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	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Technologie</title>
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		<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Technologie</title>
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		<title>Russland: Oppositionelle Online-Kommunikation mit Hindernissen</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 23:50:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabriele Zöttl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[The ability to broadcast the events of December 2011 in Russia live online, has made people around the world and in the country the spectators of a truly historical event – the December 22 gathering of some 100-150 opposition activists, who represented thousands of the netizens and millions of not-connected Russians.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Dieser Beitrag ist Teil unseres Dossiers <a href="http://de.globalvoicesonline.org/dossiers/wahlen-in-russland-2011/">Wahlen in Russland 2011</a>.</strong></em></p>
<p>
Die derzeitige Protestbewegung stützt sich auf das Internet. Vom normalen politischen Prozess ausgeschlossen, sind viele ihrer Teilnehmer Veteranen des Online-Gefechts. Da sie aber aus ganz verschiedenen Ausgangspositionen zur Protestbewegung stoßen, könnte ihre Kommunikation jenseits des Internets glatter ablaufen.
</p>
<p>
Was diese Vertreter der russischen Liberalen, Sozialdemokraten und Nationalisten zusammenführte, war die Notwendigkeit, sich gegen einen gemeinsamen Feind, die Fälschung des Wahlergebnisses und Premierminister Wladimir Putins politische Maschinerie zu verbünden. Am 22.&#160;Dezember 2011 erlebten wir, wie sie zum ersten, aber hoffentlich nicht zum letzten Mal eine Koalitionsentscheidung trafen.
</p>
<p>
Alle beteiligten Parteien legen größten Wert auf ein gesetzeskonformes Verhalten (als Gegenpol zur rapide dahinschwindenden Legitimität des Regimes) und nutzen deshalb Online-Anwendungen, die der Protestbewegung ein großes Maß an Transparenz verleihen.
</p>
<div id="attachment_279743" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><strong><a href="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2011/12/voting.jpg"><img class="size-medium wp-image-279743 " title="Abstimmung über die von Alexej Nawalnyj vorgeschlagene ausgewogene Vertretung. Screenshot von rusotv.ru" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2011/12/voting-375x274.jpg" alt="Abstimmung über die von Alexej Nawalnyj vorgeschlagene ausgewogene Vertretung. Screenshot von rusotv.ru" width="300" height="219" /></a></strong>
<p class="wp-caption-text">Abstimmung über die von Alexej Nawalnyj vorgeschlagene ausgewogene Vertretung. Screenshot von rusotv.ru</p>
</div>
<p><strong>Die Revolution auf Twitter und im Fernsehen</strong></p>
<p>Es zahlt sich aus, dass die Demonstranten technisch wesentlich versierter und erheblich transparenter als ihre Gegner sind. So wurde etwa die Sitzung des <a href="http://24dec.ru/">Organisationskomitees für die Demonstration am 24.&#160;Dezember</a> [ru], die am 22.&#160;Dezember stattfand, über das Online-Fernsehportal <a href="http://www.rusotv.org/">rusotv.org</a> [ru] live übertragen.
</p>
<p>
Dank der Live-Übertragung der Ereignisse vom Dezember&#160;2011 im Internet nahmen Menschen in aller Welt und in Russland an einem wahrhaft historischen Ereignis teil: der Versammlung von 100 bis 150&#160;000 oppositionellen Demonstranten, die Tausende von Netzbürgern und Millionen internetferner Russen vertraten.
</p>
<p>
Die Versammlung des Organisationskomitees wurde von Alexej Nawalnyj geleitet, einem Blogger, der in seinem Werdegang den Kreis vom Politiker zum Polithäftling und zurück zum Politiker geschlossen hat. Die Teilnehmer waren Nationalisten (darunter Dmitrij Krylow und Wladimir Tor) und Liberale (unter anderem Boris Nemzow und der frühere Schachweltmeister Garri Kasparow), Sozialdemokraten, Anarchisten, Umweltaktivisten, Angehörige eines Automobilclubs, Mitglieder der Piratenpartei und viele andere.
</p>
<p>
Ganz oben auf der Tagesordnung stand die Entscheidung, wer auf der Kundgebung am 24.&#160;Dezember auftreten werde, und diese Entscheidung war keineswegs eine rein organisatorische Angelegenheit. Vielmehr mussten die einander zum Teil diametral entgegengesetzen politischen Gruppierungen an dieser Frage beweisen, dass sie eine Formel finden können, die den Großteil der politisch breit gefächerten Bevölkerung zufriedenstellt.
</p>
<p>
Zuvor hatten sich die Aktivisten auf zwei Abstimmungsinstrumente geeinigt, mit denen das Publikum eigene Redner vorschlagen konnte: <a href="http://www.facebook.com/questions/233569970046982">das Abstimmungs-Tool von Facebook</a> und <a href="http://surveymonkey.com/s/CSC899Z">SurveyMonkey</a> [en, die Abstimmung ist vorübergehend nicht verfügbar]. Bei der Umfrage traten dann allerdings bei beiden Anwendungen Probleme auf.
</p>
<p><strong>Vielfältige Portale oder einfacher Betrug?</strong></p>
<p>
Denis Bilunow, Vertreter der Bewegung Solidarität und für die Online-Umfragen verantwortlich, gab <a href="https://docs.google.com/spreadsheet/ccc?key=0AksOb1bkSdhkdGkyazk1SHlEaU5qSnQ3ODI3QTItSmc#gid=0">das Ergebnis</a> [ru] der Volksabstimmung bekannt. Auf SurveyMonkey hatten rund 83&#160;000 Menschen ihre Stimme abgegeben, doch das Ergebnis war ärgerlich: Alexej Navalnyj lag auf dem ersten Platz, gefolgt von einem Neonazi mit dem Pseudonym &#8222;Tesak&#8220; und dem betrügerischen Geschäftsmann <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sergei_Pantelejewitsch_Mawrodi">Sergej Mawrodi</a>, die jeweils etwa 20&#160;Prozent der Stimmen erhielten. Bilunow erklärte die für die Letzteren abgegebenen Stimmen für gefälscht (seiner Meinung nach war SurveyMonkey mit einem Abstimmungs-Bot manipuliert worden) und schlug vor, sie zu ignorieren.
</p>
<p>
Abgesehen von diesen beiden untergeschobenen Kandidaten (die Sitzungsteilnehmer äußerten den Verdacht, dass staatliche Stellen auf diese Weise das Abstimmungssystem insgesamt zu diskreditieren versuchten), erhielten die meisten Stimmen:
</p>
<ul>
<li>Jurij Schewtschuk (Sänger)</li>
<li>Leonid Parfjonow (Journalist)</li>
<li>Boris Akunin (Schriftsteller)</li>
<li>Alexander Below (nationalistischer Politiker)</li>
<li>Konstantin Krylow (nationalistischer Politiker)</li>
<li>Dmitrij Bykow (Dichter)</li>
<li>Wladimir Tor (nationalistischer Politiker)</li>
<li>Michail Jefremow (Schauspieler)</li>
</ul>
<p>
Das Bemerkenswerte an diesem Ergebnis ist, dass sich unter den Kandidaten, die die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnten, vier Nationalisten  befinden, während auf Facebook kein einziger genannt wurde.
</p>
<p>
Aus diesem Widerspruch entspann sich eine kontroverse Diskussion. Ein Anarchist mit dem Pseudonym &#8222;Ukrop&#8220; (Russisch für &#8222;Dill&#8220;) erklärte, die Online-Abstimmung sei nicht weniger manipuliert als die offiziellen Wahlen. Zustimmung erhielt er von Boris Nemzow, dem beim <a href="http://globalvoicesonline.org/2011/12/22/russia-phone-hacking-case-unites-opposition/">Beschimpfen seiner politischen Verbündeten</a> [en] ertappten Kopf der Bewegung Solidarität. Ein Teilnehmer schlug vor: &#8222;Lassen Sie von einem IT-ler ein Programm schreiben, das 2&#160;000 Stimmen in der Minute abgibt, damit jeder sehen kann, wie einfach die Verfälschung von Online-Abstimmungen ist.&#8220;
</p>
<p>
Die weitere Nutzung von Abstimmungssystemen wie SurveyMonkey wurde als untragbar abgelehnt. Bilunow schlug stattdessen die Abstimmung auf Facebook oder Democratia2.ru vor, einem von Leonid Wolkow, Verfasser des Buches <em><a href="http://globalvoicesonline.org/2011/07/22/russia-envisioning-the-cloud-democracy-utopia/">Cloud-Demokratie</a></em> [en], ins Leben gerufenen E-Demokratieportal. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Geydar_Dzhemal">Gejdar Dschemal</a> [en] regte in bolschewistischer Manier an, die Delegierten nicht anhand einer Umfrage, sondern aufgrund ihrer politischen Eignung auszuwählen.
</p>
<p>
Den Nationalisten missfiel der Gedanke einer Abstimmung auf Facebook. Sie argumentierten, die Wahl des Abstimmungsportals werde sich spürbar auf das Ergebnis auswirken und auf Facebook seien nur die Liberalen vertreten.
</p>
<p>
Ilja Ponomarjow, einer der Begründer und führenden Ideologen der offenen Abstimmung, verteidigte das Abstimmungsergebnis mit den Worten, ungeachtet aller Ungereimtheiten sei dies immerhin die größte Online-Umfrage, die jemals in Russland durchgeführt wurde.
</p>
<p><strong>Die Nawalnyj-Formel</strong></p>
<p>
Die von Alexej Nawalnyj vorgeschlagene Variante schien alle vorher gemachten Vorschläge unter einen Hut zu bringen. Er stimmte denen zu, die eine gemischte Rednerauswahl wünschten: Am 24.&#160;Dezember sollten, sofern sie denn an der Kundgebung teilnahmen, in erster Linie diejenigen auftreten, die beide Listen – die von SurveyMonkey und die auf Facebook – anführten (die meisten davon bekannte Persönlichkeiten: Schauspieler, Journalisten, Schriftsteller und selbst der frühere Präsident der UdSSR, Michail Gorbatschow, den Nawalnyj &#8222;seinem Wesen nach liberal&#8220; nannte). Ihnen sollten sich die Vertreter der politischen Gruppierungen zugesellen: je zwei bis drei Nationalisten (die Auswahl sollten Dmitrij Krylow und Wladimir Tor treffen) und Linke (ausgewählt von Ilja Ponomarow und Sergej Udalzow).
</p>
<p>
Nach einer recht lauten Debatte stimmten schließlich 80 Teilnehmer für Nawalnyjs Vorschlag, 32 dagegen. Die Entscheidung war gefallen.
</p>
<p>
Die Teilnehmer beschlossen die Gründung eines neuen politischen Organs, das die Arbeit der Regierungsgegner koordinieren und die Protestaktionen gegen die Wahlen fortsetzen soll.
