<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Ethnizität</title>
	<atom:link href="http://de.globalvoicesonline.org/category/topics/ethnicity/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://de.globalvoicesonline.org</link>
	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
	<lastBuildDate>Thu, 26 Nov 2009 03:40:54 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Ecuador: Kichwa Frau widersetzen sich der Öl-Forschung</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/26/ecuador-kichwa-frau-widersetzen-sich-der-ol-forschung/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/26/ecuador-kichwa-frau-widersetzen-sich-der-ol-forschung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 03:40:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika]]></category>
		<category><![CDATA[Conversations for a Better World]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Ecuador]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Ethnizität]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Spanisch]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=1339</guid>
		<description><![CDATA[Die Frauen bekommen immer, was sie wollen, sagt ein bekanntes lateinamerikanisches Sprichwort. Seit 20 Jahren leisten die furchtlosen Frauen der Kichwa Gemeinde, eine Gruppe von Eingeborenen in Ecuador, den Ölgesellschaften Widerstand, ihr Land auzubeuten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/belen-bogado/">Belen Bogado</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/25/ecuador-kichwa-women-oppose-oil-exploration-on-native-lands/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Die Frauen bekommen immer, was sie wollen, sagt ein bekanntes lateinamerikanisches Sprichwort. Das bewiesen auch die Frauen vom Stamm der Kichwa in Sarayaku, Ecuador. Als ein Ölkonzern in ihrem Waldgebiet mit Untersuchungen für etwaige zukünftige Bohrungen begann, beschlossen die Frauen sie mit einem einfachen, aber fehlerfreien Plan zu stoppen.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/kichwa.jpg" alt="Photo by Ayahuasca and used under a Creative Commons license." width="300" height="400" /><p class="wp-caption-text">Photo von Ayahuasca benutzt unter einer Creative Commons Lizenz.</p></div>
<p>Die Frauen, so schrieb <em>Esperanza Martinez</em> auf dem Blog <em>Ecoportal [es</em>], erklärten ihren Männern, <a href="http://www.ecoportal.net/content/view/full/84724">wenn sie den Unternehmen erlaubten auf ihrem Land zu arbeiten, müssten sie sich andere Frauen suchen &#8230; in einem anderen Land</a>. Die Kichwas organisierten eine gemeinsame Front gegen das Öl-Unternehmen, bis es letztendlich abzog.</p>
<p>Diese Gruppe von Kichwas lebt in der Provinz Pastaza, auf über 140 tausend Hektar (1,4 km2) in den Amazonas, ein Gebiet, welches das ecuadorianische Ministerium für Bergbau und Öl als Block 23 identifizierte. Im Laufe der Jahre haben verschiedene Unternehmen versucht dort zu arbeiten, doch sind sie jedes Mal an dem Widerstand der Kichwas gescheitert.</p>
<p>Obgleich die Entscheidung zum Widerstand vom gesamten Stamm getroffen wurde, war die Beteiligung der Frauen dabei ein wichtiger Bestandteil. Diese furchtlosen Frauen werden alles dransetzen, ihre Wälder und Ländereien zu erhalten.</p>
<p><strong>Unterstützt die Frauen</strong></p>
<p>Der Blog <em>Observatorio Petrolero Sur [es]</em> veröffentlicht, <a href="http://opsur.wordpress.com/2009/11/11/sarayaku-cuando-el-pueblo-dice-no">was Kichwa Führer Franklin Toala über die Rolle der Frauen, im Laufe dieser Ereignisse sagte</a>:</p>
<blockquote><p>Uno de los procesos que tuvo Sarayaku, que hay que recalcar, es el magnífico apoyo de las mujeres. La relación que existe entre las mujeres y las comunidades es mucho más fuerte.</p></blockquote>
<div class="translation">Was bei den Vorgängen, die Sarayacu erlebte und was hervorgehoben werden muss, ist die große Unterstützung, die die Frauen geliefert haben. Das Verhältnis zwischen Frauen und den Gemeinden ist jetzt sehr viel stärker geworden.</div>
<p>Die ecuadorianische Tageszeitung Diario Universal beschrieb <a href="http://www.eluniverso.com/2003/02/05/0001/12/A2A1B5C330924D12B3D80265877DF953.html">eine furchterregende Scene</a> aus dem Jahre 2003, als 15 Kichwa Frauen und Kinder die Arbeiter und bewaffneten Wächter des Unternehmens konfrontierten, indem sie vier Stunden lang durch den Dschungel liefen und schrieen &#8220;anchuri (geht weg), anchuri Ölgesellschaften&#8221;. Es kam zu Konfrontationen, bis schließlich die Armee eingriff. Die Kichwas aber blieben auf ihrem Land und hielten es frei von Ölbohrern.</p>
<p><strong>Petroleum, Klimawandel und eingeborene Frauen</strong></p>
<p>Mehrere Regionen in Ecuador haben bereits unter den schrecklichen ökologischen und gesundheitlichen Folgen der Ölförderung gelitten<a href="http://www.accionecologica.org/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=1157&amp;Itemid=1">. In Pichincha in der Provinz Sucumbios wird seit 20 Jahren Öl gefördert</a>: die Luft ist verschmutzt und das Wasser durch Ölpest verseucht. Die Menschen leiden unter dem Verlust von Vieh und Haustieren, weil sie verschmutztes Wasser trinken, und dem Verlust von Ernten, weil der verdorbene Boden unfruchtbar geworden ist. Außerdem leiden sie unter verschiedenen Haut-und Atemwegserkrankungen, und es gibt zuviel Fehlgeburten und Geburtsfehler.</p>
<p>Am Meisten leiden darunter wieder die Frauen. In den Erdölgebieten Ecuadors sind die Krebserkrankungen dreimal höher als der nationale Durchschnitt, und<a href="http://http://www.ecoportal.net/content/view/full/84724"> besonders davon betroffen sind wieder die Frauen.</a> <a href="http://www.ecoportal.net/content/view/full/84724">Durch Wäschewaschen und Baden der Kinder im Fluss</a> sind die Frauen im ständigen Kontakt mit kontaminiertem Wasser.</p>
<p>Kein Wunder also, dass die Kichwa Frauen gegen die Ölförderung sind. Sie wissen genau, dass dies ihr Land, ihre Umwelt und ihr Leben für immer verändern wird.</p>
<p><strong>Die Online-Gemeinde reagiert auf das Beispiel der Kichwas</strong></p>
<p>Blogger <em>Efren Calapucha</em> teilt seine Gefühle über den Widerstand der Kichwas in dem Blog <em><a href="http://redamazon.wordpress.com/2008/08/17/kichwas-y-shuar-en-contra-de-la-actividad-petrolera">Redamazon</a> [es</em>]:</p>
<blockquote><p>¡Amigos de la Tierra!<br />
En este espacio de la selva amazónica con grandes recursos biodiversos se quiere cercenar LA VIDA lo que NO PERMITEREMOS se establezca tan execrable hecho que afectará al Calentamiento Global extinguiéndose los pueblos, la flora y la fauna hasta hoy fortalecidas y guardadas celosamente</p></blockquote>
<div class="translation">Freunde der Erde! In dieser Gegend des Amazonas-Regenwaldes, mit seiner biologischen Vielfalt, wird das LEBEN bedroht, vernichtet zu werden. Aber wir werden NICHT ERLAUBEN, dass ein solch schreckliches Ereignis hier stattfindet, das sich auf den Klimawandel auswirkt, Gemeinden, Fauna und Flora auslöscht, die bis zum heutigen Tage dort gewachsen und geschützt worden sind.</div>
<p>Der Blog <em>Observatorio Petrolero Sur [es]</em> beschäftigt sich mit den, trotz der Umstände, <a href="http://opsur.wordpress.com/2009/11/11/sarayaku-cuando-el-pueblo-dice-no">bemerkenswerten Widerstand der Kichwas</a>:</p>
<blockquote><p>Han pasado dos décadas y hasta el momento la exploración no se concretó, pero la amenaza es permanente. En 20 años pasaron muchas cosas, demandas a nivel nacional e internacional, campañas en un lado y en el otro, y en el territorio la presión fue mucha. Los kichwas sufrieron todo tipo de atropellos, persecuciones e incluso la militarización de Sarayaku; pero siguieron diciendo no.</p></blockquote>
<div class="translation">Bisher hat keine Ölförderung stattgefunden, doch ist die Bedrohung unverändert. Unter den vielen Dingen, die in den vergangenen 20 Jahren geschehen sind, gab es nationale und internationale Prozesse, Kampagnen und eine Menge Druck. Die Kichwas erlitten alle Arten von Misshandlungen, Verfolgungen und sogar die Militarisierung von Sarayaku, doch blieben sie bei ihrem &#8220;Nein&#8221;.</div>
<p>Bisher ist es der Kichwa Gemeinde gelungen, ihre Wälder zu beschützen, aber der Kampf ist noch nicht vorbei. Natürlich haben sie wegen ihren Kichwa Frauen wenig zu befürchten.</p>
<p><strong>Sehen Sie sich das Video an</strong></p>
