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	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Kriege &amp; Konflikte</title>
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		<title>Jemen: Eine Zivil-oder Proxy-Krieg?</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/25/jemen-eine-zivil-oder-proxy-krieg/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 03:26:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonTarek Amr  &#183; Übersetzt von Hans H. Knauf &#183;  engl. Originalartikel 
Die Berichterstattung über den fortlaufenden Krieg im Jemen rechtfertigt sicherlich die Berichterstattung bei Global Voices Online, aber ich war doch schockiert, als ich merkte, dass es nicht viele Blogger gibt, die sich für diesen Konflikt interessieren. Hier sind ein paar Auszüge, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/tarek-amr/">Tarek Amr</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/23/yemen-a-civil-or-proxy-war/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Die Berichterstattung über den fortlaufenden Krieg im Jemen rechtfertigt sicherlich die Berichterstattung bei <em>Global Voices Online</em>, aber ich war doch schockiert, als ich merkte, dass es nicht viele Blogger gibt, die sich für diesen Konflikt interessieren. Hier sind ein paar Auszüge, die von Bloggern aus verschiedenen Ländern geschrieben wurden.</p>
<p>Der jemenitische Journalist <em>Nasser Arrabye</em> führt bei Blogspot ein Tagebuch über seine Berichterstattung. Im vergangenen August dieses Jahres <a href="http://narrabyee-e.blogspot.com/2009/08/yemen-threatens-to-strike-al-houthi.html">schrieb</a> er über die militärischen Aktionen zwischen der jemenitischen Regierung und den Houthi-Rebellen:</p>
<blockquote><p>Die jemenitische Regierung sagte am Donnerstag, sie würde militärische Maßnahmen ergreifen, um die Schulen und Regierungsgebäude, die von den Al Houthi Rebellen in Sa&#39;ada, im Norden des Landes, benutzt werden, zu befreien.</p></blockquote>
<p>Er fuhr fort:</p>
<blockquote><p>Die Erklärung erfolgte, nachdem Informationen über heftige Kämpfe zwischen den Rebellen und Regierungstruppen bekannt wurden, bei denen in dieser Woche auf beiden Seiten Dutzende getötet und verwundet wurden.<br />
&#8220;Seit Präsident Ali Abdullah Saleh den Stop der militärischen Operationen anordnete, haben Saboteure und Terroristen ihre Angriffe auf Bürger und Sicherheitskräfte fortgesetzt und die abscheulichsten Verbrechen gegen Alle einschließlich von Kindern und Frauen begangen, zusätzlich zu den Entführungen und Zerstörungen von Straßen und Häusern.&#8221;</p></blockquote>
<p>Es erscheint jedoch, dass die Houthi-Rebellen anderer Ansicht sind:</p>
<blockquote><p>Die Al Houthi-Rebellen sagten, sie würden nur sich selbst verteidigen und dass sie keinen neuen Krieg wollen.</p></blockquote>
<p>Ein paar Monate später war niemand in der Lage den andauernden Krieg zu beenden. Es wurde jedoch eine neue Frage aufgeworfen: Ist das ein Bürgerkrieg, der in Jemen stattfindet, oder gibt es andere Parteien, die auch an diesem Krieg teilnehmen.</p>
<p>Die Houthis behaupten, dass die Saudis an den fortwährenden Kriegen teilnehmen, und ihre Soldaten dazu da sind, der jemenitischen Regierung zu helfen. Die Regierung bestreitet dies jedoch. <em>Nasser Arrabyee</em> schrieb dazu:</p>
<blockquote><p>Ein jemenitischer Militär-Sprecher bestritt am Montag die Vorwürfe der Rebellen, dass die Armee Saudi-Stützpunkte benutzt, um sie anzugreifen. Die saudischen Behörden haben &#8220;der jemenitischen Armee erlaubt, den Saudi-Stützpunkt in Jabal Al Dukhan zu benutzen, aus welchem die Angriffe erfolgten,&#8221; sagte Al Houthi in einer per E-Mail versandten Erklärung. Der Militärsprecher, der nicht namentlich genannt werden möchte, sagte, Al Houthi versucht nur die Niederlagen mit den Erklärungen über Saudi-Störungen zu verdecken. &#8220;Jabal Al Dukhan gehört dem Jemen, nicht den Saudis,&#8221; sagte er. Dies ist nicht das erste Mal, dass die Al Houthi-Rebellen die saudischen Behörden beschuldigen, sich in den Krieg einzumischen.</p></blockquote>
<p>Aber einige Tage später schreibt <em>Nasser Arrabyee</em> <a href="http://narrabyee-e.blogspot.com/2009/11/continuous-confrontations-between-al.html">in seinem Blog</a>:</p>
<blockquote><p>Mindestens 5 Saudi-Soldaten und 15 Al Houthi-Rebellen wurden in einer heftigen Auseinandersetzung getötet, die zwischen den Rebellen und Saudi-Militär in Al Khuba und Jabal Al Dukhan im Jaizan-Gebiet, im Süden des Königreiches, stattfand, sagten lokale Quellen am Donnerstag. Der Anführer der Rebellen, Abdul Malik Al Houthi, sagte am Donnerstag in einer Erklärung, dass die saudische Armee die Positionen seiner Kämpfer an der Al Malahaid Front, westlich von Sa&#39;ada &#8220;mit allen möglichen Waffen&#8221;, bombardiere.</p></blockquote>
<p>Die Behauptungen der Houthi über saudische Interventionen war also richtig, und das zwang Gregory, die folgenden Fragen zu stellen:</p>
<blockquote><p>Ich habe den Eindruck, dass die Idee in diesen Morast des Aufstandes im Norden zu waden, von Saudi-Arabien nicht gut durchdacht worden ist. Und das bringt mich zu etwas Anderem, was ich seit einiger Zeit gefragt habe: Wer genau beaufsichtigt eigentlich das Jemen-Portfolio in Saudi Arabien? Es ist bestimmt nicht der Sultan. Und obwohl Muhammad bin Nayif eindeutig  für den AQ-Abschnitt verantwortlich ist, ist Saudi-Arabien nicht die USA und konzentriert sich deshalb nicht nur auf al-Quaida. Mit dem Jemen bestehen facettenreiche Beziehungen. Mein Eindruck ist, dass keine Einzelperson zuständig ist, sondern dass sich verschiedene Personen beim Steuern des Dings abwechseln. Mit wenig Ahnung davon, wohin sie steuern, springen sie von Krise zu Krise und versuchen die verrückten Yemenis und ihre Probleme davon abzuhalten, über die Grenze zu strömen.</p></blockquote>
<p>Sapphire hinterließ dann einen Kommentar zu Gregorys Bericht und <a href="http://islamandinsurgencyinyemen.blogspot.com/2009/11/big-question-for-saudi-arabia.html?showComment=1257592431993#c6430825506711060284">versuchte darzulegen, warum Saudi-Arabien sich entschieden hatte, an dem Krieg teilzunehmen</a>:</p>
<blockquote><p>Warum entschieden sich die Saudis mit ihrer Armee in den Yemen zu marschieren? Nachdem Sie den Irak an der nördlichen Grenze an die Shiiten des Iraks verloren haben, können sie es nicht tolerieren, so wird behauptet, einen weiteren schiitischen Staat im Süden des Landes zu haben, vorausgesetzt, die Huthis besiegen die zentrale jemenitische Regierung und gewinnen die Unabhängigkeit.</p></blockquote>
<p>Die ägyptische Bloggerin Zeinobia <a href="http://egyptianchronicles.blogspot.com/2009/11/this-is-not-regular-war-this-is.html">war über die Saudi-Intervention nicht glücklich</a>:</p>
<blockquote><p>Offiziell hat Saudi-Arabien den Houthi-Rebellen den Krieg erklärt. Ich möchte nicht diskutieren, ob das richtig oder falsch ist, oder ob das zu einem größeren regionalen Krieg führen wird. Ich möchte aber die Tatsache feststellen, dass Saudi-Arabien diesen Krieg wahrscheinlich kaum oder nicht so leicht gewinnen wird, wie es hofft, trotz all der Millionen Gadgets, die sie haben, denn hier handelt es sich um einen Guerilla-Krieg in den Bergen!</p></blockquote>
<p>Sie fuhr fort:</p>
<blockquote><p>Ich weiß nicht, warum die Saudis in den gleichen Sumpf steuern, wie wir das in der Mitte der 1960er Jahre taten. Natürlich ist das eine Ironie, weil sie damals die Jemeniten gegen uns unterstützt hatten !!! In der Tat wurde in einigen Nachrichten behauptet, dass KSA weißen Phosphor gegen die dortige Zivilbevölkerung eingesetzt hatte !! Ist das ein Déjà-Vu ??!!??</p></blockquote>
<p>Aber waren es nur die Saudis, die in den Krieg verwickelt waren? In der Nähe der jemenitischen Küste wurde ein iranisches Schiff aufgegriffen. Und das ist es, was <a href="http://narrabyee-e.blogspot.com/2009/11/al-houthi-linked-iranian-sailors.html"><em>Nasser Arrabyee</em> dazu brachte, das Folgende zu schreiben</a>:</p>
<blockquote><p>Ein mit Waffen beladenes iranisches Schiff, vermutlich auf dem Weg zu den Al Houthi-Rebellen, wurde am 26. Oktober 2009 vor der Küste des Midi Hafens im äußersten Nordwesten des Jemen aufgegriffen. In der jemenitischen Hauptstadt Sana&#39;a wird jetzt die 6-köpfige Besatzung, bestehend aus fünf Iranern und einem Inder, verhört. Die iranische Botschaft in Sana&#39;a bestritt zu jener Zeit, dass das Schiff Waffen an Bord hatte.</p></blockquote>
<p>Und deshalb schrieb Gregory, <a href="http://islamandinsurgencyinyemen.blogspot.com/2009/11/why-why.html">dass im Jemen möglicherweise ein Proxy-Krieg stattfindet</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Es ist also ein Saudi-iranischer Proxy-Krieg&#8221; sagte er. ( &#8216;er&#39; ist: Simon Henderson, Direktor der Golf und Energie Politik im Washington Institut für Nahost in Washington.)</p></blockquote>
<p>Die Einbeziehung von Saudi-Arabien, Iran, Sunnis und Shiiten erweckte <em>Abul Maali Fayeks</em> Aufmerksamkeit, denn das war es,<a href="http://http://lokmetaesh.blogspot.com/2009/11/blog-post_1876.html"> was er befürchtet hatte</a>:</p>
<p style="text-align: left;">ى شيوخ الفضائيات أن يسنوا رماحهم ويجلسوا ليتفرجوا على معارك المسلمين بعضهم البعض،ولعل الشيخ عرعور وقناته الطائفية “قناة صفا” لعلهم يكونو قد استراحوا قليلا بعد أن شاهدوا الحرب الدائرة بين دولة عربية مسلمةوكبيرة فى الحجم والمقام هى المملكة العربية<br />
السعودية وبين مسلمين آخرين فى اليمن الشقيق هم جماعة “الحوثيين الشيعة” واستمرار تلك المعارك ليس فى صالح أحد</p>
<div class="translation">Wovor ich gewarnt hatte, ist eingetreten, ein Religionskrieg zwischen Sunnis und Shiiten. Und jetzt sind die Kleriker des Satelliten Kanals dran, Öl auf die religiöse Auseinandersetzung zu gießen und die Kämpfe zwischen Muslimen zu beobachten. Und vielleicht kann dann Sheik Aarour und seine sektiererischer Kanal &#8220;Safa&#8221; glücklich beobachten, wie eine große und angesehene muslimische Nation, wie Saudi-Arabien, mit seinen Brüdern im Jemen Krieg führt. Die Fortführung dieser Kämpfe dient niemanden.</div>
