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Artikel vom Kurzmeldungen

Workeer.de: Eine Arbeitsplatzbörse für Geflüchtete

Screenshot der Seite workeer.de

Screenshot der Seite workeer.de

Workeer ist die erste Arbeitsplatzbörse Deutschlands, die sich speziell an Geflüchtete richtet. Durch diese Plattform soll ein Raum sowohl für Geflüchtete, als auch Arbeitgeber geschaffen werden, um den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt und zu geeigneten Arbeitskräften zu erleichtern.

Die Jobbörse entstand im Juli 2015 im Rahmen der Abschlussarbeit der Studenten David Jakob und Philipp Kühn. Für sie sind Flüchtlinge motivierte, engagierte und oft gut ausgebildete Arbeitskräfte, die durch ihre oft besondere Lebensgeschichte, kulturellen Prägungen und Erfahrungen Unternehmen nachhaltig bereichern können. Laut den beiden Gründern hat die Jobbörse viele Potentiale, nicht nur Geflüchtete und Arbeitgeber zu verbinden. Sie betonen, dass die Integration von Flüchtlingen in den deutsch Arbeitsmarkt das gesellschaftliche Klima nachhaltig verändern könne. Auf ihrer Webseite schreiben sie:

Ein gelungener Einstieg von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt ist für die gesamte Gesellschaft ein Erfolg. Flüchtlinge sind nicht länger auf Sozialleistungen angewiesen, sondern können ihren Lebensunterhalt eigenständig bestreiten. Als Steuerzahler tragen sie dann sogar zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Deutschlands bei. Auch der positive Effekt auf die Integration von Flüchtlingen und deren Lebensgefühl führt im Endeffekt zu einem verbesserten Gesellschaftsklima und ist damit nicht zu unterschätzen. Von einer gelungenen Integration in den Arbeitsmarkt, kann unsere Gesellschaft nur profitieren.

Die Plattform soll für die speziellen Anforderungen und Kenntnisse geflüchteter Arbeitssuchender ausgerichtet sein. So können Profile angelegt werden, die zum Beispiel Sprachkenntnisse hervorheben. Arbeitgeber sollen in Zukunft auch spezielle Beratungen und Hilfsangebote erhalten, die die bürokratischen Hürden erleichtern sollen. Das Projekt befindet sich zur Zeit noch in der Testphase und soll bis Ende 2015 offiziell gestartet werden. Die Initiatoren bitten um Feedback, das bis zum Start der offiziellen Version Ende 2015 berücksichtigt werden soll.

Papst Franziskus in Lateinamerika: “Ideologien nehmen ein schlechtes Ende, sie dienen keinem Zweck!”

Pope Francis lashes out against ideologies: “Ideologies end up poorly. They do not work. Ideologies have an incomplete or sick or bad relationship with people. Ideologies do not take into account the people. For proof, just look at the last century. Where did those ideologies lead? To dictatorship, every time, always. Think of the people, but don't let the people think.”

Papst Franziskus schlägt auf Ideologien ein: “Ideologien enden erbärmlich. Sie funktionieren nicht. Ideologien haben eine unvollständige oder kranke oder schlechte Beziehung zu den Menschen. Ideologien berücksichtigen den Menschen nicht. Zum Beweis reicht es, sich das vergangene Jahrhundert anzusehen. Wohin haben diese Ideologien geführt? Zu Diktatur, zu jeder Zeit, immer: Ideologie denkt für die Leute, aber lässt die Leute nicht selber denken.”

Papst Franziskus hat seine achttägige Tour durch Südamerika beendet, wo er in den drei Ländern, die er besuchte, Messen abhielt:  Ecuador, Bolivien und Paraguay. Die Botschaft des Pontifex konzentrierte sich auf Frieden und auf die Notleidenden.

Außerdem appellierte er, man solle “fair bleiben und sich von Korruption fernhalten”.

Am Samstag, den 11. Juli, hielt er in Asuncion allerdings eine besonders politische Rede:

Ideologies end badly; they serve no purpose. Ideologies have a relationship to the people that is absent, unhealthy or evil. Ideologies don't take into account the people. In the last century ideologies have ended in dictatorships. [Ideologies] think of the people, but don't let the people think.

Ideologien sind schlecht, sie dienen keinem Zweck. Es gibt kein Verhältnis zwischen Ideologie und Menschen, diese Beziehung ist ungesund und teuflisch. Ideologien berücksichtigen den Menschen nicht. Die Ideologien des vergangenen Jahrhunderts endeten in Diktatur. [Ideologien] denken für die Leute, aber lassen die Leute nicht selber denken.

Iranisch-Kurdischer Aktivist, als Jugendlicher verschwunden, Monate nach angekündigter Exekution wieder aufgetaucht

Uncertainty exists over Saman Naseem's death after international pressure to prevent his execution. Image taken from the Amnesty International campaign to stop Saman Naseem's execution.

Nach internationalem Druck zur Verhinderung seiner Exekution bestand Unsicherheit über den Tod von Saman Naseem. Das Bild entstammt der Amnesty International-Kampagne: Stoppt Saman Naseems Hinrichtung. Foto: Amnesty International.

Saman Naseem, ein jugendlicher kurdischer Aktivist, der seit seiner für Februar geplanten Hinrichtung eine Zeitspanne von fünf Monaten durchlebte, war am vergangenen Wochenende von seinem Gefängnis aus dazu in der Lage, seine Verwandten anzurufen, berichtete Amnesty International. Einen Tag vor seiner angekündigten Hinrichtung wurde er an einen unbekannten Ort gebracht, der sich nun als das Gefängnis Zanjan herausgestellt hat. Weder seine Familie noch die Anwälte erhielten bis jetzt irgendwelche Informationen über seinen Verbleib.

Global Voices verfolgt die Geschichte des 22-jährigen Saman Naseem seit dem vergangenen Winter, als Menschenrechtler dazu aufriefen, den kurdischen Aktivisten freizulassen, der zum Zeitpunkt der Verhaftung wegen des Vorwurfs Mitglied einer bewaffneten kurdischen Oppositionsgruppe zu sein, noch ein Teenager war.

