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	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Religion</title>
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	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
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		<title>MENA: H1N1, Impfstoffe und Verschwörungstheorien</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/10/mena-h1n1-impfstoffe-und-verschworungstheorien/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 03:02:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Viele Länder haben Impfungen zur Bekämpfung der H1N1 oder Schweinegrippe eingeführt. Die Zahl der Krankheitsfälle erhöht sich und damit auch der Butz online.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/amira-al-hussaini/">Amira Al Hussaini</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/07/mena-h1n1-vaccines-and-conspiracy-theories/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Viele Länder haben Impfungen zur Bekämpfung der H1N1 oder Schweinegrippe eingeführt. Die Zahl der Krankheitsfälle erhöht sich und damit auch der Butz online.</p>
<p>Saudi Arabien rüstet sich für die <a href="http://www.answers.com/Haj">Haj</a> Saison in welcher Millionen Muslime nach Mecca zur Pilgerfahrt kommen werden. John Burgess schreibt in <em><a href="http://xrdarabia.org/2009/11/04/saudis-finalize-swine-flu-planning-for-haj/">Crossroads Arabia</a>:</em></p>
<blockquote><p>Die Haj beginnt in wenigen Wochen und die Saudis beschäftigen sich zunehmend mit dem Problem eines Ausbruchs der Schweinegrippe. Die Saudi Gazette berichtet über eine Konferenz der Saudi Notfall-Experten für Medizin, die darauf achten, dass feste Pläne gemacht werden. Der Artikel informierte darüber, dass die Einwohner von Mecca und Medina die ersten Saudis sein werden, denen die Impfung gegen die Schweinegrippe angeboten werden wird. Damit wird eine Art Feuerschneise geschaffen, falls es zu einer schnellen Verbreitung der Krankheit kommen sollte.</p></blockquote>
<p>In der Türkei ist die Situation nicht so dringlich. Der türkische Blogger <em><a href="http://erkansaka.net/2009/11/05/swine-flu-panic-in-turkey/">Erkan</a></em> gibt zu, dass ihn frühere Pandemien mehr geängstigt hätten:</p>
<blockquote><p>Bei mir gab es keinen Augenblick der Panik, erkläre ich. Ich weiß nicht, warum. Ich hatte bei dem <a href="http://erkansaka.net/2009/11/05/swine-flu-panic-in-turkey/www.cdc.gov/ncidod/dvrd/Spb/mnpages/dispages/cchf.htm">hämorrhagischen Krim-Kongo-Fieber</a> oder der <a href="http://erkansaka.net/2009/11/05/swine-flu-panic-in-turkey/www.cdc.gov/flu/avian/">Vogelseuche</a> mehr Angst.</p>
<p>Hier in Istanbul gibt es jedoch jetzt auch ein geringes Panikgefühl über die Schweinegrippe. Was vielversprechend ist, ist, dass viele Normalbürger den Behörden folgen und versuchen, so viel wie möglich zu tun. Sie sind nicht widerspruchslos und sicherlich nicht so gleichgültig wie ich.</p></blockquote>
<p>Bei <em><a href="http://blog.sweetestmemories.com/default.asp?Display=1883">Memories Documented</a></em> (Dokumentierte Erinnerungen) berichtet der Jordanier Owaider über eine Verschwörungstheorie:</p>
<blockquote><p>Ein Freund von mir ist einer von denen, der in an jede Verschwörungstheorie glaubt, die Pharma Firmen betrifft. Sie argumentiert stundenlang warum Impfstoffe schlecht sind, und wie diese Firmen absichtlich “die menschliche Bevölkerung” reduzieren wollen, angefangen bei den Jungen, Schwachen und den Kranken.</p></blockquote>
<p>Er fügt hinzu:</p>
<blockquote><p>Ich glaube die Leute haben Angst, und wenn die Menschen Angst haben, schaffen sie Dämonen und sie haben dann Angst davor und fühlen sich von ihnen bedroht. Wenn Menschen Angst haben, halten sich Viele lieber an den Normen fest, mit denen sie vertraut sind.</p>
<p>Eine Krankheit aber könnte eine Person dazu zwingen, ihre regelmäßige Routine zu unterbrechen, um gesund zu werden &#8230;</p>
<p>Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube an die Wissenschaft&#8230; Wirklich, und das Wort eines Arztes oder Apothekers ist mir mehr Wert als irgendeine Verschwörungstheorie, ohne Rücksicht darauf, wie sehr man versucht mich zu überzeugen.</p></blockquote>
<p>Und <em><a href="http://riadzany.blogspot.com/2009/11/moroccan-news-briefs.html">The View from Fez</a></em> (Die Stimme aus Fez), aus Marokko hat folgende Neuigkeiten über H1N1:</p>
<blockquote><p>Zweiundvierzig neue H1N1 Fälle wurden am Donnerstag in den Städten Casablanca, Tangier, Marrakech, Fez, Benslimane, Ouida und Meknes gemeldet, gab das Gesundheitsministerium bekannt.</p>
<p>Das bringt die Gesamtzahl der gemeldeten Fälle auf 592, einschließlich von 297 Fällen in den Schulen, wurde in der Erklärung des Ministeriums gesagt.</p>
<p>Alle Patienten erhalten Hauspflege mit ärztlicher Untersuchung, sagt das Ministerium und fügt hinzu, dass es keine komplizierten Fälle gibt. Das Ministerium stellte ferner fest, dass es im ganzen Land bisher keinen Todesfall gegeben hat.</p></blockquote>
<p>Jordanier <em><a href="http://hareega.blogspot.com/2009/11/mikro-blogging-da3-3anka-lawmi-fa-inna.html">Hareega</a></em> macht dazu einige leichtherzige Beobachtungen:</p>
<blockquote><p>Ich verstehe, wie furchtbar H1N1 sein kann, aber wenn du jeden Tag 3 Packungen Zigaretten rauchst und ein enormes ‘seder of mansaf’ (jordanisches Reisgericht) zu dir nimmst, brauchst du dir über H1N1 keine Sorgen zu machen. Etwas anderes wird dich schneller erwischen.</p></blockquote>
<p>In der gleichen Post schreibt <em>Hareega</em>:</p>
<blockquote><p>Bis jetzt sind sieben Jordanier an H1N1 gestorben. Zehn Mal so viele starben, als unser Fußballteam 3-1 gegen die UAE (Vereinigte Arabische Emirate) verlor. Wir sollten unsere Prioritäten ändern. Bevor wir die Nation impfen, sollten wir unsere Fussballspieler ins Gefängnis schicken.</p></blockquote>
<div class="notes">MENA = Middle East and North Africa = Nahost und Nordafrika</div>
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		<title>Israelische und palästinensische Jugendliche benutzen Videos, um den Konflikt zu verstehen</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/07/israelische-und-palastinensische-jugendliche-benutzen-videos-um-den-konflikt-zu-verstehen/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 04:37:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Arabisch]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<description><![CDATA[Von zwei verschiedenen Organisationen in Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten werden Videos als Mittel eingesetzt, den arabischen und jüdischen Jugendlichen dabei zu helfen, den Konflikt zu verstehen und die Lücke zwischen ihnen zu schließen. Sie bieten Raum für Wechselbeziehungen und Kommunikation, in dem sie ihre Träume, Bedenken und Gedanken bezüglich der komplexen Situation, in der sie leben, austauschen können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/juliana-rincon-parra/">Juliana Rincón Parra</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/06/israeli-and-palestinian-youth-use-video-to-understand-the-conflict/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Von zwei verschiedenen Organisationen in Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten werden Videos als Mittel eingesetzt, den arabischen und jüdischen Jugendlichen dabei zu helfen, den Konflikt zu verstehen und die Lücke zwischen ihnen zu schließen. Sie bieten Raum für Wechselbeziehungen und Kommunikation, in dem sie ihre Träume, Bedenken und Gedanken bezüglich der komplexen Situation, in der sie leben, austauschen können.</p>
<p>Eine der Initiativen ist <a href="http://en.reutsadaka.org/">Sadaka Reu</a>t und das sagen sie über <a href="http://en.reutsadaka.org/?page_id=54">ihr Programm</a>:</p>
<blockquote><p>Die Mehrheit der palästinensischen und jüdischen Jugend ist voneinander physisch getrennt (in separaten Gemeinden und Schulen) und das ergibt Angst, Rassismus und Vorurteile. Wir versuchen alternative Modelle für die Wechselbeziehungen zwischen diesen beiden Gruppen aufzubauen. Das ‘Aufbau einer Friedenskultur’ Programm versucht einen Platz zu schaffen, in welchem sich sowohl die palästinensischen als auch die jüdischen Jugendlichen gleichberechtigt, respektiert, und als Einzelpersonen und als nationales Kollektiv anerkannt fühlen können.</p></blockquote>
<p>Die Mitglieder ihres Programms haben auch an dem ‘Video Projekt eine Minute’ teilgenommen und dabei bei einem einwöchigen Workshop über den Video-Aktivismus gelernt. Hier sind einige Ergebnisse davon und den Rest können sie sehen, wenn Sie auf <a href="http://en.reutsadaka.org/?p=846">ihre Seite klicken</a>:</p>
<p>Arabisch<br />
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<p>AM/FM<br />
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<p>Nicht viele singen gerne<br />
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<p>Eine weitere Initiative ist das <a href="http://www.win-peace.org/home.html">Windows for Peace</a> (Friedensfenster) Projekt, welches in 1991 startete und sich darum bemüht ein zweisprachiges und bikulturelles Magazin für Jugendliche herauszugeben, sodass sie zur Förderung von Gleichheit und Stärkung der Jugend miteinander Verbindung aufnehmen und über den Konflikt lernen können. Wie sie <a href="http://www.win-peace.org/about.html">auf ihrer Webseite erklären</a>, war es nicht leicht:</p>