<p>Und schließlich <a href="http://egyptianchronicles.blogspot.com/2009/11/this-is-not-regular-war-this-is.html">wundert</a> sich Zeinobia, ob die Arabische Liga der Nationen noch existiere und warum sie keine Maßnahmen ergriff, diesen Krieg zu verhindern:</p>
<blockquote><p>Ich weiß nicht, ob es ironisch oder traurig ist; arabisches und muslimisches Blut sollte nicht auf diese Art und Weise durch die Hände von anderen Arabern und Muslimen vergossen werden !! Letztendlich sind wir alle eins. Ich weiß nicht, worin die Rolle der Arabischen Liga besteht, wenn sie gebraucht wird. Amr Moussa scheint abwesend zu sein; raten wir mal, wieviel Punkte er als ein möglicher Präsidentschaftskandidat verlieren wird !!</p></blockquote>
<p>*** Auch bei <em>Global Voices Online</em>:<a href="http://globalvoicesonline.org/2009/11/18/saudi-arabia-well-defend-ourselves-for-the-right-reason/"> Saud-Arabien: Wir werden uns verteidigen, aus den richtigen Gründen</a></p>
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		<title>Westsahara: Aminatou Haidar  deportiert</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/21/westsahara-aminatou-haidar-deportiert/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 02:29:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aminatou Haidar ist eine führende Aktivistin der Unabhängigkeit von Westsahara (von Marokko) Am letzten Freitag den 13. November, als sie nach Laayoune (eine Stadt in Westsahara) zurückkehrte, wo sie verhaftet und dann deportiert wurde. Jillian C. York fasst die Reaktionen der Blogger zusammen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/jillian-york/">Jillian C. York</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/18/western-sahara-aminatou-haidar-deported/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="alignleft" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/aminatou-225x300.jpg" alt="Foto von Aminatou Haidar von saharauiak" /></p>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Aminatou_Haidar">Aminatou Haidar</a> ist eine führende Aktivistin der Unabhängigkeit von Westsahara (von Marokko). In 1967 geboren, wurde sie von den marokkanischen Behörden für Ihre Aktivitäten im Alter von 20 Jahren “verschwunden”, und tauchte erst drei Jahre später wieder auf. In 2005 wurde Haidar für ihre Teilnahme an einem Protest verhaftet und wegen “Anstiftung zu gewaltsamen Protest Aktivitäten” zu sieben Monaten Gefängnisstrafe verurteilt. <a href="http://www.amnesty.org/en/library/asset/MDE29/010/2005/en/e8f78dc1-d476-11dd-8743-d305bea2b2c7/mde290102005en.html">Amnesty International</a> hält sie für eine politische Gefangene und stellt die Fairness ihrer Verurteilung und der von 6 Anderen infrage. Seit ihrer Entlassung wurde sie mit dem <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Robert_F._Kennedy_Human_Rights_Award">Robert F. Kennedy Human Rights Award</a> geehrt, für den Nobel Friedens-Preis <a href="http://afsc.org/ht/display/ContentDetails/i/15166/pid/449">nominiert</a> und erst kürzlich mit dem <a href="http://www.civilcourageprize.org/honorees.htm">Civil Courage Prize</a> in New York ausgezeichnet, alles für ihre Arbeit, die Menschenrechte in der Westsahara zu verteidigen.</p>
<p>Ohne Rücksicht auf die ihr verliehenen Auszeichnungen, lebte Haidar - bis vor Kurzem - in Marokko, immer in großer Gefahr verhaftet zu werden; bis zum letzten Freitag den 13. November, als sie nach Laayoune (eine Stadt in Westsahara) zurückkehrte, wo sie verhaftet und dann deportiert wurde. <a href="http://www.csmonitor.com/2009/1117/p06s10-wome.html">Laut dem </a><em>‘Christian Science Monitor’</em> hatten die Behörden Einwände dagegen erhoben, dass sie das Zollformular mit “Western Sahara” ausfüllte. Gemäß marokkanischen Beamten hat Haidar ihre marokkanische Staatsbürgerschaft aufgegeben und “freiwillig darauf verzichtet”. Sie wurde dann nach Lanzarote auf den Kanarischen Inseln gebracht, wo sie später aus humanitären Gründen die spanische Aufenthaltsgenehmigung erhielt, laut der spanischen Nachrichtenagentur <a href="http://www.abc.es/hemeroteca/historico-16-11-2009/abc/Nacional/haidar-afirma-que-no-comera-hasta-que-no-le-permitan-regresar-a-el-aaiun_1131506786134.html">ABC</a>.</p>
<p>Pro-Unabhängigkeit <em>Blog Sandblast</em> <a href="http://sandblast-arts.blogspot.com/2009/11/statement-morocco-expels-saharawi.html?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Sandblast+(Sandblast)&amp;utm_content=Google+Reader">erinnert</a> uns daran, dass Haidar nicht die einzige Dissidentin ist, die für ihre Überzeugung verfolgt wird, und schreibt:</p>
<blockquote><p>Seit dem 6. Oktober sind fünfzehn bekannte Menschenrechts-Verfechter aus Westsahara verhaftet, festgehalten und verhört worden. Davon werden 7 wegen Hochverrat vor ein Militärgericht gestellt, nachdem sie ihre Verwandten in dem Saharawi Flüchtlingslager in SW Algerien besuchten. Diese Saharawis sind als Zielgruppe festgenommen worden, weil sie gegen die Unterdrückung durch die marokkanische Besetzung in ihrem Heimatland protestiert hatten, und für das Recht auf Selbstbestimmung gemäß der Charter der Vereinten Nationen und über 100 Resolutionen der Vereinten Nationen eingetreten sind. Im August hinderten die marokkanischen Behörden sechs jugendliche Saharawis daran, nach England zu reisen, um an dem in Oxford durchgeführten Programm ‘Talk Together’ (redet miteinander) teilzunehmen, welches Dialoge zwischen Jugendlichen in Konfliktgebieten fördert.</p></blockquote>
<p>Der spanische Blogger <em>Bilbaobilonia</em> bezog sich auf eine Rede, in welcher der marokkanische König Mohammed VI feststellte, dass jeder, der die Unabhängigkeit von Westsahara befürwortet, ein Verräter sei, und drückte <a href="http://bilbaobilonia.net/2009/11/18/aminatou-haidar-la-traidora/">seine Unterstützung</a> [es] für Haidar so aus:</p>
<blockquote><p>Ya lo dijo el rey Mohamed VI en su discurso conmemorativo de la Marcha Verde: en Marruecos sólo se puede ser patriota o traidor.  Claro que, si alguien se toma la molestia de examinar las raquíticas libertades que promueve la dinastía alauí o la persecución a la que somete a la disidencia saharaui , es fácil llegar a la conclusión de que en Marruecos, la traición es la forma más noble de patriotismo.</p></blockquote>
<div class="translation">Wie König Mohammed VI bereits in seiner Rede in Erinnerung an den Grünen Marsch sagte: Ein Marokkaner kann nur ein Patriot oder ein Verräter sein. Wenn man sich darum bemüht, die kümmerliche Freiheit, welche die Alawite Dynastie fördert, oder die Verfolgung denen die Saharawis Dissidenten unterliegen, zu untersuchen, dann fällt es einem leicht festzustellen, dass in Marokko Verrat die wahre Form des Patriotismus ist.</div>
<p>Blogger <em>One Hump or Two </em>ist <a href="http://onehumportwo.blogspot.com/2009/11/aminatou-haidar-abducted-by-moroccan.html">erstaunt</a>, dass die marokkanischen Behörden jemanden, der so gut bekannt ist, verfolgen:<br />
Das zeigt nur, dass die marokkanische Polizei jeden Saharawi verfolgt, der ein Referendum unterstützt, selbst solche, die internationale Verbindungen und Unterstützung haben. Haidars Auszeichnungen (erst kürzlich der <a href="http://www.rfkcenter.org/node/387">Civil Courage Prize</a>) sollten sie eigentlich außerhalb dieser Gefahrenzone stellen und der marokkanischen Regierung damit zeigen, dass die Welt sie beobachtet.</p>
<p><em> Sahara Occidental</em> <a href="http://saharaoccidental.blogspot.com/">veröffentlicht weiterhin Presse Zusammenstellungen</a> über den Fall von Aminatou Haidara.</p>
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		<title>Japan: Hitlers “Mein Kampf”, die Manga Version</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/14/japan-hitlers-%e2%80%9cmein-kampf%e2%80%9d-die-manga-version/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 05:26:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonScilla Alecci  &#183; Übersetzt von Hans H. Knauf &#183;  engl. Originalartikel 
Nach mehr als 80 Jahren seit seiner ersten Veröffentlichung ist aus Hitlers &#8220;Mein Kampf&#8221; eine Manga Version geworden. Der 190 Seiten starke Band, von der rund 45.000 Exemplare in der ersten Auflage verkauft wurden, erzählt auf sehr einfache Art und Weise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/scilla-alecci/">Scilla Alecci</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/13/japan-hitlers-mein-kampf-the-manga-version/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p style="text-align: left;">Nach mehr als 80 Jahren seit seiner ersten Veröffentlichung ist aus Hitlers &#8220;Mein Kampf&#8221; eine Manga Version geworden. Der 190 Seiten starke Band, von der rund 45.000 Exemplare in der ersten Auflage verkauft wurden, erzählt auf sehr einfache Art und Weise die Geschichte von Adolf Hitler, von seiner Kindheit bis zu seinem Aufstieg als der Führer der NSDAP.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/Mein_Kampf.jpg" alt="Buchumschlag der Manga 争我が闘争 (" /><br />
Buchumschlag der Manga 争我が闘争 (&#8221;Mein Kampf”)</p>
<p>Dies ist Teil einer Serie des &#8216;<a href="http://www.eastpress.co.jp/">East Press</a>&#8216; Verlags, der in der Vergangenheit die Manga-Versionen  einiger gewichtiger literarischen Werke veröffentlichte, wie die Brüder Karamasow von Dostojewski und Marx &#8216;Das Kapital&#39;. Da weitere Veröffentlichungen von &#8216;Mein Kampf&#39; in mehreren Ländern, darunter Deutschland und Österreich, verboten sind, hat die Manga-Waga Toso (我が闘争), wie sie auf Japanisch übersetzt wird, zu sehr unterschiedlichen Reaktionen im Ausland und in Japan geführt, wie der Blogger Zoffy <a href="http://blog.goo.ne.jp/hk1006/e/d9833319a9dbde6ad3281fa5e416a13e">gut zusammenfasst</a>.</p>
<blockquote><p>注目されている背景には, ·本書の著者がナチスドイツの独裁者アドルフヒトラーであること.そして,ドイツでは今なお本著作の出版が禁止されていること.·さらに,内容がネオナチの思想を助長するのではないかといった懸念が世間にあること. などの事情がある.これに対し出版社側は, &#8221;有名な本だが,読んだ人は少ない.どんな思想があれほどの悲劇を生んだのか,悪魔『』で片付けられるヒトラーの人間の部分を知る材料になると思った&#8221; と企画の理由を話している.</p></blockquote>
<div class="translation">Was die Aufmerksamkeit der ausländischen Medien erregte, war die Tatsache, dass</p>
