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Artikel vom Kurzmeldungen

Sind Blogs vom Aussterben bedroht?

Dieser Text ist Teil des 46. #LunesDeBlogsGV (#MontagBlogsAufGlobalVoices) am 23. März 2015.

Durch die #LunesDeBlogsGV (#MontagBlogsAufGlobalVoices) arbeiten wir daran, Blogs als eine “bedrohte Spezies” in dem digitalen Dschungel zu erhalten. Ähnliches hat auch der Blogger Iván Lasso im Kopf, der Artikel zum Thema Zukunft des Bloggens verfasst: Über die Probleme, die Blogger haben, wenn ihre Inhalte zwischen vielen verschiedenen, mehr oder minder qualitativen Informationen verloren gehen können. Lasso argumentiert, Blogger würden online mit einer “David gegen Goliath” Situation konfrontiert werden.

Lasso sagt, die größten Probleme für Blogger heute seien folgende:

A raíz de la popularización de la web, de unos años para acá hay mucha más audiencia potencial disponible. Pero sospecho que gran parte de esa audiencia nunca podría ser tuya (tuya, mía… de blogs pequeños, vamos). Es audiencia que acude a la red en busca de simple entretenimiento y que si quiere información más “dura”, acude a los medios tradicionales que ahora ya están en la web.

In den letzten Jahren, in denen das Internet immer populärer wurde, gibt es ein viel größeres Publikum im Netz. Aber ich vermute, dass der Großteil dieses Publikums niemals deines sein wird. Es ist ein Publikum, das im Netz nach einfacher Unterhaltung sucht und wenn sie “harte” Informationen benötigen, gehen sie zu den traditionellen Mainstram-Medien, die auch im Internet präsent sind.

Lasso hat auch einige Lösungen für die Herausforderungen, die Blogger heute haben:

Hoy día, para que un blog independiente alcance un cierto grado de éxito (reconocimiento, reputación y visitas) debe convertirse en un rayo láser que apunte a aquello en lo que quiere destacar:
¿Quieres dar noticias? Tienes que darlas lo antes posible, más rápido que nadie.
¿Quieres hacer análisis u opinión? Tienes que profundizar más que nadie.
¿Quieres ser didáctico? Tienes que explicar mejor que nadie. Y también con más detalle que nadie.

Um heutzutage als unabhängiger Blogger einen gewissen Grad an Erfolg zu haben (Anerkennung, Reputation und Besucher), musst du einen Laserblick haben für die Informationen, die die Nutzer suchen:

  • Du willst über Nachrichten berichten? Du musst Ihnen die Inhalte so schnell wie möglich geben, schneller als alle anderen.
  • Du möchtest Analysen anbieten? Dann musst du tiefer als andere in die Themen gehen.
  • Du willst erklären? Du musst Dinge besser als andere erklären und spezifischer als andere sein.

Du kannst Ivan Lassos Artikel hier weiterlesen und ihm auf Twitter folgen.

Dieser Text ist Teil des 46. #LunesDeBlogsGV (#MonntagBlogsAufGlobalVoices) am 23. März 2015.

Was bedeutet Hacking Education?

Pedro Muller denkt über den Verfall des Schulsystems nach, einer Institution, die – so sagt er – für einen anderen historischen Kontext geschaffen wurde. Hierbei seien die beiden ähnlichen, aber zugleich sehr unterschiedlichen Konzepte “lernen” und “gebildet werden” wichtig:

El educar se va más allá de memorizarse un par de nombres y olvidarlos al siguiente día, consiste en aprender tener la curiosidad de preguntarse qué hay detrás de lo obvio, es adquirir habilidades, ejercitar tu pensamiento lateral un pensamiento divergente o como muchos dicen “fuera de la caja”, educarse también es crear y hacer convertir nada en algo, innovar.

Nosotros aprendemos mejor en grupo es parte de nuestra naturaleza, discutir, pensar y reflexionar sobre un tema en específico sacar conclusiones, como muchos dicen la mejor manera de educarse es aprender.

Gebildet werden geht darüber hinaus, einige Namen auswendig zu lernen und sie am nächsten Tag wieder zu vergessen. Es bedeutet, einen wissbegierigen Geist zu haben und sich zu fragen, was sich hinter dem Offensichtlichen verbirgt. Es geht darum, sich Fähigkeiten anzueigenen, unkonventionell zu denken; eine andere Art zu denken, die viele mit “außerhalb der Norm denken” [“über den Tellerrand schauen”] bezeichnen. Gebildet werden bedeutet auch zu lernen, kreativ und innovativ zu sein.

Wir lernen in Gruppen besser. Es liegt in unserer Natur zu diskutieren, zu denken und über bestimmte Themen zu reflektiveren und Schlüsse zu ziehen. Es wird gesagt, dass Lernen der beste Weg ist, um gebildet zu werden.

Muller läd seine Leserschaft dazu ein, das folgende englischsprachige Video anzuschauen, in dem Logan LaPlante über das Konzept “Hacking Education” [Bildung hacken] oder “Hackschooling” [Schulbildung hacken] spricht. Diese Konzepte beziehen sich auf den Lernprozess als ein Gruppenerlebnis, das auf der “Versuch und Irrtum-Methode” und der Bedeutung von Kreativität beruht.

Dieser Beitrag ist Teil der 46. Ausgabe der #LunesDeBlogsGV (Montagblogs auf GV) vom 23. März 2015.

