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Artikel vom Kurzmeldungen

Wie Mumbais Schulkinder große Ideen über Technologie und Innovation haben

Alle Links in diesem Artikel führen, soweit nicht anders ersichtlich, zu englischsprachigen Webseiten

A screen grab of the video (click the photo to watch)

Ein Screenshot des Videos der Organisation Atma.

Der Autor @sutarcv arbeitet als Kommunikationskoordinator mit Atma.

Vor kurzem haben Kinder einer örtlichen Schule in Mumbai ihre Meinung über Innovationen, Technologie, Umwelt und Geld in einem von Atma erstellten Videofilm geäußert. Atma ist eine gemeinnützige, pädagogische Organisation und hat die Mission Initiativen zur Hilfe von unterprivilegierten Kinder von Indien zu unterstützen.

Dieses Video ermöglicht es, einen Einblick in die Gedanken der Kinder von örtlichen Gemeindeschulen zu gewinnen. Viele von sind schwierigen Bedingungen ausgesetzt, wie z.B. das Aufwachsen in einer schlechten Nachbarschaft oder das Zusammenleben mit einem alkoholsüchtigen Elternteil.

Ein Mädchen berichtet zum Beispiel in dem Video, dass sie eine neue Technologie erfinden möchte, die es den Menschen ermöglicht auf Wunsch zu fliegen. Ein anderes möchte eine Geldbörse entdecken, in der das Geld nie ein Ende findet. Was neue Technologien betrifft hat es den Anschein, dass die Kinder der Schule sehr begeistert sind. Sie kennen die Nachrichtendienste WhatsApp, Email und Google. Allerdings erfährt man durch die Gespräche mit den Kindern auch, dass ihr Zugang zum Internet beschränkt ist.

Inish Merchant kommentierte in dem folgenden Video den Facebookeintrag von Atma: 

Ich wünschte die Regierung begänne, IT-Unterricht als Teils ihres Lehrplans zu geben.

Die faszinierendsten Antworten bekam ich auf eine hypothetische Frage: Was würden sie machen, wenn sie sehr viel Geld hätten? Manche sagten, sie würden für ihre Eltern sparen, andere antworteten, sie würden es spenden oder Menschen mit Behinderungen helfen. Ein paar sagten auch, sie würden zuerst etwas für sich erschaffen und dann etwas für andere machen.

Prateek U Keshari, Kommunikationsexperte von Make A Difference (Mach einen Unterschied), einer gemeinnützigen Organisation, die mit Straßen – und Waisenkindern arbeitet, schrieb:

Das ist wunderbar! Wenn bloß mehr Erwachsene durch die Augen eines Kindes nach Möglichkeiten von Ideen suchen würde! 

Aids-Aktivistin in Honduras aus den Händen von Entführern befreit

Keren Jemima Dunaway González,  eine Teenagerin, die sich in Honduras im Kampf gegen Aids engagiert und am Dienstag in der Stadt San Pedro Sula entführt worden war, ist wieder frei.

Drei bisher noch nicht identifizierte Männer packten die 18-jährige Keren und ihre Mutter in der Nähe des Büros der Stiftung Llantos, Valor y Esfuerzo (Llaves), die HIV-infizierte Kinder unterstützt. González, die Leiterin der Stiftung, konnte befreit werden. Keren wurde jedoch zunächst weiter gefangen gehalten.

Die Polizei gab an, die Entführer hätten Lösegeld gefordert. Als ihre Mutter ihnen aber versicherte, dass die Familie kein Geld habe, hätten die Entführer sie freigelassen.

San Pedro Sula gehört zu den gefährlichsten Städten der Welt mit der höchsten Mordrate der Welt. Im Jahr 2014 kamen auf 100.000 Einwohner 187 Morde.

Film: Ein Transgender-Mädchen aus Uganda kämpft für ihr Recht auf Liebe

“Rough Studios”, ein kleines schwedisches Produktionsunternehmen, hat die erste Folge einer Dokumentationsserie über Transgender in Uganda veröffentlicht.

We enter the life of Cleopatra Kambugu, a Ugandan transgender girl who was forced to flee to Kenya after being “outed” as homosexual in one of Uganda's major tabloids. It is a story about love, hate and being transgender, in one of the worlds most homophobic places.

Our goal with this film has always been to make a difference. Whether it is to change peoples hearts, their perception of a transgender person or the prejudice people have towards the LGBT community.
Uganda is a country which for long have been criticized for the discriminations against the LGBTI community.

Wir betreten das Leben der Cleopatra Kambugu, ein ugandisches transgender Mädchen, welches gezwungen war nach Kenya zu flüchten, nachdem sie in einer der großen Boulevardzeitungen als Homosexuelle “geoutet” wurde. Es ist eine Geschichte über Liebe, Hass und Transgender, an einem der homosexuellenfeindlichsten Orte weltweit.

Unser Ziel mit diesem Film war immer, eine Differenzierung zu schaffen. Ob es das Ändern der Einstellungen der Menschen ist, oder ihre Wahrnehmung einer Transgenderperson oder Vorurteile, die Menschen gegenüber der LGBT Community haben. Uganda ist ein Land, welches für die Diskriminierung der LGBT Community lange kritisiert wurde.