<p>- der Autor des Buches der Nazi-Diktator Adolf Hitler war.<br />
- Die Tatsache, dass die Veröffentlichung in Deutschland noch verboten ist.<br />
- Die weitverbreitete Angst, dass der Inhalt Neo-Nazi-Gefühle fördern könnte.</p>
<p>Auf der anderes Seite nennt der Verlag als Grund für seine Wahl die Tatsache, dass &#8220;es ein berühmtes Buch sei, das nur von wenigen Menschen gelesen wurde. Wir glauben, dieser Manga wird Hinweise auf Hitler sowohl als Mensch als auch auf seine Denkweise geben, die zu einer solchen Tragödie geführt hat, obwohl er jetzt als ein &#8220;Monster&#8221; abgetan wird.”</p></div>
<p><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/MeinKampf1.jpg" alt="" /></p>
<p style="text-align: center;">Zwei Szenen aus der Manga 我が闘争( &#8220;Mein Kampf&#8221;)</p>
<p>Als Kommentar zu dieser speziellen Manga entschieden sich viele Blogger einen Artikel, der am 20. September in der Tageszeitung Asahi Shimbun mit dem Titel &#8216;<em>Die Manga-Version von Mein-Kampf ist ein Hit&#39;, erschien, zu kopieren. Die Reaktionen reichen von kritisch bis hin zu der Bezeichnung &#8220;eine historische Quelle&#8221;</em> (<a href="http://www.asahi.com/national/update/0902/TKY200909020105.html">売れる&#8221;わが闘争&#8221;漫画版苦言も&#8221;歴史资料&#8221;の声も</a>) [ja].</p>
<p>Derselbe Artikel, von der gleichen Zeitung ein paar Tage später ins <a href="http://www.asahi.com/english/Herald-asahi/TKY200909300044.htm">Englische</a> übersetz, erwähnt, die Ursache für das Verbot sei, dass das &#8220;Finanzministerium des Freistaates Bayern, welches das Urheberrecht an dem Buch hält, sich weigert einen Nachdruck zu erlauben, aus Rücksicht auf die Opfer der nationalsozialistischen Gräueltaten&#8221;.</p>
<p>Der Journalist Yoshio Kisa (木佐芳男), ehemaliger Korrespondent in Deutschland für die Tageszeitung Yomiuri Shimbun und Autor von Essays wie &#8216;<em>Fragen über die Kriegsverantwortung - Deutschlands ungeklärte Vergangenheit</em>”(<a href="http://www.amazon.co.jp/“戦争責任”とは何か―清算されなかったドイツの過去-中公新書-木佐-芳男/dp/4121015975/ref=sr_1_1 ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1257497277&amp;sr=1-1">戦争责任&#8221;とは何か-清算されなかったドイツの過去</a>) sagt jedoch, dass er mit der Erklärung von Asahi <a href="http://rab-timely-blog.cocolog-nifty.com/blog/2009/10/post-d63d.html">nicht einverstanden</a> sei.</p>
<blockquote><p>だが,発禁となっている本当の理由は,そんなきれいごとではない.出版すれば,ドイツをはじめヨーロッパ各国にいるネオナチ組織の聖典となって,政治的な大問題となりかねないからだ.バイエルン州の州都ミュンヘンのキオスクに立ち寄れば,いくつかの極右新聞が売られていることに気づく.ドイツには,それぞれ数千人の動員力を持つ極右ネオナチ組織が複数ある.当局は,彼らを刺激しないように細心の注意を払っている.当局は,彼らを刺激しないように細心の注意を払っている.</p></blockquote>
<div class="translation">Der wahre Grund für das Verbot des Buches ist nicht so rücksichtsvoll. Das große Problem ist, dass es die politische &#8220;Bibel&#8221; jener Nazi-Vereine werden könnte, die es in jedem Land, angefangen mit Deutschland, gibt.<br />
Wenn Sie sich einen Kiosk in Bayern ansehen könnten, würden Sie feststellen, dass dort rechtsextreme Zeitungen verkauft werden. In Deutschland gibt es mehrere Neo-Nazi-Gruppen, zu denen einige Tausend Rechtsextremisten gehören. Die Behörden sind sehr vorsichtig, sie nicht zu provozieren [&#8230;]</div>
<p>Kisa, der das Vorhandensein und die tatsächliche Gefahr der rechtsgerichteten Gruppen in Japan im Vergleich mit denen in Deutschland und anderen europäischen Ländern als unerheblich bezeichnet, reflektiert auch über die Veröffentlichung eines solchen Titels in Japan.</p>
<blockquote><p>日本で今,漫画版のわが闘争『』がどんな意味を持つか,どれだけの影響力があるかはよくわからない.しかし, 40年近く前の訳者の意図と漫画版刊行の意図とはそうちがわないだろう. 平野氏はこんな言葉も書いている. &#8221;戦争経験なき世代こそ,この書を読むべきではないだろうか.この書をくもりなき目で読み,客観的に判断することが,この世代にとって必要であり,戦後の教育を受けたものなら,十分な判断力をもって読むことができるのではないか&#8221;</p></blockquote>
<p>Ich bin mir nicht sicher, welche Bedeutung und Einfluss die Manga-Version von <em>Mein Kampf</em> heute in Japan haben könnte. Die Absicht derjenigen, die sie vor 40 Jahren übersetzt haben und derjenigen, die sie jetzt veröffentlichen, kann nicht so unterschiedlich sein.</p>
<p>[Übersetzer] Hirano benutze diese Worte:<br />
&#8220;Diese Generation, die den Krieg nicht mehr erlebt hat, sind eigentlich die Leute, die dieses Buch lesen sollten. Diese Generation braucht einen klaren Verstand und einen objektiven Ausblick um einen solchen Text zu lesen. Jeder, der nach dem Krieg eine Bildung erhalten hat, sollte in der Lage sein dieses Buch richtig zu beurteilen; hoffe ich wenigstens.</p>
<div class="translation">
<p>Der Manga zeigt Hitler als einen besessenen Mann, der das jüdische Volk beschuldigt, der Ursprung alles Bösen in Deutschland zu sein. Das antisemitische Denken steht an erster Stelle und es scheint unwahrscheinlich, dass eine solche mangelbehaftete Figur einen Leser dazu veranlassen könnte, von seiner Persönlichkeit fasziniert zu sein.</p>
<p>Wie <a href="http://yaplog.jp/forks5/archive/140">einige</a> Blogger meinen, ist die Manga-Version von <em>Mein Kampf</em> ein Auszug aus der Ideologie des Diktators und kann deshalb auch als ein anderer Weg zum Studium der Geschichte benutzt werden. <em>Theternal</em> <a href="http://d.hatena.ne.jp/theternal/20090906/1252246649">schlägt vor</a>, dass es mit anderen Quellen ergänzt werden sollte, und lobte das Veröffentlichungs-Projekt der East-Press, Mangas aus der Weltliteratur zu machen, als interessant.</div>
<blockquote><p>何かの話題が関心を呼び,より深い議論や理解に進むことはよいことだと思う.漫画では描き切れていないヒトラー本人の『』わが闘争原作も読んだ方がよいし,他の関連本を読むのもよいだろう.読書はそのように進んでいくものだ.関連おススメ漫画としては, 『マンガで鍛える読書力』でも紹介した水木しげるの『<a href="http://www.amazon.co.jp/gp/product/4480024492?ie=UTF8&amp;tag=motokatsuhiro-22&amp;linkCode=as2&amp;camp=247&amp;creative=7399&amp;creativeASIN=4480024492">劇画ヒットラー(ち</a>くま文庫)』もよいし,手塚治虫の『』<a href="http://www.amazon.co.jp/gp/product/4061759728?ie=UTF8&amp;tag=motokatsuhiro-22&amp;linkCode=as2&amp;camp=247&amp;creative=7399&amp;creativeASIN=4061759728">アドルフに告ぐ</a>はかなりのおススメだ.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich finde es gut, das Interesse für gewisse Themen zu wecken, denn dies kann nur zu einer tieferen Aussprache oder besserem Verständnis führen. Es ist gut das von Hitler geschrieben Original &#8220;Mein Kampf&#8221; zu lesen, um die in der Manga fehlenden Teile zu ergänzen. Es empfiehlt sich auch noch andere Bücher zu lesen, die sich darauf beziehen. So entwickelt sich das Lesen. Als diesbezügliche Comics würde ich Shjigeru Mizuki&#39;s Gekika Hitoraa (Hitlers Comic-Strips) empfehlen, was auch in der Manga Kitaeru Dokushoryoku (Ausbildung durch Manga-Lesen) vorgeschlagen wird und ganz sicher Tezuka Osamu&#39;s Adorufu ni Tsugu (sag’s Adolf).</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>BRASILIEN: RIOS DROGEN-KRIEG AUS DEM BLICKWINKEL DER SLUMBEWOHNER</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/03/brasilien-rios-drogen-krieg-aus-dem-blickwinkel-der-slumbewohner/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 01:17:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika]]></category>
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		<description><![CDATA[In dieser Post lesen wir etwas über die Ansichten der Bürger-Reporter des Viva Favela Projektes über die durch Drogen verursachten Gewalttätigkeiten, die sich in Rio de Janeiros Slums ereigneten, und die sie von ihrer Haustür aus beobachteten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/diego-casaes/">Diego Casaes</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/01/brazil-a-view-from-slum-dwellers-on-rios-drugs-war/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>In der letzten Woche wurden Bilder über den Krieg zwischen Drogenhändlern und Dealern in Rio de Janeiro in der ganzen Welt verbreitet. Zusammenstöße zwischen den Banden aus den Hügeln von Morro São João und Morro dos Macacos am 17. Oktober verängstigten die Bevölkerung. Es half nichts, dass Hunderte von Staatspolizisten zur Unterdrückung der rivalisierenden Gänge eingesetzt wurden: Der Kampf zwischen den Drogenhändlern und der Polizei resultierte in einem abgeschossenen Polizei-Hubschrauber, bei dem drei Polizisten getötet und das Leben von weiteren 30 Personen, darunter mutmaßliche Gang-Mitglieder und Zuschauer, vernichtet wurden.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/36736952.jpg" alt="Hubschrauber Explosion. Foto von Taiane Oliveira bei Twitpic." width="600" height="450" /><p class="wp-caption-text">Hubschrauber Explosion. Foto von Taiane Oliveira bei Twitpic.</p></div>
<p>Der <em><a href="http://inblogs.com.br/censurado/">Censurado</a></em> [pt] Blog kritisierte die Einstellung des Gouverneurs zu dieser Krise, nachdem sie hörten,<a href="http://inblogs.com.br/censurado/politicanacional/carnaval-fora-de-epoca-no-rio-de-janeiro-chove-bala-rio-2016-socorro-ja"> dass die Polizei von der Invasion überhaupt nichts gewusst haben sollte</a>.</p>
<blockquote><p>Vocês viram as cenas na televisão este fim de semana? Helicóptero caindo, policial morrendo queimado, inocente metralhado nas ruas e traficante invadindo a favela do outro em plena luz do dia, uma verdadeira cena de filme de guerra. Dizem no Rio que até o serviço secreto israelense sabia que um morro atacaria o outro, mas mesmo assim o governador Sérgio Cabral diz que a policia carioca não sabia de nada? Acho que ele anda passando muito tempo com o Lula. Só isso explica essa ‘ignorância&#39; sobre o tema.</p></blockquote>
<div class="translation">Hast du letztes Wochenende die Bilder im Fernsehen gesehen? Ein Hubschrauber fällt herunter, Polizisten brennen, unschuldige Leute werden auf der Straße erschossen und (Drogen) Schieber dringen bei hellem Tageslicht in die Slums anderer Dealer ein; eine Szene wie aus einem Kriegsfilm. Die Leute in Rio sagen, dass sogar der israelische Geheimdienst wusste, dass die Dealer aus einem Slum die anderen angreifen würden, trotzdem sagt der Gouverneur Sérgio Cabral, die Carioca Polizei hätten davon nichts gewusst? Ich glaube er verbringt zu viel Zeit mit (dem brasilianischen Präsidenten) Lula. Das ist die einzige Entschuldigung für seine “Ahnungslosigkeit” über diesen Vorfall.</div>
