<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd"
xmlns:rawvoice="http://www.rawvoice.com/rawvoiceRssModule/"
>

<channel>
	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Wirtschaft &amp; Handel</title>
	<atom:link href="http://de.globalvoicesonline.org/category/topics/economics-business/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://de.globalvoicesonline.org</link>
	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
	<lastBuildDate>Wed, 23 May 2012 13:41:09 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator>
<!-- podcast_generator="Blubrry PowerPress/2.0.4" -->
	<itunes:summary>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</itunes:summary>
	<itunes:author>Global Voices auf Deutsch</itunes:author>
	<itunes:explicit>no</itunes:explicit>
	<itunes:image href="http://img.globalvoicesonline.org/Logos/GV-Logo-Vertical/gv-logo-below-square-600.gif" />
	<itunes:subtitle>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</itunes:subtitle>
	<image>
		<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Wirtschaft &amp; Handel</title>
		<url>http://img.globalvoicesonline.org/Logos/GV-Logo-Vertical/gv-logo-below-square-144.gif</url>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/category/topics/economics-business/</link>
	</image>
		<item>
		<title>Schweiz: Volksbegehren zum bedingungslosen Grundeinkommen</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2012/05/17/schweiz-grundeinkommen-fur-alle/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2012/05/17/schweiz-grundeinkommen-fur-alle/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 May 2012 07:40:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mario Sorgalla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgermedien]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Französisch]]></category>
		<category><![CDATA[Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[MEDIUM]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Westeuropa]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Handel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=8365</guid>
		<description><![CDATA[Ein Volksbegehren für ein neues Bundesgesetz, das allen Bürgern ein Grundeinkommen sichern würde, unabhängig vom Beschäftigungsstatus, wurde im April in der Schweiz gestartet. Stanislas Jourdan beleuchtet die Details des Volksbegehrens genauer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">In der Schweiz wurde im April ein Volksbegehren ins Leben gerufen mit dem Ziel ein neues Bundesgesetz unter dem Titel &#8220;<a href="http://www.inconditionnel.ch/index.php?id=80&amp;L=1" target="_blank">Für ein bedingungsloses Grundeinkommen</a>&#8221; [fr] zu verabschieden. Die Idee, welche darin besteht, allen Bürgern ein monatliches und bedarfsunabhängiges Einkommen zu gewähren, ohne dass dafür im Gegenzug eine bestimmte Tätigkeit verrichtet werden muss, hat viele Kommentare in der schweizerischen Blogosphäre hervorgerufen.</p>
<p style="text-align: left;">Der Prozess für ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Referendum#Schweiz" target="_blank">Referendum in der Schweiz</a> ist direktdemokratisch und ermöglicht es den Bürgern, sich für Gesetzesänderungen auf Bundes- und Verfassungsebene einzusetzen.</p>
<p style="text-align: left;">Falls das Volksbegehren für die Einführung eines Grundeinkommens vor dem 11. Oktober 2013 mehr als 100.000 Unterschriften sammelt, ist die Bundesversammlung gezwungen sich mit dem Volksbegehren näher zu befassen und kann anschließend eine Volksabstimmung starten, wenn das Volksbegehren als glaubwürdig eingestuft wird.</p>
<div class="mceTemp" style="text-align: left;">
<dl id="attachment_319257" class="wp-caption alignright" style="width: 273px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.flickr.com/photos/james_scott/2995413082/"><img class=" wp-image-319257   " title="Swiss Francs by Flickr user Jim (CC BY-NC-SA 2.0)." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/05/swiss-francs-375x281.jpg" alt="Swiss Francs by Flickr user Jim (CC BY-NC-SA 2.0)." width="263" height="197" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Schweizer Franken, von Flickr user Jim (CC BY-NC-SA 2.0).</dd>
</dl>
</div>
<p>In seinem Blog erklärt Pascal Holenweg <a href="http://causetoujours.blog.tdg.ch/archive/2012/04/12/initiative-populaire-pour-un-revenu-de-base-inconditionnel-c.html" target="_blank">nähere Hintergründe</a> [fr]:</p>
<blockquote><p>L&#39;initiative populaire  pour un revenu de base inconditionnel  propose d&#39;inscrire dans la constitution fédérale l&#39;instauration d&#39;une allocation universelle versée sans conditions devant permettre à l&#39;ensemble de la population de mener une existence digne et de participer à la vie publique.</p>
<p>La loi règlerait le financement et fixerait le montant de cette allocation (les initiants la situent à 2000-2500 francs par mois, soit, grosso modo, le montant maximum de l&#39;aide sociale actuelle, mais n&#39;inscrivent pas ce montant dans <a href="http://www.admin.ch/ch/f/ff/2012/3905.pdf">le texte de l&#39;initiative</a>). Le revenu de base est inconditionnel : il n&#39;est subordonné à aucune contre-prestation. Il est universel (tout le monde le touche) et égalitaire (tout le monde touche le même montant). Il est individuel (il est versé aux individus, pas aux ménages).</p>
<p>Il n&#39;est pas un revenu de substitution à un revenu ou un salaire perdu. En revanche, il remplace tous les revenus de substitution (assurance chômage, retraite, allocations familiales, allocations d&#39;étude, rentes invalidité) qui lui sont inférieurs. Comment le financer? Par l&#39;impôt direct sur le revenu et la fortune, par l&#39;impôt indirect sur la consommation (la TVA), par un impôt sur les transactions financières, et surtout par le transfert des ressources consacrées au financement de l&#39;AVS, de l&#39;AI, de l&#39;aide sociale et des autres revenus de substitution inférieurs au montant du revenu de base.</p></blockquote>
<div class="translation" style="text-align: left;">
<p>Die Graswurzelinitiative &#8220;für ein bedingungsloses Grundeinkommen&#8221; schlägt vor, &#8220;ein allgemeines, bedingungsloses Einkommen&#8221; in die Verfassung der Schweiz aufzunehmen. Dies würde der &#8220;gesamten Bevölkerung erlauben ein würdevolles Leben zu führen und am öffentlichen Leben teilzuhaben.&#8221; Das Gesetz soll die Finanzierung regeln und den Betrag des Grundeinkommens festsetzen. Die Initiatoren des Volksbegehrens schlagen zwischen 2.000 und 2.500 Schweizer Franken pro Monat vor (das wären 1.600 - 2.000 Euro). Dieser Betrag läge in etwa so hoch wie der derzeitige Höchstsatz der Sozialhilfe. Die Initiatoren haben diesen Vorschlag jedoch nicht in den <a href="http://www.admin.ch/ch/f/ff/2012/3905.pdf" target="_blank">Text des Volksbegehrens</a> [fr] mit aufgenommen. Das Grundeinkommen ist an keinerlei Bedingungen geknüpft und wird nicht an den Bedarf der Einzelpersonen gekoppelt. Es soll universal (jeder erhält es) und egalitär (jeder erhält den selben Betrag) sowie persönlich (Auszahlung an Individuen und nicht an Haushalte) ausgestaltet sein. Es ist kein Einkommen, das entgangenes Gehalt oder Lohn ersetzen soll. Vielmehr ersetzt es jegliche Art bescheidenen Zuschusses zum Lebensunterhalt wie beispielsweise Arbeitslosengeld, Renten, Kindergeld oder Zuschüsse für Studenten und Menschen mit Behinderung. Wie wird all dies finanziert? Durch direkte Besteuerung von Einkommen und Vermögen, indirekte Besteuerung auf den Konsum (Mehrwertsteuer), Finanztransaktionssteuern und vor allem auch durch die Umverteilung von Ressourcen, die derzeit noch dafür vorgesehen sind staatliche Pensionen, Arbeitslosengeld, Sozialhilfe und andere Sozialprogramme zu finanzieren, die in ihrer Höhe unter dem Betrag des Grundeinkommens liegen.</p>
</div>
<p><a href="http://fred-h.net/blog/2012/04/14/linitiative-pour-un-revenu-de-base-inconditionnel-en-suisse/" target="_blank">In seinem Blog</a> [fr] hält Fred Hubleur Folgendes fest:</p>
<blockquote><p>Le truc important, c’est que ce revenu est fixé pour toutes et tous sans qu’il n’y ait de contrepartie de travail ; oui, un revenu sans emploi. Cela peut choquer. Mais dans le fond c’est une idée parfaitement défendable. D’une part, on lutte ainsi contre la pauvreté et la précarité, plus besoins d’aides sociales en complément de revenus autres et des dizaines d’aides différentes et complexes à mettre en œuvre. Ce revenu inconditionnel est également un bon point pour l’innovation et la création. (&#8230;) On est aussi dans un nouveau paradigme qui peut effrayer les capitalistes acharnés : libérer l’Homme du travail et lui rendre son statut d’homo sapiens prévalant à celui d’homo travaillus qui a tellement cours dans notre société.</p></blockquote>
<div class="translation" style="text-align: left;">Das wichtigste Element des Grundeinkommens ist, dass es für jede Person gesichert ist und nicht den Zwang enthält zu arbeiten; das stimmt, es ist Einkommen ohne Arbeit. Das mag schockierend klingen. Aber im Prinzip ist es eine sehr gute Idee. Auf der einen Seite kämpfen wir gegen Armut und Unsicherheit. Damit gäbe es nicht länger einen Bedarf für Sozialprogramme, um geringe Einkommen aufzustocken und Dutzende andere unterschiedliche Einkommensarten zu subventionieren. Das bedingungslose Grundeinkommen ist eine gute Nachricht für Innovation und Kreativität.  (&#8230;) Wir haben bereits einen Paradigmenwechsel vollzogen, den unverbesserliche Kapitalisten vermutlich alarmierend finden: die Befreiung des Arbeiters, der zurückkehrt zu seinem Status eines homo sapiens statt eines homo travaillus (Anmerkung des Autors: homo travaillus ist ein Wortspiel um Arbeiter zu beschreiben). Diese Entwicklung setzt sich in unserer Gesellschaft durch.</div>
<p>Martouf zählt einige Argumente <a href="http://martouf.ch/blog/440-les-avantages-d-un-revenu-de-base-inconditionnel.html" target="_blank">für das Grundeinkommen</a> [fr] auf, wie beispielsweise in dieser Grafik:</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: left;">
<dl id="attachment_318790" class="wp-caption aligncenter" style="width: 385px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://activerain.com/blogsview/2633391/motivational-monday-human-reasons-to-work"><img class="size-medium wp-image-318790" title="Menschliche Gründe zu arbeiten" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/05/human-reason-to-work-f7FcwE8P-375x241.jpg" alt="" width="375" height="241" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">&#8220;Menschliche Gründe zu arbeiten&#8221; von freeworldcharter.org via &#8220;active rain&#8221; und übernommen von Martouf. Mit Erlaubnis zur Weiterverwendung.</dd>
</dl>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: left;">Diese neue Vision wurde insbesondere im schweizerischen Film <em>&#8220;Le Revenue de Base&#8221;</em> von Ennon Schmidt und Daniel Hani näher beleuchtet. Sie sind zwei der acht Schweizer Bürger, die das Volksbegehren ins Leben gerufen haben.</p>
<p style="text-align: center;"><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/-cwdVDcm-Z0?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p style="text-align: left;"><strong>&#8220;Und was würdest Du mit einem Grundeinkommen machen?&#8221;</strong></p>
<p style="text-align: left;">Auf der Website BIEN_Switzerland, dem Schweizer Ableger des <a href="http://www.basicincome.org/">globalen Netzwerks für ein Grundeinkommen</a>, wurden den Nutzern <a href="http://bien-ch.ch/fr/forum/et-vous-que-ferez-vous-avec-revenu-de-base">folgende Fragen</a> gestellt [fr]:</p>
<blockquote><p>Voilà, ça y est, vous l&#39;avez. Chaque mois vous recevez 2500 francs sans condition. Dites-nous en quoi votre vie a changé. Dites-nous ce que vous faites de votre temps. A quoi vous consacrez votre vie ?</p></blockquote>
<div class="translation" style="text-align: left;">
<p dir="ltr">So, hier ist es nun also. Du erhältst jeden Monat ohne Wenn und Aber 2.500 Schweizer Franken. Sag uns wie Dein Leben sich ändern würde. Sag uns wie Du Deine Zeit verbringen würdest. Welcher Tätigkeit könntest Du Dich voll und ganz verschreiben?</p>
</div>
<div>
<p dir="ltr">Die Antworten waren unterschiedlich. Antoine würde ein Restaurant eröffnen und Gaetane einen Bauernhof betreiben. Renaud würde sich der Musik widmen:</p>
<blockquote>
<div>Mon premier projet serait de finir et de tenter de produire un instrument de musique que je suis en train de créer. Parallèlement à ça je proposerais des cours d&#39;utilisation de mon instrument de musique préféré et peu connu dans la région</div>
</blockquote>
</div>
<div class="translation" style="text-align: left;">Mein erstes Projekt wäre die Fertigstellung eines Musikinstruments, das ich derzeit baue. Außerdem würde ich Musikunterricht anbieten für mein Lieblingsinstrument, welches hier in der Gegend wenig bekannt ist.</div>
<p>Der User herfou70 würde <a href="http://bien-ch.ch/fr/forum/et-vous-que-ferez-vous-avec-revenu-de-base#comment-479" target="_blank">seine Familie</a> in den Mittelpunkt stellen [fr]:</p>
<blockquote><p>Je suis Père de famille (3 enfants - 6-11-14 ans) et suis le seul salairé de la famille. Disposer d&#39;une revenu de base me permettrait de consacrer plus temps à mes enfants. Mon épouse pourrait également avoir une activité autre que celle qu&#39;elle occupe dans le foyer, ce qui lui permettrait de plus s&#39;épanouir</p></blockquote>
<div class="translation" style="text-align: left;">Ich bin Vater (drei Kinder, 6, 11 und 14 Jahre alt) und erziele das einzige Einkommen der Familie. Wenn ich ein Grundeinkommen hätte, könnte ich mit meinen Kindern mehr Zeit verbringen. Meine Frau könnte auch etwas anderes machen als sich um unser Haus zu kümmern und könnte sich mehr ihren persönlichen Interessen widmen.</div>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dl class="wp-caption aligncenter" style="width: 224px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="https://www.facebook.com/notes/revenu-de-base-pour-tous-allocation-universelle/casting-star-%C3%A0-perp%C3%A9tuit%C3%A9-/10150687055224093"><img class="size-medium wp-image-107290" src="http://fr.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/05/Capture-d’écran-2012-05-03-à-13.03.16-214x300.png" alt="A poster by the initiative" width="214" height="300" /></a>  Ein Poster aus dem Film &#8220;le revenu de base&#8221;</dt>
</dl>
<p style="text-align: left;">Auf Facebook haben Unterstützer der Initiative für das Grundeinkommen einen <a href="https://www.facebook.com/notes/revenu-de-base-pour-tous-allocation-universelle/casting-star-%C3%A0-perp%C3%A9tuit%C3%A9-/10150687055224093" target="_blank">Wettbewerb gestartet</a> [fr] unter dem Motto &#8220;Star for Life&#8221;. Besucher der Seite werden gebeten, ein Foto von sich zu machen, in dem sie vortäuschen, sie wären zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Ein Grundeinkommen bringt &#8220;mehr Schaden als Nutzen&#8221;</strong></p>
<p style="text-align: left;">Aber nicht jeder ist von der Idee überzeugt. Jean Christophe Schwaab, Mitglied des Schweizer Abgeordnetenhauses, ist der Meinung dass Sozialdemokraten den Vorschlag nicht unterstützen dürften, weil er &#8220;mehr Schaden als Nutzen bringt und ein Desaster für Arbeitnehmer&#8221; sei. Er hat auf seinem Blog <a href="http://www.schwaab.ch/archives/2012/04/11/pourquoi-les-socialistes-doivent-s%E2%80%99opposer-au-%C2%ABrevenu-de-base-inconditionnel%C2%BB-allocation-universelle/" target="_blank">folgende Erklärung</a> bereitgestellt [fr]:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Les partisans du revenu de base prétendent que ce revenu doit «libérer de l’obligation de gagner sa vie» et entraînerait la disparition des emplois précaires ou mal payés, car, puisque le revenu de base garantit le minimum vital, plus personnes ne voudra de ces emplois. Or, c’est probablement le contraire qui se produirait. Comme ces faibles montants ne suffiront pas à atteindre le premier objectif de l’initiative, à savoir garantir des conditions de vie décentes, leurs bénéficiaires seront obligés de travailler quand même, malgré le revenu de base. La pression d’accepter n’importe quel emploi ne disparaîtra donc pas.</p>
</blockquote>
<div class="translation" style="text-align: left;">Verfechter eines Grundeinkommens meinen, es müsse &#8220;die Menschen von der Pflicht befreien sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen&#8221; und es führe zu einem Verschwinden von instabilen und unterbezahlten Beschäftigungsverhältnissen, weil dieses Grundeinkommen ein Minimum an Einkommen garantiere und somit niemand solche Jobs annehmen wolle. Nun ist es aber so, dass vermutlich eher der gegenteilige Effekt erzielt wird. Da die eher geringen Einnahmen durch das Grundeinkommen nicht ausreichen werden, um das primäre Ziel der Initiative zu erreichen, nämlich einen ordentlichen Lebensstandard zu gewährleisten, werden die Empfänger des Grundeinkommens trotz der Einnahmen gezwungen sein arbeiten zu gehen. Der Druck jeden beliebigen Job anzunehmen wird nicht verschwinden.</div>
<p>Er fügt außerdem hinzu:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Enfin, le revenu de base inconditionnel aurait pour grave défaut d’exclure définitivement bon nombre de travailleurs du marché du travail (dont on nierait alors le droit au travail): ceux dont on ne jugerait pas la capacité de gain suffisante (p. ex. en raison d’un handicap, de maladie ou de faibles qualifications) n’auraient qu’à se contenter du revenu de base.</p>
</blockquote>
<div class="translation" style="text-align: left;">Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde zudem eine große Zahl von Menschen permanent vom Arbeitsmarkt ausschließen (indem ihnen das Recht auf Arbeit versagt wird): jene von denen man ausgeht, dass sie nicht genügend Einkommenspotential haben (zum Beispiel aufgrund von Behinderungen oder einem Mangel an Qualifikationen) müssten sich einfach mit dem Grundeinkommen zufrieden geben.</div>