<blockquote><p>Es ist für die israelischen und palästinensischen Jugendlichen nicht einfach, die riesigen Mengen an falschen Informationen und Klischees, die ihnen vermittelt werden, zu überwinden. Die begrenzten Möglichkeiten für Interaktion, welche daraus resultieren, dass sie meistens in getrennten Gemeinden leben und die durch den kontinuierlichen politischen Konflikt noch verschärft werden, verewigen die historischen Ängste, Vorurteile und den Hass, der diese beiden Völker trennt. Windows widmet sich deshalb der Förderung von umfassenden Veränderungen in der Art und Weise, wie sich israelische und palästinensische Jugendliche selbst, die ‘anderen’ und den Konflikt sehen. Teilnehmer an dem Windows-Programm machen Erfahrungen, welche die Konflikt-Transformation zwischen beiden Völkern fördert, sodass beide in einer friedliche Realität zusammenleben können. Wir glauben daran, dass ein gerechter und dauerhafter Frieden auf demokratischen Werten, den Menschenrechten und gegenseitige Kenntnisse und Anerkennung der ‘anderen’ basieren müssen.</p></blockquote>
<p>Sie arbeiten ferner an einer neuen Initiative <a href="http://www.win-peace.org/youth%20media%20program.html">Through the Lens</a> (Durch das Objektiv), wobei 15 bis 17 Jahre alte Jugendliche, die bei der Zeitschrift ‘ausgelernt’ haben, weiterhin ihre Fähigkeiten zum Schaffen kurzer Filme, von Nachrichten und anderen Video-Produktionen entwickeln, um “produktive, friedenschaffende Dialoge und positive Interaktionen” zu fördern.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=zsxLrfzyAIo">Hier ist ein Video</a>, in welchem die Windows-Teilnehmer über ihre Erfahrungen in der Gruppe sprechen und wie sie mit der Herausforderung zurechtgekommen sind, aus ihrer Komfortzone herauszukommen und über schwierige Themen, wie der Konflikt zwischen Israel und Palästina, zu reden:</p>
<p>Windows-Jugend - mit eigenen Worten</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/zsxLrfzyAIo&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/zsxLrfzyAIo&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Wie die Kinder in dem Video in wenigen Worten ausdrücken: Sie mögen es schwierig finden, mit den vielen Meinungen und Eindrücken anderer Kinder zurechtzukommen, andererseits haben sie die Möglichkeit, diese Fragen auf einer sicheren und gefahrlosen Art und Weise zu diskutieren, was ihnen wiederum dabei hilft die Welt, in der sie leben, besser zu verstehen mit der Chance sich mit anderen Kindern gegenseitig zu beeinflussen, zu lernen und mit anderen Kindern und Jugendlichen dies zu teilen und diese Vorstellungen sogar zu verändern.</p>
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		<title>China und Taiwan: Der Besuch des Dalai Lama und die Politik</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 18:08:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingrid Fischer-Schreiber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
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		<category><![CDATA[Taiwan (ROC)]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben vonOiwam Lam  &#183; Übersetzt von Ingrid Fischer-Schreiber &#183;  engl. Originalartikel 
Gestern kam der Dalai Lama im Zuge seiner von China verurteilten Reise in Taiwan an. Die Reise, um die die Democratic Progressive Party (DPP) bei Präsident Ma Ying-jeou angesucht hatte, ist eine Geste des Unterstützung gegenüber den Opfern des Taifuns Morakot. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/oiwan/">Oiwam Lam</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/ingrid-fischer-schreiber/'>Ingrid Fischer-Schreiber</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/08/31/china-and-taiwan-dalai-lamas-visit-to-taiwan-inevitably-political/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Gestern kam der Dalai Lama im Zuge seiner von China verurteilten Reise in Taiwan an. Die Reise, um die die Democratic Progressive Party (DPP) bei Präsident Ma Ying-jeou angesucht hatte, ist eine Geste des Unterstützung gegenüber den Opfern des Taifuns Morakot. Der Dalai Lama erklärte am Flughafen: <a href="http://english.aljazeera.net/news/asia-pacific/2009/08/2009830205219349115.html">&#8220;Ich bin ein Mönch. Man hat mich ersucht, Gebete für den Frieden zu sprechen &#8230; Es geht nicht um Politik. Es geht um das Menschliche.&#8221;</a></p>
<p>Obwohl der Dalai Lama sich sehr bemühte, diese Reise als &#8220;humanitäre&#8221; Reise zu gestalten, und den Verlauf auch dementsprechend plante, lassen die Debatten und Proteste rund um diese Reise darauf schließen, dass es dabei auch um etwas anderes geht.</p>
<p>Taiwanderful veröffentlichte den <a href="http://www.taiwanderful.net/event/dalai-lama-taiwan">Terminplan der Reise </a>mit einem Kommentar, in dem er beklagt:</p>
<div class="translation">Dieser Reiseverlauf kann in letzter Sekunde noch abgeändert werden. Es scheint, dass die Regierung mit einer Hand gibt und mit der anderen nimmt. Sie lassen den Dalai Lama hierher kommen, aber sie wollen auch nicht, dass er frei agieren kann.</div>
<p>Von Anfang an glaubten jene, die gegen die Reise des Dalai Lama sind, dass die Reise als Ganzes eine politische Show ist, die von der DDP gelenkt wird. Zum Beispiel sagte <a href="http://blog.udn.com/ROCgood/3266783">ROCgood</a> von udn.com: </p>
<blockquote><p> 明明故意消費88水災災民的死亡及苦難，搞落井下石的突襲，卑鄙政治手段，暗戳兩岸敏感神經，趁火打劫，發政治國難財，企圖破壞兩岸和平。卻又如此倒打一耙，假惺惺作態，偽託「人道撫慰」之名，說別人不要有「政治邏輯思考」，真的讓人噁心作嘔！
</div>
<div class="translation">Das ist eine ganz bewusste Vereinnahmung der Opfer des Taifuns Morakot, mit all ihrem Leiden und Sterben. Dieser politische Trick ist ein schmutziger Angriff auf jene, die ohnehin schon Not leiden. Er will den Nerv der Beziehungen zwischen China und Taiwan treffen und nutzt eine nationale Notlage aus. Sie [die DDP] will mit dieser vorgeblichen Geste des &#8220;humanitären Trostes&#8221; den Frieden zwischen Taiwan und China zerstören, kritisiert aber gleichzeitig die &#8220;politische Logik&#8221; der anderen. Das ist unerträglich!</div>
</blockquote>
<p>Lin Pohua, ein Blogger und Kolumnist, nennt <a href="http://lingfengcomment.pixnet.net/blog/post/25753763">drei Hauptargumente</a> gegen den Besuch des Dalai Lama: 1. Der Dalai Lama ist eine politische Figur und sein gesamtes Handeln verfolgt politische Zwecke; 2. die lokalen religiösen Vertreter können den Opfern genauso gut Trost spenden; 3. die DPP funktioniert den Besuch des Dalai Lama in eine Politshow um. Und Lin argumentiert weiter <a href="http://lingfengcomment.pixnet.net/blog/post/25753763"> Lin</a>:  </p>
<blockquote><p> 達賴喇嘛本來就是宗教領袖，如果說，他後來被逼沾上政治，也是因為共產黨對西藏文化與宗教的滅族迫害</p>
<div class="translation">Der Dalai Lama ist ursprünglich ein religiöser Führer. Wenn es heißt, er sei in eine politische Rolle gedrängt worden, dann wegen der Unterdrückung der tibetischen Kultur und Religion durch die KP.</div>
</blockquote>
<blockquote><p>葉小文一句“不一定遠方來的和尚才會念經”，是有意挑動台灣宗教界與達賴喇嘛，以及台灣宗教界之間的關係。</p>
<div class="translation">Der Kommentar von Ye Xiaowen [Anm. d. Übers.: Ye ist der Direktor des Staatlichen Büros für Religiöse Angelegenheiten der VR China], dass &#8220;jeder Priester beten kann und man niemanden von weit her dazu einladen muss&#8221; ist eine Provokation, die einen Konflikt zwischen den religiösen Vertretern Taiwans und dem Dalai Lama herbeiführen will. Er zerstört auch die Beziehung der verschiedenen religiösen Gruppierungen Taiwans untereinander.</div>
</blockquote>
<blockquote><p>共產黨大肆誣蔑民進黨，那是因為這口自己找來的惡氣不便出在不爭氣的馬英九身上，只能找民進黨來亂罵了。</p>
<div class="translation">Die KP Chinas greift deswegen die DPP an, weil sie ihren Zorn nicht direkt an Ma Ying-jeou auslassen kann, sondern ihn der DPP spüren lassen muss.</div>
</blockquote>
<p><a href="http://blog.roodo.com/weichen/archives/9863367.html">Weichen </a>unterstricht, dass der Dalai Lama Taiwan zwei Mal - 1997 und 2001 - besucht hat. In beiden Fällen hieß Ma Ying-jeou den Dalai Lama herzlich willkommen. Der Blogger sagt voraus, dass Ma Ying-jeou und die Führer der KMT es nicht wagen werden, den Dalai Lama zu treffen, weil Beijing Druck auf sie ausübe.</p>
<p>Cigam sieht im Besuch des Dalai Lama einen <a href="http://cigam.pixnet.net/blog/post/24239412">politischen Schlagabtausch</a> zwischen DPP, Kuomintang (KMT) und der KP Chinas:</p>
<blockquote><p>邀請達賴喇嘛來台灣，對DPP來說，的確是一手好牌你KMT不准他來，一定得罪災民！你讓他來，又得罪支那！</p>
<div class="translation">Die Einladung an den Dalai Lama, Taiwan einen Besuch abzustatten, ist tatsächlich ein schlauer Schachzug gewesen. Erlaubt die KMT den Besuch nicht, wäre das ein Schlag ins Gesicht der Opfer. Erlaubt sie den Besuch, dann zieht sie sich den Zorn der KP zu!</div>
</blockquote>
<blockquote><p>是的，能把KMT轟到台灣來的共產黨果然不是省油的燈！ 一方面示意區長可以放達賴喇嘛通關，另一方面擺出強硬態勢：你他 X的馬區長不聽話！甚至還放了一隻奴才來台灣大聲亂吠！ 一招轉守為攻、連消代打，幫馬區長洗掉了部分「親中」的嫌疑（是嫌疑嗎？），順便再幫馬區長塑造出有擔當、有氣魄的形象！好了，雙方你來我往，如果發展到這裡，其實看起來好像是DPP做球給KMT跟支那來打，讓他們博得美名</p>
<div class="translation">Die Tatsache, das die KP Chinas die Kuomintang besiegen konnte, zeigte, dass sie ein mächtiger Faktor ist. Einerseits gab sie grünes Licht für die Reise des Dalai Lama, andererseits verurteilte sie das Vorhaben offen: Du kleiner Provinzchef Ma hast gegen meinen Willen gehandelt! Sie schickt sogar einen Lakaien [Anm. d. Übers.: gemeint ist Ye Xiaowen], der sich in Taiwan wichtig macht! Das alles half Ma, dem Provinzchef, seine verdächtig pro-chinesische Haltung zu übertünchen und sich ein Image als verantwortlicher Provinzchef aufzubauen! Und jetzt schaut es langsam so aus, als ob die DPP den Ball der KMT und der chinesischen Regierung zuspielt und ihr die Gelegenheit gibt, sich einen guten Namen zu machen!
