<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	>

<channel>
	<title>auf Deutsch &#187; Menschenrechte</title>
	<atom:link href="http://de.globalvoicesonline.org/category/topics/human-rights/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://de.globalvoicesonline.org</link>
	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
	<pubDate>Thu, 04 Dec 2008 16:28:52 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.5.1</generator>
	<language>en</language>
			<item>
		<title>Demokratische Republik Kongo: Karikaturen der kongolesischen Politik</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/02/demokratische-republik-kongo-karikaturen-der-kongolesischen-politik/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/02/demokratische-republik-kongo-karikaturen-der-kongolesischen-politik/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 02 Dec 2008 22:10:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[D. R. Kongo]]></category>

		<category><![CDATA[Französisch]]></category>

		<category><![CDATA[Gender]]></category>

		<category><![CDATA[Humor]]></category>

		<category><![CDATA[Kriege &amp; Konflikte]]></category>

		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>

		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Regierung]]></category>

		<category><![CDATA[Video]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=449</guid>
		<description><![CDATA[Erst einen Monat ist es her, dass der kongolesische Präsiden Joseph Kabila eine neue Regierung ernannte um die wachsende Kritik an seiner Unfähigkeit zu bezwingen, die Gewalt der Rebellen im Osten zu bezwingen, und viele Blogger sind weiterhin skeptisch was die Zukunft des Landes angeht.
Über die prekäre Lage des Kongo wurde viel geschrieben (siehe die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erst einen Monat ist es her, dass der kongolesische Präsiden Joseph Kabila <a href="http://www.mg.co.za/article/2008-10-27-kabila-names-new-drc-government" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/www.mg.co.za');">eine neue Regierung ernannte</a> um die wachsende Kritik an seiner Unfähigkeit zu bezwingen, die Gewalt der Rebellen im Osten zu bezwingen, und viele Blogger sind weiterhin skeptisch was die Zukunft des Landes angeht.</p>
<p>Über die prekäre Lage des Kongo wurde viel geschrieben (siehe die Posts der Global-Voices-Autorin <a href="http://globalvoicesonline.org/author/elia/">Elia Varela Serra</a>, die die Entwicklungen der letzten Zeit genau verfolgt hat <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/10/31/dr-of-congo-confusion-reigns-in-goma/">1</a>, <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/11/10/dr-congo-fighting-continues/">2</a>, <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/12/02/dr-congo-journalists-murder-highlights-fragile-democracy/">3</a>), aber manchmal sagt ein Bild soviel wie tausend Worte.<span id="more-53418"></span></p>
<p><a href="http://alexengwete.afrikblog.com/archives/2008/11/30/11566365.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/alexengwete.afrikblog.com');">Alex Engwete</a> postete diesen Trickfilm, der von Human Rights Watch erstellt wurde. Er karikiert Kabila: seinen Ausschluss der Zivilgesellschaft und der oppositionellen Stimmen und die schweigende Unterstützung der ausländischen Geldgeber.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="440" height="420" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://v4.tinypic.com/player.swf?file=34ys0nr&amp;s=4" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="440" height="420" src="http://v4.tinypic.com/player.swf?file=34ys0nr&amp;s=4"></embed></object></p>
<div class="translation">
<p><em>Text zum Film</em></p>
<p>
	Wir haben gewonnen!<br/>Es lebe die Demokratie!
</p>
<p>
	Herzlichen Glückwunsch, Herr Präsident!<br/>Ihr Land ist jetzt eine Demokratie.
</p>
<p>
	Bravo, sie haben gewonnen Herr Präsident!<br/>Sie werden das Land für fünf Jahre regieren!<br/>Herzlichen Glückwunsch, Herr Präsident!
</p>
<p>
	Es lebe der Kongo!<br/>Es lebe die Demokratie und die Freiheit!<br/>	Endlich haben wir Frieden.
</p>
<p>
	Einsteigen nach Demokratie-Stadt!<br/>Hey! Ihr Demonstranten - Ruhe!
</p>
<p>
	Der Chef braucht Ruhe um den Zug ans Ziel zu steuern.<br/>Nein! Die neue Verfassung gewährt das Demonstrationsrecht. Freiheit! Demokratie! Nieder mit der Korruption. Keine gefälschten Wahlen!
</p>
<p>
	Raus! Ihr seid Feinde der Demokratie!<br/>Solche wie Euch brauchen wir auf diesem Zug nicht.
</p>
<p>
	Bravo, Herr Präsident.<br/>Wir bringen Ihnen eine Finanzhilfe.<br/>Sie sind auf dem richtigen Gleis.<br/>Viel Glück. Weiter so!
</p>
<p>
	auf dem Papier steht:<br/>Bericht über Menschenrechtsverletzungen.
</p>
<p>
	(mit Frankreich-französischem Akzent)<br/>Stören Sie nicht den Präsidenten.<br/>Er ist sehr beschäftigt. Kommen Sie später zurück.
</p>
<p>
	(mit englischem Akzent:)<br/>Halten Sie uns nicht auf.<br/>Wir müssen die Geschwindigkeit halten.<br/>Es ist jetzt nicht die Zeit für diese Berichte.
</p>
<p>
	Gegen wen sind Sie?<br/>Die Demokratie braucht keine Opposition.
</p>
<p>
	Unser Chef hat die Wahlen gewonnen.<br/>Seid still und hört auf, Fragen zu stellen.<br/>Lasst den Chef den Zug fahren.<br/>Es ist unser Recht, Fragen zu stellen und uns dem Präsident und der Regierung entgegenzustellen.<br/>Es lebe die Demokratie.
</p>
<p>
	Ihr verschwört euch gegen den Präsidenten!<br/>Ihr habt das Recht hier auszusteigen.<br/>Wir brauchen Euch nicht in diesem Zug.
</p>
<p>
	Chef! Die Opposition lässt sich nicht so einfach unterdrücken.<br/>Ich bin zum Präsidenten gewählt worden.<br/>Ich habe zu tun. Keine Ablenkung!<br/>Radiert die Feinde der Demokratie aus, dalli dalli!
</p>
<p>
	Erledigt, Chef!<br/>Wir haben die Feinde der Demokratie neutralisiert.<br/>Und jetzt wird es ruhig sein.
</p>
<p>
	Bravo, Herr Präsident!<br/>Sie machen ihre Arbeit gut!
</p>
<p>
	Wir haben Ihnen hier noch eine Hilfe!<br/>Halten sie die Geschwindigkeit.
</p>
<p>
	Entschuldigen Sie, gab es Opfer?<br/>Gab es keine andere Lösung?<br/>Die Leute haben ein Recht, zu wissen, was passiert ist.<br/>Wer hat das angeordnet?<br/>Das ist illegal. Sie haben nicht das Recht. Menschen zu töten!<br/>Wieviele?<br/>Na schön, geht mal und holt euch die Auskünfte an der Quelle!<br/>Wir brauchen eure Fragen nicht und was ihr gesagt habt ist illegal!
</p>
<p>
	Verräter! Keine Gnade für die Sympathisanten der Feinde der Demokratie.
</p>
<p>
	Herr Präsident! Schauen sie sich all diese Berichte an. Man muss&#8230;<br/>Halt! Halt mein Herr! Lassen Sie den Präsidenten in Ruhe. Er ist sehr, sehr beschäftigt.
</p>
<p>
	Diese Berichte sind falsch.<br/>Stören Sie ihn nicht mit solch nutzlosem Zeug!
</p>
<p>
	Wir mussten ein klein bisschen aufräumen, nehmt das nicht so ernst. Los, raus mit dir.
</p>
<p>
	Aber&#8230; wo fahren wir hin? Ich verstehs nicht!<br/>Sie schmeißen Leute aus dem Zug.<br/><br />
	Der Lokführer schaut nicht und hält nicht mal an.<br/>Ich habe ein Ticket nach Demokratie-Stadt!
</p>
<p>
	Ein-Gedanken-Bahnhof - Was ist das?<br/>Ich will aussteigen!<br/>Wir fahren in die umgekehrte Richtung!<br/>Los! Kommt alle! <br/>Der Zug muss die Richtung wechseln.<br/>Auf mein Zeichen zieht ihr das Gleis in diese Richtung.<br/>Ziehen! Ziehen!
</p>
<p>
	Also, Ähem!<br/>Fahren wir nach links oder nach rechts?
</p>
<p>
	(mit englischem Akzent:)<br/>Ich sehe die Gleise davorne nicht so richtig.<br/>Aber sie sind der Lokführer, sie entscheiden.
</p>
<p>
	Ich bin beunruhigt wegen des Tunnels.<br/>Es ist da dunkel.<br/>Vielleicht sind wir falsch abgebogen?
</p>
<p>
	Fortsetzung folgt.
</p>
<p>
	auf dem Papier steht:<br/>Bericht über Menschenrechtsverletzungen.
</p>
</div>
<p><a href="http://storage.canalblog.com/27/66/330296/33142992.jpg" target="_blank" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/storage.canalblog.com');"><img src="http://storage.canalblog.com/27/66/330296/33142992_p.jpg" border="0" alt="Mort_dans_la_Plaine_copie" width="450" height="250" /></a></p>
<p>(Bild: Barly Baruti)</p>
<p>Der Journalist <a href="http://www.congoblog.net/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/www.congoblog.net');">Cedric Kalonji</a> postete diese politischen Karikaturen auf seinem <a href="http://www.flickr.com/photos/congoblog/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/www.flickr.com');">Flickr photostream</a>:</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/congoblog/3075667562/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/www.flickr.com');"><img class="reflect" src="http://farm4.static.flickr.com/3187/3075667562_985e2c0436.jpg?v=0" alt="Liberté de la presse en RDC by Congo Blog." width="500" height="309" /></a></p>
<div class="translation">Mann mit Schurrbart: &#8220;Für jegliche Information gehen Sie zur Quelle.&#8221;</div>
</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/congoblog/3075626772/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/www.flickr.com');"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3190/3075626772_45484012d5.jpg" alt="" /></a></p>
<div class="translation">Mädchen (links): &#8220;MAMA, die Regierung ist da, aber ich habe deinen Namen nicht gesehen. Was ist los?&#8221;<br />
	Frau, rechts: &#8220;AH!  Aber sie haben den Verfassungsartikel 14 vergessen&#8230;&#8221;</div>
<p>(Der <a href="http://www.eisa.org.za/WEP/drcquotas.htm" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/www.eisa.org.za');">Artikel 14</a> ordnet an, dass beide Geschlechter auf allen Ebenen, auf nationaler Ebene, der Ebene der Provinzen und der lokalen Ebene, gleich stark vertreten sein sollen.)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/02/demokratische-republik-kongo-karikaturen-der-kongolesischen-politik/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>China: Yang Jia ist tot</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/29/china-yang-jia-ist-tot/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/29/china-yang-jia-ist-tot/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 29 Nov 2008 19:57:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingrid Fischer-Schreiber</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[China]]></category>