<p style="text-align: left;">Seine Analyse ist kontrovers, wie man an den Kommentaren unter seinem Blogpost erkennen kann. Aus einer französischen Perspektive heraus erklärte Jeff Renault <a href="http://jeffrenault.wordpress.com/2012/03/20/pourquoi-la-gauche-bloque-t-elle-sur-le-revenu-de-base-inconditionnel/" target="_blank">warum Vertreter des linken politischen Flügels absolut gegen</a> [fr] ein bedingungsloses Grundeinkommen seien:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">La gauche de la fin du 19è et du 20è siècle s’est forgée autour de la valeur travail et la défense des travailleurs. Ce combat se retrouve dans la défense persistante du salariat et de son St. Graal, le CDI, alors même que ce “statut” ne concerne plus qu’une minorité de personnes.</p>
</blockquote>
<div class="translation" style="text-align: left;">Die linke politische Strömung Ende des 19. sowie im 20. Jahrhundert basierte auf dem Wert der Arbeit und der Verteidigung von Arbeitern. Dieser Kampf dreht sich um die niemals endende Verteidigung der Rechte von abhängig beschäftigten Arbeitern und dem heiligen Gral der permanenten Lohnempfänger, auch wenn dieser Status nur auf eine Minderheit zutrifft.</div>
<p>Mit dem Beginn des Volksbegehrens <a href="http://fred-h.net/blog/2012/04/14/linitiative-pour-un-revenu-de-base-inconditionnel-en-suisse/" target="_blank">hofft</a> [fr] Hubleur auf eine große Gesellschaftsdebatte in der Schweiz:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Ce sera au moins la porte ouverte à un grand débat de société et l’occasion de réfléchir à ce que l’on veut et à quelle vie on aspire. Ce système d’allocation universelle (ou autres noms), ça fait un moment que je le suis, je me souviens qu’on en avait parlé dans des cours sur la précarité et le lien social il y a une dizaine d’années à l’université. Le principe est franchement séduisant et mérite qu’on s’y arrête.</p>
<p style="text-align: left;">Quand on voit le monde que nous donne le système capitaliste et productiviste actuel, on peut bien se prendre à rêver d’autre chose, d’un monde laissant plus de chances à chacune et chacun.</p>
</blockquote>
<div class="translation" style="text-align: left;">Dies wird zumindest den Weg bereiten für eine große Gesellschaftsdebatte und die Chance eröffnen, uns Gedanken darüber zu machen, was wir wollen und welche Art von Leben wir anstreben. Ich habe die Idee eines allgemeinen Beihilfesystems (neben anderen Bezeichnungen) eine Weile verfolgt. Ich erinnere mich daran, dass ich vor einem Jahrzehnt in einem Kurs über Instabilität und soziale Bindungen an der Universität darüber sprach. Die Idee ist, offen gesagt, sehr verführerisch und verdient nähere Betrachtung. Wenn man sich die Welt anschaut, die durch das gegenwärtige kapitalistische, auf Produktivität setzende, System hervorgegangen ist kann man sich leicht nach etwas anderem sehnen, nach einer Welt, die jedem eine bessere Chance gibt.</div>
</div>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://fr.globalvoicesonline.org/author/stanislas-jourdan/' title='Alle Übersetzungen von Stanislas Jourdan'>Stanislas Jourdan</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/mario-sorgalla/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Mario Sorgalla'>Mario Sorgalla</a></span></span> 
 &middot; <span class='source-link'><a href='http://fr.globalvoicesonline.org/2012/05/05/107126/' title='Originalartikel  [fr]'>Originalartikel  [fr]</a></span> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2012/05/17/schweiz-grundeinkommen-fur-alle/#comments" title="Kommentare">Kommentare (0) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F05%2F17%2Fschweiz-grundeinkommen-fur-alle%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F05%2F17%2Fschweiz-grundeinkommen-fur-alle%2F&#038;text=Schweiz%3A+Volksbegehren+zum+bedingungslosen+Grundeinkommen&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F05%2F17%2Fschweiz-grundeinkommen-fur-alle%2F&#038;title=Schweiz%3A+Volksbegehren+zum+bedingungslosen+Grundeinkommen' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F05%2F17%2Fschweiz-grundeinkommen-fur-alle%2F&#038;title=Schweiz%3A+Volksbegehren+zum+bedingungslosen+Grundeinkommen' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F05%2F17%2Fschweiz-grundeinkommen-fur-alle%2F&#038;title=Schweiz%3A+Volksbegehren+zum+bedingungslosen+Grundeinkommen' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F05%2F17%2Fschweiz-grundeinkommen-fur-alle%2F&#038;title=Schweiz%3A+Volksbegehren+zum+bedingungslosen+Grundeinkommen' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2012/05/17/schweiz-grundeinkommen-fur-alle/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Spanien: Barcelona im Belagerungszustand während EZB-Gipfel</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2012/05/10/spanien-barcelona-im-belagerungszustand-wahrend-ezb-gipfel/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2012/05/10/spanien-barcelona-im-belagerungszustand-wahrend-ezb-gipfel/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 May 2012 19:48:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Minke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgermedien]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
		<category><![CDATA[Spanisch]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Westeuropa]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Handel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=8209</guid>
		<description><![CDATA[Vom 2. bis zum 4. Mai fand das Treffen der Europäischen Zentralbank in Barcelona statt - einer Stadt, die von der Polizei belagert wurde. Für dieses Treffen setzte Spanien zeitweise das Schengenabkommen für seine Grenze mit Frankreich außer Kraft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Dieser Beitrag ist Teil unseres Dossiers <a href="http://globalvoicesonline.org/specialcoverage/europe-in-crisis/">Europe in Crisis</a>. </strong></em></p>
<p>Vom 2. bis 4. Mai kam die Europäische Zentralbank zu ihrem Treffen in Barcelona, Spanien, zusammen. Mit einer Präsenz von 8.000 Polizisten, bestehend aus 2.300 Bundespolizisten, 1.200 Zivilgardisten und zusätzlichen 4.500 Männern der katalanischen Polizei (Mossos d’Esquadra), glich Barcelona einer Stadt im Belagerungszustand.</p>
<p>Das Treffen ging mit einer zeitweisen Aufhebung (vom 28. April bis 4. Mai) des <a title="Schengen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schengener_Abkommen" target="_blank">Schengener Abkommens</a> an der spanisch-französischen Grenze einher. Die Mitgliedsstaaten des Schengener Abkommens verzichten auf gegenseitige Grenzkontrollen, eine Kontrolle findet im Regelfall nur noch an der gemeinsamen Außengrenze des Schengener Raums statt. Der Schengener Raum umfasst jedoch nur einen Teil der Staaten innerhalb der Europäischen Union.</p>
<div id="attachment_119087" class="wp-caption aligncenter" style="width: 385px"><img class="size-medium wp-image-119087" title="BCE_Barcelona" src="http://es.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/05/QlZ3g0bJ-375x216.jpg" alt="" width="375" height="216" /><p class="wp-caption-text">Barcelona, Stadt der Polizei. http://t.co/QlZ3g0bJ</p></div>
<p>‏</p>
<blockquote><p><a href="https://twitter.com/#!/premsaindignada" data-user-id="389550739">@premsaindignada</a>: Jueces para la Democracia &#8220;suspender Schengen es de Estado democrático miope&#8221; <a title="http://bit.ly/BienvenidoMrBCEweb" href="http://t.co/jzofjjUn" target="_blank">http://bit.ly/BienvenidoMrBCEweb</a> <a title="#bienvenidoMrBCE" href="https://twitter.com/#!/search/%23bienvenidoMrBCE">#bienvenidoMrBCE</a>  <a href="http://bit.ly/J2ccqP" target="_blank">http://bit.ly/J2ccqP</a></p></blockquote>
<div class="translation">
<a title="@premsaindignada" href="https://twitter.com/#!/premsaindignada" target="_blank">@premsaindignada</a> [ca]: Richter für die Demokratie: „Das Aussetzen des Schengener Abkommens ist typisch für einen gedankenlosen demokratischen Staat.“ <a title="http://bit.ly/BienvenidoMrBCEweb" href="http://t.co/jzofjjUn" target="_blank">http://bit.ly/BienvenidoMrBCEweb </a>[ca] <a title="#bienvenidoMrBCE" href="https://twitter.com/#!/search/%23bienvenidoMrBCE" target="_blank">#bienvenidoMrBCE</a> [ca] <a title="http://bit.ly/J2ccqP" href="http://bit.ly/J2ccqP" target="_blank">http://bit.ly/J2ccqP</a> [es].</div>
<p>Auch die Polizei warnte die Bürger via Twitter in einer paternalistischen Art:</p>
<blockquote><p><a href="https://twitter.com/#!/policia" data-user-id="23791197">@policia</a>: Recordad: Hasta el viernes, 4, suspendido Tratado Schengen y restablecidos los controles fronterizos en España y se refuerzan en <a title="#Catalunya" href="https://twitter.com/#!/search/%23Catalunya" data-query-source="hashtag_click"><s>#</s>Catalunya</a></p></blockquote>
<div class="translation"><a title="@policia" href="https://twitter.com/#!/policia" target="_blank">@policia</a> [es]: Bitte beachten Sie: Schengener Abkommen bis 4. Mai ausgesetzt, Grenzkontrollen werden in Spanien wieder aufgenommen, insbesondere verstärkt in <a title="#Catalunya" href="https://twitter.com/#!/search/%23Catalunya" target="_blank">#Catalunya</a> [es].</div>
<p>Das Aussetzen des Schengener Abkommens erfolgte aus politischen Gründen, für den Fall gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen sogenannten Systemgegnern und den Sicherheitskräften. Der Einsatz war dabei größer als während der Olympischen Spiele von 1992, angefangen von Scharfschützen auf dem Arts Hotel, welches die Wirtschaftsminister beherbergte, bis hin zu verdachtsunabhängigen Personen- und Taschenkontrollen auf offener Straße. </p>
<p>Die Bilanz des Einsatzes lautete: 10 bei Grenzkontrollen festgenommene Personen, 18 verweigerte Einreisen nach Spanien und mehr als 126.000 Personenkontrollen (Passkontrollen und Durchsuchung von Fahrzeugen) bei <a title="más de 126,000 personas han sido controladas (comprobando la documentación e incluso el interior del coche) al intentar cruzarla" href="http://www.policia.es/prensa/20120430_2.html" target="_blank">versuchten Grenzübergängen</a> [es]. Ebenfalls festgenommen wurden Personen mit anhängigen Verfahren.</p>
<div id="attachment_119088" class="wp-caption aligncenter" style="width: 385px"><img class="size-medium wp-image-119088" title="large" src="http://es.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/05/large-375x281.jpg" alt="" width="375" height="281" /><p class="wp-caption-text">Bereitschaftspolizei, Barcelona http://pic.twitter.com/o5kLKIhe</p></div>
<p>Während des Treffens kam es nicht zur gefürchteten Gewalt, da die Stadt den Teilnehmern des Treffens die kalte Schulter zeigte. Dennoch kam es zu mehr oder weniger großen Protestaktionen:</p>
<blockquote><p><a href="https://twitter.com/#!/Acampadabcn" data-user-id="299897336">@Acampadabcn</a>; Recordar mostrar vuestro rechazo al BCE a las 21:00h en forma de cacerolada&#8230; Que nos oigan! <a title="http://bit.ly/cassoladaBCE" href="http://t.co/GkJ3S8Vm" rel="nofollow" target="_blank" data-expanded-url="http://bit.ly/cassoladaBCE" data-ultimate-url="http://acampadadebarcelona.org/index.php/ca/acampadabcn/item/686-">http://bit.ly/cassoladaBCE</a> <a title="#CassoladaBCE" href="https://twitter.com/#!/search/%23CassoladaBCE" data-query-source="hashtag_click"><s>#</s>CassoladaBCE</a></p></blockquote>
<div class="translation"><a title="@Acampadabcn" href="https://twitter.com/#!/Acampadabcn" target="_blank">@Acampadabcn</a> [es/ca]: Vergesst nicht der EZB Eure Ablehnung zu zeigen, um 9:00 Uhr in Form eines lautstarken Protestzuges…Verschaffen wir uns Gehör! <a title="http://bit.ly/cassoladaBCE" href="http://t.co/GkJ3S8Vm" target="_blank">http://bit.ly/cassoladaBCE </a>[es] <a title="#CassoladaBCE" href="https://twitter.com/#!/search/%23CassoladaBCE" target="_blank">#CassoladaBCE</a> [ca]</div>
<p>Am 3. Mai kam es zu einer Demonstration von Studenten gegen Einschnitte bei Hochschulen und gegen die Anhebung von Studiengebühren. Trotz des friedlichen Verlaufs der Proteste antworteten die politischen Entscheidungsträger in einschüchternder Weise, indem sie die letzten Demonstranten durch Spezialkräfte umzingeln ließen und sie in provozierender Weise leiten ließen, wie man auf diesem Foto und Video sehen kann.</p>
<div id="attachment_118949" class="wp-caption aligncenter" style="width: 385px"><img class="size-medium wp-image-118949  " title="GplAz" src="http://es.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/05/GplAz1-375x281.jpg" alt="" width="375" height="281" /><p class="wp-caption-text">Studentische Demonstranten umzingelt von Bereitschaftspolizei. http://imgur.com/tQ2cc</p></div>
<p>Ein Kommentar von Youtube lautet wie folgt:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Yo estuve allí y te lo puedo explicar. Al final de una manifestación pacífica sin altercados, un grupo reducido de esa misma manifestación decidimos seguirla hasta una universidad de la zona donde había comida y actos por el tema de la subida de las tasas universitarias. A la altura de plaza Cataluña la policía que nos iba persiguiendo en furgonetas nos rodean sin ningun motivo, nos encierran con coacción y nos empiezan a grabar e intimidar.</p>
</blockquote>
<div class="translation"> Ich war dabei und ich kann euch davon berichten. Am Ende einer friedlichen Demonstration ohne gewalttätige Zwischenfälle entschied eine kleine Gruppe von Leuten weiter bis zur nahe gelegenen Universität zu ziehen, da es dort was zu Essen und einige Aktionen gegen die Anhebung der Studiengebühren gab. Nachdem wir die Plaza Catalunya erreichten begann die Polizei, die uns in Kleinbussen gefolgt war, uns grundlos einzukreisen. Sie übten Zwang aus, um uns einzuschließen, begannen uns zu filmen und einzuschüchtern.</div>
<p style="text-align: center;"><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/QaAFSms8hNU?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p style="text-align: left;">So wird das Demonstrationsrecht in Spanien respektiert:</p>
<p style="text-align: center;"><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/HLVUCGactac?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p style="text-align: left;">Die Europäische Zentralbank (EZB) und ihr Präsident Mario Draghi, vormaliger Weltbankchef und Vizepräsident von Goldman Sachs Europa, forderte Spanien dazu auf, auf Reformkurs zu bleiben und die Hilfen für die Banken aufrecht zu erhalten.</p>
<p><em><strong>Dieser Beitrag ist Teil unseres Dossiers<a href="http://globalvoicesonline.org/specialcoverage/europe-in-crisis/">Europe in Crisis</a>. </strong></em></p>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://es.globalvoicesonline.org/author/chris-moya/' title='Alle Übersetzungen von Chris Moya'>Chris Moya</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/matthias-minke/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Matthias Minke'>Matthias Minke</a></span></span> 
 &middot; <span class='source-link'><a href='http://es.globalvoicesonline.org/2012/05/05/espana-barcelona-sitiada-durante-cumbre-del-banco-central-europeo/' title='Originalartikel  [es]'>Originalartikel  [es]</a></span> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2012/05/10/spanien-barcelona-im-belagerungszustand-wahrend-ezb-gipfel/#comments" title="Kommentare">Kommentare (1) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F05%2F10%2Fspanien-barcelona-im-belagerungszustand-wahrend-ezb-gipfel%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F05%2F10%2Fspanien-barcelona-im-belagerungszustand-wahrend-ezb-gipfel%2F&#038;text=Spanien%3A+Barcelona+im+Belagerungszustand+w%C3%A4hrend+EZB-Gipfel&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F05%2F10%2Fspanien-barcelona-im-belagerungszustand-wahrend-ezb-gipfel%2F&#038;title=Spanien%3A+Barcelona+im+Belagerungszustand+w%C3%A4hrend+EZB-Gipfel' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F05%2F10%2Fspanien-barcelona-im-belagerungszustand-wahrend-ezb-gipfel%2F&#038;title=Spanien%3A+Barcelona+im+Belagerungszustand+w%C3%A4hrend+EZB-Gipfel' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F05%2F10%2Fspanien-barcelona-im-belagerungszustand-wahrend-ezb-gipfel%2F&#038;title=Spanien%3A+Barcelona+im+Belagerungszustand+w%C3%A4hrend+EZB-Gipfel' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F05%2F10%2Fspanien-barcelona-im-belagerungszustand-wahrend-ezb-gipfel%2F&#038;title=Spanien%3A+Barcelona+im+Belagerungszustand+w%C3%A4hrend+EZB-Gipfel' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2012/05/10/spanien-barcelona-im-belagerungszustand-wahrend-ezb-gipfel/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Italien: Heftige Proteste gegen Hochgeschwindigkeitsstrecke</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2012/03/29/italien-heftige-proteste-gegen-hochgeschwindigkeitsstrecke/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2012/03/29/italien-heftige-proteste-gegen-hochgeschwindigkeitsstrecke/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 18:29:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Magdalena Loehr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitskräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgermedien]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Internetaktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Italienisch]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Medien & Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie & Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Handel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=7542</guid>