Caracas: #SmartCityHack entwickelt Lösungen für die Probleme der Bevölkerung

Die venezolanische Ausgabe von Hackathon Smart Cities fand vom 6. bis 8. März 2015 in Caracas statt. Es ist nicht klar, was ein Hackathon ist? In diesem deutschsprachigen Beitrag von uns werden Hackathons und Open Data erläutert.

Die Veranstaltung #SmartCityHack wurde von Global Datafest gleichzeitig in 27 Städten organisiert.

5 Geschichten, die hinter #SmartCityHack Caracas stecken, zeigen, dass wo ein Wille ist, auch ein Weg ist.

Die venezolanische Ausgabe, organisiert von SDI Innovation und Wayra Accelerator, ergab sehr positive Ergebnisse und diente als Inspiration für innovative Projekte, mit denen die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger erhöht werden soll. Estefanía Salazar, Unterstützerin von Global Voices, hat einen Veranstaltungsbericht auf der spanischsprachigen Webseite Komunumo veröffentlicht und hebt einige dieser Projekte hervor:

- CCSMoveOn: es un “Waze” del transporte público. Permite al usuario generar rutas con su teléfono inteligente, con la posibilidad de enviar alertas por SMS sobre posibles eventualidades.

- Compártelo: es un sistema de referencias para Pequeñas y Medianas Empresas basadas en recomendaciones cara a cara.

- Caracas CityCare: Conecta problemas urbanos con propuestas de solución en una misma interfaz.

- Favor x Favor: sistema para favorecer el intercambio gratuito de servicios y bienes entre vecinos de una comunidad.

- Identidad en Línea: sistema de nube para facilitar la difusión encriptada de información y procesamiento de documentación de usuarios de servicios públicos o privados.

- Iniciativa Yokoima: comunidad de intercambio de información y servicios interesados en la recuperación del río Yokoima en la ciudad de Upata (estado Bolívar) […]

CCSMoveOn: Mit “Waze” für den öffentlichen Personenverkehr können Nutzerinnen und Nutzer mithilfe des Smartphones Routen finden und sich bei möglichen Zwischenfällen per SMS benachrichtigen lassen.

Share it: Ein System, mit denen sich kleine und mittelgroße Unternehmen persönlich Empfehlungen geben können.

Caracas CityCare: Verbindet über eine einzige Schnittstelle Themen der Stadtentwicklung mit Lösungsvorschlägen.

Favor x Favor: Ein System, das unter Mitgliedern der Gemeinschaft zum freien Austausch von Waren und Dienstleistungen ermuntert.

Online Identity: Ein Cloud-System, mit dem die Verbreitung verschlüsselter Informationen und die Verarbeitung der Dokumentation öffentlicher oder privater Nutzerinnen und Nutzer erleichtert wird.

Yokoima Initiative: Eine Gemeinschaft, in der Informationen und Dienstleistungen ausgetauscht werden, die der Rettung des Flusses Yokoima in der Stadt Upata (im Bundesstaat Bolivar) dienen […]

Krieg im Jemen: Erfassung der Zahl der Todesopfer

In den Kämpfen im Jemen sind Berichten nach hunderte Menschen ums Leben gekommen, seitdem Saudi-Arabien am 26. März seine Militäroffensive gegen das Land begonnen hat. Mit Unterstützung der Verbündeten der Golfstaaten, Ägypten, Jordanien, Marokko, Sudan und Pakistan, fliegt Saudi-Arabien Luftangriffe – eine Operation unter dem Namen “Decisive Storm” [entscheidender Sturm] – gegen die Huthi, die im Januar die Macht im Jemen übernommen hatten.

Wir verfolgen Nachrichten und Artikel zur Zahl der Todesopfer dieses Krieges über das Global Voices Checkdesk, einem Partnerprojekt von Meedan.

Checkdesk ist ein Tool, mit dem Journalistinnen und Journalisten live bloggen, mit einer eigenen Funktion, die es auch Bürgerjournalistinnen und -journalisten erlaubt, Berichte zu erstellen und zu prüfen. Jede und jeder aus der Nachrichtenredaktion kann einen Beitrag einreichen – einen Tweet, ein Foto, Video oder jede andere Art von Medien – und Angaben machen, die den notwendigen Kontext für den Beitrag schaffen. Journalistinnen und Journalisten können dann diese Berichte zu einem sich ständig weiterentwickelnden Beitrag hinzufügen.

Hier sind wir über Email zu erreichen für alle, die Teil unseres Teams werden wollen.

Dringender Aufruf zu aktivem Klimaschutz nach Verwüstung der Inselgruppe Vanuatu durch Zyklon Pam

Hier angegebene externe Links führen zu englischsprachigen Seiten.

Nach den verheerenden Schäden, die Pam, ein Wirbelsturm der Kategorie 5, auf dem pazifischen Inselstaat Vanuatu zurückgelassen hat, sieht John Englart (aka @Takvera) Zusammenhänge mit dem Klimawandel:

Vanuatu has suffered its worst disaster on record with the impact of Category 5 Tropical Cyclone Pam, with the President of Vanuatu blaming climate change for extreme weather (Guardian 16Mar2015).

…Cyclone Pam and the devastation of Vanuatu and other Pacific nations is one more step on the road to a climate agreement in Paris in December 2015.

Mit den Zerstörungen, die der Wirbelsturm Pam angerichtet hat, ein Zyklon der Kategorie 5, hat Vanuatu die schlimmste Katastrophe erlebt, die jemals registriert wurde. Der Präsident von Vanuatu sieht die Ursache für dieses extreme Unwetter im Klimawandel (Guardian, 16. März 2015).

