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	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Flüchtlinge</title>
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	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
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		<title>Westsahara: Aminatou Haidar  deportiert</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/21/westsahara-aminatou-haidar-deportiert/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 02:29:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aminatou Haidar ist eine führende Aktivistin der Unabhängigkeit von Westsahara (von Marokko) Am letzten Freitag den 13. November, als sie nach Laayoune (eine Stadt in Westsahara) zurückkehrte, wo sie verhaftet und dann deportiert wurde. Jillian C. York fasst die Reaktionen der Blogger zusammen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/jillian-york/">Jillian C. York</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/18/western-sahara-aminatou-haidar-deported/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="alignleft" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/aminatou-225x300.jpg" alt="Foto von Aminatou Haidar von saharauiak" /></p>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Aminatou_Haidar">Aminatou Haidar</a> ist eine führende Aktivistin der Unabhängigkeit von Westsahara (von Marokko). In 1967 geboren, wurde sie von den marokkanischen Behörden für Ihre Aktivitäten im Alter von 20 Jahren “verschwunden”, und tauchte erst drei Jahre später wieder auf. In 2005 wurde Haidar für ihre Teilnahme an einem Protest verhaftet und wegen “Anstiftung zu gewaltsamen Protest Aktivitäten” zu sieben Monaten Gefängnisstrafe verurteilt. <a href="http://www.amnesty.org/en/library/asset/MDE29/010/2005/en/e8f78dc1-d476-11dd-8743-d305bea2b2c7/mde290102005en.html">Amnesty International</a> hält sie für eine politische Gefangene und stellt die Fairness ihrer Verurteilung und der von 6 Anderen infrage. Seit ihrer Entlassung wurde sie mit dem <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Robert_F._Kennedy_Human_Rights_Award">Robert F. Kennedy Human Rights Award</a> geehrt, für den Nobel Friedens-Preis <a href="http://afsc.org/ht/display/ContentDetails/i/15166/pid/449">nominiert</a> und erst kürzlich mit dem <a href="http://www.civilcourageprize.org/honorees.htm">Civil Courage Prize</a> in New York ausgezeichnet, alles für ihre Arbeit, die Menschenrechte in der Westsahara zu verteidigen.</p>
<p>Ohne Rücksicht auf die ihr verliehenen Auszeichnungen, lebte Haidar - bis vor Kurzem - in Marokko, immer in großer Gefahr verhaftet zu werden; bis zum letzten Freitag den 13. November, als sie nach Laayoune (eine Stadt in Westsahara) zurückkehrte, wo sie verhaftet und dann deportiert wurde. <a href="http://www.csmonitor.com/2009/1117/p06s10-wome.html">Laut dem </a><em>‘Christian Science Monitor’</em> hatten die Behörden Einwände dagegen erhoben, dass sie das Zollformular mit “Western Sahara” ausfüllte. Gemäß marokkanischen Beamten hat Haidar ihre marokkanische Staatsbürgerschaft aufgegeben und “freiwillig darauf verzichtet”. Sie wurde dann nach Lanzarote auf den Kanarischen Inseln gebracht, wo sie später aus humanitären Gründen die spanische Aufenthaltsgenehmigung erhielt, laut der spanischen Nachrichtenagentur <a href="http://www.abc.es/hemeroteca/historico-16-11-2009/abc/Nacional/haidar-afirma-que-no-comera-hasta-que-no-le-permitan-regresar-a-el-aaiun_1131506786134.html">ABC</a>.</p>
<p>Pro-Unabhängigkeit <em>Blog Sandblast</em> <a href="http://sandblast-arts.blogspot.com/2009/11/statement-morocco-expels-saharawi.html?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Sandblast+(Sandblast)&amp;utm_content=Google+Reader">erinnert</a> uns daran, dass Haidar nicht die einzige Dissidentin ist, die für ihre Überzeugung verfolgt wird, und schreibt:</p>
<blockquote><p>Seit dem 6. Oktober sind fünfzehn bekannte Menschenrechts-Verfechter aus Westsahara verhaftet, festgehalten und verhört worden. Davon werden 7 wegen Hochverrat vor ein Militärgericht gestellt, nachdem sie ihre Verwandten in dem Saharawi Flüchtlingslager in SW Algerien besuchten. Diese Saharawis sind als Zielgruppe festgenommen worden, weil sie gegen die Unterdrückung durch die marokkanische Besetzung in ihrem Heimatland protestiert hatten, und für das Recht auf Selbstbestimmung gemäß der Charter der Vereinten Nationen und über 100 Resolutionen der Vereinten Nationen eingetreten sind. Im August hinderten die marokkanischen Behörden sechs jugendliche Saharawis daran, nach England zu reisen, um an dem in Oxford durchgeführten Programm ‘Talk Together’ (redet miteinander) teilzunehmen, welches Dialoge zwischen Jugendlichen in Konfliktgebieten fördert.</p></blockquote>
<p>Der spanische Blogger <em>Bilbaobilonia</em> bezog sich auf eine Rede, in welcher der marokkanische König Mohammed VI feststellte, dass jeder, der die Unabhängigkeit von Westsahara befürwortet, ein Verräter sei, und drückte <a href="http://bilbaobilonia.net/2009/11/18/aminatou-haidar-la-traidora/">seine Unterstützung</a> [es] für Haidar so aus:</p>
<blockquote><p>Ya lo dijo el rey Mohamed VI en su discurso conmemorativo de la Marcha Verde: en Marruecos sólo se puede ser patriota o traidor.  Claro que, si alguien se toma la molestia de examinar las raquíticas libertades que promueve la dinastía alauí o la persecución a la que somete a la disidencia saharaui , es fácil llegar a la conclusión de que en Marruecos, la traición es la forma más noble de patriotismo.</p></blockquote>
<div class="translation">Wie König Mohammed VI bereits in seiner Rede in Erinnerung an den Grünen Marsch sagte: Ein Marokkaner kann nur ein Patriot oder ein Verräter sein. Wenn man sich darum bemüht, die kümmerliche Freiheit, welche die Alawite Dynastie fördert, oder die Verfolgung denen die Saharawis Dissidenten unterliegen, zu untersuchen, dann fällt es einem leicht festzustellen, dass in Marokko Verrat die wahre Form des Patriotismus ist.</div>
<p>Blogger <em>One Hump or Two </em>ist <a href="http://onehumportwo.blogspot.com/2009/11/aminatou-haidar-abducted-by-moroccan.html">erstaunt</a>, dass die marokkanischen Behörden jemanden, der so gut bekannt ist, verfolgen:<br />
Das zeigt nur, dass die marokkanische Polizei jeden Saharawi verfolgt, der ein Referendum unterstützt, selbst solche, die internationale Verbindungen und Unterstützung haben. Haidars Auszeichnungen (erst kürzlich der <a href="http://www.rfkcenter.org/node/387">Civil Courage Prize</a>) sollten sie eigentlich außerhalb dieser Gefahrenzone stellen und der marokkanischen Regierung damit zeigen, dass die Welt sie beobachtet.</p>
<p><em> Sahara Occidental</em> <a href="http://saharaoccidental.blogspot.com/">veröffentlicht weiterhin Presse Zusammenstellungen</a> über den Fall von Aminatou Haidara.</p>
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		<title>Indonesien: Überschwemmungen in 13 Provinzen</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/17/indonesien-ganz-viel-wasser-in-13-provinzen/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Jan 2009 23:47:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cegees</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonMong Palatino  &#183; Übersetzt von cegees &#183;  engl. Originalartikel 
In den letzten Wochen waren mehr dreizehn indonesische Provinzen von Überschwemmungen betroffen, verursacht durch sintflutartige Regenfälle. Die Katastrophe hat bereits 14 Menschenleben gefordert, 3 Menschen werden immer noch vermisst. Die Überschwemmungen breiten sich in verschieden Teilen der folgenden Provinzen weiter aus: West Nusa, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/mong/">Mong Palatino</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/paul-lanon/'>cegees</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/17/indonesia-flooding-in-13-provinces/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>In den letzten Wochen waren mehr dreizehn indonesische Provinzen von <a href="http://www.channelnewsasia.com/stories/afp_asiapacific/view/403058/1/.html">Überschwemmungen betroffen</a>, verursacht durch sintflutartige Regenfälle. Die Katastrophe hat bereits 14 Menschenleben gefordert, 3 Menschen werden immer noch vermisst. Die Überschwemmungen breiten sich in verschieden Teilen der folgenden Provinzen weiter aus: West Nusa, Tenggara, Sumatra, Java, Bali, Borneo und Sulawesi. Mehr als 50.000 Menschen mussten bereits evakuiert werden. </p>
<p>In Hauptstadt Indonesiens Jakarta steht das Wasser <a href="http://www.thejakartaglobe.com/home/article/6259.html">bereits zwei Meter</a> über normal. <a href="http://indonesiafirst.com/flood-officials-standby/">Mehr als 40 Prozent</a> der Stadt liegen unterhalb des Meeresspiegels. Das beliebte Urlaubsziel Bali ist <a href="http://mytravelblogging.com/bali/2009/01/14/flood-in-bali/">ebenfalls überflutet</a>.</p>
<p><iframe width="425" height="350" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=en&amp;geocode=&amp;q=indonesia&amp;sll=2.284551,124.101563&amp;sspn=24.102647,39.550781&amp;ie=UTF8&amp;z=4&amp;ll=-0.789275,113.921327&amp;output=embed&amp;s=AARTsJrT2fGl2JpIbgQcPdy3iBfMly-PpA"></iframe><br /><small><a href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=embed&amp;hl=en&amp;geocode=&amp;q=indonesia&amp;sll=2.284551,124.101563&amp;sspn=24.102647,39.550781&amp;ie=UTF8&amp;z=4&amp;ll=-0.789275,113.921327" style="color:#0000FF;text-align:left">View Larger Map</a></small><br />
<font size="1">Indonesien via Google Map [en]</font></p>
<p>Javaa Jive <a href="http://thejavajive.com/blog/?p=1106">schreibt</a> zu den Überschwemmungen in Jakarta:</p>
<blockquote><p>
Während der Dezember noch recht sonnig und angenehm war, brachte das neue Jahr ärgerliche, sintflutartige Regengüsse, begleitet von vielen Blitzen  und natürlich die jährlichen Überschwemmungen.<br />
Während ich hier schreibe, schaue ich auf eine langen Kanal, der prall gefüllt ist mit Regenwasser und Schutt. Im Himmel ziehen wieder Wolken auf, die bald wie Wunden aufreissen werden - denn für die Woche sind weitere starke Stürme angekündigt. Eine heftige Nacht voller Regen und wir werden aus Kelapa Gading nicht raus kommen, denn die Straße zur Zollschranke liegt am niedrigsten und ist am schnellsten überflutet.<br />
Bin ich nervös? - Nicht wirklich [&#8230;]<br />
Aber ich bin nervös, wegen der Familien die nicht wegkommen. Für jene, die kleine Kinder haben, und kein frisches Wasser bekommen, oder medizinische Betreuung. Für all jene, die nicht das Vertrauen hatten, oder das Risiko einer Versicherung eingehen wollten - für ihr Haus, ihr Geschäft oder ihr Auto. Und für jene, die wieder einmal alles verlieren werden.
