval-fora-de-epoca-no-rio-de-janeiro-chove-bala-rio-2016-socorro-ja"> dass die Polizei von der Invasion überhaupt nichts gewusst haben sollte</a>.</p>
<blockquote><p>Vocês viram as cenas na televisão este fim de semana? Helicóptero caindo, policial morrendo queimado, inocente metralhado nas ruas e traficante invadindo a favela do outro em plena luz do dia, uma verdadeira cena de filme de guerra. Dizem no Rio que até o serviço secreto israelense sabia que um morro atacaria o outro, mas mesmo assim o governador Sérgio Cabral diz que a policia carioca não sabia de nada? Acho que ele anda passando muito tempo com o Lula. Só isso explica essa ‘ignorância&#39; sobre o tema.</p></blockquote>
<div class="translation">Hast du letztes Wochenende die Bilder im Fernsehen gesehen? Ein Hubschrauber fällt herunter, Polizisten brennen, unschuldige Leute werden auf der Straße erschossen und (Drogen) Schieber dringen bei hellem Tageslicht in die Slums anderer Dealer ein; eine Szene wie aus einem Kriegsfilm. Die Leute in Rio sagen, dass sogar der israelische Geheimdienst wusste, dass die Dealer aus einem Slum die anderen angreifen würden, trotzdem sagt der Gouverneur Sérgio Cabral, die Carioca Polizei hätten davon nichts gewusst? Ich glaube er verbringt zu viel Zeit mit (dem brasilianischen Präsidenten) Lula. Das ist die einzige Entschuldigung für seine “Ahnungslosigkeit” über diesen Vorfall.</div>
<p>Bloggerin <em><a href="http://anamvc.blogspot.com/">Ana Maria</a></em> [pt] meint, dass das Abschießen eines Hubschraubers nicht so einfach sei, ein Hinweis darauf, dass dies gerade der Anfang sein könnte. Sie <a href="http://anamvc.blogspot.com/2009/10/desespero-do-trafico.html">sagt</a> [pt]:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Mas os senhores do tráfico, donos dos morros cariocas possuem não apenas as armas capazes disso, possuem indivíduos capazes de manuseá-las e causar um desastre como o do sábado. Isso vai ficar marcado para sempre na memória da PM e do cidadão de bem, morador do estado do Rio de Janeiro. Se eles podem fazer isso com um helicóptero da polícia tripulado por homens treinados, que dão a vida pela segurança pública, o que podem fazer com o cidadão comum? Não vou “tapar o sol com peneira”. As coisas podem piorar.</p></blockquote>
<div class="translation" style="text-align: left;">Nicht nur die Drogen-Barone sondern auch die Besitzer der Carioca-Slums haben Gewehre und sind durchaus in der Lage etwas zu unternehmen. Außerdem haben sie ausgebildete Leute,  die eine Katastrophe wie die vom letzten Samstag ebenfalls veranstalten können.<br />
Dieser Tag wird für immer im Gedächtnis der Polizei und der normalen Bürger, der Einwohner des Staates Rio de Janeiro, haften bleiben.<br />
Wenn sie das mit einem Polizei-Hubschrauber machen können, der mit ausgebildeten Männern besetzt ist, die für die öffentliche Sicherheit mit ihrem Leben bezahlt haben, was können sie wohl dem Durchschnittsbürger antun?<br />
Ich werde nicht “die Sonne mit einem Sieb verdecken”.<br />
Es kann noch schlimmer werden.</div>
<p><strong>Bericht eines Bewohners über den Drogen-Krieg</strong></p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/Macacos-010.jpg" alt="Eine Frau mit einem Kind geht unbeeindruckt an einer Polizei-Streife in Morro dos Macacos vorbei." width="400" height="300" /></p>
<p><p class="wp-caption-text">Eine Frau mit einem Kind geht unbeeindruckt an einer Polizei-Streife in Morro dos Macacos vorbei.</p></div>
<p>Das Bürger-Medien-Projekt <em><a href="http://www.vivafavela.com.br/">Viva Favela</a></em> [pt] gibt die <a href="http://www.vivafavela.com.br/publique/cgi/cgilua.exe/sys/start.htm?infoid=46399&amp;sid=87">Augenzeugenberichte dieses Konflikts</a> einiger Anwohner wieder. Die Bürger-Reporter - die alle an den Grenzen der Kreuzfeuer leben - haben Berichte der Slumbewohner und Fotos, die an dem Tag, als der Drogenkrieg in Rio de Janeiro ausbrach, gesammelt und aufgenommen.<br />
Die von <em>Viva Favel</em>a als Erstes gehörte Person war Hugo Mattos, der in der in den Slum führenden Straße wohnt, in welchem sich die Ereignisse abgespielt haben (Morro dos Macacos). Er sagte die Schieber benutzten hochkalibrige Waffen und fügte hinzu, dass eine allgemeine Angst bestünde, sollte die Polizei die von den Dealern besetzten Gebiete zurücknehmen wollen, und es dadurch zu einer sehr gewaltsamen Reaktion von der Gruppe, die Morro dos Macacos kontrolliert, kommen würde.</p>
<blockquote><p>O tiroteio começou por volta das duas da manhã e só terminou às oito horas, quando a policia chegou. Muita gente teve que dormir fora de casa nesse dia.<br />
As pessoas dizem que ninguém deve sair de casa depois das 10 horas, porque algo pode acontecer.</p></blockquote>
<div class="translation">Das Schießen begann ungefähr um 2 Uhr morgens und hörte erst gegen 8 Uhr auf, als die Polizei eintraf. Viele Leute mussten diese Nacht außerhalb ihrer Wohnung verbringen. Die Leute sagten niemand dürfe seine Wohnung nach 10 Uhr abends verlassen, weil etwas passieren könnte.</div>
<p>Gemäß <em>Viva Favela</em> treffen laufend ähnliche Informationen von wehrlosen Bewohnern aus der Nachbarschaft ein. Am Abend vom Dienstag den 20. Oktober gingen die Bewohner von Morro São João auf die Straße, weil sie Angst vor einer möglichen Vergeltungs-Invasion hatten, einer Gefahr, die von dem General-Chef der Polizei-Corporation, Oberst Mário Sérgio Duarte als unbegründet eingestuft wurde. Trotzdem hatte die Angst in der Bevölkerung zugenommen. Eine andere Bewohnerin von Morro dos Macacos, Karen Carolina Nascimento, sagte aus, dass die Schießereien zwischen den Dealern und der Polizei bereits seit zwei Monaten stattfinden. Sie befürchtet einen neuen Konflikt:</p>