</p>
<p>
Der bekannte Blogger Rustem Adagamow <a href="https://twitter.com/#!/adagamov/status/149923330139496448">schrieb über die Sitzung</a> [ru]:</p>
<blockquote><p>Хорошо бы всё у них получилось — у нас прямо на глазах строится новая демократия в стране.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Ich hoffe, sie haben Erfolg – direkt vor unseren Augen wird eine neue Demokratie im Land aufgebaut.</p>
</div>
<p>Und er <a href="https://twitter.com/#!/adagamov/status/149932942850932736">ergänzt</a> [ru]:</p>
<blockquote><p>Офигенно приятно смотреть на такое количество здравых, умных людей, слышащих друг друга. Это прямо новая Россия, которая мне очень нравится</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Es tut unglaublich gut, zuzusehen, wie so viele vernünftige, intelligente Leute einander zuhören. Das ist direkt ein neues Russland, das mir sehr gefällt.</p>
</div>
<p><em><strong>Dieser Beitrag ist Teil unseres Dossiers <a href="http://de.globalvoicesonline.org/dossiers/wahlen-in-russland-2011/">Wahlen in Russland 2011</a>.</strong></em></p>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://globalvoicesonline.org/author/alexey-sidorenko/' title='Alle Übersetzungen von Alexey Sidorenko'>Alexey Sidorenko</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/gabriele-zoettl/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Gabriele Zöttl'>Gabriele Zöttl</a></span></span> 
 &middot; <a href='http://globalvoicesonline.org/2011/12/23/russia-opposition-faces-online-communication-problems/' title='engl. Originalartikel  [en]'>engl. Originalartikel  [en]</a> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2012/01/16/russland-oppositionelle-online-kommunikation-mit-hindernissen/#comments" title="Kommentare">Kommentare (0) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F16%2Frussland-oppositionelle-online-kommunikation-mit-hindernissen%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F16%2Frussland-oppositionelle-online-kommunikation-mit-hindernissen%2F&#038;text=Russland%3A+Oppositionelle+Online-Kommunikation+mit+Hindernissen&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F16%2Frussland-oppositionelle-online-kommunikation-mit-hindernissen%2F&#038;title=Russland%3A+Oppositionelle+Online-Kommunikation+mit+Hindernissen' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F16%2Frussland-oppositionelle-online-kommunikation-mit-hindernissen%2F&#038;title=Russland%3A+Oppositionelle+Online-Kommunikation+mit+Hindernissen' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F16%2Frussland-oppositionelle-online-kommunikation-mit-hindernissen%2F&#038;title=Russland%3A+Oppositionelle+Online-Kommunikation+mit+Hindernissen' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F16%2Frussland-oppositionelle-online-kommunikation-mit-hindernissen%2F&#038;title=Russland%3A+Oppositionelle+Online-Kommunikation+mit+Hindernissen' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
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		<item>
		<title>Afrika: IKT für Flüchtlinge und Vertriebene</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 19:31:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mario Sorgalla</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Afrika und auch in anderen Teilen der Welt sind IKT-Medien zu einem wichtigen Werkzeug in Krisen geworden mit Technologien wie SMS, VOIP und vor allem Mobiltelefonen, die unersetzlich werden für Flüchtlinge und Vertriebene.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den vergangenen Wochen hat Global Voices seinen Lesern einige Beispiele gezeigt, wie Bürgermedien von <a href="http://globalvoicesonline.org/-/topics/refugees/" target="_blank">Flüchtlingen und Vertriebenen</a> genutzt werden, um sich Gehör zu verschaffen. Während Blogs und soziale Netzwerke eindeutig dazu beitragen, marginalisierten Gruppen mehr Handlungsfreiheit zu ermöglichen, so gilt dies ebenso für Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) im Allgemeinen.</p>
<p>MobileActive zum Beispiel hat sich gebildet, weil es das Potential von Mobiltelefonen erkannt hat, Flüchtlingen nicht nur den Kontakt zu ihren Angehörigen zu ermöglichen sondern diese auch zu finden. Eine Spezialausgabe der <a href="http://www.fmreview.org/technology/contents.html">Forced Migration Review</a> [en] widmet sich in diesem Zusammenhang eingehend der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_284092" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://mobileactive.org/case-studies/refugees-united-goes-mobile"><img class="size-full wp-image-284092  " title="Flüchtlinge in Uganda nutzen Handys mitsamt ihrer SMS-Funktion, um mit Familienangehörigen und Freunden zu kommunizieren. Foto von MobileActive " src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/01/CIMG0562.jpg" alt="Flüchtlinge in Uganda nutzen Handys mitsamt ihrer SMS-Funktion, um mit Familienangehörigen und Freunden zu kommunizieren. Foto von MobileActive " width="450" height="338" /></a><p class="wp-caption-text">Flüchtlinge in Uganda nutzen Handys mitsamt ihrer SMS-Funktion, um mit Familienangehörigen und Freunden zu kommunizieren. Foto von MobileActive </p></div>
<blockquote><p>Flüchtlinge erleben oft ein mehrfaches Trauma: zum einen die Situation, die sie zur Flucht veranlasst hat und, zum anderen, die Tatsache, dass viele Familien während der Flucht getrennt werden. Für die Gesundheit der Flüchtlinge und die Möglichkeit, wieder in ihre Heimat zurückzukehren ist es von großer Bedeutung, dass sie über den Verbleib ihrer Verwandten, über ihre Sicherheit und über ihre Möglichkeiten, um in Kontakt zu bleiben, Bescheid wissen. Handys sind heute die wichtigste Technologie für Flüchtlinge, um Verwandte zu finden und in Kontakt zu bleiben.</p>
<p>Die Ausgabe Nr. 38 der Forced Migration Review behandelt vor allem Technologien, die für Flüchtlinge von Bedeutung sind. Zwei Kapitel beleuchten die Nutzung von Handys unter Flüchtlingen. Hierzu zählen auch Probleme mit Handys, um Familienangehörige ausfindig zu machen und sie zu kontaktieren, sowie Fragen der Sicherheit und des Zugangs zur Mobilfunktechnologie.</p></blockquote>
<p>Der stellvertretende UN-Flüchtlingskommissar T. Alexander Aleinikoff steuert eine <a href="http://www.fmreview.org/technology/aleinikoff.html" target="_blank">Einführung zum Thema in der Spezialausgabe der Forced Migration Review</a> bei:</p>
<blockquote><p>Auf den ersten Blick erscheinen heutige Flüchtlingslager nicht grundlegend anders als jene vor 30 oder 40 Jahren. Die Modernisierung scheint an ihnen spurlos vorbeigegangen zu sein. Wenn man jedoch genauer hinsieht, wird es offensichtlich, dass sich einige Dinge ändern.</p>
<p>Heute haben Flüchtlinge und Binnenvertriebene in den ärmsten Ländern der Welt oft Zugang zu Handys und sind außerdem in der Lage Satellitenfernsehen zu schauen. In manchen Flüchtlingslagern haben Internetcafés eröffnet, wobei die Hardware entweder von Unternehmern gekauft wurde oder von humanitären Organisationen wie dem Flüchtlingshilfswerk UNHCR bereitgestellt wurde. Hilfsorganisationen machen zunehmend selbst Gebrauch von Spitzentechnologie: geographische Informationssysteme, Skype, biometrische Datenbanken und Google Earth, um nur einige zu nennen.</p></blockquote>
<p>In einem Artikel wird das Beispiel eines Aufspürprojekts hervorgehoben, das vom Refugee Consortium of Kenya (RCK) in Zusammenarbeit mit Refugees United (RU) durchgeführt wurde:</p>
<blockquote><p>Im Jahr 1991 floh Ahmed Hassan Osman* vor dem Konflikt in Somalia und ließ seine Familie in Kismayu zurück. Ihn verschlug es nach Kenia, wo er um Asyl bat. Ahmed lebte eine Weile im Ifo Flüchtlingscamp und wurde dann umgesiedelt nach Colorado in den Vereinigten Staaten, wo ihm die US Staatsbürgerschaft gewährt wurde.</p>
<p>Auf der Suche nach Hilfe gelangte sein Cousin Abdulahi Sheikh im Jahr 1992 nach Kenia. Abduladi kam in das Lager Dagahaley in Dadaab, wo ihm der Status eines Flüchtlings anerkannt wurde. Er glaubte, dass Ahmed entweder in Dadaab sei or zumindest früher dort gewesen sei aber seine Versuche ihn zu finden schlugen fehl und schon bald gab er die Hoffnung auf, ihn jemals zu finden. Eigentlich glaubte Abduladi dass Ahmed zurück nach Somalia gekehrt sei.</p>
<p>Anfang 2011 stellte das Refugee Consortium of Kenya (RCK) Abdulahi an, damit er das Refugees United (RU) Projekt im Dagahaley Lager unterstützt. Abdulahi begann die Arbeit am Aufspürprojekt und startete die Suche nach vermissten Angehörigen. Als er auf einen vertrauten Namen stieß, kontaktierte er die Person über das RU Nachrichtensystem. Als er eine Antwort erhielt, realisierte er, dass er nach 20 Jahren Trennung und Suche seinen geliebten Cousin gefunden hatte. Sie tauschten ihre Telefonnummern aus und Ahmed rief an. 20 Jahre ohne Kontakt waren nun beendet. Heute stehen die beiden in regelmäßigem Kontakt und sowohl Abdulahi als auch Ahmed suchen weiterhin nach Freunden und Familienangehörigen.</p></blockquote>
<p>Mobile Active betont, dass Probleme mit der lokalen Infrastruktur natürlich weiterhin <a href="http://www.fmreview.org/technology/leung.html" target="_blank">ein Hindernis bilden auf dem Weg hin zu einer weitverbreiteten Nutzung solcher Systeme</a>:</p>
<blockquote><p>In manchen Gegenden Afrikas gibt es kein Telekommunikationsnetz. Teilnehmer des Workshops berichteten, dass dort, wo es existiert, Telefonverbindungen regelmäßig abbrachen. Manche von ihnen hatten auch Störungen erlebt wie falsch geschaltete Verbindungen. Die Stärke des Verbindungssignals im Ausland ist schwach und der Mangel an verlässlicher Energieversorgung in jenem Land, in der ein Anruf eingeht, kann ein großes Problem darstellen, auch wenn dies je nach Region unterschiedlich ausfallen kann. Das Bevölkerungswachstum in manchen Regionen schwächt die Telekommunikationsverbindungen aufgrund der wachsenden Energienachfrage. Einzelpersonen könnten außerdem Schwierigkeiten haben, an Energie zu gelangen, um ihre Mobiltelefone aufzuladen.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Es kann schwierig sein, für jedes Familienmitglied die passende Technologie zu finden, insbesondere wenn sie selbst vertrieben oder auf der Flucht sind. Mehrere Faktoren sind dabei zu berücksichtigen: die Vielzahl verfügbarer Dienste, die Frage, ob das Familienmitglied sich diese überhaupt leisten kann, und ob es die Fähigkeiten hat, diese auch zu nutzen. Ein Teilnehmer hat beobachtet, dass die Mehrheit seiner Familienmitgleider im Ausland Zugang zu Kommunikationstechnologien nur über Dritte hat. Eine andere Teilnehmerin hat die Probleme beschrieben, die sie hat, wenn sie mit ihrem Ehemann im Lager Kontakt aufnehmen möchte. Sie hat ihm Geld geschickt, damit er sich ein Telefon kaufen kann, aber andere Menschen im Lager nutzen es auch, so dass sie oft stundenlang warten muss, um ihn zu sprechen.</p>
<p>Günstige Optionen wie E-Mail, Voice-over-IP oder Instant Messaging sind teilweise nicht zugänglich oder erschwinglich, denn ein Internetzugang in Afrika ist sehr teuer. Außerdem kann es sein, dass Angehörige im Ausland nicht wissen, wie man diese Dienste nutzt.</p></blockquote>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-284086" title="somaliamap" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/01/somaliamap-e1326041495514.jpg" alt="" width="450" height="407" /></p>
<p>Die erwähnte Ausgabe der Forced Migration Review enthält, angefangen von Informationen für Flüchtlinge über den Zugang zu Gesundheits- und Bildungsdienstleistungen, über Informationen zum Umgang mit Facebook, Gmail Chat und Skype bis hin zu Informationen, wie man Kontakt zu Familienangehörigen und Freunden über große Entfernungen hinweg hält, eine umfassende Übersicht über den Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien bereit.</p>
<p>Ushahidi wird sowohl <a href="http://www.fmreview.org/technology/wall.html" target="_blank">im Zusammenhang mit dem Erdbeben aus dem Jahr 2010 in Haiti</a> [en] erwähnt als auch <a href="http://www.fmreview.org/technology/ruffer.html" target="_blank">allgemein bezogen auf Themen wie Konflikte, Katastrophen und Flüchtlinge</a> [en]. Das PBS Idea Lab beleuchtet eine Zusammenarbeit zwischen Al Jazeera und Ushahidi näher, die darauf abzielt, <a href="http://www.pbs.org/idealab/2012/01/al-jazeera-ushahidi-join-in-project-to-connect-somalia-diaspora-via-sms003.html" target="_blank">Somalis zusammenzuführen, die durch Konflikte und die Hungersnot getrennt wurden </a>[en]:</p>
