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Artikel vom Kurzmeldungen

Bermuda: Wer ist der Mörder?

Zwei bermudanische Blogger [en] stellen interessante Fragen über das Blutbad auf den Straßen des Landes und gehen sogar soweit, die Anzahl der Verkehrstoten als “Mord” zu bezeichnen. Da Verkehrsunfälle oft auf Alkoholkonsum zurückzuführen seien, fragen sie:

And if it’s murder by alcohol, who’s the murderer?
Is it all of us, in as much as a culture is all too often enabling of alcohol abuse and driving under the influence? Is it the alcohol companies who advertise and glamorize alcohol consumption? [...] Is it our parliamentarians who have not introduced better laws or provided the legislative structure for better approaches to alcohol and driving under the influence?

Wenn der Mord durch Alkohol verursacht wurde, wer ist dann der Mörder?
Sind es wir alle, da es oft eine Kultur ist, die Alkoholmissbrauch und das Fahren unter Alkoholeinfluss ermöglicht? Sind es die Alkohol produzierenden Unternehmen, die für Alkoholkonsum werben und ihn verherrlichen? [...] Sind es unsere Parlamentarier, die keine wirksamen Gesetze einführen oder eine gesetzgebende Struktur schaffen, die bessere Ansätze bezüglich Alkohol und Fahren unter Alkoholeinfluss anbieten?

China: Inhaftierung eines Nachrichtenmoderators stimmt nachdenklich

Alle Links in diesem Artikel führen zu englischsprachigen Webseiten.

Die Verhaftung des CCTV Nachrichtenmoderators Rui Chenggang hing mit seinen Beziehungen zu dem PR-Unternehmen Edelman zusammen, das in China eine Tochtergesellschaft unterhält. Silicon Hutong nutzt diese Gelegenheit, um sich Gedanken über die chinesische Public-Relations-Branche zu machen:

Two issues prevent widespread improvement in PR industry ethics in China. First is a persistent exclusivist belief that because this is China, things are done the Chinese way, and always will be. Operating ethically is seen as naive at best, and culturally imperialist at worst (“how dare you impose your values on us!”)

The second issue is fear. PR executives and their agencies believe that if they don’t take advantage of every opportunity, however morally ambiguous, they will lose revenue and clients to competitors who lack – or opportunistically ignore – their moral compasses.

Zwei Punkte verhindern eine spürbar positive Entwicklung der ethischen Grundlagen für Chinas PR-Branche. Als erstes ist der sich harnäckig haltende Ausschließlichkeitsanspruch zu nennen: “Wir sind hier in China, wir erledigen die Dinge auf unsere Art und so wird es immer bleiben.” Ethisches Handeln wird bestenfalls als naiv betrachtet und im schlimmsten Fall gilt es als kultureller Imperialismus (“Wage nicht, uns deine Werte aufzuzwingen!”).

Als zweites muss Furcht beim Namen genannt werden. PR-Verantwortliche und deren Agenturen sind der festen Überzeugung, sie würden Umsätze und Kunden an die Konkurrenz verlieren, wenn sie nicht jede sich bietende Gelegenheit für ein gutes Geschäft – selbst wenn es moralisch irgendwie zweifelhaft erscheinen mag –  mitnehmen. Dabei wird opportunistisch davon ausgegangen, dass es der Konkurrent ist, dem der moralische Kompass abhanden gekommen sei.

Palästinenser mögen Journalisten

Marcelino Torrecilla N. hat eine auf Spanisch geschriebene Serie von Blogbeiträgen begonnen: Geschichten aus Gaza. Die erste Folge dieses in den Vereinigten Arabischen Emiraten lebenden Kolumbianers ist von El Tiempo in Bogotá veröffentlicht worden und erzählt die Geschichte zweier Journalisten in Abu Dhabi, die für das englischsprachige Nachrichtenportal Gulf News arbeiten.

Am Golf kann das Fotografieren durchaus als Herausforderung bezeichnet werden. Besonders dann, wenn Frauen abgelichtet werden sollen. Aber Palästinenser sind daran gewöhnt, fotografiert zu werden. Die Palästinenser wissen, dass die Medien ihre Freunde sind. Torrecilla übersetzt :

In Gaza it is very different. With one of the highest concentrations of media in the world, the people of Gaza are used to being photographed. Not only this, but they welcome the eyes of the world. The Palestinians don't have an army to fight with. They have the rocks they throw at Israeli soldiers and they have their tears.