<p>Bloggerin <em><a href="http://anamvc.blogspot.com/">Ana Maria</a></em> [pt] meint, dass das Abschießen eines Hubschraubers nicht so einfach sei, ein Hinweis darauf, dass dies gerade der Anfang sein könnte. Sie <a href="http://anamvc.blogspot.com/2009/10/desespero-do-trafico.html">sagt</a> [pt]:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Mas os senhores do tráfico, donos dos morros cariocas possuem não apenas as armas capazes disso, possuem indivíduos capazes de manuseá-las e causar um desastre como o do sábado. Isso vai ficar marcado para sempre na memória da PM e do cidadão de bem, morador do estado do Rio de Janeiro. Se eles podem fazer isso com um helicóptero da polícia tripulado por homens treinados, que dão a vida pela segurança pública, o que podem fazer com o cidadão comum? Não vou “tapar o sol com peneira”. As coisas podem piorar.</p></blockquote>
<div class="translation" style="text-align: left;">Nicht nur die Drogen-Barone sondern auch die Besitzer der Carioca-Slums haben Gewehre und sind durchaus in der Lage etwas zu unternehmen. Außerdem haben sie ausgebildete Leute,  die eine Katastrophe wie die vom letzten Samstag ebenfalls veranstalten können.<br />
Dieser Tag wird für immer im Gedächtnis der Polizei und der normalen Bürger, der Einwohner des Staates Rio de Janeiro, haften bleiben.<br />
Wenn sie das mit einem Polizei-Hubschrauber machen können, der mit ausgebildeten Männern besetzt ist, die für die öffentliche Sicherheit mit ihrem Leben bezahlt haben, was können sie wohl dem Durchschnittsbürger antun?<br />
Ich werde nicht “die Sonne mit einem Sieb verdecken”.<br />
Es kann noch schlimmer werden.</div>
<p><strong>Bericht eines Bewohners über den Drogen-Krieg</strong></p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/Macacos-010.jpg" alt="Eine Frau mit einem Kind geht unbeeindruckt an einer Polizei-Streife in Morro dos Macacos vorbei." width="400" height="300" /></p>
<p><p class="wp-caption-text">Eine Frau mit einem Kind geht unbeeindruckt an einer Polizei-Streife in Morro dos Macacos vorbei.</p></div>
<p>Das Bürger-Medien-Projekt <em><a href="http://www.vivafavela.com.br/">Viva Favela</a></em> [pt] gibt die <a href="http://www.vivafavela.com.br/publique/cgi/cgilua.exe/sys/start.htm?infoid=46399&amp;sid=87">Augenzeugenberichte dieses Konflikts</a> einiger Anwohner wieder. Die Bürger-Reporter - die alle an den Grenzen der Kreuzfeuer leben - haben Berichte der Slumbewohner und Fotos, die an dem Tag, als der Drogenkrieg in Rio de Janeiro ausbrach, gesammelt und aufgenommen.<br />
Die von <em>Viva Favel</em>a als Erstes gehörte Person war Hugo Mattos, der in der in den Slum führenden Straße wohnt, in welchem sich die Ereignisse abgespielt haben (Morro dos Macacos). Er sagte die Schieber benutzten hochkalibrige Waffen und fügte hinzu, dass eine allgemeine Angst bestünde, sollte die Polizei die von den Dealern besetzten Gebiete zurücknehmen wollen, und es dadurch zu einer sehr gewaltsamen Reaktion von der Gruppe, die Morro dos Macacos kontrolliert, kommen würde.</p>
<blockquote><p>O tiroteio começou por volta das duas da manhã e só terminou às oito horas, quando a policia chegou. Muita gente teve que dormir fora de casa nesse dia.<br />
As pessoas dizem que ninguém deve sair de casa depois das 10 horas, porque algo pode acontecer.</p></blockquote>
<div class="translation">Das Schießen begann ungefähr um 2 Uhr morgens und hörte erst gegen 8 Uhr auf, als die Polizei eintraf. Viele Leute mussten diese Nacht außerhalb ihrer Wohnung verbringen. Die Leute sagten niemand dürfe seine Wohnung nach 10 Uhr abends verlassen, weil etwas passieren könnte.</div>
<p>Gemäß <em>Viva Favela</em> treffen laufend ähnliche Informationen von wehrlosen Bewohnern aus der Nachbarschaft ein. Am Abend vom Dienstag den 20. Oktober gingen die Bewohner von Morro São João auf die Straße, weil sie Angst vor einer möglichen Vergeltungs-Invasion hatten, einer Gefahr, die von dem General-Chef der Polizei-Corporation, Oberst Mário Sérgio Duarte als unbegründet eingestuft wurde. Trotzdem hatte die Angst in der Bevölkerung zugenommen. Eine andere Bewohnerin von Morro dos Macacos, Karen Carolina Nascimento, sagte aus, dass die Schießereien zwischen den Dealern und der Polizei bereits seit zwei Monaten stattfinden. Sie befürchtet einen neuen Konflikt:</p>
<blockquote><p>Já era praticamente uma rotina, mas no último sábado foi diferente. O confronto aconteceu por causa de uma tentativa de invasão e não foi a primeira vez que os traficantes do Morro São João tentam. O comentário que se escuta no morro é que a facção rival deu uma ordem para tomar o Morro dos Macacos até dezembro e que esses bandidos tiveram ajuda de policiais para tentar invadir.<br />
O policiamento não está reforçado e os moradores estão muito apreensivos com medo de uma outra invasão. Eu trabalho no pé do Morro São João e vou para a minha casa andando. Ontem só havia um único carro com dois policiais dentro parado em uma esquina. Em cima do morro não existe policiamento nenhum. Uma vez ou outra um carro blindado sobe e faz uma ronda. Estamos com muito medo porque com certeza a facção rival vai tentar tomar novamente.</p></blockquote>
<div class="translation">(Der Bandenkrieg) war praktisch Routine, aber an diesem Samstag war es anders. Es kam zum Kampf, weil die Dealer von Morro São João versuchten Morro dos Macacos zu besetzen, und das war nicht der erste Versuch. In den Slums wird darüber geredet, dass die rivalisierende Gruppe einen Befehl erhalten hätte, Morro dos Macacos bis zum Dezember zu besetzen und dass diese Dealer von Polizei-Offizieren unterstützt werden.<br />
Die Polizeistreifen sind nicht verstärkt worden und die Bewohner sind sehr besorgt, sie befürchten eine neue Invasion. Ich arbeite am Fuße von Morro São João und laufe nach Hause. Gestern parkte da nur ein Wagen mit zwei Polizisten an der Ecke. Im Slum gibt es keine Polizeistreifen. Alle Jubeljahre kommt einmal ein Kampfwagen hier durch und patrouilliert das Gebiet. Wir haben so viel Angst, weil wir sicher sind, dass die rivalisierende Gruppe dieses Gebiet übernehmen wird.</div>
<p><em><a href="http://www.vivafavela.com.br/publique/cgi/cgilua.exe/sys/start.htm?infoid=46400&amp;sid=87">Viva Favela</a></em> [pt] gibt auch die Meinung von <em>Wagner da Silva de Barros</em> wider, einem 29 jährigen Bewohner der Vila Pinheiro im Complexo da Maré, der sagt, dass die Auswirkungen des Konfliktes in Morros dos Macacos aufgrund des abgeschossenen Hubschraubers bis jetzt nur bis hierher gereicht hätten und fügte hinzu, dieser Krieg würde sich auf viele andere Gemeinden ausdehnen:</p>
<blockquote><p>A queda do helicóptero e a morte dos três policiais chocou parte da população, mas na Maré, durante cinco meses, nós vivemos um confronto entre facções que matou muita gente, inclusive moradores que nada tinham a ver com o tráfico, e não teve nem metade da divulgação que esse tiroteio dos Macacos está tendo.<br />
Esses tiroteios reforçam de que na favela só existe bandido e violência, mas o que muitas pessoas ignoram é que trabalhadores morrem durante os conflitos e são logo identificados como traficantes pela polícia.</p></blockquote>
<div class="translation">Der Abschuss des Hubschraubers und der Tod von drei Polizisten haben einen Teil der Slumbewohner schockiert, aber in Maré (ein Slum) leben wir seit fünf Monaten in einem Konflikt zwischen Gruppen, der mehr Menschen getötet hat, inklusive von Anwohnern, die mit dem Drogenhandel nichts zu tun hatten, und das hatte noch nicht einmal die Hälfte des Interesses bei den Medien erregt, wie die Schießereien in Morro dos Macacos.<br />
Diese Schießereien verstärken die Tatsache, dass es in den Favelas nur Banditen und Gewalt gibt. Was viele Leute jedoch nicht wissen, ist, dass Arbeiter bei diesen Konflikten sterben und dann von der Polizei schnell als Dealer identifiziert werden.</div>
<p>Gemäß <em><a href="http://www.vivafavela.com.br/publique/cgi/cgilua.exe/sys/start.htm?infoid=46400&amp;sid=87">Viva Favela</a></em> [pt] wurden, im Falle von Morro dos Macacos, drei erschossene, unschuldige junge Männer in die Liste der getöteten Banditen aufgenommen. Der Sicherheitsminister, José Mariano Beltrame, entschuldigte sich bei den Familien von Marcelo Costa Gomes, 26, Leonardo Fernandes Paulino, 27, und Francisco Haílton Vieira Silva, 24. Zur Zeit der Invasion kamen die drei Männer von einer Party und gingen nach Hause zurück. Ein vierter Mann, Kellner Francisco Alaílton Vieira da Silva, 22, wurde von Anwohnern gerettet, befindet sich aber auf der Intensivstation im Krankenhaus. Seine Freundin ist im 3. Monat schwanger.</p>
<p>Walter Mesquista von <em>Viva Favela</em> zeigt <a href="http://www.vivafavela.com.br/publique/cgi/cgilua.exe/sys/start.htm?infoid=46399&amp;sid=87">Fotos von den Kämpfen</a>, aufgenommen von dem Fotografen <em>Guillermo Planel</em>, an dem Tag, den die Leute jetzt als den Tag des “Drogen-Krieg” bezeichnen.</p>
<p><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/Macacos-001.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/Macacos-002.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/Macacos-003.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/Macacos-004.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/Macacos-005.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/Macacos-006.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/Macacos-007.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/Macacos-008.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/Macacos-009.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/macacos011_trat.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/macacos012_trat.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/macacos013_trat.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p>Jedes Jahr gibt es im gesamten Staat von Rio mit einer Einwohnerzahl von ca. 14 Millionen, ungefähr 6.000 Ermordungen. In fünf Slums wurde seit einem Jahr von der Polizei eine ‘Befriedungs’ Operation mit permanenten Streifen vorgenommen. Durch ihre zunehmende Präsenz in den Slums zwingt die Polizei die Gangs aber über andere Gebiete zu kämpfen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/viva_favela_logoweb-300x136.jpg" alt="" /></p>