<blockquote><p>Somalia Speaks ist eine Zusammenarbeit zwischen Souktel, einer palästinensischen Organisation, die SMS-Dienste anbietet, Ushahidi, Al Jazeera, Crowdflower und dem afrikanischen Diaspora Institut. &#8220;Wir wollten gerne herausfinden, wie die Krise normale Somalis und die somalische Diaspora getroffen hat&#8221;, sagte Soud Hyder von Al Jazeera in einem Interview.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Das Ziel von Somalia Speaks ist das Sammeln bisher ungehörter Stimmen aus der Region sowie aus der Diaspora, indem per Textnachricht gefragt wird: Inwiefern betrifft der somalische Konflikt Dein Leben? Die Antworten werden ins Englische übersetzt und auf einer Karte verzeichnet. Seit Start der Plattform sind etwa 3.000 SMS eingegangen.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Für Al Jazeera ist Somalia Speaks außerdem eine Möglichkeit innovative Mobilfunklösungen für Bürgermedien und die Nachrichtenberichterstattung zu testen.</p></blockquote>
<p>Im Oktober 2010 hat <a href="http://mobileactive.org/case-studies/refugees-united-goes-mobile" target="_blank">MobileActive außerdem ein Mobilfunkprojekt vorgestellt</a> [en], das von Refugees United in Uganda mit Unterstützung von Ericsson, dem UNHCR und dem Omidyar Netzwerk durchgeführt wurde, und erwähnte, dass ein Blog schrieb: &#8220;das soziale Netzwerk, das wichtiger ist als Facebook&#8221;.</p>
<p>Die Technologieausgabe der Forced Migration Review kann hier <a href="http://www.fmreview.org/technology/contents.html" target="_blank">online</a> [en] gelesen werden.</p>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://globalvoicesonline.org/author/onnik-krikorian/' title='Alle Übersetzungen von Onnik Krikorian'>Onnik Krikorian</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/mario-sorgalla/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Mario Sorgalla'>Mario Sorgalla</a></span></span> 
 &middot; <a href='http://globalvoicesonline.org/2012/01/08/africa-icts-for-refugees-and-displaced-persons/' title='engl. Originalartikel  [en]'>engl. Originalartikel  [en]</a> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2012/01/09/afrika-ikt-fur-fluchtlinge-und-vertriebene/#comments" title="Kommentare">Kommentare (1) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F09%2Fafrika-ikt-fur-fluchtlinge-und-vertriebene%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F09%2Fafrika-ikt-fur-fluchtlinge-und-vertriebene%2F&#038;text=Afrika%3A+IKT+f%C3%BCr+Fl%C3%BCchtlinge+und+Vertriebene&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F09%2Fafrika-ikt-fur-fluchtlinge-und-vertriebene%2F&#038;title=Afrika%3A+IKT+f%C3%BCr+Fl%C3%BCchtlinge+und+Vertriebene' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F09%2Fafrika-ikt-fur-fluchtlinge-und-vertriebene%2F&#038;title=Afrika%3A+IKT+f%C3%BCr+Fl%C3%BCchtlinge+und+Vertriebene' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F09%2Fafrika-ikt-fur-fluchtlinge-und-vertriebene%2F&#038;title=Afrika%3A+IKT+f%C3%BCr+Fl%C3%BCchtlinge+und+Vertriebene' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F09%2Fafrika-ikt-fur-fluchtlinge-und-vertriebene%2F&#038;title=Afrika%3A+IKT+f%C3%BCr+Fl%C3%BCchtlinge+und+Vertriebene' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
</p>]]></content:encoded>
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		<title>USA: Hat NASA einen möglicherweise bewohnbaren Planeten entdeckt?</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2012/01/04/usa-hat-nasa-einen-moglicherweise-bewohnbaren-planeten-entdeckt/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 12:04:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carola F. Berger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgermedien]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Nordamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[NASA gab die Entdeckung von Kepler-22b mit Hilfe des Weltraumteleskops Kepler bekannt, einem Planeten, der seinen Stern in geeigneter Entfernung für eine Oberflächentemperatur im bewohnbaren Bereich umkreist. Wissenschaftsblogger trugen ihre eigenen Analysen und Theorien zur Entdeckung bei.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da es im beobachtbaren Universum mindestens hundert Millionen Galaxien und alleine zweihundert Millionen Sterne in der lokalen Milchstraße gibt, ist die Existenz von Planeten wahrscheinlich, auf denen es menschenähnliches Leben gibt. Es gibt jedoch noch keine konkreten Hinweise auf einen solchen Planeten.</p>
<p>Am 5. Dezember 2011 hat NASA, die US-amerikanische Weltraumbehörde, die Entdeckung des Planeten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kepler-22b">Kepler-22b</a> mit Hilfe des Weltraumteleskops Kepler <a href="http://www.nasa.gov/mission_pages/kepler/news/kepscicon-briefing.html#.Tt0f6WGFRNU.facebook">bekanntgegeben.</a> Der Planet umkreist seinen Stern in gerade der richtigen Entfernung für eine Oberflächentemperatur im bewohnbaren Bereich. Wissenschaftsblogger trugen ihre eigenen Analysen und Theorien zur Entdeckung bei.</p>
<div id="attachment_276398" class="wp-caption aligncenter" style="width: 385px"><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/File:Kepler-22b_System_Diagram.jpg"><img class="size-medium wp-image-276398" title="Kepler-22b" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2011/12/kepler-22-b-375x281.jpg" alt="Kepler-22b" width="375" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Größenvergleich des Sonnensystems der Erde mit Kepler-22b (künstlerisch freie Darstellung), einem Sternensystem mit dem ersten, von NASAs Kepler-Mission entdeckten, &#8222;bewohnbaren&#8221; Planeten. Bildnachweis: NASA/Ames/JPL-Caltech</p></div>
<p>Astronomie-Professor Salman Hameed vom Hampshire College <a href="http://sciencereligionnews.blogspot.com/2011/12/when-can-we-go-to-kepler-22b.html">ist von der Entdeckung begeistert</a>:</p>
<blockquote><p>Ja. Astronomen haben die erste Entdeckung eines erdähnlichen Planeten in der bewohnbaren Zone des Sterns bestätigt - d.h. in einer Entfernung vom Stern, wo Wasser in flüssiger Form vorhanden sein könnte&#8230; Diese Entdeckung ist fantastisch, wenn auch nicht wirklich unerwartet. Es gibt da draußen einfach viel zu viele Planeten und wir werden zwangsläufig Planeten mit erdähnlichen Lebensbedingungen finden. Und es ist auch wahrscheinlich, dass die Existenz von Leben weit verbreitet ist. Aber Lebewesen, die Teleskope bauen können? Keine Ahnung.</p></blockquote>
<p>Er erläutert weitere Details:</p>
<blockquote><p>Also, was wissen wir über diesen Planeten? Er wird Kepler 22b genannt. Das ist der attraktivste Name, der den Astronomen eingefallen ist (nein, eigentlich, weil er vom Kepler-Teleskop entdeckt wurde). Er ist ca. 600 Lichtjahre entfernt - gerade weit genug weg, dass wir nicht über einen schnellen Besuch nachdenken können&#8230;</p>
<p>Gibt es dort Leben? Das wissen wir nicht. Dieser Planet wurde entdeckt, als er vor seinem Stern vorbeizog und so das Licht des Zentralsterns etwas abdunkelte. Wir haben kein Bild des Planeten. Wenn wir eins bekommen - und das kann Jahre dauern - dann können wir möglicherweise die Zusammensetzung seiner Atmosphäre analysieren. Das Vorhandensein von Sauerstoff in der Atmosphäre wäre ein guter Hinweis auf die Existenz von Leben, da Sauerstoff in unserer eigenen Atmosphäre ein Nebenprodukt von Leben ist.</p>
<p>Wir kommen der Entdeckung von Leben einen Schritt näher.</p></blockquote>
<p><a href="http://bsidescience.wordpress.com/2011/12/05/why-i-dont-care-about-kepler-22b-confessions-of-a-former-astronomer/">Helen Chappell</a>, eine ehemalige Astronomin, die Physik an der Universität von Colorado in Boulder studierte, erläutert drei Gründe, warum ihr Kepler-22b egal ist:</p>
<blockquote><p>Kepler hat hunderte extrasolare Planeten entdeckt, und es wird auch weiterhin hunderte solche Planeten finden, bis das Projektbudget aufgebraucht ist. Kepler 22b ist nur das Vorzeigekind für die Bekanntgabe der NASA von mehr als 1.000 neuen Planeten-Kandidaten.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Venus [wie Kepler 22b] liegt nicht zu weit außerhalb der bewohnbaren Zone&#8230;[aber] wir wissen, dass es dort heiß genug ist, dass Blei auf der Oberfläche schmilzt. Venus ist für Leben kein guter Ort, aber es wäre extraterrestrischen Astronomen nicht möglich, das herauszufinden, wenn sie die gleiche Technologie wie wir benutzen. Vielleicht sind ja die Leute auf Kepler 22b über die mögliche Existenz von Leben auf Venus begeistert.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Wir können nicht herausfinden, ob Kepler 22b — oder irgendein anderer extrasolarer Planet — tatsächlich Leben beherbergt.</p></blockquote>
<p>Sie erkennt jedoch einen positiven Aspekt der Aufregung über die Entdeckung an:</p>
<blockquote><p>Entdeckungen wie Kepler 22b begeistern Alle für die Astronomie und eröffnen neue Möglichkeiten, den Leuten (besonders Kindern) die Wissenschaft näherzubringen.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Also, toll für die Wissenschaft, auch wenn ich gerade Ihren Kepler 22b-Traum wie eine Seifenblase zerplatzt habe.</p></blockquote>
<p>Ein weiterer Kritiker, ein anonymer Blogger, der hauptberuflich Tornados erforscht, debattiert irrige Meinungen über Kepler-22b, <a href="http://eponymous-rose.livejournal.com/413223.html">kommt jedoch dennoch zum Schluss</a>:</p>
<blockquote><p>Es ist ein erster Schritt, und es ist ein Schritt, den wir noch nie zuvor gemacht haben. Das ist eine tolle Neuigkeit! Und die Tatsache, dass wir noch 48 weitere Kandidaten in der bewohnbaren Zone um ihre jeweiligen Sterne haben ist eine tolle Sache. Aber diese Neuigkeiten sind Nachrichtenmaterial in einer Art, die den meisten Medien anscheinend entgeht.</p></blockquote>
<p>In den Kommentaren erläutert der Blogger die tatsächliche Entfernung zwischen uns und Kepler-22b:</p>
<blockquote><p>Mit der derzeitig möglichen Höchstgeschwindigkeit würden wir so um mehrere zehn Millionen Jahre brauchen, um dorthin zu gelangen. Das ist auch für Science-Fiction-Generationenschiffe und Kryostase unerreichbar. Und die logische Folgerung daraus: alle weiteren Beobachtungen, die wir machen, zeigen den Planeten, wie er vor 600 Jahren war.</p></blockquote>
<p>600 Lichtjahre mögen sich sehr weit anhören, diese Distanz ist jedoch auf einer astronomischen Skala minimal, selbst wenn wir mit unserer derzeitigen Geschwindigkeit Millionen Jahre für eine Reise zu Kepler-22b brauchen würden. Wenn wir mit beinahe Lichtgeschwindigkeit reisen könnten, wäre es möglich, die Reise zu Kepler-22b zu überleben, da für die Reisenden nach Einsteins Relativitätstheorie nur ungefähr 24 Jahre verstreichen würden.</p>
<p>Manche Blogger haben sich mit dem Thema Raumfahrt befasst, wobei manche etwas weniger ernst zu nehmen sind als andere.</p>
<p>Auf Eight Days to Amish (Acht Tage zum Mennoniten), ein Blog vom freiberuflichen Autor Chris Rodell, <a href="http://eightdaystoamish.blogspot.com/2011/12/earths-plans-to-occupy-kepler-22b.html">findet man</a>:</p>
<blockquote><p>Ich bin sicher, dass die Republikaner dachten: „Halleluja! Nun gibt&#39;s Platz, den die widerlichen Demokraten so lange besetzen können, wie sie wollen!“</p>
<p>Die Demokraten dachten, „Du kannst drauf wetten, dass die habgierigen Republikaner bereits ihre Louis Vuitton-Koffer, Bohrinseln und Halliburton-Fässer vorbereiten, um noch eine weitere unberührte Wildnis auszubeuten, bevor Obama sie zum Sperrgebiet macht.“</p></blockquote>
<p>Advocatus Atheist, ein Blog von Tristan D. Vick, einem Englischlehrer in Japan, macht Hoffnung auf eine Kommunikation mit Kepler-22b, wenn es dort eine Zivilisation gibt, die zur Kommunikation im Weltraum fähig ist. Er <a href="http://advocatusatheist.blogspot.com/2011/12/kepler-22b-my-thoughts.html">schlägt</a> den Bau eines <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wurmloch">Wurmlochs</a> vor (eine hypothetische Abkürzung durch die Raumzeit), das eine solche Kommunikation ermöglichen würde. Er gibt jedoch zu, dass dieser Vorschlag nur theoretisch möglich ist.</p>
<p>Vick schließt mit einer guten Zusammenfassung darüber, was wir von Kepler-22b lernen können:</p>
<blockquote><p>Egal ob wir jemals Kontakt mit Außerirdischen aufnehmen können oder nicht, es scheint mir, dass Kepler-22b einen Traum verkörpert, den alle Menschen teilen &#8212; den Traum vom Abenteuer, von interstellaren Reisen und davon, Geschichte zu schreiben. Es scheint, dass wir hier bereits Zeugen davon sind, wie Geschichte geschrieben wird, und es ist uns nicht einmal wirklich bewusst.</p></blockquote>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://globalvoicesonline.org/author/simon-maghakyan/' title='Alle Übersetzungen von Simon Maghakyan'>Simon Maghakyan</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/carola-berger/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Carola F. Berger'>Carola F. Berger</a></span></span> 