“Rassismus ist kein Problem in Lateinamerika” — Ernsthaft?

Alle Links führen zu Websites auf Englisch 

Enrique Krauze beschreibt in einem in der New York Times veröffentlichten Artikel, dass Lateinamerika weniger anfällig für Rassismus ist:

[...] European-style racism — which not only mistreats and discriminates but also persecutes and, in the very worst cases, tries to exterminate others because of their ethnicity — has been the exception and not the rule in modern Latin America.

[...] In Europa werden Menschen aufgrund ihrer Herkunft nicht nur schlecht behandelt und diskriminiert, sondern auch schikaniert und, im schlimmsten Fall, umgebracht. Diese Art von Rassismus ist im modernen Lateinamerika die Ausnahme und nicht die Regel.

Der Artikel veranlasste den Blogger Julio Ricardo Varela die Richtigkeit von Krauses Aussage in Frage zu stellen, wofür er einen Artikel für Latino Rebels verfasste:

At the beginning of the piece, Krauze starts with FIFA’s “Say No To Racism” campaign,”a message” that “was particularly directed toward the soccer stadiums of Europe, where there have been many instances of racial taunting and physical aggression by hostile fans against African and other black players.” Just a few sentences later, Krauze is quick to let us know that such racism doesn’t occur in the Americas: “the stadiums of Latin America have for the most part been free of this phenomenon, despite the fervent nationalism and fanaticism of the fans.” I am guessing that neither Krauze nor his Times editor did some actual fact-checking because in just five minutes, I was able to locate several examples of racism in Latin American stadiums.

Zu Beginn des Artikels nimmt Krauze zur “Say No To Racism”-Kampagne der FIFA Stellung, die “insbesondere für die Fußballstadien Europas gedacht ist, wo es zu zahlreichen Zwischenfällen rassistisch orientierter Beleidigungen oder physischer Gewalt durch feindliche Fans gegen afrikanische oder andere schwarze Spieler kam”. Wenige Sätze später erklärt Krauze, dass es diese Art von Rassismus in Lateinamerika nicht gäbe: “In lateinamerikanischen Stadien ist dieses Phänomen kaum zu beobachten, abgesehen vom leidenschaftlichen Nationalismus und Patriotismus der Fans.” Ich nehme an, dass weder Krauze noch sein Redakteur bei der Times eine tatsächliche Faktenüberprüfung gemacht haben, da ich in nur fünf Minuten Recherche mehrere Beispiele für Rassismus in lateinamerikanischen Stadien finden konnte.

Nachdem Varela darauf hinweist, dass “Lateinamerika erst durch den “europäischen Rassismus”, zu dem wurde, was es heute ist”, fährt er fort:

When we as Latin Americans admit the truth and confront it head on, only then can real change occur. In the meantime, the literal whitewashing of Latin American history needs to be monitored and when it appears in mass media, we must all do our best to quickly call out this ignorant attitude. The only way to transform society is to ensure that we don’t allow certain opinions to become the standard. We can do better, and we will. One tweet at a time.

Veränderung hat erst dann eine Chance, wenn wir Lateinamerikaner der Wahrheit ins Auge blicken und uns direkt mit ihr auseinandersetzen. Bis dahin muss die unverhohlene Übertünchung lateinamerikanischer Geschichte genau beobachtet werden. Sollte sie in den Massenmedien auftauchen, müssen wir alles daran setzen, dieser ignoranten Einstellung entgegenzuwirken. Nur wenn verhindert wird, dass gewisse Meinungen zum allgemeinen Standard werden, können wir ein Umdenken in unserer Gesellschaft erwirken. Wir können vieles besser machen, und das werden wir auch. Einen Tweet nach dem anderen.

Ein Nobelpreis für die Malalas der Welt

Malala Yousafzai. Imagen del usuario  Jabiz Raisdana de Flickr (CC BY-NC 2.0).

Malala Yousafzai. Bild des Users Jabiz Raisdana auf Flickr (CC BY-NC 2.0).

Der Blog MujeresMundi ist ein Info-Aktivismus-Projekt der Peruanerin Xaviera Medina, deren Engagement ganz der “Gender-Gleichberechtigung als Entwicklungfaktor” gilt.

In ihrem neusten Blogeintrag bezieht sie sich auf den Friedensnobelpreis, der an die pakistanische Aktivistin Malala Yousafzai für Bildung verliehen wurde und schreibt, dass:

[...] merece nuestra atención, el saber que Malala no es un caso aislado. La educación no es un derecho inherente a las niñas en muchos países, y día a día, cientos de Malalas son amenazadas por asistir a la escuela.

[...]

El Nobel 2014 debe recordarnos a todos nosotros que Malala Yousafzai no es un caso anecdótico, sino una realidad diaria de cientos de miles de jóvenes y niños en todo el mundo.

[...] es unsere Aufmerksamkeit verdient, zu wissen, dass Malala kein Einzelfall ist. Bildung ist kein gegebenes Recht für Mädchen vieler Länder und Tag für Tag werden hunderte Malalas bedroht, weil sie eine Schule besuchen. 

