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	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Ethnie &amp; Rasse</title>
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		<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Ethnie &amp; Rasse</title>
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		<title>Südafrika: Antirassimusposter von Studenten erregt Aufsehen</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/11/sudafrika-antirassimusposter-von-studenten-erregt-aufsehen/</link>
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		<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 20:14:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jasmin Lewis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgermedien]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>
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		<description><![CDATA[Die südafrikanische Democratic Alliance Students Organisation (DASO) veröffentlichte kürzlich ein kontroverses Poster als Teil ihrer Antirassimuskampagne, welches ein nacktes gemischt-rassisches Paar, das sich umarmt, zeigt. Das Poster hat auf Facebook, Twitter und diversen Blogs großes Aufsehen erregt und sogar zur Kreation viraler Posterparodien geführt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Alle Links in diesem Artikel führen zu englischsprachigen Webseiten.</em></p>
<p><em></em></p>
<p>Die <a href="http://www.dayouth.org.za/daso/">Democratic Alliance Students Organisation</a> (DASO) <a href="http://www.facebook.com/photo.php?fbid=311827335525754&amp;set=pu.107147472660409&amp;type=1">veröffentlichte kürzlich ein kontroverses Poster </a>als Teil ihrer Antirassimuskampagne. Das Poster &#8220;In OUR future, you wouldn&#39;t look twice&#8221; (dt. „In UNSERER Zukunft würden Sie nicht zweimal hinschauen&#8221;) zeigt ein gemischtrassiges Paar, das sich umarmt.</p>
<p>Das Poster hat auf Facebook, Twitter und diversen Blogs großes Aufsehen erregt und sogar zur Kreation viraler Posterparodien geführt. Hier sind einige der Onlinereaktionen darauf.</p>
<p><a href="http://impendingboom.com/2012/01/24/daso-poster-results-may-vary/">Impendingboom</a> sagt:</p>
<blockquote><p>Wenn man sich die Zeit nimmt, die Kommentare auf Facebook durchzulesen, bemerkt man, wie unterschiedlich Südafrikaner auf dasselbe Bild reagieren.<br />
Wir können die Reaktionen grob in vier Kategorien einteilen:<br />
1. Es ist kitschig und gehört in die 90er<br />
2. Seine simplistische Darstellung von Rassenbeziehungen ist beleidigend<br />
3. Es ist schön, wir brauchen mehr davon<br />
4. Es ist widerlich, Sie haben meine Stimme verloren</p></blockquote>
<p><a href="http://de.globalvoicesonline.org/?attachment_id=289866" rel="attachment wp-att-289866"><img class="aligncenter size-full wp-image-289866" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/01/daso_poster-213x3002.jpg" alt="" width="213" height="300" /></a><br />
Jacques Rousseau sagt auf <a href="http://synapses.co.za/nonracialism-racist/">synapses</a>:</p>
<blockquote><p>Das ist, was das Poster bewirkt. Es hebt einfach nur die Tatsache hervor, dass viele Menschen zweimal hinschauen würden, wenn sie ein gemischtrassiges Paar sehen, und erinnert Betrachter des Posters daran, dass das in der perfekten DASO-Zukunft nicht der Fall wäre.</p></blockquote>
<p>De Beer <a href="http://baasdebeer.wordpress.com/2012/01/25/so-the-da-made-a-poster/">bemerkt</a>:</p>
<blockquote><p>Solch eine Kampagne wird nie ohne Kritik auskommen. Es wird vor allem beanstandet, dass sie unmoralisch und unverhohlen sexuell ist und widersprüchliche Botschaften an die Jugend sendet. Darauf kann ich nur antworten: Wacht auf, willkommen im Jahr 2012. Es gibt Werbeanzeigen für Tampons, Schokolade und Kameras, die schlüpfriger sind. Das Poster wirbt auf keine Weise für sexuelle Promiskuität (wer sagt denn, dass die beiden nicht verheiratet sind? (Die CDP hat sich darüber beschwert.)). Die einzige Botschaft, die mit dieser im Widerspruch steht, ist die Botschaft von Hass und Ausgrenzung, die weiße und schwarze Erwachsene, die immer noch in der Steinzeit leben, ihren Kindern vorbeten.</p>
<p>Ich persönlich respektiere die Aussage, die hier gemacht wurde, und denke, es ist an der Zeit, dass das jemand sagt. Wäre diese Welt nicht ein besserer Ort, wenn die Menschen damit aufhören würden, das Verhalten anderer zu kritisieren, nur weil sie zu viel Angst haben, sich ihren eigenen Dämonen zu stellen?  Würden wir uns auf diesem Planeten nicht wohler fühlen, wenn die Gesellschaft Menschen nicht ausschließen sondern einschließen würde? Wenn Rasse, Kultur, Geschlecht und Religion nicht als Waffen benutzt würden? Man hat das Recht auf seine eigene Meinung. Und das ist genau der Punkt: SEINE EIGENE Meinung. Falls Sie gemischtrassige Beziehungen nicht mögen, dann GEHEN SIE KEINE EIN! Einfach, was?</p></blockquote>
<p>Slicktiger<a href="http://www.slicktiger.co.za/2012/01/24/okes-who-like-to-klap-it-11-daso-poster/"> wählt einen ironischen </a>Ansatz:</p>
<blockquote><p>Wie auch immer, die DASO-Typen sind auf einem ganz ANDEREN TRICHTER, indem sie diesen charna auf ihr politisches Poster setzen und ein ZENTRALES THEMA der südafrikanischen Gesellschaft ansprechen, nämlich dass es nicht genug Typen gibt, „WHO LIKE TO KLAP IT IN POLITICS&#8221;.</p></blockquote>
<p><a href="http://jaqamba.wordpress.com/2012/01/27/in-our-future-you-are-18-years-too-late/">Jaqamba </a>wirft einen kritischen Blick auf die DASO:</p>
<blockquote><p>Meiner Meinung nach machen sich die DASO und ihre Mitglieder mit den Postern lächerlich. Sie sind weder kontrovers noch sind sie eine geeignte Messlatte, um die ethnischen Beziehungen in Südafrika zu beurteilen. In jeder Gesellschaft, egal wie einheitlich sie angeblich ist, wird es Konservative und Fundamentalisten geben. Gleichermaßen gibt es (schwarze und weiβe) Südafrikaner, die unnachgiebig an ihren prädemokratischen oder aus der Ära der Apartheid stammenden Ansichten über Rasse und Sittlichkeit der Rasse festhalten. Da es jedoch keine Gesetze gibt, die ethnische Integration verhindern oder Rasse-Reinheit fördern, ist das Thema irrelevant und seine Debatte hilft der Gesellschaft Südafrikas auf keine Weise weiter. Die DASO, eine angeblich progressive Gruppe, scheint hier trockenen Kaugummi zu kauen.</p></blockquote>
<p>Rosealix <a href="http://10and5.com/2012/01/24/controversial-new-campaign-for-the-da-student-organisation/">sagt</a> auf 10and5:</p>
<blockquote><p>Während manche die Idee unnachgiebig befürworten, sind sich andere sicher, dass die DA der heutigen südafrikanischen Gesellschaft vorwirft rassistisch zu sein. Und während manche Konservative über die Nackheit entsetzt sind, haben andere gefragt, ob in der nächsten Ausgabe der Serie homosexuelle Liebe vorkommen wird. Einige bezeichnen die Idee als Stereotyp und einige sagen sie sei heutzutage irrelevant. Und auf jeden, der fassungslos über das kreative Niveau ist, kommt jemand, der sich fragt, worüber sich denn die Leute so aufregen.</p></blockquote>
<p><a href="http://mafedi.wordpress.com/2012/01/25/decipher-and-decode-the-encoded/">Mafedi Selepe</a> merkt an:</p>
<blockquote><p>Obwohl die DASO wahrscheinlich noble Absichten hat, können wir die irrigen Vorstellungen auf dem Poster, die das Resultat falscher Schlussfolgerungen sind, nicht ignorieren. Als ich da saß, verstimmt das Poster anschaute und die Methode anwendete, die ich in der bürgerlichen Schule gelernt hatte, kam ich zum dem Schluss, dass die DASO versucht, uns zu erklären, dass wir nur zusammenleben können, wenn wir bereit sind zu sagen, dass Weiße den Schwarzen überlegen sind. So wird die Schöpfung  von Hendrick Verwoerd [ideologischer Begründer der Apartheid-Politik]  einer freundlichen Gesellschaft, die ihre Differenzen kennt und annimmt, aufrechterhalten, aber vorsichtig zurechtgerückt. Damit bleibt die unausgereifte Regenbogennation ein Traum der Mandelas, der Sisulus und der Helden und Heldinnen usw.</p></blockquote>
<p><a href="http://akanyangafrica.wordpress.com/2012/01/25/what-daso-ads-achieved/">AKanyangaafrica</a> erkennt, was das kontroverse Poster bewirkt hat:</p>
<blockquote><p>Die Anzeigen führen unglücklicherweise dazu, dass man die Südafrikaner noch mehr ins Herz schließen will, auch wenn man das bisher nicht beabsichtigte. Sogar die sozialen Netzwerke brummten und viele warfen der Gruppe vor, sich als nichtrassistisch darzustelllen, obwohl das in Wirklichkeit nicht stimmt. Die Ansichten waren auf beiden Seiten der Rassengrenze vielfältig - aber man bekam den Eindruck, dass viele schwarze Bürger verärgerter waren als weiße, da sich die DA aus ihrer Sicht bei weitem nicht wie die nichtrassistische Oppositionspartei verhalten hat, als die sie sich selbst bezeichnete.<br />
Die DA hat zwar vielleicht eines ihrer Ziele, die sie sich gesteckt hat, nicht erreicht (die Selbstporträtierung als Partei ohne Rasseschranken), aber sie hat bewirkt, dass die Südafrikaner das heikle und kontroverse Thema &#8216;Rasse&#39; diskutieren und gleichzeitig unsere rassistischen Tendenzen entblößt. Wenn wir die Poster ungewöhnlich oder abstoßend finden, impliziert das für Sarah Britten, dass wir &#8216;übermäßig auf Rasse fixiert sind&#39; und hinsichtlich der &#8216;nichtrassischen Prinzipien&#39; von der DA umerzogen werden müssen (meine eigene Hervorhebung).</p></blockquote>
<p><a href="http://tsholo.wordpress.com/2012/01/25/lets-fight-racism/">Tsholo</a> beschreibt, was die Menschen sehen, wenn sie sich das Poster anschauen:</p>
<blockquote><p>Wenn man die Rasse einer Person in den Mittelpunkt stellt, kann man den Rassismus nie ausmerzen, denke ich. Da das Poster letztendlich ÜBER Rasse ist, sieht man eine SCHWARZE Frau und einen WEISSEN Mann, wenn man sich das Poster anschaut, nicht einfach ein Paar.</p></blockquote>
<p><a href="http://mindmapsa.com/2012/01/24/opposition-politics-and-doodles/">SihleMthembu</a> glaubt jedoch, dass die Kampagne ein Erfolg war:</p>
<blockquote><p>Ich persönlich finde, dass wir alle grundlos emotional werden, lol. Auch wenn es ein schwarzer Mann und eine weißes Mädel wären, die Botschaft, die übermittelt wird, wäre immer noch dieselbe. Ich denke, diese Kampagne ist ein Erfolg, da sie Diskussionen entfacht.  Ich denke, die Idee ist das Überqueren ethnischer Grenzen &#8230; und ich nehme an, dass diejenigen, die es schwer finden, diese Kampagne, so wie sie ist, zu akzeptieren, Individuen sind, die immer noch Probleme mit gemischtrassigen Beziehungen haben.</p></blockquote>
<p>Hier sind einige der Reaktionen auf Twitter:</p>
<blockquote><p><a href="https://twitter.com/#!/wildebees/status/161738041084493824">@wildebees</a>: Falls die Jugendorganisation einer politischen Partei in Groβbritannien derart viele Diskussionen auf Twitter auslösen würde, würde man ihr schiere Genialität bescheinigen. #DASO</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="https://twitter.com/#!/joshjordaan/status/161695484908552192">@joshjordaan</a>: Ich habe gerade gehört, dass das gestrige #DASO-Poster heute morgen in den SkyNews war! International!</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="https://twitter.com/#!/ryguy_smith/status/162818901984542721">@ryguy_smith</a>: Wie gelingt es einem, den Mann zu finden, der auf den neuen homosexuellen #DASO-Postern posiert? Und wer hat ein Hochzeitskleid, das er mir leihen kann? <img src='http://de.globalvoicesonline.org/wp-includes/images/smilies/icon_razz.gif' alt=':P' class='wp-smiley' /> </p></blockquote>
<blockquote><p><a href="https://twitter.com/#!/simphiwedana/status/162275818377191424">@simphiwedana</a>: Falls man etwas gegen den Rassismus tun will, sollte man die Privilegien der Weißen thematisieren. So wie es die Menschen in Duluth tun #DASO</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="https://twitter.com/#!/thealexparker/status/161491180109049857">@thealexparkere</a>: Gähn. Das #DASO-Poster erinnert einen total an JCR. Aber immerhin dient es dazu, die richtigen Leute zu verärgern.</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="https://twitter.com/#!/OliverHermanus/status/161709426988957697">@OliverHermanus</a>: Als jemand, der in einer gemischtrassigen Beziehung ist, schaue ich nicht zweimal hin &amp; die Leute schauen nicht zweimal nach mir. Es ist relevant, aber ist die Zukunft nicht größer? #DASO</p></blockquote>
<blockquote><p><a href=" https://twitter.com/#!/scrookson/status/161818898319163394">@scrookson</a>: Das DASO-Poster ist offensichtlich dazu kreiert worden, kontrovers zu sein. Aufmerksamkeit-verlangend, weil die DA das nötig hat?</p></blockquote>
<p>Das Poster <a href="https://twitter.com/#!/search/daso/slideshow/photos?url=http%3A%2F%2Fyfrog.com%2Fmn1pap">führte auch zur Kreation viraler Posterparodien</a> wie zum Beispiel diesen:</p>

<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://globalvoicesonline.org/author/ismail-dhorat/' title='Alle Übersetzungen von Ismail Dhorat'>Ismail Dhorat</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/jasmin-lewis/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Jasmin Lewis'>Jasmin Lewis</a></span></span> 
 &middot; <a href='http://globalvoicesonline.org/2012/01/30/south-africa-students-organisation-anti-racism-poster-causes-a-stir/' title='engl. Originalartikel  [en]'>engl. Originalartikel  [en]</a> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/11/sudafrika-antirassimusposter-von-studenten-erregt-aufsehen/#comments" title="Kommentare">Kommentare (0) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F11%2Fsudafrika-antirassimusposter-von-studenten-erregt-aufsehen%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F11%2Fsudafrika-antirassimusposter-von-studenten-erregt-aufsehen%2F&#038;text=S%C3%BCdafrika%3A+Antirassimusposter+von+Studenten+erregt+Aufsehen&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F11%2Fsudafrika-antirassimusposter-von-studenten-erregt-aufsehen%2F&#038;title=S%C3%BCdafrika%3A+Antirassimusposter+von+Studenten+erregt+Aufsehen' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F11%2Fsudafrika-antirassimusposter-von-studenten-erregt-aufsehen%2F&#038;title=S%C3%BCdafrika%3A+Antirassimusposter+von+Studenten+erregt+Aufsehen' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F11%2Fsudafrika-antirassimusposter-von-studenten-erregt-aufsehen%2F&#038;title=S%C3%BCdafrika%3A+Antirassimusposter+von+Studenten+erregt+Aufsehen' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F11%2Fsudafrika-antirassimusposter-von-studenten-erregt-aufsehen%2F&#038;title=S%C3%BCdafrika%3A+Antirassimusposter+von+Studenten+erregt+Aufsehen' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
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		<title>Mexiko: Netizen mobilisieren für indigene Bevölkerung der Tarahumara</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 13:23:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Blaser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Netizen organisierten Nahrungsmittel für die indigenen Tarahumara aus Chihuahua nachdem ein Video sich online verbreitete, in welchem die angeblichen 50 Selbstmorde von Indigenen wegen einer Hungersnot  angeprangert wurden. Obwohl es nicht genügend Beweise gibt, um diese Selbstmorde zu belegen, ist die alarmierende Unterernährung und Armut unter den Tarahumara eine Tatsache.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Update (18. Januar 2012):</strong></p>
<p>Univision berichtet auch weiterhin über die angeblichen Selbstmorde der Tarahumara. <a href="http://univisionnews.tumblr.com/post/16030641576/mexico-doubts-arise-over-alleged-indigenous-suicides">In einem Artikel auf ihrer Tumblr-Seite</a> [en] berichten sie, dass sie &#8220;auf Informationen gestoßen sind, welche Zweifel an diesen Behauptungen aufkommen lassen.&#8221; Sie weisen jedoch darauf hin, dass &#8220;alle Quellen, mit denen Univision News gesprochen hat, die Nahrungsmittelkrise im Rarámuri-Gebiet bestätigten. Staatliche Behörden würden zwar Lebensmittelrationen verteilen, welche bis zu einem Monat halten, aber man rechnet damit, dass sie für die aktuelle Dürre im Norden Mexikos nicht ausreichen.&#8221;</p>
<p>Unbestätigte Berichte über die Selbstmorde von 50 <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tarahumara">Tarahumara </a> aus dem nordmexikanischen Staat <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chihuahua_%28Bundesstaat%29">Chihuahua</a>, die den Freitod wählten, um dem Hungertod zu entgehen, haben mexikanische Netizen mobilisiert. Die Tarahumara, auch als Rarámuri bekannt, werden zurzeit mit verschiedenen Problemen konfrontiert, wie z.B. dem Verlust ihrer Sprache, der Ausbeutung ihres Landes, umweltschädigenden Einnahmequellen und schwerwiegender Unterernährung.</p>
