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	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Relief &amp; Rescue</title>
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	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
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		<title>Japan: Hakenmura, das Dorf der Zeitarbeiter</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/12/japan-hakenmura-das-dorf-der-zeitarbeiter/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/12/japan-hakenmura-das-dorf-der-zeitarbeiter/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 14:26:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitskräfte]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Humanitäres]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
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		<description><![CDATA[Über 300 Menschen verbrachten die Nächte zwischen Neujahr und dem 5. Januar in einem Zeltlager im Hibiya Park [en] in der Stadtmitte Tokios, genannt 年越し派遣村 [ja] (toshikoshi hakenmura oder wörtlich „Neujahrsdorf für Zeitarbeiter“). Es gibt Schätzungen, nach denen zwischen Oktober vergangenen und März dieses Jahres 85012 Zeitarbeiter gekündigt wurden und noch werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/scilla-alecci/">Scilla Alecci</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/12/japan-hakenmura-the-temp-workers-village/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Über 300 Menschen verbrachten die Nächte zwischen Neujahr und dem 5. Januar in einem Zeltlager im <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Hibiya_Park">Hibiya Park</a> [en] in der Stadtmitte Tokios, genannt <a href="http://hakenmura.alt-server.org/">年越し派遣村</a> [ja] (<em>toshikoshi hakenmura</em> oder wörtlich „Neujahrsdorf für Zeitarbeiter“). Die Menschen in Hakenmura waren Zeitarbeiter (派遣社員, <em>haken shain</em>): Japanische Männer und Frauen unterschiedlichsten Alters mit Arbeitserfahrung in verschiedenen Bereichen, denen die Zeitarbeitsverträge in den letzten Monaten gekündigt worden waren (<a href="http://search.japantimes.co.jp/cgi-bin/nn20090106a3.html">es gibt Schätzungen, nach denen zwischen Oktober vergangenen und März dieses Jahres 85012 Zeitarbeiter gekündigt wurden und noch werden</a> [en]), teils <a href="http://www.asahi.com/english/Herald-asahi/TKY200901050300.html">wegen der Weltwirtschaftskrise</a> [en], und teils <a href="http://www.japan-press.co.jp/2580/labor_2.html ">wegen der schlechten Organisation </a> [en] des <a href="http://www.hakenhou.biz/index.html"> Rechtssystems, das für Zeitarbeit gilt</a> [ja].</p>
<p>Die oben genannten Gründe sind die am meisten von den traditionellen japanischen Medien erwähnten. Manche Blogger haben andere hervorgehoben und darauf hingewiesen, dass die hohe Kommission von Unternehmen an die Zeitarbeitsfirmen auch berücksichtigt werden sollte. Zum Beispiel erklärt der Blogger <a href=" http://financial-free-fx.seesaa.net/article/111712944.html ">Idaten Tasuke </a>(韋駄天太助)  [ja] die prekären Bedingungen, auf die sich die Zeitarbeit gründet und betont dabei, dass die japanischen Medien mit Fingern auf das Sozialsystem zeigen, ohne an andere Faktoren zu denken, die grundlegend sind um das Thema der entlassenen Zeitarbeiter zu verstehen:</p>
<blockquote><p>毎日メディアで派遣切りのニュースが報道されています。<br />
切実な問題なのでしっかり報道して欲しいと思うが、自分より若い世代が住む場所も失い路上生活に身を落としてしまうのを見ているのは辛い。<br />
しかしながら、メディアは問題にしっかり切り込んでいるのかと疑問も感じる。</p>
</blockquote>
<div class="translation">Jeden Tag berichten die Medien über die Entlassung von Zeitarbeitern. Da es ein dringendes Problem ist, möchte ich, dass sie ordentlich darüber berichten - es ist schwer, Menschen mit anzusehen, die jünger sind als ich, und ohne Dach über dem Kopf auf das Niveau des Lebens auf der Straße herabsinken. Ich habe aber einige Zweifel, ob die Medien das Problem ernsthaft angehen.</div>
<p>[…]</p>
<blockquote><p>
メディアに違和感を感じるのは派遣契約を解除した企業に批判的だが（それはそれで良いのですけど）、何故に派遣会社の責任を問わないのか？<br />
（私の接した情報が偏っているだけですかね？）<br />
企業は派遣会社と契約しているのであって、派遣社員のAさんとは何の契約もしていない。<br />
Aさんに時給何円払うかを決めるのは派遣会社であり、企業は派遣会社との契約で派遣会社に時間極めの人材派遣費用を払います。
</p>
</blockquote>
<div class="translation">Der Grund für mein ungutes Gefühl den Medien gegenüber ist, dass, obwohl sie sehr kritisch sind gegenüber den Unternehmen, die die Verträge gekündigt haben (wo ich ihrer Meinung bin), ich mich darüber wundere, warum sie nicht auch nach der Verantwortung der Zeitarbeitsfirmen fragen?<br />
(Ist das vielleicht nur der Fall bei den Quellen, die ich untersucht habe?)<br />
Die Unternehmen haben einen Vertrag mit diesen Zeitarbeitsfirmen, aber sie haben keinen Vertrag mit den einzelnen Zeitarbeitern.<br />
Die Zeitarbeitsfirma entscheidet, wieviel Herr A. pro Stunde bezahlt bekommt, und das Unternehmen zahlt der Zeitarbeitsfirma Ausgaben für Personal für die geleistete Arbeitszeit, nach einem Vertrag mit dieser Zeitarbeitsfirma.</div>
<p>[…]</p>
<blockquote><p>
派遣会社はそれだけ取って、何をしてくれたかと言えば、派遣社員を企業に送っただけです。<br />
[…]<br />
派遣会社が何かトレーニングして送ってくれるかと言えば、そんなものはない。<br />
これだけで(?)、派遣社員が企業に派遣されている限り、毎日（寝ていても？）売上が上がるシステムになっています。<br />
企業が派遣社員を切るなと言われれば、じゃあ派遣社員を頼まないよという話になります。<br />
ボロイ商売、いや、収益性の高いビジネスモデルの派遣会社が批判を受けないのは何故なのか？<br />
派遣社員は安いから使っているのではなく（決して安くない）、ストレートに言えばいつでも契約を切れるから使っているのです。
</p>
</blockquote>
<div class="translation">Die Einnahmen der Zeitarbeitsfirmen beschränken sich darauf und um es einfach zu sagen, tatsächlich schicken sie nur Zeitarbeiter zu den Firmen.<br />
[…]<br />
Ohne jegliche vorhergehende Ausbildung oder sonstwas.<br />
Ohne dass sie mehr als das (?) machen, wächst, solange Zeitarbeiter in die Unternehmen geschickt werden, ihr Umsatz von Tag zu Tag (selbst wenn sie schlafen). Das ist das System.<br /> Wenn man den Firmen sagt, sie dürften Zeitarbeiter nicht feuern, dann werden sie einfach keine Zeitarbeiter mehr anfordern.<br />
Warum also wird dieses Bonanza-Geschäft &#8212; eine hochlukratives Geschäftsmodell &#8212; überhaupt nicht kritisiert?<br />
Der Grund ist, weil Zeitarbeiter angestellt werden ist nicht, weil sie billig sind (das sind sie nämlich ganz und gar nicht), sondern, offen gesagt, weil ihr Vertrag jederzeit gekündigt werden kann.</div>
<p>[…]</p>
<blockquote><p>
		景気の良い時は、この奇妙な三角関係(?)はうまく機能します。<br />
		今回の問題は、同時期に大量に契約が解除され、派遣会社が派遣社員に次の派遣先を紹介できないという状況だからです。<br />
		セーフティネットを強く求められべきは、企業側ではなく派遣会社だと思うのですが、私の接したメディアは派遣先企業の社会的責任を問う声ばかりです。
	</p>
</blockquote>
<div class="translation">Solange das Geschäft floriert, funktioniert dieses heikle Dreieck [Unternehmen / Zeitarbeitsfirma / Zeitarbeiter] gut.<br />
Jetzt aber gab es Probleme, weil viele Verträge gleichzeitig gekündigt wurden, und die Zeitarbeitsfirmen diese Arbeitnehmer nicht in andere Firmen entsenden können.<br />
Ich denke, dass wenn es eine große Nachfrage nach einem Sicherheitsnetz gibt, dann muss man das von den Zeitarbeitsfirmen verlangen, nicht von den Unternehmen. Aber die Stimmen, die ich aus den Medien gehört habe, haben nur die soziale Verantwortung der Zeitarbeitsfirmen hinterfragt.</div>
<p>Ähnlich zweifelt auch <a href="http://d.hatena.ne.jp/shino-kichi/20090103/1230992899">Shino Kichi</a> [ja] an der Art der in letzter Zeit aufgekommenen Debatte zum Thema „Zeitarbeiter“ und begründet seine Anmerkungen mit seiner Erfahrung als Zeitarbeiter:</p>
<blockquote><p>
		派遣の問題であまり話題になってるのを見たことがないんですが、派遣会社が取ってる手数料って相当高い気がするんですよ。<br />
		トヨタやキャノンはどうか知りませんが、僕が派遣社員をスタッフとして採用したときは35％～40％くらい取られてました。[…]<br />
		これを低くすることって議論されないんでしょうか。
	</p>
</blockquote>
<div class="translation">Das ist das erste Mal, dass ich das Thema der „Zeitarbeiter“ so in der Diskussion sehe. Ich habe das Gefühl, dass die Kommission für die Zeitarbeitsfirmen ziemlich hoch ist.<br/><br />
Ich weiß nicht Bescheid über die Fälle Toyota oder Canon, aber als ich als Zeitarbeiter angestellt wurde, bekam die Zeitarbeitsfirma 35-40% [des Geldes, das das Unternehmen für die Anstellung eines Zeitarbeiters bezahlt]. [&#8230;] Warum diskutiert man nicht über diese Abzüge [vom Arbeitslohn] ?</div>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/_BRiSmlB13g&#038;hl=ja&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/_BRiSmlB13g&#038;hl=ja&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object><br />
<small>Die Nacht auf den 1. Januar 2009 in <em>Hakenmura</em> </small></p>
<p>Der Blogger bei <a href="http://minnie111.blog40.fc2.com/blog-entry-1351.html">Canada de Nihongo</a> (カナダで日本語) [ja] nimmt die Berichte über das Leben im Dorf Hakenmura während der Feiertage zum Anlass, die politische Verantwortung all derer zu betonen, die all das geschehen ließen.</p>
<blockquote><p>
予想通り、日比谷公園の「年越し派遣村」には、想定していた人数の倍の３００人の派遣切りされた労働者が集まったそうだ。２００人分の食事しか用意していないということだったので、足りるのかなと不安に思っていたら、やはり、日比谷公園の施設はパンク状態となり、政府は、近くにある厚生労働省の講堂を解放せざるを得なくなったそうだ。</p>
</blockquote>
<div class="translation">Wie erwartet, versammelten sich 300 Menschen, deren Zeitarbeitsverträge gekündigt worden waren, im Hibiya Park zum Neujahrsfest: das waren doppelt soviele wie gedacht. Essen war für 200 Menschen vorbereitet, [die Organisatoren] merkten dass sie nicht genug hatten, und tatsächlich, dass der Platz im Hibiya Park an seine Grenzen geriet, schien die Regierung dazu zu zwingen, eine Versammlungshalle des nahegelegenen Ministeriums für Gesundheit und Arbeit zu öffnen.</div>
<p>[…]</p>
<blockquote><p>
今回も、対応の遅れが目立った政府だが、黙っていたら、厚生労働省が「年越し派遣村」のために講堂を解放するどころか何の対策も取ろうとしなかっただろう。与党の政策の失敗で犠牲になった労働者なのに、派遣切りなんて他人事と思っている政府や与党の下心がよくわかる出来事だった。
</p>
</blockquote>
<div class="translation">Die späte Antwort der Regierung stand in diesem Fall noch aus, aber wenn sie stillgehalten hätte, zweifle ich im Gegenteil daran, dass das Ministerium für Gesundheit und Arbeit wohl irgendwelche Maßnahmen ergriffen hätte. Obwohl die Zeitarbeiter Opfer der desaströsen Politik der Partei an der Macht [der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liberaldemokratische_Partei_(Japan)">Liberaldemokratischen Partei</a>] sind, war es ein gutes Beispiel, das zeigte, wie die regierende Partei insgeheim das „Entlassen von Zeitarbeitern“ als Problem Anderer ansieht.</div>
<p>Im „Neujahrsdorf für Zeitarbeiter“ halfen 200 Freiwillige bei der Organisation der Gemeinschaft, beim Verteilen von Essen an die Flüchtlinge oder dabei, für sie eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden, usw. Einer dieser Freiwilligen hielt diese Tage in einem Tagebuch (mit vielen Bildern) fest unter <a href="http://blog.goo.ne.jp/ktonegaw">Tone Nikki</a> (とね日記) [ja]. <a href="http://blog.goo.ne.jp/ktonegaw/e/641e2fe6b2d615a14947a665d29f55cc">Am 2. Januar</a> [ja] skizzierte er seine persönlichen Eindrücke in Bezug auf die Berichterstattung über das Dorf in den japanischen Medien.</p>
<blockquote><p>今日は民主党の菅直人さんもお見えになり、かなり長い時間を使って村民と直接話をしたり、メディアのインタビューに答えていた。[…] メディアは菅さんや「派遣村の村長」の湯浅さんなど有名人の撮影がメインだ。もっと村民や「委員」、ボランティアの状況をレポートすればよいのにと思った。カメラマンしか来ておらず、レポーターが来ていないからだと僕は思った。</p>
</blockquote>
<div class="translation">
Heute kam <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Naoto_Kan">Herr Naoto Kan</a> von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratische_Partei_Japans">Minshutô</a> [Demokratischen Partei Japans] [ins Dorf] und er verbrachte dort viele Stunden. Er sprach direkt mit den Flüchtlingen, gab der Presse Interviews, usw. [&#8230;] Das Interesse der Medien war hauptsächlich auf Herrn Kan und Herrn Yuasa (den Chef des Dorfes) und andere Persönlichkeiten gerichtet. Ich meine, dass sie viel mehr über die Flüchtlinge berichten hätten sollen und über die „Mitglieder des Komitees“, sowie über die Arbeit der Freiwilligen. Der Grund dafür war vielleicht, dass nur Kameraleute kamen - es waren keine Reporter anwesend.</div>
<p>Weiter hinten im Tagebucheintrag dieses Tages berichtet der Freiwillige über eine Unterhaltung mit einem jungen Mann, einem Freund von Herrn T. (einen Flüchtling, um den er sich gekümmerte), der ihm die harte Lage der Menschen in Schwierigkeiten erklärte, besonders der der Frauen.</p>
<blockquote><p>
Tさんの知り合いの青年（３０歳くらい？）とも話をした、派遣切りされかけた後、交渉の末に仕事に戻れたそうだが、彼はネットカフェ難民経験者である。彼によると若い女性にも同じ状況の人はたくさんいるそうで、その多くが性風俗産業に流れるか個人営業しているということだ。そしてそういう商売ができない人は明け方のマクドナルドやネットカフェにたくさんいるということだ。そこまでするんだったら親元に戻ったほうがいいのにと僕が言うと、彼は「戻れない人たちばかりなんですよ。ほとんどの女性がいろいろな事情を持っているから。」と教えてくれた。絶句。。。それじゃ逃げ場がない。
</p>
</blockquote>
<div class="translation">Ich sprach auch mit einem jungen Kerl (um die 30?), einem Bekannten von Herrn T. Nachdem er gekündigt wurde, und nach einigem Verhandeln, konnte er wohl seine Arbeit wiederbekommen, aber er erlebte trotzdem was es heißt, ein <a href="http://globalvoicesonline.org/2007/08/30/japan-life-out-of-a-manga-kissa/">Internet-Café-Flüchtling</a> [en] zu sein. Wie Herr T. berichtet, sind viele junge Frauen in derselben Situation; viele von ihnen landen in der Sex-Industrie oder betreiben ihr eigenes Geschäft. Die Frauen, die solch eine Arbeit nicht tun können, verbringen ihre Nächte in McDonalds-Restaurants oder in Internet-Cafés. Und als ich sagte, diese Frauen sollten in ihre Familie zurückkehren, anstatt so ein Leben zu führen, erklärte er mir „Sie sind Menschen, die nicht zurück können. Die meisten haben Angelegenheiten [in ihrem persönlichen Hintergrund, die sie daran hindern zurückzukehren]“ &#8221; Ich wurde ganz still&#8230; In diesem Fall haben sie keinen Ausweg.</div>