</div>
</blockquote>
<p>In der VR China darf der Besuch des Dalai Lama  in  Foren und Blog-Hosting-Webseiten nicht thematisiert werden.</p>
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		<title>Palästina: Warten auf die Iftar-Kanone</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/08/30/palastina-warten-auf-die-iftar-kanone/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Aug 2009 07:30:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Arabisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kriege & Konflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Nahost & Nordafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Palästina]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Krieg in Gaza hat viele Traditionen in weit entfernte Erinnerungen gerückt. Der palästinensische Blogger Hazem [ar] beklagt das Ende eines Ramadanrituals, an welches sich sein Großvater noch erinnert, welches es aber nicht mehr gibt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/amira-al-hussaini/">Amira Al Hussaini</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/'>Katrin Zinoun</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/08/29/gaza-waiting-for-the-iftar-cannon/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img alt="Iftar-Kanone" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/08/ksa-local.326639-300x255.jpg" width="300" height="255" /><p class="wp-caption-text">Iftar-Kanone</p></div>
<p>Der Krieg in Gaza hat viele Traditionen in weit entfernte Erinnerungen gerückt. Der palästinensische Blogger Hazem [ar] beklagt das Ende eines Ramadanrituals, an welches sich sein Großvater noch erinnert, welches es aber nicht mehr gibt.</p>
<p>Es ist eine Tradition, die es in vielen muslimischen Ländern gibt. Kanonen werden als Signal für das Fastenbrechen nach Sonnenuntergang (Iftar) abgefeuert. In Gaza werden sie nicht mehr abgefeuert. Er schreibt: </p>
<blockquote><p>آبائنا وأجدادنا لا زالو كل يوم يحدثونا عن شيئ كان سابقاً يسمى مدفع الافطار , وماان حدثونا الا وان تمنوا تلك الأيام أن تعود …<br />
وفي حديث مع جدي على مائدة الافطار , حدثني قليلاً عن تلك الأيام ( البريئة ) كما وصفها هذا الختيار ..<br />
فاستغربت من كلماته واحاسيسه التي كانت تنبعث من قلبه , فأخذ يحدثني وعيناه تدمع من شدة مرارة الايام فقال<br />
آآآه يا جدي لو يعود مدفع الافطار , والفرحة تدخل كل بيت ودار ,, وبيت ستك يجمعنا وحوالينا كوانين النار , ونعيش ليالي رمضان ..
</p></blockquote>
<div class="translation">Unsere Eltern und Großeltern sprechen noch über etwas, was man Iftar(Fastenbrechen)-Kanone nennt, und sobald sie sich daran erinnern, sehnen sie sich nach den alten Tagen zurück.<br />
Während des Fastenbrechens sprach mein Großvater über diese &#8220;unschuldigen&#8221; Tage, wie der alte Mann sie nennt. Ich war überrascht von seinen Worten und seiner Empfindsamkeit, die direkt aus seinem Herzen kam. Seine Augen vergossen Tränen der Verbitterung über diese Tage während er sagte: </p>
<p>Oh mein Enkel, wenn nur die Iftar-Kanone wiederkehren würde. Sie bringt Glück in jedes Haus und in jedem Raum. Wir versammelten uns damals in dem Haus meiner Großmutter. Wir saßen alle um das Feuer des Ofens herum und feierten die Nächte des Ramadan.</p></div>
<p>An das Leben in Gaza während des Ramadan, erinnert sich der alte Mann:</p>
<blockquote><p>تلاقي الفطرة أشكال وألوان , هادا كنافه بالسمن البلدي , وهاد قطايف محشية بلوز ,, واعمامك كلهم صغار ,, هون فانوس وهون لعب اطفال والحارة كلها انوار ..<br />
نتزاور أهل وجيران , والبسمة تملى أباريق واجرار , نسهر ونتلكم ونحكي قصة وأسرار , عن فارس أسد ومغوار .
</p></blockquote>
<div class="translation">Man findet alle Sorten von Köstlichkeiten. Hier sieht man Kunafa, hergestellt aus natürlichem Fett; und dort Qatayef, gefüllt mit Mandeln. Deine Onkel waren jung und man fand eine Laterne (fanoos) hier und Spielzeuge dort. Die gesamte Nachbarschaft war hell erleuchtet. </p>
<p>Wir besuchten unsere Verwandten und Nachbarn und jeder hatte ein Lächeln auf dem Gesicht. Wir blieben die ganze Nacht auf und erzählten einander Geschichten und Geheimnisse über einen Ritter, einen Löwen und einen Abenteurer.</p></div>
<p>Indem er sich wieder der heutigen Zeit zuwendet, beklagt der Großvater: </p>
<blockquote><p>آآآآه يا جدي لو يرجع مدفع الافطار<br />
لا أسرَى ولا معتقلات<br />
لاحواجز ولا مستوطنات<br />
في حارتنا تعلا الرايات<br />
ونغني كبار وصغار<br />
في بلدنا بلد الأحرار<br />
لو يرجع مدفع الافطار
</p></blockquote>
<div class="translation">
Oh mein Enkel, wenn nur die Iftar-Kanone wiederkehren würde.<br />
Es gab keine Gefängnisse, und keine Verhaftungen,<br />
keine Grenzen und keine Siedlungen.<br />
In unserer Nachbarschaft wehten die Fahnen hoch<br />
und die Jungen und die Alten sangen.<br />
In unserem Land, dem Land der Freien,<br />
wenn nur die Iftar-Kanone zurückkehren würde.</div>
<p>Hazem fährt fort:</p>
<blockquote><p>ولم يكمل جدي المشوار , حتى ادمعت عيناي ألم من هذا الواقع الجبار , حصار ودمار والاهل والجيران كلُ في وادِ محتار .<br />
قبلت جبينه ودعوت ربي أن يجمعنا رمضان في خيرِ وسعادة واستقرار .</p></blockquote>
<div class="translation">Mein Großvater beendete seine Geschichte nicht und meine Augen füllten sich mit Tränen angesichts unserer brutalen Realität - das Leben unter Besatzung und in Zerstörung, unsere Verwandten und Nachbarn überall zerstreut, jeder allein und verwirrt. Ich küsste die Stirn meines Großvater und betete zu Gott, uns im Ramadan in Gesundheit, Glück und Beständigkeit zu vereinen.</div>
]]></content:encoded>
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		<title>Irak: Organisierte Razzia gegen Homosexuelle</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/05/12/irak-organisierte-razzia-gegen-homosexuelle/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 May 2009 11:14:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Veronica Bauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arabisch]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Irak]]></category>
		<category><![CDATA[LGBT]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonKatharine Ganly  &#183; Übersetzt von Veronica Bauer &#183;  engl. Originalartikel 
In den vergangenen Wochen hat die Verfolgung von Homosexuellen im Irak zugenommen, schuld daran ist eine organisierte Razzia die sich auf eine religiösen Verordnung beruft die deren Tod fordert, berichtet das UAE- basierte Mediennetzwerk alarabiya.net.
In letzter Zeit gab es eine Flut von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/katharine-ganly/">Katharine Ganly</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/veronica-bauer/'>Veronica Bauer</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/05/10/iraq-organised-crackdown-on-homosexuals/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>In den vergangenen Wochen hat die Verfolgung von Homosexuellen im Irak zugenommen, schuld daran ist eine organisierte Razzia die sich auf eine religiösen Verordnung beruft die deren Tod fordert, berichtet das UAE- basierte Mediennetzwerk<a href="http://www.alarabiya.net/save_print.php?print=1&amp;cont_id=71071"> alarabiya.net</a>.</p>
<p>In letzter Zeit gab es eine Flut von Todesfällen, herbeigeführt durch eine bisher unbekannte und besonders grauenvolle Foltermethode die sich gegen homosexuelle Männer richtet.</p>
<p>Irakischer Menschenrechts Aktivist Yina Mohammad berichtete alarabiya.net:</p>
<blockquote>
<div class="translation">
<div class="arabic">ميليشيات عراقية أقدمت على شكل جديد من التعذيب لا سابق له ضد المثليين وهو استخدام مادة لاصقة قوية جداً توضع داخل مؤخراتهم لإغلاقها كلياً</div>
<div class="translation">Irakische Milizia entwickeln eine noch nie dagewesene neue Form der Folter, diese beinhaltet das Einführen eines besonders starkem Klebstoffs in den Anus des Opfers, das ihn völlig absiegelt.</div>
</div>
</blockquote>
<p>Sie fuegt hinzu:</p>
<blockquote>
<div class="arabic">
<p>المادة اسمها الصمغ الأميري، وهو صمغ إيراني يؤدي للصق الجلد ببعضه بحيث لا يمكن فتحه إلا بعملية جراحية، وبعد الإغلاق يتم إعطاؤهم مادة مسهلة لشربها ويحصل إسهال بلا وجود منفذ، وهذا يؤدي للموت، وتم توزيع هذه الأمور في كليبات قصيرة على أجهزة الموبايل في بغداد</p></div>
<div class="translation">Der Klebstoff ist bekannt als Amiri gum; es ist ein iranischer Kleber der die Haut so stark zusammenhält, dass sie nur operativ wieder getrennt werden kann.</p>
<p>Nachdem sie den Anus des Opfers geschlossen haben, führen sie ihm eine Flüssigkeit zu die Durchfall auslöst. Da der Durchfall den Körper nicht verlassen kann, führt dies oft zum Tode des Opfers.</p>
<p>Solche Fälle ziehen in Baghdads Mobiltelefonen in Form von kurzen Videofilmen ihre Runden.</p></div>
</blockquote>
<p>Diese Nachrichten kommen nach Reporten von zunehmenden Attacken an Homosexuellen durch Militärgruppen und Todesschwadronen, dies ist eine Form von القصاص, oder &#8216;Vergeltung&#39;.</p>
<p>Eine Militärgruppe, die sich selbst أهل الحق oder „Die Rechtschaffenden“ nennt veröffentlicht Listen mit den Namen von angeblich homosexuellen Männern in Sadr City und droht dann sie zu verfolgen. Mindestens drei Morde im letzten Monat wurden vermutlich durch die Veröffentlichung solcher Listen verursacht, berichtet „<a href="http://www.iraqistreets.com/%D9%85%D8%AB%D9%84%D9%8A-%D8%A7%D9%84%D8%AC%D9%86%D8%B3-%D9%81%D9%8A-%D8%A7%D9%84%D8%B9%D8%A7%D8%B1%D9%82/"><em>Iraqi Streets</em></a>“ (irakische Strassen).</p>
<p><em>Iraqi Streets</em> fragt die Miliz:</p>
<blockquote>
<div class="arabic">
<p>بأي حق نصبتم أنفسكم أهلا لهذا الحق وأنتم لا تملكون أي ذرة حق-حيث علقت قوائم بأسماء مثلي الجنس في مدينة الصدر وعثر على ثلاث جثث لهم ملقاة في الطريق بعد قتلهم رميهم بالرصاص وعليهم أثار تعذيب حيث كسرت أيديهم وأرجلهم</p></div>
