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Kurzmeldungen

Medienarchiv · 381 Artikel

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Neueste Artikel vom Kurzmeldungen

Venezuela entschlüsselt: Aus widersprüchlichen Schilderungen schlau werden

Im Februar 2014 waren die venezolanischen Journalisten Mary Avilés, Ana María Carrano und Martín Quiroga, die zu der Zeit in Silicon Valley lebten, frustriert davon, herauszufinden, was eigentlich wirklich bei ihnen zu Hause los war. Nach ersten Protesten in dem Monat war damals Twitter zum letzten unabhängigen Informationskanal geworden und jeder griff darauf zurück, die Regierung, Vertreter der Opposition, Journalisten und Bürger. Mit 1.000 Twitternachrichten pro Stunde wichen sich widersprüchliche Berichte auf den Handybildschirmen gegenseitig aus und es war schwer zu durchschauen, was davon glaubhaft ist.

Avilés, Carrano und Quiroga sind, beziehungsweise waren, Stipendiaten der John S. Knight Foundation [en]. Gemeinsam mit Ana María Carranos Ehemann Douglas Gómez stellen sie nach anstrengenden Wochen ein Team zusammen, gewinnen weitere Teammitglieder und gründen und starten [en] innerhalb kürzester Zeit die Online-Plattform Venezuela Decoded [en] (Venezuela entschlüsselt), um anderen dabei zu helfen, die widersprüchlichen Darstellungen über die Unruhen um Land zu verstehen, die die sozialen Medien überflutet haben:

Ich hoffe für Venezuela Decoded, dass es zu einem Bezugspunkt der internationalen Leserschaft und der Medien wird, wenn es um den venezolanischen Konflikt geht, zu einer Art Einstiegsseite”, sagt Aviles. [...] “Wir sind davon überzeugt, dass wir dazu beitragen können, die Macht der sozialen Medien im Journalismus wirksam einsetzen zu können.”

Inspiriert von Syria Deeply [en], hat sich das Team vor kurzem um eine Förderung im Rahmen einer Ausschreibung der Knight Foundation beworben, um ihren Einsatz finanzieren zu können. Ihre Bewerbung ist hier [en] einsehbar.

Der letzte Ort kultureller Dynamik in Luanda ist nicht mehr

Marissa Moorman schreibt [en] über den Abriss des Elinga-Theaters, einem Zentrum kulturellen Lebens in Luanda, Angola:

Seit 1988 verankert das Elinga-Theater kulturelles Leben in der angolanischen Hauptstadt. Am 22. März 2014 gab José Mena Abrantes – Regisseur des Elinga-Theater und Dichter, Dramaturg, Journalisten sowie Kommunikationsberater (sprich: manchmal Redenschreiber) des angolanischen Präsidenten José Eduardo dos Santos – bekannt, der Abriss des historischen Ortes von Elinga stünde bevor.

Zuvor war der Schauspieltruppe im Januar diesen Jahres gesagt worden, sie müssten bis Ende letzten Monats das Theater räumen.

Am 1. April wurden Sorgen zu Taten: Die Initiative Central Angola startete über Facebook eine Kampagne, um mit mehreren Menschen schützend vor dem Elinga zu stehen und damit den Abriss hinauszuzögern. Am 2. April war eine Petition im Umlauf (online und an Schulen in Luanda), nachdem die Architekturprofessorin der Lusíada University Ângela Mingas vorgeschlagen hatte, 1.000 Unterschriften zu sammeln und der Nationalversammlung am 18. April, dem internationalen Tag der Denkmalpflege (UNESCO) zu übergeben, um damit einen symbolischen Schlag zu landen.

Russland beabsichtigt mit “Internet-Verschmutzung” aufzuräumen

Die russische Regierung arbeitet an dem Entwurf eines neuen Projekts [ru], das die “Prinzipien der staatlichen Kulturpolitik” neu definieren soll. In einem Konzeptpapier, das der Presse diese Woche zukam, erklärt eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Putins Stabschef Sergei Ivanov, Russland müsse angesichts der Globalisierung seine einzigartige “Staats-Zivilisation” erhalten und sein moralisches Fundament bewahren. Russland müsse sich “der Welt öffnen” ohne “sich darin aufzulösen”, so das Dokument.

Diese Pläne des Kultusministeriums könnten schwerwiegende Folgen für die Internetregulierung Russlands haben, dann, wenn zukünftige Gesetzgebungen die Sprache der Empfehlungen der Arbeitsgruppe übernehmen, die “Qualitätskontrollen von Informationen [im Internet]” mit Umweltschutz vergleicht:

Heute, zur Zeit des Cyberspace, schafft und verbreitet jeder, der  Zugang zu einem Computer und Internet hat irgendetwas, unabhängig des Bildungsstands, der Weltansicht, der Lebenserfahrung, der psychischen Gesundheit oder der tatsächlichen Intentionen. Das Ergebnis ist, dass dieser Raum der Informationen verschmutzt ist. Noch ist es früh und wir können nicht absehen, welche Auswirkungen das auf uns haben wird, aber wir können es bereits vergleichen mit der Verschmutzung der Luft, die wir atmen und des Wassers, das wir trinken.