Aktivisten und Rechtsanwälte, die an Naseems Fall arbeiten, sowie seine Familie wurden über den Stand des Verfahrens und über seinen Verbleib im Dunkeln gelassen, nachdem der Hinrichtungstermin aufgehoben worden ist. Es wurde bis zur letzten Minute gearbeitet, verschiedene Kampagnen übten international Druck auf den Iran aus, um die für den 19. Februar vorgesehene Exekution zu stoppen. Sein Todesurteil und auch seine Inhaftierung sind sowohl nach iranischem Recht als auch gemäß den internationalen Verpflichtungen des Landes gesetzwidrig, weil Naseem zum Zeitpunkt der Verhaftung noch minderjährig gewesen ist (er war erst 17 Jahre alt).

In einer Stellungnahme für Naseems Amnesty-Kampagne erklärte Philip Luther, Direktor von Amnesty International für den Mittleren Osten und Nordafrika:

The welcome revelation that Saman Naseem was not executed and will receive a retrial is incredible news for his relatives, but raises very troubling questions about what the authorities have been doing to him while they held him in secret.

Die erfreuliche Enthüllung, dass Saman Naseem nicht hingerichtet worden ist und ein Wiederaufnahmeverfahren bekommt, ist für seine Angehörigen eine unglaubliche Nachricht. Aber dadurch werden auch beunruhigende Fragen aufgeworfen, nämlich was die Behörden mit ihm getan haben, seitdem sie ihn verstecken.

Den Jemen über seine Literatur kennenlernen: sechs lesenswerte zeitgenössische Autoren

Auf dem Blog Arabic Literature (in English), von M. Lynx Qualey werden sechs zeitgenössische jemenitische Autoren vorgestellt, die es wert sind, entdeckt zu werden.

Die Autorin des Blogs stellt klar:

As you might expect from a troubled nation with relatively little modern literary output, there aren't many translations of Yemeni work available in English. However, there are some, as several Yemeni authors have received regional and international acclaim.

Wie man es von einem unruhigen Land mit relativ wenig Output moderner Literatur erwarten würde, sind nicht viele Werke als Übersetzungen ins Englische verfügbar. Allerdings gibt es ein paar englische Übersetzungen, weil einige jemenitische Autoren regionale und internationale Anerkennung gefunden haben.

Diese Autoren sind: Mohammad Abdul-Wali, Zaid Mutee Dammaj, Ali al-Muqri, Wajdi al-Ahdal, Nadia Alkowkabani und Shawqi Shafiq.

Qualey wurde von dem Artikel “Politische Krise und Jemens literarischer Aufstand”, in der Yemen Times vom 23. März 2015 dazu inspiriert, über diese jemenitischen Schriftsteller zu schreiben. In dem Artikel werden andere renommierte Autoren wie Marwan Ghafory, Mohammed Algharbi AmranHabib Sorori, Safa’a Al-Habal, Ahmed Al-Sakkaf, Samir Abdulfattah und Ramzia Al-Iryani erwähnt.

Es geht darum, wie die politische Krise die Verlagsbranche beeinflusst hat und darum, dass die Situation des Landes die Schriftsteller dazu bewege zu schreiben. Sie versuchen in ihren Werken zu reflektieren, was um sie herum passiert. Im Artikel heißt es weiterhin, dass der anhaltende politische Aufruhr möglicherweise kein gutes Omen für den Jemen sei, doch wenn 2014 einen Vorgeschmack geliefert hat, dann seien die Aussichten für die nationale Literaturszene sehr vielversprechend.

Syrien: ISIS hat Webseite der Beobachtungsstelle für Menschenrechte gehacked und droht

A residential area of Aleppo, after a bombing in 2014. Photo by Freedom House via Flickr (CC BY 2.0)

Wohngebiet in Aleppo, 2014 nach einem Bombemangriff. Foto: Freedom House, via Flickr (CC BY 2.0)

Am 8. Juli 2015 hat vermutlich die sogenannte Cyberarmee des ISIS die Webseite der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte gehacked und bedroht deren Direktor, Rami Abdelrahman, für seine Rolle bei der Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen, die von allen Kriegsparteien in Syrien begangen worden sind.

Reuters hat diese Nachricht bestätigt.  Auch SITE Intelligence Group hat auf ihrer in Großbritannien betriebenen Webseite darüber berichtet:

Die Cyperattacke ist von einer dem ISIS nahestehenden Gruppe ausgeführt worden, die sich selbst Cyberarmee des Kalifats nennt, oder des selbsternannten Kalifats, das weite Teile des Territoriums von Syrien und vom Irak kontrolliert.

Hier ist ein Bildschirmfoto der Seite als sie nicht mehr erreichbar war.

syrian-observatory-website-down-hack

Die Webseite der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte war nicht erreichbar, nachdem sie vermutlich von ISIS-Unterstützern attackiert worden war.

Warum ist Nairobi Afrikas erfolgreichster ICT-Hub?

Elvans Kidero erklärt die Geheimnisse hinter dem Erfolg von Nairobis ICT-Sektor in Afrika:

Where is Africa’s ICT hub? Is it South Africa, Nigeria or Nairobi, the capital of Kenya? By growth, it would have to be Nairobi, with my county’s ICT sector expected to grow by 15 per cent this year, compared to around 6 per cent for the economy as a whole.

Kenya and Nairobi – dubbed the “Silicon Savannah” – has boomed in recent years through international partnerships and home-grown products, the most famous being M-PESA the mobile money transfer service that has revolutionised financial transactions for hundreds of millions across the world. Innovation spaces such as iHub have helped spur growth for young tech entrepreneurs offering opportunities for co-working and incubation. Other products such as M-Farm, an app providing an online marketplace and real-time prices for agricultural buyers and sellers and iCow, an SMS-based service for farming information – just to name a few – have seen Nairobians’ technology spread far beyond city borders.