<div class="notes">Der Flickr-Benutzer <a href="http://www.flickr.com/photos/cumon/">Photowalker</a> hat viele interessante Fotos von <em>Hakenmura</em> und den Zeitarbeitern auf sein Account hochgeladen.</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Palästina:&#8221;Ich will nicht, dass meine Kinder mich in Stücke gerissen sehen.&#8221;</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/11/palastinaich-will-nicht-dass-meine-kinder-mich-in-stucke-gerissen-sehen/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Jan 2009 09:36:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
				<category><![CDATA[English]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonAyesha Saldanha  &#183; Übersetzt von Katrin Zinoun &#183;  engl. Originalartikel 
Wie fühlt es sich an, wenn man nicht in der Lage ist, seine Kinder zu beschützen? In dieser Zusammenfassung der Blogs aus Gaza, hören wir eine Mutter, die sich schuldig fühlt, wenn sie die Furcht ihrer Kinder sieht: &#8220;War es von Anfang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/ayesha-saldanha/">Ayesha Saldanha</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/'>Katrin Zinoun</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/10/palestine-i-do-not-want-my-kids-to-see-me-torn-into-pieces/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Wie fühlt es sich an, wenn man nicht in der Lage ist, seine Kinder zu beschützen? In dieser Zusammenfassung der Blogs aus Gaza, hören wir eine Mutter, die sich schuldig fühlt, wenn sie die Furcht ihrer Kinder sieht: &#8220;War es von Anfang an falsch, Kinder zu bekommen? Habe ich nicht das Recht eine Mutter zu sein?</p>
<p>Der palästinensische Fotojournalist Sameh Habeeb bloggt im <a href="http://gazatoday.blogspot.com/2009/01/day-15-of-israeli-war-on-gaza.html"><em>Gaza Strip, The Untold Story</em></a>:</p>
<blockquote><p>Most of the Gaza Strip plunges into deep darkness since the start of this war. I find several hardships to send out this report due to power problem. Today, a rocket targeted my uncle&#39;s house. My house got several splinters and rocket shrapnel. Thanks to God, we all safe but I don&#39;t know what will happen next. I live east of Gaza, Toffah area, were artillery shells rained down every single moment.</p></blockquote>
<div class="translation">Der größte Teil des Gazastreifens ist seit Beginn des Krieges in tiefe Dunkelheit getaucht. Wegen des Stromausfalls habe ich einige Probleme, diesen Bericht zu senden. Heute hat eine Rakete das Haus meines Onkels getroffen. Mein haus hat mehrere Bomben- und Granatsplitter abbekommen. Gott sei Dank, sind wir alle sicher, aber wer weiß, was als nächstes passieren wird. Ich lebe östlich von Gaza, im Toffah-Gebiet, wo die Artilleriegeschosse in jedem einzelnen Moment herunterregneten.</div>
<p>Natalie Abou Shakra, eine libanesische Aktivistin, schreibt in dem Gruppen-Blog <em>Moments of Gaza</em>. In ihrem Beitrag übersetzt sie zwei Flyer, die vom israelischen Militär abgeworfen wurden. Diese Flyer rufen die Bürger von Gaza auf, Informationen über die Aufenthaltsorte der Hamas-Kämpfer zu geben. Natalie <a href="http://gaza08.blogspot.com/2009/01/natalie-abou-shakra-from-idf-with-love.html">kommentiert</a>:</p>
<blockquote><p>What really shocked me is the username they chose for their email. “Helpgaza2008″ ?!</p>
<p>I think this e-mail of theirs deserves to be bombed with the right kind of messages!</p></blockquote>
<div class="translation">Was mich wirklich schockiert hat, ist der Benutzername ihrer E-Mail. &#8220;Helpgaza2008&#8243;?!</div>
<p>Ich denke, diese E-Mail verdient es, mit den richtigen Nachrichten bombardiert zu werden!</p>
<p>Nirmeen Kharma Elsarraj schreibt in dem Gemeinschaftsblog <a href="http://lamentations-gaza.blogspot.com/2009/01/fifth-day.html"><em>Lamentations-Gaza</em></a>:</p>
<blockquote><p>There are things that are not well reported in the news, feelings!! I have three children, a daughter Nour who is 14, a son Adam who is 9 and another son Ali who is 3. We live in an area in Gaza city that used to be described &#39;safe&#39;. Nowhere is safe anymore. My children cannot sleep and I cannot help them. The feelings of helplessness and guilt (which always accompanies your inability to protect or at least comfort your children) are stronger than those of fear and horror. My daughter was telling a journalist on the phone yesterday that she had never got the real support she sought from me whenever there was a shelling. I was shocked!! I felt so guilty because my daughter felt my fears. But is it not normal to be scared after all?! Adam is asthmatic and he uses a ventilator. Due to the stress and the pollution resulting from rubbles, he is getting more frequent asthma attacks and there is no electricity for his ventilator. Each time he has an attack, we have to put the generator on for him and then put it off. There is no enough fuel to keep the generator on and we have no idea till when this is going to continue. Ali has no idea what this is all about. All what he does is scream in fear whenever there is a bombing and when it is over, he uses his imagination to tell stories about ‘qasef - bombing&#39;. The kids do not sleep. We spend our days and nights in one single room with my sister in law and her daughter. You feel the stress and fear. You can see it on everyone&#39;s face.<br />
Last night I was thinking about all this. I do not want anyone of my family to get hurt and I thought if anything should happen, I pray it happens to me and not my kids. Then I thought I do not want my kids to see me torn into pieces. The scenes on tv of people killed are so terrifying and I know what it means for children to see such thing. What I really want is for all this to end and for me and my kids to live just like anyone else in the world. I want to get rid of the feeling of guilt towards my kids. Was I mistaken to have kids in the first place? Do I not have the right to be a mother? But am I really doing a good mother&#39;s ‘job&#39; in being the source of comfort for my kids. I know it is not my fault but I knew also that I live in Gaza and Gaza has never been a healthy environment to raise children. Was I that selfish to think about my own feeling to want to be a mother and ignoring my expected failure to protect my kids?</p></blockquote>
<div class="translation">Es gibt Dinge, über die in den Nachrichten nicht berichtet wird: Gefühle!! Ich habe drei Kinder, eine Tochter Nour (14), einen Sohn Adam (9) und einen Sohn Ali (3). Wir leben in einem Gebiet von Gaza-Stadt, welches als &#8220;sicher&#8221; beschrieben wurde. Nirgends ist es mehr sicher. Meine Kinder können nicht schlafen und ich kann Ihnen nicht helfen. Die Gefühle der Hilflosigkeit und der Schuld (welche die Unfähigkeit seine Kinder zu beschützen oder wenigstens zu beruhigen immer begleitet) sind stärker als die der Angst und des Entsetzens. Meine Tochter erzählte gestern einem Journalisten am Telefon, dass sie von mir nie den Halt bekommen hat, den sie bei mir gesucht hat, wenn ein Angriff war. Ich war schockiert!! Ich fühlte mich so schuldig, weil meine Tochter meine Ängste spüren konnte. Aber ist es nicht normal, ängstlich zu sein bei all dem?! Adam ist Asthmatiker und er benutzt einen Beatmungsgerät. Wegen dem Stress und der Luftverschmutzung die aus den Trümmern resultiert, bekommt er häufiger Asthmaanfälle und es gibt keinen Strom für sein Beatmungsgerät. Jedes mal, wenn er einen Anfall hat, müssen wir den Generator für ihn anmachen, und dann machen wir ihn wieder aus. Wir haben nicht genug Benzin, um den Generator anzulassen und wir haben keine Ahnung wie lange das noch dauern wird. Ali hat keine Vorstellung, worum es hier geht. Er kann nur schreien, wenn es ein Bombardement gibt. Und wenn es vorbei ist, nutzt er seine Fantasie und erzählt Geschichten über &#8220;qasef&#8221; - Bombenangriffe. Die Kinder schlafen nicht. Wir verbringen Tag und Nacht in einem einzigen Raum mit meiner Schwägerin und ihrer Tochter. Man kann den Stress und die Angst fühlen. Man kann es in jedem Gesicht sehen.<br />
Letzte Nacht habe ich über das alles nachgedacht. Ich will nicht, dass jemandem aus meiner Familie etwas passiert und ich dachte, dass wenn etwas passiert, dann bete ich, dass es mir passiert und nicht meinen Kindern. Dann dachte ich, ich will nicht dass meine Kinder mich in Stücke gerissen sehen. Die Bilder der getöteten Menschen sind so entsetzlich und ich weiß, was es für Kinder bedeutet so etwas zu sehen. Was ich wirklich will, ist, dass das alles aufhört und dass ich und meine Kinder leben können, so wie alle anderen Menschen in der Welt. Ich möchte dieses Gefühl der Schuld gegenüber meinen Kindern loswerden. War es falsch von mir, Kinder zu bekommen? Habe ich nicht das Recht eine Mutter zu sein? Aber mache ich meine Mutteraufgabe denn wirklich gut, indem ich eine Quelle des Haltes für meine Kinder bin. Ich weiß, dass es nicht meine Schuld ist, aber ich weiß auch, dass ich in Gaza lebe und Gaza war noch nie eine gesunde Umwelt, um Kinder aufzuziehen. War ich zu selbstsüchtig, als ich mehr an meinen eigenen Wunsch, eine Mutter zu sein, gedacht habe und das vorhersehbare Versagen, meine Kinder zu beschützen, ignorierte?</div>
<p>Die australische Aktivistin Sharyn Lock schreibt bei <a href="http://talestotell.wordpress.com/2009/01/10/jan-8-9-with-a-red-cross-evacuation-team/"><em>Tales to Tell</em></a>:</p>
<blockquote><p>So, Thursday: the Red Cross co-ordinated evacuation into Zaytoun. Doctor Said would look good on a Red Cross poster - black sweater, shaved head, muscles enough to keep that Red Cross flag held above his head for the two hours we were behind army lines. You’d definitely invite him in for coffee to ask for his opinion on the state of the world. His colleague has more of an accountant look about him, but his job is to keep us alive - he is armed with a walkie-talkie and is negotiating our path constantly with the army as we move. With May, a small, quick woman who is the Engineer for the Red Crescent, supervising all the vehicles etc, I carry a stretcher and water. About 8 intrepid Red Crescent paramedics join us, wearing weighty bullet proof vests or not dependent on their preference for possible death or certain backache.<br />
[…]<br />
When I was a kid, I was very aware of war zones, but I always understood they happened in places different from my home. I would like to tell you about what I am seeing right now as I walk. I am seeing flowering vines. Bright curtains in windows. Chickens running about. This is your home, you know. This is the garden where your children play. This is your house with obscene holes blown in it, with Israeli snipers lurking in the shadows of its roof, with a dead resistance fighter sitting with his back to your wall.</p></blockquote>
<div class="translation">Also Donnerstag, das Rote Kreuz koordinierte die Evakuierung von Zaytoun. Doktor Said würde auf einem Rot-Kreuz-Poster sehr gut aussehen - schwarzer Pullover, rasierter Kopf, genug Muskeln, um die Rot-Kreuz-Flagge für zwei Stunden über seinem Kopf zu halten, während wir hinter den Armeelinien sind. Man würde ihn definitiv auf einen Kaffee einladen, um ihn nach seiner Meinung über die Lage der Welt zu fragen. Sein Kollege sieht eher wie ein Buchhalter aus, aber es ist sein Job, uns am Leben zu erhalten. Er ist mit einem Walkie-Talkie bewaffnet und verhandelt fortwährend mit der Armee über unseren Weg, während wir uns fortbewegen. Zusammen mit May, einer kleinen schnellen Frau, die als Ingenieurin für das Rote Kreuz arbeitet und alle Fahrzeuge überwacht, trage ich eine Trage und Wasser. Etwa acht unerschrockene Sanitäter des Roten Halbmondes begleiten uns. Sie tragen kugelsichere Westen oder auch nicht. Das ist abhängig von der persönlcihen Vorliebe für einen möglichen Tod oder sehr wahrscheinliche Rückenschmerzen.<br />
[&#8230;]<br />
Als ich ein Kind war, wusste ich Bescheid über Kriegsgebiete, aber ich verstand immer, dass sie in anderen Gebieten als meinem Zuhause waren. Ich würde euch gern erzählen, was ich jetzt gerade beim Laufen sehe. Ich sehe blühenden Wein. Leuchtende Vorhänge an Fenstern. Hühner rennen herum. Dies ist euer Zuhause, wisst ihr. Dies ist euer Garten, wo eure Kinder spielen. Dies ist euer Haus mit obszönen Löchern hineingeschnitten, mit israelischen Scharfschützen, die im Schatten des Daches lauern, mit einem toten Widerstandskämpfer, der mit dem Rücken zur Wand sitzt.</div>