<p>In einem Video, welches auf YouTube veröffentlicht wurde, verkündete Ramón Gardea, ein Mitglied der Organisation &#8221; Frente Organizado de Campesinos Indígenas&#8221; (Organisierte Front der indigenen Bauern), dass <a href="http://www.youtube.com/watch?v=tmNLa7Ws7Bc&amp;feature=player_embedded#!">50 Tarahumara Selbstmord begangen hatten</a> [es], nachdem es ihnen nicht gelungen war, Nahrungsmittel für sich und ihre Kinder zu beschaffen.</p>
<p>Obwohl es nicht genügend Beweise gibt, um diese Selbstmorde zu belegen, ist die alarmierende Unterernährung und Armut unter den Tarahumara eine Tatsache.</p>
<p>Netizen aus dem ganzen Land drückten sofort ihre Besorgnis aus. Auf Twitter wurde eine nationale Bewegung gegründet, als User mit dem Hashtag <a href="https://twitter.com/#!/search/%23SierraTarahumara" target="_blank">#SierraTarahumara</a> ihre Empörung verkündeten und anfingen in Nachbarschaften, Kirchen und Universitäten Vorräte zu sammeln.</p>
<div id="attachment_286408" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><a href="http://www.flickr.com/photos/26366268@N05/6339313855/"><img class="size-full wp-image-286408 " title="Rarámuri-Mutter mit Kind" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/01/6339313855_f1a9734fca.jpg" alt="Rarámuri-Mutter mit Kind" width="400" height="266" /></a><p class="wp-caption-text">Rarámuri-Mutter mit Kind. Bild von Victor Hugo García Ulloa, benutzt durch eine Attribution-NonCommercial-ShareAlike 2.0 Generic (CC BY-NC-SA 2.0) Creative Commons Lizenz </p></div>
<p>Humberto Cantu (@dermacantu) macht einen <a href="https://twitter.com/#!/dermacantu/status/159148779419865088" target="_blank">Vergleich zwischen dem Geld, welches für den Besuch des Papstes ausgegeben werden wird</a> [es], und der fehlenden Unterstützung für die Tarahumara:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Van a gastar MILLONES en la visita del #papa, pero no hay para apoyar a nuestros hermanos de la #sierratarahumara &#8230;un poco de sensibilidad</p>
</blockquote>
<div class="translation">
Sie werden MILLIONEN für den Besuch des Papstes ausgeben, aber es gibt nicht genügend Mittel, um unsere Brüder der #sierratarahumara zu unterstützen &#8230; ein bisschen Sensibilität</div>
<p>Der Mexikanische Schriftsteller León Krauze (@Leon_Krauze) <a href="https://twitter.com/#!/Leon_Krauze/status/158666015943827456" target="_blank">macht einen direkten Vergleich mit der aktuellen Situation des Landes</a> [es]:</p>
<blockquote><p>
La terrible situación en la #SierraTarahumara ilustra perfectamente la tragedia mexicana de nuestro tiempo. Qué doloroso&#8230;</p></blockquote>
<div class="translation">
Die schreckliche Situation in der #sierratarahumara veranschaulicht perfekt die mexikanische Tragödie unserer Zeit. Wie qualvoll …</div>
<p>Marcelo Ebrard (@m_ebrard), Regierungschef in Mexico City, <a href="https://twitter.com/#!/m_ebrard/status/158637525215354880" target="_blank">bittet um Unterstützung</a> [es]: </p>
<blockquote><p>
ProtecciÓn civil del GDF ya haciendo acopio para la Sierra Tarahumara ,debemos apoyar todos a las comunidades de la sierra</p></blockquote>
<div class="translation">Der Zivilschutz der Regierung von Mexiko City (GDF) sammelt Lebensmittel für die Sierra Tarahumara, wir alle müssen die Gemeinden der Sierra unterstützen.</div>
<p>Der Blog Animal Político berichtet, dass die Regierung Chihuahuas <a href="http://www.animalpolitico.com/2012/01/gobierno-de-chihuahua-desmiente-suicidios-en-sierra-tarahumara/">die 50 Selbstmorde bestritten habe</a> [es], welche im YouTube-Video erwähnt wurden:</p>
<blockquote><p>
A unas horas de que se diera a conocer un video donde se denuncian supuestos suicidios por hambre de raramuris en la Sierra Tarahumara y de que usuarios de las redes sociales organizaran colectas de alimentos, <strong>el gobierno de Chihuahua negó que haya suicidios masivos en la zona</strong>.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Ein paar Stunden nach der Veröffentlichung eines Videos, in welchem die angeblichen Selbstmorde von Rarámuris wegen einer Hungernot in der Sierra Tarahumara angeprangert wurden, und nachdem Nutzer von sozialen Medien eine Lebensmittelsammlung organisierten, <strong>bestritt die Regierung Chihuahuas, dass es massive Selbstmorde in der Region gegeben hat</strong>.</div>
<p>Außerdem veröffentlichte <a href="http://univisionnews.tumblr.com/post/15958314004/mexico-indigenous-people-suicide-starvation">Univision</a> auf Tumblr einen Artikel über die angeblichen Selbstmorde und fügte eine Notiz hinzu, welche einige Informationen korrigierte und aktualisierte:</p>
<blockquote><p>In der ersten Version des Artikels haben wir irrtümlicherweise die Aussage, dass 50 Tarahumara Selbstmord begangen hatten, Jesús Quiñones, einem Beamten des Dorfes Carichi, zugeschrieben, welcher in mexikanischen Zeitungen mit dieser Aussage zitiert wurde. Wir haben Quiñones angerufen und er bestritt, dass es in seiner Gemeinde Selbstmorde gegeben hatte. Er bestätigte jedoch, dass die indigene Bevölkerung in dieser Region an ernsthaften ernährungsbedingten Problemen leidet, und dass letzte Woche von der staatlichen und lokalen Regierung Nahrungsmittel geliefert wurden.<br />
Quiñones fügte an, dass die Aussage über die Selbstmorde von Ramón Gardea stamme, einem Vorstandsmitglied der Organisation &#8220;Frente Organizado de Campesinos Indígenas&#8221; (Organisierte Front der indigenen Bauern). Tatsächlich erscheint in einem Video auf YouTube, welches dem &#8220;Canal 28 de Chihuaha&#8221; zugeschrieben wird, ein Mann, der als Ramón Gardea bezeichnet wird. Quiñones sagte jedoch, dass er Gardea nie getroffen hat und nicht weiß, woher die Geschichte über die Selbstmorde stammt. Diese Geschichte entwickelt sich laufend weiter.</p></blockquote>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://globalvoicesonline.org/author/andrea-arzaba/' title='Alle Übersetzungen von Andrea Arzaba'>Andrea Arzaba</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/claudia-blaser/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Claudia Blaser'>Claudia Blaser</a></span></span> 
 &middot; <a href='http://globalvoicesonline.org/2012/01/17/mexico-netizens-mobilize-for-the-tarahumara-indigenous-people/' title='engl. Originalartikel  [en]'>engl. Originalartikel  [en]</a> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/02/mexiko-netizen-mobilisieren-fur-indigene-bevolkerung-der-tarahumara/#comments" title="Kommentare">Kommentare (0) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F02%2Fmexiko-netizen-mobilisieren-fur-indigene-bevolkerung-der-tarahumara%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F02%2Fmexiko-netizen-mobilisieren-fur-indigene-bevolkerung-der-tarahumara%2F&#038;text=Mexiko%3A+Netizen+mobilisieren+f%C3%BCr+indigene+Bev%C3%B6lkerung+der+Tarahumara&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F02%2Fmexiko-netizen-mobilisieren-fur-indigene-bevolkerung-der-tarahumara%2F&#038;title=Mexiko%3A+Netizen+mobilisieren+f%C3%BCr+indigene+Bev%C3%B6lkerung+der+Tarahumara' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F02%2Fmexiko-netizen-mobilisieren-fur-indigene-bevolkerung-der-tarahumara%2F&#038;title=Mexiko%3A+Netizen+mobilisieren+f%C3%BCr+indigene+Bev%C3%B6lkerung+der+Tarahumara' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F02%2Fmexiko-netizen-mobilisieren-fur-indigene-bevolkerung-der-tarahumara%2F&#038;title=Mexiko%3A+Netizen+mobilisieren+f%C3%BCr+indigene+Bev%C3%B6lkerung+der+Tarahumara' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F02%2Fmexiko-netizen-mobilisieren-fur-indigene-bevolkerung-der-tarahumara%2F&#038;title=Mexiko%3A+Netizen+mobilisieren+f%C3%BCr+indigene+Bev%C3%B6lkerung+der+Tarahumara' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
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		<title>Aserbaidschan: Eurovision als Chance für Veränderungen im Kaukasus</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/01/aserbaidschan-eurovision-als-chance-fur-veranderungen-im-kaukasus/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 13:09:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jasmin Lewis</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Commonspace nimmt Stellung zu der Neuigkeit, dass Armenien am diesjährigen Eurovision Song Contest teilnehmen wird, der in Baku, Aserbaidschan, stattfinden wird. Trotz eines noch immer ungelösten Konflikts zwischen den beiden Ländern empfiehlt die Seite, dass Aserbaidschan Armenier zu dem internationalen Musikwettbewerb willkommen heißt und die Armenier auf ähnliche Weise reagieren. Geschrieben von Onnik Krikorian &#183; Übersetzt von Jasmin Lewis &#183; engl. Originalartikel... ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Commonspace nimmt Stellung zu der Neuigkeit, dass Armenien am diesjährigen <a href="http://de.globalvoicesonline.org/dossiers/eurovision-aserbaidschan-2012/">Eurovision Song Contest teilnehmen wird</a>, der in Baku, Aserbaidschan, stattfinden wird. Trotz eines noch immer ungelösten Konflikts zwischen den beiden Ländern empfiehlt die Seite, dass <a href="http://www.commonspace.eu/eng/news/6/id1396">Aserbaidschan Armenier zu dem internationalen Musikwettbewerb willkommen heißt und die Armenier auf ähnliche Weise reagieren.</a></p>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://globalvoicesonline.org/author/onnik-krikorian/' title='Alle Übersetzungen von Onnik Krikorian'>Onnik Krikorian</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/jasmin-lewis/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Jasmin Lewis'>Jasmin Lewis</a></span></span> 
 &middot; <a href='http://globalvoicesonline.org/2012/01/27/azerbaijan-eurovision-as-an-opportunity-for-change-in-the-caucasus/' title='engl. Originalartikel  [en]'>engl. Originalartikel  [en]</a> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/01/aserbaidschan-eurovision-als-chance-fur-veranderungen-im-kaukasus/#comments" title="Kommentare">Kommentare (0) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F01%2Faserbaidschan-eurovision-als-chance-fur-veranderungen-im-kaukasus%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F01%2Faserbaidschan-eurovision-als-chance-fur-veranderungen-im-kaukasus%2F&#038;text=Aserbaidschan%3A+Eurovision+als+Chance+f%C3%BCr+Ver%C3%A4nderungen+im+Kaukasus&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F01%2Faserbaidschan-eurovision-als-chance-fur-veranderungen-im-kaukasus%2F&#038;title=Aserbaidschan%3A+Eurovision+als+Chance+f%C3%BCr+Ver%C3%A4nderungen+im+Kaukasus' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F01%2Faserbaidschan-eurovision-als-chance-fur-veranderungen-im-kaukasus%2F&#038;title=Aserbaidschan%3A+Eurovision+als+Chance+f%C3%BCr+Ver%C3%A4nderungen+im+Kaukasus' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F01%2Faserbaidschan-eurovision-als-chance-fur-veranderungen-im-kaukasus%2F&#038;title=Aserbaidschan%3A+Eurovision+als+Chance+f%C3%BCr+Ver%C3%A4nderungen+im+Kaukasus' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F01%2Faserbaidschan-eurovision-als-chance-fur-veranderungen-im-kaukasus%2F&#038;title=Aserbaidschan%3A+Eurovision+als+Chance+f%C3%BCr+Ver%C3%A4nderungen+im+Kaukasus' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
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		<title>Südsudan: Humanitäre Krise im neusten Land der Welt</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2012/01/21/sudsudan-humanitare-krise-im-neusten-land-der-welt/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 13:21:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jasmin Lewis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgermedien]]></category>
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		<description><![CDATA[Weniger als ein Jahr nachdem der Südsudan im Juli 2011 seine Unabhängigkeit erklärte und so zum neusten Land der Welt wurde, kämpft das Land noch immer mit einer humantitären Krise, besonders infolge der jüngsten Stammeskämpfe.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Alle Links in diesem Artikel führen, soweit nicht anders gekennzeichnet, zu englischsprachigen Webseiten.</em></p>
<p><strong><em>Dieser Artikel ist Teil unser Sonderberichterstattung über <a href="http://globalvoicesonline.org/specialcoverage/southern-sudan-independence-referendum-2011/">die Volksabstimmung im </a><a href="http://globalvoicesonline.org/specialcoverage/southern-sudan-independence-referendum-2011/">Südsudan 2011</a>.</em></strong></p>
<p>Weniger als ein Jahr nachdem der Südsudan im Juli 2011 seine Unabhängigkeit erklärte und so zum <a href="http://globalvoicesonline.org/2011/07/10/south-sudan-free-at-last/">neusten Land der Welt wurde</a>, kämpft das Land noch immer mit einer humantitären Krise. Der Bürgerkrieg zwischen dem afrikanischen Südsudan und dem arabischen Nordsudan hatte zuvor bereits ca. 1,5 Millionen Menschenleben gefordert und internationale Organisationen warnen, dass der Konflikt noch längst nicht vorbei ist.</p>
<p>Anfang des Jahres zum Beispiel erklärte der Südsudan <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jonglei">Jonglei State</a> zu einem Katastrophengebiet, nachdem bis zu 100 000 Menschen aufgrund von Kämpfen zwischen den rivalisierenden <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nuer_people">Lou Nuer</a> und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Murle_people">Murle</a> Stämmen zur Flucht gezwungen waren. Die Vereinten Nationen <a href="http://www.un.org/apps/news/story.asp?NewsID=40897&amp;Cr=south+sudan&amp;Cr1=">haben bereits eine Notoperation eingeleitet</a>, um circa 60 000 Menschen humanitäre Hilfe zukommen zu lassen.</p>
<p>Der Borgen project Blog gibt <a href="http://borgenproject.blogspot.com/2012/01/south-sudan-declares-state-of-disaster.html">ausführliche Hintergrundinformationen über den neusten Konflikt der Stämme</a>:</p>
<blockquote><p>Berichten zufolge begannen die Auseinandersetzungen mit dem Diebstahl von Rindern, sind aber immer mehr auβer Kontrolle geraten. Konflikte wie diese „Rinderfehden&#8221; und andere Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Volksgruppen sind im Südsudan weitverbreitet.  Laut den Vereinten Nationen wurden im vergangenen Jahr etwa 350 000 Menschen durch solche Gewalttaten vertrieben.</p>
<p>Derartige interkommunale Gewalt ist eine groβe Herausforderung für die junge Regierung im Südsudan. Als neuer unabhängiger Staat steht das Land vor der Aufgabe, ein wirkungsvolles Regierungssystem zu entwickeln. Auβerdem ist der Südsudan eine der ärmsten Regionen der Welt. Es gibt dort fast keine Straβen, Schulen, Krankenhäuser oder andere lebensnotwendige Infrastruktur. Der Mangel an konjunktureller Entwicklung im Land schürt nur die Instablitität und führt zu einer höheren Quote an Auseinandersetzungen wie unlängst jene in Jonglei.</p></blockquote>
<div id="attachment_284222" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://www.msf.org/msf/articles/2012/01/south-sudan-thousands-of-civilians-fleeing-for-their-lives-with-no-aid-msf.cfm"><img class="size-full wp-image-284222 " title="Displaced population caused by cattle raiding in Pibor county, Jonglei State © Liang Zi/Médecins Sans Frontières (MSF)" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/01/65098.jpg" alt="Displaced population caused by cattle raiding in Pibor county, Jonglei State © Liang Zi/Médecins Sans Frontières (MSF)" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Menschen vertrieben durch Rinderdiebstähle im Bezirk Pibor, Jonglei State © Liang Zi/Médecins Sans Frontières (MSF)</p></div>
<p>Catholic Relief Services, eine internationale Hilfsorganisation, die im Südsudan arbeitet, <a href="http://blog.caritas.org/2012/01/06/concerns-mount-over-conflict-in-south-sudan/">stimmt dem zu</a>:</p>