<p>&#8220;Ich bin ein Waldbeschützer&#8221; steht auf der Brust eines streitsüchtigen Kichwa-Kindes. Er tritt in einem <a href="http://www.oilwatch.org/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=528&#038;Itemid=246&#038;lang=es">Video</a> auf, der von Oilwatch gefilmt und veröffentlicht wurde. Es handelt sich um die Reaktion der Sarayaku Gemeinde auf den Versuch einer Ölfirma, Ölbohrungen auf ihrem Land vorzunehmen. <a href="http://www.oilwatch.org/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=528&#038;Itemid=246&#038;lang=es">Klicken Sie hier, um das Video auf Spanisch zu sehen.</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/26/ecuador-kichwa-frau-widersetzen-sich-der-ol-forschung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Jemen: Eine Zivil-oder Proxy-Krieg?</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/25/jemen-eine-zivil-oder-proxy-krieg/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/25/jemen-eine-zivil-oder-proxy-krieg/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 03:26:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Arabisch]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Ethnizität]]></category>
		<category><![CDATA[Humanitäres]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Kriege & Konflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Nahost & Nordafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Saudi Arabia]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Yemen]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=1331</guid>
		<description><![CDATA[Geschrieben vonTarek Amr  &#183; Übersetzt von Hans H. Knauf &#183;  engl. Originalartikel 
Die Berichterstattung über den fortlaufenden Krieg im Jemen rechtfertigt sicherlich die Berichterstattung bei Global Voices Online, aber ich war doch schockiert, als ich merkte, dass es nicht viele Blogger gibt, die sich für diesen Konflikt interessieren. Hier sind ein paar Auszüge, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/tarek-amr/">Tarek Amr</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/23/yemen-a-civil-or-proxy-war/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Die Berichterstattung über den fortlaufenden Krieg im Jemen rechtfertigt sicherlich die Berichterstattung bei <em>Global Voices Online</em>, aber ich war doch schockiert, als ich merkte, dass es nicht viele Blogger gibt, die sich für diesen Konflikt interessieren. Hier sind ein paar Auszüge, die von Bloggern aus verschiedenen Ländern geschrieben wurden.</p>
<p>Der jemenitische Journalist <em>Nasser Arrabye</em> führt bei Blogspot ein Tagebuch über seine Berichterstattung. Im vergangenen August dieses Jahres <a href="http://narrabyee-e.blogspot.com/2009/08/yemen-threatens-to-strike-al-houthi.html">schrieb</a> er über die militärischen Aktionen zwischen der jemenitischen Regierung und den Houthi-Rebellen:</p>
<blockquote><p>Die jemenitische Regierung sagte am Donnerstag, sie würde militärische Maßnahmen ergreifen, um die Schulen und Regierungsgebäude, die von den Al Houthi Rebellen in Sa&#39;ada, im Norden des Landes, benutzt werden, zu befreien.</p></blockquote>
<p>Er fuhr fort:</p>
<blockquote><p>Die Erklärung erfolgte, nachdem Informationen über heftige Kämpfe zwischen den Rebellen und Regierungstruppen bekannt wurden, bei denen in dieser Woche auf beiden Seiten Dutzende getötet und verwundet wurden.<br />
&#8220;Seit Präsident Ali Abdullah Saleh den Stop der militärischen Operationen anordnete, haben Saboteure und Terroristen ihre Angriffe auf Bürger und Sicherheitskräfte fortgesetzt und die abscheulichsten Verbrechen gegen Alle einschließlich von Kindern und Frauen begangen, zusätzlich zu den Entführungen und Zerstörungen von Straßen und Häusern.&#8221;</p></blockquote>
<p>Es erscheint jedoch, dass die Houthi-Rebellen anderer Ansicht sind:</p>
<blockquote><p>Die Al Houthi-Rebellen sagten, sie würden nur sich selbst verteidigen und dass sie keinen neuen Krieg wollen.</p></blockquote>
<p>Ein paar Monate später war niemand in der Lage den andauernden Krieg zu beenden. Es wurde jedoch eine neue Frage aufgeworfen: Ist das ein Bürgerkrieg, der in Jemen stattfindet, oder gibt es andere Parteien, die auch an diesem Krieg teilnehmen.</p>
<p>Die Houthis behaupten, dass die Saudis an den fortwährenden Kriegen teilnehmen, und ihre Soldaten dazu da sind, der jemenitischen Regierung zu helfen. Die Regierung bestreitet dies jedoch. <em>Nasser Arrabyee</em> schrieb dazu:</p>
<blockquote><p>Ein jemenitischer Militär-Sprecher bestritt am Montag die Vorwürfe der Rebellen, dass die Armee Saudi-Stützpunkte benutzt, um sie anzugreifen. Die saudischen Behörden haben &#8220;der jemenitischen Armee erlaubt, den Saudi-Stützpunkt in Jabal Al Dukhan zu benutzen, aus welchem die Angriffe erfolgten,&#8221; sagte Al Houthi in einer per E-Mail versandten Erklärung. Der Militärsprecher, der nicht namentlich genannt werden möchte, sagte, Al Houthi versucht nur die Niederlagen mit den Erklärungen über Saudi-Störungen zu verdecken. &#8220;Jabal Al Dukhan gehört dem Jemen, nicht den Saudis,&#8221; sagte er. Dies ist nicht das erste Mal, dass die Al Houthi-Rebellen die saudischen Behörden beschuldigen, sich in den Krieg einzumischen.</p></blockquote>
<p>Aber einige Tage später schreibt <em>Nasser Arrabyee</em> <a href="http://narrabyee-e.blogspot.com/2009/11/continuous-confrontations-between-al.html">in seinem Blog</a>:</p>
<blockquote><p>Mindestens 5 Saudi-Soldaten und 15 Al Houthi-Rebellen wurden in einer heftigen Auseinandersetzung getötet, die zwischen den Rebellen und Saudi-Militär in Al Khuba und Jabal Al Dukhan im Jaizan-Gebiet, im Süden des Königreiches, stattfand, sagten lokale Quellen am Donnerstag. Der Anführer der Rebellen, Abdul Malik Al Houthi, sagte am Donnerstag in einer Erklärung, dass die saudische Armee die Positionen seiner Kämpfer an der Al Malahaid Front, westlich von Sa&#39;ada &#8220;mit allen möglichen Waffen&#8221;, bombardiere.</p></blockquote>
<p>Die Behauptungen der Houthi über saudische Interventionen war also richtig, und das zwang Gregory, die folgenden Fragen zu stellen:</p>
<blockquote><p>Ich habe den Eindruck, dass die Idee in diesen Morast des Aufstandes im Norden zu waden, von Saudi-Arabien nicht gut durchdacht worden ist. Und das bringt mich zu etwas Anderem, was ich seit einiger Zeit gefragt habe: Wer genau beaufsichtigt eigentlich das Jemen-Portfolio in Saudi Arabien? Es ist bestimmt nicht der Sultan. Und obwohl Muhammad bin Nayif eindeutig  für den AQ-Abschnitt verantwortlich ist, ist Saudi-Arabien nicht die USA und konzentriert sich deshalb nicht nur auf al-Quaida. Mit dem Jemen bestehen facettenreiche Beziehungen. Mein Eindruck ist, dass keine Einzelperson zuständig ist, sondern dass sich verschiedene Personen beim Steuern des Dings abwechseln. Mit wenig Ahnung davon, wohin sie steuern, springen sie von Krise zu Krise und versuchen die verrückten Yemenis und ihre Probleme davon abzuhalten, über die Grenze zu strömen.</p></blockquote>
<p>Sapphire hinterließ dann einen Kommentar zu Gregorys Bericht und <a href="http://islamandinsurgencyinyemen.blogspot.com/2009/11/big-question-for-saudi-arabia.html?showComment=1257592431993#c6430825506711060284">versuchte darzulegen, warum Saudi-Arabien sich entschieden hatte, an dem Krieg teilzunehmen</a>:</p>
<blockquote><p>Warum entschieden sich die Saudis mit ihrer Armee in den Yemen zu marschieren? Nachdem Sie den Irak an der nördlichen Grenze an die Shiiten des Iraks verloren haben, können sie es nicht tolerieren, so wird behauptet, einen weiteren schiitischen Staat im Süden des Landes zu haben, vorausgesetzt, die Huthis besiegen die zentrale jemenitische Regierung und gewinnen die Unabhängigkeit.</p></blockquote>
<p>Die ägyptische Bloggerin Zeinobia <a href="http://egyptianchronicles.blogspot.com/2009/11/this-is-not-regular-war-this-is.html">war über die Saudi-Intervention nicht glücklich</a>:</p>
<blockquote><p>Offiziell hat Saudi-Arabien den Houthi-Rebellen den Krieg erklärt. Ich möchte nicht diskutieren, ob das richtig oder falsch ist, oder ob das zu einem größeren regionalen Krieg führen wird. Ich möchte aber die Tatsache feststellen, dass Saudi-Arabien diesen Krieg wahrscheinlich kaum oder nicht so leicht gewinnen wird, wie es hofft, trotz all der Millionen Gadgets, die sie haben, denn hier handelt es sich um einen Guerilla-Krieg in den Bergen!</p></blockquote>