		<description><![CDATA[Für die No-Tav-Bewegung, die seit 1991 gegen den Bau einer neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke von Turin nach Lyon kämpft, waren die vergangenen Wochen besonders wichtig - und konfliktreich. Angesichts von ständigen Protestkundgebungen, Polizeieinsätzen und juristischem Gerangel nehmen auch der Aktivismus und die Diskussionen im Internet zu.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>[<em>Der italienische Originalartikel wurde am 16. März 2012 veröffentlicht.</em> Alle Links sind auf Italienisch sofern nicht anders angegeben.]</em></p>
<p>In Italien wird der Streit um den Bau der <a title="Progetto di ferrovia Torino-Lione" href="http://it.wikipedia.org/wiki/Progetto_di_ferrovia_Torino-Lione">neuen Bahnstrecke Turin-Lyon</a> immer erbitterter. Die <a href="http://www.notav.eu/">&#8220;No TAV&#8221;-Bewegung</a> kämpft weiterhin gegen das Projekt, und in den letzten Wochen haben die zunehmenden Proteste die Angelegenheit ins Zentrum des Interesses von Politik und Medien gerückt.</p>
<p><a title="Sito NoTav in italiano" href="http://www.notav.eu/"><img title="Logo NoTav" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/2b/NO_TAV_logo.svg/200px-NO_TAV_logo.svg.png" alt="Logo NoTav" align="left" hspace="8" vspace="8" /></a> Seit 1991 stellt sich diese hauptsächlich von den Einwohnern des Susatals im Piemont getragene Protestbewegung gegen den Bau einer neuen Bahnlinie für einen Hochgeschwindigkeitszug (it. Treno ad Alta Velocità, kurz TAV) von Turin nach Lyon. Seine Gegner halten das Projekt für <a href="http://www.notav-valsangone.eu/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=13&amp;Itemid=27">nutzlos und zu teuer</a>; darüber hinaus befürchten sie Schäden für die Region und ihre Bewohner, sowohl unter umwelttechnischen als auch unter sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Die Bahnlinie würde die Landschaft verunstalten, das Dorfbild einiger Ortschaften unwiederbringlich verändern und zur Schließung örtlicher Kleinunternehmen führen.</p>
<p>Die italienische Regierung und die EU sind entschlossen, das Projekt voranzutreiben. Sie stufen es als &#8220;strategisch wichtig&#8221; ein, da es Norditalien mit Osteuropa verbinden soll. Die Bürgermeister und Einwohner der Gemeinden im Susatal halten den Bau einer neuen Bahnlinie jedoch für vollkommen ungerechtfertigt, da der Güterverkehr auf der bestehenden Linie minimal ist. Der Bau würde den italienischen Staat etwa 30 Milliarden Euro kosten, und das in Krisenzeiten, in denen die italienischen Bürger den Gürtel enger schnallen müssen.</p>
<p>In den letzten Monaten sind die Behörden besonders hart gegen die Protestbewegung vorgegangen. Nach den Zusammenstößen im letzten Sommer wurde die Arbeit an der Trasse am 27. Februar wiederaufgenommen; dafür wurde eine Mahnwache der Bewegung geräumt und Privatland wurde ohne vorschriftsmäßiges Enteignungsverfahren eingezäunt.</p>
<div id="attachment_56178" class="wp-caption aligncenter" style="width: 385px"><a href="http://www.flickr.com/photos/colpolfirenze/6931288935/"><img class="size-medium wp-image-56178" title="Corteo &quot;No Tav&quot;, 25/02/2012, Marcia da Bussoleno a Susa. Foto Foto del Collettivo Politico Scienze Politiche ripresa con Licenza Creative Commons BY-SA" src="http://it.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/03/notav-375x249.png" alt="Corteo &quot;No Tav&quot;, 25/02/2012, Marcia da Bussoleno a Susa. Foto Foto del Collettivo Politico Scienze Politiche ripresa con Licenza Creative Commons BY-SA 2.0" width="375" height="249" /></a><p class="wp-caption-text">Protestmarsch der No-Tav-Bewegung von Bussoleno nach Susa. Foto unter Creative-Commons-Lizenz BY-SA veröffentlicht.</p></div>
<p>Bei einer kürzlichen Demonstration gegen die Räumung wurde <a title="Luca Abba' sul sito " href="http://www.notav.eu/article6048.html">Luca Abbà</a>, einer der bekanntesten Vertreter der Bewegung, beim Sturz von einem zehn Meter hohen Mast schwer verletzt. Als unmittelbare Reaktion darauf wurde die Einstellung der Arbeiten gefordert. In diesem Video, das auch auf  <a title="YouReporter.it" href="“http://www.youreporter.it/”">YouReporter.it</a> verfügbar ist, sieht man, wie Polizisten nach einer Blockadeaktion der Demonstranten auf der Autobahn ein Lokal stürmen und die Personalien der dort Anwesenden aufnehmen.</p>
<p style="text-align: center;"><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/ltFytXSsT6s?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Viele Netzbürger sehen die Polizeieinsätze gegen die Demonstranten und deren &#8220;aufrührerische&#8221; Darstellung in den italienischen Medien als Vorwand, um die ganze Protestbewegung zu delegitimieren. So schreibt etwa Mauro Piras im Blog <a href="http://www.leparoleelecose.it/?p=3703#comment-23368">Le Parole e le Cose</a>:</p>
<blockquote><p>Il problema non è più prendere posizione. Pro o contro la TAV (o il TAV? la divisione passa anche per le parole, i No TAV della valle usano il maschile). E non è neanche quello dei “gruppetti di violenti” contrapposti alla “maggioranza dei manifestanti pacifici”. Questa rappresentazione è ingenua, o costruita. C’è qualcosa di più profondo, qualcosa che sfugge a noi quarantenni della classe media di, diciamo, centrosinistra</p></blockquote>
<div class="translation">Es geht nicht mehr darum, zur Sache Position zu beziehen, für oder gegen die TAV (oder den TAV? Die Spaltung ist auch eine linguistische, die TAV-Gegner benutzen den männlichen Artikel). Und das Problem sind auch nicht &#8220;kleine gewalttätige Gruppierungen&#8221;, die im Gegensatz zu einer &#8220;Mehrheit friedlicher Demonstranten&#8221; stehen. Diese Darstellung ist entweder naiv oder künstlich. Hier geht es um etwas Tieferes, etwas, das wir vierzigjährigen Mittelschichtler mit, sagen wir mal, Mitte-Links-Ansichten nicht verstehen können.</div>
<p>Die Debatte hat sich inzwischen auf ganz Italien ausgeweitet und ist über Jugendzentren auch in die Schulen gelangt; auch Schülergruppen haben demonstriert. Die Seite <a href="“">Rete della conoscenza</a> erklärt die Beweggründe der Jugendlichen:</p>
<blockquote><p>Crediamo che quest&#39;operazione della polizia avesse come unico obiettivo quello di criminalizzare e screditare un movimento che aveva organizzato una grande manifestazione pacifica (…).<br />
La battaglia No Tav, non è solo una lotta di un popolo in difesa di una valle ma è una lotta di tutti coloro che credono che il territorio sia un bene comune da difendere e non da sfruttare per interessi economici, per questo torneremo in Val Susa e saremo sempre al fianco di chi lotta contro le opere inutili.</p></blockquote>
<div class="translation">Wir glauben, dass diese Polizeiaktion einzig und allein dem Zweck dient, eine Bewegung, die eine große, friedliche Demonstration organisiert hat, zu kriminalisieren und zu diskreditieren (&#8230;).<br />
Der Kampf gegen den TAV ist nicht nur der Versuch einiger Gemeinden, ihr Tal zu schützen, sondern ein Kampf all derer, die glauben, dass das Land ein schützenswertes Allgemeingut ist und nicht etwas, das man aus wirtschaftlichen Interessen heraus ausbeuten kann. Darum werden wir ins Susatal zurückkehren und wir werden immer denen zur Seite stehen, die gegen solche unsinnigen Projekte kämpfen.</div>
<p>Auch auf Twitter sind lebhafte Diskussionen entbrannt. <a href="https://twitter.com/#!/Axell">@Axell</a>, einer der Gegner der Bewegung, schreibt:</p>
<blockquote><p>Gli studenti NO TAV dei licei che oggi hanno bloccato Porta Nuova e zone limitrofe sanno dove è la Val di Susa? #SiTav #aveterottoleballe</p></blockquote>
<div class="translation">Wissen die Gymnasiasten von No TAV, die heute Porta Nuova [den Turiner Hauptbahnhof, A.d.Ü.] blockiert haben, überhaupt, wo das Susatal ist? #jazumtav #ihrnervtverdammtnochmal</div>
<p>Unter den Befürwortern der No-TAV-Bewegung sind hingegen <a href="https://twitter.com/#!/fulviomassa">@fulviomassa</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;inizia ora la passeggiata verso la baita Clarea&#8221; forza #notav! #forzaluca!</p></blockquote>
<div class="translation">&#8220;jetzt beginnt die Wanderung auf die Hütte im Clareatal&#8221; Auf geht&#39;s #neinzumtav! #aufgehtsluca!</div>
<p>Antonio Ballestrazzi ‏ <a href="https://twitter.com/#!/pesce2802">@pesce2802</a>:</p>
<blockquote><p>#sitav #notav spiegatemi bene,per migliorare il trasporto delle merci prosciughiamo i fiumi che servono a irrigare i campi che le producoono</p></blockquote>
<div class="translation">#jazumtav #neinzumtav Erklärt mir das nochmal genauer - um den Güterverkehr zu verbessern, trocknen wir die Flüsse aus, mit denen die Felder bewässert werden, auf denen diese Güter wachsen?</div>
<p>und <a href="https://twitter.com/#!/uomoinpolvere">@uomoinpolvere</a>:</p>
<blockquote><p>ma com&#39;è possibile che pure a un sondaggio mediaset il 70% sono #notav e in parlamento e sui giornali sono tutti #sitav? fatevi due domande</p></blockquote>
<div class="translation">Wie kann es sein, dass sogar bei einer Umfrage von Mediaset [der Mediengruppe von Silvio Berlusconi, A.d.Ü.] 70% #neinzumtav sagen, aber das Parlament und die Zeitungen sagen alle #jazumtav? Das muss man sich fragen&#8230;</div>
<p>Hinter der Solidarität mit den Demonstranten stehen unterschiedliche Beweggründe. Der Blog <a href="http://uninomade.org/">Uninomade</a> sieht die No-TAV-Bewegung im Kontext der <a title="Post in italiano sulla crisi economica in Europa" href="http://it.globalvoicesonline.org/2012/02/eurozona-2011-lanno-perduto-delleconomia-europea/">Krise in Europa</a> [en]:</p>
<blockquote><p>Il No Tav è un movimento dentro la crisi e contro l’austerity, i suoi temi centrali sono dichiaratamente la lotta ai tagli, al debito e sul welfare. Non contro lo sviluppo e la modernità, ma per lo sviluppo dell’autonomia della cooperazione sociale contro lo sviluppo capitalistico che tenta di imbrigliarla o distruggerla.</p></blockquote>
<div class="translation">Die No-TAV-Bewegung ist Teil der Krise und des Widerstands gegen die Austerität; ihre zentralen Themen sind erklärtermaßen der Kampf gegen Sparmaßnahmen und Verschuldung und für die Sozialpolitik. Sie ist nicht gegen Wachstum und Modernität, sondern für das Wachstum einer autonomen sozialen Zusammenarbeit und gegen das kapitalistische Wachstum, das diese Zusammenarbeit zu hindern oder zu zerstören versucht.</div>
<p><a href="http://uninomade.org/a-proposito-delle-lotte-in-val-di-susa/">Antonio Negri</a>, der die Protestbewegung mit der globalen <a title="Occupy su Wikipedia in italiano" href="http://it.wikipedia.org/wiki/Occupy_Movement">Occupy-Bewegung</a> [en] in Zusammenhang bringt, ruft zum Dialog auf:</p>
<blockquote><p>Qualsiasi persona calma e tranquilla che non viva nel ricordo ossessivo degli anni ’70 come certi nostri dirigenti sembrano vivere, sa che trattare è possibile ed evitare radicalizzazioni inopportune e pericolose è utile. Ma per farlo bisogna che la politica in Italia rinasca e non può rinascere che dalla presa di parola di coloro che, resistendo, aprono a tutti la speranza di una nuova partecipazione democratica.</p></blockquote>
<div class="translation">Jeder normale ruhige Mensch, der nicht wie einige unserer Politiker in einer obsessiven Erinnerung an die 70er Jahre lebt, weiß, dass Verhandlungen möglich sind, und dass die Vermeidung unnötiger und gefährlicher Radikalisierungen etwas Positives ist. Aber dafür muss die Politik in Italien erneuert werden, und das kann sie nur durch eine Wortmeldung derjenigen, die uns allen mit ihrem Widerstand die Hoffnung auf eine neue demokratische Beteiligung eröffnen.</div>
<p>In ganz Italien zeigen Menschen mit Wort und Tat ihre Unterstützung für das Susatal. Höhepunkt war die Initiative &#8220;Blocchiamo tutto&#8221; (Wir blockieren alles) vom 1. März, bei der die Hauptbahnhöfe von Rom und Bologna und andere wichtige Eisenbahnknotenpunkte blockiert wurden. Unterdessen <a href="http://www.notav.info/post/notav-international/">breiten sich die Solidaritätskundgebungen auch auf andere europäische Länder aus</a>; auch auf der französischen Seite der geplanten Bahnstrecke wurde demonstriert.</p>
<p>Während der ganzen Zeit der Protestaktionen hat sich auch <a title="Sito di Anonymous Italia" href="http://anon-news.blogspot.com/">Anonymous Italia</a> hervorgetan. Die Hacker haben zuerst die Internetseite der Carabinieri lahmgelegt, dann die offiziellen Seiten der Regierung, des Vatikans, der staatlichen Eisenbahngesellschaft Trenitalia und der Steuereinzugsagentur Equitalia. Hier die Reaktionen einiger Netzbürger:</p>
<p>Baruda:</p>
<blockquote><p>#Anonymous e #Trenitalia: niente da fare, io li amo! TANGO DOWN #OpItaly wp.me/pfk0G-2dj #notav</p></blockquote>
<div class="translation">#Anonymous und #Trenitalia: Die Typen sind einfach klasse! TANGO DOWN #OpItaly wp.me/pfk0G-2dj #neinzumtav</div>
<p>andrea_nicolini:</p>
<blockquote><p>@Skytg24: #Anonymous attacca #Trenitalia.it: tra il tilt e la normale fruibilita&#39; del sito nessuna differenza&#8230;</p></blockquote>
<div class="translation">@Skytg24: #Anonymous hackt #Trenitalia.it: Zwischen dem Blackout und der normalen Verwendbarkeit der Seite konnte man keinen Unterschied feststellen&#8230;</div>
<p>Info Free Flow:</p>
<blockquote><p>Oggi paga #equitalia. #Anonymous riscuote. Ma i conti non sono ancora saldati. pastebin.com/BSX9gNs7</p></blockquote>
<div class="translation">Heute zahlt #equitalia. #Anonymous gewinnt. Aber die Sache ist noch nicht zu Ende. pastebin.com/BSX9gNs7</div>
<p>Während die Staatsanwaltschaft gegen einige Demonstranten ermittelt, gegen die nach den letzten Protestkundgebungen Anzeige erstattet wurde, ist die allgemeine Lage weiterhin unsicher und konfliktgeladen. Auf Twitter erzielt der Hashtag <a href="https://twitter.com/#!/search/%23notav">#neinzumtav</a> die meisten Treffer; auf Vimeo haben <a title="I Fratelli di TAV su Vimeo" href="http://vimeo.com/fratelliditav">I Fratelli di TAV</a> (Die TAV-Brüder) eine Reihe von Videos hochgeladen, in denen sie Geschichten, Dynamiken und Aktionen der Bewegung zeigen, darunter auch diese Blockade der Autobahn Turin-Bardonecchia am 29. Februar:</p>
<p style="text-align: center;"><iframe src="http://player.vimeo.com/video/38330410?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" frameborder="0" width="400" height="225"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="contributors">Dieser Artikel wurde von <a title="Ylenia Gostoli su GV" href="http://it.globalvoicesonline.org/author/ylenia-gostoli/">Ylenia Gostoli</a> und <a title="Bernardo Parrella su GV" href="http://it.globalvoicesonline.org/author/bernardo-parrella/">Bernado Parrella</a> mitverfasst.</div>
<p>&nbsp;</p>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://it.globalvoicesonline.org/author/rachele-cinarelli/' title='Alle Übersetzungen von Rachele Cinarelli'>Rachele Cinarelli</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/magdalena-loehr/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Magdalena Loehr'>Magdalena Loehr</a></span></span> 
 &middot; <span class='source-link'><a href='http://it.globalvoicesonline.org/2012/03/italia-momento-cruciale-per-il-movimento-no-tav/' title='Originalartikel  [it]'>Originalartikel  [it]</a></span> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2012/03/29/italien-heftige-proteste-gegen-hochgeschwindigkeitsstrecke/#comments" title="Kommentare">Kommentare (0) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F03%2F29%2Fitalien-heftige-proteste-gegen-hochgeschwindigkeitsstrecke%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F03%2F29%2Fitalien-heftige-proteste-gegen-hochgeschwindigkeitsstrecke%2F&#038;text=Italien%3A+Heftige+Proteste+gegen+Hochgeschwindigkeitsstrecke&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F03%2F29%2Fitalien-heftige-proteste-gegen-hochgeschwindigkeitsstrecke%2F&#038;title=Italien%3A+Heftige+Proteste+gegen+Hochgeschwindigkeitsstrecke' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F03%2F29%2Fitalien-heftige-proteste-gegen-hochgeschwindigkeitsstrecke%2F&#038;title=Italien%3A+Heftige+Proteste+gegen+Hochgeschwindigkeitsstrecke' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F03%2F29%2Fitalien-heftige-proteste-gegen-hochgeschwindigkeitsstrecke%2F&#038;title=Italien%3A+Heftige+Proteste+gegen+Hochgeschwindigkeitsstrecke' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F03%2F29%2Fitalien-heftige-proteste-gegen-hochgeschwindigkeitsstrecke%2F&#038;title=Italien%3A+Heftige+Proteste+gegen+Hochgeschwindigkeitsstrecke' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2012/03/29/italien-heftige-proteste-gegen-hochgeschwindigkeitsstrecke/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Italien: Historischer Schuldspruch im Asbest-Prozess gegen Eternit</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2012/03/01/italien-historischer-schuldspruch-im-asbest-prozess-gegen-eternit/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2012/03/01/italien-historischer-schuldspruch-im-asbest-prozess-gegen-eternit/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Mar 2012 12:46:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Magdalena Loehr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Belgien]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgermedien]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Französisch]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Humanitäre Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Italienisch]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Thailand]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Handel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=6816</guid>