<blockquote><p>Die Geschichte des krisengebeutelten Bezirks Jonglei ist seit langem geprägt von ethnischen Spannungen, Rinderdiebstählen, Entführungen und manchmal gewalttätigen Wettstreiten um knappe Ressourcen. Die jüngsten Angriffe gehen auf das Konto der selbsternannten Nuer White Army, einer Gruppe von bis zu 6000 bewaffneten Jugendlichen der Lou Nuer Volksgruppe. Wortführer der bewaffneten Gruppe sagten, dass es ihr Ziel sei, gestohlene Rinder und 180 entführte Kinder zurückzuholen, die ihren Angaben nach von einer benachbarten Volksgruppe, den Murle, aus ihren Gemeinden entwendet worden waren.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>„Nach fast vier Jahrzehnten Arbeit im Sudan und im Südsudan, weiβ die CRS, dass nachhaltige Entwicklung und Frieden eng miteinander verbunden sind”, sagt Boyd. „Um zu einer langfristigen Verbesserung der Basisdienstleistungen und ökonomischen Gelegenheiten, die den Menschen überall im Südsudan zur Verfügung stehen, beizutragen, ist es essentiell, die Gemeinden darin zu unterstützen, bedeutungsvolle, greifbare Möglichkeiten zu finden, ihre Differenzen zu beheben und destruktivem Konflikt ein Ende zu bereiten. Gleichzeitig werden Spannungen zwischen Gruppen oft verschärft durch den Mangel an Basisdienstleistungen wie Zugang zu Wasser, Schulen und Krankenhäusern.  Entwicklung und Frieden müssen zum selben Zeitpunkt beginnen.”</p></blockquote>
<p>Auch eine andere internationale Organisation, Oxfam, sieht eine Verbindung zwischen Konfliktverhinderung und <a href="http://www.oxfamblogs.org/eastafrica/?p=3618">Bereitstellung essentieller Güter und Dienstleistungen</a>:</p>
<blockquote><p>Jetzt da der Südsudan als neue Nation geboren wurde, gibt es für die Menschen hier und für alle an der Stablilität der Nation interessierten Parteien vielleicht kein dringenderes Anliegen als das Investieren in die eigene Landwirtschaft und die langfristige Gewährleistung von Nahrungsmitteln.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Die internationale Gemeinschaft hat ungeheuer viel investiert, um den Sudan und den Südsudan behutsam durch das Comprehensive Peace Agreement und in die Unabhängigkeit zu geleiten. Nun jedoch fängt die Arbeit erst an und Helfer müssen ihre Anstrengungen verdoppeln, um den Südsudan dabei zu unterstützen, die Probleme von Unsicherheit, Vertreibung, zyklischen Dürreperioden und Fluten zu überwinden.</p>
<p>Während sich der Südsudan zu einer Nation wandelt, die mit sich selbst und seinem Nachbarn in Frieden lebt, wird das Land ein allumfassendes Gleichgewicht von vorhersehrbarer, mehrjähriger Entwicklungshilfe benötigen sowie fortwährende Unterstützung humanitärer Belange mit Katastrophenmanagement und einer Stärkung der südsudanesischen Regierung in Sachen Notfalltraining als Schwerpunkt.</p>
<p>Es wird zudem wichtig sein, in Programme zur Risikoreduktion von Katastrophen und zur Belastbarkeit zu investieren, die es Gemeinden  ermöglichen humantitäre Krisen zu verhindern, zu entschärfen und sich schnell von ihnen zu erholen. Hinsichtlich der Bereitstellung humanitärer Hilfe und Entwicklungshilfe sollten Helfer auch die sich entwickelnde südsudanesische Zivilgesellschaft als wichtigen Agenten sehen, der die Programme des Staates und des privaten Sektors komplementiert.</p></blockquote>
<p>Médecins Sans Frontières (MSF) <a href="http://www.msf.org/msf/articles/2012/01/south-sudan-thousands-of-civilians-fleeing-for-their-lives-with-no-aid-msf.cfm">berichtet auch vor Ort</a>:</p>
<p>„Tausende Menschen aus Lekongole und Pibor liefen letzte Woche um ihr Leben und verstecken sich nun im Busch, wo sie Todesängste ausstehen&#8221;, sagte Parthesarathy Rajendran, MSF-Leiter im Südsudan. „Ihre Flucht war eilig und sie haben kein Essen oder Wasser, einige von ihnen sind zweifelsohne verletzt, haben Wunden oder Verletzungen und sind nun allein in ihrem Versteck, jenseits der Reichweite von humanitärer Hilfe.&#8221;</p>
<blockquote><p>Das Dorf Lekongole ist dem Erdboden gleich gemacht worden und ein MSF-Team, das am 28. Dezember die Situation in Pibor einschätzte, beschrieb es als eine „Geisterstadt&#8221;, da fast jeder in die umliegende Landschaft geflohen ist. Während sich die Menschen im Busch verstecken, können wir sie nicht erreichen, um ihre Wunden zu säubern und zu verbinden, Krankheiten zu behandeln und ihnen eine allgemeine medizinische Grundversorgung zur Verfügung zu stellen. Je länger sie im Busch sind, desto ernster wird die Lage für die Menschen, die verletzt oder krank sind.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>„Es entwickeln sich momentan mehrere Krisensituationen in verschiedenen Teilen des Südsudans”, fügt Rajendran hinzu. „Unsere Ärzteteams reagieren zur Zeit auch auf eine Krise, in der Menschen vor Konflikten im benachbarten Sudan fliehen. Dies ruft uns deutlich in Erinnerung, dass trotz der Unabhängigkeit akute Notfälle im Südsudan immer noch allzu häufig vorkommen und dass die Befugnis für humanitäre Notfalleinsätze eine absolute Priorität bleibt.”</p></blockquote>
<p>Bill&#39;s Space <a href="http://jkirkby8712.wordpress.com/2012/01/07/friday-6th-january-2012-no-2-entry-problems-in-south-sudan-thoughts-of-a-former-refugee-friend/">kommentiert</a>:</p>
<blockquote><p>Es kommt einem vor als wäre es erst einige Monate her, dass in Afrika mit der Unabhängigkeit des Südsudans vom Sudan eine neue Nation geschaffen wurde. Aber es scheint, dass ein neuer Name und eine neue Existenz wenig dazu beitragen, die Dinge in diesem Teil der Welt zu verändern. Ich lese Berichte, dass letzte Woche mehr als 3000 Menschen im Südsudan aufgrund von ethnischer Gewalt getötet wurden und tausende gezwungen waren, zu fliehen - obwohl  die Menschen in Teilen des früheren Sudan seit Jahrzehnten „fliehen&#8221;.  Trotz der Präsenz der Mitarbeiter der Vereinten Nationen, der südsudanesischen Armee etc. scheint es möglich zu sein, diese Art von Massenmorden oder Massakern fortzusetzen. Ein Bericht, laut dem dies der schlimmste Ausbruch ethnischer Gewalt in der neuen Nation ist, seit sie sich im Juli vom Sudan abspaltete, scheint darauf hinzuweisen, dass Gewalt eine fortdauernde Aktivität ist [&#8230;].</p></blockquote>
<p>Andere sind zynisch angesichts dem erklärten Ziel der Vereinten Nationen, dem Südsudan zu helfen. The Impudent Observer veröffentlichte diesbezüglich einen satirischen Artikel, <a href="http://theimpudentobserver.com/world-news/death-in-sudan-who-cares/">Tod im Sudan, wen interessiert&#39;s?</a>, in dem er insbesondere die USA aufs Korn nimmt:</p>
<blockquote><p>Unser unerschrockener Reporter bat prominente politische Führer in Amerika um eine Reaktion auf dieses Massaker an Unschuldigen.</p>
<p>George Bush:  „Die wichtigste Frage ist, ob es im Südsudan Massenvernichtungswaffen gibt, die eine Bedrohung für Amerika sein könnten.”</p>
<p>Michele Bachmann:  „Der Südsudan? Ist das in der Nähe von New Orleans?”</p>
<p>Herman Cain:  „Ich frage mich, ob dort irgendjemand Interesse an einem tollen Pizzaangebot hätte.”</p>
<p>Ron Santorum:  „Ich rate diesen unglückseligen Menschen dringend, zu Gott zu beten.”</p>
<p>Mitt Romney:  „Amerika kondoliert allen, die verfolgt werden. Ich werde das Mormonenhauptquartier informieren, damit sie einige Missionare schicken.”</p>
<p>Newt Gingrich:  „Die südsudanesischen Führer mögen mit mir Kontakt aufnehmen. Ich habe einige interessante Ideen, die ihnen helfen koennten, und meine Firma bietet am Jahresanfang einen Preisnachlass.&#8221;</p>
<p>Barack Obama:  „Wir verlassen Krisengebiete und gehen nicht hinein.&#8221;</p></blockquote>
<p style="text-align: center;"><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/7ZXuvRgMSwU?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Weitere Neuigkeiten über den Südsudan sind auf dem Blog <a href="http://paanluelwel2011.wordpress.com/">PannLuel Wël: South Sudanese Blogger</a> zu finden, den PannLuel Wël aus Washington betreibt, und auf <a href="https://twitter.com/#!/PaanLuelWel2011">@PaanLuelWel2011</a> auf Twitter.</p>
<p><strong><em>Dieser Artikel ist Teil unser Sonderberichterstattung über <a href="http://globalvoicesonline.org/specialcoverage/southern-sudan-independence-referendum-2011/">die Volksabstimmung im Südsudan 2011</a>.</em></strong></p>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://globalvoicesonline.org/author/onnik-krikorian/' title='Alle Übersetzungen von Onnik Krikorian'>Onnik Krikorian</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/jasmin-lewis/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Jasmin Lewis'>Jasmin Lewis</a></span></span> 
 &middot; <a href='http://globalvoicesonline.org/2012/01/09/south-sudan-humanitarian-crisis-in-the-worlds-newest-country/' title='engl. Originalartikel  [en]'>engl. Originalartikel  [en]</a> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2012/01/21/sudsudan-humanitare-krise-im-neusten-land-der-welt/#comments" title="Kommentare">Kommentare (0) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F21%2Fsudsudan-humanitare-krise-im-neusten-land-der-welt%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F21%2Fsudsudan-humanitare-krise-im-neusten-land-der-welt%2F&#038;text=S%C3%BCdsudan%3A+Humanit%C3%A4re+Krise+im+neusten+Land+der+Welt&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F21%2Fsudsudan-humanitare-krise-im-neusten-land-der-welt%2F&#038;title=S%C3%BCdsudan%3A+Humanit%C3%A4re+Krise+im+neusten+Land+der+Welt' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F21%2Fsudsudan-humanitare-krise-im-neusten-land-der-welt%2F&#038;title=S%C3%BCdsudan%3A+Humanit%C3%A4re+Krise+im+neusten+Land+der+Welt' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F21%2Fsudsudan-humanitare-krise-im-neusten-land-der-welt%2F&#038;title=S%C3%BCdsudan%3A+Humanit%C3%A4re+Krise+im+neusten+Land+der+Welt' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F21%2Fsudsudan-humanitare-krise-im-neusten-land-der-welt%2F&#038;title=S%C3%BCdsudan%3A+Humanit%C3%A4re+Krise+im+neusten+Land+der+Welt' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
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		<title>Brasilien: Blogger kritisiert Bericht über die Ermordung eines indigenen Kindes</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 08:25:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Blogger Rogério Tomaz Jr veröffentlicht [pt] den Bericht, der von FUNAI (Nationale Stiftung der Indios) über den angeblichen Tod eines achtjährigen Awá-Gwajá-Kindes im Staat Maranhão, Brasilien, erstellt wurde. Laut diesem Bericht war diese Meldung nur das Ergebnis &#8220;unbegründeter Gerüchte und Lügen&#8221;. Er weist den Bericht zurück und fügt Kommentare... ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Blogger Rogério Tomaz Jr <a href="http://brasiliamaranhao.wordpress.com/2012/01/10/relatorio-funai-crianca-indigena/">veröffentlicht</a> [pt] den Bericht, der von FUNAI (Nationale Stiftung der Indios) über den <a href="http://de.globalvoicesonline.org/2012/01/11/brasilien-ermordung-eines-einheimischen-kindes-provoziert-reaktionen//">angeblichen Tod eines achtjährigen Awá-Gwajá-Kindes</a> im Staat Maranhão, Brasilien, erstellt wurde. Laut diesem Bericht war diese Meldung nur das Ergebnis &#8220;unbegründeter Gerüchte und Lügen&#8221;. Er weist den Bericht zurück und fügt Kommentare hinzu. </p>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://globalvoicesonline.org/author/tsavkko/' title='Alle Übersetzungen von Raphael Tsavkko Garcia'>Raphael Tsavkko Garcia</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Katrin Zinoun'>Katrin Zinoun</a></span></span> 
 &middot; <a href='http://globalvoicesonline.org/2012/01/11/brazil-blogger-criticizes-report-on-the-murder-of-indigenous-child/' title='engl. Originalartikel  [en]'>engl. Originalartikel  [en]</a> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2012/01/12/brasilien-blogger-kritisiert-bericht-uber-die-ermordung-eines-indigenen-kindes/#comments" title="Kommentare">Kommentare (0) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F12%2Fbrasilien-blogger-kritisiert-bericht-uber-die-ermordung-eines-indigenen-kindes%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F12%2Fbrasilien-blogger-kritisiert-bericht-uber-die-ermordung-eines-indigenen-kindes%2F&#038;text=Brasilien%3A+Blogger+kritisiert+Bericht+%C3%BCber+die+Ermordung+eines+indigenen+Kindes&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F12%2Fbrasilien-blogger-kritisiert-bericht-uber-die-ermordung-eines-indigenen-kindes%2F&#038;title=Brasilien%3A+Blogger+kritisiert+Bericht+%C3%BCber+die+Ermordung+eines+indigenen+Kindes' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F12%2Fbrasilien-blogger-kritisiert-bericht-uber-die-ermordung-eines-indigenen-kindes%2F&#038;title=Brasilien%3A+Blogger+kritisiert+Bericht+%C3%BCber+die+Ermordung+eines+indigenen+Kindes' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F12%2Fbrasilien-blogger-kritisiert-bericht-uber-die-ermordung-eines-indigenen-kindes%2F&#038;title=Brasilien%3A+Blogger+kritisiert+Bericht+%C3%BCber+die+Ermordung+eines+indigenen+Kindes' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F12%2Fbrasilien-blogger-kritisiert-bericht-uber-die-ermordung-eines-indigenen-kindes%2F&#038;title=Brasilien%3A+Blogger+kritisiert+Bericht+%C3%BCber+die+Ermordung+eines+indigenen+Kindes' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
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		<title>Brasilien: Ermordung eines einheimischen Kindes provoziert Reaktionen</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 21:30:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Zinoun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Mord an einem achtjährigen Mädchen der indigenen Awa-Gwajá-Gemeinschaft, angeblich durch Verbrennen bei lebendigem Leib durch Holzfäller im Staat Maranhão, Brasilien, hat im Internet Empörung, aber auch Fassungslosigkeit angesichts solcher Brutalität ausgelöst. Raphael Tsavkko Garcia berichtet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Dieser Beitrag ist Teil unseres Dossiers <a href="http://globalvoicesonline.org/specialcoverage/indigenous-rights/">Rechte indigener Bevölkerung</a> [en].</strong></em></p>
<p>Der Mord an einem achtjährigen Mädchen der indigenen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aw%C3%A1_%28Guaj%C3%A1%29">Awa-Gwajá</a> Gemeinschaft, angeblich durch Verbrennen bei  <a href="http://carosamigos.terra.com.br/index2/index.php/noticias/2361-indios-denunciam-assassinato-de-crianca-awa-no-maburnt alive">lebendigem Leib</a> [pt] durch Holzfäller im Staat <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maranh%C3%A3o">Maranhão</a>, Brasilien, hat im Internet Empörung, aber auch Fassungslosigkeit angesichts solcher Brutalität ausgelöst.</p>
<p>Der &#8220;Indigenous Missionary Council&#8221; (CIMI) [Indigener missionarischer Rat] <a href="http://www.cimi.org.br/site/pt-br/?system=news&amp;conteudo_id=6037&amp;action=read">bestätigte</a> [pt], dass &#8220;der Verdacht besteht, ein Angriff habe zwischen September und Oktober auf ein Lager der isolierten Indigenen&#8221; des Araribóia-Reservates stattgefunden, und fügte weitere Informationen hinzu:</p>
<blockquote><p>O corpo foi encontrado carbonizado em outubro do ano passado num acampamento abandonado pelos Awá isolados, a cerca de 20 quilômetros  da aldeia Patizal do povo Tenetehara, região localizada no município de  Arame (MA). A Fundação Nacional do Índio (Funai) foi informada do  episódio em novembro e nenhuma investigação do caso está em curso.</p></blockquote>
<div class="translation">Der verbrannte Körper wurde im Oktober 2011 in einem verlassenen Lager der isolierten Awá, etwa 20km vom Dorf Patizal von den Tenetehara [einer anderen Gruppe], in einer Region des Bezirks Arame (Maranhão) gefunden. Die Nationale Stiftung der Indios (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Funda%C3%A7%C3%A3o_Nacional_do_%C3%8Dndio">FUNAI</a>) wurde im November über den Vorfall unterrichtet und es wurden keine Nachforschungen zu dem Fall angestellt.</div>
<p><a href="http://www.cimi.org.br/site/pt-br/?system=news&amp;conteudo_id=6037&amp;action=read">Laut</a> [pt] Rosimeire Diniz, CIMIs Leiterin in Maranhão, &#8220;wurde seit Langem auf die Situation hingewiesen. Es ist ein regelmäßiges Ereignis geworden. Die Präsenz der Holzfällergruppen bringt die isolierten Indigenen in Gefahr. Es wurden keine konkreten Maßnahmen ergriffen, diese Bevölkerung zu schützen.&#8221; </p>
<p><strong>&#8220;Die Welt muss es erfahren&#8221;</strong></p>
<div id="attachment_26247" class="wp-caption alignright" style="width: 254px"><a href="www.survivalinternational.org/tribes/awa"><img class="size-full wp-image-26247 " title="Brasilianische Awá-Bevölkerung: 455. Bild von Survival International." src="http://pt.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/01/tribal_awa_en_original.jpg" alt="Brasilianische Awá-Bevölkerung: 455. Bild von Survival International." width="244" height="115" /></a><p class="wp-caption-text">Brasilianische Awá-Bevölkerung: 455. Bild von Survival International.</p></div>
<p>Der Journalist Eliano Jorge<a href="http://terramagazine.terra.com.br/interna/0,,OI5546425-EI6578,00-Lider+indigena+denuncia+morte+de+crianca+queimada+no+MA.html"> interviewte</a> [pt] einen Guajajara-Indianer, der sagte: </p>