<p>Sie fuhr fort:</p>
<blockquote><p>Ich weiß nicht, warum die Saudis in den gleichen Sumpf steuern, wie wir das in der Mitte der 1960er Jahre taten. Natürlich ist das eine Ironie, weil sie damals die Jemeniten gegen uns unterstützt hatten !!! In der Tat wurde in einigen Nachrichten behauptet, dass KSA weißen Phosphor gegen die dortige Zivilbevölkerung eingesetzt hatte !! Ist das ein Déjà-Vu ??!!??</p></blockquote>
<p>Aber waren es nur die Saudis, die in den Krieg verwickelt waren? In der Nähe der jemenitischen Küste wurde ein iranisches Schiff aufgegriffen. Und das ist es, was <a href="http://narrabyee-e.blogspot.com/2009/11/al-houthi-linked-iranian-sailors.html"><em>Nasser Arrabyee</em> dazu brachte, das Folgende zu schreiben</a>:</p>
<blockquote><p>Ein mit Waffen beladenes iranisches Schiff, vermutlich auf dem Weg zu den Al Houthi-Rebellen, wurde am 26. Oktober 2009 vor der Küste des Midi Hafens im äußersten Nordwesten des Jemen aufgegriffen. In der jemenitischen Hauptstadt Sana&#39;a wird jetzt die 6-köpfige Besatzung, bestehend aus fünf Iranern und einem Inder, verhört. Die iranische Botschaft in Sana&#39;a bestritt zu jener Zeit, dass das Schiff Waffen an Bord hatte.</p></blockquote>
<p>Und deshalb schrieb Gregory, <a href="http://islamandinsurgencyinyemen.blogspot.com/2009/11/why-why.html">dass im Jemen möglicherweise ein Proxy-Krieg stattfindet</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Es ist also ein Saudi-iranischer Proxy-Krieg&#8221; sagte er. ( &#8216;er&#39; ist: Simon Henderson, Direktor der Golf und Energie Politik im Washington Institut für Nahost in Washington.)</p></blockquote>
<p>Die Einbeziehung von Saudi-Arabien, Iran, Sunnis und Shiiten erweckte <em>Abul Maali Fayeks</em> Aufmerksamkeit, denn das war es,<a href="http://http://lokmetaesh.blogspot.com/2009/11/blog-post_1876.html"> was er befürchtet hatte</a>:</p>
<p style="text-align: left;">ى شيوخ الفضائيات أن يسنوا رماحهم ويجلسوا ليتفرجوا على معارك المسلمين بعضهم البعض،ولعل الشيخ عرعور وقناته الطائفية “قناة صفا” لعلهم يكونو قد استراحوا قليلا بعد أن شاهدوا الحرب الدائرة بين دولة عربية مسلمةوكبيرة فى الحجم والمقام هى المملكة العربية<br />
السعودية وبين مسلمين آخرين فى اليمن الشقيق هم جماعة “الحوثيين الشيعة” واستمرار تلك المعارك ليس فى صالح أحد</p>
<div class="translation">Wovor ich gewarnt hatte, ist eingetreten, ein Religionskrieg zwischen Sunnis und Shiiten. Und jetzt sind die Kleriker des Satelliten Kanals dran, Öl auf die religiöse Auseinandersetzung zu gießen und die Kämpfe zwischen Muslimen zu beobachten. Und vielleicht kann dann Sheik Aarour und seine sektiererischer Kanal &#8220;Safa&#8221; glücklich beobachten, wie eine große und angesehene muslimische Nation, wie Saudi-Arabien, mit seinen Brüdern im Jemen Krieg führt. Die Fortführung dieser Kämpfe dient niemanden.</div>
<p>Und schließlich <a href="http://egyptianchronicles.blogspot.com/2009/11/this-is-not-regular-war-this-is.html">wundert</a> sich Zeinobia, ob die Arabische Liga der Nationen noch existiere und warum sie keine Maßnahmen ergriff, diesen Krieg zu verhindern:</p>
<blockquote><p>Ich weiß nicht, ob es ironisch oder traurig ist; arabisches und muslimisches Blut sollte nicht auf diese Art und Weise durch die Hände von anderen Arabern und Muslimen vergossen werden !! Letztendlich sind wir alle eins. Ich weiß nicht, worin die Rolle der Arabischen Liga besteht, wenn sie gebraucht wird. Amr Moussa scheint abwesend zu sein; raten wir mal, wieviel Punkte er als ein möglicher Präsidentschaftskandidat verlieren wird !!</p></blockquote>
<p>*** Auch bei <em>Global Voices Online</em>:<a href="http://globalvoicesonline.org/2009/11/18/saudi-arabia-well-defend-ourselves-for-the-right-reason/"> Saud-Arabien: Wir werden uns verteidigen, aus den richtigen Gründen</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/25/jemen-eine-zivil-oder-proxy-krieg/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Paraguay: Ureinwohner mit Pflanzenschutzmitteln besprüht</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/15/paraguay-ureinwohner-mit-pflanzenschutzmitteln-bespruht/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/15/paraguay-ureinwohner-mit-pflanzenschutzmitteln-bespruht/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 10:09:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Amerika]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Ethnizität]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Indigenous]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Paraguay]]></category>
		<category><![CDATA[Spanisch]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=1277</guid>
		<description><![CDATA[Im östlichen Paraguay erkrankten kürzlich 217 Mitglieder der einheimischen Ava Guaraní mit Gesundheitssymptomen wie Übelkeit und Kopfschmerzen. Es wird vermutet, dass sie vorsätzlich aus der Luft mit Pflanzenstoffen besprüht wurden, nachdem sie sich weigerten, das Land ihrer Vorfahren zu verlassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/eduardo-avila/">Eduardo Avila</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/12/paraguay-indigenous-group-sprayed-aerially-with-pesticides/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Im östlichen Paraguay erkrankten kürzlich 217 Mitglieder der einheimischen Ava Guaraní mit Gesundheitssymptomen wie Übelkeit und Kopfschmerzen. Es wird vermutet, dass sie vorsätzlich aus der Luft mit Pflanzenstoffen besprüht wurden, nachdem sie sich weigerten, das Land ihrer Vorfahren zu verlassen.</p>
<p>Regierungsvertreter bestätigen, dass Teile des Landgebietes im Itakyry Bezirk in <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Alto_Paraná_Department">Alto Paraná</a>, wo diese einheimischen Gruppen leben, dort besprüht wurden, wo <a href="http://www.ultimahora.com/notas/272060-Ministra-confirma-que-fumigaron-tierras-sin-cultivo-en-Itakyry">kein Ackerbau betrieben wird</a> [es]. Viele Anzeichen deuten auf brasilianischen Soja-Erzeuger als die Verantwortlichen hin, zum Teil darum, weil das Land der einheimischen Gemeinden für die Landwirtschaft wertvoll ist, zum anderen weil sie sich in einem Rechtsstreit mit den Ava Guaraní  über <a href="http://interparaguay.blogspot.com/2009/11/ministros-comprobaron-la-fumigacion.html">den Besitz von ca. 3.000 Hektar</a> [es] befinden, gemäß dem Blog von Interparaguay [es].</p>
<p>José Ángel López Barrios von <em>Bienvenidos! [es]</em> <a href="http://lopezbarrios.blogspot.com/2009/11/matte-larangeira-la-industrial.html">schreibt über die abgelegene Gemeinde, wo der Vorfall stattgefunden hat</a>:</p>
<blockquote><p>Itakyry es uno de los distritos del Departamento de Alto Paraná, distante a unos 450 kilómetros de Asunción, der Hauptstadt de la Republica, se llega a por el caminos keine pavimentados, su época de esplendor se dio en la época de las explotaciones yerbateras. Que termino al cabo de 100 años Abriendo paso a la explotación de la soja en estos últimos tiempos &#8230; &#8230;</p></blockquote>
<div class="translation">Itakyry ist einer der Bezirke von  Alto Paraná und liegt 450 Kilometer von der Hauptstadt Asunción entfernt. Man fährt auf unbefestigten Straßen. Der Yerba Mate Anbau war ihre Blütezeit. Nach 100 Jahren wurde in der letzten Zeit Platz für den Anbau von Sojabohnen gemacht &#8230;</div>
<p>Es sind die Nachfrage und die steigenden Preise für die Sojabohnen, die das Land für ihren Anbau so wertvoll macht. Einige dieser Gebiete befinden sich auf dem Land einheimischer Vorfahren, wie die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Guaran%C3%AD">Guaraní</a>. Blogger Carlos Rodríguez <em>von Rescatar [es]</em> <a href="http://rescatar.blogspot.com/2009/11/soja-y-genocidio-fumigan-indigenes.html">glaubt nicht, dass es sich bei dem Ereignis um einen Einzelfall handelt, und nennt es &#8220;Völkermord</a>&#8220;:</p>
<blockquote><p>Hubo un tiempo en que en Paraguay los aborígenes no eran considerados seres humanos. Eran cazados como animales y sus crías rescatadas como trofeos.<br />
(…)<br />
Otros fueron apropiándose a bala y sangre de sus tierras y como los indígenas no hacían gestiones ante las instituciones encargadas de titular las tierras que siempre les pertenecieron, el hombre blanco si lo hizo y se plantea el contrasentido de que los legítimos dueños de estas tierras, hoy son “los invasores”.<br />