<p><em><a href="http://www.vivafavela.com.br/publique/cgi/cgilua.exe/sys/start.htm?infoid=40489&amp;sid=74">Viva Faleva</a> ist ein Bürger-Medien-Projekt, das mit besonderen Bloggern zusammenarbeitet, die in den Barackenstädten von Rio de Janeiro leben. Das Projekt steht unter der Leitung von <a href="http://twitter.com/rodrigonogueira">Rodrigo Nogueira</a>. Bei ihrem <a href="http://twitter.com/vivafavela">offiziellen Twitter Konto</a> [pt] und ihrer Orkut <a href="http://www.orkut.com.br/Main#Community?cmm=33684890">Gemeinde</a> [pt] können Sie mehr erfahren.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Palästina: Warten auf die Iftar-Kanone</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/08/30/palastina-warten-auf-die-iftar-kanone/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Aug 2009 07:30:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Arabisch]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Krieg in Gaza hat viele Traditionen in weit entfernte Erinnerungen gerückt. Der palästinensische Blogger Hazem [ar] beklagt das Ende eines Ramadanrituals, an welches sich sein Großvater noch erinnert, welches es aber nicht mehr gibt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/amira-al-hussaini/">Amira Al Hussaini</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/'>Katrin Zinoun</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/08/29/gaza-waiting-for-the-iftar-cannon/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img alt="Iftar-Kanone" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/08/ksa-local.326639-300x255.jpg" width="300" height="255" /><p class="wp-caption-text">Iftar-Kanone</p></div>
<p>Der Krieg in Gaza hat viele Traditionen in weit entfernte Erinnerungen gerückt. Der palästinensische Blogger Hazem [ar] beklagt das Ende eines Ramadanrituals, an welches sich sein Großvater noch erinnert, welches es aber nicht mehr gibt.</p>
<p>Es ist eine Tradition, die es in vielen muslimischen Ländern gibt. Kanonen werden als Signal für das Fastenbrechen nach Sonnenuntergang (Iftar) abgefeuert. In Gaza werden sie nicht mehr abgefeuert. Er schreibt: </p>
<blockquote><p>آبائنا وأجدادنا لا زالو كل يوم يحدثونا عن شيئ كان سابقاً يسمى مدفع الافطار , وماان حدثونا الا وان تمنوا تلك الأيام أن تعود …<br />
وفي حديث مع جدي على مائدة الافطار , حدثني قليلاً عن تلك الأيام ( البريئة ) كما وصفها هذا الختيار ..<br />
فاستغربت من كلماته واحاسيسه التي كانت تنبعث من قلبه , فأخذ يحدثني وعيناه تدمع من شدة مرارة الايام فقال<br />
آآآه يا جدي لو يعود مدفع الافطار , والفرحة تدخل كل بيت ودار ,, وبيت ستك يجمعنا وحوالينا كوانين النار , ونعيش ليالي رمضان ..
</p></blockquote>
<div class="translation">Unsere Eltern und Großeltern sprechen noch über etwas, was man Iftar(Fastenbrechen)-Kanone nennt, und sobald sie sich daran erinnern, sehnen sie sich nach den alten Tagen zurück.<br />
Während des Fastenbrechens sprach mein Großvater über diese &#8220;unschuldigen&#8221; Tage, wie der alte Mann sie nennt. Ich war überrascht von seinen Worten und seiner Empfindsamkeit, die direkt aus seinem Herzen kam. Seine Augen vergossen Tränen der Verbitterung über diese Tage während er sagte: </p>
<p>Oh mein Enkel, wenn nur die Iftar-Kanone wiederkehren würde. Sie bringt Glück in jedes Haus und in jedem Raum. Wir versammelten uns damals in dem Haus meiner Großmutter. Wir saßen alle um das Feuer des Ofens herum und feierten die Nächte des Ramadan.</p></div>
<p>An das Leben in Gaza während des Ramadan, erinnert sich der alte Mann:</p>
<blockquote><p>تلاقي الفطرة أشكال وألوان , هادا كنافه بالسمن البلدي , وهاد قطايف محشية بلوز ,, واعمامك كلهم صغار ,, هون فانوس وهون لعب اطفال والحارة كلها انوار ..<br />
نتزاور أهل وجيران , والبسمة تملى أباريق واجرار , نسهر ونتلكم ونحكي قصة وأسرار , عن فارس أسد ومغوار .
</p></blockquote>
<div class="translation">Man findet alle Sorten von Köstlichkeiten. Hier sieht man Kunafa, hergestellt aus natürlichem Fett; und dort Qatayef, gefüllt mit Mandeln. Deine Onkel waren jung und man fand eine Laterne (fanoos) hier und Spielzeuge dort. Die gesamte Nachbarschaft war hell erleuchtet. </p>
<p>Wir besuchten unsere Verwandten und Nachbarn und jeder hatte ein Lächeln auf dem Gesicht. Wir blieben die ganze Nacht auf und erzählten einander Geschichten und Geheimnisse über einen Ritter, einen Löwen und einen Abenteurer.</p></div>
<p>Indem er sich wieder der heutigen Zeit zuwendet, beklagt der Großvater: </p>
<blockquote><p>آآآآه يا جدي لو يرجع مدفع الافطار<br />
لا أسرَى ولا معتقلات<br />
لاحواجز ولا مستوطنات<br />
في حارتنا تعلا الرايات<br />
ونغني كبار وصغار<br />
في بلدنا بلد الأحرار<br />
لو يرجع مدفع الافطار
</p></blockquote>
<div class="translation">
Oh mein Enkel, wenn nur die Iftar-Kanone wiederkehren würde.<br />
Es gab keine Gefängnisse, und keine Verhaftungen,<br />
keine Grenzen und keine Siedlungen.<br />
In unserer Nachbarschaft wehten die Fahnen hoch<br />
und die Jungen und die Alten sangen.<br />
In unserem Land, dem Land der Freien,<br />
wenn nur die Iftar-Kanone zurückkehren würde.</div>
<p>Hazem fährt fort:</p>
<blockquote><p>ولم يكمل جدي المشوار , حتى ادمعت عيناي ألم من هذا الواقع الجبار , حصار ودمار والاهل والجيران كلُ في وادِ محتار .<br />
قبلت جبينه ودعوت ربي أن يجمعنا رمضان في خيرِ وسعادة واستقرار .</p></blockquote>
<div class="translation">Mein Großvater beendete seine Geschichte nicht und meine Augen füllten sich mit Tränen angesichts unserer brutalen Realität - das Leben unter Besatzung und in Zerstörung, unsere Verwandten und Nachbarn überall zerstreut, jeder allein und verwirrt. Ich küsste die Stirn meines Großvater und betete zu Gott, uns im Ramadan in Gesundheit, Glück und Beständigkeit zu vereinen.</div>
]]></content:encoded>
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		<title>Honduras: Erklärungsversuche für die politische Situation per Video</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/07/08/honduras-erklarungsversuche-fur-die-politische-situation-per-video/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 16:35:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach den letzten unübersichtlichen Ereignissen in Honduras, bei denen der gewählte Präsident Zelaya abgesetzt und, noch im Schlafanzug, vom Militär nach Costa Rica verschleppt wurde, hat der neuer Präsident, Micheletti, die Macht ergriffen und unter anderem eine Ausgangssperre verhängt, um Unruhen zu vermeiden. Bürger versuchen, Erklärungen für die Situation zu finden, wie dieser <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/07/04/honduras-was-it-a-coup/">ältere Artikel</a> zeigt. Einige nehmen Videos auf, um Ihre Sicht der Dinge zu beschreiben. Wir zeigen Ihnen eine Auswahl an Videos.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/juliana-rincon-parra/">Juliana Rincón Parra</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/07/07/honduras-videos-attempt-to-explain-political-situation/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Nach den letzten unübersichtlichen Ereignissen in Honduras, bei denen der gewählte Präsident Zelaya abgesetzt und, noch im Schlafanzug, vom Militär nach Costa Rica verschleppt wurde, hat der neuer Präsident, Micheletti, die Macht ergriffen und unter anderem eine Ausgangssperre verhängt, um Unruhen zu vermeiden. Bürger versuchen, Erklärungen für die Situation zu finden, wie dieser <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/07/04/honduras-was-it-a-coup/">ältere Artikel</a> zeigt. Einige nehmen Videos auf, um Ihre Sicht der Dinge zu beschreiben. Wir zeigen Ihnen eine Auswahl an Videos. Das folgende Bild ist <a href="http://www.flickr.com/photos/36569061@N04/sets/72157620837296462/">Teil einer Bilderserie</a>, die die Unruhen nach dem 28. Juni dokumentiert und von Bllq21 bei Flickr hochgeladen wurden.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="Image" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/07/honduras-300x220.jpg" alt="Bild von Bllq21. Nutzung unter Creative Commons License." width="300" height="220" /><p class="wp-caption-text">Bild von Bllq21. Nutzung unter Creative Commons License.</p></div>
<p>Das <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ojknJcvxCBY">erste Video ist auf Englisch</a> und wurde über die Mikroblogging-Site Twitter bereits weit verbreitet. Darin wird erklärt, warum die jüngsten Ereignisse nicht als Staatsstreich gewertet werden sollten:</p>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/ojknJcvxCBY&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ojknJcvxCBY&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Das <a href="http://www.youtube.com/watch?v=YdYrw2fTIx0">nächste Video</a> enthält eine gegenteilige Meinung und nennt die Ereignisse einen Staatsstreich. Folgende Zitate sind Übersetzungen des Texts im Video:</p>
<blockquote><p>Sonntag, 28. Juni. Die verfassungsmäßige Ordnung wurde durch die Geiselnahme und Verschleppung des Präsidenten der Republik, José Manuel Zelaya Rosales, zerstört.</p>
<p>Der Zugang zu Informationen wurde unterbrochen, es gibt keine Stromversorgung, kein Telefon, kein Internet, alle nationalen und internationalen Nachrichtensender wurden blockiert und sie haben das alternative Nachrichtennetzwerk übernommen.</p>
<p>Sie manipulieren Informationen mithilfe von Netzwerken, die den Staatsstreich unterstützen.</p>
<p>Volksorganisationen, Bürgerorganisationen, LGBT, Studenten, Lehrerorganisationen, Feministinnen und andere verteidigen die Rechtsstaaatlichkeit vor den Regierungsgebäuden.</p>
<p>Männer und Frauen im ganzen Land verteidigen die Rechtsstaatlichkeit gegen Mitglieder des Nationalkongresses und der Armee, die den Staatsstreich unterstützen.</p>
<p>Angesichts von Repressionen… lasst uns die Rechtsstaatlichkeit verteidigen!</p>
