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	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Energie</title>
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	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
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		<title>Ecuador: Kichwa Frau widersetzen sich der Öl-Forschung</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/26/ecuador-kichwa-frau-widersetzen-sich-der-ol-forschung/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 03:40:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Frauen bekommen immer, was sie wollen, sagt ein bekanntes lateinamerikanisches Sprichwort. Seit 20 Jahren leisten die furchtlosen Frauen der Kichwa Gemeinde, eine Gruppe von Eingeborenen in Ecuador, den Ölgesellschaften Widerstand, ihr Land auzubeuten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/belen-bogado/">Belen Bogado</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/25/ecuador-kichwa-women-oppose-oil-exploration-on-native-lands/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Die Frauen bekommen immer, was sie wollen, sagt ein bekanntes lateinamerikanisches Sprichwort. Das bewiesen auch die Frauen vom Stamm der Kichwa in Sarayaku, Ecuador. Als ein Ölkonzern in ihrem Waldgebiet mit Untersuchungen für etwaige zukünftige Bohrungen begann, beschlossen die Frauen sie mit einem einfachen, aber fehlerfreien Plan zu stoppen.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/kichwa.jpg" alt="Photo by Ayahuasca and used under a Creative Commons license." width="300" height="400" /><p class="wp-caption-text">Photo von Ayahuasca benutzt unter einer Creative Commons Lizenz.</p></div>
<p>Die Frauen, so schrieb <em>Esperanza Martinez</em> auf dem Blog <em>Ecoportal [es</em>], erklärten ihren Männern, <a href="http://www.ecoportal.net/content/view/full/84724">wenn sie den Unternehmen erlaubten auf ihrem Land zu arbeiten, müssten sie sich andere Frauen suchen &#8230; in einem anderen Land</a>. Die Kichwas organisierten eine gemeinsame Front gegen das Öl-Unternehmen, bis es letztendlich abzog.</p>
<p>Diese Gruppe von Kichwas lebt in der Provinz Pastaza, auf über 140 tausend Hektar (1,4 km2) in den Amazonas, ein Gebiet, welches das ecuadorianische Ministerium für Bergbau und Öl als Block 23 identifizierte. Im Laufe der Jahre haben verschiedene Unternehmen versucht dort zu arbeiten, doch sind sie jedes Mal an dem Widerstand der Kichwas gescheitert.</p>
<p>Obgleich die Entscheidung zum Widerstand vom gesamten Stamm getroffen wurde, war die Beteiligung der Frauen dabei ein wichtiger Bestandteil. Diese furchtlosen Frauen werden alles dransetzen, ihre Wälder und Ländereien zu erhalten.</p>
<p><strong>Unterstützt die Frauen</strong></p>
<p>Der Blog <em>Observatorio Petrolero Sur [es]</em> veröffentlicht, <a href="http://opsur.wordpress.com/2009/11/11/sarayaku-cuando-el-pueblo-dice-no">was Kichwa Führer Franklin Toala über die Rolle der Frauen, im Laufe dieser Ereignisse sagte</a>:</p>
<blockquote><p>Uno de los procesos que tuvo Sarayaku, que hay que recalcar, es el magnífico apoyo de las mujeres. La relación que existe entre las mujeres y las comunidades es mucho más fuerte.</p></blockquote>
<div class="translation">Was bei den Vorgängen, die Sarayacu erlebte und was hervorgehoben werden muss, ist die große Unterstützung, die die Frauen geliefert haben. Das Verhältnis zwischen Frauen und den Gemeinden ist jetzt sehr viel stärker geworden.</div>
<p>Die ecuadorianische Tageszeitung Diario Universal beschrieb <a href="http://www.eluniverso.com/2003/02/05/0001/12/A2A1B5C330924D12B3D80265877DF953.html">eine furchterregende Scene</a> aus dem Jahre 2003, als 15 Kichwa Frauen und Kinder die Arbeiter und bewaffneten Wächter des Unternehmens konfrontierten, indem sie vier Stunden lang durch den Dschungel liefen und schrieen &#8220;anchuri (geht weg), anchuri Ölgesellschaften&#8221;. Es kam zu Konfrontationen, bis schließlich die Armee eingriff. Die Kichwas aber blieben auf ihrem Land und hielten es frei von Ölbohrern.</p>
<p><strong>Petroleum, Klimawandel und eingeborene Frauen</strong></p>
<p>Mehrere Regionen in Ecuador haben bereits unter den schrecklichen ökologischen und gesundheitlichen Folgen der Ölförderung gelitten<a href="http://www.accionecologica.org/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=1157&amp;Itemid=1">. In Pichincha in der Provinz Sucumbios wird seit 20 Jahren Öl gefördert</a>: die Luft ist verschmutzt und das Wasser durch Ölpest verseucht. Die Menschen leiden unter dem Verlust von Vieh und Haustieren, weil sie verschmutztes Wasser trinken, und dem Verlust von Ernten, weil der verdorbene Boden unfruchtbar geworden ist. Außerdem leiden sie unter verschiedenen Haut-und Atemwegserkrankungen, und es gibt zuviel Fehlgeburten und Geburtsfehler.</p>
<p>Am Meisten leiden darunter wieder die Frauen. In den Erdölgebieten Ecuadors sind die Krebserkrankungen dreimal höher als der nationale Durchschnitt, und<a href="http://http://www.ecoportal.net/content/view/full/84724"> besonders davon betroffen sind wieder die Frauen.</a> <a href="http://www.ecoportal.net/content/view/full/84724">Durch Wäschewaschen und Baden der Kinder im Fluss</a> sind die Frauen im ständigen Kontakt mit kontaminiertem Wasser.</p>
<p>Kein Wunder also, dass die Kichwa Frauen gegen die Ölförderung sind. Sie wissen genau, dass dies ihr Land, ihre Umwelt und ihr Leben für immer verändern wird.</p>
<p><strong>Die Online-Gemeinde reagiert auf das Beispiel der Kichwas</strong></p>
<p>Blogger <em>Efren Calapucha</em> teilt seine Gefühle über den Widerstand der Kichwas in dem Blog <em><a href="http://redamazon.wordpress.com/2008/08/17/kichwas-y-shuar-en-contra-de-la-actividad-petrolera">Redamazon</a> [es</em>]:</p>
<blockquote><p>¡Amigos de la Tierra!<br />
En este espacio de la selva amazónica con grandes recursos biodiversos se quiere cercenar LA VIDA lo que NO PERMITEREMOS se establezca tan execrable hecho que afectará al Calentamiento Global extinguiéndose los pueblos, la flora y la fauna hasta hoy fortalecidas y guardadas celosamente</p></blockquote>
<div class="translation">Freunde der Erde! In dieser Gegend des Amazonas-Regenwaldes, mit seiner biologischen Vielfalt, wird das LEBEN bedroht, vernichtet zu werden. Aber wir werden NICHT ERLAUBEN, dass ein solch schreckliches Ereignis hier stattfindet, das sich auf den Klimawandel auswirkt, Gemeinden, Fauna und Flora auslöscht, die bis zum heutigen Tage dort gewachsen und geschützt worden sind.</div>
<p>Der Blog <em>Observatorio Petrolero Sur [es]</em> beschäftigt sich mit den, trotz der Umstände, <a href="http://opsur.wordpress.com/2009/11/11/sarayaku-cuando-el-pueblo-dice-no">bemerkenswerten Widerstand der Kichwas</a>:</p>
<blockquote><p>Han pasado dos décadas y hasta el momento la exploración no se concretó, pero la amenaza es permanente. En 20 años pasaron muchas cosas, demandas a nivel nacional e internacional, campañas en un lado y en el otro, y en el territorio la presión fue mucha. Los kichwas sufrieron todo tipo de atropellos, persecuciones e incluso la militarización de Sarayaku; pero siguieron diciendo no.</p></blockquote>
<div class="translation">Bisher hat keine Ölförderung stattgefunden, doch ist die Bedrohung unverändert. Unter den vielen Dingen, die in den vergangenen 20 Jahren geschehen sind, gab es nationale und internationale Prozesse, Kampagnen und eine Menge Druck. Die Kichwas erlitten alle Arten von Misshandlungen, Verfolgungen und sogar die Militarisierung von Sarayaku, doch blieben sie bei ihrem &#8220;Nein&#8221;.</div>
<p>Bisher ist es der Kichwa Gemeinde gelungen, ihre Wälder zu beschützen, aber der Kampf ist noch nicht vorbei. Natürlich haben sie wegen ihren Kichwa Frauen wenig zu befürchten.</p>
<p><strong>Sehen Sie sich das Video an</strong></p>
<p>&#8220;Ich bin ein Waldbeschützer&#8221; steht auf der Brust eines streitsüchtigen Kichwa-Kindes. Er tritt in einem <a href="http://www.oilwatch.org/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=528&#038;Itemid=246&#038;lang=es">Video</a> auf, der von Oilwatch gefilmt und veröffentlicht wurde. Es handelt sich um die Reaktion der Sarayaku Gemeinde auf den Versuch einer Ölfirma, Ölbohrungen auf ihrem Land vorzunehmen. <a href="http://www.oilwatch.org/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=528&#038;Itemid=246&#038;lang=es">Klicken Sie hier, um das Video auf Spanisch zu sehen.</a></p>
