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Artikel vom Kurzmeldungen

Neue Partnerschaft: Global Voices & The Balochistan Point

10672355_625780204207965_4155202294766020208_nGlobal Voices freut sich über die neue Partnerschaft mit Balochistan Point, einer englischsprachigen Nachrichtenseite, welche lückenhaft dokumentierte Ereignisse aus Pakistans südwestlicher Provinz aufarbeitet.

The Balochistan Point wurde 2010 gegründet und fokussiert sich auf Neuigkeiten aus einer Gegend, welche von Pakistans nationalen Online- Rundfunk- und Printmedien weitestgehend ignoriert wird.

Adnan Amir, Redakteur bei Balochistan Point hofft, dass “bisher unbeachtete Nachrichten aus Belutschistan durch die Zusammenarbeit mit Global Voices nun eine weltweite Leserschaft finden werden.”

Belutschistan ist zwar Pakistans größte aber am dünnsten besiedelte Provinz. Gleichzeitig dabei auch Pakistans Ärmste und Unterentwickeltste, obwohl reich an natürlichen Ressourcen wie Kohle, Gas und Kupfer. Der Balochistan Point erklärt:

The electronic and print media in Pakistan in general, and in Balochistan, in particular has failed to highlight the most important issues of Balochistan. Therefore, there is a stronger need than ever for an alternative platform to report the ignored issues about Balochistan […]

We stand for human rights, democracy, social and economic justice. The newspaper aims to mirror Balochistan. The volunteers of Balochistan Point launched it to keep reporting on human rights abuse, political, social and economic issues of Balochistan. Our center of focus is Balochistan but we are not limited to it. We also report on important issues at a national level that has implications for the Balochistan province and its people.

Generell in Pakistan, speziell aber in Belutschistan, verfehlen die elektronischen und gedruckten Medien das Ziel, auf die wirklich wichtigen Angelegenheiten in Belutschistan aufmerksam zu machen. Deshalb besteht heute mehr denn je die Notwendigkeit, alternative Plattformen, welche über die ignorierten Zustände in Belutschistan berichten, ins Leben zu rufen […]

Wir stehen für Menschenrechte, Demokratie sowie für soziale und ökonomische Gerechtigkeit. Die Zeitung will ein Spiegel von Belutschistan sein. Die Freiwilligen von Balochistan Point haben das Projekt gestartet, um über Menschenrechtsverletzungen, über politische, soziale und ökonomische Gerechtigkeit in Belutschistan berichten zu können. Das Zentrum der Angelegenheiten ist zwar Belutschistan selbst, wir sind aber nicht ausschließlich auf diese Region limitiert. Wir wollen ebenso über wichtige nationale Ereignisse, welche Auswirkungen auf die Provinz Belutschistan und ihre Einwohner hat, berichten.

Genauso wie Global Voices wird Balochistan Point durch Freiwilligenarbeit angetrieben und hat “immer eine offene Tür für ehrgeizige Autoren.” Inhalte von Balochistan Point werden nun regelmäßig auf der Global Voices Website veröffentlicht werden, manchmal auch in editierter Form, um sie besser für eine weltweite Leserschaft aufzubereiten.

Die Partnerschaft startet mit den folgenden drei Artikeln: Pakistan: Der lebensgefährliche Kampf gegen Kinderlähmung, Wie der Aufstand an einer Bushaltestelle die Öffentlichen Verkehrmittel in der Hauptstadt Belutschistans lahmlegte (auf Englisch) und Für die kämpfende Pakistanische Airline kommt Belutschistan zum Schluss (auf Englisch).

Global Voices Checkdesk verfolgt Reaktionen auf Mursi-Prozess

Faten Bushehri verfolgt am Global Voices Checkdesk die Reaktionen auf den Prozess gegen Ägyptens früheren Präsidenten Mohammed Mursi, der am 16. Mai zum Tode verurteilt worden ist. Global Voices Checkdesk ist ein Projekt, das in Zusammenarbeit mit Meedan's Checkdesk Nachrichten überprüft.

Mursi ist beschuldigt worden, mit ausländischen Extremisten zusammengearbeitet  und im Januar 2011 mitten in der ägyptischen Revolution während eines Aufstandes im Gefängnis Wadi Natrun mehrere Islamisten befreit zu haben. Unter seinen 105 Mitangeklagten waren etwa 70 Palästinenser, denen eine Mitgliedschaft in der Hamas vorgeworfen wurde. Sie sind in Abwesenheit angeklagt und verurteilt worden. Unter den zum Tode verurteilten Palästinensern waren Hassan Salameh, der seit 1994 in einem israelischen Gefängnis einsaß, sowie der bereits verstorbene Raed Attar.

Mursi wurde ein Jahr nach der Revolution, die Anfang 2011 Husni Mubarak entmachtete, zum Präsidenten Ägyptens gewählt. Mubarak regierte Ägypten mehr als 30 Jahre lang. Mursis Regierung wurde bereits im Juli 2013 jäh beendet, nachdem bei massiven Demonstrationen seine Amtsenthebung gefordert wurde. Anschließend übernahm die ägyptische Armee die Macht, angeführt vom kommandierenden General der ägyptischen Armee und Verteidigungsminister Abdel Fattah el-Sisi, der jetzt Ägyptens Präsident ist.

Die nächste gerichtliche Anhörung findet am 2. Juni statt.

Durch den ganz oben eingefügten Link können weitere Stories hochgeladen und überprüft werden. Wer im Team von Global Voices Checkdesk mitarbeiten möchte, kann sich bei der Autorin dieses Beitrags melden.