		<category><![CDATA[Chinesisch]]></category>

		<category><![CDATA[English]]></category>

		<category><![CDATA[Humanitarian]]></category>

		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>

		<category><![CDATA[Recht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=445</guid>
		<description><![CDATA[Yang Jia (杨佳), der am 1. Juli 2008 in der Polizeistation des Shanghaier Bezirks Zhabei sechs Polizisten getötet hat, wurde am 26. November 2008 hingerichtet. Ein Twitter-Account, foreveryangjia, wurde eingerichtet, wo User sich zum Tod dieser legendären Persönlichkeit äußern können.
Der Anwalt und Blogger Liu Xiaoyuan, der von Yangs Mutter erfahren hatte, dass das Höchstgericht die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Yang Jia (杨佳), der am 1. Juli 2008 in der Polizeistation des Shanghaier Bezirks Zhabei sechs Polizisten getötet hat, wurde am 26. November 2008 hingerichtet. Ein Twitter-Account, <a href="http://twitter.com/foreveryangjia" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/twitter.com');">foreveryangjia</a>, wurde eingerichtet, wo User sich zum Tod dieser legendären Persönlichkeit äußern können.</p>
<p>Der Anwalt und Blogger Liu Xiaoyuan, der von Yangs Mutter erfahren hatte, dass das Höchstgericht die Hinrichtung befürwortet hatte, <a href="http://blog.sina.com.cn/s/blog_49daf0ea0100bljh.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/blog.sina.com.cn');">drückte sein Bedauern darüber aus, dass der wahre Sachverhalt noch nicht geklärt ist</a>:</p>
<blockquote><p>杨佳将死，真相未明！</p>
<p>Yang Jia muss sterben, aber die Wahrheit liegt noch im Dunkeln!</p></blockquote>
<p>Glaubt man Yangs Aussage, so wurde er von der Shanghaier Polizei fälschlich beschuldigt, 2007 ein Fahrrad gestohlen zu haben, und soll von der Polizei während seiner Haft physisch misshandelt worden sein. In einem nicht-öffentlichen Verfahren wurde er im August zum Tode verurteilt, ohne dass im <a href="http://www.inmediahk.net/node/1001026" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/www.inmediahk.net');">Urteil</a> eine nachvollziehbare Erklärung für seine Tat gegeben worden wäre. Viele hielten den Prozess für unfair, da der Anwalt, den Yangs Vater engagiert hatte, abgelehnt wurde und die Regierung Yang Jia einen anderen Anwalt beistellte, einen <a href="http://www.inmediahk.net/node/1000666" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/www.inmediahk.net');">Rechtsberater der Regierung des Bezirks Zhabei</a>. Skandalöser ist allerdings die Tatsache, dass Yangs Mutter, Wang Jingmei, monatelang in einem vom Pekinger Polizeibüro betriebenen psychiatrischen Krankenhaus festgehalten wurde. (Eine englische Darstellung: <a href="http://china.blogs.time.com/2008/11/13/yang-jia-stranger-than-fiction" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/china.blogs.time.com');">Yang Jia: Stranger than Fiction</a>)</p>
<p>Während die Regierung die Wahrheitsfindung nicht sehr eifrig betrieb, versuchte <a href="http://blog.sina.com.cn/s/blog_49daf0ea0100bkda.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/blog.sina.com.cn');">Liu Xiaoyuan</a> das Puzzle zusammenzusetzen. Er verfolgte die Tragödie bis zu einer Klage von Yangs Mutter zurück:</p>
<blockquote><p>杨佳母亲王静梅是一个老上访户，2000年时，她与单位一同事发生冲突受伤。官司打到法院，她认为判决很不公，为此上访申诉了八年之久。<br />
据媒体报道说，王静梅上访申诉材料都是儿子帮助打印。<br />
王静梅的上访经历影响到了儿子，2007年10月5日，杨佳遭到盘查殴打后，为了投诉上海警方，购买了一千只信封，一千套邮票，一整箱复印纸。</p>
<div class="translation">Yangs Jias Mutter ist eine erfahrene Klägerin. Bereits im Jahr 2000 hatte sie einen Konflikt mit einem Kollegen, der vor Gericht endete. Sie hielt das Verfahren für unfair und begann einen acht Jahre dauernden Gerichtsstreit.<br />
Nach Medienberichten half ihr ihr Sohn, die Dokumente für ihre Klaganfechtung zu drucken.<br />
Wang Jingmeis Klage beeinflusste auch ihren Sohn. Am 5. Oktober 2007, nach der Misshandlung in der Polizeistation, kaufte er tausend Umschläge, tausend Briefmarken und eine Schachtel Kopierpapier.</div>
</blockquote>
<blockquote><p>但是懂得电脑的他，还是放弃了“雪片”投诉方式，而改用以电子邮件、电话投诉为主，以书面投诉为辅的方法。<br />
经过长达九个月的投诉，警方也两次派人来北京，但没有处理好“上诉”事件，终于引爆了这起血案。<br />
杨佳说，只是为了要一个说法，并不是为了要钱。警方称，杨佳是没有要到一万元赔偿，而报复行凶滥杀无辜。</p>
<div class="translation">Da er sich mit Computern auskannte, nutzte er in erster Linie Email und Telefon, um seine Klagen einzureichen, und schickte zusätzlich Briefe per Post.<br />
Nach neun Monaten kamen zweimal Polizeibeamte nach Beijing, aber sie behandelten angeblich seine &#8220;Eingaben&#8221; nicht korrekt, was zu seinem blutigen Ausbruch führte. Yang Jia sagte, er wolle eine Erklärung, nicht Geld. Die Polizei sagte, Yang Jia rächte sich blutig, weil er nicht die von ihm geforderte Entschädigung in der Höhe von 10.000 RMB erhalten hatte.</div>
</blockquote>
<blockquote><p>王静梅在安康医院见到姐姐时说，上海警方第二次进京谈处理盘查之事，她用MP3做过录音，可以证明没有要过一万元赔偿，这个关键证据被警方收缴了。杨佳出事后，王静梅没有再见过杨佳，她也是一个认死理的人，她的说法与杨佳所说能相互印证。</p>
<div class="translation">Als Wang Jingmei ihre Schwester im Krankenhaus sah, sagte sie ihr, dass sie, als die Shanghaier Polizei zum zweiten Mal für Untersuchungen nach Beijing kam, das Gespräch mit einem MP3-Player aufgezeichnet hatte und sie daher beweisen könne, dass Yang nie 10.000 RMB Entschädigung verlangt hatte. Allerdings habe die Polizei dieses Beweisstück konfisziert. Nach der Festnahme von Yang Jia sah Wang Jingmei ihn nicht mehr wieder. Sie ist die Art von Mensch, die sich an die Fakten hält, und ihre Aussage deckt sich mit der von Yang Jia.</div>
</blockquote>
<blockquote><p>综合其他各方面情况来判断，我是相信母子俩所说的是真话。试想一下，警察把杨佳强拉进工作区域，又说没有打，可又不出示里面的录像；把王静梅送入安康医院强制治疗，在家属找上门来报案了，竟欺骗说已自行离开。办案机关如此蒙骗民众，谁会相信他们的说法呢？</p>
<div class="translation">Nach Prüfung all dieser Details bin ich überzeugt, dass Mutter und Sohn die Wahrheit sagen. Bedenken Sie nur, dass die Polizei Yang Jia ins Kommissariat gezwungen hatten. Sie beharrten darauf, dass sie Yang nie geschlagen hätten, aber sie konnten keine Aufzeichnung vorweisen, die ihre Behauptung hätte beweisen können. Wang Jingmei wurde ins Ankang-Krankenhaus zwangseingewiesen, aber als ihre Verwandten ihr Verschwinden bei der Polizei anzeigten, logen die Beamten und sagten, Wang hätte die Polizeistation aus eigenen Stücken verlassen. Wie soll den Verantwortlichen noch jemand vertrauen, wenn sie die Menschen so belügen?</div>
</blockquote>
<p>Die Tötung von Yang Jia wurde vor allem im Internet als heroischer Akt interpretiert, der das ungerechte Establishment durch Gewalt herausfodert. Hier ein Gedicht, das Lu Xi&#39;an<br />
im September 2008 verfasste und das die Gefühle der Menschen Yang Jia gegenüber beschreibt. Das Gedicht wurde erstmals auf einem Blog auf <a href="http://blog.sina.com.cn/fanshixxai" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/blog.sina.com.cn');">sina.com</a> veröffentlicht und dann von<br />
<a href="http://www.inmediahk.net/node/1000985" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/www.inmediahk.net');">inmediahk.net</a> übernommen. (<a href="http://globalvoicesonline.org/2008/07/25/china-can-a-cop-killer-be-a-hero">Gegenstimmen</a> von Xinhua.net finden sich einem andren GV-Beitrag, den Bob im Juni geschrieben hat.)</p>
<blockquote><p>2008年7月1日，<br />
楊佳在上海出現，<br />
隨後他便進入死去的歷史。</p>
<div class="translation">Am 1. Juli 2008<br />
tauchte Yang Jia in Shanghai auf.<br />
Da begann die Geschichte seines Todes.</div>
</blockquote>
<blockquote><p>有人說他殺人，<br />
有人說他沒有殺人。<br />
他的母親也找不到了，<br />
問員警，員警說不知道。<br />
問法院，法院說別添麻煩了。</p>
<div class="translation">Manche sagen, er hätte Menschen getötet,<br />
Manche sagen, er hätte niemanden getötet.<br />
Seine Mutter ist unauffindbar.<br />
Frag die Polizisten, sie sagen, sie wüssten nichts.<br />
Frag das Gericht, die sagen, du sollst dich besser raushalten.</div>
</blockquote>
<blockquote><p>不久，楊佳被判死刑，<br />
理由就是殺了6個上海員警。<br />
儘管我們不知道真相，<br />
儘管我們學會了沉默，<br />
但我們不能騙自己說我們不知道楊佳。</p>
<div class="translation">In Kürze wird Yang Jia zum Tode verurteilt,<br />
Der Grund: Er hat sechs Shanghaier Polizisten getötet.<br />
Obwohl wir die Wahrheit nicht kennen,<br />
Obwohl wir gelernt haben zu schweigen,<br />
Können wir uns selbst nicht anlügen und sagen, wir kennen Yang Jia nicht.</div>
</blockquote>
<blockquote><p>對於上海官方來說，<br />
從此，歷史上將不再有楊佳。<br />
從此，他的母親也徹底失蹤了。</p>
<div class="translation">Was die Regierung von Shanghai betrifft:<br />
Von nun an existiert für sie kein Yang Jia mehr.<br />
Von nun an ist auch seine Mutter spurlos verschwunden.</div>
</blockquote>
<blockquote><p>中國十三億人，<br />
為什麼單單失蹤楊佳的母親，<br />
我們還相信上海司法機關嗎？</p>
<div class="translation">Es gibt 1,3 Milliarden Chinesen.<br />
Wie kann es sein, dass nur Yang Jias Mutter vermisst wird?<br />
Wie können wir dem Gericht von Shanghai noch vertrauen?</div>
</blockquote>
<blockquote><p>楊佳是誰？<br />
這個問題太難回答，<br />
上海的員警不敢說，<br />
上海的法官不敢說，<br />
上海的律師也不敢說。<br />
甚至有些人一聽到問楊佳的名字，<br />
就會自覺地害怕。</p>
<div class="translation">Wer ist Yang Jia?<br />
Diese Frage ist schwer zu beantworten,<br />
Die Shanghaier Polizei wagt sie nicht zu beantworten,<br />
Die Shanghaier Richter wagen sie nicht zu beantworten,<br />
Die Shanghaier Anwälte wagen sie nicht zu beantworten.<br />
Manche bekommen Angst, wenn sie bloß Yang Jias Namen hören.</div>
</blockquote>
<blockquote><p>楊佳到底是誰？<br />
真相到底在哪里？<br />
不知道，不知道，我們不知道。</p>
<div class="translation">Wer ist Yang Jia?<br />
Wo ist die Wahrheit?<br />
Wir wissen es nicht, wir wissen es nicht.</div>
</blockquote>
<blockquote><p>上海之大，上海之文明，<br />
容不下開庭公審楊佳，<br />
容不下楊佳母親公開出面，<br />
容不下北京律師公開為楊佳辯護，<br />
容不下一個將死的人最後向公眾說話，<br />
或許那就是懺悔的聲音。</p>
<div class="translation">Shanghai ist groß, Shanghai ist zivilisiert,<br />
Aber es gibt keinen Platz für einen offenen Prozess für Yang Jia,<br />
Aber es gibt keinen Platz für eine Zeugenaussage von Yang Jias Mutter,<br />
Aber es gibt keinen Platz für einen zum Tode Verurteilten, der sich an die Öffentlichkeit wenden will,<br />
Vielleicht sind das die Worte des Bedauerns.</div>
</blockquote>
<blockquote><p>楊佳是誰？<br />
別管那麼多吧，<br />
楊佳就是一個人，<br />
他是13億人中的一個，<br />
是56個民族中一個大漢民族的子弟，<br />
他來到這個世界，<br />
還沒有學會如何懺悔，<br />
就已經失語了，<br />
他來到這個世界，<br />
僅有這點價值，<br />
僅有這點最後機會，<br />
卻也被剝奪了。</p>
<div class="translation">Wer ist Yang Jia?<br />
Ach, kümmer dich nicht daraum.<br />
Yang Jia ist nur ein Mensch,<br />
Er ist einer von 1,3 Milliarden Menschen,<br />
Er ist ein Sohn der Han, einer von 56 ethnischen Gruppen.<br />
Als er auf diese Welt kommt,<br />
Hat noch nicht gelernt zu bereuen,<br />
Aber bereits seine Stimme verloren.<br />
Als er auf diese Welt kommt,<br />
Hat er nur dieses bisschen Wert,<br />
Hat er nur diese eine letzte Gelegenheit,<br />
Aber auch die wurde ihm genommen.</div>
</blockquote>
<blockquote><p>楊佳是誰？<br />
別管他了，<br />
他只是一個人，<br />
上海有多少人，<br />
希望以他的死來換取面子，<br />
丟失的面子。</p>
<div class="translation">Wer ist Yang Jia?<br />
Kümmere dich nicht um ihn,<br />
Er ist nur ein Mensch,<br />
In Shanghai gibt es so viele Menschen,<br />
Die ihr Gesicht durch seinen Tod wahren wollen,<br />
Ihr Gesicht, das sie bereits vor langem verloren haben.</div>
</blockquote>
<blockquote><p>楊佳是誰？<br />
我想別管那麼多了，<br />
最後只想問一問。<br />
楊佳到底為什麼殺人？</p>
<div class="translation">Wer ist Yang Jia?<br />
Ich glaube, wir sollten uns nicht so viele Gedanken machen,<br />
Die letzte Fraege, die bleibt:<br />
Warum hat Yang Jia eigentlich getötet?</div>
</blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/29/china-yang-jia-ist-tot/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Angola: Sechsjährige Kinder wurden der Hexerei bezichtigt</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/28/angola-sechsjahrige-kinder-wurden-der-hexerei-bezichtigt/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/28/angola-sechsjahrige-kinder-wurden-der-hexerei-bezichtigt/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Nov 2008 06:31:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Angola]]></category>