<p>In der arabischen Welt stellen die Blogger einen Song von <a href="http://www.michaelheart.com/">Michael Heart</a> ins Netz. Er heißt <a href="http://www.youtube.com/watch?v=dlfhoU66s4Y">&#8220;We will not go down (Song for Gaza)</a>&#8220;. Adham Khalil aus dem Jabaliya-Lager, der bei Free Free Palestine bloggt, ist einer von <a href="http://nagyelali.blogspot.com/2009/01/we-will-not-go-down-by-mikhael-heart.html">ihnen</a>:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/dlfhoU66s4Y&amp;hl=en&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/dlfhoU66s4Y&amp;hl=en&amp;fs=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
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		<title>Palästina: “In Gaza sind wir das Thema der Nachrichten, können aber nicht fernsehen.&#8221;</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/10/palastina-%e2%80%9cin-gaza-sind-wir-das-thema-der-nachrichten-konnen-aber-nicht-fernsehen/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Jan 2009 20:46:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern (am 6. Januar) wurde eine UN-Schule im <a href="http://www.un.org/unrwa/refugees/gaza/jabalia.html">Jabaliya-Flüchtlingslager</a>, die als Zuflucht genutzt wurde, von <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/01/06/palestine-un-school-hit-by-israeli-shells-more-than-40-killed/">israelischen Granaten getroffen</a> und etwa 40 Menschen wurden getötet. Heute setzte das israelische Militär seine <a href="http://www.nytimes.com/2009/01/08/world/middleeast/08mideast.html">Operationen für etwa drei Stunden aus</a>, um es der humanitären Hilfe zu ermöglichen, nach Gaza zu gelangen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/ayesha-saldanha/">Ayesha Saldanha</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/'>Katrin Zinoun</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/08/palestine-in-gaza-we-are-subject-to-news-but-cannot-see-tvs/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Gestern (am 6. Januar) wurde eine UN-Schule im <a href="http://www.un.org/unrwa/refugees/gaza/jabalia.html">Jabaliya-Flüchtlingslager</a>, die als Zuflucht genutzt wurde, von <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/01/06/palestine-un-school-hit-by-israeli-shells-more-than-40-killed/">israelischen Granaten getroffen</a> und etwa 40 Menschen wurden getötet. Heute setzte das israelische Militär seine <a href="http://www.nytimes.com/2009/01/08/world/middleeast/08mideast.html">Operationen für etwa drei Stunden aus</a>, um es der humanitären Hilfe zu ermöglichen, nach Gaza zu gelangen.</p>
<p>Prof. Said Abdelwahed, der an der Al-Azhar Universität Englisch unterrichtet, schreibt im Blog <a href="http://gaza08.blogspot.com/2009/01/prof-said-abdelwahed-unrwa-school.html">Moments of Gaza</a>:</p>
<blockquote><p>Thousands of the Palestinians took refuge into UNRWA schools. 40 of those have been killed in an air attack today on that school!! It seems even the U.N flag does not have any meaning to Israel? How can it consider itself a part of the international community?!</p></blockquote>
<div class="translation">Tausende Palästinenser flüchteten in die UNRWA-Schulen. 40 von ihnen wurden heute in einem Luftangriff auf diese Schule getötet!!! Es scheint, als hätte die UN-Flagge für Israel keine Bedeutung? Wie kann es sich selbst als Teil der internationalen Gemeinschaft betrachten?!</div>
<p>Die kanadische Aktivistin, Eva Bartlett, bloggt bei <a href="http://ingaza.wordpress.com/2009/01/06/where-would-you-go/">In Gaza</a>:</p>
<blockquote><p>If your unbelievably small and overcrowded land was being terrorized, pulverized by bombs from the world’s 4th largest military, and your borders were closed; if your house was not safe, mosque (church) not safe, school not safe, street not safe, UN refugee camp not safe…Where would you go, run, hide? Over 15,000 have been made homeless, internal refugees from Israel’s house-bombings, shelling, and shooting. Some have been housed in UN schools around Gaza. In Jabaliya today, Israeli warplanes bombed one such school. Shifa’s [hospital] director conservatively estimates 40 dead, 10s injured. It must be higher. […] The Shifa director also told me that emergency medics still cannot reach the Zaytoun house that yesterday morning was bombed with inhabitants locked inside. There are two main accounts of the story, both criminal. One: Israeli soldiers rounded up the inhabitants of the multi-story house, separated the men – 15, I was told – and shot them point blank in front of the women and children of the family, 20, I was told. Then, laid explosives around the house and bombed the rest of the extended family. Two: Israeli soldiers rounded up the inhabitants of the multi-story house, locked them in one room for a day, and bombed it the following morning. Either way, Israeli soldiers intentionally imprisoned and bombed the inhabitants of the house. And are actively preventing medics from reaching any potential survivors. The medics have tried to coordinate with the ICRC (international committee of the red cross) without success: no one can reach the house.</p></blockquote>
<div class="translation">Wenn euer unglaublich kleines und überbevölkertes Land terrorisiert, pulverisiert wird durch die Bomben des viert größten Militärs weltweit, und wenn eure Grenzen geschlossen werden, wenn euer Haus nicht sicher ist, Moschee (Kirche) nicht sicher, Schule nicht sicher, Straße nicht sicher, UN Flüchtlingslager nicht sicher &#8230; Wo würdet ihr hingehen, hinrennen, euch verstecken? Über 15.000 wurden obdachlos gemacht, interne Flüchtlinge durch die Bombardements der Häuser, Granaten und Schüsse durch Israel. Einige der Flüchtlinge wurden in UN-Schulen um Gaza herum untergebracht. In Jabaliya bombardierten israelische Kampfflugzeuge heute eine solche Schule. Der Direktor des Shifa-Krankenhauses schätzte zurückhaltend 40 Tote und 10 verletzte. Es müssen aber mehr sein. [&#8230;]Der Shifa-Direktor erzählte mir auch, das die Notärzte immer noch nicht das Zaytoun-Haus erreichen können, welches gestern früh bombardiert wurde mit den Bewohnern drinnen eingeschlossen. Es gibt zwei Berichte über diesen Vorfall, beide kriminell. Erstens: israelische Soldaten trieben die Bewohner des mehrstöckigen Gebäudes zusammen, trennten die Männer - 15 wurde mir gesagt - und erschoss sie aus nächster Nähe vor den Frauen und Kindern, 20 wurde mir gesagt. Dann legte man Sprengstoff um das Haus herum und sprengte den Rest der erweiterten Familie in die Luft. Zweitens: Israelische Soldaten trieben die Bewohner des Hauses zusammen und schlossen sie für einen Tag in einem Raum ein und bombardierten es am nächsten Morgen. Egal welche Version stimmt, israelische Soldaten sperrten die Bewohner des Hauses ein und bombardierten es. Und sie verhindern aktiv, dass die Notärzte potentielle Überlebende erreichen können. Die Mediziner haben versucht, es mit dem ICRC (Internationalen Komitee des Roten Kreuzes) zu koordinieren, ohne Erfolg: niemand kann das Haus erreichen.</div>
<p>Der Deutsche ägyptischer Abstammung Philip Rizk, der bei <em>Tabula Gaza</em> bloggt, berichtet von einer Konversation mit Dr. Attalah Tarazi in <a href="http://tabulagaza.blogspot.com/2009/01/notes-from-phone-conversation-w-dr.html">Gaza</a>:</p>
<blockquote><p>The numbers of death and injured reported in the media are far below reality as the media is not able to cover incidents as they unfold. I know of cases where homes were surrounded by the Israeli army and people inside gave themselves up and were shot anyway when they exited. […] We have witnessed weapons we have never seen before in our lives. Some explode in the sky and scatter bombs all over. Sporadically, I have smelt smells from some of the burns and wounds that I have never before witnessed […] May god protect us, may god have mercy on us</p></blockquote>
<div class="translation">Die Anzahl der Toten und Verletzten, die in den Medien genannt wird ist weit unter den reellen Zahlen, da die Medien die Ereignisse, so wie sie sich entwickeln, nicht abdecken können. Ich kenne Fälle, bei denen Häuser durch die israelische Armee umstellt wurden und wenn die Leute drinnen aufgaben und herauskamen wurden sie trotzdem erschossen. [&#8230;] Wir haben Waffen gesehen, die wir vorher niemals gesehen haben. Einige explodieren im Himmel und verstreuen Bomben überall hin. Manchmal, habe ich bei den Verbrennungen und Wunden einen Geruch wahrgenommen, den ich vorher noch nie gerochen habe [&#8230;] Möge Gott uns schützen und Gnade mit uns haben.</div>
<p>In einem anderen <a href="http://gaza08.blogspot.com/2009/01/prof-said-abdelwahed-waiting-long-lines.html">Beitrag</a> schreibt Prof. Said Abdelwahed:</p>
<blockquote><p>The 1:00-4:00 p.m. truce was a little bit relief to the civilians in the city. The main concern of the people was to get water from distribution centers. There were long lines of people waiting to get drinking water in plastic jugs! Tanks and artillery are still operating at the edges of Gaza city! More people evacuated their places and resorted to relatives and UNRWA schools…. but yesterday&#39;s bombing has scared everyone sleeping in the schools! Today, there were trucks of urgent food stuff and other medical aids have been allowed to be entered from Rafah into Gaza. In Gaza, we are all subject to news but we cannot see TVs. We hear about it from relatives who call us by telephones from abroad. We are still without electricity and water, plus that a great number of people are without cooking gas!</p></blockquote>
<div class="translation">Die Waffenruhe von 13:00 bis 16:00 Uhr war eine kleine Erleichterung für die Zivilisten in der Stadt. Die Hauptsorge der Menschen war es, Wasser aus den Verteilungszentren zu bekommen. Es waren lange Schlangen von Menschen, die darauf warteten Wasser in Plastikkannen zu bekommen! Panzer und Artillerie operieren immer noch am Rand von Gaza-Stadt. Mehr Menschen haben ihre Häuser verlassen und sich zu Verwandten oder UNRWA-Schulen zurückgezogen &#8230; aber das Bombardement von gestern hat alle, die in den Schulen schlafen, erschreckt. Heute wurde es LKWs mit dringend benötigen Lebensmitteln und anderem medizinischen Bedarf erlaubt, von Rafah aus nach Gaza zu fahren. In Gaza sind wir alle das Thema der Nachrichten, können aber selbst nicht fernsehen. Wir hören nur darüber von Verwandten die uns aus dem Ausland anrufen. Wir haben immer noch keinen Strom und kein Wasser, und viele Menschen haben auch kein Gas mehr zum Kochen!</div>
<p>Der palästinensische Fotojournalist Sameh Habeeb, der im Blog Gaza Strip, The Untold Story, schreibt, erklärt, wie er immer noch <a href="http://gazatoday.blogspot.com/2009/01/day-12-of-israeli-war-on-gaza.html">berichtet</a>:</p>
<blockquote><p>Dear Editors, Journalists and Friends,<br />
Some of you do wonder how I send news in such conditions. I really suffer a lot to send you this update due to lack of power. I go around 4 kilometers a day in this cruel war where I charge my laptop battery to be able to send this work! This is very risky since shells rain down and drones hover over me! I will keep this up.</p></blockquote>
<div class="translation">Liebe Redakteure, Journalisten und Freunde,<br />
Einige von Euch wundern sich, wie ich unter solchen Bedingungen Fotos schicken kann. Wegen des Stromausfalls leide ich wirklich sehr, um euch dieses Update zu schicken. Ich gehe rund vier Kilometer am Tag in diesem grausamen Krieg, um meinen Laptop-Akku zu laden um euch diese Arbeit zu schicken! Das ist sehr riskant, denn Grananten regnen herunter und Flugzeuge (Dronen) schweben über mir. Ich werde weitermachen.</div>
<p>Laila El-Haddad, deren Eltern in Gaza leben, schreibt in ihrem Blog <em>Raising Yousuf and Noor</em>, und sie beschreibt ein Gespräch mit ihrem Vater, welches sie live im <a href="http://a-mother-from-gaza.blogspot.com/2009/01/what-do-you-tell-your-daughter.html">kanadischen Rundfunk</a> führte:</p>
<blockquote><p>I asked if he had gone out at all – he said my mother has not left the house in days, but that they needed some tomatoes to cook supper with. “The stores are empty-there is very little on the shelves; and the Shanti bakery had something like 300 people waiting in line.” Surprisingly, he said people are trying to go on with their lives. It is the mundane and ordinary that often save your sanity, help you live through the terror. It is no small thing to endure: knowing that both in deliberateness and scope, it is an unprecedented modern-day assault against an occupied, stateless people – most of them refugees.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich fragte, ob er überhaupt draußen gewesen sei - er sagte, meine Mutter hat das Haus seit Tagen nicht verlassen, aber sie brauchten ein paar Tomaten um Abendessen zu kochen. &#8220;Die Läden sind leer - in den Regalen liegt nur sehr wenig; und vor der Shanti Bäckerei warteten etwa 300 Leute in der Schlange.&#8221; Überraschenderweiser sagte er, dass die Leute versuchen, mit ihrem Laben weiterzumachen. Es ist das das alltägliche und gewöhnliche, was deinen Verstand rettet, dir hilft den Terror zu überstehen. Es ist keine Kleinigkeit, die man ertragen muss: zu wissen, dass es in der Vorsätzlichkeit und im Ausmaß ein beispielloser moderner Angriff auf ein besetztes, staatenloses Volk ist- die meisten davon Flüchtlinge.</div>