<blockquote><p>[&#8230;] Os madeireiros estavam  comprando madeira na mão dos índios (Guajajara) e acharam uma menininha  Gwajá. E queimaram a criança. Só de maldade mesmo. Ela é de outra tribo,  eles vivem dentro do mato, não têm contato com os brancos, são brabos.</p></blockquote>
<div class="translation">[&#8230;] Die Holzfäller kauften Holz von den Indianern (Guajajara) und fanden ein kleines Gwajá-Mädchen. Sie verbrannten das Kind. Einfach aus Bösartigkeit. Sie ist von einem anderen Stamm, sie leben in den Wäldern, haben keinen Kontakt zu Weißen, sind Stinktiere.</div>
<p>Der Journalist Luis Carlos Azenha andererseits <a href="http://www.viomundo.com.br/denuncias/os-boatos-na-internet-e-o-relato-da-crianca-queimada.html">rief zur Vorsicht auf</a> [pt]:</p>
<blockquote><p>Renato Santana [assessor de imprensa do CIMI] negou a existência de alguma foto do corpo carbonizado.  Só uma investigação oficial da Funai pode confirmar se de fato existe o  corpo carbonizado e se de fato  é de uma criança. Além disso, é preciso  esperar o testemunho direto de alguém que presenciou o episódio para  saber se houve crime e, se houve, para identificar os autores.</p></blockquote>
<div class="translation">Renato Santana [Pressesprecher von CIMI] streitet die Existenz eines Fotos des verbrannten Körpers ab. Nur eine offizielle Untersuchung durch FUNAI kann bestätigen, ob es einen verbrannten Körper gibt und ob es tatsächlich ein Kind ist. Außerdem benötigt man eine Aussage von jemandem, der die Tat bezeugen kann, um zu sehen, ob es ein Verbrechen gab, und wenn ja, um die Täter zu identifizieren. </div>
<p>Der Journalist Niara de Oliveira <a href="http://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=169879969778435&amp;id=100000723834413">antwortete darauf</a> [pt] und stellt die Frage nach gemeldeten inoffiziellen Koalitionen von &#8220;FUNAI Mitarbeitern in der Region Arame [und] lokalen Landwirten und Holzfällern&#8221;:</p>
<blockquote><p>&#8220;não surpreende, portanto, que não haja investigação em curso e que o caso só agora tenha vindo à tona&#8221;. Baseada no comportamento do governo federal para apurar o assassinato do cacique guarani em MS e na importância que dão aos povos indígenas quando se trata de beneficiar aliados (empreiteiros, ruralistas, desmatadores, madeireiros, etc) e baseada na importância que a imprensa governista dá aos mesmos povos indígenas, tendo a confiar na apuração do Rogério.</p></blockquote>
<div class="translation">&#8220;es ist deshalb nicht überraschend, dass es keine laufende Untersuchung gibt, und dass der Fall erst jetzt ans Licht gekommen ist.&#8221; Basierend auf dem Verhalten der Bundesregierung bei der Untersuchung des <a href="http://globalvoicesonline.org/2011/12/20/brazil-guarani-kaiowa-lands-murder/">Mordes an dem Guarani-Häuptling</a> im Staat Mato Grosso do Sul und der Bedeutung, die sie indigenen Völkern geben, wenn es um profitierende Partner (Bauunternehmen, Agrarunternehmen, Holzunternehmen, Holzfäller etc.) geht und basierend auf der Bedeutung, welche die regierungsfreundliche Presse den indigenen Völkern gibt, tendiere ich dazu, mich auf die Nachforschungen von Rogério zu verlassen.</div>
<p>Rogério Tomaz Jr, geboren in Maranhão, war der erste, der von dem Fall in der Blogosphäre berichtet hat. Er <a href="http://brasiliamaranhao.wordpress.com/2012/01/07/hipoteses-corpo-carbonizado/">postete ironischerweise</a> die verschiedenen Hypothesen, die zu dem Fall aufgetaucht sind, besonders diejenigen, die indigene und soziale Organisationen beschuldigen, zu lügen und eine Geschichte zu erfinden. Er kritisiert das erwartete Schweigen der Medien über den Fall und <a href="http://brasiliamaranhao.wordpress.com/2012/01/07/hipoteses-corpo-carbonizado/">versichert</a> [pt] mit Abscheu, dass wenn ein Indianer einen Holzfäller oder Farmer geschlagen hätte, es eine Menge Leitartikel dazu gegeben hätte. </p>
<p>Ethnologe Uirá Garcia, der auf der Facebookseite von ISA (Sozio-ökölogischem Institut) zitiert wird, <a href="http://www.facebook.com/povosindigenasnobrasil/posts/228840913858927">sagt</a> [pt], dass &#8220;es Anzeichen dafür gibt, dass ein Guajá-Awa-Kind, welches im indigenen Reservat in Araribóia in Seklusion lebt, von ihrer kleinen Gruppe, die vor Monaten auf Holzfäller getroffen ist, verschwunden ist&#8221;:</p>
<blockquote><p>Os Guajajara que encontraram o corpo comunicaram o ocorrido à Funai, mas nada foi feito. Essa informação já era conhecida por algumas pessoas ligadas aos povos indígenas do MA, a pelo menos 2 meses, porém, pela falta de provas mais concretas, ainda não havia sido divulgada. E agora, me parece que a informação (que pode sim ser verdadeira) &#8220;vazou&#8221; para a internet.</p></blockquote>
<div class="translation">Die Guajajara [eines der zahlenmäßig größten <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Guajajaras">indigenen Völker</a> Brasiliens], die den Körper fanden, meldeten FUNAI den Fall, aber nichts wurde getan. Diese Information war einigen Menschen, die mit den indigenen Völkern des Staates Maranhão  in Verbindung stehen, bereits seit mindestens zwei Monaten bekannt, wurde jedoch aus Mangel an konkreten Beweisen noch nicht öffentlich gemacht. Und jetzt scheint es, dass die Information (welche tatsächlich wahr sein könnte) ins Internet durchgesickert ist. </div>
<p>Die Ärztin Diana Serra hat dazu <a href="http://blog.dianaserra.com.br/?p=9421">aufgefordert</a> [pt] als Reaktion auf diese Nachricht zu revoltieren:</p>
<blockquote><p>Vejam  a que ponto está chegando  a violência no nosso  estado do Maranhão. E o  governo nada faz, Os representantes da Justiça  nada fazem. Os  representantes do povo nada fazem.  [&#8230;]  É  preciso que o mundo saiba o que acontece no Maranhão. Terra sem  lei  para os detentores de dinheiro e poder. Alguns, verdadeiros  marginais,  onde ainda resiste o coronelismo.</p></blockquote>
<div class="translation">Schaut, wie weit die Gewalt in unserem Staat Maranhão geht. Und die Regierung tut nichts, Justizbeamte tuen nichts. Die Volksvertreter tuen nichts. [&#8230;] Wir müssen der Welt mitteilen, was in Maranhão passiert. Land ohne Gesetz an Besitzer von Geld und Macht. Einige, wahrhaft marginale, haben dem <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Coronelismo"><em>coronelismo</em></a> [der Herrschaft der vererbbaren Elite] widerstanden.</div>
<p><strong>Verfolgung indigener Völker</strong></p>
<p>Die Awá, der Begriff bedeutet &#8220;Mann&#8221; oder &#8220;Person&#8221;, sind <a href="http://www.survivalinternational.org/tribes/awa">laut</a> der Organisation Survival International, &#8220;einer von lediglich zwei verbleibenden nomadischen Jäger-Sammler-Stämmen in Brasilien&#8221;:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.survivalinternational.de/indigene/awa">Einige sind unkontaktiert</a>, von einer kleinen Familiengruppe, die auf der Flucht ist und in einem letzten Stück von Maranhãos schnell verschwindendem Regenwald außerhalb legal anerkannter Territorien lebt, bis zu einer Gruppe von etwa 60 Individuen, die im Araribóia-Reservat lebt, in das immer wieder illegale Holzfäller einfallen. </p></blockquote>
<p><object classid='clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000' width='480' height='270' id='tribalchannel-player' name='tribalchannel-player'><param name='movie' value='http://assets.survivalinternational.org/flash/syndicated-player.swf'></param><param name='bgcolor' value='111111'></param><param name='allowFullScreen' value='true'></param><param name='wmode' value='opaque'></param><param name='allowScriptAccess' value='always'></param><param name='flashvars' value='config=http://assets-production.survivalinternational.org/films/366/config.xml'><embed type='application/x-shockwave-flash' id='tribalchannel-player' name='tribalchannel-player' src='http://assets.survivalinternational.org/flash/syndicated-player.swf' width='480' height='270' bgcolor='111111' allowFullScreen='true' wmode='opaque' allowScriptAccess='always' flashvars='config=http://assets-production.survivalinternational.org/films/366/config.xml' /></param></object></p>
<p>2008, wurde ein siebenjähriges Guajajara-Kind durch einen Schuß von einem Motorradfahrer in der Stadt Arame <a href="http://odia.ig.com.br/portal/brasil/html/2012/1/funai_finaliza_investigacao_sobre_morte_de_crianca_indigena_216735.html">getötet</a> [pt] und andere indigene Ethnien in der Region wurden Opfer ähnlicher Gewalt und Vergewaltigungen. Die Gewalt gegen die indigene Bevölkerung hat sich in Brasilien ausgebreitet und hat alarmierende Ausmaße angenommen. </p>
<p>Der <a href="http://globalvoicesonline.org/2010/11/16/brazil-eradicating-the-indigenous-guarani-kaiowa/">aktuelle Genozid</a> an den Guarani-Kaiowá im Staat Mato Grosso do Sul hat zunehmende <a href="http://globalvoicesonline.org/?p=278821"> Aufmerksamkeit in alternativen Medien</a> [en] erfahren, besonders in der Blogosphäre, aber es ist immer noch ein verbotenes Thema in den Mainstream-Medien. Die brasilianische Bundesregierung hat auch keine Schritte unternommen diese Verbrechen öffentlich zu machen und vor allen Dingen weitere Opfer zu verhindern. </p>
<p>Andere traditionelle Bevölkerungsgruppen sind auch <a href="http://blog.dianaserra.com.br/?p=9064">Opfer</a> [pt] der <a href="http://brasiliamaranhao.wordpress.com/2011/06/10/greve-fome-quilombolas-maranhao/">Gewalt</a> [pt], die größtenteils von der Bundesregierung verübt wird - oder durch ihr Schweigen, welches das Militär benutzt, um <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Quilombo">Quilombos</a>, die traditionelle schwarze Bervölkerung, einzuschüchtern und sie von ihrem Land zu vertreiben. Der Bau des Belo-Monte-Dammes ist eine weitere <a href="http://globalvoicesonline.org/2011/08/20/brazil-construction-starts-on-controversial-belo-monte-dam/">ernsthafte Bedrohung</a> [en] für das Überleben einer ganzen indigenen Gemeinschaft in der Amazonasregion. </p>
<p>Eine andere Bedrohung, die auf die indigene und traditionelle Bevölkerung Brasiliens zukommt, ist die <a href="http://globalvoicesonline.org/2011/05/20/brazil-future-of-forests-at-stake/">mögliche Annahme des neuen Forstgesetzes</a> [en], das von dem kommunistischen Politiker Aldo Rebelo, zusammen mit der ländlichen Führerin Katia Abreu, vorgelegt wurde, und das von Umweltschützern und Aktivisten aus verschiedenen Gebieten infrage gestellt werden.</p>
<div id="attachment_26231" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.survivalinternational.org/tribes/awa"><img class="size-medium wp-image-26231  " title="Awá-Gemeinde von Tiracambu, Carajás, Brasilien" src="http://pt.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/01/braz-awa-fw-2001-287_screen-375x282.jpg" alt="Awá-Gemeinde von Tiracambu, Carajás, Brasilien © Fiona Watson/Survival" width="300" height="226" /></a><p class="wp-caption-text">Awá-Gemeinde von Tiracambu, Carajás, Brasilien © Fiona Watson/Survival</p></div>
<p>Der Journalist Lucão, erinnert sich an den aktuellen Fall, in dem zwei Aktivisten im Staat Para, José Claudio Ribeiro da Silva und Maria do Espirito Santo da Silva &#8220;feige von Holzfällern ermordet&#8221; wurden, wie von Global Voices im Mai 2011 <a href="http://globalvoicesonline.org/2011/05/31/brazil-death-forest-defender-shame/">berichtet</a> [en], als einen, der den <a href="http://www.portalhoje.com/madereiros-assassinosatearam-fogo-num-indiozinho-de-8-anos/1474640">Aufstand</a> [pt] über die Verbrechen gegen die Awá zeigt:</p>
<blockquote><p>Como se não bastasse a brutal agressão que os madereiros promovem  constantemente no norte do Brasil contra nossa flora e fauna, -pois  derrubando árvores, pássaros e animais são agredidos diretamente-, a  coisa agora descambou para a covardia tosca de atrozes bandidos que  atrelados à  cifras ignoram a vida da floresta e a vida humana.</p></blockquote>
<div class="translation">Als wäre das noch nicht genug, sind die brutalen Angriffe, die Holzfäller andauernd in Nordbrasilien gegen unsere Flora und Fauna verüben - denn durch das Fällen der Bäume werden Vögel und Tiere direkt angegriffen - umgeschlagen in primitive Feigheit von Verbrechen, die Kriminelle und Personen, die Waldleben und menschliches Leben ignorieren, verbunden hat. </div>
<p>Der Journalist Carlos Hermes ist erstaunt und <a href="http://carloshermes.blogspot.com/2012/01/madeireiros-tocam-fogo-em-indiozinho-de.html">fragt sich</a> [pt], wie lange solche Verbrechen toleriert werden: </p>
<blockquote><p>[&#8230;] imagine quantas atrocidades são comendidas [sic] por esses monstros em meio à disputa por mata virgem a ser desmatada e vendida por eles?O índio é um impecílio [sic] histórico a estes sertanistas fascínoras [sic] que destróem a maior riqueza do Brasil. Vivemos isso há mais de quinhentos anos e o Estado inoperante e conivente  assiste como se fora algo banal. Até quando? Será que vai ficar impune?</p></blockquote>
<div class="translation">[&#8230;] stellt euch vor , wie viele Verbrechen begangen werden von diesen Monstern inmitten des Kampfes für unberührten Wald, der von ihnen gerodet und verkauft wird? Indianische Geschichte in ein Hindernis für diese Grenzdiebe, die den größten Reichtum Brasiliens zerstören. Wir machen diese Erfahrung seit 500 Jahren und der untätige  und hinterhältige Staat sieht zu, als ob er [die Vorfälle] als belanglos duldet. Bis wann? Werden sie damit durchkommen?</div>
<p><em><strong>Dieser Beitrag ist Teil unseres Dossiers <a href="http://globalvoicesonline.org/specialcoverage/indigenous-rights/">Rechte indigener Bevölkerung</a> [en].</strong></em></p>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://pt.globalvoicesonline.org/author/tsavkko/' title='Alle Übersetzungen von Raphael Tsavkko Garcia'>Raphael Tsavkko Garcia</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/katrin-zinoun/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Katrin Zinoun'>Katrin Zinoun</a></span></span> 
 &middot; <a href='http://pt.globalvoicesonline.org/2012/01/09/brasil-assassinato-crianca-indigena-awa-guaja/' title='engl. Originalartikel  [pt]'>engl. Originalartikel  [pt]</a> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2012/01/11/brasilien-ermordung-eines-einheimischen-kindes-provoziert-reaktionen/#comments" title="Kommentare">Kommentare (1) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F11%2Fbrasilien-ermordung-eines-einheimischen-kindes-provoziert-reaktionen%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F11%2Fbrasilien-ermordung-eines-einheimischen-kindes-provoziert-reaktionen%2F&#038;text=Brasilien%3A+Ermordung+eines+einheimischen+Kindes+provoziert+Reaktionen&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F11%2Fbrasilien-ermordung-eines-einheimischen-kindes-provoziert-reaktionen%2F&#038;title=Brasilien%3A+Ermordung+eines+einheimischen+Kindes+provoziert+Reaktionen' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F11%2Fbrasilien-ermordung-eines-einheimischen-kindes-provoziert-reaktionen%2F&#038;title=Brasilien%3A+Ermordung+eines+einheimischen+Kindes+provoziert+Reaktionen' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F11%2Fbrasilien-ermordung-eines-einheimischen-kindes-provoziert-reaktionen%2F&#038;title=Brasilien%3A+Ermordung+eines+einheimischen+Kindes+provoziert+Reaktionen' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F01%2F11%2Fbrasilien-ermordung-eines-einheimischen-kindes-provoziert-reaktionen%2F&#038;title=Brasilien%3A+Ermordung+eines+einheimischen+Kindes+provoziert+Reaktionen' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
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		<title>Italien, Senegal: Heftige Reaktionen auf den Mord an zwei Senegalesen in Florenz</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2011/12/28/italien-senegal-heftige-reaktionen-auf-den-mord-an-zwei-senegalesen-in-florenz/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 08:10:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Charlotte Gruben</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgermedien]]></category>
		<category><![CDATA[Ethnie & Rasse]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Französisch]]></category>
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		<category><![CDATA[Westeuropa]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 13. Dezember schoss Gianluca Casseri auf eine Gruppe Senegalesen in zwei Freiluftmärkten in Florenz. Der schreckliche Vorfall führte zum Tod von zwei Straßenverkäufern aus dem Senegal, der Täter beging Selbstmord. 