		<category><![CDATA[Jugend]]></category>

		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>

		<category><![CDATA[Portugiesisch]]></category>

		<category><![CDATA[Relief &#038; Rescue]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=444</guid>
		<description><![CDATA[Schreckliche Nachrichten von misshandelten, gefolterten und getöteten Kindern erschütterten in der letzten Zeit Angola. Sie waren der Hexerei bezichtigt worden. Einer dieser letzten Vorfälle der ereignete sich in Sambizanga einem Stadtteil von Luanda. Wie Zeitungen berichten, rettete die Nationalpolizei Dutzende von Kindern, die in einem Raum eingesperrt waren, in dem in einem Feuer Jindungo (eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schreckliche Nachrichten von misshandelten, gefolterten und getöteten Kindern erschütterten in der letzten Zeit Angola. Sie waren der Hexerei bezichtigt worden. Einer dieser letzten Vorfälle der ereignete sich in <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Sambizanga,_Angola" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/en.wikipedia.org');">Sambizanga</a> einem Stadtteil von Luanda. Wie Zeitungen berichten, rettete die Nationalpolizei Dutzende von Kindern, die in einem Raum eingesperrt waren, in dem in einem Feuer Jindungo (eine Art Chili) brannte. Eines der Kinder wird möglicherweise wegen eines durch Schnitte verursachten Gangräns einen Arm verlieren. Mit dieser Methode - war die Hoffnung - könne das in den Kindern lebende Böse entweichen. Diese Praxis wird gemeinhin von den Angehörigen gewisser <a href="http://africa.reuters.com/top/news/usnJOE4AI0V8.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/africa.reuters.com');"> &#8220;Kirchen&#8221;</a> propagiert, die meistens illegalerweise gegründet wurden.</p>
<p>Durchdrungen von einem mystischen, bösartigen, ahnungslosen Geist oder einfach nur von dem Wunsch, einen Mund weniger füttern zu müssen, sind die Familienmitglieder die Hauptverantwortlichen für diese Art Einstellung. Wegen des Glauben an Hexerei verdammen sie ihre Kinder, Nichten, Neffen, oder Stiefkinder dazu, auf diese grausame Weise zu leiden, wenn irgendetwas zu Hause danebengeht.</p>
<p>Im Blog <a href="http://anteropaiva.blog.simplesnet.pt/archive/022885.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/anteropaiva.blog.simplesnet.pt');">Angola Saudades</a> findet sich ein trauriges Beispiel dieser Fälle</p>
<blockquote><p>&#8220;Makiesse é sobrevivente de um fenómeno perturbante que surge em Angola nos ultimos anos: acusações de feitiçaria contra crianças acompanhadas de maus tratos, abandono e nalguns casos, a morte. A madrasta acusou Makiesse de ser feiticeiro e ter provocado a doença que matou o seu pai. Não podia comer com a família, dormia na latrina, levava porrada diariamente e era forçado a rituais de purificação que mais parecem tortura – jejum, golpes e reclusão. Makiesse tinha seis anos. “Eu dizia que eu não sou feiticeiro, que talvez o feiticeiro usa a minha cara à noite. Mas ninguém acreditava”, conta Makiesse ao PlusNews. Um dia os familiares deitaram-lhe petróleo. O tio impediu que o queimassem vivo. Cedo, tirou-o sorrateiramente do Uíge para a capital Luanda a 345 quilómetros. Deixou-o num centro da igreja católica que abriga crianças de rua. Isso foi há três anos. Makiesse apenas foi visitado duas vezes pelo irmão mais velho&#8221;.</p>
</blockquote>
<div class="translation">&#8220;Makiesse ist Überlebender eines beunruhigenden Phänomens, das in Angola in den letzten Jahren aufgetaucht ist: Kinder werden der Hexerei bezichtigt und schlecht behandelt, ausgesetzt, und in einigen Fällen getötet. Makiesses Stiefmutter bezichtigte ihn, ein Hexerer zu sein und die Krankheit verursacht zu haben, an der sein Vater gestorben war. Er konnte nicht [mehr] mit seiner Familie zusammen essen, schlief in der Toilette, wurde jeden Tag verprügelt und wurde zu Reinigungsritualen gezwungen, die mehr einer Folter glichen - Fästen, Schläge und Einsperren. Makiesse war sechs Jahre alt. „Ich sagte, das ich kein Hexer sei, dass vielleicht der Hexer nachts mein Gesicht benutzt hätte. Aber niemand glaubte mir“, erzählt Makiesse <a href="http://www.plusnews.org/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/www.plusnews.org');">PlusNews</a>. Eines Tages übergoss ihn seine Familie mit Öl. Sein Onkel hinderte sie, ihn bei lebendigen Leibe zu verbrennen. Er nahm ihn gleich heimlich aus Uige mit in die 345km entfernte Hauptstadt Luanda. Er überließ ihn einem Zentrum der katholischen Kirche, das Straßenkinder beherbergt. Das war vor drei Jahren. Makiesse bekam nur zweimal Besuch von seinem großen Bruder.&#8221;</div>
<p>Vor einigen Jahren erschien eine Studie des Nationalen Instituts für Kinder (Instituto Nacional da Criança - INAC) über die Auswirkung von Praktiken dieser Art auf Kinder aus der Perspektive des Schutzes der Menschenrechte durch. Die Studie zeigte, dass die Bezichtigungen von Kindern Ende der neunziger Jahre zunahmen, ohne irgendeinen Zusammenhang mit früheren Traditionen der Menschen am Ort. Nach der Studie ist das Auftreten von Bezichtigungen der Hexerei bedingt durch die Veränderung der Familienstrukturen und der Bedeutung der Verwandtschaftsbeziehungen, wie der Bindung an die Mutter und an diejenigen, die auf die Kinder achtgeben.</p>
<p>In Angola werden Bezichtigungen der Hexerei Kindern gegenüber ernst genommen, was das Gewicht grausamer Taten, die die Familie verübt, der Gesellschaft gegenüber minimal werden lässt. Nachdem sie bezichtigt wurden, integrieren sich die Kinder aufgrund des Stigmas und der Diskrimination nur schwer wieder in die Familie. Das führt uns zu einem anderen Faktor: der Zunahme [der Anzahl] der Straßenkinder. [Da sie sich die Kinder] angesichts der anklagenden Blicke trostlos [fühlen], entscheiden sie sich, auf eigene Rechnung und Risiko auf den Straßen dieses Landes zu leben.</p>
<p>Der Blog<a href="http://noticiascristas.blogspot.com/2008/01/igreja-catlica-em-angola-recupera.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/noticiascristas.blogspot.com');">Noticias Cristãs</a> [pt] beklagt einen anderen Fall:</p>
<blockquote><p>“Doze crianças acusadas de feitiçaria e abandonadas pelos seus familiares foram retiradas das ruas de Luanda pelas Irmãs da Congregação do Bom Pastor. As histórias contadas pelas crianças que fizeram das ruas da capital a sua morada durante algum tempo, comoveram as freiras que decidiram começar um processo de nova vida para os menores. O caso mais recente é de uma menina de 11 anos acusada de ter morto a própria mãe usando feitiço. A superiora da congregação conta a história: “O pai abandonou a criança na rua e na altura foi interceptado pela polícia porque batia nela e ele disse que a filha tem 11 anos e é feiticeira. Disse que comeu a mãe e que recebeu o feitiço do Congo e que ele poderia ter a mesma sorte e então decidiu abandonar a menina. A criança foi levada para casa das irmãs no Palanca, por alguém que a encontrou a chorar na rua. Fui ter à casa onde eles moravam e encontrei alguns familiares, mas todos eles confirmaram que a menina é feiticeira. Conversei com eles, tentei convencê-los mas não houve maneira e disseram que era melhor não deixar a menina com eles porque estava reconhecida como feiticeira”.</p>
</blockquote>
<div class="translation">&#8220;Zwölf der Hexerei bezichtigte und von ihren Familien verlassene Kinder wurden von den Schwestern der Congregação do Bom Pastor [Kongegration des Guten Hirten] von den Straßen Luandas geholt. Die Geschichten, wie sie diese Kinder erzählten, die für einige Zeit die Straßen der Hauptstadt zu ihrem Zuhause gemacht hatten, bewegten die Nonnen, und sie entschieden sich, den Kindern den Weg in ein neues Leben zu ermöglichen. Der letzte Fall ist der eines elfjährigen Mädchens, die bezichtigt wurde, ihre eigene Mutter durch Hexerei getötet zu haben. Die Oberin der Kongregation erzählt ihre Geschichte: „Der Vater setzte das Kind auf der Straße aus und damals wurde er von der Polizei angehalten, weil er sie geschlagen hatte und er sagte, dass das Kind 11 Jahre alt sei und eine Hexe. Er sagte, dass sie ihre Mutter gegessen habe, und dass sie von einem kongolesischen Zauber befallen sei, und dass ihn dasselbe Schicksal ereilen könne, und dass er deshalb beschlossen habe, das Mädchen auszusetzen. Das Kind wurde in das Haus der Schwestern in Palanca gebracht von jemandem, der es weinend auf der Straße fand. Ich ging zu dem Haus, wo [die Angehörigen] wohnten und traf ein paar Angehörige, aber sie bestätigten alle, dass das Mädchen eine Hexe sei. Ich sprach mit ihnen, versuchte sie zu überzeugen, aber es ging nicht, und sie sagten, dass es besser sei, das Kind nicht bei ihnen zu lassen, weil sie als Hexe bekannt sei.&#8221;</div>
<p>Die Regierung und die Organisationen der Zivilgesellschaft haben Kampagnen gestartet, um die Sensibilität und Aufmerksamkeit zu erhöhen, damit die Misshandlung von Kindern vermieden werden kann. Andere Projekte, wie die Eröffnung von Aufnahmezentren, und die Zuweisung der juristischen Verantwortung für solche Misshandlungen sind zwei weitere wichtige [Planungs-]Punkte, die von den Behörden durchgeführt werden.</p>
<p>Wir hoffen, dass die Situation sich vollständig ändert; dass die angolanischen Kinder ihre Kindheit in Ruhe genießen mögen, ohne die Hoffnung auf ein besseres Leben zu verlieren. Wir hoffen, dass die angolanische Gesellschaft sich entschieden in diesem Kampf engagieren wird, der schon die Landesgrenzen überschritten hat; dass die Eltern und Angehörige der Kinder, die Opfer von Misshandlungen wurden, zur Rechenschaft gezogen und vor Gericht gebracht werden als Signal der Warnung für andere.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/28/angola-sechsjahrige-kinder-wurden-der-hexerei-bezichtigt/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>China: Ist der Bürgerjournalist Zuola eine potenzielle Bedrohung für die Staatssicherheit?!</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/24/china-ist-der-burgerjournalist-zoula-eine-potenzielle-bedrohung-fur-die-staatssicherheit/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/24/china-ist-der-burgerjournalist-zoula-eine-potenzielle-bedrohung-fur-die-staatssicherheit/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Nov 2008 16:57:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingrid Fischer-Schreiber</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[China]]></category>