Die Gleichsetzung der “Internet-Verschmutzung” mit Kohlendioxidemission und Wasserverunreinigung würde die Möglichkeit des Staats, Online-Aktivitäten zu regulieren, erheblich ausweiten. In der Duma diskutierten [ru] Gesetzgeber das Arbeitspapier, aber niemand sprach seine potenzielle Anwendung auf Internetpolitik an. Bevor der Plan zur Gesetzgebung wird, müssen die zuständigen Stellen noch einige Unebenheiten ausbügeln, insbesondere die der Finanzierung.

Kambodscha: Tempelanlage Angkor Wat jetzt bei Google Street View

Die gewaltige Kultstätte Angkor Wait in Kambodscha kann nun über Google Street View erkundet [en] werden. Das folgende Video [en] stellt einige der überwältigenden Tempel von Angkor Wat vor.

Video: Wie die USA 2,5 Millionen Tonnen Bomben auf Laos warfen

Die gemeinnützige Nachrichtenorganisation Mother Jones hat auf Youtube ein Video [en] hochgeladen, das den Abwurf von 600 Sprengsätzen [en] visualisiert, den zwischen 1965 und 1973 während des Vietnamkriegs die Vereinigten Staaten im Zuge einer Flächenbombadierung von Laos durchführten.

“Blogs sind die Schallplatten des Internets”

Ein Artikel der Tageszeitung Washington Post bespricht [en] “den Rückgang des iranischen Blogistans”. Viele Internetnutzer verbreiteten den Schlusssatz des Beitrags über Twitter [en]:

Blogs sind die Vinylplatten des Internets.

Zum Hintergrund berichtet unser Beitrag vom 17. März 2014 und eine Diskussion zu dem Thema vom 11. April. Die Studie “Wohin Blogistan” kann hier [en] runtergeladen werden.

Myanmar: Erste digitale Bibliothek für Hochschulbildung

Das Bildungsministerium [my] von Myanmar arbeitet zusammen mit der Open Society Foundation, um die erste digitale Bibliothek [en] des Landes einzurichten. Der Seniormanager des Förderprogramms für Hochschulbildung der Open Society Foundation Oleksandr Shtokvych erläutert die Bedeutung des Projekts:

Es wird auch die Studierenden und Wissenschaftler (der Universität von Yangon und der Universität von Mandalay) als aktive Teilnehmende in die Produktion neuen Wissens und kritischen Denkens miteinbeziehen. Damit werden das einmalige und reiche Erbe und die derzeitigen Entwicklungen in Myanmar ins Licht internationaler Wissenschaft gerückt.

Afrika: 20 bis 40 Prozent der Gelder im Wassersektor gehen an Korruption verloren

Zugang zu sauberem Trinkwasser ist ein Menschenrecht. Quelle: actionaid.org, Verwendung genehmigt.

Mustapha Sesay, Botschafter Westafrikas für die Integrität im Wassersektor schreibt [en] auf dem Blog des West Africa WASH Journalistennetzwerks [WASH ist ein Akronym für Wasser-, Sanitärversorgung und Hygiene] über Korruption in der Wasserbranche:

Der Zugang zu sauberem und bezahlbarem Wasser ist ein fundamentales Menschenrecht, aber es kommt ihm nicht die Aufmerksamkeit zu, die es benötigt. Die Korruption im Wassersektor blüht und betrifft Menschen aller Schichten, vom einfachen Mann über Politiker bis hin zu den Vorständen der Wasserinstitutionen und selbst den Nichtregierungsorganisationen, die in dieser Branche tätig sind. Der Bericht “Korruption im Wassersektor” des Water Integrity Networks in einem Buch mit dem Titel “Schulungshandbuch zu Integrität im Bereich Wasser” besagt, dass es in Subsahara-Afrika bei 44 Prozent der Länder unwahrscheinlich ist, dass sie das Millenium-Entwicklungsziel zu Trinwasser erreichen werden. [Das Ziel lautet, dass bis 2015 der Anteil der Menschen ohne dauerhaft gesicherten Zugang zu hygienisch einwandfreiem Trinkwasser halbiert wird.]. Bei 85 Prozent ist es unwahrscheinlich, dass sie das Ziel hinsichtlich sanitärer Anlagen erreichen. Schätzung der Weltbank zufolge gehen 20 bis 40 Prozent der Finanzen im Wassersektor an unredlichen Geschäftspraktiken verloren.

Entführungsindustrie lässt sich in Kamerun nieder

Der Blog Matango Club greift die Entführung zweier italienischer Pfarrer und einer religiösen Kanadierin [fr] im äußersten Norden des Kamerun in der Nacht von Freitag, dem 4. auf Samstag, den 5. April 2014 auf:

In der Geschichte sind Entführungen dieser Art nichts Neues. Man erinnert sich bloß an die Entführung des 42-jährigen französischen Pfarrers Georges Vandenbeusch, die für viel Aufsehen sorgte. Er wurde am 14. November 2013 aus seinem Kloster der Pfarrgemeinde Nguetchewe, in der Nähe der Gemeinde Koza, im Norden des Landes und 700 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Yaoundé gelegen. Diese Region gilt als sehr gefährlich. Vor diesem Vorfall, am 19. Februar 2013, wurde die Familie Moulin-Fournier ebenso verschleppt. Diese beiden jüngsten Entführungen verursachten einen solch gewaltigen Aufruhr in den Medien, dass die islamistische Gruppierung Boko Haram als Verursacher verdächtigt wurde. Diese Anschuldigung wurde anschließend vom Anführer dieser Gruppe Abubakar Shekau, der sie seit 2009 leitet, bestätigt.