In Gaza ist alles anders. Die Mediendichte ist dort eine der höchsten weltweit und deshalb sind die Menschen in Gaza an das fotografiert werden gewöhnt. Nicht nur das, sie begrüßen die Aufmerksamkeit der Welt. Palästinenser haben keine Armee, mit der sie kämpfen könnten. Sie haben Steine, mit denen sie nach israelischen Soldaten werfen und sie haben ihre Tränen.

Wer Spanisch spricht und von einem Augenzeugen mehr über den Gaza-Streifen erfahren möchte, sollte Marcelino Torrecilla bei Twitter folgen.

Dieser Beitrag gehört zum elften #LunesDeBlogsGV (Montagblogs auf Global Voices) am 14. Juli 2014.

Mode wiederverwerten

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Ein Wollfaden aus gebrauchten T-Shirts. Eine der vielen Verwendungsmöglichkeiten für Altkleider. Foto von lomurella via Flickr (CC BY-NC-SA 2.0).

In dieser Woche hat Rut Abraín von Esturirafi einige wunderbare Ideen mit uns geteilt, die unserer Wirtschaft helfen, in unseren Kleiderschränken Platz schaffen, Bedürftigen helfen und auch unserem Planeten nützen, indem unsere Altkleider wiederverwertet werden [es]: 

Durante años, he ido acumulando ropa que no usaba. La iba dejando en el montón de “ropa que no uso” y al final la acababa regalando o dejando en el fondo de un armario. Cuando fui a revisarla, me di cuenta que muchas de esas prendas estaban perfectamente y que sólo les había cogido manía, otras no me servían  y algunas estaban rotas o manchadas.

Seit Jahren hebe ich meine Kleider, die ich nicht mehr trage, auf. Der Stapel “nicht mehr tragbar” wird immer größer, so dass ich nicht umhin komme, mich davon zu trennen oder eben einfach alles auf dem Boden meines Kleiderschranks liegen lasse. Als ich alles durchsah, wurde mir klar, dass vieles von dem noch super in Form ist und es mir nur nicht mehr gefällt. Andere Sachen waren nicht mehr zu gebrauchen und hatten Flecken oder Löcher.

Ihr zufolge ist das hier der wirksamste Weg, um etwas Sinnvolles daraus zu machen: Legt es in einen Karton für die Bedürftigen, spendet es oder gebt es einer Freundin beziehungsweise einer Verwandten, die es vielleicht gebrauchen kann oder: Lasst es wiederverwerten oder verwendet den Stoff selbst, um neue Sachen daraus zu machen, wie Handtaschen und Tischdecken.

Wer mehr über die Bewahrung unserer Umwelt lesen möchte, folgt Ruts Blog Esturirafi oder ihrem Profil auf Twitter.

Dieser Beitrag gehört zum zehnten #LunesDeBlogsGV (Montagblogs bei Global Voices) vom 7. Juli 2014.

Global Voices präsentiert: Mr. Patch

Die Links in diesem Artikel führen zu spanischsprachigen Webseiten.

Gabriela Galilea ist als Rechtsanwältin, Bloggerin, Aktivistin für Digitalrechte, Träumerin sowie als Mitglied bei Global Voices in Paraguay vielseitig interessiert. Im Rahmen des Techpeaks-Programms von Trento Rise kann sie jetzt eine Plattform für ihr Onlinespiel Mr. Patch entwickeln. Trento Rise unterstützt nämlich Unternehmensgründungen aus dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie. 

[un] videojuego para tabletas, smartphones, televisores inteligentes y web (PC), que ejercita los músculos de los ojos encargados de realizar los movimientos. El objetivo es ayudar a las personas que tienen deficiencias en la visión.

(a) Videospiel für Tablet-Computer, Smartphones, Smart-TV und für Desktop-Computer. Es trainiert die Muskulatur, die für die Bewegung der Augen zuständig ist. Das Ziel besteht darin, Leuten mit einem beeinträchtigten Sehvermögen Hilfestellung zu geben.

Bei Twitter hat Gabriela Unterstützung gefunden:

Schon gewusst? Eine Frau aus Paraguay hat ein Onlinespiel konzipiert, das Leuten hilft, die Probleme mit ihrem Sehvermögen haben! 