[...]

Der Nobelpreis 2014 sollte uns daran erinnern, dass Malala Yousafzai kein anekdotenhafter Fall ist, sondern eine tägliche Realität von hundertausenden Jugendlichen und Kindern auf der ganzen Welt.

Guinea: Viele Krankenhäuser schließen aufgrund des Ebola-Virus

Alle Links in diesem Artikel führen, soweit nicht anders ersichtlich, zu französischsprachigen Webseiten.

Conakry General Hospital via Koaci used with permission.

Das Krankenhaus in Conakry (CC BY-SA 3.0)

Das medizinische Personal in Guinea ist seit dem 17.September zunehmend verängstigt, nachdem 28 Mitarbeiter an Ebola gestorben und 50 weitere sich mit dem Virus angesteckt haben. Die Situation wird zudem durch die fehlende Schutzkleidung verschärft. Medizinische Handschuhe werden in Guinea schon auf dem Schwarzmarkt gehandelt. 

Amadou Tham Camara beschreibt auf Guinea News  die Atmosphäre unter den medizinischen Mitarbeitern wie folgt:

Déjà traumatisé par la mort de six collègues au mois d’avril dernier, le  personnel soignant de l’hôpital sino guinéen de Kipé est dorénavant dans une sinécure paranoïaque : les médecins refusent de soigner. Et tous les jours, ils maudissent le17 mars, ce jour où ils ont reçu ce patient venu de Dabola qui a contaminé neuf de leurs collègues. 

Dans les autres grands hôpitaux nationaux de Conakry, des services entiers ne sont plus ouverts à cause des nouveaux cas d’Ebola détectés. Ainsi, depuis deux semaines, le service de réanimation de l’hôpital Ignace Deen est fermé. Le service gynécologique du même hôpital est barricadé  pour les mêmes raisons. De même la maternité de l’hôpital Donka, la plus grande du pays, ne fonctionne plus. 

Dans ce pandémonium, le paludisme qui reste le premier problème de santé publique en Guinée, avec plus de 30% des consultations, et la première cause de décès en milieu hospitalier(14%), selon l’OMS, a encore de beaux jours pour améliorer ses chiffres macabres. Tout ceci, à cause du silence feutré provoqué par le tintamarre assourdissant  autour d’Ebola.

Bereits traumatisiert durch den Tod von sechs Kollegen im April wird das Pflegepersonal des Chinesisch-Guineischen Friendship Hospitals in Kipé nun von einem tiefen Misstrauen gegen die Ärzte geplagt, da diese sich weigern Patienten zu behandeln. Sie verfluchen den 17. März, jenen Tag, an dem sie einen Patienten aus Dabola behandelten, der neun ihrer Kollegen infizierte.
Ganze Abteilungen in anderen Krankenhäusern in Conakry wurden geschlossen, nachdem neue Fälle von Ebola bekannt wurden. Auch die Intensivstation des Ignac Deen Hospitals ist seit zwei Wochen geschlossen und die gynäkologische Station des Krankenhauses ist zur Zeit barrikadiert. Die Donka Entbindungsklinik, die größte des Landes, ist schon seit einiger Zeit nicht mehr in Betrieb. 
Dennoch bleibt Malaria Guineas größtes Gesundheitsproblem, das laut Weltgesundheitsorganisation über 30 Prozent aller Arztbesuche ausmacht, und der Hauptgrund für Sterbefälle in Krankenhäusern ist. Aufgrund der Lahmlegung des Gesundheitssystems durch Ebola lässt sich prognostizieren, dass diese Statistiken sich noch weiter verschlechtern. Eine Totenstille – ausgelöst durch die Panik vor Ebola. 

Murmelspiel, um Tod von obdachlosen Menschen zu verhindern

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Foto vom Facebookprofil von El Caracol

In Mexiko naht der Tag der Toten und es gibt, wie jedes Jahr, den Anstoß für das Spiel #ChirasPelasCalacasFlacas. Dabei handelt es sich um ein Spiel, bei dem man mit Murmeln spielt und es ist eine Initiative der Organisation El Caracol (die Schnecke), die die Risiken reduzieren will, welche zum Tod von Menschen ohne Obdach führt.

Die obdachlose Bevölkerung Mexikos ist von Diskriminierung betroffen, die vor allem von der Verweigerung der medizinischen Versorgung herrührt, wie im Fall von Susana, die aufgrund von Komplikationen während der Wehen starb. Luis Enrique Hernández berichtet, dass “ihr medizinische Hilfe am Women's Hospital und  dem Krankenhaus Gregorio Salas verwehrt wurde. Sie starb um vier Uhr morgens, draußen vor dem Krankenhaus-”

Aktivisten der Kampagne Chiras Pelas Calacas Flacas besuchen eine Gruppe Obdachloser in Mexico Stadt, um über die tödlichen Risiken und wie man sie verhindern kann zu sprechen. Sie berichten auch über den Tod von Menschen, an die sie sich vielleicht erinnern und schreiben Nachrufe für sie, um sie auf Kirchenaltäre zu legen. Im Jahre 2009 wurde die Kampagne bei den UNICEF Awards 2009 geehrt für Innovation und Kreativität zur Förderung des Rechtes auf Leben in Verbindung mit mexikanischen Traditionen.