</p></blockquote>
<p>Mywebsiteku <a href="http://dedenwebsite.blogspot.com/2009/01/rainy-season.html">erwartet</a> weitere Überschwemmungen bis zum nächsten Monat:</p>
<blockquote><p>
Die Spitze der Regenzeit kommt noch und wird wohl erst im Februar 2009 erreicht sein. Dies ist ein potentieller Auslöser für Katastrophen wie Erdrutersche, Überschwemmungen, Wind- und Wasserhosen. Das hängt von der Stärke der Wolken in Jakarta ab und den ausgebauten Gegenden, die von den Regenfällen betroffen sind. Daher muss die Öffentlichkeit über die sich änderenden Wetterbedingungen informiert werden.</p></blockquote>
<p>Auf Twitter wird über die Überschwemmungen berichtet:</p>
<blockquote><p>
<a href="http://twitter.com/irwanlee/statuses/1123183677">Irwanlee:</a> Der Himmel sieht düster aus, und das Denguefieber und die Flut sind zurück in der Stadt.<br />
<a href="http://twitter.com/lusy_sunsetgirl/statuses/1120166892">lusy_sunset:</a> Ehrlich gesagt, glaube ich: Sowohl Regierung und die Menschen tragen eine Mitverantwortung an den Überschwemmung.</p>
<p><a href="http://twitter.com/nanashambles/statuses/1118117123">nanashambles:</a> Regen ist Scheiße! Überschwemmungen überall. Chaotische Sache.</p>
<p><a href="http://twitter.com/storymasterq/statuses/1115159729">storymasterq: </a>Die Kaltfront zieht weiter. Jakartas Große Flut kommt normalerweise alle 5 Jahre, aber die Nächste wäre erst 2012. Apokalypse?</p></blockquote>
<p><em><br />
Überschwemmungen sind häufig in Indonesien. <a href="http://riaudailyphoto.blogspot.com/search/label/Flood">Riau</a> zeigt Bilder aus dem indonesischen Kampar, wo es vor einigen Wochen Überschwemmungen gab.</em></p>
<p><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/kampar.jpg" alt="kampar" /></p>
<p><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/motorbike.jpg" alt="flut" /><br />
<font size="1"><em>Fotos via <a href="http://riaudailyphoto.blogspot.com/search/label/Flood">Riau Daily Photo</a></em></font></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Palästina:&#8221;Ich will nicht, dass meine Kinder mich in Stücke gerissen sehen.&#8221;</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/11/palastinaich-will-nicht-dass-meine-kinder-mich-in-stucke-gerissen-sehen/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Jan 2009 09:36:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonAyesha Saldanha  &#183; Übersetzt von Katrin Zinoun &#183;  engl. Originalartikel 
Wie fühlt es sich an, wenn man nicht in der Lage ist, seine Kinder zu beschützen? In dieser Zusammenfassung der Blogs aus Gaza, hören wir eine Mutter, die sich schuldig fühlt, wenn sie die Furcht ihrer Kinder sieht: &#8220;War es von Anfang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/ayesha-saldanha/">Ayesha Saldanha</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/'>Katrin Zinoun</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/10/palestine-i-do-not-want-my-kids-to-see-me-torn-into-pieces/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Wie fühlt es sich an, wenn man nicht in der Lage ist, seine Kinder zu beschützen? In dieser Zusammenfassung der Blogs aus Gaza, hören wir eine Mutter, die sich schuldig fühlt, wenn sie die Furcht ihrer Kinder sieht: &#8220;War es von Anfang an falsch, Kinder zu bekommen? Habe ich nicht das Recht eine Mutter zu sein?</p>
<p>Der palästinensische Fotojournalist Sameh Habeeb bloggt im <a href="http://gazatoday.blogspot.com/2009/01/day-15-of-israeli-war-on-gaza.html"><em>Gaza Strip, The Untold Story</em></a>:</p>
<blockquote><p>Most of the Gaza Strip plunges into deep darkness since the start of this war. I find several hardships to send out this report due to power problem. Today, a rocket targeted my uncle&#39;s house. My house got several splinters and rocket shrapnel. Thanks to God, we all safe but I don&#39;t know what will happen next. I live east of Gaza, Toffah area, were artillery shells rained down every single moment.</p></blockquote>
<div class="translation">Der größte Teil des Gazastreifens ist seit Beginn des Krieges in tiefe Dunkelheit getaucht. Wegen des Stromausfalls habe ich einige Probleme, diesen Bericht zu senden. Heute hat eine Rakete das Haus meines Onkels getroffen. Mein haus hat mehrere Bomben- und Granatsplitter abbekommen. Gott sei Dank, sind wir alle sicher, aber wer weiß, was als nächstes passieren wird. Ich lebe östlich von Gaza, im Toffah-Gebiet, wo die Artilleriegeschosse in jedem einzelnen Moment herunterregneten.</div>
<p>Natalie Abou Shakra, eine libanesische Aktivistin, schreibt in dem Gruppen-Blog <em>Moments of Gaza</em>. In ihrem Beitrag übersetzt sie zwei Flyer, die vom israelischen Militär abgeworfen wurden. Diese Flyer rufen die Bürger von Gaza auf, Informationen über die Aufenthaltsorte der Hamas-Kämpfer zu geben. Natalie <a href="http://gaza08.blogspot.com/2009/01/natalie-abou-shakra-from-idf-with-love.html">kommentiert</a>:</p>
<blockquote><p>What really shocked me is the username they chose for their email. “Helpgaza2008″ ?!</p>
<p>I think this e-mail of theirs deserves to be bombed with the right kind of messages!</p></blockquote>
<div class="translation">Was mich wirklich schockiert hat, ist der Benutzername ihrer E-Mail. &#8220;Helpgaza2008&#8243;?!</div>
<p>Ich denke, diese E-Mail verdient es, mit den richtigen Nachrichten bombardiert zu werden!</p>
<p>Nirmeen Kharma Elsarraj schreibt in dem Gemeinschaftsblog <a href="http://lamentations-gaza.blogspot.com/2009/01/fifth-day.html"><em>Lamentations-Gaza</em></a>:</p>
<blockquote><p>There are things that are not well reported in the news, feelings!! I have three children, a daughter Nour who is 14, a son Adam who is 9 and another son Ali who is 3. We live in an area in Gaza city that used to be described &#39;safe&#39;. Nowhere is safe anymore. My children cannot sleep and I cannot help them. The feelings of helplessness and guilt (which always accompanies your inability to protect or at least comfort your children) are stronger than those of fear and horror. My daughter was telling a journalist on the phone yesterday that she had never got the real support she sought from me whenever there was a shelling. I was shocked!! I felt so guilty because my daughter felt my fears. But is it not normal to be scared after all?! Adam is asthmatic and he uses a ventilator. Due to the stress and the pollution resulting from rubbles, he is getting more frequent asthma attacks and there is no electricity for his ventilator. Each time he has an attack, we have to put the generator on for him and then put it off. There is no enough fuel to keep the generator on and we have no idea till when this is going to continue. Ali has no idea what this is all about. All what he does is scream in fear whenever there is a bombing and when it is over, he uses his imagination to tell stories about ‘qasef - bombing&#39;. The kids do not sleep. We spend our days and nights in one single room with my sister in law and her daughter. You feel the stress and fear. You can see it on everyone&#39;s face.<br />
Last night I was thinking about all this. I do not want anyone of my family to get hurt and I thought if anything should happen, I pray it happens to me and not my kids. Then I thought I do not want my kids to see me torn into pieces. The scenes on tv of people killed are so terrifying and I know what it means for children to see such thing. What I really want is for all this to end and for me and my kids to live just like anyone else in the world. I want to get rid of the feeling of guilt towards my kids. Was I mistaken to have kids in the first place? Do I not have the right to be a mother? But am I really doing a good mother&#39;s ‘job&#39; in being the source of comfort for my kids. I know it is not my fault but I knew also that I live in Gaza and Gaza has never been a healthy environment to raise children. Was I that selfish to think about my own feeling to want to be a mother and ignoring my expected failure to protect my kids?</p></blockquote>
<div class="translation">Es gibt Dinge, über die in den Nachrichten nicht berichtet wird: Gefühle!! Ich habe drei Kinder, eine Tochter Nour (14), einen Sohn Adam (9) und einen Sohn Ali (3). Wir leben in einem Gebiet von Gaza-Stadt, welches als &#8220;sicher&#8221; beschrieben wurde. Nirgends ist es mehr sicher. Meine Kinder können nicht schlafen und ich kann Ihnen nicht helfen. Die Gefühle der Hilflosigkeit und der Schuld (welche die Unfähigkeit seine Kinder zu beschützen oder wenigstens zu beruhigen immer begleitet) sind stärker als die der Angst und des Entsetzens. Meine Tochter erzählte gestern einem Journalisten am Telefon, dass sie von mir nie den Halt bekommen hat, den sie bei mir gesucht hat, wenn ein Angriff war. Ich war schockiert!! Ich fühlte mich so schuldig, weil meine Tochter meine Ängste spüren konnte. Aber ist es nicht normal, ängstlich zu sein bei all dem?! Adam ist Asthmatiker und er benutzt einen Beatmungsgerät. Wegen dem Stress und der Luftverschmutzung die aus den Trümmern resultiert, bekommt er häufiger Asthmaanfälle und es gibt keinen Strom für sein Beatmungsgerät. Jedes mal, wenn er einen Anfall hat, müssen wir den Generator für ihn anmachen, und dann machen wir ihn wieder aus. Wir haben nicht genug Benzin, um den Generator anzulassen und wir haben keine Ahnung wie lange das noch dauern wird. Ali hat keine Vorstellung, worum es hier geht. Er kann nur schreien, wenn es ein Bombardement gibt. Und wenn es vorbei ist, nutzt er seine Fantasie und erzählt Geschichten über &#8220;qasef&#8221; - Bombenangriffe. Die Kinder schlafen nicht. Wir verbringen Tag und Nacht in einem einzigen Raum mit meiner Schwägerin und ihrer Tochter. Man kann den Stress und die Angst fühlen. Man kann es in jedem Gesicht sehen.<br />