In Italien wird Paraguay von Gabriela Galilea repräsentiert. Sie stellt ihr Videospiel für die Augengesundheit vor. 

Am 18. Juli werden in Trient alle Ideen vorgestellt, auch Gabriela präsentiert dann ihre App. 

China: Prügelattacke auf den prominenten Aktivisten Hu Jia

Der prominente chinesische Aktivist Hu Jia ist gestern Abend, am 16. Juli, in Peking angegriffen worden. Bei Twitter berichtete er von diesem Vorfall:

Heute (16. Juli), soeben um 20:12 Uhr, bin ich von einigen Polizisten in Zivil angegriffen worden. In der Nähe des östlichen Teils der Caofang U-Bahn [Endstation], Bezirk Chaoyang, Peking. Sie sind sofort wieder weggefahren. Da ich meine Brille abgenommen hatte, konnte ich das Kennzeichen ihres Autos nicht erkennen. Jetzt ist mir schlecht und ich muss mich auf den Bürgersteig legen. Ich werde die Polizei rufen. Hu Jia.

An der Stelle, wo ich angegriffen worden bin, ist das Geländer mit einem roten Kreuz markiert worden. Dort, in diesem Hinterhalt, war mein Auto geparkt.

In der Polizeistation Changying habe ich alles zu Protokoll gegeben. Der Polizeibeamte (035658) begleitete mich zu der Stelle, wo der Überfall geschah. Jetzt ist er wieder weg. Ich werde in das nahegelegene Minhang Krankenhaus fahren, um meine Wunden versorgen zu lassen, bevor ich nach Hause gehe. Die Polizei hat sich die Überwachungsvideos angesehen und erzählte mir, auch sie könnten das Autokennzeichen der Angreifer nicht identifizieren.

Ich erinnere mich genau, wie ein großgewachsener und schwarz gekleideter Kerl mir einen Faustschlag in die Magengrube versetzte. Sie haben das sehr professionell gemacht, hielten mich am Hals fest und gaben mir einen Schlag auf's Auge. In der Gangstersprache nennt man das “Lichter ausknipsen”. Es war ein sehr heftiger Schlag und meine Nase blutete. Danach schlugen sie völlig wahllos mit Händen und Füßen zu. 

Türkei: Juraprofessorin meint, Transparenz spiele in der Politik keine Rolle

Die türkische Tageszeitung Today's Zaman hat İştar Gözaydın interviewt, eine Professorin für Jura und Politik an der Doğuş Universität in Istanbul. Sie hat sich intensiv mit türkischem Recht sowie mit Gesellschaft und Politik befasst und ist eine der Gründerinnen der Menschenrechtsorganisation Helsinki Citizens’ Assembly. In dem Interview [en] stellt Gözaydın unter anderem fest, dass türkische Bürger dem Rechtssystem ihres Landes nicht besonders vertrauen und dass soziale sowie moralische Normen auf persönlichen Beziehungen basieren und daher einseitig sind. Außerdem sagte sie, dass es einfach keine Vorstellung von Transparenz gäbe, die zur türkischen Politik passen würde oder von ihr akzeptiert sei. Die erfahrene Professorin erklärt:

It is true that the Turkish people have a sense of a mighty state. This applies to the legal domain as well as matters of political participation. For many years, reference has been made to the weakness of civil society. [...] In Turkey, civil society attempts to benefit from the state. There is a political culture that seeks the preservation of advantages rather than creating a structure separate from the state. This is also because of how we understand and define the state. There are two approaches to the problem of state in the literature: The European system referring to state power and public power and the Anglo-American structure in which a contract is made between the state and individuals. Moving away from the “mighty state” approach to the idea that “I pay tax, so the state has to be accountable for its acts” is not an easy process of change. It concerns a variety of different factors, including human psychology, mentality and morality.

