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	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Entwicklung</title>
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	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
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		<title>Aserbaidschan: Schließung von IRI erregt Besorgnis</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/24/aserbaidschan-schliesung-von-iri-erregt-besorgnis/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 02:57:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem die Sendungen von ausländischen Radiostationen eingestellt wurden, kommt die Nachricht über etwas, was einige als eine weitere Bedrohung des langsamen, wachsenden Prozesses der Demokratisierung in der ehemaligen Sowjetrepublik betrachten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/onnik-krikorian/">Onnik Krikorian</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/18/azerbaijan-iri-departure-met-with-concern-disappointment/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="alignleft" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/IRI.jpg" alt="" /><br />
Nachdem die Sendungen von ausländischen <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/01/04/azerbaijan-bans-foreign-broadcasts-while-preparing-for-a-constitutional-referendum/">Radiostationen</a> wie BBC, Stimme Amerikas und Radio Freies Europa/Radio Liberty in Aserbeidschan eingestellt wurden, und <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/11/11/azerbaijan-bloggers-sentenced/">nach der Verurteilung von zwei jugendlichen Video-Blogging Aktivisten</a> kommt die Nachricht über etwas, was einige als eine weitere Bedrohung des langsamen, wachsenden Prozesses der Demokratisierung in der ehemaligen Sowjetrepublik betrachten.</p>
<p>Am 3. November wurde bekannt gegeben, dass USAID die Arbeit der lokalen Niederlassung des &#8216;International Republican Institute (IRI)&#39; nicht verlängern würde. Der offizielle Grund hierfür war, dass IRI keinen Antrag eingereicht hätte. Viele Leute haben Zweifel an dieser Erklärung, wie der <a href="http://blog.novruzov.az/2009/11/republican-in-caucasus.html">Kommentar</a> von <em>Mutatione Fortitudo</em> zeigt.</p>
<blockquote><p>Nach einer anfänglichen Verschleierung durch die Botschaft (es wird behauptet, IRI hätte noch nicht einmal einen Vorschlag unterbreitet), erschienen weitere Informationen in der Presse. Es scheint, die USA (genauer gesagt USAID, eine Abteilung des Außenministeriums, das Entwicklungsprojekte im Ausland betreut), senkt nicht das Budget für das Demokratisierungs-Programm, sondern alles wird an das &#8216;National Democratic Institute&#39; übergeben. Es gibt anscheinend keine Änderung in der amerikanischen Außenpolitik, doch hat das größere außenpolitische Konsequenzen. Es hat den Anschein, dass sie mit der Arbeit von IRI nicht unzufrieden waren, doch zerstören sie genau die Projekte, für die sie Millionen ausgegeben haben.</p></blockquote>
<p>Die Blog-Post selbst lobt den IRI Land Direktor, Jake Jones.</p>
<blockquote><p>[&#8230;] Jake war für die aserbaidschanische Blogosphäre, was Kolumbus für Amerika war - so etwas wie der erste Entdecker. Und diese Entdeckung geschah zu jener Zeit, als ich fast ausschließlich der einzige englisch-sprachige Blogger war und unter dem Pseudonym &#8220;&#8221;Politologe aus Aserbaidschan&#8221; schrieb. Jetzt höre ich, dass viele ausländische Organisationen daran denken, bloggen, Bloggers, usw. zu unterstützen. Aber es war Jake und IRI, die als Erste das Potenzial dieses neuen Medienfeldes in Aserbaidschan bemerkten und sie sind immer noch vorsichtig genug es nicht zu überschätzen, wie dies andere Organisationen und Einzelpersonen tun.</p></blockquote>
<p><em>Flying Carpets and Broken Pipelines</em>, die mit Unterstützung von Jones aufgebaut wurden, <a href="http://flyingcarpetsandbrokenpipelines.blogspot.com/2009/11/jj.html">kommentieren</a> ebenfalls über die Hauptkräfte hinter der Organisationsarbeit in Aserbaidschan.</p>
<blockquote><p>Vor etwa einem Jahr habe ich mit einem Freund &#8216;geskypt&#39; (über das Internet telefoniert), der in Baku lebt und arbeitet.  Das Thema unserer Diskussion an diesem Tage war die Suche nach einem Namen für meinen Blog, den sie gerade lesen. Es dauerte eine Weile, aber schließlich wurde &#8220;Flying Carpets and Broken Pipelines&#8221; ins Leben gerufen.</p>
<p>[&#8230;] Ich habe nie zuvor einen Menschen getroffen, der so an dieser Region interessiert war.</p>
<p>Er lernte die Sprache, bereiste das Land und kommt mit Allen gut zurecht. Als Emin und Adnan verhaftet wurden, war er da, um zu helfen und zu unterstützen, wo immer er konnte. </p>
<p>[&#8230;] All dies ist nur ein kleiner Teil dessen, was Jake und IRI in Aserbaidschan getan haben, und das umfasst auch endlose Schulungen und Seminare, die im ganzen Land abgehalten wurden.</p>
<p>[&#8230;] IRI präsentierte sich als eine Institution, die in das Land investierte in der Hoffnung (neben den anderen im Lande arbeitenden internationalen Institutionen)  gute Erfolge zu erzielen. Es wäre für Aserbaidschan ein Verlust, wenn IRI das Land verlassen sollte. So, bitte USAID (falls jemand dort diesen Blog lesen sollte) lasst sie hier bleiben und ihre Arbeit machen; sie sind es wert!</p>
<p>Es scheint ein allgemeines Missverständnis darüber zu geben, dass IRI keine Vorschläge für die Aktivitäten im nächsten Jahr unterbreitet hätte. Das ist NICHT wahr, IRI HAT Vorschläge gemacht. Es gibt wirklich lokale Partner, die das BEGRÜNDEN und RECHTFERTIGEN können.</p></blockquote>
<p>Beide Blogs berichten außerdem, dass eine Facebook-Gruppe &#8216;Keep IRI in Aserbaidschan!&#39; <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=201678634195">eingerichtet</a> wurde. Zu dem Zeitpunkt, als dies hier geschrieben wurde, gab es 830 Mitglieder.</p>
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		<title>Angola: Hohe Lebenskosten in Luanda</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/09/angola-hohe-lebenskosten-in-luanda/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/09/angola-hohe-lebenskosten-in-luanda/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 19:05:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Angola]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Portugiesisch]]></category>
		<category><![CDATA[Subsahara-Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die hohen Lebenskosten im Land sind paradox: Die hohen Entwicklungsindikatoren Angolas spiegeln sich nicht in den Finanzen der Mehrzahl der angolanischen Bürger wider und wirken sich nicht auf die Lebensqualität derer aus, die wirtschaftlich schlechter gestellt sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/clara-onofre/">Clara Onofre</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/09/angola-the-high-cost-of-living-in-luanda/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Luanda, die Hauptstadt Angolas, ist eine sehr teure Stadt. Sowohl für Angolaner als auch für Ausländer. Wenn man hier ist, merkt man es deutlich. Grundlegende Dinge wie Essen, Bildung und Wohnraum liegen preislich gleichauf mit einigen europäischen Ländern. Der einzige Unterschied ist, dass die Gehälter in Angola einfach lächerlich sind, wenn man sie mit europäischem Standard vergleicht. Dies führt zu einem täglichen Kampf um die Deckung des Grundbedarfs.</p>
<p>Offensichtlich wird dieser Kampf nicht von denjenigen geführt, die Geld haben, und die, aus welchen Gründen auch immer, durch Bankkonten geschützt sind, die Neid in normalen Sterblichen erwecken. Einer Umfrage zufolge, die im Februar von einem englischen Unternehmen, ECA International, durchgeführt wurde, <a href="http://www.citymayors.com/statistics/expensive-cities-intro.html">belegt Luanda Rang eins unter den teuersten Städten der Welt</a>.</p>
<p>Auf seinem Blog <a href="http://mundodaverdade.blogspot.com/2007/05/o-nvel-de-vida-em-luanda.html"><em>Mundo da Verdade</em></a> [pt], schreibt Miguel Caxias:</p>