<blockquote><p>Já era praticamente uma rotina, mas no último sábado foi diferente. O confronto aconteceu por causa de uma tentativa de invasão e não foi a primeira vez que os traficantes do Morro São João tentam. O comentário que se escuta no morro é que a facção rival deu uma ordem para tomar o Morro dos Macacos até dezembro e que esses bandidos tiveram ajuda de policiais para tentar invadir.<br />
O policiamento não está reforçado e os moradores estão muito apreensivos com medo de uma outra invasão. Eu trabalho no pé do Morro São João e vou para a minha casa andando. Ontem só havia um único carro com dois policiais dentro parado em uma esquina. Em cima do morro não existe policiamento nenhum. Uma vez ou outra um carro blindado sobe e faz uma ronda. Estamos com muito medo porque com certeza a facção rival vai tentar tomar novamente.</p></blockquote>
<div class="translation">(Der Bandenkrieg) war praktisch Routine, aber an diesem Samstag war es anders. Es kam zum Kampf, weil die Dealer von Morro São João versuchten Morro dos Macacos zu besetzen, und das war nicht der erste Versuch. In den Slums wird darüber geredet, dass die rivalisierende Gruppe einen Befehl erhalten hätte, Morro dos Macacos bis zum Dezember zu besetzen und dass diese Dealer von Polizei-Offizieren unterstützt werden.<br />
Die Polizeistreifen sind nicht verstärkt worden und die Bewohner sind sehr besorgt, sie befürchten eine neue Invasion. Ich arbeite am Fuße von Morro São João und laufe nach Hause. Gestern parkte da nur ein Wagen mit zwei Polizisten an der Ecke. Im Slum gibt es keine Polizeistreifen. Alle Jubeljahre kommt einmal ein Kampfwagen hier durch und patrouilliert das Gebiet. Wir haben so viel Angst, weil wir sicher sind, dass die rivalisierende Gruppe dieses Gebiet übernehmen wird.</div>
<p><em><a href="http://www.vivafavela.com.br/publique/cgi/cgilua.exe/sys/start.htm?infoid=46400&amp;sid=87">Viva Favela</a></em> [pt] gibt auch die Meinung von <em>Wagner da Silva de Barros</em> wider, einem 29 jährigen Bewohner der Vila Pinheiro im Complexo da Maré, der sagt, dass die Auswirkungen des Konfliktes in Morros dos Macacos aufgrund des abgeschossenen Hubschraubers bis jetzt nur bis hierher gereicht hätten und fügte hinzu, dieser Krieg würde sich auf viele andere Gemeinden ausdehnen:</p>
<blockquote><p>A queda do helicóptero e a morte dos três policiais chocou parte da população, mas na Maré, durante cinco meses, nós vivemos um confronto entre facções que matou muita gente, inclusive moradores que nada tinham a ver com o tráfico, e não teve nem metade da divulgação que esse tiroteio dos Macacos está tendo.<br />
Esses tiroteios reforçam de que na favela só existe bandido e violência, mas o que muitas pessoas ignoram é que trabalhadores morrem durante os conflitos e são logo identificados como traficantes pela polícia.</p></blockquote>
<div class="translation">Der Abschuss des Hubschraubers und der Tod von drei Polizisten haben einen Teil der Slumbewohner schockiert, aber in Maré (ein Slum) leben wir seit fünf Monaten in einem Konflikt zwischen Gruppen, der mehr Menschen getötet hat, inklusive von Anwohnern, die mit dem Drogenhandel nichts zu tun hatten, und das hatte noch nicht einmal die Hälfte des Interesses bei den Medien erregt, wie die Schießereien in Morro dos Macacos.<br />
Diese Schießereien verstärken die Tatsache, dass es in den Favelas nur Banditen und Gewalt gibt. Was viele Leute jedoch nicht wissen, ist, dass Arbeiter bei diesen Konflikten sterben und dann von der Polizei schnell als Dealer identifiziert werden.</div>
<p>Gemäß <em><a href="http://www.vivafavela.com.br/publique/cgi/cgilua.exe/sys/start.htm?infoid=46400&amp;sid=87">Viva Favela</a></em> [pt] wurden, im Falle von Morro dos Macacos, drei erschossene, unschuldige junge Männer in die Liste der getöteten Banditen aufgenommen. Der Sicherheitsminister, José Mariano Beltrame, entschuldigte sich bei den Familien von Marcelo Costa Gomes, 26, Leonardo Fernandes Paulino, 27, und Francisco Haílton Vieira Silva, 24. Zur Zeit der Invasion kamen die drei Männer von einer Party und gingen nach Hause zurück. Ein vierter Mann, Kellner Francisco Alaílton Vieira da Silva, 22, wurde von Anwohnern gerettet, befindet sich aber auf der Intensivstation im Krankenhaus. Seine Freundin ist im 3. Monat schwanger.</p>
<p>Walter Mesquista von <em>Viva Favela</em> zeigt <a href="http://www.vivafavela.com.br/publique/cgi/cgilua.exe/sys/start.htm?infoid=46399&amp;sid=87">Fotos von den Kämpfen</a>, aufgenommen von dem Fotografen <em>Guillermo Planel</em>, an dem Tag, den die Leute jetzt als den Tag des “Drogen-Krieg” bezeichnen.</p>
<p><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/Macacos-001.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/Macacos-002.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/Macacos-003.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/Macacos-004.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/Macacos-005.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/Macacos-006.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/Macacos-007.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/Macacos-008.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/Macacos-009.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/macacos011_trat.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/macacos012_trat.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/macacos013_trat.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p>Jedes Jahr gibt es im gesamten Staat von Rio mit einer Einwohnerzahl von ca. 14 Millionen, ungefähr 6.000 Ermordungen. In fünf Slums wurde seit einem Jahr von der Polizei eine ‘Befriedungs’ Operation mit permanenten Streifen vorgenommen. Durch ihre zunehmende Präsenz in den Slums zwingt die Polizei die Gangs aber über andere Gebiete zu kämpfen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/viva_favela_logoweb-300x136.jpg" alt="" /></p>