Es stimmt, dass die Menschen in der Türkei einen Sinn für einen mächtigen Staat haben. Dies gilt sowohl für den rechtlichen Bereich als auch für Themen der politischen Partizipation. Seit vielen Jahren wird die Schwäche der Zivilgesellschaft thematisiert. [...] In der Türkei versucht die Zivilgesellschaft vom Staat zu profitieren. Es gibt eine politische Kultur, die stärker an der Bewahrung gewisser Vorteile interessiert ist als daran, eine vom Staat unabhängige Struktur zu schaffen. Das liegt auch daran, wie wir den Staat verstehen und wie wir ihn definieren. In der entsprechenden Literatur gibt es zwei Denkansätze zur Lösung dieses Problems: Das europäische System, das sich auf die Staatsmacht und auf die Macht der öffentlichen Meinung bezieht, sowie die angloamerikanischen Strukturen, in denen es feste Vereinbarungen zwischen dem Staat und seinen Bürgern gibt. Sich von dem “mächtigen Staates” zu verabschieden und sich der Idee “ich bezahle Steuern, sodass der Staat für seine Aktivitäten rechenschaftspflichtig ist” zuzuwenden, ist kein einfacher Veränderungsprozess. Es geht um ein breites Spektrum verschiedener Faktoren, einschließlich der Psychologie des Menschen, seiner Mentalität und seiner Moral.

Verpackung und Ecodesign

ecodesign-packaging

Die Fotos sind dem Blog Esturirafi mit Genehmigung entnommen worden.

Macht man sich über die Verpackungen der Produkte Gedanken, die man kauft und benutzt? Die Biologin Rut Abrain Sánchez interessiert sich dafür und in ihrem Blog Esturirafi zeigt sie eine Auswahl von sechs Beispielen des ökologischen Verpackens [es] von Produkten aus Asien, Europa und Nordamerika. Damit man die Bedeutung des Themas versteht, zitiert Abrain eine Definition von Ecodesign: 

El Ecodiseño, también conocido como Diseño para el Medio Ambiente, es una metodología que considera el medio ambiente como un criterio más a la hora de tomar decisiones en el proceso de diseño de productos industriales, adicionalmente a otros tradicionalmente se han tenido en cuenta (costes, calidad, …).

Ecodesign, auch bekannt als ökologisches oder nachhaltiges Design ist eine Methode, die unsere Umwelt als eine weitere Bedingung für das Industriedesign betrachtet, neben den üblicherweise vorhandenen (Kosten, Qualität …).

Das bedeutet, Ecodesign berücksichtigt Möglichkeiten der Ressourcenschonung, die Nutzung biologisch abbaubarer Materialien und die Verminderung von Emissionen, die in die Atmosphäre gelangen.

Wer darüber informiert bleiben möchte, kann die Webseite [es] von Rut Abrain Sánchez besuchen oder ihr auf Twitter unter @esturirafi folgen.

Dieser Beitrag ist Teil der siebten Ausgabe von #LunesDeBlogsGV [Montagsblogs auf GV) vom 16. Juni 2014.

Bolivien: Mädchen werden durch Sport gestärkt

Der Blog “El clavo en el zapato” [Der Nagel im Schuh] hat den vierten Distrikt in El Alto besucht, wo das Projekt “Niñas con altura” [Mädchen aus den Bergen] die Teilnahme von Mädchen am Schulsport fördert [es]. Finanziert wird das Projekt von der Interamerikanischen Entwicklungsbank und der Stiftung Safe the Children [de]:

Fue muy emocionante observar a 200 beneficiarias del proyecto, dialogar e intercambiar con un par de personajes singulares: Maitte Zamorano, atleta y futbolista [...]. La acompañó Iris Uriona, una de las primeras mujeres árbitras de la Liga Profesional del Fútbol Boliviano.

Ambas compartieron sus sueños, recuerdos, ilusiones y retos. Para estas niñas alteñas, el tener tan de cerca a dos mujeres que con esfuerzo y trabajo, han logrado romper los moldes que se esperan de una joven boliviana, una de ellas con la capacidad de ser la goleadora del continente y la otra siendo jueza y voz de autoridad ante un conjunto de varones, que sin embargo han recibido poca atención mediática.
[...]
Iniciativas como las de “Niñas con altura” están poniendo las bases para tener una juventud que pueda soñar con llegar muy arriba, incorporando precisamente lo que han aprendido jugando: liderazgo, autoestima y participación en la comunidad.

Es ist unheimlich aufregend, die 200 Teilnehmerinnen des Projektes zu beobachten, wie sie sich mit zwei einzigartigen Persönlichkeiten unterhalten und austauschen: Maitte Zamorano [es], Leichtathletin und Fußballspielerin [...]. Begleitet wurde sie von Iris Uriona, eine der ersten Schiedsrichterinnen im bolivianischen Profifußball.

