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	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Industrie</title>
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	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
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		<title>Überblick globale Rezession: Überlebenstipps und geschäftliche Chancen</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 20:28:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<description><![CDATA[Jeder versucht mit aller Kraft, die weltweite Wirtschaftskrise zu meistern. Blogger bieten ihren Lesern Überlebenstipps. Weltweit passen sich Unternehmen an. Einige profitieren sogar von der Krise. Ich berichte in diesem Artikel über zahlreiche Beispiele von Einzelpersonen und Unternehmen, die ihr Bestes tun, um die Rezession zu bewältigen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/mong/">Mong Palatino</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/03/27/global-recession-survey-survival-tips-and-business-opportunities/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Der <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/03/13/global-recession-and-its-discontents/">Abschwung der Weltwirtschaft</a> verbreitet täglich überall Trübsinn und Verzweiflung. Der menschliche Geist lässt sich jedoch nicht so einfach besiegen. Viele versuchen mit aller Kraft, die Krise zu meistern. Blogger bieten ihren Lesern Überlebenstipps. Weltweit passen sich Unternehmen an. Sie übernehmen neue Strategien; einige profitieren sogar von der Krise. Ich möchte in diesem Artikel zahlreiche Beispiele von Einzelpersonen und Unternehmen nennen, die ihr Bestes tun, um die Rezession zu bewältigen.</p>
<p><strong>Überleben in der Rezession</strong></p>
<p>Frank Coelho de Alcantara aus Brasilien glaubt, dass in Krisenzeiten <a href="http://www.depijama.com/trecos/com-criatividade-voce-consegue-inovar-ate-velas/">einige weinen, während andere Taschentücher verkaufen</a>. Er rät allen, mit Innovation durch die Krise zu kommen:</p>
<blockquote><p>Inove. Melhore o que já existe e venda. A crise só existe para os que choram e compram lenços.</p></blockquote>
<div class="translation">Seid innovativ. Verbessert, was es schon gibt und verkauft es den Leuten. Die Krise existiert nur für diejenigen, die weinen und Taschentücher kaufen.</div>
<p>Evandro Sudré, ein anderer brasilianischer Blogger, betont die Notwendigkeit, &#8220;<a href="http://ufnet.blogspot.com/2009/02/7-dicas-pra-encarar-crise.html">einen Speicher für innere Stärke und Ideen</a>&#8221; für harte Zeiten anzulegen:</p>
<blockquote><p>Problemas e adversidades fazem parte da vida diária, mas quando a crise nos atinge, é bom ter alguma reserva de força interior e resolução. De fato ter algum tipo de reserva na mente, da qual possamos formar um plano básico de ação e defesa com a qual possamos lidar com a situação. Você é a pessoa mais qualificada para ajudar nesta situação.</p></blockquote>
<div class="translation">Probleme und Missgeschicke sind Teil unseres täglichen Lebens, wenn uns aber eine Krise trifft, ist es gut, einen Speicher an innerer Stärke und Ideen zu besitzen. Es ist in der Tat von Vorteil, ein Reservoir jeglicher Art im Kopf zu haben, aus dem man einen grundlegenden Schlacht- und Schutzplan formen kann, um mit der Situation umgehen zu können. Du allen bist die beste Person, dir in einer solchen Situationen weiterzuhelfen.</div>
<p>Es gibt aber auch diejenigen, die von Geldproblemen überwältigt werden, so dass die für sie denkbare einzige Lösung der Suizid ist. In Gujarat, Indien, gab es beispielsweise mehr als <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/03/21/india-gujarat-diamond-workers-suicide-in-the-face-of-crisis/">70 Suizidfälle</a>, die im Zusammenhang mit Diamantenschleifern, die ihre Arbeit verloren hatten, standen.</p>
<p>Andere haben beschlossen zu kämpfen. Investoren (hauptsächlich in Antigua), die ihr Geld nach der Anklage des US-Milliardärs Allen Stanford wegen Investmentbetrugs verloren hatten, taten sich zusammen und bildeten eine Vereinigung, um ihr Vermögen wiederzuerlangen. Die &#8220;<a href="http://www.stanfordvictimscoalition.com/">Stanford Victims Coalition</a>&#8221; (Vereinigung der Stanford-Opfer) veröffentlichten Folgendes auf ihrer Website:</p>
<blockquote><p>Die Stanford Victims Coalition ist eine internationale Interessenvertretung für die Wiedererlangung von Milliarden von Dollars, die den tausenden unschuldigen Menschen gehören, die vom mutmaßlichen Betrugsfall der Stanford Financial Group und Stanford International Bank in Antigua betroffen sind. Die SVC steht keiner politischen Gruppierung nahe und es gibt keine Mitgliedsbeiträge für Opfer, die sich uns anschließen.</p></blockquote>
<p>In Brunei kritisieren Blogger bankrotte Einzelpersonen, die Überschussbeträge aus <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/02/09/brunei-who-deserves-the-undistributed-zakat-funds/">Zakat-Kollekten</a> beziehen wollten. Bei der Zahlung des Zakat, eine der Säulen des Islams, geht es darum, einen Teil seines Reichtums für Bedürftige abzutreten. Zur Überraschung vieler, versuchten Leute in Brunei mit hohen Kreditkartenrechnungen, Krediten für Autos und privaten Darlehen, an Beträge aus dem Zakat heranzukommen.</p>
<p>Die Rezession wirkt sich bei vielen auf die körperliche und geistige Gesundheit aus. In Singapur sind <a href="http://www.uptoyoulor.com/2009/03/economic-recession-leads-to.html">Fitness- und Yoga-Studios überfüllt</a>, da viele die durch die wirtschaftliche Lage verursachten Verspannungen loswerden wollen; und diejenigen, denen betriebsbedingt gekündigt wurde, verbringen nun mehr Zeit mit Sport. <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/10/30/recession-hits-singapore/">Singapur</a> war das erste asiatische Land, das letztes Jahr von der Rezession getroffen wurde.</p>
<p><em>Homesickhome</em>, ein Arbeiter in Katar, entdeckte, dass die Finanzkrise eine <a href="http://homesickhome.wordpress.com/2009/03/17/my-own-version-of-financial-crisis/">Lösung bei Shoppingsucht</a> sein kann.</p>
<p><a href="http://capital.bg/show.php?storyid=685129">Kapital</a>, eine in Bulgarien wöchentlich erscheinende Zeitung, fragte seine Leser, auf welche Weise sie von der Krise betroffen seien. Simeon Djankov <a href="http://crisistalk.worldbank.org/2009/03/has-the-crisis-affected-you-how-.html">fasst</a> die Ergebnisse des offenen Formums zusammen.</p>
<blockquote><p>Ich habe die Antworten bis zum heutigen Datum gelesen und einige zu erwartende und nicht zu erwartende Dinge gefunden.</p>
<p>Die Mieten gingen nach oben, da sich nur wenige Hypotheken leisten können; einige kleine Unternehmen sagten, ihre größeren Konkurrenten hätte solche Probleme, dass sie nun bessere Chancen hätten; es wird kein Fernsehen mehr geschaut (weil die Nachrichten so düster sind); kleinere gesellschaftliche Kluft - die Neureichen sind jetzt nur noch neu; mehr Zeit zum Lesen; mehr Interesse am Rest der Welt. Mein persönlicher Favorit: Wirtschaft wird als interessanter empfunden.</p></blockquote>
<p><strong>Anpassung der Unternehmen</strong></p>
<p>Welche Anpassungsmaßnahmen wurden als Antwort auf die Krise vom Unternehmenssektor ergriffen?</p>
<p>Anstatt die Anzahl der Arbeiter zu reduzieren, verkürzen einige Unternehmen auf den Philippinen die <a href="http://www.bworldonline.com/BW030509/content.php?id=002">Arbeitsstunden pro Woche</a>. Wegen niedrigerer Belegung ihrer Gebäude, verringern einige Vermieter in Manila die <a href="http://www.gmanews.tv/story/152275/Office-rentals-to-go-down-until-June-property-consultant-says">Preise für Büroräume</a>. Ein japanisches Unternehmen in Südkorea verwendete seine Ersparnisse und über die Jahre aufgelaufenen Gewinne für die Absicherung seiner Mitarbeiter.</p>
<p>Chefs von Unternehmen in Fiji haben die Regierung erfolgreich dazu gezwungen, die <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/02/19/fiji-minimum-wage-increase-postponed/">Anhebung des Mindestlohns zu verschieben</a>, die den Arbeitern des Landes versprochen worden war. Sie warnten vor mehr Entlassungen und Betriebsschließungen durch die Anhebung. Das sind schlechte Nachrichten für die Arbeiter.</p>
<p>Roshni Mahtani, Gründer und Redakteur von <a href="http://sg.theasianparent.com/home.php">www.theasianparent.com</a>, schlägt kleinen Unternehmen folgende <a href="http://sgentrepreneurs.com/commentary/2009/03/09/10-cost-cutting-measures-%E2%80%93-theasianparentcom-way/">Sparmaßnahmen</a> vor:</p>
<blockquote><p>1. Büroräume verkleinern. Monatliche Ersparnis: 1.500 $</p>
<p>2. Umsteigen auf Open Source. Einmalige Einsparung:<br />
4.000 $. Monatliche Einsparung: 100 $<br />
3. Skype! Monatliche Einsparung: zwischen 100 $ und<br />
150 $<br />
4. Praktikanten. Monatliche Einsparung: 500 $<br />
5. Virtuelle Meetings. Monatliche Einsparung: 100 $<br />
6. Größenvorteile. Monatliche Einsparung: 300 $<br />
7. Incentives. Monatliche Einsparung: zwischen 750 $ und 1.000 $ pro Verkaufsmitarbeiter.<br />
8. Partnerschaften. Monatliche Einsparung: 100 $-150 $<br />
9. Rette die Bäume (und Geld). Monatliche Einsparung:<br />
200 $<br />
10. Social-Media-Marketing. Einmalige Einsparung: 2.600 $</p>
<p>Monatliche Einsparungen insgesamt: zwischen 4.500 $ und 5.000 $ pro Monat<br />
Einmalige Einsparungen insgesamt: 6.600 $</p></blockquote>
<p>Michel Monteiro aus Brasilien schreibt über die von der Einzelhandelskette Ponto Frio gestarteten <a href="http://vitrinepop.blogspot.com/2009/02/criatividade-em-tempos-de-crise.html">Aktion</a>: Kunden, die in dem Laden einkaufen, sind nun bis zur Höhe ihrer getätigten Einkäufe kostenlos versichert, sollten sie arbeitslos werden.</p>
<blockquote><p>O interessante é que essa ação tem como enfoque a atual crise economica, e em seu anuncio busca tirar o temor que existe nas pessoas de comprar e não poder pegar, o que gera queda nas vendas. Assim, o consumidor poderá voltar a comprar, e fazer o dinheiro movimentar a economia.</p>
<p>Mais do que uma inteligente proposta de marketing, a ação é um serviço ao país, pois - de forma inteligente -, faz a economia nacional girar capital, e consequentemente manter níveis de venda, empregos, etc.</p></blockquote>
<div class="translation">Das Interessante ist, dass diese Vorgehensweise sich auf die Wirtschaftskrise konzentriert, und diese Werbeanzeige zielt darauf ab, den Leuten die Angst zu nehmen, wenn es darum geht, Dinge zu kaufen und nicht bezahlen zu können, was zu einem Rückgang der Verkaufszahlen führt. So könnten die Konsumenten wieder kaufen, was zu einem Geldumlauf in der Wirtschaft führt.</p>
<p>Die Vorgehensweise ist mehr als eine klevere Marketingidee, sie dient auch dem Land, weil - sehr intelligent - es den Geldumlauf in der nationalen Wirtschaft steigert, und folglich Verkäufe, Jobs etc. auf hohem Niveau hält.</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 255px"><img title="Russland" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/03/russia.jpg" alt="Russlands " width="245" height="309" /><p class="wp-caption-text">Russlands “Toilettenpapier für die Finanzkrise”. Auf dem Etikett heißt es: Was muss getan werden? Vom Blog Notes on Moscow</p></div>
<p><strong>Chancen für Unternehmen</strong></p>
<p>Es gibt Unternehmen, die auch trotz der Krise Gewinne machen. Einige profitieren sogar von der Krise.</p>
<p>In <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/03/10/japan-making-money-thanks-to-the-economic-crisis/">Japan</a> zählen folgende zu den heute profitablen Unternehmen: <a href="http://ueki.biz/414.html">kleine und mittelständische Betriebe</a>, die Teile von Rohstoffen verarbeiten und verkaufen, Fastfood-Ketten, <a href="http://business.nikkeibp.co.jp/article/manage/20090129/184281/?P=1">e-Commerce</a>-Dienstleister, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pachinko">Pachinko</a>-Branche (Spielekonsolen).</p>
<p>Chikara Ueki aus Japan lässt uns an einem Gespräch mit einem Unternehmer teilhaben, indem es darum ging, die <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/03/10/japan-making-money-thanks-to-the-economic-crisis/">Krise in eine Chance umzuwandeln</a>:</p>
<blockquote><p>１００年に一度と言われている経済危機、考え方を変えると１００年に一度のチャンスかもしれない。不況業種も含め、全ての産業に言えることかもしれません。</p>
<p>ただ、事例の通り何もしなくてもチャンスは生まれるのではなく、コツコツとやってきたご褒美だと思います。</p></blockquote>
<div class="translation">Durch eine Änderung der Perspektive kann diese Krise, die es angeblich nur einmal in hundert Jahren gibt, als Chance gesehen werden, die man nur einmal in hundert Jahren bekommt. Dies gilt für alle Branchen, auch für die, die jetzt in großen Schwierigkeiten stecken.</p>