		<category><![CDATA[Chinesisch]]></category>

		<category><![CDATA[English]]></category>

		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>

		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=439</guid>
		<description><![CDATA[Am 20. November sandte Zuola eine Twitter-Botschaft, in der er berichtete, dass er nicht durch den Zoll von Shenzhen nach Hongkong kam.
Ich kann nicht nach Hongkong reisen, ich darf China nicht verlassen, ich weiß nicht, warum. Ich rufe wen um Hilfe. Vielleicht wird es später besser. Idiotische Blacklist.
Innerhalb von ein paar Minuten wurde seine Message [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 20. November sandte Zuola eine Twitter-Botschaft, in der er berichtete, dass er <a href="http://twitter.com/zuola/status/1015907633" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/twitter.com');">nicht durch den Zoll von Shenzhen nach Hongkong kam</a>.</p>
<blockquote><p>Ich kann nicht nach Hongkong reisen, ich darf China nicht verlassen, ich weiß nicht, warum. Ich rufe wen um Hilfe. Vielleicht wird es später besser. Idiotische Blacklist.</p></blockquote>
<p>Innerhalb von ein paar Minuten wurde seine Message via Twitter weiterverbreitet, und <a href="http://twitter.com/zuola/status/1015947203" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/twitter.com');">er erklärte seine Situation genauer</a>:</p>
<blockquote><p>Ich habe eine HK-Travelcard für chinesische Staatsbürger und einen Reisepass. Die Polizei checkte 30 Minuten lang meine ID-Card und sagte dann &#8220;nein&#8221;.</p></blockquote>
<p>Zuola ist einer der bekanntesten Bürgerjournalisten Chinas, der auf seinen Reisen durch China über Themen wie das &#8220;<a href="http://globalvoicesonline.org/2007/03/30/china-nations-first-citizen-reporter">Nagelhaus</a>&#8221; in Chongqing und die <a href="http://globalvoicesonline.org/2007/12/07/china-a-blow-to-citizen-bloggers">Ameisenfarmer-Proteste</a> berichtete.</p>
<p>Rebecca Mackinnon berichtete umgehend in ihrem Blog über seine Lage und lieferte eine nette Beschreibung seines <a href="http://rconversation.blogs.com/rconversation/2008/11/blogger-zhou-sh.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/rconversation.blogs.com');">kontroversiellen Images</a>:</p>
<p><img src="http://farm4.static.flickr.com/3082/2767818079_f66ce5932a.jpg?v=0/" alt="Zoula" /></p>
<blockquote><p>Zuola  ist deswegen so umstritten, weil er sich zu einer kommerziellen Marke hochstilisierte, ohne aber dadurch seinen Status als Bürgerjournalist zu kompromittieren. Man nannte ihn &#8220;Nagelhaus-Blogger&#8221;, &#8220;Enfant terrible der chinesischen Blogosphäre&#8221;. Einer meiner chinesischen Journalisten-Blogger-Freunde nennt ihn &#8220;postmodern&#8221;.</p></blockquote>
<p>Dieses Mal wollte Zuola  via Hongkong nach Deutschland fahren, um an der &#8220;<a href="http://www.thebobs.com/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/www.thebobs.com');">Best of Blog Awards</a>&#8220;-Zeremonie teilzunehmen. Er <a href="http://twitter.com/zuola/status/1016149193" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/twitter.com');">erklärt diese Reise</a> in seinem Twitter-Stream:</p>
<blockquote><p>致阻止我离境的人：我是去的德国之声做国际博客大赛的评委，只7天，这个没什么嘛。24号到30号的往返机票都买了，不要搞得我象政治犯似的，我的国际形象会受损的。帮我说说好话。不然媒体又会乱猜，以为我犯了什么罪。</p>
<div class="translation">An jene, die mich am Grenzübertritt hindern wollen: Ich plane, nach Deutschland zu fliegen, um an der &#8220;Best of Blog Awards&#8221;-Zeremonie der Deutschen Welle teilzunehmen. Ich werde sieben Tage in Deutschland bleiben und habe bereits das Ticket für den 24. bis 30. November gekauft. Behandelt mich nicht wie einen politischen Gefangenen, das würde meinem internationalen Image schaden. Sagt bitte etwas zu meinen Gunsten, oder die Medien werden wild spekulieren und glauben, ich hätte irgendein Verbrechen begangen.</div>
</blockquote>
<p>Am Tag darauf versuchte Zuola  in Shekou einzureisen, <a href="http://twitter.com/zuola/status/1017750236" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/twitter.com');">aber es gelang ihm nicht</a>:</p>
<blockquote><p>又被蛇口码头拒绝出境去香港，船票全额退款了。他们警察建议我回长沙找当地公安。他们给不出任何书面证明来证明我被阻止出境，也不能出示理由。我决定回长沙去索要理由。</p>
<div class="translation">Ich wurde am Hafen von Shekou daran gehindert, nach Hongkong zu reisen.  Sie refundierten mir das Ticket. Die Polizei hat mir geraten, zurück nach Changsha zu fahren und die Polizei dort zu fragen. Sie weigerten sich, mir ein schriftliches Dokument zu geben, das beweist, dass ich an der Ausreise gehindert wurde. Ich beschloss, nach Changsha zurückzufahren und eine Erklärung zu fordern.</div>
</blockquote>
<p>Am 22. November kam Zuola  in Changsha an und wollte eine Möglichkeit finden, seinen Namen von der <a href="http://twitter.com/zuola/status/1018394094" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/twitter.com');">Blacklist</a> streichen zu lassen:</p>
<blockquote><p>到达长沙。得找谁把我从黑名单除名？我犯了什么罪？是否享受罪犯待遇？答案在今天揭晓。</p>
<div class="translation">Bin wieder in Changsha. Wer kann mich von der Blacklist streichen? Welches Vergehen habe ich eigentlich begangen? Muss ich wie ein Verbrecher behandelt werden? Werde heute eine Antwort bekommen.</div>
</blockquote>
<p>Aber es gelang ihm wieder nicht, eine <a href="http://twitter.com/zuola/status/1019127164" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/twitter.com');">Antwort</a> zu bekommen:</p>
<blockquote><p>国保和国安都说找不到领导，无法请示。那我明天星期一早上八点去长沙市公安局国保支队找他们要个说法。他们说你去的话，个个认识你。窃喜。</p>
<div class="translation">Die Sicherheitsbehörden auf Provinz- und nationaler Ebene konnten ihre Vorgesetzten nicht finden, um die Situation zu klären. Morgen werde ich um 8 Uhr in Changsha zu den Sicherheitsbehörden gehen und eine Erklärung fordern. Sie antworteten: Wenn du dorthin gehst, dann wird das jeder wissen. Das wird ihnen nur recht sein &#8230;</div>
</blockquote>
<p>Heute bekam er schließlich eine<a href="http://twitter.com/zuola/status/1020221104" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/twitter.com');"> Erklärung</a>:</p>
<blockquote><p>姓周的便衣在会议室接待了，承认禁我出国的手续是他们长沙国保支队作出的，他认为我”可能危害国家安全”。他拒绝出具书面文件证明我受到禁止出境的待遇。</p>
<p>Ein Staatspolizist namens Zhou empfing mich. Er gab zu, dass es eine Entscheidung der Staatssicherheit von Changsha war, mich auf die Liste zu setzen und an der Ausreise zu hindern. Er sagte, ich sei eine &#8220;potenzielle Bedrohung für die staatliche Sicherheit&#8221;. Aber er weigerte sich, eine Erklärung zu schreiben, in dem festgehalten wird, dass ich am Verlassen des Landes gehindert werde.</p></blockquote>
<p>Dann rief er<a href="http://twitter.com/zuola/status/1020345689" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/twitter.com');"> SOS</a>:</p>
<p>[SOS]我需要律师和媒体朋友的帮助！怎么举证证明我的人身自由受到了合法或非法的对待？是不是需要公安局举证倒置？由他们证明我收到合法限制？什么情况下可得到证明？</p>
<div class="translation">[SOS] Ich brauche Hilfe seitens eines Rechtsanwaltes und von Freunden in den Medien! Wie kann ich beweisen, dass meine persönliche Freiheit legal oder illegal beschnitten wird? Soll ich die Polizei um Beweise dafür bitten, dass ich von ihr in meiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt werde? Wie kann ich so einen Beweis bekommen?</div>
<p>Schließlich beschloss er, die Reise abzusagen und <a href="http://twitter.com/zuola/status/1020717287" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/twitter.com');">nach Hause zu fahren</a>:</p>
<blockquote><p>我不能去德国了，我也告诉德国之声我不能去德国了。明天回煤炭坝镇，继续打理我的店子。不游荡了，免得党和政府对我出门在外放不下心。</p>
<div class="translation">Ich kann nicht nach Deutschland reisen und ich muss die Deutsche Welle darüber informieren. Morgen werde ich nach Meitanba zurückkehren und wieder arbeiten. Ich werde nicht rumhängen und der Partei und der Regierung Anlass zu Sorge geben &#8230;</div>
</blockquote>
<p>Ein neues Twitter-Account &#8220;<a href="http://twitter.com/freezuola" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/twitter.com');">freezuola</a>&#8221; wurde schnell eingerichtet, um Kommentare zu dem Fall weiterzuleiten. Hier eine Auswahl:</p>
<blockquote><p>[locked] halte die Internet-Performance-Kunst hoch, bis das Ganze ein Ende hat</p>
<p>[locked] &#8230;Zuola  macht keine Arbeit für die Demokraten oder die demokratische Bewegung &#8230; sowas Normales und Kleines wie das &#8230;</p>
<p>peijinc So funktionieren Black Boxes. Du kannst klagen, aber wer weiß, ob du einen Anwalt findest, der dir hilft.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/24/china-ist-der-burgerjournalist-zoula-eine-potenzielle-bedrohung-fur-die-staatssicherheit/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Russland: “Eine andere Familie” - Fotoprojekt</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/22/russland-%e2%80%9ceine-andere-familie%e2%80%9d-fotoprojekt/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/22/russland-%e2%80%9ceine-andere-familie%e2%80%9d-fotoprojekt/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 Nov 2008 14:35:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>

		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>

		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>

		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>

		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>

		<category><![CDATA[Russisch]]></category>

		<category><![CDATA[Russland]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=430</guid>
		<description><![CDATA[Другая семья для меня – это люди, живущие за гранью социума. У этих людей может не быть дома, работы. Они могут употреблять наркотики, быть ненавистны соседям и их могут не пропускать в театр из-за несоответствующего вида. Однако внутри таких семей по-прежнему царит любовь и трепетное отношение друг к другу [&#8230;]