<div class="translation">Welche Art von Rechtschaffenheit ist es die ihr glaubt euer eigen nennen zu können? Ihr besitzt nicht ein Körnchen von dem was Recht ist, wenn ihr eine Liste veröffentlicht mit den Namen von Homosexuellen in Sadr City. Euretwegen wurden drei Leichen in die Strassen geworfen, sie wurden erschossen, Spuren von Folter an den Körpern, ihre Hände und Füsse gebrochen.</div>
</blockquote>
<p>Als Antwort auf einen Kommentar der fragt warum er Homosexuelle verteidigt, antwortet <em>Iraqi Streets</em>:</p>
<blockquote>
<div class="arabic">السؤال الاهم لماذا الأن هاجموا المثيلين في العراق ؟المثيلين موجودسن منذ مده لماذا اليوم بدأت حرب ضدهم؟</div>
<div class="translation">Die wichtige Frage ist warum werden Homosexuelle gerade jetzt angegriffen? Homosexuelle gibt es schon seit langer Zeit in Irak, was hat diesen Krieg gerade heute provoziert?</div>
</blockquote>
<p>Tatsächlich kommen zu den kürzlich verübten Morden eine wachsende Zahl von Männern hinzu die wegen ihrer tatsächlichen oder vemuteten Sexualität angegriffen wurden, ein Phänomen, dass über die letzten paar Jahre hinweg stetig zugenommen hat.</p>
<p>Laut der <a href="http://iraqilgbtuk.blogspot.com/"><em>IraqiLGBT</em></a>, über 400 homosexuelle Männer wurden seit 2003 getötet. Die Übergriffe auf Homosexuelle scheinen in Häufigkeit zuzunehmen, über 25 Männer wurden im letzten Monat getötet, dies ist einer Zunahme in der Ausuferung von Todesschwadronen und Militärgruppen von denen einige, laut der <em>IraqiLGBT</em>, anscheinend Rückendeckung nicht nur von Figuren des religiösen Lebens sondern auch von irakischen Behörden.</p>
<p>Ahmed al Sa&#39;dawi berichtet auf dem irakischen Mediennetzwerk <em><a href="http://niqash.org/content.php?contentTypeID=74&amp;id=2431&amp;lang=0">Niquash</a></em>, dass:</p>
<blockquote><p>Homosexualität ist größtenteils kritisch beäugt in der irakischen Gesellschaft und es scheint, dass Sympathie für ihre immer schlimmer werdende Zwangslage nicht vorhanden ist. Schwule werden als Bedrohung für die Gesellschaft angesehen, sie brechen die sozialen Normen und bringen „moralischen Verfall“ in die Gesellschaft.<br />
Ein Augenzeuge, der einen Angriff an einem jungen Mann beobachtete sagte: „Der Hund hat bekommen was er verdient.“ Diese Wahrnehmung hat Angriffe auf sie so gut wie legalisiert.<br />
Laut dem irakischen Gesetz kann jeder Bruch mit sozialen oder religiösen Sitten nur von der Justiz geregelt werden. Es gibt keinen Raum für religiöse Gesetze und doch werden seit 2006 Homosexuelle Menschen mit religiöser Unterstützung von einigen islamischen Klerikern angegriffen.</p></blockquote>
<p>Im Lichte der momentanen Situation schrieb die International Gay and Lesbian Human Rights Commission (IGLHRC) letzten Monat einen Brief an den irakischen Minister für Menschenrechte, Wijdan Salim, und forderten gezielte Maßnahmen um LGBT Iraker vor Hassverbrechen und Verfolgung zu beschützen. Den Brief finden sie <a href="http://www.iglhrc.org/cgi-bin/iowa/article/takeaction/resourcecenter/889.html">hier</a>.</p>
<p>Dem IGLHRC zufolge wurden viele von den Angriffen auf Homosexuelle nicht ordnungsgemäß untersucht und die Schuldigen zu oft nicht bestraft. Laut Berichten von alarabiya.net und einigen Blogs wurde Homosexuellen in Krankenhäusern die Behandlung verweigert.</p>
<p>Es ist offensichtlich, dass sich etwas ändern muss um dem immer häufiger werdenden Aufkommen von solchen Gräueltaten entgegen zu wirken.<br />
Während die Unterstützung von ausländischen Gruppen und Druck von außen einen positiven Einfluss, für den schwulen Iraker der in Angst lebt haben diese Gruppen wenig Einfluss auf seinen täglichen Kampf.</p>
<p>In <em><a href="http://shams-alma7aba.blogspot.com/">Shams Al Ma7aba</a></em> der Blog eines Paares das von Bahrain aus schreibt, werden die frustrierenden Erfahrungen von Homosexuellen zusammen gefasst die ihrer Grundrechte beraubt werden:</p>
<blockquote>
<div class="arabic">مايحصل للعراق اليوم … و يصل لأي أحد فينا ..<br />
العربية تعد تقريرا عن المثليين بالعراق وهناك منظمة بالخارج تدافع عنهم ولكن المعروف بأن التغيير يأتي من الداخل وبالثورة والنضال لان الحق ينتزع ولا يعطى أو يهدى !!</div>
<div class="translation">Was heute in Irak passiert könnte&#8230; jedem von uns passieren.<br />
Alarabiya hat einen Report über Homosexuelle in Irak geschrieben und es gibt eine Organisation die (schwule Iraker) verteidigt.<br />
Jedoch ist es weitbekannt, dass Veränderung nur von innen kommen kann, durch Revolution und Kampf, da uns unsere Rechte nicht einfach gegeben oder zugestanden werden, müssen wir sie uns nehmen!</div>
</blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Taiwan: Buddhistischer Meister sorgt für Kontroverse</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/03/31/taiwan-buddhistischer-meister-sorgt-fur-kontroverse/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 21:35:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingrid Fischer-Schreiber</dc:creator>
				<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Ethnizität]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Taiwan (ROC)]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben vonDavid Reid  &#183; Übersetzt von Ingrid Fischer-Schreiber &#183;  
Der buddhistische Meister Hsing Yun trat bei einer internationalen buddhistischen Konferenz eine Kontroverse los, als er behauptete: &#8220;Es gibt in Taiwan keine Taiwanesen und alle Taiwanesen sind Chinesen.&#8221; Die taiwanesischen Blogs The View from Taiwan und Letters from Taiwan schreiben beide über die Vereinnahmung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/david-reid/">David Reid</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/ingrid-fischer-schreiber/'>Ingrid Fischer-Schreiber</a> &middot; </em> 
<br /><p>Der buddhistische Meister Hsing Yun trat bei einer internationalen buddhistischen Konferenz eine Kontroverse los, als er behauptete: &#8220;Es gibt in Taiwan keine Taiwanesen und alle Taiwanesen sind Chinesen.&#8221; Die taiwanesischen Blogs <a href="http://michaelturton.blogspot.com/2009/03/china-calms-taiwan-with-buddhism.html">The View from Taiwan </a>und <a href="http://lettersfromtaiwan.blogspot.com/2009/03/buddhism-manipulated.html">Letters from Taiwan </a>schreiben beide über die Vereinnahmung des Buddhismus für politische Zwecke.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Der Papst in Kamerun (2): Von Priestern, Korruption und Politik</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/03/20/der-papst-in-kamerun-2-von-priestern-korruption-und-politik/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 17:29:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Cameroon]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Kamrun-Besuch des Oberhaupts der Römisch-Katholischen Kirche im März 2009 hat kamerunische Blogger dazu veranlasst, die Suchscheinwerfer auf die politischen Auswirkungen (sollte es welche geben) eines päpstlichen Besuchs wie diesen in dem Land zu richten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/george-esunge-fominyen/">George Esunge Fominyen</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/03/19/the-pope-in-cameroon-2-of-clerics-corruption-and-politics/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Der Kamrun-Besuch des Oberhaupts der Römisch-Katholischen Kirche im März 2009 hat kamerunische Blogger dazu veranlasst, die Suchscheinwerfer auf die politischen Auswirkungen (sollte es welche geben) eines päpstlichen Besuchs wie diesen in dem Land zu richten. So bloggt beispielsweise Neba Fuh auf <a href="http://globalvoicesonline.org/?p=62280&#038;preview=true&#038;preview_id=62280&#038;preview_nonce=c85ff94e23">Voice of the Oppressed</a>: </p>
<blockquote><p>Der verstorbene Papst Johannes Paul II besuchte die Kameruner bereits zwei Mal und die Auswirkungen auf die ohnehin schon verarmte Bevölkerung war nichts weiter als religöse Euphorie auf Kosten ihrer persönlichen Abgaben und der Staatskasse. Die unbeantwortete Frage von Biyas repressiver Gesetzgebung sind immer noch unbeantwortet.</p></blockquote>
<p>Aloysius Agendia, ein Journalist und Ex-Seminarist, scheint in einem Artikel mit dem Titel <a href="http://agendiaaloysius.blogspot.com/2009/03/pope-benedict-xvi-visit-to-africa-going.html">Papst Benedikts XVI Besuch in AFRIKA: Mehr als spirituelle Rhetorik</a> vorzuschlagen, die Kirche solle von Staaten und Politikern gemachte Gesetze, die nicht im Interesse der Menschen sind, verurteilen, anstatt sich hinter diplomatischen Roben zu verschanzen: </p>
<blockquote><p>Wir verstehen die Kirche und den Vatikan als Staat und als religiöse Instanz mit allerdings politischer Konnotation, die in ihrer Herangehensweise manchmal diplomatisch sein muss. Meiner Meinung nach darf wahre Religion Ungerechtigkeit, Unterdrückung, Ausnutzung, Kolonialismus in all seinen Formen und anderen Lastern nicht gleichgültig gegenüberstehen. Die Katholische Kirche hat viel getan und tut immer noch viel, aber es gibt noch sehr viel mehr zu tun. Diplomatie, obwohl sie auf ihre eigene Weise gut ist, darf für die Kirche jedoch nicht zu alltäglichen Mittel werden, denn die Dinge müssen beim Namen genannt werden. Beim Versuch, wichtige Themen ständig &#8220;dezent&#8221; anzusprechen, geht die Nachricht entweder verloren oder die Bedeutung/Wichtigkeit wird stark abgemildert. Kirchenführer dürfen nicht nur mit den Mächtigen, Reichen und Einflussreichen speisen. Sie müssen sich nicht notwendigerweise auf die Seite der Opposition stellen, sie sollten jedoch den Schwachen, Unterdrückten, Kranken etc. beistehen.</p></blockquote>
<p>Ihm ist klar, was er vom Papst erwartet:</p>
