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	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Humanitäres</title>
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	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
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		<title>Jemen: Eine Zivil-oder Proxy-Krieg?</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 03:26:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonTarek Amr  &#183; Übersetzt von Hans H. Knauf &#183;  engl. Originalartikel 
Die Berichterstattung über den fortlaufenden Krieg im Jemen rechtfertigt sicherlich die Berichterstattung bei Global Voices Online, aber ich war doch schockiert, als ich merkte, dass es nicht viele Blogger gibt, die sich für diesen Konflikt interessieren. Hier sind ein paar Auszüge, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/tarek-amr/">Tarek Amr</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/23/yemen-a-civil-or-proxy-war/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Die Berichterstattung über den fortlaufenden Krieg im Jemen rechtfertigt sicherlich die Berichterstattung bei <em>Global Voices Online</em>, aber ich war doch schockiert, als ich merkte, dass es nicht viele Blogger gibt, die sich für diesen Konflikt interessieren. Hier sind ein paar Auszüge, die von Bloggern aus verschiedenen Ländern geschrieben wurden.</p>
<p>Der jemenitische Journalist <em>Nasser Arrabye</em> führt bei Blogspot ein Tagebuch über seine Berichterstattung. Im vergangenen August dieses Jahres <a href="http://narrabyee-e.blogspot.com/2009/08/yemen-threatens-to-strike-al-houthi.html">schrieb</a> er über die militärischen Aktionen zwischen der jemenitischen Regierung und den Houthi-Rebellen:</p>
<blockquote><p>Die jemenitische Regierung sagte am Donnerstag, sie würde militärische Maßnahmen ergreifen, um die Schulen und Regierungsgebäude, die von den Al Houthi Rebellen in Sa&#39;ada, im Norden des Landes, benutzt werden, zu befreien.</p></blockquote>
<p>Er fuhr fort:</p>
<blockquote><p>Die Erklärung erfolgte, nachdem Informationen über heftige Kämpfe zwischen den Rebellen und Regierungstruppen bekannt wurden, bei denen in dieser Woche auf beiden Seiten Dutzende getötet und verwundet wurden.<br />
&#8220;Seit Präsident Ali Abdullah Saleh den Stop der militärischen Operationen anordnete, haben Saboteure und Terroristen ihre Angriffe auf Bürger und Sicherheitskräfte fortgesetzt und die abscheulichsten Verbrechen gegen Alle einschließlich von Kindern und Frauen begangen, zusätzlich zu den Entführungen und Zerstörungen von Straßen und Häusern.&#8221;</p></blockquote>
<p>Es erscheint jedoch, dass die Houthi-Rebellen anderer Ansicht sind:</p>
<blockquote><p>Die Al Houthi-Rebellen sagten, sie würden nur sich selbst verteidigen und dass sie keinen neuen Krieg wollen.</p></blockquote>
<p>Ein paar Monate später war niemand in der Lage den andauernden Krieg zu beenden. Es wurde jedoch eine neue Frage aufgeworfen: Ist das ein Bürgerkrieg, der in Jemen stattfindet, oder gibt es andere Parteien, die auch an diesem Krieg teilnehmen.</p>
<p>Die Houthis behaupten, dass die Saudis an den fortwährenden Kriegen teilnehmen, und ihre Soldaten dazu da sind, der jemenitischen Regierung zu helfen. Die Regierung bestreitet dies jedoch. <em>Nasser Arrabyee</em> schrieb dazu:</p>
<blockquote><p>Ein jemenitischer Militär-Sprecher bestritt am Montag die Vorwürfe der Rebellen, dass die Armee Saudi-Stützpunkte benutzt, um sie anzugreifen. Die saudischen Behörden haben &#8220;der jemenitischen Armee erlaubt, den Saudi-Stützpunkt in Jabal Al Dukhan zu benutzen, aus welchem die Angriffe erfolgten,&#8221; sagte Al Houthi in einer per E-Mail versandten Erklärung. Der Militärsprecher, der nicht namentlich genannt werden möchte, sagte, Al Houthi versucht nur die Niederlagen mit den Erklärungen über Saudi-Störungen zu verdecken. &#8220;Jabal Al Dukhan gehört dem Jemen, nicht den Saudis,&#8221; sagte er. Dies ist nicht das erste Mal, dass die Al Houthi-Rebellen die saudischen Behörden beschuldigen, sich in den Krieg einzumischen.</p></blockquote>
<p>Aber einige Tage später schreibt <em>Nasser Arrabyee</em> <a href="http://narrabyee-e.blogspot.com/2009/11/continuous-confrontations-between-al.html">in seinem Blog</a>:</p>
<blockquote><p>Mindestens 5 Saudi-Soldaten und 15 Al Houthi-Rebellen wurden in einer heftigen Auseinandersetzung getötet, die zwischen den Rebellen und Saudi-Militär in Al Khuba und Jabal Al Dukhan im Jaizan-Gebiet, im Süden des Königreiches, stattfand, sagten lokale Quellen am Donnerstag. Der Anführer der Rebellen, Abdul Malik Al Houthi, sagte am Donnerstag in einer Erklärung, dass die saudische Armee die Positionen seiner Kämpfer an der Al Malahaid Front, westlich von Sa&#39;ada &#8220;mit allen möglichen Waffen&#8221;, bombardiere.</p></blockquote>
<p>Die Behauptungen der Houthi über saudische Interventionen war also richtig, und das zwang Gregory, die folgenden Fragen zu stellen:</p>
<blockquote><p>Ich habe den Eindruck, dass die Idee in diesen Morast des Aufstandes im Norden zu waden, von Saudi-Arabien nicht gut durchdacht worden ist. Und das bringt mich zu etwas Anderem, was ich seit einiger Zeit gefragt habe: Wer genau beaufsichtigt eigentlich das Jemen-Portfolio in Saudi Arabien? Es ist bestimmt nicht der Sultan. Und obwohl Muhammad bin Nayif eindeutig  für den AQ-Abschnitt verantwortlich ist, ist Saudi-Arabien nicht die USA und konzentriert sich deshalb nicht nur auf al-Quaida. Mit dem Jemen bestehen facettenreiche Beziehungen. Mein Eindruck ist, dass keine Einzelperson zuständig ist, sondern dass sich verschiedene Personen beim Steuern des Dings abwechseln. Mit wenig Ahnung davon, wohin sie steuern, springen sie von Krise zu Krise und versuchen die verrückten Yemenis und ihre Probleme davon abzuhalten, über die Grenze zu strömen.</p></blockquote>
<p>Sapphire hinterließ dann einen Kommentar zu Gregorys Bericht und <a href="http://islamandinsurgencyinyemen.blogspot.com/2009/11/big-question-for-saudi-arabia.html?showComment=1257592431993#c6430825506711060284">versuchte darzulegen, warum Saudi-Arabien sich entschieden hatte, an dem Krieg teilzunehmen</a>:</p>
<blockquote><p>Warum entschieden sich die Saudis mit ihrer Armee in den Yemen zu marschieren? Nachdem Sie den Irak an der nördlichen Grenze an die Shiiten des Iraks verloren haben, können sie es nicht tolerieren, so wird behauptet, einen weiteren schiitischen Staat im Süden des Landes zu haben, vorausgesetzt, die Huthis besiegen die zentrale jemenitische Regierung und gewinnen die Unabhängigkeit.</p></blockquote>
<p>Die ägyptische Bloggerin Zeinobia <a href="http://egyptianchronicles.blogspot.com/2009/11/this-is-not-regular-war-this-is.html">war über die Saudi-Intervention nicht glücklich</a>:</p>
<blockquote><p>Offiziell hat Saudi-Arabien den Houthi-Rebellen den Krieg erklärt. Ich möchte nicht diskutieren, ob das richtig oder falsch ist, oder ob das zu einem größeren regionalen Krieg führen wird. Ich möchte aber die Tatsache feststellen, dass Saudi-Arabien diesen Krieg wahrscheinlich kaum oder nicht so leicht gewinnen wird, wie es hofft, trotz all der Millionen Gadgets, die sie haben, denn hier handelt es sich um einen Guerilla-Krieg in den Bergen!</p></blockquote>
<p>Sie fuhr fort:</p>
<blockquote><p>Ich weiß nicht, warum die Saudis in den gleichen Sumpf steuern, wie wir das in der Mitte der 1960er Jahre taten. Natürlich ist das eine Ironie, weil sie damals die Jemeniten gegen uns unterstützt hatten !!! In der Tat wurde in einigen Nachrichten behauptet, dass KSA weißen Phosphor gegen die dortige Zivilbevölkerung eingesetzt hatte !! Ist das ein Déjà-Vu ??!!??</p></blockquote>
<p>Aber waren es nur die Saudis, die in den Krieg verwickelt waren? In der Nähe der jemenitischen Küste wurde ein iranisches Schiff aufgegriffen. Und das ist es, was <a href="http://narrabyee-e.blogspot.com/2009/11/al-houthi-linked-iranian-sailors.html"><em>Nasser Arrabyee</em> dazu brachte, das Folgende zu schreiben</a>:</p>
<blockquote><p>Ein mit Waffen beladenes iranisches Schiff, vermutlich auf dem Weg zu den Al Houthi-Rebellen, wurde am 26. Oktober 2009 vor der Küste des Midi Hafens im äußersten Nordwesten des Jemen aufgegriffen. In der jemenitischen Hauptstadt Sana&#39;a wird jetzt die 6-köpfige Besatzung, bestehend aus fünf Iranern und einem Inder, verhört. Die iranische Botschaft in Sana&#39;a bestritt zu jener Zeit, dass das Schiff Waffen an Bord hatte.</p></blockquote>
<p>Und deshalb schrieb Gregory, <a href="http://islamandinsurgencyinyemen.blogspot.com/2009/11/why-why.html">dass im Jemen möglicherweise ein Proxy-Krieg stattfindet</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Es ist also ein Saudi-iranischer Proxy-Krieg&#8221; sagte er. ( &#8216;er&#39; ist: Simon Henderson, Direktor der Golf und Energie Politik im Washington Institut für Nahost in Washington.)</p></blockquote>
<p>Die Einbeziehung von Saudi-Arabien, Iran, Sunnis und Shiiten erweckte <em>Abul Maali Fayeks</em> Aufmerksamkeit, denn das war es,<a href="http://http://lokmetaesh.blogspot.com/2009/11/blog-post_1876.html"> was er befürchtet hatte</a>:</p>
<p style="text-align: left;">ى شيوخ الفضائيات أن يسنوا رماحهم ويجلسوا ليتفرجوا على معارك المسلمين بعضهم البعض،ولعل الشيخ عرعور وقناته الطائفية “قناة صفا” لعلهم يكونو قد استراحوا قليلا بعد أن شاهدوا الحرب الدائرة بين دولة عربية مسلمةوكبيرة فى الحجم والمقام هى المملكة العربية<br />
السعودية وبين مسلمين آخرين فى اليمن الشقيق هم جماعة “الحوثيين الشيعة” واستمرار تلك المعارك ليس فى صالح أحد</p>
<div class="translation">Wovor ich gewarnt hatte, ist eingetreten, ein Religionskrieg zwischen Sunnis und Shiiten. Und jetzt sind die Kleriker des Satelliten Kanals dran, Öl auf die religiöse Auseinandersetzung zu gießen und die Kämpfe zwischen Muslimen zu beobachten. Und vielleicht kann dann Sheik Aarour und seine sektiererischer Kanal &#8220;Safa&#8221; glücklich beobachten, wie eine große und angesehene muslimische Nation, wie Saudi-Arabien, mit seinen Brüdern im Jemen Krieg führt. Die Fortführung dieser Kämpfe dient niemanden.</div>
<p>Und schließlich <a href="http://egyptianchronicles.blogspot.com/2009/11/this-is-not-regular-war-this-is.html">wundert</a> sich Zeinobia, ob die Arabische Liga der Nationen noch existiere und warum sie keine Maßnahmen ergriff, diesen Krieg zu verhindern:</p>
<blockquote><p>Ich weiß nicht, ob es ironisch oder traurig ist; arabisches und muslimisches Blut sollte nicht auf diese Art und Weise durch die Hände von anderen Arabern und Muslimen vergossen werden !! Letztendlich sind wir alle eins. Ich weiß nicht, worin die Rolle der Arabischen Liga besteht, wenn sie gebraucht wird. Amr Moussa scheint abwesend zu sein; raten wir mal, wieviel Punkte er als ein möglicher Präsidentschaftskandidat verlieren wird !!</p></blockquote>
<p>*** Auch bei <em>Global Voices Online</em>:<a href="http://globalvoicesonline.org/2009/11/18/saudi-arabia-well-defend-ourselves-for-the-right-reason/"> Saud-Arabien: Wir werden uns verteidigen, aus den richtigen Gründen</a></p>
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		<title>Schwangerschaft und Gefängnis: Gesundheit und Rechte der Frauen hinter Gittern</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/10/28/schwangerschaft-und-gefangnis-gesundheit-und-rechte-der-frauen-hinter-gittern/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 04:20:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Menschenrechte für schwangere Frauen sind weltweit immer noch umkämpft und es scheint, dass dabei schwangere Frauen in Gefängnissen sehr oft übersehen werden. Welche Schritte wurden unternommen um sicher zu stellen, dass sie auch menschlich behandelt werden, in Bezug auf das Leben, das sie tragen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/juliana-rincon-parra/">Juliana Rincón Parra</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/10/24/pregnancy-and-prisons-womens-health-and-rights-behind-bars/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="alignleft" title="Das Bild, welches diese Post illustriert, stammt aus “17. November” von daquella manera." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/2044749780_4ade9e2e3f.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Verdienen alle schwangere Frauen gleiche menschliche Rechte oder haben schwangere Frauen im Gefängnis diese Rechte verloren?</strong></p>
<p>Denkt man darüber nach, so tauchen immer ein paar Fragen auf, ob eine Frau, die für irgendwelche Kriminalitäten verurteilt worden ist, ein Recht darauf hat ein Leben zu führen und ihr Kind aufzuziehen:</p>
