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	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Rassismus</title>
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	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
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		<title>Japan: Hitlers “Mein Kampf”, die Manga Version</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 05:26:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonScilla Alecci  &#183; Übersetzt von Hans H. Knauf &#183;  engl. Originalartikel 
Nach mehr als 80 Jahren seit seiner ersten Veröffentlichung ist aus Hitlers &#8220;Mein Kampf&#8221; eine Manga Version geworden. Der 190 Seiten starke Band, von der rund 45.000 Exemplare in der ersten Auflage verkauft wurden, erzählt auf sehr einfache Art und Weise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/scilla-alecci/">Scilla Alecci</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/13/japan-hitlers-mein-kampf-the-manga-version/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p style="text-align: left;">Nach mehr als 80 Jahren seit seiner ersten Veröffentlichung ist aus Hitlers &#8220;Mein Kampf&#8221; eine Manga Version geworden. Der 190 Seiten starke Band, von der rund 45.000 Exemplare in der ersten Auflage verkauft wurden, erzählt auf sehr einfache Art und Weise die Geschichte von Adolf Hitler, von seiner Kindheit bis zu seinem Aufstieg als der Führer der NSDAP.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/Mein_Kampf.jpg" alt="Buchumschlag der Manga 争我が闘争 (" /><br />
Buchumschlag der Manga 争我が闘争 (&#8221;Mein Kampf”)</p>
<p>Dies ist Teil einer Serie des &#8216;<a href="http://www.eastpress.co.jp/">East Press</a>&#8216; Verlags, der in der Vergangenheit die Manga-Versionen  einiger gewichtiger literarischen Werke veröffentlichte, wie die Brüder Karamasow von Dostojewski und Marx &#8216;Das Kapital&#39;. Da weitere Veröffentlichungen von &#8216;Mein Kampf&#39; in mehreren Ländern, darunter Deutschland und Österreich, verboten sind, hat die Manga-Waga Toso (我が闘争), wie sie auf Japanisch übersetzt wird, zu sehr unterschiedlichen Reaktionen im Ausland und in Japan geführt, wie der Blogger Zoffy <a href="http://blog.goo.ne.jp/hk1006/e/d9833319a9dbde6ad3281fa5e416a13e">gut zusammenfasst</a>.</p>
<blockquote><p>注目されている背景には, ·本書の著者がナチスドイツの独裁者アドルフヒトラーであること.そして,ドイツでは今なお本著作の出版が禁止されていること.·さらに,内容がネオナチの思想を助長するのではないかといった懸念が世間にあること. などの事情がある.これに対し出版社側は, &#8221;有名な本だが,読んだ人は少ない.どんな思想があれほどの悲劇を生んだのか,悪魔『』で片付けられるヒトラーの人間の部分を知る材料になると思った&#8221; と企画の理由を話している.</p></blockquote>
<div class="translation">Was die Aufmerksamkeit der ausländischen Medien erregte, war die Tatsache, dass</p>
<p>- der Autor des Buches der Nazi-Diktator Adolf Hitler war.<br />
- Die Tatsache, dass die Veröffentlichung in Deutschland noch verboten ist.<br />
- Die weitverbreitete Angst, dass der Inhalt Neo-Nazi-Gefühle fördern könnte.</p>
<p>Auf der anderes Seite nennt der Verlag als Grund für seine Wahl die Tatsache, dass &#8220;es ein berühmtes Buch sei, das nur von wenigen Menschen gelesen wurde. Wir glauben, dieser Manga wird Hinweise auf Hitler sowohl als Mensch als auch auf seine Denkweise geben, die zu einer solchen Tragödie geführt hat, obwohl er jetzt als ein &#8220;Monster&#8221; abgetan wird.”</p></div>
<p><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/MeinKampf1.jpg" alt="" /></p>
<p style="text-align: center;">Zwei Szenen aus der Manga 我が闘争( &#8220;Mein Kampf&#8221;)</p>
<p>Als Kommentar zu dieser speziellen Manga entschieden sich viele Blogger einen Artikel, der am 20. September in der Tageszeitung Asahi Shimbun mit dem Titel &#8216;<em>Die Manga-Version von Mein-Kampf ist ein Hit&#39;, erschien, zu kopieren. Die Reaktionen reichen von kritisch bis hin zu der Bezeichnung &#8220;eine historische Quelle&#8221;</em> (<a href="http://www.asahi.com/national/update/0902/TKY200909020105.html">売れる&#8221;わが闘争&#8221;漫画版苦言も&#8221;歴史资料&#8221;の声も</a>) [ja].</p>
<p>Derselbe Artikel, von der gleichen Zeitung ein paar Tage später ins <a href="http://www.asahi.com/english/Herald-asahi/TKY200909300044.htm">Englische</a> übersetz, erwähnt, die Ursache für das Verbot sei, dass das &#8220;Finanzministerium des Freistaates Bayern, welches das Urheberrecht an dem Buch hält, sich weigert einen Nachdruck zu erlauben, aus Rücksicht auf die Opfer der nationalsozialistischen Gräueltaten&#8221;.</p>
<p>Der Journalist Yoshio Kisa (木佐芳男), ehemaliger Korrespondent in Deutschland für die Tageszeitung Yomiuri Shimbun und Autor von Essays wie &#8216;<em>Fragen über die Kriegsverantwortung - Deutschlands ungeklärte Vergangenheit</em>”(<a href="http://www.amazon.co.jp/“戦争責任”とは何か―清算されなかったドイツの過去-中公新書-木佐-芳男/dp/4121015975/ref=sr_1_1 ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1257497277&amp;sr=1-1">戦争责任&#8221;とは何か-清算されなかったドイツの過去</a>) sagt jedoch, dass er mit der Erklärung von Asahi <a href="http://rab-timely-blog.cocolog-nifty.com/blog/2009/10/post-d63d.html">nicht einverstanden</a> sei.</p>
<blockquote><p>だが,発禁となっている本当の理由は,そんなきれいごとではない.出版すれば,ドイツをはじめヨーロッパ各国にいるネオナチ組織の聖典となって,政治的な大問題となりかねないからだ.バイエルン州の州都ミュンヘンのキオスクに立ち寄れば,いくつかの極右新聞が売られていることに気づく.ドイツには,それぞれ数千人の動員力を持つ極右ネオナチ組織が複数ある.当局は,彼らを刺激しないように細心の注意を払っている.当局は,彼らを刺激しないように細心の注意を払っている.</p></blockquote>
<div class="translation">Der wahre Grund für das Verbot des Buches ist nicht so rücksichtsvoll. Das große Problem ist, dass es die politische &#8220;Bibel&#8221; jener Nazi-Vereine werden könnte, die es in jedem Land, angefangen mit Deutschland, gibt.<br />
Wenn Sie sich einen Kiosk in Bayern ansehen könnten, würden Sie feststellen, dass dort rechtsextreme Zeitungen verkauft werden. In Deutschland gibt es mehrere Neo-Nazi-Gruppen, zu denen einige Tausend Rechtsextremisten gehören. Die Behörden sind sehr vorsichtig, sie nicht zu provozieren [&#8230;]</div>
<p>Kisa, der das Vorhandensein und die tatsächliche Gefahr der rechtsgerichteten Gruppen in Japan im Vergleich mit denen in Deutschland und anderen europäischen Ländern als unerheblich bezeichnet, reflektiert auch über die Veröffentlichung eines solchen Titels in Japan.</p>
<blockquote><p>日本で今,漫画版のわが闘争『』がどんな意味を持つか,どれだけの影響力があるかはよくわからない.しかし, 40年近く前の訳者の意図と漫画版刊行の意図とはそうちがわないだろう. 平野氏はこんな言葉も書いている. &#8221;戦争経験なき世代こそ,この書を読むべきではないだろうか.この書をくもりなき目で読み,客観的に判断することが,この世代にとって必要であり,戦後の教育を受けたものなら,十分な判断力をもって読むことができるのではないか&#8221;</p></blockquote>
<p>Ich bin mir nicht sicher, welche Bedeutung und Einfluss die Manga-Version von <em>Mein Kampf</em> heute in Japan haben könnte. Die Absicht derjenigen, die sie vor 40 Jahren übersetzt haben und derjenigen, die sie jetzt veröffentlichen, kann nicht so unterschiedlich sein.</p>
<p>[Übersetzer] Hirano benutze diese Worte:<br />
&#8220;Diese Generation, die den Krieg nicht mehr erlebt hat, sind eigentlich die Leute, die dieses Buch lesen sollten. Diese Generation braucht einen klaren Verstand und einen objektiven Ausblick um einen solchen Text zu lesen. Jeder, der nach dem Krieg eine Bildung erhalten hat, sollte in der Lage sein dieses Buch richtig zu beurteilen; hoffe ich wenigstens.</p>
<div class="translation">
<p>Der Manga zeigt Hitler als einen besessenen Mann, der das jüdische Volk beschuldigt, der Ursprung alles Bösen in Deutschland zu sein. Das antisemitische Denken steht an erster Stelle und es scheint unwahrscheinlich, dass eine solche mangelbehaftete Figur einen Leser dazu veranlassen könnte, von seiner Persönlichkeit fasziniert zu sein.</p>
<p>Wie <a href="http://yaplog.jp/forks5/archive/140">einige</a> Blogger meinen, ist die Manga-Version von <em>Mein Kampf</em> ein Auszug aus der Ideologie des Diktators und kann deshalb auch als ein anderer Weg zum Studium der Geschichte benutzt werden. <em>Theternal</em> <a href="http://d.hatena.ne.jp/theternal/20090906/1252246649">schlägt vor</a>, dass es mit anderen Quellen ergänzt werden sollte, und lobte das Veröffentlichungs-Projekt der East-Press, Mangas aus der Weltliteratur zu machen, als interessant.</div>