Only this month, in a real boost for Nairobi, IBM opened a new big data research centre in our city, underlining our new front-runner status. This body will assist in analysing big data, support the decongestion of traffic and improve accessibility and speeds for accessing information and services.

So why has Nairobi been growing so fast?

Wo ist Afrikas ICT-Hub? Ist es Südafrika, Nigeria oder Nairobi, die Hauptstadt Kenias? Gemessen am Wachstum würde es Nairobi sein. Die ICT-Branche meines Landes wächst in diesem Jahr wahrscheinlich um 15 Prozent, verglichen mit einer Wachstumsrate von 6 Prozent für die Gesamtwirtschaft.

Kenya und Nairobi – genannt: Silicon Savanne – haben in den letzten Jahren durch internationale Partnerschaften und eigene Produkte geboomt. Am bekanntesten ist wohl M-PESA, der mobile Service für Geldtransfers, der überall auf der Welt für hunderte Millionen Menschen die Abwicklung von finanziellen Transaktionen revolutioniert hat. Innovationsbereiche wie iHub haben geholfen, das Wachstum junger Technologieunternehmen anzuregen, indem ihnen die Möglichkeit zum Co-Working und zur ungestörten Entwicklung geboten worden ist. Ein anderes Produkt ist die Anwendung M-Farm, ein für die Käufer und Verkäufer landwirtschaftlicher Produkte geschaffener Onlinemarktplatz mit Echtzeitpreisen. Auch iCow gehört dazu, ein SMS-basierter Dienst mit Informationen für die Landwirtschaft. Es können nur wenige Beispiele genannt werden, aber sie machen deutlich, dass Nairobis technologische Bandbreite weit über die Grenzen der Stadt hinausreicht.

Noch in diesem Monat eröffnet IBM in unserer Stadt ein großes Big Data-Forschungszentrum. Dies unterstreicht unseren neuen Status als Vorreiter und gibt Nairobi nochmal so richtig Schub. Diese Institution wird bei der Analyse großer Datenmengen helfen, Engpässe im Datenverkehr verringern und sowohl den Zugang zu Informationen und Diensten als auch deren Geschwindigkeit verbessern.

Also, warum ist Narobi so schnell gewachsen?

Frankreich: Dokumentarfilm möchte eine ehrliche Diskussion über Folgen der Abstammung in Gang bringen

Screen capture of the trailer of the documentary "Too black to be French"

Bildschirmfoto des Trailors zum Dokumentarfilm: Zu schwarz um französisch zu sein.

Zu schwarz um französisch zu sein ist ein Dokumentarfilm von Isabelle Boni-Claverie, einer franko-ivorischen Autorin und Filmemacherin. Boni-Claveries Ziel ist es, das Unerforschte zu zeigen und eine Diskussion über Ungleichheit und Diskriminierung in der französischen Gesellschaft in Gang zu bringen.

Die Dokumentation umfasst Stellungnahmen und Analysen von angesehenen französischen Intellektuellen, wie Eric Fassin, Pap Ndiaye, Achille Mbembe, Patrick Simon und Eric Chalaye; ergänzt durch Interviews mit anonym bleibenden Zeitzeugen, die Farbige sind. Einige der Hauptargumente in der Dokumentation beziehen sich darauf, dass Minderheiten in den französischen Medien überhaupt keine Rolle spielen, dass sich in der Struktur der Nation keinerlei Anerkenntnis der kolonialen Geschichte widerspiegelt und, dass es zu wenig quantitative Daten über die Diskriminierung am Arbeitsplatz gibt.

In den frankophonen sozialen Medien heizte die Dokumentation einen trendigen Hashtag an: #TuSaisQueTesNoirEnFranceQuand (in Frankreich merkst du, dass du schwarz bist, wenn …).

Storipot: Ein Nachrichtenaggregator für ugandische Blogs

Immer auf dem Laufenden bleiben, mit Nachrichten und Unterhaltung aus der ugandischen Blogosphäre. Durch Storipot, einem Nachrichten-Aggregator von Dignited:

Storipot is a News aggregator that provides you with headlines of the latest stories (“Feeds”) curated from websites and blogs by or about Uganda.

Storipot helps you filter through the noise of today’s vast information by bringing to surface a summary of the day's most important stories on a single page.

We are currently doing this through clever computer algorithms that routinely crawl through our large database of more than 250(as of launch) Ugandan content sources. We analyze and gauge all this content to bring you the most compelling content on the web from Uganda.

However, with the understanding that nothing beats the human judgement, Storipot also employs human editorial curation mechanisms. With a team of long-time experienced bloggers and journalists, we sieve through the blog sphere to discover and bring you great content that would otherwise go unnoticed.
Designed for both readers and publishers.

Storipot ist ein Nachrichtenaggregator, der von den Webseiten aus oder über Uganda laufend aktuelle Schlagzeilen liefert (Feeds).

Storipot hilft dabei, aus der vorbeirauschenden Informationsflut eine tägliche Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse und Geschichten an die Oberfläche zu bringen, auf nur einer einzigen Seite.

Gegenwärtig gelingt uns das durch intelligente Computeralgorithmen, die sich durch eine große Datenbasis von mehr als 250 ugandischen Informationsquellen wühlen. Wir analysieren und bewerten das Ganze, um aus dem Netz von Uganda die Inhalte zutage zu fördern, die am überzeugendsten sind.

Allerdings ist uns klar, dass es nichts besseres gibt als das menschliche Urteilsvermögen. Deshalb verwendet Storipot auch herkömmliche Auswahlmechanismen. Mit einem Team von langjährig erfahrenen Bloggern und Journalisten durchsieben wir die Blogosphäre, um großartige Inhalte zu entdecken, die sonst nicht bemerkt worden wären. Storipot wendet sich sowohl an Leser als auch an Herausgeber.