&#8220;Eine andere Familie - das sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Другая семья для меня – это люди, живущие за гранью социума. У этих людей может не быть дома, работы. Они могут употреблять наркотики, быть ненавистны соседям и их могут не пропускать в театр из-за несоответствующего вида. Однако внутри таких семей по-прежнему царит любовь и трепетное отношение друг к другу [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>&#8220;Eine andere Familie - das sind für mich Menschen am Rande der Gesellschaft. Diese Menschen haben vielleicht kein Zuhause, keine Arbeit. Sie nehmen vielleicht Drogen, ihre Nachbarn hassen sie, und sie werden aus dem Theater verbannt weil sie unpassend aussehen. Aber in solchen Familien regieren immer noch die Liebe und die Fürsorge [&#8230;].&#8221;</p>
</div>
<p>So <a href="http://www.fotodepartament.ru/cat/1086/ru" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/www.fotodepartament.ru');">beschreibt (auf russisch)</a>  Irina Popova, eine russische Fotografen die Sujets ihres Projekts &#8220;Eine andere Familie&#8221; (&#8220;Другая семья&#8221;), das derzeit in St. Petersburg ausgestellt wird - auch online zu sehen <a href="http://liberty.su/popova/index.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/liberty.su');">hier</a> (23 Fotos) und auf dem <a href="http://photopolygon.com/russian-reporter/details/4837" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/photopolygon.com');"><em>PhotoPolygon.com</em></a>-Portal (15 Fotos). </p>
<p>Weil sich aber die ganze Serie um ein Kleinkind namens Anfisa dreht, die Tochter von Popovas marginalisierten erwachsenen Sujets, hat die eigene Interpretation ihrer Arbeit der Fotografin harte Kritik von denen eingebracht, die sie online betrachtet haben.</p>
<p>Im folgenden einige Kommentare von den Besuchern auf <em>PhotoPolygon</em>&#39; - sowie von Irina Popova (<em>popovaira</em>) selbst.</p>
<p><em>ameli_sa</em>:</p>
<blockquote><p>вне содержания фотосессии &#8220;И все же, они любят друг друга и свою дочь, может быть больше, чем может себе представить человек, который будет их обвинять&#8221; - грош цена такой любви. А в отношении фотосесии - благо, если эта сессия подвигнет власти города лишить их родительчких прав или, по крайней мере, взять эту семью под особое попечение. Потому что, глядя, например, на кадр, где девочка лезет на подоконник, понимаешь, что находится она в реальной опасности.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Ganz abgesehen vom Inhalt der Fotoserie &#8220;Und trotzdem lieben sie sich und ihre Tochter, vielleicht sogar mehr als jemand, der sie verurteilt, sich vorstellen könnte&#8221; - solche Liebe taugt nichts. Zur Fotoserie - Es wäre gut, wenn das die städtischen Behörden dazu bewegen könnte, ihnen das Sorgerecht zu entziehen, oder zumindest der Familie spezielle Fürsorge angedeihen zu lassen. Weil, wenn man zum Beispiel das Bild anschaut, wo das Mädchen auf dem Fenstersims herumklettert, versteht, dass es wirklich gefährdet ist.</div>
<p>Irina Popova (<em>popovaira</em>) antwortet:</p>
<blockquote><p>так и знала.<br />
барьер &#8220;мы - хорошие, а они дерьмо!&#8221; значит, не дошло девочка не была в опасности - там сетка следующий кадр - с рукой матери звери - это те, кто бы запихал эту девочку в какой-нибудь приют.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Ich wusste es. Die Barriere &#8220;wir sind gut und sie sind Scheiße!&#8221; Sie haben es nicht verstanden. Das Mädchen war nicht gefährdet - es gibt da ein Netz. Der nächste Schnappschuss zeigt die Hand der Mutter darin. Nur Tiere würden das Mädchen in ein Kinderheim stecken.</div>
<p><em>AlexLen</em>:</p>
<blockquote><p>если вы хотели показать, что девочка вне опасности, зачем тогда поставили этот кадр. Вообще фотографии хорошие, но, по-моему, они очень расходятся с текстом, то есть вы текстом говорите все хорошо, а фотографии выбираете где все плохо.<br />
Работа проделана интересная и непростая.</p></blockquote>
<div class="translation">Wenn Sie zeigen wollten, dass das Mädchen nicht in Gefahr ist, warum haben sie dann das Bild gezeigt? Im Großen und Ganzen sind die Fotos gut, aber ich finde, es gibt eine ziemliche Diskrepanz zwischen ihnen und dem nächsten - das heißt in Ihrem Text sagen Sie, das alles gut ist, aber Sie greifen Fotos heraus, auf denen alles schlecht ist. Ihre Arbeit ist interessant und komplex.</div>
<p><em>ameli_sa</em>:</p>
<blockquote><p>я тоже думала на эту тему, а что конкретно мы можем сделать для этой девочки - мне кажется, что самой правильной реакцией было бы пойти в отдел попечительства и дать адрес этой &#8220;семьи&#8221; и настоять на том, чтобы попечители еженедельно приходили в эту семью и смотрели сыт ли ребенок, одет ли, есть ли за ним надзор. Иначе опять же грош цена этому социальному репортажу - посмотрели на красивые картинки и забыли. Жаль девочку и придумать не могу, что сделать для нее.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich habe auch darüber nachgedacht, was genau wir für dieses Mädchen tun könnten - Ich denke, die korrekteste Reaktion wäre, zum Jugendamt zu gehen und ihnen die Adresse dieser &#8220;Familie&#8221; zu geben und darauf zu bestehen dass [Sie] diese Familie täglich besuchen um festzustellen, ob das Kind nicht hungrig ist, angezogen wird, und ob jemand auf es aufpasst. Ansonsten, noch einmal, taugt diese soziale Reportage nichts - wir haben die schönen Bilder gesehen und es vergessen. Das Kind tut mir leid und ich kann mir nicht vorstellen, was ich für sie tun könnte.</div>
<p><em>http://openid.yandex.ru/beiberecka/</em>:</p>
<blockquote>
<p>[&#8230;] Я сама была такой девочкой, но постарше - мне было 12 лет, когда мои родители умерли от наркотиков, и я не могу их осуждать, они любили меня, просто так получилось&#8230;</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>НО! Мне захотелось удочерить эту девочку, когда ее родители умрут.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Ich war selbst so ein Mädchen, nur älter  - ich war 12, als meine Eltern an Drogen gestorben sind, und ich kann sie nicht verurteilen, sie haben mich geliebt, aber es ist einfach so passiert.&#8230;</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>ABER! Ich wünschte, ich könnte dieses Mädchen adoptieren, wenn ihre Eltern sterben.</p>
</div>
<p><em>http://demonru.livejournal.com/</em>:</p>
<blockquote><p>Жить в скотском состоянии - это личный выбор этих людей (скорее всего). Но вот воспитывать в этом бардаке дочь - это не любовь, это откровенное свинство. Любовь - это не только чмоки в пяточки, это еще ответственное поведение родителей по отношению к ребенку. Вы сами написали &#8220;в это время двухлетняя малышка предоставлена сама себе и случайной заботе гостей&#8221; - это уже повод чтобы этой &#8220;семьей&#8221; занялись социальные службы.<br />
Хуже чем в данной семье ей уже вряд ли где-то будет. Если сейчас еще кто-то может восторгаться &#8220;идилией&#8221; в данном семействе, то через 3-4 года, когда девочка подрастет, а родители окончательно сожгут наркотой себе мозги - картина будет существенно хуже.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Zu leben wie das Vieh ist die persönliche Wahl dieser Leute (wahrscheinlich). Aber ihre Tochter in diesem Wirrwarr aufwachsen zu lassen - ist nicht Liebe, sondern geradezu Bosheit. Liebe ist nicht nur, die Füße zu küssen, das ist auch ein verantwortliches Verhalten der Eltern in Bezug auf ihr Kind. Sie schreiben selbst &#8220;Währenddessen ist das zweijährige Kind für sich selbst verantwortlich und auf die gelegentliche Fürsorge von Gästen angewiesen.&#8221; Das alleine ist schon ein Anlass für die Sozialdienste, sich mit dieser &#8220;Familie&#8221; zu beschäftigen. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass sie woanders schlechter dran wäre als in dieser Familie. Wenn auch jetzt immer noch irgendwer das &#8220;Idyll&#8221; in dieser Familie bewundern mag, wird in 3-4 Jahren, wenn das Mädchen aufwächst und ihre Eltern vollständig ihre Hirne mit Drogen ausbrennen,  das Bild wesentlich schlechter sein.</p>
</div>
<p>Irina Popova (<em>popovaira</em>) antwortet:</p>
<blockquote><p>я надеюсь, у меня будет возможность наблюдать жизнь этой семьи долго. тогда - расскажу, что станет с этой семьей через четыре года а пока рано делать выводы лучше подумайте, что будет с вами</p>
</blockquote>
<div class="translation">Ich vertraue darauf, das Leben dieser Familie eine lange Zeit beobachten zu können. Dann werde ich berichten, was mit dieser Familie in vier Jahren sein wird. Für den Moment ist es zu früh, Schlüsse zu ziehen. Denken Sie besser darüber nach, was aus Ihnen wird.</div>
<p><em>shelma</em>:</p>
<blockquote><p>
серия-жуткая по эмоциональному содержанию, но снята отлично.<br />
Ни одна карточка равнодушным никого не оставляет насколько видно из комментариев.<br />
Ирина, не представляю-насколько, вероятно, было сложно там работать, видя все это.<br />
Желаю удачи тебе в дальнейшем.<br />
p.s. про присутствие любви в семье я все таки несколько сомневаюсь. Ну либо я такую любовь не могу понять и принять.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Der emotionale Inhalt der Serie ist grausig, aber die Ausführung ist exzellent. Wie man aus den Kommentaren sehen kann, lässt nicht ein einziges Foto irgendjemanden kalt. Irina, ich kann mir nicht vorstellen, wie schwierig es gewesen sein muss, dort zu arbeiten, als du das alles sehen musstest. Ich wünsche dir Glück für die Zukunft. P.S. Ich habe trotzdem einige Zweifel über die Anwesenheit von Liebe in dieser Familie. Oder vielleicht kann ich diese Art Liebe nicht verstehen und annehmen.</div>
<p>Irina Popova (<em>popovaira</em>) antwortet:</p>
<blockquote><p>спасибо большое!<br />
снимать действительно было сложно, но не настолько<br />
просто я сочувствовала героям и была на их стороне - только поэтому и снимать позволили, иначе истории не было бы, а был бы фингал под глазом или разбитая камера))<br />
кстати, герои пришли на открытие выставки, очень довольны остались, смеялись))<br />
мне кажется, они так и не поняли, что кто-то может их осудить за это все</p>
</blockquote>
<div class="translation">
Vielen Dank! Es war tatsächlich schwierig, sie zu fotografieren, aber nicht so schwierig. Ich habe nur mit den Sujets sympathisiert und war auf ihrer Seite - und nur deswegen haben sie mir erlaubt, zu fotografieren, ansonsten hätte es keine Geschichte ergeben, sondern ein blaues Auge oder eine kaputte Kamera )) Übrigens, die Sujets kamen zur Eröffnung der Ausstellung und waren sehr glücklich, lachten )) Mir scheint, dass sie sich immer noch nicht bewusst sind, dass jemand sie für all das verurteilen kann.</div>
<p>Der russische Fotojournalist Oleg Klimow, der auch Kurator der Ausstellung &#8220;Eine andere Familie&#8221; ist, <a href="http://klimov.blogspot.com/2008/11/blog-post.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/klimov.blogspot.com');">schreibt in seinem Blog (russisch)</a> zur Verteidigung von Popova und ihrem Werk:</p>
<blockquote>
<p>Можно сказать и так: я был &#8220;on-line&#8221; свидетелем, когда Ирина Попова снимала эту серию. Я до сих пор помню e-mails, которые она писала в перерывах между съемками из интернет-кафе Петербурга, и помню все ее сомнения [&#8230;]</p>
<p>&#8220;Просто иди и снимай, не покупай им наркотики, алкоголь и не давай денег&#8230;&#8221;, - единственное, что я мог практически посоветовать &#8220;удаленно&#8221;. Она жила в их квартире и снимала.</p>
<p>Когда Ирина впервые опубликовала часть этих фотографий в рамках образовательной программы по фотографии в разделе &#8220;документальная фотография&#8221;, то обрушился шквал критики, прежде всего, против нее лично как человека и фотографа. Ее обвинили в пропаганде &#8220;панк-образа-жизни&#8221;, в прославлении &#8220;семьи ублюдков&#8221;, которые должны сидеть за решеткой, а не быть опубликованными на страницах газет и журналов&#8230; [&#8230;]</p>
<p>Вывод был очевиден, что никто и никогда не хочет знать, что в нашей стране есть больные, инвалиды, наркоманы, алкоголики&#8230; их проблемы - миллионы людей вне &#8220;телевизионного социума&#8221;, их не существует для большинства, независимо от того плохие они или хорошие. Их нет. &#8220;Нет человека - нет проблем&#8221;. И когда кто-то, однажды, нам показывает этих людей существующими или мы сами, случайно, встречаем их на улице, то ведем себя подобно фашистам. При этом, мы почему-то уверенны, что мы лучше, честнее, правильнее, благополучнее и успешнее. Эти иллюзии и приводят нас к отсутствию сострадания, уважения друг друга по признакам человека, а не социальной иерархии. [&#8230;]</p>
<p>Я не хочу говорить ни одного оправдательного слова в защиту героев этой серии. Они здесь такие, какие есть на самом деле. Это факт и единственный аргумент в защиту того, что они существуют, живут рядом с нами, имеют детей и весь спектр чувств от любви и ненависти до отчаяния и равнодушия.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Единственное, что я хочу сказать - это слова в защиту фотографа Ирины Поповой. У нее действительно присутствует мужество журналиста, которое превратилось почти в атавизм в нашей современной журналистике и фотографии. Мужество и умение говорить то, что увидел, почувствовал и рассказал, но вместе с тем не извращая и не издеваясь над действительностью, которая окружает нас и которую мы не хотим видеть. В этом и заключается ее &#8220;презумпция невиновности&#8221;, которая должна существовать в любом цивилизованном обществе.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Man könnte es so ausdrücken: Ich war ein &#8220;online&#8221;-Zeuge, als Irina Popova die Serie schoss. Ich kann mich noch an ihre e-Mails erinnern, die sie in den Pausen aus einem St.-Petersburger Internet-Café schrieb, und ich erinnere mich an all ihre Zweifel [&#8230;].</p>
<p>&#8220;Geh einfach hin und knips, kauf ihnen keine Drogen und keinen Alkohol und gib ihnen kein Geld&#8230;&#8221; - das war der einzige praktische Ratschlag, den ich ihr &#8220;aus der Ferne&#8221; geben konnte. Sie lebte in ihrer Wohnung und fotografierte.</p>
<p>Als Irina die ersten dieser Fotos als als Teil eines Ausbildungs-Programms zur Fotografie im Abschnitt &#8220;Dokumentar-Fotografie&#8221; veröffentlichte, folgte ein Sturm der Kritik, hauptsächlich an ihr als Person und als Fotografin. Sie wurde beschuldigt, die &#8220;Lebensweise von Punks&#8221; zu propagieren,  eine &#8220;Bastard-Familie &#8221; zu glorifizieren, die hinter Gitter und nicht auf die Seiten von Zeitungen und Zeitschriften gehöre. [&#8230;]  </p>
<p>Der Schluss war offensichtlich: dass niemand jemals wissen will, dass es in unserem Land Kranke gibt, Behinderte, Alkoholiker [&#8230;] Sie existieren nicht für die Mehrheit, unabhängig davon, ob sie gut oder schlecht sind. [&#8230;] Und wenn irgendwer irgendwann uns zeigt, dass diese Menschen existieren, oder wir sie auf der Straße treffen, benehmen wir uns wie Faschisten. Und gleichzeitig sind wir aus irgendeinem Grund sicher, dass wir besser sind, ehrlicher, korrekter, besser dran und erfolgreicher. Diese Illusionen führen zu diesem Mangel an Mitgefühl, Mangel an Respekt für uns als Menschen eher denn als Mitglieder einer sozialen Hierarchie. [&#8230;]</p>
<p>Ich möchte kein einziges Wort zur Verteidigung der Sujets dieser Serie sagen. Hier sind so, wie sie wirklich sind. Das ist eine Tatsache und das einzige Argument zur Verteidigung dessen, dass sie existieren, unter uns leben, Kinder haben und ein ganzes Spektrum von Gefühlen von Liebe bis Hass, Verzweiflung und Gleichgültigkeit.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Das einzige, was ich sagen will, sind Worte zur Verteidigung der Fotografin Irina Popova. Sie hat wirklich den Mut einer Journalistin, etwas das heute fast zu einem Atavismus geworden ist in Journalismus und Fotografie. Den Mut und die Fähigkeit zu sagen, was sie sah, fühlte und erzählte, und was wir lieber nicht sehen würden. Das ist ihre &#8220;Unschuldsvermutung&#8221;, die es in jeder zivilisierten Gesellschaft geben muss.</p>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/22/russland-%e2%80%9ceine-andere-familie%e2%80%9d-fotoprojekt/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Demokratische Republik Kongo: Die Kämpfe gehen weiter</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/14/demokratische-republik-kongo-die-kampfe-gehen-weiter/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/14/demokratische-republik-kongo-die-kampfe-gehen-weiter/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 Nov 2008 10:09:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>