Irans Evin-Gefängnis wird zum Park

Cartoonist Touka Neyestani’s take on the news. Image produced for ICHRI, and used with permission.

Wie der Cartoonist Touka Neyestani die Nachricht verarbeitet. Der für ICHRI angefertigte Cartoon wird mit freundlicher Genehmigung hier abgebildet.

Dieser Beitrag ist zuerst auf iranhumanrights.org erschienen und wird in Zusammenarbeit mit der Internationalen Kampagne für die Menschenrechte im Iran veröffentlicht.

Teherans Bürgermeister  Mohammad Bagher Ghalibaf sagte in der vergangenen Woche, dass die Teheraner Stadtverwaltung sich darauf vorbereitet hat, mit der iranischen Justiz zu verhandeln, um den im Nordwesten Teherans gelegenen Evin-Gefängniskomplex in einen öffentlichen Park umzuwandeln. Jahrzehntelang hat das berüchtigte Evin-Gefängnis zu den wichtigsten Einrichtungen des Iran gehört, in denen politische Gefangene inhaftiert, verhört, gefoltert und exekutiert worden sind. Einige der schlimmsten Zeugenberichte über Folterungen und erzwungene Geständnisse im Evin-Gefängnis stammen aus mindestens drei räumlich getrennten Stationen, die von Irans Ministerium für Geheimdienst und der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) ohne Kontrolle durch die iranische Justiz betrieben worden sind.

Weiße Bänder erinnern an Menschen, die auf der Flucht nach Europa ums Leben kommen

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Weiße Bänder sollen in Würzburg neugierig machen und zur Diskussion über Flucht und Asylpolitik anregen. Bild der Facebookseite von Asyl-AK, Verwendung des Fotos genehmigt.

Seit dem 8. Mai kann man in Würzburg an verschiedenen Orten auf weiße Bänder treffen. Sie sind an Ampeln befestigt, an Brücken und Laternen. Sie sollen auf die Menschen aufmerksam machen, die auf der Flucht im Mittelmeer und an der EU-Außengrenze ums Leben kommen.

Der Arbeitskreis Asyl der Katholischen Hochschulgemeinde Würzburg und die asylpolitische Gruppe des Arbeitskreises “Mehr als 16a” haben zu dieser Aktion aufgerufen und schreiben:

Die Bänder sollen sichtbare und bleibende Zeichen von Betroffenheit sein. Sie sind ein Mahnmal für die Opfer der Festung Europa. Ein Mahnmal, das uns, die Bewohner_innen dieser Festung, daran erinnern soll, dass tatenlos zuschauen keine Option ist. Dass man handeln muss, um die eigene Menschlichkeit zu bewahren, wenn täglich Menschen auf dem Weg in unsere kleine, scheinbar heile Welt sterben.

Mit der Aktion fordert die Gruppe “Mehr als 16a”, deren Name sich vom Artikel 16a des Grundgesetzes ableitet, in dem das Asylrecht sowie seine Einschränkungen beschrieben werden:

Wir fordern legale und sichere Einreisemöglichkeiten für Flüchtende! Wir fordern sichere Fährverbindungen für Flüchtende über das Mittelmeer! Wir fordern das Ende der unmenschlichen Abschottungspolitik! Wir fordern den sofortigen Stopp der Kriminalisierung von Migration!

Die Aktion soll über die nächsten Wochen und Monate von Einzelpersonen weiter getragen werden, plant die Gruppe. Restaurants, Cafés und Läden, die sich an der Aktion beteiligen und die auf der Facebookseite des Asyl-AK genannt werden, stellen Schuhkartons mit weißen Bändern zur Verfügung, aus denen sich alle bedienen können, die in der Würzburger Innenstadt ebenfalls ein Zeichen setzen wollen.

Chilenische Echtzeit-Video App startet mit dem Boston Marathon

Die Anwendung RhinoBirdTV wurde von dem Chilenen Felipe Heusser entwickelt, der die Nichtrregierungsorganisation Ciudadano Inteligente gegründet hat. Sie ermöglicht es den Nutzerinnen und Nutzern, Videos in Echtzeit zu übertragen. Die Macher von RhinoBirdTV hoffen, dass ihr Produkt dazu beitragen wird, eine demokratische Welt zu gestalten, indem Grenzen gesprengt werden und Menschen durch einfach weiterzuverbreitenden Live-Videos miteinander in Kontakt kommen.

RhinoBird.TV, imagen extraída de Twitter, utilizada con autorización

RhinoBird.TV. Foto von Twitter, Verwendung genehmigt.

RhinoBirdTV hatte die Inbetriebnahme der Android-Version auf den 20. April datiert, dem Tag des 119., jährlich stattfindenden Boston Marathon. Nutzerinnen und Nutzer konnten Live-Videos der Veranstaltung senden und empfangen, indem sie dem Hashtag #bostonmarathon folgten.

Auf Twitter wurde RhinoBirdTV enthusiastisch und mit hohen Erwartungen willkommen geheißen:

Weit entfernt vom Marathon ist da ein Wunderwerk, “made in Chile” in den USA.

Die Ziellinie des Boston Marathon in Echtzeit. Boston Marathon von den Menschen für die Menschen.

Die Chilenen in Boston sind die Meister. Sie trotzen der Kälte und dem Regen, um zu unterstützen.

Sind Blogs vom Aussterben bedroht?