…der Zyklon Pam und seine Verwüstung von Vanuatu und anderen pazifischen Staaten ist eine weitere Etappe auf dem Weg zu Klimavereinbarungen in Paris, die im Dezember 2015 stattfinden werden.

John spekuliert auch über Australiens Beitrag an Hilfeleistungen und dessen Rolle beim UN Klimagipfel COP21, der später in diesem Jahr in Paris stattfinden wird.

Sein Post enthält Links zu diversen Organisationen, an die zur Unterstützung der Katastrophenhilfe für Vanuatu gespendet werden kann .

Deutschland: Gleichberechtigung im Jahr 2015

In sozialen Netzwerken empören sich Frauen über Erklärvideos einer Versicherung, in denen die Rolle der Frau wohl eher den 1950er-Jahren entspricht, als dem Jahr 2015. Birte Vogel schreibt in ihrem Blog Thea – Frauen in Sprache, Medien und Gesellschaft:

Die Rolle der Frau in den Augen der Alten Leipziger ist die der passiven Mutter und Tochter, des Mädchens, das selbst nicht Skateboard fährt, sondern den Jungen anhimmelt und ihn fotografiert, der gut situierten Ehefrau, die keinen Job hat und deshalb den lieben langen Tag am Gartenzaun stehen und tratschen kann, die keine Ahnung hat von Versicherungen, die sich gerne vom altväterlichen Gatten aufklären und belehren lässt und aus Sorge vor einer Scheidung gleich zurück an den Herd rennt, um dem Herrn etwas zu kochen. Eine Frau, die vollkommen abhängig ist vom Mann – wenn der sich scheiden lässt, bleibt ihr gar nichts mehr. Ganz klar: 50er Jahre.

Sigi Lieb twittert unter dem Hashtag #aufgewacht:

#aufgewacht im Jahr 2015. Selten dummes Werbevideo stellt Frauen als dümmlich dienend und passiv dar: http://t.co/9xAjhi6P8t

— Sigi Lieb (@gespraechswert) March 15, 2015

Südkorea: Ein Spiel verspottet das Verhalten der Vizepräsidentin von Korean Air

Für ihr arrogantes Verhalten auf einem Auslandsflug hat die Vizepräsidentin der Fluggesellschaft Korean Air für zahlreiche lokale und internationale Schlagzeilen gesorgt.

Sie beschuldigte willkürlich das Bordpersonal Macadamia-Nüsse “falsch” serviert zu haben und bestellte sogar das Flugzeug zurück zum Gate, um das Bordpersonal aus dem Flugzeug zu entfernen.

Kein Wunder, dass diese sensationelle Geschichte zu einem der Trend-Themen in den sozialen Medien wurde.

Unter den zahlreichen Internet-Witzen, Parodie-Fotos und sogar einer Karikatur von japanischen Benutzern, stach eines besonders heraus: ein  Spiel, das über das Flugzeug Nuss Fiasko spottet.

Ein koreanischer Web-Entwickler, Tai-hwan Ha (@duecordda) hat ein einfaches Spiel namens “Bordpersonals Magnat” [ko] entwickelt.

Wie auch immer man spielt, man bekommt das gleiche Ergebnis wie das Bordpersonal, wird beschimpft und hört den Satz “Du! Raus aus dem Flugzeug!” – die Worte, die die Vizepräsidentin angeblich zum Bordpersonal gesagt hat.

Image the 'Crew Members' Tycoon', Image tweeted by the maker of the game

Das Bild ‘Magnat des Bordpersonals’, Bild getwittert von dem Macher des Spiels

Die nigrische Jugend gibt sich nach Boko-Haram-Angriffen in Bosso und Diffa kämpferisch

Niger youth

Junge Männer in Niger – CC-BY-2.0

Zum ersten Mal hat Boko Haram einen Angriff auf nigrisches Staatsgebiet verübt. Die nigrische Jugend will sich das nicht gefallen lassen.
Boko Haram hat Bosso und Diffa, zwei Städte im Südosten Nigers an der nigerianischen Grenze, angegriffen, wurde aber von der nigrischen und der tschadischen Armee abgewehrt. Etwa 100 Boko-Haram-Kämpfer wurden bei dem Zusammenstoß getötet, einige Stunden später jagte sich aber ein Selbstmordattentäter in Diffa in die Luft und tötete fünf Zivilisten. Die nigrische Jugend reagierte sofort auf die Angriffe. Highschool-Schüler aus Niamey, Nigers Hauptstadt, kamen zusammen, um die Angriffe auf ihr Land zu verurteilen und in Hausa ihre Unterstützung für die an der Grenze kämpfenden Truppen auszudrücken:

 

100 Instagram Fotos, durch die Sie sich direkt in Nigeria verlieben werden

Ich bin mir sicher, dass Sie schon von Nigeria gehört haben. Boko Haram, richtig? Blutbad und Massenmord. Aber ich bezweifle, dass Sie diese Geschichte Nigerias kennen – das Wunderwerk der Natur.

Oluwakemi Ojo betreut “100 Instagram Photos That Will Make You Fall In Love With Nigeria“. Sie schreibt über ihr Projekt: 

Nigeria is one African country that everyone raves about, a very beautiful nation and it is when you visit the country that you will really appreciate its beauty. From its captivating cities, towns and villages, amazing attractions, stunning hotels and resorts, endless restaurants and clubs, unique cuisine, arts and culture; Nigeria has a lot to offer. 