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		<title>Brasilien: Wurde der Stromausfall durch Hacker oder UFOs verursacht?</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/16/brasilien-wurde-der-stromausfall-durch-hacker-oder-ufos-verursacht/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 10:55:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt sehr viele Verschwörungstheorien über den 2009 Blackout in Brasilien: vom Präsidenten, seiner möglichen Nachfolgerin, bis hin zu UFOs und Hackern wurden alle von verschiedenen Blogs beschuldigt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/paulagoes/">Paula Góes</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/14/brazil-was-the-blackout-caused-by-hackers-or-ufos/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Das heißeste Thema in der brasilianischen Blogosphäre war diese Woche<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/2009_Brazil_and_Paraguay_blackout"> der schlimmste Stromausfall</a> in der Geschichte Brasiliens, bei welchem letzten Dienstag 18 der 26 brasilianischen Staaten und ungefähr 60 Millionen Menschen im Dunkeln saßen. Nachdem Transmissions-Probleme den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Itaipu">Itaipu</a>-Staudamm lahmlegten, gab es in den meisten brasilianischen Städten für über fünf Stunden keinen Strom. Der Itaipu-Staudamm, das weltweit zweitgrößte Wasserkraftwerk, an der Grenze mit Paraguay gelegen, wurde zum ersten Mal in seiner 25-jährigen Geschichte, stillgelegt. Teile von Paraguay waren ebenfalls betroffen.</p>
<p>Unter den vielen Berichten über &#8220;was-ich-tat-als-das-Licht-ausging&#8221; gab es verschiedene Verschwörungstheorien: Von einem Blog zum anderen wechselte die Schuld für den Stromausfall, der bis zu einem Fünftel der Bevölkerung ohne Strom lies, von Präsident Lula zu Dilma Rousseff, seiner Kandidatin für die nächsten Präsidentschaftswahlen, und von UFOs zu Hackern.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 435px"><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/9061.jpg" alt="Von Sonic Downloads" width="425" height="473" /><p class="wp-caption-text">Von Sonic Downloads</p></div>
<p>Die Behörden haben einen schweren Sturm für den Absturz einer Stromleitung, die dann auf zwei weitere stürzte, verantwortlich gemacht, die letztendlich die Schließung des Wasserwerkes und einen Dominoeffekt verursachte, der durch das ganze Land ging.<a href="http://arautodofuturo.wordpress.com/2009/11/11/o-que-realmente-pode-ter-causado-o-apagao/"> Arauto do Futuro</a> [pt] wendet sich gegen die offizielle Erklärung über <a href="http://oglobo.globo.com/pais/mat/2009/11/11/chance-de-blecaute-ter-sido-provocado-por-raio-minima-diz-inpe-914707392.asp">die Berichte des National Institute for Space Research </a>[pt] die behaupten, dass das Risiko, ein Blitz würde in irgendwelche Einrichtungen einschlagen, minimal wäre. Er deutet an, dass wirtschaftliche Interessen Itaipu stillgelegt haben könnten.</p>
<blockquote><p>Não seriam estes ‘apagões‘ a desculpa perfeita para acelerar a construção de PCHs ou as transposições de rios no Brasil? Contribuindo para o ‘programa de aceleração’ da destruição da natureza e da beleza cênica em diversos locais que ainda restam preservados nesse país?</p></blockquote>
<div class="translation">Kann dieser &#8220;Blackout&#8221; die perfekte Ausrede dafür sein, den Bau von kleinen Wasserkraftwerken oder den Flusstransport in Brasilien zu beschleunigen? Kann das zum &#8220;Programm zur Beschleunigung&#8221; der Zerstörung der natürlichen, landschaftlichen Schönheit, die an vielen Stellen in diesem Land erhalten geblieben ist, beitragen?</div>
<p>Zufall oder nicht, Dilma Rousseff, die Labour-Partei-Kandidatin für die Präsidentschaftswahlen in 2010, sagte vor ein paar Wochen in einem Interview, dass in Brasilien kein Risiko für einen weiteren Blackout bestünde, wobei sie vor allem auf den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/1999_Southern_Brazil_blackout">südlichen brasilianischen Blackout von 1999</a> verwies.</p>
<p>Für <a href="http://franciscoschieber.blogspot.com/2009/11/quatro-em-um.html">Francisco Schieber</a> [pt], lieferte die Regierung nur faule Ausreden:</p>
<blockquote><p>Apagão é rotina no Brasil. Uma média de um a cada seis anos, desde 1985. Bom, qual a diferença deste pros demais? Comecemos falando que este se deu no governo de um presidente que afirmou categoricamente que em seu governo jamais aconteceria algo de ruim (e até de bom, se olharmos com um pouco mais de cuidado suas declarações) que aconteceu no governo anterior. “Pois nunca antes na história destepaiz” aconteceu um apagão com proporções tão convincentes. Não restaram dúvidas: tivemos mais de três horas para concluirmos que realmente foi um apagão (ou blecaute, se preferirem). “Nunca antes na história destepaiz” um apagão foi tão mal justificado. E por que foi tão mal justificado? “Porque nunca entes na história destepaiz” o governo ficou tão desarmado com o que aconteceu, ou seja, nem eles sabem.</p></blockquote>
<div class="translation">Stromausfälle sind in Brasilien Routine. Seit 1985 hat sich durchschnittlich alle sechs Jahre einer ereignet. Nun, was ist hier der Unterschied? Beginnen wir damit, dass dies während der Regierung eines Präsidenten eintrat, der kategorisch erklärte, dass die schlimmen Dinge, die in der vorherigen Regierung geschahen, in seiner Amtszeit nie wiederholt würden (und die guten Dinge auch nicht, wenn wir seine Aussagen etwas genauer betrachten). &#8220;Niemals zuvor in der Geschichte dieses Landes&#8221; war ein Blackout in einem solchen überzeugenden Ausmaß eingetreten. Es besteht kein Zweifel: Wir hatten mehr als drei Stunden für die Feststellung, dass es sich wirklich um einen &#8220;apagão&#8221; (oder Blackout, wenn sie so wollen), handelt. &#8220;Nie zuvor in der Geschichte dieses Landes&#8221; wurde ein Blackout so schlecht gerechtfertigt. Und warum wurde das so schlecht gerechtfertigt? &#8220;Nie zuvor in der Geschichte dieses Landes&#8221; war die Regierung so überwältigt mit dem, was geschehen war, dass selbst sie nicht weiter wussten.</div>
<p>Auf der anderen Seite verdächtigt <a href="http://edu.guim.blog.uol.com.br/arch2009-11-08_2009-11-14.html#2009_11-11_04_49_07-3429108-0">Eduardo Guimarães</a> [pt] politische Kräfte und Sabotage. Er fragt sich, ob es möglich sei, dass einigen Sektoren der Presse der Ausfall vorher bekannt war, da die meisten Medien auf die Berichterstattung darüber vorbereitet waren:</p>
<blockquote><p>Fiquei impressionado com a eficiência da imprensa. Às três da manhã, quando a energia elétrica retornou, havia montes de matérias nos portais de internet sobre um “apagão” que se abateu sobre vários Estados do Sul e do Sudeste no fim da noite de ontem. E os jornais todos saem hoje com matérias amplas sobre o assunto.<br />
Detalhe: a falta de luz começou depois das 22 horas, muito próximo do fechamento das edições do principais jornais do país, que mostraram-se incrivelmente mobilizados para coberturas tão emergenciais. Pareceu até haver um esquema de “cobertura” muito bem montado.<br />
O termo “apagão”, que foi o que vi no G1 e no UOL, deverá ser generalizado e explorado à farta pela mídia. Ela tentará vincular um episódio isolado e desencadeado por causa desconhecida ao racionamento de energia que ocorreu no fim do governo Fernando Henrique Cardoso devido a falta de investimentos em geração de energia naquela época.<br />
A exploração de um episódio isolado, porém, terá vida curta… Mas será que terá mesmo? E se o episódio não for isolado e outros apagões misteriosos voltarem a ocorrer?</p></blockquote>
<div class="translation">Ich war mit der Effizienz der Medien beeindruckt. Um 3 Uhr morgens, als es wieder Strom gab, gab es auf den Internet-Portalen viele Nachrichten über den Stromausfall, der letzte Nacht mehrere südöstliche und südliche Staaten traf. Und alle Zeitungen kamen heute mit umfangreichen Berichten zu diesem Thema heraus.</p>
<p>Detail: Der Stromausfall begann nach 10 Uhr abends, sehr Nahe zum Schluss der Frühausgaben der Massenmedien, die nahezu unglaublich gut für diese Notfall Berichterstattung mobilisiert erschienen. Es schien sogar ein sehr gut zusammengestelltes &#8220;Abdeckungs&#8221; Bereich zu geben.<br />
Der Begriff &#8220;apagão&#8221; [eine abwertende Bezeichnung für Blackout], den ich auf G1 und UOL sah, sollte verallgemeinert und von der Presse voll ausgenutzt werden. Sie versuchen damit eine einzelne Episode, die aus unbekannten Gründen zur Rationierung der Elektrizität führte, was sich zum Ende der Amtszeit des (früheren Präsidenten] Fernando Henrique Cardoso aus Investitionsmangel in die Stromerzeugung erwies, zu verbinden.<br />