<p>Safa Joudeh schreibt in <em>Lamentations-Gaza</em> darüber, wie man die gewöhnlichsten <a href="http://lamentations-gaza.blogspot.com/2009/01/calm-day.html">Momente macht</a>:</p>
<blockquote><p>I woke up to the smell of freshly baked bread, at around noon today. I stay up most of the night and catch a few hours sleep after the sun rises. […] My mother has taken to making homemade bread the last ten days. Thanks her careful management of the small amount of cooking gas we have, and to her idea of buying a gas oven in anticipation of an Israeli invasion only days before the attacks began, she is able to bake occasionally. Furthermore, we had found a store with its doors partially open in our area a couple of days ago and were able to stock up on flour. Having lunched with my younger siblings and my parents on bread, cheese, eggs and some leftover pasta, we all went out onto the balcony, and what a beautiful sunny day it was! The iciness had dissipated somewhat with the early day sun, the few trees outside were green and luminous and birds were singing! We all stood for about half an hour, looking out through the metal railings like caged birds. We could hear an occasional explosion in the distance but that did not deter us from standing there breathing in the fresh air we so longed for.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich wachte auf und roch frisch gebackenes Brot, so gegen Mittag. Ich war fast die ganze Nacht wach und versuchte nach Sonnenaufgang ein paar Stunden Schlaf zu bekommen. [&#8230;] Meine Mutter hat in den letzten zehn Tagen angefangen Brot selbst zu backen. Dank ihres vorsichtigen Managements der kleinen Menge an Gas und ihrer Idee, einen Gasofen zu kaufen - in Erwartung einer israelischen Invasion nur wenige Tage bevor die Angriffe begannen - ist sie in der Lage gelegentlich zu backen. Des Weiteren fanden wir vor einigen Tagen einen Laden, dessen Türen einen Spalt weit offen waren und waren so in der Lage, Mehl zu kaufen. Nachdem ich mit meinen jüngeren Geschwistern und meinen Eltern gegessen hatte - Brot, Käse, Eier und Pasta-Reste - gingen wir alle auf den Balkon, und was für ein wunderbarer sonniger Tag das war! Die Eiseskälte hat in der frühen Sonne etwas nachgelassen, die wenigen Bäume draußen waren grün und leuchtend und die Vögel sangen! Wir standen alle etwa eine halbe Stunde da und schauten durch das Metalgitter, wie eingesperrte Vögel. Weiter entfernt konnten wir gelegentlich eine Explosion hören, aber das hat uns nicht abgeschreckt, da draußen zu stehen und die frische Luft zu atmen, nach der wir uns so gesehnt haben.</div>
<p><em>RafahKid</em> kann es <a href="http://rafahkid.blogspot.com/2009/01/day-11-of-israeli-war-on-gaza.html">nicht glauben</a>:</p>
<blockquote><p>what&#39;s to say? would you believe back in October we had our first Opera [<a href="http://www.middle-east-online.com/ENGLISH/palestine/?id=29185">music concert</a>] in Gaza. Life is hard when you are kept prisoner your whole life even though you are acknowledged as the victim. But we try hard to live a life and we study very hard. Even to say Hamas is the cause of this is to blame the rape victim for what she was wearing.</p></blockquote>
<div class="translation">Was soll man sagen? Würdet ihr glauben, dass wir letzten Oktober unsere erste Oper [Musik-Konzert] in Gaza hatten. Das Leben ist schwer, wenn man das ganze Leben als Gefangener gehalten wird, obwohl man als Opfer anerkannt ist. Aber wir strengen uns an, ein Leben zu leben und wir studieren fleißig. Wenn man sagt, Hamas ist die Ursache, wäre es so, als beschuldigte man ein Vergewaltigungsopfer wegen seiner Kleidung.</div>
<p>Vittorio Arrigoni ist ein italienischer Aktivist, der bei <a href="http://guerrillaradio.iobloggo.com/archive.php?eid=1765"><em>Guerrilla Radio</em></a> bloggt:</p>
<blockquote><p>Ho scattato alcune fotografie in bianco e nero ieri, alle carovane di carretti trascinati dai muli, carichi all&#39;inverosimile di bambini sventolanti un drappo bianco rivolto verso il cielo, i volti pallidi, terrorizzati. Riguardano oggi quegli scatti di profughi in fuga, mi sono corsi i brividi lungo la schiena. Se potessero essere sovrapposte a quelle fotografie che testimoniano la Nakba del 1948, la catastrofe palestinese, coinciderebbero perfettamente. Nel vile immobilismo di Stati e governi che si definiscono democratici, c&#39;è una nuova catastrofe in corso da queste parti, una nuova Nakba, una nuova pulizia etnica che sta colpendo la popolazione palestinese.</p></blockquote>
<div class="translation">Gestern machte ich einige Schwarz-Weiß-Fotos von einer Karawane von Wagen, die von Eseln gezogen wurden und unglaublich beladen war mit Kindern, die weiße Flaggen schwenkten, blasse Gesichter, verängstigt. Wenn ich mir diese Bilder der Flüchtlinge heute anschaue, läuft es mir kalt den Rücken runter. Wenn man sie mit den Bildern überlagert, welche die &#8220;Nakba&#8221; von 1948 - die palästinensische Katastrophe - abbilden, dann würden sie perfekt zusammenpassen. Durch die niederträchtige Reglosigkeit der Staaten und Regierungen, die sich selbst demokratisch nennen, findet eine neue Katastrophe statt, eine neue Nakba, eine ethnische Säuberung, welche die palästinensische Bevölkerung trifft.</div>
<p>In einem anderen Beitrag <a href="http://ingaza.wordpress.com/2009/01/05/gaza-walks/">schreibt</a> Eva Bartlett:</p>
<blockquote><p>To walk in Gaza city now is to walk through a ghost town, passing shells of buildings, rubble-filled streets, closed shops, and streets barren of life. Before Israel’s attacks across the Gaza Strip’s densely-populated civilian areas began on December 27th, Gaza was a different scene: it was stifled under a siege […] but Palestinians in Gaza still walked the streets, still frequented the parks and public spaces, still pursued education within the Strip and had weddings. On any given day, the main street, Omar Mukthar, would be crowded with taxis heading along the east-west road, kids going to and from school, shoppers, and vendors. Walking Omar Mukthar now is an eerie experience […] In the first days after the missiles hit police stations, mosques, civil administration buildings, Municipal buildings, cars, houses, iron and metal workshops, and universities across the Gaza Strip’s tiny length, people walked carefully, avoiding the bombed sites, very aware they could be re-bombed. […] But now its gotten to such a point, all over Gaza is so completely and thoroughly bombed, that the initial detours we took are pointless: there are simply too many bombed-out buildings and sites to bother avoiding the street. […] So a bombed population already besieged, with no where to run, shot and shelled when running no where, already deprived of medicines and medical care, is now on a new level of starvation, deprivation of water (70 % of people are without), and continues to be psychologically-terrorized by the air activity and bombing. Where to walk? Anywhere, it doesn’t really matter.</p></blockquote>
<div class="translation">In Gaza-Stadt herumzulaufen ist jetzt wie in einer Geisterstadt, vorbei an Ruinen, mit Trümmern gefüllte Straßen, geschlossene Geschäfte und Straßen ohne Leben. Bevor der israelische Angriff auf die dicht bevölkerten Gebiete des Gaza-Streifens am 27. Dezember begann, war Gaza ein anderer Ort: es erstickte unter der Belagerung [&#8230;] aber die Palästinenser in Gaza liefen auf den Straßen, besuchten noch Parks und öffentliche Plätze, gingen ihrer Bildung innerhalb des Gazastreifens nach und heirateten. An jedem Tag war die Hauptstraße, Omar Mukthar, gefüllt mit Taxis, welche die Ost-West-Straße entlang fuhren, Kinder gingen zur oder von der Schule, Käufer und Händler. Omar Mukthar jetzt entlang zu laufen ist eine unheimliche Erfahrung [&#8230;] In den ersten Tagen, nachdem die Raketen Polizeistationen, Moscheen, zivile Verwaltungsgebäude, städtische Gebäude, Autos, Häuser, Eisen- und Metallwerkstätten und Universitäten in dem winzigen Gazastreifen trafen, liefen die Menschen vorsichtig draußen. Sie vermieden dabei die bombardierten Gegenden in dem Bewusstsein, sie könnten noch einmal bombardiert werden [&#8230;] Aber jetzt ist ein Punkt erreicht, an dem Gaza überall komplett und sorgfältig bombardiert ist, dass die anfänglichen Umwege, die wir nahmen, sinnlos sind: es gibt einfach zu viele zerbombte Gebäude und Plätze, dass es sich nicht lohnt, die Straße zu meiden. [&#8230;] Also, eine bombardierte schon belagerte Bevölkerung, die nirgendwo hin kann, erschossen und bombardiert, wenn sie nirgendwo hin rennt, bereits der Medikamente und der medizinischen Versorgung beraubt, ist jetzt auf einer neuen Ebene des Verhungerns, Mangels an Wasser (70% der Leute haben keines), und wird weiterhin psychologisch terrorisiert durch die Luftangriffe und Bombardements. Wohin soll man gehen? Irgendwohin, es ist eigentlich egal.</div>
<p>Fida Qishta, die bei <em>Sunshine</em> bloggt, ist eine freie Journalistin, Filmemacherin und Aktivistin, die in Rafah im Süden des <a href="http://sunshine208.blogspot.com/2009/01/pity-for-tiger-is-injustice-to-sheep_07.html">Gazastreifens lebt</a>:</p>
<blockquote><p>Humanitarian aid is still a big problem, including the lack of medicine and food. The Israeli government said that they opened the border crossings to let Palestinians travel to Egypt for medical treatment and for humanitarian aid to enter the Gaza Strip. It’s like the wolf killing the sheep and then selling its leather. Why did they shoot them if they want them to be in good health? Why didn’t they stop the air strikes before they killed and injured all these civilians? They tell the world that the food trucks enter the Gaza Strip. Do you know how many trucks? Do you know that the Gaza Strip is cut into two parts now by the Israeli army? That means that if the humanitarian aid gets through into Rafah, it will never reach Gaza City, because they cut the main road into two parts. It reminds me of the <a href="http://www.usatoday.com/news/world/2005-08-24-palestinian-checkpoint_x.htm">Abu Holy checkpoint</a> which used to divide the Gaza Strip in two. My friends and I used to wait to go to our university for hours and hours. And at the end of the day we went back home, without attending any classes. Our only class was on how to wait. My mother is sitting in the door of our house counting the drones and the F16s. I think that if I asked her to count the air strikes she would do it.</p></blockquote>
<p>Humanitäre Hilfe ist immer noch ein großes Problem, einschließlich der Mangel an Medizin und Lebensmitteln. Die israelische Regierung sagte, dass es die Grenzübergänge öffnet, damit die Palästinenser nach Ägypten reisen können, um medizinisch versorgt zu werden und damit humanitäre Hilfe in den Gazastreifen gelangen kann. Es ist wie der Wolf, der das Schaf tötet und dann sein Leder verkauft. Warum haben sie auf sie geschossen, wenn sie wollen, dass sie gesund sind? Warum haben sie die Luftangriffe nicht beendet, bevor sie die ganzen Zivilisten getötet und verletzt haben? Sie erzählen der Welt, dass die Lebensmitteltrucks in den Gazastreifen hineinkommen. Wisst ihr wieviele LKWs? Wisst ihr, dass der Gazastriefen von den Israelis in zwei Teile geteilt wurde? Das bedeutet, wenn die humanitäre Hilfe nach Rafah durchkommt, wird sie Gaza-Stadt niemals erreichen, weil die Hauptstraße in zwei Teile geteilt ist. Es erinnert mich an den <a href="http://www.usatoday.com/news/world/2005-08-24-palestinian-checkpoint_x.htm">Abu Holy Grenzübergang</a>, welcher den Gazastreifen in Zwei teilte. Meine Freunde und ich warteten dortStunden um Stunden um zur Universität gehen zu können. Am Ende des Tages gingen wir zurück nach Hause, ohne den Unterricht besucht zu haben. Unser einziger Unterricht war das Warten. Meine Mutter sitzt in der Haustür und zählt die Dronen und F16s. Ich denke, wenn sie fragen würde, die Luftschläge zu zählen, würde sie das auch machen.</p>
<p>Nader Houella, der den Blog <em>Moments of Gaza</em> leitet, schreibt einen Beitrag, in dem er erklärt, was Menschen tun können, die <a href="http://gaza08.blogspot.com/2009/01/ways-of-support.html">helfen möchten</a>.</p>
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		<title>Palästina: „Gaza sucht nicht nach einem Aspirin für seine blutige Wunde“</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jan 2009 17:44:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Relief & Rescue]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben vonAyesha Saldanha  &#183; Übersetzt von Katrin Zinoun &#183;  engl. Originalartikel 
Durch die Nutzung von Generatoren zur Stromgewinnung sind einige Palästinenser und ausländische Aktivisten noch in der Lage Berichte über die Situation im Gazastreifen raus zu senden. Hier sind einige Blog-Beiträge der letzten 24 Stunden.