Letzte Nacht habe ich über das alles nachgedacht. Ich will nicht, dass jemandem aus meiner Familie etwas passiert und ich dachte, dass wenn etwas passiert, dann bete ich, dass es mir passiert und nicht meinen Kindern. Dann dachte ich, ich will nicht dass meine Kinder mich in Stücke gerissen sehen. Die Bilder der getöteten Menschen sind so entsetzlich und ich weiß, was es für Kinder bedeutet so etwas zu sehen. Was ich wirklich will, ist, dass das alles aufhört und dass ich und meine Kinder leben können, so wie alle anderen Menschen in der Welt. Ich möchte dieses Gefühl der Schuld gegenüber meinen Kindern loswerden. War es falsch von mir, Kinder zu bekommen? Habe ich nicht das Recht eine Mutter zu sein? Aber mache ich meine Mutteraufgabe denn wirklich gut, indem ich eine Quelle des Haltes für meine Kinder bin. Ich weiß, dass es nicht meine Schuld ist, aber ich weiß auch, dass ich in Gaza lebe und Gaza war noch nie eine gesunde Umwelt, um Kinder aufzuziehen. War ich zu selbstsüchtig, als ich mehr an meinen eigenen Wunsch, eine Mutter zu sein, gedacht habe und das vorhersehbare Versagen, meine Kinder zu beschützen, ignorierte?</div>
<p>Die australische Aktivistin Sharyn Lock schreibt bei <a href="http://talestotell.wordpress.com/2009/01/10/jan-8-9-with-a-red-cross-evacuation-team/"><em>Tales to Tell</em></a>:</p>
<blockquote><p>So, Thursday: the Red Cross co-ordinated evacuation into Zaytoun. Doctor Said would look good on a Red Cross poster - black sweater, shaved head, muscles enough to keep that Red Cross flag held above his head for the two hours we were behind army lines. You’d definitely invite him in for coffee to ask for his opinion on the state of the world. His colleague has more of an accountant look about him, but his job is to keep us alive - he is armed with a walkie-talkie and is negotiating our path constantly with the army as we move. With May, a small, quick woman who is the Engineer for the Red Crescent, supervising all the vehicles etc, I carry a stretcher and water. About 8 intrepid Red Crescent paramedics join us, wearing weighty bullet proof vests or not dependent on their preference for possible death or certain backache.<br />
[…]<br />
When I was a kid, I was very aware of war zones, but I always understood they happened in places different from my home. I would like to tell you about what I am seeing right now as I walk. I am seeing flowering vines. Bright curtains in windows. Chickens running about. This is your home, you know. This is the garden where your children play. This is your house with obscene holes blown in it, with Israeli snipers lurking in the shadows of its roof, with a dead resistance fighter sitting with his back to your wall.</p></blockquote>
<div class="translation">Also Donnerstag, das Rote Kreuz koordinierte die Evakuierung von Zaytoun. Doktor Said würde auf einem Rot-Kreuz-Poster sehr gut aussehen - schwarzer Pullover, rasierter Kopf, genug Muskeln, um die Rot-Kreuz-Flagge für zwei Stunden über seinem Kopf zu halten, während wir hinter den Armeelinien sind. Man würde ihn definitiv auf einen Kaffee einladen, um ihn nach seiner Meinung über die Lage der Welt zu fragen. Sein Kollege sieht eher wie ein Buchhalter aus, aber es ist sein Job, uns am Leben zu erhalten. Er ist mit einem Walkie-Talkie bewaffnet und verhandelt fortwährend mit der Armee über unseren Weg, während wir uns fortbewegen. Zusammen mit May, einer kleinen schnellen Frau, die als Ingenieurin für das Rote Kreuz arbeitet und alle Fahrzeuge überwacht, trage ich eine Trage und Wasser. Etwa acht unerschrockene Sanitäter des Roten Halbmondes begleiten uns. Sie tragen kugelsichere Westen oder auch nicht. Das ist abhängig von der persönlcihen Vorliebe für einen möglichen Tod oder sehr wahrscheinliche Rückenschmerzen.<br />
[&#8230;]<br />
Als ich ein Kind war, wusste ich Bescheid über Kriegsgebiete, aber ich verstand immer, dass sie in anderen Gebieten als meinem Zuhause waren. Ich würde euch gern erzählen, was ich jetzt gerade beim Laufen sehe. Ich sehe blühenden Wein. Leuchtende Vorhänge an Fenstern. Hühner rennen herum. Dies ist euer Zuhause, wisst ihr. Dies ist euer Garten, wo eure Kinder spielen. Dies ist euer Haus mit obszönen Löchern hineingeschnitten, mit israelischen Scharfschützen, die im Schatten des Daches lauern, mit einem toten Widerstandskämpfer, der mit dem Rücken zur Wand sitzt.</div>
<p>In der arabischen Welt stellen die Blogger einen Song von <a href="http://www.michaelheart.com/">Michael Heart</a> ins Netz. Er heißt <a href="http://www.youtube.com/watch?v=dlfhoU66s4Y">&#8220;We will not go down (Song for Gaza)</a>&#8220;. Adham Khalil aus dem Jabaliya-Lager, der bei Free Free Palestine bloggt, ist einer von <a href="http://nagyelali.blogspot.com/2009/01/we-will-not-go-down-by-mikhael-heart.html">ihnen</a>:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/dlfhoU66s4Y&amp;hl=en&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/dlfhoU66s4Y&amp;hl=en&amp;fs=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
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		<title>Palästina: “In Gaza sind wir das Thema der Nachrichten, können aber nicht fernsehen.&#8221;</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/10/palastina-%e2%80%9cin-gaza-sind-wir-das-thema-der-nachrichten-konnen-aber-nicht-fernsehen/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Jan 2009 20:46:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern (am 6. Januar) wurde eine UN-Schule im <a href="http://www.un.org/unrwa/refugees/gaza/jabalia.html">Jabaliya-Flüchtlingslager</a>, die als Zuflucht genutzt wurde, von <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/01/06/palestine-un-school-hit-by-israeli-shells-more-than-40-killed/">israelischen Granaten getroffen</a> und etwa 40 Menschen wurden getötet. Heute setzte das israelische Militär seine <a href="http://www.nytimes.com/2009/01/08/world/middleeast/08mideast.html">Operationen für etwa drei Stunden aus</a>, um es der humanitären Hilfe zu ermöglichen, nach Gaza zu gelangen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/ayesha-saldanha/">Ayesha Saldanha</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/'>Katrin Zinoun</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/08/palestine-in-gaza-we-are-subject-to-news-but-cannot-see-tvs/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Gestern (am 6. Januar) wurde eine UN-Schule im <a href="http://www.un.org/unrwa/refugees/gaza/jabalia.html">Jabaliya-Flüchtlingslager</a>, die als Zuflucht genutzt wurde, von <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/01/06/palestine-un-school-hit-by-israeli-shells-more-than-40-killed/">israelischen Granaten getroffen</a> und etwa 40 Menschen wurden getötet. Heute setzte das israelische Militär seine <a href="http://www.nytimes.com/2009/01/08/world/middleeast/08mideast.html">Operationen für etwa drei Stunden aus</a>, um es der humanitären Hilfe zu ermöglichen, nach Gaza zu gelangen.</p>
<p>Prof. Said Abdelwahed, der an der Al-Azhar Universität Englisch unterrichtet, schreibt im Blog <a href="http://gaza08.blogspot.com/2009/01/prof-said-abdelwahed-unrwa-school.html">Moments of Gaza</a>:</p>
<blockquote><p>Thousands of the Palestinians took refuge into UNRWA schools. 40 of those have been killed in an air attack today on that school!! It seems even the U.N flag does not have any meaning to Israel? How can it consider itself a part of the international community?!</p></blockquote>
<div class="translation">Tausende Palästinenser flüchteten in die UNRWA-Schulen. 40 von ihnen wurden heute in einem Luftangriff auf diese Schule getötet!!! Es scheint, als hätte die UN-Flagge für Israel keine Bedeutung? Wie kann es sich selbst als Teil der internationalen Gemeinschaft betrachten?!</div>
<p>Die kanadische Aktivistin, Eva Bartlett, bloggt bei <a href="http://ingaza.wordpress.com/2009/01/06/where-would-you-go/">In Gaza</a>:</p>