<blockquote><p>何かの話題が関心を呼び,より深い議論や理解に進むことはよいことだと思う.漫画では描き切れていないヒトラー本人の『』わが闘争原作も読んだ方がよいし,他の関連本を読むのもよいだろう.読書はそのように進んでいくものだ.関連おススメ漫画としては, 『マンガで鍛える読書力』でも紹介した水木しげるの『<a href="http://www.amazon.co.jp/gp/product/4480024492?ie=UTF8&amp;tag=motokatsuhiro-22&amp;linkCode=as2&amp;camp=247&amp;creative=7399&amp;creativeASIN=4480024492">劇画ヒットラー(ち</a>くま文庫)』もよいし,手塚治虫の『』<a href="http://www.amazon.co.jp/gp/product/4061759728?ie=UTF8&amp;tag=motokatsuhiro-22&amp;linkCode=as2&amp;camp=247&amp;creative=7399&amp;creativeASIN=4061759728">アドルフに告ぐ</a>はかなりのおススメだ.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich finde es gut, das Interesse für gewisse Themen zu wecken, denn dies kann nur zu einer tieferen Aussprache oder besserem Verständnis führen. Es ist gut das von Hitler geschrieben Original &#8220;Mein Kampf&#8221; zu lesen, um die in der Manga fehlenden Teile zu ergänzen. Es empfiehlt sich auch noch andere Bücher zu lesen, die sich darauf beziehen. So entwickelt sich das Lesen. Als diesbezügliche Comics würde ich Shjigeru Mizuki&#39;s Gekika Hitoraa (Hitlers Comic-Strips) empfehlen, was auch in der Manga Kitaeru Dokushoryoku (Ausbildung durch Manga-Lesen) vorgeschlagen wird und ganz sicher Tezuka Osamu&#39;s Adorufu ni Tsugu (sag’s Adolf).</div>
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		<title>Südafrika feiert Tag der Jugend und erinnert an die Vergangenheit</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 14:01:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der 16. Juni, der in Südafrika heute Tag der Jugend genannt wird, ist der Tag, an dem wir uns unserer Vergangenheit erinnern. Am 16. Juni 1976 ereignete sich der Aufstand in Soweto, der durch ein Gesetz ausgelöst wurde, das festlegte, dass jeglicher Unterricht ab sofort nur noch auf Afrikaans stattzufinden hatte. 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/ismail-dhorat/">Ismail Dhorat</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/06/16/south-africa-celebrates-youth-day-and-remembers-the-past/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Der <strong>16. Juni</strong>, der in Südafrika heute <strong>Tag der Jugend</strong> genannt wird, ist der Tag, an dem wir uns unserer Vergangenheit erinnern. Am 16. Juni 1976 ereignete sich der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aufstand_in_Soweto">Aufstand in Soweto</a>, der durch ein Gesetz ausgelöst wurde, das festlegte, dass jeglicher Unterricht ab sofort nur noch auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Afrikaans">Afrikaans</a> stattzufinden hatte.</p>
<blockquote><p>Am Morgen des 16. Juni 1976 marschierten tausende schwarzer Schüler von ihren Schulen zum Orlando-Stadion, wo sie sich versammelten, um gegen den Schulunterricht auf Afrikaans zu protestieren. Viele Schüler, die später an dem Protest teilnahmen, gingen an diesem Morgen zur Schule, ohne vorher davon erfahren zu haben, schlossen sich ihm aber trotzdem an.</p></blockquote>
<p>Schätzungen zufolge verloren zwischen 300 und 600 Menschen ihr Leben während des Aufstands, der zum prägenden Moment im Widerstand gegen die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Apartheid">Apartheid</a> wurde.</p>
<p>Auf dem Blog <strong>Redemption Time</strong> <a href="http://bikosghost.blat.co.za/2009/06/15/youth-day-let-us-reflect/">reflektiert</a> der Autor diesen Tag:</p>
<blockquote><p>Ich könnte viel über diesen Tag sagen, werde mich aber auf folgende wenige Punkte beschränken. In der ganzen Geschichte wird das System Apartheid und was es mit den Menschen und Jugendlichen, die dadurch geknechtet wurden, anrichtete, immer eine der größten Tragödien bleiben, die der Menschheit je widerfahren ist. Mein voller Respekt gilt deshalb jenen Jugendlichen, die an genau jenem Tag die Apartheidstruppen herausgefordert haben und sich 1976 gegen minderwertige Wissensvermittlung auf Afrikaans aufgelehnt haben. Hector Peterson und die ihm zur Seite standen, sich für ihre Rechte einsetzten, werden in diesem Land immer in Erinnerung bleiben und verehrt werden.</p></blockquote>
<p>Auf dem Blog <strong>Platform 2</strong> schreibt der Autor darüber, wie der Aufstand am 16. Juni gefeiert wird und über Musik als Form des Protests:</p>
<blockquote><p>Die Hip-Hop-Nation wird wissen, dass uns am 16. Juni ein Sohn, in Form einer Rap-Legende geschenkt wurde. Aus dem politischen Aktivisten Afeni Shakur wurde ein Rap-Genie und die Mzansi-Nation wird außerdem wissen, dass am gleichen Tag des Jahres 1976 Geschichte geschrieben wurde. Es ist ein Segen, diesem Tag nicht nur als junger Südafrikaner, sondern auch als Hip-Hop-Fan zu gedenken. Die Musik, die wir hören, ist genauso revolutionär wie die jungen Freiheitskämpfer, die ihrem Zorn auf der Straße Luft machten. Sie haben zwar für eine andere Sache in Zusammenhang mit ihren politischen Problemen gekämpft, hatten aber die gleichen Freiheitsabsichten wie Jugendliche heute. Nun gut, wir machen vielleicht nicht so mobil wie die Jugendlichen von 1976, aber es ist Tatsache, dass wir die gleichen Dinge brauchen. Wir brauchen unsere Freiheit, das wurde während der Wahlen im April dadurch deutlich, dass vor allem junge Wähler zur Wahl gingen. Wir haben uns versammelt, um unsere Freiheit zu verteidigen, wir haben gewählt, weil wir auf unser Leid und unseren Kampf aufmerksam machen wollten. Nachdem unsere Absichten fast durch Fremdenfeindlichkeit, Kriminalität und Drogenmissbrauch verdreht wurden, schlugen wir auf positive Weise zurück, genau wie die Hector Petersons gegen ein minderwertiges Bildungssystem rebellierten, fand unsere Rebellion an den Wahlurnen statt.</p></blockquote>
<p>Fabulosity <a href="http://fabulosity-capetown.blogspot.com/2009/06/12-things-to-do-on-youth-day-in-ct.html">schreibt</a>, dass das Problem mehr umfasste als nur der Unterricht auf Afrikaans:</p>
<blockquote><p>Das Problem war jedoch nicht so sehr das Afrikaans, sondern viel mehr das ganze System minderwertiger Bildung, die durch getrennte Schulen und Universitäten, schlechte Ausstattung, überfüllte Klassen und schlecht geschulte Lehrer gekennzeichnet war.</p></blockquote>
<p>Thando Tshangela <a href="http://tsuai.blogspot.com/2009/06/1976-youth-deserve-21-gun-salute.html">beschäftigt sich</a> mit den Auswirkungen des Protests:</p>
<blockquote><p>Damit begann eine Ära der Studenten- und Jugendbewegungen, die ihren Höhepunkt in den 1980er Jahren, bei Unruhen in den von Schwarzen bewohnten Townships und in der Kulturkrise des Lernen und Lehrens, als die Schüler im Kampf gegen die Apartheid auf die Straße gingen, erreichte. Ziel war es, das Land unregierbar zu machen und um jeden Preis Freiheit zu erlangen, auch wenn das bedeutete, dass ihre Bildung darunter leiden würde. Ihr Motto war „Erst Freiheit, dann Bildung“.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Ägypten: Blogger uneinig über Geert Wilders</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/26/agypten-blogger-uneinig-uber-geert-wilders/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/26/agypten-blogger-uneinig-uber-geert-wilders/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 11:33:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Berufungsgericht in Amsterdam hat entschieden, dass Geert Wilders, niederländischer Parlamentarier, wegen seiner Ansichten zum Islam angeklagt wird. Wilders und sein Film haben letztes Jahr eine Welle der Empörung ausgelöst, wobei sich beide Seiten gegenseitig beschuldigten. Während <a href="http://musing-fool.blogspot.com/2009/01/dutch-mp-geert-wilders-to-be-tried-for.html">Perwin Ali</a> dachte, dass er es verdient angeklagt zu werden, bloggt <a href="http://anegyptian81.blogspot.com/2009/01/support-geert-wilders.html">ein Ägypter</a> für seine Freilassung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/marwa-rakha/">Marwa Rakha</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/'>Katrin Zinoun</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/23/egypt-about-geert-wilders/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Das Berufungsgericht in Amsterdam hat entschieden, dass Geert Wilders, niederländischer Parlamentarier, wegen seiner Ansichten zum Islam angeklagt wird. Wilders und sein Film haben letztes Jahr eine Welle der Empörung ausgelöst, wobei sich beide Seiten gegenseitig beschuldigten. Während <a href="http://musing-fool.blogspot.com/2009/01/dutch-mp-geert-wilders-to-be-tried-for.html">Perwin Ali</a> dachte, dass er es verdient angeklagt zu werden, bloggt <a href="http://anegyptian81.blogspot.com/2009/01/support-geert-wilders.html">ein Ägypter</a> für seine Freilassung.</p>