<p>⁃	Wie fühlen sie sich hinter Gittern, wenn sie schwanger sind und ein Kind erwarten?<br />
⁃	Sollte es Vorrechte geben, wenn es auch andere Frauen außerhalb der Vollzugsanstalt<br />
gibt, die keine medizinische Hilfe erhalten?<br />
⁃	Sollte Schwangerschaft alle andere legalen Bedingungen außer Kraft setzen, um die Menschenrechte einer schwangeren Frau zu wahren?</p>
<p><strong>USA: In Wehen liegende Frauen nicht mehr fesseln.</strong><br />
Können Sie sich eine Frau bei der Geburt eines Kindes vorstellen, mit den Händen in Handschellen und die Füße an die Bettpfosten gekettet?<a href="http://www.rhrealitycheck.org/user/malika-sadaa-saar"> Malika Saada Saar</a>, Gründer und Direktor von <a href="http://www.rebeccaproject.org/">Rebecca Project for Human Rights</a> erzählt uns von dieser Praxis, die es in den Vereinigten Staaten immer noch gibt, wo Frauen, die im Gefängnis sitzen, routinemäßig während der Wehen und Geburt angekettet werden, eine allgemeine Vorgehensweise in einigen Vollzugsanstalten, obgleich dies für die Gesundheit der Mutter und des Kindes gefährlich ist. Es folgt ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=CWj1uHdxnt8">Video Interview</a>, das in dem gleichen Artikel für<em> RH Reality Check </em>erschienen ist, eine online Gemeinschaft über sexuelle und reproduktive Rechte, die Informationen und Analysen für reproduktive Gesundheit gibt:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="430" height="264" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/CWj1uHdxnt8&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="430" height="264" src="http://www.youtube.com/v/CWj1uHdxnt8&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><strong>Was geschieht mit dem Kind der Insassin nach der Geburt?</strong></p>
<p>Jedes Land hat unterschiedliche Vorschriften über Kinder im Gefängnis. In Argentinien zum Beispiel, gemäß <em>Ajintem</em>, einem Informations-Portal für Migrations-Informationen, wurde letztes Jahr <a href="http://portal.ajintem.com/archivo/80-argentina-prision-domiciliaria-para-embarazadas-y-madres.html">ein Gesetz erlassen</a>, das vorschreibt, schwangere Frauen, Frauen mit Kindern unter 5 Jahren und solche mit behinderten Kindern dürfen ihre Gefängnisstrafe unter Hausarrest ableisten. Dieses Gesetz hilft nicht nur der Mutter, die während ihrer Schwangerschaft im Gefängnis nicht die richtige Pflege erhält, sondern auch dem Kind, dass entweder in einer unsicheren Umgebung, beraubt jeder Freiheit und unzureichender Gesundheitskontrolle und Nahrung, aufwachsen würde, oder von seiner Mutter getrennt aufgezogen würde, was wieder eine ganz andere Serie von Problemen aufwerfen würde. Die Richter sollen jedoch dem Geist dieses Gesetzes folgen und diese Erlaubnis nur jenen Frauen gewähren, die nicht in brutale Verbrechen verwickelt sind, damit der Rest der Zivilbevölkerung Schwangerschaft nichts als eine Freikarte für einen Gefängnisaufenthalt ansieht.</p>
<p>In den Kanarischen Inseln, gemäß dem ‘Prisiones y Penas’  Blog, der über Fragen in Bezug auf  Gefängnisse und Zuchthäuser schreibt, dürfen die Frauen <a href="http://prisionesypenas.blogspot.com/2009/09/detenidas-con-hijos-en-carceles.html">ihre Kinder bis zum Alter von 3 Jahren</a> in ihren Zellen behalten, aber in Begleitung anderer Insassen, welches nicht gerade das beste Umfeld ist. Schwangeren Frauen oder Frauen mit Kindern unter 3 Jahren wird deshalb beim Eintritt in das Gefängnis gesagt, dass es für das Kind nicht gut ist, hinter Gittern aufzuwachsen, und ihnen wird die Möglichkeit angeboten, das Kind an Familienmitglieder abzugeben. In <a href="http://www.reuters.com/article/worldNews/idUSTRE5085ZV20090109">Peru</a> und <a href="http://russiatoday.com/Top_News/2009-07-27/russia-s-prison-born-children-marked-for-life.html">Russland</a> wird genauso gehandelt. In den Vereinigten Staaten gibt es nur zwei Vollzugsanstalten, die das erlauben, eine in New York und die andere in Nebraska. Darüber berichtet die <a href="http://www.amnestyusa.org/women/custody/toomuchtime/pt_02/e_moms.html">berühmte Fotografin Jane Evelyn Atwood</a> in ihrer dreiteiligen Foto-Dokumentation ‘<a href="http://www.amnestyusa.org/women/custody/toomuchtime/"><em>Amnesty International</em>, called Too Much Time</a>’, in der sie über Ihre Besuche von Dutzenden von Gefängnissen in der ganzen Welt berichtet und das Leben der Insassen dokumentiert.</p>
<p>Warum verbietet das Strafvollzugsystem in den USA den Frauen ihre Babies zu behalten? Atwood erklärt, dass dies aufgrund der Geisel-Gefahr nicht erlaubt ist. In dem<a href="http://prisonphotography.wordpress.com/2009/10/07/women-behind-bars-jane-evelyn-atwoods-too-much-time/"> Gefängnis-Fotografie Blog</a> wird diese Behauptung aufgegriffen:</p>
<blockquote><p>Kinder werden in dem meisten US-Gefängnissen nicht aufgenommen. Als Grund wird die Sicherheits-Bedrohung genannt: Ein Kind in einem Gefängnis sei ein ständiges, verletzbares Ziel für Leben und Geiselnahme. Diese Behauptung erscheint etwas fingiert, wenn man die Strafvollzugsysteme in anderen Ländern in Erwägung zieht.</p></blockquote>
<p>Die Atwood Dokumentation auf der Webseite von <em>Amnesty International</em> hat einen Abschnitt über die Geburt in Ketten, wie in <a href="http://www.amnestyusa.org/women/custody/toomuchtime/pt_02/f_vanbab.html">Vanessas Baby</a> erzählt wird, und einen anderen über Gefängnissysteme und <a href="http://www.amnestyusa.org/women/custody/toomuchtime/pt_02/e_moms.html">Mutterschaft</a>, mit Fotos von Frauen, bei denen die Fotografin aus ihren Essays über ihre Erfahrungen bei dem Besuch von Gefängnissen und ihre Fotografien vorliest.</p>
<p><strong>Schwangerschaft zum Verhandeln?</strong><br />
Warum sind die Rechte von schwangeren Frauen im Gefängnis so umstritten? In <em>‘Russia Today’</em>, einer Radiosendung, wird <a href="http://russiatoday.com/Top_News/2009-07-27/russia-s-prison-born-children-marked-for-life.html">dieses Thema</a> bei der Diskussion über Kinder behandelt, die in dem russischen Strafvollzugsystem geboren und aufgezogen werden.</p>
<blockquote><p>Skeptiker glauben einige Mütter werden absichtlich schwanger, nur um ein einfacheres Leben im Gefängnis zu haben: Krankenhaus-Aufenthalt, viel Zeit mit ihrem Kind - ist alles viel besser, als in einer steinernen Zelle zu sitzen, behaupten sie.</p></blockquote>
<p>Und es gibt Frauen, die glauben, Schwangerschaft ist die einzige Möglichkeit einer Verurteilung zu entgehen. Das war der Fall im letzten Juni, als eine Engländerin in Laos für Drogenschmuggel eingekerkert und zu Tode verurteilt worden war, im Gefängnis schwanger wurde und damit der Hinrichtung entkam, weil die Regierung in Laos eine schwangere Frau nicht hinrichtet. Es wurde <a href="http://www.dailyexpress.co.uk/posts/view/105278/No-firing-squad-for-girl-who-fell-pregnant-in-jail">behauptet</a>, gemäß dem ‘<em>Daily Express</em>’, einer englischen Tageszeitung, dass sie künstlich befruchtet wurde “um einen milderen Urteilsspruch zu erreichen”.</p>
<p><strong>Mit eigenen Worten: Frauen erzählen von ihren Kindern und dem Gefängnisleben</strong><br />
Geraldin Rodríguez, eine Argentinierin, die ihre Zeit in einem Gefängnis von Ecuador für Drogenschmuggel verbringt, erzählt <a href="http://marcosbrugiati.blogspot.com/2009/07/carcel-de-mujeres.html">Marcos Brugiati</a>, dem Autor der mit Kunst verbundenen online Publikation<a href="http://www.indexarte.com.ar/noticias/562/las-rejas-de-la-carcel-el-arte-de-la-espera.htm"> <em>Plastica-Argentina</em></a>, ihre Geschichte über Schauspielerei und Aufführungen im Gefängnis, über schwanger werden und ihr Kind im Gefängnis zur Welt zu bringen. Es wurde ihr erlaubt, ihr Kind bei sich zu behalten, doch entschied sie sich dafür, dass das Kind frei aufwachsen sollte:</p>
<blockquote><p>“Decidí que salga para vivir, tenía miedo que sufra de grande los traumas que hoy tengo. Se lo llevó al año mi hermano quien se hice cargo con su esposa”.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich entschied mich, er sollte mich verlassen um leben zu können. Ich befürchtete, er würde unter den gleichen Traumas leiden, die ich heute habe. Nach einem Jahr nahm mein Bruder ihn mit und zieht ihn zusammen mit seiner Frau auf.</div>
<p>Juvinete ist in einem <a href="http://www.nortecastilla.es/20080908/vida/quedarse-embarazada-prision-irresponsable-20080908.html">spanischen Gefängnis</a> und war schwanger, als sie wegen Drogendelikten eingesperrt wurde. Sie erzählte der spanischen Zeitung <a href="http://www.nortecastilla.es/20080908/vida/quedarse-embarazada-prision-irresponsable-20080908.html"><em>NorteCastilla</em></a> ihre Geschichte. Drei Jahre, nachdem sie ihr Baby im Gefängnis zur Welt gebracht hatte, musste das Kind sie verlassen und wurde an eine Pflegefamilie übergeben. Juvinete sieht ihre Tochter alle 15 Tage und jeden zweiten Monat erhält sie 2 Wochen Urlaub um mit ihr zusammen zu sein. Alles sieht jedoch nicht so rosig aus: es besteht die Möglichkeit, dass Juvinete in ihr heimatliches Brasilien deportiert wird und sie befürchtet die Folgen, die das für ihr Kind haben könnte. Sie hat einen Rat für jede Frau, die im Gefängnis schwanger werden will:</p>
<blockquote><p>-Intento convencerlas para que no se queden en estado dentro porque ver a un niño privado de libertad es muy duro, es irresponsable. Ellos no tienen que pagar nuestros errores.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich versuche sie davon zu überzeugen nicht schwanger zu werden, solange sie drinnen sind, denn zusehen zu müssen, wie ein Kind seiner Freiheit beraubt wird, ist sehr schwer, es ist unverantwortlich. Sie sollten nicht für unsere Fehler zahlen müssen.</div>
<p>In <em>‘<a href="http://www.womenandprison.org/motherhood/kebby-warner.html">Woman and Prison</a>’</em> (Frauen und Gefängnis), eine Webseite, welche die Erfahrungen der Frauen im Strafvollzugsystem sichtbar machen will, spricht <a href="http://www.womenandprison.org/motherhood/kebby-warner.html">Kebby Warner über ihre eigene Schwangerschaft</a> in einem Gefängnis in den Vereinigten Staaten und wie sie während ihrer Schwangerschaft, den Wehen und danach behandelt wurde, als ihr das Kind weggenommen wurde. Hier ist ein Auszug, wo sie über den Geburtsvorgang schreibt:</p>
<blockquote><p>Während der Wehen darf niemand in den Entbindungssaal. Meine Familie wusste noch nicht einmal, dass ich in den Wehen lag oder sie hatte, bis nachdem ich das Krankenhaus verließ. In diesen drei Tagen blieben einige der Wächterinnen im Zimmer, aber wenn die Krankenschwester sie darum bat, draußen zu sitzen, folgten sie meistens dieser Bitte. Ich habe Schauergeschichten gehört in denen Frauen an das Entbindungsbett gekettet wurden. Ich bin so dankbar, dass ich diese Erfahrung nicht machen musste. Die meisten Krankenschwestern behandelten mich wie einen Menschen, nicht wie eine Gefangene.</p></blockquote>
<p>In <a href="http://www.womenandprison.org/motherhood/index.html">Women and Prison</a> können Sie weitere Zeugenberichte lesen, sowie über das Aufwachsen mit Eltern im Gefängnis und die verschiedenen Auswirkungen, die eingekerkerte Frauen auf ihre Kinder haben.<br />
So, was denken Sie? Auf der ganzen Welt gibt es schwangere Frauen, die keine Gesundheitspflege irgendwelcher Art erhalten. Ist es richtig, dass speziellen Anstrengungen zugunsten von Frauen in Gefängnissen gemacht werden? Gibt es einen Unterschied zwischen den Frauen, die eine Strafe in einer Strafanstalt absitzen, und denen die draußen sind? Sollen sie unterschiedlich behandelt werden?</p>
<p>Das Bild, welches diese Post illustriert, stammt aus “17. November” von <a href="http://www.flickr.com/photos/daquellamanera/2044749780/">daquella manera.</a></p>
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		<title>Mythos vom Reichtum durch neuestes Gutachten vernichtet</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/10/27/mythos-vom-reichtum-durch-neuestes-gutachten-vernichtet/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/10/27/mythos-vom-reichtum-durch-neuestes-gutachten-vernichtet/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 01:36:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
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		<category><![CDATA[Humanitäres]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonScilla Alecci  &#183; Übersetzt von Hans H. Knauf &#183;  engl. Originalartikel 