<p>Es geht nicht um einen Machtwechsel, ES IST EIN STAATSSTREICH!</p></blockquote>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/YdYrw2fTIx0&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/YdYrw2fTIx0&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Das <a href="http://www.youtube.com/watch?v=OCzkJf2vVnU">nächste Video</a> zeigt einige der gewalttätigen Ereignisse, die dem Machtwechsel am vergangenen 28. Juni folgten und im Gegensatz zu Regierungsaussagen stehen, nach denen die Situation zurzeit ruhig sei.</p>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/OCzkJf2vVnU&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/OCzkJf2vVnU&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
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		<title>Madagaskar: Wachablösung?</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/03/16/madagaskar-wachablosung/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/03/16/madagaskar-wachablosung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 16:42:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Krise in Madagaskar hat möglicherweise einen wichtigen Wendepunkt erreicht: der Anfang vom Ende des Regimes von Präsident Marc Ravalomanana. Während immer noch Unklarheit darüber herrscht, wer nun gerade das Sagen hat, scheint die Armee hinter dem früheren Bürgermeister Andry Rajoelina zu stehen. Das Büro des Premierministers sowie das staatliche Fernsehen stehen nun unter Rajoelinas Kontrolle. Twitterer in Madagaskar beschreiben die Abfolge der Ereignisse.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/lova-rakotomalala/">Lova Rakotomalala</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/03/16/madagascar-a-changing-of-the-guard/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Die Krise in Madagaskar hat möglicherweise einen wichtigen Wendepunkt erreicht: der Anfang vom Ende des Regimes von Präsident Marc Ravalomanana. Während immer noch Unklarheit darüber herrscht, wer nun gerade das Sagen hat, scheint die Armee hinter dem früheren Bürgermeister Andry Rajoelina zu stehen. Das Büro des Premierministers sowie das staatliche Fernsehen stehen nun unter Rajoelinas Kontrolle. Twitterer in Madagaskar beschreiben die Abfolge der Ereignisse.</p>
<p><em>Virginie</em> berichtet, dass am Samstag alles damit begann, dass der von Rajoelina ernannte Premierminister Monja Roindefo, sich Zugang zum Büro von Premierminister Charles Rabemananjara verschafft und die <a href="http://twitter.com/virginie_f24/status/1326230735">Kontrolle über das Gebäude</a> (fr) übernommen hatte. Danach erkläre er, dass das Land nun unter Kontrolle seines Lager stehe. Später am Morgen berichtet <em>Re_Hita</em>, dass Rajoelina, der in der vergangene Woche untergetaucht war, an den <a href="twitter: twitter.com/re_hita">Place du Mai 13 gekommen</a> sei und den <a href="http://twitter.com/re_hita/status/1326574069">Rücktritt President Ravalomananas</a> gefordert hätte (fr).</p>
<p>Einige Stunden später veröffentlichte die madagassische Website Topmanda eine Stellungnahme der Regierung, in der die <a href="http://www.topmada.com/2009/03/14/flash-infos-du-samedi-14-mars/">Machtübernahme durch die Opposition dementiert</a> und erklärt wurde, dass es immer noch darum ginge Verhandlungen zwischen den beiden rivalisierenden Seiten herbeizuführen (fr).</p>
<p>Am Place du 13 Mai trat Parlamentsvorsteher Jacques Sylla zusammen mit Rajoelina auf die Bühne und <a href="http://twitter.com/re_hita/status/1326527086">nannte diesen den neuen Führer der Nation</a> (mg).</p>
<p><em>Barijaona</em> schrieb, dass Rajoelina <a href="http://twitter.com/barijaona/status/1326640926">während seiner Rede abstritt, er wolle Ravalomananas Leben beenden</a> und wiederholte mehrfach, er werde keine Truppen in den Präsidentenpalast schicken, weil er ein Blutbad vermeiden wolle. In der Tat heißt es in einem Bericht von <em>Cyril Vanier</em> vom Palast, dass <a href="http://twitter.com/cyrilvanier_f24/status/1321849399">einige hundert Menschen sich zum Schutz des Präsidenten vor dem Palast zu einem Sit-in zusammengefunden hätten</a>.</p>
<p><img class="alignnone" title="armed-forces-3-11-09" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/03/armed-forces-3-11-09-300x151.jpg" alt="" width="300" height="151" /></p>
<p><em>Thierry</em> postet, dass <a href="http://twitter.com/thierry_ratsiz/status/1326595321">Rajoelina dem Präsidenten ein Ultimatum gestellt</a> habe, innerhalb von 4 Stunden zurückzutreten.</p>
<p>In der Zwischenzeit schrieb <em>Virginie</em>, dass <a href="http://twitter.com/virginie_f24/status/1326884602">Brandstifter in den Präsidentenpalast eingedrungen seien</a>, der zurzeit unbewohnt ist, da sich Ravalomanana an seinem Wohnsitz in Iavoloha befindet.<br />
Vier Stunden später verstrich das Ultimatum ohne einen Rücktritt Ravalomananas. Thierry berichtete, <a href="http://twitter.com/thierry_ratsiz/status/1326787209">die Armee würde den Präsidentenpalast nicht stürmen</a>.</p>
<p>Am Sonntag wartete die madagassische Blogosphäre mit Sorge auf weitere Entwicklungen und war sich recht unsicher, wer denn nun wirklich das Sagen hatte.</p>
<p>Ravalomanana bot als potenziellen Ausweg aus der Krise ein <a href="http://www.topmada.com/2009/03/15/alerte-madagascar-le-president-ravalomanana-se-dit-pret-a-un-referendum/">Referendum</a> an und warnte seine Anhänger mit den Worten “die Krise besteht nicht nur zwischen Madagassen” (fr).</p>
<p><em>Arinaina</em> vermutet, dass <a href="http://twitter.com/ariniaina/status/1331469896">die nationale Radiofrequenz erneut Opfer von Piraterie geworden sei</a>.</p>
<p><em>Barijoana</em> und <em>Re_Hita</em> verfolgten die ersten Fernsehnachrichten <a href="http://twitter.com/re_hita/status/1332016261">auf dem nun von Rajoelina kontrollierten staatlichen Fernsehkanal</a>. Barijaona bemerkt, dass obwohl die Rede von Ravalomanana und seine Rücktrittsweigerung gesendet wurde, sein <a href="http://twitter.com/barijaona/status/1332057972">Aufruf zu einem Referendum jedoch aus der Rede herausgeschnitten</a> worden war (fr).</p>
<p>In den Nachrichten kamen außerdem frühere Mitglieder der Präsidentengarde (die am Vortag gekündigt hatten) vor und die jetzt der Armee beigetreten sind. DotMG berichtet, dass die früheren Gardisten dazu aufriefen, die vor dem Palast sitzenden <a href="http://twitter.com/DotMG/status/1331415604">Zivilisten, notfalls mit Gewalt, zu entfernen</a>. Die früheren Gardisten berichten außerdem von <a href="http://twitter.com/re_hita/status/1331994561">Söldnern und bewaffneten Zivilisten</a>.</p>
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		<title>Bangladesch: Bürgerjournalisten berichten über BDR-Meuterei</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/02/27/506/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/02/27/506/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 00:26:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bangladesh]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonRezwan  &#183; Übersetzt von Tina Seidenberger &#183;  engl. Originalartikel 
Heute morgen wurde Dhaka vom ratternden Gewehrfeuer einer Schießerei erschüttert, die sich im Hauptquartier von Bangladesh Rifles (BDR - eine paramilitärische Grenzsicherungseinheit) im Herzen der Hauptstadt zutrug. Gerüchte begannen die Runde zu machen und später stellte sich heraus, dass jüngere Offiziere die Kontrolle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/rezwan/">Rezwan</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/02/25/bangladesh-citizen-journalists-covering-bdr-mutiny/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Heute morgen wurde Dhaka vom ratternden Gewehrfeuer einer Schießerei erschüttert, die sich im Hauptquartier von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bangladesh_Rifles">Bangladesh Rifles</a> (BDR - eine paramilitärische Grenzsicherungseinheit) im Herzen der Hauptstadt zutrug. Gerüchte begannen die Runde zu machen und später stellte sich heraus, dass jüngere Offiziere die Kontrolle übernommen und ältere Offiziere im Zuge einer Meuterei eingesperrt hatten. Es waren Gewehrschüsse und Mörsergranaten zu hören. Medien vor Ort berichteten über drei Todesopfer unter Zivilisten und zwei unter BDR-Offizieren. Die tatsächliche Zahl kann jedoch weit daüber liegen, da Augenzeugen von mehr Toten berichten, die auf das Gelände der BDR geschafft wurden. Das Gelände wurde von Sicherheitskräften umstellt und bewaffnete Truppen wurden in das Gebäude geschickt, um den Aufstand niederzuschlagen; die Mitglieder der BDR leisteten jedoch Widerstand. Die BBC <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/7909557.stm">veröffentlichte einige Bilder</a> und <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/7909596.stm">Hintergrundinformationen über die BDR</a>.</p>
<p>Der Nachrichtenstrom brach zusammen und <a href="http://bdnews24.com/">die Website</a> der wichtigsten, rund um die Uhr zur Verfügung stehenden Nachrichtenquelle des Landes brach, wahrscheinlich aufgrund starken Datenverkehrs, zusammen. Hier füllte der Bürgerjounalismus die Lücke.</p>
<p><img class="alignnone" title="Fliehende Zivilisten" src="http://unheardvoice.net/blog/wp-content/uploads/2009/02/bdr_running.jpg" alt="" width="576" height="384" /></p>
<p><em>Zivilisten fliehen vom Ort des Geschehens. Copyright <a href="http://unheardvoice.net/">Drishtipat</a>, erlaubte Nutzung</em></p>
<p><a href="http://unheardvoice.net/blog/2009/02/25/bdr-mutiny/">Unheard Voice</a>, das Blog der Menschenrechtsorganisation Drishtipat begann fast sofort damit, live zu bloggen, und viele Augenzeugen schrieben Updates im Kommentarbereich. Hier einige Bilder, die von Augenzeugen im <a href="http://unheardvoice.net/blog/2009/02/25/photos-bdr-gate/">Blog von Unheard Voice</a> gepostet wurden.</p>
<p>Im Mittelpunkt stand die Frage danach, warum gemeutert wurde. Die Gründe dafür können von verschiedenen Bürgermedienwebsites auf Bangla und Englisch folgendermaßen zusammengefasst werden:</p>
<p>* Die ungleiche Bezahlung zwischen Armee und BDR war ein heikles Thema,<br />
* Diskriminierung und schlechte Behandlung,<br />