<p>Perwin analysierte Wilders&#39; Dokumentation Fitna:</p>
<blockquote><p>Personally, I thought his movie was a one-sided, biased look at Islam, that could be easily refuted, and shown for how out of context it really is, by anyone who understands Islam properly. His documentary is filled with half truths.</p>
<p>    For example:</p>
<p>    When he quoted Surah 8 Verse 60<br />
    “Prepare for them whatever force and cavalry ye are able of gathering to strike terror into the hearts of the enemies, of Allah and your enemies.”</p>
<p>    He didn&#39;t continue to the very next verse, Verse 61, of the same Surah<br />
    “But if they incline to peace, you (also) incline to it, and put your trust in Gof. Verily, He is the All-Hearer, the All-Knower”</p></blockquote>
<div class="translation">
Ich persönlich dachte, der Film war eine einseitige und voreingenommene Betrachtung des Islam. Jeder, der den Islam richtig versteht, könnte diese einfach widerlegen und zeigen, wie sehr sie aus dem Kontext gerissen wurde. Seine Dokumentation ist gefüllt mit Halbwahrheiten.</p>
<p>Zum Beispiel: </p>
<p>Wenn er Sure 8 Vers 60 zitiert:<br />
&#8220;So rüstet wider sie, was ihr vermögt an Kräften und Rossehaufen, damit in Schrecken zu setzen Allahs Feind und euern Feind und andre außer ihnen, die ihr nicht kennt.&#8221;</p>
<p>Er ist nicht fortgefahren mit dem nächsten Vers, Vers 61, in der gleichen Sure:<br />
&#8220;Sind sie aber zum Frieden geneigt, so sei auch du ihm geneigt und vertrau auf Allah; siehe, Er ist der Hörende, der Wissende.&#8221;</p></div>
<p>Perwin gab noch mehr Verse an, die Wilders aus dem Kontext genommen hatte und fuhr fort, seine Argumente zu widerlegen:</p>
<blockquote><p>    On the flip side, just like there are all the verses that Wilders used, there are others that talk about, things like, freedom of religion, talking (and not fighting) as method of persuasion, patience, and acceptance of others to name a few supposedly “humanitarian” ideals (as Wilders likes to call it).</p>
<p>    For example:<br />
    Surah 109<br />
    “Say: O ye that reject Faith! I worship not the which ye worship, Nor will ye worship that which I worship. And I will not worship that which ye have been wont to worship. Nor will ye worship that which I worship, To you be your Way, and to be mine.”</p></blockquote>
<div class="translation">
Auf der anderen Seite, so wie es eine Menge Verse gibt, welche Wilders benutzte, so gibt es auch viele Verse, die von Dingen sprechen wie Religionsfreiheit, Reden (und nicht Kämpfen) als Methode der Überzeugung, Geduld, und Akzeptanz der Anderen, um nur einige sogenannte &#8220;humanitäre&#8221; Ideale (wie Wilders es gerne nennt) zu nennen.</p>
<p>Zum Beispiel:<br />
Sure 109<br />
&#8220;Sprich: O ihr Ungläubigen,<br />
Ich diene nicht dem, dem dem ihr dienet,<br />
Und ihr seid nicht Diener dessen, dem ich diene,<br />
Und ich bin nicht Diener dessen, dem ihr dientet,<br />
Und ihr seid nicht Diener dessen, dem ich diene.<br />
Euch euer Glaube und mir mein Glaube.&#8221;</p></div>
<p>Sie erklärte ihn für schuldig, wegen der Dinge, die er denunzierte</p>
<blockquote><p>    While he is shocked from the decision and deems it a black day for “freedom of expression” in his country, I think he should pause and look at himself. He is doing exactly what he&#39;s denouncing. Other than the fact that he&#39;s acting just like all the fundamentalists he&#39;s against (albeit with a fancy suit, and hair color), he too is not allowing others to be free and live as they choose. He basically wants to remove Islam, and everything about it from Europe, just because it doesn&#39;t meet with his outlook on life. I re-watched his BBC interview after reading the news update. The guy is a thinly veiled bigot and supremacist. He is also a politician who needs to be controversial to thrive in the public eye. He does not believe in Islam therefore it shouldn&#39;t exist in his country.</p>
<p>    He also says “We should learn to be intolerant with the intolerant.” He believes in giving conditional tolerance, meaning he&#39;ll tolerate you only if he likes you and agrees with you, if you don&#39;t agree then he won&#39;t tolerate you. Well that&#39;s not really tolerance, that, at best, is hypocrisy and double standards.</p></blockquote>
<div class="translation">
<p>Während er von der Entscheidung schockiert ist und es als schwarzen Tag für die &#8220;Meinungsfreiheit&#8221; in seinem Land errachtet. Ich denke, er sollte eine Pause machen und sich selbst betrachten. Er macht genau das, was er anprangert. Abgesehen davon, dass er genau wie die Fundamentalisten, gegen die er ist, handelt (sei es auch mit einem schicken Anzug und Haarfarbe), erlaubt er es anderen nicht, frei zu sein und so zu leben, wie sie es möchten. Im Grunde will er den Islam und lles was damit zusammenhängt aus Europa entfernen, weil es nicht zu seinem Verständnis vom Leben passt. Ich schaute mir sein BBC-Interview noch einmal an, nachdem ich die Nachrichten gelesen hatte. Dieser Kerl ist ein leicht verschleierter Eiferer und er glaubt an die Überlegenheit der eigenen Rasse. Er ist auc ein Politiker, der kontrovers sein muss, um in der Öffentlichkeit erfolgreich zu sein. Er glaubt nicht an den Islam und deshalb sollte er in seinem Land auch nicht existieren.</p>
<p>Er sagt: &#8220;Wir sollten intolerant mit den Intoleranten sein.&#8221; Er glaubt an bedingte Toleranz, d.h. er toleriert dich nur, wenn er dich mag und wenn er mit dir einverstanden ist. Wenn ihr nicht übereinstimmt, dann toleriert er dich nicht. Nun, das ist keine wirkliche Toleranz, das ist im besten Falle Heuchelei und doppelte Standards.</p></div>
<p>In dem Versuch neutral zu bleiben, verfolgt Perwin die Wurzeln solcher Vorurteile</p>
<blockquote><p>One of his mistakes, I think, is confusing between the religion of Islam and the misguided fanatics who abuse Islam. Both Wilders and the zealots he&#39;s against, seem to forget that Islam is based on dealing with others, otherwise known in Arabic as “al moamala”. What Mr. Wilders doesn&#39;t know, or didn&#39;t research thoroughly, and the extremists hiding behind Islam have lost sight of, is that The Quran (that Wilders, and the like, seem to blame) is broken down (by Islamic fokaha or learned men) into 13 parts: 1 for the dos and don&#39;ts, and the other 12 are for how to deal with other human beings.</p>
<p>    The movie clearly showed that Wilders does not understand the core of Islam, and merely has a beef with the vocal fundamentalists.