Dieser Text ist Teil des 46. #LunesDeBlogsGV (#MontagBlogsAufGlobalVoices) am 23. März 2015.

Durch die #LunesDeBlogsGV (#MontagBlogsAufGlobalVoices) arbeiten wir daran, Blogs als eine “bedrohte Spezies” in dem digitalen Dschungel zu erhalten. Ähnliches hat auch der Blogger Iván Lasso im Kopf, der Artikel zum Thema Zukunft des Bloggens verfasst: Über die Probleme, die Blogger haben, wenn ihre Inhalte zwischen vielen verschiedenen, mehr oder minder qualitativen Informationen verloren gehen können. Lasso argumentiert, Blogger würden online mit einer “David gegen Goliath” Situation konfrontiert werden.

Lasso sagt, die größten Probleme für Blogger heute seien folgende:

A raíz de la popularización de la web, de unos años para acá hay mucha más audiencia potencial disponible. Pero sospecho que gran parte de esa audiencia nunca podría ser tuya (tuya, mía… de blogs pequeños, vamos). Es audiencia que acude a la red en busca de simple entretenimiento y que si quiere información más “dura”, acude a los medios tradicionales que ahora ya están en la web.

In den letzten Jahren, in denen das Internet immer populärer wurde, gibt es ein viel größeres Publikum im Netz. Aber ich vermute, dass der Großteil dieses Publikums niemals deines sein wird. Es ist ein Publikum, das im Netz nach einfacher Unterhaltung sucht und wenn sie “harte” Informationen benötigen, gehen sie zu den traditionellen Mainstram-Medien, die auch im Internet präsent sind.

Lasso hat auch einige Lösungen für die Herausforderungen, die Blogger heute haben:

Hoy día, para que un blog independiente alcance un cierto grado de éxito (reconocimiento, reputación y visitas) debe convertirse en un rayo láser que apunte a aquello en lo que quiere destacar:
¿Quieres dar noticias? Tienes que darlas lo antes posible, más rápido que nadie.
¿Quieres hacer análisis u opinión? Tienes que profundizar más que nadie.
¿Quieres ser didáctico? Tienes que explicar mejor que nadie. Y también con más detalle que nadie.

Um heutzutage als unabhängiger Blogger einen gewissen Grad an Erfolg zu haben (Anerkennung, Reputation und Besucher), musst du einen Laserblick haben für die Informationen, die die Nutzer suchen:

  • Du willst über Nachrichten berichten? Du musst Ihnen die Inhalte so schnell wie möglich geben, schneller als alle anderen.
  • Du möchtest Analysen anbieten? Dann musst du tiefer als andere in die Themen gehen.
  • Du willst erklären? Du musst Dinge besser als andere erklären und spezifischer als andere sein.

Du kannst Ivan Lassos Artikel hier weiterlesen und ihm auf Twitter folgen.

Dieser Text ist Teil des 46. #LunesDeBlogsGV (#MonntagBlogsAufGlobalVoices) am 23. März 2015.

Was bedeutet Hacking Education?

Pedro Muller denkt über den Verfall des Schulsystems nach, einer Institution, die – so sagt er – für einen anderen historischen Kontext geschaffen wurde. Hierbei seien die beiden ähnlichen, aber zugleich sehr unterschiedlichen Konzepte “lernen” und “gebildet werden” wichtig:

El educar se va más allá de memorizarse un par de nombres y olvidarlos al siguiente día, consiste en aprender tener la curiosidad de preguntarse qué hay detrás de lo obvio, es adquirir habilidades, ejercitar tu pensamiento lateral un pensamiento divergente o como muchos dicen “fuera de la caja”, educarse también es crear y hacer convertir nada en algo, innovar.

Nosotros aprendemos mejor en grupo es parte de nuestra naturaleza, discutir, pensar y reflexionar sobre un tema en específico sacar conclusiones, como muchos dicen la mejor manera de educarse es aprender.

Gebildet werden geht darüber hinaus, einige Namen auswendig zu lernen und sie am nächsten Tag wieder zu vergessen. Es bedeutet, einen wissbegierigen Geist zu haben und sich zu fragen, was sich hinter dem Offensichtlichen verbirgt. Es geht darum, sich Fähigkeiten anzueigenen, unkonventionell zu denken; eine andere Art zu denken, die viele mit “außerhalb der Norm denken” [“über den Tellerrand schauen”] bezeichnen. Gebildet werden bedeutet auch zu lernen, kreativ und innovativ zu sein.

Wir lernen in Gruppen besser. Es liegt in unserer Natur zu diskutieren, zu denken und über bestimmte Themen zu reflektiveren und Schlüsse zu ziehen. Es wird gesagt, dass Lernen der beste Weg ist, um gebildet zu werden.

Muller läd seine Leserschaft dazu ein, das folgende englischsprachige Video anzuschauen, in dem Logan LaPlante über das Konzept “Hacking Education” [Bildung hacken] oder “Hackschooling” [Schulbildung hacken] spricht. Diese Konzepte beziehen sich auf den Lernprozess als ein Gruppenerlebnis, das auf der “Versuch und Irrtum-Methode” und der Bedeutung von Kreativität beruht.

Dieser Beitrag ist Teil der 46. Ausgabe der #LunesDeBlogsGV (Montagblogs auf GV) vom 23. März 2015.