<blockquote><p>“Só para terem uma ideia, o custo por noite no hotel em que estou é de 170 USD (quarto individual, com casa de banho e pequeno-almoço mesmo muito sofrível). Estamos a falar de um hotel que deve ter se tanto, duas estrelas. Para um europeu, não só por costumes alimentícios mas também por costumes de segurança, não se arrisca a comer em qualquer botequim de esquina, obviamente. No restaurante onde temos feito as nossas refeições, o custo médio de uma dose é de 30USD (junte-se a isso bebida, sobremesa, entradas e o preço salta logo para 40/45 USD de despesa individual).</p>
<p>Luanda está numa fase de construção massiva. Junto à Marginal existem apartamentos a 1 milhão de USD. Estão todos vendidos!!!”</p></blockquote>
<div class="translation">„Nur um euch eine Vorstellung zu geben: Der Preis für eine Nacht in dem Hotel, in dem ich übernachte, beträgt 170 USD (Einzelzimmer mit Bad und ziemlich dürftigem Frühstück). Wir sprechen von einem Hotel das bestenfalls zwei Sterne hat. Offensichtlich essen wir Europäer, nicht nur aufgrund von Essensgewohnheiten, sondern auch wegen der Sorge um unsere Sicherheit, nicht am Imbiss um die Ecke. In dem von uns aufgesuchten Restaurant kostet ein Essen im Durchschnitt 30 USD (mit Getränken, Dessert und Aperitif kann der Preis leicht auf 40/45 USD pro Person ansteigen).</p>
<p>In Luanda sind riesige Bauprojekte im Gange. In der Nähe des Marginal [Gebiet zur Bucht hin] gibt es Apartments, die für eine Million Dollar ausgeschrieben sind. Und sie wurden alle verkauft!!!“</p></div>
<p>Die hohen Lebenskosten im Land sind paradox, da sie keiner hohen Lebensqualität gegenüberstehen, zumindest nicht für diejenigen, die wirschaftlich schlechter gestellt sind. Angola verzeichnet hohe Entwicklungsindikatoren die sich leider nicht in den Finanzen des Großteils der angolanischen Bürger widerspiegelt. Eine unverhältnismäßige Nachfrage zusammen mit einem knappen Angebot macht die Lage ziemlich schwierig.</p>
<p>Der brasilianische Autor des Blogs <a href="http://diariodaafrica.blogspot.com/2009/02/os-precos-em-angola.html"><em>Diário de África</em></a> [pt] bietet eine schnelle Analyse dessen, was in Angola vor sich geht.</p>
<blockquote><p>“Não são apenas os alugueres (habitação) que custam caro. Tudo é caríssimo. Um quilo de tomate pode sair por 20 USD. Uma bandeja de uvas pode custar 30 USD o quilo. Um bife com batatas fritas pode custar facilmente, 50 dólares. Um cano furado pode sair por 1000.000 USD. Tapar um pequeno furo na tubulação do ar-condicionado do carro e colocar o gás para enfrentarmos o calor luandense custa 200 USD.</p>
<p>Precisa de electricista? Ele não vai sair da sua casa sem ter tirado pelo menos 100 USD de você. Mesmo que só tenha trocado uma lâmpada. Porque é tudo tão caro?”</p></blockquote>
<div class="translation">„Es sind nicht nur die Mieten (Wohnraum), die teuer sind. Alles ist so teuer. Ein Kilo Tomaten kann 20 USD kosten. Eine Schale Trauben kann 30 USD pro Kilo kosten. Eine Scheibe Fleisch mit Pommes Frites kann sich leicht auf 50 USD belaufen. Ein platter Reifen kann einen um 1000 USD erleichtern. Ein kleines Lochs im Rohr einer Autoklimaanlage und das Auftanken, um der Hitze Luandas zu entgehen, kann 200 USD kosten.</p>
<p>Man braucht einen Elektriker? Er wird nicht einmal das Haus verlassen, bevor er nicht mindestens 100 USD erhalten hat. Sei es auch nur, um eine Glühbirne zu wechseln. Warum ist alles so teuer?“</p></div>
<p>Laut diesem Blogger ist die Anwort einfach und bezieht sich – wieder einmal – auf den Krieg, der das Land mehr als 30 Entwicklungsjahre raubte.</p>
<blockquote><p>“O atabalhoado processo de independência e a guerra acabaram com tudo. Primeiro, a independência. Em 1975, pelo menos 300 mil portugueses abandonaram Angola. Médicos, dentistas, advogados, empresários, encanadores, mecânicos, burocratas, professores. Em questão de meses, Angola ficou sem quadros. Não havia quem soubesse gerenciar as finanças do país. Depois a guerra. O esforço de guerra sugou o dinheiro que deveria ser investido na saúde, na educação, nas infra-estruturas do país. Agora multiplique essa situação por 30 anos. O resultado chama-se Luanda.</p>
<p>Com a alta no preço do petróleo nos últimos anos, os fretes subiram e por tabela, o de todos os produtos. Chegou-se a uma situação tal que mesmo os itens produzidos em Angola podem custar mais que os importados. Porquê? Os economistas que me corrijam, mas parece ter algo a ver com a tal lei da oferta e da procura. Quem quer agora, tem de pagar mais.”</p>
<p>O país não tem indústrias. Tudo é importado. Vem de navio. No porto, não há espaço. Os navios ficam dois, três meses atracados em alto-mar, aguardando autorização para descarregar. Só agora é que a agricultura começa a dar os primeiros passos. Mas só nas áreas em que não há minas terrestres. O último número que ouvi era de que mais da metade das terras cultiváveis do país estava cheia de minas. Enquanto o terreno não estiver limpo, nada feito. Portanto, até a comida precisar ser importada.</p></blockquote>
<div class="translation">„Der beschwerliche Kampf für die Unabhängigkeit, auf den der Krieg folgte hat alles zerstört. Erst die Unabhängigkeit. Im Jahr 1975 verließen mindestens 300.000 Portugiesen Angola. Ärzte, Zahnärzte, Anwälte, Geschäftsleute, Klempner, Mechaniker, Staatsangestellte, Professoren. Innerhalb von Monaten stand Angola ohne qualifiziertes Personal da. Es gab niemanden, der wusste, wie die Finanzen des Staates verwaltet werden mussten. Als zweites der Krieg. Die Kriegsanstrengungen saugten sämtliche Geldressourcen auf, die in die Gesundheit, Bildung und Infrastruktur des Landes hätten fließen sollen. Multipliziert man diese Situation mit 30 Jahren erhält man Luanda.</p>
<p>Mit den hohen Gaspreisen der letzten Jahre, sind auch die Transportkosten gestiegen und in der Folge alle Produkte. Die Situation hat sich so entwickelt, dass sogar in Angola produzierte Artikel mehr kosten als importierte. Warum? Ökonomen dürfen mich gerne korrigieren, aber es scheint, als ob dies etwas mit dem Gesetz über Angebot und Nachfrage zu hätte. Wenn man etwas jetzt will, muss man mehr bezahlen.“</p>
<p>Das Land verfügt über keine Industrie. Alles wird importiert. Es wird ins Land eingeführt und im Hafen ist kein Platz mehr. Die Schiffe ankern zwei bis drei Monate auf hoher See und warten auf die Erlaubnis, ihre Ladung zu löschen. Erst vor Kurzem gab es in der Landwirtschaft erste Schritte, aber nur in Gebieten, in denen es keine Landminen gibt. Ich habe gehört, dass es in neuesten Statistiken heißt, die Hälfte des anbaufähigen Landes in Angola sei vermint. Solange das Land noch nicht von Minen befreit ist, wird nichts getan. Deshalb müssen sogar Nahrungsmittel importiert werden.</p></div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="A piece of goat costs 600 KZ ($7 USD). Tweetpic by @bethinagava" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/angola-300x220.jpg" alt="Ein Stück einer Ziege kostet 600 KZ (7 USD). Tweetpic by @bethinagava" width="300" height="220" /><p class="wp-caption-text">Ein Stück einer Ziege kostet 600 KZ (7 USD). Tweetpic by @bethinagava</p></div>
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		<title>HONG KONG: ÖFFENTLICHER AUFSCHREI ALS IMMOBILIENBLASE PLATZT</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/10/31/hong-kong-offentlicher-aufschrei-als-immobilienblase-platzt/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 03:18:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Chinesisch]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonOiwan Lam  &#183; Übersetzt von Hans H. Knauf &#183;  engl. Originalartikel 