<blockquote><p>Als spiritueller Führer, der Hoffnung repräsentiert, darf er uns nicht nur damit vertrösten, abzuwarten und zu hoffen. Wir erwarten von ihm, mutig genug zu sein, bei denen, die die Hoffnung der Kameruner und Afrikaner zerstören wollen, zumindest Gefühle gegenüber Menschen und ihren Mitbürgern anzumahnen.</p></blockquote>
<p>Auf der anderen Seite fragt sich <a href="http://www.nebafuh.com/2009/03/papal-visitwhat-impact-on-the-regime-and-the-immorality-of-some-clergymen.html">Voice of the Oppressed</a>, ob der Klerus, besonders in Kamerun, moralisch so überlegen ist, um von denen, die das Land regieren, einen Wandel zu fordern, wenn er selbst kein leuchtendes Vorbild ist: </p>
<blockquote><p>Was kann eine moralisch bereits verarmte Gesellschaft von einem Bischof oder Priester lernen, der in seiner Gemeinde wahllos Kinder zeugt?<br />
Was kann eine Gesellschaft von einem Priester lernen, der , mit der Entschuldigung, er sei einfach genauso menschlich wie alle anderen auch, in seiner Gemeinde über mehrere &#8220;Freundinnen&#8221; verfügt?<br />
Oder die Auslandsreise einer Freundin finanzierte, außerhalb der Gemeinde, damit sie seine Kinder gebähren kann, und wenn er Urlaub oder Bildungsurlaub nimmt, er im Ausland von &#8220;seiner Frau&#8221; und seinen &#8220;Kindern&#8221; empfangen wird?<br />
Oder ein Schuldirektor, der Priester ist, der mithilfe gefälschter Rechnungen und Bücher Schulgelder veruntreut?<br />
Oder Priester, die zu Raubtieren gegenüber verletzbaren Kindern wurden, die ihnen zur Verfügung gestellt wurden?</p></blockquote>
<p>Aloysius Agendia findet, Papst Benedikt XVI sollte die wahrgenommene Launenhaftigkeit katholischer Prälaten in Kamerun ansprechen: </p>
<blockquote><p>Der Heilige Vater sollte bei seinen Besuchen in Kamerun und Afrika Folgendes beachten. Zu allererst benötigt die Katholische Kirche und besonders ihre (Hirten) in Kamerun echte &#8220;Erneuerung&#8221; und &#8220;Überholung&#8221;. Die zahlreichen Geschichten über sexuelle Freizügigkeit, Extravaganz und Einstellung zum Flirten einiger unserer Priester, einige Bischöfe eingeschlossen, einige davon erzählen sogar vom Kindergebähren, andere von Unzucht mit Studenten, anderer Männer Ehefrauen, Gemeindemitgliedern etc. müssen angesprochen werden…</p></blockquote>
<p>Dieser Blogger glaubt, dass wenn die Korruptionsprobleme innerhalb der Römisch-Katholischen Kirche in Kamerun nicht vom Papst angegangen werden, habe der Besuch keine Bedeutung für ihn: </p>
<blockquote><p>Die Kirche samt Ausstattung wird für &#8220;Darlehen&#8221; mit Hypotheken belastet, so als man Jesus Christus noch einmal für 950.000.000 FCFA verkaufen wolle, wie Judas es für 30 Silberstücke tat. Hier geht es um eine berühmte Kathedrale in Kamerun, die als Sicherheit für ein von einem ihrer Bischöfe aufgenommenes Darlehen diente. Dieser ernste und erschreckende Fall von Veruntreuung verdient, neben anderen Dingen, päpstliche Aufmerksamkeit. Dies sind Probleme, die, sollte der Papst es versäumen sie zumindest im Vertrauen mit seinen Priestern, anzusprechen, muss seine Mission in Kamerun, ich muss es zugeben, als weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben, und warum nicht, als Blindgänger bezeichnet werden.</p></blockquote>
<p>Wird der Papst es wagen? Das könnte das nächste interessante Thema in der kamerunischen Blogosphäre werden. </p>
<p>Hinweis: Teil 1 dieses Post befindet sich <a href="http://de.globalvoicesonline.org/2009/03/18/der-papst-in-kamerun-1-kontroverse-uber-aufraumaktionen-in-yaounde/">hier</a>. </p>
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		<item>
		<title>Der Papst in Kamerun (1): Kontroverse über Aufräumaktionen in Yaoundé</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 17:54:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Cameroon]]></category>
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		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Papst Benedikt XVI besucht vom 17. bis 20. März Kamerun. Die Regierung nimmt dies zum Anlass, radikale Aufräummaßnahmen durchzuführen, die in der Blogosphäre Kameruns eine Kontroverse ausgelöst haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/george-esunge-fominyen/">George Esunge Fominyen</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/03/17/the-pope-in-cameroon-1-yaounde-clean-up-controversy/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Papst Benedikt XVI ist vom 17. bis 20. März in Kamerun zu Besuch. Das hat dazu geführt, dass die Regierung einige radikale Aufräummaßnahmen durchgeführt hat, wie <a href="http://grietandthorsten.blogspot.com/2009/03/long-awaited-visit-of-pope.html">Griet,Thorsten, Jara und Lisa</a> bloggen:</p>
<blockquote><p>1 Sämtliche kleinen Läden, Häuser, Verkaufsstände, die nicht hübsch genug aussehen, werden mithilfe großer Raupen zerstört. Der LKW kommt vorbei, sieht sich deinen Stand/Haus/was-auch-immer an und wenn es dem Fahrer nicht gefällt, zerstört er es einfach samt dessen Inhalt. Alles begann vor ca. einer Woche im Zentrum der Stadt. Auf einmal gab es auf den Straßen keine Straßenhändler mehr, alle Läden am Postamt verschwanden usw. Das Ganze wurde nun bis zum Flughafen ausgeweitet.<br />
2 Die Straße zum Flughafen wird von brandneuen Straßenlampen erleuchtet. Allerdings NUR die Straße vom Flughafen ins Stadtzentrum.<br />
3 Am Dienstag (das ist gesichert, andere Tage müssen noch bestätigt werden) wird die Straße zwischen Flughafen und Stadtzentrum gesperrt sein. Hinweis: Der Papst kommt abends an, aber die Straße muss schon ab dem FRÜHEN MORGEN gesperrt werden. Es kommt also niemand zur Arbeit/nach Hause, zur Schule usw.</p></blockquote>
<p>Dieser Post verlinkt auf einen anderen Blog einer Expat-Familie, <a href="http://sanderelkemilan.blogspot.com/2009/03/weet-de-paus-wel-dat-de-mensen-in.html">Sander Elke en Milan</a>, auf dem es Fotos über die Zerstörung von Läden am Straßenrand von Yaoundé gibt.</p>
<p>Diese Zerstörung löste in den Blogs zweier anderer Expats in Kamerun eine Diskussion aus. <a href="http://danielseely.wordpress.com/2009/03/11/popes-coming-means-excitement-for-some-difficulty-for-others-face-lift-for-yaounde/#comment-185">Συγκακοπαθησον</a>, ein Blog, das von einer Mission in Kamerun betrieben wird und in dem über die Veränderungen im Aussehen Yaoundés als Ergebnis des Papstbesuchs geschrieben wird.</p>
<blockquote><p>Wie sehe ich also die ganze Sache? Es ist schön, dass die Stadt ein Facelift bekommt - alles sieht auf jeden Fall viel schöner aus und die großen Straßenlaternen machen das Fahren in der Nacht oder das Anhalten eines Taxis an der Hauptstraße so viel einfacher und sicherer - es ist allerdings schade, dass diese Aufräumaktion die Zerstörung der Lebensweise von Menschen bedeutet. Leider haben diese Leute die &#8220;Regeln&#8221; einfach ignoriert, einige davon absichtlich, und werden nun mit den Konsequenzen konfrontiert. Traurig ist, dass die Regierung offensichtlich damit zufrieden war, den Dingen ihren Lauf zu lassen (möglicherweise seit 10 Jahren oder länger), bis etwas Großes passierte, wie etwa der Besuch des Papstes. Wenn sie, sobald sich diese Strukturen zu bilden begannen, eingegriffen hätte, wäre die jetzige Art der Zerstörung der Lebensgrundlage von Menschen vermeidbar gewesen. Aber auch hier gilt, Gesetz ist immer noch Gesetz, auch wenn es nicht durchgesetzt wird.</p></blockquote>
<p>Diese Ansicht wurde von einem in Großbritannien geborenen VSO-Volontär, der auf Our Man in Cameroon bloggt, nicht wirklich geteilt. Seine Reaktion in einem Post mit dem Titel <a href="http://ourmanincameroon.com/2009/03/12/pope-cameroon-clean-up/">Impossible Missionary</a> (Unmöglicher Missionar) war einfach:</p>
<blockquote><p>Straßenstände sind hier eine Lebensart. Es gibt sie überall. Es ist einfach, zu sagen, sie seien illegal, sie bestehen jedoch teilweise aus solidem Material. Dazu kommt, dass wenn sie tatsächlich illegal sind, ich mir vorstellen kann, dass sie nur deshalb geduldet wurden, weil irgendjemand, irgendwo regelmäßig ein paar tausend Franc Bestechungsgeld kassiert hat.<br />
Die Menschen rackern sich hier ab. Man kann davon ausgehen, dass aus diesen Buden nicht viel herausspringt, und in einem Land, in dem Unternehmen und das Unternehmertum an sich so schwach sind… nun, was für eine Art und Weise, das zu belohnen. Wenn ihr dem, was ich geschrieben haben, grundsätzlich zustimmt und die Sichtweise der Mission genauso ignorant findet wie ich, bitte ich euch, einen Kommentar zu hinterlassen. Vielleicht nicht hier unten, sondern auf der Seite der Mission.</p></blockquote>
<p>Leser haben dazu jedoch auch Kommentare auf dem Blog Our Man in Cameroon hinterlassen. Die Reaktionen schaukelten sich so hoch, dass Karis, die Frau des Missionars, begann, <a href="http://ourmanincameroon.com/2009/03/12/pope-cameroon-clean-up/#comment-899">ihren Mann zu verteidigen</a>:</p>
<blockquote><p>Wow! Ich hätte nie gedacht, dass mein Mann einen solchen Aufruhr verursachen könnte. Ich glaube, manchmal denken wir, dass nur Leute unser Blog lesen, die uns kennen, und diese Leute wissen, wie zu verstehen ist, was wir schreiben, anstatt es Zeile für Zeile auseinanderzunehmen, ohne uns überhaupt zu kennen. Trav, vielen Dank für deine netten Worte. Dad A, vielen Dank für den Humor. Du bringst mich immer zum lächeln. Ich wünschte nur, ihr alle, die ihr hier auf seinem Blog einen Kommentar hinterlassen habt, würdet meinen Mann kennen — ihr wäret nicht so hart dabei, Sätze auseinanderzunehmen.<br />