Der neueste Bericht [en] des Wohlfahrtsministeriums gibt bekannt, dass einer von sechs Japanern in Armut lebt. Die OECD Zahlen [en] geben an, dass Japan in der entwickelten Welt eine der höchsten Armutsraten hat und nach Mexico, der Türkei und der USA [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/scilla-alecci/">Scilla Alecci</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/10/25/japan-latest-survey-on-poverty-destroys-the-prosperity-myth/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Der neueste <a href="http://www.financialexpress.com/news/one-in-six-japanese-living-in-poverty-survey/531390/">Bericht</a> [en] des Wohlfahrtsministeriums gibt bekannt, dass einer von sechs Japanern in Armut lebt. Die OECD <a href="http://www.oecd.org/document/53/0,3343,en_2649_33933_41460917_1_1_1_1,00.html">Zahlen</a> [en] geben an, dass Japan in der entwickelten Welt eine der höchsten Armutsraten hat und nach Mexico, der Türkei und der USA an 4. Stelle steht.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img alt="Von Flickr id: Ushio Shugo" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/ハウルの動く城.jpg" width="500" height="333" /><p class="wp-caption-text">Von Flickr id: Ushio Shugo</p></div>
<p>Im September hatte Makoto Yuasa, der Generalsekretär des <a href="http://www.k5.dion.ne.jp/~hinky/index.html">Anti Poverty Network</a> (反貧困 Han Hinkon) [ja], bereits auf das Problem hingewiesen und das japanische Armutsproblem <a href="http://www.k5.dion.ne.jp/~hinky/090904article.yuasa.html">wie folgt erklär</a>t [en]:</p>
<blockquote><p>Seit dem Wirtschaftswachstum der 60er Jahre gab es in Japan immer den Mythos, dass alle Japaner der Mittelklasse angehören. Das typisch japanische Arbeitsverhältnis, welches diesem Mythos zugrunde liegt, ist jedoch durch das Wachstum von nicht-regulären Beschäftigungen und anderen Faktoren verwandelt worden, und eine zunehmende Anzahl von Japanern lebt heute in Armut.</p></blockquote>
<p>In vielen Blogs wird darüber diskutiert, dass die Einkommenskluft in Japan heute nichts Neues mehr sei. Als Anfang der 90er Jahre die Wirtschaftsblase barst, wurde diese Schwachstelle im japanischen System enthüllt, und Fachleute behaupten, dass sich das Land seitdem von der Rezession nie richtig erholt hätte.</p>
<p>Ysaki <a href="http://eiji.txt-nifty.com/diary/2009/10/post-730a.html">deutet an</a>, dass dieses Problem schon immer bestanden hatte, aber von den meisten Japanern als das Problem der anderen angesehen wurde.</p>
<blockquote><p>この記事を最初に見た時に、私は部落問題に近いな、と感じたんです。それは、私たちの隣に確実にその問題があるのに、知らないふりをする。見ない振りをし、無関係を装ってきた。</p></blockquote>
<div class="translation">Als ich diese Nachrichten las, hatte ich das Gefühl, dass dieses Problem den Schwierigkeiten anderer Gruppen in Japan, gegen die diskriminiert wurde, sehr ähnlich sei.<br />
Obgleich hier sicherlich ein Problem besteht, welches uns auch sehr Nahe liegt, geben wir vor es nicht zu sehen, und dadurch haben wir uns allmählich davon überzeugt, dass es uns nichts angeht.</div>
<p>Miyabi-tale zieht in <a href="http://d.hatena.ne.jp/miyabi-tale/20091021/1256088117">Betracht</a>, dass diese Frage eine lange Vergangenheit hat, und die Verantwortung hierfür auf politische Unbeweglichkeit zurückzuführen sei.</p>
<blockquote><p>驚くべきは、この数字が今年ではなくて数年前のデータでさえすでに7人に1人いるという事実で、リーマンショック以降の世界恐慌の不景気のあとでは今現在では少なく見ても5人に1人はそれくらいの値になっていると考えられることである。自民政権下では、公式発表的に「日本に貧困はない」「一億総中流家庭」なんていうキャッチコピーもあったわけだが、現実はまったくそうでないということが改めて浮き彫りにされたわけである。</p></blockquote>
<div class="translation">Überraschend sind die Daten, die ein paar Jahre zurückliegen, und die zeigen, dass eine Person von Sieben in Armut lebte. Es gibt Leute, welche dies als positiv betrachten, weil trotz der tiefen Rezession, die infolge des Zusammenbruchs der Lehmann Brothers die gesamte Welt betroffen hat, heutzutage nur noch fünf Leute arm sind.<br />
Unter der LDP-Regierung gab es Slogans wie ‘In Japan gibt es keine Armut’ oder ‘Insgesamt Hundert Millionen Mittelklasse Haushalte’. Es ist aber ganz offensichtlich, dass dies von der Wahrheit weit entfernt war.</div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img alt="Von Flickr id: caribb" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/homeless.jpg" width="500" height="332" /><p class="wp-caption-text">Von Flickr id: caribb</p></div>
<p>Es gibt aber andere, die lieber die Kehrseite der Medaille betrachten möchten.<br />
Ukkii <a href="http://ameblo.jp/shiokawa-office/entry-10369752658.html">hofft</a>, dass diese schwarze Periode aus der sozialen und wirtschaftlichen Vergangenheit die Kraft des Geisten, für den die Japaner so berühmt sind, zurückbringen könnte.</p>
<blockquote><p>し・か・し 国の景気が良くなるまでこのままでいいのだろうか 貧しかった戦後の日本国民は、みな必死で頑張ってここまでよくなってきています あの時代のハングリー精神があればきっと国を変えれなくとも企業の生き残りは可能だと思います 私は一社員でありますが社長のような視点で物事を考えていくことを目標としています 視野を広げればいろんなことに発見や改善が見えてくるからです ハングリー精神なんて言葉、現代では死語なのかもしれませんが 僕はこの言葉を提唱していきたいと思います</p></blockquote>
<div class="translation">A B E R<br />
ist es richtig die DInge so weiterlaufen zu lassen, bis sich die Wirtschaft des Landes wieder erholt hat?<br />
Als die japanischen Menschen nach dem Krieg arm waren, strengten sie sich ohne zu zögern an und schafften es die Lage so zu verbessern, wie wir sie heute kennen.<br />
Wenn wir nur wieder den gleichen HUNGRIGEN DRANG jener Zeit hätten, so bin ich sicher, selbst wenn wir das ganze Land nicht sofort verändern können, es doch möglich wäre, unsere Unternehmen stark und wettbewerbsfähig zu halten.<br />
Zwar bin ich ein Angestellter, doch versuche ich die Dinge aus dem Blickwinkel eines Geschäftsführers zu sehen. Wenn wir vorausschauen, gibt es viele Entdeckungen und Verbesserungen, die man bei zahlreichen Dingen anwenden kann.<br />
Heute ist der Ausdruck ‘hungriger Drang’ vielleicht vergessen, doch ich möchte ihn gern wieder bekannt machen.</div>
]]></content:encoded>
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		<title>China und Taiwan: Der Besuch des Dalai Lama und die Politik</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/08/31/china-and-taiwan-der-besuch-des-dalai-lama-und-die-politik/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 18:08:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingrid Fischer-Schreiber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonOiwam Lam  &#183; Übersetzt von Ingrid Fischer-Schreiber &#183;  engl. Originalartikel 
Gestern kam der Dalai Lama im Zuge seiner von China verurteilten Reise in Taiwan an. Die Reise, um die die Democratic Progressive Party (DPP) bei Präsident Ma Ying-jeou angesucht hatte, ist eine Geste des Unterstützung gegenüber den Opfern des Taifuns Morakot. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/oiwan/">Oiwam Lam</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/ingrid-fischer-schreiber/'>Ingrid Fischer-Schreiber</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/08/31/china-and-taiwan-dalai-lamas-visit-to-taiwan-inevitably-political/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Gestern kam der Dalai Lama im Zuge seiner von China verurteilten Reise in Taiwan an. Die Reise, um die die Democratic Progressive Party (DPP) bei Präsident Ma Ying-jeou angesucht hatte, ist eine Geste des Unterstützung gegenüber den Opfern des Taifuns Morakot. Der Dalai Lama erklärte am Flughafen: <a href="http://english.aljazeera.net/news/asia-pacific/2009/08/2009830205219349115.html">&#8220;Ich bin ein Mönch. Man hat mich ersucht, Gebete für den Frieden zu sprechen &#8230; Es geht nicht um Politik. Es geht um das Menschliche.&#8221;</a></p>
<p>Obwohl der Dalai Lama sich sehr bemühte, diese Reise als &#8220;humanitäre&#8221; Reise zu gestalten, und den Verlauf auch dementsprechend plante, lassen die Debatten und Proteste rund um diese Reise darauf schließen, dass es dabei auch um etwas anderes geht.</p>
<p>Taiwanderful veröffentlichte den <a href="http://www.taiwanderful.net/event/dalai-lama-taiwan">Terminplan der Reise </a>mit einem Kommentar, in dem er beklagt:</p>
<div class="translation">Dieser Reiseverlauf kann in letzter Sekunde noch abgeändert werden. Es scheint, dass die Regierung mit einer Hand gibt und mit der anderen nimmt. Sie lassen den Dalai Lama hierher kommen, aber sie wollen auch nicht, dass er frei agieren kann.</div>
<p>Von Anfang an glaubten jene, die gegen die Reise des Dalai Lama sind, dass die Reise als Ganzes eine politische Show ist, die von der DDP gelenkt wird. Zum Beispiel sagte <a href="http://blog.udn.com/ROCgood/3266783">ROCgood</a> von udn.com: </p>
<blockquote><p> 明明故意消費88水災災民的死亡及苦難，搞落井下石的突襲，卑鄙政治手段，暗戳兩岸敏感神經，趁火打劫，發政治國難財，企圖破壞兩岸和平。卻又如此倒打一耙，假惺惺作態，偽託「人道撫慰」之名，說別人不要有「政治邏輯思考」，真的讓人噁心作嘔！
</div>
<div class="translation">Das ist eine ganz bewusste Vereinnahmung der Opfer des Taifuns Morakot, mit all ihrem Leiden und Sterben. Dieser politische Trick ist ein schmutziger Angriff auf jene, die ohnehin schon Not leiden. Er will den Nerv der Beziehungen zwischen China und Taiwan treffen und nutzt eine nationale Notlage aus. Sie [die DDP] will mit dieser vorgeblichen Geste des &#8220;humanitären Trostes&#8221; den Frieden zwischen Taiwan und China zerstören, kritisiert aber gleichzeitig die &#8220;politische Logik&#8221; der anderen. Das ist unerträglich!</div>
</blockquote>
<p>Lin Pohua, ein Blogger und Kolumnist, nennt <a href="http://lingfengcomment.pixnet.net/blog/post/25753763">drei Hauptargumente</a> gegen den Besuch des Dalai Lama: 1. Der Dalai Lama ist eine politische Figur und sein gesamtes Handeln verfolgt politische Zwecke; 2. die lokalen religiösen Vertreter können den Opfern genauso gut Trost spenden; 3. die DPP funktioniert den Besuch des Dalai Lama in eine Politshow um. Und Lin argumentiert weiter <a href="http://lingfengcomment.pixnet.net/blog/post/25753763"> Lin</a>:  </p>
<blockquote><p> 達賴喇嘛本來就是宗教領袖，如果說，他後來被逼沾上政治，也是因為共產黨對西藏文化與宗教的滅族迫害</p>
<div class="translation">Der Dalai Lama ist ursprünglich ein religiöser Führer. Wenn es heißt, er sei in eine politische Rolle gedrängt worden, dann wegen der Unterdrückung der tibetischen Kultur und Religion durch die KP.</div>
</blockquote>
<blockquote><p>葉小文一句“不一定遠方來的和尚才會念經”，是有意挑動台灣宗教界與達賴喇嘛，以及台灣宗教界之間的關係。</p>
<div class="translation">Der Kommentar von Ye Xiaowen [Anm. d. Übers.: Ye ist der Direktor des Staatlichen Büros für Religiöse Angelegenheiten der VR China], dass &#8220;jeder Priester beten kann und man niemanden von weit her dazu einladen muss&#8221; ist eine Provokation, die einen Konflikt zwischen den religiösen Vertretern Taiwans und dem Dalai Lama herbeiführen will. Er zerstört auch die Beziehung der verschiedenen religiösen Gruppierungen Taiwans untereinander.</div>
</blockquote>
<blockquote><p>共產黨大肆誣蔑民進黨，那是因為這口自己找來的惡氣不便出在不爭氣的馬英九身上，只能找民進黨來亂罵了。</p>
<div class="translation">Die KP Chinas greift deswegen die DPP an, weil sie ihren Zorn nicht direkt an Ma Ying-jeou auslassen kann, sondern ihn der DPP spüren lassen muss.</div>
</blockquote>
<p><a href="http://blog.roodo.com/weichen/archives/9863367.html">Weichen </a>unterstricht, dass der Dalai Lama Taiwan zwei Mal - 1997 und 2001 - besucht hat. In beiden Fällen hieß Ma Ying-jeou den Dalai Lama herzlich willkommen. Der Blogger sagt voraus, dass Ma Ying-jeou und die Führer der KMT es nicht wagen werden, den Dalai Lama zu treffen, weil Beijing Druck auf sie ausübe.</p>
<p>Cigam sieht im Besuch des Dalai Lama einen <a href="http://cigam.pixnet.net/blog/post/24239412">politischen Schlagabtausch</a> zwischen DPP, Kuomintang (KMT) und der KP Chinas:</p>
<blockquote><p>邀請達賴喇嘛來台灣，對DPP來說，的確是一手好牌你KMT不准他來，一定得罪災民！你讓他來，又得罪支那！</p>
<div class="translation">Die Einladung an den Dalai Lama, Taiwan einen Besuch abzustatten, ist tatsächlich ein schlauer Schachzug gewesen. Erlaubt die KMT den Besuch nicht, wäre das ein Schlag ins Gesicht der Opfer. Erlaubt sie den Besuch, dann zieht sie sich den Zorn der KP zu!</div>
</blockquote>
<blockquote><p>是的，能把KMT轟到台灣來的共產黨果然不是省油的燈！ 一方面示意區長可以放達賴喇嘛通關，另一方面擺出強硬態勢：你他 X的馬區長不聽話！甚至還放了一隻奴才來台灣大聲亂吠！ 一招轉守為攻、連消代打，幫馬區長洗掉了部分「親中」的嫌疑（是嫌疑嗎？），順便再幫馬區長塑造出有擔當、有氣魄的形象！好了，雙方你來我往，如果發展到這裡，其實看起來好像是DPP做球給KMT跟支那來打，讓他們博得美名</p>
<div class="translation">Die Tatsache, das die KP Chinas die Kuomintang besiegen konnte, zeigte, dass sie ein mächtiger Faktor ist. Einerseits gab sie grünes Licht für die Reise des Dalai Lama, andererseits verurteilte sie das Vorhaben offen: Du kleiner Provinzchef Ma hast gegen meinen Willen gehandelt! Sie schickt sogar einen Lakaien [Anm. d. Übers.: gemeint ist Ye Xiaowen], der sich in Taiwan wichtig macht! Das alles half Ma, dem Provinzchef, seine verdächtig pro-chinesische Haltung zu übertünchen und sich ein Image als verantwortlicher Provinzchef aufzubauen! Und jetzt schaut es langsam so aus, als ob die DPP den Ball der KMT und der chinesischen Regierung zuspielt und ihr die Gelegenheit gibt, sich einen guten Namen zu machen!