Anfang Oktober wurde in Hong Kong ein Apartment für US$ 57 Millionen verkauft, ein lokaler und internationaler Rekordpreis. Das 6.158 Quadrat Fuß  (ca. 572 Quadratmeter) große Duplex-Apartment befindet sich in einem Gebäude mit dem Namen “Conduit Road 39″, welches am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/oiwan/">Oiwan Lam</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/10/27/hong-kong-property-market-bubbles-bursted-into-public-outrage/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Anfang Oktober wurde in Hong Kong ein Apartment für US$ 57 Millionen verkauft, ein lokaler und internationaler Rekordpreis. Das 6.158 Quadrat Fuß  (ca. 572 Quadratmeter) große Duplex-Apartment befindet sich in einem Gebäude mit dem Namen “<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/39_Conduit_Road">Conduit Road 39</a>″, welches am westlichen Ende der Mid-Levels auf der Hong Kong Insel steht. Der unbekannte Käufer kommt vom chinesischen Festland.</p>
<p><strong>Rezession und Rekordpreis</strong><br />
<strong></strong><br />
Zur gleichen Zeit ist Hong Kong an <a href="http://www.nzherald.co.nz/business/news/article.cfm?c_id=3&amp;objectid=10604722">die erste Stelle auf der Einkommen-Disparitätliste gerückt</a>. In Zeiten der Rezession steigen die Immobilienpreise aufgrund des Zuflusses von heißen Geldern und für viele normale Leute wie <a href="http://www.uwants.com/viewthread.php?tid=8885556">貝卡 von uwants</a> entschwindet der Traum vom Eigenheim immer weiter:</p>
<blockquote><p>天匯破世界記錄 一尺7萬蚊成交 如不才(我)要買這房子就以這樣計算<br />
不買衣,不吃貴,不旅遊,不買手機 上例也不重要,以下還有 不養妻,不生子 我就能拿7000蚊出來供樓 工作10個月後就能買一尺 十年後我能買下十尺有多… 100年後我就能買下天匯房子 的一個洗手間了 這時我打比麥玲玲問下我有幾多歲命 佢話算到我有1千3百幾歲 在計下去 到左我8百幾歲的時後就能買下天匯的一個單位了</p></blockquote>
<div class="translation">“Conduit Road 39” wurde zum Rekordpreis von HK$70.000 (€5.800) pro Quadrat Fuß verkauft. Wenn Leute wie ich das Apartment kaufen möchten, sieht das so aus:<br />
Keine neue Bekleidung, kein gutes Essen, keine Reisen und modisches Handy und außerdem<br />
keine Frau und kein Kind. Dann hätte ich jeden Monat HK$ 7000 übrig um die Hypothek abzuzahlen. In zehn Monaten könnte ich einen Quadrat Fuß kaufen. In zehn Jahren könnte ich etwas mehr als 10 Quadrat &#8230;<br />
In hundert Jahren könnte ich mir das Badezimmer in dem Apartment von Conduit Road 39 kaufen. Dann besuchte ich meine Wahrsagerin und fragte sie, wie viele Jahre ich wohl noch zu leben habe und sie meinte, dass ich noch 1.300 Jahre vor mir hätte.<br />
Dann könnte ich mir also ein Apartment kaufen, wenn ich um die 800 Jahre alt bin.</div>
<p><strong>Vermeiden Sie das Stadtzentrum&#8230; und auch Hong Kong</strong></p>
<p>Auf die Frage eines berufstätigen Paares, die es sich nicht leisten konnten, eine anständige Wohnung in der Innenstadt zu kaufen, schlug <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Chief_Executive_of_Hong_Kong">Hong Kongs Chief Executive Donald Tsang</a> vor, sich eine kleinere Wohnung außerhalb der Innenstadt zu suchen, wo es immer noch Apartments zum Preis von HK$ 4000 (€43) pro Quadrat Fuß zu kaufen gäbe.</p>
<p>Erynnyes von ‘das waren noch Zeiten’ diskutierte in ‘<a href="http://thosewerethedays.wordpress.com/2009/10/16/買樓難">Schlussfolgerungen aus Tsangs Antwor</a>t’:</p>
<blockquote><p>若連律師、醫生也無法在中環買樓，要像煲呔說到偏遠地方買4000元一呎的樓，那其他人又怎樣？豈不連4000元一呎的樓也買不到？B說，假若有一天連律 師、醫生也要「進駐」新界之時，到時新界樓價，又豈止4000元一呎？那其他打工仔又怎樣？難道要搬到深圳住？煲呔是否不明打工仔的困苦？</p></blockquote>
<div class="translation">Wenn sich noch nicht einmal Professionelle wie Rechtsanwälte und Ärzte ein Apartment im Zentrum der Stadt kaufen können und eine HK$4.000 per Quadrat Meter Wohnung außerhalb der Innenstadt kaufen sollen, wie sieht es dann bei den Anderen aus? Wie können die sich die HK$4.000 pro Quadrat Fuß erlauben? B sagte, wenn eines Tages die Rechtsanwälte und Ärzte in die New Territories ziehen müssten, dann würde der Immobilienmarkt in den New Territories die HK$4.000 per Quadrat Meter ganz sicher schnell übersteigen. Wie steht es dann um den normalen Arbeiter? Heißt das, dass sie nach Shenzen (China) ziehen müssen? Versteht Donald Tsang eigentlich die Schwierigkeiten der normalen Arbeiter?</div>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Henry_Tang">Henry Tang Ying-yen</a>, Chief Secretary for Administration (Leiter der Verwaltungsbehörde) hat Anfang des Jahres in seiner <a href="http://www.thestandard.com.hk/news_detail.asp?sid=24628092&amp;art_id=85062&amp;con_type=1&amp;pp_cat=30">Vision für Hong Kong</a> ganz klar dargelegt, dass “bis zu 2020 verbesserte Straßen und Eisenbahnverbindungen dazu führen könnten, dass die Leute von Hong Kong bessere Lebensbedingungen in Guangdong (Nachbarprovinz Kanton) finden könnten, als wenn sie hierbleiben würden.”</p>
<p>Hung One Bean <a href="http://hungonebean.blogspot.com/2009/10/blog-post_20.html">war über solche Logik empört</a>:</p>
<blockquote><p>有錢就自己人，冇錢就賤過人─唔該過主，或，你應該衡量下自己既能力，係咪適合係香港居住，當然，來打工是歡迎的，正是有見及此，即使付出昂貴的公帑，都要興建高速又完善的運輸系統。</p></blockquote>
<div class="translation">Wenn du Geld hast, gehörst du zur Familie, wenn nicht, dann geh weg. Oder du musst deine eigenen Fähigkeiten richtig einschätzen, um in Hong Kong zu bleiben. Du bist natürlich herzlich willkommen hier zu arbeiten, deshalb gibt die Regierung ja so viel Geld für das superschnelle Eisenbahnsystem aus</div>
<p>.<br />
<strong> Geldspiel, Zahlenspiel</strong><br />
Vor einiger Zeit wurde unter Internetbenutzern via YouTube und Facebook der Videoclip eines TV-Dramas aus dem Jahre 1999 verbreitet, in welchem der Hauptcharakter sich über die wirtschaftliche Situation, nach welcher das Platzen des Immobilienmarktes die Mittelklasse zerstörte, beschwerte. Aus urheberrechtlichen Gründen wurde der Clip mehrere Male heruntergenommen, aber Netizen laden den Clip immer wieder hoch und verbreiten ihn. Es folgt eine Version davon, in welcher die Reden des Hauptdarstellers mit Fotos von Beamten, Immobilienmaklern und armen Leuten untermalt werden:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Z408F0PqOJc&#038;hl=zh_TW&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Z408F0PqOJc&#038;hl=zh_TW&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Hier ist eine Abschrift der Rede des Hauptdarstellers:</p>
<blockquote><p>Ich habe es versucht, ich habe mein Bestes versucht, um meine Position zu halten. Ich arbeite Tag und Nacht um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Ich hab’s versucht. Aber die Leute da draußen, die Leute da draußen verstehen sie überhaupt etwas von Konstruktion und Bauen? Sie investieren ein bisschen Geld und Zeit, treiben den Immobilienmarkt nach oben und machen riesige Gewinne. Ist das fair? Fragen Sie doch die Leute, fragen Sie irgend jemanden, was sie brauchen. Die Antwort ist ganz einfach. Was sie möchten, ist ein einfaches Apartment. Warum sollen sie ihr ganzes Leben lang die Hypothek abbezahlen? Weil die Reichen die Welt manipulieren. Je reicher man ist, desto mehr wird gespielt. Ist diese Welt fair? Ist diese Welt fair?</p></blockquote>
<p>Unter den in dem Video gezeigten Fotos befindet sich auch das Gebäude “Conduit Road 39”. Abgesehen von dem Preis reflektiert das Gebäude auch, wie der Bauunternehmer “sein Spiel spielte.” Das Gebäude mit 46 Stockwerken wurde zum Skandal aufgrund des “glückverheißendem” Nummernsystem. Insgesamt wurden 42 Stockwerke weggelassen, sodass aus dem obersten Stockwerk der “88. Stock” wurde (für Chinesen eine “lucky number” (glückverheißende Zahl)) und die fehlenden Stockwerke sind 14, 24, 34, 64 und sämtliche Stockwerke zwischen 40 - 59. Und das Stockwerk über 68 ist 88. Es scheint, aus Hong Kong ist Orwells Farm der Tiere geworden, wo Geldmacht unseren Zahlensinn neu definieren kann.</p>
<p><strong>Donald Tsang unerwünscht </strong></p>
<p>Der Ärger der Leute kann nicht eingedämmt werden. Netizen entschieden am 1. November eine Rallye gegen den Chief Executive Donald Tsang zu organisieren. Bei Facebook gibt es einige Gruppen, die das organisieren, unter anderem “<a href="http://www.facebook.com/search/?q=倒曾&amp;init=quick#/group.php?gid=111104546063&amp;ref=search&amp;sid=782224672.1122489191..1">Power of all citizens against Tsang</a>“ (Macht aller Bürger gegen Tsang), “<a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=182972561135&amp;ref=search&amp;sid=782224672.1122489191..1">Light bulb Tsang, We have enough of you</a>“ (Glühbirnen-Tsang, wir haben genug von dir). Hier ist eines der Rallye Poster:<br />