Abdoulaye Bah berichtet über die Reaktionen des Landes.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 14. Dezember 2011 entschied die Stadt Florenz in Italien auf Initiative des Bürgermeisters Matteo Renzi, als Protest gegen Rassismus alle Gewerbetätigkeit zehn Minuten lang ruhen zu lassen. Ladenbesitzer schlossen aus Solidarität ihre Geschäfte den ganzen Tag über. Der Auslöser für diese Aktionen? Ein tragisches Ereignis, das am Vortag stattgefunden hatte.</p>
<p>Am 13. Dezember eröffnete Gianluca Casseri, ein 50-jähriger Jäger, rechtsextremer Aktivist und Autor von Büchern, die den Holocaust leugnen, auf zwei Freiluftmärkten in Florenz das Feuer auf eine Gruppe Senegalesen. Das <a href="http://multimedia.quotidiano.net/?tipo=media&amp;media=21204">schreckliche Ereignis</a> [it] führte zum Tod zweier Straßenverkäufer aus dem Senegal; der Täter beging nach einer kurzen Schießerei mit der Polizei Selbstmord. Bei dem Vorfall wurden auch drei weitere Afrikaner verletzt, die in kritischem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert wurden.</p>
<div id="attachment_92225" class="wp-caption aligncenter" style="width: 385px"><a href="http://www.flickr.com/photos/_shalom/6531211657/sizes/l/in/photostream/"><img class="size-medium wp-image-92225 " title="Antirassismus-Demonstration in Florenz, von Antonella Beccaria auf Flickr (CC-NC SA-2.0)" src="http://fr.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2011/12/Florence-Senegal-375x250.jpg" alt="Antirassismus-Demonstration in Florenz, von Antonella Beccaria auf Flickr (CC-NC SA-2.0)" width="375" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Antirassismus-Demonstration in Florenz, von Antonella Beccaria auf Flickr (CC-NC SA-2.0)</p></div>
<p><a href="http://qn.quotidiano.net/cronaca/2011/12/13/636555-firenze_sparatoria_piazza_morti.shtml">Medienberichten</a> [it] zufolge hat der Vorfall Chaos und Angst im Herzen von Florenz verursacht, und vehemente Reaktionen und Spekulationen über die Motive von Casseri provoziert. Ging es um Rassismus oder um Wahnsinn?</p>
<p>Ein Video <a href="http://multimedia.quotidiano.net/?tipo=media&amp;media=21201">bespricht den Mord</a> [it] und zeigt die Reaktionen eines Senegalesen; seiner Meinung nach war es ein Fall von Rassismus. In dem Video werden auch Kommentare eines Mitglieds einer rechtsextremen Gruppe namens Casapound gezeigt, die Casseri zu ihren Anhängern zählte.</p>
<p>Tiziano Rugi <a href="http://www.reporternuovo.it/2011/12/14/strage-di-firenze-protesta-ufficiale-del-governo-senegalese-la-paura-e-lindignazione-degli-immigrati-africani/">kommentiert</a> [it] den Vorfall:</p>
<blockquote><p>Il giorno dopo la strage di Firenze, restano solo mazzi di fiori e  ceri dove ieri sono morti due venditori ambulanti senegalesi. Lì, in  una delle bancarelle del mercatino di piazza Dalmazia tutti i giorni,  dalle otto del mattino fino a tarda sera, lavoravano Samb Modou e Diop  Mor. Uccisi dall’odio razziale di Gianluca  Casseri, cinquantenne pistoiese vicino agli ambienti di estrema destra   che credeva nella purezza della razza bianca.</p></blockquote>
<div class="translation">Am Tag nach dem Massaker in Florenz markieren Blumen und Kerzen den Ort, an dem zwei senegalesische Straßenverkäufer getötet wurden. Genau da, wo Modou Samb und Mor Diop jeden Tag von acht Uhr morgens bis spätnachts ihren eigenen Verkaufsstand hatten; getötet vom Rassenhass des fünfzigjährigen Gianluca Casseri aus dem Ort Pistoia, der für seine rechtsextremen Tendenzen und seinen Glauben an die Reinheit der weißen Rasse bekannt war.</div>
<p>Samu <a href="http://qn.quotidiano.net/cronaca/2011/12/13/636555-firenze_sparatoria_piazza_morti.shtml">äußert seine Meinung </a> [it] auf qn.quotidiano.net im Kommentarbereich eines Blogbeitrags über die Ereignisse:</p>
<blockquote><p>Provo  orrore per quello che è successo, ma la situazione immigrati in Italia  sta diventando insostenibile e se oggi a fare certe cose è un pazzo  fanatico,un caso isolato, domani, tra qualche anno, non so se certi  avvenimenti succederanno per mano di pazzi. A noi italiani ci viene  chiesto sempre di più e vediamo diminuire i benefici e le nostre  ricchezze,la nostra libertà, i nostri figli non trovano lavoro, e questi  immigrati vengono quà e fanno ciò che vogliono, impunemente, alla luce  del giorno; &#8221;poverini devono pur mangiare&#8221; dicono i soliti buonisti.  Bene, quando poverini come loro lo diventeremo anche noi, e se continua  così non ci vorranno tanti anni perchè questo si verifichi, allora  diventerà una guerra tra poveri e non sò come andrà a finire, penso  molto male.</p></blockquote>
<div class="translation">Es ist schrecklich, was passiert ist, aber die Immigrantenlage in Italien wird unerträglich. Dieser Vorfall wird einem Fanatiker zugeschrieben, als ein Einzelfall, aber in ein paar Jahren könnten solche Taten nicht nur von verrückten Individuen verübt werden. Wir Italiener werden immerzu dazu gezwungen, Opfer zu bringen, unseren Lebensstil einzuschränken, unsere Reichtümer, unsere Freiheit; unsere Kinder finden keine Arbeit, und hier gibt es diese Immigranten, die in unser Land kommen um zu tun, was sie wollen, ungestraft, am helllichten Tage; &#8220;die Armen haben auch ein Recht auf Essen&#8221;, hören wir von den üblichen Gutmenschen. Aber wenn wir so arm geworden sind wie sie, und wenn sich die Lage weiterhin verschlechtert, wird es nicht lange dauern, bis Krieg zwischen den Leuten der ärmeren Klassen ausbricht, und ich habe keine Ahnung, wie das ausgehen wird. Schlimm, da bin ich sicher.</div>
<p>Die Meinungen im Kommentarbereich gingen weit auseinander. Ein Kommentator verglich den Vorfall mit einem Massaker, das am selben Tag in Liège (Belgien) stattfand, obwohl Maria 1 <a href="http://qn.quotidiano.net/cronaca/2011/12/13/636555-firenze_sparatoria_piazza_morti.shtml">nicht mit dem Vergleich einverstanden war</a> [it]:</p>
<blockquote><p>Non  mi meraviglio che tu non capisca in cosa consista la differenza: il  PAZZO in Belgio ha sparato sulla folla , il PAZZO RAZZISTA a Firenze ha  sparato SOLO su persone con la pelle nera!!!</p></blockquote>
<div class="translation">Komisch, dass du den Hauptunterschied zwischen den beiden Vorfällen übersiehst: der VERRÜCKTE in Belgien hat in eine anonyme Menschenmenge geschossen, der RASSISTISCHE VERRÜCKTE in Florenz hat NUR auf Leute mit dunkler Haut geschossen.</div>
<p>Ein anonymer Kommentator <a href="http://qn.quotidiano.net/cronaca/2011/12/13/636555-firenze_sparatoria_piazza_morti.shtml">stimmte ihr zu</a> [it]:</p>
<blockquote><p>credo  di no. ma poverini l&#39;unica cosa che gli dice il cervello è che la  violenza sia il giusto mezzo per evadere dall&#39;ignoranza e dalla loro  depressione mentale.</p>
<p>FATE LA VITA DA IMMIGRATO IN ITALIA PER UN SOLO MESE, poi vediamo da che parte state!</p>
<p>o forse credete che solo per essere nati nella parte &#8220;fortunata&#8221; del pianeta avete più diritti o sentimenti degli altri?</p></blockquote>
<div class="translation">Ich glaube nicht&#8230; arme Leute&#8230; aber das einzige, was sein Hirn ihm gesagt hat, war, dass Gewalt der einzige Ausweg aus Ignoranz und Depression ist.<br />
VERSUCHE, NUR EINEN MONAT LANG DAS LEBEN EINES IMMIGRANTEN IN ITALIEN ZU FÜHREN, und dann werden wir sehen, auf wessen Seite du bist.<br />
Oder vielleicht denkst du, nur weil du als einer der &#8220;vom Glück begünstigten&#8221; geboren wurdest, hättest du mehr Rechte oder Gefühle als die weniger begünstigten?</div>
<p>Auf seiner Facebookseite, die mehr als 1,5 Millionen Fans hat, <a href="https://www.facebook.com/pages/Roberto-Saviano/17858286863">schreibt</a> [it] <a href="https://www.facebook.com/pages/Roberto-Saviano/17858286863">Roberto Saviano</a>, Autor des Bestsellers <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gomorrha_–_Reise_in_das_Reich_der_Camorra">Gomorra</a>:</p>
<blockquote><p>La morte di Samb e Diop a Firenze mi ha ricordato la strage dei ragazzi africani a Castelvolturno di tre anni fa. Ricordo anche, come fosse ora, la morte di Jarry Masslo a Villa Literno nel 1989 e la strage di Pescopagano nel 1990&#8230; l&#39;Italia è il Paese europeo con più stragi di africani e questo dovrebbe farci riflettere.</p></blockquote>
<div class="translation">Der Tod von Samb und Diop in Florenz hat mich an das Massaker an jungen Afrikanern in Castelvolturno vor drei Jahren erinnert. Ich erinnere mich auch, als wäre es gestern gewesen, an den Tod von Jarry Masslo in Villa Literno 1989, und an das Pescopagano-Massaker 1990&#8230; Italien ist das Land mit den meisten Massakern an Afrikanern in Europa und das sollte uns wirklich zum Nachdenken bringen.</div>
<p>In Dakar (Senegal) hat eine ausgewanderte italienische Soziologin eine originelle Art gefunden, dem senegalesischen Volk <a href="http://www.leral.net/AUDIO-Murder-of-Senegalese-in-Florence-The-public-apology-of-an-Italian-sociologist_a23487.html">ihre Entschuldigung anzubieten</a> [fr]. Ein Videobericht von Serigne Diaw auf der Website leral.net sagt darüber:</p>
<blockquote><p>Chiara Barisson, eine italienische Soziologin mit Wohnsitz in Senegal, hat 200 Flugblätter auf den Straßen von Sandaga verteilt, um ihr Bedauern und ihr Beileid auszudrücken, nicht nur den Familien der Opfer aus Florenz gegenüber, sondern dem senegalesischen Volk in seiner Allgemeinheit. Von ihren italienischen Freunden umgeben bestand sie darauf, sich für die rassistische Handlung zu entschuldigen, berichtete The Observateur. Man sagt, dass Ladenbesitzer sehr berührt von dieser Geste der Soziologin gewesen seien.</p></blockquote>
<p>Dieser Kommentar im Video von <a href="http://www.leral.net/AUDIO-Murder-of-Senegalese-in-Florence-The-public-apology-of-an-Italian-sociologist_a23487.html">de schwarzeraal</a> [fr] hingegen lässt die Tat des Mörders in einem anderen Licht erscheinen:</p>
<blockquote><p>Afrikaner von der Elfenbeinküste waren dafür bekannt, ihre senegalesischen Nachbarn auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen; ein senegalesischer Mann hat einen Afrikaner aus Mali wegen eines Streits um Müll und Gott weiß worum sonst noch getötet, während er vorgab zuständig zu sein&#8230; auf der Straße hat ein Malier einen Mann aus Senegal im Streit über einen Platz vorm Fernseher getötet, und so weiter&#8230; verrückte Leute gibt es überall&#8230;</p></blockquote>
<p>Am 17. Dezember haben die Freiluftmärkte mehrerer italienischer Städte Protestmärsche organisiert, wie im Meinungsteil des Blogs corriereimmigrazione <a href="http://corriereimmigrazione.blogspot.com/2011/12/aggressione-razzista-milano-gli.html">berichtet wurde</a> [it]:</p>
<blockquote><p>La manifestazione, che si svolgerà in  contemporanea in varie città, sarà l&#39;occasione per rilanciare i problemi  che attualmente vivono le comunità migranti in Italia: &#8220;il bisogno di  una nuova sanatoria, la risoluzione del problema delle truffe, il  rifiuto al permesso di soggiorno a punti, il diritto al voto e alla  cittadinanza per i figli degli immigrati, la problematica di chi è  scappato della guerra in Libia e la denuncia dei centri di detenzione  come luoghi da chiudere&#8221;. L&#39;evento sarà inoltre occasione per iniziare  il cammino che porterà verso il primo marzo 2012, lo sciopero degli  stranieri</p></blockquote>
<div class="translation">Diese Veranstaltung wird in mehreren Städten zugleich stattfinden, und Gelegenheit bieten, die Diskussionen über die aktuellen Probleme der Migrantengemeinden Italiens zu erneuern, so wie &#8220;das Erfordernis von Straferlass, das Lösen von Korruptionsproblemen, die Ablehnung eines neuen Punktesystems für die Erteilung einer Arbeitserlaubnis, das Wahl- und Bürgerrecht für die Kinder der Immigranten, die Antwort auf die Frage, wer in Libyen gekämpft hat, und die Forderung, Gefängnisse nicht mehr als Konzentrationslager zu benutzen und zu schließen.&#8221; Diese Veranstaltung ist auch die perfekte Gelegenheit, um den Weg für den 1. März 2012 und den Ausländerstreik zu ebnen.</div>
<p>Nach Milan sind Proteste für Caltagirone, Messine, Florenz, Rom, Imola, Legnano und Cinisello Balsamo  vor CARA di Mineo (CT) geplant.</p>
<p><a title="Félicité Doubangar" href="https://twitter.com/#%21/Doubangar">@Doubangar</a>, Félicité Doubangar, hat bei Twitter ihren Eindruck der Teilnehmerzahl in Florenz geteilt:</p>
<div>
<blockquote>
<div>Letzten Samstag sind in Florenz tausende Leute zum Protest gegen die Handlung eines rechtsextremen Aktivisten erschienen, der letzten Dienstag zwei Straßenverkäufer senegalesischen Ursprungs getötet hat.</div>
</blockquote>
<p>Und dieser Bericht erschien auf der <a href="https://www.facebook.com/Senegal24.7/posts/220172384726412">Facebookseite Senegal 24.7</a> [fr]:</p>
<blockquote><p>Senegalesen in Florenz getötet: Protest gegen Rassismus &#8212; Mindestens 10.000 Menschen haben letzten Samstag am Protestmarsch gegen Rassismus in Florenz (Zentrum) teilgenommen, wo ein rechtsextremer Aktivist am vorigen Dienstag zwei Straßenverkäufer senegalesischer Herkunft erschossen und drei weitere Personen verletzt hat.</p>
<p>Wir wollen eine neue Ära der Hoffnung einläuten, sodass unsere zwei Brüder nicht umsonst gestorben sind, teilte Pape Diaw, ein Sprecher der senegalesischen Gemeinschaft, der Presse mit.</p>
<p>Wir müssen härter für friedliches Zusammenleben und Respekt arbeiten. Es ist zu einem echten Kampf geworden, das ist nicht nur Fassade, fügte er hinzu.</p>
<p>Die Zahl der Demonstranten wurde von der Polizei auf über 10.000 geschätzt; die Organisatoren des Protests berichteten von 12.000.</p></blockquote>
<p>Viele fragten sich, ob dies ein Fall von politischer Ausbeutung oder ein Beweis für Mitgefühl ist.<br />
blogunugalsene.com <a href="http://sunugalsene.com/Aissata-Tall-Sall-a-Florence-pour.html">veröffentlichte</a> [fr] das folgende Update:</p>
<blockquote><p>Während dies veröffentlicht wird, nimmt M<sup>e</sup> Aïssata Tall Sall am Protest in Florenz teil, um der beiden ermordeten Senegalesen zu gedenken. Auch der italienische Premierminister, der Präsident des Regionalrats und der Vorsitzende der Demokratischen Partei (Opposition zu der momentan regierenden Partei) werden erwartet. Die Anwältin der Sozialistischen Senegalesischen Partei wird eine Gruppe französischer und amerikanischer Anwälte anführen, die die Opfer verteidigen werden. Am 18. Dezember soll sie weitere italienische Anwälte treffen, bevor sie Italien verlässt.</p></blockquote>
<p>Die italienische Obrigkeit hat, ebenso wie die senegalesische Gemeinde und die italienische Zivilgesellschaft, mit überzeugenden Erklärungen und Handlungen auf die Tragödie reagiert.</p>