<p>Wie dieser Fall zeigt, kommt sie jedoch nicht von ungefähr. Sie ist die Belohnung für ständige Anstrengungen über einen langen Zeitraum hinweg.</p></div>
<p>Philippine Airlines fliegt in vielen Ländern häufiger Ziele an, was der Blogger Caswell Whiteside damit <a href="http://caswellwhiteside.wordpress.com/2009/03/19/forgotten-in-the-shuffle/">interpretiert</a>, dass mehr und mehr entlassene philippinische Wanderarbeiter jetzt heimkehren.</p>
<blockquote><p>Seit Kurzem fliegt Philippine Airlines täglich nach Kanada und in die USA, wogegen dies vorher in einigen Fällen nur viermal pro Woche der Fall war und vom Flugziel abhing. PAL hat das öffentlich natürlich mit &#8220;neuem und besserem Service&#8221; hochgespielt, während es in Wirklichkeit darum geht, sich der Anzahl philippinischer Arbeiter anzupassen, die von ihren Arbeitgebern in vielen Ländern der Welt, hauptsächlich in Japan und den USA, entlassen worden waren und nun heimkehren.</p></blockquote>
<p>Teil des <a href="http://nationmultimedia.com/2009/03/19/business/business_30098297.php">thailändischen Anstoßplans</a> ist die Verteilung von Schecks in Höhe von 55 US-Dollar an jeden Geringverdiener. Die Leistungsempfänger können mit den Schecks bei McDonald&#39;s, KFC, Pizza Hut und 18 anderen großen Unternehmen im Land einkaufen. Bei KFC erhalten Leistungsempfänger sogar <a href="http://www.irrawaddy.org/article.php?art_id=15369">20 Hühnchenstücke gratis</a>, wenn sie Ihren Scheck gegen Coupons der Verkaufsstelle eintauschen.</p>
<p><em>Every Woman’s Blog</em> stimmt einem Kondomhersteller zu, der einen <a href="http://www.everywomansblog.com/people-buy-condoms-recessions">Anstieg der Kondomverkaufszahlen</a> in der Rezession beobachtet, da Schwangerschaften vermieden werden sollen.</p>
<blockquote><p>Ich glaube hierin liegt sehr viel Wahrheit und Logik. In schwierigen und ungewissen Zeiten wollen die Menschen unvorbereitet keine weiteren Familienmitglieder, was zu zusätzlichen finanziellen Lasten führt.</p></blockquote>
<p>Douglas Muir erwartet einen <a href="http://fistfulofeuros.net/afoe/economics-and-demography/a-goodbad-time-to-stop-having-babies/">steilen Abfall der Geburtenraten</a> weltweit, vor allem in osteuropäischen Ländern.</p>
<p><strong>Back to Basics</strong></p>
<p>Aufgrund der Rezession lernen einige die grundlegenden Gesetze des Geschäftslebens, wie die Bereitstellung von erstklassigem Service gegenüber den Kunden, zu schätzen. Ein <a href="http://livroseafins.com/2008/05/12/prefeitura-pipoqueiro-pipoca/">brasilianischer Popcorn-Vekäufer</a> hat Beachtung für seine kreative Geschäftsideen gefunden. Er hat bereits viele <a href="http://www.ricardocoelhoconsult.com.br/responsabilidade.php">Vorlesungen zum Thema Unternehmertum</a> gehalten.</p>
<p>Die <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/02/22/japan-agriculture-the-latest-trend-among-celebrities/">Landwirtschaft</a> wird unter japanischen Jugendlichen und Prominenten wieder populär und viele Menschen suchen nach einer wirtschaftliche Tätigkeit, die auf stabileren Fundamenten aufbaut als der Finanzsektor. Kamiyama Yasuharu bemerkt, dass der <a href="http://8ada.com/kamiyama/archive/2009/02/post-1.html">Boom der Landwirtschaft</a> heute zu einem interessanten Schlüsselwort in der japanischen Gesellschaft geworden ist.</p>
<p><a href="http://ki-media.blogspot.com/2009/03/cambodia-tries-alternative-products-to.html">Kambodscha</a> unterstreicht sein Vertrauen in die Landwirtschaft, um ein Wachsen der Wirtschaft herbeizuführen. Ein <a href="http://rspas.anu.edu.au/rmap/newmandala/2009/01/28/laos-too-poor-to-get-any-poorer/">laotischer Ökonom</a> glaubt, dass Laos durch den &#8220;landwirtschaftsbasierten, unabhängigen Charakter&#8221; der Wirtschaft des Landes von der globalen Finanzkrise verschont bleiben wird. Der Ökonom fügt hinzu:</p>
<blockquote><p>Menschen in Industriestaaten leben in der Angst vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes, weil sie kein Gemüse anbauen und keine Tiere züchten können wie die Menschen in Laos.</p></blockquote>
<p>In Jamaika haben die Chefs von 21 privatwirtschaftlichen Unternehmen einen Kooperationsvertrag geschlossen, um die Auswirkungen der sich verschlechternden globalen Wirtschaftsbedingungen auszugleichen. Sie haben erneut gelernt, wie viel die Bildung eines <a href="http://www.jamaicaobserver.com/news/html/20090308T200000-0500_147282_OBS_LEADERSHIP_BY_EXAMPLE.asp">&#8220;gesellschaftlichen Partnerschaftsdialogs&#8221;</a> zwischen Regierung, Opposition, Arbeitnehmerschaft, Unternehmen und Zivilbevölkerung wert ist.</p>
<p><em>Das Vorschaubild stammt von der Flickr-Seite von <a href="http://www.flickr.com/photos/suburbanslice/3103078097/in/set-72157611066659335">suburbanslice</a>. Der portugiesische Text wurde von GV-Redakteurin <a href="http://globalvoicesonline.org/author/paulagoes/">Paula</a> übersetzt. Den japanischen Text übersetzte GV-Redakteurin <a href="http://globalvoicesonline.org/author/scilla-alecci/">Scilla</a>.</em></p>
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		<title>Russland: Die Krise und das Aufruhr-Potenzial</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/23/russland-die-krise-und-das-aufruhr-potenzial/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Dec 2008 08:30:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mitte Oktober veröffentlichte Global Voices einen Überblick über die Ansichten englischsprachiger Blogger zur Finanzkrise in Ungarn, Estland, Lettland, Litauen und der Ukraine. Hier kommt eine weitere Folge über die Auswirkungen und zu erwartendenden Folgen der Krise in Russland.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/neeka/">Veronica Khokhlova</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/12/21/russia-the-crisis-and-the-potential-for-unrest/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Mitte Oktober <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/10/16/central-eastern-europe-financial-crisis/">veröffentlichte Global Voices</a> [en] einen Überblick über die Ansichten englischsprachiger Blogger zur Finanzkrise in Ungarn, Estland, Lettland, Litauen und der Ukraine. Hier kommt eine weitere Folge über die Auswirkungen und zu erwartendenden Folgen der Krise in Russland.</p>
<p>Edward Hugh von <em>Eastern Europe Economy Watch</em> <a href="http://easterneuropeeconomy.blogspot.com/2008/12/russias-macro-data-starts-to-confirm.html">untersucht die Zahlen und schließt daraus</a>:</p>
<blockquote>
<p><b>Russia&#39;s macro data starts to confirm the severity of the downturn</b></p>
<p>[&#8230;] So the ruble is falling and the reserves are flowing out at a rather fast rate, but this is not producing inflation in Russia - in fact quite the contrary, disinflation is very strong in Russia right now, and indeed if things continue at this rate (especially given the sharp contraction in internal demand) <strong>deflation</strong> and not inflation is going to be the big headache. </p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Unemployment is also rising, as are overdue wages, which were up 93% over the previous month. The unemployment rate rate rose to 6.6 percent in November, which is the highest since April, but still comparatively low by historic standards, although experts suggest we could easily see this number rise towards 10% to 11% in 2009. </p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>So an incredible trifecta - a unilateral decision to recognise Georgia&#39;s two separatist regions, a 66 percent fall in oil prices and the worst global financial crisis since the Great Depression - has been whisked up, and has lead to a sharp spike in investor unease such that around $211 billion has been withdrawn from Russia (estimate by analysts at PNB Paribas) since that fateful day in August when the tanks went though roaring through the Roki tunnel. We now await to see just how sharp &#8220;sharp&#8221; means when we are talking about the slowdown in Russian GDP in 2009, although the real questions which must be in everyone&#39;s minds concern the future beyond 2009. If the ruble devaluation produces - as seems likely - a rise in corporate and household defaults on forex loans, just how long will it take Russian consumption and Russia&#39;s banking system to recover from the blow that this will represent? And when oil prices do eventually recover (in 2010?) just what will the Russian central bank and those responsible for economic management have learnt from this most unfortunate &#8220;boom-bust&#8221; episode.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p><b>Die russischen makroökonomischen Daten fangen an, die Stärke des Abschwung zu bestätigen</b></p>
<p>[&#8230;] Der Rubel fällt also und die Reservern fließen recht schnell [aus dem Land] heraus, aber das erzeugt keine Inflation in Russland - eher im Gegenteil, die Disinflation ist gerade jetzt in Russland sehr stark, und wenn es tatsächlich so schnell weitergeht (insbesondere der starke Rückgang der Binnennachfrage) wird <strong>Deflation</strong> und nicht Inflation das große Kopfweh sein.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Die Arbeitslosigkeit nimmt auch zu, ebenso überfällige Lohnzahlungen, die im letzten Monat um 93% zugenommen haben. Die Arbeitslosenrate nahm auf 6,6% im November zu, dies ist der höchste Wert seit April, aber immer noch vergleichbar wenig im Verhältnis zu den historischen Werten, obwohl Experten andeuten, das diese Zahl 2009 leicht auf 10% bis 11% steigen könnte.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Ein unglaubliche Dreierwette - eine unilaterale Entscheidung, die zwei von Georgien sich abspaltenden Regionen anzuerkennen, ein Sturz des Ölpreises um 66% und die schlimmste Weltfinanzkrise seit der Weltwirtschaftskrise [der 1920er Jahre] - trifft also zu und führt zu einer scharfen Spitze des Investoren-Unbehagens, so dass ungefähr 211 Milliarden Dollar aus Russland abgezogen wurden (Schätzung von Analysten der PNB Paribas) seit dem schicksalsträchtigen Tag im August, als die Panzer dröhnend durch den Roki-Tunnel fuhren. Wir warten jetzt darauf zu sehen, wie scharf „scharf“ wirklich ist, wenn wir über die Verlangsamung des russischen Bruttoinlandsprodukt 2009 reden, obwohl die wirklichen Fragen, die uns alle interessieren sollten, die Zukunft nach 2009 betreffen. Wenn die Rubelabwertung - wie anzunehmen ist - eine Zunahme der ausbleibenden Rückzahlungen von Devisenkrediten von Firmen und Privathaushalten bedeutet, wie lange braucht es, bis der russische Konsum und das russische Bankensystem sich von diesem Schlag erholen? Und wenn die Ölpreise sich irgendwann einmal erholen (2010?), was wird die russische Zentralbank und die für die Wirtschaft Verantwortlichen von dieser höchst unglücklichen Episode eines „geplatzten Booms“ gelernt haben.</p>
</div>
<p>Edward Lucas von <em>The Economist</em>  <a href="http://edwardlucas.blogspot.com/2008/12/russia-economy.html">schreibt</a>, die russische Wirtschaft sehe „wackelig“ aus:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] Russia has been hit by a double blow. One is a collapse in the oil price. Urals crude is trading around $44 a barrel, whereas Russia’s budget had pencilled in an oil price of $70. The other is the credit crunch which means an end to cheap loans for an economy that had become used to a flood of petroroubles.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Public discontent is beginning to simmer. The problem is less the tiny self-proclaimed opposition, but spontaneous protests by citizens fed up with incompetent and arbitrary behaviour. A protest by drivers in the Russian far east brought a nervy response from official Kremlin media. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Russland wurde von einem doppelten Schlag getroffen. Das eine ist ein Zusammenbruch des Ölpreises. Rohöl aus dem Ural wird jetzt für ungefähr 44$ pro Barrel gehandelt, Russlands Staatshaushalt dagegen wurde für einen Ölpreis von 70$ entworfen. Das andere ist ein Wegbrechen der Kredite, was ein Ende der billigen Darlehen bedeutet für eine Wirtschaft, die sich an eine Flut von Petrodollars gewöhnt hatte.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Der Unmut der Öffentlichkeit beginnt zu gären. Das Problem ist weniger die winzige selbsternannte Opposition, sondern spontane Proteste von Bürgern, die genug haben von einem inkompetenten und willkürlichen Verhalten. Autofahrer-Protest im fernen Osten Russlands rief eine genervte Antwort der offiziellen Kreml-Medien auf den Plan. [&#8230;]</p>
</div>