Er und ich haben viele Gespräche darüber geführt, wie schrecklich es ist, wie Menschen ihre Lebensgrundlage entzogen wird, und all das für ein paar Tage Papstbesuch. Als wir am Montag in der Stadt waren und sahen, wie Habseligkeiten auf LKWs geworfen wurde, wurde mir schlecht. Mehr als einmal sagten wir: &#8220;Aber wie werden diese Menschen heute Abend essen? Und am Tag danach und danach?&#8221; Es ist sogar noch schlimmer als das in…<br />
Und dann heute sah ich ihn, wie er Menschen weiter unten in unserer Straße mit ihren Nähmaschinen, ihren Tische, ihren Taschen voll Habseligkeiten half, als die Regierung mit ihren Bulldozern anrückte. Nein, das wurde wurde in diesem Post nicht ausreichend betont, um all unsere Gespräche und Taten zu zeigen, aber wow… das bedeutet nicht, dass mein Mann kein Mitgefühl für die Menschen hier hätte! Vielleicht kann ich ihn dazu überreden, einen neuen Post zu schreiben, aber ich bin mir nicht so sicher, denn es ist vielleicht besser, die Sache ruhen zu lassen, anstatt wieder zerrissen zu werden. Ich höre an dieser Stelle wohl besser auf. Eine Ehefrau, die sich auf die Seite Ihres Mannes stellt, gibt wohl kaum Anlass zum Umdenken.</p></blockquote>
<p>Dieser Meinungsaustausch war hier noch nicht zu Ende. Dieser päpstliche Besuch nimmt innerhalb der Blogosphäre so manche Wendungen!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ägypten: Blogger uneinig über Geert Wilders</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/26/agypten-blogger-uneinig-uber-geert-wilders/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/26/agypten-blogger-uneinig-uber-geert-wilders/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 11:33:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>
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		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Berufungsgericht in Amsterdam hat entschieden, dass Geert Wilders, niederländischer Parlamentarier, wegen seiner Ansichten zum Islam angeklagt wird. Wilders und sein Film haben letztes Jahr eine Welle der Empörung ausgelöst, wobei sich beide Seiten gegenseitig beschuldigten. Während <a href="http://musing-fool.blogspot.com/2009/01/dutch-mp-geert-wilders-to-be-tried-for.html">Perwin Ali</a> dachte, dass er es verdient angeklagt zu werden, bloggt <a href="http://anegyptian81.blogspot.com/2009/01/support-geert-wilders.html">ein Ägypter</a> für seine Freilassung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/marwa-rakha/">Marwa Rakha</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/'>Katrin Zinoun</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/23/egypt-about-geert-wilders/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Das Berufungsgericht in Amsterdam hat entschieden, dass Geert Wilders, niederländischer Parlamentarier, wegen seiner Ansichten zum Islam angeklagt wird. Wilders und sein Film haben letztes Jahr eine Welle der Empörung ausgelöst, wobei sich beide Seiten gegenseitig beschuldigten. Während <a href="http://musing-fool.blogspot.com/2009/01/dutch-mp-geert-wilders-to-be-tried-for.html">Perwin Ali</a> dachte, dass er es verdient angeklagt zu werden, bloggt <a href="http://anegyptian81.blogspot.com/2009/01/support-geert-wilders.html">ein Ägypter</a> für seine Freilassung.</p>
<p>Perwin analysierte Wilders&#39; Dokumentation Fitna:</p>
<blockquote><p>Personally, I thought his movie was a one-sided, biased look at Islam, that could be easily refuted, and shown for how out of context it really is, by anyone who understands Islam properly. His documentary is filled with half truths.</p>
<p>    For example:</p>
<p>    When he quoted Surah 8 Verse 60<br />
    “Prepare for them whatever force and cavalry ye are able of gathering to strike terror into the hearts of the enemies, of Allah and your enemies.”</p>
<p>    He didn&#39;t continue to the very next verse, Verse 61, of the same Surah<br />
    “But if they incline to peace, you (also) incline to it, and put your trust in Gof. Verily, He is the All-Hearer, the All-Knower”</p></blockquote>
<div class="translation">
Ich persönlich dachte, der Film war eine einseitige und voreingenommene Betrachtung des Islam. Jeder, der den Islam richtig versteht, könnte diese einfach widerlegen und zeigen, wie sehr sie aus dem Kontext gerissen wurde. Seine Dokumentation ist gefüllt mit Halbwahrheiten.</p>
<p>Zum Beispiel: </p>
<p>Wenn er Sure 8 Vers 60 zitiert:<br />
&#8220;So rüstet wider sie, was ihr vermögt an Kräften und Rossehaufen, damit in Schrecken zu setzen Allahs Feind und euern Feind und andre außer ihnen, die ihr nicht kennt.&#8221;</p>
<p>Er ist nicht fortgefahren mit dem nächsten Vers, Vers 61, in der gleichen Sure:<br />
&#8220;Sind sie aber zum Frieden geneigt, so sei auch du ihm geneigt und vertrau auf Allah; siehe, Er ist der Hörende, der Wissende.&#8221;</p></div>
<p>Perwin gab noch mehr Verse an, die Wilders aus dem Kontext genommen hatte und fuhr fort, seine Argumente zu widerlegen:</p>
<blockquote><p>    On the flip side, just like there are all the verses that Wilders used, there are others that talk about, things like, freedom of religion, talking (and not fighting) as method of persuasion, patience, and acceptance of others to name a few supposedly “humanitarian” ideals (as Wilders likes to call it).</p>
<p>    For example:<br />
    Surah 109<br />
    “Say: O ye that reject Faith! I worship not the which ye worship, Nor will ye worship that which I worship. And I will not worship that which ye have been wont to worship. Nor will ye worship that which I worship, To you be your Way, and to be mine.”</p></blockquote>
<div class="translation">
Auf der anderen Seite, so wie es eine Menge Verse gibt, welche Wilders benutzte, so gibt es auch viele Verse, die von Dingen sprechen wie Religionsfreiheit, Reden (und nicht Kämpfen) als Methode der Überzeugung, Geduld, und Akzeptanz der Anderen, um nur einige sogenannte &#8220;humanitäre&#8221; Ideale (wie Wilders es gerne nennt) zu nennen.</p>
<p>Zum Beispiel:<br />
Sure 109<br />
&#8220;Sprich: O ihr Ungläubigen,<br />
Ich diene nicht dem, dem dem ihr dienet,<br />
Und ihr seid nicht Diener dessen, dem ich diene,<br />
Und ich bin nicht Diener dessen, dem ihr dientet,<br />
Und ihr seid nicht Diener dessen, dem ich diene.<br />
Euch euer Glaube und mir mein Glaube.&#8221;</p></div>
<p>Sie erklärte ihn für schuldig, wegen der Dinge, die er denunzierte</p>
<blockquote><p>    While he is shocked from the decision and deems it a black day for “freedom of expression” in his country, I think he should pause and look at himself. He is doing exactly what he&#39;s denouncing. Other than the fact that he&#39;s acting just like all the fundamentalists he&#39;s against (albeit with a fancy suit, and hair color), he too is not allowing others to be free and live as they choose. He basically wants to remove Islam, and everything about it from Europe, just because it doesn&#39;t meet with his outlook on life. I re-watched his BBC interview after reading the news update. The guy is a thinly veiled bigot and supremacist. He is also a politician who needs to be controversial to thrive in the public eye. He does not believe in Islam therefore it shouldn&#39;t exist in his country.</p>
<p>    He also says “We should learn to be intolerant with the intolerant.” He believes in giving conditional tolerance, meaning he&#39;ll tolerate you only if he likes you and agrees with you, if you don&#39;t agree then he won&#39;t tolerate you. Well that&#39;s not really tolerance, that, at best, is hypocrisy and double standards.</p></blockquote>
<div class="translation">
<p>Während er von der Entscheidung schockiert ist und es als schwarzen Tag für die &#8220;Meinungsfreiheit&#8221; in seinem Land errachtet. Ich denke, er sollte eine Pause machen und sich selbst betrachten. Er macht genau das, was er anprangert. Abgesehen davon, dass er genau wie die Fundamentalisten, gegen die er ist, handelt (sei es auch mit einem schicken Anzug und Haarfarbe), erlaubt er es anderen nicht, frei zu sein und so zu leben, wie sie es möchten. Im Grunde will er den Islam und lles was damit zusammenhängt aus Europa entfernen, weil es nicht zu seinem Verständnis vom Leben passt. Ich schaute mir sein BBC-Interview noch einmal an, nachdem ich die Nachrichten gelesen hatte. Dieser Kerl ist ein leicht verschleierter Eiferer und er glaubt an die Überlegenheit der eigenen Rasse. Er ist auc ein Politiker, der kontrovers sein muss, um in der Öffentlichkeit erfolgreich zu sein. Er glaubt nicht an den Islam und deshalb sollte er in seinem Land auch nicht existieren.</p>
<p>Er sagt: &#8220;Wir sollten intolerant mit den Intoleranten sein.&#8221; Er glaubt an bedingte Toleranz, d.h. er toleriert dich nur, wenn er dich mag und wenn er mit dir einverstanden ist. Wenn ihr nicht übereinstimmt, dann toleriert er dich nicht. Nun, das ist keine wirkliche Toleranz, das ist im besten Falle Heuchelei und doppelte Standards.</p></div>
<p>In dem Versuch neutral zu bleiben, verfolgt Perwin die Wurzeln solcher Vorurteile</p>
<blockquote><p>One of his mistakes, I think, is confusing between the religion of Islam and the misguided fanatics who abuse Islam. Both Wilders and the zealots he&#39;s against, seem to forget that Islam is based on dealing with others, otherwise known in Arabic as “al moamala”. What Mr. Wilders doesn&#39;t know, or didn&#39;t research thoroughly, and the extremists hiding behind Islam have lost sight of, is that The Quran (that Wilders, and the like, seem to blame) is broken down (by Islamic fokaha or learned men) into 13 parts: 1 for the dos and don&#39;ts, and the other 12 are for how to deal with other human beings.</p>
<p>    The movie clearly showed that Wilders does not understand the core of Islam, and merely has a beef with the vocal fundamentalists.