Y siguen siendo tratados como animales. Sólo así se puede entender que los productores de soja les envíen aviones fumigadores para lanzarles venenos encima, tal como lo ha comprobado el Ministerio de Salud que socorre en estos momentos a los indígenas intoxicados por plaguicidas para soja.</p></blockquote>
<div class="translation">Es gab eine Zeit in Paraguay, zu der die Ureinwohner nicht als Menschen betrachtet wurden. Sie wurden wie Tiere gejagt und ihre Kinder wie Trophäen gesammelt.<br />
(&#8230;)<br />
Mit Blut und Kugeln eigneten sich Andere einige ihrer Ländereien an. Da die Einheimischen nicht zu den Behörden gingen, um ihre Rechte auf das Land registrieren zu lassen, gingen die Weißen zu diesen Behörden. Es ergibt deshalb keinen Sinn, dass die rechtmäßigen Eigentümer dieser Länder heute die &#8220;Eindringlinge&#8221; sind. Sie werden weiterhin wie Tiere behandelt. Nur so kann man verstehen, wie die Soja-Produzenten dazu kamen Flugzeuge zu schicken, die sie mit Gift besprühten, wie vom Gesundheitsministerium nachgewiesen, das nun den von Pestiziden vergifteten Einheimischen hilft.</div>
<p>López Barrio <a href="http://lopezbarrios.blogspot.com/2009/11/matte-larangeira-la-industrial.html">ist ebenfalls über die Vergangenheit von Misshandlungen der eiheimischen Gemeinden in Paraguay beschämt</a> [es]: Als Nachkomme von Einwanderern in das Land, so schreibt er, dass das Ereignis &#8220;ihm das Gefühl gibt, nach Europa zurückgekehrt zu sein &#8230; aber es wirklich &#8230; vorziehen würde, wenn die Ausbeuter das Land verliessen.</p>
<blockquote><p>Ensañarse con un pueblo indígena que tiene más de 38 siglos de existencia en sus propios y verdaderos territorios, no me parece apropiado…. Si no respetamos a nuestros mayores nuestros días se acortaran sobre la tierra y si anteponemos la avaricia a cualquier otra virtud caeremos sin remedio…..</p></blockquote>
<div class="translation">Es erscheint mir nicht richtig zu sein, wenn man es Einheimischen übelnimmt, seit 38 Jahrhunderten hier auf ihrem eigenen Land zu existieren&#8230;.</p>
<p>Wenn wir unsere Älteren nicht respektieren, werden unsere Tage auf der Erde gezählt sein, und wenn Habgier vor Tugend kommt, verfallen wir hoffnungslos &#8230;</p></div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/15/paraguay-ureinwohner-mit-pflanzenschutzmitteln-bespruht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>China: Han-Chinesen und Uighuren - Vorurteile und Diskriminierung</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/08/06/china-han-chinesen-und-uighuren-vorurteile-und-diskriminierung/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/08/06/china-han-chinesen-und-uighuren-vorurteile-und-diskriminierung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 19:44:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingrid Fischer-Schreiber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Chinesisch]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Ethnizität]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=871</guid>
		<description><![CDATA[Geschrieben vonWinglok Hung  &#183; Übersetzt von Ingrid Fischer-Schreiber &#183;  engl. Originalartikel 
Seit den Unruhen in Xinjiang am 5. Juli ist inzwischen mehr als ein Monat vergangen, aber die Mehrheit der chinesischen Internet-User wirft nach wie vor dem Westen und Rebiya Kadeer vor, die Separatistenbewegungen in Xinjiang zu unterstützen. Nichtsdestotrotz gibt es einige Stimmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/winglok-hung/">Winglok Hung</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/ingrid-fischer-schreiber/'>Ingrid Fischer-Schreiber</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/08/06/china-hans-prejudices-and-discriminations-towards-uyghur/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Seit den <a href="http://www.chinadaily.com.cn/china/2009xinjiangriot/index.html">Unruhen in Xinjiang</a> am 5. Juli ist inzwischen mehr als ein Monat vergangen, aber die Mehrheit der chinesischen Internet-User wirft nach wie vor dem Westen und <a href="http://www.chinadaily.com.cn/china/2009xinjiangriot/index.html">Rebiya Kadeer</a> vor, die Separatistenbewegungen in Xinjiang zu unterstützen. Nichtsdestotrotz gibt es einige Stimmen im chinesischen Internet, die die Ursache der Unruhen in Urumqi auf die lange Unterdrückung zurückführen. Eine davon ist dieser kurze Kommentar im<a href="http://www.chinadaily.com.cn/china/2009xinjiangriot/index.html"> BBS von people.com</a>:</p>
<blockquote><p>一次一次的被欺压，却没地方说理，当然就要暴力！</p>
<div class="translation">Wo ständig Unterdrückung herrscht und es keinen Ort gibt, an dem man sich äußern kann, muss es irgendwann zu Gewalt kommen!</div>
</blockquote>
<p>Die ethnische Diskriminierung der Uighuren durch die Han-Chinesen führte schon lange vor den Unruhen im Juli Ursache zu Konflikten. Wenn man die Online-Diskussionen im <a href="http://www.tianya.cn/">Tianya-Forum</a> durchsucht, findet man viele Geschichten über die Vorurteile der Han-Chinesen gegenüber den Uighuren, wie zum Beispiel<a href="http://www.tianya.cn/publicforum/content/free/1/1613702.shtml"> die Folgende</a>:</p>
<blockquote><p>先就我亲身经历来说说。我在乌鲁木齐上大学时，那时候中央电视台很出名的一档节目——非常6+1，有一期的电话幸运观众是个新疆人，主持人问他最大的梦想是什么？他的回答竟然是:希望到首都北京去住上几天旅馆。他的这个梦想把主持人都弄蒙了，问其原因才知道，原来90年代初的时候他带儿子去北京治病，结果就因为是新疆人，竟然没有一家旅馆敢收留他们的</p>
<div class="translation">Ich beginne mit meiner persönlichen Erfahrung. Als ich in Urumqi auf die Universität ging, gab es eine populäre Sendung auf CCTV: &#8220;Special 6+1&#8243;. In einer der Episoden fragte der Moderator jemanden aus Xinjiang (Anm. d. Übers.: viele Han-Chinesen sagen statt Uighuren &#8220;Leute aus Xinjiang&#8221;), was sein größter Wunsch sei. Seine Antwort: einfach ein paar Tage in Beijing in einem Hotel wohnen. Der Moderator war erstaunt und fragte, warum. Der Interviewte sprach über seine Erfahrung in den frühen 1990er Jahren, als er seinen Sohn zwecks besserer ärztlicher Versorgung nach Beijing brachte. Während dieser Reise wurden sie in allen Hotels abgewiesen, einfach nur weil sie aus Xinjiang waren.</div>
</blockquote>
<p><a href="http://www.tianya.cn/publicforum/content/free/1/1529992.shtml">Volkszeitung</a> machte im Jahr 2006 eine ähnliche Erfahrung:</p>
<blockquote><p>2006年圣诞夜，我正好在北京。北京任何一家酒吧都不必在门口挂出“不欢迎新疆人”的牌子。但无论我走到哪家都被门口保安拦下。</p>
<div class="translation">Am Weihnachtsabend 2006 war ich in Beijing. Obwohl keine Bar am Eingang ein Schild &#8220;Keine Uighuren&#8221; hängen hatte, wurde ich jedes Mal von den Security-Leute durchsucht.</div>
</blockquote>
<p>Viele Uighuren finden die Missverständnisse und Vorurteile seitens der Han-Chinesen frustrierend. &#8220;<a href="http://www.tianya.cn/publicforum/content/free/1/1587743.shtml">Ziehende Wolken und fließendes Wasser betrachten</a>&#8221; machte im Tianya-Forum seinem Unmut darüber Luft:</p>
<blockquote><p>我要大声说我是新疆人…. 新疆是有小偷，可是哪里没有小偷？难道新疆有小偷，就说小偷都是来自新疆么？去做小偷的少数民族很容易被认出来。好么这就将小偷的帐全都算在了新疆人身上。我去过几次内地发现内地的治安远不如新疆。</p>
<div class="translation">Ich will laut und deutlich sagen, dass ich Uighure bin! &#8230; In Xinjiang gibt es Diebe, so wie überall anders auch. Davon kann man aber doch nicht ableiten, dass alle Diebe aus Xinjiang stammen! Angehörige von Minderheiten, die einen Diebstahl begehen, sind natürlich leichter zu identifizieren. Und so werden aus Dieben sehr schnell Uighuren. Ich bin viel durch China gereist und finde, dass Xinjiang wesentlich sicherer als andre Orte ist.</div>
</blockquote>
<p>Sogar die Regierung will ihre Politik ändern und die uighurische Sprache und Kultur besser schützen - eine Maßnahme, die bei vielen Han-Chinesen auf Ablehnung stößt. Ein aktuelles Beispiel ist der <a href="http://www.chinadaily.com.cn/bizchina/2009-08/03/content_8507417.htm">Plan der Regierung</a>, die Finanzierung von zweisprachigen Kindergärten in Xinjiang (USD 121 Millionen) zu verdoppeln, was als Bevorzugung angeprangert wird.</p>
<p>&#8220;<a href="http://www.tianya.cn/publicforum/content/free/1/1641278.shtml">Angeber ohne Manuskript</a>&#8221; macht diese Politik wütend:</p>
<blockquote><p>为什么其他地方幼儿园严重不足，而政府却不予重视呢？</p>
<div class="translation">Auch in anderen Regionen herrscht ein Mangel an Kindergärten - warum tut die Regierung da nichts?</div>
</blockquote>
<p><a href="http://www.tianya.cn/publicforum/content/free/1/1641278.shtml">Shenqike</a> antwortete:</p>
<blockquote><p>会闹的孩子有奶吃啊！~~~其它地方没人闹啊！</p>