<img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/unwanted1-184x300.jpg" alt="null" /></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Armenien: Oligarchs Personal angeblich in Tierquälerei Skandal verwickelt</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/10/22/armenien-oligarchs-personal-angeblich-in-tierqualerei-skandal-verwickelt/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 02:48:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Armenia]]></category>
		<category><![CDATA[Armenian]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien & Kaukasus]]></category>

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		<description><![CDATA[Benutzer von Facebook haben heute Links für ein Video hochgeladen, das angeblich den Privatzoo eines Oligarchen und MPs zeigt. Kontroversen sind ihm nicht fremd und besonders in der Presse gibt es immer wieder Berichte, die seine Leibwächter angeblich mit Schießereien und Verprügeln von Journalisten in Zusammenhang bringen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/onnik-krikorian/">Onnik Krikorian</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/10/19/armenia-oligarchs-staff-allegedly-implicated-in-animal-cruelty-scandal/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Benutzer von Facebook haben heute Links für ein Video hochgeladen, das angeblich den Privatzoo von Oligarch MP <a href="Gagik Tsarukian">Gagik Tsarukian</a> zeigen soll. Den meisten Armenier besser bei seinem Spitznamen Dodi Gago bekannt, wird angenommen, dass Tsarukian Armeniens reichster Bürger ist, selbst wenn seine Steuererklärung <a href="reportedly suggest the contrary">das Gegenteil vermuten läss</a>t.</p>
<p>Der ehemalige Armwrestling Champion ist auch der Vorsitzende der zweitgrößten politischen Partei der armenischen Nationalversammlung, sowie Präsident des nationalen armenischen Olympia Komitees.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;">#Armenia Oligarch &amp; Reg.polit. Führer<br />
Gagik Tsarukyan veranstaltet Kampf<br />
zwischen seinen Löwen &amp; einem Esel<br />
http://bit.ly/1tF5j4#animalcruelty</p></blockquote>
<p>Kontroversen sind ihm nicht fremd und besonders in der Presse gibt es immer wieder Berichte, die seine Leibwächter angeblich mit Schießereien und Verprügeln von Journalisten in Zusammenhang bringen. Der neueste Skandal, der Berichten zufolge mit Mitgliedern aus seiner Begleitung verbunden ist, sah das Tageslicht via Twitter.</p>
<p>Das Video wurde nach der ersten Post bei <code><em>Facebook</em></code> schnell entfernt und die Links wurden schnell neu getweetet. Seitdem ist das Video wieder bei <em>Daily Motio</em>n aufgetaucht. <a href=" sums up the feelings of most who have seen the video so far.">‘Unzipped’ fasst die Gefühle der Meisten, die das Video bisher gesehen haben, zusammen.</a></p>
<blockquote><p>Dank <a href="@GoldenTent">@GoldenTen</a>t bin ich bei YouTube auf diesen Link gestoßen, welcher vorgibt, dass der armenische Oligarch und Führer der herrschenden ‘Bargavatch Hayastan’ (‘Blühendes Armenia’) Partei Gagik Tsarukyan diesen Kampf zwischen seinen Löwen und einem Esel veranstaltet. (Oder er wurde in seinem ‘Privatzoo’ veranstaltet). [&#8230;]</p>
<p>Das ist so scheußlich, dass ich mich zuerst nicht dazu bringen konnte, wenigstens die ersten paar Sekunden zuzusehen. Dann zwang ich mich dazu&#8230; Ich fühlte mich physisch krank, nachdem ich das Video gesehen hatte.</p>
<p>Jedes Land, jede Gesellschaft, die den Anspruch erhebt “zivilisiert” zu sein, sollte diese Art von abscheulichen Darstellungen von Tierquälerei verbannen und die Täter sollten vor dem Gesetz verantwortlich gemacht werden.</p></blockquote>
<p>Im Februar zeigte ein Video bei <em>YouTube</em><a href=" highlighting illegal hunting in an Armenian nature reserve"> illegales Jagen in einem armenischen Naturreservat</a>, aufgrund dessen der Hauptaufseher entlassen wurde. Wenn dieses Video das zeigt, was von vielen als wahr angenommen wird, dann bleibt abzuwarten, ob es hierauf irgendelche Nachspiele geben wird.</p>
<p><a href="http://\">Das Video können Sie hier sehen.</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Brasilien: Kampf gegen moderne Sklaverei</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/08/07/brasilien-kampf-gegen-moderne-sklaverei/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 15:11:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitskräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[Portugiesisch]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Moderne Sklaverei in den nördlichen und nördöstlichen Staaten Brasiliens ist ein bekanntes Problem. Ist Sklavenarbeit in São Paulo jedoch eine Anomalie? Die Blogosphäre diskutiert und kommt zu dem Schluss: Es gibt noch viel aufzudecken. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/deborah-goldemberg/">Deborah Goldemberg</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/08/04/brazil-fighting-contemporary-slavery/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><div class="wp-caption alignright" style="width: 206px"><img title="Zuckerrohrerntehelfer in Brasilien" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/07/3536401084_8871a4c8631-196x300.jpg" alt="Zuckerrohrerntehelfer in Brasilien. Foto: Ricardo Funari" width="196" height="300" /><p class="wp-caption-text">Zuckerrohrerntehelfer in Brasilien. Foto: Ricardo Funari</p></div>
<p>Sklavenarbeit ist in Brasilien ein Relikt aus Zeiten der Sklaverei, vor allem in den nördlichen und nordöstlichen Staaten. Das ist eine allgemein bekannte Tatsache. Als letztes Land der Erde wurde 1888 die Sklaverei abgeschafft, zeitweilige Sklaverei aufgrund von Schulden und Zwangsarbeit gibt es jedoch weiterhin, was regelmäßig durch die Regierung in isolierten Regionen bekämpft wird, in denen das Rechtsystem einer demografischen Herausforderung gegenübersteht.</p>
<p>Jedes Mal wenn es jedoch zu einem dieser Zwischenfälle im Staat São Paulo, besonders im Großraum São Paulo, kommt, erscheint dies auf der Titelseite der großen brasilianischen Zeitungen. Dies geschah letzte Woche, als die Arbeitsaufsicht aus São Paulo zusammen mit der Staatsanwaltschaft für Arbeit in Mogi Guaçu Municipality (SP) 20 Menschen aus der Sklaverei befreite (zwei davon minderjährig, erst 17 Jahre alt). <a href="http://colunistas.ig.com.br/sakamoto/2009/07/27/escola-vira-alojamento-de-escravos-em-sao-paulo/"><em>Sakamoto&#39;s Blog</em></a> [pt], das sich auf Neuigkeiten im Bereich Sklavenarbeit spezialisiert und Partner der mit einem Preis ausgezeichneten Website <a href="http://www.reporterbrasil.com.br/"><em>Reporter Brasil</em></a> [pt] ist, berichtete über den Vorfall und betonte dabei die Ironie, dass jugendliche Sklaven in einer verlassenen Schule des Staats untergebracht waren.</p>
<blockquote><p>OK, isso já aconteceu outras centenas de vezes no Brasil, infelizmente. O absurdo da vez foi que o empregador alojou o pessoal em uma escola pública desativada, com fiação elétrica exposta e esgoto correndo a céu aberto. Mesmo depositando o pessoal nessas condições, disse que cobraria aluguel pela hospedagem.<br />
A prefeitura havia feito um contrato com Pimenta para que ele usasse a casa dos fundos da escola em troca de manutenção do local. A escola Fazenda Graminha foi cedida pelo Estado para o município há nove anos. Agora, o contrato será cancelado e a prefeitura estuda entrar com um processo contra o empregador. O prédio foi lacrado e a secretaria fará um estudo sobre a possibilidade de reativar a escola. Incrível! Discute-se a “possibilidade”…</p></blockquote>
<div class="translation">Ok, das ist in Brasilien leider schon hundertmal passiert. Das Absurde an diesem Fall ist, dass der Arbeitgeber die Sklaven in einer verlassenen Schule untergebracht hatte, in der elektrische Drähte offen herumhingen und es offene, kaputten Abwasserleitungen gab. Trotz des schlechten Zustands, habe er Miete für die Unterbringung verlangt.<br />