Nigeria ist das afrikanische Land, von dem jeder schwärmt. Eine Schönheit, die man erst wirklich würdigen kann, nachdem man Nigeria besucht hat. Von fesselnden Städten und Dörfern, erstaunlichen Attraktionen und umwerfenden Hotels und Resorts, bis zu unendlichen Restaurants und Clubs sowie einzigartiger Küche, Kunst und Kultur; Nigeria hat vieles zu bieten. 

Wie können wir im Alltag unseren CO2-Fußabdruck verringern?

Rut Abrain hat sich auf ihrem Blog Esturirafi Gedanken darüber gemacht, dass einer der Hauptgründe für den Klimawandel der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid (CO2) ist. Sie schreibt, dass CO2 nicht nur von der Industrie, Autos und Flugzeugen produziert wird, sondern tagtäglich von jedem von uns. Damit wir eine Vorstellung bekommen von den Auswirkungen unseres täglichen Lebens auf die CO2-Produktion, können wir unseren Einfluss beim BUND berechnen lassen.

Überrascht? Wahrscheinlich schon! Jeder von uns ist zu einem gewissen Teil für den Klimawandel verantwortlich; das bedeutet aber auch, dass jeder von uns die Möglichkeit hat, mit kleinen Schritten etwas dagegen zu unternehmen. Rut gibt uns Ratschläge, um uns zu helfen, unseren CO2-Ausstoß zu verringern:

[…] – Reducir, reutilizar y reciclar. Esto tienes que aplicarlo en todas las facetas de tu vida: evita productos con un empaquetado excesivo, compra productos de segunda mano, separa los residuos de manera adecuada para su posterior reciclaje.

[…] – Reduzieren, wiederverwenden und recyclen. Das sollten wir in allen Situationen unseres Alltags berücksichtigen: Produkte ohne unnötige Verpackung kaufen, Second-Hand kaufen, den Müll richtig trennen.

Weiter gibt sie uns Tipps, um unseren “CO2-Fußabdruck” zu verkleinern:

- Ahorra energía, tanto electricidad, como gas natural, butano o gasoil.
– Compra productos locales.
– Camina, utiliza el transporte público, la bicicleta.
– Utiliza menos papel.

- Verschwendet keine Energie – spart Strom, Gas, Benzin oder Diesel.
– Kauft Bevorzugt regionale Produkte.
– Geht zu Fuß, fahrt Fahrrad oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.
– Nutzt weniger Papier.

Rut endet mit einem Zitat von Eduardo Galeano, welches großartig zu den kleinen Dingen passt, die jeder von uns gegen den Klimawandel unternehmen kann:

Mucha gente pequeña en lugares pequeños, haciendo cosas pequeñas, pueden cambiar el mundo.

Viele kleinen Menschen an vielen kleinen Orten können viele kleine Dinge tun, um das Gesicht der Welt zu verändern.

 Rut ist auf Twitter unter @esturirafi zu finden.

Bulgariens erstes Crowdfunding Journalismus-Projekt

Wenn nicht anders angegeben, führen Links im nachfolgenden Artikel zu englischsprachigen Webseiten.

Bulgarien, ein Mitglied der Europäischen Union, hat ein großes Problem mit der Pressefreiheit. Das Land am Balkan rangiert auf Platz 106 von insgesamt 180 Ländern, laut einem Index der Pressefreiheit, der 2015 von Reporter ohne Grenzen erstellt wurde.

Vor diesem ungemütlichen Hintergrund entstand ein neues Medienprojekt. Es hat sich die ehrgeizige Aufgabe gestellt, den Medienimperien lokaler Oligarchen Opposition zu bieten und der Öffentlichkeit einen alternativen Zugang zu Informationen zu verschaffen.

KlinKlin.bg wurde von Journalisten, Designern und Bloggern gegründet. Ziel ist es, ein unabhängiges, durch crowdfunding finanziertes Journalismusprojekt aufzubauen, ähnlich denen, die von gleichgesinnten Kollegen in anderen Ländern gestartet wurden: Etwa in den Niederlanden (decorespondent.nl), in Deutschland (krautreporter.de) und Kanada (ricochet.media). KlinKlin hat es jedoch mit einer größeren Herausforderung zu tun: 86.5% der Bürger hat kein Vertrauen in lokale Medien.

KlinKlin befindet sich noch im Frühstadium, es werden derzeit Unterstützung und Geldspenden gesammelt. Aktuell ist die Webseite auf Bulgarisch, doch das Team erwägt auch eine englische Version. In weniger als einer Woche sammelte die Facebook Seite von KlinKlin bereits knapp 2,700 Fans. Es folgt das Promotions-Video, komplett versehen mit englischen Untertiteln.

„Windeln wechseln in der Jugend“ – alarmierende Zahlen: Teenagerschwangerschaften in Venezuela

Alle Links in diesem Artikel führen zu spanischsprachigen Webseiten.

Die Bloggerin Desireé Lozano, die für die Seite Voces Visibles (Onlinenachrichten zu frauenrechtlichen Themen) schreibt, verweist auf die extrem hohen Raten der Teenagerschwangerschaften (25 Prozent aller Schwangeren) in Venezuela und auf das Fehlen geeigneter politischer Maßnahmen, um dieser Entwicklung und ihren Folgen entgegenzuwirken. Mit diesen Zahlen steht Venezuela an der Spitze der südamerikanischen Länder und dies nun schon seit zwei Jahren.