</div>
</blockquote>
<p>In der VR China darf der Besuch des Dalai Lama  in  Foren und Blog-Hosting-Webseiten nicht thematisiert werden.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Brasilien: Gedanken über unsere eigenen Gasa-Streifen</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/18/brasilien-gedanken-uber-unsere-eigenen-gasa-streifen/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/18/brasilien-gedanken-uber-unsere-eigenen-gasa-streifen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 19:56:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Humanitäres]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Palästina]]></category>
		<category><![CDATA[Portugiesisch]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben vonPaula Góes  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 

Text des Graffitis:

ICH WURDE GEBOREN, WEIL SIE MICH LIEBTEN
ICH STARB, WEIL SIE MICH HASSTEN&#8230;
zum Gedenken an
RENAN
GABRIEL
FELIPE
MARCELÃO
THIAGO
Ruhet in Frieden

aus Morro de Samba (Hügel des Samba) in Rio de Janeiro - „Berühmt-berüchtigt für seinen Drogenschmuggel und seine Gewalt, ist Morro de Samba bekannt als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/paulagoes/">Paula Góes</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/11/brazil-reflecting-on-our-very-own-gaza-strips/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="aligncenter size-full wp-image-55216" title="27491733_8ae3c0a8f5" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/27491733_8ae3c0a8f5.jpg" /></p>
<p><strong>Text des Graffitis:</strong></p>
<blockquote>
<p><strong>ICH WURDE GEBOREN, WEIL SIE MICH LIEBTEN<br />
ICH STARB, WEIL SIE MICH HASSTEN&#8230;<br />
zum Gedenken an<br />
RENAN<br />
GABRIEL<br />
FELIPE<br />
MARCELÃO<br />
THIAGO<br />
Ruhet in Frieden</strong></p>
</blockquote>
<p><strong>aus Morro de Samba (Hügel des Samba) in Rio de Janeiro - „Berühmt-berüchtigt für seinen Drogenschmuggel und seine Gewalt, ist <em>Morro de Samba</em> bekannt als eine der gefährlichsten Gemeinden in unserer Region“, Foto von <a href="http://www.flickr.com/photos/beija-flor/">carf</a> unter einer Creative-Commons-Lizenz</strong></p>
<p>Wie der Rest der Welt verfolgen die brasilianischen Blogger genau die Entwicklung des <a href="http://globalvoicesonline.org/specialcoverage/2008-gaza-strip-bombings/">israelisch-palästinensischen Konflikts</a> [en]. Die Meinungen gehen auseinander, aber der Konflikt hat trotz allem die Blogger dazu gebracht, über eines nachzudenken: manch einer spürt, dass die Geschehnisse in Gaza eine Parallele haben in den täglichen Kriegen in den Elendsquartieren quer durchs Land - genannt die eigenen Gazastreifen Brasiliens - wo  [die Gewalt] jeden Tag <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/12/13/brazil-brazilian-police-literally-gets-away-with-murder/">viele unschuldige Leben</a> [en] fordert. <a href="http://diplo.uol.com.br/2009-01,a2752">Sérgio Vaz</a> [pt] erklärt:</p>
<blockquote><p>Aqui no Brasil, na Baixa do Sapateiro, faixa de gaza baiana, menino Matheus morreu com um tiro de Fuzil quando saía de casa para comprar pão, no mesmo momento em que a polícia invadia sua favela.<br />
Mera coincidência, ou são sempre os mesmos que sangram nas calçadas, quer seja na faixa de Gaza brasileira ou na Faixa de Gaza Palestina? Será que a sede de sangue nunca cessa?<br />
A Periferia debaixo de tiros, a Palestina debaixo de bombas. Será que deus foi passar o réveillon em Copacabana?</p>
</blockquote>
<div class="translation">Hier in Brasilien, in Baixa dos Sapateiros, dem Gazastreifen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bahia">Bahia</a> starb ein Junge namens Mattheus durch einen Gewehrschuss, als er aus dem Haus ging um Brot zu kaufen in dem Moment in dem die Polizei in die Favela einmarschierte, in der er lebte.<br />
Ist es nur Zufall, oder sind es immer die gleichen [unschuldigen Menschen], die auf dem Pflaster sterben, sei es im brasilianischen Gazastreifen oder im palästinensischen Gaza? Kann es sein, dass der Blutdurst nie endet?<br />
Die Vorstädte unter Feuer, Palästina unter Bombenteppichen. Kann es sein, das Gott das Neujahrsfest an der Copacabana verbracht hat?</div>
<p>Als er die schockierenden Bilder des Konflikts im Internet sah, musste <a href="http://famintopordeus.blogspot.com/2009/01/israel-vs-hamas-gaza.html">Anderson Vieira</a> [pt] unwillkürlich an die Tage denken, als er regelmäßig in eine der Favelas von Rio de Janeiro kam, wo es nach seinen Worten normal war, dass stark bewaffnete Drogendealer Seite an Seite gingen mit Kindern, schwangeren Frauen und alten Menschen. Immer wieder würde die Polizei dort einen verheerenden Auftritt veranstalten:</p>
<blockquote><p>Acontece que não foram poucas as vezes que em incursões da polícia em morros e favelas cariocas, na troca de tiros, no fogo cruzado, pessoas inocentes acabavam sendo atingidas pelas famosas balas perdidas, que de perdidas não têm absolutamente nada.<br />
A situação da Faixa de Gaza é de certa forma parecida com a das favelas e morros cariocas. Ali em meio aos terroristas do Hamas há crianças, mulheres, homens, cidadãos palestinos inocentes e desprotegidos. À semelhança dos traficantes que se escondem em barracos e casas de moradores a fim de fugir da polícia, os terroristas do Hamas também se valem dessa estratégia no mínimo covarde e se infiltram em casas de inocentes.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Es ist so, dass es nicht selten vorkam, das beim Einfall der Polizei in die Favelas von Rio de Janeiro, im Schusswechsel, im Kreuzfeuer, am Ende unschuldige  Menschen von den berühmten Irrläufern getroffen wurden, die in keinster Weise irrlaufen.<br />
Die Situation im Gazastreifen ist gewissermaßen ähnlich wie in den Favelas in Rio. Dort inmitten der Terroristen der Hamas gibt es Kinder, Frauen und Männer, unschuldige und schutzlose palästinensische Bürger. Ähnlich wie die Dealer sich in den Hütten und Häusern verstecken um vor der Polizei zu flüchten, bedienen sich die Terroristen der Hamas dieser zumindest feigen Strategie und schleichen sich in die Häuser Unschuldiger ein.</div>
<p><a href="http://crazyseawolf.blogspot.com/2009/01/terroristas-traficantes-gaza-rio.html">Aparecido José do Rosário</a> [pt] stimmt damit überein und fügt hinzu, dass in diesen Fällen, der Zweck die Mittel heilige:</p>
<blockquote><p>Mas voltando a questão sobre o que Israel deve fazer contra esses ataques, e faço um paralelo com o problema dos morros no Rio de Janeiro. Desculpem-me mas sou um tanto radical nesse sentido. Tenho a minha opinião de que a polícia e/ou exército deve atacar os morros a todo custo. Aqueles que nada tem a ver com os traficantes, que são inocentes devem sair de lá e deixar que as forças militares façam o serviço completo, agora, aqueles que protegem tais traficantes, são cúmplices e tão criminosos quanto eles, e portanto que sofram as conseqüências. Estarei eu sendo insensível?</p>
</blockquote>
<div class="translation">Um auf die Frage zurückzukommen, was Israel gegen diese Angriffe unternehmen solle, ziehe ich eine Parallele mit dem Problem der Hügel in Rio de Janeiro. Entschuldigen Sie mich, ich bin ein bisschen radikal in dieser Hinsicht. Ich bin der Meinung, das die Polizei oder das Militär die Hügel um jeden Preis angreifen muss. Wer nichts mit den Dealern zu tun hat, wer unschuldig ist, sollte von dort verschwinden und die Streitkräfte ganze Arbeit leisten lassen, wer aber die Kriminellen schützt, ist Komplize und daher selbst kriminell, und muss deshalb die Konsequenzen tragen. Bin ich vielleicht unsensibel?</div>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/affotojornalismo/1972068766/"><img class="aligncenter size-full wp-image-55215" title="1972068766_c4d9f05464" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/1972068766_c4d9f05464.jpg" /></a></p>
<p><strong>&#8220;27.07.2005 - Die Polizei findet drei verbrannte Leichen in Inhaúma. Die Opfer wurden vermutlich getötet als sie in die Favela kamen um ein von Drogendealern gestohlenes Fahrzeug aus der Favela do Alemão abzuholen.&#8221; Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/affotojornalismo/">Andréa Farias</a>, verwendet unter einer Creative-Commons-Lizenz.</strong></p>
<p><a href="http://blogdasoninha.folha.blog.uol.com.br/arch2008-12-28_2009-01-03.html#2008_12-28_00_58_38-10366234-0">Sonia Fancine</a> [pt], eine junge aufsteigende Politikerin aus São Paulo, sagt, der Hamas die Schuld für den Tod von Zivilisten zu geben sei genau was die brasilianische Polizei mache, wenn sie Todesopfer rechtfertige, indem sie vorgebe die Bevölkerung zu schützen, und „wenn ein Kind durch einen Irrläufer stirbt, dann ist das nur ein unerwünschter Nebeneffekt einer erfolgreichen Aktion“:</p>
<blockquote><p>As mortes &#8220;acidentais&#8221; freqüentemente são justificadas como decorrentes de &#8220;autos de resistência&#8221; (aquelas trocas de tiros que, curiosamente, só deixam marcas de um dos lados) ou como sendo de &#8221; pessoas ligadas ao tráfico&#8221; (aí fica fácil - se mora na favela, é ligado ao tráfico, pronto). Então ficamos assim: as crianças palestinas e das favelas do Rio morreram porque tiveram a idéia de jerico de estar em um lugar cheio de terroristas/ traficantes. E ainda foram botar o corpo bem na frente dos mísseis/ fuzis&#8230; Foi mal aê. Mas da próxima vez, as vítimas que tomem mais cuidado, pô!</p>
</blockquote>
<div class="translation">Die „zufälligen“ Tode werden oft gerechtfertigt als Folge von „Widersetzen“ (diese Schießereien, die, seltsamerweise, nur auf einer Seite Spuren hinterlassen) oder von „Personen mit Bezug zum Drogenhandel“ (das ist dann einfach - wer in einer Favela lebt, hat Bezug zum Drogenhandel und fertig). So ist das also: die Kinder aus Palästina und die der Favelas von Rio sterben, weil sie auf die dumme Idee kommen, sich an einem Ort voller Terroristen / Dealer aufzuhalten, Und dazuhin bringen sie ihren Körper noch genau vor die Raketen / Gewehre&#8230; Tut uns leid. Aber das nächste Mal möchten die Opfer doch besser aufpassen, nicht wahr!</div>
<p>In einem Kommentar zu dem oben zitierten Post, fühlt sich ein Leser namens <a href="http://navblog.uol.com.br/comment.html?postFileName=2008_12-28_00_58_38-10366234-0&amp;idBlog=1246860">Fernando</a> [pt] machtlos angesichts beider Konflikte:</p>
<blockquote><p>E como acabar com tudo isso? Seja no Rio ou lá em Gaza é a mesma coisa: desrespeito ao comum - incompreensão do diferente! E como eu posso ajudar para acabar com tudo isso?</p>
</blockquote>
<div class="translation">Und wie setzt man all dem ein Ende? Sei es in Rio oder dort in Gaza, es ist dasselbe: eine Missachtung des Gemeinsamen, ein Unverständnis der Unterschiede! Und wie kann ich helfen, das alles zu einem Ende zu bringen?</div>
<p><a href="http://albertoprass.blogspot.com/2008/12/israel-um-lugar-ridculo.html">Alberto Ricardo Präss</a> [pt] findet, das Brasilien mit dem Boykott israelischer Waren helfen solle, und erinnert sich an die Situation als er dort im Jahr 1985 sechs Monate lang lebte. Er schließt mit den Worten, dass Brasilien nicht weit entfernt davon sei:</p>
<blockquote><p>Não é de se espantar que homens bombas surjam sem parar naquelas bandas. É muito evidente que pessoas acuadas tendem a ter reações radicais para sobreviver. Mais ou menos como os moradores das favelas do Rio, que reagem por estar sem muita saída.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Es nimmt nicht Wunder, dass in diesen Streifen ständig Bombenattentäter auftauchen. Es ist ganz offensichtlich, dass bedrängte Menschen zu radikalen Reaktionen tendieren um zu überleben. Mehr oder weniger wie die Bewohner der Favelas in Rio, die darauf reagieren, dass sie kaum einen Ausweg haben.</div>
<p>Andererseits meint <a href="http://blogdomrx.blogspot.com/2008/12/israel-prova-da-existncia-de-deus.html">Mr X</a> [pt], ein Unterstützer Israels, dass der israelisch-palästinensische Konflikt nicht <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/01/09/from-kivu-to-gaza-how-the-media-choose-the-conflicts-they-cover/">so viel Aufmerksamkeit der Medien</a> [en] oder öffentliches Aufsehen verdient hat, im Vergleich zu anderen Konflikten auf der Welt, darunter dem in Brasilien:</p>
<blockquote><p>Mata muito menos do que qualquer conflito na África hoje em dia, menos do que a cólera no Zimbabwe, menos até do que os tiroteios nas favelas do Rio de Janeiro.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Er tötet viel weniger als jeder Konflikt im heutigen Afrika, weniger als die Cholera in Simbabwe, weniger noch als die Schießereien in den Favelas von Rio de Janeiro.</div>
<p><a href="http://taniacelidonio.blogspot.com/2009/01/travei.html">Tania Celidonio</a> [pt] sagt, dass sie schockiert ist von den täglichen Berichten über die Gewalt im Nahen Osten, aber dass die Gewalt in Rio de Janeiro zum Klischee geworden sei:</p>
<blockquote><p>Motorista da ONU assassinado, trinta civis palestinos mortos num abrigo, fim da ajuda humanitária&#8230;. Juro que travei. E ainda por cima, aqui na faixa tupiniquim do Rio de Janeiro, os tiros não esperaram passar a primeira semana de 2009. Os morros da Babilônia e Chapéu Mangueira foram sacudidos por várias saraivadas. Nós, do asfalto, ficamos torcendo para que nada de muito ruim aconteça por lá. O pior são as centenas de trabalhadores que voltam para suas casas, no cair da noite, e são recebidos por esse ambiente de terror que já virou rotina nos morros da cidade.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Ein Fahrer der UNO ermordet, dreißig tote palästinensische Zivilisten in einem Schutzraum, die humanitäre Hilfe wird beendet&#8230; Ich schwöre, ich bin zusammengesackt. Und obendrein hier im <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tupiniquim"><em>Tupiniquim</em></a>-Streifen [en] in Rio de Janeiro, warteten die Schüsse nicht bis zum Ende der ersten Woche von 2009. Die Hügel von Babilônia und Chapéu Mangueira wurden erschüttert durch allerhand Schießereien. Wir vom Asphalt [„vom Asphalt“ ist ein Slangwort für „aus den Favelas“] bitten und beten, dass hier nichts  Schlechtes passiert. Das Schlimmste wäre, dass hunderte von Arbeitern in der Abenddämmerung in ihre Häuser zurückkehren und empfangen werden von diesem Umfeld des Terrors, das schon zur Routine geworden ist auf den Hügeln der Stadt.</div>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-55189" title="israeli2" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/israeli2.jpg" /></p>
<p><strong>„Alter Knabe, ist das die richtige Zeit um in Bonsucesso herumzulaufen?“ – Der <a href="http://blogdobonitao.blogspot.com/2009/01/no-segundo-dia-de-ofensiva-terrestre.html">Blog do Bonitão&#39;s charge</a> [pt] verlegt den israelisch-palästinensischen Konflikt in einen Bezirk Rio de Janeiros, der von Favelas umgeben ist und von extremer Gewalt erschüttert wird.</strong></p>
<p>In <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pernambuco">Pernambuco</a> hat der Mordzähler des <a href="http://www.pebodycount.com.br/post/postUnico.php?post=1005">PEBodyCount</a>-Blogs [pt], der tägliche Statistiken zur Kriminalitätsrate liefert, in den 11 ersten Tagen des neuen Jahres 81 Morde allein in diesem Staat gezählt. Der Blog zählte 4525 Morde im Jahr 2008, 4592 im Jahr 2007 und 4638 im Jahr 2006. Die Zahl nimmt ab, aber:</p>
<blockquote><p>&#8220;Raciocinar que 78 pessoas a menos (pelas contas do Governo, pelas nossas, foram 67) perderam a vida não quer dizer que foram salvos 78 seres humanos. Continuamos tendo mais de 4.500 assassinatos. É um patamar que coloca nosso estado entre os locais mais violentos do mundo. São poucos os países que tem tantos crimes de morte por ano. A mudança tão apregoada precisa começar de verdade.&#8221;</p>
</blockquote>
<div class="translation">„Zu denken, dass 78 Menschen weniger (nach der Zählung der Regierung, nach unserer waren es 67) ihr Leben verloren, ist etwas anderes, als das 78 Menschenleben gerettet wurden. Wir haben weiterhin mehr als 4500 Morde. Unter dem Strich katapultiert das unseren Staat unter die gewalttätigsten Gegenden der Welt. Der so viel verkündete Wandel muss wirklich beginnen.“</div>
<div class="contributors">Geschrieben in Zusammenarbeit mit <a href="http://globalvoicesonline.org/author/deborah-goldemberg/">Deborah Icamiaba</a> [en].</div>
]]></content:encoded>
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		<title>Indonesien: Überschwemmungen in 13 Provinzen</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/17/indonesien-ganz-viel-wasser-in-13-provinzen/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Jan 2009 23:47:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cegees</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonMong Palatino  &#183; Übersetzt von cegees &#183;  engl. Originalartikel 
In den letzten Wochen waren mehr dreizehn indonesische Provinzen von Überschwemmungen betroffen, verursacht durch sintflutartige Regenfälle. Die Katastrophe hat bereits 14 Menschenleben gefordert, 3 Menschen werden immer noch vermisst. Die Überschwemmungen breiten sich in verschieden Teilen der folgenden Provinzen weiter aus: West Nusa, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/mong/">Mong Palatino</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/paul-lanon/'>cegees</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/17/indonesia-flooding-in-13-provinces/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>In den letzten Wochen waren mehr dreizehn indonesische Provinzen von <a href="http://www.channelnewsasia.com/stories/afp_asiapacific/view/403058/1/.html">Überschwemmungen betroffen</a>, verursacht durch sintflutartige Regenfälle. Die Katastrophe hat bereits 14 Menschenleben gefordert, 3 Menschen werden immer noch vermisst. Die Überschwemmungen breiten sich in verschieden Teilen der folgenden Provinzen weiter aus: West Nusa, Tenggara, Sumatra, Java, Bali, Borneo und Sulawesi. Mehr als 50.000 Menschen mussten bereits evakuiert werden. </p>
<p>In Hauptstadt Indonesiens Jakarta steht das Wasser <a href="http://www.thejakartaglobe.com/home/article/6259.html">bereits zwei Meter</a> über normal. <a href="http://indonesiafirst.com/flood-officials-standby/">Mehr als 40 Prozent</a> der Stadt liegen unterhalb des Meeresspiegels. Das beliebte Urlaubsziel Bali ist <a href="http://mytravelblogging.com/bali/2009/01/14/flood-in-bali/">ebenfalls überflutet</a>.</p>
<p><iframe width="425" height="350" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=en&amp;geocode=&amp;q=indonesia&amp;sll=2.284551,124.101563&amp;sspn=24.102647,39.550781&amp;ie=UTF8&amp;z=4&amp;ll=-0.789275,113.921327&amp;output=embed&amp;s=AARTsJrT2fGl2JpIbgQcPdy3iBfMly-PpA"></iframe><br /><small><a href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=embed&amp;hl=en&amp;geocode=&amp;q=indonesia&amp;sll=2.284551,124.101563&amp;sspn=24.102647,39.550781&amp;ie=UTF8&amp;z=4&amp;ll=-0.789275,113.921327" style="color:#0000FF;text-align:left">View Larger Map</a></small><br />
<font size="1">Indonesien via Google Map [en]</font></p>
<p>Javaa Jive <a href="http://thejavajive.com/blog/?p=1106">schreibt</a> zu den Überschwemmungen in Jakarta:</p>
<blockquote><p>
Während der Dezember noch recht sonnig und angenehm war, brachte das neue Jahr ärgerliche, sintflutartige Regengüsse, begleitet von vielen Blitzen  und natürlich die jährlichen Überschwemmungen.<br />
Während ich hier schreibe, schaue ich auf eine langen Kanal, der prall gefüllt ist mit Regenwasser und Schutt. Im Himmel ziehen wieder Wolken auf, die bald wie Wunden aufreissen werden - denn für die Woche sind weitere starke Stürme angekündigt. Eine heftige Nacht voller Regen und wir werden aus Kelapa Gading nicht raus kommen, denn die Straße zur Zollschranke liegt am niedrigsten und ist am schnellsten überflutet.<br />
Bin ich nervös? - Nicht wirklich [&#8230;]<br />
Aber ich bin nervös, wegen der Familien die nicht wegkommen. Für jene, die kleine Kinder haben, und kein frisches Wasser bekommen, oder medizinische Betreuung. Für all jene, die nicht das Vertrauen hatten, oder das Risiko einer Versicherung eingehen wollten - für ihr Haus, ihr Geschäft oder ihr Auto. Und für jene, die wieder einmal alles verlieren werden.