<p><em><a href="http://www.vivafavela.com.br/publique/cgi/cgilua.exe/sys/start.htm?infoid=40489&amp;sid=74">Viva Faleva</a> ist ein Bürger-Medien-Projekt, das mit besonderen Bloggern zusammenarbeitet, die in den Barackenstädten von Rio de Janeiro leben. Das Projekt steht unter der Leitung von <a href="http://twitter.com/rodrigonogueira">Rodrigo Nogueira</a>. Bei ihrem <a href="http://twitter.com/vivafavela">offiziellen Twitter Konto</a> [pt] und ihrer Orkut <a href="http://www.orkut.com.br/Main#Community?cmm=33684890">Gemeinde</a> [pt] können Sie mehr erfahren.</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schwangerschaft und Gefängnis: Gesundheit und Rechte der Frauen hinter Gittern</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 04:20:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Menschenrechte für schwangere Frauen sind weltweit immer noch umkämpft und es scheint, dass dabei schwangere Frauen in Gefängnissen sehr oft übersehen werden. Welche Schritte wurden unternommen um sicher zu stellen, dass sie auch menschlich behandelt werden, in Bezug auf das Leben, das sie tragen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/juliana-rincon-parra/">Juliana Rincón Parra</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/10/24/pregnancy-and-prisons-womens-health-and-rights-behind-bars/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="alignleft" title="Das Bild, welches diese Post illustriert, stammt aus “17. November” von daquella manera." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/2044749780_4ade9e2e3f.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Verdienen alle schwangere Frauen gleiche menschliche Rechte oder haben schwangere Frauen im Gefängnis diese Rechte verloren?</strong></p>
<p>Denkt man darüber nach, so tauchen immer ein paar Fragen auf, ob eine Frau, die für irgendwelche Kriminalitäten verurteilt worden ist, ein Recht darauf hat ein Leben zu führen und ihr Kind aufzuziehen:</p>
<p>⁃	Wie fühlen sie sich hinter Gittern, wenn sie schwanger sind und ein Kind erwarten?<br />
⁃	Sollte es Vorrechte geben, wenn es auch andere Frauen außerhalb der Vollzugsanstalt<br />
gibt, die keine medizinische Hilfe erhalten?<br />
⁃	Sollte Schwangerschaft alle andere legalen Bedingungen außer Kraft setzen, um die Menschenrechte einer schwangeren Frau zu wahren?</p>
<p><strong>USA: In Wehen liegende Frauen nicht mehr fesseln.</strong><br />
Können Sie sich eine Frau bei der Geburt eines Kindes vorstellen, mit den Händen in Handschellen und die Füße an die Bettpfosten gekettet?<a href="http://www.rhrealitycheck.org/user/malika-sadaa-saar"> Malika Saada Saar</a>, Gründer und Direktor von <a href="http://www.rebeccaproject.org/">Rebecca Project for Human Rights</a> erzählt uns von dieser Praxis, die es in den Vereinigten Staaten immer noch gibt, wo Frauen, die im Gefängnis sitzen, routinemäßig während der Wehen und Geburt angekettet werden, eine allgemeine Vorgehensweise in einigen Vollzugsanstalten, obgleich dies für die Gesundheit der Mutter und des Kindes gefährlich ist. Es folgt ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=CWj1uHdxnt8">Video Interview</a>, das in dem gleichen Artikel für<em> RH Reality Check </em>erschienen ist, eine online Gemeinschaft über sexuelle und reproduktive Rechte, die Informationen und Analysen für reproduktive Gesundheit gibt:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="430" height="264" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/CWj1uHdxnt8&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="430" height="264" src="http://www.youtube.com/v/CWj1uHdxnt8&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><strong>Was geschieht mit dem Kind der Insassin nach der Geburt?</strong></p>
<p>Jedes Land hat unterschiedliche Vorschriften über Kinder im Gefängnis. In Argentinien zum Beispiel, gemäß <em>Ajintem</em>, einem Informations-Portal für Migrations-Informationen, wurde letztes Jahr <a href="http://portal.ajintem.com/archivo/80-argentina-prision-domiciliaria-para-embarazadas-y-madres.html">ein Gesetz erlassen</a>, das vorschreibt, schwangere Frauen, Frauen mit Kindern unter 5 Jahren und solche mit behinderten Kindern dürfen ihre Gefängnisstrafe unter Hausarrest ableisten. Dieses Gesetz hilft nicht nur der Mutter, die während ihrer Schwangerschaft im Gefängnis nicht die richtige Pflege erhält, sondern auch dem Kind, dass entweder in einer unsicheren Umgebung, beraubt jeder Freiheit und unzureichender Gesundheitskontrolle und Nahrung, aufwachsen würde, oder von seiner Mutter getrennt aufgezogen würde, was wieder eine ganz andere Serie von Problemen aufwerfen würde. Die Richter sollen jedoch dem Geist dieses Gesetzes folgen und diese Erlaubnis nur jenen Frauen gewähren, die nicht in brutale Verbrechen verwickelt sind, damit der Rest der Zivilbevölkerung Schwangerschaft nichts als eine Freikarte für einen Gefängnisaufenthalt ansieht.</p>