Prof. Said Abdelwahed, der an der Al-Azhar Universität Englisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/ayesha-saldanha/">Ayesha Saldanha</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/'>Katrin Zinoun</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/05/palestine-gaza-is-not-searching-for-an-aspirin-for-its-bloody-wound/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Durch die Nutzung von Generatoren zur Stromgewinnung sind einige Palästinenser und ausländische Aktivisten noch in der Lage Berichte über die Situation im Gazastreifen raus zu senden. Hier sind einige Blog-Beiträge der letzten 24 Stunden.</p>
<p>Prof. Said Abdelwahed, der an der Al-Azhar Universität Englisch unterrichtet, schreibt bei  <em><a href="http://gaza08.blogspot.com/2009/01/gaza-now-january-5-600-pm.html">Moments of Gaza</a></em> [en]:</p>
<blockquote><p>Today was a ground offensive. [&#8230;] Many civilians died in the bombing of areas at the edges of Gaza city. Electricity and water are still major problems for all Gazans. I am still operating a generator to be able to write those messages in minutes! Mobile phones are paralyzed and land telephones are static or distorted and other times, it is clear! An air raid nearby minutes back; we do not know where it was but it was so frightening. They hit a nearby building! Its three building away from me; there are casualties! Israeli aircrafts are throwing down lighting bombs or perhaps it they are lights for military purposes. Israel intercepted Al-Aqsa satellite channel several times. They broadcasted anti-Hamas material. I will be back if could!</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Heute fand eine Bodenoffensive statt. […] Viele Zivilisten starben in den Bombardements des Stadtrandes von Gaza-Stadt. Elektrizität und Wasser sind immer noch ein wesentliches Problem in Gaza. Ich betreibe immer noch einen Generator, um diese Nachrichten in wenigen Minuten zu schreiben. Handys sind blockiert und Festnetztelefone sind mal verzerrt und mal klar. Ein Luftschlag in der Nähe vor wenigen Minuten, wir wissen nicht, wo es war, aber es war so erschreckend. Sie haben ein Gebäude in der Nähe getroffen! Es ist drei Gebäude weit weg von mir und es gibt Opfer! Israelische Flugzeuge werfen Lichtbomben ab, vielleicht um Licht für militärische Zwecke zu machen. Israel hat den Satellitenkanal von Al-Aqsa einige Male abgefangen. Sie senden Anti-Hamas Material. Ich werde mich wieder melden, wenn ich kann.</p>
</div>
<p>Natalie Abou Shakra, eine libanesische Aktivistin bloggt auch bei <em><a href="http://gaza08.blogspot.com/2009/01/natalie-abou-shakra-its-terror-we-are.html">Moments of Gaza</a></em> [en]:</p>
<blockquote><p>they&#39;re using new weaponry &#8230; very frightening&#8230; as it goes through the air&#8230; you hear it very close to you&#8230; it&#39;s going to come, <em>it&#39;s going to kill me, now now now</em>&#8230; that&#39;s what you think of&#8230; it&#39;s terrifying&#8230; i admit not to care&#8230; i have gotten used to the old weaponry&#8230; now i have to get used to this one too&#8230; i cannot describe in words to you the extent of its terror&#8230; like a rocket being projected onto you&#8230; and the sound&#8230; the sound of a plane in the air coming towards you&#8230; magnifying its sound the closer it gets&#8230; then it passes above our heads&#8230; we are all on the floor</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>sie benutzen neue Waffen…sehr Furcht erregend… wie es durch die Luft fliegt… man hört es sehr nah … es wird kommen, es wird mich umbringen, jetzt jetzt jetzt &#8230; das ist, was man denkt &#8230; es ist entsetzlich &#8230; ich gebe zu, dass ich mich nicht darum kümmere &#8230; ich habe mich an die alten Waffen gewöhnt … jetzt muss ich mich an die neue gewöhnen … ich kann euch das Ausmaß dieses Terrors nicht mit Worten beschreiben … wie eine Rakete, die auf dich gerichtet wird &#8230; und die Geräusche &#8230; die Geräusche der Flugzeuge in der Luft, die auf einen zukommen &#8230; das Geräusch vergrößernd je näher es kommt &#8230; dann fliegt es über unseren Köpfen vorbei &#8230; wir liegen alle auf dem Boden</p>
</div>
<p>Laila El-Haddad, deren Eltern in Gaza leben, schreibt in ihrem Blog <em><a href="http://a-mother-from-gaza.blogspot.com/2009/01/israeli-terrorizing-civlians-with.html">Raising Yousuf and Noor</a></em> [en]:</p>
<blockquote><p>We&#39;ve heard about the flyers the Israeli army is littering Gaza with - telling people Hamas is to blame for their woes, not their f-16s and cluster bombs. Now, they have taken to robo-calling the citizens of Gaza a la Hilary Clinton, at all times of the night and day. My father has received a number of calls – including one as we finished another CNN interview, and we were on skype. He tried to put the phone on speaker for me. The rough translations: &#8220;urgent message: warning to the citizens of Gaza. Hamas is using you as human shields. Do not listen to them. Hamas has abandoned you and are hiding in their shelters. Give up now&#8230;&#8221;</p>
<p>He hung up in disgust, not wanting to hear the rest. The army has also been calling people to let them know their houses will be targeted. People have stopped answering their phones now, and do not take calls from unknown numbers from fear.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Wir haben von den Flyern gehört, die Israel in Gaza verteilt – sie erklären den Leuten, dass Hamas für ihr Leid verantwortlich gemacht werden muss, nicht ihre F16s und Streubomben. Jetzt greifen sie auch zu elektronischen Anrufen, welche die Einwohner Gazas (wie bei Hilary Clinton) zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichen. Mein Vater hat schon eine Menge von Anrufen erhalten – auch einen nachdem wir unser CNN Interview beendet hatten und uns über Skype unterhielten. Er versuchte den Hörer für mich an das Mikrofon zu halten. Eine grobe Übersetzung: „dringende Botschaft: Warnung an die Einwohner Gazas. Hamas benutzt Sie als menschliches Schild. Hören Sie nicht auf sie. Hamas hat Sie verlassen und versteckt sich in seinen Schutzräumen. Geben Sie jetzt auf …“</p>
<p>Er legte angewidert auf, er wollte den Rest nicht hören. Die Armee hat auch Leute angerufen und ihnen mitgeteilt, dass ihr Haus ins Visier genommen wird. Die Leute gehen jetzt nicht mehr ans Telefon und nehmen aus Angst keine Anrufe von unbekannten Nummern an.</p>
</div>
<p>Sharon ist ein Aktivist, der im Blog <em>Tales to Tell</em> schreibt. Wie viele internationale Aktivisten in Gaza, sie tut was sie kann, um den <a href="http://talestotell.wordpress.com/2009/01/04/jabalia-6pm-sat-til-sun-midday/">Rettungskräften</a> [en] zu helfen:</p>
<blockquote><p>7.30: Ambulances called out. We are unable to pass a huge crater in the road into which a car has already nosedived. Taking the long way round, we collect a man in traditional dress, in his 60s, from what seems to be his family farm. He is bleeding from the face and very frightened. On the way to Karmel Adwan hospital a particularly close explosion rocks the van. I mustn’t have jumped enough, because the driver mimes “did you hear that?” to me. I am beginning to realise Palestinians are fond of rhetorical questions, such as “how do you find Gaza at the moment?”<br/><br />
[…]<br/><br />
10.55: We leave Al Shifa to head back to the Jabalia Centre. There is coffee. Mo makes a coffee sandwich, which is just weird. There is a pause in the calls. Hassan asks me about my book, “Nature Cure”; I explain it is about an ecologist’s route out of depression. “People get depressed in the West?” he asks in surprise. Understanding how implausible that must sound right now, I say that many people get caught up in a life that mainly holds work and buying stuff, and without some sort of meaning - religion, or the dream of your land being free, or something like that, people can get very lost.<br/><br />
“Actually Israel is trying to force us into a meaningless life like this,” he says. “Like, sometimes I feel that all that really matters to me right now is a kilo of gas. I built a stove for my family and I feel like I did something amazing.” </p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>
7.30: Rettungswagen werden gerufen. Wir können nicht an einem riesigen Krater in der Straße vorbei, in welchen schon ein Auto hineingefahren ist. Auf dem Umweg, den wir nehmen müssen, sammeln wir einen etwa 60-jährigen Mann in seiner traditionellen Kleidung von dem Hof seiner Familie auf. Er blutet im Gesicht und ist sehr ängstlich. Auf dem Weg zum Krankenhaus Karmel Adwan eine erschüttert sehr nahe Explosion den Wagen. Die Erschütterung scheint nicht groß genug gewesen zu sein, denn der Fahrer fragte mich „hast du das gehört?“. Ich beginne zu verstehen, dass Palästinenser gern rhetorische Fragen stellen, wie zum Beispiel „wie findest du Gaza im Moment?“<br />
<br/><br />
[…]<br/><br />
10.55: Wir verlassen Al Shifa [Krankenhaus in Gaza] und fahren zurück zum Jabalia Zentrum. Dort gibt es Kaffee. Mo macht ein Kaffee-Sandwich, was wirklich merkwürdig ist. Es gibt eine kleine Pause zwischen den Alarmsignalen. Hassan fragt mich über mein Buch, „Nature Cure“. Ich erkläre ihm, dass es um einen ökologischen Weg aus der Depression geht. „Werden Menschen im Westen depressiv?“ fragt er überrascht. Ich verstehe, wie unglaubwürdig das jetzt klingen muss, und erkläre, dass viele Menschen in einem Leben gefangen sind, dass hauptsächlich aus Arbeit und Konsum besteht, und ohne eine Bedeutung, wie eine Religion, oder den Traum, dass dein Land frei ist oder etwas ähnliches können sich die Menschen sehr verlieren.<br/><br />
„Israel versucht uns in ein bedeutungsloses Leben wie das zu zwingen.“ sagt er. Zum Beispiel fühle ich mich manchmal so, dass alles was in dem Moment wirklich wichtig ist für mich ein Kilo Gas ist. Ich habe für meine Familie einen Ofen gebaut und ich fühle mich, als hätte ich etwas großartiges getan.“</p>
</div>
<p>In einem anderen Beitrag <a href="http://talestotell.wordpress.com/2009/01/05/sun-4-jan-6pm-mon-5-jan-5pm/">erzählt sie</a> [en]:</p>
<blockquote><p>We asked the Jabalia Red Crescent admin person how much of the emergency calls Israel is not letting them go to. These are in areas where co-ordination must be made with the invading forces via the Red Cross to enter. He said they are not being allowed to attend to about 80% of the calls from the north, covering the Beit Lahia, Beit Hanoun, and Jabalia area. Shall I repeat that? 80%. Eight of ten people calling for help are being prevented from receiving it.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Wir fragten die Verwaltungsmitarbeiter des Roten Halbmondes in Jabalia, zu wie vielen der Notrufe die Israelis sie nicht gehen lassen. Diese sind in den Gebieten, wo die Koordinierung mit der einmarschierenden Armee über das Rote Kreuz laufen muss, um sie zu betreten. Er sagte, ihnen wird nicht erlaubt auf etwa 80% der Notrufe aus dem Norden zu reagieren, das betrifft Beit Lahia, Beit Hanoun und Jabalia. Soll ich das wiederholen? 80%. Es wird verhindert, dass acht von zehn Menschen die um Hilfe rufen, diese nicht erhalten.</p>
</div>
<p>Die kanadische Aktivistin, Eva Bartlett, schreibt im Blog <em><a href="http://ingaza.wordpress.com/2009/01/05/its-really-hard-to-post-from-here/">In Gaza</a></em> [en]:</p>
<blockquote><p>The numbers slaughtered and injured are so high now – 521 and 3,000 as of this morning, Gaza time — that sitting next to a dead or dying person is becoming normal.  The stain of blood on the ambulance stretcher pools next to my coat, the medic warning me my coat may be dirtied.  What does it matter? The stain doesn’t revolt me as it would have, did, one week ago.  Death fills the air, the streets in Gaza, and I cannot stress that this is no exaggeration. Back in Gaza city briefly, after a day and night again with the medics, I’ll try to summarize, though there is too much to tell, too much incoming news, and it’s too hard to reach people, even those just a kilometer away. Before dropping me off, the medics had gone to different gas stations, searching for gas for the ambulances.  Two stations, no luck.  Some at a final source fills their tanks. The absence of gas is critical. So is the absence of bread, which goes on, the lines longer than ever yet. A text tells me (at this point I have to rely on news from phone and text messages, when reception is available) that the UN says 13,000 have been displaced since these attacks, that 20% of the dead are women and children, 70 % are without drinking water.  There are many more facts to sober one drunk on apathy, but I can’t source or share them now.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Die Anzahl der abgeschlachteten und verletzten ist jetzt so hoch – 521 und 3.000 heute Morgen, nach Gaza-Zeit - so dass es normal geworden ist, neben einer toten oder sterbenden Person zu sitzen. Die Blutlache auf der Tragbahre des Krankenwagens staut sich an meiner Jacke, der Sanitäter weist mich darauf hin, dass meine Jacke schmutzig wird. Was macht das schon? Der Fleck ekelt mich nicht an, wie er das letzte Woche getan hätte, getan hat. Tod füllt die Luft, die Straßen in Gaza und ich kann nicht betonen, dass dies keine Übertreibung ist. Kur zurück in Gaza, nach einem Tag und einer Nacht auswärts mit den Sanitätern, versuche ich zusammenzufassen, obwohl es zu viel zu erzählen gibt, zu viele eintreffende Nachrichten, und es ist schwer Leute zu erreichen, selbst wenn sie nur einen Kilometer entfernt sind. Bevor sie mich absetzten, fuhren die Sanitäter zu verschiedenen Tankstellen auf der Suche nach Benzin für den Krankenwagen. Zwei Tankstellen, kein Glück. Ein bisschen Glück an der letzten Quelle füllt ihren Tank. Das Fehlen von Treibstoff ist kritisch. So wie das Fehlen von Brot, was immer weiter geht, die Schlangen sind länger als jemals zuvor. Ein Text sagt mir (jetzt beziehe ich mich auf Nachrichten, die ich per Telefon oder Textnachricht erhalte, wenn es möglich ist), dass die UN sagt, 13.000 Menschen seien vertrieben, dass 20% der Toten Frauen und Kinder seien, 70% seien ohne Trinkwasser. Es gibt so viel mehr Tatsachen die einen ernüchtern, wenn man betrunken vor Apathie ist, aber ich sie jetzt nicht belegen oder teilen.</p>