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Murmelspiel, Datenregistrierung und Reflektion über Todesrisiken. Foto vom Facebookprofil von El Caracol.

Die Organisation lädt jeden dazu ein, bei der Kampagne mitzumachen. Man kann den Nachruf auf downloaden. Drucke ihn mit einigen der Namen aus und bringe ihn zur nächstgelegensten Gedenkstätte. Sende uns ein Foto mit dem Hashtag #GritaMuerteCero (Ruf Tod Null).

VIDEO: Internationaler Tag zur Beendung der Straffreiheit für Verbrechen gegen Journalisten

Die Aljazeera-Abteilung für öffentliche Freiheiten und Menschenrechte produzierte in Zusammenarbeit mit mehreren internationalen Organisationen ein Video über die Kampagne zur Beendigung der Straffreiheit für Verbrechen gegen Journalisten:


Das Video unterstützt die UN-Resolution über die “Sicherheit von Journalisten und die Frage der Straffreiheit”:

The United Nations General Assembly adopted Resolution A/RES/68/163 at its 68th session in 2013 which proclaimed 2 November as the ‘International Day to End Impunity for Crimes against Journalists’. The Resolution urged Member States to implement definite measures countering the present culture of impunity. The date was chosen in commemoration of the assassination of two French journalists in Mali on 2 November 2013.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedete Resolution A/RES/68/163 in ihrer 68. Sitzung im Jahr 2013, welche den 2. November als den “Internationalen Tag zur Beendigung der Straffreiheit für Verbrechen gegen Journalisten” ausrief. Die Resolution forderte Mitgliedstaaten auf, konkrete Maßnahmen gegen die gegenwärtige Kultur der Straflosigkeit umzusetzen. Der Termin war im Gedenken an die Ermordung von zwei französischen Journalisten in Mali am 2. November 2013 gewählt worden.

Ebola raubt den Afrikanern ihre kulturellen und menschlichen Werte

Der Sozialanthropologe und Soziologe Ginny Moony erklärt, warum der Ebola-Ausbruch den Westafrikanern ihre Menschlichkeit nimmt:

Die Art und Weise in der sich Westafrikaner um ihre Kranken und Verstorbenen kümmern, unterscheidet sich angeblich deutlich vom Rest der Welt. Dies ist alles andere als wahr. Auf der ganzen Welt ist das Wesentliche bei der Pflege von Kranken gleich: Das Berühren Kranker oder toter Verwandter ist ein natürliches Phänomen. Überall werden die Verstorbenen gereinigt und sorgsam aufgebahrt, um den Angehörigen die Möglichkeit zu geben sich zu verabschieden. In den Niederlanden können wir unseren verstorbenen Angehörigen bis zu vier Tage in unserem Wohnzimmer aufbahren. Und der physische Kontakt mit dem Verstorbenen findet so lange statt, bis der Sarg geschlossen und zu Erde gelassen oder in den Ofen des Krematoriums geschoben wird.

Im Fall der von Ebola betroffenen Länder ist das normale menschliche Verhalten von der Weltgesundheitsorganisation und anderen Experten als eine “altmodische und nicht erstrebenswerte Praxis” bezeichnet worden. Niemand hinterfragt, ob es nun angebracht ist, Menschen zu verbieten sich um Angehörige zu kümmern und die Trauerphase zu bestimmen. Die Lösung um Neuansteckungen mit Ebola zu verhindern scheint eindeutig: Unter keinen Umständen die Personen berühren. Empathischere Lösungen, zum Beispiel die Bereitstellung von Schutzkleidung für Familienangehörige, um eine Beerdigung der Angehörigen zu ermöglichen, werden nicht in Erwägung gezogen. Die Bevölkerung wird in die Ecke getrieben: Wenn sie nicht kooperieren, werden sie ins Gefängnis gehen. Diese harten Maßnahmen entfremden die Bevölkerung umso mehr von den Behörden. Ebola ist eine Strafe. Nicht für die internationale Gemeinschaft, nicht für die Politiker, nicht für die Elite, sondern nur für die armen Massen. Die Menschen sind alleine. Verlassen. Große Summen an Geld kommen an und erste Verbesserungen sind sichtbar und dennoch scheint die Epidemie Tag für Tag stärker und unbezwingbarer zu werden…. 