</div>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://fr.globalvoicesonline.org/author/abdoulaye-bah/' title='Alle Übersetzungen von Abdoulaye Bah'>Abdoulaye Bah</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/charlotte-gruben/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Charlotte Gruben'>Charlotte Gruben</a></span></span> 
 &middot; <a href='http://fr.globalvoicesonline.org/2011/12/19/91856/' title='engl. Originalartikel  [fr]'>engl. Originalartikel  [fr]</a> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2011/12/28/italien-senegal-heftige-reaktionen-auf-den-mord-an-zwei-senegalesen-in-florenz/#comments" title="Kommentare">Kommentare (0) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F28%2Fitalien-senegal-heftige-reaktionen-auf-den-mord-an-zwei-senegalesen-in-florenz%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F28%2Fitalien-senegal-heftige-reaktionen-auf-den-mord-an-zwei-senegalesen-in-florenz%2F&#038;text=Italien%2C+Senegal%3A+Heftige+Reaktionen+auf+den+Mord+an+zwei+Senegalesen+in+Florenz&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F28%2Fitalien-senegal-heftige-reaktionen-auf-den-mord-an-zwei-senegalesen-in-florenz%2F&#038;title=Italien%2C+Senegal%3A+Heftige+Reaktionen+auf+den+Mord+an+zwei+Senegalesen+in+Florenz' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F28%2Fitalien-senegal-heftige-reaktionen-auf-den-mord-an-zwei-senegalesen-in-florenz%2F&#038;title=Italien%2C+Senegal%3A+Heftige+Reaktionen+auf+den+Mord+an+zwei+Senegalesen+in+Florenz' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F28%2Fitalien-senegal-heftige-reaktionen-auf-den-mord-an-zwei-senegalesen-in-florenz%2F&#038;title=Italien%2C+Senegal%3A+Heftige+Reaktionen+auf+den+Mord+an+zwei+Senegalesen+in+Florenz' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F28%2Fitalien-senegal-heftige-reaktionen-auf-den-mord-an-zwei-senegalesen-in-florenz%2F&#038;title=Italien%2C+Senegal%3A+Heftige+Reaktionen+auf+den+Mord+an+zwei+Senegalesen+in+Florenz' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
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		<title>Peru: Rassismusdebatte in sozialen Netzwerken</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2011/12/22/peru-rassismusdebatte-in-sozialen-netzwerken/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2011/12/22/peru-rassismusdebatte-in-sozialen-netzwerken/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 07:19:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Charlotte Gruben</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgermedien]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor kurzem ereignete sich in einem Kino in Lima ein Vorfall, der die Aufmerksamkeit auf das Thema Rassismus gelenkt hat. Netzbürger kommentieren über diesen und andere Vorfälle und über das größere Thema des Rassismus in einer multikulturellen Gesellschaft wie Peru.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor Kurzem ereignete sich in einem Einkaufszentrum in Lima ein Vorfall, der die Aufmerksamkeit auf das Thema Rassismus in Peru gelenkt hat: Ricardo Apaza, ein Einheimischer aus Cusco, wurde vom Wachpersonal eines Kinos <a href="http://diariocorreo.pe/nota/55706/ricardo-apaza-cuenta-lo-sucedido-en-uvk-larcomar/" target="_blank">respektlos behandelt</a> [es], und es wurde ihm nicht erlaubt, den Filmsaal nach einem Besuch der Toiletten erneut zu betreten. </p>
<p>Einige <a href="https://twitter.com/#!/Pierina_Papi/status/144916277226512385" target="_blank">Twitternutzer</a> [es] berichteten darüber und bald wurde im Lokalfernsehen darüber berichtet, worauf <a href="http://elcomercio.pe/lima/1346042/noticia-susana-baca-diceno-discriminacion-y-pedira-investigacion-sobre-uvk" target="_blank">öffentliche Angestellte</a> [es], <a href="http://sientemag.com/sobre-la-discriminacion-en-larcomar-y-el-racismo-en-el-peru" target="_blank">Nutzer sozialer Medien</a> [es] und die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=53OARUvzE0A" target="_blank">lokale und internationale Presse</a> [es] unterschiedlich reagierten. Das Kino wurde von den örtlichen Behörden nach dem Vorfall <a href="http://www.peruthisweek.com/news-1194-Miraflores-closes-UVK-Larcomar-movie-theatre-/" target="_blank">vorübergehend geschlossen</a> [en]. </p>
<p>Twitternutzer Israel Astete (<a href="https://twitter.com/#!/isasbo/status/145601561089941504" target="_blank">@Isasbo</a>) [es] schreibt:</p>
<blockquote><p>Por que tanta gente se sorprende con racismo en #Larcomar , cuando lo encuentras en todos lados? basta de mucho chamullo y más acción.</p></blockquote>
<div class="translation">Wieso sind so viele Leute überrascht über Rassismus in #Larcomar , obwohl es das doch überall gibt? Weniger Reden, mehr Handeln.</div>
<p><a href="http://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=203364186416535&amp;id=100002288643417" target="_blank">Martha Elena Risco Reyes</a> [es] schreibt auf Facebook:</p>
<blockquote><p>Realmente aún me sorprende que seamos capaces de discriminar, de creer que la diferencia hace que unos sean mejores que otros. Es una lástima lo sucedido en las salas de cine de Larcomar. Es alucinante cuando auténtico poblador usa su propio traje típico lo miramos raro y hasta lo discriminados, pero cuando un extranjero o algun personaje público se pone ese mismo traje &#8220;nos sentimos orgullosos&#8221;. Y eso que estamos en el boom del Perú y su diversidad. Por eso creo es importante recuperar el verdadero valor de nuestros saberes y sus verdaderos protagonistas.</p></blockquote>
<div class="translation">Es überrascht mich wirklich, dass wir noch immer diskriminieren, dass wir noch immer glauben, die Unterschiede könnten dazu führen, dass die einen besser wären als die anderen. Das, was in den Kinosälen in Larcomar passiert ist, ist eine Schande. Es ist erstaunlich, dass ein echter Einheimischer schräg angeschaut oder sogar diskriminiert wird, wenn er seine eigene traditionelle Tracht trägt, aber wenn ein Ausländer oder eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens sich eben diese Tracht anzieht &#8220;wir uns stolz fühlen&#8221;. Und dass, obwohl wir uns gerade mitten in einem Aufschwung Perus und seiner Vielfalt befinden. Darum glaube ich, dass es wichtig ist, den echten Wert unserer Geschichte und ihrer echten Protagonisten wieder zu entdecken.</div>
<a href="http://www.flickr.com/photos/elmorsa/1129641024/"><img class="size-full wp-image-279156 " title="Afiche-Festival in Lima" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2011/12/afiche-festival-de-Lima.jpg" alt="" width="283" height="350" /></a>
<p>Nao Flores (<a href="https://twitter.com/#!/nao_flores/status/146940893134471168" target="_blank">@nao_flores</a>) [es] kommentiert:</p>
<blockquote><p>En fin !! Aqui en peru el racismo es muy fuerte ! Ojalaaaaaa algun diaaa se acabe <a title="#yodudo" rel="nofollow" href="https://twitter.com/#!/search?q=%23yodudo">#<strong>yodudo</strong></a>! Ojala soÑar no cuesta naaaa</p></blockquote>
<div class="translation">Naja!!! Rassismus ist hier in Peru sehr ausgeprägt! Hoffentlich hört das eines Tages auf, <a title="#yodudo" rel="nofollow" href="https://twitter.com/#!/search?q=%23yodudo">#<strong>yodudo</strong></a>! [Ich bezweifle es]. Zum Glück kostet träumen nichts</div>
<p>Einige Blogger hingegen, wie Carlos Quiroz von <a href="http://peruanista.blogspot.com/2011/12/caso-del-indigena-discriminado-en.html" target="_blank">Peruanista</a> [es], fragten sich, ob dies ein echter Fall war, oder ob es sich um eine Art &#8220;Nebelwand&#8221; handelt, um Peruaner abzulenken; aber er stellte den Fakt, dass das Problem des Rassismus in Peru noch immer sehr lebendig ist, nicht in Frage: </p>
<blockquote><p>La verdadera <strong>discriminación </strong>ocurre en los Andes con <strong>las mineras</strong> asesinando nuestra gente y destruyendo el planeta, ocurre en las calles de Lima con tanta publicidad racista.</p></blockquote>
<div class="translation">Echte <strong>Diskriminierung</strong> findet in den Anden statt, wo <strong>Bergbauunternehmen</strong> unsere Leute töten und den Planeten zerstören, und auch in den Straßen von Lima mit so viel rassistischer Werbung.</div>
<p>Das Thema Rassismus wurde in der letzten Kampagne zur Wahl des Präsidenten sehr deutlich sichtbar, vor allem <a href="http://globalvoicesonline.org/2011/04/12/peru-reactions-following-the-first-2011-electoral-round/">nach dem ersten Wahlgang</a> [en], als deutlich wurde, dass Pedro Pablo Kuczinsky, der &#8220;weiße&#8221; Kandidat, es nicht in die Stichwahl geschafft hatte; er verlor gegen den “<a href="http://www.elmundo.es/america/2011/06/08/noticias/1307560178.html" target="_blank">Indianer</a>” [es] Ollanta Humala und den &#8220;Japsen&#8221; Keiko Fujimori.<br />
Die Polarisierung der Bevölkerung war an Tweets, wie diesem von MiguelÁngel Cárdenas (<a href="https://twitter.com/#!/dragonrampante/status/57198103568191488" target="_blank">@Dragonrampante)</a> [es], gut zu sehen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Voy a pagarle la multa a mi empleada para que no vote por Ollanta&#8221;, le escucho a una ppkausa. Se merecen un Humala! pero nos friegan a todos.</p></blockquote>
<div class="translation">“Ich werde das Bußgeld meiner Haushälterin zahlen, damit sie nicht für Ollanta stimmt&#8221;, hörte ich einen PPKler [Befürworter von Kuczynski] sagen. Die verdienen Humala! Aber sie plagen uns alle.</div>
<p>Ein paar der offensivsten Beiträge, <a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=2092014736879&amp;set=o.202022556487434&amp;type=3&amp;theater" target="_blank">wie dieser</a> [es], wurden schnell durch Seiten wie <a href="http://www.facebook.com/VerguenzaDemocratica">Vergüenza Democrática</a> [es] gemeldet, die zur Zeit auch über diesen neueren Fall von mutmaßlicher Rassendiskriminierung berichtet. </p>
<p>Peru ist in jedem Fall ein multikulturelles Land mit einem sehr komplexen Hintergrund (spanisch, indianisch, afrikanisch) und Immigration (Asiaten, Europäer) hat weiter zu dieser Vielfalt beigetragen. Vor Jahrhunderten, in der Zeit des Spanischen Vizekönigreichs, musste die dominante spanisch-kreolische Elite <a href="http://autorepresentacion.blogspot.com/2008/09/racismo-en-el-per.html">ihre privilegierte Stellung behaupten</a> [es]. Sie erstellten also eine Art Kastensystem, in dem jeder &#8220;seinen Platz&#8221; kannte. Wenn man die peruanische Geschichte betrachtet, ist es deutlich, dass die politische Macht in Peru hauptsächlich in &#8220;weißen&#8221; Händen lag und Einheimische und andere nichtweiße Menschen ausgeschlossen wurden.  </p>
<p>In Peru bedeutet &#8220;weiß&#8221; hauptsächlich nicht indianisch, nicht einheimisch, nicht afrikanisch, nicht farbig. Doch die tatsächliche Bedeutung von &#8220;weiß&#8221; (oder <em>&#8220;pituco&#8221;</em> im Slang) hat in Peru mehr mit wirtschaftlicher Macht und sozialem Status zu tun als mit DNA, wie BBC-Korrespondentin Lima Dan Collyns <a href="http://www.bbc.co.uk/news/10205171">erklärt</a> [en].</p>
<p>Kelly erklärt im Blog <a href="http://mylifeinperu.com/2010/05/19/but-is-it-racism/">Mein Leben in Peru</a> [en]:</p>
<blockquote><p>“&#8230;es ist nicht die Art Rassismus, die ich in den USA gesehen habe, wo man wirklichen Hass für die sieht, die einer anderen Rasse angehören. Hier [in Peru] ist es eher eine Art Kastensystem, in dem man normalerweise annimmt, dass du einen höheren gesellschaftlichen Status hast - oder verdienst - wenn du bleichere Haut hast. Im Allgemeinen werden hellhäutigere Leute (echte Gringos oder hellhäutige Peruaner) respektvoller behandelt. Und wo ist letztendlich der Unterschied zwischen dieser und anderen Arten von Rassismus?&#8221;</p></blockquote>
<p>Trotz der Existenz von Anti-Diskriminierungsgesetzen, einschließlich eines Gesetzes, das sich eigens mit der Bekämpfung der <a href="http://blogs.ajws.org/blog/2011/07/19/peru-passes-law-against-racism-in-the-media/#more-1547" target="_blank">Rassendiskriminierung</a> [en] in den Medien befasst, ist Rassendiskriminierung in Peru <a href="http://globalvoicesonline.org/2010/05/23/peruvians-the-preference-for-afro-peruvians-at-funeral-services/" target="_blank">vielerorts</a> [en] offensichtlich, selbst in <a href="http://globalvoicesonline.org/2007/01/31/peru-racism-at-the-beach/" target="_blank">öffentlichen Räumen</a> [en] wie Stränden.<br />
Um nur ein Beispiel zu erwähnen: Eine nicht-weiße Person wird eventuell nicht in eine Diskothek in einer modischen Nachbarschaft gelassen, wenn sie oder er nicht von einer reichen, weißen Person oder einem ausländischen Touristen begleitet wird. Die Ausreden sind meistens: &#8220;wir sind schon brechend voll&#8221;, &#8220;wir veranstalten eine private Veranstaltung&#8221; oder &#8220;nur für Mitglieder&#8221;. </p>
<p>Der Blog <a href="http://estamosjodidos.wordpress.com/2011/12/16/cines-uvk-larcomar-y-discriminacion/" target="_blank">Estamos Jodidos</a> (&#8221;Wir sind am Arsch&#8221;) [es] fragt:</p>
<blockquote><p>En pleno siglo XXI ¿cómo es posible que sigamos siendo tan trogloditas e ignorantes para discriminar a las personas por su aspecto, origen,  vestimenta o el motivo que sea?</p></blockquote>
<div class="translation">Wie ist es möglich, dass wir mitten im 21. Jahrhundert noch immer so primitiv und ignorant sind, Personen wegen ihres Aussehens, Herkunft, Kleidung oder welchem Grund auch immer zu diskriminieren?</div>
<p>Die Situation hat auch die Aufmerksamkeit des <a href="http://www.andina.com.pe/Espanol/noticia-defensoria-pide-a-autoridades-y-ciudadanos-unirse-contra-discriminacion-390357.aspx" target="_blank">peruanischen Bürgerbeauftragten</a> [es] Eduardo Vega auf sich gezogen, dessen Büro zur Zeit an einer Strategie zur Bekämpfung von Rassendiskriminierung <a href="http://www.crise.ox.ac.uk/copy/Oxford%20Policy%20Conference/peruvian%20defensoria.pdf">arbeitet</a> [es]. Und die Lage verändert sich langsam. Viele erinnern sich noch immer daran, dass 2007 <a href="http://www.youtube.com/watch?v=p7odVLmx0Fs&amp;" target="_blank">ein vornehmes Restaurant, Cafe Del Mar</a> [es], <a href="http://news.bbc.co.uk/hi/spanish/latin_america/newsid_6281000/6281448.stm">zwei Monate lang geschlossen</a> [es] und zu einer Strafe von 70.000 Dollar verurteilt wurde, nachdem einem Mestizenpaar der Eintritt verweigert worden war. </p>