</p></blockquote>
<p>Mywebsiteku <a href="http://dedenwebsite.blogspot.com/2009/01/rainy-season.html">erwartet</a> weitere Überschwemmungen bis zum nächsten Monat:</p>
<blockquote><p>
Die Spitze der Regenzeit kommt noch und wird wohl erst im Februar 2009 erreicht sein. Dies ist ein potentieller Auslöser für Katastrophen wie Erdrutersche, Überschwemmungen, Wind- und Wasserhosen. Das hängt von der Stärke der Wolken in Jakarta ab und den ausgebauten Gegenden, die von den Regenfällen betroffen sind. Daher muss die Öffentlichkeit über die sich änderenden Wetterbedingungen informiert werden.</p></blockquote>
<p>Auf Twitter wird über die Überschwemmungen berichtet:</p>
<blockquote><p>
<a href="http://twitter.com/irwanlee/statuses/1123183677">Irwanlee:</a> Der Himmel sieht düster aus, und das Denguefieber und die Flut sind zurück in der Stadt.<br />
<a href="http://twitter.com/lusy_sunsetgirl/statuses/1120166892">lusy_sunset:</a> Ehrlich gesagt, glaube ich: Sowohl Regierung und die Menschen tragen eine Mitverantwortung an den Überschwemmung.</p>
<p><a href="http://twitter.com/nanashambles/statuses/1118117123">nanashambles:</a> Regen ist Scheiße! Überschwemmungen überall. Chaotische Sache.</p>
<p><a href="http://twitter.com/storymasterq/statuses/1115159729">storymasterq: </a>Die Kaltfront zieht weiter. Jakartas Große Flut kommt normalerweise alle 5 Jahre, aber die Nächste wäre erst 2012. Apokalypse?</p></blockquote>
<p><em><br />
Überschwemmungen sind häufig in Indonesien. <a href="http://riaudailyphoto.blogspot.com/search/label/Flood">Riau</a> zeigt Bilder aus dem indonesischen Kampar, wo es vor einigen Wochen Überschwemmungen gab.</em></p>
<p><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/kampar.jpg" alt="kampar" /></p>
<p><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/motorbike.jpg" alt="flut" /><br />
<font size="1"><em>Fotos via <a href="http://riaudailyphoto.blogspot.com/search/label/Flood">Riau Daily Photo</a></em></font></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Palästina: &#8220;Sie wissen nicht, ob sie leben werden.&#8221;</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/13/palastina-sie-wissen-nicht-ob-sie-leben-werden/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 18:48:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
				<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Humanitäres]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Kriege & Konflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Nahost & Nordafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Palästina]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonJillian York  &#183; Übersetzt von Katrin Zinoun &#183;  engl. Originalartikel 
 The war on Gaza continues into its seventeenth night. I find myself longing for the day when I don&#39;t feel I have an obligation to tell this story anymore. Life seems to have been put on hold; at work, at home, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/jillian-york/">Jillian York</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/'>Katrin Zinoun</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/13/palestine-they-dont-know-if-they-will-live/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><blockquote><p> The war on Gaza continues into its seventeenth night. I find myself longing for the day when I don&#39;t feel I have an obligation to tell this story anymore. Life seems to have been put on hold; at work, at home, as I eat, as I write, I feel like I am just waiting for this to end, so that maybe I can allow myself to go out again, or just to sleep. It&#39;s such a selfish thought to have when in Gaza, they&#39;re also waiting for this to end but only so that they can maybe go back to living without the fear of death arriving before the next breath.
</p></blockquote>
<div class="translation">Der Krieg in Gaza geht in seine 17. Nacht. Ich sehne mich nach dem Tag, an dem ich mich nicht mehr verpflichtet fühle, diese Geschichte zu erzählen. Das Leben scheint still zu stehen; auf Arbeit; zu Hause, wenn ich esse, wenn ich schreibe, ich fühle mich, als warte ich nur darauf, dass das alles aufhört, so dass ich mir erlauben kann raus zu gehen oder einfach zu schlafen. Es ist so ein selbstsüchtiger Gedanke, wenn sie in Gaza auch darauf warten, dass es endet, aber nur weil sie dann zu einem Leben zurückkehren können ohne die Angst, dass der Tod vor dem nächsten Atemzug kommt. </div>
<p>So beginnt Mohammad, der in Ramallah lebt, aber aus Gaza stammt, seinen Beitrag mit dem Titel &#8220;Der Tod ist gewöhnlicher als Schlaf&#8221;. In den letzten 17 Tagen, seit der ersten Attacke auf Gaza, teilt Mohammad die Anrufe bei seiner Familie auf KABOBfest, so dass die Welt ihre Geschichten hören kann.</p>
<p>Wenn man den Bericht jedes Tages liest, sieht man, wie das Leben in Gaza immer schlechter wird. Im gestrigen Beitrag erinnerte uns Mohammad daran, dass schlecht schlimmer ist, als sich viele vorstellen:</p>
<blockquote><p> Palestinian suffering comes into focus whenever Israel goes on a large-scale rampage. But as my cousin reminded me from Gaza last night, the suffering is always there, it has just become accepted by those who do not experience it on a continuous basis. Before this massacre, the people of Gaza were barely living due to the crippling siege that had closed off the land, sea and air, that had blocked the entry of raw materials and supplies, of food and medicines, and that had led 97% of businesses in Gaza to close.</p></blockquote>
<div class="translation">Das Leid der Palästinenser wird immer dann sichtbar, wenn Israel einen Großangriff beginnt. Aber mein Cousin erinnerte mich letzte Nacht aus Gaza, dass das Leiden immer da ist, es wurde nur von denjenigen hingenommen, die dem nicht ständig ausgesetzt sind. Vor diesem Massaker haben die Menschen in Gaza kaum gelebt aufgrund der lähmenden Belagerung, welche das Land, das Meer und die Luft abgesperrt hat, welche die Lieferung von Rohmaterialien und Vorräten, Lebensmitteln und Medizin blockiert hat und welche dazu geführt hat, dass 97% der Geschäfte in Gaza schließen mussten.</div>
<p>Und letzte Nacht berichtete Mohammad aus der relativen Sicherheit in Ramallah in der Westbank:   </p>
<blockquote><p> its just past 330 am here, i was woken up by a cold caller from libya. after he hung up i noticed a message from areej, my uncle mohammads wifes: the tanks have reached us, theres smoke in the house, please pray for us.<br />
    i called her. i could hear explosions just outside, and machine gun fire. just before 2 am, israeli tanks and special forces had entered an area just outside tal al-hawa, near the community college. they&#39;d come up against surprisingly tough and violent resistance. tanks firing randomly into neighbrhoods. white phosphorous munitions used to cover an aparent retreat. the entire apartment is filled with white smoke, the kids are up, screaming. there seems to be a definite retreat, but they&#39;re expecting the worst. they say to please keep praying for their safety and for the resistance. they dont know if they will live.</p></blockquote>
<div class="translation">
Es ist hier gerade kurz nach 3:30 Uhr in der Nacht. Ich wurde durch einen unerwarteten Anruf aus Libyen geweckt. Nachdem er aufgelegt hatte, bemerkte ich eine Nachricht von Arrej, der Frau meines Onkels: die Panzer haben uns erreicht, in unserem Haus ist Rauch, bitte bete für uns.</p>
<p>Ich rief sie an. Ich konnte die Explosionen draußen hören und Maschinengewehrfeuer. Kurz vor 2 Uhr nachts sind israelische Panzer und Spezialeinheiten in Gebiete direkt vor Tal al-hawa, in der Nähe des Gemeinde-Colleges vorgedrungen. Überraschenderweise sind sie auf zähen und brutalen Widerstand getroffen. Panzer schießen wahllos in die Nachbarschaft. Munition mit weißem Phosphor werden benutzt, um offensichtliche Verstecke zu verdecken. Die ganze Wohnung ist mit weißem Rauch gefüllt, die Kinder sind wach, schreien. Es scheint ein sicheres Versteck zu geben, aber sie erwarten das Schlimmste. Sie sagen, ich soll weiterhin für ihre Sicherheit und ihren Widerstand beten. Sie wissen nicht, ob sie leben werden.</p></div>
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		</item>
		<item>
		<title>Japan: Hakenmura, das Dorf der Zeitarbeiter</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/12/japan-hakenmura-das-dorf-der-zeitarbeiter/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/12/japan-hakenmura-das-dorf-der-zeitarbeiter/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 14:26:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitskräfte]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Humanitäres]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Japanisch]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Relief & Rescue]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>

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		<description><![CDATA[Über 300 Menschen verbrachten die Nächte zwischen Neujahr und dem 5. Januar in einem Zeltlager im Hibiya Park [en] in der Stadtmitte Tokios, genannt 年越し派遣村 [ja] (toshikoshi hakenmura oder wörtlich „Neujahrsdorf für Zeitarbeiter“). Es gibt Schätzungen, nach denen zwischen Oktober vergangenen und März dieses Jahres 85012 Zeitarbeiter gekündigt wurden und noch werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/scilla-alecci/">Scilla Alecci</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/12/japan-hakenmura-the-temp-workers-village/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Über 300 Menschen verbrachten die Nächte zwischen Neujahr und dem 5. Januar in einem Zeltlager im <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Hibiya_Park">Hibiya Park</a> [en] in der Stadtmitte Tokios, genannt <a href="http://hakenmura.alt-server.org/">年越し派遣村</a> [ja] (<em>toshikoshi hakenmura</em> oder wörtlich „Neujahrsdorf für Zeitarbeiter“). Die Menschen in Hakenmura waren Zeitarbeiter (派遣社員, <em>haken shain</em>): Japanische Männer und Frauen unterschiedlichsten Alters mit Arbeitserfahrung in verschiedenen Bereichen, denen die Zeitarbeitsverträge in den letzten Monaten gekündigt worden waren (<a href="http://search.japantimes.co.jp/cgi-bin/nn20090106a3.html">es gibt Schätzungen, nach denen zwischen Oktober vergangenen und März dieses Jahres 85012 Zeitarbeiter gekündigt wurden und noch werden</a> [en]), teils <a href="http://www.asahi.com/english/Herald-asahi/TKY200901050300.html">wegen der Weltwirtschaftskrise</a> [en], und teils <a href="http://www.japan-press.co.jp/2580/labor_2.html ">wegen der schlechten Organisation </a> [en] des <a href="http://www.hakenhou.biz/index.html"> Rechtssystems, das für Zeitarbeit gilt</a> [ja].</p>
<p>Die oben genannten Gründe sind die am meisten von den traditionellen japanischen Medien erwähnten. Manche Blogger haben andere hervorgehoben und darauf hingewiesen, dass die hohe Kommission von Unternehmen an die Zeitarbeitsfirmen auch berücksichtigt werden sollte. Zum Beispiel erklärt der Blogger <a href=" http://financial-free-fx.seesaa.net/article/111712944.html ">Idaten Tasuke </a>(韋駄天太助)  [ja] die prekären Bedingungen, auf die sich die Zeitarbeit gründet und betont dabei, dass die japanischen Medien mit Fingern auf das Sozialsystem zeigen, ohne an andere Faktoren zu denken, die grundlegend sind um das Thema der entlassenen Zeitarbeiter zu verstehen:</p>
<blockquote><p>毎日メディアで派遣切りのニュースが報道されています。<br />
切実な問題なのでしっかり報道して欲しいと思うが、自分より若い世代が住む場所も失い路上生活に身を落としてしまうのを見ているのは辛い。<br />
しかしながら、メディアは問題にしっかり切り込んでいるのかと疑問も感じる。</p>
</blockquote>
<div class="translation">Jeden Tag berichten die Medien über die Entlassung von Zeitarbeitern. Da es ein dringendes Problem ist, möchte ich, dass sie ordentlich darüber berichten - es ist schwer, Menschen mit anzusehen, die jünger sind als ich, und ohne Dach über dem Kopf auf das Niveau des Lebens auf der Straße herabsinken. Ich habe aber einige Zweifel, ob die Medien das Problem ernsthaft angehen.</div>
<p>[…]</p>
<blockquote><p>
メディアに違和感を感じるのは派遣契約を解除した企業に批判的だが（それはそれで良いのですけど）、何故に派遣会社の責任を問わないのか？<br />
（私の接した情報が偏っているだけですかね？）<br />
企業は派遣会社と契約しているのであって、派遣社員のAさんとは何の契約もしていない。<br />
Aさんに時給何円払うかを決めるのは派遣会社であり、企業は派遣会社との契約で派遣会社に時間極めの人材派遣費用を払います。
</p>
</blockquote>
<div class="translation">Der Grund für mein ungutes Gefühl den Medien gegenüber ist, dass, obwohl sie sehr kritisch sind gegenüber den Unternehmen, die die Verträge gekündigt haben (wo ich ihrer Meinung bin), ich mich darüber wundere, warum sie nicht auch nach der Verantwortung der Zeitarbeitsfirmen fragen?<br />
(Ist das vielleicht nur der Fall bei den Quellen, die ich untersucht habe?)<br />
Die Unternehmen haben einen Vertrag mit diesen Zeitarbeitsfirmen, aber sie haben keinen Vertrag mit den einzelnen Zeitarbeitern.<br />
Die Zeitarbeitsfirma entscheidet, wieviel Herr A. pro Stunde bezahlt bekommt, und das Unternehmen zahlt der Zeitarbeitsfirma Ausgaben für Personal für die geleistete Arbeitszeit, nach einem Vertrag mit dieser Zeitarbeitsfirma.</div>
<p>[…]</p>
<blockquote><p>
派遣会社はそれだけ取って、何をしてくれたかと言えば、派遣社員を企業に送っただけです。<br />
[…]<br />
派遣会社が何かトレーニングして送ってくれるかと言えば、そんなものはない。<br />
これだけで(?)、派遣社員が企業に派遣されている限り、毎日（寝ていても？）売上が上がるシステムになっています。<br />
企業が派遣社員を切るなと言われれば、じゃあ派遣社員を頼まないよという話になります。<br />
ボロイ商売、いや、収益性の高いビジネスモデルの派遣会社が批判を受けないのは何故なのか？<br />
派遣社員は安いから使っているのではなく（決して安くない）、ストレートに言えばいつでも契約を切れるから使っているのです。
</p>
</blockquote>
<div class="translation">Die Einnahmen der Zeitarbeitsfirmen beschränken sich darauf und um es einfach zu sagen, tatsächlich schicken sie nur Zeitarbeiter zu den Firmen.<br />
[…]<br />
Ohne jegliche vorhergehende Ausbildung oder sonstwas.<br />
Ohne dass sie mehr als das (?) machen, wächst, solange Zeitarbeiter in die Unternehmen geschickt werden, ihr Umsatz von Tag zu Tag (selbst wenn sie schlafen). Das ist das System.<br /> Wenn man den Firmen sagt, sie dürften Zeitarbeiter nicht feuern, dann werden sie einfach keine Zeitarbeiter mehr anfordern.<br />
Warum also wird dieses Bonanza-Geschäft &#8212; eine hochlukratives Geschäftsmodell &#8212; überhaupt nicht kritisiert?<br />
Der Grund ist, weil Zeitarbeiter angestellt werden ist nicht, weil sie billig sind (das sind sie nämlich ganz und gar nicht), sondern, offen gesagt, weil ihr Vertrag jederzeit gekündigt werden kann.</div>
<p>[…]</p>
<blockquote><p>
		景気の良い時は、この奇妙な三角関係(?)はうまく機能します。<br />
		今回の問題は、同時期に大量に契約が解除され、派遣会社が派遣社員に次の派遣先を紹介できないという状況だからです。<br />
		セーフティネットを強く求められべきは、企業側ではなく派遣会社だと思うのですが、私の接したメディアは派遣先企業の社会的責任を問う声ばかりです。
	</p>
</blockquote>
<div class="translation">Solange das Geschäft floriert, funktioniert dieses heikle Dreieck [Unternehmen / Zeitarbeitsfirma / Zeitarbeiter] gut.<br />
Jetzt aber gab es Probleme, weil viele Verträge gleichzeitig gekündigt wurden, und die Zeitarbeitsfirmen diese Arbeitnehmer nicht in andere Firmen entsenden können.<br />