<blockquote><p>If your unbelievably small and overcrowded land was being terrorized, pulverized by bombs from the world’s 4th largest military, and your borders were closed; if your house was not safe, mosque (church) not safe, school not safe, street not safe, UN refugee camp not safe…Where would you go, run, hide? Over 15,000 have been made homeless, internal refugees from Israel’s house-bombings, shelling, and shooting. Some have been housed in UN schools around Gaza. In Jabaliya today, Israeli warplanes bombed one such school. Shifa’s [hospital] director conservatively estimates 40 dead, 10s injured. It must be higher. […] The Shifa director also told me that emergency medics still cannot reach the Zaytoun house that yesterday morning was bombed with inhabitants locked inside. There are two main accounts of the story, both criminal. One: Israeli soldiers rounded up the inhabitants of the multi-story house, separated the men – 15, I was told – and shot them point blank in front of the women and children of the family, 20, I was told. Then, laid explosives around the house and bombed the rest of the extended family. Two: Israeli soldiers rounded up the inhabitants of the multi-story house, locked them in one room for a day, and bombed it the following morning. Either way, Israeli soldiers intentionally imprisoned and bombed the inhabitants of the house. And are actively preventing medics from reaching any potential survivors. The medics have tried to coordinate with the ICRC (international committee of the red cross) without success: no one can reach the house.</p></blockquote>
<div class="translation">Wenn euer unglaublich kleines und überbevölkertes Land terrorisiert, pulverisiert wird durch die Bomben des viert größten Militärs weltweit, und wenn eure Grenzen geschlossen werden, wenn euer Haus nicht sicher ist, Moschee (Kirche) nicht sicher, Schule nicht sicher, Straße nicht sicher, UN Flüchtlingslager nicht sicher &#8230; Wo würdet ihr hingehen, hinrennen, euch verstecken? Über 15.000 wurden obdachlos gemacht, interne Flüchtlinge durch die Bombardements der Häuser, Granaten und Schüsse durch Israel. Einige der Flüchtlinge wurden in UN-Schulen um Gaza herum untergebracht. In Jabaliya bombardierten israelische Kampfflugzeuge heute eine solche Schule. Der Direktor des Shifa-Krankenhauses schätzte zurückhaltend 40 Tote und 10 verletzte. Es müssen aber mehr sein. [&#8230;]Der Shifa-Direktor erzählte mir auch, das die Notärzte immer noch nicht das Zaytoun-Haus erreichen können, welches gestern früh bombardiert wurde mit den Bewohnern drinnen eingeschlossen. Es gibt zwei Berichte über diesen Vorfall, beide kriminell. Erstens: israelische Soldaten trieben die Bewohner des mehrstöckigen Gebäudes zusammen, trennten die Männer - 15 wurde mir gesagt - und erschoss sie aus nächster Nähe vor den Frauen und Kindern, 20 wurde mir gesagt. Dann legte man Sprengstoff um das Haus herum und sprengte den Rest der erweiterten Familie in die Luft. Zweitens: Israelische Soldaten trieben die Bewohner des Hauses zusammen und schlossen sie für einen Tag in einem Raum ein und bombardierten es am nächsten Morgen. Egal welche Version stimmt, israelische Soldaten sperrten die Bewohner des Hauses ein und bombardierten es. Und sie verhindern aktiv, dass die Notärzte potentielle Überlebende erreichen können. Die Mediziner haben versucht, es mit dem ICRC (Internationalen Komitee des Roten Kreuzes) zu koordinieren, ohne Erfolg: niemand kann das Haus erreichen.</div>
<p>Der Deutsche ägyptischer Abstammung Philip Rizk, der bei <em>Tabula Gaza</em> bloggt, berichtet von einer Konversation mit Dr. Attalah Tarazi in <a href="http://tabulagaza.blogspot.com/2009/01/notes-from-phone-conversation-w-dr.html">Gaza</a>:</p>
<blockquote><p>The numbers of death and injured reported in the media are far below reality as the media is not able to cover incidents as they unfold. I know of cases where homes were surrounded by the Israeli army and people inside gave themselves up and were shot anyway when they exited. […] We have witnessed weapons we have never seen before in our lives. Some explode in the sky and scatter bombs all over. Sporadically, I have smelt smells from some of the burns and wounds that I have never before witnessed […] May god protect us, may god have mercy on us</p></blockquote>
<div class="translation">Die Anzahl der Toten und Verletzten, die in den Medien genannt wird ist weit unter den reellen Zahlen, da die Medien die Ereignisse, so wie sie sich entwickeln, nicht abdecken können. Ich kenne Fälle, bei denen Häuser durch die israelische Armee umstellt wurden und wenn die Leute drinnen aufgaben und herauskamen wurden sie trotzdem erschossen. [&#8230;] Wir haben Waffen gesehen, die wir vorher niemals gesehen haben. Einige explodieren im Himmel und verstreuen Bomben überall hin. Manchmal, habe ich bei den Verbrennungen und Wunden einen Geruch wahrgenommen, den ich vorher noch nie gerochen habe [&#8230;] Möge Gott uns schützen und Gnade mit uns haben.</div>
<p>In einem anderen <a href="http://gaza08.blogspot.com/2009/01/prof-said-abdelwahed-waiting-long-lines.html">Beitrag</a> schreibt Prof. Said Abdelwahed:</p>
<blockquote><p>The 1:00-4:00 p.m. truce was a little bit relief to the civilians in the city. The main concern of the people was to get water from distribution centers. There were long lines of people waiting to get drinking water in plastic jugs! Tanks and artillery are still operating at the edges of Gaza city! More people evacuated their places and resorted to relatives and UNRWA schools…. but yesterday&#39;s bombing has scared everyone sleeping in the schools! Today, there were trucks of urgent food stuff and other medical aids have been allowed to be entered from Rafah into Gaza. In Gaza, we are all subject to news but we cannot see TVs. We hear about it from relatives who call us by telephones from abroad. We are still without electricity and water, plus that a great number of people are without cooking gas!</p></blockquote>
<div class="translation">Die Waffenruhe von 13:00 bis 16:00 Uhr war eine kleine Erleichterung für die Zivilisten in der Stadt. Die Hauptsorge der Menschen war es, Wasser aus den Verteilungszentren zu bekommen. Es waren lange Schlangen von Menschen, die darauf warteten Wasser in Plastikkannen zu bekommen! Panzer und Artillerie operieren immer noch am Rand von Gaza-Stadt. Mehr Menschen haben ihre Häuser verlassen und sich zu Verwandten oder UNRWA-Schulen zurückgezogen &#8230; aber das Bombardement von gestern hat alle, die in den Schulen schlafen, erschreckt. Heute wurde es LKWs mit dringend benötigen Lebensmitteln und anderem medizinischen Bedarf erlaubt, von Rafah aus nach Gaza zu fahren. In Gaza sind wir alle das Thema der Nachrichten, können aber selbst nicht fernsehen. Wir hören nur darüber von Verwandten die uns aus dem Ausland anrufen. Wir haben immer noch keinen Strom und kein Wasser, und viele Menschen haben auch kein Gas mehr zum Kochen!</div>
<p>Der palästinensische Fotojournalist Sameh Habeeb, der im Blog Gaza Strip, The Untold Story, schreibt, erklärt, wie er immer noch <a href="http://gazatoday.blogspot.com/2009/01/day-12-of-israeli-war-on-gaza.html">berichtet</a>:</p>
<blockquote><p>Dear Editors, Journalists and Friends,<br />
Some of you do wonder how I send news in such conditions. I really suffer a lot to send you this update due to lack of power. I go around 4 kilometers a day in this cruel war where I charge my laptop battery to be able to send this work! This is very risky since shells rain down and drones hover over me! I will keep this up.</p></blockquote>
<div class="translation">Liebe Redakteure, Journalisten und Freunde,<br />
Einige von Euch wundern sich, wie ich unter solchen Bedingungen Fotos schicken kann. Wegen des Stromausfalls leide ich wirklich sehr, um euch dieses Update zu schicken. Ich gehe rund vier Kilometer am Tag in diesem grausamen Krieg, um meinen Laptop-Akku zu laden um euch diese Arbeit zu schicken! Das ist sehr riskant, denn Grananten regnen herunter und Flugzeuge (Dronen) schweben über mir. Ich werde weitermachen.</div>
<p>Laila El-Haddad, deren Eltern in Gaza leben, schreibt in ihrem Blog <em>Raising Yousuf and Noor</em>, und sie beschreibt ein Gespräch mit ihrem Vater, welches sie live im <a href="http://a-mother-from-gaza.blogspot.com/2009/01/what-do-you-tell-your-daughter.html">kanadischen Rundfunk</a> führte:</p>
<blockquote><p>I asked if he had gone out at all – he said my mother has not left the house in days, but that they needed some tomatoes to cook supper with. “The stores are empty-there is very little on the shelves; and the Shanti bakery had something like 300 people waiting in line.” Surprisingly, he said people are trying to go on with their lives. It is the mundane and ordinary that often save your sanity, help you live through the terror. It is no small thing to endure: knowing that both in deliberateness and scope, it is an unprecedented modern-day assault against an occupied, stateless people – most of them refugees.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich fragte, ob er überhaupt draußen gewesen sei - er sagte, meine Mutter hat das Haus seit Tagen nicht verlassen, aber sie brauchten ein paar Tomaten um Abendessen zu kochen. &#8220;Die Läden sind leer - in den Regalen liegt nur sehr wenig; und vor der Shanti Bäckerei warteten etwa 300 Leute in der Schlange.&#8221; Überraschenderweiser sagte er, dass die Leute versuchen, mit ihrem Laben weiterzumachen. Es ist das das alltägliche und gewöhnliche, was deinen Verstand rettet, dir hilft den Terror zu überstehen. Es ist keine Kleinigkeit, die man ertragen muss: zu wissen, dass es in der Vorsätzlichkeit und im Ausmaß ein beispielloser moderner Angriff auf ein besetztes, staatenloses Volk ist- die meisten davon Flüchtlinge.</div>