		<description><![CDATA[Es ist ein geschichtsträchtiges Urteil : Am 13. Februar 2012 wurden im norditalienischen Turin die beiden höchsten Führungskräfte der multinationalen Eternit-Gruppe, die früher Asbestzement herstellte, zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt. Der Strafprozess hatte 2009 begonnen. Hier die Reaktionen von Verbänden und Familienangehörigen von Asbestopfern in Italien und Europa.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im italienischen Eternit-Prozess über die tödlichen Auswirkungen von Asbeststaub ist ein geschichtsträchtiges Urteil ergangen.</p>
<p>Die Geschäftsführer von Eternit haben das Leben ihrer Arbeiter in Gefahr gebracht und die Umwelt schwer geschädigt. Viele hatten jedoch daran gezweifelt, dass sie für ihre Verbrechen auch verurteilt werden würden. Doch genau das ist am 13. Februar 2012 im norditalienischen Turin geschehen. In einem 2009 begonnenen Strafprozess wurden die beiden höchsten Führungskräfte der multinationalen Eternit-Gruppe zu je 16 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass <a href="http://www.viva.presse.fr/Amiante-les-ex-dirigeants-d_16557.html">der ehemalige Inhaber von Eternit Stephan Schmidheiny und Louis de Cartier de Marchienne, der frühere Geschäftsführer</a> [fr] der italienischen Tochtergesellschaft, für etwa 3000 durch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Asbest#Gesundheitssch.C3.A4dlichkeit">Asbest</a> verursachte Todesfälle vor allem in Casale Monferrato und Umgebung verantwortlich sind. Die beiden wurden auch zu Schadenersatzzahlungen in zweistelliger Millionenhöhe an die Asbestopfer, deren Familien sowie einige Organisationen des öffentlichen Lebens verurteilt; insgesamt waren fast 6000 Personen als Nebenkläger aufgetreten. Hunderte von Angehörigen und Opfern sowie Vertreter von Opferverbänden aus anderen Ländern begrüßten das Urteil.</p>
<div id="attachment_98373" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-98373" src="http://fr.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/02/6885437763_0f86a0b9ed.jpg" alt="" width="500" height="333" /><p class="wp-caption-text">Blumen für die Asbesttoten vor dem Gelände der Fibronit in Casale Monferrato - Foto von Ro-buk:  I&#39; m not there auf Flickr, veröffentlicht unter Creative-Commons-Lizenz CC-By</p></div>
<p>Die Seite Swissinfo <a href="http://www.swissinfo.ch/ger/wirtschaft/Hohe_Haftstrafen_im_Asbest-Prozess.html?cid=32114214">liefert weitere Einzelheiten</a> zum Urteil:</p>
<blockquote><p>Zusätzlich zur Haftstrafe von je 16 Jahren wurden die beiden Angeklagten dazu verurteilt, 25 Mio. Euro an die Gemeinde Casale Monferrato, 20 Mio. Euro an die Region Piemont und 15 Mio. Euro an die Inail zu zahlen, die staatliche italienische Unfallversicherung. De Cartier muss ausserdem der Gemeinde Cavagnolo 4 Mio. Euro Schadenersatz zahlen.</p>
<p>Außerdem müssen die beiden Unternehmer zwischen 70.000 und 100.000 Euro an acht Organisationen bezahlen, darunter Gewerkschaften und der WWF. Die Asbestopfer und ihre Familien sollen Schadenersatzzahlungen in der Höhe von mehrheitlich zwischen 30.000 und 35.000 Euro erhalten. Dies geht aus der vom Gerichtspräsidenten vorgelesenen Liste hervor.</p></blockquote>
<p>Die Seite <em>Sanità in Cifre</em> <a href="http://www.sanitaincifre.it/2012/02/eternit-condanna-storica-in-italia-3-000-decessi-l-anno-per-amianto/">erklärt</a> [it], warum dieser Prozess als &#8220;Jahrhundertprozess&#8221; gesehen wird:</p>
<blockquote><p>La sentenza di Torino su Eternit interviene su quello che qualcuno ha definito “il processo del secolo”, per l’impressionante quantità di vittime coinvolte: oltre 2.200 decessi dovuti all’amianto, 700 malati di asbestosi, oltre 6.000 costituzioni di parte civile e una platea di legali composta da 150 avvocati.</p></blockquote>
<div class="translation">Das Turiner Urteil gegen Eternit beendet ein Verfahren, das wegen der beeindruckend hohen Opferzahlen von manchen als &#8220;Prozess des Jahrhunderts&#8221; bezeichnet wurde: über 2200 asbestbedingte Todesfälle, 700 Asbestose-Patienten, mehr als 6000 Nebenkläger und eine Armee von 150 Rechtsanwälten.</div>
<p>Die Familien der Asbestopfer haben den Blog <em>asbestosinthedock.ning.com</em> sowie eine <a href="https://www.facebook.com/pages/POLVERE-Il-grande-processo-dellamianto-DUST-the-great-asbestos-trial/148010625270012">Facebookseite</a> eröffnet. Sie <a href="http://asbestosinthedock.ning.com/forum/topics/baron-de-cartier-and-stephan-schmidheiny-sentenced-to-16-years-pr">glauben</a> [en], dass die Bedeutung dieses Urteils weit über Italien hinausgeht und internationale Auswirkungen haben wird:</p>
<blockquote><p>Also, public prosecutors in other countries may study the Turin trial as a precedent for bringing their own criminal trials against directors of national Eternit subsidiaries.</p></blockquote>
<div class="translation">Des Weiteren können Staatsanwälte in anderen Ländern den Turiner Prozess als Präzedenzfall für eigene Strafprozesse gegen die Geschäftsführer nationaler Eternit-Filialen studieren.</div>
<p>Experten zufolge wird Asbest noch lange weitertöten. Die Seite <em>sanitaincifre.it</em> <a href="http://www.sanitaincifre.it/2012/02/eternit-condanna-storica-in-italia-3-000-decessi-l-anno-per-amianto/">zeigt das Ausmaß der Gefahren</a> [it] in Europa, aber auch im Rest der Welt:</p>
<blockquote><p>La triste contabilità delle vittime in Italia raggiungerà un picco tra il 2015 e il 2018, mentre in Europa occidentale le proiezioni si attestano su 500.000 morti nei primi 30 anni del 2000. E, secondo l’Organizzazione mondiale della Sanità, nel mondo muiono ogni anno 107.000 persone per cancro al polmone, mesotelioma o asbetosi dovuti a esposizione ad amianto, mentre sono oltre 125 milioni gli esposti ai rischi sui luoghi di lavoro.</p></blockquote>
<div class="translation">In Italien werden die traurigen Opferzahlen zwischen 2015 und 2018 ihren Höhepunkt erreichen, während für Westeuropa 500.000 Todesfälle in den ersten 30 Jahren des neuen Jahrtausends prognostiziert werden. Laut der Weltgesundheitsorganisation sterben weltweit jedes Jahr 107.000 Menschen an asbestbedingtem Lungenkrebs, Mesotheliom und Asbestose, und über 125 Millionen sind an ihrem Arbeitsplatz diesen Risiken ausgesetzt.</div>
<p>In einem <a href="http://www.eilmensile.it/2012/02/10/eternit-aspettando-la-sentenza/">Interview von Christian Elia</a> [it] für die Online-Monatszeitschrift der von dem italienischen Kriegschirurgen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gino_Strada">Gino Strada</a> gegründeten Nichtregierungsorganisation <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Emergency_%28Organisation%29">Emergency</a> sprechen Niccolò Bruna und Andrea Prandstraller, Ko-Autoren des Dokumentarfilms <em>Polvere</em> – <em>Il grande processo all’amianto</em> (Staub : der große Asbestprozess), über die Trauer und Wut der Einwohner von Casale Monferrato. Darin liest man auch:</p>
<blockquote><p>L’amianto, bandito in Europa, è estratto e lavorato in molti grandissimi paesi del mondo: Russia, Cina, Brasile, India, Thailandia….Mentre i Paesi Europei sono alle prese con  costosissimi e quasi impossibili sforzi di decontaminazione il 75 percento della popolazione mondiale usa l’amianto-cemento ed è esposta ai suoi rischi. Perciò il problema amianto è oggi più attuale che mai.</p></blockquote>
<div class="translation">Der in Europa verbotene Asbest wird in vielen großen Ländern der Erde abgebaut und verarbeitet: Russland, China, Brasilien, Indien, Thailand&#8230; Während sich die europäischen Länder mit der extrem teuren und fast unmöglichen Dekontaminierung herumschlagen, benutzen 75% der Weltbevölkerung weiterhin Asbestzement und sind dessen Risiken ausgesetzt. Das Problem Asbest ist deshalb heute aktueller als jemals zuvor.</div>
<p>Dies erklärt auch die Anwesenheit zahlreicher Delegationen von Opferverbänden, die zur Urteilsverkündung nach Turin gekommen sind. In einer am Tag des Urteils veröffentlichten <a href="http://andeva.fr/?Proces-historique-a-Turin-les">Pressemitteilung</a> [fr] schreibt der französische <a href="http://andeva.fr/">ANDEVA</a> [fr] (Association Nationale de Défense des Victimes de l&#39;Amiante - Nationaler Verband zum Schutz der Asbestopfer) :</p>
<blockquote><p>Ce jugement était très attendu. Par les victimes italiennes d’abord qui n’ont pu toutes pénétrer dans la salle d’audience dont beaucoup ont suivi la lecture intégrale du jugement à la télévision et à la radio. Mais aussi pour les victimes et les veuves venues apporter leur solidarité du Brésil, des Etats Unis, de Belgique, d’Angleterre, de Suisse, de France, qui ont pu l’entendre en direct en traduction simultanée. Avec l’Andeva, une délégation de 160 victimes et veuves était venue à Turin de toutes les régions de France (Bourgogne, Rhône Alpes, Martigues, Dunkerque, Paris). Parmi eux des anciens d’usines françaises d’Eternit.</p></blockquote>
<div class="translation">Dieses Urteil war sehnlich erwartet worden: zunächst einmal von den italienischen Opfern, die nicht alle im Gerichtssaal Platz fanden und von denen viele die Urteilsverkündung im Fernsehen oder im Radio verfolgten. Aber auch von den Opfern und Hinterbliebenen, die aus Brasilien, den Vereinigten Staaten, Belgien, England, der Schweiz und Frankreich angereist waren, um ihre Solidarität mit den italienischen Opfern zu bekunden, und die die Urteilsverkündung durch Simultanübersetzungen live mitverfolgen konnten. Mit dem Andeva war eine Delegation von 160 Opfern und Hinterbliebenen aus allen Teilen Frankreichs (Burgund, Rhône-Alpes, Martigues, Dünkirchen, Paris) nach Turin gereist. Unter ihnen waren auch ehemalige Arbeiter der französischen Eternitfabriken.</div>
<p>Aber leider kann selbst bei den schlimmsten Tragödien das Los der Opfer stark variieren. Im Fall des tödlichen Staubes werden die <a href="http://www.caffenews.it/ecosostenibilita/33193/processo-eternit-rabbia-per-bagnoli-e-rubiera/">Opfer</a> aus <a href="http://www.24emilia.com/Sezione.jsp?titolo=Ancora+amianto+a+Rubiera&amp;idSezione=26880">Rubiera </a>(Provinz Reggio Emilia) und <a href="http://www.youtube.com/watch?v=QINVOo_rJq4">Bagnoli </a>(Neapel) [alle it] keinerlei Entschädigung erhalten, weil diese Verbrechen bereits verjährt sind. Und doch müssen auch hier die noch lebenden Opfer, deren Gesundheit für den Profit anderer ruiniert wurde, weiterhin medizinisch versorgt werden, müssen ihre Familien von etwas leben und muss auch hier die Natur für zukünftige Generationen erhalten bleiben.</p>
<p>Um eine Vorstellung davon zu vermitteln, wie viele Menschen so im Stich gelassen wurden, <a href="http://valerie-wilson739579.suite101.com/eternit-trial-in-turin--schmidheiny-and-de-cartier-get-16-years-a403082">schreibt</a> [en] die Bloggerin Valerie Wilson im Blog Suite 101:</p>
<blockquote><p>Der Präfekt der Provinz Neapel, Luigi Cesaro, präsentierte eine Liste der von der Fabrik in Bagnoli verursachten Todesfälle:</p>
<ul>
<li>134 Tote durch Lungenkrebs</li>
</ul>
<ul>
<li>9 Tote durch Kehlkopfkrebs</li>
</ul>
<ul>
<li>258 Tote durch Asbestose</li>
</ul>
<ul>
<li>65 Tote durch Mesotheliom</li>
</ul>
<p>sowie 100 Arbeiter, die an den obigen Krankheiten leiden.</p></blockquote>
<p><a href="https://www.facebook.com/tonymaradona">Antonio Iaccarino</a>, der Sohn zweier Asbestkranker aus Bagnoli, schreibt auf der Facebook-Seite <a href="https://www.facebook.com/events/162468793866578/">Sentenza Processo Eternit </a>[it]:</p>
<blockquote><p>I miei genitori sono entrambi malati, sono stati lavoratori di Bagnoli e hanno lavorato dal 1960 al 1984&#8230;i loro amici del lavoro con i quali condividevano 3 turni si contano sulle dita di una solo mano, io forse sono un pò più fortunato di altri che hanno avuto i propri cari all&#39;Eternit ma la vitadei miei genitori di sicuro non è stata, per motivi di salute, tutta rosa e fiori&#8230;.</p></blockquote>
<div class="translation">Meine Eltern sind beide krank, sie haben von 1960 bis 1984 in der Fabrik in Bagnoli gearbeitet&#8230; Ihre Arbeitskollegen, mit denen sie sich die Schichtarbeit geteilt haben, kann man an einer Hand abzählen. Ich hatte vielleicht mehr Glück als andere, die Angehörige bei der Eternit hatten, aber das Leben meiner Eltern war aus gesundheitlichen Gründen sicher kein Zuckerschlecken&#8230;</div>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://fr.globalvoicesonline.org/author/abdoulaye-bah/' title='Alle Übersetzungen von Abdoulaye Bah'>Abdoulaye Bah</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/magdalena-loehr/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Magdalena Loehr'>Magdalena Loehr</a></span></span> 
 &middot; <span class='source-link'><a href='http://fr.globalvoicesonline.org/2012/02/17/98300/' title='Originalartikel  [fr]'>Originalartikel  [fr]</a></span> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2012/03/01/italien-historischer-schuldspruch-im-asbest-prozess-gegen-eternit/#comments" title="Kommentare">Kommentare (0) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F03%2F01%2Fitalien-historischer-schuldspruch-im-asbest-prozess-gegen-eternit%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F03%2F01%2Fitalien-historischer-schuldspruch-im-asbest-prozess-gegen-eternit%2F&#038;text=Italien%3A+Historischer+Schuldspruch+im+Asbest-Prozess+gegen+Eternit&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F03%2F01%2Fitalien-historischer-schuldspruch-im-asbest-prozess-gegen-eternit%2F&#038;title=Italien%3A+Historischer+Schuldspruch+im+Asbest-Prozess+gegen+Eternit' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F03%2F01%2Fitalien-historischer-schuldspruch-im-asbest-prozess-gegen-eternit%2F&#038;title=Italien%3A+Historischer+Schuldspruch+im+Asbest-Prozess+gegen+Eternit' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F03%2F01%2Fitalien-historischer-schuldspruch-im-asbest-prozess-gegen-eternit%2F&#038;title=Italien%3A+Historischer+Schuldspruch+im+Asbest-Prozess+gegen+Eternit' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F03%2F01%2Fitalien-historischer-schuldspruch-im-asbest-prozess-gegen-eternit%2F&#038;title=Italien%3A+Historischer+Schuldspruch+im+Asbest-Prozess+gegen+Eternit' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2012/03/01/italien-historischer-schuldspruch-im-asbest-prozess-gegen-eternit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>China: Todesstrafe um korrupte Regierung zu vertuschen?</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/29/china-todesstrafe-um-korrupte-regierung-zu-vertuschen/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/29/china-todesstrafe-um-korrupte-regierung-zu-vertuschen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 18:23:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lena Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgermedien]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Chinesisch]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Ostasien]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Handel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=6786</guid>
		<description><![CDATA[Wu Ying, die 2006 zur sechstreichsten Frau Chinas ernannt wurde, verlor vorm Oberen Gerichtshof in Zhejiang in der Berufung gegen ihr Todesurteil. Die 30-Jährige wurde im März 2007 wegen illegaler Beschaffung von Spendengeldern erstmals verhaftet. Oiwan Lam berichtet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 18. Januar 2012 verlor Wu Ying, die 2006 zur sechstreichsten Frau Chinas ernannt wurde, vorm Oberen Gerichtshof in Zhejiang in der Berufung gegen ihr Todesurteil. Viele Bürger haben online um Wus Leben gefleht. Sie glauben, dass sie durch die Todesstrafe davon abgehalten werden solle, korrupte Regierungsbeamte aufzudecken, die ihr vermutlich veruntreute öffentliche Gelder geliehen hatten.</p>
<p>Der Verdacht wurde verstärkt, als die Regierung der Stadt Dong Yang dem Gericht einen gemeinsamen Brief vorlegte, in dem sie sich für Wus Hinrichtung aussprach.</p>
<p>Die 30-Jährige wurde im Mai 2007, unter der Anklage der &#8220;illegalen Beschaffung von Spendengeldern&#8221; in einer Höhe von 770 Millionen Yuan (ungefähr 122 Millionen USD), zum ersten Mal verhaftet. Am 18. Dezember 2009 wurde die Klage geändert und lautet seither &#8220;finanzieller Betrug&#8221;. Dafür wurde sie vom Mittleren Volksgericht in Jinhua zum Tode verurteilt. Wu wurde während des ersten Prozesses von keinem Anwalt vertreten und alle Verhandlungen, einschließlich der Berufung, wurden hinter verschlossenen Türen geführt.</p>
<p>Menschenrechtsanwalt, Teng Biao, schrieb <a href="http://tengbiao2.blog.163.com/blog/static/134631008201202495054293">einen sehr langen Artikel</a> [zh], in dem er einige Details, die über Wu Yings Gerichtsverhandlung bekannt sind, erklärt.</p>
<div id="attachment_290646" class="wp-caption aligncenter" style="width: 385px"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=PTBmQhxxBhQ"><img class="size-medium wp-image-290646" title="wu ying" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/02/wu-ying-375x210.png" alt="" width="375" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">Wu Ying wurde wegen Betruges zum Tode verurteilt.<br />
Bild aus einem Video von NTDTV</p></div>
<p><strong>Liste der Kredithaie</strong></p>
<p>2003, im Alter von 23 Jahren, eröffnete Wu einen Schönheitssalon in der Stadt Dong Yang. Später expandierte sie und war in der Unterhaltungsbranche und im Bereich der Immobilieninvestitionen tätig. Wie es in China für private Unternehmen üblich ist, hatte sie Schwierigkeiten, Kredite von Banken zu bekommen. Deshalb musste sie mit anderen Mitteln Geld beschaffen. Im Dezember 2006 konnte sie, aufgrund von Solvenzproblemen ihres Unternehmens, die Schulden bei Kredithaien nicht begleichen. Kurz nach ihrer Entlassung wurde sie entführt, ausgeraubt und erhielt Todesdrohungen. Aber die lokale Polizei untersuchte den Fall nicht, stattdessen wurde sie ein paar Monate später verhaftet.</p>