</p></blockquote>
<div class="translation">Ich denke, einer seiner Fehler ist die Verwechslung von der Religion Islam und den fehlgeleiteten Fanatikern, die den Islam missbrauchen. Beide, Wilders und die Fanatiker gegen die er ist, scheinen zu vergessen, dass der Islam darauf basiert, mit anderen zu handeln, auch bekannt auf Arabisch als &#8220;al moamala&#8221;. Was Mr. Wilders nicht weiß, oder nicht ausreichend recherchiert hat, und was die Extremisten, die sich hinter dem Islam verstecken, aus dem Blick verloren haben, ist, dass der Koran (welchen Wilders und dergleichen anzuklagen scheinen) aufgegliedert wird (von islamischen Gelehrten) in 13 Teile: einer für die Erlaubtes und Unerlaubtes und die anderen zwölf sind Anweisungen, wie amn mit anderen Menschen umgeht.</p>
<p>Der Film zeigt deutlich, dass Wilders den Kern des Islam nicht versteht und dass er nur ein Problem mit den lauten Fundamentalisten hat.</p></div>
<p>Perwin Ali fragt:</p>
<blockquote><p>    Some might wonder why we don&#39;t see more grand gestures of good from Muslims like we see from their scary counterparts.
</p></blockquote>
<div class="translation">
Einige mögen sich fragen, warum wir nicht mehr große Gesten von den guten Muslimen sehen, so wie wir sie von ihren unheimlichen Gegenstücken sehen.</div>
<p>Ihre Antwort war:    </p>
<blockquote><p>Well, as habit, terrorists (regardless of their affiliations or religion) are grandstanders. They need an audience, otherwise their objective of terrorizing isn&#39;t met. On the other hand, genuine do-gooders don&#39;t need an audience, they only need God to know. Whoever believes in God would agree with me when I say that whatever you do, God sees it, hence there&#39;s no need for an audience. Try to read what I&#39;m writing with an unbiased eye, you&#39;ll see what I mean… You might even be able to accept it without having to agree with it -which is another key trait of Islam and well-balanced muslims.</p></blockquote>
<div class="translation">
Nun, gewöhnlich sind Terroristen (unabhängig von ihren Zugehörigkeit oder Religion) Selbstdarsteller. Sie brauchen ein Publikum, andererseits wird ihr Ziel, das Terrorisieren, wird nicht erreicht. Auf der anderen Seite brauchen ehrliche Leute, die gutes tun, kein Publikum, sie brauchen nur Gott, der es weiß. Jeder, der an Gott glaubt, würde mit mir übereinstimmen, wenn ich sage, dass Gott sieht was immer du tust. Deshalb gibt es keinen Grund für ein Publikum. Versucht, das was ich schreibe mit einem unvoreingenommenen Auge zu lesen, dann werdet ihr sehen, was ich meine&#8230; Ihr könntet sogar in der Lage sein, es zu akzeptieren, ohne damit übereinzustimmen - das ist ein anderes Hauptmerkmal des Islam und ausgeglichener Muslime.</div>
<p>Sie bringt ihren Beitrag auf eine persönliche Ebene, indem sie über sich selbst als Muslim spricht: </p>
<blockquote><p>Now, I&#39;m not one of the learned in Islam. But… I&#39;m a Muslim. I&#39;m a female. I&#39;m not veiled. I&#39;m free to express my opinions and my choices. I&#39;m free to live my life. I love my religion. I haven&#39;t been forced or brainwashed into loving my religion. I believe in it. I respect it. I believe that my religion has more to do with love than with hate. I believe that my religion is forgiving. I also believe that the problems lie with the misguided people not with the religion. Just as it lies with the misguided people of the other religions.</p>
<p>    I am the exact opposite of what he makes Islam and muslims to be. There are many others like me.</p>
<p>    Personally, I believe he deserves to go on trial. There&#39;s a significant difference between freedom of expression and disrespectful misinformation.</p>
<p>    It&#39;s time the whole world finally learned how to truly exercise the concept of freedom.</p></blockquote>
<div class="translation">
Nun, ich bin keine Gelehrte des Islam. Aber … ich bin Muslima. Ich bin eine Frau. Ich bin nicht verschleiert. Ich habe die Freiheit, meine Meinung und Entscheidungen auszudrücken. Ich habe die Freiheit, mein Leben zu leben. Ich liebe meine Religion. Ich wurde nicht gezwungen oder einer Gehirnwäsche unterworfen, um meine Religion zu lieben. Ich glaube daran. Ich respektiere sie.Ich glaube, dass meine Religion mehr mit Liebe zu tun hat, als mit Hass.Ich glaube, dass es in meiner Religion um Vergebung geht. Ich glaube auch, dass das Problem bei den Fehlgeleiteten liegt und nicht bei der Religion. So wie es auch bei den Fehlgeleiteten anderer Religionen liegt.</p>
<p>Ich bin das ganze Gegenteil von dem, wie er den Islam und Muslime darstellt. Es gibt viele wie mich. </p>
<p>Ich persönlich denke, er verdient es, angeklagt zu werden. Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen Meinungsfreiheit und respektloser Falschinformation. </p>
<p>Es ist Zeit, dass die ganze Welt endlich lernt, das Konzept der Freiheit wirklich auszuüben.</p></div>
<p><a href="http://anegyptian81.blogspot.com/2009/01/support-geert-wilders.html">Ein Ägypter</a> stimmt nicht mit Perwin überein, da er einen Beitrag mit dem Titel &#8220;Geert Wilders braucht eure Unterstützung dringend!&#8221;</p>
<blockquote><p>    The Freedom Party (PVV) and Geert Wilders are faced with an all-out assault. Exploding legal expenses might cripple the continuation of the battle for our liberties. The survival of the Freedom Party and Geert Wilders’ struggle for the defense of the West are now in jeopardy. Therefore, we need your financial support urgently.</p></blockquote>
<div class="translation">
Die Freiheitspartei (PVV) und Geert Wilders sehen sich einem umfassenden Angriff gegenüber. Die explodierenden Verfahrenskosten könnten die Fortführung des Kampfes für unsere Freiheit lahm legen. Das Überleben der Freiheitspartei und Geert Wilders Kampf für die Verteidigung des Westens sind jetzt in Gefahr. Deshalb brauchen wir eure finanzielle Unterstützung dringend.</div>
<p>Dann zählte er verschiedene Möglichkeiten auf, Geld zu spenden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Syrien: 25 Tote im Gefängnis von Sednaya</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/07/08/syrien-25-tote-im-gefangnis-von-sednaya/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Jul 2008 17:24:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malgorzata Porzezynska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Arabisch]]></category>
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		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonRazan Ghazzawi  &#183; Übersetzt von Malgorzata Porzezynska &#183;  engl. Originalartikel 