* Korruption unter hohen Funktionären der BDR, vor allem bei der <a href="http://www.thefinancialexpress-bd.com/search_index.php?page=detail_news&amp;news_id=5441">Operation Daal Bhaat</a>,<br />
* keine Friedenssicherungsfunktion durch die BDR.</p>
<p>Schon früher, im September 2008, wurden in diesem <a href="http://horoppa.blogspot.com/2008/09/blog-post_21.html">Bangla Blog</a> auf Unregelmäßigkeiten bei der Operation Daal Bhaat hingewiesen.</p>
<p>Dieses Video zeigt Rebellensoldaten, wie sie ihre Forderungen stellen [bn]. Es wurde von YouTube-Benutzer <a href="http://www.youtube.com/user/azadvision">Azadvision</a> hochgeladen:</p>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/MCW7dBrt-6o&amp;hl=en&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/MCW7dBrt-6o&amp;hl=en&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Auf der bangladeschischen Bloggerplatform <em>Sachalayatan</em> wurden die Nachrichten durch das Posten von <a href="http://www.sachalayatan.com/arup/22094">Telefonberichten</a> durch Bürgerjournalisten in Dhaka upgedated. Einige aktualisieren die Nachrichten über Twitter, z. B. <a href="http://twitter.com/asifsaleh">Asif Saleh</a> und <a href="http://twitter.com/rajputro">Rajputro</a>.</p>
<p><em>BDFact</em> veröffentlicht <a href="http://bdfact.blogspot.com/search/label/BDR">Updates zu verschiedenen Themen</a>:</p>
<p>Der Blogger stellt einige <a href="http://bdfact.blogspot.com/2009/02/bdr-revolt-larger-picture.html">relevante Fragen</a>:</p>
<blockquote><p>1. Haben sie finanzielle Unterstützung und zusätzliche Privilegien gefordert? Wie lange gab es diese Forderungen bereits und wie lange wurde nicht darauf eingegangen? Warum? Wir müssen wissen, was der Reihe nach passiert ist.</p>
<p>2. Alle Kommandanten der Sektoren waren beim heutigen Treffen in der Darbar Hall. Es kann sich also nicht um einen Unfall handeln. Es muss sich um eine geplanten Vorfall handeln. Wer ist der Kopf der Sache? [..]</p>
<p>7. Was passiert nun außerhalb der Hauptstadt? Können wir sicher sein, dass die Situation unter Kontrolle ist, oder nicht?</p>
<p>Dies ist ein entscheidender Moment für Bangladesch.</p></blockquote>
<p>Der Blogger gibt <a href="http://bdfact.blogspot.com/2009/02/bdr-update-4-pm.html">Updates</a> zur Verhandlungsphase:</p>
<blockquote><p>Ein fünfzehnköpfiges BDR-Team, angeführt von Nanok (Staatsminister für LGRD), begab sich zum Haus des Premierministers, um mit den Verhandlungen zu beginnen. Sie fordern die sofortige Befreiung der BDR aus militärischer Kontrolle.</p>
<p>In der Zwischenzeit berichtete UNB, dass Soldaten nach der Revolte ihrer Kollegen im Bangladesh-Rifles-Hauptquartier in Dhaka die Kontrolle über das BDR-Camp Goalkhali hier übernommen und dadurch Spannungen in der Stadt im Süden ausgelöst hatten.</p></blockquote>
<p><img class="alignnone" title="Journalisten" src="http://unheardvoice.net/blog/wp-content/uploads/2009/02/journalists.jpg" alt="" width="576" height="458" /></p>
<p><em>Journalisten beim Versuch Bericht zu erstatten und außer Schussweite zu bleiben. Copyright <a href="http://unheardvoice.net/">Drishtipat</a>, erlaubte Nutzung</em></p>
<p>Und in meinem eigene Blog <a href="http://rezwanul.blogspot.com/2009/02/trouble-in-dhaka.html">berichtete</a> ich:</p>
<blockquote><p>Berichte im UNB-Ticker: &#8220;Premierminister kündigt Amnestie für Rebellen an; BDR-Delegation verspricht Übergabe der Waffen.&#8221;</p>
<p>Nanok von LGRD bestätigte die Amnestie nach einem Treffen des Premierministers mit Vertretern der BDR. Die Jawans versprachen, die Waffen abzugeben (möglicherweise mit zum nächsten Morgen. Nach Abzug der Armee und RAB). Die rebellierenden Jowans behaupten in dem Treffen am Morgen in der Darbar Hall, es wäre zuerst auf sie geschossen worden.</p></blockquote>
<p>Jemand spricht in einem <a href="http://unheardvoice.net/blog/2009/02/25/bdr-mutiny/#comment-15497">Kommentar</a> im Blog von Unheard Voices die nackte Wahrheit an:</p>
<blockquote><p>Die sofortige Akzeptanz der von der BDR vorgelegten Agenda bildet einen gefährlichen Präzedenzfall für andere Gruppen, es der BDR gleichzutun, wenn sie sich an den Rand gedrängt fühlen. In Bangladesh wird, wenn einem niemand zuhört, auf die Barrikaden gegangen und man bekommt sofort, was man will. Dies hat sich bereits für Studenten, Arbeiter in der Bekleidungsindustrie, politische Parteien und jetzt für die BDR als erfolgreiche Taktik erwiesen.</p></blockquote>
<p><img class="alignnone" title="Armee" src="http://unheardvoice.net/blog/wp-content/uploads/2009/02/ackackgun_satmasjid1.jpg" alt="" width="576" height="384" /></p>
<p><em>Ack Ack Gun auf Satmasjid, Road 7A. Copyright <a href="http://unheardvoice.net/">Drishtipat</a>, erlaubte Nutzung</em></p>
<p>Am Abend war in Dhaka alles ruhig und Rajputro sandte vor einer Weile diese <a href="http://twitter.com/rajputro/status/1249656694">Twitter-Nachricht</a>:</p>
<p><img class="alignnone" title="rajputrotweet" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/02/rajputrotweet-300x109.jpg" alt="" width="300" height="109" /></p>
<p>Der Vorfall ist noch nicht vorüber und die Lage noch immer instabil. Bitte behaltet die oben erwähnten Bürgermedienquellen im Auge, dort gibt es die neuesten Updates.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Griechenland: Empörung über Waffenlieferung an Israel</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/19/griechenland-emporung-uber-waffenlieferung-an-israel/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/19/griechenland-emporung-uber-waffenlieferung-an-israel/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Jan 2009 17:39:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Griechisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kriege & Konflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben vonAsteris Masouras  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 
In Gaza wütet der Krieg, und Berichte in den Nachrichten über die Route einer besonders umfangreichen Waffenlieferung aus den Vereinigten Staaten an Israel über den privaten griechischen Hafen Astakos haben große Empörung unter griechischen Bloggern ausgelöst. Sie benutzten Twitter, um mehr zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/asteris-masouras/">Asteris Masouras</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/18/greece-outcry-over-arms-shipment-to-israel/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>In Gaza wütet der Krieg, und Berichte in den Nachrichten über die Route einer <a href="http://uk.reuters.com/article/usTopNews/idUKTRE50875320090109">besonders umfangreichen Waffenlieferung</a> aus den Vereinigten Staaten an Israel über den privaten griechischen Hafen Astakos haben große Empörung unter griechischen Bloggern ausgelöst. Sie benutzten Twitter, um mehr zum Thema herauszufinden und Druck auf die Regierung auszuüben, die Zustellung aufzuhalten.</p>
<p>Die Lieferung von Munition <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2009/jan/15/pentagon-munitions-israel-gaza">wurde vorübergehend eingestellt</a>, nachdem die griechische Regierung <a href="http://www.reuters.com/article/latestCrisis/idUSLD640132">von Oppositionsparteien kritisiert wurde</a>, und Amnesty International <a href="http://www.amnesty.org.au/news/comments/20100/">rief zu einem Waffenembargo auf</a>.</p>
<p>Anfangs bezweifelten offizielle Quellen den Bericht der internationalen Nachrichtenagentur Reuters vom 9. Januar. Er wurde aber von Twitter-Benutzern aufgegriffen und weiter untersucht, nachdem <em>Indy.gr</em> - ein Ableger von <em>Indymedia Athen </em> <a href="http://indy.gr/newswire/ektakto-diadoste-to-pantoy-oi-ipa-stelnoyn-polemofodia-sto-israil-meso-elladas-na-toys-stamatisoyme/metafrasmeni-i-plris-eidisi-toy-roiter-gia-ti-metafora-oplon-sto-isral-apo-tin-ellada">eine Übersetzung des Artikels auf Griechisch</a> veröffentlicht hatte.</p>
<p>Es wurde vorgeschlagen ein Embargo des Hafens zu organisieren und weithin „wiedergetweetet“:</p>
<blockquote><p><a href="http://twitter.com/itsomp/statuses/1109681601"><em>itsomp</em></a>: <a href="http://is.gd/f8Wa">http://is.gd/f8Wa</a> Can we organise an embargo of the port of Astakos? Only the US and Israeli ships&#8230;</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<a href="http://twitter.com/itsomp/statuses/1109681601"><em>itsomp</em></a>: <a href="http://is.gd/f8Wa">http://is.gd/f8Wa</a> Können wir ein Embargo des Hafens Astakos organisieren? Nur amerikanische und israelische Schiffe&#8230;</p>
</div>
<p>Ein paar tweeteten direkte Anfragen an den griechischen Außenminister, dessen Web-Team ein Twitter-Account hat:</p>
<blockquote><p><a href="http://twitter.com/magicasland/status/1112846649">magicasland</a>: @<a href="http://twitter.com/Dora_Bakoyannis">Dora_Bakoyannis</a> τι γίνεται με το φορτίο του Αστακού; Δε θέλουμε εμπλοκή της Ελλάδας στο μακελειό της Γάζας</p>
</blockquote>
<div class="translation"><a href="http://twitter.com/magicasland/status/1112846649"></a>Dora Bakoyannis,<br />
was ist los mit der Lieferung in Astakos? Wir möchten nicht, dass Griechenland in das Massaker von Gaza verwickelt wird</div>
<p>Entgegen der früheren Praxis, nicht über Twitter zu kommunizieren, antwortete das Team des Ministers direkt:</p>
<blockquote><p><a href="http://twitter.com/Dora_Bakoyannis/statuses/1113207633"><em>Dora_Bakoyannis</em></a>: <a href="http://twitter.com/olrandir">@olrandir</a>, <a href="http://twitter.com/asteris">@asteris</a>, <a href="http://twitter.com/gtzi">@gtzi</a>, <a href="http://twitter.com/magicasland">@magicasland</a>, Απάντηση ΝΜ και για Αστακό, <a href="http://tinyurl.com/9ts6xw">http://tinyurl.com/9ts6xw</a></p>
</blockquote>
<div class="translation"><a href="http://twitter.com/Dora_Bakoyannis/statuses/1113207633"></a>&#8230; Antwort zu Astakos, <a href="http://tinyurl.com/9ts6xw">http://tinyurl.com/9ts6xw</a></div>
<p>Der Link zeigte auf ein <a href="http://www.ypex.gov.gr/www.mfa.gr/Articles/el-GR/100109_N1924.htm">offizielles Statement des Ministeriums</a> das besagte, dass die Lieferung von Waffen über Astakos oder andere griechische Häfen &#8220;kein Thema&#8221; sei und unscharf die Presseberichte über das Gegenteil dementierte.</p>