Eines der Probleme, das direkt proportional mit den Teenagerschwangerschaften einhergeht, ist die Müttersterblichkeit. In diesem Kontext zitiert Desireé Lozano die venezolanische Abgeordnete Dinorah Figuera, Präsidentin der Familienkommission der Nationalversammlung Venezuelas, die auf die Verantwortung des Staates bei der Prävention hindeutet:

“Una de esas consecuencias es que las madres adolescentes son mujeres que pierden oportunidades para desarrollarse desde el punto de vista profesional y aceptan cualquier tipo de trabajo para tener algún tipo de ingresos. Por esta razón el Estado debe aplicar una gigantesca campaña de concientización para la prevención del embarazo adolescente”, señala la diputada venezolana

Eine dieser Konsequenzen ist, dass die jugendlichen Mütter Frauen sind, denen die Möglichkeit einer beruflichen Zukunft verwehrt bleibt und die jegliche Arbeit annehmen, nur um überhaupt ein Einkommen zu haben. Aus diesem Grund sollte der Staat in eine weitreichende Kampagne investieren, um für die Prävention von Teenagerschwangerschaften zu sensibilisieren.

Ebenso trägt die Teenagerschwangerschaft dazu bei, dass ein bereits bestehender Trend fortgeführt wird, nämlich die Feminisierung der Armut. Darüber hinaus stellt diese Entwicklung eine Gefahr für die Gesundheit der jungen Mütter dar, die ein höheres Risiko tragen als der Durchschnitt. In ihrem Artikel stellt die Autorin interessante Aussagen verschiedener Spezialisten zu dem Thema vor, die die Tragweite dieses Problems offenlegen.

Der komplette Bericht kann hier gelesen werden. Desireé Lozano und Voces Visibles sind bei Twitter zu finden.

Der rezensierte Artikel wurde in der 49. Ausgabe von #LunesDeBlogsGV am 13. April 2015 veröffentlicht.

Ugandischer Friedensaktivist für Friedensnobelpreis nominiert

This is Uganda (ThisIs256) [Das ist Uganda] ist eine Online-Plattform für talentierte Schriftsteller in Uganda, die entschlossen sind, positive Geschichten über ihr Land zu schreiben und damit Berichte über Betroffenheitsjournalismus, Hunger, Ebola oder auch Tribalismus zu verbannen. Ihr Ziel ist es, ein authentisches, reflektiertes, ehrliches und objektives Bild von Uganda zu zeichnen, das in den großen westlichen Medien so nicht zu finden ist.

Ihre neueste Geschichte handelt von Victor Ochen, einem ehemaligen Binnenflüchtling, der vom American Friends Service Committee (AFSC) [Amerikanisches Hilfskomitee der Freunde], einer Organisation der Quäker für soziale Gerechtigkeit, für den Friedensnobelpreis nominiert wurde.

In der Vergangenheit nominierte das AFSC Desmond Tutu, Martin Luther King Jr. und US-Präsident Jimmy Carter, die alle mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurden. Die Organisation nominierte außerdem erfolglos Mahatma Gandhi, der nie den Friedensnobelpreis erhielt, obwohl er zwischen 1937 und 1948 insgesamt fünf Mal nominiert war.

Der 33-jährige Ochen gründete 2005 das African Youth Initiative Network (AYINET) mit Sitz in Lira, Uganda. Das Netzwerk leistet medizinische Hilfe für Opfer von Verbrennungen, Verstümmelungen jeglicher Art, Vergewaltigung und psychischer Folter. Außerdem fördert es Youth Leadership. AYINET hat sich zu einem internationalen Netzwerk medizinischer Fachleute entwickelt, die Opfern beim Wiederaufbau ihrer Häuser und Lebensgrundlage unterstützen. Mit den Worten von This is Uganda:

What Victor did out of sheer compassion added him to this prestigious list. As a teenager in Abia camp that was home of over 40,000 people, he formed a peace club with his peers in the camp. This initiative angered the elders “Why are you talking about peace that you have never seen?” He was enterprising; he risked his life to burn charcoal to raise his school fees. Then later he joined secondary school and could barely afford time to do his charcoal business so he became a cobbler, he used to repair shoes of kids at school. One day he landed a big job of mending the shoes of the school football team, unfortunately that money was stolen. His hard work and favor from the teachers saw him through high school

Victor’s heart was home even when he worked with straight talk foundation in Kampala, interacting with the people in the field made him realize that the people of northern Uganda wanted more than hand outs but wanted and deserved more. That is when he left his job and started the African youth initiative Network. This initiative mobilizes communities especially the youth to pursue peace and human rights, reconciliation. They offer psychosocial support to the former victims of conflict, most of who suffer severe emotional pain and struggle with forgiveness, they have also supported over 5000 people with reconstructive surgeries especially the women whose lips were cut off, the initiative also supports income generating activities, have formed 100 peace clubs in schools and universities in northern Uganda and over 6000 young people have gone through the peace building and transitional justice programme.