Caracas: #SmartCityHack entwickelt Lösungen für die Probleme der Bevölkerung

Die venezolanische Ausgabe von Hackathon Smart Cities fand vom 6. bis 8. März 2015 in Caracas statt. Es ist nicht klar, was ein Hackathon ist? In diesem deutschsprachigen Beitrag von uns werden Hackathons und Open Data erläutert.

Die Veranstaltung #SmartCityHack wurde von Global Datafest gleichzeitig in 27 Städten organisiert.

5 Geschichten, die hinter #SmartCityHack Caracas stecken, zeigen, dass wo ein Wille ist, auch ein Weg ist.

Die venezolanische Ausgabe, organisiert von SDI Innovation und Wayra Accelerator, ergab sehr positive Ergebnisse und diente als Inspiration für innovative Projekte, mit denen die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger erhöht werden soll. Estefanía Salazar, Unterstützerin von Global Voices, hat einen Veranstaltungsbericht auf der spanischsprachigen Webseite Komunumo veröffentlicht und hebt einige dieser Projekte hervor:

- CCSMoveOn: es un “Waze” del transporte público. Permite al usuario generar rutas con su teléfono inteligente, con la posibilidad de enviar alertas por SMS sobre posibles eventualidades.

- Compártelo: es un sistema de referencias para Pequeñas y Medianas Empresas basadas en recomendaciones cara a cara.

- Caracas CityCare: Conecta problemas urbanos con propuestas de solución en una misma interfaz.

- Favor x Favor: sistema para favorecer el intercambio gratuito de servicios y bienes entre vecinos de una comunidad.

- Identidad en Línea: sistema de nube para facilitar la difusión encriptada de información y procesamiento de documentación de usuarios de servicios públicos o privados.

- Iniciativa Yokoima: comunidad de intercambio de información y servicios interesados en la recuperación del río Yokoima en la ciudad de Upata (estado Bolívar) […]

CCSMoveOn: Mit “Waze” für den öffentlichen Personenverkehr können Nutzerinnen und Nutzer mithilfe des Smartphones Routen finden und sich bei möglichen Zwischenfällen per SMS benachrichtigen lassen.

Share it: Ein System, mit denen sich kleine und mittelgroße Unternehmen persönlich Empfehlungen geben können.

Caracas CityCare: Verbindet über eine einzige Schnittstelle Themen der Stadtentwicklung mit Lösungsvorschlägen.

Favor x Favor: Ein System, das unter Mitgliedern der Gemeinschaft zum freien Austausch von Waren und Dienstleistungen ermuntert.

Online Identity: Ein Cloud-System, mit dem die Verbreitung verschlüsselter Informationen und die Verarbeitung der Dokumentation öffentlicher oder privater Nutzerinnen und Nutzer erleichtert wird.

Yokoima Initiative: Eine Gemeinschaft, in der Informationen und Dienstleistungen ausgetauscht werden, die der Rettung des Flusses Yokoima in der Stadt Upata (im Bundesstaat Bolivar) dienen […]

Krieg im Jemen: Erfassung der Zahl der Todesopfer

In den Kämpfen im Jemen sind Berichten nach hunderte Menschen ums Leben gekommen, seitdem Saudi-Arabien am 26. März seine Militäroffensive gegen das Land begonnen hat. Mit Unterstützung der Verbündeten der Golfstaaten, Ägypten, Jordanien, Marokko, Sudan und Pakistan, fliegt Saudi-Arabien Luftangriffe – eine Operation unter dem Namen “Decisive Storm” [entscheidender Sturm] – gegen die Huthi, die im Januar die Macht im Jemen übernommen hatten.

Wir verfolgen Nachrichten und Artikel zur Zahl der Todesopfer dieses Krieges über das Global Voices Checkdesk, einem Partnerprojekt von Meedan.

Checkdesk ist ein Tool, mit dem Journalistinnen und Journalisten live bloggen, mit einer eigenen Funktion, die es auch Bürgerjournalistinnen und -journalisten erlaubt, Berichte zu erstellen und zu prüfen. Jede und jeder aus der Nachrichtenredaktion kann einen Beitrag einreichen – einen Tweet, ein Foto, Video oder jede andere Art von Medien – und Angaben machen, die den notwendigen Kontext für den Beitrag schaffen. Journalistinnen und Journalisten können dann diese Berichte zu einem sich ständig weiterentwickelnden Beitrag hinzufügen.

Hier sind wir über Email zu erreichen für alle, die Teil unseres Teams werden wollen.

Dringender Aufruf zu aktivem Klimaschutz nach Verwüstung der Inselgruppe Vanuatu durch Zyklon Pam

Hier angegebene externe Links führen zu englischsprachigen Seiten.

Nach den verheerenden Schäden, die Pam, ein Wirbelsturm der Kategorie 5, auf dem pazifischen Inselstaat Vanuatu zurückgelassen hat, sieht John Englart (aka @Takvera) Zusammenhänge mit dem Klimawandel:

Vanuatu has suffered its worst disaster on record with the impact of Category 5 Tropical Cyclone Pam, with the President of Vanuatu blaming climate change for extreme weather (Guardian 16Mar2015).

…Cyclone Pam and the devastation of Vanuatu and other Pacific nations is one more step on the road to a climate agreement in Paris in December 2015.

Mit den Zerstörungen, die der Wirbelsturm Pam angerichtet hat, ein Zyklon der Kategorie 5, hat Vanuatu die schlimmste Katastrophe erlebt, die jemals registriert wurde. Der Präsident von Vanuatu sieht die Ursache für dieses extreme Unwetter im Klimawandel (Guardian, 16. März 2015).