Das Syrian Human Rights Committee (SHRC) (syrisches Menschenrechtskomitee) berichtet von einem Massaker am 5. Juli im Militärgefängnis von Sednaya westlich von Damaskus. Mindestens 25 Gefangene seien von der syrischen Polizei getötet worden, so SHRC, das während des Massakers Anrufe aus dem Gefängnis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/razan-ghazzawi/">Razan Ghazzawi</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/malgorzata-porzezynska/'>Malgorzata Porzezynska</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/07/07/syria-sednaya-massacre-by-syrian-police-left-25-dead/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><a href="http://www.shrc.org/data/aspx/d0/3620.aspx">Das Syrian Human Rights Committee (SHRC)</a> (syrisches Menschenrechtskomitee) berichtet von einem Massaker am 5. Juli im Militärgefängnis von Sednaya westlich von Damaskus. Mindestens 25 Gefangene seien von der syrischen Polizei getötet worden, so SHRC, das während des Massakers Anrufe aus dem Gefängnis erhielt. Die Gefangenen hatten seit 7 Uhr morgens für bessere Bedingungen <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/7491422.stm">protestiert</a>, doch die Reaktion der syrischen Polizei eskalierte. Die Beamten schossen auf die unbewaffneten Gefangenen, wodurch es zu Toten und Verletzten kam, deren genaue Anzahl noch nicht bestätigt wurde.</p>
<p>Die <em><a href="http://www.sana.sy/eng/21/2008/07/06/182756.htm">syrische Nachrichtenagentur SANA</a></em> veröffentlichte derweil eine <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/7492120.stm"><em>Stellungnahme</em></a> der Behörden, wonach in dem Gefängnis „die Ruhe wieder hergestellt wurde“, nachdem es durch „Terroristen“ und „Extremisten“ zu „Aufständen“ gekommen sei.</p>
<p>Syrische Blogger im Land und in der Diaspora reflektieren das tragische Ereignis. <a href="http://ahmadblogs.net/saydnaya"><em>Ahmad</em></a> (Ar), der aus Syrien bloggt, listet die Namen derer auf, die ihr Leben verloren haben, als die syrische Polizei auf die wehrlosen Gefangenen schoss:</p>
<p>1- Zakariya Affash.</p>
<p>2- Mohammad Majawish.</p>
<p>3- Abdelbaqi Khattab.</p>
<p>4- Ahmad Shalaq.</p>
<p>5- Khaled Bilal.</p>
<p>6- Moayad Al Ali.</p>
<p>7- Muhannad Al Omar.</p>
<p>8- Khodar Alloush.</p>
<p>9- Mahmud Abu Rashed.</p>
<p><em>Ahmad</em> versichert, dass die Gefangenen keine Waffen trugen, als sie die Kontrolle über das Gefängnis übernahmen und dass sie sich nach Verhandlungen mit der Polizei ergaben. Er erwähnt weiterhin, dass die Neuigkeit verbreitet wurde, dass Verwandte der Gefangenen gestern Abend (06.07.2008, Anm. d. Übers.) ihre Söhne, Ehemänner und Angehörigen im Gefängnis besuchen durften, was aber noch nicht bestätigt wurde.</p>
<p>Im Gegensatz zu Webseiten von Menschenrechtsgruppen, die politische Gründe hinter den Protesten sehen, beschließt <em>Ahmad</em> seinen Post mit einer Erklärung zu den wahren Gründen für diesen zweiten Protest in dem syrischen Gefängnis:</p>
<blockquote><p>“ الهدف منها تحسين الخدمات و الحد من الاكظاظ المفرط ، و تقليل جولات التعذيب الذي يعاني منه السجناء الإسلاميون بكثرة كما يُشاع في الفترة الأخيرة. بالمناسبة : المدوّن السوري طارق بياسي معتقل في هذا السجن ، سجن صيدنايا ، نسأل الله أن يحميه و يحفظه“</p></blockquote>
<div class="translation">
<p>„Der Grund war die Forderung nach verbesserten Bedingungen in den Gefängniszellen, weniger überfüllten Zellen und ein Protest gegen Folter, unter der die „islamistischen“ Gefangenen zu leiden haben&#8230; Übrigens, in demselben Gefängnis ist auch der syrische Blogger <a href="http://freetariq.org/en">Tariq Baiasi</a> inhaftiert. Gott schütze ihn.“</p>
</div>
<p>Blogger <a href="http://gottfriedstutz.blogspot.com/2008/07/what-hell-is-happening-in-seydnaya.html"><em>Gottfried Stutz</em></a> fordert vom syrischen Regime, die sTötung unbewaffneter Gefangener zu stoppen und alle politischen Gefangenen freizulassen:</p>
<blockquote><p>„Anstatt den Präsidenten und einen Minister zum Sonnenbaden auf der Place de la Concorde mit Nicolas Sarkozy bei der Parade zum Tag der Bastille zu schicken, hat das syrische Regime die Pflicht, sein Volk über dieses Gefängnis zu informieren, sofort das Töten zu stoppen, faire Gerichtsverhandlungen abzuhalten und alle politischen Gefangenen freizulassen.“</p></blockquote>
<p>Ein weiterer syrischer Blogger, eine der neuen Stimmen auf dem syrischen Blog-Aggregator <a href="http://syplanet.com/">Syria Planet</a>, ist <a href="http://vexedlevantine.blogspot.com/2008/07/sednaya-massacre.html"><em>Disaffection</em></a>, dessen erster Kommentar zum Massaker war: „Wo Rauch ist, ist auch Feuer.“ Er erklärt:</p>
<blockquote><p>„Dieser Vorfall muss provoziert worden sein und ist ausgeufert. Die Sicherheitskräfte, die ihn angezettelt hatten verloren aus schierer Inkompetenz die Kontrolle, so dass Verstärkung geholt werden musste, um die Situation um jeden Preis unter Kontrolle zu bringen – um den üblichen Preis.“</p></blockquote>
<p>Als Letztes sehen wir uns an, was ein weiterer anonymer syrischer Blogger, <a href="http://arabiancamel2.blogspot.com/2008/07/bad-day-in-prison.html"><em>Jabz</em></a>, zu sagen hat, der das Regime für sein konstantes „Versagen“ rügt:</p>
<blockquote><p>„Eine schreckliche Sache, Schande über die Regierung. Es ist nicht das erste Mal, dass die Regierung dieses Jahr versäumt hat, das Nötige zu tun, genauso wie bei Kämpfen zwischen zwei Glaubensrichtungen in Hama zu Beginn des Jahres.“</p></blockquote>
<p>Es sollte erwähnt werden, dass dies der zweite Protest von Insassen des Gefängnisses in Sednaya gegen ihre schrecklichen Haftbedingungen innerhalb von zwei Monaten ist.</p>
<p>Familien der Gefangenen haben an den syrischen Präsidenten appelliert, die abscheuliche Behandlung unbewaffneter Zivilisten zu stoppen und über das Schicksal ihrer Verwandten in Kenntnis gesetzt zu werden.</p>
<p>Dieses zweite Massaker fällt zusammen mit dem 27. Jahrestag des Massakers im Gefängnis von Tadmur (Palmyra). <a href="http://www.shrc.org/data/aspx/d3/3243.aspx">Hier</a> gibt es weitere Informationen.</p>
<p>Mögen ihre Seelen in Frieden ruhen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Russia: Fremdenfeindliches Bloggen</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/01/17/russia-fremdenfeindliches-bloggen/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Jan 2008 16:47:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitskräfte]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonVeronica Khokhlovavv  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Es hat den Anschein, dass es mehr und mehr Beiträge über Fremdenfeindlichkeit in der russischen Blogosphäre gibt - und viele wurden von Xenophoben geschrieben.