<p>In den Kanarischen Inseln, gemäß dem ‘Prisiones y Penas’  Blog, der über Fragen in Bezug auf  Gefängnisse und Zuchthäuser schreibt, dürfen die Frauen <a href="http://prisionesypenas.blogspot.com/2009/09/detenidas-con-hijos-en-carceles.html">ihre Kinder bis zum Alter von 3 Jahren</a> in ihren Zellen behalten, aber in Begleitung anderer Insassen, welches nicht gerade das beste Umfeld ist. Schwangeren Frauen oder Frauen mit Kindern unter 3 Jahren wird deshalb beim Eintritt in das Gefängnis gesagt, dass es für das Kind nicht gut ist, hinter Gittern aufzuwachsen, und ihnen wird die Möglichkeit angeboten, das Kind an Familienmitglieder abzugeben. In <a href="http://www.reuters.com/article/worldNews/idUSTRE5085ZV20090109">Peru</a> und <a href="http://russiatoday.com/Top_News/2009-07-27/russia-s-prison-born-children-marked-for-life.html">Russland</a> wird genauso gehandelt. In den Vereinigten Staaten gibt es nur zwei Vollzugsanstalten, die das erlauben, eine in New York und die andere in Nebraska. Darüber berichtet die <a href="http://www.amnestyusa.org/women/custody/toomuchtime/pt_02/e_moms.html">berühmte Fotografin Jane Evelyn Atwood</a> in ihrer dreiteiligen Foto-Dokumentation ‘<a href="http://www.amnestyusa.org/women/custody/toomuchtime/"><em>Amnesty International</em>, called Too Much Time</a>’, in der sie über Ihre Besuche von Dutzenden von Gefängnissen in der ganzen Welt berichtet und das Leben der Insassen dokumentiert.</p>
<p>Warum verbietet das Strafvollzugsystem in den USA den Frauen ihre Babies zu behalten? Atwood erklärt, dass dies aufgrund der Geisel-Gefahr nicht erlaubt ist. In dem<a href="http://prisonphotography.wordpress.com/2009/10/07/women-behind-bars-jane-evelyn-atwoods-too-much-time/"> Gefängnis-Fotografie Blog</a> wird diese Behauptung aufgegriffen:</p>
<blockquote><p>Kinder werden in dem meisten US-Gefängnissen nicht aufgenommen. Als Grund wird die Sicherheits-Bedrohung genannt: Ein Kind in einem Gefängnis sei ein ständiges, verletzbares Ziel für Leben und Geiselnahme. Diese Behauptung erscheint etwas fingiert, wenn man die Strafvollzugsysteme in anderen Ländern in Erwägung zieht.</p></blockquote>
<p>Die Atwood Dokumentation auf der Webseite von <em>Amnesty International</em> hat einen Abschnitt über die Geburt in Ketten, wie in <a href="http://www.amnestyusa.org/women/custody/toomuchtime/pt_02/f_vanbab.html">Vanessas Baby</a> erzählt wird, und einen anderen über Gefängnissysteme und <a href="http://www.amnestyusa.org/women/custody/toomuchtime/pt_02/e_moms.html">Mutterschaft</a>, mit Fotos von Frauen, bei denen die Fotografin aus ihren Essays über ihre Erfahrungen bei dem Besuch von Gefängnissen und ihre Fotografien vorliest.</p>
<p><strong>Schwangerschaft zum Verhandeln?</strong><br />
Warum sind die Rechte von schwangeren Frauen im Gefängnis so umstritten? In <em>‘Russia Today’</em>, einer Radiosendung, wird <a href="http://russiatoday.com/Top_News/2009-07-27/russia-s-prison-born-children-marked-for-life.html">dieses Thema</a> bei der Diskussion über Kinder behandelt, die in dem russischen Strafvollzugsystem geboren und aufgezogen werden.</p>
<blockquote><p>Skeptiker glauben einige Mütter werden absichtlich schwanger, nur um ein einfacheres Leben im Gefängnis zu haben: Krankenhaus-Aufenthalt, viel Zeit mit ihrem Kind - ist alles viel besser, als in einer steinernen Zelle zu sitzen, behaupten sie.</p></blockquote>
<p>Und es gibt Frauen, die glauben, Schwangerschaft ist die einzige Möglichkeit einer Verurteilung zu entgehen. Das war der Fall im letzten Juni, als eine Engländerin in Laos für Drogenschmuggel eingekerkert und zu Tode verurteilt worden war, im Gefängnis schwanger wurde und damit der Hinrichtung entkam, weil die Regierung in Laos eine schwangere Frau nicht hinrichtet. Es wurde <a href="http://www.dailyexpress.co.uk/posts/view/105278/No-firing-squad-for-girl-who-fell-pregnant-in-jail">behauptet</a>, gemäß dem ‘<em>Daily Express</em>’, einer englischen Tageszeitung, dass sie künstlich befruchtet wurde “um einen milderen Urteilsspruch zu erreichen”.</p>
<p><strong>Mit eigenen Worten: Frauen erzählen von ihren Kindern und dem Gefängnisleben</strong><br />
Geraldin Rodríguez, eine Argentinierin, die ihre Zeit in einem Gefängnis von Ecuador für Drogenschmuggel verbringt, erzählt <a href="http://marcosbrugiati.blogspot.com/2009/07/carcel-de-mujeres.html">Marcos Brugiati</a>, dem Autor der mit Kunst verbundenen online Publikation<a href="http://www.indexarte.com.ar/noticias/562/las-rejas-de-la-carcel-el-arte-de-la-espera.htm"> <em>Plastica-Argentina</em></a>, ihre Geschichte über Schauspielerei und Aufführungen im Gefängnis, über schwanger werden und ihr Kind im Gefängnis zur Welt zu bringen. Es wurde ihr erlaubt, ihr Kind bei sich zu behalten, doch entschied sie sich dafür, dass das Kind frei aufwachsen sollte:</p>
<blockquote><p>“Decidí que salga para vivir, tenía miedo que sufra de grande los traumas que hoy tengo. Se lo llevó al año mi hermano quien se hice cargo con su esposa”.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich entschied mich, er sollte mich verlassen um leben zu können. Ich befürchtete, er würde unter den gleichen Traumas leiden, die ich heute habe. Nach einem Jahr nahm mein Bruder ihn mit und zieht ihn zusammen mit seiner Frau auf.</div>
<p>Juvinete ist in einem <a href="http://www.nortecastilla.es/20080908/vida/quedarse-embarazada-prision-irresponsable-20080908.html">spanischen Gefängnis</a> und war schwanger, als sie wegen Drogendelikten eingesperrt wurde. Sie erzählte der spanischen Zeitung <a href="http://www.nortecastilla.es/20080908/vida/quedarse-embarazada-prision-irresponsable-20080908.html"><em>NorteCastilla</em></a> ihre Geschichte. Drei Jahre, nachdem sie ihr Baby im Gefängnis zur Welt gebracht hatte, musste das Kind sie verlassen und wurde an eine Pflegefamilie übergeben. Juvinete sieht ihre Tochter alle 15 Tage und jeden zweiten Monat erhält sie 2 Wochen Urlaub um mit ihr zusammen zu sein. Alles sieht jedoch nicht so rosig aus: es besteht die Möglichkeit, dass Juvinete in ihr heimatliches Brasilien deportiert wird und sie befürchtet die Folgen, die das für ihr Kind haben könnte. Sie hat einen Rat für jede Frau, die im Gefängnis schwanger werden will:</p>