Ich denke, dass wenn es eine große Nachfrage nach einem Sicherheitsnetz gibt, dann muss man das von den Zeitarbeitsfirmen verlangen, nicht von den Unternehmen. Aber die Stimmen, die ich aus den Medien gehört habe, haben nur die soziale Verantwortung der Zeitarbeitsfirmen hinterfragt.</div>
<p>Ähnlich zweifelt auch <a href="http://d.hatena.ne.jp/shino-kichi/20090103/1230992899">Shino Kichi</a> [ja] an der Art der in letzter Zeit aufgekommenen Debatte zum Thema „Zeitarbeiter“ und begründet seine Anmerkungen mit seiner Erfahrung als Zeitarbeiter:</p>
<blockquote><p>
		派遣の問題であまり話題になってるのを見たことがないんですが、派遣会社が取ってる手数料って相当高い気がするんですよ。<br />
		トヨタやキャノンはどうか知りませんが、僕が派遣社員をスタッフとして採用したときは35％～40％くらい取られてました。[…]<br />
		これを低くすることって議論されないんでしょうか。
	</p>
</blockquote>
<div class="translation">Das ist das erste Mal, dass ich das Thema der „Zeitarbeiter“ so in der Diskussion sehe. Ich habe das Gefühl, dass die Kommission für die Zeitarbeitsfirmen ziemlich hoch ist.<br/><br />
Ich weiß nicht Bescheid über die Fälle Toyota oder Canon, aber als ich als Zeitarbeiter angestellt wurde, bekam die Zeitarbeitsfirma 35-40% [des Geldes, das das Unternehmen für die Anstellung eines Zeitarbeiters bezahlt]. [&#8230;] Warum diskutiert man nicht über diese Abzüge [vom Arbeitslohn] ?</div>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/_BRiSmlB13g&#038;hl=ja&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/_BRiSmlB13g&#038;hl=ja&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object><br />
<small>Die Nacht auf den 1. Januar 2009 in <em>Hakenmura</em> </small></p>
<p>Der Blogger bei <a href="http://minnie111.blog40.fc2.com/blog-entry-1351.html">Canada de Nihongo</a> (カナダで日本語) [ja] nimmt die Berichte über das Leben im Dorf Hakenmura während der Feiertage zum Anlass, die politische Verantwortung all derer zu betonen, die all das geschehen ließen.</p>
<blockquote><p>
予想通り、日比谷公園の「年越し派遣村」には、想定していた人数の倍の３００人の派遣切りされた労働者が集まったそうだ。２００人分の食事しか用意していないということだったので、足りるのかなと不安に思っていたら、やはり、日比谷公園の施設はパンク状態となり、政府は、近くにある厚生労働省の講堂を解放せざるを得なくなったそうだ。</p>
</blockquote>
<div class="translation">Wie erwartet, versammelten sich 300 Menschen, deren Zeitarbeitsverträge gekündigt worden waren, im Hibiya Park zum Neujahrsfest: das waren doppelt soviele wie gedacht. Essen war für 200 Menschen vorbereitet, [die Organisatoren] merkten dass sie nicht genug hatten, und tatsächlich, dass der Platz im Hibiya Park an seine Grenzen geriet, schien die Regierung dazu zu zwingen, eine Versammlungshalle des nahegelegenen Ministeriums für Gesundheit und Arbeit zu öffnen.</div>
<p>[…]</p>
<blockquote><p>
今回も、対応の遅れが目立った政府だが、黙っていたら、厚生労働省が「年越し派遣村」のために講堂を解放するどころか何の対策も取ろうとしなかっただろう。与党の政策の失敗で犠牲になった労働者なのに、派遣切りなんて他人事と思っている政府や与党の下心がよくわかる出来事だった。
</p>
</blockquote>
<div class="translation">Die späte Antwort der Regierung stand in diesem Fall noch aus, aber wenn sie stillgehalten hätte, zweifle ich im Gegenteil daran, dass das Ministerium für Gesundheit und Arbeit wohl irgendwelche Maßnahmen ergriffen hätte. Obwohl die Zeitarbeiter Opfer der desaströsen Politik der Partei an der Macht [der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liberaldemokratische_Partei_(Japan)">Liberaldemokratischen Partei</a>] sind, war es ein gutes Beispiel, das zeigte, wie die regierende Partei insgeheim das „Entlassen von Zeitarbeitern“ als Problem Anderer ansieht.</div>
<p>Im „Neujahrsdorf für Zeitarbeiter“ halfen 200 Freiwillige bei der Organisation der Gemeinschaft, beim Verteilen von Essen an die Flüchtlinge oder dabei, für sie eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden, usw. Einer dieser Freiwilligen hielt diese Tage in einem Tagebuch (mit vielen Bildern) fest unter <a href="http://blog.goo.ne.jp/ktonegaw">Tone Nikki</a> (とね日記) [ja]. <a href="http://blog.goo.ne.jp/ktonegaw/e/641e2fe6b2d615a14947a665d29f55cc">Am 2. Januar</a> [ja] skizzierte er seine persönlichen Eindrücke in Bezug auf die Berichterstattung über das Dorf in den japanischen Medien.</p>
<blockquote><p>今日は民主党の菅直人さんもお見えになり、かなり長い時間を使って村民と直接話をしたり、メディアのインタビューに答えていた。[…] メディアは菅さんや「派遣村の村長」の湯浅さんなど有名人の撮影がメインだ。もっと村民や「委員」、ボランティアの状況をレポートすればよいのにと思った。カメラマンしか来ておらず、レポーターが来ていないからだと僕は思った。</p>
</blockquote>
<div class="translation">
Heute kam <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Naoto_Kan">Herr Naoto Kan</a> von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratische_Partei_Japans">Minshutô</a> [Demokratischen Partei Japans] [ins Dorf] und er verbrachte dort viele Stunden. Er sprach direkt mit den Flüchtlingen, gab der Presse Interviews, usw. [&#8230;] Das Interesse der Medien war hauptsächlich auf Herrn Kan und Herrn Yuasa (den Chef des Dorfes) und andere Persönlichkeiten gerichtet. Ich meine, dass sie viel mehr über die Flüchtlinge berichten hätten sollen und über die „Mitglieder des Komitees“, sowie über die Arbeit der Freiwilligen. Der Grund dafür war vielleicht, dass nur Kameraleute kamen - es waren keine Reporter anwesend.</div>
<p>Weiter hinten im Tagebucheintrag dieses Tages berichtet der Freiwillige über eine Unterhaltung mit einem jungen Mann, einem Freund von Herrn T. (einen Flüchtling, um den er sich gekümmerte), der ihm die harte Lage der Menschen in Schwierigkeiten erklärte, besonders der der Frauen.</p>
<blockquote><p>
Tさんの知り合いの青年（３０歳くらい？）とも話をした、派遣切りされかけた後、交渉の末に仕事に戻れたそうだが、彼はネットカフェ難民経験者である。彼によると若い女性にも同じ状況の人はたくさんいるそうで、その多くが性風俗産業に流れるか個人営業しているということだ。そしてそういう商売ができない人は明け方のマクドナルドやネットカフェにたくさんいるということだ。そこまでするんだったら親元に戻ったほうがいいのにと僕が言うと、彼は「戻れない人たちばかりなんですよ。ほとんどの女性がいろいろな事情を持っているから。」と教えてくれた。絶句。。。それじゃ逃げ場がない。
</p>
</blockquote>
<div class="translation">Ich sprach auch mit einem jungen Kerl (um die 30?), einem Bekannten von Herrn T. Nachdem er gekündigt wurde, und nach einigem Verhandeln, konnte er wohl seine Arbeit wiederbekommen, aber er erlebte trotzdem was es heißt, ein <a href="http://globalvoicesonline.org/2007/08/30/japan-life-out-of-a-manga-kissa/">Internet-Café-Flüchtling</a> [en] zu sein. Wie Herr T. berichtet, sind viele junge Frauen in derselben Situation; viele von ihnen landen in der Sex-Industrie oder betreiben ihr eigenes Geschäft. Die Frauen, die solch eine Arbeit nicht tun können, verbringen ihre Nächte in McDonalds-Restaurants oder in Internet-Cafés. Und als ich sagte, diese Frauen sollten in ihre Familie zurückkehren, anstatt so ein Leben zu führen, erklärte er mir „Sie sind Menschen, die nicht zurück können. Die meisten haben Angelegenheiten [in ihrem persönlichen Hintergrund, die sie daran hindern zurückzukehren]“ &#8221; Ich wurde ganz still&#8230; In diesem Fall haben sie keinen Ausweg.</div>
<div class="notes">Der Flickr-Benutzer <a href="http://www.flickr.com/photos/cumon/">Photowalker</a> hat viele interessante Fotos von <em>Hakenmura</em> und den Zeitarbeitern auf sein Account hochgeladen.</div>
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		<item>
		<title>Palästina:&#8221;Ich will nicht, dass meine Kinder mich in Stücke gerissen sehen.&#8221;</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/11/palastinaich-will-nicht-dass-meine-kinder-mich-in-stucke-gerissen-sehen/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Jan 2009 09:36:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonAyesha Saldanha  &#183; Übersetzt von Katrin Zinoun &#183;  engl. Originalartikel 
Wie fühlt es sich an, wenn man nicht in der Lage ist, seine Kinder zu beschützen? In dieser Zusammenfassung der Blogs aus Gaza, hören wir eine Mutter, die sich schuldig fühlt, wenn sie die Furcht ihrer Kinder sieht: &#8220;War es von Anfang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/ayesha-saldanha/">Ayesha Saldanha</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/'>Katrin Zinoun</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/10/palestine-i-do-not-want-my-kids-to-see-me-torn-into-pieces/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Wie fühlt es sich an, wenn man nicht in der Lage ist, seine Kinder zu beschützen? In dieser Zusammenfassung der Blogs aus Gaza, hören wir eine Mutter, die sich schuldig fühlt, wenn sie die Furcht ihrer Kinder sieht: &#8220;War es von Anfang an falsch, Kinder zu bekommen? Habe ich nicht das Recht eine Mutter zu sein?</p>
<p>Der palästinensische Fotojournalist Sameh Habeeb bloggt im <a href="http://gazatoday.blogspot.com/2009/01/day-15-of-israeli-war-on-gaza.html"><em>Gaza Strip, The Untold Story</em></a>:</p>
<blockquote><p>Most of the Gaza Strip plunges into deep darkness since the start of this war. I find several hardships to send out this report due to power problem. Today, a rocket targeted my uncle&#39;s house. My house got several splinters and rocket shrapnel. Thanks to God, we all safe but I don&#39;t know what will happen next. I live east of Gaza, Toffah area, were artillery shells rained down every single moment.</p></blockquote>
<div class="translation">Der größte Teil des Gazastreifens ist seit Beginn des Krieges in tiefe Dunkelheit getaucht. Wegen des Stromausfalls habe ich einige Probleme, diesen Bericht zu senden. Heute hat eine Rakete das Haus meines Onkels getroffen. Mein haus hat mehrere Bomben- und Granatsplitter abbekommen. Gott sei Dank, sind wir alle sicher, aber wer weiß, was als nächstes passieren wird. Ich lebe östlich von Gaza, im Toffah-Gebiet, wo die Artilleriegeschosse in jedem einzelnen Moment herunterregneten.</div>
<p>Natalie Abou Shakra, eine libanesische Aktivistin, schreibt in dem Gruppen-Blog <em>Moments of Gaza</em>. In ihrem Beitrag übersetzt sie zwei Flyer, die vom israelischen Militär abgeworfen wurden. Diese Flyer rufen die Bürger von Gaza auf, Informationen über die Aufenthaltsorte der Hamas-Kämpfer zu geben. Natalie <a href="http://gaza08.blogspot.com/2009/01/natalie-abou-shakra-from-idf-with-love.html">kommentiert</a>:</p>
<blockquote><p>What really shocked me is the username they chose for their email. “Helpgaza2008″ ?!</p>
<p>I think this e-mail of theirs deserves to be bombed with the right kind of messages!</p></blockquote>
<div class="translation">Was mich wirklich schockiert hat, ist der Benutzername ihrer E-Mail. &#8220;Helpgaza2008&#8243;?!</div>
<p>Ich denke, diese E-Mail verdient es, mit den richtigen Nachrichten bombardiert zu werden!</p>
<p>Nirmeen Kharma Elsarraj schreibt in dem Gemeinschaftsblog <a href="http://lamentations-gaza.blogspot.com/2009/01/fifth-day.html"><em>Lamentations-Gaza</em></a>:</p>
<blockquote><p>There are things that are not well reported in the news, feelings!! I have three children, a daughter Nour who is 14, a son Adam who is 9 and another son Ali who is 3. We live in an area in Gaza city that used to be described &#39;safe&#39;. Nowhere is safe anymore. My children cannot sleep and I cannot help them. The feelings of helplessness and guilt (which always accompanies your inability to protect or at least comfort your children) are stronger than those of fear and horror. My daughter was telling a journalist on the phone yesterday that she had never got the real support she sought from me whenever there was a shelling. I was shocked!! I felt so guilty because my daughter felt my fears. But is it not normal to be scared after all?! Adam is asthmatic and he uses a ventilator. Due to the stress and the pollution resulting from rubbles, he is getting more frequent asthma attacks and there is no electricity for his ventilator. Each time he has an attack, we have to put the generator on for him and then put it off. There is no enough fuel to keep the generator on and we have no idea till when this is going to continue. Ali has no idea what this is all about. All what he does is scream in fear whenever there is a bombing and when it is over, he uses his imagination to tell stories about ‘qasef - bombing&#39;. The kids do not sleep. We spend our days and nights in one single room with my sister in law and her daughter. You feel the stress and fear. You can see it on everyone&#39;s face.<br />
Last night I was thinking about all this. I do not want anyone of my family to get hurt and I thought if anything should happen, I pray it happens to me and not my kids. Then I thought I do not want my kids to see me torn into pieces. The scenes on tv of people killed are so terrifying and I know what it means for children to see such thing. What I really want is for all this to end and for me and my kids to live just like anyone else in the world. I want to get rid of the feeling of guilt towards my kids. Was I mistaken to have kids in the first place? Do I not have the right to be a mother? But am I really doing a good mother&#39;s ‘job&#39; in being the source of comfort for my kids. I know it is not my fault but I knew also that I live in Gaza and Gaza has never been a healthy environment to raise children. Was I that selfish to think about my own feeling to want to be a mother and ignoring my expected failure to protect my kids?</p></blockquote>
<div class="translation">Es gibt Dinge, über die in den Nachrichten nicht berichtet wird: Gefühle!! Ich habe drei Kinder, eine Tochter Nour (14), einen Sohn Adam (9) und einen Sohn Ali (3). Wir leben in einem Gebiet von Gaza-Stadt, welches als &#8220;sicher&#8221; beschrieben wurde. Nirgends ist es mehr sicher. Meine Kinder können nicht schlafen und ich kann Ihnen nicht helfen. Die Gefühle der Hilflosigkeit und der Schuld (welche die Unfähigkeit seine Kinder zu beschützen oder wenigstens zu beruhigen immer begleitet) sind stärker als die der Angst und des Entsetzens. Meine Tochter erzählte gestern einem Journalisten am Telefon, dass sie von mir nie den Halt bekommen hat, den sie bei mir gesucht hat, wenn ein Angriff war. Ich war schockiert!! Ich fühlte mich so schuldig, weil meine Tochter meine Ängste spüren konnte. Aber ist es nicht normal, ängstlich zu sein bei all dem?! Adam ist Asthmatiker und er benutzt einen Beatmungsgerät. Wegen dem Stress und der Luftverschmutzung die aus den Trümmern resultiert, bekommt er häufiger Asthmaanfälle und es gibt keinen Strom für sein Beatmungsgerät. Jedes mal, wenn er einen Anfall hat, müssen wir den Generator für ihn anmachen, und dann machen wir ihn wieder aus. Wir haben nicht genug Benzin, um den Generator anzulassen und wir haben keine Ahnung wie lange das noch dauern wird. Ali hat keine Vorstellung, worum es hier geht. Er kann nur schreien, wenn es ein Bombardement gibt. Und wenn es vorbei ist, nutzt er seine Fantasie und erzählt Geschichten über &#8220;qasef&#8221; - Bombenangriffe. Die Kinder schlafen nicht. Wir verbringen Tag und Nacht in einem einzigen Raum mit meiner Schwägerin und ihrer Tochter. Man kann den Stress und die Angst fühlen. Man kann es in jedem Gesicht sehen.<br />