Unmittelbar nach der Freilassung der Familie Moulin-Fournier, vermuteten die kamerunische Presse und weitere Stimmen, dass die Regierung Kameruns der Islamistengruppe Boko Haram ein Lösegeld gezahlt habe. Diese Annahme verstärkte sich, als sich Frankreich selbst mit der Entführung des Pfarrers George Vandenbeusch, der wenige Wochen später aus der Geiselhaft frei gelassen wurde, beschäftigt hat. Diese Serie an Entführungen und Befreiungen ist noch nicht zu Ende und lässt vermuten, dass sich ein „Entführungsmarkt” sowohl an der Küste Nigerias als auch Kameruns aufgebaut hat.

Internationaler Tag der Roma: Frankreich, Tschechien und Griechenland unter Kritik

Anlässlich des Internationalen Tags der Roma [en], der jedes Jahr am 8. April stattfindet, kritisiert Amnesty International im Bericht „We Ask for Justice” [en] vor allem die Situation in Frankreich, Tschechien und Griechenland:

Les gouvernements, dans toute l’Europe, manquent à leur devoir envers les Roms de multiples façons. Les discriminations, les expulsions forcées et l'accès à une éducation de moindre qualité sont la norme dans de nombreux pays.
Allen Regierungen Europas misslingt es in mehrfacher Hinsicht, ihren Verpflichtungen gegenüber Roma nachzukommen. In zahlreichen Ländern gelten Diskriminierungen, Abschiebungen und der Zugang zu einer minderwertigen Bildung als normal.
 

Es gibt eine Facebook-Seite zur Exposition Dignité Strasbourg [fr], einer von Amnesty International veranstalteten Ausstellung, die die Themen Würde, Menschenrechte und Armut verbindet.

Warum Madagaskars Präsident noch keinen neuen Premierminister ernannt hat

Madagaskars neuer Präsident Hery Rajaonarimampianina wurde am 20. Dezember 2013 gewählt. Jetzt, einige Monate später, steht er immer noch vor der Aufgabe [en], einen Premierminister für seine neue Regierung zu ernennen. Viele Beobachter fragen sich, warum dieser Vorgang so lange dauert. Der madagassische Blogger Michael Rakotoarson schätzt die Situation anders ein. Er argumentiert, dass es gar keine schlechte Sache sei [fr], wenn sich der Präsident Zeit nehme: 

J’étais dans l’attitude ambiante de celui qui doute, moi qui de base n’ai jamais soutenu le Président [..]. De source sûr, le président missionne à l’étranger une poignée d’hommes discrets chargés de débusquer des compétences. Le pari est donc de dégager la politique, pour ne se soucier que de l’économie. 

Ich war einer der Skeptiker, vor allem, weil ich diesen Präsident nie unterstützt habe [...]. Ich erfuhr jedoch von einer verlässlichen Quelle, dass der Präsident kürzlich eine Handvoll Männer im Ausland damit beauftragt habe, diskret solche Menschen ausfindig zu machen, die über spezielle Kompetenzen verfügen. Die Herausforderung besteht darin, die politischen Gesichtspunkte auszublenden und sich auf die Wirtschaft zu konzentrieren.

Aufdeckung eines Falles von Sklaverei im Norden Mauretaniens

Die Organisation SOS Esclaves in Mauretanien gab die Aufdeckung eines neuen Falles von Sklaverei bekannt [ar], welcher sich in der Region Tzerkaf im Norden Mauretaniens, 40 Kilometer von der Stadt Zouérat entfernt, ereignete. Diese Aufdeckung wird überschattet von dem Besuch [ar], den die UN-Sonderberichterstatterin zur Sklaverei Gulnara Shahinian Mauretanien abstattete, um den Handlungsplan zur Beendigung der Sklaverei in Mauretanien zu bestätigen. Der Handlungsplans wurde in Zusammenarbeit mit dem Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte bei den Vereinten Nationen vorbereitet.

Der mauretanische Aktivist Yeslem Mahmoud [ar] hofft, dass das Gesetz in dieser Sache seinen Lauf nimmt:

كلما أتمناه أن تسير المسطرة القضائية دون تدخلات لطالما كانت سببا في التخلي عن حقوق الضحايا وإبراء ذمة المجرمين, شكرا لكم

Alles, was ich wünsche, ist, dass das Gerichtsprozedere ohne Unterbrechungen vonstattengeht, welche so oft der Grund dafür waren, dass die Rechte der Opfer keine Berücksichtigung fanden und die Täter freigesprochen wurden. Vielen Dank.