<blockquote><p>-Intento convencerlas para que no se queden en estado dentro porque ver a un niño privado de libertad es muy duro, es irresponsable. Ellos no tienen que pagar nuestros errores.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich versuche sie davon zu überzeugen nicht schwanger zu werden, solange sie drinnen sind, denn zusehen zu müssen, wie ein Kind seiner Freiheit beraubt wird, ist sehr schwer, es ist unverantwortlich. Sie sollten nicht für unsere Fehler zahlen müssen.</div>
<p>In <em>‘<a href="http://www.womenandprison.org/motherhood/kebby-warner.html">Woman and Prison</a>’</em> (Frauen und Gefängnis), eine Webseite, welche die Erfahrungen der Frauen im Strafvollzugsystem sichtbar machen will, spricht <a href="http://www.womenandprison.org/motherhood/kebby-warner.html">Kebby Warner über ihre eigene Schwangerschaft</a> in einem Gefängnis in den Vereinigten Staaten und wie sie während ihrer Schwangerschaft, den Wehen und danach behandelt wurde, als ihr das Kind weggenommen wurde. Hier ist ein Auszug, wo sie über den Geburtsvorgang schreibt:</p>
<blockquote><p>Während der Wehen darf niemand in den Entbindungssaal. Meine Familie wusste noch nicht einmal, dass ich in den Wehen lag oder sie hatte, bis nachdem ich das Krankenhaus verließ. In diesen drei Tagen blieben einige der Wächterinnen im Zimmer, aber wenn die Krankenschwester sie darum bat, draußen zu sitzen, folgten sie meistens dieser Bitte. Ich habe Schauergeschichten gehört in denen Frauen an das Entbindungsbett gekettet wurden. Ich bin so dankbar, dass ich diese Erfahrung nicht machen musste. Die meisten Krankenschwestern behandelten mich wie einen Menschen, nicht wie eine Gefangene.</p></blockquote>
<p>In <a href="http://www.womenandprison.org/motherhood/index.html">Women and Prison</a> können Sie weitere Zeugenberichte lesen, sowie über das Aufwachsen mit Eltern im Gefängnis und die verschiedenen Auswirkungen, die eingekerkerte Frauen auf ihre Kinder haben.<br />
So, was denken Sie? Auf der ganzen Welt gibt es schwangere Frauen, die keine Gesundheitspflege irgendwelcher Art erhalten. Ist es richtig, dass speziellen Anstrengungen zugunsten von Frauen in Gefängnissen gemacht werden? Gibt es einen Unterschied zwischen den Frauen, die eine Strafe in einer Strafanstalt absitzen, und denen die draußen sind? Sollen sie unterschiedlich behandelt werden?</p>
<p>Das Bild, welches diese Post illustriert, stammt aus “17. November” von <a href="http://www.flickr.com/photos/daquellamanera/2044749780/">daquella manera.</a></p>
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		<title>Puerto Rico: Überlegungen zum Nationalstreik</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 16:57:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Amerika]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>
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		<category><![CDATA[Puerto Rico (U.S.)]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 15. Oktober haben Tausende von Leuten die Straßen Puerto Ricos überflutet, aus Protest gegen die Entscheidung der Regierung, 17.000 Regierungsangestellte zu entlassen.  Informationen, Meinungen, Videos und Bilder flossen durch die Blogo- und Twittersphäre von Puerto Rico mit Blitzgeschwindigkeit. Hier sind einige der Ansichten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/firuzeh-shokooh-valle/">Firuzeh Shokooh Valle</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/10/16/puerto-rico-reflections-on-the-national-strike/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Am 15. Oktober haben Tausende von Leuten die Straßen Puerto Ricos überflutet, aus Protest gegen die Entscheidung der Regierung, 17.000 Regierungsangestellte zu entlassen (insgesamt wurden dieses Jahr 25.000 entlassen). Arbeiter und Gewerkschaftsmitglieder, Frauen, Umweltschützer, religiöse Gruppen, Studenten, Lehrer, Professoren, Rechtsanwälte und die LGTB-Gemeinde sind einige unter den vielen Gruppen der Zivilgesellschaft, die dem Aufruf der Arbeitsbewegung, die den Streik anfänglich ausgerufen hatte, folgten. Die Universitäten, Schulen und Geschäfte blieben an diesem Tag geschlossen.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="IMG00031" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/IMG00031-300x225.jpg" alt="Demonstration in Puerto Rico. Foto von einem Teilnehmer eingesandt." width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Demonstration in Puerto Rico. Foto von einem Teilnehmer eingesandt.</p></div>