<p>Während Wus Inhaftierung gab sie eine Liste von Regierungsbeamten, die ihr auf illegale Weise Geld geliehen hatten, bekannt. Drei davon erhielten langjährige Gefängnisstrafen. Später <a href="http://big5.china.com.cn/city/txt/2007-03/24/content_8005541.htm">fanden lokale Zeitungen heraus</a> [zh], dass sie eine Liste mit 137 Namen veröffentlicht hatte; 103 davon borgten ihr mehr als 500.000 Yuan (ca. 80.000 USD). Es wird spekuliert, dass viele lokale Regierungsbeamte darin verwickelt sind. Beamte, die bestochen werden oder Gelder über andere illegale Mittel beziehen, stehen unter Verdacht, privaten Firmen Darlehen mit hohen Zinssätzen zu geben.</p>
<p><strong>Unvermeidbare illegale Beschaffung von Geldern</strong></p>
<p>Teng Biao <a href="http://tengbiao2.blog.163.com/blog/static/134631008201202495054293">weißt darauf hin</a> [zh], dass es im derzeitigen finanziellen System für private Unternehmen unvermeidbar ist, keine &#8220;illegale Beschaffung von Spenden&#8221; zu betreiben. Mit anderen Worten: Die meisten erfolgreichen privaten Unternehmen Chinas haben wahrscheinlich Wu Yings &#8220;Verbrechen&#8221; begangen.<br />
<blockquote>民营企业却难以得到银行的支持，只能靠处于灰色地带的民间借贷。数据表明，银行的短期贷款中，民营企业只占不到20%。据全国工商联一项调查，有90%以上的民营中小企业表示，无法从银行获得贷款。全国民营企业和家族企业在过去三年中有近62.3%通过民间借贷的形式进行融资。</p></blockquote>
<div class="translation">Ohne die Unterstützung der Banken müssen sich private Firmen am Markt Geld leihen. Laut Statistiken gehen nur 20% der kurzfristigen Bankdarlehen an private Unternehmen. In einer Studie der Banken sagen mehr als 90% der KMU (kleinere und mittlere Unternehmen) aus, dass sie daran gescheitert seien, ein Darlehen von Banken zu erhalten. Mehr als 62,3% der Familienbetriebe holen sich ihr Kapital vom Markt.</div>
<p><strong>Ein ungerechtes System</strong></p>
<p>Blogger Li Ming <a href="http://blog.sina.com.cn/s/blog_4e2de0910102dwl0.html">macht darauf aufmerksam</a> [zh], dass, wenn Wu sterben sollte, viele Weitere folgen würden:</p>
<blockquote><p>吴英该杀，那么温州诸多“跑路老板”也该杀，借高利贷一掷千万金的“太太豪赌团”，以及所有把集资用于铺张挥霍的老板，都该抓来杀掉。有的富豪集资营运失败，享受救助待遇，而同属一类的吴英或遭遇杀头待遇，此大不公，此即法之大恶大暴。</p></blockquote>
<div class="translation">Wenn Wu getötet werden muss, müssen die <a href="http://globalvoicesonline.org/2011/10/06/china-the-runaway-bosses-of-wenzhou-city">fliehenden Bosse in Wenzhou</a> [en] ebenso getötet werden. Diese Glücksspieler, die Geld von Kredithaien borgen; diese Chefs, die mit ihrem Wohlstand aus gemeinschaftlichem Geld angeben, müssen auch getötet werden. Heutzutage gibt es eine Gruppe von wirtschaftlichen Verlierern, die von der Regierung gerettet wird, während Wu Ying, unter ähnlichen Umständen, zum Tode verurteilt wurde. Das ist nicht gerecht. Das Gesetz ist grausam.</div>
<p>Yao Shujie, ein Student im Ausland, beobachtete noch mehr <a href="http://view.news.qq.com/a/20120131/000011.htm">Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft der Volksrepublik Chinas</a> [zh]:</p>
<blockquote><p>吴英只是对11人造成损失，而上市公司的老总们，却是给上亿无辜的股民造成巨大的损失。本质上，吴英和这些上市公司的老总，对人们造成的伤害，并没有任何差别。所不同的，吴英被判死刑，上市公司老总们，却照样拿数千万的年薪，照样升官。</p>
<p>还有，像许宗衡和刘志军这样的贪官，涉案金额高达百亿人民币，给国家和人民带来的灾难和对社会所产生的不良影响，比吴英的破坏力高出千百倍，却没有被判死。</p>
<p>12年前，赖昌星高达700亿元的惊天大案，因为逃到加拿大躲了11年，去年引渡回国时，却拿到了一块外国人给的免死金牌。</p>
<p>同样是一个国家，有道是，判死吴英，笑死无数贪官和赖昌星。</p></blockquote>
<div class="translation">Wu Ying fügte nur 11 Personen Schaden zu. Wenn aber die börsennotierten Unternehmen in Konkurs gehen würden, würden sie damit Millionen von Menschen schaden. Es besteht kein Unterschied zwischen Wu Ying und den CEOs dieser Unternehmen. Dennoch wurde Wu zum Tode verurteilt, während alle anderen CEOs Millionen von Gehaltsschecks und Prämien beziehen und eine strahlende Zukunft auf sie wartet. </p>
<p>In den Fällen von korrupten Beamten, wie Xu Zhonghang und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Liu_Zhijun">Liu Zhijun</a> [en], geht es um Summen in zweistelliger Milliardenhöhe und der Schaden, den sie verursacht haben, war tausendmal schwerwiegender als Wus. Trotzdem wurden sie nicht zum Tode verurteilt.</p>
<p>Vor zwölf Jahren war <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Lai_Changxing">Lai Changxing</a> [en] für einen Korruptionsskandal verantwortlich, in dem 70 Milliarden Yuan (ca. 11 Milliarden USD) involviert waren. Da er es schaffte nach Kanada zu fliehen und für 11 Jahre unterzutauchen, wurde ihm bei seiner Ankunft die Todesstrafe erlassen.</p>
<p>In ein und demselben Land haben Menschen so unterschiedliche Schicksale. Kein Wunder, dass manche denken, Wus Todesstrafe diene zur Unterhaltung korrupter Beamten und Lai Changxing.</p></div>
<p>Geht es bei der Todesstrafe wirklich um Wu Yings wirtschaftliche Tätigkeiten? Der unabhängige Schriftsteller Ye Kuangzheng, aus Peking, <a href="http://weibo.com/1218098864/y1sHAsM8i">glaubt nicht daran</a> [zh]:</p>
<blockquote><p>地方官员联名要判吴英死刑，不仅为了灭囗，也是杀鸡儆猴，看谁进去了，还敢乱咬官员！吴英案仍有数亿资金未追回，匆忙杀了吴英，钱如何追回？难说背后没有潜藏的利益链。与吴英案有关的官员，为何至今未判？即便吴英罪大恶极，也应等资金和案情水落石出了，再做定夺不迟。</p></blockquote>
<div class="translation">Der gemeinsame Brief der Regierungsbeamten, in dem Wu Yings Todesstrafe verlangt wurde, ist nicht nur dazu da, sie zum Schweigen zu bringen, sondern auch, um andere zu warnen. Wer noch würde es wagen, während der Inhaftierung, korrupte Regierungsbeamte preiszugeben? Es fehlen Millionen von Dollar auf Wus Bankkonto. Wer hat sich dieses Geld genommen? Wenn Wu erst einmal tot ist, wer könnte noch darüber Aufschluss geben? Stehen hinter alldem verwobenen Interessen? Wie ist es möglich, dass die Beamten, die in diesen Fall verwickelt sind, noch immer nicht angeklagt wurden? Auch wenn Wu eine derartig strenge Strafe verdienen würde, sollten wir trotzdem warten bis die ganze Wahrheit ans Licht gekommen ist, bevor wir sie sterben sehen.</div>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://globalvoicesonline.org/author/oiwan/' title='Alle Übersetzungen von Oiwan Lam'>Oiwan Lam</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/lena-huber/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Lena Huber'>Lena Huber</a></span></span> 
 &middot; <span class='source-link'><a href='http://globalvoicesonline.org/2012/02/03/china-a-death-sentence-to-hide-government-corruption/' title='Originalartikel  [en]'>Originalartikel  [en]</a></span> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/29/china-todesstrafe-um-korrupte-regierung-zu-vertuschen/#comments" title="Kommentare">Kommentare (0) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F29%2Fchina-todesstrafe-um-korrupte-regierung-zu-vertuschen%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F29%2Fchina-todesstrafe-um-korrupte-regierung-zu-vertuschen%2F&#038;text=China%3A+Todesstrafe+um+korrupte+Regierung+zu+vertuschen%3F&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F29%2Fchina-todesstrafe-um-korrupte-regierung-zu-vertuschen%2F&#038;title=China%3A+Todesstrafe+um+korrupte+Regierung+zu+vertuschen%3F' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F29%2Fchina-todesstrafe-um-korrupte-regierung-zu-vertuschen%2F&#038;title=China%3A+Todesstrafe+um+korrupte+Regierung+zu+vertuschen%3F' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F29%2Fchina-todesstrafe-um-korrupte-regierung-zu-vertuschen%2F&#038;title=China%3A+Todesstrafe+um+korrupte+Regierung+zu+vertuschen%3F' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F29%2Fchina-todesstrafe-um-korrupte-regierung-zu-vertuschen%2F&#038;title=China%3A+Todesstrafe+um+korrupte+Regierung+zu+vertuschen%3F' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/29/china-todesstrafe-um-korrupte-regierung-zu-vertuschen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ungarn: &#8220;Wir haben Orbán gewählt, nicht Goldman Sachs&#8221;</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/19/ungarn-wir-haben-orban-gewahlt-nicht-goldman-sachs/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/19/ungarn-wir-haben-orban-gewahlt-nicht-goldman-sachs/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 18:33:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Magdalena Loehr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgermedien]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ost- und Zentraleuropa]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Ungarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Ungarn]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Handel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=6601</guid>
		<description><![CDATA[Nach mehreren Protestkundgebungen gegen die Politik der ungarischen Regierung haben deren Unterstützer letzten Samstag beschlossen, ihrerseits eine Demonstration abzuhalten. Ein Bericht von Marietta Le.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach mehreren von Bürgerbewegungen und der Opposition organisierten Protestkundgebungen gegen die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ungarisches_Parlament">Fidesz-KDNP</a>-Regierung haben am 28. Januar 2012 auch Anhänger der derzeitigen Regierungskoalition beschlossen, mit einem &#8220;Friedensmarsch&#8221; genannten Demonstrationszug ihre Meinung zu äußern.</p>
<p>Laut dem <a href="http://mandiner.hu/cikk/20120121_belugyminiszterium_szazezrek_demonstraltak_a_kormany_mellett">Bericht</a> [hu] des ungarischen Innenministeriums haben etwa 400.000 Menschen bei der friedlichen - und fröhlichen - Veranstaltung ihre Unterstützung für die Regierung bekundet.</p>
<div id="attachment_289180" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/?attachment_id=289180" rel="attachment wp-att-289180"><img class="size-medium wp-image-289180 " title="‘We are the Hungarian people and we stand for Orbán's government!'. Photo by Redjade, used with permission." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/01/328047_2519297823781_1293336442_1959020_1699237803_o-287x300.jpg" alt="‘We are the Hungarian people and we stand for Orbán's government!'. Photo by Redjade, used with permission." width="287" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Wir sind das ungarische Volk und wir stehen zu Orbáns Regierung!&quot;. Foto von Redjade, veröffentlicht mit Genehmigung.</p></div>
<p>Wer aufgrund der <a href="http://globalvoicesonline.org/2012/01/10/hungary-hey-europe-sorry-about-my-prime-minister/">ausgiebigen ausländischen Berichterstattung</a> [en] über die Protestveranstaltungen der Opposition in Budapest gedacht hatte, Fidesz-KDNP habe das Vertrauen der ungarischen Bürger verloren, der wurde nun mit der Tatsache konfrontiert, dass die 2010 mit einer Zweidrittelmehrheit gewählte Regierung immer noch viele Unterstützer hat. Fidelitas, eine Fidesz nahestehende Jugendorganisation, veröffentlichte <a href="http://visit360.net/pano/start_like_hu.php?pano=b9bc613a-4e59-41b9-912a-c9a40e9f6990&amp;vtour=bekemenet">einige 360°-Panoramaaufnahmen</a> des Demonstrationszuges.</p>
<p>Die Demonstranten zogen vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heldenplatz_%28Budapest%29">Heldenplatz</a> zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kossuth_t%C3%A9r">Kossuthplatz</a> vor dem Parlamentsgebäude, wo einige kurze Reden gehalten wurden. Die Hauptorganisatoren der Veranstaltung waren Zsolt Bayer, ein Kommentator der konservativen Tageszeitung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Magyar_H%C3%ADrlap">Magyar Hírlap</a>, Gábor Széles, ein wohlhabender Unternehmer und Besitzer von Magyar Hírlap, sowie András Bencsik, Chefredakteur der ebenfalls konservativen Tageszeitung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Magyar_Demokrata">Magyar Demokrata</a>.</p>
<p>Der rechtsgerichtete Blog Mandiner hat die Regierung in der letzten Zeit scharf kritisiert, und zunächst stand Blogger Dobray, der den Friedensmarsch besucht hat, der Veranstaltung auch eher <a href="http://mandiner.blog.hu/2012/01/23/bekemenet_mar_a_faklyat_is_kisajatitottak">skeptisch gegenüber</a> [hu]:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] Verglichen mit dem, was ich erwartet hatte, ist der Marsch sogar noch besser ausgefallen: Die meisten der 400.000 Teilnehmer (wahrscheinlich weniger - mit den Protestrechnungen [eine Art Wettbewerb, wessen Kundgebung mehr Teilnehmer hatte] hat Bencsik angefangen, als er mit Bezug auf einen Fernsehbericht sagte, es seien eine Million Menschen dort gewesen, was offensichtlich unrealistisch war) zogen einfach die vereinbarte Route entlang, und da es keine anderen Programmpunkte gab, gab es auch keine langweiligen Nebenveranstaltungen. Dieser puritanische Minimalismus geht Hand in Hand mit einer Portion Langeweile, wie wir sie auch schon von den ersten, ereignislosen Demonstrationen der Linken kennen. Aber das kann man schwerlich kritisieren. Und dass auch ein paar Gruppen mit den gestreiften Arpad-Flaggen [einem Symbol der Rechtsextremen] da waren, war nicht so schlimm - daran sind wir gewöhnt, die machen keinen Ärger. Wir werden uns um ein paar Demonstranten mit Arpad-Streifen in einer Menge von mehreren hunderttausend Menschen erst dann kümmern, wenn auch die Linken diejenigen Genossen aus ihrer Mitte vertreiben, die in UdSSR- und Che-Guevara-T-Shirts herumlaufen. [&#8230;]</p></blockquote>
<p>Was die komplexe Situation in Ungarn am besten beschreibt, ist wohl die Tatsache, dass die Regierungsanhänger die Verhandlungen und jedes zukünftige Abkommen über Rettungsaktionen der EU und des IWF ablehnen, während die Opposition so schnell wie möglich ein solches Abkommen schließen will, um Ungarns wackelige Wirtschaft zu stärken.</p>
<div id="attachment_289200" class="wp-caption aligncenter" style="width: 385px"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/?attachment_id=289200" rel="attachment wp-att-289200"><img class="size-medium wp-image-289200 " title="Pro-government protesters criticized EU/ECB/IMF for pressure on the government to take more bailout loans. Photo by Redjade, used with permission." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/01/321851_2519299903833_1293336442_1959023_270187818_o-375x281.jpg" alt="Pro-government protesters criticized EU/ECB/IMF for pressure on the government to take more bailout loans. Photo by Redjade, used with permission." width="375" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Pro-Regierungsdemonstranten kritisierten EU, EZB und IWF dafür, dass sie die ungarische Regierung zur Aufnahme weiterer Hilfskredite drängen wollen. Foto von Redjade, veröffentlicht mit Genehmigung.</p></div>
<p>Viele Demonstranten kamen von außerhalb in die Hauptstadt. Im Blog der Stadt Ócsa <a href="http://ocsa-varos.blogspot.com/2012/01/bekemenet-onvedelem.html">schrieben</a> [hu] einige von ihnen, warum sie es für wichtig hielten, an dem Demonstrationszug teilzunehmen:</p>
<blockquote><p>Menschen aus fast allen Ortschaften des Landes haben sich aufgemacht, um der mit Zweidrittelmehrheit gewählten Regierung, dem Regierungschef Viktor Orbán und allen, die in den vergangenen Tagen angegriffen wurden, ihre Solidarität zu bekunden. Die Demonstranten machen sich für die Souveränität Ungarns stark und halten an den Errungenschaften der Demokratie fest; sie können es nicht ertragen, dass ausländische Politiker, Geschäftsleute und Banken ihr Leben bestimmen wollen. [&#8230;]</p></blockquote>
<p>Véleményvezér <a href="http://velemenyvezer.blog.hu/2012/01/23/bekemenet_a_nyugdijba">wies darauf hin</a> [hu], dass die meisten der Demonstranten schon älter waren:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] es war sehr auffällig, dass die meisten Teilnehmer um die 50 oder älter waren. Das sind Leute, deren private Rentenersparnisse ihnen nicht genommen wurden, fast keiner von ihnen hat Fremdwährungskredite abzubezahlen, und die Regierung hat gezielt versucht sie zu unterstützen, durch Maßnahmen wie den einmaligen achtprozentigen Rentenzuschlag oder die Beschäftigungssicherung für Ältere. [&#8230;]</p></blockquote>
<div id="attachment_289238" class="wp-caption aligncenter" style="width: 385px"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/?attachment_id=289238" rel="attachment wp-att-289238"><img class="size-medium wp-image-289238 " title="'We voted for Orbán and not for Goldman Sachs'. Photo by Redjade, used with permission." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/01/323799_2519310064087_1293336442_1959040_704573234_o-375x281.jpg" alt="'We voted for Orbán and not for Goldman Sachs'. Photo by Redjade, used with permission." width="375" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Wir haben Orbán gewählt, nicht Goldman Sachs&quot;. Foto von Redjade, veröffentlicht mit Genehmigung.</p></div>
<p>In Anspielung auf Gerüchte über bezahlte Demonstranten und organisierte Anreisen zum Demonstrationsort - Anschuldigungen, die von Mitgliedern der Opposition erhoben worden waren - schreibt Dobray:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] Dann sind wir jetzt also quitt, jetzt haben wirklich alle ihre politischen Anliegen auf die Straße getragen. Und es ist amüsant, dass bei jeder Art von Demonstration die Gegenseite mit allen Mitteln versucht, die Veranstaltung zu diskreditieren - man versucht, diejenigen zu finden, deren Anreise bezahlt wurde, die bezahlt wurden, um überhaupt zu kommen, die betrogen wurden usw. Alle sind großzügig, wenn es um die eigenen Kundgebungen geht, aber bei denen der anderen werden sie sofort misstrauisch und kleinlich. Im Garten des Nachbarn ist immer etwas faulig. Ich wäre auch froh, wenn der Friedensmarsch nicht eines der ultimativen Argumente der Fidesz-Regierung werden würde, mit denen sie alle gegenteiligen Meinungen entkräften können. [&#8230;]</p></blockquote>