Das, was Victor aus reinem Mitgefühl getan hat, hat ihm einen Platz auf dieser prestigeträchtigen Liste verschafft. Im Abia Camp, in dem mehr als 40.000 Menschen lebten, gründete er mit gleichaltrigen Freunden einen Friedensclub. Diese Initiative erzürnte die Ältesten. “Warum redest du über Frieden, den du nie gesehen hast?” Ochen wurde zum Unternehmer. Er riskierte sein Leben beim Arbeiten in einer Köhlerei, um so seine Schulgebühren bezahlen zu können. Später besuchte er eine weiterführende Schule und hatte kaum noch Zeit für seinen Job als Köhler, also wurde er Schuster. In der Schule reparierte er die Schuhe der anderen Kinder. Eines Tages erhielt er den großen Auftrag die Schuhe der gesamten Fußballmannschaft seiner Schule zu reparieren, doch leider wurde das Geld gestohlen. Seine harte Arbeit und die Gunst der Lehrer halfen ihm durch seine Schulzeit.

Victors Herz war zu Hause, selbst als er mit der Straight Talk Foundation in Kampala arbeitete. Der Kontakt mit den Leuten vor Ort machte ihm bewusst, dass die Menschen in Norduganda mehr wollten als nur Almosen und dass sie auch mehr verdient hatten. Daraufhin gab Ochen seinen Job auf und gründete das African Youth Initiative Network. Die Initiative mobilisiert Kommunen, insbesondere Jugendliche, sich um Frieden, Menschenrechte und Versöhnung zu bemühen. Sie bieten psychologische Unterstützung für die ehemaligen Opfern des Konflikts, von denen viele unter seelischen Schmerzen leiden und denen es schwer fällt, zu vergeben. AYINET hat außerdem über 5.000 Menschen, die meisten von ihnen Frauen, denen die Lippen abgeschnitten wurden, mit wiederherstellenden Operationen unterstützt. Darüber hinaus fördert die Initiative einkommensschaffende Maßnahmen. AYINET hat 100 Friedensclubs in Schulen und Universitäten in Norduganda gegründet und mehr als 6.000 junge Menschen haben das Programm zur Friedenskonsolidierung und Übergangsjustiz durchlaufen.

Eine Passagierfähre kentert in Bangladesch. Schon wieder.

Alle Links in diesem Artikel führen, soweit nicht anders ersichtlich, zu englischsprachigen Webseiten.

Recovered bodies are brought to the shore in a dinghy. Image by Reporter#7619314. Copyright Demotix (22/2/2015)

Geborgene Leichen werden in einem Dinghy ans Ufer gebracht. Bild aufgenommen von Reporter#7619314. Bildrechte Demotix (22.02.2015)

Am Sonntagmittag rammte ein Frachtschiff 40 Kilometer nordwestlich von Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs, eine Passagierfähre mit angeblich mehr als 100 Passagieren, welche daraufhin sank.

Ein Rettungsschiff lokalisierte die gesunkene Fähre und versuchte sie zu bergen. Berichten zufolge wurden bislang 37 Leichen aufgespürt, während viele andere immer noch mit Sorge vermisst werden.

UPDATE: Kind in Manikganj gekenterter Barkasse verstorben; 60 Personen überlebten. 150 Personen befanden sich an Bord, als das Boot von einem Frachtschlepper gerammt wurde.

Kollisionen mit anderen Schiffen ist der Hauptgrund für Fährschiffkatastrophen in Bangladesch, welche durchaus alltäglich sind, wie diese Studie deutlich macht. Auslöser sind überladene Frachter und schlechte Sicherheitsmaßnahmen.

Passagierlisten werden selten akkurat und geordnet geführt, so dass es im Unglücksfalle schwierig ist, die Vermisstenzahl anzugeben. Viele Menschen wurden von diesem Schiff geborgen, allerdings wird es Tage dauern, um eine genaue Zahl anzugeben. In weniger als zwei Wochen ist dies das zweite tödliche Schiffsunglück in Bangladesch.

Divers at work to pull the bodies out of the capsized passenger ferry.

Auf diesem Bild sieht man, wie Taucher daran arbeiten, die Körper aus der gesunkenen Passagierfähre zu bergen. Bild aufgenommen von Reporter #7619314. Bildrechte Demotix (22.02.2015)

Google Art Project zeigt ab jetzt Streetart aus der Ukraine

Street-art des ukrainischen Kollektivs Dobrye Ludi. Foto von respublicafest.com.

Streetart des ukrainischen Kollektivs Dobrye Ludi. Foto von respublicafest.com.

Ukrainische Graffitis und Streetart, bis dato allein Einheimischen und in den Straßen ukrainischer Städte flanierenden Touristen vorbehalten, ist jetzt auch für Internetnutzer aus der ganzen Welt zugänglich. Google Art Project, eine umfangreiche Online-Sammlung von Kunstwerken unterschiedlichster Genres und Epochen, kuratiert vom Google Cultural Institute, zeigt ab jetzt eine Sammlung ukrainischer Streetart.

Art by M-97.

Art by M-97.

Streetart war zum ersten Mal im Juni 2014 bei Google Art Project zu sehen, heute zeigt die Webseite mehr als 10.000 hochauflösende Streetart-Werke von 86 Künstlerkollektiven aus 34 Ländern. Die neu hinzugefügten Ukrainischen Werke stammen von Teilnehmern des “Respublica“, einem internationalen Streetart-Festival, und steuern zu einer umfangreichen Sammlung von Bildern bei, die bei dem Versuch, Graffiti und Wandmalereien vor ihrem Verschwinden zu archivieren, festgehalten wurden.

Стріт-арт перетворює вулиці міст у відкриті галереї. На жаль, ця форма мистецтва є дуже ефемерною – вона може існувати сьогодні, а вже завтра зникне назавжди. За допомогою Google Art Project ми намагаємось зберегти вуличні шедеври та зробити їх доступними для всіх.