Die Stadtverwaltung hatte einen Vertrag zwischen Pimenta und ihm über die Nutzung des Gebäudes hinter der Schule der Gemeinde zustande gebracht. Als Gegenleistung sollte er das Gebäude instand halten. Die Graminha Farm School wurde der Gemeinde vor neun Jahren vom Staat überschrieben. Der Vertrag wird nun gekündigt und die Stadtverwaltung prüft eine Klage gegen den Arbeitgeber. Das Gebäude wurde abgesperrt und das Sekretariat wird eine Studie über eine mögliche Wiedereröffnung der Schule durchführen. Unglaublich! Sie diskutieren immer noch über die „Möglichkeit“…</div>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img title="Einheimische Zuckerrohrerntehelfer in Brasilien" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/07/3542029863_36a3d14e8f-300x195.jpg" alt="Zuckerrohrerntehelfer essen mitten auf der Plantage unter sengender Sonne zu Mittag. Mahlzeiten gibt es ohne Besteck, kein Schutz vor den Elementen. Foto: Ricardo Funari" width="300" height="195" /><p class="wp-caption-text">Zuckerrohrerntehelfer essen mitten auf der Plantage unter sengender Sonne zu Mittag. Mahlzeiten gibt es ohne Besteck, kein Schutz vor den Elementen. Foto: Ricardo Funari</p></div>
<p>Der Fall von Sklavenarbeit in São Paulo erinnert an die in der Vergangenheit geführte Diskussionen des Problems durch den unabhängigen Journalisten und Intellektuellen aus dem Staat Pará, <a href="http://www.lucioflaviopinto.com.br/"><em>Lucio Flávio Costa</em></a>: <a href="http://www.acessa.com/gramsci/?id=820&amp;page=visualizar">Ist Sklavenarbeit eine amazonische Anomalie?</a> [pt]</p>
<blockquote><p>Desde 2003, 192 pessoas foram autuadas pelo Ministério do Trabalho e Emprego por submeter seus empregados a regime de trabalho análogo à escravidão. Mais de dois terços dessas empresas (147) atuam na Amazônia Legal. O campeão nacional do trabalho escravo é o Pará, com quase um quarto de todas as atuações, 52. As duas colocações seguintes nesse nefando ranking são ocupadas por Estados amazônicos: Tocantins (43) e Maranhão (32).<br />
O que leva à concentração dos casos de exploração de mão-de-obra não é uma anomalia amazônica, mas o fato de a região constituir a área de expansão da fronteira econômica do Brasil. Há o pressuposto tácito (ou tático) de que o pioneiro não traz necessariamente consigo a contemporaneidade.</p></blockquote>
<div class="translation">Seit 2003 zeigte das Arbeitsministerium 192 Personen an, die ihre Angestellten unter sklavenähnlichen Zuständen zur Arbeit zwangen. Mehr als zwei Drittel dieser Unternehmen (147) sind in der Region „Amazônia Legal“ tätig. Der landesweite „Champion“ der Sklavenarbeit ist mit fast einem Viertel der Anzeigen (52) der Staat Pará. Die nächsten beiden Plätze dieser berüchtigten Rangliste gehen ebenfalls and Amazonas-Staaten: Tocantins (43) und Maranhão (32).<br />
Was zu der hohen Konzentration an Ausbeutung von Arbeitern führt, ist keine amazonische Anomalie, sondern die Tatsache, dass es sich bei der Region um ein Gebiet der Ausdehnung der wirtschaftlichen Grenze Brasiliens handelt. Es gibt die stillschweigende Annahme, dass ein Pionier nicht notwendigerweise moderne Gewohnheiten mit sich bringt.</div>
<p>Was Lucio Flávio Pinto meint, ist, dass trotz der erhöhten Anzahl Vorfälle in Zusammenhang mit Sklavenarbeit in den Grenzstaaten, aufgrund günstiger Bedingungen (neben geografischen, ihm zufolge auch die Abwesenheit von modernen Gepflogenheiten, moderner Justiz, Bildung etc.), wird sie von Vertretern aus der Wirtschaft, Landwirten und Geschäftsleuten aus allen Teilen Brasiliens genutzt und immer mit Vertretern vor Ort koordiniert. Sozusagen: „die Umstände machen den Dieb“ (ein beliebtes brasilianisches Sprichwort) und durch viele Umstände, die die Ausbeutung von Arbeitern begünstigen, bestätigt sich erneut das brasilianische Erbe der Sklaverei. Außerhalb der Grenzen tragen andere Faktoren zum Auftreten des Phänomens bei, z.B.: schlechter Verwaltungsapparat vor Ort, seltene Kontrollen, schwache Gewerkschaften, Wanderarbeiter, eine verletzlichere und falsch informierte Bevölkerung.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 208px"><img title="Zuckerrohrerntehelfer in Brasilien" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/07/3542031027_8b9e478032-1-198x300.jpg" alt="Zuckerrohrerntehelfer in der Unterkunft: kein Trinkwasser, keine Betten, kein elektrisches Licht, keine Küche und Toiletten. Foto von Ricardo Funari." width="198" height="300" /><p class="wp-caption-text">Zuckerrohrerntehelfer in der Unterkunft: kein Trinkwasser, keine Betten, kein elektrisches Licht, keine Küche und Toiletten. Foto von Ricardo Funari.</p></div>
<p>Der Fall Mogi-Guaçu ist kein Einzelfall und brazilianische Blogger berichten regelmäßig über Fälle von Sklaverei in São Paulo und das sowohl in ländlichen als auch städtischen Gebieten. Dieses Jahr veröffentlichte das Blog <a href="http://anjoseguerreiros.blogspot.com/2009/07/policia-flagra-trabalho-escravo-e.html"><em>Anjos e Guerreiros</em></a> [pt] einen Artikel über einen unglaublichen Fall von Sklaven- und Kinderarbeit auf einer Zitronenplantage in der Gemeinde Cabreúva, die 70 Kilometer von São Paulo Stadt entfernt liegt.<br />
 </p>
<blockquote><p>Uma denúncia levou a polícia até a fazenda. Um lavrador estava na propriedade há quatro meses e conta que não recebeu nenhum pagamento. Os responsáveis pela contratação devem responder por exploração de trabalho infantil.<br />
- Às vezes o povo dá um pouco de comida. Tem vez que nós não comemos, não almoçamos e nem jantamos.<br />
Os funcionários contaram para os policiais que havia crianças trabalhando na colheita de limão. O Conselho Tutelar foi chamado e flagrou seis menores trabalhando no local. Um deles, um menino de 12 anos.<br />
- Não tem luvas nem tinha equipamento, nem água. Eu ganho R$ 2 reais - diz o menino.<br />
Uma adolescente conta que os patrões pediram para todos fugirem assim que ficaram sabendo que a polícia ia chegar.<br />
- Nós dissemos que não fugiríamos - afirmou</p></blockquote>
<div class="translation">Die Polizei kam wegen einer Beschwerde auf die Plantage. Ein Landarbeiter war vier Monate lang auf dem Anwesen beschäftigt, ohne je seinen Lohn erhalten zu haben. Diejenigen, über die er angestellt worden sei, seien auch für die Ausbeutung von Kindern als Arbeiter verantwortlich.<br />
- Manchmal geben Sie uns eine Kleinigkeit zu essen. Manchmal essen wir garnichts, bekommen kein Mittag- oder Abendessen.<br />
Die Arbeiter erzählten der Polizei, dass Kinder bei der Zitronenernte mitarbeiteten.<br />
Das Conselho Tutelar (Anm. d. Übers.: brasilianisches Jugendamt) wurde gerufen und fand sechs Minderjährige vor, die auf der Plantage arbeiteten. Einer davon war ein 12-jähriger Junge.<br />
- Es gibt keine Handschuhe und keine Ausrüstung, nicht einmal Wasser. Ich verdiene 2 Real, sagte der Junge [ca. 1 $].<br />
Ein Heranwachsender erzählt, dass die Arbeitgeber ihnen auftrug wegzulaufen, sobald sie hörten, dass die Polizei im Anmarsch war.<br />
- Er erklärte: Wir sagten ihnen, wir würden nicht weglaufen.</div>
<p>In São Paulo Stadt, im Herzen des Stadtgebiets, nimmt das Autreten von Sklavenarbeit andere Formen an, auf die das <a href="http://verdefato.blogspot.com/2009/06/trabalho-escravo-urbano-bolivianos.html"><em>Blog Verdefato</em></a> [pt] aufmerksam macht:</p>
<blockquote><p>O trabalho escravo urbano é menor se comparado ao do meio rural. A Polícia Federal, as Delegacias Regionais do Trabalho, o Ministério Público do Trabalho e o Ministério Público Federal já agem sobre o problema. Vale lembrar que a escravidão urbana é de outra natureza, com características próprias…O principal caso de escravidão urbana no Brasil é a dos imigrantes ilegais latino-americanos - com maior incidência para os bolivianos - nas oficinas de costura da região metropolitana de São Paulo. A solução passa pela regularização da situação desses imigrantes e a descriminalização de seu trabalho no Brasil.</p></blockquote>