		<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>

		<category><![CDATA[D. R. Kongo]]></category>

		<category><![CDATA[English]]></category>

		<category><![CDATA[Französisch]]></category>

		<category><![CDATA[Humanitarian]]></category>

		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>

		<category><![CDATA[Kriege &amp; Konflikte]]></category>

		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>

		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>

		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=425</guid>
		<description><![CDATA[Während die Welt Obamas Wahlsieg feiert, gehen im Osten der Demokratischen Republik Kongo die Kämpfe weiter - trotz des Waffenstillstands, den die Rebellen-Gruppe CNDP angekündigt hat. Vertreibung, Tod und Plünderungen haben kein Ende. In Nairobi haben sich afrikanische Spitzenpolitiker getroffen und während die Welt sich fragt, wie sich Frieden im Lande erreichen lässt, wurde die Ushahidi-Dokumentations-Software für die Demokratische Republik Kongo freigeschaltet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während die Welt <a href="http://voiceswithoutvotes.org/-/candidates/democrats/barack-obama/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/voiceswithoutvotes.org');">Barack Obamas</a> Sieg bei der Wahl zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten feiert, erinnert <a href="http://afrospear.wordpress.com/2008/11/06/bits-and-bytes-the-tragic-play-that-is-the-congo/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/afrospear.wordpress.com');">AfroSpear</a> daran, dass <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/10/31/dr-of-congo-confusion-reigns-in-goma/">der Konflikt in der Provinz Nord-Kivu</a> der Demokratischen Republik Kongo nicht zu Ende ist:</p>
<blockquote><p>In this era where a man of African descent has secured the throne of the most powerful nation of the world, a tragedy of enormous proportions continues to be played out in the Democratic Republic of Congo. It is indeed easier to sell a “message of hope” in political change to cure what ails us… than to “commit to action” so as to change a situation of recurring despair and destruction.</p>
<div class="translation">In diesen Zeiten, in denen ein Mann von afrikanischer Abstammung sich den Thron der mächtigsten Nation der Welt gesichert hat, spielt weiter eine Tragödie von enormen Ausmaßen in der Demokratischen Republik Kongo. Es ist wirklich einfacher, eine Nachricht der Hoffnung auf politischen Wandel zu verkaufen, als sich zur Tat zu verpflichten, um eine Situation von andauernder Hoffnungslosigkeit und Zerstörung zu ändern.</div>
</blockquote>
<p>Im <em>Untold Stories</em> Blog des Pulitzer Center of Crisis Reporting <a href="http://pulitzercenter.typepad.com/untold_stories/2008/11/drc-running-in.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/pulitzercenter.typepad.com');">schreibt Michael Kavanagh</a> aus Goma:</p>
<blockquote><p>There are now more than one million people who have fled their homes in North Kivu, and very few are receiving any humanitarian aid. Before last week&#39;s fighting, most were getting by through the generosity of neighbors who hosted the displaced in their homes and yards and farms. Now those host families are displaced, too. People are fleeing into forests, to churches, to schools […]</p>
<div class="translation">Über eine Million Menschen sind bis jetzt aus ihren Häusern in Nord-Kivu geflohen, und nur wenige bekommen humanitäre Hilfe. Bis zu den Kämpfen der letzten Woche konnten die meisten dank der Großzügigkeit von Nachbarn überleben, die die Vertriebenen in Haus und Hof aufnahmen. Jetzt wurden auch diese Gastfamilien vertrieben. Die Menschen fliehen in Wälder, Kirchen, Schulen [&#8230;]</div>
</blockquote>
<p><a href="http://de.globalvoicesonline.org/?attachment_id=52466" rel="attachment wp-att-52466"><img class="alignnone size-full wp-image-52466" title="kibati" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/11/kibati.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Nach Kämpfen in der Gegend <a href="http://flickr.com/photos/julien_harneis/3009852745/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/flickr.com');">fliehen Dorfbewohner</a> aus Kibati in Richtung Goma. Foto: <a href="http://flickr.com/photos/julien_harneis/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/flickr.com');">Julien Harneis</a></p>
<p>Am 7. November, dem letzten Freitag, riefen die afrikanischen Staatschefs der Region auf einem von den Vereinten Nationen unterstützten Gipfel in Nairobi zu einem sofortigen Waffenstillstand im Ost-Kongo auf, sowie zur Einrichtung eines humanitären Korridors, um den vielen hunderttausend Vertriebenen der jüngsten Krise die notwendige Hilfe zukommen zu lassen. Auf dem Gipfel, zu dem die Afrikanische Union (AU) eingeladen hatte, kamen der Präsident des Kongo Joseph Kabila und der Präsident des an Nord-Kivu angrenzenden Ruandas Paul Kagame zusammen, außerdem die Staatschefs von Kenia, Uganda, Tansania, Burundi und Südafrika.</p>
<p>Schon am 29. Oktober war von der von Laurent Nkunda geführten Rebellenbewegung CNDP einseitig ein Waffenstillstand verkündet worden. Aber sogar während des Gipfeltreffens wurde von schweren Zusammenstößen der FARDC (der kongolesischen Armee) und der CNDP in verschiedenen ländlichen Gebieten berichtet, unter anderem auch in Kibati, ungefähr 9km nördlich von Goma. Weitere Menschen seien vertrieben worden. Dawn Hurley, eine in Goma lebende Amerikanerin <a href="http://fromcongo.blogspot.com/2008/11/fear-is-for-rich.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/fromcongo.blogspot.com');">kommentiert die Situation</a>:</p>
<blockquote><p>Nkunda claims that he has not broken his self-proclaimed cease-fire and that he has merely fought off attacks from the government. But this distinction is hard to understand at best. Nkunda&#39;s rebels have taken two towns in the North, forcing the population to flee further. They have also retaken the town of Kiwanja. The town of Kiwanja was under Nkunda&#39;s control until Tuesday when another rebel group allied with the government retook the town in a surprising show of power. This lead to bitter fighting between the two groups, and eventually Nkunda&#39;s rebels reclaimed the town. However there are wide spread reports that many civilians were killed by Nkunda&#39;s forces as they reclaimed the town, apparently in a retaliatory fashion.</p>
<div class="translation">Nkunda behauptet, den von ihm selbst verkündeten Waffenstillstand nicht gebrochen zu haben, und dass er nur die Angriffe der Regierung abgewehrt habe. Aber bestenfalls ist diese Unterscheidung kaum wahrzunehmen. Nkundas Rebellen haben auch zwei Städte im Norden zurückerobert und die Bevölkerung gezwungen, noch weiter weg zu fliehen. Sie haben auch die Stadt Kiribati zurückerobert. Die Stadt Kiwanja war unter der Kontrolle von Nkunda bis Dienstag, als eine andere - regierungsnahe - Rebellengruppe die Stadt in einer erstaunlichen Demonstration ihrer Stärke zurückholte. Es folgten erbitterte Kämpfe zwischen den beiden Gruppen und schlußendlich reklamierten die Rebellen von Nkunda die Stadt für sich. Aber von verschiedenen Seiten wird berichtet, dass viele Zivilisten von den Kräften Nkundas bei der Rückeroberung der Stadt getötet worden seien. Es handele sich dabei offenbar um Racheakte.</div>
</blockquote>
<p>Mittlerweile hat eine Untersuchungskommission der MONUC Kiwanja nördlich der Stadt Rutshuru besucht, nachdem Berichte eingegangen waren, während der Kämpfe seien etliche Zivilisten getötet worden, darunter ein <a href="http://www.ifj.org/en/articles/the-ifj-condemns-the-killing-and-kidnapping-of-journalists-in-democratic-republic-of-congo" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/www.ifj.org');">kongolesischer Journalist</a>, Alfred Nzonzo Bitwahiki, der für das Lokalradio Ushikira (Racou) gearbeitet habe. Colette Braeckman, belgische Journalistin und Autorin mehrerer Bücher über Zentralafrika <a href="http://blogs.lesoir.be/colette-braeckman/2008/11/08/kiwanja-le-srebenicza-du-congo/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/blogs.lesoir.be');">fragt sich</a>:</p>
<blockquote><p>Des civils massacrés pratiquement sous les yeux de Casques bleus impuissants ou indifférents: Kiwanja sera-t-il un Srebrenica congolais ?</p>
<div class="translation">Zivilisten wurden praktisch unter den Augen von ohnmächtigen oder gleichgültigen Blauhelmen massakriert: Wird Kiwanja zum kongolesischen Srebrenica?</div>
</blockquote>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-52462" title="ushahidi-drc" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/11/ushahidi-drc.jpg" alt="" /></p>
<p>Um zu dokumentieren was derzeit vor Ort passiert, hat Ushahidi <a href="http://blog.ushahidi.com/index.php/2008/11/07/ushahidi-deploys-to-the-congo-drc/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/blog.ushahidi.com');">seine Software</a> in der Demokratischen Republik Kongo freigeschaltet, die sich schon während der Gewaltausbrüche nach den Wahlen in Kenia und im Mai während der fremdenfeindlichen Angriffe auf Immigranten in Südafrika <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/01/15/kenya-cyberactivism-in-the-aftermath-of-political-violence/">bewährt</a> hatte. Das Werkzeug Ushahidi, auf Swahili Zeuge, erlaubt jedermann, Kriseninformationen in Form von Textnachrichten mittels eines Mobiltelefons, mittels e-Mail oder mittels eines Web-Formulars einzugeben und sie auf einer Karte oder Zeitschiene anzuzeigen. Die Telefonnummer für SMS-Berichte ist  <strong>+243992592111</strong> und die Internet-Seite zum Betrachten der Berichte ist <a href="http://drc.ushahidi.com/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/drc.ushahidi.com');">http://DRC.ushahidi.com</a>.</p>
<p><a href="http://drc.ushahidi.com/reports/view/7" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/drc.ushahidi.com');">Einer der Berichte</a> über die Vorfälle, die schon auf der Ushahidi-Seite für den Kongo zu finden sind, bezieht sich auf die Tötung eines Lokaljournalisten in der Gegend von Kiwanja:</p>
<blockquote><p>One of our facilitators for community radio (Ushirika) was killed in Rutshuru.</p>
<p>The Kiwanja Nehemiah Committee president has fled, the parish is more insecure.</p>
<p>We have had some contact with Kibirizi, but phone contact there is difficult. I&#39;m in permanent contact with the Nehemiah Committee in Kiwanja and Rutshuru. Our superviser has been visited three times in a row by uniformed men in his house in Kiwanja.</p>
<div class="translation">Einer derer, die unser Lokalradio ermöglicht haben (Ushirika) wurde in Rutshuru getötet.</p>
<p>Der Vorsitzende des Nehemia-Komitees ist geflohen, die Gemeinde ist jetzt weniger sicher.</p>
<p>Wir konnten Kontakt mit Kibirizi aufnehmen, aber der Telefonkontakt dorthin ist schwierig. Ich bin in dauerndem Kontakt mit dem Nehemia-Komitee in Kiwanja und Rutshuru. Unser Supervisor wurde drei Mal hintereinander von Uniformierten zu Hause aufgesucht.</p></div>
</blockquote>
<p>Weitere Berichte sind in <a href="http://blog.theirc.org/2008/11/03/congo-report-from-aid-workers-under-attack/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/blog.theirc.org');">diesem Blog-Eintrag</a> von Helfern der Hilfsorganisation Internationales Rettungskomitee von Nord-Kivu zu finden oder in diesem Tagebuch eines anderen Helfers in der Gegend im Alertnet Blog.</p>
<p>Vor einigen Tagen fragte BBC-Afrika in &#8220;Have Your Say&#8221; sein Publikum: <a href="http://newsforums.bbc.co.uk/nol/thread.jspa?forumID=5585&amp;edition=2&amp;ttl=20081110014032" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/newsforums.bbc.co.uk');">Warum kann der Kongo den Frieden nicht halten?</a> Hier eine kleine Auswahl der Antworten kongolesischer Leser:</p>
<p>Joseph aus Goma:</p>
<blockquote><p>The whole problem stems from the DRC government in the 1990&#39;s not fulfilling their promise to hunt down the killers during the Rwandan Genocide. They promised Rwanda they would hunt down and kill those Hutu&#39;s who fled into Congo that took part in the genocide and they never did. Rwanda and the rebels were forced to take matters into their own hands because of the poor leadership in Congo which backtracked on their promise. I love my country but our leadership is hopeless.</p>
<div class="translation">Der Ursprung der Probleme ist, dass die Regierung des Kongo in den 1990er Jahren ihr Versprechen nicht wahr gemacht hat, den Mördern des ruandischen Genozids nachzugehen. Sie hatten den Ruandern versprochen, sie würden den in den Kongo geflohenen und am Genozid beteiligten Hutus nachgehen und sie töten, aber sie haben es nie getan. Ruanda und die Rebellen waren gezwungen, die Sache in die Hand zu nehmen wegen der schwachen Führung im Kongo, die sich an ihr Versprechen nicht hielt. Ich liebe mein Land, aber unsere Führung ist hoffnungslos.</div>
</blockquote>
<p>Davis Tara aus Kinshasa:</p>
<blockquote><p>
DRC can have peace only when her leaders develops political will to end war. It seems kabila is enjoying to have insecurity in that part of his country so as to scare off polical opponents.</p>
<div class="translation">Die Demokratische Republik Kongo kann nur in Frieden leben, wenn ihre Führung den politischen Willen entwickelt, den Krieg zu beenden. Es scheint so, als ob Kabila die Unsicherheit in dieser Gegend des Landes passt, weil sie politische Gegner abschreckt.</div>
</blockquote>
<p>Dr Paul Kabasele, ein Kongolese in London:</p>
<blockquote><p>
The international community has been risponsible for the Hutus crossing the borders after the genocide, why shouldn&#39;t the same community sort out this mess?</p>
<div class="translation">Die internationale Gemeinschaft war verantwortlich dafür, dass die Hutus die Grenzen nach dem Genozid überquert haben, warum sollte nicht ein- und dieselbe Gemeinschaft dieses Durcheinander in Ordnung bringen?</div>
</blockquote>
<p>Auch Michelle F. vom <em>Stop Genocide</em> Blog <a href="http://genocide.change.org/blog/view/peace_in_the_drc_part_iii_something_long-term_would_be_nice" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/genocide.change.org');">hat ihre Meinung zum Frieden in Kongo</a>:</p>
<blockquote><p>If some degree of security can be established in the Eastern DRC, it will not be sustained without serious reforms to the Congolese military. The FARDC, beyond being under-resourced and generally incompetent, is responsible for some of the worst abuses committed against Congolese civilians, including enthusiastic participation in the brutal epidemic of rape that has become a hallmark of the conflict.</p>
<div class="translation">Wenn ein gewisser Grad von Sicherheit im Ost-Kongo etabliert werden kann, wird er nicht ohne ernsthafte Reformen im kongolesischen Militär aufrechterhalten werden können. Die FARDC hat nicht nur zuwenig Mittel und ist insgesamt inkompetent, sondern auch verantwortlich für schlimmste Misshandlungen der kongolesischen Zivilisten, darunter eine enthusiastische Beteiligung an der Epidemie von Vergewaltigungen, die den Konflikt geprägt hat.</div>
</blockquote>
<p>Da wir beim vielbeachteten Problem der Vergewaltigung im Kongo sind: Michael Kavanagh vom Pulitzer Center for Crisis Reporting meint, dass Journalisten und Aktivisten darüber mehr schreiben als über den Krieg. <a href="http://pulitzercenter.typepad.com/untold_stories/2008/11/drc-running-in.html#trackback" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/pulitzercenter.typepad.com');">Und er fügt hinzu</a>:</p>
<blockquote><p>The problem with much of the reporting on sexual violence in Congo - my own included, sometimes - is that it lacks context, often because the context is so complicated that journalists and editors decide to gloss over it.</p>
<p>But it needs to be said over and over: rape in Congo is a direct result of the conflict. Rape cases skyrocket after fighting and near frontlines; when fighting dies down so do the number of rapes. Rape is an epidemic born from violence, not an endemic part of Congolese society. The only way to “Stop Rape” is to end the war. It can only happen in that order.</p>
<div class="translation">Das Problem mit vielen der Berichte über sexuelle Gewalt im Kongo - manchmal auch meinen eigenen - ist, dass ihnen der Kontext fehlt, weil der Kontext oft so kompliziert ist, dass Journalisten und Redakteure sich entscheiden, über ihn hinwegzugehen.</p>
<p>Aber es muss immer wieder gesagt werden: Die Vergewaltigungen im Kongo sind eine direkte Folge des Konflikts. Die Fälle von Vergewaltigungen schnellen in die Höhe nach Kämpfen und in der Nähe der Front; wenn die Kampfhandlungen dahinschwinden, schwindet auch die Zahl der Vergewaltigungen. Vergewaltigung ist eine Epidemie, die die Gewalt gebiert, nicht eine Krankheit, die der kongolesischen Gesellschaft eigen ist.</p></div>
</blockquote>
<p>Dawn Hurley teilt uns folgende <a href="http://fromcongo.blogspot.com/2008/11/fear-is-for-rich.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/fromcongo.blogspot.com');">Anekdote</a> mit:</p>
<blockquote><p>As I was walking around Goma I talked with young one man, who perhaps best summarized the mood of Goma. I asked if he was scared.</p>
<p>He replied “Fear is a luxury for the rich.” If you are poor, what does it matter if you are afraid? There is nothing you can do about it. You can&#39;t run away, you can&#39;t change anything. You just keep on living. What is the point of being afraid?”</p>
<div class="translation">Als ich zu Fuß in Goma unterwegs war, sprach ich mit einem jungen Mann, der wohl am besten die Stimmung in Goma zusammenfasste. Ich fragte ihn, ob er keine Angst habe.</p>
<p>Er antwortete: &#8220;Angst ist ein Luxus für die Reichen. Wenn Sie arm sind, was bringt es Ihnen, wenn Sie Angst haben? Es gibt nichts, was Sie tun könnten. Sie können nicht weglaufen, sie können nichts ändern. Sie leben einfach weiter. Was soll da Angst?</p></div>
</blockquote>
<p>Eine ausführliche Liste von Hintergrund-Berichten und Handlungsempfehlungen, sowie Ideen für Aktionen finden Sie auf dem <a href="http://www.ir2p.org/2008/11/04/congo-information-and-action/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/www.ir2p.org');">Individual Responsibility to Protect Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/14/demokratische-republik-kongo-die-kampfe-gehen-weiter/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Ägypten: Kampf gegen sexuelle Belästigung</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/08/24/agypten-kampf-gegen-sexuelle-belastigung/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/08/24/agypten-kampf-gegen-sexuelle-belastigung/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Aug 2008 11:01:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[English]]></category>