<div class="translation">Schreiende Babies werden gefüttert! In den andren Gegenden schreien die Babys nicht!</div>
</blockquote>
<p><a href="http://www.tianya.cn/publicforum/content/free/1/1641278.shtml">Xwni</a> fügte hinzu:</p>
<blockquote><p>坏孩子有糖吃.</p>
<div class="translation">Nur schlimme Kinder bekommen Schleckereien!</div>
</blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/08/06/china-han-chinesen-und-uighuren-vorurteile-und-diskriminierung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Taiwan: Buddhistischer Meister sorgt für Kontroverse</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/03/31/taiwan-buddhistischer-meister-sorgt-fur-kontroverse/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/03/31/taiwan-buddhistischer-meister-sorgt-fur-kontroverse/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 21:35:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingrid Fischer-Schreiber</dc:creator>
				<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Ethnizität]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Taiwan (ROC)]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=602</guid>
		<description><![CDATA[Geschrieben vonDavid Reid  &#183; Übersetzt von Ingrid Fischer-Schreiber &#183;  
Der buddhistische Meister Hsing Yun trat bei einer internationalen buddhistischen Konferenz eine Kontroverse los, als er behauptete: &#8220;Es gibt in Taiwan keine Taiwanesen und alle Taiwanesen sind Chinesen.&#8221; Die taiwanesischen Blogs The View from Taiwan und Letters from Taiwan schreiben beide über die Vereinnahmung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/david-reid/">David Reid</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/ingrid-fischer-schreiber/'>Ingrid Fischer-Schreiber</a> &middot; </em> 
<br /><p>Der buddhistische Meister Hsing Yun trat bei einer internationalen buddhistischen Konferenz eine Kontroverse los, als er behauptete: &#8220;Es gibt in Taiwan keine Taiwanesen und alle Taiwanesen sind Chinesen.&#8221; Die taiwanesischen Blogs <a href="http://michaelturton.blogspot.com/2009/03/china-calms-taiwan-with-buddhism.html">The View from Taiwan </a>und <a href="http://lettersfromtaiwan.blogspot.com/2009/03/buddhism-manipulated.html">Letters from Taiwan </a>schreiben beide über die Vereinnahmung des Buddhismus für politische Zwecke.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/03/31/taiwan-buddhistischer-meister-sorgt-fur-kontroverse/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>USA: Indianer, “Yes we can”</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/02/17/usa-indianer-%e2%80%9cyes-we-can%e2%80%9d/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/02/17/usa-indianer-%e2%80%9cyes-we-can%e2%80%9d/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 13:28:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Ethnizität]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Indigenous]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[U.S.A.]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=499</guid>
		<description><![CDATA[Jahrhundertelang unsichtbar, nutzen Indianer in den Vereinigten Staaten zunehmend Blogs und Online-Bürgermedien zur Verbreitung und Erhaltung ihrer Rechte und ihres traditionellen Lebensstils. Die Wahl Awe Kooda Bilaxpak Kuuxshishs (Barack Obamas angenommener Name des Stammes der Crow) zum Präsidenten ist für viele indigene Völker Grund, neuen Optimismus zu schöpfen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/simon-maghakyan/">Simon Maghakyan</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/02/17/usa-native-americans-yes-we-can/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Jahrhundertelang unsichtbar, nutzen Indianer in den Vereinigten Staaten zunehmend Blogs und Online-Bürgermedien zur Verbreitung und Erhaltung ihrer Rechte und ihres traditionellen Lebensstils. Die Wahl Awe Kooda Bilaxpak Kuuxshishs (Barack Obamas <a href="http://www.reznetnews.org/article/obama-adopted-crow-tribe-13960">angenommener Name des Stammes der Crow</a>) zum Präsidenten ist für viele indigene Völker Grund für neuen Optimismus.</p>
<p><strong>Reznet - Berichte aus dem Amerika der Indianer</strong></p>
<p>Ein Projekt, das den Weltanschauungen der Indianer eine Stimme gibt, ist <a href="http://www.reznetnews.org/"><em>Reznet</em></a>, eine indianische Nachrichten-, Informations- und Unterhaltungswebsite von der Journalistenfakultät der Universität von Montana. Dort werden außerdem indianische College-Studenten aus allen Teilen des Landes zu Journalisten ausgebildet und von Mentoren betreut.</p>
<p>Bei Reznet findet man sowohl Artikel und Blogs als auch Multimedia. In <a href="http://www.reznetnews.org/article/native-solar-power-lights-us-military-28430">einem Artikel</a>, der auf die moderne Anwendung des Indianerglaubens hinweist, heißt es, dass “ein Solarenergieunternehmen im Besitz und betrieben von Indianern” saubere Energieprodukte für die US-Regierung zur Verfügung stellen werde.</p>
<p>In einem anderen Post im Blogabschnitt <a href="http://www.reznetnews.org/blogs/tribalog/new-animated-films-said-counter-media-misrepresentation-natives-29370"><em>triBaLOG</em></a> wird erklärt, wie eine neue Welle an Trickfilmen von indianischen Regisseuren, wie &#8220;<a href="http://www.filmwest.com/Catalogue/itemdetail/2598/">Geschichten vom siebten Feuer</a>&#8220;, in denen zeitgenössische und traditionelle Stammesgeschichten genauer erzählt werden, und so mit weit verbreiteten falschen Darstellungen von Indianern in Western aufgeräumt sollen.</p>
<p><strong>Rezkast - Eine indianische Musik- und Videosharingsite</strong></p>
<p><a href="http://www.rezkast.com/"><em>Rezkast</em></a> ist eine kleinere Website, die vom <a href="http://www.cdatribe.com/b_construct.shtml">Coeur d&#39;Alene Tribal Technology Center</a> ins Leben gerufen wurde, und die die Verbreitung von indianischen Multimedia-Nachrichten als Alternative zu YouTube zum Ziel hat. In vielen der hier ausgetauschten Videos geht es um Aktivismus, Kultur, Sprache und Inspiration.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="450" height="370" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="flvplayer" /><param name="bgcolor" value="#000000" /><param name="align" value="middle" /><param name="flashvars" value="config=http://www.rezkast.com/videoConfigXmlCode.php?pg=video_373_no_0_extsite" /><param name="src" value="http://www.rezkast.com/embedPlayer.php?vid=ffd52f3c7e12435a724a8f30f" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="370" src="http://www.rezkast.com/embedPlayer.php?vid=ffd52f3c7e12435a724a8f30f" flashvars="config=http://www.rezkast.com/videoConfigXmlCode.php?pg=video_373_no_0_extsite" bgcolor="#000000" name="flvplayer" align="middle"></embed></object></p>
<p><a href="http://www.rezkast.com/viewVideo.php?video_id=373&amp;title=Return_to_Tribal_Greatness">Ein Video</a> auf der Site verwendet den beliebten Song von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=jjXyqcx-mYY">will.i.am</a>, der auf einer Obama-Rede basiert, mischt ihn neu und unterlegt ihn mit alten und neuen Fotos indianischen Lebens. Im Video werden die Herausforderungen für Amerikas Indianer aufgelistet – z. B. der Schutz heiliger Stätten und die Erhaltung uralter Kulturen – und schließt mit dem Satz “Ja, wir können zu Stammesgröße zurückfinden.”</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/02/17/usa-indianer-%e2%80%9cyes-we-can%e2%80%9d/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Israel: Bauarbeiter aus Gaza</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/13/israel-bauarbeiter-aus-gaza/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/13/israel-bauarbeiter-aus-gaza/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 11:09:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitskräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Ethnizität]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Kriege & Konflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Nahost & Nordafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Palästina]]></category>
		<category><![CDATA[Russisch]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=471</guid>
		<description><![CDATA[Es gibt im Moment unzählige Beiträge über den Krieg in Gaza in russisch-sprachigen Blogs, welche das ganze Meinungsspektrum von israelischen und nicht-israelischen Bloggern gleichermaßen repräsentieren. 