<p><a href="http://www.primerahora.com/diario/noticia/gobierno_y_politica/noticias/firme_no_a_los_despidos/338175">Die Organisatoren dieses Ereignisses schätzen, dass ungefähr 150.000-200.000</a> Menschen an der massiven Demonstration teilgenommen haben, die von verschiedenen Punkten im Herzen der Innenstadt von San Juan, Puerto Ricos Hauptstadt, begannen, insbesondere vom Finanzdistrikt aus, und sich in der näheren Umgebung der Plaza Las Américas trafen, dem größten Einkaufszentrum der Karibik, dessen Besitzer den Wahlkampf von Gouverneur Luis Fortuño unterstützt hatten. Es gab keine offiziellen Schätzungen, Regierungsbeamte minimalisierten jedoch diese Zahlen. Der Gouverneur und sein Stabschef Rodríguez Ema gaben sofort bekannt, dass das Gesetz (Gesetz 7 über den finanziellen Notstand), das die Entlassungen ermöglichte, <a href="http://www.elnuevodia.com/elparonorompeelimpasse-627058.html">nicht widerrufen wird</a>. Es gab keine Zwischenfälle bis zum Schluss der Demonstration, als es zu <a href="http://www.dialogodigital.com/es/node/3026">Spannungsmomenten zwischen Studenten und der Polizei kam</a>.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="IMG00028" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/IMG00028-300x225.jpg" alt="Revolution Jetzt. Foto von einem Teilnehmer eingesandt." width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">&quot;Revolution Jetzt&quot;. Foto von einem Teilnehmer eingesandt.</p></div>
<p>Der Methodisten-Bischof Juan Vera, einer der Hauptredner bei der Demonstration und Mitglied der Koalition der Zivilgesellschafts-Organisation &#8220;Todo Puerto Rico por Puerto Rico&#8221; (Ganz Puerto Rico für Puerto Rico) erklärte, <a href="http://www.elnuevodia.com/elparonorompeelimpasse-627058.html">das Land würde sich in einem &#8220;Status des friedlichen Aufstandes&#8221; befinden</a>, bis die Regierung ihre Politik ändert und das es noch mehr zivilen Ungehorsam und Widerstand geben würde. Andere Organisation der Versammlung sprachen bereits über zukünftige Strategien und einen weiteren Streik, die die gesamte Insel lähmen würde.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="IMG00017" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/IMG00017-300x225.jpg" alt="Von einem Teilnehmer an GV gesandtes Foto." width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Von einem Teilnehmer an GV gesandtes Foto.</p></div>
<p>Die Twittersphäre von Puerto Rico war außerordentlich aktiv. Die Unterhaltungen flossen unter den Hashtags <a href="http://http://twitter.com/#search?q=%23ParoPR">#paropr</a> und <a href="http://twitter.com/#search?q=%23ParoPR">#twittericans</a>. Die Leute bei <a href="http://twitter.com/caribnews">@caribnews</a>, <a href="http://twitter.com/qiibo">@qiibo</a>, und <a href="http://twitter.com/microjuris">@microjuris</a> und viele andere Bürger-Reporter tweeteten fortwährend Updates und Neuigkeiten über den Streik und lieferten Links zu Fotos und Videos. Viele Twitterer verkündeten, dass der Streik das erste Ereignis war, bei welchem Twitter als eine Plattform für die Verbindung von Puerto Rico mit der restlichen Welt benutzt wurde. Hier sind ein paar Beispiele:</p>
<p><a href="http://twitter.com/edwinvazquez">@edwinvazquez</a>: Este es el día que Puerto Rico pasó el curso Twitter 101. #ParoPR (Heute ist der Tag, an dem Puerto Rico den Twitter Kurs 101 durchlief)<br />
<a href="http://http://twitter.com/blogdiva">@blogdiva</a> Ich hatte geglaubt, dass die Freiheits-Theologie ein Ding der Vergangenheit war - ich bin froh, dass sie noch Einfluss hat. #ParoPR<br />
<a href="http://twitter.com/comatoso">@comatoso</a> Para quedar claros: denuncio el incumplimiento de la unicameralidad, la mala administración, el sabotaje al Colegio de Abogados. #ParoPR (Ich möchte klar machen, dass ich die Nicht-Einhaltung des Einkammersystems, die schlechte Verwaltung und die Sabotage der <a href="http://www.caribbeanbusinesspr.com/news03.php?nt_id=36306&amp;ct_id=1&amp;ct_name=1">Rechtsanwaltsvereinigung </a>verurteile.)<br />
Pero si respaldo la reducción de empleados de gobierno y no tengo nada en contra de las APP si logran generar empleos y bajar costos.#ParoPR (Ich unterstütze jedoch die Verringerung der Regierungs-Angestellten und ich habe nichts gegen <a href="http://www.adn.es/politica/20090512/NWS-3520-Senado-puertorriqueno-sindicatos-rechazan-aprueba.html">APP</a>, wenn Sie Arbeitsplätze schafft und Kosten reduziert.)</p>
<p><a href="http://twitter.com/elchascas">@elchascas</a> Consigna anticipada en #ParoPR: Si la poli da cantazo, contrarresta con twitazo! (Die Nachricht des Tages in #paroPR: wenn die Polizei zuschlägt, reagiere mit einem Tweet!)</p>
<p><a href="http://twitter.com/Zerock">@zerock</a>: No apoyo a los mantenios. Que van a su trabajo de empleado publico a bochinchar y no hacen un carajo. #ParoPR (Ich unterstütze keine Leute, die nicht arbeiten. Regierungsbeamte schwatzen nur und tun nichts.)</p>
<p><a href="http://twitter.com/ElSorbeto">@elsorbeto</a> Fortuño hat den gleichen trickle-down Stimulus wie Busch. Förderung der Taschen der reichen Freunde und trickle-down an allen anderen. Deshalb machen wir #ParoPR</p>
<p>Informationen, Meinungen, Videos und Bilder rasten wie ein Gewitter durch die Blogosphäre von Puerto Rico. Hier sind ein paar Betrachtungen über den Nationalstreik.<br />
In seinem Blog <em><a href="http://http://josejoeldelgado.blogspot.com/">Sobre la comunidad LGBT y el mundo</a></em> [ES] kommentiert José Joel Degado:</p>
<blockquote><p>Hoy las diferencias se fueron a un lado. Jóvenes, adultos, pastores evangélicos, metodistas y católicos, homosexuales, lesbianas y transgéneros, estudiantes, profesionales, abogados, médicos, independentistas, PNP&#39;s y populares; todos unidos en un sólo reclamo. No 	hubo incidentes mayores, aunque hubo intentos de provocación. 	Puerto Rico se levanta del letargo. Es hora de que exijamos nuestros derechos de pie, de frente y sin miedo.</p></blockquote>
<div class="translation">Heute wurden alle Differenzen beiseitegelegt. Junge Leute, Erwachsene, evangelische Pfarrer, Methodisten und Katholiken, Homosexuelle und Transvestiten, Studenten, Berufstätige, Rechtsanwälte, Ärzte, Menschen, die an die Unabhängigkeit, Souveränität und den Comonwealth-Status  von Puerto Rico glauben, haben alle zu einer einzigen Forderung zusammengefunden. Es gab keine ernsten Zwischenfälle, außer ein paar Provokationen. Es wird Zeit, dass wir mit hochgehaltenem Kopf und ohne Furcht auf unseren Rechten bestehen.</div>