<p>Allerdings hatte der Blogger <em>Odysseas</em> zu dieser Zeit schon <a href="http://dekemvris.blogspot.com/2009/01/blog-post_1947.html">die Ausschreibung</a> für die Lieferung auf einer Internetseite der amerikanischen Regierung gefunden:</p>
<blockquote><p>Στην <a href="https://www.fbo.gov/index?s=opportunity&amp;mode=form&amp;id=e205b506c004e0a8b24b2262be60ab8f&amp;tab=core&amp;_cview=1">παρακατω παραπομπη</a> θα βρειτε το σημα που εξεδωσε το Αμερικανικο ναυτικο για μεταφορα πολεμικου υλικου απο το λιμανι του Αστακου στο Αστοντ του Ισραηλ. Το φορτιο υπαρχει ηδη και περιμενει αναδοχο μεταφορεα.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Unter dem  <a href="https://www.fbo.gov/index?s=opportunity&amp;mode=form&amp;id=e205b506c004e0a8b24b2262be60ab8f&amp;tab=core&amp;_cview=1">folgenden Link</a> finden Sie die Notiz der amerikanischen Marine über die Munitionslieferung vom Hafen Astakos nach Aschdod in Israel. Die Fracht existiert und wartet auf einen Transporteur</div>
<p>Und die Twitter-Benutzer erhielten den Druck aufrecht, trotz des offiziellen Dementis:</p>
<blockquote><p><a href="http://twitter.com/magicasland/status/1113211541"><em>magicasland</em></a>: @<a href="http://twitter.com/Dora_Bakoyannis">Dora_Bakoyannis</a> και η αμερικάνικη σελίδα που αναφερει το φορτιο τι είναι τότε;</p>
</blockquote>
<div class="translation">Dora Bakoyannis, was ist jetzt mit der [Ausschreibungs-] Internetseite?</div>
<p>Am nächsten Tag berichteten die Nachrichten, dass die Zustellung der Lieferung storniert worden sei. Das wurde ebenfalls sofort getweetet:</p>
<blockquote><p><a href="http://twitter.com/myrto_fenek/status/1115338529"><em>myrto_fenek</em></a>: Αναβλήθηκε, λόγω των συγκρούσεων στη Γάζα, η αποστολή πολεμοφοδίων μέσω του Αστακού</p>
</blockquote>
<div class="translation">Die Munitionslieferung wurde gestoppt wegen des Gaza-Konflikts!</div>
<p>Der Blogger <em>magicasland.com</em> <a href="http://magicasland.com/anavlithike-i-metafora-ton-piromachikon-meso-elladas/2009/01/13/">fasste das Ergebnis zusammen</a>:</p>
<blockquote><p>Σημερινή δημοσίευση του ΑΠΕ αναφέρει ότι <a href="http://www.e-tipos.com/newsitem?id=69748" target="_blank">αναβλήθηκε η μεταφορά</a> του <a href="http://magicasland.com/toso-mikri-ki-adinami/2009/01/11/">φορτίου των 325 κοντέινερ</a> με πολεμοφοδία από τον Αστακό στο λιμάνι Ασντοντ [..] Το μόνο σίγουρο είναι πως το φορτίο θα μεταφερθεί κάποια στιγμή. Αρκεί όμως να μη μεταφερθεί τώρα και από εδώ.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Ein Bulletin der [griechischen Nachrichtenagentur] APE von heute erwähnt, dass die Lieferung von 325 Containern mit Munition von Astakos nach Aschdod storniert wurde. [&#8230;] Es ist sicher, dass die Lieferung irgendwann überstellt wird; Hauptsache nicht jetzt und von hier.</div>
<p>Der Blogger <em>coolplatanos</em> <a href="http://www.oraelladas.gr/2009/01/13/gaza-4/">recherchierte weiter</a>, entdeckte eine weitere Ausschreibung für eine Waffenlieferung und stellte fest, dass die ursprüngliche Ausschreibung zurückgezogen wurde:</p>
<blockquote><p>έχει υπάρξει και προγενέστερη προκήρυξη ναύλωσης <a href="https://www.fbo.gov/index?s=opportunity&amp;mode=form&amp;tab=core&amp;id=33d4fcec26903fea056b3ba10055031a&amp;_cview=1&amp;cck=1&amp;au=&amp;ck=" target="_blank">με ημερομηνία ανάθεσης της σύμβασης την 6η Δεκεμβρίου του 2008</a> (<a href="http://mbita.worldbid.com/tradeleads/details.htm?session=&amp;searchwords=&amp;latest=&amp;country=&amp;stars=&amp;all=&amp;bodies=&amp;subcat=342&amp;bidID=2070064&amp;type=Buy&amp;m=1" target="_blank">πρώτη δημοσίευση</a> μάλλον στις 4 Δεκεμβρίου) πάλι από το <a href="http://www.msc.navy.mil/" target="_blank">αμερικάνικο πολεμικό ναυτικό.</a> Αυτή η ναύλωση αφορά και πάλι πυρομαχικά και μεγαλύτερο όγκο φορτίου, αφού ζητείται πλοίο ελάχιστης χωρητικότητας 989 TEU’s[..]</p>
<p>Πάντως <a href="https://www.fbo.gov/index?s=opportunity&amp;mode=form&amp;tab=core&amp;id=a0d2c7cb4e57ec458d019e077189e391&amp;_cview=0&amp;cck=1&amp;au=&amp;ck=" target="_blank">σήμερα 13 Ιανουαρίου και ώρα 9:05 am</a> (Αμερικής φαντάζομαι) υπάρχει ενημέρωση στη σελίδα του μειοδοτικού διαγωνισμού για τη ναύλωση του πλοίου που αφορούσε τα 325 κοντέινερ και η ένδειξη ότι “ακυρώθηκε προς το παρόν”.</p>
<p>Τις παραπάνω ναυλώσεις τις έψαξα μέσω google αυτοσχεδιάζοντας [..]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>&#8230; es gab auch eine frühere Ausschreibung mit einem Zuschlagsdatum vom 6. Dezember 2008 (zuerst veröffentlicht am 4. Dezember), wieder von der amerikanischen Marine. Dabei handelt es sich um eine weitere Ausschreibung für Munition, dieses Mal mit mehr Tonnage, da ein Schiff mit einer Mindestkapazität von 989 TEU angefordert wurde.</p>
<p>Jedenfalls wurde am heutigen 13. Januar [um 09:00 EST] die Ausschreibungsseite für das Schiff mit 325 TEU aktualisiert als „vorerst storniert“.</p>
<p>Ich habe die obigen Ausschreibungen gefunden, indem ich mit der Google-Suche herumexperimentiert habe.</p>
</div>
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		<title>Israel: Yonit Levi lieben und hassen</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jan 2009 15:57:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cegees</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonJillian York  &#183; Übersetzt von cegees &#183;  engl. Originalartikel 
Yonit Levi ist die beliebte Nachrichtensprecherin des israelischen Fernsehsenders Channel 2. In der Bloggerszene wurde sie in den letzten Tagen zur Ausgestoßenen erklärt, wegen ihrer Reaktionen zur aktuellen Krise in Gaza. Sie  wird als Sympathisantin für die palästinensische Seite gesehen. Levi war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/jillian-york/">Jillian York</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/paul-lanon/'>cegees</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/16/israel-loving-and-hating-yonit-levi/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Yonit Levi ist die beliebte Nachrichtensprecherin des israelischen Fernsehsenders Channel 2. In der Bloggerszene wurde sie in den letzten Tagen zur Ausgestoßenen erklärt, wegen ihrer Reaktionen zur aktuellen Krise in Gaza. Sie  wird als Sympathisantin für die palästinensische Seite gesehen. Levi war laut einem <a href="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1231950869027&#038;pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull">Artikel der Jerusalem Post</a>, häufig mit hochgezogenen Augenbrauen zu sehen, wenn es um die israelischen Streitkräfte [IDF] ging, und schaute besorgt, wenn über Palästina diskutiert wurde. Ihre Gesichtsausdrücke sorgten für eine <a href="http://www.atzuma.co.il/petition/151093/1/1000/">Petition [he]</a>, um Levi vom Sender zu nehmen - in wenigen Tagen kamen mehr als 35.000 Unterschriften zusammen. Die Initiatoren der Aktion sind der Ansicht, es hätte etwas gebracht, da Levi diese Ausdrücke unterlässt. Eine Gegenpetition wurde ebenfalls gestartet, um die Nachrichtensprecherin zu unterstützen.</p>
<p><em>OneJerusalem.com</em> <a href="http://www.onejerusalem.com/2009/01/14/loving-yonit-levi/">reagierte</a> prompt und energisch zu Gunsten Livs:</p>
<blockquote><p>
In einem Beitrag vor einigen Tagen, schrieb ich über Fox News - als ein Beispiel wie tief Nachrichten in einem Nachrichtensender sinken können, und die Absurdität sich selbst darzustellen als &#8220;Fair und Ausgewogen&#8221;. Als wäre es das letzte, was man sein möchte. Yonit Levi TATSÄCHLICH fair und ausgewogen und muss das niemanden verkaufen. Sie arbeitet schon sehr lange als Nachrichtensprecherin und bringt ihre Nachrichten in einem gleichmäßigen Ton rüber, frei von persönlicher Meinung oder Sichtweisen.</p>
<p>Kurz gesagt: Yonit, wir lieben dich! Leiste weiter wunderbare Arbeit.
</p></blockquote>
<p><a href="http://flickr.com/photos/74225262@N00/528255886/"><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/yonit.jpg" alt="Ein Fan, zusammen mit Yonit Levi" title="yonit" class="alignnone size-full wp-image-55468" /></a><br />
<em>Ein Fan, zusammen mit Yonit Levi</em></p>
<p><em>Lisa Goldman</em>, eine israelisch-canadische Bloggerin, <a href="http://lisagoldman.net/2009/01/15/say-goodbye-nicely-to-peace/">berichtet</a> über die Reaktionen in den Medien, die Levis Situation aufgreifen:</p>
<blockquote><p>
Laut Umfragen <a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/1055564.html">unterstützen 90 Prozent der Israelis</a> den Gazaeinsatz. Ich finde diese Zahl ein wenig besorgniserregend. Denn für eine gesunde Demokratie, sind öffentliche Debatten und unterschiedliche Meinungen essenziell, wie <em>Ohad</em> es z.B. <a href="http://www.cfxweb.net/civax/2009/01/13/a-word-against-over-patriotism-in-israel/">skizziert</a>; und jeder der nur im Entferntesten gegen den Einsatz ist, kann die persönlichen Angriffe ausprobieren, die ihm entgegenkommen. Das hat, in meinen Augen, viele Menschen ruhig gestellt.</p>
<p>Die Angriffe reichen von verbalen Attacken (), bis hin zur Drohung seinen Job zu verlieren - <a href="http://www.onejerusalem.com/2009/01/14/loving-yonit-levi/">wie im Fall von Yonit Levi</a>, der Nachrichtensprecherin auf Channel 2. Einer meine Freunde bekam sogar <a href="http://www.karenalkalay-gut.com/diaryjanuary22009.html">Todesdrohungen</a> - über Facebook; das ist unglaublich.<br />
Angenommen alle Personen, die befragt wurden, wissen, dass die israelischen Medien ausschließlich von Armeesprechern Informationen bekommen; und angenommen all diese Personen sind gut über das informiert, was wirklich in Gaza passiert; und haben keine Angst eine andere Meinung zu vertreten als die Mehrheitsmeinung, dann wäre immer noch 1 von 10 gegen den Krieg.<em> Time Out Tel Aviv</em> gibt diesen Menschen in der aktuellen Ausgabe eine Stimme. Weiter unten sind einige Auszüge übersetzt.
</p></blockquote>
<p>Creative-Commons-Lizenz: <a href="http://flickr.com/photos/74225262@N00/528255886/">Photo von YuvaIH</a></p>
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