Der Text, welcher im Folgenden übersetzt wird, ist jedoch nicht über den derzeitigen Konflikt. Am 8. Januar trat der aus Tel Aviv stammende LJ Benutzer leorer (Leonid Rabin) einen Schritt zurück und schrieb seine Bemerkungen über die sechs Bauarbeiter aus Gaza, mit denen er 1996-97 "seinen ersten Jahren in Israel" in Ashdod für eineinhalb Jahre zusammengearbeitet hatte.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/neeka/">Veronica Khokhlova</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/'>Katrin Zinoun</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/12/israel-construction-workers-from-gaza/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Es gibt im Moment unzählige Beiträge über den Krieg in Gaza in russisch-sprachigen Blogs, welche das ganze Meinungsspektrum von israelischen und nicht-israelischen Bloggern gleichermaßen repräsentieren. </p>
<p><a href="http://leorer.livejournal.com/421686.html">Der Text</a>, welcher im Folgenden übersetzt wird, ist jedoch nicht über den derzeitigen Konflikt. Am 8. Januar trat der aus Tel Aviv stammende LJ Benutzer leorer (Leonid Rabin) einen Schritt zurück und schrieb seine Bemerkungen über die sechs Bauarbeiter aus Gaza, mit denen er 1996-97 &#8220;seinen ersten Jahren in Israel&#8221; in <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ashdod">Ashdod</a> für eineinhalb Jahre zusammengearbeitet hatte.</p>
<blockquote><p>[…]</p>
<p>    All of them are [fathers with many children]. Aged 40 or older. To get an Israeli work permit, a Gazan has to have no fewer than five children (it was considered that in this case he&#39;d be working honestly instead of fooling around). Speaking of the issue of [high] birth rates in Gaza - for some reason, we here tend to forget that we&#39;ve been stimulating these birth rates ourselves, including through measures like this one.</p>
<p>    [The head of the Gazan construction team] has been working in Israel for about 15 years. They say he has built nearly half of [Rishon LeZion]. Two of those [seven men] who were shot by the “Jewish hero” [Ami Popper on May 20, 1990] used to work along with him. He was lucky himself: he got sick that day and didn&#39;t go to work, or else he would have been there, too.</p>
<p>    As a child, he escaped from [Ashkelon] (which was called Majdal then). He said his parents owned a lot of land there and were respected people. Then, of course, there was a refugee camp, but he managed to get ahead there and ended up becoming [head of a construction team].</p>
<p>    The second Gazan “old-timer” was the father of 12 children (that&#39;s more than the rest of them had), nicknamed [Ya-Hmar]. He got this nickname because he owned the best stud donkey in Gaza. Everyone took their female donkeys to him. But the income from that wasn&#39;t enough, so he worked at construction in Israel. While working, he yelled “yalla-yalla” every two minutes, urging everyone on, and his voice could be heard in all the neighboring blocks.</p>
<p>    To my question of whether it was difficult to be raising 12 children, he once replied: “The more of them, the easier. They split into two teams and play football, are busy with each other all the time, don&#39;t bother us.”</p>
<p>    […]</p>
<p>    This whole bunch lived somewhere around [Khan Yunis].</p>
<p>    Now about a typical working day of these [Ivan Denisovichs].</p>
<p>    Its most important feature was the passing of the Erez [machsom] (a checkpoint on the way into Israel). The machsom opened at 4 AM, and closed at 5 or 6 PM. That meant that at 5 AM, one had to be at the machsom, because passing through it took no less than an hour.</p>
<p>    So, they wake up at around 3 AM. At 4 AM, they get into the car of the [team&#39;s head] à la a “big taxi” and ride to machsom. The ride takes no less than an hour, because inside the [Gaza Strip] there are also Israeli checkpoints where they stop you. Near the Erez machsom, they leave their car - they can&#39;t ride into Israel in it. Around 5:30 AM, if they are lucky, they pass through the machsom and get into an Israeli bus. These special route buses were taking Gazans from Erez all the way to Tel Aviv. Their drivers were also Gazans, but only especially trusted. Around 6 AM, the bus passed the “Ad Galom” intersection, the Gazans got out and walked to the construction site.</p>
<p>    They had some three kilometers to walk. Along the way they [took some booty] - snatched clothes hanging out to dry, found women&#39;s footwear somewhere, a few times they dragged children&#39;s bikes to the construction site. To my question about how they managed to get the stolen goods through the machsom into Gaza, they said it was very easy. On the way back, no one was checking them, but it was impossible to bring a screw into Israel, as everyone was searched and undressed almost to the underwear.</p>
<p>    Work began at 7:30 AM, and the Gazans had about an hour and a half to spare before that. Enough to gather whatever had been misplaced in the neighboring blocks as well as to make fire and have breakfast.</p>
<p>    Entry into Gaza closed at 5 PM (and at 1 PM on Fridays), so they had to leave work no later than 3 PM, otherwise they would miss their bus. Those who didn&#39;t get registered on entrance and on exit, in the morning and in the evening, were losing their right to enter Israel. If you missed a bus, take a taxi or whatever, but at 5 PM you have to be in the [Gaza Strip].</p>
<p>    From the Erez machsom they could ride home in the same car. At best, they were home at 6 PM. They ate dinner, prayed, and it was time for bed. Tomorrow, they had to wake up at 3 in the morning.</p>
<p>    By the way, they say some Gazans didn&#39;t go home from Erez but slept right at the machsom on [the Gaza Strip] side, […] on the mattresses. They were saving time and energy this way. But not our guys - they were decent people, had to hug the wife and say hello to children.</p>
<p>    About prayer, by the way. Prayer is sacred. A prayer rug was always with them, if not - any other would do. When the time came, every Gazan prayed regardless of where he was - at the construction site, at the machsom, on the road. The [head of the team] was the most religious.</p>
<p>    In eight hours, a Gazan had [to do as much work] as everyone else did in ten hours, because if he failed to, […] it was more profitable to hire Romanians or any other gastarbeiter, who could work 10 or even 12 hours, could work overtime if necessary, and didn&#39;t have to get registered in the morning and in the evening at the machsom. And indeed, in these eight hours, a Gazan did as much as a Romanian did in 12 hours. All that after the way “there” and before the way “back” described above.</p>
<p>    I and most other non-Gazans would break down after a week of such a schedule, but our Gazans lived like this for decades. Up until the day the [Gaza Strip] was shut down once and for all, and the life of people there grew even worse. […] Having seen all this, I understood even then that it was impossible to defeat these people or break them down. They can either be eliminated, or we can learn to live together with them. There are no other options.
</p></blockquote>
<p>Alle von ihnen sind Väter von vielen Kindern. 40 Jahre oder älter. Um eine israelische Arbeitserlaubnis zu bekommen, darf ein Einwohner von Gaza nicht weniger als fünf Kinder haben (es wurde angenommen, dass er in diesem Fall ehrlich arbeitet, anstatt seine Zeit zu verschwenden). Wenn wir also über die hohen Geburtenraten in Gaza sprechen, neigen wir dazu zu vergessen, dass wir diese Geburtenraten erst angekurbelt haben, zum Beispiel durch Maßnahmen wie diese.</p>
<p>Der Chef des Bauarbeiterteams aus Gaza hat schon seit 15 Jahren in Israel gearbeitet. Sie sagen, dass er fast die Hälfte von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Rishon_LeZion">Rishon LeZion</a> gebaut hat. Zwei der sieben Männer, die von dem &#8220;jüdischen Helden&#8221; <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ami_Popper">Ami Popper</a> am 20 Mai 1990 erschossen wurden, haben mit ihm zusammengearbeitet. Er selbst hatte Glück, er war an dem Tag krank und konnte nicht arbeiten gehen, sonst wäre er auch da gewesen.</p>
<p>Als Kind, flüchtete er aus <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ashkelon">Ashkelon</a> (was damals Majdal hieß). Er sagte, seine Eltern besaßen dort eine Menge Land und waren respektierte Leute. Dann kam natürlich das Flüchtlingslager, aber er hat es geschafft vorwärts zu kommen und wurde schließlich der Chef eines Bauteams.</p>
<p>Der zweite &#8220;old-timer&#8221; aus Gaza war ein Vater von 12 Kindern (das sind mehr als der Rest von ihnen hatte). Sein Spitzname war <a href="http://www.google.com.tr/search?hl=en&#038;client=firefox-a&#038;rls=org.mozilla%3Aen-US%3Aofficial&#038;hs=f73&#038;q=bahebak+ya+hmar&#038;btnG=Search">Ya-Hmar</a>. Er bekam diesen Namen, weil er den besten Zuchtesel in Gaza besaß. Alle kamen mit ihren weiblichen Eseln zu ihm. Aber das Einkommen daraus reichte nicht aus, so dass er auf dem Bau in Israel arbeiten musste. Während er arbeitete, schrie er alle zwei Minuten &#8220;yalla-yalla&#8221;, um alle voranzutreiben, und seine Stimme war in allen benachbarten Gebäuden zu hören.</p>
<p>Auf meine Frage, ob es schwer sei, 12 Kinder aufzuziehen sagte er einmal: &#8220;Je mehr desto leichter. Sie teilen sich in zwei Mannschaften auf und spielen Fußball, so sind sie immer beschäftigt und lassen uns in Ruhe.&#8221;</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Sie alle lebten irgendwo bei <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Khan_Younis">Khan Yunis</a>.</p>
<p>Nun ein typischer Arbeitstag dieser <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ivan_Denisovich">Ivan Denisovich</a>s.</p>
<p>Das Wichtigste war das Überqueren des Erez <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Israel_Defense_Forces_checkpoint">Machsom</a> (eines Grenzüberganges auf ihrem Weg nach Israel). Der Machsom öffnete um 4 Uhr morgens und schloss um 5 oder 6 Uhr abends. Das bedeutet, amn musste um 5 Uhr morgens am Machsom sein, denn das Überqueren dauerte mindestens eine Stunde.</p>