Streetart verwandelt Straßen in offene Galerien. Leider ist diese Art von Kunst eher kurzlebig – was heute noch ist, kann schon morgen für immer verschwunden sein. Mit dem Google Art Project versuchen wir, die Meisterwerke von der Straße zu erhalten und sie allen zugänglich zu machen.

Art by Kislow.

Kunst von Kislow.

Mehr als 200 Akademiker unterzeichnen Erklärung zur Unterstützung eines Anti-Junta Professors in Thailand

Somsak Jeamteerasakul. Photo from Prachatai website.

Somsak Jeamteerasakul. Das Foto stammt von der Prachatai Website.

Mehr als 200 Akademiker aus aller Welt unterzeichneten eine Erklärung, in dem sie dem Historiker und Professor-Kollegen Dr. Somsak Jeamteerasakul ihre Unterstützung zusichern. Dieser wurde vor kurzem von der Thammasat Universität entlassen. Der thailändische Wissenschaftler, der seit über zwei Jahrzehnten unterrichtet hatte, ist ein Kritiker des Junta Regimes, das im Mai 2014 die Macht ergriffen hat.

Das Dokument rief die Thammasat Universität und weitere Institutionen höherer Bildung eindringlich auf, die akademische Freiheit und die der Meinungsäußerung aufrecht zu erhalten:

To think differently is not a crime. If one cannot do so within the walls of the university, spaces of learning and the pursuit of truth, then the space to do so outside those walls will dwindle as well.

Anders zu denken ist kein Verbrechen. Wenn dies in den Räumen einer Universität oder anderen Instituten der Bildung und Wahrheitsfindung nicht mehr möglich ist, dann wird auch der Freiraum außerhalb dieser Räume schwinden.

Argentinien schafft ein Register für Dolmetscher indigener Sprachen

Enia Pilagá de la provincia de Formosa - Imagen de Laura Schneider

Angehörige der Ethnie Pilagá in der Provinz Formosa, Argentinien – Foto von Laura Schneider

Nach dem Fall der Quetchua-sprachigen Bolivianerin Reina Maraz, die in Argentinien für drei Jahre inhaftiert war, ohne zu wissen warum, hat der Gerichtshof der Provinz Buenos Aires dem Aufbau eines Registers für Dolmetscher indigener Sprachen zugestimmt. 

Laut einer Studie des Nationalen Instituts für indigene Angelegenheiten (INAI) aus dem Jahr 2004/2005, die sich auf die Daten der Zusatzbefragung von indigenen Völkern stützt, wird die Existenz von 38 indigenen Völkern in Argentinien anerkannt:

Los pueblos con mayor población a nivel nacional en orden descendente son: el pueblo Mapuche con 113.680, el pueblo Kolla con 70.505 y el pueblo Toba con 69.452 habitantes. En cuanto a los de menor población, se encuentran los pueblos Quechua con 561, los Chulupí con 553, los Sanavirón con 528, los Tapiete con 484 y por último, el pueblo Maimará con 178 habitantes.

Argentiniens größte indigene Bevölkerungsgruppen in absteigender Reihenfolge sind: das Volk der Mapuche mit 113.680 Angehörigen, das Volk der Kolla mit 70.505 und das Volk der Toba mit 69.452 Angehörigen. Zu den kleinsten Bevölkerungsgruppen gehören: Quechua mit 561 Angehörigen, Chulupí mit 553, Sanavirón mit 528, Tapiete mit 484 und schließlich das Volk der Maimará mit 178 Angehörigen.

In Peru gibt es bereits ein ähnliches Register, das Register der Dolmetscher für indigene und originäre Sprachen, und in Bolivien gibt es das „Allgemeine Gesetz für Sprachpolitik und für die sprachlichen Rechte der indigenen Völker“, dessen Ziele folgende sind:

1. Reconocer, proteger, promover, difundir, desarrollar y regular los derechos lingüísticos individuales y colectivos de los habitantes del Estado Plurinacional de Bolivia.

2. Generar políticas públicas y obligaciones institucionales para su implementación, en el marco de la Constitución Política del Estado, convenios internacionales y disposiciones legales en vigencia.

3. Recuperar, vitalizar, revitalizar y desarrollar los idiomas oficiales en riesgo de extinción, estableciendo acciones para su uso en todas las instancias del Estado Plurinacional de Bolivia.

1. Anerkennung, Schutz, Förderung, Verbreitung, Entwicklung sowie die Regulierung individueller und kollektiver linguistischer Rechte der Bürger des Plurinationalen Staates von Bolivien.

2. Die Umsetzung erfolgt durch öffentliche Politikarbeit und institutionelle Rahmenbedingungen, die innerhalb der staatliche Verfassung, internationaler Konventionen und der geltenden rechtlichen Bestimmungen geschaffen werden.

3. Wiedererlangung, Belebung, Neubelebung und Förderung der offiziell vom Aussterben bedrohten Amtssprachen, sowie die Einführung von Maßnahmen um ihren Gebrauch in allen Instanzen des Plurinationalen Staates von Bolivien zu gewährleisten.

Als ugandischer Abgeordneter lässt es sich gut leben

Die Bloggerin Prudence erklärt, dass es eine sehr lukrative Angelegenheit ist, Teil der ugandischen Legislative zu sein:

Freunde, als ugandischer Abgeordneter lässt es sich gut leben.