<p>Oleg Kozlovsky, einer der Aktivisten der „winzigen selbsternannte Opposition“, wie sie Edward Lucas nennt, <a href="http://olegkozlovsky.wordpress.com/2008/12/19/public-unrest-rises-in-russia/">schreibt</a> über die Krise:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] By the way, the <strong>crisis</strong> is already beginning to affect the people. Andrei Illarionov (a prominent Russian economist, former Putin’s advisor on economics) publishes the official figures of industrial recession that he calls “disastrous”. Industrial output fell by 6.7% in November alone, which makes 13% in last five months. This is the worst monthly decrease since the beginning of the devastating World War II. It is even worse than in early 1990s (that are considered to be a synonym for nightmare in modern Russia) or during the 1998 crisis.</p>
<p>The gold rivers are dry for the first time since Vladimir Putin came to power and his government doesn’t seem to be prepared. Salaries and pensions are not paid in time anymore. In some regions elderly people only got half of their pension two weeks later and they don’t know when they receive the rest. The government tries to get more money from the people and raises tariffs, taxes and duties. This begins to cause discontent among the citizens. In Vladivostok, several thousands car drivers blocked all the main roads protesting a significant increase of customs duty for foreign cars. They demanded cancellation of the proposed reform and resignation of Vladimir Putin. Their next protest is scheduled for this Sunday.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Die <strong>Krise</strong> fängt übrigens schon an, auf die Menschen zu wirken. Andrej Illarionow (ein prominenter russischer Wirtschaftswissenschaftler und früherer Wirtschaftsberater Putins) veröffentlicht die offiziellen Zahlen der Rezession in der Industrie, die er „desaströs“ nennt. Der Umsatz der Industrie ging um 6,7% allein im November zurück, das sind in den letzten fünf Monaten 13%. Das ist der schlimmste monatliche Rückgang seit dem verheerenden zweiten Weltkrieg. Er ist sogar schlimmer als der in den frühen 1990er Jahren (im modernen Russland ein Synonym für Alptraum) oder der in der Krise von 1998.</p>
<p>Die Ströme von Gold sind zum ersten Mal versiegt, seit Wladimir Putin an die Macht kam, und seine Regierung scheint nicht vorbereitet zu sein. Löhne und Renten werden nicht mehr pünktlich gezahlt. In manchen Regionen haben alte Menschen zwei Wochen später nur die halbe Rente und sie wissen nicht, wann sie den Rest bekommen. Die Regierung versucht mehr Geld vom Volk zu bekommen und erhöht Gebühren, Steuern und Zölle. Das fängt an, Unruhe unter den Bürgern verbreiten. In Wladiwostok blockierten einige tausend Autofahrer alle Hauptstraßen um gegen einen deutlichen Anstieg der Zölle für ausländische Autos zu protestieren. Sie verlangten die Aufhebung der Reform und den Rücktritt von Wladimir Putin. Ihr nächster Protest wird diesen Sonntag stattfinden.</p>
</div>
<p><em>Streetwise Professor</em> <a href="http://streetwiseprofessor.com/?p=1143">argumentiert</a>, dass die Abwertung des russischen Rubels zu lange brauche, was schlecht für die Wirtschaft sei und der Grund dafür, dass Russland den „Frosch kocht, indem es die Temperatur langsam höher dreht, anstatt sich die Währung auf einen Kurs hin bewegen zu lassen, der die trüben Fundamentaldaten des Landes widerspiegelt“ sei „aller Wahrscheinlichkeit nach die Innenpolitik“:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] <a href="http://uk.reuters.com/article/marketsNewsUS/idUKLG67630320081216?pageNumber=3">The most recent–and most serious–protests occurred in Vladivostok in response to the government’s attempt to protect the imploding domestic car industry (misery loves company) by restricting imports of used cars.</a></p>
<p>As Russia has experienced numerous times in its history–think 1905, 1917, 1991–protests of this sort can snowball. </p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>The car tariff decision reeks of desperation in the Kremlin–and the White House (on the Moskva).  An ad hoc response taken in haste to defuse one problem creates another.  Putin has few good options.  With the entire economy imploding, everybody is hurting, and moves to help one sector will only aggravate the suffering in others.  Such clumsy moves will quickly undermine the aura of competence surrounding Putin–an aura created by luck (skyrocketing prices for raw materials and a predictable recovery from an inherited economic disaster) rather than by any real economic policy acumen.  Once this aura disappears, the potential for protests and disenchantment grows.  He has only made the ultimate reckoning worse by his failure to level with the Russian people about the seriousness of the situation.  How will Putin likely respond?  I think we all know (and dread) the answer–the answer implicit in the strengthening of the MVD. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] <a href="http://uk.reuters.com/article/marketsNewsUS/idUKLG67630320081216?pageNumber=3">Die letzten - und schwerwiegendsten - Proteste fanden in Wladiwostok statt, als Reaktion auf den Versuch der Regierung, die implodierende heimische Autoindustrie (geteiltes Leid) durch Importbeschränkungen bei Gebrauchtwagen zu schützen.</a></p>
<p>Wie Russland es unzählige Male in seiner Geschichte erlebt hat - denken Sie an 1905, 1917, 1991 - können solche Proteste Lawinen auslösen.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Der Entscheidung über die Zölle haftet ein Geruch von Verzweiflung im Kreml und im Weißen Haus (an der Moskwa) an. Eine ad-hoc-Antwort zum Entschärfen eines Problem schafft noch eines. Putin hat nur wenige gute Möglichkeiten.Da die ganze Wirtschaft implodiert, tut jedem etwas weh und [Schach-]Züge, die einer Branche helfen, verschlimmern nur die Leiden anderer. Solche unbeholfenen Züge werden schnell die Aura der Kompetenz unterminieren, die Putin umgibt - eine Aura, die mehr vom Glück geschaffen wurde (in den Himmel schnellende Preise für Rohstoffe und eine vorhersagbare Erholung von einer ererbten Wirtschaftskatastrophe), denn von wirklichem wirtschaftspolitischem Scharfsinn. Wenn diese Aura verschwindet, wächst das Potenzial für Proteste und Entzauberung. Unter dem Strich hat er alles noch schlimmer gemacht durch sein Versagen, dem russischen Volk den Ernst der Lage ehrlich darzustellen. Wie wird Putin wohl reagieren? Ich schätze, wir alle wissen (und fürchten) die Antwort - die Anwort, die in der Stärkung des MWD [Innenministeriums] liegt.<br />
[&#8230;]</p>
</div>
<p>In einem weiteren Posten<br />
<a href="http://streetwiseprofessor.com/?p=1154">zitiert <em>Streetwise Professor</em>  einige Medienberichte</a> „die offen das Unruhepotenzial in Russland diskutieren und die wahrscheinliche Antwort der Regierung darauf diskutieren“ - und folgert:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] Discontent is rising, albeit slowly, and the authorities are very, very nervous.  What is remarkable is that the full economic impact of the crisis has not been felt.  The layoffs are just beginning. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Die Unzufriedenheit wächst, wenn auch langsam, und die Behörden sind sehr, sehr nervös. Bemerkenswert ist, dass die ganzen wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise noch nicht zu spüren sind. Die Entlassungen beginnen gerade erst. [&#8230;]</p>
</div>
<p><em>Sean&#39;s Russia Blog</em> hat mehr Informationen <a href="http://seansrussiablog.org/2008/12/15/russias-far-east-says-no-new-taxes/">zu den Autofahrer-Protesten</a> in Wladiwostok:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] While most international reporting has focused on the arrests of some 90 demonstrators at the sparsely attended the Dissenters’ March in Moscow, on the other side of the country thousands of people paralyzed the city of Vladivostok for five hours in a protest against taxes on the purchase of foreign cars.  The <a href="http://www.moscowtimes.ru/articles/detail.php?ID=373168">increase set to take effect</a> on January 11, 2009 will increase the price of an imported car by 10 to 20 percent.</p>
<p>The action pits the Russian government and citizen against each other in the form of a classic tax revolt.  Ironically, the government’s attempt to protect the fledgling Russian auto industry from foreign competition has found its greatest foe among the very people Russia’s economic boom has benefited: those Russians who now have enough disposable income to buy a new car. </p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>The protesters can say that their action was a success.  They may have been dismissed by the national television media, but they got the attention of their intended target: local and national leaders. Today, deputies from Primorya voted unanimously to appeal to Medvedev, Putin and the State Duma to reverse the planned tariffs on foreign cars.  The Federal Council has already promised to help the protesters. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Während die meiste internationale Berichterstattung sich auf die Verhaftung von gerade mal 90 Demonstranten des dünn besuchten Marschs von Andersdenkenden im Moskau fokussierte, legten am anderen Ende des Landes tausende Menschen die Stadt Wladiwostok für fünf Stunden lahm durch einen Protest gegen Steuern auf den Kauf ausländischer Autos. Die am 11.01.2009 <a href="http://www.moscowtimes.ru/articles/detail.php?ID=373168">in Kraft tretende Erhöhung</a> [en] wird den Preis importierter Autos um 10 bis 20 Prozent erhöhen.</p>
<p>Durch die Aktion stehen die russische Regierung und die Bürger einander gegenüber in Form einer klassischen Steuerrevolte. Ironischerweise hat der Versuch der Regierung die flügge werdende russische Autoindustrie zu schützen seine größten Feinde gerade unter denjenigen, die von Russlands Wirtschaftsboom profitiert haben: den Russen, die jetzt genügend verfügbares Einkommen haben, um ein neues Auto zu kaufen.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Die Protestierer können ihre Aktion einen Erfolg nennen. Sie mögen von den landesweiten Medien ignoriert worden sein, aber sie erreichten die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppe: die Politiker auf lokaler und nationalen Ebene. Heute stimmten die Abgeordneten der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Region_Primorje">Region Primorje</a> einstimmig dafür, Medwedjew, Putin und die Staatsduma aufzufordern, die geplanten Zölle auf ausländische Autos zurück zu nehmen. Der Föderationsrat hat schon versprochen, den Protestierern zu helfen. [&#8230;]</p>
</div>
<p><em>IZO</em> <a href="http://www.izo.com/2008/12/many-photos-of-the-14-december-rally-in-vladivostok-to-protest-against-the-raising-of-import-tariffs-on-used-cars-izo-earli.html">verweist</a> auf  <a href="http://matroskin-cat.livejournal.com/80893.html"><br />
Fotos der Demonstration von Wladiwostok</a> [ru] des Livejournal-Benutzers <em>matroskin-cat</em>.</p>
<p><em>Window on Eurasia</em> <a href="http://windowoneurasia.blogspot.com/2008/12/window-on-eurasia-gontmakhers-warning.html">liefert die Übersetzung</a> von einigen der Slogans, die in Wladiwostoks zu sehen waren:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] But perhaps more worrisome to the authorities both locally and in Moscow were some of the slogans that the protesters carried. Many cars featured printed signs saying “Separate Moscow from Russia,” and at least a few had posters saying “Give Vladivostok and the Kuriles to Japan” [&#8230;].</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Am meisten Sorgen machten sich die Behörden sowohl vor Ort als auch in Moskau über die Slogans, die die Demonstranten trugen. Viele Autos waren mit gedruckten Schildern wie „trennt Moskau von Russland“ bestückt und immerhin ein paar hatten Posters mit dem Text „Gebt Wladiwostok und die Kurilen den Japanern“.</p>
</div>