<p>Safa Joudeh schreibt in <em>Lamentations-Gaza</em> darüber, wie man die gewöhnlichsten <a href="http://lamentations-gaza.blogspot.com/2009/01/calm-day.html">Momente macht</a>:</p>
<blockquote><p>I woke up to the smell of freshly baked bread, at around noon today. I stay up most of the night and catch a few hours sleep after the sun rises. […] My mother has taken to making homemade bread the last ten days. Thanks her careful management of the small amount of cooking gas we have, and to her idea of buying a gas oven in anticipation of an Israeli invasion only days before the attacks began, she is able to bake occasionally. Furthermore, we had found a store with its doors partially open in our area a couple of days ago and were able to stock up on flour. Having lunched with my younger siblings and my parents on bread, cheese, eggs and some leftover pasta, we all went out onto the balcony, and what a beautiful sunny day it was! The iciness had dissipated somewhat with the early day sun, the few trees outside were green and luminous and birds were singing! We all stood for about half an hour, looking out through the metal railings like caged birds. We could hear an occasional explosion in the distance but that did not deter us from standing there breathing in the fresh air we so longed for.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich wachte auf und roch frisch gebackenes Brot, so gegen Mittag. Ich war fast die ganze Nacht wach und versuchte nach Sonnenaufgang ein paar Stunden Schlaf zu bekommen. [&#8230;] Meine Mutter hat in den letzten zehn Tagen angefangen Brot selbst zu backen. Dank ihres vorsichtigen Managements der kleinen Menge an Gas und ihrer Idee, einen Gasofen zu kaufen - in Erwartung einer israelischen Invasion nur wenige Tage bevor die Angriffe begannen - ist sie in der Lage gelegentlich zu backen. Des Weiteren fanden wir vor einigen Tagen einen Laden, dessen Türen einen Spalt weit offen waren und waren so in der Lage, Mehl zu kaufen. Nachdem ich mit meinen jüngeren Geschwistern und meinen Eltern gegessen hatte - Brot, Käse, Eier und Pasta-Reste - gingen wir alle auf den Balkon, und was für ein wunderbarer sonniger Tag das war! Die Eiseskälte hat in der frühen Sonne etwas nachgelassen, die wenigen Bäume draußen waren grün und leuchtend und die Vögel sangen! Wir standen alle etwa eine halbe Stunde da und schauten durch das Metalgitter, wie eingesperrte Vögel. Weiter entfernt konnten wir gelegentlich eine Explosion hören, aber das hat uns nicht abgeschreckt, da draußen zu stehen und die frische Luft zu atmen, nach der wir uns so gesehnt haben.</div>
<p><em>RafahKid</em> kann es <a href="http://rafahkid.blogspot.com/2009/01/day-11-of-israeli-war-on-gaza.html">nicht glauben</a>:</p>
<blockquote><p>what&#39;s to say? would you believe back in October we had our first Opera [<a href="http://www.middle-east-online.com/ENGLISH/palestine/?id=29185">music concert</a>] in Gaza. Life is hard when you are kept prisoner your whole life even though you are acknowledged as the victim. But we try hard to live a life and we study very hard. Even to say Hamas is the cause of this is to blame the rape victim for what she was wearing.</p></blockquote>
<div class="translation">Was soll man sagen? Würdet ihr glauben, dass wir letzten Oktober unsere erste Oper [Musik-Konzert] in Gaza hatten. Das Leben ist schwer, wenn man das ganze Leben als Gefangener gehalten wird, obwohl man als Opfer anerkannt ist. Aber wir strengen uns an, ein Leben zu leben und wir studieren fleißig. Wenn man sagt, Hamas ist die Ursache, wäre es so, als beschuldigte man ein Vergewaltigungsopfer wegen seiner Kleidung.</div>
<p>Vittorio Arrigoni ist ein italienischer Aktivist, der bei <a href="http://guerrillaradio.iobloggo.com/archive.php?eid=1765"><em>Guerrilla Radio</em></a> bloggt:</p>
<blockquote><p>Ho scattato alcune fotografie in bianco e nero ieri, alle carovane di carretti trascinati dai muli, carichi all&#39;inverosimile di bambini sventolanti un drappo bianco rivolto verso il cielo, i volti pallidi, terrorizzati. Riguardano oggi quegli scatti di profughi in fuga, mi sono corsi i brividi lungo la schiena. Se potessero essere sovrapposte a quelle fotografie che testimoniano la Nakba del 1948, la catastrofe palestinese, coinciderebbero perfettamente. Nel vile immobilismo di Stati e governi che si definiscono democratici, c&#39;è una nuova catastrofe in corso da queste parti, una nuova Nakba, una nuova pulizia etnica che sta colpendo la popolazione palestinese.</p></blockquote>
<div class="translation">Gestern machte ich einige Schwarz-Weiß-Fotos von einer Karawane von Wagen, die von Eseln gezogen wurden und unglaublich beladen war mit Kindern, die weiße Flaggen schwenkten, blasse Gesichter, verängstigt. Wenn ich mir diese Bilder der Flüchtlinge heute anschaue, läuft es mir kalt den Rücken runter. Wenn man sie mit den Bildern überlagert, welche die &#8220;Nakba&#8221; von 1948 - die palästinensische Katastrophe - abbilden, dann würden sie perfekt zusammenpassen. Durch die niederträchtige Reglosigkeit der Staaten und Regierungen, die sich selbst demokratisch nennen, findet eine neue Katastrophe statt, eine neue Nakba, eine ethnische Säuberung, welche die palästinensische Bevölkerung trifft.</div>
<p>In einem anderen Beitrag <a href="http://ingaza.wordpress.com/2009/01/05/gaza-walks/">schreibt</a> Eva Bartlett:</p>
<blockquote><p>To walk in Gaza city now is to walk through a ghost town, passing shells of buildings, rubble-filled streets, closed shops, and streets barren of life. Before Israel’s attacks across the Gaza Strip’s densely-populated civilian areas began on December 27th, Gaza was a different scene: it was stifled under a siege […] but Palestinians in Gaza still walked the streets, still frequented the parks and public spaces, still pursued education within the Strip and had weddings. On any given day, the main street, Omar Mukthar, would be crowded with taxis heading along the east-west road, kids going to and from school, shoppers, and vendors. Walking Omar Mukthar now is an eerie experience […] In the first days after the missiles hit police stations, mosques, civil administration buildings, Municipal buildings, cars, houses, iron and metal workshops, and universities across the Gaza Strip’s tiny length, people walked carefully, avoiding the bombed sites, very aware they could be re-bombed. […] But now its gotten to such a point, all over Gaza is so completely and thoroughly bombed, that the initial detours we took are pointless: there are simply too many bombed-out buildings and sites to bother avoiding the street. […] So a bombed population already besieged, with no where to run, shot and shelled when running no where, already deprived of medicines and medical care, is now on a new level of starvation, deprivation of water (70 % of people are without), and continues to be psychologically-terrorized by the air activity and bombing. Where to walk? Anywhere, it doesn’t really matter.</p></blockquote>
<div class="translation">In Gaza-Stadt herumzulaufen ist jetzt wie in einer Geisterstadt, vorbei an Ruinen, mit Trümmern gefüllte Straßen, geschlossene Geschäfte und Straßen ohne Leben. Bevor der israelische Angriff auf die dicht bevölkerten Gebiete des Gaza-Streifens am 27. Dezember begann, war Gaza ein anderer Ort: es erstickte unter der Belagerung [&#8230;] aber die Palästinenser in Gaza liefen auf den Straßen, besuchten noch Parks und öffentliche Plätze, gingen ihrer Bildung innerhalb des Gazastreifens nach und heirateten. An jedem Tag war die Hauptstraße, Omar Mukthar, gefüllt mit Taxis, welche die Ost-West-Straße entlang fuhren, Kinder gingen zur oder von der Schule, Käufer und Händler. Omar Mukthar jetzt entlang zu laufen ist eine unheimliche Erfahrung [&#8230;] In den ersten Tagen, nachdem die Raketen Polizeistationen, Moscheen, zivile Verwaltungsgebäude, städtische Gebäude, Autos, Häuser, Eisen- und Metallwerkstätten und Universitäten in dem winzigen Gazastreifen trafen, liefen die Menschen vorsichtig draußen. Sie vermieden dabei die bombardierten Gegenden in dem Bewusstsein, sie könnten noch einmal bombardiert werden [&#8230;] Aber jetzt ist ein Punkt erreicht, an dem Gaza überall komplett und sorgfältig bombardiert ist, dass die anfänglichen Umwege, die wir nahmen, sinnlos sind: es gibt einfach zu viele zerbombte Gebäude und Plätze, dass es sich nicht lohnt, die Straße zu meiden. [&#8230;] Also, eine bombardierte schon belagerte Bevölkerung, die nirgendwo hin kann, erschossen und bombardiert, wenn sie nirgendwo hin rennt, bereits der Medikamente und der medizinischen Versorgung beraubt, ist jetzt auf einer neuen Ebene des Verhungerns, Mangels an Wasser (70% der Leute haben keines), und wird weiterhin psychologisch terrorisiert durch die Luftangriffe und Bombardements. Wohin soll man gehen? Irgendwohin, es ist eigentlich egal.</div>
<p>Fida Qishta, die bei <em>Sunshine</em> bloggt, ist eine freie Journalistin, Filmemacherin und Aktivistin, die in Rafah im Süden des <a href="http://sunshine208.blogspot.com/2009/01/pity-for-tiger-is-injustice-to-sheep_07.html">Gazastreifens lebt</a>:</p>