…der Zyklon Pam und seine Verwüstung von Vanuatu und anderen pazifischen Staaten ist eine weitere Etappe auf dem Weg zu Klimavereinbarungen in Paris, die im Dezember 2015 stattfinden werden.

John spekuliert auch über Australiens Beitrag an Hilfeleistungen und dessen Rolle beim UN Klimagipfel COP21, der später in diesem Jahr in Paris stattfinden wird.

Sein Post enthält Links zu diversen Organisationen, an die zur Unterstützung der Katastrophenhilfe für Vanuatu gespendet werden kann .

Afrikas Zweitsprachen

Don Osborne diskutiert einen auf der Webseite der Olivet Nazarene University veröffentlichten Artikel mit einer Grafik, aus der für die meisten Länder der Welt die jeweiligen Zweitsprachen hervorgehen. Er hebt zwei folgenschwere Probleme dieser Betrachtungsweise hervor:

The first issue is assuming that “The most spoken language in any country is often obvious; usually, it’s the official language of the country.” In Africa this often is not the case, if by “most spoken” one counts number of speakers. An example is Mali, whose linguistic profile was explored on this blog in discussing the long-tail of languages – Bambara is certainly more used than the official French.

Official language is a category that doesn't lend itself to ranking use of languages in Africa, beyond the (admittedly important) context of official use and its spillover to popular use. In the case of two countries at least, this runs into additional problems:
•South Africa has 11 official languages (the Olivet site incorrectly lists only one of them – Zulu – as official). So one of the official languages will be second most spoken. Perhaps that is Xhosa as indicated, but the model focusing on official languages hasn't worked here.
•Rwanda has three official languages (Kinyarwanda, French, and English), and Central African Republic two (Sango and French). Since the site doesn't consider these official languages in discussing second most widely spoken, it is reduced to stating that Swahili is “second” most used in Rwanda, and that indigenous languages are used in CAR – which doesn't tell us much.

Es wird unterstellt, dass “die meistgesprochene Sprache eines jeden Landes häufig ganz offensichtlich” ist, wenn man die jeweilige Amtssprache zugrunde legt. Zum Beispiel Mali: Das linguistische Profil des Landes ist in dem Blog anhand einer stark abflachenden und sehr breiten Häufigkeitsverteilung untersucht worden. Danach wird jedoch [das als Zweitsprache bezeichnete] Bambara weitaus häufiger gesprochen als das offizielle Französisch.

Der Begriff “Amtssprache” ist eine Kategorie, die nicht hinreicht, um in Afrika die Rangfolge der Sprachen jenseits des anerkannt wichtigen Kontextes des amtlichen Gebrauchs und der Ausstrahlung auf ihre tatsächliche Nutzung zu bestimmen. Bei zwei Ländern führt dieser Gesichtspunkt zu weiteren Problemen:

  • Südafrika hat 11 Amtssprachen (die Olivet Webseite listet fälschlicherweise davon nur eine einzige, nämlich Zulu, auf). Deshalb wird wohl eine dieser Amtssprachen als Zweitsprache fungieren. Wahrscheinlich ist es das auf der Webseite richtig angezeigte Xhosa, aber das auf die Amtssprache fokussierte Analysemodell hat an dieser Stelle versagt.
  • Ruanda hat drei Amtssprachen (Kinyarwanda, Französisch und Englisch) und die Zentralafrikanische Republik zwei (Sango und Französisch). Da die Webseite diese Amtssprachen nicht als Zweitsprachen in Betracht zieht, wird die Analyse auf die Erkenntnis reduziert, dass in Ruanda Swahili die Zweitsprache ist und das in der Zentralafrikanischen Republik die indigenen Sprachen diese Funktion übernehmen; ein nicht besonders hilfreiches Ergebnis.

Hier ist Teil 2 der Diskussion.

Palästina: Wie weit haben Israelis ihre Siedlungen seit 1948 ausgedehnt?

Der in Beirut ansässige Journalist Adam Rasmi teilt eine Infografik von “Visualizing Palestine”, die zurückverfolgt, wie weit sich die israelischen Siedlungsgebiete seit 1948 ausgedehnt haben:

Weitere Infografiken von “Visualizing Palestine” gibt es hier.

#IchWarAuchEingeschlafen: Schlafende lateinamerikanische Ärzte viral verbreitet

Es ist ein trendiges Thema unter dem Hashtag #YoTambienMeDormi [#IchWarAuchEingeschlafen]. Innerhalb einer Woche gab es 17.500 Kommentare auf Twitter. Die Geschichten zehntausender Ärzte in Mexiko und Lateinamerika, die in den sozialen Netzwerken Fotos teilen, auf denen sie während ihrer langen Krankenhausschichten schlafend abgebildet sind, haben sich viral verbreitet.

Alles begann, als ein Blogger einen Mediziner kritisierte, der nach einer Meldung von BBC schlafend auf einem Foto abgebildet war.

“Wir wissen, dass diese Arbeit ermüdend ist. Aber sie haben die Pflicht, in jedem Augenblick ihrer Verantwortung gerecht zu werden, wenn dutzende kranker Leute ihre ganze Aufmerksamkeit brauchen”, ist im Noti-Blog zu lesen, wo das Foto eines Internisten am Allgemeinkrankenhaus 33 in Monterrey, Mexiko, abgebildet ist, der um 3 Uhr morgens eingeschlafen war, als er gerade dabei war, für den 18. Patienten dieser Nacht den Behandlungsbericht auszufüllen.