Burundis ignorierte Krise

Während das benachbarte Ruanda mit dem Gedenken des Völkermords von 1994 und verstärkten Spannungen mit Frankreich [en] Schlagzeilen macht, ist die Stimmung in Burundi aufgrund einer ignorierten politischen Krise und einem Anstieg der Gewalt [en], die wieder Hutus gegen Tutsis stellt, getrübt. Tshitenge Lubabu in Burundi meint [fr], dass die Wurzeln der Krise die momentanen politischen Führungspersonen sind:

 La plupart de nos dirigeants, bien ou mal élus, malgré de longues années de pouvoir, se sont illustrés par leur impéritie [..] Tous les mensonges sont bons pour confisquer le pouvoir. Quand leurs mandats, limités par la Constitution, arrivent à terme, des courtisans zélés, jamais repus, les supplient de ne pas partir. Comme si, sans eux, le soleil risquait de ne plus apparaître 

Die meisten unserer Führungspersonen, richtig gewählt oder nicht, fallen durch ihre Inkompetenz trotz vieler Jahre an der Macht, auf. [...] Jede Lüge ist recht, um Macht zu ergreifen oder zu behalten. Wenn ihre Amtszeit zu Ende geht, wie in der Verfassung festgelegt, bettelt ihr übereifriges, nimmersattes Gefolge sie an, die Macht nicht abzugeben. Als würde ohne sie die Sonne morgen nicht wieder aufgehen. 

NETmundial richtet für Treffen zu Internet-Governance Knotenpunkte in Asien ein

NETmundial logo

Logo von NETmundial

NETmundial [en] bringt bei einem Treffen in São Paulo am 23. und 24. April 2014 Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund zusammen, um Prinzipien von Internet-Governance zu diskutieren. Es werden zusätzlich in 31 Städten über 22 Länder verteilt 33 sogenannte Remote Hubs [Knotenpunkte] eingerichtet, mit denen Interaktion in Echtzeit mit der Veranstaltung vor Ort in São Paulo und damit eine Beteiligung an dem Treffen über das Internet ermöglicht wird.

Eine Teilnahme aus der Ferne wird in Asien an fünf Stationen in Indien, einer in Hongkong und einer in Indonesien möglich sein. Tomoya Inyaku [ja], der frühere Direktor des Japan Computer Access Network [ja], das Mitwirkungsmöglichkeiten durch Informations- und Kommunikationstechnologie fördert, klagt über das Fehlen eines Knotenpunkts in Japan:

Die NETmundial wird am 23. und 24. April in São Paulo stattfinden und die Zukunft der Internet-Governance diskutieren. Sie schreiben, dass sie Hubs in 22 Ländern rund um die Welt haben. Es wird Hubs in Indonesien geben, um mitzudebatieren, aber keinen in Japan. Ich wünschte, ich könnte mich vernetzen, um online über Rechte zu sprechen.

“It's a Girl”: Kampagne gegen Tötungen von Töchtern in Indien und China

Die Webseite MujeresMundi, die von Xaviera Medina, einer peruanischen in Belgien lebenden Kommunikationsspezialistin geleitet wird, beteiligt sich an der Aufklärungskampagne “It's a girl” [en] [Es ist ein Mädchen], die sich gegen geschlechtsspezifische Tötungen von Mädchen [Femizid] in Indien und China richtet:

Heute übersteigt die Zahl der Opfer von Femizid die gesamte Opferzahl all derjenigen Menschen, die in Genoziden des 20. Jahrhunderts getötet wurden. Es mag unglaublich erscheinen, doch diese Problematik erfährt keine Aufmerksamkeit durch die internationale Gemeinschaft. Wie lässt sich das Schweigen gegenüber der größten Menschenrechtsproblematik unserer Zeit erklären?

Der Artikel beinhaltet ein Interview mit Evan Grae Davis [en], dem Regisseur des Dokumentarfilms “It's a girl!” [en], der sagt: “Ich hatte mich selbst nicht als Aktivist gesehen, bis ich ich bei ‘It's a girl!’ Regie geführt und den Film produziert habe.”

Veröffentlichung der Friedrich Ebert Stiftung zu sozialen Medien in Kamerun

Die Friedrich Ebert Stiftung hat eine Studie zum Gebrauch sozialer Medien in Kamerun veröffentlicht [en]:

In welchem Ausmaß, zu welchem Zweck und durch wen werden soziale Medien wie Twitter, Facebook, Blogs, LinkedIn usw. im Land genutzt? Um diese Fragen zu beantworten, hat die Friedrich Ebert Stiftung eine Studie zum Gebrauch sozialer Medien in Kamerun in Auftrag gegeben…

Hinsichtlich der Beliebtheit ist in Kamerun, wie woanders auch, Facebook von allen sozialen Medien am populärsten. Einige kameruner Facebookgruppen haben bis zu 20.000 und mehr Follower. Die Beliebtheit von LinkedIn überrascht da schon mehr. Knapp vier von zehn kamerunischen Internetnutzern haben sich bei dem Dienst angemeldet, im Vergleich dazu nur drei Prozent im benachbarten Nigeria. Jobsuche und Arbeitsmöglichkeiten mögen dieses Rätsel zumindest in Teilen lösen. Der Mikroblogging-Dienst Twitter gewinnt schnell an Popularität. Kamerun ist nun unter den zehn afrikanischen Ländern mit dem größten Volumen an Twitternachrichten. Dabei konzentriert sich das Twittern allerdings auf die Städte Douala und Yaoundé. Bloggen dagegen steckt noch in den Kinderschuhen, was darauf zurückzuführen ist, dass es sehr viel mehr Zeit kostet und Inhalten bedarf. Was kamerunischen Bloggern an bloßer Quantität fehlt, machen sie jedoch mit Qualität wett. Einige der besten Blogs Afrikas kommen aus Kamerun und manche von ihnen sind im kameruner Bloggerkollektiv (Collectif des Blogueurs Camerounais) organisiert. Zudem wurden bereits einige Innovationen entwickelt, die die Verbreitung sozialer Medien forcieren werden, darunter das Nutzen von Mobiltelefonen für kommerzielle Aktivitäten.