Du musst dich nur mit ein paar Päckchen Salz, ein paar Stücken Seife, ein bisschen Zucker und ein paar Spenden für die örtliche Kirchengemeinde ins “August House” einkaufen. Aber pass auf, dass du das richtige Diplom in der Tasche hast, denn wenn dich dein politischer Gegner nicht für ausreichend qualifiziert hält, ist das ein Grund zum Rausschmiss.

In diesem Job verdienst du jeden Monat haufenweise Geld, egal, ob du Parlamentssitzungen besuchst oder ob du dich auf deiner Farm um dein Vieh kümmerst, du reist ins Ausland mit großzügigen Spesensätzen, du kannst dich in Sitzungen zurückhalten, Solitär auf deinem iPad spielen oder ein Nickerchen machen – entspann dich, niemand wird dich dafür verantwortlich machen.

Video: Indigener Stamm am Amazonas protestiert gegen Bau eines Staudamms

Alle Links führen, soweit nicht anders ersichtlich, zu portugiesischsprachigen Webseiten.

Angehörige der ethnischen Gruppe der Munduruku kämpfen gegen den Bau des Staudammes São Luiz do Tapajós im brasilianischen Staat Pará. Der Bau dieses Dammes würde bedeuten, dass 700,000 km² ihres Heimatlandes geflutet werden.

Die brasilianische Bundesregierung plant bis zu fünf Dämme im Fluss Tapajós River anzulegen, wo Dutzende indigener Gemeinschaften ihren Lebensraum haben. Zusammen mit dem Damm São Luiz do Tapajós war auch der Baubeginn des Jatobá Dammes für 2015 vorgesehen. Soziale und umwelttechnische Hindernisse haben den Beginn jedoch bis mindestens 2020 verschoben. Beide Staudämme würden zusammen insgesamt 7 Milliarden US Dollar kosten.

Die Munduruku sagen, sie seien nicht zu dem Projekt befragt worden. Schon seit Jahren üben die Munduruku der Sawré Maybu Gemeinschaft, die durch den Bau des São Luiz do Tapajós Dammes direkt betroffen wären, Druck auf die Bundesregierung aus, ihr Land abzugrenzen. Eine solche Abgrenzung würde bei der Fortsetzung des Staudammprojektes ein rechtliches Hindernis darstellen.

Die Filmschaffende Nayana Fernandez hat einen Dokumentarfilm über dieses Thema produziert.

UPDATE 09/12/2014: Gemeinsam mit weiteren Organisationen hat Nayana Fernandez eine Crowdfunding Kampagne gestartet. Ziel dieser Kampagne ist es, den Munduruku zu helfen Druck auf die Regierung auszuüben, damit diese den Lebensraum des Stammes demarkiert. Auch sollen beide Organisationen öffentlich aktiv werden- es soll eine Webseite erstellt und übersetzt werden – und der Dokumentarfilm wird in der Sprache der indigenen Gemeinschaft vertont (die Mehrheit der Mundurku spricht kein Portugiesisch). Unterstützer/-innen können auch spenden, beginnend bei US$10. 

Wie Mumbais Schulkinder große Ideen über Technologie und Innovation haben

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A screen grab of the video (click the photo to watch)

Ein Screenshot des Videos der Organisation Atma.

Der Autor @sutarcv arbeitet als Kommunikationskoordinator mit Atma.

Vor kurzem haben Kinder einer örtlichen Schule in Mumbai ihre Meinung über Innovationen, Technologie, Umwelt und Geld in einem von Atma erstellten Videofilm geäußert. Atma ist eine gemeinnützige, pädagogische Organisation und hat die Mission Initiativen zur Hilfe von unterprivilegierten Kinder von Indien zu unterstützen.

Dieses Video ermöglicht es, einen Einblick in die Gedanken der Kinder von örtlichen Gemeindeschulen zu gewinnen. Viele von sind schwierigen Bedingungen ausgesetzt, wie z.B. das Aufwachsen in einer schlechten Nachbarschaft oder das Zusammenleben mit einem alkoholsüchtigen Elternteil.

Ein Mädchen berichtet zum Beispiel in dem Video, dass sie eine neue Technologie erfinden möchte, die es den Menschen ermöglicht auf Wunsch zu fliegen. Ein anderes möchte eine Geldbörse entdecken, in der das Geld nie ein Ende findet. Was neue Technologien betrifft hat es den Anschein, dass die Kinder der Schule sehr begeistert sind. Sie kennen die Nachrichtendienste WhatsApp, Email und Google. Allerdings erfährt man durch die Gespräche mit den Kindern auch, dass ihr Zugang zum Internet beschränkt ist.

Inish Merchant kommentierte in dem folgenden Video den Facebookeintrag von Atma: 

Ich wünschte die Regierung begänne, IT-Unterricht als Teils ihres Lehrplans zu geben.

Die faszinierendsten Antworten bekam ich auf eine hypothetische Frage: Was würden sie machen, wenn sie sehr viel Geld hätten? Manche sagten, sie würden für ihre Eltern sparen, andere antworteten, sie würden es spenden oder Menschen mit Behinderungen helfen. Ein paar sagten auch, sie würden zuerst etwas für sich erschaffen und dann etwas für andere machen.

Prateek U Keshari, Kommunikationsexperte von Make A Difference (Mach einen Unterschied), einer gemeinnützigen Organisation, die mit Straßen – und Waisenkindern arbeitet, schrieb:

Das ist wunderbar! Wenn bloß mehr Erwachsene durch die Augen eines Kindes nach Möglichkeiten von Ideen suchen würde!