Die Ausbeutung einer einzelnen Episode wird jedoch nur von kurzer Dauer sein &#8230; aber wird sie das wirklich? Und was passiert, wenn diese Episode nicht ein Einzelfall war und weitere mysteriöse Stromausfälle auftreten?</p></div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/42099655.jpg" alt="São Paulo, twitpic von @douglasmiguel" width="600" height="800" /><p class="wp-caption-text">São Paulo, twitpic von @douglasmiguel</p></div>
<p>Einige Leute glauben, die Unterbrechung der Stromversorgung wurde von außerirdischen Besuchern verursacht. Allen UFO-Gemeinden ist bekannt: befindet sich ein &#8216;Unidentified Flying Object&#39; in der Nähe eines Stromnetzes, dann lösen die elektromagnetischen Wirkungen des UFOs Störungen aus. <a href="http://colunistas.ig.com.br/area51/2009/11/13/leitor-envia-relato-de-ovni-sobre-sp-na-noite-do-apagao/">Mario Barros</a> [pt] veröffentlicht ein Bild und diesen Bericht eines Lesers, der behauptet, in der Nacht des Stromausfalls eine fliegende Untertasse an São Paulos Himmel gesehen zu haben:</p>
<blockquote><p>Por alguns segundos, enquanto ainda estava perto, pude ver claramente que se tratava de um objeto escuro, negro, de forma retangular, com 4 luzes brancas de brilho constante em cada ponta e 2 luzes vermelhas que piscavam de maneira diferente uma da outra na parte de baixo. Tentei filmar o objeto com o celular, mas não consegui captar nada. Não faço idéia de que altura estava, mas estava bastante baixo. Não havia som algum e me pareceu ser menor e mais rápido que um avião comercial. A medida que foi se afastando não consegui mais ver a parte sólida e escura do objeto, somente suas luzes vermelhas que piscavam e as brancas estáticas. O objeto surgiu a leste dirigia-se rumo a oeste e o observei até que ele desapareceu no horizonte. Tudo isso durou cerca de 1 minuto e meio.</p></blockquote>
<div class="translation">Für ein paar Sekunden konnte ich deutlich sehen, dass es ein dunkles Objekt, schwarz, und rechteckig war, mit vier weißen Lichtern von gleichbleibender Helligkeit an jedem Ende und zwei rot blinkenden Lichtern, die unterschiedlich voneinander am Boden blinkten. Ich versuchte, das Objekt mit meinem Handy zu filmen, konnte aber leider nichts aufnehmen. Ich habe keine Ahnung, in welcher Höhe es war, aber es schien sehr niedrig zu fliegen. Es war nichts zu hören und es schien kleiner und schneller als ein Verkehrsflugzeug zu sein. Als es sich entfernte, konnte ich die festen und dunklen Teile des Objekts nicht mehr sehen, nur die roten blinkenden und statischen weisen Lichter. Das Objekt erschien im Osten und bewegte sich nach Westen und ich beobachtete es, bis es in der Ferne verschwand. All dies dauerte etwa 1 1/2 Minuten.</div>
<p>Für andere war der Stromausfall das Werk von Hackern. Zufällig, wenige Tage vor dem Ausfall, beschuldigte ein <a href="http://www.cbsnews.com/stories/2009/11/06/60minutes/main5555565.shtml?tag=contentMain;contentBody">Bericht des CBS Nachrichtenmagazins &#8216;60 Minuten&#39; Hacker</a> das Kontrollsystem anvisiert zu haben, und durch den Blackout in 2005 und 2007 Millionen Menschen in Brasilien, das unter Stromknappheit und Rationierung litt, getroffen zu haben. Das schürte erneut die Behauptung, dass Hacker hinter dem Ausfall stecken. Könnte das möglich sein? Ein 23-jähriger Hacker, <a href="http://blog.hacknroll.com/2009/11/12/a-verdade-sobre-o-apagao/">Maycon Maia Vitali</a> [pt] hält es für machbar. Er hat auf seinem Blog die Sicherheitslücken auf der Webseite einer der Behörden, zuständig für die Energieübertragung, genannt:</p>
<blockquote><p>Ou seja, além de ter encontrado uma falha de SQL Injection, já descobri de cara que o sistema funciona rodando um banco de dados IBM Informix.  A partir deste passo ficaria extremamente fácil para qualquer pessoa com conhecimento intermediário de SQL Injection invadir o Operador Nacional do Sistema Elétrico.<br />
É interessante ressaltar que não tenho qualquer ligação com o ocorrido no dia 11 de novembro de 2009, e que irei parar a divulgação neste ponto para não comprometer mais ainda o funcionamento do sistema (odeio escuro). Não estou afirmando que o ocorrido foi causado por um ataque hacker, porém se tivesse sido, é importante deixar bem visível que o mesmo aconteceria sem qualquer dificuldade.<br />
Espero que este post abra os olhos do governo, para que não possamos sofrer danos maiores em situações mais críticas.</p></blockquote>
<div class="translation">Abgesehen von einem Fehler in der SQL Injektion fand ich sofort heraus, dass das System mit einer IBM Informix Datenbank arbeitet. Von da an wäre es für jeden, der einige Kenntnisse über SQL Injektion hat, ein leichtes in das Netzwerk des Betreibers, der staatlichen Elektrizitätsgesellschaft, einzudringen.</p>
<p>Ich möchte betonen, dass ich keine Verbindung mit dem habe, was am 11. November 2009 geschah und ich werde aufhören jetzt weitere Informationen zu veröffentlichen, um den Betrieb des Systems nicht weiter preiszugeben (ich hasse Verdunklung). Ich sage nicht, dass der Vorfall durch einen Hacker-Angriff verursacht wurde, aber es ist wichtig, deutlich zu machen, dass dies ohne Probleme gemacht werden kann.<br />
Ich hoffe, dieser Beitrag der Regierung die Augen öffnet, sodass wir in kritischen Situationen keinen größeren Schäden ausgesetzt sein werden.</p></div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/42099139.jpg" alt="São Paulo, twitpic von @douglasmiguel" width="600" height="450" /><p class="wp-caption-text">São Paulo, twitpic von @douglasmiguel</p></div>
<p>Natürlich hat ein Stromausfall dieser Dimension den brasilianischen Sinn für Humor angefacht. <a href="http://www.fayerwayer.com.br/2009/11/os-5-melhores-tweets-do-apagao-fw-top-5/">Fabiano Fayerwayer</a> hat viele der Witze gesammelt, die bei Twitter die Runde machten, und die viele Leute während des Blackouts unterhielten und für sie eine &#8220;große informale Berichterstattung über das, was in vielen Teilen des Landes vor sich geht&#8221; war:</p>
<blockquote><p>Os engraçadinhos de plantão voaram em cima, e as piadinhas sobre Itaipu não param de aparecer. Tanto que resolvemos fazer uma pausa na nossa programação para trazer para vocês os 5 melhores tweets do apagão até agora! Confiram:</p>
<p>1. Alguem brincou lá em Itaipu e disse: “o último que sair apaga a luz”. O estagiário acreditou…<br />
2. Estão dizendo que o Google comprouItaipu. Agora energia elétrica, só com convite…<br />
3. Apagão: Muito mais econômico que horário de verão!<br />
4. A Madona nem liga pro apagão! Elá tá com Jesus Luz!<br />
5. Segundo meus cálculos, as maternidades vão estar lotadas em Agosto de 2010!!</p></blockquote>
<div class="translation">Der freche Kerl trat mit Non-Stop-Witzen über Itaipu auf. Also beschlossen wir, unser Programm zu unterbrechen, um Ihnen die bisher besten 5 Tweets über den Blackout zu bringen! Sehen Sie sich diese an:</p>
<p>1.  Jemand in Itaipu witzelte, &#8220;der Letzte, der rausgeht, soll bitte das Licht ausmachen!&#8221; Der Lehrling glaubte es &#8230;<br />
2. Sie sagten, Google habe Itaipu gekauft. Nun gibt es Strom nur auf Einladung &#8230;<br />
3. Blackout: viel wirtschaftlicher als die Umstellung auf Sommerzeit! &#8230;<br />
4.  Madonna macht der Blackout überhaupt nichts aus! Sie ist ja mit Jesus Luz zusammen! [Der Nachname von Madonnas brasilianischen Freundes ist das portugiesische Wort für ‘Licht’. Das Paar war in der Nacht des Stromausfalls in Rio.]<br />
5. Nach meinen Berechnungen werden die Entbindungsstationen der Krankenhäuser im August 2010 überlastet sein!</p></div>
<p style="text-align: center;"><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/apagao.jpg" alt="" /><br />
Blackout T-Shirts in zwei Versionen: &#8220;Blackout! Ich war dort / Blackout! Ich habe getwittert!&#8221;<br />
Vom Blog &#8216;Objetos de Desejo&#39;.</p>
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		<title>Russland: Die Krise und das Aufruhr-Potenzial</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/23/russland-die-krise-und-das-aufruhr-potenzial/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/23/russland-die-krise-und-das-aufruhr-potenzial/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Dec 2008 08:30:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mitte Oktober veröffentlichte Global Voices einen Überblick über die Ansichten englischsprachiger Blogger zur Finanzkrise in Ungarn, Estland, Lettland, Litauen und der Ukraine. Hier kommt eine weitere Folge über die Auswirkungen und zu erwartendenden Folgen der Krise in Russland.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/neeka/">Veronica Khokhlova</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/12/21/russia-the-crisis-and-the-potential-for-unrest/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Mitte Oktober <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/10/16/central-eastern-europe-financial-crisis/">veröffentlichte Global Voices</a> [en] einen Überblick über die Ansichten englischsprachiger Blogger zur Finanzkrise in Ungarn, Estland, Lettland, Litauen und der Ukraine. Hier kommt eine weitere Folge über die Auswirkungen und zu erwartendenden Folgen der Krise in Russland.</p>