<p>Dennoch sind noch mehr Initiativen und Richtlinien (Gesetze, Aufklärungskampagnen usw.) nötig, um den Rassismus in Peru zu bekämpfen. Die heutige Regierung muss sich vielen unfertigen Aufgaben und Herausforderungen stellen, um die peruanische Gesellschaft wirklich inklusiv zu gestalten. </p>
<div class="notes">Überarbeitet von &#8220;<a href="http://latinalista.com/2011/12/peru-racism-still-a-pending-issue" target="_blank">Peru: Racism, still a pending issue</a>&#8220;, ursprünglich veröffentlicht von <a href="http://latinalista.com/" target="_blank">Latina Lista</a>.</div>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://globalvoicesonline.org/author/isabel-guerra/' title='Alle Übersetzungen von Isabel Guerra'>Isabel Guerra</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/charlotte-gruben/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Charlotte Gruben'>Charlotte Gruben</a></span></span> 
 &middot; <a href='http://globalvoicesonline.org/2011/12/21/peru-racism-debated-on-social-networks/' title='engl. Originalartikel  [en]'>engl. Originalartikel  [en]</a> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2011/12/22/peru-rassismusdebatte-in-sozialen-netzwerken/#comments" title="Kommentare">Kommentare (0) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F22%2Fperu-rassismusdebatte-in-sozialen-netzwerken%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F22%2Fperu-rassismusdebatte-in-sozialen-netzwerken%2F&#038;text=Peru%3A+Rassismusdebatte+in+sozialen+Netzwerken&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F22%2Fperu-rassismusdebatte-in-sozialen-netzwerken%2F&#038;title=Peru%3A+Rassismusdebatte+in+sozialen+Netzwerken' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F22%2Fperu-rassismusdebatte-in-sozialen-netzwerken%2F&#038;title=Peru%3A+Rassismusdebatte+in+sozialen+Netzwerken' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F22%2Fperu-rassismusdebatte-in-sozialen-netzwerken%2F&#038;title=Peru%3A+Rassismusdebatte+in+sozialen+Netzwerken' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F22%2Fperu-rassismusdebatte-in-sozialen-netzwerken%2F&#038;title=Peru%3A+Rassismusdebatte+in+sozialen+Netzwerken' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
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		<title>Kaukasus: Festgefahrene Konflikte, vergessene Leben?</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2011/12/17/kaukasus-festgefahrene-konflikte-vergessene-leben/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 11:59:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabriele Zöttl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Armenien]]></category>
		<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
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		<category><![CDATA[Zentralasien & Kaukasus]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Flüchtline und Binnenvertriebenen im Südkaukasus werden von der Gesellschaft und den traditionellen Medien ignoriert. Können ihnen die neuen Medien eine Stimme geben?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den frühen 1990ern wurde der Südkaukasus von drei Konflikten erschüttert, die damals vom Krieg im früheren Jugoslawien überschattet wurden und von den internationalen Medien bis heute weitgehend ignoriert werden. Über eine Million Menschen musste ihre Heimat verlassen, als zwischen Armenien und Aserbaidschan ein Krieg um das umstrittene Gebiet <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bergkarabachkonflikt">Berg-Karabach</a> ausbrach, während fast gleichzeitig nahezu eine halbe Million Menschen vertrieben wurde, als Georgien die Kontrolle über die beiden abtrünnigen Gebiete <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Abchasien">Abchasien</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdossetien">Südossetien</a> verlor.</p>
<p>Zwar machte das Wiederaufflammen des Streits um Südossetien im <a href="http://globalvoicesonline.org/specialcoverage/2008-special-coverage/south-ossetia-crisis-2008/">Krieg zwischen Georgien und Russland im August 2008</a> [en] international Schlagzeilen, aber sobald ein Waffenstillstand geschlossen wird, interessiert das Elend der Flüchtlinge und Binnenvertriebenen kaum noch jemanden.</p>
<p>Auch die Medien in Armenien, Aserbaidschan und Georgien sowie den abtrünnigen Gebieten Abchasien, Südossetien und Berg-Karabach befassen sich meist nur dann mit den Problemen der Flüchtlinge und Binnenvertriebenen, wenn sie sich für Propaganda gegen den Feind ausschlachten lassen. Die einzigen, die sich tatsächlich um diese Probleme kümmern, sind internationale Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen, die sie ins Bewusstsein der Spender zu rücken versuchen. Unterdessen ist keine Lösung der drei Konflikte abzusehen, was das Schicksal derjenigen, die durch sie ihre Heimat verloren haben, weiter erschwert.</p>
<div id="attachment_276840" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-276840 " title="Armenischstämmiger Flüchtling aus Berg-Karabach" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2011/12/refugee-0004new.jpg" alt="Armenischstämmiger Flüchtling aus Berg-Karabach. © Onnik Krikorian, 1994" width="500" height="324" />
<p class="wp-caption-text">Armenischstämmiger Flüchtling aus Berg-Karabach. © Onnik Krikorian, 1994</p>
</div>
<p>Doch seit den Menschen in der Region neue und soziale Medien zur Verfügung stehen, und sei es nur als Informationsquelle, können sich die Betroffenen erstmals selbst online zu Wort melden. Ein Beispiel für ein solches Online-Sprachrohr ist <a href="http://www.idpvoices.org/">iDP Voices</a> [en], ein vom Norwegischen Flüchtlingsrat, dem Internal Displacement Monitoring Center und Panos London gefördertes Projekt.</p>
<p>Interviewer von iDP Voices haben <a href="http://www.internal-displacement.org/80257297004E5CC5/(httpPages)/A803F627B396E000C1257409005D3226?OpenDocument&amp;count=1000">29 Berichte von Binnenvertriebenen aus Südossetien und Abchasien</a> [en] zusammengetragen, die als Text- und Audiodateien abgerufen werden können. Ein Teil der Berichte ist außerdem in einer <a href="http://www.internal-displacement.org/8025708F004BE3B1/(httpInfoFiles)/398619F56E3C0EAFC125743B0033032A/$file/Heavy_burden_eng.pdf">PDF-Datei</a> [en] zusammengefasst.</p>
<blockquote><p>When did you last listen to a displaced person and grasp the impact of displacement? Did you ever think what it means to lose close family members in conflict, lose all your belongings and to be uprooted from your place of origin? [&#8230;] These direct voices have the power to cut through prejudice and political agendas, they speak for themselves.</p>
<p>The focus is on universal human experiences and responses, not specific political issues. By reading what the displaced people themselves want to tell us, we may learn what is important to them and what issues they are particularly concerned about. [&#8230;] It allows us to glean the reality behind generalised notions of displacement. The stories stand alone with little analysis added – their power lies in their offering of images, a voice, sensations, feelings, hopes and dreams. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Wann haben Sie zuletzt einem Vertriebenen zugehört und die Folgen der Vertreibung begriffen? Haben Sie je darüber nachgedacht, was es bedeutet, nahe Angehörige in einem Konflikt zu verlieren, all Ihren Besitz zu verlieren und aus Ihrer Heimat herausgerissen zu werden? [&#8230;] Diese direkten Berichte können Vorurteile und politische Strategien durchbrechen; sie sprechen für sich.</p>
<p>Der Schwerpunkt liegt auf allgemeinmenschlichen Erfahrungen und Verhaltensweisen, nicht auf politischen Aspekten. Wenn wir das lesen, was uns die Vertriebenen selbst mitteilen möchten, verstehen wir vielleicht, was ihnen wichtig ist und was ihnen besondere Schwierigkeiten bereitet. [&#8230;] Es macht die Wirklichkeit hinter unseren schwammigen Vorstellungen von der Vertreibung sichtbar. Die Berichte stehen ohne große Analyse für sich. Ihre Stärke liegt darin, dass sie Bilder erzeugen, eine Stimme, Eindrücke, Empfindungen, Hoffnungen und Träume lebendig machen.</p>
</div>
<p>Eine dieser Stimmen ist die von <a href="http://www.internal-displacement.org/80257297004E5CC5/(httpLifeStories)/C8A774B447109846C1257408004497E9?OpenDocument">Teah</a> [en], einer aus Abchasien geflohenen 30-jährigen Georgierin, die von einem &bdquo;normalen Leben&ldquo; für alle Georgier und Abchasier, die &bdquo;einander verzeihen&ldquo; müssen, träumt.</p>
<blockquote><p>[&#8230;] I try to speak to both Georgians and Abkhazians. It is impossible to hate each other; we have made enough mistakes without adding that one as well! We should forgive each other and ourselves too. And one more thing: there has to be the will on both sides to achieve more trust and good relations. One party alone cannot solve anything.</p>
<p>I think these borders [between Abkhazia and Georgia] should be opened so that people can communicate with each other. Dialogue comes first, that can lead to trust&#8230;</p>
<p>[&#8230;] Only after talking about our own tragedies did we truly learn about each other and start to love each other. It took time to trust each other.</p>
<p>It was when we believed that we understood each other’s pain, when this moment came, that we could sit down and talk openly - without aggression, without accusations.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Ich versuche, sowohl Georgier als auch Abchasier anzusprechen. Es ist unmöglich, einander zu hassen; wir haben ohnedies schon genug Fehler gemacht! Wir sollten einander und auch uns selbst verzeihen. Und noch etwas: Beide Seiten müssen gewillt sein, größeres Vertrauen und bessere Beziehungen aufzubauen. Eine Seite allein kann nichts lösen.</p>
<p>Ich glaube, die Grenze [zwischen Abchasien und Georgien] sollte geöffnet werden, damit die Menschen miteinander kommunizieren können. Der Dialog steht an erster Stelle, nur er kann Vertrauen schaffen &#8230;</p>
<p>[&#8230;] Erst durch das Sprechen über die eigene Tragödie haben wir einander wirklich kennen gelernt und zu mögen begonnen. Es hat Zeit gebraucht, Vertrauen aufzubauen.</p>
<p>Als wir das Gefühl hatten, den Schmerz der anderen zu verstehen, war es so weit, dass wir uns zusammensetzen und offen sprechen konnten – ohne Aggressivität und Anklagen.</p>
</div>
<p>Derartige Berichte aus erster Hand sind allerdings selten, obwohl es einige Ausnahmen gibt. Zum Beispiel finanzieren internationale Spender die Veröffentlichung von Flüchtlingsbelangen durch örtliche Radiosender, obgleich diese oft nur kurze Zeit existieren, und ein junger Aseri (ein aus Armenien geflohener aserbaidschanischstämmiger Flüchtling) schrieb zwei Gastartikel für ein privates Projekt, das Teil des <a href="http://globalvoicesonline.org/specialcoverage/caucasus-conflict-voices/">Dossiers von Global Voices über den Kaukasuskonflikt</a> [en] ist.</p>
<p>Der erste, <a href="http://peace.oneworld.am/blog/2010/06/personal-reflections-on-conflict-and-displacement/">auf Englisch</a> verfasste Artikel wurde später ins Armenische, Aserbaidschanische und Russische übersetzt:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] I was only four when I left Armenia, but in retrospect I don’t know whether that’s fortunate or not as I am unable to remember everything I left behind. But I do remember our house, our garden, the playground, my friends, my apple tree, and the rooster which I loved so much.</p>
<p>After arriving in Azerbaijan I used to dream about our house and walking in the ruins of our village. At some point, however, everything just faded away. Even so, my family have never lost their belief that one day we will go back home. We believe that two neighbors who have lived together for centuries will come together again even if evil has never left them alone and always whispers hatred.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>In Azerbaijan, we kept ourselves apart from the local culture for many years and couldn’t adjust back to our ethnic roots. Being treated as a stranger made it even more difficult. Azerbaijanis from Armenia segregated themselves from the rest as a result and united among themselves. Discrimination towards us was everywhere. It was in the kindergarten I went to, in the primary school, and even in our social life.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>This war made me a Peacemaker although I am very new in this area. My struggle is more complicated, however, because on the one hand I have to help those who are in conflict, and on the other help myself.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Ich war erst vier, als wir Armenien verließen, und im Rückblick weiß ich nicht, ob das gut oder schlecht ist, weil ich mich nicht an alles erinnern kann, was ich zurückgelassen habe. Ich erinnere mich jedoch an unser Haus, den Garten, den Spielplatz, meine Freunde, den Apfelbaum und einen Hahn, den ich sehr liebte.</p>
<p>Nach der Ankunft in Aserbaidschan träumte ich von unserem Haus und den Ruinen unseres Dorfes. Irgendwann verblasste jedoch alles. Trotzdem ist meine Familie bis heute davon überzeugt, dass wir eines Tages nach Hause zurückkehren werden. Wir glauben, dass zwei Nachbarn, die jahrhundertelang zusammengelebt haben, wieder zusammenkommen werden, auch wenn sie das Böse nie in Ruhe gelassen hat und ihnen immer Hass einflüstert.</p>
<p>[&#8230;] In Aserbaidschan haben wir uns viele Jahre von der örtlichen Kultur ferngehalten und fanden keine Verbindung zu unseren ethnischen Wurzeln. Dass wir wie Fremde behandelt wurden, machte es nicht einfacher. Die aus Armenien geflohenen Aserbaidschaner sonderten sich deshalb ab und bildeten eine eigene Gemeinschaft. Wir wurden überall diskriminiert. Im Kindergarten, den ich besuchte, in der Grundschule, sogar in unserem sozialen Umfeld.</p>
<p>[&#8230;] Dieser Krieg machte mich zum Friedensstifter, obwohl mir dieses Gebiet noch sehr neu ist. Mein Engagement wird allerdings dadurch erschwert, dass ich nicht nur denen helfen muss, die sich in einem Konflikt befinden, sondern auch mir selbst.</p>
</div>
<p>Wenn die meisten Flüchtlinge und Binnenvertriebenen in Armenien, Aserbaidschan und Georgien auch keine Stimme haben, so werden ihre Geschichten wenigstens gelegentlich online in unabhängigen Medien verbreitet. Ein Beispiel dafür ist ein neues Blogprojekt des International Center on Conflict and Negotiation (ICCN) und des Kaukasusprogramms des Europäischen Zentrums für Minderheitenfragen (ECMI).</p>