Beide sprachen über ihre Träume, Erinnerungen, Aufgeregtheiten und Herausforderungen. Diese Mädchen haben in El Alto zwei Frauen getroffen, die durch Anstrengungen und harte Arbeit einen Durchbruch geschafft haben, der auch von jungen bolivianischen Frauen erwartet wird. Eine der beiden hat es durch ihre Fähigkeiten bis zur Torschützenkönigin des Kontinents gebracht, und die andere ist inmitten einer Gruppe junger Männer als Schiedsrichterin eine Autorität. In den Medien wurden beide Frauen dennoch wenig beachtet.

[...] Initiativen wie “Niñas con altura” bilden die Grundlagen für eine neue Generation, die davon träumen darf, an der Spitze zu stehen, indem sie das verinnerlichen, was sie im Sport gelernt haben: Führungsverantwortung, Selbsteinschätzung und Teil einer Gemeinschaft zu sein.

USA und China im strategischen und ökonomischen Dialog

ChinaFile hatte den Ökonomen William Adams und den Professor für politische Ökonomie an der Universität Peking, Zha Daojiong, eingeladen [en], den bevorstehenden bilateralen Meinungsaustausch zwischen hochrangigen Diplomaten zu diskutieren, der als strategischer und ökonomischer Dialog zwischen den Vereinigten Staaten und China bekannt ist.

Kamerun: “SMS-Drucker“ ermöglicht frühe Diagnose von HIV bei Neugeborenen

Die französischsprachige Internetseite “Afrique IT News” gibt folgende Nachricht bekannt:

Armé d’un appareil nommé “SMS printer“, la Fondation Clinton et l’opérateur de télécommunication MTN ont établi un partenariat pour lutter contre le diagnostic tardif de l’infection au VIH chez les nouveaux nés. Comprenant une mini-imprinante, ce dispositif mobile sera installé par la Fondation Clinton dans 682 centres de prélèvements à travers le pays. Pour sa part la MTN devrait mettre son réseau, ainsi que ses équipements à disposition, pour un meilleur déploiement du service dans les régions trop éloignées qui semblent être les plus touchées. Les nouveau-nés pourront subir des tests pour le VIH dans divers hôpitaux avec l’impression immédiate des résultats en envoyant des tests via la technologie SMS à deux laboratoires spécialisés du pays.

Ausgestattet mit dem “SMS-Drucker“ hat die Clinton Foundation zusammen mit dem Telekommunikationsunternehmen MTN ein Produkt etabliert, mit dessen Hilfe eine späte Diagnose von HIV bei Neugeborenen verhindert werden soll. Zusammen mit dem Mini-Drucker innerhalb des Apparats, werden die Geräte von der Fondation Clinton in 682 Neugeborenen-Stationen im ganzen Land verteilt. Die MTN dürfte die dazu notwendigen Telekommunikationsnetze und Ausrüstung zur Verfügung stellen, um unter anderem für eine möglichst ausgeglichene Verteilung auch in entlegenen Gegenden zu sorgen.
So können Neugeborene in vielen Krankenhäusern HIV-Tests unterzogen werden und dank der neuen Technologie und zwei spezialisierter Laboratorien sofort über eine Ansteckung informiert werden.

Erinnern: Kubas Architekt Mario Coyula

Blogger trauern um den prominenten kubanischen Architekten Mario Coyula, der im Alter von 79 Jahren an Krebs verstorben ist. Auf der Webseite Havanna Times wird an ihn erinnert [en]:

He was one of the most prominent professionals in the field and a strong advocate of Cuban heritage and urban settings. Coyula denounced publicly on more than one occasion thoughtless initiatives approved by the government, which have affected and destroyed the landscape of the island.

Er war einer der bekanntesten Experten in diesem Bereich und ein engagierter Verfechter kubanischer Denkmäler und des städtischen Milieus Kubas. Coyula hat zu mehreren Gelegenheiten öffentlich die unbedachten Initiativen der Regierung kritisiert, die der Landschaft der Insel geschadet und sie zerstört haben.