<p>Edward Hugh von <em>Eastern Europe Economy Watch</em> <a href="http://easterneuropeeconomy.blogspot.com/2008/12/russias-macro-data-starts-to-confirm.html">untersucht die Zahlen und schließt daraus</a>:</p>
<blockquote>
<p><b>Russia&#39;s macro data starts to confirm the severity of the downturn</b></p>
<p>[&#8230;] So the ruble is falling and the reserves are flowing out at a rather fast rate, but this is not producing inflation in Russia - in fact quite the contrary, disinflation is very strong in Russia right now, and indeed if things continue at this rate (especially given the sharp contraction in internal demand) <strong>deflation</strong> and not inflation is going to be the big headache. </p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Unemployment is also rising, as are overdue wages, which were up 93% over the previous month. The unemployment rate rate rose to 6.6 percent in November, which is the highest since April, but still comparatively low by historic standards, although experts suggest we could easily see this number rise towards 10% to 11% in 2009. </p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>So an incredible trifecta - a unilateral decision to recognise Georgia&#39;s two separatist regions, a 66 percent fall in oil prices and the worst global financial crisis since the Great Depression - has been whisked up, and has lead to a sharp spike in investor unease such that around $211 billion has been withdrawn from Russia (estimate by analysts at PNB Paribas) since that fateful day in August when the tanks went though roaring through the Roki tunnel. We now await to see just how sharp &#8220;sharp&#8221; means when we are talking about the slowdown in Russian GDP in 2009, although the real questions which must be in everyone&#39;s minds concern the future beyond 2009. If the ruble devaluation produces - as seems likely - a rise in corporate and household defaults on forex loans, just how long will it take Russian consumption and Russia&#39;s banking system to recover from the blow that this will represent? And when oil prices do eventually recover (in 2010?) just what will the Russian central bank and those responsible for economic management have learnt from this most unfortunate &#8220;boom-bust&#8221; episode.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p><b>Die russischen makroökonomischen Daten fangen an, die Stärke des Abschwung zu bestätigen</b></p>
<p>[&#8230;] Der Rubel fällt also und die Reservern fließen recht schnell [aus dem Land] heraus, aber das erzeugt keine Inflation in Russland - eher im Gegenteil, die Disinflation ist gerade jetzt in Russland sehr stark, und wenn es tatsächlich so schnell weitergeht (insbesondere der starke Rückgang der Binnennachfrage) wird <strong>Deflation</strong> und nicht Inflation das große Kopfweh sein.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Die Arbeitslosigkeit nimmt auch zu, ebenso überfällige Lohnzahlungen, die im letzten Monat um 93% zugenommen haben. Die Arbeitslosenrate nahm auf 6,6% im November zu, dies ist der höchste Wert seit April, aber immer noch vergleichbar wenig im Verhältnis zu den historischen Werten, obwohl Experten andeuten, das diese Zahl 2009 leicht auf 10% bis 11% steigen könnte.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Ein unglaubliche Dreierwette - eine unilaterale Entscheidung, die zwei von Georgien sich abspaltenden Regionen anzuerkennen, ein Sturz des Ölpreises um 66% und die schlimmste Weltfinanzkrise seit der Weltwirtschaftskrise [der 1920er Jahre] - trifft also zu und führt zu einer scharfen Spitze des Investoren-Unbehagens, so dass ungefähr 211 Milliarden Dollar aus Russland abgezogen wurden (Schätzung von Analysten der PNB Paribas) seit dem schicksalsträchtigen Tag im August, als die Panzer dröhnend durch den Roki-Tunnel fuhren. Wir warten jetzt darauf zu sehen, wie scharf „scharf“ wirklich ist, wenn wir über die Verlangsamung des russischen Bruttoinlandsprodukt 2009 reden, obwohl die wirklichen Fragen, die uns alle interessieren sollten, die Zukunft nach 2009 betreffen. Wenn die Rubelabwertung - wie anzunehmen ist - eine Zunahme der ausbleibenden Rückzahlungen von Devisenkrediten von Firmen und Privathaushalten bedeutet, wie lange braucht es, bis der russische Konsum und das russische Bankensystem sich von diesem Schlag erholen? Und wenn die Ölpreise sich irgendwann einmal erholen (2010?), was wird die russische Zentralbank und die für die Wirtschaft Verantwortlichen von dieser höchst unglücklichen Episode eines „geplatzten Booms“ gelernt haben.</p>
</div>
<p>Edward Lucas von <em>The Economist</em>  <a href="http://edwardlucas.blogspot.com/2008/12/russia-economy.html">schreibt</a>, die russische Wirtschaft sehe „wackelig“ aus:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] Russia has been hit by a double blow. One is a collapse in the oil price. Urals crude is trading around $44 a barrel, whereas Russia’s budget had pencilled in an oil price of $70. The other is the credit crunch which means an end to cheap loans for an economy that had become used to a flood of petroroubles.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Public discontent is beginning to simmer. The problem is less the tiny self-proclaimed opposition, but spontaneous protests by citizens fed up with incompetent and arbitrary behaviour. A protest by drivers in the Russian far east brought a nervy response from official Kremlin media. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Russland wurde von einem doppelten Schlag getroffen. Das eine ist ein Zusammenbruch des Ölpreises. Rohöl aus dem Ural wird jetzt für ungefähr 44$ pro Barrel gehandelt, Russlands Staatshaushalt dagegen wurde für einen Ölpreis von 70$ entworfen. Das andere ist ein Wegbrechen der Kredite, was ein Ende der billigen Darlehen bedeutet für eine Wirtschaft, die sich an eine Flut von Petrodollars gewöhnt hatte.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Der Unmut der Öffentlichkeit beginnt zu gären. Das Problem ist weniger die winzige selbsternannte Opposition, sondern spontane Proteste von Bürgern, die genug haben von einem inkompetenten und willkürlichen Verhalten. Autofahrer-Protest im fernen Osten Russlands rief eine genervte Antwort der offiziellen Kreml-Medien auf den Plan. [&#8230;]</p>
</div>
<p>Oleg Kozlovsky, einer der Aktivisten der „winzigen selbsternannte Opposition“, wie sie Edward Lucas nennt, <a href="http://olegkozlovsky.wordpress.com/2008/12/19/public-unrest-rises-in-russia/">schreibt</a> über die Krise:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] By the way, the <strong>crisis</strong> is already beginning to affect the people. Andrei Illarionov (a prominent Russian economist, former Putin’s advisor on economics) publishes the official figures of industrial recession that he calls “disastrous”. Industrial output fell by 6.7% in November alone, which makes 13% in last five months. This is the worst monthly decrease since the beginning of the devastating World War II. It is even worse than in early 1990s (that are considered to be a synonym for nightmare in modern Russia) or during the 1998 crisis.</p>
<p>The gold rivers are dry for the first time since Vladimir Putin came to power and his government doesn’t seem to be prepared. Salaries and pensions are not paid in time anymore. In some regions elderly people only got half of their pension two weeks later and they don’t know when they receive the rest. The government tries to get more money from the people and raises tariffs, taxes and duties. This begins to cause discontent among the citizens. In Vladivostok, several thousands car drivers blocked all the main roads protesting a significant increase of customs duty for foreign cars. They demanded cancellation of the proposed reform and resignation of Vladimir Putin. Their next protest is scheduled for this Sunday.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Die <strong>Krise</strong> fängt übrigens schon an, auf die Menschen zu wirken. Andrej Illarionow (ein prominenter russischer Wirtschaftswissenschaftler und früherer Wirtschaftsberater Putins) veröffentlicht die offiziellen Zahlen der Rezession in der Industrie, die er „desaströs“ nennt. Der Umsatz der Industrie ging um 6,7% allein im November zurück, das sind in den letzten fünf Monaten 13%. Das ist der schlimmste monatliche Rückgang seit dem verheerenden zweiten Weltkrieg. Er ist sogar schlimmer als der in den frühen 1990er Jahren (im modernen Russland ein Synonym für Alptraum) oder der in der Krise von 1998.</p>