<p>Also, standen sie um 3 Uhr auf. Um 4 Uhr fuhren sie im Auto des Team-Chefs, einer Art Großraumtaxi, zum Machsom. Die Fahrt dauert mindestens eine Stunde, denn innerhalb des Gazastreifens gab es auch israelische Checkpoints, wo sie angehalten wurden. In der Nähe des Erez Grenzüberganges, liesen sie ihr Auto stehen - sie durften damit nicht nach Israel fahren. Gegen 5:30 Uhr haben sie, wenn die Glück hatten, den Grenzübergang passiert und stiegen in den israelischen Bus. Diese speziellen Busse brachten die Leute aus Gaza von dem Grenzübergang Erez nach Tel Aviv. Ihre Fahrer waren auch aus Gaza, aber nur vertrauenswürdige. Um 6 Uhr passierte der Bus die &#8220;Ad Galom&#8221; Kreuzung. Die Arbeiter stiegen aus und liefen zur Baustelle.</p>
<p>Sie mussten etwa 3 Kilometer laufen. Auf dem Weg (machten sie Beute) - griffen sich Sachen, die zum Trocknen draußen hingen, fanden irgendwo Frauenschuhe, manchmal schleppten sie ein Kinderfahrrad zur Baustelle. Auf meine Frage, wie sie die gestohlenen Sachen über die Grenze nach Gaza bringen, sagten sie, dass es sehr einfach sei. Auf dem Rückweg werden sie nciht durchsucht, aber ist unmöglich eine Schraube nach Israel zu bringen, da jeder fast bis auf die Unterwäsche ausgezogen und durchsucht wird.</p>
<p>Die Arbeit begann um 7:30 Uhr und die Leute aus Gaza mussten etwa eineinhalb Stunden warten, bevor es losging. Genug Zeit, alles, was in der nachbarschaft verlegt wurde, einzusammeln sowie Feuer zu machen und zu frühstücken.</p>
<p>Der Eingang nach Gaza schloss um 5 Uhr abends (und um 1 Uhr mittags am Freitag), so dass sie nicht später als um drei die Arbeit verlassen mussten, um ihren Bus nicht zu verpassen. Diejenigen, die sich beim Betreten oder Verlassen am Morgen und am Abend nicht registrieren, verlieren ihr Recht, Israel zu betreten. Wenn du den Bus verpasst hast, musst ein Taxi nehmen oder sonst was, aber du musst um 5 Uhr im Gazastreifen sein.</p>
<p>Vom Erez Übergang fuhren sie wieder mit ihrem Auto nach Hause. Frühestens waren sie um 6 Zuhause. Sie aßen Abendessen, beteten und dann war es Zeit fürs Bett. Morgen mussten sie wieder um 3 Uhr morgens aufstehen.</p>
<p>Übrigens fuhren manche gar nicht erst nach Hause, sondern schliefen gleich auf der Gaza-Seite des Grenzüberganges Erez  auf Matratzen. So sparten sie Zeit und Energie. Aber nicht unsere Leute - sie waren anständige Leute, mussten ihre Frau umarmen und den Kindern Hallo sagen.</p>
<p>Noch etwas zum Gebet: Das Gebet ist heilig. Sie hatten immer einen Gebetsteppich dabei. Falls nicht, tat es eben ein anderer. Wenn die Zeit zum Gebet war, betete jeder egal wo er war - auf der Baustelle, am Grenzübergang, auf der Straße. Der Chef des Teams war am religiösesten.</p>
<p>In acht Stunden musste ein Arbeiter aus Gaza genauso viel arbeiten, wie andere Arbeiter in zehn Stunden, denn wenn er das nicht machte, war es profitabler Rumänier oder andere Gastarbeiter einzustellen, die für 10 oder 12 Stunden arbeiten konnten und sich nicht morgens und abends am Grenzübergang registrieren mussten. Und tatsächlich, in diesen acht Stunden, machte ein Arbeiter aus Gaza so viel, wie ein Rumänier in 12 Stunden. Und das alles nach dem Weg &#8220;hin&#8221; und vor dem Weg &#8220;zurück&#8221;, den ich schon beschrieben habe.</p>
<p>Ich und die meisten andern Leute, die nicht aus Gaza stammen, würden nach einer Woche mit einem solchen Programm zusammenbrechen, aber unsere Arbeiter aus Gaza lebten so für Dekaden. Bis zu dem Tag, an dem der Gazastriefen ein für alle mal geschlossen wurde und das Leben der Menschen noch schlimmer wurde [&#8230;] Nachdem ich das alles gesehen habe, verstand ich schon damals, dass es unmöglich war diese Menschen zu besiegen oder zu brechen. Sie können entweder vernichtet werden oder wir können lernen mit ihnen zusammenzuleben. Andere Optionen gibt es nicht. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/13/israel-bauarbeiter-aus-gaza/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bloggen für Palästina am 15. Mai</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/05/13/bloggen-fur-palastina-am-15-mai/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/05/13/bloggen-fur-palastina-am-15-mai/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 May 2008 16:49:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Ethnizität]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet & Telecoms]]></category>
		<category><![CDATA[Kriege & Konflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Nahost & Nordafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Palästina]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=398</guid>
		<description><![CDATA[Geschrieben vonJillian York  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Der 15. Mai 2008 ist der 60. Jahrestag des Nakba, beziehungsweise der Gedenktag zur Verdrängung der Palästinenser aus dem heutigen Israel. Für die Israelis bedeutet der Tag natürlich das Jubiläum der Unabhängigkeit ihres Landes. Und für die Blogger ist der 15 Mai [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/jillian-york/">Jillian York</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/05/13/palestine-blogging-for-palestine-on-may-15th/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Der 15. Mai 2008 ist der 60. Jahrestag des <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nakba_Day">Nakba</a>, beziehungsweise der Gedenktag zur Verdrängung der Palästinenser aus dem heutigen Israel. Für die Israelis bedeutet der Tag natürlich das Jubiläum der Unabhängigkeit ihres Landes. Und für die Blogger ist der 15 Mai der <em>Palestine Day</em>.</p>
<p>Der Organisator der Initiative, <em>za3tar</em>, erklärt in einem Artikel <a href="http://www.za3tar.net/2008/05/01/blog-about-palestine-day/">seine Absichten</a>:</p>
<blockquote><p>Liebe Leser,<br />
am 15. Mai jährt sich zum 60. mal das palästinensische Nakba - der Beginn des Leidens und der Not der modernen Palästinenser. Jedes Jahr wird auf lokaler, regionaler und globaler Ebene an dieses Datum erinnert.<br />
Ich bin mir sicher, dass viele Blogger sich in Beiträgen zu diesen tragischen Ereignisse äußern werden. Angesichts des Erfolgs des &#8220;Blog about Jordan Day&#8221; möchte ich eine Initiative starten, die jeden ermutigen soll, am Donnerstag, den 15. Mai über Palästina oder die Geschichte Palästinas zu schreiben.<br />
Es gibt keine Beschränkungen für den Inhalt oder die gewählte Sprache. Wirklich alles über Palästina, die Palästinenser, die Vergangenheit, die Gegenwart oder die Zukunft, politisches, soziales, ökonomisches oder sonstige Aspekte sind willkommen. Wir wollen Gedanken austauschen und auf die Situation der Palästinenser aufmerksam machen. Wenn alle mithelfen, erreichen wir vielleicht die Aufmerksamkeit der Mainstream-Medien (zumal die Situation des Landes in den meisten westlichen Medien unangemessen und falsch wiedergegeben wird).</p></blockquote>
<p><em>Bruised earth</em> <a href="http://bruisedearth13.wordpress.com/2008/05/05/blog-about-palestine-day/">fordert andere Blogger auf</a>, sich zu beteiligen:</p>
<blockquote><p>Der 15. Mai steht vor der Tür - und mit ihm der 60. Jahrestag des palästinensischen Nakba. Es gibt eine wunderbare Initiative zu diesem Tag: &#8220;Blog about Palestine Day&#8221;. Alle Webmaster und Blogger sollen ermutigt werden, über Palästina oder die Okkupation zu schreiben. Dies ist eine tolle Gelegenheit, sich einer Online-Bewegung anzuschließen. Bruisedearth.org ist stolz, an diesem Ereignis teilzunehmen.</p></blockquote>
<p>Auch <em>Sugar Cubes</em> wird an diesem Tag <a href="http://thesugarcubes.net/2008/05/11/blog-about-palestine-day-may-15th/">bloggen</a> und schlägt verschiedene Themen vor:</p>
<blockquote><p>Am 15. Mai werden sich Blogger von der ganzen Welt vereinen, um auf die Situation der Palästinenser aufmerksam zu machen. Sie werden darüber schreiben, was vor 60 Jahren am 15. Mai 1948 geschah und noch heute geschieht.<br />
Jeder kann mit einem Bild, einem Artikel, einem Video, einem Gedicht oder der eigenen Meinung teilnehmen.</p></blockquote>
<p>Auch eine <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=12355034748">Facebook-Gruppe</a> wurde eingerichtet, um den 15. Mai zu dokumentieren. Die Gruppe informiert die Leser:</p>
<blockquote><p>Man muss nicht Palästinenser sein, um teilzunehmen. Auch die Sicht eines nicht-Palästinensers ist gefragt. Wir wollen nur das Wort ergreifen und die Leute über uns informieren.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/05/13/bloggen-fur-palastina-am-15-mai/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kolumbien: Wettbewerb für Bürgerjournalisten</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/03/30/kolumbien-wettbewerb-fur-burgerjournalisten/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/03/30/kolumbien-wettbewerb-fur-burgerjournalisten/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 30 Mar 2008 08:43:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Ethnizität]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Software & Tools]]></category>
		<category><![CDATA[Spanisch]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/2008/03/30/kolumbien-wettbewerb-fur-burgerjournalisten/</guid>