<p>In einem <a href="http://krugjurnalistiki.blogspot.com/2011/12/blog-post.html">russischen</a>, auch <a href="http://caucasiancircle.blogspot.com/2011/12/azerbaijani-and-georgian-refugees-hopes.html">ins Englische übersetzten</a> Artikel geben ein aserbaidschanischer und ein georgischer Journalist gemeinsam Einblick in die Hoffnungen der Flüchtlinge und Binnenvertriebenen in ihren Ländern:</p>
<blockquote><p>“Good neighborhood,” I was told by one refugee from the settlement of Dashalti in Nagorno-Karabkah, “this is when the people live not on the ‘other side’ and are divided by a line, but when they live near and next to one another, when they set up family, they visit one another and national identity does not matter in the least. For many centuries it was believed that the land belongs to those who live on it, who work on it. The rest was invented by the politicians. [&#8230;]</p>
<p>Experience shows us that those who saw with their own eyes sorrow and worry and felt in their own hearts the trouble of their native country will never accept that it is lost. But at the same time they never want to repeat the same horrors, and they never strive for war. All the refugees who talked with us in Azerbaijan want to go back to their small native land and to live peacefully with Armenians.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>&bdquo;Gute Nachbarschaft,&ldquo; sagte mir ein Flüchtling aus der Siedlung Daschalti in Berg-Karabach, &bdquo;bedeutet, dass niemand auf der anderen Seite einer trennenden Linie lebt, sondern alle bei- und miteinander leben, dass sie eine Familie bilden, einander besuchen und die Volkszugehörigkeit keinerlei Rolle spielt. Viele Jahrhunderte lang wussten die Menschen, dass das Land denen gehört, die auf ihm leben und es bestellen. Der Rest wurde von Politikern erfunden.&ldquo;</p>
<p>[&#8230;] Die Erfahrung hat uns gelehrt, dass diejenigen, die Elend und Sorgen mit eigenen Augen gesehen und die Krise ihrer Heimat im eigenen Herzen gefühlt haben, niemals akzeptieren werden, dass die Heimat verloren ist. Gleichzeitig möchten sie diesen Schrecken nicht noch einmal erleben und rufen nicht nach Krieg. Alle Flüchtlinge, die mit uns über Aserbaidschan sprachen, möchten in ihr kleines Heimatland zurückkehren und mit den Armeniern in Frieden leben.</p>
</div>
<p>Diese Einstellung ist nicht nur den aserbaidschanischen Flüchtlingen und Binnenvertriebenen eigen, sondern wird oft auch von den Armeniern geäußert, die im von Vergeltungsmaßnahmen und ethnischen Säuberungen auf beiden Seiten geprägten Berg-Karabach-Konflikt fliehen mussten. Allerdings finden derlei Berichte nur relativ wenig Gehör, da das Internet nur wenigen Menschen in der Region zugänglich ist. Das Fernsehen, die Hauptinformationsquelle der meisten Menschen, räumt einer anderen Sicht auf den Konflikt keinen Platz ein.</p>
<p>Dennoch sind zumindest im Internet einige Filme mit Berichten von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen verfügbar, so etwa <a href="http://globalvoicesonline.org/2010/08/16/armenia-azerbaijan-dialogue-through-film/">hier</a> [en] und <a href="http://globalvoicesonline.org/2010/08/30/armenia-azerbaijan-more-dialogue-through-film/">hier</a> [en] auf Global Voices. Leider sind die wenigen Projekte, die den Flüchtlingen und Binnenvertriebenen in neuen und sozialen Medien eine Stimme geben, bisher wenig erfolgreich. Doch es bleibt die Hoffnung, dass diese Medien mit zunehmender Verbreitung des Internets ihre Wirkung entfalten.</p>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://globalvoicesonline.org/author/onnik-krikorian/' title='Alle Übersetzungen von Onnik Krikorian'>Onnik Krikorian</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/gabriele-zoettl/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Gabriele Zöttl'>Gabriele Zöttl</a></span></span> 
 &middot; <a href='http://globalvoicesonline.org/2011/12/12/caucasus-frozen-conflicts-forgotten-lives/' title='engl. Originalartikel  [en]'>engl. Originalartikel  [en]</a> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2011/12/17/kaukasus-festgefahrene-konflikte-vergessene-leben/#comments" title="Kommentare">Kommentare (0) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F17%2Fkaukasus-festgefahrene-konflikte-vergessene-leben%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F17%2Fkaukasus-festgefahrene-konflikte-vergessene-leben%2F&#038;text=Kaukasus%3A+Festgefahrene+Konflikte%2C+vergessene+Leben%3F&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F17%2Fkaukasus-festgefahrene-konflikte-vergessene-leben%2F&#038;title=Kaukasus%3A+Festgefahrene+Konflikte%2C+vergessene+Leben%3F' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F17%2Fkaukasus-festgefahrene-konflikte-vergessene-leben%2F&#038;title=Kaukasus%3A+Festgefahrene+Konflikte%2C+vergessene+Leben%3F' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F17%2Fkaukasus-festgefahrene-konflikte-vergessene-leben%2F&#038;title=Kaukasus%3A+Festgefahrene+Konflikte%2C+vergessene+Leben%3F' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F17%2Fkaukasus-festgefahrene-konflikte-vergessene-leben%2F&#038;title=Kaukasus%3A+Festgefahrene+Konflikte%2C+vergessene+Leben%3F' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
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		<title>Libanon: Ausländische Arbeitnehmer durch Sprache stärken</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 18:37:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jasmin Lewis</dc:creator>
				<category><![CDATA[7 Milliarden Aktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitskräfte]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Gemeinschaft motivierter junger Leute in Beirut, The Migrant Workers Task Force (Arbeitsgruppe der Gastarbeiter), setzt sich dafür ein, ausländischen Hausangestellten im Libanon zu helfen, deren Lebens- und Arbeitsbedingungen oft furchtbar ungerecht sind. Thalia Rahme berichtet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Alle Links in diesem Artikel führen zu englischsprachigen Seiten oder Videos.</em></p>
<p>Eine Gemeinschaft motivierter junger Leute in Beirut, <a href="http://mwtaskforce.wordpress.com">The Migrant Workers Task Force</a> (Arbeitsgruppe der Gastarbeiter), setzt sich dafür ein, ausländischen Hausangestellten im Libanon zu helfen, deren Lebens- und Arbeitsbedingungen oft furchtbar ungerecht sind.</p>
<p>Die Freiwilligengruppe ist zwar erst seit Januar 2011 aktiv, aber es ist ihr augrund ihrer innovativen Herangehensweise, die Sichtweise von Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu ändern, bereits gelungen, die Aufmerksamkeit sowohl <a href="http://www.dailystar.com.lb/News/Local-News/2011/May-14/Volunteers-teach-languages-to-migrant-workers.ashx?searchText=migrant%20worker#axzz1MPGdpsud">lokaler</a> als auch <a href="http://www.irinnews.org/printreport.aspx?reportid=92699">internationaler Medien</a> auf sich zu lenken. Einer ihrer Haupterfolge sind die kostenlosen Sprachkurse in Arabisch, Englisch und Französisch, die sie Arbeitnehmern sonntags anbietet.</p>
<p>Im Libanon stirbt ungefähr ein Arbeiter pro Woche unter unklaren Umständen (oft als „Selbstmord“ bezeichnet). Achtzig Prozent der ausländischen Hausangestellten ist es nicht erlaubt, das Haus ihrer Arbeitgebers zu verlassen. Ihre Misere und ihre Rechte werden fast überall ignoriert. </p>
<p><a rel="attachment wp-att-253014" href="http://de.globalvoicesonline.org/?attachment_id=253014"><img class="size-medium wp-image-253014 alignright" title="Logo der "Migrant Workers Task Force"" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2011/09/MWTF-logo-375x222.jpg" alt="Logo der "Migrant Workers Task Force"" width="135" height="80" /></a></p>
<p>Die Arbeitsgruppe bestand zuerst nur aus Alex, Lioba, Farah, Ali, Janie und einigen anderen Mitgliedern, ist aber seit Kurzem am Wachsen. Laut Janie Shen, 24, einer Mitgründerin (und die einzige ausländische Mitgründerin, die noch im Libanon ist), wurde die Idee für die &#8220;Migrant Workers Task Force&#8221; geboren, als Neuankömmlinge im Libanon, wie Alex und sie selbst, auf die schockierenden Lebensbedingungen für Arbeitsmigranten im Land aufmerksam wurden – wie zum Beispiel die abwertenden Uniformen, die schlechte Behandlung im Allgemeinen, das Einziehen ihrer Pässe, die Rationierung ihrer Lebensmittel und nur ein freier Tag pro Woche oder gar keiner.</p>
<p>In diesem Video erläutert Janie ausführlicher, womit sich die &#8220;Migrant Workers Task Force&#8221; beschäftigt:</p>
<p style="text-align: center;"><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/nAq5AS75FwA?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Die &#8220;Migrant Workers Task Force&#8221; hat kein Büro und ist keine offizielle Organisation, trifft sich aber regelmäβig im &#8220;Zico House&#8221; in Hamra und wird bald einige ihrer Aktivitäten in das <a href="http://mwtaskforce.wordpress.com/">&#8220;Migrant House&#8221;</a> in Nabaa verlegen. Alle Mitarbeiter des Projekts sind Freiwillige und auf kleine Spendensammlungsevents angewiesen, um ihre Umkosten zu decken.</p>
<a href="http://mwtaskforce.wordpress.com/2011/04/26/antiracism-poster-campaign-for-labour-day-2011/"><img class="size-medium wp-image-253767" title="Anti-Rassismus-Kampagne von "Migrant Workers Task Force"" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2011/09/anti-racism-ad-Alaa-212x300.jpg" alt="Anti-Rassismus-Kampagne von "Migrant Workers Task Force"" width="212" height="300" /></a>
<p>Der Erfolg der Gruppe beruht zum Teil auf ihrer talentierten Nutzung der sozialen Medien zur Kommunikation. Alle Neuigkeiten und Ankündigungen werden auf ihrem <a href="http://mwtaskforce.wordpress.com/">Blog</a> [en] veröffentlicht und die Mitglieder managen eine <a href="http://www.facebook.com/#!/groups/19504133537/">Gruppe</a> und mehrere <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=241408995882718">Seiten</a> auf Facebook. Sie stellen auβerdem Bilder und Videos auf <a href="http://www.flickr.com/photos/mwtaskforce/">Flickr</a> und <a href="http://www.youtube.com/user/mwtaskforce">Youtube</a> zur Verfügung.</p>
<p>Unter ihren erinnerungsträchtigen Kampagnen sind ihre <a href="http://mwtaskforce.wordpress.com/2011/04/26/antiracism-poster-campaign-for-labour-day-2011/">Antirassismus-Poster zum internationalen Tag der Arbeit</a> (die drei Sprachkursschüler zeigen), eine Reihe Interviews mit Migranten über ihre Lebensbedingungen und einige kurze <a href="http://globalvoicesonline.org/2011/06/29/lebanon-welcome-to-lebanon-as-seen-by-a-migrant-worker/">satirische Filme</a> als Antwort auf eine offizielle Kampagne, die den Libanon als Touristenparadies porträtiert</p>
<p>Sie haben außerdem Feste aus dem Heimatland der Migranten veranstaltet, wie zum Beispiel ein <a href="http://mwtaskforce.wordpress.com/2011/04/19/momos-tarab-bollywood-a-nepalese-new-year-at-t-marbouta/">nepalesisches Neujahrsfest</a>, und geholfen, <a href="http://mwtaskforce.wordpress.com/2011/04/30/happy-day-at-souk-el-tayeb/">afrikanisches and asiatisches Essen sowie andere ausländische Produkte</a> zu verkaufen.</p>
<p><strong>Sprachkurse</strong></p>
<p>Sonntags treffen sich Gastarbeiter von den Philippinen, aus Nepal, Äthiopien, Madagaskar und dem Sudan zum Sprachunterricht mit freiwilligen Lehrern, die helfen wollen. Die Treffen begannen als informelle Zusammenkünfte, entwickeln sich nun aber zu strukturierteren Sprachkursen.</p>
<p>Hier ist ein Video vom Sprachunterricht an einem Sonntag und einigen Aussagen von Schülern und Lehrern. Ein Lehrer sagt: „Ich stelle meine Englischkenntnisse zur Verfügung, um ihnen zu helfen, ihre Rechte einzufordern.“</p>
<p style="text-align: center;"><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/_DgHSf2MqMY?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Sprachunterricht ist zu einem wichtigen Ort der Gemeinschaftsbildung geworden. Einer der Schüler, die in dem Video unten interviewt werden, ist <a href="http://africanwomenincinema.blogspot.com/2011/09/rahel-zegeye-experiences-of-ethiopian.html">Rahel Zegeye</a>, eine Gastarbeiterin aus Äthiopien, die innerhalb von zwei Jahren ihre ganzen Verdienste dafür ausgegeben hat, einen Spielfilm über die Erfahrungen von Hausangestellten im Libanon zu drehen. </p>
<p style="text-align: center;"><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/iL-elOVSqRY?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>In weniger als einem Jahr hat die &#8220;Migrant Workers Task Force&#8221; mehr Freiwillige und Wohlwollen mobilisiert als viele etabliertere Organisationen. Mit Sprache und Kommunikation hat sie dabei geholfen, ausländischen Hausangestellten im Libanon, die von einem äuβerst lokalen Problem betroffen sind, die dringend benötigte internationale Aufmerksamkeit zu erlangen. </p>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://globalvoicesonline.org/author/thalia-rahme/' title='Alle Übersetzungen von Thalia Rahme'>Thalia Rahme</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/jasmin-lewis/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Jasmin Lewis'>Jasmin Lewis</a></span></span> 
 &middot; <a href='http://globalvoicesonline.org/2011/09/13/lebanon-empowering-migrant-workers-with-language/' title='engl. Originalartikel  [en]'>engl. Originalartikel  [en]</a> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2011/12/14/libanon-auslandische-arbeitnehmer-durch-sprache-starken/#comments" title="Kommentare">Kommentare (0) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F14%2Flibanon-auslandische-arbeitnehmer-durch-sprache-starken%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F14%2Flibanon-auslandische-arbeitnehmer-durch-sprache-starken%2F&#038;text=Libanon%3A+Ausl%C3%A4ndische+Arbeitnehmer+durch+Sprache+st%C3%A4rken&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F14%2Flibanon-auslandische-arbeitnehmer-durch-sprache-starken%2F&#038;title=Libanon%3A+Ausl%C3%A4ndische+Arbeitnehmer+durch+Sprache+st%C3%A4rken' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F14%2Flibanon-auslandische-arbeitnehmer-durch-sprache-starken%2F&#038;title=Libanon%3A+Ausl%C3%A4ndische+Arbeitnehmer+durch+Sprache+st%C3%A4rken' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F14%2Flibanon-auslandische-arbeitnehmer-durch-sprache-starken%2F&#038;title=Libanon%3A+Ausl%C3%A4ndische+Arbeitnehmer+durch+Sprache+st%C3%A4rken' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2011%2F12%2F14%2Flibanon-auslandische-arbeitnehmer-durch-sprache-starken%2F&#038;title=Libanon%3A+Ausl%C3%A4ndische+Arbeitnehmer+durch+Sprache+st%C3%A4rken' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
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