 &middot; <a href='http://globalvoicesonline.org/2011/12/14/usa-has-nasa-discovered-a-life-friendly-planet/' title='engl. Originalartikel  [en]'>engl. Originalartikel  [en]</a> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2012/01/04/usa-hat-nasa-einen-moglicherweise-bewohnbaren-planeten-entdeckt/#comments" title="Kommentare">Kommentare (1) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F04%2Fusa-hat-nasa-einen-moglicherweise-bewohnbaren-planeten-entdeckt%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F04%2Fusa-hat-nasa-einen-moglicherweise-bewohnbaren-planeten-entdeckt%2F&#038;text=USA%3A+Hat+NASA+einen+m%C3%B6glicherweise+bewohnbaren+Planeten+entdeckt%3F&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F04%2Fusa-hat-nasa-einen-moglicherweise-bewohnbaren-planeten-entdeckt%2F&#038;title=USA%3A+Hat+NASA+einen+m%C3%B6glicherweise+bewohnbaren+Planeten+entdeckt%3F' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F04%2Fusa-hat-nasa-einen-moglicherweise-bewohnbaren-planeten-entdeckt%2F&#038;title=USA%3A+Hat+NASA+einen+m%C3%B6glicherweise+bewohnbaren+Planeten+entdeckt%3F' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F04%2Fusa-hat-nasa-einen-moglicherweise-bewohnbaren-planeten-entdeckt%2F&#038;title=USA%3A+Hat+NASA+einen+m%C3%B6glicherweise+bewohnbaren+Planeten+entdeckt%3F' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F04%2Fusa-hat-nasa-einen-moglicherweise-bewohnbaren-planeten-entdeckt%2F&#038;title=USA%3A+Hat+NASA+einen+m%C3%B6glicherweise+bewohnbaren+Planeten+entdeckt%3F' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
</p>]]></content:encoded>
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		<title>Russland: Die Wahlen und die andere Seite des Panoptikums</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2011/12/13/russland-die-wahlen-und-die-andere-seite-des-panoptikums/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 07:08:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabriele Zöttl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgermedien]]></category>
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		<category><![CDATA[Feature]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Proteste der letzten Tage in Moskau wurden durch das Gefühl vieler Russen, dass die Wahlergebnisse nicht legitim sind, ausgelöst. Gregory Asmolov analysiert die Rolle des Internet bei der Enthüllung von Wahlmanipulationen und bei dem Machtwechsel zwischen Staat und Bürgern in der neuen Informationstechnik.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Dieser Beitrag ist Teil unseres Dossiers <a href="http://de.globalvoicesonline.org/dossiers/wahlen-in-russland-2011/">Wahlen in Russland 2011</a>.</strong></em> </p>
<p><strong>Das Internet und die Delegitimierung des Wahlergebnisses</strong></p>
<p>Die russischen Parlamentswahlen haben die Frage, ob das Internet Wahlen beeinflussen kann, mit einem klaren <strong>Ja</strong> beantwortet.</p>
<p>Gemeint ist nicht, dass das Internet das Ergebnis entscheidend ändern kann. Die Diskussion im Internet kann die Menschen allerdings zu einer stärkeren Wahlbeteiligung motivieren und auch ihr Wahlverhalten beeinflussen. Die russischen Internetnutzer <a href="../2011/09/15/russia-to-vote-or-not-to-vote-2/">diskutierten ausgiebig darüber, ob und wen man wählen solle</a> [en]. Man konnte sogar beobachten, wie sich allmählich die Auffassung durchsetzte, <a href="http://globalvoicesonline.org/2011/09/15/russia-to-vote-or-not-to-vote-2/">wichtig sei vor allem, eine andere Partei als Einiges Russland zu wählen</a> [en]. Doch wenn der Staat seinen riesigen Verwaltungsapparat und die verschiedensten Methoden zur &bdquo;Verbesserung&ldquo; des Wahlergebnisses einsetzt, kann das Internet allein den Sieg der herrschenden Partei nicht ernsthaft gefährden.</p>
<p>Auch bei der Organisation der Protestaktionen spielt das Internet nicht unbedingt eine Hauptrolle, obwohl es sehr hilfreich sein kann. So zeigten zum Beispiel die Moskauer Protestkundgebungen, dass das Internet ein wichtiges Instrument für die Informationsweitergabe ist, vor allem wenn das Fernsehen über die Aktionen der Opposition schweigt. Allerdings stellen viele Experten die Bedeutung des Internets als Koordinationsinstrument in Frage. Sie meinen, dass das Internet in diesem Fall nur eines von vielen Instrumenten der Informationsverbreitung und der Beteiligung an Demonstrationen ist, aber kein strategischer Faktor, der das Wesen des Protests verändert.</p>
<p>Die Bedeutung des Internets und der Informationstechnik reicht jedoch tiefer. Sie geht über die Wahlbeeinflussung und die Organisation von Demonstrationen nach der Wahl hinaus. Der russische Fall zeigt, dass die Informationstechnik bei der Delegitimierung des Wahlergebnisses eine zentrale Rolle spielen kann. Je mehr die Bürger von der Unrechtmäßigkeit der Wahlen überzeugt sind, desto wahrscheinlicher werden Protestaktionen und in der Folge das Entstehen eines neuen politischen Systems.</p>
<div id="attachment_275617" class="wp-caption alignright" style="width: 385px"><a href="http://www.flickr.com/photos/53194435@N02/6465901595/in/photostream"><img class="size-medium wp-image-275617 " title="&bdquo;Man hat euch verarscht .&ldquo;" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2011/12/6465901595_96e2815753_b-375x250.jpg" alt="&bdquo;Man hat euch verarscht.&ldquo; Gemeinfreies Foto von Flickr-Nutzer t-radya." width="375" height="250" /></a>
<p class="wp-caption-text">&bdquo;Man hat euch verarscht.&ldquo; Gemeinfreies Foto von Flickr-Nutzer t-radya.</p>
</div>
<p>Auslöser der jüngsten Demonstrationen in Moskau, von Aleksej Sidorenko als &#8220;<a href="http://globalvoicesonline.org/2011/12/05/russia-the-revolt-of-net-hamsters/">Aufstand der Netzhamster</a>&#8221; [en] bezeichnet, war das Gefühl, dass das Wahlergebnis nicht rechtmäßig war. Dieses Gefühl kommt in dem zwar nicht politisch korrekten, dafür aber umso deutlicheren Slogan <a href="http://zyalt.livejournal.com/490146.html">&bdquo;Man hat euch verarscht.&ldquo;</a> [ru] zum Ausdruck, mit dem anarchistische Demonstranten am Wahltag auftraten.</p>
<p>Das Ausmaß der Verärgerung der russischen Öffentlichkeit über das veröffentlichte Wahlergebnis steht in direktem Verhältnis zur Zahl der im Internet bekannt gemachten Wahlfälschungen. Offenbar war die Regierung zwar darauf vorbereitet, das Ergebnis bei Bedarf zu verbessern, nicht aber darauf, diesen Betrug in der neuen Informationslandschaft vor den wachsamen Augen der Bürger zu verbergen.</p>
<p><strong>Die russischen Wahlen und die Befähigung zur Wahlbeobachtung</strong></p>
<p>Von Privatpersonen gespeiste Meldesysteme und von Anwendern veröffentlichte Inhalte sind längst nichts Neues mehr. Interessant sind allerdings das Ausmaß, die Schnelligkeit und die Qualität der Meldungen. Überhaupt zeigt die Beobachtung von Wahlen sehr gut, welche Rolle der Graswurzeljournalismus spielen kann. Seine Wirkung hängt dabei wesentlich vom Verhältnis zwischen dem Umfang der Wahlfälschungen und der Fähigkeit der Bürger, diese zu entlarven, ab.</p>
<p>Bei den russischen Wahlen hat sich dieses Verhältnis zugunsten des Bürgerjournalismus verschoben. Die vernetzte russische Öffentlichkeit konnte eine kritische Masse von Wahlfälschungen erfassen, veröffentlichen und weitergeben. Sie verbreitete nicht nur Berichte, sondern auch Dokumente, Fotos und Filme. Nach der Wahl richtete der Benutzer Против ПЖиВ (Gegen die Partei der Gauner und Diebe) sogar eine <a href="http://www.youtube.com/playlist?list=PL71CFAF81D61AFB83">YouTube-Playliste der 60 am häufigsten aufgerufenen Filme von Wahlverstößen</a> ein.</p>
<p>Ohne weitreichende Wahlfälschungen kann keine weitreichende Berichterstattung entstehen. In Russland hat sich jedoch nicht der Umfang der Fälschungen geändert, sondern die Fähigkeit der vernetzten Menschen, diese Verstöße so zu dokumentieren, dass die Rechtmäßigkeit der Wahlen in Frage gestellt ist.</p>
<p>Diese neue Befähigung der vernetzten russischen Öffentlichkeit zur flächendeckenden Berichterstattung beruht auf mehreren Faktoren: Informationsquellen, mobile Geräten, Internetzugang und Portale für die Informationsverbreitung.</p>
<p><strong>Informationsquellen</strong></p>
<p>Damit die Informationen im Bürgerjournalismus ununterbrochen fließen, müssen die Menschen motiviert sein, diese Informationen zu liefern. In Russland brachten das politische Klima rund um die Wahlen, die Online-Diskussionen und die Entscheidung einiger Personen, anders als bisher zu wählen, die Menschen zu der Überzeugung, dass es nun an der Zeit sei, sich für die Wahlen zu interessieren.</p>
<p>Die Motivation allein reicht für hochwertige Meldungen jedoch nicht aus. Was wirklich wichtig ist, ist die Struktur des Informationszugangs. Wahlen sind ein Ereignis, an dem jeder Bürger potentiell direkt beteiligt ist, und sei es nur als Wähler, der ein Wahlbüro aufsucht.</p>
<p>Bei den russischen Wahlen konnten wir jedoch beobachten, dass zahlreiche Internetnutzer nicht nur als Wähler am Wahlvorgang beteiligt waren. Zum Beispiel meldeten sich viele als Wahlbeobachter an, verbrachten den ganzen Tag im Wahlausschuss und wirkten bei der Prüfung des Wahlergebnisses mit. Viele berichteten über ihre Erlebnisse und Verstöße (zum Beispiel <a href="http://cifidiol.livejournal.com/1600.html">hier</a> [ru] und <a href="http://naumiwe.livejournal.com/538.html">hier</a> [ru]). Dmitrij Surnin etwa <a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10150449971534265&amp;set=a.10150348689009265.364769.652364264&amp;type=1&amp;ref=nf">verglich</a> [ru] die ursprüngliche Ergebnismeldung mit den Informationen auf der offiziellen Website (die, wie auch in anderen Fällen, vom Papierbericht abwichen).</p>
<p>Darüber hinaus berichteten oppositionelle Politiker, Aktivisten nichtstaatlicher Organisationen und offizielle Wahlbeobachter in Online-Medien direkt, was sie sahen. Auch Journalisten gaben ihre Informationen zuerst über soziale Medien weiter, selbst wenn sie an Artikeln für ihr Medium arbeiteten. Die Qualität der Berichte über Wahlfälschungen kann deshalb mit der Art und dem Umfang des Zugangs zum Ereignis (der Wahl) erklärt werden.</p>
<p><strong>Geräte und Anwendungen</strong></p>
<p>Mobiltelefone mit Kamera und Internetzugang (der heute zwar kein Thema mehr ist, noch vor vier Jahren aber vielen Wählern nicht zur Verfügung stand) machten jeden einzelnen zu einer Quelle von Text- und Bildinformationen. Auf Twitter und Facebook wurde live berichtet, wobei häufig nicht nur Texte, sondern auch Fotos und Filme veröffentlicht wurden, die später das Ausmaß des Wahlbetrugs belegen konnten.</p>
<p>Am intensivsten wurden diese technischen Möglichkeiten für die Live-Berichterstattung per Mobiltelefon bei den jüngsten Demonstrationen in Moskau eingesetzt. Als einer der ersten nutzte der Abgeordnete Ilja Ponomarew das Portal Ustream für einen <a href="http://globalvoicesonline.org/2011/12/02/russia-detained-member-of-parliament-uses-live-mobile-broadcasting/">Live-Bericht</a> [en] von der Polizeidienststelle, auf der er festgehalten wurde. Wenige Tage später veröffentlichten zahlreiche Moskauer Demonstranten auf Ustream Material, unter anderem einen Live-Bericht aus einem Polizeifahrzeug, in dem mehrere Personen festgehalten wurden.</p>
<p>Die von Ridus.ru-Reportern per Mobiltelefon veröffentlichten <a href="http://www.ustream.tv/channel/ridus">Berichte vom Triumphplatz </a> [ru] wurden rund 46 000 Mal aufgerufen. Auf Twitter berichteten die in Polizeifahrzeugen festgehaltenen Menschen ebenso wie die Demonstranten auf dem Platz über das Geschehen. Kurzum: Die Bedeutung moderner Geräte liegt darin, dass damit ein großer Teil der an einem Ereignis Beteiligten in Echtzeit Bericht erstatten kann (und das Geschehen dabei in Bildern beweiskräftig festhält).</p>
<p><strong>Internetzugang</strong></p>
<p>Motivierte Bürger, viele Menschen mit Zugang zum Geschehen und technische Geräte für die Berichterstattung sind wichtige Faktoren, die ihre Wirkung aber nur mit einer guten Internetverbindung entfalten können – vor allem in Echtzeit. Ohne gute 3G-Netze ist eine Live-Berichterstattung per Mobiltelefon nicht möglich. </p>