Liberia: Gefahr für Pressefreiheit beim Kampf gegen Ebola

The body of a victim of Ebola virus is seen covered with a sheet at the back of a truck in Monrovia, Liberia -Public Domain

Die Leiche eines Ebola-Opfers zugedeckt auf einem Lastwagen in Monrovia, Liberia – Öffentliche Domäne

Die Gewerkschaft für Journalismus und Presse ist besorgt über die Bedrohung der Informationsfreiheit als Ergebnis des Vorgehens der Regierung gegen den Ebola-Virus. Die Gewerkschaft verfasste einen Brief an den Justizminister um seine Aufmerksamkeit auf die gegenwärtigen Herausforderungen der Journalisten zu lenken. Hier ist ein Auszug des Briefes:

The Press Union of Liberia’s attention is specifically drawn to several circumstances that do not only restrain journalists in their obligation to seek out and share useful news and information with the public, but significantly threaten even media participation in the global fight against Ebola. By all accounts, the media space in Liberia has been a significant partner in the fight to strengthen awareness in our society about the impact and challenges of the epidemic. Notwithstanding the loss of revenue due to the emergency nature of the epidemic and the effect on general life, the media has remained committed to this fight. Unfortunately, several actions against media by government actors, especially during these times, have simply given room to growing skepticism about the disease, and further exacerbating the denials within the community. We think this is unfair and improper.
Die Aufmerksamkeit der Pressevereinigung liegt besonders bei einigen Vorfällen, die nicht nur die Journalisten in ihrer Verantwortung wichtige Informationen zu erfahren und öffentlich zu verbreiten einschränken, sondern auch signifikant die Beiteiligung der Medien am globalen Kampf gegen Ebola gefährden. Allen Berichten nach waren die Medien ein starker Partner um das Bewusstsein in unserer Gesellschaft über den Einfluss und die Herausforderungen der Epidemie zu stärken. Ungeachtet der verlorenen Einnahmen aufgrund der Notfallsituation und den Einfluss auf das generelle Leben, blieben die Medien stets engagiert in ihrem Kampf. Unglücklicherweise wurden einige Vorfälle bekannt, in denen die Medien durch Mitarbeiter der Regierung behindert wurden und so eine wachsende Skepsis über die Krankheit und die Ablehnung der Bürger ausgelöst wird . Wir denken, dass dies unfair und unangebracht ist.

Dokumentation der Kämpfe der Papuaner in Indonesien

Papua Voices ist eine Videointeressensvertretung, die die Kämpfe der Einwohner in der indonesischen Provinz West Papua dokumentiert. West Papua kämpft dafür, ein unabhängiger Staat zu werden, allerdings wird über diesen Konflikt in Indonesien nicht viel in den Medien berichtet.

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Der Unterschied zwischen ISIS und Al Nusra Front

Der Satirist Karl Sharro zieht einen krassen Vergleich zwischen zwei Al-Kaida Ablegern, die in Syrien gegeneinander kämpfen: die berüchtigte ISIS und die Nusra Front. Er twittert:

Man hat das Gefühl, dass die Hauptdifferenz zwischen ISIS und Nusra schriftbasiert ist.pic.twitter.com/ETq95PlIqx

— Karl Sharro (@KarlreMarks) November 28, 2014

Beide Terroristenorganisationen verwenden auf ihren Flaggen das islamische Gebet “Es gibt keinen Gott außer Allah und Muhammed ist Allahs Gesandter” in einer unterschiedlichen Schrift.

Zwei Berichte über die Kindheit der Kouachi-Brüder auf der Website Reporterre

Ein Exklusiv-Artikel von Eloïse Lebourg auf der dem Thema Umweltschutz gewidmeten Website Reporterre hat ein sehr starkes Echo in allen französischsprachigen sozialen Netzwerken ausgelöst. Dies liegt vor allem an dem Titel, “Die elende Kindheit der Kouachi-Brüder“, der bei vielen Anstoß erregt hat. Gleichzeitig empfinden die Leser den Bericht zweier ehrenamtlicher Betreuerinnen der Kouachi-Brüder und die Beschreibung, wie ein Viertel von Paris ohne soziale Durchmischung in den radikalen Islam abdriftete, als erhellend.

Evelyne, chrétienne qui pense qu’il faut savoir rire de tout, savait que doucement l’islam gagnait dans le quartier. « Je voyais de plus en plus de femmes porter le voile, puis avoir des propos de moins en moins laïcs. » Marise acquiesce : « Au début, dans les années 90, un des pratiquants de la mosquée de la rue de Tanger faisait partie du Conseil de Quartier. On l’aimait beaucoup, il était très laïc, très ouvert. Nous faisions nos réunions dans la mosquée. Je trouvais cela formidable. Puis notre ami, un jour nous a dit qu’il quittait la mosquée, qu’il ne se retrouvait plus dans les paroles de l’imam. Dès lors, la porte de la mosquée nous est restée à jamais fermée, et nous voyions le changement dans le comportement. Les salafistes ont petit à petit pris possession des lieux, jusqu’à l’arrestation de la cellule des Buttes Chaumont. »

Marise pense que l’intégrisme ne peut prendre racine que sur ce genre de terreau fertile où la précarité et l’abandon ont pris la place normalement nécessaire de l’intégration. « Mais je suis optimiste, depuis l’avènement de la mixité sociale, les choses vont mieux.”