<p>Der Blog von RFE/RL&#39;s - <em>The Power Vertical</em> - <a href="http://www.rferl.org/Content/Voices_In_The_Wilderness/1360829.html">schreibt</a> über die Proteste zur Krise in Russland:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] But bread-and-butter issues have greater resonance (and not just in Russia, of course). And there are indications that the number of bread-and-butter issues &#8212; inflation, unemployment, utility-rates hikes, officers released from service because of military reform, etc. &#8212; that Russians might become peeved about is on the rise as the economic crisis unfolds.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>But the Kremlin is sure to recognize the danger of giving in to the demands of this small protest (about 5,000 people in Vladivostok). In a country with mounting social tensions and economic problems, with a stage-managed political system and a tongue-tied media, the last thing the authorities will want to do is send the signal that the &#8220;feedback mechanism&#8221; of mass unrest is a good way of getting a message to Moscow. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Aber Brot-und-Butter-Themen haben eine größere Ressonanz (und natürlich nicht nur in Russland). Und es gibt Hinweise darauf, das die Zahl der Brot-und-Butter-Themen — Inflation, Arbeitslosigkeit, Gebührenerhöhungen, entlassene Offiziere wegen der Reform des Militärs, usw. — über die sich die Russen ärgern könnten, zunehmen, wenn die Krise um sich greift.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Aber der Kreml wird sicher die Gefahr erkennen, die darin liegt, den Forderungen dieses kleinen Protests nachzugeben (ungefähr 5000 Leute in Wladiwostok). In einem Land mit wachsenden sozialen Spannungen und wirtschaftlichen Problemen, mit einem inszenierten politischen System und sprachlosen Medien, werden die Behörden wohl nicht das Signal senden wollen, dass der „Rückkopplungsmechanismus“ des Massenaufruhrs die richtige Art und Weise sei eine Nachricht nach Moskau zu bekommen. [&#8230;]</p>
</div>
<p><a href="http://www.robertamsterdam.com/2008/12/preemptive_repression.htm">Auf dem Blog von Robert Amsterdam</a> [en] findet sich „eine exklusive Übersetzung von <a href="http://www.rbcdaily.ru/2008/12/17/focus/395138">RBK Daily</a> über die Vorkehrungen der russischen Sicherheitskräfte um Aufständen oder Unruhen wegen der Wirtschaftskrise zu begegnen“</p>
<p>Auf dem Blog von Robert Amsterdam gibt es auch eine Übersetzung eines „kleinen Glossars politisch korrekten journalistischen Vokabulars in Zeiten der Krise“ - <a href="http://www.robertamsterdam.com/2008/12/a_glossary_of_russias_economic_euphemisms.htm">im folgenden ein Ausschnitt</a>:</p>
<blockquote>
<p>&#8220;Crisis&#8221; - ought to write - &#8220;world crisis&#8221;<br />
&#8220;Threat of devaluation&#8221; - financial crisis in the USA<br />
[&#8230;]<br />
&#8220;No job openings&#8221; - the personnel shortage in Russia has been overcome<br />
&#8220;Oil has gotten cheaper by two&#8221; - prices for gasoline have fallen by 0.37%!<br />
[&#8230;]<br />
&#8220;I&#39;ve been laid off&#8221; - I&#39;ve gone freelance<br />
&#8220;Dollar&#8221; - the falling-in-the-long-term American currency
</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>„Krise“ - bitte schreiben Sie - &#8220;weltweite Krise&#8221;<br />
„drohende Abwertung“ - Finanzkrise in den USA<br />
[&#8230;]<br />
„Keine offenen Stellen“ - die Personalknappheit in Russland ist überwunden worden<br />
„Öl ist halb so teuer“ - die Benzinpreise sind um 0,37% gefallen!<br />
[&#8230;]<br />
„Ich bin entlassen worden“ - Ich bin Freelancer geworden<br />
„Dollar“ - die langfristig fallende amerikanische Währung
</p>
</div>
<p><a href="http://moscownotes.wordpress.com/2008/12/08/russian-apathy/">Dieser Post</a> auf <em>Notes on Moscow</em> zeigt, dass die russischen Medien die oben zitierten Euphemismen wohl tatsächlich auf die eine oder andere Art gebrauchen werden:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] The financial crisis here is entirely blamed on America and excesses of the West by the media, where the press is allowed to speak only of a global financial crisis to which Russia has fallen victim, not that Russia has in any way contributed to its economic issues. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Die Finanzkrise wird hier vollständig Amerika und den Exzessen des Westens angelastet, und die Presse darf nur von einer globalen Finanzkrise sprechen, der Russland zum Opfer gefallen ist, nicht davon dass Russland auf irgendwelche Art und Weise zu seinen Wirtschaftsproblemen beigetragen habe. [&#8230;]</p>
</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Angola: Ein sehenswertes Land bereitet sich auf den Tourismus vor</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/18/angola-ein-sehenswertes-land-bereitet-sich-auf-den-tourismus-vor/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Dec 2008 10:51:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angola]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[Industrie]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonClara Onofre  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 
Wie jedermann weiß, ist Angola ein schönes Land. Mit einer Gesamtfläche von ungefähr 1.246.700 km² umfasst dieses Land ganz unterschiedliche Landschaften von der natürlichen Schönheit der Strände von Benguela mit warmem Wasser über den dichten und fruchtbaren Wald von Maiombe in Cabinda [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/clara-onofre/">Clara Onofre</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/12/14/angola-a-country-with-huge-untapped-tourism-potential/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Wie jedermann weiß, ist Angola ein schönes Land. Mit einer Gesamtfläche von ungefähr 1.246.700 km² umfasst dieses Land ganz unterschiedliche Landschaften von der natürlichen Schönheit der Strände von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benguela">Benguela</a> mit warmem Wasser über den dichten und fruchtbaren Wald von Maiombe in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cabinda">Cabinda</a> oder die legendäre <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Namib">Namib-Wüste</a>, dem einzigen Ort der Erde, wo die schöne und besondere <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Welwitschie"><em>Welwitschia Mirabilis</em></a> wächst.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/calips96/257076490/" ><img class="aligncenter size-medium wp-image-1472" title="257076490_8a18c47599" src="http://pt.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/12/257076490_8a18c47599.jpg" alt="" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Welwitschia Mirabilis, ein Foto des Flickr-Benutzers <a href="http://www.flickr.com/photos/calips96/">calips96</a>, das wir unter der Creative Commons License benutzen.</strong></p>
<p>Diesen postkartenreifen Landschaften zum Trotz ist Angola noch kein Ziel des Tourismus. Es gibt kaum Infrastruktur, um jemanden beherbergen, der nur zum umherschweifen kommen möchte. Trotzdem: der schnelle Aufbau, der überall zu spüren ist, zeigt uns, dass man auf dem Weg dorthin ist. Wie der Minister für Hotel und Tourismus Jorge Alicerces Valentim sagt, „mit dem Frieden wird sich Angola in ein Tourismus-Ziel par excellence verwandeln dank seiner traditionellen Kultur, seinen schönen Stränden mit warmem Wasser, seinen Ebenen, seinen Gebirgen die den afrikanischen Himmel streifen. Das gegenwärtige Klima der Sicherheit, wie es sich in Angola darstellt, macht aus ihm eine Region, die ausländische Investoren sehr enthusiastisch besuchen, weil sie auf Gelegenheiten hoffen für Investitionen im Bau, im Verkehr, in den öffentlichen Bauvorhaben, in der Gesundheit, in der Kommunikation, in der Hotel- und Tourismus-Infrastruktur  und in Dienstleistungen unterschiedlichster Art.“</p>
<p>
Unterdessen genießen Ausländer und Angolaner die strahlenden Schöhnheiten, die Angola zu bieten hat. <a href="http://spindola.blogspot.com/2008/03/lubango-huila.html">Spindola</a>, ein brasilianischer Blogger, beschreibt in seinem Blog die Verzauberung, die er empfand, als er die schöne Provinz <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hu%C3%ADla">Huíla</a> kennen lernte:</p>
<blockquote><p>“A Huíla é com certeza, entre as províncias que visitei, a que tem melhor estrutura. Além disso o Lubango é uma cidade linda, conhecida pelos seus moradores como a Europa de África. O frio durante o dia e principalmente à noite, dá o ar aconchegante a esse lugar. O Lubango é famoso não só pelo seu clima como também pela serra da Leba. Faltam-me palavras para descrever tamanha beleza. É com certeza dos lugares mais lindos que tive a oportunidade de conhecer. A estrada da serra visa ligar o Namibe à Huíla. Dizem que antes da estrada era necessário dar um contorno muito grande. A obra foi realizada por uma mulher, uma inglesa. Fico imaginando como deve ter sido essa aventura. Como se não bastasse a estrada que é uma beleza estonteante, no mesmo local uma cachoeira maravilhosa. O barulho das águas preenche aquele lugar como se fosse uma música. Um frio gostoso da serra dá um ar todo romântico. As nuvens que se formam no local ficam abaixo do seu olhar, parece que estamos acima do céu. Por trás das nuvens de fim de tarde, o sol projectava uma luz. Não consigo achar definição melhor para essa luz que “ a imagem de Deus”. Todo visitante ou morador de Angola deveria conhecer o Lubango. Realmente vale muito a pena o passeio”.</p>
<p><img src="http://pt.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/12/europaemangola.jpg"/></p>
<p><strong>„Lubango, das europäische Afrika“, Foto: <a href="http://spindola.blogspot.com/2008/03/lubango-huila.html" >Spindola</a></strong></p>
<p><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/12/serradaleba.jpg"/></p>
<p><strong>“Serra da Leba”, Foto: <a href="http://spindola.blogspot.com/2008/03/lubango-huila.html" >Spindola</a></strong></p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Huila ist sicher unter den Provinzen, die ich besucht habe, diejenige mit der besten Infrastruktur. Außerdem ist Lubango eine schöne Stadt, die seine Einwohner das europäische Afrika nennen. Die Kühle tagsüber und vor allem die der Abende gibt diesem Ort eine anheimelnde Atmosphäre. Lubango ist nicht nur bekannt für sein Klima, sondern auch wegen der Gebirgskette Serra da Leba. Es wird erzählt, dass man vor dem Bau der Straße einen großen Umweg zurücklegen musste. Die Arbeiten wurde von einer Frau geleitet, einer Engländerin. Ich frage mich, was das für ein Abenteuer gewesen sein muss. Nicht genug, dass die Straße erstaunlich schön ist, ist am selben Ort auch ein wunderschöner Wasserfall. Das Tosen des Wassers erfüllt diesen Ort wie Musik. Eine angenehme Bergkühle erzeugt eine sehr romantische Atmosphäre. Die Wolken, die sich dort bilden, sind unter unserer Augenlinie, es scheint, das wir über dem Himmel sind. Durch die Wolken warf am Spätnachmittag die Sonne ein Licht. Ich kann keine bessere Definition für dieses Licht finden als „das Abbild Gottes“. Jeder Besucher oder Einwohner von Angola sollte Lubango kennenlernen. Der Weg ist wirklich die Mühe wert.</p>
</div>
<p>Durch dieses geheimnisvolle Angola der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Affenbrotb%C3%A4ume">Affenbrotbäume</a> und glühenden <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Akazien">Akazien</a> [auch <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-adv/specialsales/spotlight/angola/article17.html">Crimson-Akazien</a> [en] genannt] zu schweifen ist in der Tat wunderbar, aber, wie schon beschrieben, ist das Land nicht auf Touristen vorbereitet. Die löchrigen Straßen, der Mangel an guten Hotels oder Unterkünften und Restaurants in kleinen Städten machen alles schwieriger. In manche Städte zu reisen erzeugt Kopfweh. Peter vom Blog <a href="http://hotelluanda.blogspot.com/2008/04/beleza-interior.html">Hotel Luanda</a>  beschreibt seine Reise durch das Malanje-Gebiet zu den imposanten Wasserfällen von Kalandula:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">“Deixamos cedo a cidade de Malange rumo às Quedas de Kalandula. O percurso fez-se em constante deslumbramento por entre buracos de estrada e muitas paragens para contemplar e gravar tantas imagens de rara e enorme beleza. O enorme capim cortado pelas águas de um rio que serpenteia pela planície e que sob ela passa várias várias vezes e pelas sanzalas junto à estrada, onde nascem mais olhares de crianças por cada carro que passa. Chegamos enfim a Kalandula, uma pequena e acolhedora povoação situada no alto de um planalto, imponente como uma rainha que do seu trono observa suas terras ao longe. Conserva ainda algumas marcas do colonialismo nas casas, igrejas e costumes da terra que tem simpatia como sinónimo. Chegamos logo depois às Quedas de Kalandula. As segundas maiores quedas de água de todo o continente africano, com cerca de 100 metros de vertiginosa altura. Vistámos também Pungo Andongo. Uma povoação escondida no seio das pedras altas que nos faz logo pensar que foram as próprias rochas que nasceram em sua volta, como uma muralha para a proteger do resto do mundo. Três ou quatro casas, uma igreja em ruínas, um posto médico e uma escola renovada…quase como uma miragem impossível…como é possível existir vida ali? Mas existe. Compreendi que ainda se pode encontrar em Angola a harmonia entre o homem e a natureza”.