Unterbezahlte indonesische Arbeiter, die weltweite Kosmetikprodukte produzieren

Michael Eko Hardianto schreibt [en] über die schlechten Zustände indonesischer Arbeiter in Fabriken, die Kunstwimpern, Haarverlängerungen und andere Schönheitsprodukte herstellen:

…hinter jedem Wimpernklimpern in der Modeindustrie und darüber hinaus liegt die nicht erzählte Geschichte unsichtbarer Niedriglohnarbeiter.

Ihr finanzieller Arbeitslohn für solch eine monotone Arbeit liegt bei etwa 0,04 US-Dollar pro Paar, manchmal geringer. Bis das Produkt westliche Verbraucher erreicht, ist der Preis, den diese bezahlen, oft auf 10 US-Dollar pro Paar angestiegen – ein Preisaufschlag von 2.400 Prozent.

Demnächst! Microgrants von Rising Voices für Amazonas-Gemeinden

Amazon Peru, photo by Pearl Vas  (CC BY 2.0)

Amazonas, Peru. Foto von Pearl Vas (CC BY 2.0).

Rising Voices [en] startet nächsten Monat einen Wettbewerb, bei dem es für Projekte digitaler Bürgermedien in der Amazonasregion, in der viele indigene Gemeinschaften beheimatet sind, Microgrants zu gewinnen gibt. [Microgrants sind finanzielle Zuwendungen, die im Unterschied zu Mikrokrediten nicht zurückbezahlt werden müssen.] Wir können diese Hilfe dank der Unterstützung von Avina Americas, der Fundación Avina und der Skoll Foundation sowie der kontinuierlichen Begleitung durch die Global Voices-Gemeinde anbieten.

Mehr zu dem Projekt gibt es auf der Webseite von Rising Voices [en]. Hier [es/pt/en] kann man sich per Email Benachrichtigungen zum Wettbewerb zusenden lassen.

Bürgermedien haben eine wichtige Rolle bei vielen kulturellen, politischen, sozialen und umweltpolitischen Kämpfen in der Region gespielt. Auf der Seite der Sonderberichterstattung zu den Amazonas-Gemeinden “Waldfokus: Amazonas” [en] finden sich weitere Beiträge zu dem Thema.

UNESCO bildet den Internationalen Tag der Pressefreiheit ab

Press Freedom Day events

Screenshot der UNESCO-Crowdmap für Veranstaltungen rund um den Internationalen Tag der Pressefreiheit.

Der 3. Mai ist Internationaler Tag der Pressefreiheit, den die UNESCO mit einer öffentlichen [en] Veranstaltung in Paris begeht.

Auf ihrer Website [en] finden sich viele Informationen für alle, die mehr über Pressefreiheit wissen wollen oder selbst eine Veranstaltung organisieren.

Unter Verwendung eines online Crowdmapping-Tools zeichnet die UNESCO Veranstaltung rund um den Internationalen Tag der Pressefreiheit überall auf der Welt auf und lädt dazu ein weitere Veranstaltungen einzubringen.

Die UNESCO [en] ist die Organsiation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Zur Verteidigung der malawischen Sprachenvielfalt

Als Reaktion auf die Entscheidung der Regierung von Malawi, Englisch als Unterrichtssprache ab der ersten Klasse einzuführen, verteidigt Steve Sharra die Lokalsprachen und plädiert [en] für Mehrsprachigkeit:

Lehrer und Unterrichtende der weiterführenden Schulen und Universitäten beobachten die Tendenz, dass Schüler von Privatschulen zwar perfekt Englisch sprechen, ihre Fähigkeiten zu argumentieren, zu schreiben und Probleme lösen zu können, jedoch unterentwickelt sind. Und das auch laut Berichten der Unabhängigen Vereinigung der Schulen von Malawi (ISAMA), denen nach 80 Prozent der Studenten, die malawische Universitäten besuchen, von Privatschulen kommen.

Sprachwissenschaftler haben herausgefunden, dass Kinder, die mehr als eine Sprache sprechen, bessere akademische Leistungen erbringen als Kinder, die nur eine Sprache sprechen, unabhängig davon, welche Sprache das ist. Daher muss unsere Strategie bezüglich der Unterrichtssprache lauten, Mehrsprachigkeit und nicht Einsprachigkeit zu fördern. Vor nur einer Generation waren die meisten Malawier mehrsprachig und beherrschten durchschnittlich zwei oder mehr Sprachen. Die Generation von heute kennt in der Regel zwei Sprachen: Englisch und Chichewa. Wenn wir keine Politik betreiben, die der Entwicklung unserer Lokalsprachen dient, dann werden die kommenden Generationen von Malawiern auf eine einzige Sprache beschränkt, und zwar Englisch.