<blockquote><p>Humanitarian aid is still a big problem, including the lack of medicine and food. The Israeli government said that they opened the border crossings to let Palestinians travel to Egypt for medical treatment and for humanitarian aid to enter the Gaza Strip. It’s like the wolf killing the sheep and then selling its leather. Why did they shoot them if they want them to be in good health? Why didn’t they stop the air strikes before they killed and injured all these civilians? They tell the world that the food trucks enter the Gaza Strip. Do you know how many trucks? Do you know that the Gaza Strip is cut into two parts now by the Israeli army? That means that if the humanitarian aid gets through into Rafah, it will never reach Gaza City, because they cut the main road into two parts. It reminds me of the <a href="http://www.usatoday.com/news/world/2005-08-24-palestinian-checkpoint_x.htm">Abu Holy checkpoint</a> which used to divide the Gaza Strip in two. My friends and I used to wait to go to our university for hours and hours. And at the end of the day we went back home, without attending any classes. Our only class was on how to wait. My mother is sitting in the door of our house counting the drones and the F16s. I think that if I asked her to count the air strikes she would do it.</p></blockquote>
<p>Humanitäre Hilfe ist immer noch ein großes Problem, einschließlich der Mangel an Medizin und Lebensmitteln. Die israelische Regierung sagte, dass es die Grenzübergänge öffnet, damit die Palästinenser nach Ägypten reisen können, um medizinisch versorgt zu werden und damit humanitäre Hilfe in den Gazastreifen gelangen kann. Es ist wie der Wolf, der das Schaf tötet und dann sein Leder verkauft. Warum haben sie auf sie geschossen, wenn sie wollen, dass sie gesund sind? Warum haben sie die Luftangriffe nicht beendet, bevor sie die ganzen Zivilisten getötet und verletzt haben? Sie erzählen der Welt, dass die Lebensmitteltrucks in den Gazastreifen hineinkommen. Wisst ihr wieviele LKWs? Wisst ihr, dass der Gazastriefen von den Israelis in zwei Teile geteilt wurde? Das bedeutet, wenn die humanitäre Hilfe nach Rafah durchkommt, wird sie Gaza-Stadt niemals erreichen, weil die Hauptstraße in zwei Teile geteilt ist. Es erinnert mich an den <a href="http://www.usatoday.com/news/world/2005-08-24-palestinian-checkpoint_x.htm">Abu Holy Grenzübergang</a>, welcher den Gazastreifen in Zwei teilte. Meine Freunde und ich warteten dortStunden um Stunden um zur Universität gehen zu können. Am Ende des Tages gingen wir zurück nach Hause, ohne den Unterricht besucht zu haben. Unser einziger Unterricht war das Warten. Meine Mutter sitzt in der Haustür und zählt die Dronen und F16s. Ich denke, wenn sie fragen würde, die Luftschläge zu zählen, würde sie das auch machen.</p>
<p>Nader Houella, der den Blog <em>Moments of Gaza</em> leitet, schreibt einen Beitrag, in dem er erklärt, was Menschen tun können, die <a href="http://gaza08.blogspot.com/2009/01/ways-of-support.html">helfen möchten</a>.</p>
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		<title>Demokratische Republik Kongo: Neue Massentötungen - die Medien berichten kaum darüber</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/07/demokratische-republik-kongo-neue-massentotungen-die-medien-berichten-kaum-daruber/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 09:05:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[D. R. Kongo]]></category>
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		<category><![CDATA[Relief & Rescue]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben vonElia Varela Serra  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 
Während die Kämpfe in Nord-Kivu - durch die 250000 Menschen im Jahr 2008 vertrieben wurden - in letzter Zeit abgeflaut sind, gibt es jetzt Berichte über Massentötungen in einem anderen Teil Kongos. Die Widerstandsarmee des Herrn (Lord&#39;s Resistance Army - LRA), [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/elia/">Elia Varela Serra</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/06/dr-congo-new-mass-killings-weak-media-attentio/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Während <a href="http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/14/demokratische-republik-kongo-die-kampfe-gehen-weiter/">die Kämpfe in Nord-Kivu</a> - durch die 250000 Menschen im Jahr 2008 vertrieben wurden - in letzter Zeit abgeflaut sind, gibt es jetzt Berichte über Massentötungen in einem anderen Teil Kongos. Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lord%E2%80%99s_Resistance_Army">Widerstandsarmee des Herrn</a> (Lord&#39;s Resistance Army - LRA), eine ugandische Rebellengruppe, hat sich in der Region Haut-Uélé in der Nähe der Grenze zum Sudan ausgetobt. Die Angriffe kamen als Antwort auf Militäroperationen gegen LRA-Stützpunkte in der Umgebung des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Garamba-Nationalpark">Garamba-Nationalparks</a>, die ugandische, südsudanesische und kongolesische Truppen im Dezember begonnen hatten. Wie die <a href="http://www.caritas.org/newsroom/press_releases/caritas_reports_christmas_day_massacre_in_congo_by_ugandan_rebels.html">Nichtregierungsorganisation Caritas berichtet</a> [en] wurden seit dem 25. Dezember über 400 Menschen im Umkreis der Städte Faradje, Duru, Bangade, Gurba und Doruma getötet:</p>
<blockquote><p>The Director of Caritas Dungu-Doruma says that the Ugandan rebels attacked a Christmas Day concert in Faradje City organised by the Catholic church there. He says the rebels returned the next morning to continue their killing spree. He says approximately 150 people were killed over the two days.  </p>
<p>At the same time, another attack was perpetrated in Duru, north of Dungu. Caritas reports 75 people killed and the Church burned down.</p>
<p>Caritas reports that the killing continued along the Sudan border, including in Bangadi, Doruma and Gurba. Caritas reports 48 dead in Bangadi and that in Gurba 213 people were killed. Approximately 6,500 people have found refuge in the area with the Catholic church.</p>
<p>Caritas also reports that children are being abducted by the LRA, who use them as child soldiers.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Der Direktor der Caritas Dungu-Doruma sagt, dass die ugandischen Rebellen ein Weihnachtskonzert in der Stadt Faradje angegriffen haben, dass von der dortigen katholischen Kirche veranstaltet worden war. Er sagt, die Rebellen kamen am nächsten Morgen zurück um lustig weiter zu morden. Er sagt, dass im Laufe der zwei Tage ungefähr 150 Menschen getötet wurden.</p>
<p>Zeitgleich wurde ein weiterer Angriff auf Duru, nördlich von Dungu verübt. Die Caritas berichtet über 75 Tote und darüber, dass die Kirche niedergebrannt worden sei.</p>
<p>Die Caritas berichtet, dass die Tötungen sich entlang der sudanesischen Grenze fortsetzten, was Bangadi, Doruma und Gurba miteinschließt. Die Caritas berichtet über 48 Tote in Bangadi und dass in Gurba 213 Menschen getötet worden seien. Ungefähr 6500 Menschen hätten durch die katholische Kirche einen Unterschlupf in der Gegend erhalten.</p>
<p>Die Caritas berichtet auch, dass die LRA Kinder entführt hat um sie als Kindersoldaten zu benutzen.</p>
</div>
<p>Das Team der MSF (Ärzte ohne Grenzen) in Dungu <a href="http://www.doctorswithoutborders.org/news/article.cfm?id=3305">erhielt folgenden Bericht</a> [en] aus der Stadt Faradje:</p>
<blockquote><p>First information on the attack on Faradje, a city of 25,000 people in northeastern DRC, reached the MSF team in Dungu on the evening of Christmas Day. [&#8230;] On the following morning, a nurse form Tadu, a small town 20 km south of Faradje, signaled by radio the arrival in his area of thousands of people fleeing the attack, probably around 15,000. The nurse confirmed that Faradje’s head physician and another civil servant had been killed in the attack. According to him, many seriously wounded victims were still stuck in the city’s hospital, which was left without proper equipment following looting by LRA soldiers.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Die ersten Informationen über den Angriff in Faraje, einer Stadt von 25000 Einwohnern in Nordost-Kongo erreichten das MSF-Team am Abend des Weihnachtsfeiertags. [&#8230;] Am Morgen darauf gab ein Krankenpfleger aus Nadu, einer kleinen Stadt 20 km südlich von Faradje, per Funk die Ankunft von tausenden von Menschen durch, wahrscheinlich ungefähr 15000. Der Krankenpfleger bestätigte, dass der leitende Arzt in Faradje und ein weiterer Beamter bei dem Angriff getötet wurden. Wie er berichtet, sitzen viele schwerverletzte Opfer im städtischen Krankenhaus fest, das wegen der Plünderungen der LRA-Soldaten ohne adäquate Ausrüstung ist.</p>
</div>
<p>Der Caritas-Blog zeigt drei <a href="http://blog.caritas.org/2009/01/01/massacres-in-congo/">Bilder von Überlebenden</a> der Morde an Weihnachten in Faradje von Emmanuel Bofoe:</p>