</p>
<p><img src="http://pt.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/12/dscn1736.jpg" /></p>
<p><strong>Die Wasserfälle von Kalandula, Foto: Blog von <a href="http://hotelluanda.blogspot.com/2008/04/beleza-interior.html" >Hotel Luanda</a> </strong></p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Wir verließen früh die Stadt Malanje in Richtung der Wasserfälle von Kalandula. Auf dem Weg waren wir in ständigem Aufregung wegen der vielen Schlaglöchern und den vielen Halten, um die vielen Bilder seltener und großer Schönheit zu betrachten und festzuhalten. Die riesige Wiese, unterbrochen durch einen Fluss, der sich durch die Ebene schlängelt und manchmal quer über sie hinwegfließt und durch die Häuser entlang der Straße, wo jedes Auto mehr Blicke der Kinder auf sich zieht. Wir kamen schließlich in Kalandula an, einer kleinen einladenden Ortschaft, die oben auf einer Hochebene liegt, beeindruckend wie eine Königin, die von ihrem Thron aus ihre Ländereien in der Ferne überblickt. Es hat sich ein kolonialistischer Zug erhalten in den Häusern, Kirchen und Bräuchen dieser so sympathischen Gegend. Wir kamen dann zu den Wasserfällen von Kalandula. Die zweitgrößten Wasserfälle von ganz Afrika, mit schwindelerregenden rund 100 Metern Höhenunterschied. Wir sahen auch Pungo Andongo. Ein in den Felsen verborgenes Dorf, das uns glauben macht, dass die Felsen um es herumgewachsen seien wie eine Mauer um es vor dem Rest der Welt zu schützen. Drei oder vier Häuser, eine verfallene Kirche, eine Sanitätsstation und eine renovierte Schule&#8230; fast wie ein unmögliches Wunder&#8230; wie kann hier Leben existieren? Aber es existiert. Ich verstand, das man in Angola noch Harmonie zwischen Mensch und Natur finden kann.</p>
</div>
<p>Wie der Blog <a href="http://africaminhami.blogspot.com" >África Minha</a> [Mein Afrika, pt] berichtet, wurde dieses Jahr in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Malanje_(Provinz)">Provinz Malanje</a> ein Luxushotel mit 28 Zimmern, 4 Direktoren- und 4 Präsidenten-Suiten und einem Schwimmbad eingeweiht. Es ist das erste Hotel seiner Art in dieser Region. Malanje wurde „belohnt“ mit einem Luxushotel, und andere Provinzen werden dasselbe Privileg erhalten, durch den Bau von Feriendörfern, Residential Hotels und anderen Bauten dieser Art.</p>
<p>Als brachliegendes Feld ist der Tourismus in Angola das Ziel von ausländischen, insbesondere portugiesischen, Unternehmern. Aber die <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/09/28/angola-a-new-el-dorado-for-foreign-workers/">bekannten Schwierigkeiten bei der Ausstellung von Visa</a> [en] machen ihn zu einem steinigen Acker. <a href="http://cangue.blogspot.com/2007/11/como-acordar-o-turismo-angolano.html" >Feliciano J. R. Cangue</a> kommt auf ihrem Blog zu einer interessanten Analyse:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">“Em todo o mundo o turismo é um sector da economia que se devidamente explorado, pode gerar novos postos de trabalho e assumir uma grande participação na renda nacional. O nosso país que hoje possui cerca de 80% da sua mão de obra activa na informalidade, pode atrair esse fluxo para o país. Para tal, o mercado turístico precisa desenvolver projectos que o impulsionem e potencializem o mercado turístico. Isso pode resultar em desenvolvimento económico e postos de trabalho. O turismo em muitas situações, ajuda a fixar o homem no campo, principalmente no momento em que presenciamos o êxodo rural. No nosso caso específico, sempre que ouço falar de turismo, fala-se normalmente da construção de hotéis. É verdade que a situação é crítica nessa área devido à guerra que o país passou. Precisamos investir de forma intensa na divulgação e fidelização do cliente. Isso envolve um bom atendimento ao turista. Para tal, pessoas que moram em locais turísticos precisam ser treinadas para desenvolvam espírito hospitaleiro recebendo os turistas com o máximo de boa vontade, presteza e simpatia e porque não aprender os principais termos que lhes permitam estabelecer a comunicação com turistas. Além disso, precisam preservar (livrar do mal) e conservar (manter) os locais turísticos como: as nossas florestas tropicais, formações rochosas extraordinárias, rios, lagos, quedas de água, parques nacionais, montanhas, grutas, praias, etc. Os profissionais da área precisam agir de uma forma inovadora, não deixando que apenas o ministro do turismo se debata sozinho. O sector precisa oferecer a prestação de serviços e atendimento de alta qualidade aos turistas. As embaixadas e consulados precisam também facilitar a concessão de vistos de turista. Precisamos sair do amadorismo. Temos tudo para sermos o maior paraíso turístico africano”.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Auf der ganzen Welt ist der Tourismus eine Branche, die, so sie entsprechend genutzt wird, neue Arbeitsplätze schaffen und einen großen Anteil am Volkseinkommen haben kann. Unser Land, das heute ungefähr 80% seiner Arbeitskraft im informellen Wirtschaftssektor hat, kann diesen Fluss [von Geldern] anziehen. Dazu muss der Tourismus-Markt Projekte entwickeln, die ihm Impulse und Potenzial geben. Daraus können sich wirtschaftliche Entwicklung und Arbeitsplätze ergeben. Der Tourismus hilft den Menschen oft auf dem Lande zu bleiben, gerade in einer Zeit, in der wir einen Exodus vom Land [in die Stadt] erleben. In unserem Fall, wenn ich höre wie vom Tourismus gesprochen wird, spricht man normalerweise vom Bau von Hotels. Es stimmt, dass die Situation kritisch ist auf diesem Gebiet, wegen dem Krieg, den das Land mitgemacht hat. Wir müssen intensiv in die Werbung und in die Kundentreue investieren. Das schließt einen guten Service für Touristen ein. Dazu müssen die Menschen in den Tourismusgebieten trainiert werden, eine gastfreundliche Einstellung zu entwickeln um die Touristen mit viel gutem Willen, Servicebereitschaft und Sympathie zu empfangen und, warum nicht, die wichtigsten Worte zu lernen, die ihnen die Kommunikation mit den Touristen ermöglichen. Außerdem müssen sie unsere touristischen Orte schützen (vom Schlechten befreien) und bewahren (erhalten) wie: unsere Tropenwälder, besondere Felsformationen, Flüsse, Seen, Wasserfälle, Nationalparks, Gebirge, Höhlen, Strände usw. Die Spezialisten auf diesem Gebiet müssen innovativ handeln, und nicht den Tourismus-Minister alleine kämpfen lassen. Die Botschaften und Konsulate müssen auch die Ausgabe von Touristenvisa vereinfachen. Wir müssen aus dem Dilettantismus herauskommen. Wir haben alles, um das größte Touristenparadies Afrikas zu werden.</p>
</div>
<p>Der Tourismus in Angola hat sich positiv entwickelt, wie uns die erzielten Ergebnisse und die Statistiken zeigen. Der Blog <a href="http://www.angolaxyami.com/Viagens/Estatistica-das-regioes-emissoras-de-turistas-para-Angola-87.000-turistas-no-2007.html" >Angola Xyami</a> liefert uns die Zahlen der Entwicklung des letzten zehn Jahre und hofft, dass „der Tourismus in Angola neue Perspektiven gewinnt und dass wir noch mehr als die 87400 Touristen empfangen werden, die wir im Jahr 2007 empfangen haben“:</p>
<blockquote><p>O ano de 1999 registou um movimento de 45,5 mil turistas, em 2000 de 50,7 mil e em 2001 de 67,4 mil. Em termos relativos, esta evolução revela um aumento de 11,42% entre 1999 e 2000 e 32,9% de 2000 a 2001, mas entre 2002 e 2006, o movimento chegou a mais de 55 por cento. Do ponto de vista das principais regiões emissoras de turistas para Angola, a Europa continua a ser a maior com um total de 30,8 mil turistas em 2000, representando 61% do total geral das chegadas às fronteiras. Em 2001, passou para 38,2 mil turistas, representando 76,4%, dados que sofreram alteração de mais 10% até Setembro de 2007.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Im Jahr 1999 wurden 45500 Touristen registriert, im Jahr 2000 50700 und im Jahr 2001 67400. Relativ gesehen bedeutet dies 11,42% Zuwachs von 1999 auf 2000 und 32,9% Zuwachs von 2000 auf 2001, aber von 2002 auf 2006 gab es einen Zuwachs von 55% [A. d. Ü: dass sind allerdings &#8220;nur&#8221; 11.5% pro Jahr]. Bezüglich der Herkunftsregionen der Touristen führt weiterhin Europa mit insgesamt 30800 Touristen im Jahr 2000, dies sind 61% aller, die an der Grenze ankommen. Im Jahr 2001 waren es 38200 Touristen, das sind 76,4%, eine Zahl, die sich bis September 2007 um 10% erhöhte.
</p>
</div>
<p>Um mehr Information über die aktuelle Situation des Tourismus in Angola zu erhalten, besuchen sie die Internet-Seite der <a href="http://www.botschaftangola.de/">Botschaft von Angola</a>. Für mehr Fotos besuchen Sie den Blog <em><a href="http://fotoangola.weblog.com.pt/">Angola em Fotos</a></em> [pt].</p>
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		<item>
		<title>Brasilien: Chemikalie tötet 80 Tonnen Fische in Rio de Janeiro</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/10/brasilien-chemikalie-totet-80-tonnen-fische-in-rio-de-janeiro/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Dec 2008 14:21:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonPaula Góes  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 
Während die Aufmerksamkeit der meisten Brasilianer den tragischen Fluten in Santa Catarina galt, kam eine weitere Umweltkatastrophe über das Land, dieses Mal im Bundesstaat Rio de Janeiro. Am 18. November lief das tödliche Pestizid Endosulfan in den Pirapetinga, einen Nebenfluss des Paraíba [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/paulagoes/">Paula Góes</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/12/09/brazil-deadly-chemical-leak-kills-80-ton-fish-in-rio-de-janeiro/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Während die Aufmerksamkeit der meisten Brasilianer den tragischen <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/11/30/brazil-under-flood-bloggers-form-solidarity-networks/">Fluten in Santa Catarina</a> galt, kam eine weitere Umweltkatastrophe über das Land, dieses Mal im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rio_de_Janeiro_(Bundesstaat)">Bundesstaat Rio de Janeiro</a>. Am 18. November lief das tödliche Pestizid <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Endosulfan">Endosulfan</a> in den Pirapetinga, einen Nebenfluss des <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Para%C3%ADba_do_Sul">Paraíba do Sul</a> [<a href="http://pt.wikipedia.org/wiki/Imagem:Bacia_leste.jpg">Karte</a>] und tötete tausende Fische - über 80 Tonnen - in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Resende_(Brasilien)">Resende</a> und anderen Nachbarstädten. Der Vorfall unterbrach auch die Wasserversorgung für 7 Städte des Gebiets. Die Tragödie verschlimmerte sich noch, da sie sich während der Brutzeit vieler Arten ereignete, von denen manche von der Ausrottung gefährdet sind. <a href="http://blogdasibucs.blogspot.com/2008/11/desastre-ecolgico.html">Cintia Sibucs</a> [pt] sagt, sie sei traurig, außer [toten] Fischen auch tote <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Capybara">Wasserschweine</a> und sogar Vögel zu sehen:</p>
<blockquote><p>Pela quantidade de peixes e animais mortos, pode-se dizer que será necessário uns dez anos ou mais para que toda essa vida volte ao que era antes. O produto químico Endosulfan, usado na fabricação de inseticidas, é usado pela empresa que fica em Resende. O acidente gerou ainda mais transtornos pois o serviço de água e esgoto suspendeu a captação de água por uns dias, deixando a população em alerta.<br />
Agora, depois de tanta tristeza de ver milhares de peixes e capivaras mortas, o que resta é recolher o que restou. Desde sábado (22/11) as prefeituras de Volta Redonda e Barra Mansa estão num trabalho ininterrupto de recolhimento dos peixes, que já estava causando forte mau cheiro.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
Nach der Menge an toten Fischen und Tieren läßt sich abschätzen, dass es zehn Jahre oder mehr dauern wird, bis all das Leben wieder zurückkehren wird, wie es früher war. Die Chemikalie Endosulfan, die für die Herstellung von Insektiziden benutzt wird, wird gebraucht von der Fabrik in Resende. Der Unfall hat für noch mehr Unruhe gesorgt, da die Zu- und Abwasserdienste die Wassergewinnung einige Tage lang angehalten haben, was die Bevölkerung alarmiert hat.<br/><br />
Nach soviel Trauer über tausende von toten Fischen und Wasserschweinen bleibt uns nun, einzusammeln, was übrigbleibt. Seit Samstag dem 22.11. sammeln die Stadverwaltungen von Volta Redonda und Barra Mansa pausenlos Fische, die schon einen üblen Geruch verbreiten.</div>
<p><img class="size-full wp-image-53755" title="dsc09408" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/12/dsc09408.jpg" alt="" /></p>