<p>Die Ströme von Gold sind zum ersten Mal versiegt, seit Wladimir Putin an die Macht kam, und seine Regierung scheint nicht vorbereitet zu sein. Löhne und Renten werden nicht mehr pünktlich gezahlt. In manchen Regionen haben alte Menschen zwei Wochen später nur die halbe Rente und sie wissen nicht, wann sie den Rest bekommen. Die Regierung versucht mehr Geld vom Volk zu bekommen und erhöht Gebühren, Steuern und Zölle. Das fängt an, Unruhe unter den Bürgern verbreiten. In Wladiwostok blockierten einige tausend Autofahrer alle Hauptstraßen um gegen einen deutlichen Anstieg der Zölle für ausländische Autos zu protestieren. Sie verlangten die Aufhebung der Reform und den Rücktritt von Wladimir Putin. Ihr nächster Protest wird diesen Sonntag stattfinden.</p>
</div>
<p><em>Streetwise Professor</em> <a href="http://streetwiseprofessor.com/?p=1143">argumentiert</a>, dass die Abwertung des russischen Rubels zu lange brauche, was schlecht für die Wirtschaft sei und der Grund dafür, dass Russland den „Frosch kocht, indem es die Temperatur langsam höher dreht, anstatt sich die Währung auf einen Kurs hin bewegen zu lassen, der die trüben Fundamentaldaten des Landes widerspiegelt“ sei „aller Wahrscheinlichkeit nach die Innenpolitik“:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] <a href="http://uk.reuters.com/article/marketsNewsUS/idUKLG67630320081216?pageNumber=3">The most recent–and most serious–protests occurred in Vladivostok in response to the government’s attempt to protect the imploding domestic car industry (misery loves company) by restricting imports of used cars.</a></p>
<p>As Russia has experienced numerous times in its history–think 1905, 1917, 1991–protests of this sort can snowball. </p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>The car tariff decision reeks of desperation in the Kremlin–and the White House (on the Moskva).  An ad hoc response taken in haste to defuse one problem creates another.  Putin has few good options.  With the entire economy imploding, everybody is hurting, and moves to help one sector will only aggravate the suffering in others.  Such clumsy moves will quickly undermine the aura of competence surrounding Putin–an aura created by luck (skyrocketing prices for raw materials and a predictable recovery from an inherited economic disaster) rather than by any real economic policy acumen.  Once this aura disappears, the potential for protests and disenchantment grows.  He has only made the ultimate reckoning worse by his failure to level with the Russian people about the seriousness of the situation.  How will Putin likely respond?  I think we all know (and dread) the answer–the answer implicit in the strengthening of the MVD. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] <a href="http://uk.reuters.com/article/marketsNewsUS/idUKLG67630320081216?pageNumber=3">Die letzten - und schwerwiegendsten - Proteste fanden in Wladiwostok statt, als Reaktion auf den Versuch der Regierung, die implodierende heimische Autoindustrie (geteiltes Leid) durch Importbeschränkungen bei Gebrauchtwagen zu schützen.</a></p>
<p>Wie Russland es unzählige Male in seiner Geschichte erlebt hat - denken Sie an 1905, 1917, 1991 - können solche Proteste Lawinen auslösen.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Der Entscheidung über die Zölle haftet ein Geruch von Verzweiflung im Kreml und im Weißen Haus (an der Moskwa) an. Eine ad-hoc-Antwort zum Entschärfen eines Problem schafft noch eines. Putin hat nur wenige gute Möglichkeiten.Da die ganze Wirtschaft implodiert, tut jedem etwas weh und [Schach-]Züge, die einer Branche helfen, verschlimmern nur die Leiden anderer. Solche unbeholfenen Züge werden schnell die Aura der Kompetenz unterminieren, die Putin umgibt - eine Aura, die mehr vom Glück geschaffen wurde (in den Himmel schnellende Preise für Rohstoffe und eine vorhersagbare Erholung von einer ererbten Wirtschaftskatastrophe), denn von wirklichem wirtschaftspolitischem Scharfsinn. Wenn diese Aura verschwindet, wächst das Potenzial für Proteste und Entzauberung. Unter dem Strich hat er alles noch schlimmer gemacht durch sein Versagen, dem russischen Volk den Ernst der Lage ehrlich darzustellen. Wie wird Putin wohl reagieren? Ich schätze, wir alle wissen (und fürchten) die Antwort - die Anwort, die in der Stärkung des MWD [Innenministeriums] liegt.<br />
[&#8230;]</p>
</div>
<p>In einem weiteren Posten<br />
<a href="http://streetwiseprofessor.com/?p=1154">zitiert <em>Streetwise Professor</em>  einige Medienberichte</a> „die offen das Unruhepotenzial in Russland diskutieren und die wahrscheinliche Antwort der Regierung darauf diskutieren“ - und folgert:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] Discontent is rising, albeit slowly, and the authorities are very, very nervous.  What is remarkable is that the full economic impact of the crisis has not been felt.  The layoffs are just beginning. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Die Unzufriedenheit wächst, wenn auch langsam, und die Behörden sind sehr, sehr nervös. Bemerkenswert ist, dass die ganzen wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise noch nicht zu spüren sind. Die Entlassungen beginnen gerade erst. [&#8230;]</p>
</div>
<p><em>Sean&#39;s Russia Blog</em> hat mehr Informationen <a href="http://seansrussiablog.org/2008/12/15/russias-far-east-says-no-new-taxes/">zu den Autofahrer-Protesten</a> in Wladiwostok:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] While most international reporting has focused on the arrests of some 90 demonstrators at the sparsely attended the Dissenters’ March in Moscow, on the other side of the country thousands of people paralyzed the city of Vladivostok for five hours in a protest against taxes on the purchase of foreign cars.  The <a href="http://www.moscowtimes.ru/articles/detail.php?ID=373168">increase set to take effect</a> on January 11, 2009 will increase the price of an imported car by 10 to 20 percent.</p>
<p>The action pits the Russian government and citizen against each other in the form of a classic tax revolt.  Ironically, the government’s attempt to protect the fledgling Russian auto industry from foreign competition has found its greatest foe among the very people Russia’s economic boom has benefited: those Russians who now have enough disposable income to buy a new car. </p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>The protesters can say that their action was a success.  They may have been dismissed by the national television media, but they got the attention of their intended target: local and national leaders. Today, deputies from Primorya voted unanimously to appeal to Medvedev, Putin and the State Duma to reverse the planned tariffs on foreign cars.  The Federal Council has already promised to help the protesters. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Während die meiste internationale Berichterstattung sich auf die Verhaftung von gerade mal 90 Demonstranten des dünn besuchten Marschs von Andersdenkenden im Moskau fokussierte, legten am anderen Ende des Landes tausende Menschen die Stadt Wladiwostok für fünf Stunden lahm durch einen Protest gegen Steuern auf den Kauf ausländischer Autos. Die am 11.01.2009 <a href="http://www.moscowtimes.ru/articles/detail.php?ID=373168">in Kraft tretende Erhöhung</a> [en] wird den Preis importierter Autos um 10 bis 20 Prozent erhöhen.</p>
<p>Durch die Aktion stehen die russische Regierung und die Bürger einander gegenüber in Form einer klassischen Steuerrevolte. Ironischerweise hat der Versuch der Regierung die flügge werdende russische Autoindustrie zu schützen seine größten Feinde gerade unter denjenigen, die von Russlands Wirtschaftsboom profitiert haben: den Russen, die jetzt genügend verfügbares Einkommen haben, um ein neues Auto zu kaufen.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Die Protestierer können ihre Aktion einen Erfolg nennen. Sie mögen von den landesweiten Medien ignoriert worden sein, aber sie erreichten die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppe: die Politiker auf lokaler und nationalen Ebene. Heute stimmten die Abgeordneten der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Region_Primorje">Region Primorje</a> einstimmig dafür, Medwedjew, Putin und die Staatsduma aufzufordern, die geplanten Zölle auf ausländische Autos zurück zu nehmen. Der Föderationsrat hat schon versprochen, den Protestierern zu helfen. [&#8230;]</p>