<p><a href='http://blog.caritas.org/2009/01/01/massacres-in-congo/'><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/survivors-faradje.jpg" alt="" title="survivors-faradje" class="aligncenter size-full wp-image-54985" /></a><br />
<small><em>(Foto: Emmanuel Bofoe von Caritas International)</em></small></p>
<p>Der Naturschutz-Blog des Netzwerks <em>WildlifeDirect</em> <a href="http://baraza.wildlifedirect.org/2009/01/06/official-statement-on-garamba-attack-by-lra/">berichtet über einen LRA-Angriff</a> [en] auf die Zentrale des Garambe-Nationalparks am 2. Januar:</p>
<blockquote><p>Despite strong resistance by the park rangers together with elements from the Congolese Armed Forces, numerous casualties and material damages have been incurred. A first report mentions 8 people killed, including two park rangers and two wives of wardens, and 13 injured, most of them by bullets. An unconfirmed number of rebels have also been killed or wounded.</p>
<p>Several essential buildings of the headquarters have also been destroyed, along with many items of transport and communications equipment, and stocks of fuel and food rations.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Trotz starken Widerstands der Ranger des Parks zusammen mit Einheiten der kolongesischen Streitkräfte erlitten wir zahlreiche Todesfälle und Materialschäden. Ein erster Bericht erwähnt die Tötung von 8 Menschen, darunter zwei Park Ranger und zwei Ehefrauen der Wächter und 13 Verletzte, die meisten davon durch Schusswunden. Eine unbestätigte Anzahl Rebellen wurden auch getötet oder verwundet.</p>
<p>Verschiedene unverzichtbare Gebäude der Zentrale wurden auch zerstört, zusammen mit vielen Teilen der Transport- und Kommunikationsausrüstung und Treibstoffvorräten und Lebensmittelrationen.</p>
</div>
<p>In einem anderem Post <a href="http://baraza.wildlifedirect.org/2009/01/06/lra-fighting-kills-rangers-in-garamba/">beschreibt der Baraza-Blog</a> [en] die Situation in dem Gebiet als „viel schlechter als vorher“:</p>
<blockquote><p>One person has described the outcome of this failed military offensive against the LRA as the equivalent of “stirring up a hornets nest”</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Eine Person hat das Ergebnis dieser gescheiterten Militäroffensive gegen die LRA beschrieben als ein Äquivalent zum „Aufrühren eines Hornissennests“.</p>
</div>
<p>Dahee Nam <a href="http://www.impunitywatch.com/impunity_watch_africa/2009/01/lra-launched-new-attacks-in-dr-congo.html">berichtet</a> [en] auf <em>Impunity Watch Africa</em>, dass am Sonntag, dem 4. Dezember in der Region ein weiterer Angriff gestartet wurde, es aber keine Todesfälle gab, da die Angriffsziele schon vor der Ankunft der Rebellen geflohen waren.</p>
<p>Michael Kleinman vom <em>Humanitarian Relief</em> Blog <a href="http://humanitarianrelief.change.org/blog/view/weekly_roundup_-_bad_times_in_gaza_congo">kommentiert die humanitäre Situation</a> [en] in dem Gebiet:</p>
<blockquote><p>In addition, as many as 30,000 villagers have fled the area.  According to a recent IRIN article - Deadly LRA attacks prompts exodus in northeastern Congo - aid agencies are struggling to reach those in need: &#8220;The military operations and the LRA presence make it very difficult for humanitarian agencies to operate, and some areas are currently totally inaccessible to aid workers.&#8221;</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Außerdem sind mindestens 30000 Dorfbewohner aus dem Gebiet geflohen. Nach einem vor kurzem erschienen IRIN-Artikel - Todbringende LRA-Angriffe erzeugen Exodus in Nordost-Kongo - kämpfen die Hilfsorganisation darum die Bedürftigen zu erreichen: „Die Militäroperationen und die LRA-Präsenz erschweren die Arbeit der Hilfsorganisationen sehr, und manche Gebiete sind vollständig unzugänglich für ihre Mitarbeiter.“</p>
</div>
<p><em>Kakaluigi</em>, ein italienischer Missionar, der in Ost-Kongo arbeitet, vergleicht die Medienreaktion auf diese Massaker in Ost-Kongo mit denen im Gaza der letzten Zeit in einem Post unter dem Titel „<a href="http://kakaluigi.unblog.fr/2009/01/04/scandale/">Skandal!</a>“ [fr]:</p>
<blockquote><p>À Gaza ( Palestine) les Israeliens viennent de massacrer 400 personnes en l&#39;espace d&#39;une semaine, il y&#39;a eu manifestation à travers le monde et les mèdias de tout genre ne font que nous bombarder avec leurs images de sang et de morts.</p>
<p>À Dungu- Faradje (RDC) c&#39;est en presence de la Monuc que la Rébellion Ougandaise vient d&#39;assassiner plus de 400 personnes en l&#39;espace d&#39;une journée, mais silence total à travers le monde, pas une image et  même pas une journée de deuil au pays concerné.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>In Gaza (Palästina) haben die Israelis gerade 400 Menschen massakriert im Laufe einer Woche, es gab Demonstrationen auf der ganzen Welt und die Medien aller Art machen nichts anderes, als uns mit ihren Bildern von Blut und Toten zu bombardieren.</p>
<p>Im kongolesischen Dungu-Faradje haben gerade in Anwesenheit der MONUC ugandische Rebellen 400 Menschen an einem Tag ermordet, aber Stille herrscht auf der ganzen Welt, kein Bild und nicht einmal ein Trauertag in dem betroffenen Land.</p>
</div>
<p>In einer ähnlichen Stimmung <a href="http://www.rue89.com/tribune-vaticinateur/2009/01/05/de-gaza-au-congo-des-poids-une-mesure">fragt sich</a> [fr] Hugues Serraf, der auf <em>La tribune du vaticinateur</em> auf Rue 89 bloggt:</p>
<blockquote><p>Si un mort israélien vaut plusieurs morts palestiniens, combien faut-il de cadavres congolais pour un linceul gazaoui?</p>
<p>[&#8230;] Comment un conflit qui a déjà fait quatre millions de morts en dix ans, et tue encore plus d’un millier de civils chaque jour du fait du chaos alimentaire et sanitaire qu’il entraîne, peut-il être aussi peu couvert? Comment les 271 victimes de la LRA (hypothèse basse, rappelons-le) de ces dernières semaines ont-elles pu échapper à la vigilance de nos reporters, de nos analystes, voire de nos manifestants?</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Wenn ein israelischer Toter mehrere palästinensische Tote wert ist, wieviele kongolesische Leichen braucht man für ein Leichentuch aus Gaza?</p>
<p>[&#8230;] Wie kommt es, dass über einen Konflikt, der in zehn Jahren schon vier Millionen Menschen getötet hat und immer noch mehr als tausend Zivilisten jeden Tag tötet als Folge des Lebensmittel- und Gesundheitschaos, immer noch so wenig berichtet wird? Wie konnten die 271 Opfer der LRA (nicht vergessen: eine vorsichtige Schätzung) in den letzten Wochen der Aufmerksamkeit unserer Reporter, ja sogar unserer Demonstranten entgehen?</p>
</div>
<p><em>Beendet den Krieg in Nord-Kivu</em>, ein Blog eines Mitarbeiters einer internationalen Hilfsorganisation in Ost-Kongo, <a href="http://stopthewarinnorthkivu.wordpress.com/2008/12/31/a-personal-reflection/">denkt nach</a> [en] über das „Ignorieren von afrikanischen Kriegen in der westlichen öffentlichen Meinung und den westlichen Medien“:</p>
<blockquote><p>I am convinced that the thunderous silence of Western media regarding horror in African conflicts entails an enormous, and unavoidable, ethic question. If five million people die in a given place, we as human beings have the obligation to know that this has happened. It is a moral obligation. We must know, the same way that we all know that millions of Jewish men, women and children were exterminated in Germany in the Second World War. However, we don´t know that more than five million Congolese have died as a result of the war since 1998.</p>
<p>Citizens of an information age have a right to know about it, and victims have a right for their suffering to be told, and known.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Ich bin überzeugt, das die donnernde Ruhe der westlichen Medien in Bezug auf den Horror in den afrikanischen Konflikten eine riesige und unvermeidbare ethische Frage nach sich zieht. Wenn fünf Millionen Menschen an einem wohldefinierten Ort sterben, haben wir als menschliche Wesen die Verpflichtung, zu wissen, dass das passiert ist. Es ist eine moralische Verpflichtung. Wir müssen es wissen, genauso wie wir alle wissen, dass Millionen von jüdischen Männern, Frauen und Kindern in Deutschland während des zweiten Weltkriegs vernichtet wurden. Aber wir wissen nicht, dass mehr als fünf Millionen Kongolesen seit 1998 in der Folge des Krieges gestorben sind.</p>
<p>Die Bürger eines Informationszeitalters haben das Recht, darüber Bescheid zu wissen, und die Opfer haben das Recht, dass über ihr Leiden berichtet und Bescheid gewusst wird.</p>
</div>