<p>Zoltán Ruzsbaczky vom Mos-Maiorum-Blog veröffentlichte einen <a href="http://konzervatorium.blog.hu/2012/01/23/bekemenet_valtozoban_a_politikai_kultura">Gastkommentar</a> [hu] im Konzervatórium-Blog. Darin bemerkte er, die große Anzahl an Regierungsanhängern lasse vielleicht den Anbruch einer neuen Ära der Demokratie in Ungarn erkennen, in der viele Menschen sich trauen, öffentlich ihre Meinung zu bekunden:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] Natürlich braucht es dafür eine Regierung, die dieses Vertrauen nutzt und auf der stürmischen See der internationalen Politik erfolgreich zu navigieren weiß. Sie muss Ungarn mit ihrer Wirtschaftspolitik wieder auf Wachstumskurs bringen. Des Weiteren kann man die immer noch zahlreichen Gegner der Regierung nicht ignorieren. Wir werden erst später sehen, was die langfristige Wirkung [des Friedensmarsches] ist, [und ob er überhaupt eine haben wird].</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://globalvoicesonline.org/author/marietta-le/' title='Alle Übersetzungen von Marietta Le'>Marietta Le</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/magdalena-loehr/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Magdalena Loehr'>Magdalena Loehr</a></span></span> 
 &middot; <span class='source-link'><a href='http://globalvoicesonline.org/2012/01/29/hungary-we-voted-for-orban-not-for-goldman-sachs/' title='Originalartikel  [en]'>Originalartikel  [en]</a></span> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/19/ungarn-wir-haben-orban-gewahlt-nicht-goldman-sachs/#comments" title="Kommentare">Kommentare (0) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F19%2Fungarn-wir-haben-orban-gewahlt-nicht-goldman-sachs%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F19%2Fungarn-wir-haben-orban-gewahlt-nicht-goldman-sachs%2F&#038;text=Ungarn%3A+%26%238220%3BWir+haben+Orb%C3%A1n+gew%C3%A4hlt%2C+nicht+Goldman+Sachs%26%238221%3B&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F19%2Fungarn-wir-haben-orban-gewahlt-nicht-goldman-sachs%2F&#038;title=Ungarn%3A+%26%238220%3BWir+haben+Orb%C3%A1n+gew%C3%A4hlt%2C+nicht+Goldman+Sachs%26%238221%3B' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F19%2Fungarn-wir-haben-orban-gewahlt-nicht-goldman-sachs%2F&#038;title=Ungarn%3A+%26%238220%3BWir+haben+Orb%C3%A1n+gew%C3%A4hlt%2C+nicht+Goldman+Sachs%26%238221%3B' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F19%2Fungarn-wir-haben-orban-gewahlt-nicht-goldman-sachs%2F&#038;title=Ungarn%3A+%26%238220%3BWir+haben+Orb%C3%A1n+gew%C3%A4hlt%2C+nicht+Goldman+Sachs%26%238221%3B' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F19%2Fungarn-wir-haben-orban-gewahlt-nicht-goldman-sachs%2F&#038;title=Ungarn%3A+%26%238220%3BWir+haben+Orb%C3%A1n+gew%C3%A4hlt%2C+nicht+Goldman+Sachs%26%238221%3B' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/19/ungarn-wir-haben-orban-gewahlt-nicht-goldman-sachs/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Griechenland: &#8220;Ich habe das IWF-Memorandum unterschrieben, ohne es gelesen zu haben&#8221;</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/15/griechenland-ich-habe-das-iwf-memorandum-unterschrieben-ohne-es-gelesen-zu-haben/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/15/griechenland-ich-habe-das-iwf-memorandum-unterschrieben-ohne-es-gelesen-zu-haben/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 15:55:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maren Rohe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgermedien]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Griechisch]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Westeuropa]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Handel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=6562</guid>
		<description><![CDATA[Griechische Netizens haben Minister Chriysochoidis Aussage kritisiert und lächerlich gemacht, dass er das IWF-Memorandum für Griechenland nie gelesen habe, obwohl er dafür gestimmt habe. Veroniki Krikoni berichtet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Dieser Beitrag ist Teil unseres Dossiers <a title="Europa in der Krise" href="http://globalvoicesonline.org/specialcoverage/europe-in-crisis/">Europa in der Krise</a> [en].</em></strong></p>
<p>Schockiert und verwundert reagierten griechische Bürger am Montag, den 23. Januar 2012, auf die Enthüllung von Louka Katseli, ehemals Arbeits- und Sozialministerin (2010) sowie Wirtschaftsministerin (2009), dass sie nur drei Stunden Zeit gehabt habe, um das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Proteste_in_Griechenland_2010%E2%80%932012">IWF-Memorandum</a> zur Schuldenkrise des Landes zu lesen.</p>
<p>Michalis Chrysochoidis, amtierender Minister für Entwicklung, Wettbewerbsfähigkeit und Schifffahrt sowie ehemaliger Minister für den Schutz der Bürger, gab <a href="http://www.dailymotion.com/video/xnyo7l"> während eines morgendlichen Fernsehinterviews</a> [el] zu, dass er das IWF-Memorandum unterschrieben hatte, ohne es überhaupt gelesen zu haben. Als Begründung gab er an, er habe &#8220;zu dem Zeitpunkt einfach andere Verpflichtungen gehabt, da er Verbrechen bekämpfte&#8221;:</p>
<p style="text-align: center;"><iframe src="http://www.dailymotion.com/embed/video/xnyo7l" width="500" height="372" frameborder="0"></iframe></p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://www.flickr.com/photos/14334763@N05/3257259155"><img title="Minister Manolis Chrysochoidis. Photo by Flickr user Piazza del Popolo (CC BY 2.0)." src="http://farm4.staticflickr.com/3402/3257259155_6822218a67_m.jpg" alt="Minister Manolis Chrysochoidis. Photo by Flickr user Piazza del Popolo (CC BY 2.0)." width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Minister Manolis Chrysochoidis. Foto von Flickr-Nutzer Piazza del Popolo (CC BY 2.0).</p></div>
<p>Die Nachrichten und Reaktionen darauf verbreiteten sich schnell online, einige Netizens reagierten mit extrem negativen Kommentaren und abschätzigen Beleidigungen, drückten ihre Verachtung für das politische System aus, und machten sich über die Rechtfertigung des Ministers lustig.</p>
<p>Innerhalb von ein bis zwei Stunden wurde der Fall zu einem der <a href="http://twitpic.com/8b30h3">weltweit beliebtesten Twitter-Themen</a> über das Hashtag <a href="https://twitter.com/#!/search?q=%23De_diavasa_to_mnimonio_giati">#de_diavasa_to_mnimonio_giati</a> (Ich habe das Memorandum nicht gelesen, weil&#8230;):</p>
<blockquote>
<div><a title="spyros gkelis" href="https://twitter.com/#!/northaura/status/161742551576096768">@northaura</a>: Es gibt jetzt ganze Twitter-&#8221;Partys&#8221; mit dem &#8220;Ich habe das Memorandum nicht gelesen&#8221;-Zitat von Minister Chrysochoidis, im Hashtag <a title="#De_diavasa_to_mnimonio_giati" href="https://twitter.com/#%21/search?q=%23De_diavasa_to_mnimonio_giati" rel="nofollow">#De_diavasa_to_mnimonio_giati</a></div>
</blockquote>
<p>Global-Voices-Autor und Redakteur Asteris Masouras (<a href="https://twitter.com/#!/asteris">@asteris</a>) hat eine <a href="http://t.co/RUCWIWgU">Storify</a> [en] Sammlung verschiedener Beiträge, Fotos und Tweets erstellt. Hier sind einige Beispiele von Tweets und Kommentaren griechischer Netizens:</p>
<blockquote><p><a href="https://twitter.com/#!/agamemnon_st/status/161879484075749377">@agamemnon_st:</a> Αφού δεν ήταν δουλειά σου να μελετάς το μνημόνιο και τους νόμους, γιατί ήσουν βουλευτής;</p></blockquote>
<div class="translation"><a href="https://twitter.com/#!/agamemnon_st/status/161879484075749377">@agamemnon_st:</a> Wenn es nicht Ihre Aufgabe war, das Memorandum und die Gesetze zu lesen, warum waren Sie dann Abgeordneter?</div>
<blockquote><p><a href="https://www.facebook.com/news247/posts/304769946235843">George Kallis</a>: den exeis tsipa epanw soy na valeis thylia sto laimo soy !!!! exete katastrepsi olh thn ellada me tis ypografesas</p></blockquote>
<div class="translation"><a href="https://www.facebook.com/news247/posts/304769946235843">George Kallis</a>: Sie sind schamlos, Sie sollten sich eine Schlinge um den Hals legen!!!! sie haben ganz Griechenland mit Ihren Unterschriften zerstört</div>
<div id="attachment_288931" class="wp-caption alignright" style="width: 282px"><a href="http://twitpic.com/8bi31i"><img class="size-medium wp-image-288931" title="'Der dunkle Ritter kehrt zurück, das Verbrechen auf Athens Straßen zu bekämpfen'. Persiflage zu Chrysochoidis' Aussage. Foto via Twitpic von @Teacherdude." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/01/dark-knight-272x300.jpg" alt="'The Dark Knight returns to fight crime on Athens' mean streets'. Image mocking Minister Chrysochoidis' statement. Photo via Twitpic by @Teacherdude." width="272" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">&#39;Der dunkle Ritter kehrt zurück, das Verbrechen auf Athens Straßen zu bekämpfen&#39;. Persiflage zu Chrysochoidis Aussage. Foto via Twitpic von @Teacherdude.</p></div>
<blockquote><p><a href="https://twitter.com/#!/ngeor/status/161734941237985280">@ngeor</a>: <a title="#De_diavasa_to_mnimonio_giati" href="https://twitter.com/#%21/search?q=%23De_diavasa_to_mnimonio_giati" rel="nofollow">#De_diavasa_to_mnimonio_giati</a> Ich wurde gewählt um zu führen, nicht um zu lesen.</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="https://twitter.com/#!/Ovelikios/status/161726536431575040">@Ovelikios</a>: Δεν έχω διαβάσει το μνημόνιο αλλά έχω δει την ταινία</p></blockquote>
<div class="translation"><a href="https://twitter.com/#!/Ovelikios/status/161726536431575040">@Ovelikios</a>: Ich habe das Memorandum nicht gelesen, aber ich habe den Film gesehen</div>
<blockquote><p><a href="https://twitter.com/#!/natachef/status/161730754114629632">@natachef</a>: <a title="#de_diavasa_to_mnimonio_giati" href="https://twitter.com/#%21/search?q=%23de_diavasa_to_mnimonio_giati" rel="nofollow">#de_diavasa_to_mnimonio_giati</a> δεν άνοιγε το attachment.</p></blockquote>
<div class="translation"><a href="https://twitter.com/#!/natachef/status/161730754114629632">@natachef</a>: <a title="#de_diavasa_to_mnimonio_giati" href="https://twitter.com/#%21/search?q=%23de_diavasa_to_mnimonio_giati" rel="nofollow">#de_diavasa_to_mnimonio_giati</a> [Ich habe das Memorandum nicht gelesen, weil] der Anhang sich nicht öffnen ließ.</div>
<blockquote><p><a href="https://twitter.com/#!/Stathisgr/status/161729716242497537">@Stathisgr</a>: Mnimonio [Memorandum]? LoL, zu beschäftigt damit, Demonstranten zu verprügeln</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="https://twitter.com/#!/mpampakis/status/161720868026843136">@mpampaki:</a> &#8220;Είχα να αντιμετωπίσω το έγκλημα. Ο Ρόμπιν είχε πυρετό κι ο Τζόκερ είχε απαγάγει το γιο του Επιθεωτητη Γκόρντον.&#8221;</p></blockquote>
<div class="translation"><a href="https://twitter.com/#!/mpampakis/status/161720868026843136">@mpampaki:</a> &#8220;Ich musste das Verbrechen bekämpfen. Robin hatte Fieber und [der] Joker hatte Kommissar Gordons Sohn gekidnappt&#8221;.</div>
<blockquote><p><a href="https://twitter.com/#!/nchrysoloras/status/161761060330815488 ">@nchrysoloras</a>: <a title="#De_diavasa_to_mnimonio_giati" href="https://twitter.com/#%21/search?q=%23De_diavasa_to_mnimonio_giati" rel="nofollow">#De_diavasa_to_mnimonio_giati</a> μόνο ο Τσακ Νόρις έχει διαβάσει το Μνημόνιο</p></blockquote>
<div class="translation"><a href="https://twitter.com/#!/nchrysoloras/status/161761060330815488 ">@nchrysoloras</a>: <a title="#De_diavasa_to_mnimonio_giati" href="https://twitter.com/#%21/search?q=%23De_diavasa_to_mnimonio_giati" rel="nofollow">#De_diavasa_to_mnimonio_giati</a> [Ich habe das Memorandum nicht gelesen, weil] nur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chuck_Norris_Facts">Chuck Norris</a> das Memorandum gelesen hat</div>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 225px"><a href="https://twitter.com/#!/mirsiniloizou/status/161760655362371587"><img class="  " title="Twitter user @mirsiniloizou posted: &quot;and here, the photo of #didn't_read_memorandum_because&quot;. Photo shows &quot;protagonists of the day&quot; Ms. Katseli and Mr. Chrysochoidis." src="https://p.twimg.com/Aj6wdYHCMAARP8U.jpg" alt="Twitter user @mirsiniloizou posted: &quot;and here, the photo of #didn't_read_memorandum_because&quot;. Photo shows &quot;protagonists of the day&quot; Ms. Katseli and Mr. Chrysochoidis." width="215" height="182" /></a><p class="wp-caption-text">Twitter Nutzer @mirsiniloizou schrieb: &quot;und hier, das Foto zu #Ich habe das Memorandum nicht gelesen, weil&quot;. Das Foto zeigt &quot;die Helden des Tages&quot; Frau Katseli und Herrn Chrysochoidis.</p></div>
<p>Nach dieser heftigen Kritik veröffentlichte Chrysochoidis den folgen Facebook-Status (Originaltext in Griechisch <a href="https://www.facebook.com/chrisochoidis/posts/10150536152082954">hier</a>):</p>
<blockquote><p>Ich möchte mein Argument erläutern und bestätigen. Ja, ich wiederhole, ich habe das Memorandum nicht gelesen. Ich habe mich weder mit dem Text noch mit den Vorgängen der &#8220;angeblichen&#8221; Verhandlungen auseinandergesetzt. Das sage ich nicht voller Stolz. Ich sage es auch nicht, um mich vor der Verantwortung zu drücken. Im Gegenteil. Ich betrachte dies als einen der größten Fehler meiner politischen Karriere; denn ich habe diese kritischen Momente falsch eingeschätzt und ich war mit der weniger wichtigen Aufgabe beschäftigt, meiner Arbeit als Minister, anstatt mich der wichtigeren Aufgabe zu widmen, meiner Verantwortung als Teil der Führungsriege des Landes. Ich habe das gesagt um zu betonen, wie sehr alle sich verändern müssen. Wir waren daran gewöhnt jedem Führer, jedem Premierminister zu vertrauen; im Parlament zu wählen und der Regierung zu vertrauen. Diese Zeiten sind jetzt vorbei, dieses Modell funktioniert nicht mehr. Was wir brauchen ist gesellschaftliches Miteinander, persönliche Verantwortung und Teilnahme.   [&#8230;]</p></blockquote>
<p>Während des letzten Jahres waren die Regierung und Abgeordnete heftig für ihre Annahme des IWF-Memorandums und ihre Untätigkeit gegenüber der sozialen und wirtschaftlichen Krise des Landes kritisiert worden, was viele von ihnen dazu bewogen hat, ihre Meinungen und politischen Handlungen zu verteidigen.</p>
<p>Eine weitere Stellungnahme kam im Oktober 2011 vom ehemaligen PASOK-Abgeordneten Thomas Rompopoulos, der in einer Radiosendung <a href="http://youtu.be/HcZnyK2GdBA"> erklärte </a>[el]: &#8220;Niemand hatte die Zeit, das Memorandum zu lesen, weder ich noch irgendwer anders hat das getan; wir autorisierten [den damaligen Wirtschaftsminister] Papakonstantinou, es zu unterschreiben. Es war eine Sache des Vertrauens.&#8221;:</p>
<p style="text-align: center;"><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/HcZnyK2GdBA?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Zusätzlich zu den gewagten Vorwürfen gegen Minister Chrysochoidis, haben viele Netizens in sozialen Medien auch allgemein die politische Szene kritisiert, aber auch ihre eigene &#8220;Blindheit&#8221;, in der sie über das üble Vorgehen der Politiker hinweggesehen haben:</p>
<blockquote><p><a href="https://www.facebook.com/profile.php?id=1726015587">Panagiotis Giannoudis</a>: Ζήτω η Βουλή των Ελλήνων!</p></blockquote>
<div class="translation"><a href="https://www.facebook.com/profile.php?id=1726015587">Panagiotis Giannoudis</a>: Ein Hoch auf das griechische Parlament!</div>
<blockquote><p><a href="https://twitter.com/#!/helena_chari/status/161723300857397248">@helena_chari</a>: Griechenland braucht keine Massenvernichtungswaffen; es hat seine Politiker</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://www.skai.gr/news/politics/article/192569/m-hrusohoidis-den-diavasa-to-mnimonio/">dangler69</a>: Τελικά το διάβασε και κανένας; Ίσως εκείνοι που διαγράφηκαν.</p></blockquote>
<div class="translation"><a href="http://www.skai.gr/news/politics/article/192569/m-hrusohoidis-den-diavasa-to-mnimonio/">dangler69</a>: Hat es letztendlich irgendwer gelesen? Vielleicht diejenigen, die nicht mehr im Parlament sind.</div>
<blockquote><p><a href="https://twitter.com/#!/Dr_Troy/status/161747460232974336">@Dr_Troy: </a><a title="#De_diavasa_to_mnimonio_giati" href="https://twitter.com/#%21/search?q=%23De_diavasa_to_mnimonio_giati" rel="nofollow">#De_diavasa_to_mnimonio_giati</a> &#8221; και που με περιγελούν τώρα, αρκετοί απ&#39; αυτούς θα με ξαναψηφίσουν. Ξεχνάνε γρήγορα, βλέπεις&#8230;</p></blockquote>
<div class="translation"><a href="https://twitter.com/#!/Dr_Troy/status/161747460232974336">@Dr_Troy:</a> <a title="#De_diavasa_to_mnimonio_giati" href="https://twitter.com/#%21/search?q=%23De_diavasa_to_mnimonio_giati" rel="nofollow">#De_diavasa_to_mnimonio_giati</a> [Ich habe das Memorandum nicht gelesen, weil] auch wenn sie sich über mich lustig machen, werden viele von ihnen mich wieder wählen. Sie vergessen schnell, wisst ihr&#8230; #bittere_Wahrheit</div>
<blockquote><p><a href="https://twitter.com/#!/cpil/status/161745307481292800">@cpil:</a> Ενώ όλοι εσείς, το διαβάσατε το μνημόνιο.</p></blockquote>
<div class="translation"><a href="https://twitter.com/#!/cpil/status/161745307481292800">@cpil:</a> Habt ihr selbst das Memorandum gelesen?</div>
<blockquote><p><a href="https://twitter.com/#!/MilitaryRaiden/status/161712771585679360">@MilitaryRaiden</a>: Όλοι πέφτουμε από τα σύννεφα με ομολογία ανικανότητος Χρυσοχοΐδη αλλά όχι με τη διατήρηση δικαιώματος ψήφου των ηλιθίων που το εξέλεξαν.</p></blockquote>
<div class="translation"><a href="https://twitter.com/#!/MilitaryRaiden/status/161712771585679360">@MilitaryRaiden</a>: Alle wundern sich über Chrysochoidis Unfähigkeitseingeständnis, aber nicht über die Tatsache, dass die Dummen, die ihn gewählt haben, immer noch ihr Stimmrecht haben.</div>
<blockquote><p><a href="https://twitter.com/#!/tgeorgakopoulos/status/161754515220074496 ">@tgeorgakopoulos</a>: Σσσσ, ακούς; Κάνε ησυχία -ακούς; Είναι ο ήχος 299 εκτυπωτών σε γραφεία βουλευτών. Τυπώνουν το μνημόνιο.</p></blockquote>