<div class="translation">Sklavenarbeit in der Stadt ist seltener als auf dem Land. Die Bundespolizei, die regionalen Arbeitsabordnungen, das öffentliche Arbeitsministerium und das öffentliche Bundesministerium gehen bereits gegen das Problem vor. Man darf nicht vergessen, dass Sklaverei in der Stadt anders aussieht, sie weist bestimmte Merkmale auf…der Hauptfall von städtischer Sklaverei in Brasilien bildet der von illegalen lateinamerikanischen Migranten – vor allem Bolivianer – in den Nähstuben im Stadtgebiet von São Paulo. Die Lösung hängt von der Regularisierung dieser Immigranten ab und der Entkriminalisierung ihrer Arbeit in Brasilien.</div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="Moderne Sklaverei, Amazonas-Regenwald, Brasilien. Tuere-Plantage; Staat: Pará" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/07/3542686688_8808ba583c-300x200.jpg" alt="Ein durch eine Kapuze unkenntlich gemachter Informant, dem die Flucht von dem Anwesen gelungen ist (im Hintergrund) zeigt der Bundespolizei eine Stelle, wo Arbeiter gefangen gehalten werden. Foto: Ricardo Funari" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Ein durch eine Kapuze unkenntlich gemachter Informant, dem die Flucht von dem Anwesen gelungen ist (im Hintergrund), zeigt der Bundespolizei eine Stelle, wo Arbeiter gefangen gehalten werden. Foto: Ricardo Funari</p></div>
<p>Dasselbe Blog berichtet über den Fall eines bolivianischen Einwanderers, <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/07/18/brazil-amnesty-for-illegal-immigrants-sparks-hope-and-controversy/">einer von vielen, die unter diesen Bedingungen arbeiten</a>:</p>
<blockquote><p>Sentada há mais de 16 horas diante da máquina de costura, a mãe de Ramón tem pressa. Maria Diaz costura uma peça de roupa atrás da outra, intensamente. Ela tem uma agenda para cumprir. Só pára quando precisa comer ou ir ao banheiro. A mãe do pequeno Ramón é uma mulher exausta.</p>
<p>Desde que chegou ao Brasil, em 2003, trabalha do amanhecer até tarde da noite. Não tem carteira assinada, equipamento de proteção, assistência médica. Ela não existe nos registros de imigração. Oficialmente, o governo brasileiro não sabe de sua presença. Tampouco sua saída da Bolívia, em 2003, foi registrada pelo governo daquele país. Maria foi trazida para São Paulo por intermediários conhecidos como “coiotes”, que ganham dinheiro contrabandeando gente de um país para outro. Em São Paulo, pelo menos 100 mil bolivianos estão nessa situação.</p></blockquote>
<div class="translation">Nach mehr als 16 Stunden an der Nähmaschine hat es Ramóns Mutter eilig. Maria Diaz näht ein Stück Stoff nach dem anderen, in intensiver Arbeit. Sie hat ein Akkord-Ziel zu erreichen. Sie hört nur auf, um etwas zu essen oder auf die Toilette zu gehen. Die Mutter des kleinen Ramón ist eine erschöpfte Frau.<br />
Seit Sie im Jahr 2003 nach Brasilien kam, arbeitete sie von früh bis spät. Sie besitzt keine Arbeitserlaubnis, Schutzkleidung oder medizinische Absicherung. Sie existiert nicht im Einwanderungsregister.</div>
<p>Die brasilianische Regierung weiß offiziell nichts von ihrer Anwesenheit. Ihre Ausreise aus Bolivien im Jahr 2003 wurde ebenfalls nicht festgehalten. Maria wurde von Mittelsmännern nach São Paulo gebracht, den so genannten „Koyoten“, die durch Menschenschmuggel über Landesgrenzen Geld verdienen. In São Paulo leben mindestens 100.000 Bolivianer unter diesen Bedinungen.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="Moderne Sklaverei am Amazonas - Ausstellung einer Arbeitserlaubnis" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/07/3535359233_7dd72258b1-300x199.jpg" alt="Ein Mann, der in einem Gebäude gefangen gehalten und dort gefunden wurde, rasiert sich, bevor er für die erste Arbeitserlaubnis seines Lebens fotografiert wird. Foto von Ricardo Funari." width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Ein Mann, der in einem Gebäude gefangen gehalten und dort gefunden wurde, rasiert sich, bevor er für die erste Arbeitserlaubnis seines Lebens fotografiert wird. Foto von Ricardo Funari.</p></div>
<p>Noch immer in São Paulo, geht es in einem Artikel von Soziologe und Mitglieder der Gemeindeversammlung, Floriano Pesaro, auf dem <a href="http://coisasdesp.blogspot.com/2009/07/nao-ao-trabalho-infantil.html"><em>Blog Coisas de São Paulo</em></a> [pt] um Straßenkinder, die von ihren Eltern zur Arbeit gezwungen werden. Hier geht es um einen doppelten Übergriff: Kinderarbeit und Sklavenarbeit:</p>
<blockquote><p>O trabalho infantil nas ruas, no comércio e até dentro de casa resiste no Brasil urbano e rural. Manifesta-se em suas piores formas, com práticas análogas ao trabalho escravo: exploração sexual comercial, venda e tráfico de crianças para trabalho ou exploração sexual, uso de crianças no comércio de drogas. Estas práticas envolvem atividades criminosas que são ilícitas e que levam crianças e adolescentes à morte. Na cidade de São Paulo, de acordo com pesquisa da FIPE, de 2007, são pouco mais de mil crianças em trabalho infantil somente nas ruas.</p></blockquote>
<div class="translation">Kinderarbeit auf der Straße, in Läden und sogar in Haushalten hält sich hartnäckig im ländlichen und städtischen Brasilien. Sie zeigt sich in ihrer schlimmsten Form, mit Praktiken, die der Sklavenarbeit entsprechen: kommerzielle sexuelle Ausbeutung, Kinderhandel und -verkauf oder sexuelle Ausbeutung und die Ausnutzung von Kindern beim Dealen mit Drogen. Diese Praktiken beinhalten verbotene kriminelle Aktivitäten, die Kinder und Jugendliche in den Tod führen. In der Stadt São Paulo gab es 2007 laut einer FIPE-Studie über 1.000 Kinder, die allein auf der Straße Kinderarbeit nachgingen.</div>
<p>Während ich diesen Artikel für Global Voices Online schrieb, fragte ich mich, ob durch die weltweite Verbreitung solch schlechter Nachrichten nicht das Image Brasiliens im Ausland leiden würde, aber das sehr interessante Blog von <a href="http://edsonrodrigues.wordpress.com/2009/03/27/trabalho-escravo-uma-triste-realidade-no-brasil/"><em>Edson Rodrigues</em></a> [pt], half mir dabei, doch darüber zu berichten. Er stellt eine Liste von 15 Wahrheiten und Lügen über Sklavenarbeit in Brasilien auf. In einem der Punkte geht es um die internationale Verbreitung von praktizierter Sklavenarbeit und deren Schaden für das Land:</p>
<blockquote><p>12) Mentira: A divulgação internacional prejudica o comércio exterior e vai trazer prejuízo ao país. Verdade:<br />
Isso é uma falácia. Não erradicar o trabalho escravo é que prejudica a imagem do Brasil no exterior. As ameaças de restrições comerciais serão levadas a cabo se o país não fizer nada para resolver o problema. Que usamos trabalho escravo, isso é público e notório…A agricultura é fundamental para o desenvolvimento do país. Por isso mesmo, ele deve estar na linha de frente do combate ao trabalho escravo, identificando e isolando os empresários que agem criminalmente. Dessa forma, impede-se que uma atividade econômica inteira venha a ser prejudicada pelo comportamento de alguns poucos.</p></blockquote>
<div class="translation">12) Lüge: Die internationale Verbreitung von Nachrichten schadet dem Handel und dem Land. Wahrheit: Das ist ein Trugschluss. Die Nicht-Ausmerzung von Sklavenarbeit ist, was dem Image Brasiliens im Ausland schadet. Es drohen wirtschaftliche Sanktionen, sollten das Land nicht auf die Lösung des Problems hinarbeiten. Es gibt bei uns Sklavenarbeit, das ist allgemein bekannt… Landwirtschaft ist grundlegend wichtig für die Entwicklung unseres Landes. Aus genau diesem Grund sollte der Kampf gegen Sklaverei ganz oben auf der Liste stehen und kriminelle Geschäftsleute identifiziert und ausgegrenzt werden. So wird garantiert, dass die gesamte wirtschaftliche Aktivität unter dem Verhalten Einzelner leidet.</div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="Moderne Sklaverei am Amazonas - Ausstellung von Arbeitserlaubnissen im Wald" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/07/3535380017_a328cec61d-300x193.jpg" alt="Ausstellung von Arbeitserlaubnissen im Wald. Foto von Ricardo Funari." width="300" height="193" /><p class="wp-caption-text">Ausstellung von Arbeitserlaubnissen im Wald. Foto von Ricardo Funari.</p></div>