Einsprachigkeit begünstigt einen Inselcharakter, eine beschränkte Weltsicht, bei der das einzig verfügbare Wissen von nur einer Sprache herrührt. Die Gefahr der neuen Richtlinie, so wie die Dinge stehen, besteht in dem Schaden, den sie möglicherweise den malawischen Sprachen zufügt. Die neue Richtlinie bedeutet, dass wir als Land dem Englischen mehr Mittel zuweisen, und das auf Kosten der Pflege und Entwicklung der Lokalsprachen.

Kamerun zerstört 3.000 Häuser und überlässt 15.000 Menschen der Obdachlosigkeit

Der Blogger Mathias Mouendé Ngamo berichtet aus erster Hand [fr] über die Zerstörung von ungefähr 3.000 Häusern in Nkomba, einem Stadtteil von Douala in Kamerun. Schätzungen zufolge leben über 15.000 Menschen in dieser informellen Siedlung, die auf einem Grundstück der Mission für die Entwicklung und die Verwaltung von Industriezonen entstand. Dieses öffentliche Unternehmen ist dafür zuständig, industrielle Gebiete in Kamerun zu schaffen:

Des policiers et gendarmes empêchent aux habitants de franchir le cordon de sécurité. Plus de 150 éléments des forces du maintien de l’ordre encadrent l’opération des casses. Ils sont constitués des policiers de l’Equipe spéciale d’intervention rapide (Esir), du Groupement mobile d’intervention n°2 (Gmi2), des gendarmes et des forces spéciales de la Misca. Les hommes en tenues sont armés de fusils, de matraques et de bombes à gaz lacrymogène. Des camions antiémeutes de la police et de la gendarmerie sont garés dans un coin. Une bombe à gaz lacrymogène est lancée pour repousser les sinistrés qui défient les forces de l’ordre. La foule se disperse…

C’est la troisième journée des casses au quartier Nkomba. Les déguerpissements ont débuté mercredi 26 mars 2014, vers 5 h. Les maisons ciblées sont celles établies sur le terrain de la Mission d’aménagement et de gestion des zones industrielles (Magzi).

Polizisten hindern die Einwohner daran, die Sicherheitsabsperrung zu durchbrechen. Mehr als 150 Sicherheitskräfte, die sich aus Angehörigen der Spezialeinheit für schnelle Einsätze (Esir), der mobilen Interventionseinheit Nummer 2 (GMI2) und Spezialeinheiten der Friedensmission der Afrikanischen Union (MISCA) zusammensetzen, dirigieren die Zerstörung. Die uniformierten Männer sind bewaffnet mit Pistolen, Knüppeln und Tränengas. Des Weiteren stehen Wasserwerfer der Polizei bereit. Ein Tränengaskanister wird eingesetzt, um die Geschädigten, die sich der Polizei in den Weg stellen, zurückzudrängen. Dann löst sich die Menschenmenge auf.

Dies ist der dritte Tag der Zerstörung in Nkomba. Die Zwangsräumung begann am Mittwoch, den 26. März 2014 um fünf Uhr morgens. Die im Fokus stehenden Häuser stehen auf dem Grundstück der Mission für die Entwicklung und die Verwaltung von Industriezonen in Kamerun.

Namibias Kritik an Deutschland: Die Rückgabe sterblicher Überreste ist keine Entschuldigung

Die sterblichen Überreste der Opfer des Kolonialkrieges zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden im März von Deutschland an Namibia zurückgegeben. Nichtsdestotrotz fordert Namibia eine offizielle Entschuldigung der Bundesregierung, wie Tendai Marima, promovierter afrikanischer Literaturwissenschaftler, auf der Webseite der Think Africa Press [en] schreibt:

Die in diesem Monat zurückgegebenen Schädel und Skelette wurden von Deutschland beschlagnahmt, als Namibia, damals Deutsch-Südwestafrika, deutsche Kolonie war. Im Jahr 1884 wurde Namibia zunächst von der europäischen Kolonialmacht besetzt. 1904 setzten sich Herero und Nama, deren Land und Vieh enteignet worden waren, zur Wehr und versuchten, die Deutschen durch einen Aufstand [en] zu vertreiben.

In einer anfänglichen Revolte wurden über 100 deutsche Siedler und Soldaten getötet, aber die aus dem Aufstand resultierende Unterdrückung durch die Deutschen gestaltete sich erbarmungslos und brutal. Im Laufe der dreijährigen Niederschlagung des Aufstandes töteten sie ca. 65.000 Herero und 10.000 Nama. Das entspricht einem Anteil von 80 % und 50 % der jeweiligen ethnischen Bevölkerungsgruppe. Man spricht vom ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts.