<div class="translation"><a href="https://twitter.com/#!/tgeorgakopoulos/status/161754515220074496 ">@tgeorgakopoulos</a>: Psssst, hört mal! Seid still, könnt ihr das hören? Das ist das Geräusch von 299 Druckern in Abgeordnetenbüros. Sie drucken jetzt das Memorandum.</div>
<blockquote><p><a href="https://twitter.com/#!/sVathis/status/161722462571200512">@sVathis:</a> Οι έλληνες ανέκαθεν δεν διάβαζαν user manuals</p></blockquote>
<div class="translation"><a href="https://twitter.com/#!/sVathis/status/161722462571200512">@sVathis:</a> Griechen lesen niemals Gebrauchsanweisungen</div>
<p>Am folgenden Tag schlussfolgert Twitter-Nutzer Arkoudos bitter, nachdenklich über den traurigsten Teil der wirtschaftlichen und sozialen Krise in Griechenland [el]:</p>
<blockquote><p><a href="https://twitter.com/#!/arkoudos/status/162083527637221376">@arkoudos:</a> Δεν σας πληρωσα το χαρατσι της ΔΕΗ;Αχχ χιλια συγνωμη,*δεν το ειχα διαβασει*,ειχα παει να ικετευσω για δουλεια,για να εχουμε να φαμε το βραδυ</p></blockquote>
<div class="translation"><a href="https://twitter.com/#!/arkoudos/status/162083527637221376">@arkoudos:</a> Habe ich  die Sondersteuer für DEI (staatliches Energieversorgungsunternehmen) nicht gezahlt? Ohhh, tut mir leid, *habe es nicht gelesen*, ich war unterwegs um eine Arbeit zu erbetteln, um etwas zum Abendessen zu haben</div>
<p><strong><em>Dieser Beitrag ist Teil unseres Dossiers <a title="Europa in der Krise" href="http://globalvoicesonline.org/specialcoverage/europe-in-crisis/">Europa in der Krise</a> [en].</em></strong></p>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://globalvoicesonline.org/author/veroniki-krikoni/' title='Alle Übersetzungen von Veroniki Krikoni'>Veroniki Krikoni</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/maren-rohe/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Maren Rohe'>Maren Rohe</a></span></span> 
 &middot; <span class='source-link'><a href='http://globalvoicesonline.org/2012/01/26/greece-i-signed-the-imf-memorandum-without-having-read-it/' title='Originalartikel  [en]'>Originalartikel  [en]</a></span> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/15/griechenland-ich-habe-das-iwf-memorandum-unterschrieben-ohne-es-gelesen-zu-haben/#comments" title="Kommentare">Kommentare (0) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F15%2Fgriechenland-ich-habe-das-iwf-memorandum-unterschrieben-ohne-es-gelesen-zu-haben%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F15%2Fgriechenland-ich-habe-das-iwf-memorandum-unterschrieben-ohne-es-gelesen-zu-haben%2F&#038;text=Griechenland%3A+%26%238220%3BIch+habe+das+IWF-Memorandum+unterschrieben%2C+ohne+es+gelesen+zu+haben%26%238221%3B&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F15%2Fgriechenland-ich-habe-das-iwf-memorandum-unterschrieben-ohne-es-gelesen-zu-haben%2F&#038;title=Griechenland%3A+%26%238220%3BIch+habe+das+IWF-Memorandum+unterschrieben%2C+ohne+es+gelesen+zu+haben%26%238221%3B' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F15%2Fgriechenland-ich-habe-das-iwf-memorandum-unterschrieben-ohne-es-gelesen-zu-haben%2F&#038;title=Griechenland%3A+%26%238220%3BIch+habe+das+IWF-Memorandum+unterschrieben%2C+ohne+es+gelesen+zu+haben%26%238221%3B' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F15%2Fgriechenland-ich-habe-das-iwf-memorandum-unterschrieben-ohne-es-gelesen-zu-haben%2F&#038;title=Griechenland%3A+%26%238220%3BIch+habe+das+IWF-Memorandum+unterschrieben%2C+ohne+es+gelesen+zu+haben%26%238221%3B' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F15%2Fgriechenland-ich-habe-das-iwf-memorandum-unterschrieben-ohne-es-gelesen-zu-haben%2F&#038;title=Griechenland%3A+%26%238220%3BIch+habe+das+IWF-Memorandum+unterschrieben%2C+ohne+es+gelesen+zu+haben%26%238221%3B' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/15/griechenland-ich-habe-das-iwf-memorandum-unterschrieben-ohne-es-gelesen-zu-haben/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mongolei: Bergbauprojekte zerstören den Lebensraum von Viehhirten</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/14/mongolei-bergbauprojekte-zerstoren-den-lebensraum-von-viehhirten/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/14/mongolei-bergbauprojekte-zerstoren-den-lebensraum-von-viehhirten/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 18:54:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lena Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgermedien]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgisistan]]></category>
		<category><![CDATA[Mongolei]]></category>
		<category><![CDATA[Russisch]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien & Kaukasus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=6517</guid>
		<description><![CDATA[Die Bergbauprojekte in der Mongolei versprechen eine Verbesserung der sozialen und ökonomischen Infrastruktur und eine Verringerung der Armut. Gleichzeitig spüren aber die lokalen Gemeinden in der Nähe der Minen die negativen Auswirkungen auf ihre Umwelt und ihren traditionellen Lebensraum.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bergbauprojekte in der Mongolei versprechen eine Verbesserung der sozialen und ökonomischen Infrastruktur und eine Verringerung der Armut. Gleichzeitig spüren aber die lokalen Gemeinden in der Nähe der Minen die negativen Auswirkungen auf ihre Umwelt und ihren traditionellen Lebensraum.</p>
<p>Die Umwelt-NGO <a title="Bankwatch Environmental NGO" href="http://bankwatch.org/about-us/who-we-are">CEE Bankwatch Network </a> [en] berichtete über Bergbauprojekte in Kirgisistan und der Mongolei, die von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (engl. EBRD) unterstützt wurden. Bankwatchs Sorge, formuliert in dem Artikel <a href="http://bankwatch.org/news-media/blog/rushing-gold-can-leave-people-behind-ebrd">„Im Goldrausch können Menschen zurückgelassen werden, EBRD”</a> [en], liegt in der Erschöpfung der Ressourcen, insbesondere Wasser, und im Anstieg der Rohstoffpreise:</p>
<blockquote><p>Die Frage, ob die versprochenen Erträge der Mongolei auch dabei helfen werden, ein dringend notwendiges Gesundheitssystem zu entwickeln und eine Wirtschaft aufzubauen, die der Erschöpfung der Ressourcen und den Preissteigerungen für Rohstoffe standhält, <a href="http://www.business-mongolia.com/mongolia/2012/01/17/overcoming-the-%E2%80%9Cresource-curse%E2%80%9D-in-mongolia-a-comparative-approach-with-mineral-rich-countries/" target="_blank">bleibt offen</a> [en]. Die Vorherrschaft des Bergbausektors erweckte bereits <a href="http://www.bloomberg.com/news/2011-03-08/mongolia-says-shifting-focus-to-balanced-growth-from-mining.html" target="_blank">Befürchtungen</a> [en], dass es zu einer &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Holl%C3%A4ndische_Krankheit">Holländischen Krankheit</a>&#8221; oder einem &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ressourcenfluch">Ressourcenfluch</a>&#8221; kommen könnte.</p></blockquote>
<div id="attachment_290775" class="wp-caption aligncenter" style="width: 471px"><a href="http://www.flickr.com/photos/86289487@N00/152174545/"><img class=" wp-image-290775" title="Tagebau in der Mongolei. Foo von Flickr-Nutzer pjriccio2006 (CC BY-NC-SA 2.0)." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/02/152174545_d353baf77b_z.jpg" alt="Tagebau in der Mongolei. Foo von Flickr-Nutzer  pjriccio2006 (CC BY-NC-SA 2.0)." width="461" height="346" /></a><p class="wp-caption-text">Tagebau in der Mongolei. Foo von Flickr-Nutzer pjriccio2006 (CC BY-NC-SA 2.0).</p></div>
<p><a href="http://youtu.be/p0ER4RAJ4P8">Dieses kurze Video</a> wurde von der osteuropäischen Organisation &#8220;CEE Bankwatch Network&#8221;, der deutschen Organisation Urgewald, dem US-amerikanischen &#8220;Bank Information Center&#8221; und der mongolischen Organisation &#8220;Oyu Tolgoi Watch&#8221; gedreht. Sie reisten in die Mongolei, um die ökologischen und sozialen Auswirkungen des Kohlebergwerks Ukhaa Khudag, im Süden der mongolischen Wüste Gobi, zu untersuchen:</p>
<p style="text-align: center;"><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/p0ER4RAJ4P8?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Das vorhergehende Video zeigt nur die Anfänge der Entwicklungen des mongolischen Bergbaus. Kirgisistan, hingegen, blickt schon auf eine lange Reihe von negativen Folgen des Bergbaus für Umwelt, Gesundheit und lokale Gemeinden zurück.<br />
<a title="kumtor mine in Kyrgyzstan" href="http://youtu.be/uvfWwgEEFJ8">Das nächste Video</a> zeigt die kirgisische Gletscherregion und die Umgebung der Tagebau-Goldgrube Kumtor, die schon seit 15 Jahren in Betrieb ist. Für die Gemeinden brachte sie Zyanitvergiftungen und Wasserverschmutzung, die versprochenen Entwicklungen und Verbesserungen bekamen sie nicht zu spüren. </p>
<p style="text-align: center;"><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/uvfWwgEEFJ8?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Die beiden Videos, sowohl das mongolische als auch das kirgisische, und die Hintergründe dazu wurden in <a title="Earth's Riches, people's troubles. Mining in Central Asia" href="http://bankwatch.org/news-media/blog/earths-riches-peoples-troubles-mining-central-asia">„Der Reichtum der Erde, die Sorge der Menschheit. Bergbau in Zentralasien”</a> [en] veröffentlicht:</p>
<blockquote><p>In beiden Fällen, sowohl in den <a href="http://bankwatch.org/our-work/projects/mining-boom-mongolia">Minen Oyu Tolgoi und Tavan Tolgoi</a> [en] in der Mongolei als auch in der <a href="http://bankwatch.org/our-work/projects/kumtor-gold-mine-kyrgyzstan">Goldmine Kumtor in Kirgisistan</a> [en], handelt es sich um wichtige Träger der nationalen Einkünfte. Beide erhalten, bzw. im Fall von Oyu Tolgoi wird es bald soweit sein, Unterstützung der <a href="http://bankwatch.org/our-work/who-we-monitor/ebrd">Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung</a> [en]. Trotzdem stellen sie ein enormes Risiko für die lokalen Gemeinden dar, das nicht mit Geld kompensiert werden kann.</p></blockquote>
<p>Diese Länder sind nicht die Einzigen, die mit den negativen Folgen des Bergbaus konfrontiert sind. Im nahe gelegenen Tibet schafften es <a title="Tibetan villagers halt mining project on sacred mountain" href="http://intercontinentalcry.org/tibetan-villagers-halt-mining-project-on-sacred-mountain/">Dorfbewohner ein Bergbauprojekt aufzuhalten</a> [en], das auf einem ihrer heiligen Berge errichtet wurde.<br />
Das Thema ist umstritten: Wie hoch ist der Preis, den eine Gemeinschaft für die Entwicklung ihres Landes zahlen kann? Vladlena Martsynkevych, Bankwatchs Verantwortliche für Zentralasien, <a title="Rushing Cold can leave people behind ebrd" href="http://bankwatch.org/news-media/blog/rushing-gold-can-leave-people-behind-ebrd">schreibt</a> [en]:</p>
<blockquote><p>Die Rohstoffgewinnungsindustrie kann selbstverständlich zu einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung eines Staates beitragen und die erwarteten Arbeitsstellen und Erträge bringen. Zur gleichen Zeit ist der Bergbau aber auch ein Störfaktor mit beträchtlichen negativen Auswirkungen auf die Umwelt und den Lebensraum der lokalen Gemeinden. In Ländern mit unterentwickelten demokratischen Strukturen, Mangel an institutionellen Kapazitäten oder einfach Korruption, kann die Höhe des Schadens schnell überwiegen. Die Gewinne können die lokalen Ebenen überspringen, was dazu führt, dass sich nur die beteiligten Unternehmen bereichern, und, nicht zuletzt, dass der technologische Fortschritt und Wohlstand der Industriestaaten gefördert wird.</p></blockquote>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://globalvoicesonline.org/author/juliana-rincon-parra/' title='Alle Übersetzungen von Juliana Rincón Parra'>Juliana Rincón Parra</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/lena-huber/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Lena Huber'>Lena Huber</a></span></span> 
 &middot; <span class='source-link'><a href='http://globalvoicesonline.org/2012/02/02/mongolia-mining-project-leaving-herders-without-livelihoods/' title='Originalartikel  [en]'>Originalartikel  [en]</a></span> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/14/mongolei-bergbauprojekte-zerstoren-den-lebensraum-von-viehhirten/#comments" title="Kommentare">Kommentare (0) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F14%2Fmongolei-bergbauprojekte-zerstoren-den-lebensraum-von-viehhirten%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F14%2Fmongolei-bergbauprojekte-zerstoren-den-lebensraum-von-viehhirten%2F&#038;text=Mongolei%3A+Bergbauprojekte+zerst%C3%B6ren+den+Lebensraum+von+Viehhirten&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F14%2Fmongolei-bergbauprojekte-zerstoren-den-lebensraum-von-viehhirten%2F&#038;title=Mongolei%3A+Bergbauprojekte+zerst%C3%B6ren+den+Lebensraum+von+Viehhirten' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F14%2Fmongolei-bergbauprojekte-zerstoren-den-lebensraum-von-viehhirten%2F&#038;title=Mongolei%3A+Bergbauprojekte+zerst%C3%B6ren+den+Lebensraum+von+Viehhirten' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F14%2Fmongolei-bergbauprojekte-zerstoren-den-lebensraum-von-viehhirten%2F&#038;title=Mongolei%3A+Bergbauprojekte+zerst%C3%B6ren+den+Lebensraum+von+Viehhirten' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F14%2Fmongolei-bergbauprojekte-zerstoren-den-lebensraum-von-viehhirten%2F&#038;title=Mongolei%3A+Bergbauprojekte+zerst%C3%B6ren+den+Lebensraum+von+Viehhirten' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/14/mongolei-bergbauprojekte-zerstoren-den-lebensraum-von-viehhirten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kuba: Was steht auf der Agenda von Präsidentin Rousseff?</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/03/kuba-was-steht-auf-der-agenda-von-prasidentin-rousseff/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/03/kuba-was-steht-auf-der-agenda-von-prasidentin-rousseff/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 08:50:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Charlotte Gruben</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgermedien]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen & Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Karibik]]></category>
		<category><![CDATA[Kuba]]></category>
		<category><![CDATA[Medien & Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Handel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=6252</guid>
		<description><![CDATA[Brasiliens erste Präsidentin ist auf Staatsbesuch in Kuba, um "die Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu festigen, vor allem in wirtschaftlichen und geschäftlichen Bereichen",  so die kubanische Presse. Blogger interessieren sich vor allem für ihre Agenda.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Brasiliens <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dilma_Rousseff">erste Präsidentin</a> ist auf einem <a href="http://www.havanatimes.org/?p=61040">Staatsbesuch in Kuba, um &#8220;die Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu festigen</a> [en], vor allem in wirtschaftlichen und geschäftlichen Bereichen&#8221;, so die kubanische Presse. Blogger interessieren sich vor allem für ihre Agenda. </p>
<p>Das Blog <a href="http://cubantriangle.blogspot.com/2012/01/brazil-stays-in-game.html">The Cuban Triangle</a> [en], das davon ausgeht, dass der Fokus des Besuchs hauptsächlich auf der Wirtschaft liegen wird, wirft das Thema des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mariel">Hafenprojekts in Mariel</a> auf und sagt zu der Möglichkeit, dass brasilianische Firmen in die Ethanolproduktion in Kuba investieren könnten:</p>
<blockquote><p>Lasst uns hoffen, dass das der Fall ist. Eine brasilianische Investition in die kubanische Ethanolproduktion würde  Technologie und Know-How auf Weltklasseniveau nach Kuba bringen, Arbeitsplätze schaffen, es Kuba ermöglichen, Ölimporte und ausländische Börsenausgaben zu reduzieren, und würde die bitter benötigte Wiederbelebung eines wirtschaftlich und kulturell bedeutenden Sektors der kubanischen Landschaft mit sich bringen.</p></blockquote>
<p><a href="http://babalublog.com/2012/01/president-dilma-rousseff%E2%80%99s-foreign-policy-will-emphasize-human-rights-marco-aurelio-garcia-special-advisor-to-brazil%E2%80%99s-president/">babalu</a> [en] interessiert sich mehr für die Aussage des Sonderberaters der Präsidentin, der behauptet, dass ihre Außenpolitik &#8220;die Menschenrechte hervorheben wird&#8221;. Der Beitrag betont im Weiteren eine widersprüchliche Aussage von Rousseffs Außenminister, der sagte, dass &#8220;es keine (menschenrechtliche) Notlage in Kuba zu geben scheint&#8221; - worauf der Blogger schreibt:</p>
<blockquote><p>Absolut unglaublich</p></blockquote>
<p><a href="http://www.capitolhillcubans.com/2012/01/dilmas-convenient-memory-lapse.html">Capitol Hill Cubans</a> [en] schreibt in der Zwischenzeit eine Erinnerung an das, was er die &#8220;praktische Gedächtnislücke&#8221; der Präsidentin nennt:</p>
<blockquote><p>Im Jahr 1970 <strong>wurde die heutige Präsidentin Dilma Rousseff festgenommen und für ihre <em>bewaffnete</em> Opposition</strong> gegen die Militärdiktatur des Landes (1964-1985) vor Gericht gestellt. </p>
<p>Doch <strong>heute ist sie nicht bereit,</strong> sich auf ihrem Besuch in Havana <strong>mit den <em>friedlichen</em> Gegnern von Kubas Militärdiktatur zu treffen oder Solidarität zu ihnen zu zeigen.</strong></p></blockquote>
<p>Als Reaktion auf die Äußerung des Außenministers schreibt das Blog: </p>
<blockquote><p>Wir würden die Regierung Rousseff gerne daran erinnern, dass die Internationale Rotkreuz-Bewegung und der UN-Sonderberichterstatter über Folter uneingeschränkten Zugang zum US-Marinestützpunkt in Guantanamo haben.<br />
Wohingegen <strong> das Castro Regime während seiner 52-jährigen Herrschaft keinem dieser internationalen Beobachter Zugang zu kubanischen Gefängnissen gewährt hat.</strong></p>