<p>Ich schließe mich seinen Worten an und schließe diesen Artikel mit dem sicheren Gefühl, dass Sklavenarbeit ein pauschalisiertes Relikt aus Zeiten ist, als Sklaverei in Brasilien noch legal war, und dass es eine Anomalie wäre, diese Phänomen nicht offen zu bekämpfen.</p>
<p>—</p>
<p>Die Fotos in diesem Artikel wurden freundlicherweise von dem Fotojournalisten <a href="http://www.flickr.com/photos/28488531@N08/"><em>Ricardo Funari</em></a> aus Rio de Janeiro zur Verfügung gestellt, der an der Produktion und Verbreitung von Bildern arbeitet, die Probleme gesellschaftlicher Ungerechtigkeit im Land dokumentieren und ansprechen. Danach zu urteilen, was ihm im Laufe seiner Arbeit begegnet ist, „bilden Schulden den Hauptmechanismus der Sklaverei in Brasilien - die körperliche Festsetzung von Arbeitern auf Anwesen bis zur Begleichung von Schulden, die oft durch Betrug entstanden sind und durch genau ihre Arbeitsbedingungen hervorgerufen wurden. Arbeiter aus Gebieten, die von einer Rezession oder Dürre betroffen sind, werden so in mündliche Verträge gelockt und danach auf Lastwagen verladen, mit denen sie tausende Kilometer weit transportiert werden, um dort unter gefährlichen Bedingungen zu arbeiten. Bei ihrer Ankunft werden die attraktiven Löhne, die ihnen versprochen wurden, gesenkt und dann ganz gestrichen, um die Kosten für Transport, Nahrungsmittel und sogar Werkzeuge zu decken. Arbeiter erhalten oft kein Bargeld. Die Zeit vergeht und die Schulden der Arbeiter werden größer und größer, so dass sie keine Möglichkeit haben, zu gehen.“ Sein Fotosatz <a href="http://www.flickr.com/photos/28488531@N08/sets/72157618168573569/">„Moderne Sklaverei in Brasilien“</a> ist auf seinem Flickr-Account zu sehen.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="Moderne Sklaverei am Amazonas - Freiheit und Bezahlung" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/07/3536197068_125232e972-300x199.jpg" alt="Ein zahnloser Arbeiter lacht laut, als er eine vollkommen legale Lohnzahlung erhält. Foto von Ricardo Funari." width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Ein zahnloser Arbeiter lacht laut, als er eine vollkommen legale Lohnzahlung erhält. Foto von Ricardo Funari.</p></div>
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		<title>Hong Kong: Donald Tsang, bitte sterben sie</title>
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		<pubDate>Tue, 19 May 2009 04:32:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Veronica Bauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Chinesisch]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Hong Kong (China)]]></category>
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		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonOiwan Lam  &#183; Übersetzt von Veronica Bauer &#183;  
Letzte Woche ging ein Aufschrei durch die Öffentlichkeit ausgelöst von einer Bemerkung  des Vorstandsvorsitzenden Donald Tsang&#39;s über das Tian&#39;anmen (Platz des himmlischen Friedens) – Massaker vom 4. Juni 1989,  bei einer Kundgebung des Legislativrates am 13. Mai. Als er nach seiner persönlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/oiwan/">Oiwan Lam</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/veronica-bauer/'>Veronica Bauer</a> &middot; </em> 
<br /><p>Letzte Woche ging ein Aufschrei durch die Öffentlichkeit ausgelöst von einer Bemerkung  des Vorstandsvorsitzenden <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Donald_Tsang">Donald Tsang&#39;s</a> über das Tian&#39;anmen (Platz des himmlischen Friedens) – Massaker vom 4. Juni 1989,  bei einer Kundgebung des Legislativrates am 13. Mai. Als er nach seiner persönlichen Ansicht über die Rechtfertigung der Studentenbewegung des 4. Juni gefragt wurde, antwortete er:</p>
<p>Ich verstehe die Gefühle der Hong Konger Bürger über den 4. Juni, aber der Vorfall geschah vor so vielen Jahren. Die Entwicklung des Landes hat seitdem in so vielen Gebieten gewaltige Ergebnisse errreicht und soviel wirtschaftlichen Wohlstand nach Hong Kong gebracht. Ich glaube die Menschen von Hong Kong werden die Entwicklung ihres Landes objektiv bewerten.</p>
<p>Er gab dann an, dass seine Ansicht die allgemeine öffentliche Meinung vertrat,zu was noch heftigerer Kritik führte, da er nicht von den Bürgern von Hong Kong gewählt worden war. ESWN übersetzte eine Umfrage der HKU und diese zeigt deutlich, dass 58% der Bevölkerung der Meinung sind, dass die chinesische Regierung mit der Unterdrückung am 4. Juni einen Fehler beging, obwohl eine Mehrheit findet, dass die Menschenrechtssituation sich in den letzten drei Jahren verbessert hat. (Für einen detaillierten Report und die Umfragen: <a href="http://www.zonaeuropa.com/200905b.brief.htm#008">ESWN</a>)</p>
<p>Wie wütend ist die Öffentlichketi über Donald Tsang&#39;s Bemerkung?<br />
Dieses Musikvideo, &#8216;Donald Tsang, Please Die, das über das Wochenende mehr als 30.000 Klicks erreichte, repräsentiert anschaulich die Gefühle der Öffentlichkeit:</p>
<p><object width="425" height="350" data="http://www.youtube.com/v/qiV0qSgfFeM&amp;eurl" type="application/x-shockwave-flash"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/qiV0qSgfFeM&amp;eurl" /></object></p>
<blockquote><p>Donald Tsang, bitte sterben sie<br />
我哋實上街, (Übersetzung: wir werden definitiv auf die Strassen gehen und demonstrieren)<br />
Donald Tsang, bitte sterben sie<br />
Wann werden sie gefeuert?</p></blockquote>
<blockquote><p>假設donald今日你俾人斬左隻手<br />
二十年後嗰個人發咗達又做埋特首<br />
你會否因為佢嘅成就<br />
然後叫自己不要追究？</p></blockquote>
<div class="translation">Stellen sie sich vor Donald, heute würde jemand ihre Hände abhacken<br />
Zwanzig Jahre später ist dieser jemand zum Vorstandsvorsitzenden geworden<br />
Werden sie aufhören nach Gerechtigkeit zu streben, wegen dieser Leistung?<br />
Und fragen sie sich, würden sie das streben nach Gerechtigkeit aufgeben?</div>
<blockquote><p>Donald Tsang, bitte sterben sie<br />
我哋實上街(Übersetzung: wir werden definitiv auf die Strassen gehen und demonstrieren)<br />
Donald Tsang, bitte sterben sie<br />
Wir sind alle arm dran</p></blockquote>
<blockquote><p>董建華雖然做野係渣<br />
但係良心都唔會好似你咁差<br />
你任內最驕人既成就<br />
就係強化市民對民主嘅要求</p></blockquote>
<div class="translation"><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tung_Chee_Hwa">Tung Chee Hwa</a> (Ehemaliger Vorstandsvorsitzender) war nicht gut in seinem Job<br />
Aber sein Gewissen ist besser als ihres<br />
Was sie in ihrer Amtszeit erreicht haben, ist dass Stärken der Menschen in ihrem Verlangen nach Demokratie.</div>
<blockquote><p>Donald Tsang, bitte sterben sie<br />
Wann werden sie sterben?<br />
Donald Tsang, bitte sterben sie&#8230;<br />
Wann werden sie gefeuert?</p></blockquote>
<p>Der Song wurde von Ah P geschrieben, einer Gruppe die sich &#8216;little Airport&#39; (kleiner Flughafen) nennt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Behinderte Kongolesen finden Wege zum Erfolg</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/05/19/behinderte-kongolesen-finden-wege-zum-erfolg/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 May 2009 02:43:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Veronica Bauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[D. R. Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Französisch]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben vonKatharine Ganly  &#183; Übersetzt von Veronica Bauer &#183;  
In der demokratischen Republik des Kongo ist das Leben für jemanden mit einer körperlichen Behinderung voller Schwierigkeiten. Ohne staatliche Unterstützung und Aussichten auf Arbeit, Individuen mit einer Behinderung sehen sich zahllosen Herausforderungen gegenüber.