		<category><![CDATA[Gender]]></category>

		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>

		<category><![CDATA[Nahost &amp; Nordafrika]]></category>

		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=421</guid>
		<description><![CDATA[Eine nationale Kampagne gegen sexuelle Belästigung sorgt derzeit für Aufsehen. Faith von Muslimah Media Watch spricht über eine neue Kampagne, Respect Yourself, die gegen die sexuelle Belästigung auf Kairos Straßen angehen soll.
Sie sagt:
Sexuelle Belästigung ist ein Problem, dass Frauen in allen Gesellschaften betrifft. Die muslimischen Gesellschaften sind da keine Ausnahme. Wo es ein Patriarchat gibt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine nationale Kampagne gegen sexuelle Belästigung sorgt derzeit für Aufsehen. Faith von <em><a href="http://muslimahmediawatch.blogspot.com/2008/08/taking-down-sexual-harassment.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/muslimahmediawatch.blogspot.com');">Muslimah Media Watch</a></em> spricht über eine neue Kampagne, Respect Yourself, die gegen die sexuelle Belästigung auf Kairos Straßen angehen soll.</p>
<p>Sie sagt:</p>
<blockquote><p>Sexuelle Belästigung ist ein Problem, dass Frauen in allen Gesellschaften betrifft. Die muslimischen Gesellschaften sind da keine Ausnahme. Wo es ein Patriarchat gibt, da gibt es auch sexuelle Belästigung. In allen Gesellschaften, den muslimischen und den anderen, waren immer die Frauen <img class="alignright" style="float: right;" src="http://latimesblogs.latimes.com/photos/uncategorized/2008/08/04/poster_2.jpg" alt="" width="289" height="240" />für die „Lösung&#8221; dieses Problems zuständig. „Zeih dich nicht aufreizend an, flirte nicht, bleibe nicht alleine draußen etc.&#8221; Sogar an meiner Alma Mater hängen die Plakate zur Bekämpfung von Vergewaltigung und Belästigung nur in den Waschräumen der Frauen, und sie thematisieren das Verhalten der Frauen, statt dem der Männer. Die Los Angeles Times hat kürzlich über eine Gruppe berichtet (siehe Bild rechts), die in Ägypten einen anderen Ansatz suchen. Diese Gruppe von Freiwilligen wird von dem ägyptischen Jugendmagazin Kelmetna gesponsert. Eine ihrer großartigen Ideen ist, sich auf die Rolle der Männer in der Vermeidung von sexueller Belästigung zu konzentrieren. Der Slogan von einer Kampagne der Gruppe ist: „Respect Yourself: Ägypten hat noch echte Männer&#8221;. Ich liebe diesen Slogan aus zwei Gründen. Erstens: Er kratzt an einem wichtigen Element des traditionellen Verständnisses von Männlichkeit: Der sexuellen Macht über Frauen. Frauen zu belästigen ist kein Zeichen von Männlichkeit. Es ist ein Zeichen für Feigheit. Es ist toll, dass Muslime das langsam versehen.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Zweitens: Ich liebe diesen Slogan auch, weil er die Verantwortung für sexuelle Belästigung wieder beim Mann sucht. Zu lange wurde die Schuld auf die Frauen geschoben. „Echte Männer&#8221; übernehmen die Verantwortung, Frauen mit Respekt zu behandeln, achten die sexuelle Selbstbestimmung - und sie setzen sich auch dafür ein, dass andere Männer sich an diese Regeln halten. Deshalb will die Kampagne auch nicht nur Männer davon abbringen, Frauen zu belästigen, sie sollen auch andere Männer davon abhalten. Das ist besonders wichtig, weil sexuelle Belästigung in Ägypten oft in der Öffentlichkeit stattfindet.</p>
<p>Dieser Ansatz stellt sich auch gegen die Auffassung, Frauen könnten über ihre Kleidung verhindern, dass sie belästigt werden. Der Artikel in der Los Angeles Times zitiert eine Umfrage unter ägyptischen Frauen, in der 83% angaben, sie werden verbal und sexuell belästigt. 70% von ihnen trugen Schleier. Nour Hussein, die eine freiwillige Aktivistin in der Gruppe ist und einen Hijab trägt, stieß auf die Gruppe, nachdem sie sexuell belästigt worden war. Sie spricht über ihre Erlebnisse: „Das war vor einem Monat. Ich fühle mich sehr unsicher, und das trieb mich an, die Kampagne zu unterstützen. Ich hatte von Belästigungen gehört, aber dachte, dass würde nur unverschleierten Frauen passieren; ich wäre nie auf den Gedanken gekommen, dass mir so etwas passieren könnte.&#8221; Geschichten wie die von Nour bestätigen die Aussage der Kampagne: Belästigung ist nicht die Schuld von Frauen, sondern der Männer. Dies anzuerkennen, ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer Gesellschaft ohne sexuelle Belästigung.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/08/24/agypten-kampf-gegen-sexuelle-belastigung/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Serbien: Blogger sprechen über Festnahme von Radovan Karadžić</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/07/22/serbien-blogger-sprechen-uber-festnahme-von-radovan-karadzic/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/07/22/serbien-blogger-sprechen-uber-festnahme-von-radovan-karadzic/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 22:38:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>

		<category><![CDATA[Bosnien-Herzegowina]]></category>

		<category><![CDATA[English]]></category>

		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>

		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>

		<category><![CDATA[Kriege &amp; Konflikte]]></category>

		<category><![CDATA[Kroatien]]></category>

		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>

		<category><![CDATA[Niederlande]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Recht]]></category>

		<category><![CDATA[Serbian]]></category>

		<category><![CDATA[Serbien]]></category>

		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=417</guid>
		<description><![CDATA[Nur wenige Tage nach dem 13. Jahrestag des Massakers von Srebrenica, bei dem über 7000 Menschen, die meisten von ihnen muslimische Zivilisten, ermordet wurden, ist der frühere Präsident der Republika Srpska Radovan Karadžić festgenommen worden.
In der Nacht vom 21. auf den 22 Juli meldeten führende internationale Medien und die serbische Presse die Verhaftung.
Viele serbische Blogger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur wenige Tage nach dem 13. Jahrestag des Massakers von Srebrenica, bei dem über 7000 Menschen, die meisten von ihnen muslimische Zivilisten, ermordet wurden, ist der frühere Präsident der Republika Srpska <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Radovan_Karad%C5%BEi%C4%87" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/en.wikipedia.org');">Radovan Karadžić</a> festgenommen worden.</p>
<p>In der Nacht vom 21. auf den 22 Juli meldeten führende internationale Medien und die serbische Presse die Verhaftung.</p>
<p>Viele serbische Blogger waren überrascht. Es folgen einige der ersten Reaktionen.</p>
<p>Co von <em>SLIKE I DOGADJAJI</em> <a href="http://slikeinovosti.blogspot.com/2008/07/uhapsen-radovan-karadzic.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/slikeinovosti.blogspot.com');">schreibt</a> in seinem Blog (SRP):</p>
<blockquote><p>Während ich an einem Bericht über meinen Portland-Besuch arbeitete, erfuhr ich von der Festnahme Radovan Karadžićs. Ich konnte es gar nicht glauben, aber es steht überall. [&#8230;]</p></blockquote>
<p>Hugh Griffiths, ein Blogger von B92, <a href="http://blog.b92.net/text/3442/Radovan%20Karadzic%27s%20bad%20hair%20day/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/blog.b92.net');">schreibt</a> auf Englisch:</p>
<blockquote><p>Viele von uns hätten nie gedacht, dass sie den Tag erleben würden. Den Tag, an dem die unheilige Dreifaltigkeit von Geheimpolizei, den Verbrechern und den Priestern, die dich geschützt hatten, eine dauerhafte Freiheit bis zum letzten Tag schaffen würden. Zu unserem Glück liegen manchmal sogar die Pessimisten falsch. [&#8230;]</p></blockquote>
<p>Dynhysbys von <em>A K U L T U R A</em> <a href="http://akultura.wordpress.com/2008/07/22/uhapsen-radovan-karadzic/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/akultura.wordpress.com');">freut</a> sich über die Nachricht (SPR):</p>
<blockquote><p>[&#8230;] Ich bin froh, den diese Regierung ist bereit und motiviert die Probleme anzugehen, die Serbien an die Hölle der 90er bindet. [&#8230;]</p></blockquote>
<p>Misha <a href="http://misha.blog.co.yu/blog/misha" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/misha.blog.co.yu');">kritisiert</a> im <em>Doctor</em> Blog den Internationaler Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/International_Criminal_Tribunal_for_the_former_Yugoslavia" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/en.wikipedia.org');">ICTY</a>). Doch obwohl er nicht an die Gerechtigkeit dieser Institution glaubt, so liebt er trotzdem Serbien mehr als Radovan Karadzic:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] Egal, wie die Glaubwürdigkeit des Tribunals durch die Freisprüche für Verbrecher wie [<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ramush_Haradinaj" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/en.wikipedia.org');">Rasmus Haradinaji</a>] und [<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Naser_Ori%C4%87" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/en.wikipedia.org');">Naser Oric</a>] gelitten hat, und egal wie unschuldig Radovan Karadzic war (wird Gott ihm wohl beim Nachweisen helfen?) Serbien kommt für mich immer an erster Stelle. [&#8230;]</p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/07/22/serbien-blogger-sprechen-uber-festnahme-von-radovan-karadzic/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Belarus: Eine Explosion, Festnahmen und die Solidarität der Blogger</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/07/12/belarus-eine-explosion-festnahmen-und-die-solidaritat-der-blogger/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/07/12/belarus-eine-explosion-festnahmen-und-die-solidaritat-der-blogger/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Jul 2008 17:10:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Belarusian]]></category>