Letzte Nacht habe ich über das alles nachgedacht. Ich will nicht, dass jemandem aus meiner Familie etwas passiert und ich dachte, dass wenn etwas passiert, dann bete ich, dass es mir passiert und nicht meinen Kindern. Dann dachte ich, ich will nicht dass meine Kinder mich in Stücke gerissen sehen. Die Bilder der getöteten Menschen sind so entsetzlich und ich weiß, was es für Kinder bedeutet so etwas zu sehen. Was ich wirklich will, ist, dass das alles aufhört und dass ich und meine Kinder leben können, so wie alle anderen Menschen in der Welt. Ich möchte dieses Gefühl der Schuld gegenüber meinen Kindern loswerden. War es falsch von mir, Kinder zu bekommen? Habe ich nicht das Recht eine Mutter zu sein? Aber mache ich meine Mutteraufgabe denn wirklich gut, indem ich eine Quelle des Haltes für meine Kinder bin. Ich weiß, dass es nicht meine Schuld ist, aber ich weiß auch, dass ich in Gaza lebe und Gaza war noch nie eine gesunde Umwelt, um Kinder aufzuziehen. War ich zu selbstsüchtig, als ich mehr an meinen eigenen Wunsch, eine Mutter zu sein, gedacht habe und das vorhersehbare Versagen, meine Kinder zu beschützen, ignorierte?</div>
<p>Die australische Aktivistin Sharyn Lock schreibt bei <a href="http://talestotell.wordpress.com/2009/01/10/jan-8-9-with-a-red-cross-evacuation-team/"><em>Tales to Tell</em></a>:</p>
<blockquote><p>So, Thursday: the Red Cross co-ordinated evacuation into Zaytoun. Doctor Said would look good on a Red Cross poster - black sweater, shaved head, muscles enough to keep that Red Cross flag held above his head for the two hours we were behind army lines. You’d definitely invite him in for coffee to ask for his opinion on the state of the world. His colleague has more of an accountant look about him, but his job is to keep us alive - he is armed with a walkie-talkie and is negotiating our path constantly with the army as we move. With May, a small, quick woman who is the Engineer for the Red Crescent, supervising all the vehicles etc, I carry a stretcher and water. About 8 intrepid Red Crescent paramedics join us, wearing weighty bullet proof vests or not dependent on their preference for possible death or certain backache.<br />
[…]<br />
When I was a kid, I was very aware of war zones, but I always understood they happened in places different from my home. I would like to tell you about what I am seeing right now as I walk. I am seeing flowering vines. Bright curtains in windows. Chickens running about. This is your home, you know. This is the garden where your children play. This is your house with obscene holes blown in it, with Israeli snipers lurking in the shadows of its roof, with a dead resistance fighter sitting with his back to your wall.</p></blockquote>
<div class="translation">Also Donnerstag, das Rote Kreuz koordinierte die Evakuierung von Zaytoun. Doktor Said würde auf einem Rot-Kreuz-Poster sehr gut aussehen - schwarzer Pullover, rasierter Kopf, genug Muskeln, um die Rot-Kreuz-Flagge für zwei Stunden über seinem Kopf zu halten, während wir hinter den Armeelinien sind. Man würde ihn definitiv auf einen Kaffee einladen, um ihn nach seiner Meinung über die Lage der Welt zu fragen. Sein Kollege sieht eher wie ein Buchhalter aus, aber es ist sein Job, uns am Leben zu erhalten. Er ist mit einem Walkie-Talkie bewaffnet und verhandelt fortwährend mit der Armee über unseren Weg, während wir uns fortbewegen. Zusammen mit May, einer kleinen schnellen Frau, die als Ingenieurin für das Rote Kreuz arbeitet und alle Fahrzeuge überwacht, trage ich eine Trage und Wasser. Etwa acht unerschrockene Sanitäter des Roten Halbmondes begleiten uns. Sie tragen kugelsichere Westen oder auch nicht. Das ist abhängig von der persönlcihen Vorliebe für einen möglichen Tod oder sehr wahrscheinliche Rückenschmerzen.<br />
[&#8230;]<br />
Als ich ein Kind war, wusste ich Bescheid über Kriegsgebiete, aber ich verstand immer, dass sie in anderen Gebieten als meinem Zuhause waren. Ich würde euch gern erzählen, was ich jetzt gerade beim Laufen sehe. Ich sehe blühenden Wein. Leuchtende Vorhänge an Fenstern. Hühner rennen herum. Dies ist euer Zuhause, wisst ihr. Dies ist euer Garten, wo eure Kinder spielen. Dies ist euer Haus mit obszönen Löchern hineingeschnitten, mit israelischen Scharfschützen, die im Schatten des Daches lauern, mit einem toten Widerstandskämpfer, der mit dem Rücken zur Wand sitzt.</div>
<p>In der arabischen Welt stellen die Blogger einen Song von <a href="http://www.michaelheart.com/">Michael Heart</a> ins Netz. Er heißt <a href="http://www.youtube.com/watch?v=dlfhoU66s4Y">&#8220;We will not go down (Song for Gaza)</a>&#8220;. Adham Khalil aus dem Jabaliya-Lager, der bei Free Free Palestine bloggt, ist einer von <a href="http://nagyelali.blogspot.com/2009/01/we-will-not-go-down-by-mikhael-heart.html">ihnen</a>:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/dlfhoU66s4Y&amp;hl=en&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/dlfhoU66s4Y&amp;hl=en&amp;fs=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Palästina: “In Gaza sind wir das Thema der Nachrichten, können aber nicht fernsehen.&#8221;</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/10/palastina-%e2%80%9cin-gaza-sind-wir-das-thema-der-nachrichten-konnen-aber-nicht-fernsehen/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/10/palastina-%e2%80%9cin-gaza-sind-wir-das-thema-der-nachrichten-konnen-aber-nicht-fernsehen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 10 Jan 2009 20:46:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern (am 6. Januar) wurde eine UN-Schule im <a href="http://www.un.org/unrwa/refugees/gaza/jabalia.html">Jabaliya-Flüchtlingslager</a>, die als Zuflucht genutzt wurde, von <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/01/06/palestine-un-school-hit-by-israeli-shells-more-than-40-killed/">israelischen Granaten getroffen</a> und etwa 40 Menschen wurden getötet. Heute setzte das israelische Militär seine <a href="http://www.nytimes.com/2009/01/08/world/middleeast/08mideast.html">Operationen für etwa drei Stunden aus</a>, um es der humanitären Hilfe zu ermöglichen, nach Gaza zu gelangen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/ayesha-saldanha/">Ayesha Saldanha</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/'>Katrin Zinoun</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/08/palestine-in-gaza-we-are-subject-to-news-but-cannot-see-tvs/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Gestern (am 6. Januar) wurde eine UN-Schule im <a href="http://www.un.org/unrwa/refugees/gaza/jabalia.html">Jabaliya-Flüchtlingslager</a>, die als Zuflucht genutzt wurde, von <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/01/06/palestine-un-school-hit-by-israeli-shells-more-than-40-killed/">israelischen Granaten getroffen</a> und etwa 40 Menschen wurden getötet. Heute setzte das israelische Militär seine <a href="http://www.nytimes.com/2009/01/08/world/middleeast/08mideast.html">Operationen für etwa drei Stunden aus</a>, um es der humanitären Hilfe zu ermöglichen, nach Gaza zu gelangen.</p>
<p>Prof. Said Abdelwahed, der an der Al-Azhar Universität Englisch unterrichtet, schreibt im Blog <a href="http://gaza08.blogspot.com/2009/01/prof-said-abdelwahed-unrwa-school.html">Moments of Gaza</a>:</p>
<blockquote><p>Thousands of the Palestinians took refuge into UNRWA schools. 40 of those have been killed in an air attack today on that school!! It seems even the U.N flag does not have any meaning to Israel? How can it consider itself a part of the international community?!</p></blockquote>
<div class="translation">Tausende Palästinenser flüchteten in die UNRWA-Schulen. 40 von ihnen wurden heute in einem Luftangriff auf diese Schule getötet!!! Es scheint, als hätte die UN-Flagge für Israel keine Bedeutung? Wie kann es sich selbst als Teil der internationalen Gemeinschaft betrachten?!</div>
<p>Die kanadische Aktivistin, Eva Bartlett, bloggt bei <a href="http://ingaza.wordpress.com/2009/01/06/where-would-you-go/">In Gaza</a>:</p>
<blockquote><p>If your unbelievably small and overcrowded land was being terrorized, pulverized by bombs from the world’s 4th largest military, and your borders were closed; if your house was not safe, mosque (church) not safe, school not safe, street not safe, UN refugee camp not safe…Where would you go, run, hide? Over 15,000 have been made homeless, internal refugees from Israel’s house-bombings, shelling, and shooting. Some have been housed in UN schools around Gaza. In Jabaliya today, Israeli warplanes bombed one such school. Shifa’s [hospital] director conservatively estimates 40 dead, 10s injured. It must be higher. […] The Shifa director also told me that emergency medics still cannot reach the Zaytoun house that yesterday morning was bombed with inhabitants locked inside. There are two main accounts of the story, both criminal. One: Israeli soldiers rounded up the inhabitants of the multi-story house, separated the men – 15, I was told – and shot them point blank in front of the women and children of the family, 20, I was told. Then, laid explosives around the house and bombed the rest of the extended family. Two: Israeli soldiers rounded up the inhabitants of the multi-story house, locked them in one room for a day, and bombed it the following morning. Either way, Israeli soldiers intentionally imprisoned and bombed the inhabitants of the house. And are actively preventing medics from reaching any potential survivors. The medics have tried to coordinate with the ICRC (international committee of the red cross) without success: no one can reach the house.</p></blockquote>
<div class="translation">Wenn euer unglaublich kleines und überbevölkertes Land terrorisiert, pulverisiert wird durch die Bomben des viert größten Militärs weltweit, und wenn eure Grenzen geschlossen werden, wenn euer Haus nicht sicher ist, Moschee (Kirche) nicht sicher, Schule nicht sicher, Straße nicht sicher, UN Flüchtlingslager nicht sicher &#8230; Wo würdet ihr hingehen, hinrennen, euch verstecken? Über 15.000 wurden obdachlos gemacht, interne Flüchtlinge durch die Bombardements der Häuser, Granaten und Schüsse durch Israel. Einige der Flüchtlinge wurden in UN-Schulen um Gaza herum untergebracht. In Jabaliya bombardierten israelische Kampfflugzeuge heute eine solche Schule. Der Direktor des Shifa-Krankenhauses schätzte zurückhaltend 40 Tote und 10 verletzte. Es müssen aber mehr sein. [&#8230;]Der Shifa-Direktor erzählte mir auch, das die Notärzte immer noch nicht das Zaytoun-Haus erreichen können, welches gestern früh bombardiert wurde mit den Bewohnern drinnen eingeschlossen. Es gibt zwei Berichte über diesen Vorfall, beide kriminell. Erstens: israelische Soldaten trieben die Bewohner des mehrstöckigen Gebäudes zusammen, trennten die Männer - 15 wurde mir gesagt - und erschoss sie aus nächster Nähe vor den Frauen und Kindern, 20 wurde mir gesagt. Dann legte man Sprengstoff um das Haus herum und sprengte den Rest der erweiterten Familie in die Luft. Zweitens: Israelische Soldaten trieben die Bewohner des Hauses zusammen und schlossen sie für einen Tag in einem Raum ein und bombardierten es am nächsten Morgen. Egal welche Version stimmt, israelische Soldaten sperrten die Bewohner des Hauses ein und bombardierten es. Und sie verhindern aktiv, dass die Notärzte potentielle Überlebende erreichen können. Die Mediziner haben versucht, es mit dem ICRC (Internationalen Komitee des Roten Kreuzes) zu koordinieren, ohne Erfolg: niemand kann das Haus erreichen.</div>
<p>Der Deutsche ägyptischer Abstammung Philip Rizk, der bei <em>Tabula Gaza</em> bloggt, berichtet von einer Konversation mit Dr. Attalah Tarazi in <a href="http://tabulagaza.blogspot.com/2009/01/notes-from-phone-conversation-w-dr.html">Gaza</a>:</p>
<blockquote><p>The numbers of death and injured reported in the media are far below reality as the media is not able to cover incidents as they unfold. I know of cases where homes were surrounded by the Israeli army and people inside gave themselves up and were shot anyway when they exited. […] We have witnessed weapons we have never seen before in our lives. Some explode in the sky and scatter bombs all over. Sporadically, I have smelt smells from some of the burns and wounds that I have never before witnessed […] May god protect us, may god have mercy on us</p></blockquote>
<div class="translation">Die Anzahl der Toten und Verletzten, die in den Medien genannt wird ist weit unter den reellen Zahlen, da die Medien die Ereignisse, so wie sie sich entwickeln, nicht abdecken können. Ich kenne Fälle, bei denen Häuser durch die israelische Armee umstellt wurden und wenn die Leute drinnen aufgaben und herauskamen wurden sie trotzdem erschossen. [&#8230;] Wir haben Waffen gesehen, die wir vorher niemals gesehen haben. Einige explodieren im Himmel und verstreuen Bomben überall hin. Manchmal, habe ich bei den Verbrennungen und Wunden einen Geruch wahrgenommen, den ich vorher noch nie gerochen habe [&#8230;] Möge Gott uns schützen und Gnade mit uns haben.</div>
<p>In einem anderen <a href="http://gaza08.blogspot.com/2009/01/prof-said-abdelwahed-waiting-long-lines.html">Beitrag</a> schreibt Prof. Said Abdelwahed:</p>
<blockquote><p>The 1:00-4:00 p.m. truce was a little bit relief to the civilians in the city. The main concern of the people was to get water from distribution centers. There were long lines of people waiting to get drinking water in plastic jugs! Tanks and artillery are still operating at the edges of Gaza city! More people evacuated their places and resorted to relatives and UNRWA schools…. but yesterday&#39;s bombing has scared everyone sleeping in the schools! Today, there were trucks of urgent food stuff and other medical aids have been allowed to be entered from Rafah into Gaza. In Gaza, we are all subject to news but we cannot see TVs. We hear about it from relatives who call us by telephones from abroad. We are still without electricity and water, plus that a great number of people are without cooking gas!</p></blockquote>
<div class="translation">Die Waffenruhe von 13:00 bis 16:00 Uhr war eine kleine Erleichterung für die Zivilisten in der Stadt. Die Hauptsorge der Menschen war es, Wasser aus den Verteilungszentren zu bekommen. Es waren lange Schlangen von Menschen, die darauf warteten Wasser in Plastikkannen zu bekommen! Panzer und Artillerie operieren immer noch am Rand von Gaza-Stadt. Mehr Menschen haben ihre Häuser verlassen und sich zu Verwandten oder UNRWA-Schulen zurückgezogen &#8230; aber das Bombardement von gestern hat alle, die in den Schulen schlafen, erschreckt. Heute wurde es LKWs mit dringend benötigen Lebensmitteln und anderem medizinischen Bedarf erlaubt, von Rafah aus nach Gaza zu fahren. In Gaza sind wir alle das Thema der Nachrichten, können aber selbst nicht fernsehen. Wir hören nur darüber von Verwandten die uns aus dem Ausland anrufen. Wir haben immer noch keinen Strom und kein Wasser, und viele Menschen haben auch kein Gas mehr zum Kochen!</div>
<p>Der palästinensische Fotojournalist Sameh Habeeb, der im Blog Gaza Strip, The Untold Story, schreibt, erklärt, wie er immer noch <a href="http://gazatoday.blogspot.com/2009/01/day-12-of-israeli-war-on-gaza.html">berichtet</a>:</p>