Die Christin Evelyne, die es wichtig findet, über alles lachen zu können, wusste, dass der Islam im Viertel immer mehr an Boden gewann. “Ich sah immer mehr Frauen mit Kopftuch und was sie sagten, passte immer weniger zum Laizismus.” Marise stimmt zu: “Am Anfang, in den 90er Jahren, hatten wir einen Gläubigen aus der Moschee in der Rue de Tanger im Quartiersrat. Wir mochten ihn sehr, er hatte sehr laizistische Ideen, war sehr offen. Wir hielten unsere Versammlungen in der Moschee ab, ich fand das super. Dann hat uns unser Freund eines Tages gesagt, er werde die Moschee verlassen, weil er sich in dem, was der Iman sagte, nicht mehr wiederfinde. Von da an blieb uns die Tür der Moschee für immer verschlossen und wir bemerkten, wie sich das Verhalten änderte. Die Salafisten ergriffen nach und nach Besitz von der Gegend – bis zur Festnahme der Mitglieder der Buttes-Chaumont-Zelle”.

Marise ist der Meinung, dass Integralismus nur dann Wurzeln schlagen kann, wenn er auf einen fruchtbaren Boden wie diesen fällt, wo Prekarität und Vernachlässigung den so wichtigen Platz der Integration eingenommen haben. “Ich bin dennoch optimistisch; seitdem soziale Durchmischung praktiziert wird, hat sich die Situation verbessert.”

Den gesamten Artikel auf Französisch auf Reporterre lesen

Kunst und Bildung in Suriname

In einem Artikel des Srananart's Blog betrachtet Carmen Dragman den Wert von Kunst in der Bildung und weist in selbigem darauf hin, dass das derzeitige karibische Bildungsmodell die Rolle der Kunst als Ausdrucksform und als kreatives Lerninstrument übersieht und den Schülern dadurch eine Entfaltungsmöglichkeit verwehrt wird. Dragman bezieht sich hierbei auf das Buch Erziehung durch Kunst des englischen Kunstkritikers Sir Herbert Read. Sie sagt:

Lehrer und politische Entscheidungsträger wissen oftmals, dass Kunsterziehung wichtig ist für jeden einzelnen, haben aber bisher noch nicht realisiert, wie wichtig dieses Fach tatsächlich ist. Diese Unterrichtsstunden werden hauptsächlich als ‘Entspannung’ angesehen, aber nicht als Förderungsmöglichkeit. Erst recht nicht in der Prüfungsphase…

Dragman glaubt an das Konzept des Learning by Doing, beispielsweise durch Bewegung, Spiele oder Modellernen. Sie gibt verschiedene Beispiele aus ihrer eigenen Lehrerfahrung, die den Erfolg dieses Ansatzes bestätigen. Sie erklärt:

Wird ausdrucksgestützte Bildung richtig gelehrt, wird die kognitive, sozio-emotionale, sensitive, motorische, affektive und kreative Entwicklung des Kindes angeregt. Deshalb ist es sehr wichtig, dass dieses Fach nicht nachteilig behandelt wird, sondern eine gleichwertige Stellung neben anderen Unterrichtsfächern erhält.

Der Kampf gegen Mangelernährung in Ruanda mithilfe von Musik

Ruandas bekannteste Musiker King James, Miss Jojo, Riderman, Tom Close und Urban Boyz haben sich mit einem auf Youtube veröffentlichten Musikvideo dem Kampf gegen die Mangelernährung in Ruanda angeschlossen. Das Video ist auch mit Swahili Untertiteln verfügbar.

Extreme Kälte in Perus Amazonasgebiet: Folgen des Klimawandels

Imagen en flickr del usuario @Christianhold (CC BY 2.0).

Bild bei Flickr von Nutzer @Christianhold (CC BY 2.0).

Der peruanische Journalist und Schriftstelller Paco Bardales, äußert sich mit einigen seiner Kollegen über die Kältewellen, auch Friajes genannt, die in letzter Zeit das sonst heiße Iquitos heimsuchen. Diese Wetterphänomene, die in der Kindheit der Gruppenmitglieder nur sporadisch auftraten, treten heutzutage immer häufiger auf und dauern dazu auch länger an, sodass beim Nationalinstitut für Meteorologie und Hydrologie (auf Spanisch Senahmi genannt) beschlossen wurde, für Städte in den peruanischen Amazonasgebieten Unwetterwarnungen bei Kältewellen auszugeben. Während einer Diskussion kommt man in der Gruppe zu dem Schluss, dass dieses frostige Wetter durch den Klimawandel hervorgerufen wird. Doch ist das wirklich so? In der Tat gibt es keinen Zweifel mehr daran. Die Menschheit hat zum Klimawandel beigetragen, und auch wenn die Bewohner der Anden und des Amazonasgebiets nicht dafür verantwortlich sind, leiden sie unter dessen Folgen, wie beispielweise Überschwemmungen, Krankheiten und andere Veränderungen, die sich negativ auf Gesundheit und Umwelt auswirken.

El impacto de la contaminación y los daños al ambiente sin duda han ido afectando las temperaturas. El Perú es considerado como uno de los países más vulnerables ante los impactos del cambio climático. Según estimaciones del MEF, los posibles daños económicos causados por este aspecto podrían llegar hasta los diez mil millones de dólares de aquí al año 2025.

Zweifellos haben sich Kontaminierungen und Umweltzerstörungen auf die Temperaturen ausgewirkt. Peru wird als eines der Länder angesehen, die durch den Klimawandel am stärksten gefährdet sind. Gemäß den Schätzungen des Wirtschaftsministeriums könnte der Klimawandel im Zeitraum von heute bis zum Jahr 2025 einen wirtschaftlichen Schaden in Höhe von zehn Milliarden US-Dollar anrichten.