Ein aktuelles Beispiel für solche Beiträge liefert holmogors Artikel (rus) vom Silvesterabend in Moskau - bislang wurde er 1,884 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/neeka/">Veronica Khokhlovavv</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/01/15/russia-xenophobia-blogging/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Es hat den Anschein, dass es mehr und mehr Beiträge über Fremdenfeindlichkeit in der russischen Blogosphäre gibt - und viele wurden von Xenophoben geschrieben.</p>
<p>Ein aktuelles Beispiel für solche Beiträge liefert <em>holmogors</em> <a href="http://holmogor.livejournal.com/2311632.html">Artikel</a> (rus) vom Silvesterabend in Moskau - bislang wurde er 1,884 mal kommentiert:</p>
<blockquote><p> <strong>SIE</strong></p>
<p>Heute war ich auf dem Roten Platz.</p>
<p>Ich war schockiert.</p>
<p>SIE waren da.</p>
<p>Nur SIE.</p>
<p>Die verlorenen weißen Gesichter gingen völlig unter.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>SIE schlenderten faul herum, zu sechs oder zusiebt, machten voneinander Fotos mit ihren Handys. Zunächst wollte ich fragen: &#8220;Wer hat diesen Aufstand organisiert?&#8221;. Aber dann merkte ich, dass niemand ihn organisiert hatte. SIE hatten nur einen freien Tag. Und SIE entschlossen sich, zu dem Platz zu gehen, der IHNEN bekannt war. Es wurde eine regelrechte Flashmob: Hunderte tadshikische, usbekische und kirgisische Gesichter, keine Gruppen junger Männer zwischen 18 und 30.</p>
<p>SIE zeigten nicht die typischen Aggressionen [der kaukasischen Ureinwohner], das war nicht das Problem, aber ihre schiere Menge war sehr beeindruckend&#8230;</p>
<p>Ich bekam Angst.</p>
<p>Zum ersten mal hat mich diese Szene auf dem Roten Platz wirklich beängstigt.  Ich weiß, dass SIE essen, leben und arbeiten wollen.</p>
<p>Ich weiß auch, dass vor nicht allzu langer Zeit die Hauptstadt unseres Vaterlandes auch die Hauptstadt IHRES Vaterlandes war. Ich weiß, dass für SIE das neue Jahr beginnt, denn die Uhr des Kremls 12 Schlägt.</p>
<p>Aber&#8230;</p>
<p>Wie A. I. Fursov so schön schrieb, &#8220;Ja, sie werden unterdrückt, sind hungrig und unglücklich. Aber wenn sie zu uns kommen, werden sie zu gewöhnlichen Dieben. Und wenn wir schwach werden, werden sie unseren Raum und unsere Ressourcen nehmen: Die Schwachen werden geschlagen.&#8221;</p>
<p>Dafür braucht es nicht einmal Messer oder Schlagring. Um Raum wegzunehmen, reicht es manchmal, ihn einfach zu besetzen.  Heute habe ich gesehen, wie SIE es getan haben.</p>
<p>Und man sollte nicht vergessen, dass sie es nicht einmal böse meinen.</p>
<p>Was wird morgen geschehen?</p></blockquote>
<p>***</p>
<p>Es gibt natürlich auch Beträge <u>über</u> Xenophobe und ihre Ängste.</p>
<p>Am 7. Januar schrieb (rus) <em><a href="http://timur-aliev.livejournal.com/198205.html">timur-aliev</a></em> aus Grozny wie Tschetschenen online wahrgenommen werden:</p>
<blockquote><p> 1999 war ich zum ersten Mal online. Wie vielleicht die meisten Newbies verfiel ich dem Chatten und ICQ. Ich kann mich erinnern, dass ich viel Zeit bei chat.ru verbracht habe. Alle dort waren mehr oder weniger gleich, mit sehr ähnlichen Nicknames. Ich erinnere mich wohl nur noch an einen: Stasya [&#8230;] ich frage mich, ob sie heute ein eigenes Blog hat.</p>
<p>Ich kann nicht behaupten, zu jedem freundschaftlich gewesen zu sein, aber das Verhalten war untereinander sicher freundlich genug. Die Leute waren so halb interessiert an Tschetschenien. Aber das Interesse war nicht negativ oder offen aggressiv. Hier eines der Gespräche (um ehrlich zu sein, ich machte mich manchmal darüber lustig, dass sie mich  nicht verstanden, aber am Ende gestand ich natürlich immer, dass ich nur Spaß machte):</p>
<p>- Wo kommst du her?</p>
<p>- Aus Grozny.</p>
<p>- Und wie ist die Lage bei euch?</p>
<p>- Okey. Nur zu heiß. Und es fallen ein paar Schüsse.</p>
<p>- Warum wird geschossen?</p>
<p>- Oh, das kommt aus dem Stadium hier in der nähe. Es wurde ein Tor gemacht.</p>
<p>- Aber warum schießen sie?</p>
<p>- Das sind die Fans. Weil sie sich über das Tor freuen.</p>
<p>- Wow. Hat bei euch jeder eine Maschinenpistole? Auch die Fußballspieler?</p>
<p>- Ja, aber die haben sie in der Umkleide gelassen.</p>
<p>- Hat auch der Schiedsrichter eine Waffe?</p>
<p>- Natürlich. Der braucht die besonders dringend.</p>
<p>- Und hast du eine Waffe?</p>
<p>- Klar, die steht direkt neben meinem Computer.</p>
<p>- Wo bewahrst du die Waffe auf, wenn du schläfst?</p>
<p>- Unter meinem Bett &#8230;</p>
<p>- Du tust mir ehrlich Leid &#8230;</p>
<p>Und so weiter &#8230; Der Punkt ist, dass mehr Sympathie in der Luft hing als Anklage. Und nach den Anschlägen in Volgodonsk und Moskau schrieben mir einige, dass sie nicht glauben konnten, dass das Tschetschenen gewesen waren.</p>
<p>Und heute stoße ich bei LJ auf Menschen, die [sehr wütend] über die Tschetschenen sind. Die Wahrnehmung der Menschen hat sich in den wenigen Jahren seit 1999 geändert.</p></blockquote>
<p>Es folgt eine Diskussion in den Kommentaren:</p>
<blockquote><p><em>reader59</em>:</p>
<p>Das bedeutet nichts. In den acht Jahren hat sich die Gruppe der Russen im Internet verzehnfacht, und der Intelligenzdurchschnitt ist fast proportional gefallen.</p>
<p><em>timur_aliev</em>:</p>
<p>Aber ich glaube nicht, dass die Intelligenz eines Menschen direkt mit seiner Wahrnehmung anderer Gruppen zusammenhängt.</p>
<p><em>reader59</em>:</p>
<p>Es ist fast eine wissenschaftliche Wahrheit: Ganz einfache Erklärung: Ein Mensch hat Angst vor dem Unbekannten und Unverständlichen. Je intelligenter ein Mensch ist, desto weniger Dinge, die er nicht versteht. Je höher der Bildungsgrad, desto weniger Dinge, die er nicht weiß. Je gebildeter und intelligenter ein Mensch also ist, desto weniger Phobien hat er. Das gilt auch für Xenophobie.</p>
<p><em>timur_aliev</em>:</p>
<p>So habe ich auch gedacht &#8230; Aber sogar bei LJ gibt es recht gebildete Menschen voller Xenophobie.</p>
<p><em>reader59</em>:</p>
<p>Ich sprach von der Verbindung von Bildung UND Intelligenz. Keins kommt ohne das andere aus. Eine Dummkopf kannst du es so lange erklären, wie du willst: er wird nicht kleverer werden: Er weiß dann nur mehr.</p>
<p><em>timur_aliev</em>:</p>
<p>Damit hast du recht.</p></blockquote>
<blockquote></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Gibt es jemals gute Nachrichten aus Afrika?</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2007/09/15/gibt-es-jemals-gute-nachrichten-aus-afrika/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Sep 2007 17:37:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>

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		<description><![CDATA[ &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Diese provokative Frage wurde Kizzie, einem sudanesischen Blogger, kürzlich gestellt:
Wir waren gerade in Amerika, und ein bekannter jüdisch-amerikanischer Menschenrechtler (Autor und Professor) hatte uns zum Mittag eingeladen. Wir sprachen über den Mittleren Osten, den Islam, Immigration  und Menschenrecht, als mein Professor vorschlug mich zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em> &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2007/09/14/does-anything-good-ever-happen-in-africa/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Diese <a href="http://wholeheartedly-sudaniya.blogspot.com/2007/09/does-anything-good-ever-happen-there.html">provokative Frage</a> wurde <em>Kizzie</em>, einem sudanesischen Blogger, kürzlich gestellt:</p>
<blockquote><p>Wir waren gerade in Amerika, und ein bekannter jüdisch-amerikanischer Menschenrechtler (Autor und Professor) hatte uns zum Mittag eingeladen. Wir sprachen über den Mittleren Osten, den Islam, Immigration  und Menschenrecht, als mein Professor vorschlug mich zu Afrika zu befragen, weil ich von dort sei und viel über meinen geliebten Kontinent wisse: &#8220;Gibt es jemals gute Nachrichten aus Afrika?&#8221;. Ich kann nicht beschreiben wie ich mich fühlte, es ist zu kompliziert. Ich bin mir nicht sicher, ob ich wütend oder traurig war. Vermutlich beides. Ihr Afropessimismus griff mich an und auch als ich versuchte mich selbst an die guten Dinge von meinem Kontinent zu erinnern, konnte ich nicht einfach wieder ruhig werden.</p>