Kenia: Vorwurf der Diffamierung gegen Blogger offenbart Bildungsbedarf

Shitemi Khamadi meint, dass der Fall des kenianischen Bloggers Cyprian Nyakundi, der vom Telekommunikationsanbieter Safaricom wegen des Vorwurfs der Diffamierung verklagt worden ist, ein Schlaglicht auf den Bildungsbedarf wirft, der in Kenia offensichtlich auf den Gebieten Recht und Internet besteht:

Der Kenianische Bloggerverband (BAKE), zu dessen Aufgabe es gehört, die Regionalberichterstattung im Internet zu fördern, führt ein Projekt unter der Bezeichnung ifreedoms. Dieses Projekt ist bestrebt, Kenianer aller Gesellschaftsschichten über Recht und Internet in ihrem Land aufzuklären. Diese Weiterbildungen werden an verschiedenen Standorten in ganz Kenia durchgeführt. Bis jetzt gab es in Nairobi, Kisumu und Nyeri entsprechende Veranstaltungen. Auf lange Sicht möchte man das ganze Land erreichen.

Es liegt im Interesse des Bloggerverbands, dass die Kenianer wissen, wie sie sich im Internet verhalten sollten, damit sie ihre Geschichten in Blogs und bei anderen sozialen Medien verantwortungsbewusst, sachlich richtig und in sich schlüssig erzählen können. Sicher kann BAKE intervenieren, falls ein Blogger in ein Gerichtsverfahren verwickelt wird und der Fall von allgemeinem Interesse ist oder es sich bei dem Beschuldigten um ein Verbandsmitglied handelt. Der Verband steht dann mit juristischem Rat zur Verfügung, macht den Fall über die sozialen Medien in der Öffentlichkeit bekannt und dokumentiert ihn.

Die Klage gegen Nyakundi ist ein Prüfstein für das, was BAKE macht. Bis zum Nachweis seiner Schuld ist Nyakundi als unschuldig zu betrachten. Allerdings wäre er wahrscheinlich nicht in dieser Situation, wenn er seine Rechte kennen würde. Noch wichtiger ist die Erkenntnis, dass wesentlich mehr Kenianer daraus etwas für ihr Verhalten im Internet lernen sollten.

Hilfe für konkrete Erfolge des UN-Klimagipfels gesucht

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Logo für den “Place To Be”: Anne-Sophie Novel, mit freundlicher Genehmigung veröffentlicht.

Das Jahr 2015 hat für das Klima unseres Planeten besondere Bedeutung. Einer der Höhepunkte ist die 21. UN-Klimakonferenz für eine neue Rahmenkonvention der Vereinten Nationen. Die Konferenz COP 21 findet vom 30. November bis zum 11. Dezember in Paris statt. Diplomaten aus aller Welt treffen sich, um die globale Klimapolitik zu diskutieren. Frankreich ist fest entschlossen, aus diesem Ereignis einen Erfolg zu machen.

Sowohl Bürgerrechtsgruppierungen als auch Journalisten und Blogger möchten etwas beschleunigen, das sie als letzte Chance oder als einen ersten Schritt für das Überleben unseres Planeten betrachten. So hat es der Franzose Jack Tenin im Blogger-Club der Internetzeitung Mediapart zusammengefasst.

Wer sich danach sehnt, auf Seiten der Zivilgesellschaft ein aktiver Teilnehmer an dieser Diskussion zu sein und während dieses Ereignisses gerne in Paris sein möchte, könnte im Rahmen einer neuartigen Medien-Informationsfabrik mitarbeiten. Dort gibt es Co-Working-Plätze, günstige Übernachtungsgelegenheiten und einen Transfer zum Veranstaltungsort.

Die französische Ökonomin, Umweltschützerin, Journalistin und Bloggerin Anne-Sophie Novel schafft genau so einen Platz, den ihr Team “Place to Be” [Ort zum Verweilen] nennt. In dem folgenden Video geht sie näher auf dieses Projekt ein:

Das Projekt zielt auf ein anders geartetes Storytelling zum Thema Klimaveränderungen ab, nämlich durch

  • QUESTIONNING the misconceptions of our times on the climate and sustainability topic with artists, journalists, scientists, bloggers, hackers, poets…
  • COMMENTING the news and debates happening simultaneously at COP21.
  • CO-CREATING new methods and tools to change positively the storytelling around «climate».
  • CO-HABITING with 600 storytellers from all over the blue planet and create new connexions.
    A youth hostel, St Christopher Inn, located near the Gare du Nord, with its ground floor Belushi’s bar, will exclusively host Place to B throughout the COP21.
  • INFRAGESTELLUNG der Missverständnisse unserer Zeit bezüglich des Klimas und der Nachhaltigkeit; gemeinsam mit Künstlern, Journalisten, Wissenschaftlern, Bloggern, Hackern und Dichtern …
  • KOMMENTIERUNG der Nachrichten und Diskussionen, die bei der COP21 simultan verfolgt werden können.
  • GEMEINSAMES ERARBEITEN neuer Methoden und Instrumentarien, um das Storytelling rund um den Themenbereich Klima positiv zu verändern.
  • ZUSAMMENSEIN MIT 600 Erzählern aus allen Teilen unseres blauen Planten und Knüpfen neuer Kontakte.
    Die nicht weit von der Gare du Nord entfernte Jugendherberge St Christopher Inn mit ihrer im Erdgeschoss liegenden Belushi's Bar wird während der COP 21 exklusiv Gastgeberin des “Place to B” sein.

Hier kann man sich für den Place to B registrieren. Wahrscheinlich trifft man bei diesem fieberhaften und gewaltigen Ereignis auch einige Leute von Global Voices.

Demonstrationen im Times Square gegen iranischen Atomdeal

Letzten Mittwoch formierte sich eine Demonstration im New Yorker Times Square gegen den Atomdeal, vereinbart zwischen dem Iran und den P5+1 Staaten (USA, England, Deutschland, Frankreich, Russland und China). Es sollte eine Botschaft an den amerikanischen Kongress für ein Veto des Deals gesendet werden. Associated Press beschrieb die Veranstaltung als großteils “aus pro-Israel Unterstützern bestehend”. Die Veranstalter jedoch sagen, dass an den “Demonstrationen Amerikaner aller Konfessionen und politischer Richtungen teilnahmen.” Der Kongress hat 60 Tage um eine Übereinkunft zu begutachten, welche die Sanktionen gegen den Iran, im Austausch für Maßnahmen der iranischen Regierung gegen die Entwicklung von Atomwaffen, aufhebt.