Nationale und internationale Organisationen bemühen sich darum, über das Thema zu informieren und Bewusstsein dafür zu schaffen. Eine der wichtigsten Maßnahmen hierfür sind Workshops über die Vertragsstaatenkonferenz (COP 20) der Klimarahmenkonvention. Und wie Paco sagt:

La preocupación resulta importante, pues, al fin y al cabo, la Amazonía será fundamental en la mitigación del cambio climático. Ojalá no sea tarde para nosotros mismos.

Die Sorge ist wichtig, denn im Endeffekt trägt das Amazonasgebiet wesentlich zur Bremsung des Klimawandels bei. Hoffentlich ist es noch nicht zu spät für uns.

Deine Stimme zählt, schweig nicht!

Die spanischsprachige Bloggergemeinschaft Mujeres Construyendo (Aufbauende Frauen) versucht uns mit einer Botschaft zu sensibilisieren, die vor allem an Frauen gerichtet ist. Die Ungleichheit zwischen Frau und Mann ist eine Tatsache, die auch das Zentrum für Wirtschaftsforschung von Mexiko bestätigt und aus dessen Bericht wir erfahren, dass Frauen im Hinblick auf ihr Gehalt um 22 Prozent dem Gehalt von Männern gegenüber unterlegen sind. Doch dies ist nur eines der Probleme, mit denen sie sich in ihren Leben konfrontiert sehen.

In der kurzen Videoanimation, die sie auf Twitter teilen, sehen wir zwei Mädchen, die sich unterhalten. Ein Mädchen redet dem anderen ins Bewusstsein, wie wichtig ihre Worte seien und dass sie genauso soviel zählten, wie die der anderen. Am Ende des Videos werden uns eine Reihe von Botschaften von bedeutender Wichtigkeit eingeblendet:

Tu voz te da poder, te hace visible y presente. Tienes derecho a expresarte y a decir lo que piensas y sientes. El silencio es tu decisión, nadie te lo puede imponer.

Deine Stimme verleiht dir Macht, sie macht dich sichtbar und präsent. Du hast das Recht dazu, deine Meinung zu äußern und auszusprechen, was du denkst und fühlst. Das Schweigen ist deine Entscheidung, niemand kann es dir auferlegen.

Mit dieser deutlichen Botschaft fordert das Team von Mujeres Construyendo etwas, was im 21. Jahrhundert offensichtlich erscheint: Die Gleichstellung der Geschlechter.

Folge Mujeres Construyendo auf Twitter.

 Der Post gehört zum 26. Montagsblog auf Spanisch #LunesDeBlogsGV vom 27. Oktober 2014.

Mexiko im Labyrinth seiner Einsamkeit

15,000 people marched in downtown Mexico City against the disappearance of 43 students from Ayotzinapa. Photo taken on 8 October 2014 by Enrique Perez Huerta. Copyright: Demotix

Demonstration in Mexico City für die 43 vermissten Studenten aus Ayotzinapa. Foto von Enrique Perez Huerta. 8. Oktober 2014. Copyright Demotix.

Seit Beginn seiner Amtszeit Ende 2012 steht Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto für ein Land auf dem Weg nach vorn. Mit Unterstützung der Opposition konnte die Regierung Strukturreformen durchführen. Das Verschwinden von 43 Studenten im Bundesstaat Guerrero rückte jedoch die Sicherheitskrise des Landes wieder ins Licht der Öffentlichkeit und führte dazu, dass die Strategie der Regierung und die Haltung der internationalen Gemeinschaft gegenüber Menschenrechtsverletzungen in Frage gestellt wird.

Miguel Guevara, Mitglied von Global Voices, schrieb in seinem Beitrag für den Blog des Harvard Kennedy School Review mit dem Titel Mexikos Einsamkeit: Unser Kampf gegen Drogen ist noch lange nicht vorbei:

Today, high-ranking US officials have not voiced concerns over the deteriorating events in Mexico since September 26th. The US response to human rights violations around the globe – including the recent events in Iguala – should be unambiguous and consistent. Silence is tantamount to complicity.

Heute haben hochrangige US-Politiker nicht ihre Sorge über die schlimmen Ereignisse seit dem 26. September kundgetan. Die Antwort der USA auf Menschenrechtsverletzungen in aller Welt – dazu gehören auch die aktuellen Ereignisse in Iguala – sollte eindeutig und einheitlich sein. Schweigen ist gleichbedeutend mit Komplizenschaft.

Weibliche Genitalverstümmelung: Eine Praktik, die noch immer ausgeführt wird, aber einen Rückgang verzeichnet

Die französischsprachige Webseite Au Féminin kommentiert den letzten UNICEF-Bericht zu Genitalverstümmelungen bei Frauen:

Ein neuer Bericht von Unicef über die Genitalverstümmelungen, die Frauen weltweit betreffen, erklärt die Evolution dieses Phänomens, das vor allem auf dem afrikanischen Kontinent verheerende Konsequenzen hat. Die Untersuchungen wurden in 29 Ländern im Mittleren Osten und Afrika durchgeführt. Gleich am Anfang zeigt der Bericht auf, dass die Zahlen der durchgeführten Exstirpationen in den letzten dreißig Jahren rückläufig sind.