</p></blockquote>
<div class="translation">Ich denke, einer seiner Fehler ist die Verwechslung von der Religion Islam und den fehlgeleiteten Fanatikern, die den Islam missbrauchen. Beide, Wilders und die Fanatiker gegen die er ist, scheinen zu vergessen, dass der Islam darauf basiert, mit anderen zu handeln, auch bekannt auf Arabisch als &#8220;al moamala&#8221;. Was Mr. Wilders nicht weiß, oder nicht ausreichend recherchiert hat, und was die Extremisten, die sich hinter dem Islam verstecken, aus dem Blick verloren haben, ist, dass der Koran (welchen Wilders und dergleichen anzuklagen scheinen) aufgegliedert wird (von islamischen Gelehrten) in 13 Teile: einer für die Erlaubtes und Unerlaubtes und die anderen zwölf sind Anweisungen, wie amn mit anderen Menschen umgeht.</p>
<p>Der Film zeigt deutlich, dass Wilders den Kern des Islam nicht versteht und dass er nur ein Problem mit den lauten Fundamentalisten hat.</p></div>
<p>Perwin Ali fragt:</p>
<blockquote><p>    Some might wonder why we don&#39;t see more grand gestures of good from Muslims like we see from their scary counterparts.
</p></blockquote>
<div class="translation">
Einige mögen sich fragen, warum wir nicht mehr große Gesten von den guten Muslimen sehen, so wie wir sie von ihren unheimlichen Gegenstücken sehen.</div>
<p>Ihre Antwort war:    </p>
<blockquote><p>Well, as habit, terrorists (regardless of their affiliations or religion) are grandstanders. They need an audience, otherwise their objective of terrorizing isn&#39;t met. On the other hand, genuine do-gooders don&#39;t need an audience, they only need God to know. Whoever believes in God would agree with me when I say that whatever you do, God sees it, hence there&#39;s no need for an audience. Try to read what I&#39;m writing with an unbiased eye, you&#39;ll see what I mean… You might even be able to accept it without having to agree with it -which is another key trait of Islam and well-balanced muslims.</p></blockquote>
<div class="translation">
Nun, gewöhnlich sind Terroristen (unabhängig von ihren Zugehörigkeit oder Religion) Selbstdarsteller. Sie brauchen ein Publikum, andererseits wird ihr Ziel, das Terrorisieren, wird nicht erreicht. Auf der anderen Seite brauchen ehrliche Leute, die gutes tun, kein Publikum, sie brauchen nur Gott, der es weiß. Jeder, der an Gott glaubt, würde mit mir übereinstimmen, wenn ich sage, dass Gott sieht was immer du tust. Deshalb gibt es keinen Grund für ein Publikum. Versucht, das was ich schreibe mit einem unvoreingenommenen Auge zu lesen, dann werdet ihr sehen, was ich meine&#8230; Ihr könntet sogar in der Lage sein, es zu akzeptieren, ohne damit übereinzustimmen - das ist ein anderes Hauptmerkmal des Islam und ausgeglichener Muslime.</div>
<p>Sie bringt ihren Beitrag auf eine persönliche Ebene, indem sie über sich selbst als Muslim spricht: </p>
<blockquote><p>Now, I&#39;m not one of the learned in Islam. But… I&#39;m a Muslim. I&#39;m a female. I&#39;m not veiled. I&#39;m free to express my opinions and my choices. I&#39;m free to live my life. I love my religion. I haven&#39;t been forced or brainwashed into loving my religion. I believe in it. I respect it. I believe that my religion has more to do with love than with hate. I believe that my religion is forgiving. I also believe that the problems lie with the misguided people not with the religion. Just as it lies with the misguided people of the other religions.</p>
<p>    I am the exact opposite of what he makes Islam and muslims to be. There are many others like me.</p>
<p>    Personally, I believe he deserves to go on trial. There&#39;s a significant difference between freedom of expression and disrespectful misinformation.</p>
<p>    It&#39;s time the whole world finally learned how to truly exercise the concept of freedom.</p></blockquote>
<div class="translation">
Nun, ich bin keine Gelehrte des Islam. Aber … ich bin Muslima. Ich bin eine Frau. Ich bin nicht verschleiert. Ich habe die Freiheit, meine Meinung und Entscheidungen auszudrücken. Ich habe die Freiheit, mein Leben zu leben. Ich liebe meine Religion. Ich wurde nicht gezwungen oder einer Gehirnwäsche unterworfen, um meine Religion zu lieben. Ich glaube daran. Ich respektiere sie.Ich glaube, dass meine Religion mehr mit Liebe zu tun hat, als mit Hass.Ich glaube, dass es in meiner Religion um Vergebung geht. Ich glaube auch, dass das Problem bei den Fehlgeleiteten liegt und nicht bei der Religion. So wie es auch bei den Fehlgeleiteten anderer Religionen liegt.</p>
<p>Ich bin das ganze Gegenteil von dem, wie er den Islam und Muslime darstellt. Es gibt viele wie mich. </p>
<p>Ich persönlich denke, er verdient es, angeklagt zu werden. Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen Meinungsfreiheit und respektloser Falschinformation. </p>
<p>Es ist Zeit, dass die ganze Welt endlich lernt, das Konzept der Freiheit wirklich auszuüben.</p></div>
<p><a href="http://anegyptian81.blogspot.com/2009/01/support-geert-wilders.html">Ein Ägypter</a> stimmt nicht mit Perwin überein, da er einen Beitrag mit dem Titel &#8220;Geert Wilders braucht eure Unterstützung dringend!&#8221;</p>
<blockquote><p>    The Freedom Party (PVV) and Geert Wilders are faced with an all-out assault. Exploding legal expenses might cripple the continuation of the battle for our liberties. The survival of the Freedom Party and Geert Wilders’ struggle for the defense of the West are now in jeopardy. Therefore, we need your financial support urgently.</p></blockquote>
<div class="translation">
Die Freiheitspartei (PVV) und Geert Wilders sehen sich einem umfassenden Angriff gegenüber. Die explodierenden Verfahrenskosten könnten die Fortführung des Kampfes für unsere Freiheit lahm legen. Das Überleben der Freiheitspartei und Geert Wilders Kampf für die Verteidigung des Westens sind jetzt in Gefahr. Deshalb brauchen wir eure finanzielle Unterstützung dringend.</div>
<p>Dann zählte er verschiedene Möglichkeiten auf, Geld zu spenden.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Peru: Schließung einer kontroversen Kunstausstellung</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/22/peru-schliesung-einer-kontroversen-kunstausstellung/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Nov 2008 15:28:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Peru]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Spanisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben vonJuan Arellano  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 
Vor ca. einem Monat wurde die Aussstellung &#8220;La Migración de los Santos&#8221; ( &#8220;Die Migration der Heiligen&#8221;) in der Galerie Vértice im Stadtviertel San Isidro in Lima eingeweiht. Die Werke der Künstlerin Cristina Planas sind ikonoklastisch und porträtieren die Heiligen in einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/juan-arellano/">Juan Arellano</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/11/17/peru-art-exhibit-depicting-saints-causes-controversy-and-possible-censorship/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Vor ca. einem Monat wurde die Aussstellung &#8220;La Migración de los Santos&#8221; ( &#8220;Die Migration der Heiligen&#8221;) in der Galerie Vértice im Stadtviertel San Isidro in Lima eingeweiht. Die Werke der Künstlerin Cristina Planas sind ikonoklastisch und porträtieren die Heiligen in einem unkonventionellen Format. Im Blog <i>Palabras Van y Vienen II </i>[es], spricht Cristina Planas im Interview mit M. Isabel Guerra  darüber, <a href="http://palabrasvanyvienen.wordpress.com/2008/10/12/cristina-planas-“todos-somos-unos-migrantes”/">warum sie dieses Sujet gewählt hat</a>:</p>
<blockquote><p>Los santos están en los altares, pero antes de estar allí fueron seres humanos y vivieron en esta tierra &#8230; Estoy disponiendo la galería como si fuera una gran iglesia antigua; en lo que sería el altar principal está en Señor de los Milagros &#8230; al lado derecho, “a la diestra del Señor”, a San Martín y Santa Rosa, los santos que son, digamos, oficiales, y a la izquierda está Sarita Colonia, la santa popular pero que no ha sido reconocida por el Vaticano.</p>
<p>en la actualidad ya no matan a nadie con espinas ni con clavos, sino más bien con armas de fuego, entre otras cosas. Por eso al Cristo Moreno lo he retratado como clavado de fusiles, en vez de coronado de espinas; a Sarita la he ubicado en su combi; a San Martín lo he caracterizado como un muchacho de barrio; y a Santa Rosa como a la mujer apasionada que es capaz de disfrutar de su proceso vital.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Die Heiligen sind auf den Altaren, aber bevor sie dorthin kamen, waren sie menschliche Wesen und lebten auf dieser Welt&#8230; Ich richte die Galerie so ein wie eine große alte Kirche; auf dem, was zum Hauptaltar werden soll, ist der Herr der Wunder&#8230; zur Rechten “a la diestra del Señor”, sind der Heilige Martin und die heilige Rosa, die Heiligen die, sagen wir, die Zelebranten sind, und zur Linken ist die Sarita Colonia, die Volksheilige, die nicht vom Vatikan anerkannt worden ist.</p>
<p>Heute tötet man niemanden mehr mit Dornen oder Nägeln, sondern eher mit Feuerwaffen, unter anderem. Deshalb habe ich den Schwarzen Christus gemalt als mit Gewehren angenagelt, anstatt von Dornen gekrönt; Sarita habe ich in ihrem Combi (einem öffentlichen Bus) platziert; Sankt Martin habe ich als jungen Kerl aus einem Barrio charakterisiert und die heilige Rosa als Frau, die in der Lage ist, ihre Lebensvorgänge zu genießen.</p>
</div>
<p><center><br />