“Mir begegnen immer mehr Zombies”

Es geht darum, uns ein wenig zum Nachdenken zu bringen, oder wenigstens zum Schmunzeln. Dies ist eine Geschichte aus dem Blog “Se hace camino al andar” [Wege entstehen im Gehen], das von Andres Mayorquin aus Merida in Mexiko geführt wird. Er erklärt [es] uns, warum heute so viele Leute aussehen wie Zombies

Seres humanos profundamente insatisfechos con lo que han sido, con lo que son y con lo que parece, serán, pero intentando a toda costa aparentar que todo va bien. Pero les ves los ojos y estos no brillan. Platicas con ellos y se quejan de todo. Miras su facebook y sólo lees dramas, personales o ajenos. Convives de cerca y notas cómo se dedican a perjudicar al prójimo, o por lo menos a ignorarlo. Más preocupados por tener que por ser y estar. Seres sin conciencia de lo que son.
Muchos hemos olvidado, por el diario trajín, por el exceso de información que nos rodea, por la llegada de un estímulo externo tras otro, qué es lo que le da sentido a nuestra vida. Tenemos memoria pero no tenemos historia; contamos con recuerdos y anécdotas, pero desconocemos el hilo conductor que los une e integra; vemos un árbol, y otro y otro más, pero somos incapaces de darnos cuenta del bosque en el que estamos.

Menschliche Wesen, unzufrieden mit dem, wie sie waren, mit dem, wie sie sind und unzufrieden damit, wonach es aussieht. Ja, so sind sie, aber sie geben sich jede Mühe den Eindruck zu erwecken, als ginge es ihnen ausgesprochen gut. Schaut man ihnen jedoch in die Augen, dann sieht man, dass sie nicht glänzen. Man spricht sie an und dann beschweren sie sich über alles Mögliche und mehr. Man schaut sich ihre Facebookprofile an und auch dort nichts als Schauspiel, das persönliche oder das der Anderen. Man lebt unmittelbar neben ihnen und begreift schnell, wie sehr sie sich anstrengen, ihre Mitmenschen zu beeindrucken oder sie zumindest zu ignorieren. Ihnen ist es wichtiger zu haben als zu sein. Ihnen ist nicht bewusst, wer sie sind.
Viele von uns bemerken durch ihren Alltag gar nicht mehr die enorme Informationsflut, die ständig auf uns einströmt, einen äußeren Anreiz nach dem anderen mit sich bringt und unserem Leben einen Sinn zu geben versucht. Wir haben eine Erinnerung, jedoch keine Vergangenheit. Wir haben Erinnerungen und Profile, aber wir ignorieren den roten Faden der Geschichte, der alles zusammenhält und alles umfasst. Wir sehen einen Baum und noch einen und noch einen, aber den Wald, der uns umgibt, den wissen wir überhaupt nicht mehr zu schätzen.

Weitere interessante Geschichten sind auf seinem persönlichen Blog [es] oder in seinem Twitterprofil [es] zu finden.

Dieser Beitrag ist Teil der zehnten Ausgabe der #LunesDeBlogsGV (Montagblogs auf Global Voices) vom 7. Juli 2014.

MH17-Absturz: Waren die ersten Reaktionen der Singapore Airlines unsensibel?

A Singapore Airlines flight on March 29, 2014. Photo by Flickr user Aero Icarus. CC BY-NC-SA 2.0

Ein Flug der Singapore Airlines am 29. März 2014. Foto von Aero Icarus via Flickr. CC BY-NC-SA 2.0

Kurz nachdem die Medien erstmals über den in der Ukraine erfolgten Absturz des Fluges MH17 von Malaysian Airlines berichteten, postete Singapore Airlines bei Facebook und Twitter: 

Für Kunden ist es gut zu wissen, dass Singapore Airlines den Luftraum über der Ukraine nicht durchfliegt.

Zahlreiche Netzbürger beschuldigten die Fluggesellschaft, sich unsensibel verhalten zu haben. Sophie Chang kommentierte in einem englischsprachigen Beitrag auf Facebook, dass “es der Fluggesellschaft besser zu Gesicht gestanden hätte, erstmal den Hinterbliebenen zu kondolieren”. Aber Stephen Chapman glaubt, dass die Stellungnahme “dazu dienen sollte, die Allgemeinheit zu beruhigen”. Ryan Ik begrüßte die Klarstellung, aber auch er hatte das Gefühl, dass “dieser Beitrag, der ohne jedes Einfühlungsvermögen war, sehr gefühlskalt wirkte”.

Ob unsensibel oder nicht, diese kurzgefasste Aktualisierung hat sich innerhalb weniger Stunden in Windeseile verbreitet.