Laurent Duvillier, Verantwortlicher für die Kommunikation des UNICEF-Lokalbüros für West- und Zentralafrika, äußert sich dazu auf der Webseite SantéAZ: “In den vergangenen dreißig Jahren wurde beobachtet, dass die Zahlen der Genitalverstümmelungen weltweit zurückgehen. Es gibt Länder, in denen sich diese Praktiken um mehr als die Hälfte reduziert haben, wie in Burkina Faso, Nigeria und Liberia.”

In der Mehrzahl dieser betroffenen Länder liegt die Wahrscheinlichkeit, diese Verstümmelungen erleiden zu müssen, für Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren dreimal niedriger als noch bei ihren Müttern.

Problemlösungen von Unicef

Obwohl es diesen großen Fortschritt gibt sowie Gesetze, die diese Bräuche verbieten, existiert für noch 30 Millionen Mädchen weltweit das Risiko einer Genitalverstümmelung. In Somalia zum Beispiel sind 98 Prozent der Frauen zwischen 15 und 49 Jahren genitalverstümmelt worden. Um dieser “Geißel” entgegenzuwirken, empfiehlt Unicef, die kulturellen Traditionen zu verstehen und sie zu erkennen, anstatt sich mit dem Grundgedanken, „jeder“ akzeptiere und befürworte diese Praktiken, zu begnügen. In der Tat zeigen die Untersuchungen, dass die Mehrheit der afrikanischen Frauen und Mädchen generell gegen die Genitalverstümmelung ist. Gleichzeitig stellen sich auch immer mehr Männer gegen diese Praktiken.
 
Laurent Duvillier: “Die Gruppenzugehörigkeit spielt eine so wichtige Rolle, dass Mütter ihre Töchter ungeachtet aller Risiken genitalverstümmeln. Für immer mehr Männer und Jungen ist es kein Hindernis mehr, ein Mädchen zu heiraten, das nicht beschnitten [genitalverstümmelt] worden ist; doch die Frauen wissen dies nicht und unterziehen sich weiterhin den Genitalverstümmelung.”
 

Beschreibung von Schmerzen in Krankenhäusern ohne indige Sprachdienste

Mexiko

Bild auf flickr von Nutzer Buen Rumbo (CC BY-NC-SA 2.0)

Ohne medizinische Fachkräfte, die indigene Sprachen fließend sprechen, und ohne ordentliche Übersetzungsdienste in mexikanischen Krankenhäusern besteht die Gefahr, dass Patienten nicht in der Lage sind, hinreichend zu beschreiben, woran sie leiden, schreibt Yásnaya Aguilar in ihrem regelmäßigen Blog für EstePaís. Sie liefert Beispiele wie die Mixe Sprache es ihr ermöglicht, ihre Schmerzen genauer einer Krankenschwester oder einem Doktor zu beschreben, die die gleiche Sprache sprechen und wie eine Übersetzung ins Spanische immer noch etwas beschränkend sein kann. Sie schreibt:

En mixe por ejemplo tengo un conjunto de palabras distinto para nombrar el dolor físico: pëjkp, jäjp, pä’mp, we’tsp… Apenas hallo equivalentes para alguna en español. Las diferencias todavía son más grandes y hay momentos en los que sólo puedo describir un dolor en español o sólo alcanzo a nombrarlo en mixe. Hablar ambas lenguas me permite tener a mi servicio un inventario más nutrido de palabras para describir mi dolor, aunque en general, cuando algo me duele mucho, el mixe toma el control de mis pensamientos.

Zum Beispiel stehen mir in Mixe eine Anzahl von unterschiedlichen Wörtern zur Verfügung, um körperliche Schmerzen zu beschreiben: pëjkp, jäjp, pä’mp, we’tsp. Ich finde kaum entsprechenden Wörter in Spanisch. Diese Unterschiede sind sehr groß und manchmal kann ich den Schmerz nur in Spanisch beschreiben und manchmal nur in Mixe. In der Lage zu sein, beide Sprachen zu sprechen, ermöglicht es mir, ein reicheres Repertoire an Wörtern zu haben, um meine Schmerzen zu beschreiben, aber in der Regel, wenn etwas mir starke Schmerzen verursacht, dann beherrscht die Mixe Sprache meine Gedanken.

Das universellen Recht auf medizinische Versorgung kann nicht gewährleistet werden, wenn die Mehrheit der Krankenhäuser keine Mediziner haben, die indigene Sprachen sprechen, weil Übersetzung ihre Grenzen hat und Übersetzer nicht das gleiche Wissen über den menschlichen Körper haben. Sie fügt hinzu, dass dies möglicherweise zu Missdiagnosen führen könnte und ohne diese Sprachdienste “es keine Möglichkeit gibt, Brücken des Mitgefühls zu bauen und tatsächlich zu verstehen, dass dein “es tut weh” dasselbe sein könnte wie meines”.