Ich war auch eingeschlafen, denn wir sind keine Maschinen, sondern Menschen wie jeder andere

Ergänzend zur Solidaritätsbekundung ist diese spontane Kampagne auch eine Gelegenheit gewesen, zu zeigen, wie aufopfernd in diesem Berufsstand gearbeitet wird mit langen Schichten ohne Essen und ohne Schlaf, die nicht immer finanziell honoriert werden und auch nicht immer unter berufsüblichen Bedingungen ablaufen.

Burundi: Die humanitäre Krise, über die niemand spricht

50000 refugees have fled Burundi ( here at the border with Tanzania)  photo via Jamii Forums

50.000 Menschen sind aus Burundi geflohen (hier an der Grenze zu Tansania), Foto via Jamii Forums

Nachdem der burundische Präsident Nkurunziza seine Kandidatur für eine dritte Amtszeit bekannt gegeben hat  (was nach burundischer Verfassung unzulässig ist), breitet sich in dem Land eine schwere humanitäre Krise aus. Mindestens 50.000 Menschen sind aus dem Land geflohen, nachdem es Berichten zufolge in mehreren Städten zu gewaltsamen Zusammenstößen gekommen war. In den sozialen Medien wurden Informationen darüber unter den Hashtags #burundichaos oder #sindumuja verbreitet. Die folgende Infografik bietet eine Übersicht zur Situation der Flüchtlinge (Stand: 8. Mai)

UPDATE: Laut @Refugees sind im vergangenen Monat 50.000 Menschen nach Tansania, in die Demokratische Republik Kongo und nach Ruanda geflohen

Bangladesch, Mexiko und Syrien siegen bei den Bobs 2015

Die Gewinner der Best of the Blogs (Bobs) 2015, einem Preis, den die Deutsche Welle jährlich ausrichtet, sind jetzt bekannt gegeben worden. Onlineprojekte aus Bangladesch, Mexiko und Syrien wurden von einer internationalen Jury ausgewählt.

Projekte in 14 Sprachen standen in den Kategorien gesellschaftlicher Wandel, Privatsphäre und Sicherheit sowie Kunst und Medien im Wettbewerb. Dazu kommt der Publikumspreis.

Dieses Jahr erstmalig im Rahmen der Bobs ausgelobt wird der „Deutsche Welle Freedom of Speech Award“, der an den saudi-arabischen Blogger Raif Badawi vergeben wird, der seit Februar in Haft sitzt.

Die Bobs feiern dieses Jahr ihren 11. Geburtstag. Global Voices erhielt 2005 die Auszeichnung “Bester Weblog” in der Kategorie englischsprachiger Blogs.

Bulgariens erstes Crowdfunding Journalismus-Projekt

Wenn nicht anders angegeben, führen Links im nachfolgenden Artikel zu englischsprachigen Webseiten.

Bulgarien, ein Mitglied der Europäischen Union, hat ein großes Problem mit der Pressefreiheit. Das Land am Balkan rangiert auf Platz 106 von insgesamt 180 Ländern, laut einem Index der Pressefreiheit, der 2015 von Reporter ohne Grenzen erstellt wurde.

Vor diesem ungemütlichen Hintergrund entstand ein neues Medienprojekt. Es hat sich die ehrgeizige Aufgabe gestellt, den Medienimperien lokaler Oligarchen Opposition zu bieten und der Öffentlichkeit einen alternativen Zugang zu Informationen zu verschaffen.

KlinKlin.bg wurde von Journalisten, Designern und Bloggern gegründet. Ziel ist es, ein unabhängiges, durch crowdfunding finanziertes Journalismusprojekt aufzubauen, ähnlich denen, die von gleichgesinnten Kollegen in anderen Ländern gestartet wurden: Etwa in den Niederlanden (decorespondent.nl), in Deutschland (krautreporter.de) und Kanada (ricochet.media). KlinKlin hat es jedoch mit einer größeren Herausforderung zu tun: 86.5% der Bürger hat kein Vertrauen in lokale Medien.

KlinKlin befindet sich noch im Frühstadium, es werden derzeit Unterstützung und Geldspenden gesammelt. Aktuell ist die Webseite auf Bulgarisch, doch das Team erwägt auch eine englische Version. In weniger als einer Woche sammelte die Facebook Seite von KlinKlin bereits knapp 2,700 Fans. Es folgt das Promotions-Video, komplett versehen mit englischen Untertiteln.

„Windeln wechseln in der Jugend“ – alarmierende Zahlen: Teenagerschwangerschaften in Venezuela

Alle Links in diesem Artikel führen zu spanischsprachigen Webseiten.

Die Bloggerin Desireé Lozano, die für die Seite Voces Visibles (Onlinenachrichten zu frauenrechtlichen Themen) schreibt, verweist auf die extrem hohen Raten der Teenagerschwangerschaften (25 Prozent aller Schwangeren) in Venezuela und auf das Fehlen geeigneter politischer Maßnahmen, um dieser Entwicklung und ihren Folgen entgegenzuwirken. Mit diesen Zahlen steht Venezuela an der Spitze der südamerikanischen Länder und dies nun schon seit zwei Jahren.