Ist Guyanas Bevölkerungszahl rückläufig?

Ever since the quotation made famous by Mark Twain, that there are three types of lies – lies, damn lies and statistics – the profession of statistics invariably finds itself under the microscope…

Seit dem durch Mark Twain populär gewordenen Zitat – “Es gibt drei Arten von Lügen: Lügen, verdammte Lügen und Statistiken.” – wird das Erstellen von Statistiken gerne unter die Lupe genommen…

ChrisRam.net begutachtet [en] dementsprechend den vorläufigen Bericht über die Bevölkerungsentwicklung und die Wohnungszählung in Guyana.

Bolivien: Haben “Quipus”-Laptops ihre Chance verpasst?

Quipus

Eine Abbildung von Quipus. Foto: Phil Dokas via Flickr (CC BY-NC-SA 2.0).

Kürzlich gab die bolivianische Regierung ein neues Programm bekannt, um Oberschülern, die ihre Abschlussklasse erfolgreich absolvieren, einen neuen Laptop zu verschaffen. Diese Computer mit dem Namen “Quipus” werden in der Stadt El Alto zusammengebaut. Der Begriff “Quipu” [de] bezeichnet einen von den südamerikanischen Indios verwendeten Informationsspeicher, der auf einer Knotenschrift basiert.

Der Blogger und Softwareentwickler Fernando Balderrama begrüßt diese Initiative und sieht den Nutzen insbesondere darin, weiten Teilen der Bevölkerung Zugang zur Informationstechnologie zu ermöglichen. In seinem Blog untersucht er den komparativen Kostenvorteil [de] der selbst montierten Computer zu denen, die man im Fachhandel erhalten kann. Es hat ihn jedoch verwirrt, dass die neuen Laptops mit einer proprietären Software vorinstalliert [pt] sind. Er schreibt: 

Supuestamente el Gobierno promueve el uso de software libre, y buscan que Bolivia tenga soberanía tecnológica en base al software libre. Pero parece que esto es solamente en palabras, ya que los hechos dicen otra cosa. Las laptops quipus ensambladas en Bolivia vienen con Windows, el cual además de ser software privativo, encarece el costo final por el pago de licencias que deben hacer a Microsoft.

Angeblich fördert die Regierung die Nutzung kostenfreier Software und möchte durch frei zugängliche Software nach technologischer Unabhängigkeit streben. Allerdings scheint das ein bloßes Lippenbekenntnis zu sein, weil ihr tatsächliches Handeln eine ganz andere Botschaft vermittelt. Die in Bolivien zusammengebauten Laptops kommen mit Windows, also nicht nur mit einem proprietären Betriebssystem, sondern mit einer vergleichsweise teuren Gesamtlösung, wenn man die an Windows zu zahlenden Lizenzgebühren einrechnet. 

In den Kommentaren zu diesem Blogbeitrag schrieb Sergio Bowles, Vorsitzender der Geschäftsführung von Quipus, jedoch, dass diese Laptops entweder mit Windows oder auch mit Linux gestartet werden könnten. Einige andere Kommentare lassen Zweifel erkennen und weisen das Argument zurück, Schüler müssten Windows beherrschen, weil der größte Teil der Geschäftswelt und des akademischen Lebens sich nach wie vor auf dieses Betriebssystem stützt. 

Bangladesch: Sexarbeiterinnen nehmen Steroide, um ihr Alter zu verschleiern

ActionAid, eine britische Wohltätigkeitsorganisation, erwähnt in einem aktuellen Bericht [en], dass in Bangladesch 90 Prozent der gewerblich tätigen Sexarbeiterinnen von Oradexon abhängig sind, einem Steroid, das in der Kälberzucht eingesetzt wird. Der im Exil lebende bangladeschische Blogger Anushay Hossain erklärt, warum sie diese Droge nehmen:

This medicine meant to fatten cows has become the preferred drug among the madams [employers of sex workers] of Bangladesh. They are using the pills to mask the real age of the underage girls working for sex in their brothels by making them appear older and at the same time making the more ‘seasoned’ sex-worker look plum and voluptuous.