<p>Moskau und andere russische Großstädte verfügen über gute 3G-Netze und eine leistungsfähige WiMAX-Infrastruktur. Auch über ältere Mobilfunknetze können zwar Informationen verbreitet werden, dabei geht die Echtzeitwirkung allerdings leicht verloren und die Übertragung von Filmen und Live-Streams gestaltet sich schwieriger.</p>
<p><strong>Portale</strong></p>
<p>Finden sich Menschen, die in Echtzeit über ein Ereignis berichten möchten und können, bleibt zuletzt noch zu klären, wo die Informationsweitergabe stattfinden soll. Naheliegende Möglichkeiten sind Blogsysteme wie LiveJournal und soziale Netze. Auch auf kartanarusheniy.ru konnte jeder Wahlverstöße melden, die Website wurde allerdings Opfer eines massiven <a href="http://globalvoicesonline.org/2011/12/05/russia-election-day-ddos-alypse/">DooS-Angriffs</a> [en].</p>
<p>Die russische Informationslandschaft ist unter anderem dadurch gekennzeichnet, dass traditionelle und soziale Medien zusammenarbeiten und verschiedene Internetportale zwischen beiden vermitteln (zum Beispiel besttoday.ru und ridus.ru). Ein wesentlicher Teil des Privatpersonen in sozialen Medien veröffentlichten Materials fand bald seinen Weg in unabhängige Medienportale.</p>
<p>Als die DDoS-Angriffe begannen, wandten sich die traditionellen Medien Facebook, Twitter und anderen, nicht von den Angriffen betroffenen Medien zu, um weiterhin Informationen verbreiten zu können. Das auf Netzwerken beruhende russische Informationssystem bewies, dass es sich bei Angriffen anpassen und neue Wege der Informationsverbreitung erschließen kann.</p>
<p><strong>Das Volk ist die Medien</strong></p>
<p>Diese vier Faktoren haben die vernetzte russische Öffentlichkeit in die Lage versetzt, genug Berichte und Beweise zu sammeln, um die Rechtmäßigkeit der Parlamentswahlen in Frage zu stellen. Der russische Fall hat gezeigt, dass das Volk die Aufgabe der Medien übernehmen kann. Er hat auch gezeigt, dass die vernetzte Informationslandschaft ein neues Gleichgewicht zwischen Staat und Bürgern geschaffen hat.</p>
<p>Im 18. Jahrhundert entwickelte Jeremy Bentham das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Panopticon">Panoptikum</a> als Modell für die totale Überwachung der Bürger durch den Staat. Einige Experten meinen, dass Informationstechnik und Internet dem Staat zusätzliche Überwachungsmöglichkeiten gegeben haben.</p>
<p>In Russland sehen wir jedoch, dass in einer Welt, in der jeder Bürger potentiell ein Informationssender in einem Sensornetz ist, auch die umgekehrte Situation möglich ist. Nicht nur der Staat überwacht die Bürger, sondern immer mehr Bürger überwachen auch den Staat. Die Informationstechnik macht die andere Seite des Panoptikums sichtbar.</p>
<p><em><strong>Dieser Beitrag ist Teil unseres Dossiers <a href="http://de.globalvoicesonline.org/dossiers/wahlen-in-russland-2011/">Wahlen in Russland 2011</a>.</strong></em> </p>
<div class="notes">Das Miniaturbild zeigt den Grundriss des von Jeremy Bentham 1791 entworfenen Panoptikums. Das Bild stammt aus der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Panopticon">Wikipedia</a> und ist gemeinfrei.</div>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://globalvoicesonline.org/author/gregory-asmolov/' title='Alle Übersetzungen von Gregory Asmolov'>Gregory Asmolov</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/gabriele-zoettl/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Gabriele Zöttl'>Gabriele Zöttl</a></span></span> 
 &middot; <a href='http://globalvoicesonline.org/2011/12/07/russia-election-and-the-other-side-of-panopticon/' title='engl. Originalartikel  [en]'>engl. Originalartikel  [en]</a> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2011/12/13/russland-die-wahlen-und-die-andere-seite-des-panoptikums/#comments" title="Kommentare">Kommentare (1) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F13%2Frussland-die-wahlen-und-die-andere-seite-des-panoptikums%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F13%2Frussland-die-wahlen-und-die-andere-seite-des-panoptikums%2F&#038;text=Russland%3A+Die+Wahlen+und+die+andere+Seite+des+Panoptikums&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F13%2Frussland-die-wahlen-und-die-andere-seite-des-panoptikums%2F&#038;title=Russland%3A+Die+Wahlen+und+die+andere+Seite+des+Panoptikums' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F13%2Frussland-die-wahlen-und-die-andere-seite-des-panoptikums%2F&#038;title=Russland%3A+Die+Wahlen+und+die+andere+Seite+des+Panoptikums' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F13%2Frussland-die-wahlen-und-die-andere-seite-des-panoptikums%2F&#038;title=Russland%3A+Die+Wahlen+und+die+andere+Seite+des+Panoptikums' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F13%2Frussland-die-wahlen-und-die-andere-seite-des-panoptikums%2F&#038;title=Russland%3A+Die+Wahlen+und+die+andere+Seite+des+Panoptikums' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
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		<title>Russland: Eine Volksplattform für bessere Gesetze</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Oct 2011 13:42:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yannig Roth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgermedien]]></category>
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		<category><![CDATA[Ost- und Zentraleuropa]]></category>
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		<description><![CDATA[The Economist berichtet über WikiVote, einer russischen Plattform (auf &#8220;Crowdsourcing&#8221;, also auf der Teilnahme der Bürger, basierend), die es jedem ermöglicht, Gesetzesentwürfe zu diskutieren und - virtuell - zu verbessern. Pavel Burov, der dieses Projekt auf die Beine gestellt hat, behauptet, seine Plattform könnte &#8220;verhindern, dass Dummheiten [in der Gesetzgebung]... ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>The Economist <a href="http://www.economist.com/node/21534760/">berichtet</a> über WikiVote, einer russischen Plattform (auf &#8220;Crowdsourcing&#8221;, also auf der Teilnahme der Bürger, basierend), die es jedem ermöglicht, Gesetzesentwürfe zu diskutieren und - virtuell - zu verbessern. Pavel Burov, der dieses Projekt auf die Beine gestellt hat, behauptet, seine Plattform könnte &#8220;verhindern, dass Dummheiten [in der Gesetzgebung] passieren&#8221;.</p>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://globalvoicesonline.org/author/alexey-sidorenko/' title='Alle Übersetzungen von Alexey Sidorenko'>Alexey Sidorenko</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/yannig-roth/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Yannig Roth'>Yannig Roth</a></span></span> 
 &middot; <a href='http://globalvoicesonline.org/2011/10/28/russia-crowd-sourced-citizen-lawmaking-platform/' title='engl. Originalartikel  [en]'>engl. Originalartikel  [en]</a> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2011/10/29/russland-eine-volksplatform-fur-bessere-gesetze/#comments" title="Kommentare">Kommentare (0) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F29%2Frussland-eine-volksplatform-fur-bessere-gesetze%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F29%2Frussland-eine-volksplatform-fur-bessere-gesetze%2F&#038;text=Russland%3A+Eine+Volksplattform+f%C3%BCr+bessere+Gesetze&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F29%2Frussland-eine-volksplatform-fur-bessere-gesetze%2F&#038;title=Russland%3A+Eine+Volksplattform+f%C3%BCr+bessere+Gesetze' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F29%2Frussland-eine-volksplatform-fur-bessere-gesetze%2F&#038;title=Russland%3A+Eine+Volksplattform+f%C3%BCr+bessere+Gesetze' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F29%2Frussland-eine-volksplatform-fur-bessere-gesetze%2F&#038;title=Russland%3A+Eine+Volksplattform+f%C3%BCr+bessere+Gesetze' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F29%2Frussland-eine-volksplatform-fur-bessere-gesetze%2F&#038;title=Russland%3A+Eine+Volksplattform+f%C3%BCr+bessere+Gesetze' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
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		<title>USA: Computer-Legende Dennis Ritchie ist tot</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2011/10/14/usa-computer-legende-dennis-ritchie-ist-tot/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 08:20:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carola F. Berger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgermedien]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Nordamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie & Internet]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Legende der Computerwissenschaft Dennis Ritchie verstarb am 8. Oktober 2011 in seinem Wohnsitz in New Jersey, USA, im Alter von 70 Jahren. Sein Wirken hatte enormen globalen Einfluss. Ritchie entwickelte die Programmiersprache C, eine der weitverbreitetsten Programmiersprachen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Legende der Computerwissenschaft <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dennis_Ritchie">Dennis Ritchie</a> verstarb am 8. Oktober 2011 in seinem Wohnsitz in New Jersey, USA, im Alter von 70 Jahren. Sein Wirken hatte enormen globalen Einfluss. Ritchie entwickelte die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/C_(Programmiersprache)">Programmiersprache C</a>, eine der weitverbreitetsten Programmiersprachen.</p>
<p>Laut einer von Xeni Jardin von <a href="http://boingboing.net/2011/10/12/dennis-ritchie-1941-2011-computer-scientist-unix-co-creator-c-co-inventor.html">BoingBoing</a> [en] am 12. Oktober gemachten Aussage, war der kanadische Software-Entwickler <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rob_Pike">Rob Pike</a> via <a href="https://plus.google.com/u/0/101960720994009339267/posts/ENuEDDYfvKP?hl=en">Google+</a> [en] einer der ersten, der die traurige Nachricht bekanntgab. Wie Ritchie ist Rob Pike für seine Arbeit in den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bell_Labs">Bell Labs</a> bekannt.</p>
<p>Sie schrieb (und zitierte dabei ein Wortspiel auf die Programmiersprache C von Twitter):</p>
<div id="attachment_260783" class="wp-caption alignleft" style="width: 269px"><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/File:Dennis_MacAlistair_Ritchie_.jpg"><img class="size-medium wp-image-260783 " title="Dennis_MacAlistair_Ritchie_" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2011/10/Dennis_MacAlistair_Ritchie_-259x300.jpg" alt="Dennis MacAlistair Ritchie" width="259" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Eines der wenigen öffentlichen Fotos von Dennis Ritchie (1941-2011). Quelle: Wikipedia (lizenzfrei)</p></div>
<blockquote><p>Er war der Konstrukteur und ursprüngliche Entwickler der Programmiersprache C und spielte eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Unix">Unix</a>. Er verbrachte einen großen Teil seiner beruflichen Laufbahn bei den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bell_Labs">Bell Labs</a>. Im Jahr 1983 wurde er mit dem Turing Award ausgezeichnet und erhielt 1999 die National Medal of Technology.</p>
<p>„Ritchie hat ebenso großen Einfluss wie Jobs; seiner ist nur nicht so sichtbar“,  <a href="https://twitter.com/sfmnemonic/status/124306785371824128">stellte James Grimmelman</a> [en] bei Twitter fest. „Sein Zeiger verweist auf void *; sein Prozess wurde mit dem Rückgabewert 0 beendet.“</p></blockquote>
<p>Im offiziellen Blog von <a href="http://www.tagxedo.com/">Taxgedo</a> [en] (eine Web-Anwendung zum Erstellen von Schlagwortwolken) wurde eine <a href="http://blog.tagxedo.com/rip-dennis-ritchie-father-of-unix-and-c-58975#!/">Schlagwortwolke</a> [en] unter Verwendung von Text aus Ritchies bahnbrechendem Lehrbuch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_C_Programming_Language">&#8220;The C Programming language&#8221;</a>“ als Tribut erstellt und folgendes geschrieben:</p>
<blockquote><p>Wir haben heute einen Technologie-Giganten verloren. Dennis MacAlistair Ritchie, zusammen mit Ken Thompson Entwickler von Unix und der Programmiersprache C, ist im Alter von 70 Jahren verstorben. Ritchies ungeheuer viele Beiträge zur Computerbranche beeinflussen (verbessern) das Leben der meisten Leute auf der Erde auf direktem oder indirektem Weg, egal, ob sie sich dessen bewusst sind oder nicht.</p></blockquote>