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		<title>PangeaDay: Am 10. Mai die Welt mit Videos verändern</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Apr 2008 14:40:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonJuliana Rincón Parra  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Am 10. Mai 2008 um 18:00 Uhr werden 4 Stunden lang 24 Filme ausgestrahlt werden. Was daran das besondere ist? PangeaDay wird weltweit von sechs Orten aus gesendet, in sieben Sprachen, fürs Internet, TV und Handy. All das mit nur einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/juliana-rincon-parra/">Juliana Rincón Parra</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/04/26/pangeaday-videos-to-change-the-world-on-may-10th/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img src="http://www.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/04/thumb_new-pangea-logojpg.gif" alt="PangeaDay logo" align="left" />Am 10. Mai 2008 um 18:00 Uhr werden 4 Stunden lang 24 Filme ausgestrahlt werden. Was daran das besondere ist? <a href="http://www.pangeaday.org/index.php">PangeaDay</a> wird weltweit von sechs Orten aus gesendet, in sieben Sprachen, fürs Internet, TV und Handy. All das mit nur einem Ziel: Wir sollen von dem Leben anderer Menschen erfahren, sehen, was uns verbindet und nicht, was uns trennt - damit wir alle gemeinsam am Frieden arbeiten können. Die Initiative geht auf einen Wunsch der ägyptischen Filmemacherin <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jehane_Noujaim">Jehane Noujaim</a> zurück. Als Gewinnerin des <a href="http://www.ted.com/">TED</a>-Preises wurde ihr ein Wunsch gewährt, in Verbindung mit einem 100.000 Dollar Preisgeld. PangeaDay war ihr Wunsch: Die Welt zu verändern und einen Tag zu schaffen, an dem die Menschen über Filme zusammenfinden. Ihre <a href="http://www.pangeaday.org/?vid=2">Preisrede</a> von 2006 ist online verfügbar.</p>
<p>Weil PangeaDay die Menschen zusammenbringen soll ist jeder eingeladen, sein eigenes Video im <a href="http://www.youtube.com/group/pangeaday">pangeaday-Channel</a> hochzuladen, um im Gegenzug die <a href="http://www.youtube.com/groups_videos?name=pangeaday">über 1000 Videos</a> von anderen Teilnehmern zu sehen.<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Pl3xHIsvF9o&amp;hl=en" /><param name="wmode" value="transparent" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://www.youtube.com/v/Pl3xHIsvF9o&amp;hl=en" wmode="transparent"></embed></object><br />
Eines der Videos zeigt zum Beispiel den Alltag eines Kunststudenten aus Tansania. Er will Straßenkindern die Kunst nahe bringen. &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=JNChMQbyk28">Die Geschichte von Chado</a>&#8221; von &#8220;<a href="http://www.youtube.com/user/jamesstephenbrown">jamesstehpenbrown</a>&#8220;:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/JNChMQbyk28&amp;hl=en" /><param name="wmode" value="transparent" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://www.youtube.com/v/JNChMQbyk28&amp;hl=en" wmode="transparent"></embed></object><br />
Die Logistik hinter <a href="http://www.pangeaday.org/index.php">PangeaDay</a> ist beeindruckend. Aus Kairo, Kigali, London, Los Angeles, Mumbai und Rio de Janeiro werden Filme, Livemusik und Moderatoren zusammenkommen, um die ganze Welt zu inspirieren. Die Filme wurden aus über 25000 Filmen aus 100 Ländern ausgewählt. Alle Filme haben gemeinsame Eigenschaften: Sie inspirieren, verändern und lassen uns die Welt durch andere Augen betrachten. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Queen_Noor_of_Jordan">Königin Noor von Jordanien</a> wird beteiligt sein, ebenso Musiker und Aktivist <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bob_Geldof">Bob Geldorf</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Christiane_Amanpour">Christiane Amanpour</a> von CNN  und die iranische Rockband <a href="http://www.hypernovamusic.com/">Hypernova</a>. Während sich an diesen Orten Menschen zusammenfinden, können auch weltweit Partys und Gruppen angemeldet werden, die sich beteiligen wollen: Man kann zu einem <a href="http://www.pangeaday.org/attend_map.php">open Event</a> in der eigenen Heimatstadt kommen, oder selbst eine <a href="http://www.pangeaday.org/hostEvent.php">Veranstaltung</a> durchführen.<br />
Es geht beim PangeDay um mehr, als nur für vier Stunden zusammen zu kommen. Das Ereignis soll Menschen inspirieren, ins Gespräch bringen und Änderungen anstoßen. Die Partnerorganisation Nokia hat Kamerahandys an aufstrebende Filmemacher in ländlichen Gebieten, Flüchtlingslager und Filmschulen verteilt, damit sie ihre Geschichte festhalten können. Wer seinen eigenen Film hochläd, kann ein Nokia N95 mit 8GB gewinnen. Durch diese Partnerschaft sehen wir einen burmesischen Flüchtling, der in Indien Kinderlachen aufnimmt, eine iranische Familie in einem afghanischen Flüchtlingslager sprechen über ihre Hoffnungen und ein Inder in Bangalore filmt die Rodung von Banyan-Bäumen &#8230; und Kinder, die neue Bäume pflanzen. Diese und andere Videos gibt es auf <a href="http://ovi.com/pangeaday/?utm_source=pangeaorg&amp;utm_medium=link&amp;utm_campaign=pangeaday">dieser Seite</a>.</p>
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		<title>Afrika: Vlogger, Blogger und Filme</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/03/08/afrika-vlogger-blogger-und-filme/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Mar 2008 14:23:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonJuliana Rincón Parra  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Ein flüchtiger Blick auf Afrika via Videos von Bürgerjournalisten. Über BoB-Gewinner, Geschichtenerzähler, Dokumentationen zu Künstlern, Nigerias Nollywood-Filmindustrie und mehr.


Usnicos Videoberichte sind interessant und gut umgesetzt:  Ein Video erzählt von der Not der afrikanischen Flut-Flüchtlinge, ein anderes von den Folgen der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/juliana-rincon-parra/">Juliana Rincón Parra</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/03/06/africa-vloggers-bloggers-and-movies/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Ein flüchtiger Blick auf Afrika via Videos von Bürgerjournalisten. Über BoB-Gewinner, Geschichtenerzähler, Dokumentationen zu Künstlern, Nigerias Nollywood-Filmindustrie und mehr.</p>
<p><a href="http://current.com/items/88844576_african_bloggers_fight_against_bad_governance"><br />
<img src="http://www.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/03/current.JPG" alt="Current TV  African Bloggers Fight Against Bad Governance" height="292" width="342" /></a></p>
<p>Usnicos Videoberichte sind interessant und gut umgesetzt:  Ein Video erzählt von der Not der afrikanischen <a href="http://current.com/items/88839293_what_happens_to_flood_victims_in_africa">Flut-Flüchtlinge</a>, ein anderes von den Folgen der <a href="http://current.com/items/88857410_fighting_leaves_chad_in_gruesome_state">Kämpfe im Tschad</a>.</p>
<p><a href="http://lookingglasslandvlog.blogspot.com/">LookingGlasLand</a> zeigt Videos aus dem <a href="http://www.archive.org/index.php">Internet Movie Archive</a>, darunter ein <a href="http://www.archive.org/stream/contes-afrique/contes-afrique_256kb.mp4">Geschichtenerzähler</a> in Kamerun [Fr], ein Werbespot für einen <a href="http://www.ourmedia.org/node/7703">Schönheitswettbewerb</a> in Uganda [En] und die italienische Fotografin Carla Cinelli erzählt von ihren <a href="http://www.ourmedia.org/node/14187">Erlebnissen</a>, als sie Frauen in Burkina Faso fotografierte [It].</p>
<p align="center"> <em><img src="http://www.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/03/186288889_10837d7973_m.jpg" alt="nigerian VCDs at kwakoe photo by Paul Keller" /></em></p>
<p align="center"><em>Nigerianische <a href="http://www.flickr.com/photos/paulk/186288889/">Video-CDs</a> - Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/paulk/">Paul Keller</a></em></p>
<p> In vielen afrikanischen Ländern gibt es eine florierende Filmindustrie. So etwa <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Cinema_of_Nigeria">Nollywood</a>, die nigerianische Filmindustrie. <a href="http://youtube.com/user/KultureClash">Kulture Klash International</a> zeigt folgendes Video von einem Treffen der nigerianischen Filmindustrie, wo die Verbreitung der Nollywood-Filme in den USA diskutiert wurde. Wer sich näher über Nollywood informieren möchte, findet bei <a href="http://youtube.com/user/journeymanpictures">journeymanpictures</a> eine <a href="http://youtube.com/watch?v=qpPXgStqjfs">Dokumentation</a> von 2005, wo der einmalige low-budget Produktionsprozess erklärt wird.<br />
<embed src="http://www.youtube.com/v/u7_LaOlgfrw" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="355" width="425"></embed><a href="http://youtube.com/user/rippleat">Rippleat</a> hat die folgende, zweiteilige Dokumentation über den Künstler <a href="http://www.massaimara.eu/issa1.html">Issar Nyaphaga</a> aus Kamerun hochgeladen. Der Film von Chris Hill lässt den Künstler erzählen, wie er in einem Dorf das traditionelle Malen lernte, wie er zum politischen Karikaturisten wurde, wie er verfolgt wurde, weil der die Zensur überging und schließlich Asyl in Frankreich fand. Dort sprach er später am 50. Jahrestag der Genfer Konventionen vor dem französischen Parlament über die Belange der Flüchtlinge.<br />
<embed src="http://www.youtube.com/v/WPsLmbhfmks" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="355" width="425"></embed> <embed src="http://www.youtube.com/v/GzfHI6k90uU" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="355" width="425"></embed></p>
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