<p>&#8230; Afrika ist nicht Dafur, Ruanda, Diktaturen, Unterentwicklung oder gar AIDS.</p></blockquote>
<p><em>Black Kush</em> bloggt über eine <a href="http://bloggingjuba.blogspot.com/2007/09/another-round-of-darfur-peace-talks.html">weitere Runde von Friedensverhandlungen</a>, die den tragischen Konflikt in Dafur stoppen sollen:</p>
<blockquote><p> Was genau in den Treffen beschlossen wurde wird sich zeigen. Welche Rebellengruppen waren involviert? Und wie war es mit SLM-Führer Abdel Wahid el Nur?</p></blockquote>
<p>Er zeigt auch diese <a href="http://bloggingjuba.blogspot.com/2007/09/ban-ki-moon-press-conference.html">Karikatur</a>:</p>
<p><img src="http://bp1.blogger.com/_3saITMKXUSM/RuBYyMdHB9I/AAAAAAAAACM/Bngtim00Lz0/s400/cart060907.jpg" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5107179596798166994" style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center" border="0" /></p>
<p align="center"><em> &#8220;Die sudanesische Regierung ist bereit, für Frieden in Dafur zu sorgen&#8230;&#8221; - &#8220;Das habe wir schonmal gehört!&#8221;</em></p>
<p><em>Little.Miss.Dalu</em>, eine Sudanesin in Amerika, hat zwei interessante Beiträge geschrieben, einen über Rassismus unter den Sudanesen und einen über ihre Identität als sudanesische Amerikanerin.</p>
<p><a href="http://msdalu.blogspot.com/2007/09/ethnocentrismracism_01.html">Zum Thema Rassismus</a>:</p>
<blockquote><p>Ich werde jetzt ganz ehrlich sein, auch wenn man diese Dinge nicht gerne liest: Allgemein kann man sagen, dass die Sudanesen sehr ethnozentrisch sind.</p>
<p>&#8230;  Ich hatte ein paar arabisch-sudanesische Freunde, und wir gerieten oft aneinander, wenn es um Religion und Rasse ging, was im Rückblick wirklich absurd ist, weil wir doch noch Kinder waren! Heute weiß ich, dass all die Dinge, die wir uns an den Kopf warfen von den Eltern weitergegeben worden waren. Ich habe mal ein anderes Kind fürchterlich zusammengeschlagen, weil es mich abeed/abid [Sklave] genannt hatte; ein anderes Mal schlug ich ein Mädchen - mit dem ich befreundet war - weil es gesagt hatte meine Haut hätte die Farbe von Teer.</p>
<p><strong>Wir sind alle Sudanesen</strong>, verdammt nochmal!</p></blockquote>
<p>Zu ihrer <a href="http://msdalu.blogspot.com/2007/09/identity-matters.html">Identität als sudanesische Amerikanerin</a>:</p>
<blockquote><p> &#8230; Ich verstehe mich in erster Linie als Sudanesin, aber für meine Verwandten in der Heimat (die ich nicht einmal kenne - aber ich zwinge mich gelegentlich, mit ihnen zu sprechen) bin ich ganz Amerikanerin.  Für die Amerikaner bin ich das sudanesische Mädchen. Manchmal stimmt beides, und manchmal keins von beidem (dann kommt der ganze Hippie-Scheiß vom &#8216;Weltbürger&#39; ins Spiel).</p></blockquote>
<p><em>Drima</em>, von <em>The Sudanese Thinker</em> hat einen aufschlussreichen <a href="http://www.sudanesethinker.com/2007/08/31/khartoum-a-city-of-sharp-contrasts/">Artikel</a> über die wilden Partys voller Drogen und Alkohol geschrieben, die in der sudanesischen Hauptstadt Khartoum hinter verschlossenen Türen stattfinden.</p>
<p><em>SudaneseReturnee</em> ist froh und doch nervös, <a href="http://sudanreturnee.wordpress.com/2007/09/07/juba-here-i-come/">nach Juba heimzukehren</a>.</p>
<p>Aus Juba schreibt <em>Doctor Konyokonyo</em> diesen Beitrag <a href="http://konyokonyo.wordpress.com/2007/09/06/the-scourge-of-aids-1/">über AIDS im Südsudan</a>:</p>
<blockquote><p> [&#8230;] und viele junge Menschen tun es als nur eine weitere Krankheit ab. Aber ist das richtig? Vor langer Zeit in der Mitte der 80er hielt man es für eine Krankheit der Kongolesen im Sudan, betroffen wären vor allem Prostituierte etc. gewesen. Nur wer solche Ort besuchte bekäme es. Eine traurige Tatsache, die sich im Südsudan bis heute nciht geändert hat.</p>
<p>Abstinenz ist in der Jugend unmöglich, treu sein in der Ehe schwierig - und das Kondom? Es ist nicht immer verfügbar! Außerdem gibt es diejenigen die glauben, es würde den Spaß am Sex nehmen!</p></blockquote>
<p><em>Zoulcolm X</em> ist <a href="http://zoulcolmx.blogspot.com/2007/08/sudanese-westside-gangstaz.html">wütend über den Umgang</a> mit Sudanesen in Ägypten:</p>
<blockquote><p>Die Nachricht von ägyptischen Soldaten, die auf sudanesische Flüchtlinge geschlossen haben, die die Grenze nach Israel überqueren wollten, haben mich wirklich aufgeregt. Denn im vergangenen Jahr sind hunderte Ägypter in Khartoum aufgetaucht, sie haben kleine Jobs übernommen als Bauarbeiter oder Kellner&#8230; diese Arbeiter werden nciht in Ghettos gesteckt, sie werden gut behandelt, in einfachen Worten: SIe haben ein gutes Leben.</p>
<p>&#8230; Die sudanesischen Immigranten auf den Kairoer Straßen leiden unter ganz anderen Umständen als an der Grenze tot geschossen zu werden, von ägyptischen Polizisten zusammengetreten zu werden oder dem dummen ägyptischen Rassismus ausgesetzt zu sein. Sie töten sich auch untereinander. Ob ihr es glaubt oder nicht: Sudanesische Immigranten <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/6915187.stm">formen ihre eigenen Gangs</a> in den Straßen von Kairo.</p>
<p>&#8230; Aber woran liegt das? Warum haben wir keine ägyptischen Gangstaz hier in Khartoum? Weil sie nicht Schwarz sind? Sie kamen hier her, nahmen unsere Jobs und haben ein gutes Leben, aber unsere Leute gehen nach Ägypten und werden wie Scheiße behandelt und müssen unnötig sterben.</p></blockquote>
<p>Auf der anderen Seite trauert <em>Path2Hope</em> um eine Bekannte, die wegen der <a href="http://path2hope.blogspot.com/2007/09/oops.html">Inkompetenz  sudanesischer Mediziner</a> sterben musste:</p>
<blockquote><p>Der Erpresser - Pardon - der Arzt untersuchte sie, nachdem sie die geforderte Gebühr bezahlt hatte.</p>
<p>&#8230; Das Genie kam zu dem Schluss, sie habe einen Schlaganfall gehabt.</p>
<p>&#8230; Einige Tage später erreichten sie Jordanien, wo die Ärzte ihnen einen Schock nach dem nächsten bereiteten. Die gute Nachricht war, dass sie niemals einen Schlaganfall gehabt hatte, aber die Auswirkungen der Medikamente auf ihren alternden Körper seien furchtbar. Doch es gab Hoffnung - die gibt es immer. Alles in allem hatte sie nur Kalziummangel.</p>
<p>&#8230; Es ist schon fast ein Monat seit ihrem Tod vergangen, ihr Körper konnte die Folgen der falschen Medikamentierung nicht tragen. Ina lil-lah wa ina ilehi raje’oun [Wir gehören zu Allah, und wir sollen zu IHM zurückkehren].</p></blockquote>
<p>Immerhin gibt es etwas, das <em>Pat2Hope</em> <a href="http://path2hope.blogspot.com/2007/09/winds-of-change.html">aufmuntert</a>:</p>
<blockquote><p> Wenn man durch die Nachbarschaft streift bemerkt man den starken Geruch von &#8216;hilu-mur&#39; (sudanesischer Saft) und in jedem Haus hängen die Menschen ihr &#39;shermoot&#39; zum Trocknen (Fleisch, dass später getrocknet und gemahlen zum Essen zugegeben wird). All das erinnert daran, dass Ramadan kurz bevorsteht. Ich habe den Ramadan immer geliebt, dieser Monat hat etwas magisches, vor allem wenn man in einem muslimischen Land ist.</p></blockquote>
<p><strong>Geschrieben von <a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/sudanese/">SudaneseDrima</a>.</strong></p>
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		<title>Sudan: Truppen in Dafur, hohe Schulgebühren, Rückkehr der Natur und Reaktionen auf einen schwulen Blogger</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jun 2007 21:31:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kriege & Konflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[ &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Seit dem letzten Artikel über die sudanesische Blogosphäre ist etwas Zeit vergangen, aber jetzt bin ich zurück mit einem Überblick über die Vielfalt der Themen, darunter die wütenden Reaktionen auf das neue Blog eines schwulen Sudanesen.