<p>Ein totes Wasserschwein von <a href="http://robertomoraes.blogspot.com/2008/11/capivara-e-tartaruga-tambm-vtimas-da.html">Roberto Morais&#39;</a> Blog</p>
<p>Das Leck wurde entdeckt nach einer Untersuchung der Umweltbehörde von Rio de Janeiro, die von einem Massenfischsterben in den Flüssen Pirapetinga und Paraiba do Sul alarmiert wurde. Die Firma Servatis in Resende, die für die Düngerfabrik verantwortlich ist, gestand zu, dass 1500 Liter Endosulfan ausgeflossen seien und gab an, dass dies durch <a href="http://www.portalmax.com.br/servatis/ver_noticias.php?id=48">menschliches Versagen beim Anschließen eines Tanklastwagen</a> [pt] verursacht worden sei. In einem Post mit dem Titel &#8220;Kein Risiko außer dem Tod&#8221; hinterfragt <a href="http://urgente.blogspot.com/2008/11/alm-da-morte-nenhum-risco.html">Vitor Menezes</a> [pt] die Stellungnahme der Firma, die kaum einen Tag nach dem Unfall behauptete, die Situation sei unter Kontrolle:</p>
<blockquote><p>A empresa Servatis, responsável pelo vazamento do pesticida endosulfan no rio Paraíba do Sul, afirmou <a href="http://www.portalmax.com.br/servatis/ver_noticias.php?id=31">aqui</a> em seu site que, de acordo com a sua gerência de meio ambiente, a concentração do produto no rio havia caído a zero e não havia &#8220;mais risco à fauna&#8221;. Os peixes do <a href="http://urgente.blogspot.com/2008/11/vida-agoniza-no-paraba.html">post abaixo</a> não devem ter recebido o recado.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Die Firma Servatis, verantwortlich für das Auslaufen des Pestizids Endosulfan in den Fluss Paraíba do Sul, bestätigte <a href="http://www.portalmax.com.br/servatis/ver_noticias.php?id=31">hier</a> [pt] auf ihrer Website, dass nach Auskunft ihres Umweltmanagements, die Konzentration der Chemikalie im Fluss auf null gefallen sei und es „kein Risiko mehr für die Fauna“ gäbe. Die Fische <a href="http://urgente.blogspot.com/2008/11/vida-agoniza-no-paraba.html">im folgenden Post</a> haben diese Nachricht wohl nicht erhalten.</p>
</div>
<p><img class="size-full wp-image-53756" title="dsc09113-2" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/12/dsc09113-2.jpg" alt="" /></p>
<p>Tote Fische, fotografiert von Ricardo Terra, Lehrer für Umweltingenieurwesen, von <a href="http://robertomoraes.blogspot.com/2008/11/sem-palavras.html">Roberto Morais&#39;</a> Blog</p>
<p>Wie später entdeckt wurde, waren mehr als die von Servatis genannten 1500 Liter des Insektizids Endosulfan ausgelaufen. Das Produkt war bei der Entladung eines Tanklasters mit 30000 Liter Kapazität ausgelaufen, aber nur 12000 Liter  vermischt mit Regenwasser konnten in den Auffangbecken der Firma zurückgewonnen werden. Servatis gab später zu, das mindestens 8000 Liter ausgelaufen seien - im Gegensatz zu dem, was es eine Woche vorher hatte verlautbaren lassen. Rechtsanwalt und Umweltschützer <a href="http://luizfelipemunizdesouza.zip.net/arch2008-11-16_2008-11-30.html#2008_11-27_20_07_57-117598288-0">Luiz Felipe Muniz de Souza</a> [pt] kommentiert die Konsequenzen für die Menschen vor Ort:</p>
<blockquote><p>Várias comunidades pesqueiras afetadas estão impedidas de trabalhar e nem sabem ao certo quando poderão retornar, pois a ação do inseticida, mesmo tão distante do ponto em que foi despejado pelos criminosos, e mesmo estando tão diluído – devido ao volume do próprio Rio Paraíba do Sul e devido ao volume d’água das intensas chuvas regionais –, continua provocando mortandade de peixes em toda a foz do Paraíba do Sul, e nas praias do município de São João da Barra e de São Francisco do Itabapoana. Os criminosos ambientais, que inicialmente se omitiram e mentiram sobre a quantidade do produto arremessado no rio, depois admitiram que foi uma quantidade 10 vezes maior do que a declarada, diante de tantos peixes mortos!</p>
</blockquote>
<div class="translation">Mehrere betroffene Fischergemeinden wurden am Arbeiten gehindert, und sie wissen nicht, wann sie ihre Tätigkeit wieder aufnehmen können, da die Wirkung des Insektizids selbst weit entfernt von dem Punkt, wo es von den Kriminellen ausgekippt wurde, und selbst so verdünnt - durch die Wassermassen des Paraíba do Sul und durch die Massen von Regen in der Gegend - weiterhin den Tod von Fischen an der ganzen Paraíba-do-Sul-Mündung und an den Küsten von São João da Barra und von São Francisco do Itabapoana verursacht. Die Umweltkriminellen, die zuerst nichts getan und über die Menge der in den Fuß gekippten Chemikalien gelogen hatten, gaben zu, dass es eine zehn Mal größere Menge als angegeben war, angesichts so vieler toter Fische!</div>
<p><img class="size-full wp-image-53758" title="dsc09219" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/12/dsc09219.jpg" alt="" /></p>
<p><span style="font-weight: bold;">Photo from <a href="http://robertomoraes.blogspot.com/">Blog do Roberto Morais</a></span></p>
<p>Servatis erhielt eine Strafe von 33 Millionen R$  (ungefähr 10 Millionen €), <a href="http://www.portalmax.com.br/servatis/ver_noticias.php?id=39">wogegen das Unternehmen Widerspruch eingelegt hat</a> [pt], und eine 20-tägige Betriebsperre. Der Betrieb wurde am heutigen 9. Dezember wieder in allen Abteilungen aufgenommen, mit Ausnahme der Endosulfanproduktion. <a href="http://biotribo.blogspot.com/2008/12/servatis-volta-operar-nesta-tera-feira.html">BIOTRIBO</a> [pt] reagiert auf die Nachrichten:</p>
<blockquote><p>Mais uma vez o poder público zomba de nós! Sem que nada tenha sido feito para minimizar os danos ao Rio Paraíba a empresa “Servatis volta a operar nesta terça-feira” (&#8230;) Em menos de um mês, desde o acidente ambiental, a auditoria realizada por empresa privada solicitada pela SEA foi rapidamente concluída, e sem que houvesse tempo hábil para a realização de uma segunda auditoria ou para que se analisasse a fundo o conteúdo do documento - medidas que poderiam dar mais garantias sobre os processos e ajustes da empresa para a segurança da população - a Servatis abre!</p>
</blockquote>
<div class="translation">Ein Mal mehr treibt die Staatsmacht mit uns ihre Späße! Ohne irgend etwas zu tun, um den Schaden am Paraíba zu verringern wird die Firma „Servatis ihren Betrieb diesen Dienstag wieder aufnehmen“ (&#8230;) Noch nicht einmal einen Monat nach dem Umweltunfall wurde der Audit einer Privatfirma im Auftrag der Umweltbehörde SEA rasch abgeschlossen, ohne dass Zeit für einen zweiten Audit oder eine gründlichere Analyse des Dokuments geblieben wäre - Maßnahmen, die mehr Sicherheit für die Prozesse und Einstellungen des Unternehmens hätten garantieren können - Servatis macht auf!</div>
<p><img class="size-full wp-image-53757 aligncenter" title="dsc09421" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/12/dsc09421.jpg" alt="" /></p>
<p>Eine tote Schildkröte, von <a href="http://robertomoraes.blogspot.com/2008/11/ainda-en-guandu-mais-consequncias-da.html">Roberto Morais&#39;</a> Blog</p>
<p>Der Blog <em><a href="http://atrolha.blogspot.com/2008/11/ainda-sobre-o-rio-paraba-lei-os.html">A TroLhA</a></em> [pt] drückt die Gefühle aus, dass die brasilianische Umweltgesetzgebung mit zweierlei Maß mist:</p>
<blockquote><p>O aparato de fiscalização ambiental quando se trata da persecução das medidas de controle e defeso de espécies (alías, necessárias), tem se mostrado eficiente em coibir as infrações cometidas por pescadores e populações que dependem dessa atividade, e que geralmente, ocupam os andares mais baixos da nossa pirâmide social&#8230; Por outro lado, quando se trata de estender essa eficiência aos empresários e industriais, que exploram atividades econômicas que trazem sérios riscos ao ecossistema no qual estão inseridos, nossos órgãos ambientais são de uma leniência e ineficácia vergonhosa&#8230; Direito a propriedade e a livre iniciativa não podem se sobrepor ao direito a vida&#8230;Bom, pelo menos não deveriam&#8230;</p>
</blockquote>
<div class="translation">Der Apparat der Umweltpatrouillen hat - soweit es um (leider notwendige) Maßnahmen zur Kontrolle und Schutz von [bedrohten] Arten geht - sich darin als effizient erwiesen, Vergehen zu verhindern von Fischern und von Menschen, die von dieser Tätigkeit abhängig sind, und die im Allgemeinen die untersten Schichten unserer Gesellschaftspyramide bevölkern&#8230; Auf der anderen Seite, wenn es darum geht, diese Effizienz auf die Unternehmer und Industriellen auszudehnen, die Geschäften nachgehen, die ernsthafte Risiken für die Ökosysteme nach sich ziehen in die sie eingefügt werden, sind unsere Umwelt-Behörden von einer schändlichen Milde und Ineffizienz&#8230; Das Recht auf Eigentum und freies Unternehmertum kann dem Recht auf Leben nicht übergeordnet sein&#8230; Gut, mindestens sollte es das nicht&#8230;</div>
<p><a href="http://ruicamejo.blogspot.com/2008/11/empresa-que-derramou-inseticida-no-rio.html">Rui Camejo</a> [pt] erinnert uns daran, dass dies nicht das erste Mal war, dass Servatis die Umwelt geschädigt hat. Nach Auskunft des Bloggers, war genau diese Firma vor ungefähr drei Jahren verantwortlich für das Auslaufen des Insektizids <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dimethoat">Dimethoat</a>. Der Blogger <a href="http://norrivalduarte.blogspot.com/2008/11/empresa-que-derramou-inseticida-no-rio.html">Norival Duarte</a> gibt diesen Post wieder und kommentiert weiter:</p>
<blockquote><p>E essa denúncia não deve se limitar a essa fronteira, à foz desse afluente: deve ser estendida a toda a bacia hidrográfica desse que é, seguramente, um dos mais importantes rios do Brasil, dada a sua relevância nos aspectos sociais e econômicos de toda a região que ela tão generosamente abraça.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Und diese Anklage sollte nicht auf diese Grenze beschränkt sein, auf die Mündung des Nebenflusses: sie sollte auf das ganze Flussgebiet ausgedehnt werden, einem der wichtigsten für Brasilien, da es so wichtig in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht ist für die ganze Region, die es so großzügig umarmt.</div>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-53761" title="dsc09216" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/12/dsc09216.jpg" alt="" /><img class="alignnone size-full wp-image-53760" title="dsc09299-2" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/12/dsc09299-2.jpg" alt="" /><img class="alignnone size-full wp-image-53762" title="dsc09265" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/12/dsc09265.jpg" alt="" /><img class="alignnone size-full wp-image-53763" title="pb260117" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/12/pb260117.jpg" alt="" /></p>
<p><strong>Fotos vom <a href="http://robertomoraes.blogspot.com/">Blog von Roberto Morais</a></strong></p>
<p>Der Fluss Paraíba do Sul, der durch die Vereinigung der Flüsse Paraibuna und Paraitinga entsteht, beginnt in der Serra da Bocaina im Bundesstaat São Paulo und läuft 1120 km bis zur Mündung in Atafona [bei São João da Barra] im Norden des Bundesstaats Rio de Janeiro. Das Einzugsgebiet des Paraíba do Sul erstreckt sich über drei Bundesstaaten São Paulo, Minas Gerais und Rio de Janeiro und wird mit ungefähr 57000 km² als eines der drei flächengrößten Fluß-Einzugsgebiete angesehen.</p>
<p>Endosulfan, dass in vielen Ländern der Welt verboten ist, wird häufig verwendet, um eine Vielzahl von Insekten und Milben unter Kontrolle zu halten. In Europa ist sein Gebrauch verboten und die <a href="http://www.ejfoundation.org/page246.html">Environmental Justice Foundation</a> führt eine Kampagne, die die Leute dazu bewegen soll, Druck auf ihre nationalen Regierungen auszuüben, Endosulfan zu verbieten und diese Chemikalie auf die Liste der Stockholmer Konvention zu setzen [<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stockholmer_Konvention">Wikipedia</a> und <a href="http://www.pops.int/">Website der Stockholmer Konvention</a> ].</p>
<p><img class="size-full wp-image-53764" title="acidente" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/12/acidente.jpg" alt="" /></p>
<p><strong>Photo vom Blog von <a href="http://robertomoraes.blogspot.com/2008/11/ainda-en-guandu-mais-consequncias-da.html">Roberto Morais</a></strong></p>
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		<title>Japan und der iPod</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/05/18/japan-und-der-ipod/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 May 2008 15:18:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonChris Salzberg  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
GT!Blog wandert durch die letzten 30 Jahre um eine Frage zu beantworten: Warum haben die Japaner nicht den iPod erfunden?