</div>
<p><em>IZO</em> <a href="http://www.izo.com/2008/12/many-photos-of-the-14-december-rally-in-vladivostok-to-protest-against-the-raising-of-import-tariffs-on-used-cars-izo-earli.html">verweist</a> auf  <a href="http://matroskin-cat.livejournal.com/80893.html"><br />
Fotos der Demonstration von Wladiwostok</a> [ru] des Livejournal-Benutzers <em>matroskin-cat</em>.</p>
<p><em>Window on Eurasia</em> <a href="http://windowoneurasia.blogspot.com/2008/12/window-on-eurasia-gontmakhers-warning.html">liefert die Übersetzung</a> von einigen der Slogans, die in Wladiwostoks zu sehen waren:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] But perhaps more worrisome to the authorities both locally and in Moscow were some of the slogans that the protesters carried. Many cars featured printed signs saying “Separate Moscow from Russia,” and at least a few had posters saying “Give Vladivostok and the Kuriles to Japan” [&#8230;].</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Am meisten Sorgen machten sich die Behörden sowohl vor Ort als auch in Moskau über die Slogans, die die Demonstranten trugen. Viele Autos waren mit gedruckten Schildern wie „trennt Moskau von Russland“ bestückt und immerhin ein paar hatten Posters mit dem Text „Gebt Wladiwostok und die Kurilen den Japanern“.</p>
</div>
<p>Der Blog von RFE/RL&#39;s - <em>The Power Vertical</em> - <a href="http://www.rferl.org/Content/Voices_In_The_Wilderness/1360829.html">schreibt</a> über die Proteste zur Krise in Russland:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] But bread-and-butter issues have greater resonance (and not just in Russia, of course). And there are indications that the number of bread-and-butter issues &#8212; inflation, unemployment, utility-rates hikes, officers released from service because of military reform, etc. &#8212; that Russians might become peeved about is on the rise as the economic crisis unfolds.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>But the Kremlin is sure to recognize the danger of giving in to the demands of this small protest (about 5,000 people in Vladivostok). In a country with mounting social tensions and economic problems, with a stage-managed political system and a tongue-tied media, the last thing the authorities will want to do is send the signal that the &#8220;feedback mechanism&#8221; of mass unrest is a good way of getting a message to Moscow. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Aber Brot-und-Butter-Themen haben eine größere Ressonanz (und natürlich nicht nur in Russland). Und es gibt Hinweise darauf, das die Zahl der Brot-und-Butter-Themen — Inflation, Arbeitslosigkeit, Gebührenerhöhungen, entlassene Offiziere wegen der Reform des Militärs, usw. — über die sich die Russen ärgern könnten, zunehmen, wenn die Krise um sich greift.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Aber der Kreml wird sicher die Gefahr erkennen, die darin liegt, den Forderungen dieses kleinen Protests nachzugeben (ungefähr 5000 Leute in Wladiwostok). In einem Land mit wachsenden sozialen Spannungen und wirtschaftlichen Problemen, mit einem inszenierten politischen System und sprachlosen Medien, werden die Behörden wohl nicht das Signal senden wollen, dass der „Rückkopplungsmechanismus“ des Massenaufruhrs die richtige Art und Weise sei eine Nachricht nach Moskau zu bekommen. [&#8230;]</p>
</div>
<p><a href="http://www.robertamsterdam.com/2008/12/preemptive_repression.htm">Auf dem Blog von Robert Amsterdam</a> [en] findet sich „eine exklusive Übersetzung von <a href="http://www.rbcdaily.ru/2008/12/17/focus/395138">RBK Daily</a> über die Vorkehrungen der russischen Sicherheitskräfte um Aufständen oder Unruhen wegen der Wirtschaftskrise zu begegnen“</p>
<p>Auf dem Blog von Robert Amsterdam gibt es auch eine Übersetzung eines „kleinen Glossars politisch korrekten journalistischen Vokabulars in Zeiten der Krise“ - <a href="http://www.robertamsterdam.com/2008/12/a_glossary_of_russias_economic_euphemisms.htm">im folgenden ein Ausschnitt</a>:</p>
<blockquote>
<p>&#8220;Crisis&#8221; - ought to write - &#8220;world crisis&#8221;<br />
&#8220;Threat of devaluation&#8221; - financial crisis in the USA<br />
[&#8230;]<br />
&#8220;No job openings&#8221; - the personnel shortage in Russia has been overcome<br />
&#8220;Oil has gotten cheaper by two&#8221; - prices for gasoline have fallen by 0.37%!<br />
[&#8230;]<br />
&#8220;I&#39;ve been laid off&#8221; - I&#39;ve gone freelance<br />
&#8220;Dollar&#8221; - the falling-in-the-long-term American currency
</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>„Krise“ - bitte schreiben Sie - &#8220;weltweite Krise&#8221;<br />
„drohende Abwertung“ - Finanzkrise in den USA<br />
[&#8230;]<br />
„Keine offenen Stellen“ - die Personalknappheit in Russland ist überwunden worden<br />
„Öl ist halb so teuer“ - die Benzinpreise sind um 0,37% gefallen!<br />
[&#8230;]<br />
„Ich bin entlassen worden“ - Ich bin Freelancer geworden<br />
„Dollar“ - die langfristig fallende amerikanische Währung
</p>
</div>
<p><a href="http://moscownotes.wordpress.com/2008/12/08/russian-apathy/">Dieser Post</a> auf <em>Notes on Moscow</em> zeigt, dass die russischen Medien die oben zitierten Euphemismen wohl tatsächlich auf die eine oder andere Art gebrauchen werden:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] The financial crisis here is entirely blamed on America and excesses of the West by the media, where the press is allowed to speak only of a global financial crisis to which Russia has fallen victim, not that Russia has in any way contributed to its economic issues. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Die Finanzkrise wird hier vollständig Amerika und den Exzessen des Westens angelastet, und die Presse darf nur von einer globalen Finanzkrise sprechen, der Russland zum Opfer gefallen ist, nicht davon dass Russland auf irgendwelche Art und Weise zu seinen Wirtschaftsproblemen beigetragen habe. [&#8230;]</p>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Französisch-Guayana: Der ungehörte Totalausfall</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/05/franzosisch-guayana-der-ungehorte-totalausfall/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Dec 2008 17:52:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Französisch Guayana]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit mehr als einer Woche ist Französisch-Guayana in Aufruhr. Die Bevölkerung protestiert mit Straßensperren, geschlossenen Schulen und Geschäften gegen astronomische Benzinpreise. Der Liter Benzin liegt derzeit bei 1,77 € pro Liter (2,25 US-$) was im krassen Gegensatz zum Ölpreis steht, der in den vergangenen Wochen teilweise auf bis zu 50,00 US-$ pro Barrel gefallen war. In der französisch-guayanischen Blogosphäre spiegelt sich diese enorme Mobilisierung wider.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/fabienne-flessel/">Fabienne Flessel</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/12/03/french-guiana-the-unheard-blackout/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Seit mehr als einer Woche ist <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/French_Guiana">Französisch-Guayana</a> in Aufruhr. Die Bevölkerung protestiert mit Straßensperren, geschlossenen Schulen und Geschäften <a href="http://www.france24.com/en/20081130-petrol-protests-block-french-guianas-roads-france">gegen astronomische Benzinpreise</a>. Der Liter Benzin liegt derzeit bei 1,77 € pro Liter (2,25 US-$) was im krassen Gegensatz zum Ölpreis steht, der in den vergangenen Wochen teilweise auf bis zu 50,00 US-$ pro Barrel gefallen war. In der französisch-guayanischen Blogosphäre spiegelt sich diese enorme Mobilisierung wider.</p>
<p>In einem Post vom 28. November erklärt <em><a href="http://guyane.over-blog.net/article-25255394.html">Le Blog Guyane</a></em> [fr], welche wirtschaftlichen, politischen und sozialen Interessen auf dem Spiel stehen, die diese Massenversammlungen und politischen Kundgebungen rechtfertigen.</p>
<blockquote><p>“Déjà que la vie est chère ici, mais avec l&#39;essence à 1,77 euros ça devient plus gérable pour beaucoup de gens. Du coup blocage total des transports, voiture, avion, déchargement des bateaux. Petit probleme, certains bleds isolés dépendent de l&#39;essence pour l&#39; électricité, la filtration de l&#39;eau étant électrique, plus d&#39;eau potable en début de semaine prochaine (le fleuve est pollué au mercure des chercheurs d&#39; or), plus d&#39;électricté pour les dispensaires, etc….. “</p></blockquote>