Wholeheartedly-Sudaniya veröffentlicht diese Karikatur über Chinas Einfluss auf die langsame [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em> &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2007/06/24/sudan-un-au-troops-in-darfur-ridiculously-expensive-nursery-school-wildlife-returning-in-south-sudan-and-reactions-towards-sudanese-gay-blogger/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Seit dem letzten Artikel über die sudanesische Blogosphäre ist etwas Zeit vergangen, aber jetzt bin ich zurück mit einem Überblick über die Vielfalt der Themen, darunter die wütenden Reaktionen auf das neue Blog eines schwulen Sudanesen.</p>
<p><em>Wholeheartedly-Sudaniya</em> veröffentlicht <a href="http://wholeheartedly-sudaniya.blogspot.com/2007/06/light-blogging-un-china-and-darfur.html">diese Karikatur</a> über Chinas Einfluss auf die langsame Reaktion der UN auf die Situation in Dafur:</p>
<p><img src="http://bp0.blogger.com/_1V9yyYmbJhA/RnB5msvQ97I/AAAAAAAAAFE/l49zdszlo98/s320/20060503.gif" alt="Karikatur Dafur" /></p>
<p><em>The Sudanse Thinker</em> <a href="http://www.sudanesethinker.com/2007/06/14/sudan-spies-for-us-in-iraq-indeed-we-are-a-strong-partner-in-the-war-on-terror/">schreibt</a> über die Nachricht, dass der Sudan Truppen der UN und der Afrikanischen Union (AU) in Dafur akzeptiert:</p>
<blockquote><p>Man sollte nicht vergessen, dass die Zustimmung des Sudans zu den UN/AU-Truppen an Bedingungen geknüpft ist. Es wird gefordert, dass sich die Streitkräfte nur aus afrikanischen Soldaten zusammensetzen, und unter der Kontrolle der AU stehen. Diese beiden Punkte müssen noch ausgearbeitet werden. Als ich diese Nachrichten das erste mal hörte war ich nicht allzu beeindruckt, weil eich dachte es sei die alte „Lasst uns noch mehr Zeit verschwenden“-Taktik ist. Jetzt sehe ich das anders. Ich bin sogar entzückt von den Entwicklungen, aber ich bin nichtsdestotrotz <a href="http://sudantribune.com/spip.php?article22410">ein bisschen vorsichtig</a>, und rate euch das auch zu sein.</p></blockquote>
<p><em><br />
Amjad</em>, <a href="http://amjad248.blogspot.com/2007/06/khartoum-international-community-schol.html">ein sudanesischer Blogger</a> in Oman, spricht über die <a href="http://www.kics.sd/">Khartoum International Community School</a> (KICS) und dir absurd hohen Schulgebühren für angehende Krankenschwestern:</p>
<blockquote><p>Man stelle sich vor. die Gebühren für die Schule für Krankenschwestern beträgt etwa 17.840 Sudanesische Pfund. $1 USD = 2,1 NSP, also Teieln wir den Betrag durch 2,1:<br />
17,840 NSP /2.1 = $8495 USD<br />
Was? Mehr als 8000 Dollar für die Krankenschwesterausbildung? lol &#8230; Nun die Gebühren für die High School: Für die Klassen 10 und 11 liegen sie bei 31,240 NSP, also etwa 15.000 US-Dollar. Die Klassen 12 und 13 kosten ungefähr 16.500 US-Dollar.</p></blockquote>
<p>Kürzlich haben einige Sudanesen verärgert auf ein neues Blog von <a href="http://black-gay-arab.blogspot.com/2007/06/sudanese-gay.html">dem schwulen Sudanesen <em>Ali</em></a> reagiert. Hier ein Beispiel für diese Reaktionen:</p>
<blockquote><p>„nigga go read a book or something damn, and quit that r’n&#39;b sh*t you listenin to, im sure craig david got more influnce on you than anyone else and yeah, am homophopic you stupid f*ck lol“</p></blockquote>
<p><a href="http://black-gay-arab.blogspot.com/2007/06/sudanese-gay.html">Dies</a> sagte <em>Ali</em>:</p>
<blockquote><p>Ich bin Sudanese und stolzer Schwuler.. Soweit ich weiß habe ich das Recht alles zu schreiben was ich will, solange ich niemanden verletze.</p></blockquote>
<p><em>Black Kush</em> ist <a href="http://bloggingjuba.blogspot.com/2007/06/is-sudan-failed-state.html">unzufrieden</a> damit, dass ein Report den Sudan auf der Liste der gescheiterten Nationen auf Platz 1 setzt:</p>
<blockquote><p>Ich halte den kürzlich veröffentlichten <a href="http://www.foreignpolicy.com/story/cms.php?story_id=3865&amp;page=7">Failed States Index 2007</a> schlicht für unglaublich und wertlos. Es ist eine dieser Publikationen die keiner Kritik standhalten: Es gibt viele Missstände in diesem Land, aber ich halte es nicht für eine „gescheiterte Nation. Soviel ist klar.<br />
Der Index setzt den Sudan an sie Spitze der Liste, gefolgt vom Irak und Somalia. Jeder vernünftige Mensch weiß, dass es die letzten zehn Jahre in Somalia keine Regierung gegeben hat. Eigentlich gab es nicht einmal einen STAAT! Und wie soll man die Gemetzel im Irak erfassen, mit einer hoffnungslos unfähigen Regierung, die von Amerika gestützt wird? Es ist in einem Zustanden des Bürgerkrieges die Regierung kann nicht das ganze Staatsgebiet kontrollieren etc.<br />
&#8230; Nennt den Sudan wie ihr wollt, aber nicht „gescheitert“: Fragt erstmal, was die Somalier und Iraker denken!</p></blockquote>
<p><em>Black Kush</em> hat auch <a href="http://bloggingjuba.blogspot.com/2007/06/south-sudan-rival-for-serengeti.html">wunderschöne Fotos</a> veröffentlicht, von der Natur, die nach 2 Jahrzehnten blutigen Bürgerkrieges in den Süd-Sudan zurückkehrt.</p>
<p>Geschrieben von <strong><a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/sudanese/">Drima</a></strong>.</p>
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