<blockquote><p>Dear Editors, Journalists and Friends,<br />
Some of you do wonder how I send news in such conditions. I really suffer a lot to send you this update due to lack of power. I go around 4 kilometers a day in this cruel war where I charge my laptop battery to be able to send this work! This is very risky since shells rain down and drones hover over me! I will keep this up.</p></blockquote>
<div class="translation">Liebe Redakteure, Journalisten und Freunde,<br />
Einige von Euch wundern sich, wie ich unter solchen Bedingungen Fotos schicken kann. Wegen des Stromausfalls leide ich wirklich sehr, um euch dieses Update zu schicken. Ich gehe rund vier Kilometer am Tag in diesem grausamen Krieg, um meinen Laptop-Akku zu laden um euch diese Arbeit zu schicken! Das ist sehr riskant, denn Grananten regnen herunter und Flugzeuge (Dronen) schweben über mir. Ich werde weitermachen.</div>
<p>Laila El-Haddad, deren Eltern in Gaza leben, schreibt in ihrem Blog <em>Raising Yousuf and Noor</em>, und sie beschreibt ein Gespräch mit ihrem Vater, welches sie live im <a href="http://a-mother-from-gaza.blogspot.com/2009/01/what-do-you-tell-your-daughter.html">kanadischen Rundfunk</a> führte:</p>
<blockquote><p>I asked if he had gone out at all – he said my mother has not left the house in days, but that they needed some tomatoes to cook supper with. “The stores are empty-there is very little on the shelves; and the Shanti bakery had something like 300 people waiting in line.” Surprisingly, he said people are trying to go on with their lives. It is the mundane and ordinary that often save your sanity, help you live through the terror. It is no small thing to endure: knowing that both in deliberateness and scope, it is an unprecedented modern-day assault against an occupied, stateless people – most of them refugees.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich fragte, ob er überhaupt draußen gewesen sei - er sagte, meine Mutter hat das Haus seit Tagen nicht verlassen, aber sie brauchten ein paar Tomaten um Abendessen zu kochen. &#8220;Die Läden sind leer - in den Regalen liegt nur sehr wenig; und vor der Shanti Bäckerei warteten etwa 300 Leute in der Schlange.&#8221; Überraschenderweiser sagte er, dass die Leute versuchen, mit ihrem Laben weiterzumachen. Es ist das das alltägliche und gewöhnliche, was deinen Verstand rettet, dir hilft den Terror zu überstehen. Es ist keine Kleinigkeit, die man ertragen muss: zu wissen, dass es in der Vorsätzlichkeit und im Ausmaß ein beispielloser moderner Angriff auf ein besetztes, staatenloses Volk ist- die meisten davon Flüchtlinge.</div>
<p>Safa Joudeh schreibt in <em>Lamentations-Gaza</em> darüber, wie man die gewöhnlichsten <a href="http://lamentations-gaza.blogspot.com/2009/01/calm-day.html">Momente macht</a>:</p>
<blockquote><p>I woke up to the smell of freshly baked bread, at around noon today. I stay up most of the night and catch a few hours sleep after the sun rises. […] My mother has taken to making homemade bread the last ten days. Thanks her careful management of the small amount of cooking gas we have, and to her idea of buying a gas oven in anticipation of an Israeli invasion only days before the attacks began, she is able to bake occasionally. Furthermore, we had found a store with its doors partially open in our area a couple of days ago and were able to stock up on flour. Having lunched with my younger siblings and my parents on bread, cheese, eggs and some leftover pasta, we all went out onto the balcony, and what a beautiful sunny day it was! The iciness had dissipated somewhat with the early day sun, the few trees outside were green and luminous and birds were singing! We all stood for about half an hour, looking out through the metal railings like caged birds. We could hear an occasional explosion in the distance but that did not deter us from standing there breathing in the fresh air we so longed for.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich wachte auf und roch frisch gebackenes Brot, so gegen Mittag. Ich war fast die ganze Nacht wach und versuchte nach Sonnenaufgang ein paar Stunden Schlaf zu bekommen. [&#8230;] Meine Mutter hat in den letzten zehn Tagen angefangen Brot selbst zu backen. Dank ihres vorsichtigen Managements der kleinen Menge an Gas und ihrer Idee, einen Gasofen zu kaufen - in Erwartung einer israelischen Invasion nur wenige Tage bevor die Angriffe begannen - ist sie in der Lage gelegentlich zu backen. Des Weiteren fanden wir vor einigen Tagen einen Laden, dessen Türen einen Spalt weit offen waren und waren so in der Lage, Mehl zu kaufen. Nachdem ich mit meinen jüngeren Geschwistern und meinen Eltern gegessen hatte - Brot, Käse, Eier und Pasta-Reste - gingen wir alle auf den Balkon, und was für ein wunderbarer sonniger Tag das war! Die Eiseskälte hat in der frühen Sonne etwas nachgelassen, die wenigen Bäume draußen waren grün und leuchtend und die Vögel sangen! Wir standen alle etwa eine halbe Stunde da und schauten durch das Metalgitter, wie eingesperrte Vögel. Weiter entfernt konnten wir gelegentlich eine Explosion hören, aber das hat uns nicht abgeschreckt, da draußen zu stehen und die frische Luft zu atmen, nach der wir uns so gesehnt haben.</div>
<p><em>RafahKid</em> kann es <a href="http://rafahkid.blogspot.com/2009/01/day-11-of-israeli-war-on-gaza.html">nicht glauben</a>:</p>
<blockquote><p>what&#39;s to say? would you believe back in October we had our first Opera [<a href="http://www.middle-east-online.com/ENGLISH/palestine/?id=29185">music concert</a>] in Gaza. Life is hard when you are kept prisoner your whole life even though you are acknowledged as the victim. But we try hard to live a life and we study very hard. Even to say Hamas is the cause of this is to blame the rape victim for what she was wearing.</p></blockquote>
<div class="translation">Was soll man sagen? Würdet ihr glauben, dass wir letzten Oktober unsere erste Oper [Musik-Konzert] in Gaza hatten. Das Leben ist schwer, wenn man das ganze Leben als Gefangener gehalten wird, obwohl man als Opfer anerkannt ist. Aber wir strengen uns an, ein Leben zu leben und wir studieren fleißig. Wenn man sagt, Hamas ist die Ursache, wäre es so, als beschuldigte man ein Vergewaltigungsopfer wegen seiner Kleidung.</div>
<p>Vittorio Arrigoni ist ein italienischer Aktivist, der bei <a href="http://guerrillaradio.iobloggo.com/archive.php?eid=1765"><em>Guerrilla Radio</em></a> bloggt:</p>
<blockquote><p>Ho scattato alcune fotografie in bianco e nero ieri, alle carovane di carretti trascinati dai muli, carichi all&#39;inverosimile di bambini sventolanti un drappo bianco rivolto verso il cielo, i volti pallidi, terrorizzati. Riguardano oggi quegli scatti di profughi in fuga, mi sono corsi i brividi lungo la schiena. Se potessero essere sovrapposte a quelle fotografie che testimoniano la Nakba del 1948, la catastrofe palestinese, coinciderebbero perfettamente. Nel vile immobilismo di Stati e governi che si definiscono democratici, c&#39;è una nuova catastrofe in corso da queste parti, una nuova Nakba, una nuova pulizia etnica che sta colpendo la popolazione palestinese.</p></blockquote>
<div class="translation">Gestern machte ich einige Schwarz-Weiß-Fotos von einer Karawane von Wagen, die von Eseln gezogen wurden und unglaublich beladen war mit Kindern, die weiße Flaggen schwenkten, blasse Gesichter, verängstigt. Wenn ich mir diese Bilder der Flüchtlinge heute anschaue, läuft es mir kalt den Rücken runter. Wenn man sie mit den Bildern überlagert, welche die &#8220;Nakba&#8221; von 1948 - die palästinensische Katastrophe - abbilden, dann würden sie perfekt zusammenpassen. Durch die niederträchtige Reglosigkeit der Staaten und Regierungen, die sich selbst demokratisch nennen, findet eine neue Katastrophe statt, eine neue Nakba, eine ethnische Säuberung, welche die palästinensische Bevölkerung trifft.</div>
<p>In einem anderen Beitrag <a href="http://ingaza.wordpress.com/2009/01/05/gaza-walks/">schreibt</a> Eva Bartlett:</p>
<blockquote><p>To walk in Gaza city now is to walk through a ghost town, passing shells of buildings, rubble-filled streets, closed shops, and streets barren of life. Before Israel’s attacks across the Gaza Strip’s densely-populated civilian areas began on December 27th, Gaza was a different scene: it was stifled under a siege […] but Palestinians in Gaza still walked the streets, still frequented the parks and public spaces, still pursued education within the Strip and had weddings. On any given day, the main street, Omar Mukthar, would be crowded with taxis heading along the east-west road, kids going to and from school, shoppers, and vendors. Walking Omar Mukthar now is an eerie experience […] In the first days after the missiles hit police stations, mosques, civil administration buildings, Municipal buildings, cars, houses, iron and metal workshops, and universities across the Gaza Strip’s tiny length, people walked carefully, avoiding the bombed sites, very aware they could be re-bombed. […] But now its gotten to such a point, all over Gaza is so completely and thoroughly bombed, that the initial detours we took are pointless: there are simply too many bombed-out buildings and sites to bother avoiding the street. […] So a bombed population already besieged, with no where to run, shot and shelled when running no where, already deprived of medicines and medical care, is now on a new level of starvation, deprivation of water (70 % of people are without), and continues to be psychologically-terrorized by the air activity and bombing. Where to walk? Anywhere, it doesn’t really matter.</p></blockquote>
<div class="translation">In Gaza-Stadt herumzulaufen ist jetzt wie in einer Geisterstadt, vorbei an Ruinen, mit Trümmern gefüllte Straßen, geschlossene Geschäfte und Straßen ohne Leben. Bevor der israelische Angriff auf die dicht bevölkerten Gebiete des Gaza-Streifens am 27. Dezember begann, war Gaza ein anderer Ort: es erstickte unter der Belagerung [&#8230;] aber die Palästinenser in Gaza liefen auf den Straßen, besuchten noch Parks und öffentliche Plätze, gingen ihrer Bildung innerhalb des Gazastreifens nach und heirateten. An jedem Tag war die Hauptstraße, Omar Mukthar, gefüllt mit Taxis, welche die Ost-West-Straße entlang fuhren, Kinder gingen zur oder von der Schule, Käufer und Händler. Omar Mukthar jetzt entlang zu laufen ist eine unheimliche Erfahrung [&#8230;] In den ersten Tagen, nachdem die Raketen Polizeistationen, Moscheen, zivile Verwaltungsgebäude, städtische Gebäude, Autos, Häuser, Eisen- und Metallwerkstätten und Universitäten in dem winzigen Gazastreifen trafen, liefen die Menschen vorsichtig draußen. Sie vermieden dabei die bombardierten Gegenden in dem Bewusstsein, sie könnten noch einmal bombardiert werden [&#8230;] Aber jetzt ist ein Punkt erreicht, an dem Gaza überall komplett und sorgfältig bombardiert ist, dass die anfänglichen Umwege, die wir nahmen, sinnlos sind: es gibt einfach zu viele zerbombte Gebäude und Plätze, dass es sich nicht lohnt, die Straße zu meiden. [&#8230;] Also, eine bombardierte schon belagerte Bevölkerung, die nirgendwo hin kann, erschossen und bombardiert, wenn sie nirgendwo hin rennt, bereits der Medikamente und der medizinischen Versorgung beraubt, ist jetzt auf einer neuen Ebene des Verhungerns, Mangels an Wasser (70% der Leute haben keines), und wird weiterhin psychologisch terrorisiert durch die Luftangriffe und Bombardements. Wohin soll man gehen? Irgendwohin, es ist eigentlich egal.</div>
<p>Fida Qishta, die bei <em>Sunshine</em> bloggt, ist eine freie Journalistin, Filmemacherin und Aktivistin, die in Rafah im Süden des <a href="http://sunshine208.blogspot.com/2009/01/pity-for-tiger-is-injustice-to-sheep_07.html">Gazastreifens lebt</a>:</p>
<blockquote><p>Humanitarian aid is still a big problem, including the lack of medicine and food. The Israeli government said that they opened the border crossings to let Palestinians travel to Egypt for medical treatment and for humanitarian aid to enter the Gaza Strip. It’s like the wolf killing the sheep and then selling its leather. Why did they shoot them if they want them to be in good health? Why didn’t they stop the air strikes before they killed and injured all these civilians? They tell the world that the food trucks enter the Gaza Strip. Do you know how many trucks? Do you know that the Gaza Strip is cut into two parts now by the Israeli army? That means that if the humanitarian aid gets through into Rafah, it will never reach Gaza City, because they cut the main road into two parts. It reminds me of the <a href="http://www.usatoday.com/news/world/2005-08-24-palestinian-checkpoint_x.htm">Abu Holy checkpoint</a> which used to divide the Gaza Strip in two. My friends and I used to wait to go to our university for hours and hours. And at the end of the day we went back home, without attending any classes. Our only class was on how to wait. My mother is sitting in the door of our house counting the drones and the F16s. I think that if I asked her to count the air strikes she would do it.</p></blockquote>
<p>Humanitäre Hilfe ist immer noch ein großes Problem, einschließlich der Mangel an Medizin und Lebensmitteln. Die israelische Regierung sagte, dass es die Grenzübergänge öffnet, damit die Palästinenser nach Ägypten reisen können, um medizinisch versorgt zu werden und damit humanitäre Hilfe in den Gazastreifen gelangen kann. Es ist wie der Wolf, der das Schaf tötet und dann sein Leder verkauft. Warum haben sie auf sie geschossen, wenn sie wollen, dass sie gesund sind? Warum haben sie die Luftangriffe nicht beendet, bevor sie die ganzen Zivilisten getötet und verletzt haben? Sie erzählen der Welt, dass die Lebensmitteltrucks in den Gazastreifen hineinkommen. Wisst ihr wieviele LKWs? Wisst ihr, dass der Gazastriefen von den Israelis in zwei Teile geteilt wurde? Das bedeutet, wenn die humanitäre Hilfe nach Rafah durchkommt, wird sie Gaza-Stadt niemals erreichen, weil die Hauptstraße in zwei Teile geteilt ist. Es erinnert mich an den <a href="http://www.usatoday.com/news/world/2005-08-24-palestinian-checkpoint_x.htm">Abu Holy Grenzübergang</a>, welcher den Gazastreifen in Zwei teilte. Meine Freunde und ich warteten dortStunden um Stunden um zur Universität gehen zu können. Am Ende des Tages gingen wir zurück nach Hause, ohne den Unterricht besucht zu haben. Unser einziger Unterricht war das Warten. Meine Mutter sitzt in der Haustür und zählt die Dronen und F16s. Ich denke, wenn sie fragen würde, die Luftschläge zu zählen, würde sie das auch machen.</p>
<p>Nader Houella, der den Blog <em>Moments of Gaza</em> leitet, schreibt einen Beitrag, in dem er erklärt, was Menschen tun können, die <a href="http://gaza08.blogspot.com/2009/01/ways-of-support.html">helfen möchten</a>.</p>
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