Der Korrespondent für BBC Persian, Bahman Kalbasi, mischte sich unter die Masse um Details aus der Veranstaltung zu twittern, er kritisierte dabei auch Medien wie CBS, welche die Veranstalltung als ‘gedrängt’ beschrieben.

Etwa 1000 oder so Demonstranten gegen den #IranDeal im Times Square, mit einem Ballon, der einen Atompilz darstellen soll, und #Israel Flaggen.

“Wir lassen den persischen Tiger aus dem Käfig”, sagt Herr Zuckerman. Er ist der erste Sprecher während der #IranDeal Demonstrationen.

Es spricht gerade ein Nachrichtensprecher von FOX. Sie sagt, dass die Demonstranten in New York die westliche Zivilisation vor dem #Iran retten wollen.

Nein, sie haben ihn (den Times Square) nicht überfüllt.

Global Voices kooperiert mit Sin Embargo México

Global Voices Latin America recently join forces with Mexican news site Sin embargo.

Global Voices Lateinamerika hat sich kürzlich mit dem mexikanischen Nachrichtenportal Sin Embargo zusammengetan.

Global Voices Lateinamerika und das mexikanische Nachrichtenportal Sin Embargo haben sich kürzlich darauf geeinigt, mit vereinten Kräften erstmals in Mexiko und Lateinamerika veröffentlichte Beiträge einem weltweiten Publikum zugänglich zu machen.

Sin Embargo ist ein spanischsprachiges Nachrichtenmagazin aus Mexiko, das selbst recherchierte Geschichten und investigative Beiträge publiziert. Die Seite ist 2011 unter dem Motto “rigoroser Journalismus” gegründet worden und gehört zu Mexikos populärsten Informationsportalen. Pro Monat hat die Seite durchschnittlich 4,6 Millionen Besucher und 10 Millionen Seitenaufrufe.

Während viele Nachrichtenportale lediglich Inhalte aus anderen Quellen aggregieren, glaubt Gründungsherausgeber Jorge Zepeda Patterson, “die einzige Möglichkeit, eine bedeutende Anzahl von Besuchern zu interessieren besteht darin, eigene Inhalte zu erarbeiten”.

Ab Juli übersetzt und veröffentlicht Global Voices auf seinen spanisch- und englischsprachigen Webseiten Beiträge von Sin Embargo. Einige dieser Geschichten werden durch unser Lingua-Projekt möglicherweise in bis zu 30 Sprachen übersetzt. Dies ist der erste Beitrag, den Global Voices im Rahmen seiner Kooperation veröffentlicht: Mexiko war Hacking Teams größter Kunde für Spionagesoftware [auf Englisch].

Serbische Behörden beschlagnahmen Facebook-Konto wegen angeblicher Drohungen gegen Premier Vucic

Screenshot of the Facebook status in question, in which Milivojevic allegedly threatens Serbian Prime Minister Vucic.

Bildschirmfoto der fraglichen Facebook-Chronik mit den angeblichen Drohungen von Milivojevic gegen den serbischen Premier Vucic.

In Serbien ist im Laufe des vergangenen Jahres die Verhaftung von Personen aufgrund ihrer privaten Beiträge in sozialen Medien fast schon zur Gewohnheit geworden. Während der Überschwemmungskatastrophe im Mai 2014 inhaftierte die Polizei mehr als ein Dutzend Personen wegen angeblicher Panikmache in den sozialen Medien. Zu dieser Zeit war das Land jedoch tatsächlich im nationalen Notstand. Einige von ihnen verbrachten mehrere Tage in Haft.

Anfang Juli 2015 verhaftete die Polizei in der serbischen Stadt Aleksinac Dejan Milivojevic, weil er in seinem Facebook-Profil angeblich das Leben des Premierministers Alexander Vucic bedroht hat. Sie nahmen seinen Computer und andere Kommunikationsgeräte mit und beschlagnahmten auch sein Facebook-Benutzerkonto, indem sie sein Passwort änderten und Milivojevic aus seinem eigenen Konto aussperrten.

Die serbische Nichtregierungsorganisation Share Defense nannte die Übernahme des Benutzerkontos eine “sehr aggressive Maßnahme auf fragwürdiger Rechtsgrundlage, insbesondere unter dem Gesichtspunkt des internationalen Datenschutzes und der Grundsätze zur Meinungsfreiheit”. Das Team der Rechtsberater von Share Defense erklärte auf ihrer Webseite die juristischen Aspekte dieses Falls:

Ovakav opis postupanja policije izdvaja aleksinački slučaj od sličnih istraga pokrenutih zbog komentara na društvenim mrežama, i otvara problem nejasnih ovlašćenja policije u digitalnom okruženju. Naime, pristup policije privatnom fejsbuk profilu nedvosmisleno predstavlja povredu tajnosti sredstava komuniciranja koja je zagarantovana članom 41 Ustava Republike Srbije. Odstupanja su moguća isključivo uz odluku suda koja bi se konkretno odnosila na sporni fejsbuk profil, o čemu za sada nema pouzdanih informacija. Dejanu Milojeviću je onemogućen pristup privatnom fejsbuk nalogu, čime mu je ograničena sloboda izražavanja i informisanja.

Policija je prilikom pretresa oduzela Milojevićev kompjuter i telefone (u skladu sa članom 147 Zakonika o krivičnom postupku), na šta ima pravo i bez posebne sudske odluke. Međutim, pretraživanje podataka o komunikaciji koji se čuvaju na tim uređajima nije moguće bez sudskog naloga.