<p>Die feministische Bloggerin Amárilis Pagán sprach über Solidarität in <a href="http://brujasyrebeldes.blogspot.com/">Brujas y rebeldes</a> [ES]:</p>
<blockquote><p>Hemos estado sufriendo las agresiones continuas de un gobierno caracterizado por la violencia sicológica e ideológica. Todavía hoy, ese mismo gobierno menosprecia nuestra inteligencia y cree que somos un pueblo manipulable a través del miedo y del individualismo. Por eso, han hablado de terrorismo, de independentismo, de minorías supuestamente violentas y malintecionadas. Están apelando a prejuicios que en el pasado le han servido para hacernos creer que el pueblo carece de poder y que el gobierno de turno es la única entidad con la inteligencia suficiente para tomar decisiones a nombre de todas y todos. Quieren que nos miremos unos a otras con sospecha y que nos atrincheremos en causas fragmentadas para que abortemos un movimiento democrático sin precedentes en nuestra historia…Estamos ante un muerto que aún no se ha reconocido como tal y que está dando sus últimos aletazos de desesperación para detenernos. Es sólo un fantasma opresivo al que hay pasar por el lado fijando nuestra mirada en la equidad y la justicia que están vivas y necesitando nuestra acción solidaria.</p></blockquote>
<div class="translation">Wir haben fortwährend unter den Angriffen einer Regierung gelitten, die durch ihre psychologische und ideologische Gewalt charakterisiert ist. Diese gleiche Regierung unterbewertet auch heute noch unsere Intelligenz und glaubt, dass wir mit Angst und Individualismus manipuliert werden können. Das ist der Grund, warum Sie über Terrorismus sprechen, über Unabhängigkeit und angeblichen Gewaltakten von bösartigen Minoritäten. Sie wendet sich an die Vorurteile, die ihnen in der Vergangenheit so gut gedient haben, um uns Glauben zu machen, dass wir machtlos sind, und die Regierung die einzige Einheit mit genügend Intelligenz ist, um für uns Entscheidungen zu treffen. Sie möchte, dass wir uns gegenseitig verdächtigen, unsere Sache  in Fragmente zerfällt, sodass wir die demokratische Bewegung, die in unserem Land keine Vergangenheit hat, vergessen. Das einzige, was jedoch gestorben ist, ist die Idee, dass eine Regierung unfehlbar ist… Wir stehen vor einer toten Einheit, die sich noch nicht als solche erkannt hat und die verzweifelt versucht uns aufzuhalten. Sie ist nichts weiter als ein erdrückender Geist, den wir ignorieren müssen, während wir an die Ideale von Gleichheit und Gerechtigkeit denken, die lebendig sind und unsere Solidarität benötigen.</div>
<p><em><a href="http://gilthejenius.blogspot.com/">Gil the Jenius</a></em> ist anderer Ansicht:</p>
<blockquote><p>Wir kommen mit unseren Protesten bereits zu spät. Diese Aktivität hatte ein Fenster, welches zugeschlagen wurde, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Cerro_Maravilla_Incident">als zwei blöde Männer von zwei brutal dummen Polizisten erschossen wurden</a>. Seitdem sind wir größtenteils Zuschauer in einer Betrüger-Gesellschaft gewesen, Beobachter und Opfer gleichzeitig, Schafe, die beobachten, wie die Wölfe die &#8220;anderen&#8221; rupfen, nicht bereit sind zu sehen, dass &#8220;sie&#8221; auch &#8220;wir&#8221; sind. Wer ist das Ziel auf das WIR uns konzentrieren müssen? Jetzt können wir das erkennen… <em>Aber wir wollen das ja garnicht</em>. Es ist nutzlos erwachsen zu werden und zu lernen Verantwortung zu übernehmen, richtig? Als ob WIR eine Wahl hätten…</p></blockquote>
<p>In <a href="http://edwinvazquez.blogspot.com/">Cargas y descargas</a> [ES] stellte Biologie-Professor und Blogger Edwin Vázquez eine Liste mit seinen 10 Überlegungen zu dem Streik auf:</p>
<blockquote><p>A la prensa estadounidense no le importa lo que sucede en Puerto Rico, a menos que haya tiros y catástrofes.  Lo sucedido prácticamente pasó desapercibido en EEUU.  CNN le dedicó más de una hora a seguir un globo donde no estaba el supuestoniño perdido (el niño apareció escondido en su casa) y quizás una línea al paro histórico nacional de Puerto Rico.</p></blockquote>
<div class="translation">Die Presse der Vereinigten Staaten interessiert sich nicht dafür, was in Puerto Rico vor sich geht, es sei denn es gibt Schießereien oder eine Katastrophe. Was sich in Puerto Rico ereignete, wurde in den Vereinigten Staaten praktisch ignoriert. CNN widmete über eine Stunde einem Luftballon, in dem sich angeblich ein verschwundener Junge befand (der Junge erschien später in seinem Haus, wo er sich versteckt hatte) und vielleicht einen ganzen Satz über den historischen Streik in Puerto Rico.</div>
<p>Cuerpo de Documentación hat <a href="http://www.cuerpodedocumentacion.blogspot.com/">Fotos</a> und <a href="http://www.cuerpodedocumentacion.com/">Videos</a> über den Streik hochgeladen. Für Zusammenhänge über den Nationalstreik und die Situation in Puerto Rico sehen Sie sich bitte die vorangegangenen Beiträge an: <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/10/16/2009/10/02/puerto-rico-a-crisis-with-many-names/">“A Crisis with Many Names”</a>, <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/10/16/2009/08/28/puerto-rico-such-is-life/">“Such is Life”</a>, <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/10/16/2009/08/11/puerto-rico-the-battle-over-public-lands/">“The Battle over Public Lands,”</a> und <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/10/16/2009/10/13/puerto-rico-ready-for-the-national-strike/">“Ready for the National Strike”</a>. Das gemeinnützige &#8220;Center for the New Economy&#8221; hat ebenfalls ausführliche Analysen über die wirtschaftliche Situation der Insel <a href="http://cneblog.grupocne.org/">veröffentlicht</a>.</p>