		<description><![CDATA[Geschrieben vonJuliana Rincón Parra  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Wer einen besonderen Ort in Kolumbien mit verschiedenen Online-Tools beschreibt, könnte sich schon bald im Googleplex wiederfinden, zumindest wenn man den &#8220;Best told place in Columbia&#8221;-Wettbewerb gewinnt (die meisten Links in diesem Artikel werden auf spanische Websites verweisen). Semana Publications hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/juliana-rincon-parra/">Juliana Rincón Parra</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/03/28/colombia-contest-brings-forth-multimedia-citizen-journalists/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Wer einen besonderen Ort in Kolumbien mit verschiedenen Online-Tools beschreibt, könnte sich schon bald im <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Googleplex">Googleplex</a> wiederfinden, zumindest wenn man den &#8220;Best told place in Columbia&#8221;-Wettbewerb gewinnt (die meisten Links in diesem Artikel werden auf spanische Websites verweisen). <a href="http://www.semana.com/">Semana Publications</a> hat zusammen mit Google den Contest ins Leben gerufen. Jeder, unabhängig von seiner Nationalität, kann teilnehmen, indem er der Welt von einem ganz besonderen Ort in Kolumbien erzählt, den sonst kaum jemand wahrnehmen würde. Dabei müssen mindestens zwei Google-Tools verwendet werden - <a href="http://picasa.google.com/" target="_blank">Picasa</a>, <a href="http://mx.youtube.com/" target="_blank">YouTube</a>, <a href="http://maps.google.com/" target="_blank">Google Maps</a>, <a href="http://earth.google.com/" target="_blank">Google Earth</a>, <a href="http://sketchup.google.com/intl/es/" target="_blank">SketchUp</a>, <a href="http://pages.google.com/" target="_blank">Page Creator</a> oder  <a href="http://www.panoramio.com/" target="_blank">Panoramio</a> - um die Arbeit in einem blogger-Blog zu dokumentieren. Die Juroren beachten verschiedene Aspekte: Qualität des Inhalts, Kreativität, die Relevanz der Geschichte, die Entwicklung der Arbeit, die Verwendung der Tools, die Nutzung verschiedener Quellen im Netz und die Kommentare der User.</p>
<p>Alle Details gibt es bei <a href="http://www.colombiaenelmapa.com/convocatoria.html"><em>Colombia En El Mapa</em></a> [es].  Einer der Preise ist ein Besuch im Googleplex in Kalifornien, wo der Gewinner die Entwickler der Tools treffen kann, die er genutzt hat. Es wurde berücksichtigt, wie schwierig es für Kolumbianer und viel andere ist, ein US-Visum zu bekommen. Der Gewinner kann alternativ einen Besuch im Google-Büro in Argentinien gewinnen, denn für eine Reise nach Argentinien brauchen Kolumbianer kein Visum.</p>
<p><img src="http://www.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/03/2178306585_28ca37a021.jpg" alt="Colombia, the only risk is wanting to stay picture by *L*u*z*a*" /></p>
<p align="center"><small><a href="http://www.flickr.com/photos/luchilu/2178306585/"><em>Colombia, the only risk is wanting to stay</em></a> Foto von <a href="http://www.flickr.com/photos/luchilu/"><strong>*L*u*z*a*</strong></a></small></p>
<p>Die Anmeldung läuft vom 31. März bis zum 6. Mai, aber bereits jetzt kann man teilnehmende Blogs  (derzeit etwa 70) lesen und bewerten. Besonders hat mir unter anderem <em><a href="http://chocoando.blogspot.com/">Chocoando</a></em> gefallen. Der Autor José Alejandro González Vargas, bei YouTube bekannt als <a href="http://www.youtube.com/user/barcelombia">barcelombia</a> nimmt die Aufgabe ernst und beschreibt sein Leben in der Küstenprovinz Chocó. In seinem Blog <a href="http://chocoando.blogspot.com/"><em>Nativos</em></a>, erzählt er - halb dokumentarisch, halb als Reisebericht - die Geschichten nach, zeigt Videos von Interviews, spricht mit Einheimischen und zeichnet seine Erlebnisse bei seinen Besuchen auf. Chocó musste nicht nur unter der eigenen Regierung leiden, sondern auch unter Waffengewalt, Flutkatastrophen, Dürren und Hungersnöte unter den Ureinwohnern und den afrikanisch-stämmigen Gruppen. Wie es die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Choc%C3%B3_Department">Wikipedia</a> schreibt: &#8220;Ungeachtet der unfassbar vielseitigen Geografie des Landes, des einzigartigen Ökosystems und unerschöpften Ressourcen ist Chocó einer der Bezirke Kolumbiens mit den schlechtesten Lebensbedingungen.&#8221;</p>
<p>Der Blogger zeigt eine andere Seite von Chocó, die Szenerie, die Orte, die Geschichten, die Menschen.</p>
<p>Das folgende Video zeigt und die wunderschöne Landschaft und die Gesichter der Menschen, die trotz aller Nöte ihr Lächeln nicht verlieren. Es ruftdie Verantwortungsträger auf, sich um die Menschen in Chocó zu kümmern. In barcelombias <a href="http://www.youtube.com/user/barcelombia">YouTube-Channel</a> gibt es noch mehr Videoaufnahmen aus Kolumbien.<br />
<embed src="http://www.youtube.com/v/d8wS_b8Jw60&amp;hl=en" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="355" width="425"></embed><br />
Auch <a href="http://victorsolano.blogspot.com/2008/03/la-loma-toca-el-cielo.html">Victor Solano</a> nimmt teil und erzählt die Geschichte eines <a href="http://rising.globalvoicesonline.org/">Rising Voices</a> Projektes: <a href="http://hiperbarrio.org/">Hiperbarrio</a> aus La Loma de San Javier in Medellín, Kolumbien. Der Artikel heißt <em>La Loma toca el cielo</em> - La Loma berührt den Himmel.<a href="http://www.semana.com/wf_HistoriasConcursoGoogle.aspx">Hier</a> gibt es sämtliche Beiträge zu sehen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/03/30/kolumbien-wettbewerb-fur-burgerjournalisten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Japan: Ein amerikanischer Enka-Sänger</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/03/17/japan-ein-amerikanischer-enka-sanger/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/03/17/japan-ein-amerikanischer-enka-sanger/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 Mar 2008 13:05:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[Ethnizität]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Ostasien]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/2008/03/17/japan-ein-amerikanischer-enka-sanger/</guid>
		<description><![CDATA[Geschrieben vonHanako Tokita  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  
Der erste Enka-Sänger, der in den USA geboren wurde, Jero, ist mit seiner Debütsingle &#8216;Umiyuki&#39; Gesprächsthema in den japanischen Blogs. Die Single stieg auf Platz vier der Oricon-Charts ein - ein Rekord für eine Debüt-Enka-Single in den Top-10-Charts und den Enka-Charts.
Jero wurde als Jerome [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/hanako-tokita/">Hanako Tokita</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot; </em> 
<br /><p>Der erste <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Enka">Enka</a>-Sänger, der in den USA geboren wurde, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jero">Jero</a>, ist mit seiner Debütsingle &#8216;Umiyuki&#39; Gesprächsthema in den japanischen Blogs. Die Single stieg auf Platz vier der Oricon-Charts ein - <a href="http://mdn.mainichi.jp/entertainment/news/20080226p2a00m0et027000c.html">ein Rekord</a> für eine Debüt-Enka-Single in den Top-10-Charts und den Enka-Charts.</p>
<p>Jero wurde als Jerome White Jr. in Pittsburgh geboren und entwickelte seine Leidenschaft für Enka, als er als Kind mit seiner japanischen Großmutter diese Musik hörte. Nach seinem Abschluss in Informatik an der University of Pittsburgh zog er nach Japan - mit dem Traum, Enka-Sänger zu werden. Während er hauptberuflich zunächst als Englischlehrer und später als IT-Entwickler arbeitete, wurde er bei örtlichen Karaoke-Wettbewerben von einem Musiklabel entdeckt und wurde bekannt.</p>
<p><embed src="http://www.youtube.com/v/CwTFJ-Vwbgs" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="355" width="425"></embed><br />
<em><a href="http://1ko2ko3kon.iza.ne.jp/blog/entry/495471">1ko2ko3kon</a></em> schreibt, Jero hätte dem Enka neues Leben eingehaucht:</p>
<blockquote></blockquote>
<blockquote><p>Jero hat schon jetzt der Enka-Gemeinschaft aus dem alten Trott hinaus geholfen.</p>
<p>Das ist wirklich wundervoll. Ich hoffe wirklich, dass Jeros Charm die Texter, Komponisten und Sänger inspirieren wird, um an der Grenze des <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Kay%C5%8Dkyoku">Kayōkyoku</a> zu arbeiten.</p>
<p>Jero hat schnell all die anderen, die Enka-Sänger werden wollen, überholt. Er liegt mit großen Abstand vorne. Niemand wird an ihm vorbeikommen, wenn er auf den alten Wegen des Enka bleibt. Macht etwas, das den Hörern gefällt! Dabei blüht das Talent auf!</p></blockquote>
<p><a href="http://mdan.jugem.jp/?eid=162"><em> Dan Markoff</em></a>, ein amerikanischer Schauspieler, der sich in Japan etablieren möchte, sieht Parallelen zwischen sich selbst und Jero und wünscht dem Sänger viel Glück.</p>
<p>Es gibt auch andere Stimmen: <a href="http://tokyokenso.seesaa.net/article/85050950.html">Dieser Blogger</a> ist noch nicht überzeugt:</p>
<blockquote><p>Der Grund dafür, dass es verschiedene Musikgenre gibt, sind die unterschiedlichen Hintergründe der Werke. Ich frage mich also: Wenn ein Stil aus dem Zusammenhang gerissen und imitiert wird, wird es die Menschen dann bewegen können, und wird es sich lange halten können? Warum muss er über die Japanische See zur Winterzeit singen?</p></blockquote>
<p><img src="http://www.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/03/jero.jpg" alt="Jero poster" /></p>
<p><em><a href="http://mariomaru.exblog.jp/8300030/">mario in bonn</a></em> sieht das anders. Sie sagt, die Japaner seien besessen von ihrem eigenen &#8220;Japanisch-sein&#8221;:</p>
<blockquote><p> Beim surfen fand ich einen schwarzen Enka-Sänger namens Jero. Er ist genau so alt wie ich! Und er kann auch gut singen. Für mich ist es etwas neues, dass ein junger Mensch Enka mag und auch Enka singt.</p>
<p>Ich habe Videos von seinen Auftritten in TV-Shows gesehen, aber meist gibt es Kommentare wie &#8220;Er singt Enka, dabei sieht er nicht einmal japanisch aus!&#8221;, oder &#8220;Er ist wirklich gut, obwohl er kein Japaner ist!&#8221;.</p>
<p>Heißt das, dass sie es für etwas besonderes halten, Japaner zu sein?</p>
<p>Wir leben in einer globalen Welt, viele nicht-Japaner verstehen die japanische Kultur besser als die Japaner selbst, sie sehen vielleicht nicht japanisch aus, aber sie sprechen die Sprache perfekt.</p>
<p>Das ist doch nichts ungewöhnliches. Die Japaner scheinen wirklich fest daran zu glauben, dass nur Japaner die japanische Kultur verstehen können.</p>
<p>-</p>
<p>Ich bin derzeit in Deutschland, und habe viel von der deutschen Kultur und den deutschen Bräuchen kennen gelernt. Hätte man mir gesagt, &#8220;nur Deutsche können die deutsche Kultur verstehen&#8221;, dann hätte ich vermutlich gar nichts über Deutschland lernen wollen.</p>
<p>Das war ein bisschen ein umgekehrter Kulturschock &#8230;</p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/03/17/japan-ein-amerikanischer-enka-sanger/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