MENA: Hidschab und Diskriminierung in westlichen Ländern

Die ägyptische Bloggerin Nadia El Awady schrieb einen Blogbeitrag [en], in dem sie die Frage aufwirft, ob eine Frau, die den Hidschab trägt, in westlichen Ländern diskriminiert wird oder nicht. Nadia, die als Ägypterin in den USA aufgewachsen ist und längere Zeit in Europa gelebt hat, erzählt von ihren persönlichen Erfahrungen hinsichtlich der Reaktionen, die sie in westlichen wie auch östlichen Ländern erlebt hat, wenn es darum ging, ob man den Hidschab trägt oder nicht.

Sie schreibt:

Während all der Jahre trug ich mal keinen Hidschab, mal trug ich Hidschab, mal einen sehr langen Hidschab (den “Khimar”), einen Gesichtsschleier (den “Niqab”), dann wieder einen kürzeren Hidschab und schließlich überhaupt keinen Hidschab. Ich habe alles ausprobiert. Ich habe alle Reaktionen erlebt. Die Art und Weise, wie ich mich über die Jahre gekleidet habe, wurde von einigen Menschen, die mir nahe stehen, akzeptiert, von anderen kritisiert; das stimmt. Wie sich eine Frau kleidet ist sehr umstritten, ganz gleich wo auf der Welt sie sich befindet. Wenn ich den Gesichtsschleier anlegte, war selbst mein eigener Vater dagegen. Wenn ich den Hidschab ablegte, verlor ich mindestens einen guten Freund und viele andere reagierten mit Kopfschütteln. Das sind normale und zu erwartende Reaktionen. Ich stufe diese Reaktionen nicht als Diskriminierung ein. Freunde und Familie haben feste Vorstellungen davon, wie ich in ihren Augen mein Leben zu leben habe. Sie glauben zu wissen, was am besten für mich ist.

Staat stoppt die Eröffnung eines Krankenhauses zur kostenlosen Wiederherstellung der Klitoris für Opfer von FGM in Burkina Faso

Das erste Krankenhaus, dass den Opfern einer Genitalverstümmelung (FGM – femal genital mutilation) kostenlos eine operative Wiederherstellung der Klitoris anbietet, eröffnete am 7. März in Bobo Dioulasso, Burkina Faso, für die Öffentlichkeit. Die Regierung untersagte jedoch den Ärzten die Behandlung der 80 Frauen, die für den chirurgischen Eingriff angemeldet waren [fr], weil die entsprechenden Unterlagen nicht vollständig ausgefüllt waren. Clitoraid, die Vereinigung, die diese Maßnahme finanziert, glaubt, dass die Regierung von religiösen Gruppen dazu gedrängt wurde, die Maßnahme zu stoppen [fr] :

Cette opération chirurgicale permet de réparer les dommages physiques encourus par les victimes de MGF. Mais l'Église catholique et ses acolytes se sont opposés à cette merveilleuse mission en menant une campagne de dénigrement à des fins purement égoïstes  

Mit dieser Operation können die körperlichen Schäden bei den Opfern einer Genitalverstümmelung behoben werden. Aber die katholische Kirche und ihre Anhänger stellen sich dieser wunderbare Mission mit einer Hetzkampagne aus rein eigennützigen Gründen entgegen.

Amnesty International: ‘Spirale der Gewalt gefährdet Rechtsstaatlichkeit in Venezuela’

Amnesty International hat einen Bericht veröffentlicht, der “Anschuldigungen von Menschenrechtsverletzungen” dokumentiert [en], die “seit Anfang Februar im Zusammenhang mit öffentlichen Massendemonstrationen” begangen worden sein.

“Das Land riskiert in eine Spirale der Gewalt zu schlittern, wenn nicht Schritte unternommen werden, die Konfliktparteien an einen Tisch zu bringen. Das kann nur geschehen, wenn beide Seiten in vollem Umfang die Menschenrechte und die Rechtsstaatlichkeit anerkennen. Passiert das nicht, wird die Opferzahl weiter steigen und die einfachen Leute werden die Hauptleidtragenden sein.

Nach dem Bericht sind 37 Menschen gestorben und mehr als 550 wurden verletzt:

Den Zahlen nach, die vom Büro der Generalstaatsanwaltschaft am 27. März veröffentlicht wurden, sind 2.157 Menschen während der Proteste in Gewahrsam genommen worden. Der Großteil von ihnen wurde bereits freigelassen, sieht sich aber noch einer Anklage gegenüber.

Der Gesamtbericht [es] ist auf der spanischsprachigen Internetpräsenz von Amnesty International nachzulesen.

Den Medien einen Streich spielen: Aprilscherz in Äthiopien

Äthiopier treiben auf Twitter Aprilscherze indem sie falsche Schlagzeilen verbreiten, die die Lügen der staatlichen Medien imitieren. So sagt ein äthiopischer Twitternutzer: “Sie täuschen uns mit dem, was sie senden 365 Tage im Jahr und wir revanchieren uns jetzt mit Dutzenden falschen Schlagzeilen, so vielen wie wir können.” Folgt und teilt über Twitter #ETvDay.

Warum es immer noch Sinn macht, Italienisch zu lernen

"L'Italiano...non serve a niente?", from Alma Edizioni's contest page.

“Das Italienische… dient zu nichts?” von der Wettbewerbsseite des Verlags Alma Edizioni.