<p>Ein Mitglied eines Wissenschafts- und Technologie-Newsforums auf Overclock.net namens <a href="http://www.overclock.net/technology-science-news/1140545-google-rip-dennis-ritchie-creator-c.html">Andygoyap</a> [en] verglich ihn in einem Kommentar sogar mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton">Sir Isaac Newton</a>, einem der bedeutendsten Physiker und Mathematiker der Geschichte.</p>
<blockquote><p>Isaac Newton meinte einmal, er stünde auf den Schultern von Riesen. Dennis Ritchie war ein Riese, auf dessen Schultern Leute wie Steve Jobs standen.<br />
&#8230;.<br />
Sie kennen ihn nicht? Er ist der Vater von C, ohne ihn würden Betriebssysteme (Windows, Apple) nicht existieren; Spiele, Programme, Apps auf Ihrem Apple, Android, wären nicht möglich. Viele nennen ihn aufgrund seiner vielen bedeutenden Leistungen den Vater der Computerwissenschaft&#8230;</p></blockquote>
<p>Für jemanden, der die Grundlagen des Programmierens nicht studiert hat (mit einer C-Version als der ersten objektorientierten Programmiersprache), ist der Einfluss einer solch bescheidenen und aus der Öffentlichkeit zurückgezogen lebenden Person vielleicht schwer nachvollziehbar. Ritchie stellte seine Erfolge nicht zur Schau und war auch keine Wirtschaftsikone.</p>
<p>Die meisten modernen Computer-Betriebssysteme wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/GNU/Linux">GNU/Linux</a> und das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mac_OS">Mac OS</a> von Apple stammen direkt von UNIX ab. Computer, auf denen UNIX oder GNU/Linux läuft, stellen die Infrastruktur für das Internet bereit, entweder als Server oder Router, oder als Plattformen, auf denen Anwendungen wie die Google-Websuche laufen.</p>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://globalvoicesonline.org/author/filip-stojanovski/' title='Alle Übersetzungen von Filip Stojanovski'>Filip Stojanovski</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/carola-berger/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Carola F. Berger'>Carola F. Berger</a></span></span> 
 &middot; <a href='http://globalvoicesonline.org/2011/10/13/usa-legendary-computer-scientist-dennis-ritchie-has-died/' title='engl. Originalartikel  [en]'>engl. Originalartikel  [en]</a> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2011/10/14/usa-computer-legende-dennis-ritchie-ist-tot/#comments" title="Kommentare">Kommentare (0) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F14%2Fusa-computer-legende-dennis-ritchie-ist-tot%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F14%2Fusa-computer-legende-dennis-ritchie-ist-tot%2F&#038;text=USA%3A+Computer-Legende+Dennis+Ritchie+ist+tot&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F14%2Fusa-computer-legende-dennis-ritchie-ist-tot%2F&#038;title=USA%3A+Computer-Legende+Dennis+Ritchie+ist+tot' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F14%2Fusa-computer-legende-dennis-ritchie-ist-tot%2F&#038;title=USA%3A+Computer-Legende+Dennis+Ritchie+ist+tot' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F14%2Fusa-computer-legende-dennis-ritchie-ist-tot%2F&#038;title=USA%3A+Computer-Legende+Dennis+Ritchie+ist+tot' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F14%2Fusa-computer-legende-dennis-ritchie-ist-tot%2F&#038;title=USA%3A+Computer-Legende+Dennis+Ritchie+ist+tot' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
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		<title>Ägypten: Twitter als Hilfe für eine Gemeinde in Kairo</title>
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		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2011/10/11/agypten-twitter-als-hilfe-fur-eine-gemeinde-in-kairo/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 10:31:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[7 Milliarden Aktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgermedien]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
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		<category><![CDATA[Internetaktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Nahost & Nordafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Aufgrund der riesigen Wirkung, die soziale Medien auf die Revolution in Ägypten hatten, entschloss sich der ägyptische Blogger Mahmoud Salem (@SandMonkey) mit einer lokalen Non-Profit-Organisation, Frieden und Überfluss, zusammenzuarbeiten, um für eine Gemeinde in Kairo, der es an Grundlegendem fehlt, Spenden zu sammeln.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Dieser Artikel ist Teil unserer Sonderberichterstattung <a href="http://globalvoicesonline.org/specialcoverage/egypt-protests-2011/">Revolution in Ägypten 2011</a>.</em></strong></p>
<p>Aufgrund der riesigen Wirkung, die soziale Medien auf die Revolution in Ägypten hatten, entschloss sich der ägyptische Blogger und Twitter-User <a href="http://www.sandmonkey.org/">Mahmoud Salem</a> (@<a href="http://twitter.com/Sandmonkey">SandMonkey</a>) mit einer lokalen Non-Profit-Organisation zusammenzuarbeiten, um die Macht von Twitter zum Sammeln von Spenden zu nutzen. Mit den Spenden sollte ein armer Stadtteil von Kairo mit grundlegenden Dienstleistungen versorgt werden.</p>
<p><a href="http://peaceandplenty-eg.org/whatwedo.php">Ezbet Khairalla</a> ist eine der größten ungeplanten Siedlungen in Ägypten und umfasst eine Gemeinde von fast 650.000 Einwohnern. Die Siedlung erstreckt sich über ca. 12 Quadratkilometer auf einem felsigen Plateau im Süden von Kairo und wächst. Obwohl Ezbet Khairalla innerhalb der Stadtgrenze von Kairo liegt, fehlt es an den meisten grundlegenden Leistungen; nicht nur Abwasser und Müllabfuhr, sondern auch unzureichende Bildungseinrichtungen, ein schlechter allgemeiner Gesundheitszustand und schlechte soziale Dienste stellen Probleme dar.  Aufgrund dessen gilt das dicht besiedelte Gebiet als Nährboden für Kriminalität und soziale Unruhen.</p>
<div id="attachment_251014" class="wp-caption aligncenter" style="width: 385px"><a href="http://yfrog.com/hse0lllj"><img class="size-medium wp-image-251014 " title="Tweeps visited a kindergarten in Ezbet Khairallah, Cairo. " src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2011/08/e0lll-375x281.jpg" alt="Tweeps visited a kindergarten in Ezbet Khairallah, Cairo. Photo by @pakinamamer (July 30, 2011)" width="375" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Tweeps besuchte einen Kindergarten in Ezbet Khairallah, Kairo. Foto von @pakinamamer (30. Juli 2011)</p></div>
<div id="attachment_251009" class="wp-caption alignright" style="width: 285px"><a href="http://yfrog.com/kfk17mbgj"><img class="size-medium wp-image-251009" title="Ezbet Khairallah street" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2011/08/k17mbg-375x281.jpg" alt="Ezbet Khairallah street" width="275" /></a><p class="wp-caption-text">Straße in Ezbet Khairallah von @pakinamamer auf Yfrog</p></div>
<p>Um die Lebensqualität in Ezbet Khairalla zu verbessern, begann <em>Khair Wa Baraka</em> (<a href="http://www.peaceandplenty-eg.org/">Frieden und Überfluss</a>), eine im Jahr 2004 gegründete Organisation, mit der Arbeit an Bildungs-, Gesundheits- und Umweltprogrammen. Diese wurden iniziiert, nachdem Recherchen ergaben, dass Müll und Abwasser die größten Probleme in der Gemeinde  darstellten. Außerdem wurden eine mobile medizinische Versorgung sowie Pilot-Bildungszentren eingerichtet.</p>
<p>Mit der Unterstützung von Twitter-Usern sammelte Frieden und Überfluss <a href="http://www.sandmonkey.org/2011/07/14/the-first-tweetback-event-ezbet-khairallah/">2 M</a><a href="http://www.sandmonkey.org/2011/07/14/the-first-tweetback-event-ezbet-khairallah/">illion Ägyptische Pfund (über 330.000 US-Dollar)</a> und schaffte Bewusstsein für die Gemeinde. Salem nannte seine Initiative „tweetback“ (@<a href="http://twitter.com/tweetbackevent">tweetbackevent</a>). Sie stützte sich auf das soziale Kapital von 20 äußerst aktiven Twitter-Usern, die zusammen über eine Viertel Million Follower haben. Jeder dieser User sammelte Spendengelder und bot teilnehmenden Unternehmen im Austausch PR unter ihren Followern an. Die Initiative erreichte durch die Hilfe dieser Twitter-User nicht nur einen hohen Bekanntheitsgrad, sie erklärten auch, <a href="http://www.peaceandplenty-eg.org/takeaction.php">wie geholfen werden kann</a>.</p>
<div id="attachment_250790" class="wp-caption alignright" style="width: 285px"><a href="https://www.facebook.com/pages/Rania-Helmy-Photography/212368708788031"><img class="size-medium wp-image-250790" title="Tweeting from the Tweetback event" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2011/08/TweetBackers-375x250.jpg" alt="" width="275" /></a><p class="wp-caption-text">Tweeten beim Tweetback-Event. Foto von Rania Helmy, einer Co-Organisatorin.</p></div>
<p>Frieden und Überfluss hielt am 26. Juli 2011 eine Spendenveranstaltung  im Marriott Hotel in Kairo ab, <a href="http://twitter.com/#!/SherifRakabawy/status/95835264005574656">bei der bekanntgegeben wurde</a>, dass bereits 1.349.000 Ägyptische Pfund (226.600 US-Dollar) zusammen gekommen waren.</p>
<p>Die anwesenden Twitter-User <a href="http://twitter.com/#!/AmrElGabry/status/95815945745997824">tweeteten außerdem jeden Spender</a> mit dem jeweiligen Spendenbetrag. Unter den Spendern befanden sich z. B. <a href="http://twitter.com/tweetbackevent/status/95815679936180224">ein Getränkeunternehmen</a>, ein <a href="http://twitter.com/#!/tweetbackevent/status/95815449555648512">Mobilnetzbetreiber</a> und sogar <a href="http://twitter.com/#!/tweetbackevent/status/95816254228664320">anonyme Spender</a>. Außerdem wurde eine Kurzwahlnummer eingerichtet, über die per Anruf 3 Ägyptische Pfund (0,50 US-Dollar) gespendet werden konnten. Dabei wurde erneut <a href="http://twitter.com/tweetbackevent/status/101241656203939840">Twitter zur Verbreitung der Informationen genutzt</a>.</p>
<p>Die Organisatoren von Tweetback glauben, dass dies nur ein erster Schritt war. Salem <a href="http://www.sandmonkey.org/2011/07/14/the-first-tweetback-event-ezbet-khairallah/">schrieb auf seinem Blog</a>: „Es wird nur dann mehr solcher Initiativen geben, wenn ihr diese erste Initiative unterstützt. Sie benötigt aufgrund des Timings und der Neuartigkeit dringend deine Hilfe durch Spenden.“ Frieden und Überfluss <a href="http://www.peaceandplenty-eg.org/whoweare.php">nannte Ezbet Khairalla</a> den Prototyp einer „ungeplante Siedlung“, die entwickelt werden muss. Vielleicht gibt es in Zukunft mehr solcher Initiativen, um noch weitere ungeplante Siedlungen zu entwickeln.</p>
<p><strong><em>Dieser Artikel ist Teil unserer Sonderberichterstattung <a href="http://globalvoicesonline.org/specialcoverage/egypt-protests-2011/">Revolution in Ägypten 2011</a>.</em></strong></p>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://globalvoicesonline.org/author/tarek-amr/' title='Alle Übersetzungen von Tarek Amr'>Tarek Amr</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Tina Müller'>Tina Müller</a></span></span> 
 &middot; <a href='http://globalvoicesonline.org/2011/08/31/egypt-using-twitter-to-help-a-cairo-community/' title='engl. Originalartikel  [en]'>engl. Originalartikel  [en]</a> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2011/10/11/agypten-twitter-als-hilfe-fur-eine-gemeinde-in-kairo/#comments" title="Kommentare">Kommentare (0) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F11%2Fagypten-twitter-als-hilfe-fur-eine-gemeinde-in-kairo%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F11%2Fagypten-twitter-als-hilfe-fur-eine-gemeinde-in-kairo%2F&#038;text=%C3%84gypten%3A+Twitter+als+Hilfe+f%C3%BCr+eine+Gemeinde+in+Kairo&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F11%2Fagypten-twitter-als-hilfe-fur-eine-gemeinde-in-kairo%2F&#038;title=%C3%84gypten%3A+Twitter+als+Hilfe+f%C3%BCr+eine+Gemeinde+in+Kairo' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F11%2Fagypten-twitter-als-hilfe-fur-eine-gemeinde-in-kairo%2F&#038;title=%C3%84gypten%3A+Twitter+als+Hilfe+f%C3%BCr+eine+Gemeinde+in+Kairo' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F11%2Fagypten-twitter-als-hilfe-fur-eine-gemeinde-in-kairo%2F&#038;title=%C3%84gypten%3A+Twitter+als+Hilfe+f%C3%BCr+eine+Gemeinde+in+Kairo' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F11%2Fagypten-twitter-als-hilfe-fur-eine-gemeinde-in-kairo%2F&#038;title=%C3%84gypten%3A+Twitter+als+Hilfe+f%C3%BCr+eine+Gemeinde+in+Kairo' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