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/chris-salzberg/">Chris Salzberg</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/05/17/japan-japan-and-the-ipod/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><em>GT!Blog</em> wandert durch die letzten 30 Jahre um eine Frage zu beantworten: <a href="http://blog.gatunka.com/2008/05/05/why-japan-didnt-create-the-ipod/">Warum haben die Japaner nicht den iPod erfunden</a>?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Barbados: Falscher Stolz?</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/04/30/barbados-falscher-stolz/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Apr 2008 14:44:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonJanine Mendes-Franco  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
&#8220;Für die meisten Länder der Karibik ist Tourismus zur Lebensader geworden. Er braucht dringend neue Impulse.&#8221;: Living in Barbados fragt sich, ob die Region stolz sein kann auf ihr Angebot für Touristen.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/janine-mendes-franco/">Janine Mendes-Franco</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/04/30/barbados-false-pride/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>&#8220;Für die meisten Länder der Karibik ist Tourismus zur Lebensader geworden. Er braucht dringend neue Impulse.&#8221;: <em><a href="http://livinginbarbados.blogspot.com/2008/04/can-we-be-proud-of-our-tourism.html">Living in Barbados</a></em> fragt sich, ob die Region stolz sein kann auf ihr Angebot für Touristen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Japan: Wo ist die Butter hin?</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Apr 2008 13:47:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonHanako Tokita  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Wo ist die Butter? In Japan ist sie kaum noch zu bekommen. Ein drastischer Einbruch in der Milchproduktion, explodierte Preise für Korn und global verändertes Konsumverhalten haben in Japan zu einer ernsten Butterknappheit geführt. Seit Tagen bleiben Regale im ganzen Land leer, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/hanako-tokita/">Hanako Tokita</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/04/23/japan-where-has-all-the-butter-gone/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Wo ist die Butter? In Japan ist sie kaum noch zu bekommen. Ein drastischer Einbruch in der Milchproduktion, explodierte Preise für Korn und global verändertes Konsumverhalten haben in Japan zu einer ernsten <a href="http://www.asahi.com/english/Herald-asahi/TKY200803140076.html">Butterknappheit</a> geführt. Seit Tagen bleiben Regale im ganzen Land leer, die Läden entschuldigen sich auf Schilder bei den Kunden.</p>
<p><img src="http://www.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/04/butter.jpg" alt="Butter shortage" /></p>
<pre>Ein leeres Regalbrett und ein Schild, auf dem die Geschäftsleitung erklärt, sie wisse nicht, wann wieder Butter geliefert werden wird.</pre>
<p>Während die meisten Blogger sich über die Knappeit beschweren, geben die Betreiber von <em>Bebe Kobo</em>, die in einem kleiner kleinen familienbetriebenen Milchfarm arbeiten, einen <a href="http://hisaho.blog35.fc2.com/blog-entry-114.html">Einblick</a> in die Probleme, vor denen sie stehen, und die zu der Butterknappheit führten:</p>
<blockquote>
<blockquote><p>たびたびＴＶや新聞で報道されているように、バター不足が深刻です。</p></blockquote>
</blockquote>
<blockquote><p> Wie die Zeitungen und die Fernsehsender melden, gibt es eine ernste Butterknappheit.</p></blockquote>
<blockquote><p>  既に報道されていますが、原因は主に牛乳不足といわれています。<br />
牛乳の消費がここ数年ずっと伸び悩んでおり、2006年には北海道で牛乳を廃棄する光景が見られました。そしてかなりの数の牛が殺処分になりました。<br />
それより以前は脱脂粉乳の処分に困り、組合を通じてセメント袋ほどの大きさの袋に入った脱脂粉乳を酪農家は天引きの形で買わされたり、（現在では信じられないけど）年末には大量のバターをこれまた天引きで強制的に買わされていました。</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Knappheit beruht, wie bereits berichtet, auf der zu geringen Milchproduktion. Der Verbrauch stagnierte, und 2006 wurde Milch in Hokkaido sogar entsorgt. Es wurden auch viele Kühe geschlachtet.</p></blockquote>
<blockquote><p>Zuvor waren die Milchbauern die Magermilch nicht los geworden, sodass Mitarbeiter riesige Mengen Milch kaufen mussten, die ihnen vom Lohn abgezogen wurde. Zum Ende des Jahres wurde auf die gleiche Weise Butter an Mitarbeiter verkauft (was heute unglaublich wirkt).</p></blockquote>
<blockquote><p> 牛乳の消費の伸び悩み。この原因はいくつかあります。いろいろな清涼飲料が増えたこと、少子化で学校での牛乳消費が減っていること、アレルギー、そしてア レルギーでもないのに病的に牛乳を悪者に仕立てる一部の人々…………。ひどいブログだと牛乳をけなしたあげく酪農家は無くなればよい、と書いているものま でありました。</p></blockquote>
<blockquote><p> Es gibt mehrere Gründe, warum der Verbrauch stagnierte. Es gibt viele verschiedene Softdrinks. Durch die singenden Geburtenraten sinkt der Milchverbrauch an Schulen Es gibt Allergiker, aber auch andere reden notorisch schlecht über Milch&#8230; Ich habe furchtbare Blogs gefunden, die Milch schlecht machen und hoffen, dass die Milchbauern verschwinden werden.</p></blockquote>
<blockquote><p>ことに2005年4月にサンマーク出版から発行された新谷弘実著の「病気にならない生き方」という本。物凄いヒットでした。<br />
これが酪農家だけでなくまともな学者も怒りだすほどとにかく「牛乳が悪い」という価値観で書かれていて、ただでさえ消費が伸び悩む牛乳に決定的なダメージを一時は与えました。</p></blockquote>
<blockquote><p> Besonder ist das erfolgreiche Buch &#8220;Der Lebensstil, der nicht krank macht&#8221; von Shintani Hiromitsu bei Sunmark Publishing zu nennen.</p></blockquote>
<blockquote><p>Der Autor vertritt die Einstellung, Milch sei schlecht, was nicht nur Milchbauern, sondern auch Akademiker ärgerte. Das Image der Milch wurde ernst beschädigt, obwohl der Verbrauch eh schon gering war.</p></blockquote>
<blockquote><p>  […]<br />
2006年に牛を大量処分したツケは確実に消費者を直撃しました。そのひとつがバター不足です。<br />
子牛が一人前になって牛乳を出せるようになるには最低でも2年以上かかります。<br />
自然の摂理に逆らうことはできないのです。</p></blockquote>
<blockquote><p>  [&#8230;]</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Auswirkungen der Massenschlachtungen  treffen direkt die Konsumenten. Eine der Folgen ist die Butterknappheit. Es  dauert über zwei Jahre, bis ein Kalb alt genug ist um Milch zu produzieren. Gegen die natürlichen Umstände kann man nichts tun.</p></blockquote>
<blockquote><p>  乳製品は化学製品ではありません。健全に牛を飼う構造が機能しないと今後もバター不足のようなことは頻発します。<br />
消費者の皆様のご理解を心よりお願い申し上げます。</p></blockquote>
<blockquote><p>Milchprodukte sind keine Chemieprodukte. Wenn die Strukturen zur gesunden Aufzucht von Kühen nicht funktionieren, kommt es regelmäßig zu Butterknappheit.</p></blockquote>
<blockquote><p>Ich bitte euch, die Verbraucher, höflich um Verständnis.</p></blockquote>
<p>In einem <a href="http://hisaho.blog35.fc2.com/blog-entry-115.html">älteren Beitrag</a> nennt der Blogger die Hauptgründe für die Butter-Unterproduktion.</p>
<blockquote><p> 1　ＥＵ加盟国（フランスなど）が乳製品の輸出のための補助金が付かなくなり、従来日本などに輸出されていたバターが国内消費に回されていること、中国や ロシアやインドなどの生活水準が上がり、そちらにバターなどが流れているという事情も輸入バターの不足に繋がっています。</p></blockquote>
<blockquote><p>1. In den Ländern der EU (zum Beispiel Frankreich) wird der Milchexport nicht mehr subventioniert - Butter, die früher unter anderem nach Japan exportiert wurde, bleibt heute auf dem heimischen Markt. Außerdem ist der Lebensstandard in China, Russland und Indien gestiegen, sodass auch diese Länder nun viel Butter importieren.</p></blockquote>
<blockquote><p> 2　加えて豪州は2年連続の大干ばつ。酪農家の飼料代高騰の大きな原因になっている他バターなどの輸出量に影響を及ぼしています。</p></blockquote>
<blockquote><p>2. In Australien herrschte zwei Jahre lang Dürre. Dadurch sind nicht nur die Futterkosten gestiegen, es wurde auch weniger Butter für den Export produziert.</p></blockquote>
<blockquote><p>  3　国内事情は前の日記に書いたように牛乳不足でうまくバターなどに牛乳が回りません。<br />
またバターを製造すると脱脂粉乳ができるのですが、脱脂粉乳が売れずまた在庫を抱えることになるので、一気にバターの製造量を増やせない事情があります。<br />
例えば缶コーヒーなどでも最近は脱脂粉乳より生乳を加えたものの方が味が良いため、飲用乳がそちらに回り、生乳不足に拍車をかけています。</p></blockquote>
<blockquote><p>3. Wie ich bereits schrieb, wird wegen der Milchknappheit nicht genug Milch im Land verbreitet. Außerdem wird bei der Herstellung von Butter Magermilch produziert. Wenn sich diese nicht verkaufen lässt bilden sich Vorräte, bis keine weitere Butter mehr produziert werden kann.</p></blockquote>
<blockquote><p>Zum Kaffee schmeckt frische Milch zum beispiel besser als Magermilch, sodass besonders frische Milch nachgefragt wird, was die Knappheit verschärft.</p></blockquote>
<blockquote><p> とにかく酪農の安定した推移や、乳製品のバランスのよい需給対策を抜本的に国レベルで考えない限りまたバター不足は繰り返されると懸念しています。<br />
「食糧の自給」問題の一端がこのバター騒動です。</p></blockquote>
<blockquote><p>Auf alle Fälle fürchte ich, dass sich solche Knappeheiten wiederholen werden, bis es eine ausgewogene nationale Kontrolle der Produktion gibt. All der Ärger um Butter ist ein Teil des Problems der &#8220;Nahrungs-Autarkie&#8221;.</p></blockquote>
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		<title>Serbien: Raucherparadies</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/02/02/serbien-raucherparadies/</link>
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		<pubDate>Sat, 02 Feb 2008 14:14:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Serbian]]></category>
		<category><![CDATA[Serbien]]></category>
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		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>

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		<description><![CDATA[Der 31. Januar war in Serbien der 'Tag gegen das Rauchen', aber wie ein serbischer Blogger feststellt: "Serbien ist für Raucher das Paradies und El Dorado."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/sinisa-boljanovic/">Sinisa Boljanovic</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/02/01/serbia-smokers-paradise/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Der 31. Januar war in Serbien der &#8216;Tag gegen das Rauchen&#39;, aber wie ein serbischer Blogger feststellt: &#8220;Serbien ist für Raucher das Paradies und El Dorado.&#8221;</p>
<p><em>Predator</em> schrieb am <a href="http://predator.mojblog.co.yu/p-srbija-raj-i-eldoraldo-za-puscarona268e-/123829.html">29. Januar</a> auf Serbisch:</p>
<blockquote><p>Ein gesetzlicher Giftmörder herrscht in serbischen Städten, Dörfern und auf unseren Plätzen. Für Raucher gibt es kein größeres Mekka, El Dorado oder Paradies als Serbien. Die Leute rauchen einfach überall [&#8230;]. Täglich sehe ich Raucher in den belgrader Bäckereien, Fleischereien, Konditoreien, Krankenhäusern, Büro und Regierungsgebäuden. Natürlich hängt dort überall das offizielle &#8220;Rauchen Verboten&#8221;-Schild.</p>
<p>Neujahr sah ich einen Bäcker, der 5 Minutenlang in seinem Laden rauchte. Er verstreute die Asche rund um den Teigmixer. Wisst ihr, was er dann getan hat? Er trat die Kippe auf dem Boden aus und knetete seinen Pizzateig weiter.</p>
<p>Jeden Tag passieren in Belgrad solche Dinge. Es gibt niemals Reaktionen. Alle bleiben still und tun so, als würden sie nicht sehen, wie sie vergiftet werden.</p>
<p>Ein Serbe kam Neujahr aus den USA zurück nach Belgrad, nachdem er lang in Übersee gewesen war. Ich frage ihn nach seinem Eindruck von Serbien. Was soll ich sagen? Der Mann war schockiert davon, dass so viele Leute auf der Straße rauchen und ihre Kippen auf den Boden werfen. Er sagte, er habe nie soviel Müll, Plastiktüten, Papier und Kartons auf den Straßen der serbischen Hauptstadt gesehen. [&#8230;]</p></blockquote>
<p>Vor einigen Monaten ging Nikola Tosic auf die wirtschaftlichen und gesundheitlichen <a href="http://www.blagostanje.com/duvanska-industrija-srbije-spoljnotrgovinski-deficit-od-75-miliona-eura/">Auswirkungen</a> des Rauchens ein:</p>
<blockquote><p>Die serbische Tabak-Industrie ist ein gewichtiger Teil eines Teufelskreises, der die Gesellschaft im mehrerlei Hinsicht belastet.</p>
<p>Den ersten Schritt macht die Regierung, indem sie die Tabak-Produktion fördert um die Qualität zu verbessern und die Preise zu senken.  Es gibt eine große Nachfrage nach Zigaretten, die inländische Produktion reicht nicht aus. Dies ist die erste Belastung für die Steuerzahler. Die Regierung manipuliert die Tabak-Preise mit unserem Geld, um die Tabakproduzenten zufrieden zu stellen.</p>
<p>Produzenten wie Phillip Morris und British-American Tobacco machen den zweiten Schritt. Sie erpressen die Regierung, indem sie Arbeiter entlassen wenn die Situation für ihr Geschäft schlechter wird.</p>
<p>Die Nachfrage nach Zigaretten ist der dritte Schritt. Kaum ein Land hat so eine hohe Raucherquote wie Serbien. [&#8230;]</p>
<p>Die medizinischen Kosten sind der vierte Schritt. Sie machen die größte Last für den Staatshaushalt aus. Raucher bekommen häufiger Krebs und Herzkrankheiten - und eine Behandlung im Krankenhaus ist sehr teuer. [&#8230;]</p></blockquote>
<blockquote></blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Japan: Kampf der HCV-Opfer</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2007/12/23/japan-kampf-der-hcv-opfer/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2007/12/23/japan-kampf-der-hcv-opfer/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 23 Dec 2007 11:44:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Japanisch]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[ &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Geschichten von verseuchten Blutprodukten gibt es in Japan nicht zum ersten mal. In den 80ern infizierten sich Bluter über verseuchte Blutprodukte mit dem HI-Virus, weil die Regierung und Pharmaunternehmen eine Entscheidung, die Zulassung zurückzuziehen, vernachlässigten.