Als die Mitarbeiter des italienischen Verlags Alma Edizioni gerade damit beschäftigt waren, eine Veranstaltung zur italienischen Sprache in Rom zu organisieren, überraschte sie ein unerwartetes Schreiben [it] von jemanden, der sich selbst als “enttäuschter Student” bezeichnete:

Why? What's the point of studying Italian today? [...] No one wants to study a language that no longer has a place in the world, the language of a country that keeps getting worse day by day. [...] For years I've studied Italian which today, however, is neither a language of culture, nor of work opportunities.

Warum? Was bringt es heutzutage Italienisch zu lernen? [...] Niemand will eine Sprache lernen, die nicht länger einen Platz in der Welt hat, die Sprache eines Landes, dem es Tag um Tag schlechter geht. [...] Ich habe jahrelang Italienisch gelernt, was heute weder die Sprache einer Kultur ist noch Arbeitsmöglichkeiten dient.

Um auf derart scharfe Fragen zu antworten, entschied sich Alma Edizioni, Studierende aus aller Welt um ihre Meinung zu fragen. Das geschah über einen Wettbewerb, der über den Hashtag #litalianononserveaniente (das Italienische ist nutzlos) verfolgt werden konnte.

Teilnehmer wurden dazu eingeladen, einminütige Videos zu produzieren, in denen sie erklären, warum es auch im Jahr 2014 immer noch wert ist, die Sprache des “Stiefels Europas” zu studieren. Mehr als 80 Studentengruppen nahmen laut dem Youtube-Kanal des Unternehmens am Wettbewerb teil.

Ebolavirus-Ausbruch fordert 59 Todesopfer in Guinea und erreicht bald Conakry

Ebola virus virion via wikimedia Commons -  Public Health Image Library, #10816- public domain

Virion des Ebolavirus. Wikimedia Commons.

Ein Ebola-Ausbruch in Guinea hat mindestens 59 Todesopfer gefordert. Ein paar mutmaßliche Fälle, die in der Nähe der Haupstadt Conakry auftraten, lassen vermuten, dass es sich bis zur Haupstadt Guineas ausgebreitet hat. Barbara Krief stellt die aktuellsten Neuigkeiten [fr] zusammen:

Au moins huit agents de santé ont été tués à ce jour. En collaboration avec le ministère guinéen de la Santé, l'Unicef a rapidement livré dans les zones les plus affectées cinq tonnes de médicaments et d'équipements médicaux tels que des gants, nattes plastiques, couvertures, protège-nez, et des solutions de réhydratation orale et intraveineuse pour protéger le personnel médical et traiter les malades.

Bis jetzt wurden mindestens acht medizinische Fachkräfte getötet. Um das medizinische Personal zu schützen und Patienten behandeln zu können, hat UNICEF in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium Guineas in die am schlimmsten betroffenen Gebiete fünf Tonnen Medikamente und medizinisches Material geliefert, unter anderem Einmalhandschuhe, Plastikmatten, Decken, Gesichtsmasken und Rehydrationslösungen.

Ein Video gibt hier [auf Englisch] Auskunft, wie man sich vor dem Ebolavirus schützen kann:

Video: Das indische Kopfschütteln in nur zwei Minuten verstehen

Viele Menschen sind verwirrt, was das indische Kopfschütteln bedeutet und wissen nicht, wie man damit kommunizieren kann. Darum ist wohl auch ein satirisches Video [en], das verschiedene Arten des indischen Kopfschüttelns entschlüsselt, rasend schnell bekannt geworden. Das knapp zwei Minuten lange Video mit dem Titel “Indische Kopfschüttler, was bedeuten sie?” [en] wurde seit seiner Veröffentlichung auf Youtube am 16. Februar 2014 über 1,2 Millionen Mal angeschaut. Es hat interessante Reaktionen auf verschiedenen Plattformen sozialer Medien hervorgerufen so wie Reddit [en] und Twitter:

Ich habe das indische Kopfschütteln immer geliebt – aber jetzt LIEBE ich es noch mehr. Das ist brillant.

Sein Verfasser und Regisseur erzählte der BBC [de]: “Wenn wir gewusst hätten, dass dieses Video eine so fantastische Zuschauerschaft gewinnt, hätten wir es besser gedreht.”

Südkorea: Von der Restaurierung eines Stadttors, Korruption und Suizid

In Südkorea sind in den letzten Monaten besonders düstere Beschuldigungen im Zusammenhang mit der Restaurierung des großen Südtors der Stadt Seoul laut geworden. Dem “Hauptzimmermann” des Projekts wird nicht nur vorgeworfen, minderwertiges Holz verwendet zu haben, sondern er wird auch beschuldigt, gestiftetes Holz gestohlen zu haben. Darüber hinaus stehen mehrere Regierungsbeamte, die in dem Projekt involviert waren, wegen Bestechlichkeit [ko] unter Anklage und ein privater Ermittler, der Details über den fehlerhaften Vorgang enthüllt hatte, beging Selbstmord [en].

John Rodgers beschreibt auf dem Blog “Marmot's Hole” wie sich die Dinge entwickelten [en]. Im Kommentarteil des Beitrags entfachte er eine ziemlich interessante Diskussion über die Korruption im Land. 

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