Die Beschreibung der polizeilichen Vorgehensweise unterscheidet den Fall Aleksinac von ähnlich gelagerten Untersuchungen, die aufgrund von Kommentaren in den sozialen Netzwerken eingeleitet worden sind und stellt die Frage nach den Rechten der Polizei in der Sphäre des Digitalen. Besonders, dass sich die Polizei Zugang zu einem privaten Facebook-Profil verschafft hat, stellt ohne Zweifel eine Verletzung des Kommunikationsgeheimnisses dar, das in Artikel 41 der Verfassung der Republik Serbien garantiert ist. Eine Ausnahme wäre nur auf Grundlage eines Gerichtsbeschlusses möglich und der hätte sich auf das fragliche Facebook-Profil beziehen müssen […]  Dejan Milivojevic ist der Zugang zu seinem Facebook-Konto verwehrt worden, sodass seine Meinungsfreiheit und sein Recht auf freien Zugang zu Informationen eingeschränkt worden sind.

Bei der Hausdurchsuchung (gemäß Paragraf 147 der Strafverfahrensordnung) nahm die Polizei Milivojevics Computer und Telefone an sich, wozu sie auch ohne richterlichen Beschluss befugt ist. Allerdings ist die Beschlagnahme von Informationen aus dem Kommunikationsverkehr, die auf derartigen Geräten gespeichert sind* ohne Vorliegen eines Gerichtsbeschlusses nicht erlaubt. [*Hervorhebung des Autors]

Obwohl Milivojevic nicht länger Zugang zu seinem Facebook-Konto hat, ist die Aktualisierung seiner Chronik, die zu der polizeilichen Hausdurchsuchung und zur Anschuldigung führte, er habe den Premierminister bedroht, in seinem Profil immer noch öffentlich zu sehen:

Браћо и сестре, враг је однео шалу!!! Дајте да се организујемо да неко убије говнара и да ослободимо земљу. Доста је било, стварно!!!

Brüder und Schwestern, der Spaß geht zu weit!!! Lasst uns jemanden organisieren, den Mistkerl zu killen und das Land zu befreien. Genug ist genug, wirklich!!!

Weder in dieser Aktualisierung noch in den Kommentaren ist der Name des Premierministers genannt, obwohl ein Kommentator danach fragt, auf wen Milivojevic sich mit der Bezeichnung Mistkerl bezieht. Milivojevic fordert in seinen Antworten auf die Kommentare auch ein Lynchen, ergänzt jedoch später in einem Kommentar,  “selbstverständlich, ich habe wegen des Tötens nur gescherzt; ich lehne Gewalt ab, sogar die gegen so einen Wurm und Penner”.

Ungarns Premier: Flüchtlingskrise sollte durch Mauerbau an der Grenze zu Serbien gelöst werden

Nachdem Europas Flüchtlingskrise keinerlei Anzeichen einer Beruhigung aufweist, hat die EU einige unbedingt notwendige Maßnahmen ergriffen, um die Menschen zu retten, die Europa über das Mittelmeer zu erreichen versuchen. Abgesehen vom Mittelmeer, flüchten sie auch über die jetzt ziemlich vertraute Balkanroute von zu Hause, wenn sie aus dem Kosovo und aus den kriegsgebeutelten Ländern des Mittleren Ostens kommen. Eines der Haupteingangstore nach Europa liegt auf der Route vom nicht zur EU gehörenden Serbien in das angrenzende EU-Land Ungarn. Deshalb, also um die Einwanderer aus der Europäischen Union fernzuhalten, plant Ungarns Premierminister entlang der Grenze zu Serbien einen vier Meter hohen und 175 Kilometer langen Zaun.

Victor Orban, der ungarische Regierungschef, sagte auf der sicherheitspolitischen Konferenz GLOBSEC in Bratislawa:

Mađarska ne vjeruje u europsko rješenje pitanja ilegalnih imigranata, a zid prema susjedima gradi jer je to “obaveza države”.

Ungarn glaubt nicht an eine europäische Lösung des Problems der illegalen Zuwanderung und die Mauer zu unseren Nachbarn ist eine Pflicht dieses Landes.

Seit Anfang Januar 2015 gab es mehr als 50.000 illegale Grenzübertritte nach Ungarn. Zur selben Zeit erreichten 47.000 Flüchtlinge Italien. Österreich und Deutschland wollen 15.000 illegale Einwanderer nach Ungarn zurückschicken und bis zum Ende des Jahres könnten es 150.000 werden, berichtet Al-Jazeera.

Ein Podcast des Fotojournalisten  Mauro Prandelli beschreibt aus erster Hand, was es bedeutet, als Person ohne Papiere im ungarischen Flüchtlingslager zu sein. Einer der Flüchtlinge nannte das Land “eine Todeszone für Einwanderer”. Dieses Interview wurde im Dorf Bogovadja geführt, 70 Kilometer von Belgrad entfernt.

Im Allgemeinen ist die illegale Zuwanderung ein immer wichtiger werdendes Thema und die betroffenen Regierungen suchen nach einer dauerhaften Lösung. Gemäß dem UNHCR-Bericht  “Globale Entwicklungen: Erzwungene Vertreibung im Jahre 2014″ entspricht die Anzahl der Vertriebenen ungefähr der Gesamtbevölkerung von Italien und Großbritannien. Die größten drei Herkunftsländer der Flüchtlinge sind Syrien (3,88 Millionen), Afghanistan (2,59 Millionen) und Somalia (1,11 Millionen). Allerdings gibt es nicht besonders viele Menschen, die den Bau einer Mauer zwischen zwei Ländern als eine dem 21. Jahrhundert angemessene Lösung betrachten.

 

 

Fintech-Wettbewerb 2015: Afrikanische Startups gewinnen im Bereich Landwirtschaft

Zwei afrikanische Startups sind aus einem von Village Capital organisierten Regionalwettbewerb als Sieger hervorgegangen:

Village Capital today announced the first winners of its innovative program, East Africa: FinTech for Agriculture 2015. The program supports entrepreneurs in making financial services more affordable and accessible for smallholder farmers and other underbanked individuals in East Africa. It is supported by the DOEN Foundation, The MasterCard Foundation, and Duncan Goldie-Scot.