</div>
<p>Safa Joudeh schreibt in <em><a href="http://lamentations-gaza.blogspot.com/2009/01/catastrophe-in-gaza-live-report.html">Lamentations-Gaza</a></em> [en]:</p>
<blockquote><p>Israel has come into our homes, is fighting us in our streets and is expressing its brutality against us in full force. How do we react? All Palestinian factions have united and are out facing the enemy, using all the military capabilities that they collectively have. Although these capabilities are incomparable to the military strength exerted by Israel, yet it has made us more certain than ever that Palestinians will fight to the very end to protect their own. It has shown us that resistance, courage and love are an integral part of the Palestinian identity that will never change despite all the hardships we endure. It has given us a moral boost, which comes at a time when we need it most. […] It&#39;s hard even to remember a time when basic necessities such as food, water, warmth and daylight weren&#39;t a luxury. At this point, bare human instinct is at work, the need to protect your loved ones, the need to ensure shelter and the instinct of fight or flight. We have fled for too long, Gaza is our last refuge and our home after we were displaced from what is now called Israel. All this happened but 60 years ago. What more could they want? We have nowhere left to go. Now is a time when all forms of resistance are legitimate. They have disregarded every single international law there is. So now is the time to fight.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Israel ist in unsere Häuser gekommen, kämpft in unseren Straßen und drückt seine Brutalität gegen uns mit voller Gewalt aus. Wie wir reagieren? Alle palästinensischen Gruppen haben sich vereinigt und sind draußen und stehen dem Feind gegenüber, sie nutzen alle militärische Möglichkeiten, die sie zusammen haben. Obwohl diese Möglichkeiten nicht mit der militärischen Stärke, welche Israel ausübt, verglichen werden kann, hat es uns stärker als zuvor überzeugt, dass die Palästinenser bis zum bitteren Ende kämpfen werden, um das Ihre zu beschützen. Es hat uns gezeigt, dass Widerstand, Mut und Liebe ein wesentlicher Bestandteil der palästinensischen Identität sind, die sich niemals ändern wird trotz der Not, die wir erdulden müssen. Es hat uns moralischen Auftrieb gegeben zu einem Zeitpunkt an dem wir es am meisten brauchen. […] Es ist schwer sich an eine Zeit zu erinnern, in der Grundbedürfnisse, wie Lebensmittel, Wasser, Wärme und Tageslicht kein Luxus waren. Zum jetzigen Zeitpunkt sind die nackten menschlichen Instinkte am Werk, das Bedürfnis die geliebten Menschen zu schützen, das Bedürfnis einen Schutzraum zu finden und der Instinkt zu kämpfen oder zu flüchten. Wir sind zu lange geflüchtet, Gaza ist unsere letzte Zuflucht und unser Zuhause, nachdem wir vertrieben wurden aus einem Gebiet, was jetzt Israel genannt wird. All dies passierte vor etwa 60 Jahren Was könnten sie noch wollen? Wir können nirgends mehr hin. Jetzt ist eine Zeit, in der alle Formen des Widerstandes legitim sind. Sie haben jedes internationale Gesetz, welches es gibt, missachtet. Jetzt ist die Zeit zu kämpfen.</p>
</div>
<p><em>RafahKid</em> hat eine <a href="http://rafahkid.blogspot.com/2009/01/is-real-target-hamas-rule.html">Bitte</a> [en]:</p>
<blockquote><p>Please&#8230;before everyone in Gaza is dead&#8230;perhaps try to understand that Hamas is a symptom&#8230;.not a cause&#8230;.the Occupation is the cause&#8230;.the lack of a settlement for the forcible removal of people from their land&#8230;.this is the cause&#8230;Hamas is a symptom&#8230;.and the US doesn&#39;t like governments it doesn&#39;t choose. No electricity&#8230;no outgoing calls. Darkness and it&#39;s raining fire. The children are screaming.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Bitte … bevor jeder in Gaza tot ist &#8230; vielleicht versucht ihr zu verstehen, dass Hamas ein Symptom ist &#8230; keine Ursache &#8230; die Besatzung ist die Ursache &#8230; der Mangel einer Siedlung für die erzwungene Entfernung von Menschen von ihrem Land &#8230; das ist eine Ursache &#8230; Hamas ist ein Symptom &#8230; und die USA mag keine Regierung, die sie nicht ausgewählt hat. Kein Strom … keine Anrufe nach draußen. Dunkelheit und es regnet Feuer. Die Kinder schreien.</p>
</div>
<p><em>Mutasharrid</em> (‚Obdachloser’ oder ‚Landstreicher’) ist in Khan Younis und ist <a href="http://motshard.blogspot.com/2009/01/13.html">wütend</a> [ar]:</p>
<div class="arabic">
<p>سُئلت بالأمس عن المساعدات إن كانت تدخل إلى غزة فعلا أو هو &#8220;حكي جرايد&#8221; وإمتنعت عن الرد لأن الجواب واضح كوضوح صوت غارة الـF16 هذه اللحظة - ما علينا ، المساعدات دخلت إلى غزة وربما بأعداد كبيرة في أول أيام وتوقفت منذ يومين بحجة بدء العملية البرية ، لكن .. لمَ يُعوّل كثيرا على هذا الأمر ؟ ، أقصد كيف نجح الإعلام بتصوير قضية غزة على أنها قضية كيان محاصر جائع يبحث عن طعام ومساعدات &#8220;إنسانية&#8221; لا تليق بكلاب ! عندما سألته لصديقي قال لي &#8221; العرب كشخص يطلق النار على كلب ويرمي له بقطعة لحم ! &#8220;</p>
<p>غزة لا تبحث عن إسبرين لجرحها الراعف يا أصدقاء ، غزة لا تبحث عن ضمادة بالية لنزيفها المستمر ، ما يؤلم غزة بل يقتلها أكثر من الصواريخ هو أصواتهم ، أصوات كل شخص يرتدي بدلة رسمية وربطة عنق ويتحدث عن غزة ، تودّ لو تصرخ بوجههم قبل الطائرات : توقفوا .. صوتكم جارح وألعن حِدّة من صمتكم ، فإصمتوا .. رحمة بنا ، إصمتوا قليلا ..
</p>
</div>
<div class="translation">
<p>Ich wurde gestern gefragt, ob die Hilfe für Gaza wirklich reinkommt, oder ob das nur „Zeitungsgeschwätz“ sei. Ich weigerte mich, zu antworten, denn die Antwort ist klar, so klar wie der Klang des F16 Angriffes gerade jetzt. Ist doch egal, die Hilfe kam nach Gaza, vielleicht in großen Mengen in den ersten Tagen, aber hörte auf vor zwei Tagen mit dem Beginn der Bodenoffensive, wie auch immer, das zählt hier nicht viel! Ich meine, wie haben es die Medien geschafft den Fall Gaza darzustellen als den einer hungrigen Person unter Besatzung, die nach Essen und „humanitärer“ Hilfe sucht, die eines Hundes nicht wert ist?! Als ich meinen Freund fragte, sagte er: „Die Araber sind wie eine Person, die auf einen Hund schießt und ihm gleichzeitig ein Stück Fleisch hinwirft!“</p>
<p>Gaza sucht nicht nach einem Aspirin für seine blutende Wunde, meine Freunde, Gaza sucht keinen Verband für seinen ständigen Blutverlust. Was Gaza verletzt, tötet wirklich mehr als die Raketen, es sind ihre Stimmen: die Stimmen aller Personen, die Anzug und Krawatte tragen und über Gaza sprechen. Man wünschte sich, man könnten ihnen vor dem Flugzeug ins Gesicht brüllen: „Stop! … Eure Stimmen verletzen und sind verdammt viel schärfer als euer Schweigen, also schweigt &#8230; Habt Mitleid mit uns, schweigt für eine kleine Weile…”</p>
</div>
<p><em>Exiled</em> (المنفي) sagt <a href="http://nostaliga.blogspot.com/2009/01/off.html">einfach</a> [en]:</p>
<blockquote><p>I am off till the end of this Massacre<br/><br />
		Pray 4 us</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Ich bin weg bis zum Ende dieses Massakers. Betet für uns.</p>
</div>
<p>Ein Blog namens <em><a href="http://gazaeng.blogspot.com/">Harm to civilians during the fighting in Gaza and Southern Israel</a> [en]</em> wurde von israelischen Menschrechtsgruppen eingerichtet, um die Ereignisse, welche nicht von den Medien abgedeckt werden, zu dokumentieren.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/08/palastina-%e2%80%9egaza-sucht-nicht-nach-einem-aspirin-fur-seine-blutige-wunde%e2%80%9c/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Demokratische Republik Kongo: Neue Massentötungen - die Medien berichten kaum darüber</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/07/demokratische-republik-kongo-neue-massentotungen-die-medien-berichten-kaum-daruber/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/07/demokratische-republik-kongo-neue-massentotungen-die-medien-berichten-kaum-daruber/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 09:05:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[D. R. Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Französisch]]></category>
		<category><![CDATA[Humanitäres]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kriege & Konflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Relief & Rescue]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=465</guid>
		<description><![CDATA[Geschrieben vonElia Varela Serra  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 
Während die Kämpfe in Nord-Kivu - durch die 250000 Menschen im Jahr 2008 vertrieben wurden - in letzter Zeit abgeflaut sind, gibt es jetzt Berichte über Massentötungen in einem anderen Teil Kongos. Die Widerstandsarmee des Herrn (Lord&#39;s Resistance Army - LRA), [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/elia/">Elia Varela Serra</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/06/dr-congo-new-mass-killings-weak-media-attentio/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Während <a href="http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/14/demokratische-republik-kongo-die-kampfe-gehen-weiter/">die Kämpfe in Nord-Kivu</a> - durch die 250000 Menschen im Jahr 2008 vertrieben wurden - in letzter Zeit abgeflaut sind, gibt es jetzt Berichte über Massentötungen in einem anderen Teil Kongos. Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lord%E2%80%99s_Resistance_Army">Widerstandsarmee des Herrn</a> (Lord&#39;s Resistance Army - LRA), eine ugandische Rebellengruppe, hat sich in der Region Haut-Uélé in der Nähe der Grenze zum Sudan ausgetobt. Die Angriffe kamen als Antwort auf Militäroperationen gegen LRA-Stützpunkte in der Umgebung des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Garamba-Nationalpark">Garamba-Nationalparks</a>, die ugandische, südsudanesische und kongolesische Truppen im Dezember begonnen hatten. Wie die <a href="http://www.caritas.org/newsroom/press_releases/caritas_reports_christmas_day_massacre_in_congo_by_ugandan_rebels.html">Nichtregierungsorganisation Caritas berichtet</a> [en] wurden seit dem 25. Dezember über 400 Menschen im Umkreis der Städte Faradje, Duru, Bangade, Gurba und Doruma getötet:</p>
<blockquote><p>The Director of Caritas Dungu-Doruma says that the Ugandan rebels attacked a Christmas Day concert in Faradje City organised by the Catholic church there. He says the rebels returned the next morning to continue their killing spree. He says approximately 150 people were killed over the two days.  </p>
<p>At the same time, another attack was perpetrated in Duru, north of Dungu. Caritas reports 75 people killed and the Church burned down.</p>
<p>Caritas reports that the killing continued along the Sudan border, including in Bangadi, Doruma and Gurba. Caritas reports 48 dead in Bangadi and that in Gurba 213 people were killed. Approximately 6,500 people have found refuge in the area with the Catholic church.</p>
<p>Caritas also reports that children are being abducted by the LRA, who use them as child soldiers.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Der Direktor der Caritas Dungu-Doruma sagt, dass die ugandischen Rebellen ein Weihnachtskonzert in der Stadt Faradje angegriffen haben, dass von der dortigen katholischen Kirche veranstaltet worden war. Er sagt, die Rebellen kamen am nächsten Morgen zurück um lustig weiter zu morden. Er sagt, dass im Laufe der zwei Tage ungefähr 150 Menschen getötet wurden.</p>
<p>Zeitgleich wurde ein weiterer Angriff auf Duru, nördlich von Dungu verübt. Die Caritas berichtet über 75 Tote und darüber, dass die Kirche niedergebrannt worden sei.</p>
<p>Die Caritas berichtet, dass die Tötungen sich entlang der sudanesischen Grenze fortsetzten, was Bangadi, Doruma und Gurba miteinschließt. Die Caritas berichtet über 48 Tote in Bangadi und dass in Gurba 213 Menschen getötet worden seien. Ungefähr 6500 Menschen hätten durch die katholische Kirche einen Unterschlupf in der Gegend erhalten.</p>
<p>Die Caritas berichtet auch, dass die LRA Kinder entführt hat um sie als Kindersoldaten zu benutzen.</p>
</div>
<p>Das Team der MSF (Ärzte ohne Grenzen) in Dungu <a href="http://www.doctorswithoutborders.org/news/article.cfm?id=3305">erhielt folgenden Bericht</a> [en] aus der Stadt Faradje:</p>
<blockquote><p>First information on the attack on Faradje, a city of 25,000 people in northeastern DRC, reached the MSF team in Dungu on the evening of Christmas Day. [&#8230;] On the following morning, a nurse form Tadu, a small town 20 km south of Faradje, signaled by radio the arrival in his area of thousands of people fleeing the attack, probably around 15,000. The nurse confirmed that Faradje’s head physician and another civil servant had been killed in the attack. According to him, many seriously wounded victims were still stuck in the city’s hospital, which was left without proper equipment following looting by LRA soldiers.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Die ersten Informationen über den Angriff in Faraje, einer Stadt von 25000 Einwohnern in Nordost-Kongo erreichten das MSF-Team am Abend des Weihnachtsfeiertags. [&#8230;] Am Morgen darauf gab ein Krankenpfleger aus Nadu, einer kleinen Stadt 20 km südlich von Faradje, per Funk die Ankunft von tausenden von Menschen durch, wahrscheinlich ungefähr 15000. Der Krankenpfleger bestätigte, dass der leitende Arzt in Faradje und ein weiterer Beamter bei dem Angriff getötet wurden. Wie er berichtet, sitzen viele schwerverletzte Opfer im städtischen Krankenhaus fest, das wegen der Plünderungen der LRA-Soldaten ohne adäquate Ausrüstung ist.</p>
</div>
<p>Der Caritas-Blog zeigt drei <a href="http://blog.caritas.org/2009/01/01/massacres-in-congo/">Bilder von Überlebenden</a> der Morde an Weihnachten in Faradje von Emmanuel Bofoe:</p>