Dieses Arzneimittel, das für die Kälbermast bestimmt ist, wurde unter den sogenannten Damen [Arbeitgeberinnen der Sexarbeiterinnen] zur bevorzugten Droge. Sie geben die Pillen weiter, um das wahre Alter minderjähriger Mädchen zu verschleiern, die in ihren Bordellen sexuelle Dienste anbieten. Die Droge lässt sie älter erscheinen und gleichzeitig lässt sie die “erfahrenen” Sexarbeiterinnen süßer und üppiger erscheinen.

Palästinensische Drohnen über Israel

Die palästinensischen Al Qassam-Brigaden, der militärische Arm der Hamas, haben heute drei Typen unbemannter Drohnen vorgestellt, die für den Himmel über Israel bestimmt sein sollen:

Die Journalistin Dima Khatib twittert:

Die Al Qassam-Brigaden sagen, sie hätten drei Typen von Ababil-Drohnen: A1A, A1B, A1C. Foto der A1B von  @QudsN während einer Mission. 

Die in Palästina hergestellten Drohnen werden Ababil genannt, nach einer im heiligen Koran genannten Vogelart, die Mekka im Jahre 571 während des Krieges gegen den Jemen beschützte. 

Die in Gaza ansässige Bloggerin Jehan Alfarra ruft aus:

#Israel ist von den Drohnen schockiert, die vom palästinensischen Widerstand in #Gaza eingesetzt werden! So sind wir #GameOfDrones

“Von der Trennung” von Mariangel

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Foto von Mitchell Joyce auf flickr verwendet mit der Lizenz Creative Commons Atribución-NoComercial 2.0 Genérica (CC BY-NC 2.0)

Mariangel vom spanischsprachigen Blog El Ovario [Der Eierstock] teilt mit uns das aus ihrer Feder stammende Gedicht “De la separación” [Von der Trennung] – über das Ende von Beziehungen: 

DE LA SEPARACIÓN
Ahora que ya todo acabó
lo miro con su extraño caminar
con nuestras soledades a cuestas
dos cuerpos ahora tan extraños
ajenos y alejados
dos almas que un instante
se [sintieron] gemelas
ahora tan lejanas
Nos unieron nuestras soledades
nuestras minucias
solo fuimos dos que un día
no quisieron sentirse solos
y se quisieron
y vivieron juntos
para acallar el vacio
para silenciar las voces
para creer

VON DER TRENNUNG
Jetzt, wo alles vorüber
sehe ich ihn, wie seltsam sein Gehen
auf uns lastet unsere Einsamkeit
zwei Körper, nun so fremd
unvertraut und distanziert
zwei Seelen, einen Augenblick
[hielten sie sich für] Zwillinge
jetzt einander so fern
Einst vereinte uns unsere Einsamkeit
unsere Belanglosigkeit
wir waren nur zwei, die sich an einem Tag
nicht alleine fühlen wollten
und sich liebten
und zusammen lebten
um die Leere zu füllen
um die Stimmen zu stillen
um zu Glauben

Das ganze Gedicht findet man auf ihrem Blog im spanischen Original, sowie Essays und Anekdoten aus weiblicher Perspektive. Man kann Mariangel auch auf Twitter folgen.

Dieser Post erschien zum zehnten GV Montagsblog  #LunesDeBlogsGV am 7 Juli 2014.

Orkut: Inder sagen auf Wiedersehen, aber widerwillig

Indiens Internetnutzer reagieren auf das drohende Ende von Googles sozialem Netzwerk Orkut. Orkut ist das älteste Bürgermedium, das von Indern genutzt wird. Aktuell stammen 20 Prozent aller Orkut-Nutzer aus Indien.

Vinaya Naidu von Lighthouse Insights hat ein paar Nutzerkommentare über das Ende von Orkut zusammengestellt:

Priya Mittal was able to find her first childhood classmate via Orkut, which “felt like a miracle then.”

Priya Mittal hatte es geschafft, ihre erste Klassenkameradin aus Kindheitstagen über Orkut zu finden, was “sich wie ein Wunder anfühlte”.

Avid biker Vishal Kataria: “It took me a while to leave Orkut and switch to Facebook because I got attached to it. Somehow, that feeling has never occurred for Facebook.”

Der begeisterte Radfahrer Vishal Kataria: “Ich habe einige Zeit gebraucht, um Orkut untreu zu werden und zu Facebook zu wechseln, weil ich mich mit Orkut sehr verbunden gefühlt habe. Irgendwie hat sich dieses Gefühl bei Facebook nie eingestellt.”