Over 65% of Sub-Saharan Africans do not use financial institutions or mobile money accounts to save or borrow money. Access to financial services can be especially difficult for smallholder farmers, often far from a financial access point. Furthermore, many promising early-stage entrepreneurs addressing this issue cannot find the resources they need to get off the ground.

Village Capital East Africa: FinTech for Agriculture 2015 provided these resources to 12 high-potential, early-stage entrepreneurs from across East Africa. The program also supported them through business development training, mentorship, and opportunities to meet potential customers and pitch to investors. At the end of the 12-week program, the entrepreneur-participants ranked each other on six criteria, and chose two companies to each receive a 50,000 USD investment. The two top peer-ranked companies are:

Atikus Insurance (Rwanda); expands access to credit by increasing the capacity of MSME lenders via reimagined insurance and technology risk solutions.

Farmerline (Ghana, expanding to East Africa); provides accurate and timely agricultural information to farmers and also provides technology to stakeholders to work better.

 

Heute gab Village Capital die ersten Gewinner des Wettbewerbs FinTech for Agriculture 2015 bekannt, einem Innovationsprogramms für Ostafrika. Dieses Programm unterstützt Unternehmer dabei, in Ostafrika Finanzdienstleistungen erschwinglicher und besser zugänglich zu machen, insbesondere für Kleinbauern und andere Menschen ohne Bankverbindung. Unterstützt wird das Programm durch die DOEN Stifung, die Master Card Stiftung und durch Duncan Goldie-Scot.

Mehr als 65 Prozent aller Afrikaner aus der Region Subsahara nutzen weder Finanzinstitutionen noch mobile Geldkonten, um Geld zu sparen oder zu leihen. Besonders für Kleinbauern, die manchmal weit von einem Zugangspunkt für Finanztransaktionen entfernt sind, kann die Nutzung von Finanzdienstleistungen besonders schwierig sein. Darüber hinaus können einige vielversprechende junge Unternehmen, die sich um dieses Problem kümmern wollen, nicht die Ressourcen erhalten, um voran zu kommen.

Der von Village Capital Ostafrika organisierte Wettbewerb FinTech for Agriculture 2015 stellt jetzt 12 zukunftsfähigen jungen Unternehmen aus ganz Ostafrika diese Mittel zur Verfügung. Das Programm unterstützt sie auch bei der Geschäftsentwicklung, stellt Mentoren zur Verfügung und verschafft Gelegenheiten, um potenzielle Kunden zu treffen und sich Investoren zu präsentieren. Am Ende dieses 12-wöchigen Programms haben sich die teilnehmenden Unternehmer auf einer Skala von sechs Kriterien gegenseitig bewertet. Auf diese Weise wurden zwei Unternehmen als Preisträger ausgewählt, die jeweils ein Investment in Höhe von 50.000 US-Dollar erhalten. Die beiden Gewinner sind:

Atikus Versicherung (Ruanda); verbessert den Zugang zu Krediten durch eine Erhöhung der Kreditvergaben an kleinste und kleine Unternehmen (MSME). Ermöglicht wird dies durch neu konzipierte Lösungen für Risiken bei Versicherungen und Technologien.

Farmerline (Ghana, expandiert nach Ostafrika); liefert zuverlässige und zeitnahe landwirtschaftliche Informationen für Landwirte. Außerdem werden die Akteure mit Technologien zur Verbesserung der täglichen Arbeitsprozesse ausgestattet.

 

Kennt man diese 10 Afro-Puerto Ricaner?

Das Beanspruchen der Geschichte als einem Verbündeten marginalisierter Gruppen ist ein Schlüsselfaktor für deren weiteres Bestehen. In einem kolonialen Kontext wie in Puerto Rico ist diese Feststellung besonders wahr. Dort wurde und wird Geschichte als ein Mittel zur Rechtfertigung von Ungleichheit und zur Leugnung ihrer Sichtbarkeit benutzt.

Im Geiste der Gerechtigkeit gegenüber den Männern und Frauen, die für Puerto Rico Großartiges geleistet haben und dennoch in den Geschichtsbüchern übergangen werden, veröffentlichte das hauptsächlich für die puerto-ricanische Diaspora in den Vereinigten Staaten erscheinende Digitalmagazin La Respuesta kürzlich einen Beitrag unter dem Titel 10 Afro-Puerto Ricaner, die jeder kennen sollte. In wenigen Worten wird das Vermächtnis von Leuten herausgestellt wie dem Unabhängigkeitskämpfer Pedro Albizu Campos, dem Literaturkritiker und Rechtsanwalt Nilita Vientós Gastón und dem führenden Intellektuellen Arturo Schomburg.

Die 53 Stimmen Zaires: Berühmte Gemälde aus Lubumbashi

Liese Van Der Watt, eine in London lebende Kunstschriftstellerin aus Südafrika, schreibt über 53 Stimmen aus Zaire, einer Ausstellung berühmter Gemälde aus Zaire, die derzeit in London zu sehen ist:

The exhibition was curated by Salimata Diop from the Africa Centre in London in cooperation with the Sulger-Buel Lovell gallery. It comprises 53 paintings by artists Louis Kalema, C. Mutombo, B. Ilunga, Ndaie, and Tshibumba Kanda Matulu, belonging to the Belgian collector Etienne Bol whose late father Victor Bol collected these works while spending time in Zaire in the 1970s.

The artists are all self-taught and the exhibition shows a series of works all executed in a style similar to what is sometimes called the Zaire School of Popular Painting. The most famous of this so-called school is probably Chéri Samba, who shot to fame after he was included in the Magiciens de la Terre (Magicians of Earth) show at the Pompidou in 1989. These works are painted on flour sack rather than canvas, often with a limited palette of poster paints and with thick brushes.

Die Ausstellung wird kuratiert von Salimata Diop vom Afrikanischen Zentrum in London in Kooperation mit der Sulger-Buel Lovell Gallerie. Sie besteht aus 53 Gemälden von den Künstlern Louis Kalema, C. Mutombo, B. Ilunga, Ndaie und Tshibumba Kanda Matulu, die dem belgischen Sammler Etienne Bol gehören, die er von seinem verstorbenen Vater Victor Bol geerbt hat, als dieser in den 70iger Jahren in Zaire lebte und diese Werke sammelte.