1987 wurde schwangeren Frauen in Aomori Fibrinogen gegeben (deren Zulassung 1977 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em> &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2007/12/20/japan-hepatitis-c-tainted-blood/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Geschichten von verseuchten Blutprodukten gibt es in Japan nicht zum ersten mal. In den 80ern infizierten sich Bluter über <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/HIV-tainted_blood_scandal_%28Japan%29">verseuchte Blutprodukte</a> mit dem HI-Virus, weil die Regierung und Pharmaunternehmen eine Entscheidung, die Zulassung zurückzuziehen, vernachlässigten.</p>
<p>1987 wurde schwangeren Frauen in Aomori Fibrinogen gegeben (deren Zulassung 1977 zurückgezogen worden war). Sie infizierten sich mit Hepatitis C und die Öffentlichkeit wurde auf HCV-Übertragung über verseuchte Blutprodukte aufmerksam.  Von 1969 bis 1994 blieb die Zunahme der HCV-Infektionen nach Operationen und Entbindungen unbemerkt.</p>
<p>Green Cross Corporation (heute Mitsubishi Tanabe Pharma Corporation) war in beide Fälle involviert und vcccttea <a href="http://blogs.yahoo.co.jp/vcccttea/10614001.html">schreibt</a>:</p>
<blockquote><p>Die Green Cross Corporation wurde von Naito Ryoichi (vormals Oberstleutnant), Mitglied der Einheit 731 der  Kwantung Armee, als private Blutbank kurz nach den Krieg gegründet. Viele der Mitglieder und Führungskräfte waren Ehemalige der Einheit 731, und das Unternehmen war in zahlreiche Medikamenten-Desaster verwickelt, darunter das HIV-verseuchte Blut. Und dieses mal waren es die Hepatitis Infektionen.</p></blockquote>
<p>Im Jahr 2002 klagten Hepatitis C Patienten, die sich über die Blutprodukte infiziert hatten gegen die Regierung und Pharmakonzerne in Tokyo und Osaka. Im folgenden Jahr folgten Klagen in Fukuoka, Nagoya und Dendai. Vier Gerichte hielten die Pharmaunternehmen für schuldig an den HCV Infektionen, aber das Gericht in Dendai verneinte eine Verantwortung des Staats. Anfang des Monats schlug das Gericht <a href="http://www.yomiuri.co.jp/dy/national/20071215TDY03104.htm">einen Vergleich</a> vor, in dem die Kläger, die sich zwischen 1986 und 1988 angesteckt hatten, entschädigt werden sollten - die Deadline für die Regierung war der 20. Dezember.</p>
<p><img src="http://www.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2007/12/kawada.jpg" alt="Kawada in front of Health Ministry" /></p>
<p><small>Kawada Ryuhei,Parlamentarier und früherer HIV-Kläger, vor dem Gesundheitsministerium am 19. Dezember 2007.<br />
</small></p>
<p><a href="http://blog.livedoor.jp/ennriko555/archives/50976746.html">Fukuda Eriko</a>, eine der Kläger von Fukukoka, drückt ihre Unzufriedenheit mit dem Angebot der Regierung in ihrem Blog aus:</p>
<blockquote><p> Absolut inakzeptabel.</p>
<p>Wir haben klargestellt, dass wir nicht nur für die Kläger kämpfen. [&#8230;] Die Gesundheit der Hepatitis-infizierten Opfer ist beeinträchtigt, und auch die Menschen um sie herum hatten schwere Zeiten - unabhängig davon, wann und welche Medizin verabreicht wurde, ob sie geklagt haben oder nicht, und ob sie Beschwerden haben. Ihre Leben haben Schaden genommen. Sie sollten alle die gleiche Hilfe bekommen. [&#8230;]</p>
<p>Ferner muss der Premierminister gedacht haben, wir würden das Angebot annehmen.</p>
<p>Er sagte: &#8220;Ich würde gerne das Vergleichsangebot vom 13. Dezember ansehen und bedenken&#8221;.</p>
<p>Aber der Vorschlag war schon an ihn weitergegeben worden. Ich kann nicht hinnehmen, dass er dachte, wir würden einen Vorschlag annehmen, der nur den Klägern Hilfe verspricht. Sie versuchen, einige der Opfer zu vernachlässigen.</p></blockquote>
<p><img src="http://www.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2007/12/protesters.jpg" alt="Protesters at health ministry" /></p>
<p><small>Unterstützer vor dem Gesundheitsministerium.</small></p>
<p>Der Skandal erfährt nun große Aufmerksamkeit von Seiten der Medien und der Öffentlichkeit. Kokoro <a href="http://wanbalance.blog75.fc2.com/blog-entry-573.html">schreibt</a> bei Wanbalance:</p>
<blockquote><p> Weil der Staat weiterhin solch furchtbare Medikamente zuließ, muss er nun entschädigen. Dies ist nicht das einzige Problem. Das Problem ist, dass sie nicht wegen ihrer Verbrechen angeklagt werden, dass sie einfach so davon kommen. Wer hat in dieser Zeit entschieden, dass die Medikamente weiterhin verkauft werden durften? Ist dies die gleiche Struktur von Korruption wie im Falle des Verteidigungsministeriums? Würde das andernfalls nicht bedeuten, dass es  ein Korruptionsgeflecht gab zwischen dem Staatsapparat und dem Unternehmen, dass die Medikamente weiterhin verkaufte, die in den USA schon als gefährlich erkannt und zurückgezogen worden waren?</p></blockquote>
<p>Der Blogger <a href="http://pochicoro.cocolog-nifty.com/blog/2007/12/post_3c26.html">pochi</a> verweist auf zwei <a href="http://headlines.yahoo.co.jp/hl?a=20071218-00000090-san-soci">japanische</a> <a href="http://mainichi.jp/select/opinion/closeup/news/20071217ddm003010100000c.html">Zeitungsartikel</a> über Entschädigungen für die HCV-Kranken und eine 800 Milliarden Yen teure Raketenabwehr.</p>
<blockquote><p>Sind also 180 oder 570 Milliarden Yen so ein großer Betrag [Es liegt eventuell ein Fehler in der engl. Übersetzung bezüglich der Dimension der Beträge vor. Der Übersetzer]? Vergleichen Sie die beiden Artikel.</p>
<p>Auf der einen Seite sollen in den nächsten fünf Jahren zwischen 800 und 1000 Milliarden Yen ausgegeben werden, und der Betrag könnte sich noch mehr als verdoppeln. &#8220;Es besteht die Möglichkeit, dass [das System] nutzlos ist&#8221;. Puh &#8230;</p>
<p>Auf der anderen Seite sollen den Menschen, die unschuldig sind an den Leiden, die sie wegen des Staates und der Pharmakonzerne haben, 1800 oder 5700 Milliarden Yen gezahlt werden. [&#8230;]</p>
<p>Ich möchte alle noch einmal fragen: Sind 180 Milliarden Yen oder 5700 Milliarden Yen zu viel Geld? Ist es wirklich nötig, die zu Entschädigenden zu spalten?</p></blockquote>
<p><strong> Geschrieben von <a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/hanako-tokita/">Hanako Tokita</a>.</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Costa Rica: China kommt.</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2007/11/23/costa-rica-china-kommt/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Nov 2007 16:57:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>

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		<description><![CDATA[ &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Der costa-ricanische Präsident und Friedensnobelpreis-Träger Oscar Arias wurde ich China mit hohen militärischen Ehren [ES] empfangen, was für manche ironisch klingen mag. Fusil de Chispas [ES] zeigt Bilder und Videos des Besuchs.
Was steht hinter den neuen politischen und wirtschaftlichen Verbindungen? Warum lässt Costa Rica 60 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em> &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2007/11/23/costa-rica-the-arrival-of-china/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Der costa-ricanische Präsident und <a href="http://nobelprize.org/nobel_prizes/peace/laureates/1987/">Friedensnobelpreis-Träger</a> Oscar Arias wurde ich China mit <a href="http://www.fusildechispas.com/2007/10/26/dios-los-hace-2/">hohen militärischen Ehren</a> [ES] empfangen, was für manche ironisch klingen mag. <em>Fusil de Chispas</em> [ES] zeigt Bilder und Videos des Besuchs.</p>
<p>Was steht hinter den neuen politischen und wirtschaftlichen Verbindungen? <a href="http://www.newsstar.info/index.php/2007/06/14/60-anos-junto-a-taiwan-quedaron-atras">Warum</a> lässt Costa Rica 60 Jahre politischer Beziehungen mit Taiwan hinter sich, um neue Verbindungen mit Asiens Wirtschaftsgiganten China einzugehen? Blogger Roy Rojay spricht beim <em>News Star</em> [ES] über einige Vorteile dieses Tauschs. Mache Glauben, dass die Vorteile für ein Land wie Costa Rica groß sind, weil Taiwan an wirtschaftlicher Kraft und internationalem Einfluss nicht mit China mithalten kann. Costa Rica unterhält als <a href="http://www.nacion.com/ln_ee/2007/octubre/25/pais1291617.html">einziges Land</a> der Region politische Beziehungen mit China [ES].</p>
<p>Seit dem Beginn der Beziehungen gab es Treffen in beiden Ländern. Wie Tiquicia berichtet ist eine <a href="http://tiquicia-cr.blogspot.com/2007/11/chinese-costa-rican-legislators.html">chinesische Delegation</a>, angeführt von Jiang Enzhu, zum vierten offiziellen Treffen angereist und sprach mit dem Parlamentspräsidenten Francisco Antonio Pacheo und Außenminister Bruno Stagno.</p>
<p>Auch internationale Blogs haben von diesem wichtigen Besuch berichtet. Das regionale Blog <em><a href="http://nicaraguahoy.blogspot.com/2007/10/presidente-de-costa-rica-inicia.html">Nicaragua Hoy</a></em> [ES] schrieb auf seiner Startseite über das Treffen und zitiert den Präsidenten Arias:</p>
<blockquote><p>Für chinesische Firmen stellt Costa Rica einen sehr attraktiven Markt dam nicht nur wegen der Bildung seiner Arbeitskräfte, sonder auch wegen seiner Möglichkeit , steuerfrei in die USA zu exportieren.</p></blockquote>
<p>Arias bezieht sich auf die <a href="http://www.globalvoicesonline.org/2007/10/25/costa-rica-free-trade-agreement-passes">kürzliche Zulassung des Freihandelsabkommens</a> mit den USA, über das in einem Landesweiten Referendum entschieden worden war.</p>
<p>Am ersten Tag des chinesischen Besuchs wurde eine Lieferung von costa-ricanischen Schrimps für 150 Millionen Dollar nach China angekündigt; es folgte eine multi-millionen Dollar Inverstition  einer chinesischen Firma in die Raffinerie von Costa Rica. Das internationale Blog <em>Actualidad</em> [ES] <a href="http://www.casaasia.es:8000/iberoasia/blog/?p=394">schrieb</a> auch über eine Investition in Mobiltechnologie.</p>
<p><strong>Geschrieben von <a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/roy-rojas/">Roy Rojas</a>.</strong></p>
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