<div class="translation">&#8220;Die Lebenshaltungkosten sind hier grundsätzlich sehr hoch, aber mit 1,77 Euro pro Liter Benzin, wird das Leben für einige sehr hart. Straßen sowie der Flughafen Rochambeau sind blockiert und es können keine Frachtschiffe entladen werden. Das Problem ist, dass einige weit abgelegene Dörfer auf Benzin zur Stromerzeugung und für die Wasserfilterung angewiesen sind. Das bedeutet, dass es Anfang nächster Woche kein Trinkwasser mehr geben wird (das Flusswasser ist durch beim Waschen von Gold verwendetes Quecksilber verseucht) und öffentliche Krankenhäuser keine Strom mehr haben werden,&#8230;&#8221;</div>
<p>Er stellt außerdem in den Blickpunkt, dass dieser große Generalausfall in den internationalen Medien nicht erwähnt wird, obwohl dieses Problem ein Engagement zum Handeln in der guayanischen Bevölkerung und unter Politikern ausgelöst hat, das bisher in dieser Form nur selten zu sehen war.</p>
<blockquote><p>“Eh oui, des barrages partout, plus d&#39;écoles ni de magasins ouverts,plus d&#39;essence, il reste l&#39; hopital et la police….. Bon vu qu&#39; apparement la Guyane n&#39; interesse pas trop les médias ni notre cher président, ni même beaucoup le secrétaire d&#39; etat à l&#39; outre mer…”</p></blockquote>
<div class="translation">&#8220;Nun, überall gibt es Straßensperren, Schulen und Geschäfte sind geschlossen, es gibt kein Benzin mehr und nur in Krankenhäusern und Polizeirevieren wird noch gearbeitet&#8230; Es sieht ganz danach aus, als ob die Medien, unser lieber Präsident Sarkozy und der zuständige Überseeminister Jego sich nicht viel für Französisch-Guayana interessieren&#8230;&#8221;</div>
<p>Ein Post im Blog <em><a href="http://dometstephenguyane.travelblog.fr/">Dom et Steph en Guyane</a></em> [fr] stellt heraus, wie wichtig es ist, dass eine große Debatte in der Bevölkerung und bei den Behörden über die Frage umweltfreundlicherer Energiequellen angestoßen wird.</p>
<blockquote><p>“Espérons aussi qu&#39;un débat de fond sur les alternatives à la consommation de pétrole soit initié.”</p></blockquote>
<div class="translation">&#8220;Wir können nur hoffen, dass diese Situation eine ernste Debatte über Alternativen zum Benzin in Französisch-Guayana auslöst.&#8221;</div>
]]></content:encoded>
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		<title>Syrien: Reaktionen auf die Blockade des Gaza-Streifens</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/01/27/syrien-reaktionen-auf-die-blockade-des-gaza-streifens/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Jan 2008 21:16:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Arabisch]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonYazan Badran  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Dieses Bild soll an den Gaza-Streifen im Dunkeln erinnern. Während Israel die Grenze weiterhin blockiert wird die Situation für die Menschen schlimmer und schlimmer. Während der Mittlere Osten wegen des Ausnahmewetters zittert, sitzen die Menschen im Gaza-Streifen ohne Heizöl und Strom da.
Hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/yazan-badran/">Yazan Badran</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/01/23/syria-bloggers-react-to-gaza-blockade/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img src="http://www.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/01/gaza.jpg" alt="Light Up Gaza" align="left" height="216" hspace="10" vspace="10" width="109" />Dieses Bild soll an den Gaza-Streifen im Dunkeln erinnern. Während Israel die Grenze weiterhin blockiert wird die Situation für die Menschen schlimmer und schlimmer. Während der Mittlere Osten wegen des Ausnahmewetters zittert, sitzen die Menschen im Gaza-Streifen ohne Heizöl und Strom da.</p>
<p>Hier sind einige Reaktionen aus der syrischen Blogosphäre:</p>
<p><em>Ayam</em> postet auf seinem Blog <a href="http://www.damasceneblog.com/"><em>The Damascene Blog</em></a> einfach das Gedicht <a href="http://www.damasceneblog.com/arabic/2008/01/post-1.html">&#8220;Die Wütenden&#8221;</a> von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nizar_Kabbani">Nazir Kabbani</a>:</p>
<blockquote>
<p align="right">يا تلاميذ غزة<br />
نحن أهل الحساب والجمع والطرح<br />
فخوضوا حروبكم واتركونا<br />
نحن موتى لا يملكون ضريحاً<br />
ويتامى لا يملكون عيونا<br />
قد لزمنا جحورنا<br />
وطلبنا منكم أن تقاتلوا التنّينا<br />
قد صغرنا أمامكم ألف قرن<br />
وكبرتم خلال شهر قرونا</p></blockquote>
<blockquote><p> Oh, Schüler aus Gaza,</p></blockquote>
<blockquote><p>Wir sind die Menschen der Rechenarten, der Addition und der Subtraktion,</p></blockquote>
<blockquote><p>Kämpft in euren Kriegen und lasst uns zurück,</p></blockquote>
<blockquote><p>Wir sind Tote ohne Särge,</p></blockquote>
<blockquote><p>Waisen ohne Augen,</p></blockquote>
<blockquote><p>Wir bleiben in unseren Verschlägen,</p></blockquote>
<blockquote><p>Und bitten euch den Drachen zu bekämpfen,</p></blockquote>
<blockquote><p>In euren Augen werden wir tausend Jahrhunderte kleiner,</p></blockquote>
<blockquote><p>In einem Monat seit ihr für Jahrhunderte gewachsen.</p></blockquote>
<p><em>Rime</em> von <a href="http://www.rimeallaf.com/mosaics/"><em>Mosaic</em></a> gibt das <a href="http://www.rimeallaf.com/mosaics/index.php?entry=entry080122-004532">Gefühl der Frustration</a> bezüglich der Reaktion der internationalen Gemeinschaft wieder:</p>
<blockquote><p>Man muss wirklich andere Medien verfolgen oder andere Nachrichten sehen um zu erfahren, dass die unmenschliche Behandlung der Palästinenser durch Israel erneut keine Grenzen kennt und dass nach dem systematischen Mord an duzenden Palästinensern in den vergangenen Wochen die Belagerung des größten und verzweifelsten Ghettos weiter anhält.</p></blockquote>
<p><a href="http://abufares.blogspot.com/">Abu Fares</a> schreibt in den Kommentaren und gibt dabei die Auffassung vieler Syrer wieder:</p>
<blockquote><p> Die Babies, die diese Quall überstehen werden erwachsen werden und sich ihren Unterdrückern gegenüber stellen - und sie werden auch die stellen, die die Wahrheit umschreiben, sodass es ihrer verquerten Moral entspricht.</p>
<p>Sie würden von den Israelis und den führenden Medien &#8216;Terroristen&#39; genannt werden:</p>
<p>Denn sie starben erstens nicht in ihren Brutkästen, als sie die Chance hatten unter Beweis zu stellen, dass sie gute Babies seien, und zweitens weil sie für ihre Rechte einstehen und kämpfen werden. Wieder und wieder!</p></blockquote>
<p>Annie, ein Belgierin die Jahrelang in Syrien lebte und bei <em><a href="http://dimashq.blogspot.com/">Vivre en Syrie</a></em> bloggt, veröffentlicht eine <a href="http://dimashq.blogspot.com/2008/01/appeal-for-gaza.html">gemeinsame Stellungnahme</a> von 40 internationalen, israelischen und palästinensischen Entwicklungshilfe- und Menschenrechtsorganisationen:</p>
<blockquote><p>Wir, die unterzeichnenden internationalen, israelischen und palästinensischen Entwicklungshilfe- und Menschenrechtsorganisationen fordern ein sofortiges Ende der Blockade des Gaza-Streifens durch Israel, ein Ende der internationalen Isolation und Gespräche und Ausgleich zwischen den palästinensischen Parteien. Wir rufen auch zum Ende der 40jährigen Besetzung durch Israel auf, im Namen des Friedens und der Gerechtigkeit für alle.</p>
<p>&#8216;Wir leben in Angst vor der Verwüstung unserer Gesellschaft. Die Belagerung des Gaza-Streifens ist ein furchtbares Verbrechen. Ich möchte der Welt sagen: Behauptet nicht, ihr hättet nichts gewusst.&#39;</p></blockquote>
<blockquote></blockquote>
<blockquote></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Palästina: Kollektivstrafe durch Israel [Linktipp]</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2007/11/24/palastina-kollektivstrafe-durch-israel-linktipp/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2007/11/24/palastina-kollektivstrafe-durch-israel-linktipp/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Nov 2007 11:35:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Kriege & Konflikte]]></category>

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		<description><![CDATA[ &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Die israelische Menschenrechtsorganisation Gisha hat einen Bericht über die kollektive Bestrafung aller Palästinenser im Gaza-Streifen veröffentlicht, der besonders auf die Einflüsse der eingeschränkten Lieferungen von Benzin und Strom eingeht. Der palästinensische Blogger Haitham Sabbah bietet einen Link zu diesem Bericht.