<img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/11/20081014-dsc_0045.jpg" alt="" title="20081014-dsc_0045" class="aligncenter size-full wp-image-52750" /><br />
</center></p>
<p><small>Foto mit freundlicher Genehmigung von Palabras Van y Vienen II</small></p>
<p>Die Art, in der die Heiligen porträtiert wurden, war nicht das Einzige, das die Aufmerksamkeit auf sich zog, sondern auch, dass die Heiligen nur mit Unterwäsche bekleidet waren. Das erzeugte eine große Bandbreite von Reaktionen, von solchen, die dafür waren, eine andere, menschlichere Seite der Heiligen zu zeigen, bis zu solchen, die es beleidigte, weil sie der Meinung waren, dass die Art der Darstellung der heiligen Figuren unehrerbietig sei. Die Ereignisse nahmen jedoch einen anderen Lauf, als vor dem Schluss der Ausstellung die Stadtverwaltung von San Isidro <a href="http://palabrasvanyvienen.wordpress.com/2008/11/07/galeria-vertice-clausurada-Â¿clasismo-galopante/">die Galerie schloss [es]</a> mit der Begründung, es gäbe Probleme mit der städtischen Betriebserlaubnis. Die Direktorin der Galerie Rosario Wenzel, veröffentlichte in ihrem Blog <i>Arte Nuevo [es]</i> eine <a href="http://arte-nuevo.blogspot.com/2008/11/comunicado-de-la-galera-vrtice-frente.html">Notiz</a>, in der sie einige der Behauptungen widerlegte:</p>
<blockquote><p>6. Debemos señalar que no es cierto que la Galería Vértice carezca de la respectiva Licencia de funcionamiento ni que no cuente con el Certificado emitido por Defensa Civil, aún cuando podrá haber existido un problema administrativo de actualización del RUC, el cual ya ha sido solucionado.</p>
<p>7. Es evidente que el cierre físico de la Galería Vértice se ha llevado a cabo por la presión de un grupo ultraísta, que no representa a la comunidad católica, de la cual somos respetuosos, y lo que es más grave, las personas que han expresado su disconformidad no han visitado la muestra y se han dejado llevar por la opinión tendenciosa de gente desinformada, fanática y llena de prejuicios, que estamos seguros no comparte la mayoría de las personas pensantes.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>6. Wir müssen darauf hinweisen, dass es nicht zutrifft, dass es der Galería Vértice an der Betriebserlaubnis fehlt, noch dass sie keine von der Defensa Civil ausgegebene Zertifizierung habe, selbst wenn ein administratives Problem mit der Erneuerung der RUC bestanden haben sollte, wurde es schon gelöst.</p>
<p>7. Es ist offensichtlich, dass die tatsächliche Schließung der Galería Vértice aufgrund des Drucks einer radikalen Gruppe stattfand, die nicht die Gemeinschaft der Katholiken repräsentiert, die wir respektieren, und was noch schwerer wiegt, dass die Personen, die ihre Missbilligung ausdrückten, das Werk nicht besucht haben und sich von der tendenziösen Meinung desinformierter, fanatischer Personen voller Vorurteile leiten ließen, die - so sind wir sicher - die Mehrheit der denkenden Menschen nicht teilt.</p>
</div>
<p>Amazilia von <i>Perú Apartheid [es]</i> <a href="http://amazilia.wordpress.com/2008/11/08/lio-de-blancos-vertice-y-la-censura/"> sieht keine Grundlage für den Skandal</a>:</p>
<blockquote><p>En principio no entiendo por que encuentran estas figuras ofensivas, aunque presentadas en forma poco convencional se les guarda el respeto debido, estan como estarian en cualquier otra iglesia, no se que es lo que les molesta más: la ropa interior o las expresiones faciales. Pero en los 2000 años de arte cristiano no ha habido trasgresiones mas bizarras? </p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Erst einmal verstehe ich nicht, warum sie diese Figuren beleidigend finden, auch wenn sie auf wenig konventionelle Art präsentiert werden, wird ihnen gegenüber der nötige Respekt gewahrt, sie sind wie in irgendeiner anderen Kirche auch, ich weiß nicht was sie mehr stört: die Unterwäsche oder die Gesichtsausdrücke. Aber gab es in 2000 Jahren Christenheit nicht schon bizarrere Überschreitungen?</p>
</div>
<p>Andere Blogger sehen die andere Seite, so auch Guille of Pueblo Vruto [es] <a href="http://pueblovruto.blogspot.com/2008/11/santitos-calatos-o-muerte.html">der schreibt</a>:</p>
<blockquote><p>O la señora Planas ignora el valor de los santos para las personas religiosas o intenta burlarse de ellas. Es obvio que para los fieles y devotos la gracia del santito radica en que se trata de un modelo de vida espiritual que no solamente reduce la importancia de lo físico (material) sino que, incluso, combate su centralidad&#8230; No se trata del simple afán de proponer una estética &#8220;alternativa&#8221;: claramente se subvierte la estética &#8220;corriente&#8221; (oficial, canónica, etc) con un anti-valor. Los santos de Cristina Planas no &#8220;migran&#8221;: se trastocan hasta la negación y el (auto) rechazo.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Entweder ignoriert Frau Planas den Wert der Heiligen für religiöse Menschen, oder sie beabsichtigt, sich über sie lustig zu machen. Es ist offensichtlich, dass für Gläubige und Fromme die Gnade der Heiligen darin wurzelt, dass sie ein Vorbild des geistigen Lebens sind, das nicht nur die Bedeutung des Physischen (Materiellen) reduziert, sondern sogar seine zentrale Stellung bekämpft&#8230; Es handelt sich nicht um das bloße Streben nach einer &#8220;alternativen&#8221; Ästhetik: deutlich wird die &#8220;geläufige&#8221; (offizielle, kanonische, usw.) Ästhetik umgestürzt mit einer Anti-Wertung. Die Heiligen von Cristina Planas &#8220;migrieren&#8221; nicht: sie verkehren sich bis zur Negation und zur (Selbst-) Ablehnung.</p>
</div>
<p>Viele rätseln über den Ursache-Wirkungs-Aspekt der Schließung der Galerie. Luis von Bloodyhell [es] <a href="http://bloodyhell-la.blogspot.com/2008/11/quiero-ofender.html">schreibt</a>:</p>
<blockquote>
<p>Aún no tengo los suficientes elementos de juicio para saber si lo de Vértice fue una censura o no. Pero sí tengo los suficientes elementos para comprender que sería más interesante que los artistas se animaran -a la luz de estas expresiones últimas de, según se dice, intolerancia o ignorancia estética de los mal llamados &#8220;fanáticos religiosos&#8221;- no a decir que la religión es importante para el &#8220;pueblo peruano&#8221; o a admirarse del fervor de esta nación &#8220;católica&#8221;, sino a alertar y pensar sobre todo lo chueco y malsano que una religión es capaz de producir. O sea, es hora de ofender a la religión.</p>
<p>Hay un comentario que leí por ahí que me pareció muy lógico. Dice lo siguiente, parafraseo: &#8220;¿cómo así me piden respetar el arte cuando los artistas no respetan mis creencias?&#8221;. Muy cierto. Súper cierto. 100 bonus points. La respuesta es así: no, nadie pide que respetes el arte. Es más, nadie pide que respetes nada. Tu irrespeto es ilimitado, sin fronteras y puede contener toda la ira y el desprecio de lo que tu cerebro es capaz. Solo hay una restricción: cumplir la ley, escritas, aunque te parezca increíble, por los hombres, que pensaron cosas muy diferentes a Dios. Por lo tanto, no puedes ir a una galería de arte y quemar aquello que te parece ofensivo y que no respetas. Serías detenido por eso. Pero sí puedes decir y escribir sobre el arte todo lo que tú quieras. O, mejor, podrías ser un artista religioso y dedicar tus obras al Señor, obras que, claro, lo respeten. Dudo mucho que le importe, pero bueno, eres libre. ¿Y sabes qué? Esa libertad de expresarte no te la dio Dios: te la dieron los hombres.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Wenn ich auch nicht genügend Indizien habe, um feststellen zu können ob das mit Vértice Zensur war oder nicht. Aber ich habe genügend Indizien, um zu verstehen, dass es interessanter wäre, wenn die Künstler sich aufraffen könnten - im Lichte dieser neuesten Äußerungen von Intoleranz oder ästhetischer Ignoranz der sogenannten &#8220;religiösen Fanatiker&#8221; - nicht um zu sagen, dass die Religion wichtig für das &#8220;peruanische Volk&#8221; sei oder um den Eifer dieser &#8220;katholischen&#8221; Nation zu bewundern, sondern um zu warnen vor und nachzudenken über das ganze Verlogene und Verrückte, das eine Religion zu produzieren in der Lage ist. Anders herum gesagt, es ist an der Zeit, die Religion zu beleidigen.</p>
<p>Es gibt einen Kommentar den ich las, der mir sehr logisch schien. Er lässt sich so umschreiben: &#8220;Wie kann man von mir verlangen, das ich die Kunst respektiere, wenn die Künstler meinen Glauben nicht respektieren?&#8221; Ganz klar. Superklar. 100 Bonuspunkte. Die Antwort geht so: nein, niemand verlangt, das du die Kunst respektieren sollst. Und niemand verlangt, das du überhaupt etwas respektieren sollst. Deine Respektlosigkeit ist unbeschränkt, ohne Grenzen und kann allen Hass und alle Geringschätzung beinhalten, derer dein Hirn fähig ist. Es gibt nur eine Einschränkung: das Gesetz zu erfüllen, das, auch wenn dir das unvorstellbar erscheint, von Menschen geschrieben wurde, die ganz andere Dinge dachten als Gott. Deswegen kannst du nicht in eine Galerie gehen und das verbrennen, was dir beleidigend vorkommt und was du nicht respektierst. Dafür würdest du verhaftet werden. Aber klar kannst du alles über die Kunst sagen und schreiben was du willst. Das heißt, du könntest ein religiöser Künstler sein und deine Werke dem Herrn widmen, Werke, die natürlich respektiert werden. Ich zweifle sehr, dass das wichtig ist, aber schön, du bist frei. Und weißt du was? Diese Freiheit, dich auszudrücken gab dir nicht Gott: die gaben dir Menschen.</p>
</div>
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