<p><a href='http://blog.caritas.org/2009/01/01/massacres-in-congo/'><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/survivors-faradje.jpg" alt="" title="survivors-faradje" class="aligncenter size-full wp-image-54985" /></a><br />
<small><em>(Foto: Emmanuel Bofoe von Caritas International)</em></small></p>
<p>Der Naturschutz-Blog des Netzwerks <em>WildlifeDirect</em> <a href="http://baraza.wildlifedirect.org/2009/01/06/official-statement-on-garamba-attack-by-lra/">berichtet über einen LRA-Angriff</a> [en] auf die Zentrale des Garambe-Nationalparks am 2. Januar:</p>
<blockquote><p>Despite strong resistance by the park rangers together with elements from the Congolese Armed Forces, numerous casualties and material damages have been incurred. A first report mentions 8 people killed, including two park rangers and two wives of wardens, and 13 injured, most of them by bullets. An unconfirmed number of rebels have also been killed or wounded.</p>
<p>Several essential buildings of the headquarters have also been destroyed, along with many items of transport and communications equipment, and stocks of fuel and food rations.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Trotz starken Widerstands der Ranger des Parks zusammen mit Einheiten der kolongesischen Streitkräfte erlitten wir zahlreiche Todesfälle und Materialschäden. Ein erster Bericht erwähnt die Tötung von 8 Menschen, darunter zwei Park Ranger und zwei Ehefrauen der Wächter und 13 Verletzte, die meisten davon durch Schusswunden. Eine unbestätigte Anzahl Rebellen wurden auch getötet oder verwundet.</p>
<p>Verschiedene unverzichtbare Gebäude der Zentrale wurden auch zerstört, zusammen mit vielen Teilen der Transport- und Kommunikationsausrüstung und Treibstoffvorräten und Lebensmittelrationen.</p>
</div>
<p>In einem anderem Post <a href="http://baraza.wildlifedirect.org/2009/01/06/lra-fighting-kills-rangers-in-garamba/">beschreibt der Baraza-Blog</a> [en] die Situation in dem Gebiet als „viel schlechter als vorher“:</p>
<blockquote><p>One person has described the outcome of this failed military offensive against the LRA as the equivalent of “stirring up a hornets nest”</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Eine Person hat das Ergebnis dieser gescheiterten Militäroffensive gegen die LRA beschrieben als ein Äquivalent zum „Aufrühren eines Hornissennests“.</p>
</div>
<p>Dahee Nam <a href="http://www.impunitywatch.com/impunity_watch_africa/2009/01/lra-launched-new-attacks-in-dr-congo.html">berichtet</a> [en] auf <em>Impunity Watch Africa</em>, dass am Sonntag, dem 4. Dezember in der Region ein weiterer Angriff gestartet wurde, es aber keine Todesfälle gab, da die Angriffsziele schon vor der Ankunft der Rebellen geflohen waren.</p>
<p>Michael Kleinman vom <em>Humanitarian Relief</em> Blog <a href="http://humanitarianrelief.change.org/blog/view/weekly_roundup_-_bad_times_in_gaza_congo">kommentiert die humanitäre Situation</a> [en] in dem Gebiet:</p>
<blockquote><p>In addition, as many as 30,000 villagers have fled the area.  According to a recent IRIN article - Deadly LRA attacks prompts exodus in northeastern Congo - aid agencies are struggling to reach those in need: &#8220;The military operations and the LRA presence make it very difficult for humanitarian agencies to operate, and some areas are currently totally inaccessible to aid workers.&#8221;</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Außerdem sind mindestens 30000 Dorfbewohner aus dem Gebiet geflohen. Nach einem vor kurzem erschienen IRIN-Artikel - Todbringende LRA-Angriffe erzeugen Exodus in Nordost-Kongo - kämpfen die Hilfsorganisation darum die Bedürftigen zu erreichen: „Die Militäroperationen und die LRA-Präsenz erschweren die Arbeit der Hilfsorganisationen sehr, und manche Gebiete sind vollständig unzugänglich für ihre Mitarbeiter.“</p>
</div>
<p><em>Kakaluigi</em>, ein italienischer Missionar, der in Ost-Kongo arbeitet, vergleicht die Medienreaktion auf diese Massaker in Ost-Kongo mit denen im Gaza der letzten Zeit in einem Post unter dem Titel „<a href="http://kakaluigi.unblog.fr/2009/01/04/scandale/">Skandal!</a>“ [fr]:</p>
<blockquote><p>À Gaza ( Palestine) les Israeliens viennent de massacrer 400 personnes en l&#39;espace d&#39;une semaine, il y&#39;a eu manifestation à travers le monde et les mèdias de tout genre ne font que nous bombarder avec leurs images de sang et de morts.</p>
<p>À Dungu- Faradje (RDC) c&#39;est en presence de la Monuc que la Rébellion Ougandaise vient d&#39;assassiner plus de 400 personnes en l&#39;espace d&#39;une journée, mais silence total à travers le monde, pas une image et  même pas une journée de deuil au pays concerné.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>In Gaza (Palästina) haben die Israelis gerade 400 Menschen massakriert im Laufe einer Woche, es gab Demonstrationen auf der ganzen Welt und die Medien aller Art machen nichts anderes, als uns mit ihren Bildern von Blut und Toten zu bombardieren.</p>
<p>Im kongolesischen Dungu-Faradje haben gerade in Anwesenheit der MONUC ugandische Rebellen 400 Menschen an einem Tag ermordet, aber Stille herrscht auf der ganzen Welt, kein Bild und nicht einmal ein Trauertag in dem betroffenen Land.</p>
</div>
<p>In einer ähnlichen Stimmung <a href="http://www.rue89.com/tribune-vaticinateur/2009/01/05/de-gaza-au-congo-des-poids-une-mesure">fragt sich</a> [fr] Hugues Serraf, der auf <em>La tribune du vaticinateur</em> auf Rue 89 bloggt:</p>
<blockquote><p>Si un mort israélien vaut plusieurs morts palestiniens, combien faut-il de cadavres congolais pour un linceul gazaoui?</p>
<p>[&#8230;] Comment un conflit qui a déjà fait quatre millions de morts en dix ans, et tue encore plus d’un millier de civils chaque jour du fait du chaos alimentaire et sanitaire qu’il entraîne, peut-il être aussi peu couvert? Comment les 271 victimes de la LRA (hypothèse basse, rappelons-le) de ces dernières semaines ont-elles pu échapper à la vigilance de nos reporters, de nos analystes, voire de nos manifestants?</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Wenn ein israelischer Toter mehrere palästinensische Tote wert ist, wieviele kongolesische Leichen braucht man für ein Leichentuch aus Gaza?</p>
<p>[&#8230;] Wie kommt es, dass über einen Konflikt, der in zehn Jahren schon vier Millionen Menschen getötet hat und immer noch mehr als tausend Zivilisten jeden Tag tötet als Folge des Lebensmittel- und Gesundheitschaos, immer noch so wenig berichtet wird? Wie konnten die 271 Opfer der LRA (nicht vergessen: eine vorsichtige Schätzung) in den letzten Wochen der Aufmerksamkeit unserer Reporter, ja sogar unserer Demonstranten entgehen?</p>
</div>
<p><em>Beendet den Krieg in Nord-Kivu</em>, ein Blog eines Mitarbeiters einer internationalen Hilfsorganisation in Ost-Kongo, <a href="http://stopthewarinnorthkivu.wordpress.com/2008/12/31/a-personal-reflection/">denkt nach</a> [en] über das „Ignorieren von afrikanischen Kriegen in der westlichen öffentlichen Meinung und den westlichen Medien“:</p>
<blockquote><p>I am convinced that the thunderous silence of Western media regarding horror in African conflicts entails an enormous, and unavoidable, ethic question. If five million people die in a given place, we as human beings have the obligation to know that this has happened. It is a moral obligation. We must know, the same way that we all know that millions of Jewish men, women and children were exterminated in Germany in the Second World War. However, we don´t know that more than five million Congolese have died as a result of the war since 1998.</p>
<p>Citizens of an information age have a right to know about it, and victims have a right for their suffering to be told, and known.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Ich bin überzeugt, das die donnernde Ruhe der westlichen Medien in Bezug auf den Horror in den afrikanischen Konflikten eine riesige und unvermeidbare ethische Frage nach sich zieht. Wenn fünf Millionen Menschen an einem wohldefinierten Ort sterben, haben wir als menschliche Wesen die Verpflichtung, zu wissen, dass das passiert ist. Es ist eine moralische Verpflichtung. Wir müssen es wissen, genauso wie wir alle wissen, dass Millionen von jüdischen Männern, Frauen und Kindern in Deutschland während des zweiten Weltkriegs vernichtet wurden. Aber wir wissen nicht, dass mehr als fünf Millionen Kongolesen seit 1998 in der Folge des Krieges gestorben sind.</p>
<p>Die Bürger eines Informationszeitalters haben das Recht, darüber Bescheid zu wissen, und die Opfer haben das Recht, dass über ihr Leiden berichtet und Bescheid gewusst wird.</p>
</div>
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		<title>Angola: Sechsjährige Kinder wurden der Hexerei bezichtigt</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/28/angola-sechsjahrige-kinder-wurden-der-hexerei-bezichtigt/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Nov 2008 06:31:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angola]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Portugiesisch]]></category>
		<category><![CDATA[Relief & Rescue]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben vonClara Onofre  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 
Schreckliche Nachrichten von misshandelten, gefolterten und getöteten Kindern erschütterten in der letzten Zeit Angola. Sie waren der Hexerei bezichtigt worden. Einer dieser letzten Vorfälle der ereignete sich in Sambizanga einem Stadtteil von Luanda. Wie Zeitungen berichten, rettete die Nationalpolizei Dutzende von Kindern, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/clara-onofre/">Clara Onofre</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/11/26/angola-children-as-young-as-6-face-accusations-of-witchcraft/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Schreckliche Nachrichten von misshandelten, gefolterten und getöteten Kindern erschütterten in der letzten Zeit Angola. Sie waren der Hexerei bezichtigt worden. Einer dieser letzten Vorfälle der ereignete sich in <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Sambizanga,_Angola">Sambizanga</a> einem Stadtteil von Luanda. Wie Zeitungen berichten, rettete die Nationalpolizei Dutzende von Kindern, die in einem Raum eingesperrt waren, in dem in einem Feuer Jindungo (eine Art Chili) brannte. Eines der Kinder wird möglicherweise wegen eines durch Schnitte verursachten Gangräns einen Arm verlieren. Mit dieser Methode - war die Hoffnung - könne das in den Kindern lebende Böse entweichen. Diese Praxis wird gemeinhin von den Angehörigen gewisser <a href="http://africa.reuters.com/top/news/usnJOE4AI0V8.html"> &#8220;Kirchen&#8221;</a> propagiert, die meistens illegalerweise gegründet wurden.</p>
<p>Durchdrungen von einem mystischen, bösartigen, ahnungslosen Geist oder einfach nur von dem Wunsch, einen Mund weniger füttern zu müssen, sind die Familienmitglieder die Hauptverantwortlichen für diese Art Einstellung. Wegen des Glauben an Hexerei verdammen sie ihre Kinder, Nichten, Neffen, oder Stiefkinder dazu, auf diese grausame Weise zu leiden, wenn irgendetwas zu Hause danebengeht.</p>
<p>Im Blog <a href="http://anteropaiva.blog.simplesnet.pt/archive/022885.html">Angola Saudades</a> findet sich ein trauriges Beispiel dieser Fälle</p>
<blockquote><p>&#8220;Makiesse é sobrevivente de um fenómeno perturbante que surge em Angola nos ultimos anos: acusações de feitiçaria contra crianças acompanhadas de maus tratos, abandono e nalguns casos, a morte. A madrasta acusou Makiesse de ser feiticeiro e ter provocado a doença que matou o seu pai. Não podia comer com a família, dormia na latrina, levava porrada diariamente e era forçado a rituais de purificação que mais parecem tortura – jejum, golpes e reclusão. Makiesse tinha seis anos. “Eu dizia que eu não sou feiticeiro, que talvez o feiticeiro usa a minha cara à noite. Mas ninguém acreditava”, conta Makiesse ao PlusNews. Um dia os familiares deitaram-lhe petróleo. O tio impediu que o queimassem vivo. Cedo, tirou-o sorrateiramente do Uíge para a capital Luanda a 345 quilómetros. Deixou-o num centro da igreja católica que abriga crianças de rua. Isso foi há três anos. Makiesse apenas foi visitado duas vezes pelo irmão mais velho&#8221;.</p>
</blockquote>
<div class="translation">&#8220;Makiesse ist Überlebender eines beunruhigenden Phänomens, das in Angola in den letzten Jahren aufgetaucht ist: Kinder werden der Hexerei bezichtigt und schlecht behandelt, ausgesetzt, und in einigen Fällen getötet. Makiesses Stiefmutter bezichtigte ihn, ein Hexerer zu sein und die Krankheit verursacht zu haben, an der sein Vater gestorben war. Er konnte nicht [mehr] mit seiner Familie zusammen essen, schlief in der Toilette, wurde jeden Tag verprügelt und wurde zu Reinigungsritualen gezwungen, die mehr einer Folter glichen - Fästen, Schläge und Einsperren. Makiesse war sechs Jahre alt. „Ich sagte, das ich kein Hexer sei, dass vielleicht der Hexer nachts mein Gesicht benutzt hätte. Aber niemand glaubte mir“, erzählt Makiesse <a href="http://www.plusnews.org/">PlusNews</a>. Eines Tages übergoss ihn seine Familie mit Öl. Sein Onkel hinderte sie, ihn bei lebendigen Leibe zu verbrennen. Er nahm ihn gleich heimlich aus Uige mit in die 345km entfernte Hauptstadt Luanda. Er überließ ihn einem Zentrum der katholischen Kirche, das Straßenkinder beherbergt. Das war vor drei Jahren. Makiesse bekam nur zweimal Besuch von seinem großen Bruder.&#8221;</div>
<p>Vor einigen Jahren erschien eine Studie des Nationalen Instituts für Kinder (Instituto Nacional da Criança - INAC) über die Auswirkung von Praktiken dieser Art auf Kinder aus der Perspektive des Schutzes der Menschenrechte durch. Die Studie zeigte, dass die Bezichtigungen von Kindern Ende der neunziger Jahre zunahmen, ohne irgendeinen Zusammenhang mit früheren Traditionen der Menschen am Ort. Nach der Studie ist das Auftreten von Bezichtigungen der Hexerei bedingt durch die Veränderung der Familienstrukturen und der Bedeutung der Verwandtschaftsbeziehungen, wie der Bindung an die Mutter und an diejenigen, die auf die Kinder achtgeben.</p>