<p>Darüber hinaus ist es faszinierend, wie Rousseff die menschenrechtliche Notsituation in Brasilien während der Militärjunta gefühlt hat, die unentschuldbar Zehntausende Brasilianer verhaftet, hingerichtet und exiliert hat &#8212; <strong>Zahlen, die durch die brutale Castro-Diktatur in Kuba gehindert wurden</strong>.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.desdecuba.com/generationy/?p=2852">Yoani Sanchez</a> [en] (die zufälligerweise noch immer auf die Ausreisegenehmigung der kubanischen Obrigkeit für eine Reise nach Brasilien wartet, im Rahmen der Präsentation der &#8220;Kuba-Honduras Verbindung&#8221;, ein Dokumentarfilm in dem sie mitspielt) schaltet sich schließlich ein, und sagt über den Präsidentenbesuch: </p>
<blockquote><p>Alles schien so gut geregelt zu sein: ein feststehender Zeitrahmen, ein effizientes Protokoll, das sich auf wirtschaftliche Themen konzentriert, und abschließend ihr Flug nach Haiti. Aber etwas komplizierte den Ablauf. </p>
<p>Einige Tage bevor die Ökonomin und Politikerin am Jose Marti Flughafen ankam, starb ein junger Kubaner nach einem langen Hungerstreik. Die Staatsmedien überschlugen sich, um ihn als einen gemeinen Kriminellen darzustellen&#8230; der radikalisierte Diskurs über Macht und die politische Temperatur erreichten solche Level, auf denen unsere Machthaber so gut funktionieren. In diesem Kontext wurde die vor kurzem abgeschlossene Konferenz der Kubanischen Kommunistischen Partei mehr zu einem Akt der Beteuerung als des Wandels, ein Bekenntnis der Einheit als eine Öffnung. Viele, die auf eine Ankündigung politischer Wandlungen großer Bedeutung gewartet hatten, realisierten, dass die Veranstaltung stattdessen die allerletzte verpasste Gelegenheit für die Generation an der Macht gewesen war. Einen Tag nach ihrer Auflösung empfing Raul Castro - Generalsekretär der einzigen erlaubten Partei - Dilma Rousseff, die frühere Guerilla, die heute ein Land mit verschiedenartigen politischen Kräften und einer höchst kritischen Presse führt. </p>
<p>Brasilien ist unser zweitgrößter Handelspartner in Lateinamerika, aber dies ist nicht nur eine Frage der Ressourcen. Das Raul-Regime hat auch, zu diesem Zeitpunkt, das starke Bedürfnis, von anderen Präsidenten der Region legitimiert zu werden. Es wird also Lächeln geben, Händeschütteln, Versprechungen &#8216;ewiger Freundschaft&#39; und Fotos, jede Menge Fotos. Die Bürgeraktivisten werden ihrerseits versuchen, ein Treffen mit der Frau zu erreichen, die in einer Militärregierung gefoltert und gefangen gehalten wurde, obwohl die Chancen gering stehen, dass sie sie empfangen wird. Dilma Rousseff wird sich mit Raul Castro unterhalten, sie wird ihn in diesem kritischen Augenblick, an den der Zufall sie gebracht hat, sehr nahe sein. Wir hoffen, dass sie die Gelegenheit nicht verpassen wird, und dass sie sich entsprechend der Forderung nach Demokratie verhalten wird, anstatt sich für eine mitschuldige Stille angesichts einer Diktatur zu entscheiden.</p></blockquote>
<div class="notes"><a href="http://www.flickr.com/photos/outroangulo/5135139397/">Das Miniaturbild, das in diesem Beitrag verwendet wird</a>, ist von R. Furquim, verwendet mit einer <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.en"> Creative Commons Lizenz</a>. Klicken Sie<a href="http://www.flickr.com/photos/outroangulo/"> hier</a>, um R. Furquims Flickr-Photostream anzusehen.</div>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://globalvoicesonline.org/author/janine-mendes-franco/' title='Alle Übersetzungen von Janine Mendes-Franco'>Janine Mendes-Franco</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/charlotte-gruben/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Charlotte Gruben'>Charlotte Gruben</a></span></span> 
 &middot; <span class='source-link'><a href='http://globalvoicesonline.org/2012/02/01/cuba-president-rousseffs-agenda/' title='Originalartikel  [en]'>Originalartikel  [en]</a></span> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/03/kuba-was-steht-auf-der-agenda-von-prasidentin-rousseff/#comments" title="Kommentare">Kommentare (0) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F03%2Fkuba-was-steht-auf-der-agenda-von-prasidentin-rousseff%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F03%2Fkuba-was-steht-auf-der-agenda-von-prasidentin-rousseff%2F&#038;text=Kuba%3A+Was+steht+auf+der+Agenda+von+Pr%C3%A4sidentin+Rousseff%3F&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F03%2Fkuba-was-steht-auf-der-agenda-von-prasidentin-rousseff%2F&#038;title=Kuba%3A+Was+steht+auf+der+Agenda+von+Pr%C3%A4sidentin+Rousseff%3F' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F03%2Fkuba-was-steht-auf-der-agenda-von-prasidentin-rousseff%2F&#038;title=Kuba%3A+Was+steht+auf+der+Agenda+von+Pr%C3%A4sidentin+Rousseff%3F' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F03%2Fkuba-was-steht-auf-der-agenda-von-prasidentin-rousseff%2F&#038;title=Kuba%3A+Was+steht+auf+der+Agenda+von+Pr%C3%A4sidentin+Rousseff%3F' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F03%2Fkuba-was-steht-auf-der-agenda-von-prasidentin-rousseff%2F&#038;title=Kuba%3A+Was+steht+auf+der+Agenda+von+Pr%C3%A4sidentin+Rousseff%3F' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/03/kuba-was-steht-auf-der-agenda-von-prasidentin-rousseff/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kambodscha: Massenohnmacht in Bekleidungsfabriken</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/02/kambodscha-massenohnmacht-in-bekleidungsfabriken/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/02/kambodscha-massenohnmacht-in-bekleidungsfabriken/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 13:52:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Charlotte Gruben</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitskräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgermedien]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kambodscha]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Ostasien]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Handel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=6215</guid>
		<description><![CDATA[Kambodschas erstes Volkstribunal für Mindestlöhne und angemessene Arbeitsbedingungen für Bekleidungsarbeiter wird in der nächsten Woche stattfinden und unter anderem die schlechten Arbeitsbedingungen in Bekleidungsfabriken in Angriff nehmen, die dazu führten, dass tausende Arbeiter an ihren Arbeitsplätzen ohnmächtig wurden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Asien-Mindestlohn-Netzwerk organisiert Kamdodschas erstes <a href="http://afwcam.wordpress.com/2012/02/01/towards-a-living-wage-the-first-peoples-tribunal-in-cambodia-2/">Volkstribunal</a> [en] für Mindestlöhne und angemessene Arbeitsbedingungen für Bekleidungsarbeiter. Das Tribunal ist für den 8. Februar 2012 in Phnom Penh geplant: </p>
<blockquote><p>Die <a href="http://afwcam.wordpress.com/2012/01/17/information-of-cambodias-garment-industry/">Bekleidungsindustrie</a> [en] in Kambodscha stellt 90% aller Exporte. Doch trotz ihrer relativen wirtschaftlichen Bedeutung erhalten die Arbeiter nur die Hälfte dessen, was nötig wäre um ihre Familien zu ernähren, und der gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn ist zur Zeit der niedrigste der Mekong-Region.</p></blockquote>
<p>Eines der Hauptthemen, das in dem Tribunal diskutiert werden wird, betrifft die <a href="http://www.phnompenhpost.com/index.php/2012010653818/National-news/working-conditions-blamed-as-factory-shut-after-fainting-incident.html">schlechten Arbeitsbedingungen</a> [en] in den Fabriken, die zu <a href="http://www.phnompenhpost.com/index.php/2012012654156/National-news/time-out-for-fainting-factory.html">Ohnmachtsvorfällen</a> [en] in zahlreichen Arbeitsstellen führten: </p>
<blockquote><p>Ein anderer Gegenstand der Sorge betreffend Bekleidungsfabriken und -arbeiter war die <a href="http://afwcam.wordpress.com/2012/01/17/workers-situation-of-garment-industry-in-cambodia-2/">Massenohnmacht</a> [en]. Allein im Jahr 2011 berichtete die Freie Gewerkschaft der Arbeiter von etwa 2.300 Arbeitern die in fünf kambodschanischen Fabriken das Bewusstsein verloren&#8230; Ermittlungen und Firmenangaben kamen zu verschiedenen Schlüssen, was die entscheidenden Faktoren betrifft, doch viele betonten physiologische Gründe, wie niedrige Blutzuckerwerte, Unterernährung, Dehydration, Lebensmittelvergiftung und Überanstrengung.</p></blockquote>
<div id="attachment_290814" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://www.facebook.com/media/set/?set=a.351708358172636.94199.203761796300627&amp;type=3"><img class="size-medium wp-image-290814  " title="Arbeiter der King-First-Fabrik nach einem Ohnmachtsanfall auf dem Weg zum Krankenhaus. Foto von Community Legal Education Center auf Facebook." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/02/fainting-225x300.jpg" alt="Arbeiter der King-First-Fabrik nach einem Ohnmachtsanfall auf dem Weg zum Krankenhaus. Foto von Community Legal Education Center auf Facebook." width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Arbeiter der King First Fabrik nach einem Ohnmachtsanfall auf dem Weg zum Krankenhaus. Foto von Community Legal Education Center auf Facebook.</p></div>
<p><a href="http://khmerization.blogspot.com/2012/01/mass-fainting-of-cambodian-garment.html">Joel Preston</a> [en] nennt die prominenten weltweiten Kunden der King-First-Fabrik: </p>
<blockquote><p>Im gleichen Jahr bestätigte <em>King First Industrial</em>, dass ihre Liste großer Kunden die Folgenden beinhalte: </p>
<p>&#8220;Wal-Mart, Target, Reebok, JC Penny, Urban Outfitters, Simply Vera, Abercrombie &amp; Fitch, Anthropology, Cold Water Creek, Chico&#39;s, Catherines, Express, Federated/May Department Store, P.V.H, Hollister, Ruehl, L&amp;T, Cato, George, Bisou Bisou, Greendog, Lane Bryant, Alfant, Charter Club, Metro 7, East 5th and American Rag.&#8221;</p>
<p>Trotz der riesigen Profite, die von den kambodschanischen Bekleidungsfabriken, ihren Gründerunternehmen und internationalen Kunden gleichermaßen eingefahren werden, scheint <em>Kings First Industrial Co. Ltd</em> nicht in der Lage zu sein, ihren Arbeitern einen sicheren und gesunden Arbeitsplatz zu bieten. Verstöße gegen Arbeitsschutzgesetze und Sicherheitsmittelwerte stehen in Beziehung zu den erbärmlichen Löhnen die diese Arbeiter erhalten.</p></blockquote>
<p>Das <em>Community Legal Education Center</em> hat auch Fotos von Arbeitern hochgeladen, die in Fabriken von <a href="http://www.facebook.com/media/set/?set=a.251600554850084.74956.203761796300627&amp;type=3">Hung Wah (Cambodia) Garment Mfg.</a> [en] und <a href="http://www.facebook.com/media/set/?set=a.253519801324826.75271.203761796300627&amp;type=3">Huey Chuen</a> [en] das Bewusstsein verloren. Die <em>Fair Labor Association</em> (etwa: Gesellschaft für Faire Arbeit) untersuchte die Ohnmachtsfälle in Huey Chuen, und <a href="https://www.fairlabor.org/fla/Public/pub/Images_XFile/R464/HueyChuen_SummaryReport.pdf">entdeckte</a> [en], dass die Arbeiter gezwungen wurden, Überstunden zu machen: </p>
<blockquote><p>Die Betriebsleitung und die Arbeiter gaben an, dass Arbeiter an Werktagen in der Periode vom 27. März bis zum 9. April, und am 25. März, 1. April und 8. April vier Überstunden abarbeiteten. Arbeiter im ersten Stockwerk gaben an, dass sie sich gezwungen fühlten, die ganze Nacht durchzuarbeiten, von 7 Uhr am Freitagmorgen bis 7 Uhr am Samstagmorgen. Sie berichteten auch, dass sie an den Sonntagen vom 27. März und 3. April gearbeitet hatten. Arbeiter im ersten und vierten Stockwerk arbeiteten nicht über Nacht, aber machten vier Überstunden an Wochentagen, Samstagen und Sonntagen.</p></blockquote>
<p>LTO Cambodia denkt, dass die Massenohnmacht auf eine <a href="http://ltocambodia.blogspot.com/2012/01/better-late-than-never-2011.html">Massenhysterie</a> [en] zurückzuführen sein könnte:</p>
<blockquote><p>Die Massenohnmacht ist, in Ermangelung eines besseren Ausdrucks, &#8216;Massenhysterie&#39;, aber damit möchte ich ihre Bedeutung nicht herabmindern. Diese Fabrikarbeiter sind zum größten teil arme junge Frauen, häufig vom Land, die unter grauen, staubigen, unangenehmen Bedingungen arbeiten müssen, Heimweh haben, von ihrer Familie und strengen Aufsehern unter Druck gesetzt werden und todlangweilige, repetitive Arbeit für sehr wenig Geld (im Schnitt 55 bis 61 $ im Monat) erledigen müssen, oft mit Überstunden.</p></blockquote>
<div id="attachment_290815" class="wp-caption aligncenter" style="width: 385px"><a href="http://www.cleanclothes.org/campaigns/cambodia-tribunal"><img class="size-medium wp-image-290815 " title="Kampagne zur Verbesserung der Arbeitsbedingung von Bekleidungsarbeitern. Foto von der Clean Clothes Gruppe." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/02/tribunal-375x281.jpg" alt="Kampagne zur Verbesserung der Arbeitsbedingung von Bekleidungsarbeitern. Foto von der Clean Clothes Gruppe." width="375" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Kampagne zur Verbesserung der Arbeitsbedingung von Bekleidungsarbeitern. Foto von der Clean Clothes Gruppe.</p></div>
<p>Abgesehen von dem Ohnmachtsthema hofft das Tribunal auch, die Beschwerden von 200.000 Bekleidungsarbeitern in Kambodscha anzugehen, die letztes Jahr gestreikt hatten. Im Folgenden stehen die weiteren <a href="http://www.facebook.com/notes/asia-floor-wage-cambodia/participate-online-to-support-peoples-tribunal-on-minimum-living-wages-for-cambo/336403286378614">Ziele</a> [en] des Tribunals: </p>
<blockquote><p>- Die Lage der angemessenen Arbeitsbedingungen in der globalen Bekleidungsindustrie, mit besonderem Fokus auf weibliche Arbeiter, festlegen, inklusive dem Thema der fairen Preisbildung für die Hersteller<br />
- Den Einfluss des Geschlechts als Faktor in der Bestimmung der politischen Wirtschaft der globalen Versorgungskette aufzeigen<br />
- Durch Tarifverhandlungen für die Bauarbeiterkollektivität einen Ausgleich innerhalb der globalen Versorgungskette schaffen und dazu beitragen, dass die Basisbewegung gestärkt wird<br />
- Dazu beitragen, die Bedingungen der Arbeiter, besonders der weiblichen Arbeiter, in der globalen Bekleidungsversorgungskette zu stärken</p></blockquote>
<p>Eine <a href="http://www.change.org/petitions/hm-attend-the-peoples-tribunal-on-minimum-living-wages-in-cambodia">Petition</a> wurde in die Wege geleitet, in der die Bekleidungsfirma H&amp;M dazu aufgefordert wurde, sich dem Tribunal anzuschließen:</p>
<blockquote><p>H&amp;M entschied sich in den Jahren 2010 und 2011 bei einem Anstieg der Baumwollpreise dazu, dass sie die Kosten übernehmen würden, sodass ihre Kunden keine höheren Preise bezahlen müssten. Leider dehnte sich ihr Entgegenkommen nicht auf ihre Lieferanten aus, die in kambodschanischen Bekleidungsfabriken arbeiten, und von denen 90% Frauen sind.</p></blockquote>
<p class='gv-rss-footer'><span class='credit-text'><span class="contributor">Geschrieben von <a href='http://globalvoicesonline.org/author/mong/' title='Alle Übersetzungen von Mong Palatino'>Mong Palatino</a></span> &middot; <span class="contributor">Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/charlotte-gruben/' class='url' title='Alle Übersetzungen von Charlotte Gruben'>Charlotte Gruben</a></span></span> 
 &middot; <span class='source-link'><a href='http://globalvoicesonline.org/2012/02/02/cambodia-mass-fainting-in-garment-factories/' title='Originalartikel  [en]'>Originalartikel  [en]</a></span> &middot; <span class="commentcount"><a href="http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/02/kambodscha-massenohnmacht-in-bekleidungsfabriken/#comments" title="Kommentare">Kommentare (0) </a></span><br />Freigeben: <span class='share-links-text'><a href='http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F02%2Fkambodscha-massenohnmacht-in-bekleidungsfabriken%2F' id='gv-st_facebook' title='facebook' target="new" ><span class='share-icon-label'>facebook</span></a> &middot; <a href='http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F02%2Fkambodscha-massenohnmacht-in-bekleidungsfabriken%2F&#038;text=Kambodscha%3A+Massenohnmacht+in+Bekleidungsfabriken&#038;via=gvdeutsch' id='gv-st_twitter' title='twitter' target="new" ><span class='share-icon-label'>twitter</span></a> &middot; <a href='http://reddit.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F02%2Fkambodscha-massenohnmacht-in-bekleidungsfabriken%2F&#038;title=Kambodscha%3A+Massenohnmacht+in+Bekleidungsfabriken' id='gv-st_reddit' title='reddit' target="new" ><span class='share-icon-label'>reddit</span></a> &middot; <a href='http://www.stumbleupon.com/submit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F02%2Fkambodscha-massenohnmacht-in-bekleidungsfabriken%2F&#038;title=Kambodscha%3A+Massenohnmacht+in+Bekleidungsfabriken' id='gv-st_stumbleupon' title='StumbleUpon' target="new" ><span class='share-icon-label'>StumbleUpon</span></a> &middot; <a href='http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F02%2Fkambodscha-massenohnmacht-in-bekleidungsfabriken%2F&#038;title=Kambodscha%3A+Massenohnmacht+in+Bekleidungsfabriken' id='gv-st_delicious' title='delicious' target="new" ><span class='share-icon-label'>delicious</span></a> &middot; <a href='http://www.instapaper.com/edit?url=http%3A%2F%2Fde.globalvoicesonline.org%2F2012%2F02%2F02%2Fkambodscha-massenohnmacht-in-bekleidungsfabriken%2F&#038;title=Kambodscha%3A+Massenohnmacht+in+Bekleidungsfabriken' id='gv-st_instapaper' title='Instapaper' target="new" ><span class='share-icon-label'>Instapaper</span></a></span>
</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2012/02/02/kambodscha-massenohnmacht-in-bekleidungsfabriken/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