Die Künstler sind Autodidakten, die sich das Malen selbst beigebracht haben. Die Ausstellung zeigt eine Reihe von Arbeiten, die alle einen ähnlichen Stil repräsentieren, der oft auch als Zaire School of Popular Painting bezeichnet wird. Der bekannteste Maler dieser sogenannten Schule ist wahrscheinlich Chéri Samba, der innerhalb kürzester Zeit populär wurde, nachdem er 1989 bei der Magiciens de la Terre-Show (Zauberer der Erde) am Pompidou auftrat. Diese Arbeiten werden auf Mehlsäcken anstatt auf Leinwänden gemalt, meistens mit einer begrenzten Palette an Plakatfarben und mit dicken Pinseln.

Wie sich eine junge kenianische Ärztin in die Medizin verliebt hat

Dr. Claire Kinuthia, eine junge kenianische Ärztin und Bloggerin, schreibt über ihre Liebe zur Medizin:

How it all began.

Medicine found me when I was about 6 or 7 years old. I have a particularly vivid memory of hearing my dad get up in the middle of the night to go attend to an emergency in the hospital. Dad was already a hero in my little beating heart but that night, lying in bed imagining what he’d been called to do and how many lives he’s get to save, he was elevated to superhero status. I remember trying hard to stay awake and wait for him to tell me all about his “adventures”. Sadly, sleep won that battle. However, the seed had been sown and I always knew I’d be a doctor one day, a superhero who saved lives

Wie alles begann.

Die Medizin trat in mein Leben als ich ungefähr sechs oder sieben Jahre alt war. Besonders lebhaft erinnere ich mich an meinen Vater, den ich hörte, wie er mitten in der Nacht aufstand, um zu einem Notfall ins Krankenhaus zu fahren. Bereits in meinem kleinen klopfenden Herzen war Papa ein Held. Aber in dieser Nacht, als ich im Bett lag und mir vorstellte, warum er zu diesem Notfall gerufen worden ist und wie viele Leben er bei seiner Ankunft rettet, habe ich ihn in den Status eines Superhelden erhoben. Ich weiß noch, wie schwer es mir fiel wach zu bleiben und auf seine Rückkehr zu warten. Er sollte mir sofort alles über seine Abenteuer erzählen. Leider gewann der Schlaf diesen Kampf. Wie auch immer, die Saat ist aufgegangen und ich habe immer gewusst: Eines Tages bin ich Ärztin. Eine Superheldin, die Leben rettet.

Herve Cornara: Ein großartiger Mensch, nicht das enthauptete Opfer eines Irrsinnigen

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Herve Cornara – via @ldecrion CC-BY-20

Herve Cornara war leitender Angestellter bei ATC-Colicom, einer Spedition in Chassieu, das ist ein Vorort von Lyon in Frankreich. Aber viel wichtiger ist, dass er Vater eines jungen Mannes war, von seinen Angehörigen geliebt, von seinen Kollegen geachtet.

Cornara ist von Yassin Salhi ermordet und enthauptet worden, unmittelbar neben einer Fahne des ISIS, in einer Fabrik in Saint-Quentin-Fallavier, Département Isère in der Region Rhône-Alpes. Salhi ist LKW-Fahrer und selbst Vater von drei Kindern. Er wurde im französischen Pontarlier geboren; seine Mutter lebt jetzt in Marokko, sein verstorbener Vater war Algerier.

Cornaras Angehörige beschreiben Herve als liebevollen Vater und großartigen Kollegen:

Il était investi, c'était quelqu'un qui voulait toujours aider les gens. Je vais continuer ce qu'il a commencé

In seiner Gemeinde war er sehr engagiert und hilfsbereit. Die von ihm begonnene Arbeit werde ich fortführen

Pascal Servino, ein Freund von Cornara, ergänzt:

C'était un homme affectueux, généreux. Il était strict sur le quartier : dès que quelque chose n'allait pas, il se mobilisait pour résoudre les problèmes. Il va nous manquer.

Er war ein liebevoller und großzügiger Mensch. Unablässig hat er sich um das Gemeinwohl gekümmert: Wenn irgendetwas falsch lief, war er stets der erste, der geholfen hat. Wir werden ihn vermissen.

Malaysia: Viral verbreiteter Post eines Anwalts kritisiert den Vorschlag, dass Nicht-Muslime während des Ramadan fasten sollen

Der malaysische Anwalt Azhar Harun kritisiert die Anregung einiger Lokalpolitiker, von Nicht-Muslimen zu verlangen, dass sie nichts essen, wenn Muslime während des Ramadan fasten.

Why the need to close school canteens during Ramadhan? Why must non-Malay pupils be asked to drink behind closed doors and even in the toilet? Just because our kids are learning how to fast? Well, aren't the non-Malay kids as well?

Warum soll es nötig sein, während des Ramadan Schulkantinen zu schließen? Warum müssen nicht-malaysische Schüler gebeten werden, hinter verschlossenen Türen zu trinken oder sogar auf der Toilette? Nur, damit unsere Kinder das Fasten lernen? Also, sind denn die Nicht-Malayen nicht ebenso Kinder?

Sein Beitrag bei Facebook erhielt seit der Veröffentlichung 20.000 Gefällt-mir-Angaben und wurde 50.000-mal geteilt. Von dieser Resonanz ist er völlig überwältigt:

…it is heartwarming to know that there are so many decent and peace-loving people who are like-minded. At last I know I am not alone. That I am not an aberration of sorts.

… es ist herzerwärmend, zu sehen, dass es so viele anständige und friedliebende Menschen gibt, die genauso denken wie ich. Endlich weiß ich, dass ich nicht alleine bin. Dass ich nicht aus der Art geschlagen bin.

Malaysia ist mehrheitlich von Muslimen bewohnt.