Eines der Probleme, das direkt proportional mit den Teenagerschwangerschaften einhergeht, ist die Müttersterblichkeit. In diesem Kontext zitiert Desireé Lozano die venezolanische Abgeordnete Dinorah Figuera, Präsidentin der Familienkommission der Nationalversammlung Venezuelas, die auf die Verantwortung des Staates bei der Prävention hindeutet:

“Una de esas consecuencias es que las madres adolescentes son mujeres que pierden oportunidades para desarrollarse desde el punto de vista profesional y aceptan cualquier tipo de trabajo para tener algún tipo de ingresos. Por esta razón el Estado debe aplicar una gigantesca campaña de concientización para la prevención del embarazo adolescente”, señala la diputada venezolana

Eine dieser Konsequenzen ist, dass die jugendlichen Mütter Frauen sind, denen die Möglichkeit einer beruflichen Zukunft verwehrt bleibt und die jegliche Arbeit annehmen, nur um überhaupt ein Einkommen zu haben. Aus diesem Grund sollte der Staat in eine weitreichende Kampagne investieren, um für die Prävention von Teenagerschwangerschaften zu sensibilisieren.

Ebenso trägt die Teenagerschwangerschaft dazu bei, dass ein bereits bestehender Trend fortgeführt wird, nämlich die Feminisierung der Armut. Darüber hinaus stellt diese Entwicklung eine Gefahr für die Gesundheit der jungen Mütter dar, die ein höheres Risiko tragen als der Durchschnitt. In ihrem Artikel stellt die Autorin interessante Aussagen verschiedener Spezialisten zu dem Thema vor, die die Tragweite dieses Problems offenlegen.

Der komplette Bericht kann hier gelesen werden. Desireé Lozano und Voces Visibles sind bei Twitter zu finden.

Der rezensierte Artikel wurde in der 49. Ausgabe von #LunesDeBlogsGV am 13. April 2015 veröffentlicht.

Ugandischer Friedensaktivist für Friedensnobelpreis nominiert

This is Uganda (ThisIs256) [Das ist Uganda] ist eine Online-Plattform für talentierte Schriftsteller in Uganda, die entschlossen sind, positive Geschichten über ihr Land zu schreiben und damit Berichte über Betroffenheitsjournalismus, Hunger, Ebola oder auch Tribalismus zu verbannen. Ihr Ziel ist es, ein authentisches, reflektiertes, ehrliches und objektives Bild von Uganda zu zeichnen, das in den großen westlichen Medien so nicht zu finden ist.

Ihre neueste Geschichte handelt von Victor Ochen, einem ehemaligen Binnenflüchtling, der vom American Friends Service Committee (AFSC) [Amerikanisches Hilfskomitee der Freunde], einer Organisation der Quäker für soziale Gerechtigkeit, für den Friedensnobelpreis nominiert wurde.

In der Vergangenheit nominierte das AFSC Desmond Tutu, Martin Luther King Jr. und US-Präsident Jimmy Carter, die alle mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurden. Die Organisation nominierte außerdem erfolglos Mahatma Gandhi, der nie den Friedensnobelpreis erhielt, obwohl er zwischen 1937 und 1948 insgesamt fünf Mal nominiert war.

Der 33-jährige Ochen gründete 2005 das African Youth Initiative Network (AYINET) mit Sitz in Lira, Uganda. Das Netzwerk leistet medizinische Hilfe für Opfer von Verbrennungen, Verstümmelungen jeglicher Art, Vergewaltigung und psychischer Folter. Außerdem fördert es Youth Leadership. AYINET hat sich zu einem internationalen Netzwerk medizinischer Fachleute entwickelt, die Opfern beim Wiederaufbau ihrer Häuser und Lebensgrundlage unterstützen. Mit den Worten von This is Uganda:

What Victor did out of sheer compassion added him to this prestigious list. As a teenager in Abia camp that was home of over 40,000 people, he formed a peace club with his peers in the camp. This initiative angered the elders “Why are you talking about peace that you have never seen?” He was enterprising; he risked his life to burn charcoal to raise his school fees. Then later he joined secondary school and could barely afford time to do his charcoal business so he became a cobbler, he used to repair shoes of kids at school. One day he landed a big job of mending the shoes of the school football team, unfortunately that money was stolen. His hard work and favor from the teachers saw him through high school

Victor’s heart was home even when he worked with straight talk foundation in Kampala, interacting with the people in the field made him realize that the people of northern Uganda wanted more than hand outs but wanted and deserved more. That is when he left his job and started the African youth initiative Network. This initiative mobilizes communities especially the youth to pursue peace and human rights, reconciliation. They offer psychosocial support to the former victims of conflict, most of who suffer severe emotional pain and struggle with forgiveness, they have also supported over 5000 people with reconstructive surgeries especially the women whose lips were cut off, the initiative also supports income generating activities, have formed 100 peace clubs in schools and universities in northern Uganda and over 6000 young people have gone through the peace building and transitional justice programme.

Das, was Victor aus reinem Mitgefühl getan hat, hat ihm einen Platz auf dieser prestigeträchtigen Liste verschafft. Im Abia Camp, in dem mehr als 40.000 Menschen lebten, gründete er mit gleichaltrigen Freunden einen Friedensclub. Diese Initiative erzürnte die Ältesten. “Warum redest du über Frieden, den du nie gesehen hast?” Ochen wurde zum Unternehmer. Er riskierte sein Leben beim Arbeiten in einer Köhlerei, um so seine Schulgebühren bezahlen zu können. Später besuchte er eine weiterführende Schule und hatte kaum noch Zeit für seinen Job als Köhler, also wurde er Schuster. In der Schule reparierte er die Schuhe der anderen Kinder. Eines Tages erhielt er den großen Auftrag die Schuhe der gesamten Fußballmannschaft seiner Schule zu reparieren, doch leider wurde das Geld gestohlen. Seine harte Arbeit und die Gunst der Lehrer halfen ihm durch seine Schulzeit.