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		<title>Russland: Persönliche Daten veröffentlicht, wer ist schuldig?</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 16:44:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Leon Luithlen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgermedien]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Ost- und Zentraleuropa]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 3. Oktober wurden etliche Dokumente russischer Staatsbürger auf der Webseite rusleaks.com veröffentlicht, unter anderem Einkommenserklärungen und Passnummern. Netzbürger debattieren, wer die Schuld trägt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 3. Oktober 2011 wurden Dokumente etlicher russischer Staatsbürger auf der Webseite <a href="http://rusleaks.com">rusleaks.com</a> [ru] veröffentlicht, darunter Einkommenserklärungen und Passnummern.</p>
<p>Kurz nachdem die Masse an Dokumenten bemerkt worden war, haben der russische Generalstaatsanwalt und die Agentur für die Überwachung von Informationstechnologien (auch Roskomnadzor genannt) angekündigt, dass die Ermittlungen, wie die persönlichen Daten auf die sogenannte &#8220;Antikorruptionsseite&#8221; Rusleaks gelangt sind, begonnen wurden. Einige Rusleaks-Domains sind im Moment nicht abrufbar.</p>
<p><strong>Veröffentlichte persönliche Daten</strong></p>
<p>Die russische Nachrichtenseite Vedomosti <a href="http://www.vedomosti.ru/tech/news/1382111/v_sud_za_otkrytost">schreibt, dass zwei Mitglieder ihrer Redaktion persönliche Daten von sich in dem veröffentlichten Material fanden</a> [ru]:</p>
<blockquote><p>Корреспондент «Ведомостей» нашел в базах Rusleaks данные своего старого паспорта и помесячные данные о зарплате за вторую половину 1990-х гг., а его коллега — номера двух старых паспортов и некоторые данные, удаленные из «В контакте».</p></blockquote>
<div class="translation">
<div id="attachment_259437" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://www.flickr.com/photos/kaffeetrauma/424053905/sizes/l/in/photostream/"><img class="size-medium wp-image-259437  " title="Tropfen. Foto von Flickr-Benutzer kaffeetrauma" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2011/10/424053905_e394b8ce2b_b-375x281.jpg" alt="Tropfen. Foto von Flickr-Benutzer kaffeetrauma" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Tropfen. Foto von Flickr-Benutzer kaffeetrauma</p></div>
<p>Ein Korrespondent von Vedomosti hat in den Dokumenten auf Ruskleaks Information aus seinem alten Pass, und monatliche Einkommenserklärungen aus der zweiten Hälfte der neunziger Jahre gefunden, und sein Kollege hat zwei alte Passnummern und einige eigentlich gelöschte Informationen vom sozialen Netzwerk VKontakte gefunden.</p>
</div>
<p>Die russische Regierung hat verlauten lassen, dass <a href="http://en.ria.ru/russia/20111004/167371377.html">die Veröffentlichung solcher Informationen gegen Datenschutzgesetze verstößt</a>. Die Staatsanwaltschaft hat gegen die Website eine Klage beim Moskauer Stadtgericht  eingereicht (wenn sie erfolgreich ist, wird die Website von allen Servern in Russland verbannt) und <a href="http://www.rsoc.ru/news/rsoc/news14278.htm">verlangt</a> [ru], dass Internet.BS Corp (das Unternehmen, bei dem Rusleaks registriert ist) die Registrierung aufhebt.</p>
<p>Nur in den zwei bekannten früheren Fällen hat die russische Regierung Domainraub genutzt: die Seiten sochi.ru und torrents.ru, das größte russische Torrent-Portal, <a href="http://globalvoicesonline.org/2010/02/26/torrents-sochi/">das 2010 gesperrt wurde</a>, weil es gegen Artikel 146 des russischen Strafgesetzbuches verstoßen hat.</p>
<p>Die Agentur bemerkte außerdem, dass einige der persönlichen Daten, die aus den Jahren 1999 bis 2007 stammen, <a href="http://www.cnews.ru/news/top/index.shtml?2011/10/04/458294">gefälscht sein könnten</a> [ru].</p>
<p><strong>Wer ist verantwortlich?</strong></p>
<p>Der bekannte russische Blogger Anton Nosik, dessen Kontoinformationen der Citibank aus dem Jahr 2003 veröffentlicht wurden, <a href="http://dolboeb.livejournal.com/2202718.html">lud einen Screenshot der entwendeten Informationen auf sein Blog</a> [ru]. Er deutet an, dass die Information über viele Ebenen des russischen Staates in die Öffentlichkeit gelangt sein muss.</p>
<blockquote><p>Круг чиновников и силовиков, с которыми коммерческий банк в России обязан делиться всеми данными своих клиентов, невозможно установить. Зато теперь понятнее становится характер информации, сливаемой банками государству, и способ её хранения.</p></blockquote>
<div class="translation">Es ist unmöglich alle Bürokraten und Beamten zu überwachen, denen eine Geschäftsbank in Russland alle Daten aller Kunden zur Verfügung stellen muss. Nun wird klarer, was für Informationen die Banken dem Staat<br />
geben, und wie diese Informationen gesichert werden.</div>
<p>Eine <a href="http://habrahabr.ru/blogs/infosecurity/129522/">Umfrage</a> [ru],die auf der Seite Habrakhabr veröffentlicht wurde, zeigt, dass 67,55% der Befragten der folgenden Aussage zustimmen:</p>
<blockquote><p>Опубликование подобных данных, скорее зло чем польза, даже в России</p></blockquote>
<div class="translation">Die Veröffentlichung solcher Information bringt mehr Schaden als Nutzen, selbst in Russland.</div>
<p>Viele Kommentatoren haben zwischen Rusleaks und dem, der die Daten dort hochgeladen hat, unterschieden. Der User CLR <a href="http://habrahabr.ru/blogs/infosecurity/129522/#comment_4289862">vermutete</a> [ru], dass die Daten &#8220;nicht gestohlen wurden, sondern Leuten abgekauft wurden, die Zugang zu diesen Daten hatten,&#8221; und betonte, dass es nötig ist, diese Leute zu bestrafen und nicht nur die Seite, die die Informationen dann letztenendes veröffentlichte.</p>
<p>Der User Himari <a href="http://habrahabr.ru/blogs/infosecurity/129522/#comment_4289151">meinte</a> [ru]:</p>
<blockquote><p>Проблема не в том, что существуют такие сайты, а в том что эти данные утекают. Вы как наше правительство, боритесь с последствиями, а не причинами. Тем более раз утекло, то уже всё — оно будет переодически всплывать.</p></blockquote>
<div class="translation">Das Problem ist nicht, dass solche Seiten existieren, sondern dass die Daten überhaupt so leicht verfügbar sind. Ihr, wie unsere Regierung, bekämpft die Konsequenzen und nicht die Wurzel des Problems. Und außerdem: sind die Daten einmal öffentlich, so werden sie immer wieder auftauchen.</div>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://globalvoicesonline.org/author/ashley-cleek/' title='Alle Übersetzungen von Ashley Cleek'>Ashley Cleek</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/leon-luithlen/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Leon Luithlen'>Leon Luithlen</a></span></span> 
 &middot; <a href='http://globalvoicesonline.org/2011/10/10/russia-personal-information-leaked-whos-to-blame/' title='engl. Originalartikel  [en]'>engl. Originalartikel  [en]</a> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2011/10/10/russland-personliche-daten-veroffentlicht-wer-ist-schuldig/#comments" title="Kommentare">Kommentare (0) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F10%2Frussland-personliche-daten-veroffentlicht-wer-ist-schuldig%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F10%2Frussland-personliche-daten-veroffentlicht-wer-ist-schuldig%2F&#038;text=Russland%3A+Pers%C3%B6nliche+Daten+ver%C3%B6ffentlicht%2C+wer+ist+schuldig%3F&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F10%2Frussland-personliche-daten-veroffentlicht-wer-ist-schuldig%2F&#038;title=Russland%3A+Pers%C3%B6nliche+Daten+ver%C3%B6ffentlicht%2C+wer+ist+schuldig%3F' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F10%2Frussland-personliche-daten-veroffentlicht-wer-ist-schuldig%2F&#038;title=Russland%3A+Pers%C3%B6nliche+Daten+ver%C3%B6ffentlicht%2C+wer+ist+schuldig%3F' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F10%2Frussland-personliche-daten-veroffentlicht-wer-ist-schuldig%2F&#038;title=Russland%3A+Pers%C3%B6nliche+Daten+ver%C3%B6ffentlicht%2C+wer+ist+schuldig%3F' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F10%2Frussland-personliche-daten-veroffentlicht-wer-ist-schuldig%2F&#038;title=Russland%3A+Pers%C3%B6nliche+Daten+ver%C3%B6ffentlicht%2C+wer+ist+schuldig%3F' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
</p>]]></content:encoded>
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		<title>Slowakei: Neuer Gesetzesentwurf bedroht die Freiheit im Netz</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 11:37:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Leon Luithlen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der slowakische Finanzminister hat einen Gesetzesentwurf veröffentlicht, der es erlauben würde, Webserver, die ohne slowakische Lizenz im Internet Glücksspiel anbieten, zu sperren. Tibor Blazko beobachtet die Reaktion der Netzbewohner.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Slowakische Finanzminister hat einen <a href="http://ekonomika.sme.sk/c/6050812/stat-chce-cenzurovat-hazard-na-webe.html">Gesetzesentwurf</a> [sk] veröffentlicht, der erlauben würde, Webserver zu blockieren, die im Internet Glücksspiel anbieten, ohne eine Slowakische Lizenz dafür zu haben. Internetanbieter müssten den Zugang zu allen Servern blockieren, die auf einer Liste eingetragen sind, die nicht per Gerichtsbeschluss, sondern von der Steuerbehörde zweimal monatlich aktualisiert wird.</p>
<p>Gegner dieser Idee sind, unter anderen, die NGO <a href="http://www.soit.sk/sk/aktualne/oit-doma/2011-09-10/139-danovy-urad-bratislava-bude-moct-cenzurovat-vas-internet">Gesellschaft für offene Informationstechnologien</a> [sk] (oder Society for Open Information Technologies, SOIT) und die <a href="http://www.dsl.sk/article.php?article=11519">Slowakische IT Gesellschaft</a> [sk]. Die SOIT warnt, dass Facebook auch blockiert werden müsste, weil es dem Benutzer erlaubt, online Roulette oder Poker zu spielen.</p>
<p>Dem SOIT-Konsumentenschutz nach ist die Prävention von Straftaten oder die Minderung der Steuerlast kein ausreichender Anlass für die Einsetzung einer Internetzensur: &#8220;Wir halten das Durchsetzen von rein ökonomischen Interessen zulasten der Freiheit der Bürger für besonders gefährlich und verfassungswidrig&#8221;.</p>
<p>Ihre <a href="http://www.changenet.sk/?section=kampane&amp;x=589565">Onlinepetition</a> [sk] wurde von tausenden Bürgern unterschrieben. Anschließend hat das Finanzministerium die Europäische Komission um ihre Meinung <a href="http://ekonomika.sme.sk/c/6060818/blokovanie-webu-posudi-brusel.html">gefragt</a> [sk].</p>
<p>Hier sind einige Kommentare von <a href="http://ekonomika.sme.sk/diskusie/1890301/1/Stat-chce-cenzurovat-hazard-na-webe.html">einer Diskussion</a> auf SME.sk</p>
<p>mrf:</p>
<blockquote><p>Das sollte &#8230; sofort vor das Verfassungsgericht gebracht werden, [&#8230;] denn wenn das einmal beginnt, werden wir am Ende nur noch die [Web]seiten des Finanzministeriums haben <img src='http://de.globalvoicesonline.org/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> </p></blockquote>
<p>Blur(rr)e(d)vision:</p>
<blockquote><p>Diese Idee ist krank. Was, wenn ich Geld verdiene und es alles in Las Vegas ausgebe? Wird der Minister mich davon abhalten?</p></blockquote>
<p>yep, me again:</p>
<blockquote><p>Wenn wir damit anfangen, einige ausgewählte Unternehmer und Firmen zu blockieren &#8230; die in der EU ihren Sitz haben, dann sagen wir, dass wir nur im Freihandelsclub sein wollen, wenn es zu unserem Nutzen ist &#8230; und schon das ist nicht Freihandel.</p></blockquote>
<p>Marty:</p>
<blockquote><p>Genauso wie ich bei einem deutschen Internethändler kaufen kann, oder einen lizenzierten deutschen Architekten mein Haus bauen lassen kann, kann ich frei bei einem britischen Onlinekasino spielen.</p></blockquote>
<p>kohutisko:</p>
<blockquote><p>Als nächstes werden sie Amazon blockieren, weil ein lokales Unternehmen höhere Preise hat, und wir werden mit Zoznam.sk suchen, weil Google auch blockiert wurde. Ganz zu schweigen von Wikipedia, dass wegen unserer von Spinnenweben gefüllten Bibliotheken auf allen Sprachen blockiert wird!</p></blockquote>
<p>Vilsa:</p>
<blockquote><p>Wir werden mit dem Glücksspiel beginnen und wie China enden &#8230; weil der Staat seine Fänge nicht lockern wird, wenn er an Macht und Reichweite gewinnen kann.</p></blockquote>
<p>risiak:</p>
<blockquote><p>Und wenn er von Moral spricht, denkt er dann das dieselben Angebote, nur von slowakischen Anbietern, moralisch sein werden?</p></blockquote>
<p>refuge:</p>
<blockquote><p>Es ist interessant, dass sie nie vorschlagen, in die andere Richtung zu gehen - woanders haben sie bessere Verhältnisse, also lasst die Verhältnisse in unserem Land ändern.</p></blockquote>
<p>corr:</p>