		<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>

		<category><![CDATA[English]]></category>

		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>

		<category><![CDATA[Kriege &amp; Konflikte]]></category>

		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>

		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Protest]]></category>

		<category><![CDATA[Recht]]></category>

		<category><![CDATA[Regierung]]></category>

		<category><![CDATA[Russisch]]></category>

		<category><![CDATA[Russland]]></category>

		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

		<category><![CDATA[Weißrussland]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=410</guid>
		<description><![CDATA[Vor einer Woche explodierte eine selbstgebastelte Bombe voller Bolzen und Schrauben zwischen den tausenden Menschen, die sie für ein Nachtkonzert am Unabhängigkeitstag in der Nähe des 2. Weltkriegs-Monuments im Zentrum von Minsk versammelt hatten. Es war der 4. Juli um 0:30 Uhr. Etwa 54 Menschen wurden verletzt. Der belarussische Präsident Aleksandr Lukashenko war zwar nah [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einer Woche explodierte eine selbstgebastelte Bombe voller Bolzen und Schrauben zwischen den tausenden Menschen, die sie für ein Nachtkonzert am Unabhängigkeitstag in der Nähe des 2. Weltkriegs-Monuments im Zentrum von Minsk versammelt hatten. Es war der 4. Juli um 0:30 Uhr. Etwa 54 Menschen wurden verletzt. Der belarussische Präsident Aleksandr Lukashenko war zwar nah an der Explosion, wurde aber nicht verletzt.</p>
<p>Die Polizei hat einige Oppositionelle und Menschenrechtsaktivisten befragt und ihre Wohnungen und Büros durchsucht. Am 9. Juli wurden vier Personen festgenommen: Sergei Chislov, Igor Korsak, Viktor Leshchinsky und Miroslav Lozovsky, alle Mitglieder der Weißen Legion, der Jungendgruppe der Belarusian Union of Military Personnel, seit 1996 verboten.</p>
<p>Andrei Khrapavitsky  hat auf der kürzlich wiedereröffneten Seite <em>Belarusan American Blog</em> über die <a href="http://belarus.blogsome.com/2008/07/07/bomb-explosion-in-minsk/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/belarus.blogsome.com');">Explosion</a> und die <a href="http://belarus.blogsome.com/2008/07/10/the-outcomes-of-the-terror-act-who-gets-nailed/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/belarus.blogsome.com');">Festnahmen</a> geschrieben. Er spricht auch über die Reaktionen der Blogger:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] Ich glaube, dass kaum ein Blogger in Belarus nicht die Bombenexplosion kommentiert hat. Die Menschen rätseln, was passiert ist und welche Folgen es haben wird. Es gibt viele verschiedene Versionen, aber es macht wohl keinen Sinn, sie hier aufzulisten. Eins ist sicher: Es ist die erste große Terror-Aktion in Belarus. Auch wenn das Regime seine Finger nicht im Spiel hatte (und so war es, wenn man prominenten Analysten wie Silitski und Feduta glauben schenken mag), ist dies ein verdammt guter Anlass, die Opposition einzuschüchtern. Dies gilt umso mehr, als dass wenige Tage vor der Explosion der Parlaments-Wahlkampf offiziell begonnen hat.</p></blockquote>
<p><img class="alignleft" style="float: left;" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/07/8579748.gif" alt="" /><em>Kabierac</em> verlinkt auf <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/First_they_came..." onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/en.wikipedia.org');">Martin Niemöllers Gedicht</a> &#8220;First they came&#8230;&#8221; [dt. Original: &#8220;Als die Nazis die Kommunisten holten &#8230;&#8221;]. weißrussische Blogger sollen das Logo der Weißen Legion als UserPic nutzen, um sich mit den vier verhafteten zu solidarisieren. Sein <a href="http://kabierac.livejournal.com/164445.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/kabierac.livejournal.com');">Beitrag</a> [BEL, RUS] kam bei Yandex Blogs in die Top 30.</p>
<p>Viele Blogger haben die Initiative unterstützt. <em>Coipish</em> ist einer von ihnen; es gibt <a href="http://retshyz.livejournal.com/170658.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/retshyz.livejournal.com');">Berichte</a> [BEL], dass die Polizei auch ihn verhaftet hat. Er schrieb <a href="http://coipish.livejournal.com/453865.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/coipish.livejournal.com');">folgendes</a> [BEL,RUS]:</p>
<blockquote><p>Mein UserPic war einmal das Zeichen der Weißen Legion, dessen ehemaligen Mitglieder nun die Explosion vorgeworfen wird. Ich will sie zumindest mit meinem UserPic unterstützen. Ich sympathisiere wirklich mit allen Opfern der Terror-Aktion, aber unglücklicherweise werden die wahren Täter wohl nie zur Verantwortung gezogen werden :((</p></blockquote>
<p><em>z_hunter</em> hat für das UserPic das Farb-Schema verändert:</p>
<p><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/07/3928073.gif" alt="" /></p>
<p>In den Kommentaren zu <em>coipishs</em> Artikel erklärt er, warum:</p>
<blockquote><p><em>z_hunter:</em></p>
<p>Ein gutes Emblem, aber schlechte Farben. Nicht unsere Farben  - schwarz und rot. Ich mag es lieber weiß-rot-weiß.</p>
<p><em>kostas14:</em></p>
<p>Das hat Tradition in der belarussischen Kultur und Kunst. [&#8230;]</p>
<p><em>z_hunter:</em></p>
<p>Richtig. Aber die rote Flagge verbindet man auch mit weniger guten Zeiten in der UDSSR und Deutschland. Das alles hatte einen sehr schlechten Einfluss auf unser Weißrussland.</p></blockquote>
<p>Stellvertretend für die vergleichsweise unpolitischen Minsker, veröffentlicht <em>Kartina Mira</em> (&#8221;Weltbild&#8221;), ein Blog eines Russen in Belarus, diesen <a href="http://kartina-mira.blogspot.com/2008/07/blog-post_08.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/kartina-mira.blogspot.com');">Sketch</a> (RUS) mit einer aufgeschnappten Diskussion aus einem Minsker Friseursalon:</p>
<blockquote><p>[&#8230;]</p>
<p><em>- Oh, hast du von der Bombenexplosion gehört? Das ist wirklich Terrorismus.</em></p>
<p><em>- Ja. Tschetschenien ist so weit weg von uns &#8230; dort gerät alles außer Kontrolle.</em></p>
<p>Dies war für uns Weißrussen eine so unnatürliche Nachricht, dass die Menschen auf der Straße mit nur einer Assoziation auf die Explosion reagieren: &#8220;Terrorismus - Tschetschenien&#8221;.</p>
<p>Das ist die Wirklichkeit des Landes, in dem ich lebe. Ruhig, friedlich, nett, stabil. Manchmal sogar langweilig. Trotzdem haben wir es meilenweit besser als unsere Nachbarn.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/07/12/belarus-eine-explosion-festnahmen-und-die-solidaritat-der-blogger/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Syrien: 25 Tote im Gefängnis von Sednaya</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/07/08/syrien-25-tote-im-gefangnis-von-sednaya/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/07/08/syrien-25-tote-im-gefangnis-von-sednaya/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Jul 2008 17:24:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malgorzata Porzezynska</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>

		<category><![CDATA[Arabisch]]></category>

		<category><![CDATA[English]]></category>

		<category><![CDATA[Humanitarian]]></category>

		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>

		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>

		<category><![CDATA[Recht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=409</guid>
		<description><![CDATA[Das Syrian Human Rights Committee (SHRC) (syrisches Menschenrechtskomitee) berichtet von einem Massaker am 5. Juli im Militärgefängnis von Sednaya westlich von Damaskus. Mindestens 25 Gefangene seien von der syrischen Polizei getötet worden, so SHRC, das während des Massakers Anrufe aus dem Gefängnis erhielt. Die Gefangenen hatten seit 7 Uhr morgens für bessere Bedingungen protestiert, doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.shrc.org/data/aspx/d0/3620.aspx" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/www.shrc.org');">Das Syrian Human Rights Committee (SHRC)</a> (syrisches Menschenrechtskomitee) berichtet von einem Massaker am 5. Juli im Militärgefängnis von Sednaya westlich von Damaskus. Mindestens 25 Gefangene seien von der syrischen Polizei getötet worden, so SHRC, das während des Massakers Anrufe aus dem Gefängnis erhielt. Die Gefangenen hatten seit 7 Uhr morgens für bessere Bedingungen <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/7491422.stm" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/news.bbc.co.uk');">protestiert</a>, doch die Reaktion der syrischen Polizei eskalierte. Die Beamten schossen auf die unbewaffneten Gefangenen, wodurch es zu Toten und Verletzten kam, deren genaue Anzahl noch nicht bestätigt wurde.</p>
<p>Die <em><a href="http://www.sana.sy/eng/21/2008/07/06/182756.htm" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/www.sana.sy');">syrische Nachrichtenagentur SANA</a></em> veröffentlichte derweil eine <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/7492120.stm" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/news.bbc.co.uk');"><em>Stellungnahme</em></a> der Behörden, wonach in dem Gefängnis „die Ruhe wieder hergestellt wurde“, nachdem es durch „Terroristen“ und „Extremisten“ zu „Aufständen“ gekommen sei.</p>
<p>Syrische Blogger im Land und in der Diaspora reflektieren das tragische Ereignis. <a href="http://ahmadblogs.net/saydnaya" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/ahmadblogs.net');"><em>Ahmad</em></a> (Ar), der aus Syrien bloggt, listet die Namen derer auf, die ihr Leben verloren haben, als die syrische Polizei auf die wehrlosen Gefangenen schoss:</p>
<p>1- Zakariya Affash.</p>
<p>2- Mohammad Majawish.</p>
<p>3- Abdelbaqi Khattab.</p>
<p>4- Ahmad Shalaq.</p>
<p>5- Khaled Bilal.</p>
<p>6- Moayad Al Ali.</p>
<p>7- Muhannad Al Omar.</p>
<p>8- Khodar Alloush.</p>
<p>9- Mahmud Abu Rashed.</p>
<p><em>Ahmad</em> versichert, dass die Gefangenen keine Waffen trugen, als sie die Kontrolle über das Gefängnis übernahmen und dass sie sich nach Verhandlungen mit der Polizei ergaben. Er erwähnt weiterhin, dass die Neuigkeit verbreitet wurde, dass Verwandte der Gefangenen gestern Abend (06.07.2008, Anm. d. Übers.) ihre Söhne, Ehemänner und Angehörigen im Gefängnis besuchen durften, was aber noch nicht bestätigt wurde.</p>
<p>Im Gegensatz zu Webseiten von Menschenrechtsgruppen, die politische Gründe hinter den Protesten sehen, beschließt <em>Ahmad</em> seinen Post mit einer Erklärung zu den wahren Gründen für diesen zweiten Protest in dem syrischen Gefängnis:</p>
<blockquote><p>“ الهدف منها تحسين الخدمات و الحد من الاكظاظ المفرط ، و تقليل جولات التعذيب الذي يعاني منه السجناء الإسلاميون بكثرة كما يُشاع في الفترة الأخيرة. بالمناسبة : المدوّن السوري طارق بياسي معتقل في هذا السجن ، سجن صيدنايا ، نسأل الله أن يحميه و يحفظه“</p></blockquote>
<div class="translation">
<p>„Der Grund war die Forderung nach verbesserten Bedingungen in den Gefängniszellen, weniger überfüllten Zellen und ein Protest gegen Folter, unter der die „islamistischen“ Gefangenen zu leiden haben&#8230; Übrigens, in demselben Gefängnis ist auch der syrische Blogger <a href="http://freetariq.org/en" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/freetariq.org');">Tariq Baiasi</a> inhaftiert. Gott schütze ihn.“</p>
</div>
<p>Blogger <a href="http://gottfriedstutz.blogspot.com/2008/07/what-hell-is-happening-in-seydnaya.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/gottfriedstutz.blogspot.com');"><em>Gottfried Stutz</em></a> fordert vom syrischen Regime, die sTötung unbewaffneter Gefangener zu stoppen und alle politischen Gefangenen freizulassen:</p>
<blockquote><p>„Anstatt den Präsidenten und einen Minister zum Sonnenbaden auf der Place de la Concorde mit Nicolas Sarkozy bei der Parade zum Tag der Bastille zu schicken, hat das syrische Regime die Pflicht, sein Volk über dieses Gefängnis zu informieren, sofort das Töten zu stoppen, faire Gerichtsverhandlungen abzuhalten und alle politischen Gefangenen freizulassen.“</p></blockquote>
<p>Ein weiterer syrischer Blogger, eine der neuen Stimmen auf dem syrischen Blog-Aggregator <a href="http://syplanet.com/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/syplanet.com');">Syria Planet</a>, ist <a href="http://vexedlevantine.blogspot.com/2008/07/sednaya-massacre.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/vexedlevantine.blogspot.com');"><em>Disaffection</em></a>, dessen erster Kommentar zum Massaker war: „Wo Rauch ist, ist auch Feuer.“ Er erklärt:</p>
<blockquote><p>„Dieser Vorfall muss provoziert worden sein und ist ausgeufert. Die Sicherheitskräfte, die ihn angezettelt hatten verloren aus schierer Inkompetenz die Kontrolle, so dass Verstärkung geholt werden musste, um die Situation um jeden Preis unter Kontrolle zu bringen – um den üblichen Preis.“</p></blockquote>
<p>Als Letztes sehen wir uns an, was ein weiterer anonymer syrischer Blogger, <a href="http://arabiancamel2.blogspot.com/2008/07/bad-day-in-prison.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/arabiancamel2.blogspot.com');"><em>Jabz</em></a>, zu sagen hat, der das Regime für sein konstantes „Versagen“ rügt:</p>
<blockquote><p>„Eine schreckliche Sache, Schande über die Regierung. Es ist nicht das erste Mal, dass die Regierung dieses Jahr versäumt hat, das Nötige zu tun, genauso wie bei Kämpfen zwischen zwei Glaubensrichtungen in Hama zu Beginn des Jahres.“</p></blockquote>
<p>Es sollte erwähnt werden, dass dies der zweite Protest von Insassen des Gefängnisses in Sednaya gegen ihre schrecklichen Haftbedingungen innerhalb von zwei Monaten ist.</p>
<p>Familien der Gefangenen haben an den syrischen Präsidenten appelliert, die abscheuliche Behandlung unbewaffneter Zivilisten zu stoppen und über das Schicksal ihrer Verwandten in Kenntnis gesetzt zu werden.</p>
<p>Dieses zweite Massaker fällt zusammen mit dem 27. Jahrestag des Massakers im Gefängnis von Tadmur (Palmyra). <a href="http://www.shrc.org/data/aspx/d3/3243.aspx" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/www.shrc.org');">Hier</a> gibt es weitere Informationen.</p>
<p>Mögen ihre Seelen in Frieden ruhen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/07/08/syrien-25-tote-im-gefangnis-von-sednaya/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
	</channel>
</rss>