<p>In Angola werden Bezichtigungen der Hexerei Kindern gegenüber ernst genommen, was das Gewicht grausamer Taten, die die Familie verübt, der Gesellschaft gegenüber minimal werden lässt. Nachdem sie bezichtigt wurden, integrieren sich die Kinder aufgrund des Stigmas und der Diskrimination nur schwer wieder in die Familie. Das führt uns zu einem anderen Faktor: der Zunahme [der Anzahl] der Straßenkinder. [Da sie sich die Kinder] angesichts der anklagenden Blicke trostlos [fühlen], entscheiden sie sich, auf eigene Rechnung und Risiko auf den Straßen dieses Landes zu leben.</p>
<p>Der Blog<a href="http://noticiascristas.blogspot.com/2008/01/igreja-catlica-em-angola-recupera.html">Noticias Cristãs</a> [pt] beklagt einen anderen Fall:</p>
<blockquote><p>“Doze crianças acusadas de feitiçaria e abandonadas pelos seus familiares foram retiradas das ruas de Luanda pelas Irmãs da Congregação do Bom Pastor. As histórias contadas pelas crianças que fizeram das ruas da capital a sua morada durante algum tempo, comoveram as freiras que decidiram começar um processo de nova vida para os menores. O caso mais recente é de uma menina de 11 anos acusada de ter morto a própria mãe usando feitiço. A superiora da congregação conta a história: “O pai abandonou a criança na rua e na altura foi interceptado pela polícia porque batia nela e ele disse que a filha tem 11 anos e é feiticeira. Disse que comeu a mãe e que recebeu o feitiço do Congo e que ele poderia ter a mesma sorte e então decidiu abandonar a menina. A criança foi levada para casa das irmãs no Palanca, por alguém que a encontrou a chorar na rua. Fui ter à casa onde eles moravam e encontrei alguns familiares, mas todos eles confirmaram que a menina é feiticeira. Conversei com eles, tentei convencê-los mas não houve maneira e disseram que era melhor não deixar a menina com eles porque estava reconhecida como feiticeira”.</p>
</blockquote>
<div class="translation">&#8220;Zwölf der Hexerei bezichtigte und von ihren Familien verlassene Kinder wurden von den Schwestern der Congregação do Bom Pastor [Kongegration des Guten Hirten] von den Straßen Luandas geholt. Die Geschichten, wie sie diese Kinder erzählten, die für einige Zeit die Straßen der Hauptstadt zu ihrem Zuhause gemacht hatten, bewegten die Nonnen, und sie entschieden sich, den Kindern den Weg in ein neues Leben zu ermöglichen. Der letzte Fall ist der eines elfjährigen Mädchens, die bezichtigt wurde, ihre eigene Mutter durch Hexerei getötet zu haben. Die Oberin der Kongregation erzählt ihre Geschichte: „Der Vater setzte das Kind auf der Straße aus und damals wurde er von der Polizei angehalten, weil er sie geschlagen hatte und er sagte, dass das Kind 11 Jahre alt sei und eine Hexe. Er sagte, dass sie ihre Mutter gegessen habe, und dass sie von einem kongolesischen Zauber befallen sei, und dass ihn dasselbe Schicksal ereilen könne, und dass er deshalb beschlossen habe, das Mädchen auszusetzen. Das Kind wurde in das Haus der Schwestern in Palanca gebracht von jemandem, der es weinend auf der Straße fand. Ich ging zu dem Haus, wo [die Angehörigen] wohnten und traf ein paar Angehörige, aber sie bestätigten alle, dass das Mädchen eine Hexe sei. Ich sprach mit ihnen, versuchte sie zu überzeugen, aber es ging nicht, und sie sagten, dass es besser sei, das Kind nicht bei ihnen zu lassen, weil sie als Hexe bekannt sei.&#8221;</div>
<p>Die Regierung und die Organisationen der Zivilgesellschaft haben Kampagnen gestartet, um die Sensibilität und Aufmerksamkeit zu erhöhen, damit die Misshandlung von Kindern vermieden werden kann. Andere Projekte, wie die Eröffnung von Aufnahmezentren, und die Zuweisung der juristischen Verantwortung für solche Misshandlungen sind zwei weitere wichtige [Planungs-]Punkte, die von den Behörden durchgeführt werden.</p>
<p>Wir hoffen, dass die Situation sich vollständig ändert; dass die angolanischen Kinder ihre Kindheit in Ruhe genießen mögen, ohne die Hoffnung auf ein besseres Leben zu verlieren. Wir hoffen, dass die angolanische Gesellschaft sich entschieden in diesem Kampf engagieren wird, der schon die Landesgrenzen überschritten hat; dass die Eltern und Angehörige der Kinder, die Opfer von Misshandlungen wurden, zur Rechenschaft gezogen und vor Gericht gebracht werden als Signal der Warnung für andere.</p>
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		<title>Syrien: Reaktionen auf die Blockade des Gaza-Streifens</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Jan 2008 21:16:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Arabisch]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonYazan Badran  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Dieses Bild soll an den Gaza-Streifen im Dunkeln erinnern. Während Israel die Grenze weiterhin blockiert wird die Situation für die Menschen schlimmer und schlimmer. Während der Mittlere Osten wegen des Ausnahmewetters zittert, sitzen die Menschen im Gaza-Streifen ohne Heizöl und Strom da.
Hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/yazan-badran/">Yazan Badran</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/01/23/syria-bloggers-react-to-gaza-blockade/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img src="http://www.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/01/gaza.jpg" alt="Light Up Gaza" align="left" height="216" hspace="10" vspace="10" width="109" />Dieses Bild soll an den Gaza-Streifen im Dunkeln erinnern. Während Israel die Grenze weiterhin blockiert wird die Situation für die Menschen schlimmer und schlimmer. Während der Mittlere Osten wegen des Ausnahmewetters zittert, sitzen die Menschen im Gaza-Streifen ohne Heizöl und Strom da.</p>
<p>Hier sind einige Reaktionen aus der syrischen Blogosphäre:</p>
<p><em>Ayam</em> postet auf seinem Blog <a href="http://www.damasceneblog.com/"><em>The Damascene Blog</em></a> einfach das Gedicht <a href="http://www.damasceneblog.com/arabic/2008/01/post-1.html">&#8220;Die Wütenden&#8221;</a> von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nizar_Kabbani">Nazir Kabbani</a>:</p>
<blockquote>
<p align="right">يا تلاميذ غزة<br />
نحن أهل الحساب والجمع والطرح<br />
فخوضوا حروبكم واتركونا<br />
نحن موتى لا يملكون ضريحاً<br />
ويتامى لا يملكون عيونا<br />
قد لزمنا جحورنا<br />
وطلبنا منكم أن تقاتلوا التنّينا<br />
قد صغرنا أمامكم ألف قرن<br />
وكبرتم خلال شهر قرونا</p></blockquote>
<blockquote><p> Oh, Schüler aus Gaza,</p></blockquote>
<blockquote><p>Wir sind die Menschen der Rechenarten, der Addition und der Subtraktion,</p></blockquote>
<blockquote><p>Kämpft in euren Kriegen und lasst uns zurück,</p></blockquote>
<blockquote><p>Wir sind Tote ohne Särge,</p></blockquote>
<blockquote><p>Waisen ohne Augen,</p></blockquote>
<blockquote><p>Wir bleiben in unseren Verschlägen,</p></blockquote>
<blockquote><p>Und bitten euch den Drachen zu bekämpfen,</p></blockquote>
<blockquote><p>In euren Augen werden wir tausend Jahrhunderte kleiner,</p></blockquote>
<blockquote><p>In einem Monat seit ihr für Jahrhunderte gewachsen.</p></blockquote>
<p><em>Rime</em> von <a href="http://www.rimeallaf.com/mosaics/"><em>Mosaic</em></a> gibt das <a href="http://www.rimeallaf.com/mosaics/index.php?entry=entry080122-004532">Gefühl der Frustration</a> bezüglich der Reaktion der internationalen Gemeinschaft wieder:</p>
<blockquote><p>Man muss wirklich andere Medien verfolgen oder andere Nachrichten sehen um zu erfahren, dass die unmenschliche Behandlung der Palästinenser durch Israel erneut keine Grenzen kennt und dass nach dem systematischen Mord an duzenden Palästinensern in den vergangenen Wochen die Belagerung des größten und verzweifelsten Ghettos weiter anhält.</p></blockquote>
<p><a href="http://abufares.blogspot.com/">Abu Fares</a> schreibt in den Kommentaren und gibt dabei die Auffassung vieler Syrer wieder:</p>
<blockquote><p> Die Babies, die diese Quall überstehen werden erwachsen werden und sich ihren Unterdrückern gegenüber stellen - und sie werden auch die stellen, die die Wahrheit umschreiben, sodass es ihrer verquerten Moral entspricht.</p>
<p>Sie würden von den Israelis und den führenden Medien &#8216;Terroristen&#39; genannt werden:</p>
<p>Denn sie starben erstens nicht in ihren Brutkästen, als sie die Chance hatten unter Beweis zu stellen, dass sie gute Babies seien, und zweitens weil sie für ihre Rechte einstehen und kämpfen werden. Wieder und wieder!</p></blockquote>
<p>Annie, ein Belgierin die Jahrelang in Syrien lebte und bei <em><a href="http://dimashq.blogspot.com/">Vivre en Syrie</a></em> bloggt, veröffentlicht eine <a href="http://dimashq.blogspot.com/2008/01/appeal-for-gaza.html">gemeinsame Stellungnahme</a> von 40 internationalen, israelischen und palästinensischen Entwicklungshilfe- und Menschenrechtsorganisationen:</p>
<blockquote><p>Wir, die unterzeichnenden internationalen, israelischen und palästinensischen Entwicklungshilfe- und Menschenrechtsorganisationen fordern ein sofortiges Ende der Blockade des Gaza-Streifens durch Israel, ein Ende der internationalen Isolation und Gespräche und Ausgleich zwischen den palästinensischen Parteien. Wir rufen auch zum Ende der 40jährigen Besetzung durch Israel auf, im Namen des Friedens und der Gerechtigkeit für alle.</p>
<p>&#8216;Wir leben in Angst vor der Verwüstung unserer Gesellschaft. Die Belagerung des Gaza-Streifens ist ein furchtbares Verbrechen. Ich möchte der Welt sagen: Behauptet nicht, ihr hättet nichts gewusst.&#39;</p></blockquote>
<blockquote></blockquote>
<blockquote></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Syrien: Trauer um verlorene Seeleute</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2007/11/24/syrien-trauer-um-verlorene-seeleute/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Nov 2007 10:36:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Relief & Rescue]]></category>

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		<description><![CDATA[ &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
 Nach der schockierenden Nachricht, dass das syrische Schiff &#8220;Hai Ismail&#8221; (unter georgischer Flagge, aber im Besitz einer syrischen Crew) im Schwarzen Meer von einem Sturm zusammen mit neun weiteren Schiffen überrascht wurde, wird an der syrischen Küste getrauert. Nur zwei der 17 Crewmitglieder überlebten. Keiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em> &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2007/11/16/syria-mourning-lost-sailors/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p> Nach der <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/7090141.stm">schockierenden Nachricht</a>, dass das syrische Schiff &#8220;Hai Ismail&#8221; (unter georgischer Flagge, aber im Besitz einer syrischen Crew) im Schwarzen Meer von einem Sturm zusammen mit neun weiteren Schiffen überrascht wurde, wird an der syrischen Küste getrauert. Nur zwei der 17 Crewmitglieder überlebten. Keiner der Seeleute war älter als 33. <em><a href="http://abufares.blogspot.com/">Abu Fares</a></em> aus der syrischen Küstenstadt <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tartous">Tartous</a> kannte viele der Matrosen und ihre Familien. Er schreibt über <a href="http://abufares.blogspot.com/2007/11/lost-at-sea.html">die Tragödie</a>:</p>
<blockquote><p> Jahr für Jahr erleben wir solche verheerende Schläge, und die Stadt verfällt in einen Trauerzustand. Es gibt keine Gesichter für einen letzten Blick, keine Körper zum Beerdigen und keine Grabsteine, bei denen man sitzen und weinen könnte. Die Mütter fallen in eine ewige Starre, blicken stundenlang aus dem Fenster und warten auf einen Anruf oder Kurier, der die Nachricht von einem Wunder vorbei bringt.</p></blockquote>
<p>Der emotional aufgeladene Post regte eine Reihe von Kommentaren und Gebete für die verlorenen Seeleute an.</p>
<p>Einer der Kommentatoren, <em><a href="http://dubai-jazz.blogspot.com/">Dubai Jazz</a></em>, fragt, ober es irgendeine Möglichkeit gäbe, diese Unfälle zu verhindern.</p>
<p><em>Abu Fares</em> <a href="http://abufares.blogspot.com/2007/11/lost-at-sea.html#c1421680238491775185">antwortet</a>:</p>
<blockquote><p> Nun, ich hasse es auf solche Fragen zu antworten, wenn die Wunden noch nicht verheilt sind. Aber statistisch gesehen legt die schiere Menge der sinkenden syrischen Schiffe nahe, dass etwas falsch läuft. Vor allem Schiffe auf dem Schwarzen Meer sind einem besonders großen Risiko ausgesetzt. Die Schiffe sind meist alt, schlecht erhalten oder am Ende ihrer nutzbaren Zeit angelangt. Sie dürfen westeuropäische Häfen nicht mehr anlaufen, weil sie als unsicher angesehen werden. Die meisten Schiffe haben nie den Ozean befahren, sodass sie entweder viel zu spät still gelegt werden oder im unversöhnlichen Meer versinken.</p></blockquote>
<p><strong> Geschrieben von <a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/yazan-badran/">Yazan Badran</a>.</strong></p>
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		<title>Haiti: Bloßgestellt</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jul 2007 15:29:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
gmtPlus9 (-15) verweist auf das Projekt „Kids with Cameras“, dass haitianischen Kindern in Schuldknechtschaft die Möglichkeit gibt, ihre Geschichte zu erzählen.
Geschrieben von Janine Mendes-Franco
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em> &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2007/07/13/haiti-unmasked/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><em><a href="http://gmtplus9.blogspot.com/2007/07/haiti-unmasked-photographs-by-child.html">gmtPlus9 (-15)</a></em> verweist auf das Projekt „<em>Kids with Cameras</em>“, dass haitianischen Kindern in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schuldknecht">Schuldknechtschaft</a> die Möglichkeit gibt, ihre Geschichte zu erzählen.</p>
<p><em>Geschrieben von <a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/janine-mendes-franco/" title="Posts by Janine Mendes-Franco">Janine Mendes-Franco</a></em></p>
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