<blockquote><p>Eine typisch politische Lösung - kaum umsetzbar, seine Effektivität zu bezweifeln, und wahrscheinlich bricht es internationale Verträge &#8230; Scheinbar bleibt das Problem dann ungelöst &#8230; aber es wird größere, bedrohlichere Probleme schaffen. Diese Herangehensweise - &#8220;Wir wissen nicht, wie wir es besteuern sollen, also machen wir es unbrauchbar&#8221; - ist unglaublich und zeigt, dass der Urheber dieser Lösung auf einfachster Ebene nicht begreift, wie sich die Welt im einundzwanzigsten Jahrhundert verhält.</p></blockquote>
<p>salam00n:</p>
<blockquote><p>Ich würde vom Minister gerne lesen/hören, wie eine Person die öffentliche Moral bedroht, wenn er zu Hause auf seinem Computer im Internet spielt?</p></blockquote>
<p>Pomaranc77:</p>
<blockquote><p>etwas im Internet funktionsunfähig machen? lol <img src='http://de.globalvoicesonline.org/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> ))</p></blockquote>
<p>MaRmaAR:</p>
<blockquote><p>Herr Minister, bitte beschäftigen Sie sich mit den wahren Problemen und Nöten der Slovakei und seiner Bevölkerung. Überlassen Sie solchen Nonsens anderen, die wissen, dass blockieren und zensieren im Internet praktisch unmöglich ist (wenn Sie nicht ein zweites China wollen) und falsch, wenn nicht verfassungswidrig.</p></blockquote>
<p>nieze:</p>
<blockquote><p>Wir sind alle dumm, unfähig, selbst zu denken, Entscheidungen zu treffen, und unabhängig zu handeln. Deshalb brauchen wir schlaue, allmächtige, die vollkommensten, die besten, fehlerlosen Politiker, die uns sagen, dass unsere Hand verbrennen wird, wenn wir sie ins Feuer halten, weil wir dummen Idioten uns das nicht selbst erschließen können.</p></blockquote>
<p>pavuk29:</p>
<blockquote><p>Was für Nonsens. Wollen sie Grenzen im Internet ziehen?</p></blockquote>
<div class="notes">Titelbild der slowakischen Flagge von dem Flickr-Nutzer<br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/hatm/3229110439/">HatM</a> (CC BY-NC-SA 2.0).</div>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://globalvoicesonline.org/author/tibor-blazko/' title='Alle Übersetzungen von Tibor Blazko'>Tibor Blazko</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/leon-luithlen/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Leon Luithlen'>Leon Luithlen</a></span></span> 
 &middot; <a href='http://globalvoicesonline.org/2011/10/07/slovakia-new-draft-law-threatens-internet-freedom/' title='engl. Originalartikel  [en]'>engl. Originalartikel  [en]</a> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2011/10/10/slowakei-neuer-gesetzesentwurf-bedroht-die-freiheit-im-netz/#comments" title="Kommentare">Kommentare (0) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F10%2Fslowakei-neuer-gesetzesentwurf-bedroht-die-freiheit-im-netz%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F10%2Fslowakei-neuer-gesetzesentwurf-bedroht-die-freiheit-im-netz%2F&#038;text=Slowakei%3A+Neuer+Gesetzesentwurf+bedroht+die+Freiheit+im+Netz&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F10%2Fslowakei-neuer-gesetzesentwurf-bedroht-die-freiheit-im-netz%2F&#038;title=Slowakei%3A+Neuer+Gesetzesentwurf+bedroht+die+Freiheit+im+Netz' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F10%2Fslowakei-neuer-gesetzesentwurf-bedroht-die-freiheit-im-netz%2F&#038;title=Slowakei%3A+Neuer+Gesetzesentwurf+bedroht+die+Freiheit+im+Netz' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F10%2Fslowakei-neuer-gesetzesentwurf-bedroht-die-freiheit-im-netz%2F&#038;title=Slowakei%3A+Neuer+Gesetzesentwurf+bedroht+die+Freiheit+im+Netz' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F10%2Fslowakei-neuer-gesetzesentwurf-bedroht-die-freiheit-im-netz%2F&#038;title=Slowakei%3A+Neuer+Gesetzesentwurf+bedroht+die+Freiheit+im+Netz' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
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		<title>Tunesien: Arabische Blogger diskutieren die Situation in Syrien</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2011/10/07/tunesien-arabische-blogger-diskutieren-die-situation-in-syrien/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2011/10/07/tunesien-arabische-blogger-diskutieren-die-situation-in-syrien/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 09:51:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgermedien]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Internetaktivismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Syrien ist in den Gedanken und Gesprächen vieler Teilnehmer des 3. Treffens arabischer Blogger, welches diese Woche in Tunis stattfindet. Redner aus Syrien werden in diesem Beitrag zitiert, um die Höhepunkte der zahlreichen Sitzungen über Syrien zu zeigen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Dieser Beitrag ist Teil unserer Sonderberichterstattung über die <a href="http://globalvoicesonline.org/specialcoverage/syria-protest-2011/">Proteste in Syrien 2011</a>.</em></strong></p>
<p>Syrien ist in den Gedanken und Gesprächen vieler Teilnehmer des <a href="http://globalvoicesonline.org/2011/10/04/arab-bloggers-meet-in-tunis/">3. Treffens arabischer Blogger</a> [en], welches diese Woche in Tunis stattfindet. Die Feierstimmung, die durch die Revolutionen in Tunesien und Ägypten ausgelöst wurde, wurde gedämpft durch die Diskussionen über Syrien, wo das Regime die Gewalt erhöht, die <a href="http://www.ajc.com/news/nation-world/un-raises-death-toll-1195486.html">Zahl der Todesopfer liegt bei fast 3.000</a> [en], und für viele kein Ende abzusehen ist.</p>
<p>Einige Sitzungen zu Syrien haben bei dem Treffen stattgefunden. Am Mittwoch diskutierten Blogger den Einfluss von digitalem Aktivismus in Syrien, wobei man sich sehr auf die <a href="http://english.aljazeera.net/indepth/opinion/2011/08/201181191530456997.html">Syrische Elektronische Armee </a> [en], die regimetreue Hacker-Gruppe, die für die kürzliche Verunstaltung der Website der Havard Universität verantwortlich ist, konzentrierte. Als sie bemerkte, dass Präsident Bashar Al Assad der Elektronischen Armee für ihre Bemühungen gedankt hatte, <a href="https://twitter.com/#!/JustAmira/status/121603759292956672">kommentierte</a> Amira Al Hussaini: &#8220;KRANK.&#8221;</p>
<div id="attachment_258789" class="wp-caption alignright" style="width: 270px"><a rel="attachment wp-att-258789" href="http://de.globalvoicesonline.org/?attachment_id=258789"><img class="size-medium wp-image-258789 " title="no_to_repression" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2011/10/no_to_repression-371x300.jpg" alt="" width="260" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Symbol, welches von syrischen Internetaktivisten verwendet wird, um ein Ende der Unterdrückung zu fordern</p></div>
<p>Ein syrischer Teilnehmer sagte, dass der Einfluss der Internetaktivisten in Syrien  minimal sei und um einen anderen Teilnehmer zu zitieren: @weddady <a href="https://twitter.com/#!/weddady/status/121889230648651776">merkte an</a>, dass &#8220;der Einfluss vieler Internetaktivisten in Syrien auf die Mobilisierung ausländischer Medien begrenzt ist, sie organisieren nicht die Basis.&#8221;</p>
<p>Die Diskussion berührte auch die Frage der Authentizität, da einige Syrer innerhalb des Landes die Legitimität der Stimmen aus der Diaspora betonen, so wie @redrazan <a href="https://twitter.com/#!/RedRazan/status/121635658338017282">twitterte</a>:</p>
<blockquote><p>Treating the voices of Syrians inside as authentic and the ones in disapora as not so much, is ridiculous. #Syria</p></blockquote>
<div class="translation">
Die Stimmen der Syrer im Land als authentisch zu behandeln und diejenigen in der Diaspora nicht, ist lächerlich. #Syrien</div>
<p>@ahmed <a href="https://twitter.com/#!/ahmed/status/121611155411181568">twitterte</a> das Zitat eines anonymen syrischen Teilnehmers:</p>
<blockquote><p>How can Syrians abroad help protesters on the ground in Syria? Is there ways to do that? #ab11</p></blockquote>
<div class="translation">Wie können die Syrer im Ausland den Protestierenden in Syrien helfen? Gibt es dazu eine Möglichkeit? #ab11</div>
<p>Die Blogger diskutierten auch, wie man sich in Syrien organisieren könnte, wo Proteste oft schnell aufgelöst werden und die Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist. @ahmed übersetzte und transkribierte die Kommentare syrischer Teilnehmer, <a href="https://twitter.com/#!/ahmed/status/121608724887506944">stellte die Schwierigkeiten</a> der Organisation fest und bemerkte, dass die Syrer &#8220;&#8216;fliegende Proteste&#39; erfunden haben: schnelle zweiminütige Proteste, die gefilmt und hochgelaaden werden.&#8221; </p>
<p><strong>Syrien zerreist mir das Herz</strong></p>
<p>Donnerstagmorgen hielt ein syrischer Teilnehmer, der kürzlich einige Zeit im Land verbrachte, eine Rede zur entsetzlichen Lage im Land, was den jordanischen Blogger Naseem Tarawnah (@Tarawnah) dazu veranlasste, zu <a href="https://twitter.com/#!/tarawnah/status/121892234126823424">schreiben</a>:</p>
<blockquote><p>Hands down, #Syria has been the most emotional talk of #AB11 &#038; as a Jordanian its pulling at my heart strings. #BlessSyria</p></blockquote>
<div class="translation">
Mal ehrlich, Syrien war das emotionalste Thema bei #AB11, als Jordanier zerreißt es mir das Herz #BlessSyria</div>
<p>Den Redner zitierend, <a href="https://twitter.com/#!/tarawnah/status/121891829892386817">schrieb</a> Tarawnah auch, dass nach sieben Monaten &#8220;keine Oppositionsgruppe seine Fähigkeit, das Regime zu stürzen gezeigt hat&#8221; und fragt: &#8220;Was können wir jetzt machen?&#8221;</p>
<p>Die syrisch-spanische Bloggerin Leila Nachawati zitierte auch den Redner, als sie erklärte: </p>
<blockquote><p>Syrian participant explained the ways in which the Syrian government is trying to ignite sectarianism to provoke a civil war.</p></blockquote>
<div class="translation">Die syrischen Teilnehmer erklärten die Art und Weise, in welcher die syrische Regierung Sektiererei entfachen will um einen Bürgerkrieg auszulösen.</div>
<p>Obwohl die Situation furchtbar ist, äußerte der syrische Redner auch Hoffnung in der Diskussion. Laut Lilian Wagdy <a href="https://twitter.com/#!/lilianwagdy/status/121897700768759810">erklärte</a> der Blogger auch, dass die einzige Hoffnung für Syrien ein erfolgreiches Ende der ägyptischen Revolution sei, <a href="https://twitter.com/#!/lilianwagdy/status/121895692536000512">und</a> dass Syrer &#8220;nicht nebeneinander leben wollen, sondern miteinander.&#8221; </p>
<p><strong><em>Dieser Beitrag ist Teil unserer Sonderberichterstattung über die <a href="http://globalvoicesonline.org/specialcoverage/syria-protest-2011/">Proteste in Syrien 2011</a>.</em></strong></p>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://globalvoicesonline.org/author/jillian-york/' title='Alle Übersetzungen von Jillian C. York'>Jillian C. York</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Katrin Zinoun'>Katrin Zinoun</a></span></span> 
 &middot; <a href='http://globalvoicesonline.org/2011/10/06/tunisia-arab-bloggers-discuss-syria/' title='engl. Originalartikel  [en]'>engl. Originalartikel  [en]</a> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2011/10/07/tunesien-arabische-blogger-diskutieren-die-situation-in-syrien/#comments" title="Kommentare">Kommentare (0) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F07%2Ftunesien-arabische-blogger-diskutieren-die-situation-in-syrien%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F07%2Ftunesien-arabische-blogger-diskutieren-die-situation-in-syrien%2F&#038;text=Tunesien%3A+Arabische+Blogger+diskutieren+die+Situation+in+Syrien&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F07%2Ftunesien-arabische-blogger-diskutieren-die-situation-in-syrien%2F&#038;title=Tunesien%3A+Arabische+Blogger+diskutieren+die+Situation+in+Syrien' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F07%2Ftunesien-arabische-blogger-diskutieren-die-situation-in-syrien%2F&#038;title=Tunesien%3A+Arabische+Blogger+diskutieren+die+Situation+in+Syrien' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F07%2Ftunesien-arabische-blogger-diskutieren-die-situation-in-syrien%2F&#038;title=Tunesien%3A+Arabische+Blogger+diskutieren+die+Situation+in+Syrien' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F10%2F07%2Ftunesien-arabische-blogger-diskutieren-die-situation-in-syrien%2F&#038;title=Tunesien%3A+Arabische+Blogger+diskutieren+die+Situation+in+Syrien' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
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