Victors Herz war zu Hause, selbst als er mit der Straight Talk Foundation in Kampala arbeitete. Der Kontakt mit den Leuten vor Ort machte ihm bewusst, dass die Menschen in Norduganda mehr wollten als nur Almosen und dass sie auch mehr verdient hatten. Daraufhin gab Ochen seinen Job auf und gründete das African Youth Initiative Network. Die Initiative mobilisiert Kommunen, insbesondere Jugendliche, sich um Frieden, Menschenrechte und Versöhnung zu bemühen. Sie bieten psychologische Unterstützung für die ehemaligen Opfern des Konflikts, von denen viele unter seelischen Schmerzen leiden und denen es schwer fällt, zu vergeben. AYINET hat außerdem über 5.000 Menschen, die meisten von ihnen Frauen, denen die Lippen abgeschnitten wurden, mit wiederherstellenden Operationen unterstützt. Darüber hinaus fördert die Initiative einkommensschaffende Maßnahmen. AYINET hat 100 Friedensclubs in Schulen und Universitäten in Norduganda gegründet und mehr als 6.000 junge Menschen haben das Programm zur Friedenskonsolidierung und Übergangsjustiz durchlaufen.

Eine Passagierfähre kentert in Bangladesch. Schon wieder.

Alle Links in diesem Artikel führen, soweit nicht anders ersichtlich, zu englischsprachigen Webseiten.

Recovered bodies are brought to the shore in a dinghy. Image by Reporter#7619314. Copyright Demotix (22/2/2015)

Geborgene Leichen werden in einem Dinghy ans Ufer gebracht. Bild aufgenommen von Reporter#7619314. Bildrechte Demotix (22.02.2015)

Am Sonntagmittag rammte ein Frachtschiff 40 Kilometer nordwestlich von Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs, eine Passagierfähre mit angeblich mehr als 100 Passagieren, welche daraufhin sank.

Ein Rettungsschiff lokalisierte die gesunkene Fähre und versuchte sie zu bergen. Berichten zufolge wurden bislang 37 Leichen aufgespürt, während viele andere immer noch mit Sorge vermisst werden.

UPDATE: Kind in Manikganj gekenterter Barkasse verstorben; 60 Personen überlebten. 150 Personen befanden sich an Bord, als das Boot von einem Frachtschlepper gerammt wurde.

Kollisionen mit anderen Schiffen ist der Hauptgrund für Fährschiffkatastrophen in Bangladesch, welche durchaus alltäglich sind, wie diese Studie deutlich macht. Auslöser sind überladene Frachter und schlechte Sicherheitsmaßnahmen.

Passagierlisten werden selten akkurat und geordnet geführt, so dass es im Unglücksfalle schwierig ist, die Vermisstenzahl anzugeben. Viele Menschen wurden von diesem Schiff geborgen, allerdings wird es Tage dauern, um eine genaue Zahl anzugeben. In weniger als zwei Wochen ist dies das zweite tödliche Schiffsunglück in Bangladesch.

Divers at work to pull the bodies out of the capsized passenger ferry.

Auf diesem Bild sieht man, wie Taucher daran arbeiten, die Körper aus der gesunkenen Passagierfähre zu bergen. Bild aufgenommen von Reporter #7619314. Bildrechte Demotix (22.02.2015)

Google Art Project zeigt ab jetzt Streetart aus der Ukraine

Street-art des ukrainischen Kollektivs Dobrye Ludi. Foto von respublicafest.com.

Streetart des ukrainischen Kollektivs Dobrye Ludi. Foto von respublicafest.com.

Ukrainische Graffitis und Streetart, bis dato allein Einheimischen und in den Straßen ukrainischer Städte flanierenden Touristen vorbehalten, ist jetzt auch für Internetnutzer aus der ganzen Welt zugänglich. Google Art Project, eine umfangreiche Online-Sammlung von Kunstwerken unterschiedlichster Genres und Epochen, kuratiert vom Google Cultural Institute, zeigt ab jetzt eine Sammlung ukrainischer Streetart.

Art by M-97.

Art by M-97.

Streetart war zum ersten Mal im Juni 2014 bei Google Art Project zu sehen, heute zeigt die Webseite mehr als 10.000 hochauflösende Streetart-Werke von 86 Künstlerkollektiven aus 34 Ländern. Die neu hinzugefügten Ukrainischen Werke stammen von Teilnehmern des “Respublica“, einem internationalen Streetart-Festival, und steuern zu einer umfangreichen Sammlung von Bildern bei, die bei dem Versuch, Graffiti und Wandmalereien vor ihrem Verschwinden zu archivieren, festgehalten wurden.

Стріт-арт перетворює вулиці міст у відкриті галереї. На жаль, ця форма мистецтва є дуже ефемерною – вона може існувати сьогодні, а вже завтра зникне назавжди. За допомогою Google Art Project ми намагаємось зберегти вуличні шедеври та зробити їх доступними для всіх.

Streetart verwandelt Straßen in offene Galerien. Leider ist diese Art von Kunst eher kurzlebig – was heute noch ist, kann schon morgen für immer verschwunden sein. Mit dem Google Art Project versuchen wir, die Meisterwerke von der Straße zu erhalten und sie allen zugänglich zu machen.

Art by Kislow.

Kunst von Kislow.