Von Amira Al Hussaini. 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em> &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2007/11/23/palestine-impact-of-fuel-and-electricity-cuts-on-gaza/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Die israelische Menschenrechtsorganisation Gisha hat einen Bericht über die kollektive Bestrafung aller Palästinenser im Gaza-Streifen veröffentlicht, der besonders auf die Einflüsse der eingeschränkten Lieferungen von Benzin und Strom eingeht. Der palästinensische Blogger <em>Haitham Sabbah</em> <a href="http://sabbah.biz/mt/archives/2007/11/23/impact-of-israels-fuel-and-electricity-cuts-to-gaza/">bietet</a> einen Link zu diesem Bericht.</p>
<p><strong>Von <a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/amira-al-hussaini/">Amira Al Hussaini</a>. </strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ägypten: Warum hat Israel Angst? [Linktipp]</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2007/11/17/agypten-warum-hat-israel-angst-linktipp/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Nov 2007 14:39:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>

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		<description><![CDATA[ &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
&#8220;Ich kenne keinen Grund, warum Israel so eine Angst davor haben sollte, dass ein arabische oder islamisches Land ein Nuklearprogramm hat!! Ganz im Ernst, ich finde keinen guten Grund für all die Dinge, die Israel tut: Ob sie nun die Welt gegen den Iran anführt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em> &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2007/11/17/egypt-why-is-israel-scared/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>&#8220;Ich kenne keinen Grund, warum Israel so eine Angst davor haben sollte, dass ein arabische oder islamisches Land ein Nuklearprogramm hat!! Ganz im Ernst, ich finde keinen guten Grund für all die Dinge, die Israel tut: Ob sie nun die Welt gegen den Iran anführt oder Ägypten und KSA attackieren für deren Ankündigungen, friedliche Nuklearprogramme zu starten&#8221;, <a href="http://egyptianchronicles.blogspot.com/2007/11/haram-for-us-halal-for-israel.html">schreibt</a> der ägyptische Blogger <em>Zeinobia</em>.</p>
<p><strong>Geschrieben für <a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/amira-al-hussaini/">Amira Al Hussaini</a>. </strong></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Iranische Blogger kritisieren russisches Angebot</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2007/10/21/iranische-blogger-kritisieren-russisches-angebot/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Oct 2007 23:35:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[ &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Mehrere iranische Blogger beklagen, Russland wolle dem Iran nur einen sehr kleinen Anteil am Reichtum des Kaspischen Meeres zuteilen. Vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion hatte der Iran etwa 50% der Ressourcen des Kaspischen Meeres ausgebeutet.
Die Staatschefs aller fünf Anrainer - Aserbaidschan, Kasachstan, Iran, Russland und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em> &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2007/10/17/iranian-bloggers-say-russia-is-offering-iran-unfair-deal/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Mehrere iranische Blogger beklagen, Russland wolle dem Iran nur einen sehr kleinen Anteil am Reichtum des Kaspischen Meeres zuteilen. Vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion hatte der Iran etwa 50% der Ressourcen des Kaspischen Meeres ausgebeutet.</p>
<p>Die Staatschefs aller fünf Anrainer - Aserbaidschan, Kasachstan, Iran, Russland und Turkmenistan - trafen sich am 16. Oktober im Teheran zum Kaspischen Gipfel. Man kam zu keiner Einigung über <a href="http://afp.google.com/article/ALeqM5jx2wfoJkcYTBXfLC6TqVX6C6CPdw">die Verteilung der Ressourcen des Meeres</a>, vor allem der kaviarproduzierende Stör, Erdgas und Erdöl.<a href="http://yadname.blogspot.com/2007/10/5.html"><img src="http://www.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2007/10/caspiansea1.jpg" alt="caspiansea1.jpg" />*</a></p>
<p><em> Mohammad Moeeni</em> hat ein Cartoon <a href="http://mmoeeni.blogspot.com/2007/10/blog-post_6260.html">veröffentlicht</a> [FA], dass Wladimir Putin mit Joseph Stalin vergleicht. Der Blogger hat für den Artikel die Überschrift &#8220;Verschwinde, Putin&#8221; gewählt. Er spricht von Konflikten zwischen dem Iran und der früheren Sowjetunion und dem Russischen Zarenreich. Der Iran habe wegen dieser Konflikte in den vergangenen 200 Jahren Teile seines Territorium verloren.</p>
<p>Er schreibt zu der aktuellen Situation:</p>
<blockquote><p> Russland hat unterschiedliche Entschuldigungen für die Verzögerungen beim Bau des Busher-AKWs, oder um weitere Vorteile zu erhalten. Russland zieht sich damit nicht aus der Affaire. Was den rechtlichen Status des Kaspischen Meeres angeht, hat sich Russland gegen die iranischen Interessen gestellt. Als Iraner habe ich das Recht zu zagen, wenn auch mit schwacher Stimme: verzieh dich, Putin.</p></blockquote>
<p><em>Yek Yaghyi</em> (&#39;Rebell&#39;) schreibt, dass Russland dem Iran vor 179 Jahren den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Treaty_of_Turkmenchay">Frieden von Turkmantschai</a> auferlegt hat, wobei der Iran Land verloren hat, genauso wie das Recht, das Kaspische Meer mit Schiffen zu befahren. Der Blogger fragt, ob uns noch ein weiterer Turkmantschai&#39;scher Frieden erwartet. Obwohl Putin Ahmadinejad vor den Kameras zulächelt, glaube er nicht an die iranische Nation, und unterstütze die iranische Regierung nicht. Wer kann diese Freundschaft von Schaf und Wolf erklären?</p>
<p><em>Kaghz Pareh</em> (&#8221;Ein Blatt Papier&#8221;) <a href="http://rahyaran.blogfa.com/post-135.aspx">schreibt</a> [FA], dass die iranische Regierung das Land verraten hat, um russische Unterstützung in der Atomfrage zu sichern. Die nächste Generation werde unter den Entscheidungen der Gegenwart leiden müssen.</p>
<p><em>Rezeno</em> <a href="http://razeno.com/2007/10/post_284.php">sagt</a> [FA], die Russen wollen den Iranern nur 11% des Kaspischen Meeres zugestehen. Die iranische Regierung gäbe Russland zu viele Vorteile, im Tausch für die &#39;schwache&#39; Unterstützung der iranischen Atompolitik.</p>
<p>* Der Cartoon stammt vom <a href="http://yadname.blogspot.com/2007/10/5.html">Badban Blog</a>.</p>
<p><strong>Geschrieben von <a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/hamid-tehrani/">Hamid Tehrani</a>.</strong></p>
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