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		<title>Puerto Rico: Der Nationalstreik (update)</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/10/16/puerto-rico-der-nationalstreik-update/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 17:09:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am frühen Morgen begannen sich im Zuge des Nationalstreiks, der das Land einen Tag lang lahmlegen sollte, die Zufahrts- und Schnellstraßen von San Juan, der Hauptstadt Puerto Ricos, mit tausende von Menschen. Bürgermedien berichteten über die Entwicklung des Streiks.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/firuzeh-shokooh-valle/">Firuzeh Shokooh Valle</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/10/15/puerto-rico-connected-to-the-national-strike-update/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Tausende von Leuten begannen heute früh am Morgen die Haupt- und Zufahrtstraßen der Metropole San Juan, die Hauptstadt Puerto Ricos, zu überfluten, besonders den Finanzdistrikt, als Teil des Nationalstreikes, der das Land für einen Tag lahmlegen soll. Der Streik wurde von der Arbeitsbewegung aufgerufen, um gegen die Entscheidung des Gouverneurs Luis Fortuño zu protestieren, 17.000 Regierungsangestellte zu entlassen (insgesamt wurden ca. 25.000 entlassen), was Teil seines Wirtschaft- und Finanzplanes für das Land ist. Arbeiter und Gewerkschaftsmitglieder, Frauen, Studenten, Lehrer, religiöse Gruppen, politische Organisationen, Umweltschützer und andere Personen aus der Zivilgesellschaft sind dem Aufruf gefolgt und befinden sich auf der Straße, um zu demonstrieren. Die Universitäten, Schulen und viele Büros sind für heute geschlossen.</p>
<p>Eine Gruppe von Leuten hat das Projekt <a href="http://www.cuerpodedocumentacion.com/">Cuerpo de Documentación</a> bei YouTube gegründet, von wo Videos über den Streik von verschiedenen Punkten der Insel aus berichten sollen. Die &#8220;Twittersphäre&#8221; von Puerto Rico ist in den letzten Tagen ebenfalls sehr aktiv gewesen und die Hashtags <a href="http://twitter.com/#search?q=%23ParoPR">#paropr</a> und <a href="http://twitter.com/#search?q=%23twittericans">#twittericans</a> wurden geschaffen, um dem Gedankenaustausch zu folgen. Die Leute von <a href="http://twitter.com/caribnews">@caribnews</a>, <a href="http://twitter.com/qiibo">@qiibo</a>, und <a href="http://twitter.com/microjuris">@microjuris,</a> tweeten, neben vielen anderen Bürger-Reportern, fortlaufend Updates und Neuigkeiten über den Streik mit Links zu Fotos und Videos.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="Protesters in the national strike." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/IMG000081-300x225.jpg" alt="Demonstranten beim Nationalstreik. Foto wurde von einem Teilnehmer an GV gesandt." width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Demonstranten beim Nationalstreik. Foto wurde von einem Teilnehmer an GV gesandt.</p></div>
<p>Die Demonstranten trafen sich in der nächsten Umgebung der <a href="http://www.plazalasamericas.net/">Plaza Las Américas</a>, des größte Einkaufszentrums in der Karibik, dessen Besitzer, die Familie <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jaime_Fonalledas">Fonalleda</a>, bedeutende Spender für den Wahlkampf des Gouverneurs waren. Das Einkaufszentrum war für diesen Tag geschlossen. Die Organisatoren der Demonstration und verschiedene Medien <a href="http://www.elnuevodia.com/tomanlascalles-626744.html">haben geschätzt, dass ca. 150.000-200.000 Menschen</a> an dieser massiven Demonstration teilgenommen haben. Der Generalstabschef des Gouverneurs, Marcos Rodríguez Ema, erklärte, der Streik sei erfolglos gewesen, da die Entscheidung über die Entlassung von Angestellten nicht rückgängig gemacht werden wird. Es kam zu keinen größeren Zwischenfällen, es gab jedoch <a href="http://www.primerahora.com/diario/noticia/politica/noticias/tensa_situacion_entre_estudiantes_y_policia_en_el_expreso_las_americas/338061">Spannungsmomente zwischen Studenten und Polizei</a>.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="IMG00010" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/IMG000103-300x225.jpg" alt="Foto wurde von einem Teilnehmer an GV gesandt." width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Foto wurde von einem Teilnehmer an GV gesandt.</p></div>
<p>Zu den Umständen des Nationalstreiks und die Situation in Puerto Rico sehen Sie sich bitte auch die früheren Einträge an: <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/10/02/puerto-rico-a-crisis-with-many-names/">&#8220;A Crisis with Many Names&#8221;</a>, <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/08/28/puerto-rico-such-is-life/">&#8220;Such is Life&#8221;</a>, <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/08/11/puerto-rico-the-battle-over-public-lands/">&#8220;The Battle over Public Lands&#8221;</a>, und <a href="http://de.globalvoicesonline.org/2009/10/14/puerto-rico-bereit-zum-nationalstreik/">&#8220;Bereit zum Nationalstreik&#8221;</a>. Die Mitarbeiter des gemeinnützigen &#8220;Center for the New Economy&#8221; haben ebenfalls regelmäßig ausführliche Analysen über die wirtschaftliche Situation in Puerto Rico <a href="http://cneblog.grupocne.org/">veröffentlicht</a>.</p>
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