Cédric Kalonji, kongolesischer Journalist und Manager der „Congoblog “Ba Leki” berichtet regelmässig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/katharine-ganly/">Katharine Ganly</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/veronica-bauer/'>Veronica Bauer</a> &middot; </em> 
<br /><p>In der demokratischen Republik des Kongo ist das Leben für jemanden mit einer körperlichen Behinderung voller Schwierigkeiten. Ohne staatliche Unterstützung und Aussichten auf Arbeit, Individuen mit einer Behinderung sehen sich zahllosen Herausforderungen gegenüber.</p>
<p>Cédric Kalonji, kongolesischer Journalist und Manager der <a href="http://www.congoblog.net/">„Congoblog “Ba Leki”</a> berichtet regelmässig über die Situation der der Behinderten und Benachteiligten in seinem Land und versucht hierbei nicht die Schwierigkeiten die sie überwinden in den Vordergrund zu stellen sondern konzentriert sich auf die Beharrlichkeit und den Unternehmensgeist solcher Individuen im Angesicht der Mühsal.</p>
<p>Congoblog berichtet von <a href="http://www.congoblog.net/kisangani-mendicite-pauvrete-et-precarite-quotidien-dune-femme-handicape/">Mariam Mapoyi&#39;s</a> Situation und beschreibt die behinderte Frau von Lubanga mit den Worten:</p>
<blockquote><p>
 “Je fais tout ce que je peux pour assurer le minimum pour mes enfants mais ce n’est pas évident … Je me lève tous les matins vers 6 heures et je prends la pirogue pour traverser de ce côté (rive droite du fleuve) pour mendier auprès de commerçants, hommes d’affaires ou autres autorités politiques. Mes enfants m’accompagnent parce qu’ils doivent pousser mon vélo et manger avec moi ce qu’on me donne”</p></blockquote>
<div class="translation">Ich tue was ich kann um sicherzustellen, dass meine Kinder zumindest mit dem Minimum versorgt werden, aber es ist nicht leicht&#8230; Ich wache jeden Morgen um 6 Uhr auf und nehme die Piroge über den Flus (zu dem rechten Ufer) um von Handwerkern, Geschäftsleuten, oder andern politischen Autoritäten betteln kann. Meine Kinder kommen mit mir, da sie mein Fahrrad anschieben müssen und teilen mit mir was mir von den Leuten zu essen gegeben wird.</div>
<p>Congoblog fügt zu ihrer Geschichte hinzu:</p>
<blockquote><p>Ce que cette dame ne dit pas, c’est qu’aucun de ses trois enfants ne va à l’école. Ils ne savent ni lire ni écrire. Elle a bien conscience du fait qu’un avenir sombre les attend mais elle sait aussi qu’elle n’a aucune marge de manœuvre dans ce pays où les parents doivent payer les études de leurs enfants, l’état ayant démissionné de cette charge depuis des décennies. Et pourtant, les textes de la Constitution de notre chère république stipulent que l’école primaire est gratuite et obligatoire.</p></blockquote>
<div class="translation">Was diese Frau nicht sagt ist, dass keines ihrer drei Kinder zur Schule geht. Sie können weder lesen noch schreiben. Sie ist sich wohl was für eine düstere Zukunft sie erwartet, aber sie weiss auch dass sie keine Wahl hat in einem Land in dem die Eltern für die Ausbildung ihrer Kinder selbst zahlen müssen, der Staat hat sich von dieser Verantwortung vor Jahrzehnten zurückgezogen. Und dies obwohl in der Konstitution unserer geliebten Republik geschrieben steht, dass eine grundlegende Ausbildung beides Pflicht und kostenlos ist.</div>
<p>Mariam hingegen und viele wie sie, sind nicht bereit die Hoffnung aufzugeben und unternehmen aktive Schritte um dem Teufelskreis des Bettelns zu entkommen und unabhängig zu werden. Mariam hat sich in einem Trainingzentrum in Kisangani eingeschrieben, wo sie jetzt lernt zu nähen. Während sie sich noch im Training befindet wird sie weiterhin betteln gehen müssen, aber sie hofft, nach dem sie ihren Unterricht abgeschlossen hat an eine Nähmaschine zu kommen um sich selbst versorgen  zu können und genug zu verdienen um ihre Kinder in die Schule schicken zu können.</p>
<p>In einem Land, in dem die Chancen auf Arbeit im besten Fall beschränkt sind -  und in dem die Zugänglichkeit von Gebäuden oder Regierungsdiensten, was die Möglichkeiten für Menschen wie Mariam weiter einschränkt – nähen zu lernen, und jede andere Form von Handwerk, ist eine Möglichkeit für behinderte Kongolesen an ein unabhängiges Einkommen zu kommen und ein Leben zu führen in dem sie sich nicht auf die Almosen anderer verlassen müssen.</p>
<p>Früher dieses Jahr beschrieb die <a href="http://www.itnewsafrica.com/?p=2334">ITNewsAfrica </a>im Detail den Erfolg einer Gruppe behinderter Frauen die ein ertragreiches Kunst- und Handwerksgeschäft aufbauten, das sie Shona Crafts nannten.</p>
<p>Shona Crafts wurde in Goma mit der Hilfe der Amerikanerin Dawn Hurley gegründet, und ist seither zu einer stabilen und erfolgreichen Einkommensquelle für die Frauen geworden.<br />
Diese Frauen erschaffen und Verkaufen eine Reihe von bei Hand gefertigten Kleidungsstücken, Taschen und anderen Dingen durch ihre <a href="http://shonacongo.vstore.ca/index.php/cName/shirts">Website.</a> Ihre Produkte, deren Ertrag 100% direkt an die Frauen geht, wahren ein sofortiger Erfolg in den USA, dort wurden mehr als 100 Produkte allein auf Ebay verkauft. Ihr Erfolg ist ein bemerkenswertes Beispiel, wie das Internet genutzt werden kann um, auf andere Kontinente übergreifend, einen positiven Effekt für alle Beteiligten zu erzielen.</p>
<p>In den letzten Jahren wurde stufenweise mehr Bemühungen in Trainings und Ausbildungszentren, Shona Craft&#39;s ähnlich, investiert. Im August 2008 wurde das erste Trainingszentrum für Taubstumme, Espoir des sourds ((Taube Hoffnung) in Kisangani gegründet. Dieses Zentrum hält Näh- und Schreinerkurse ab und bindet ein zusätzliches PC Trainingsprogramm in ihren Unterricht mit ein.<br />
Einrichtungen wie diese, statten Individuen mit den Fähigkeiten aus, die es ihnen erlauben für sich selbst zu sorgen und sich in die Gesellschaft einzufügen. Anstatt als Last angesehen zu werde, wie es laut Ernst Mukuli,von der Syfia-Grands-Lacs, so oft der Fall ist:</p>
<blockquote><p>
le regard de la société change depuis qu&#39;ils apprennent un métier.</p></blockquote>
<div class="translation">
Die Gesellschaft sieht (die Behinderten) mit anderen Augen, sobald sie ein Handwerk erlernt haben.</div>
<p>Studenten der Espoir des sourds (Tauben Hoffnung), wurde berichtet, machen das Beste aus dem Internet indem sie sich mit anderen Taubstummen, Organisationen und Fördergruppen für Taubstumme in Verbindung setzen, durch ihr Internetcafe in Kisangani.</p>
<p>Im März 2009 bewilligte Handicap International UK beinahe 500,000 Pfund für ein einschliessendes Ausbildungsprojekt in DCR. Dieses Geld wird auf ein 3jähriges Projekt verwendet werden, das darauf abzielt behinderten Kindern eine Grundausbildung zugänglich zu machen. Dies wird erreicht werden, indem die Anmeldungen von behinderten Kindern in staatlichen Grundschulen erhöht wird, und auch durch das ausbilden der Lehrer in neuen Lehrmethoden die speziell auf die Bedürfnisse behinderter Kinder zugeschnitten sind. Handicap International UK zielt darauf ab dem Bildungsministerium drei neue Bildungsstrategien, die die Rechte behinderter Kinder zum Inhalt haben, vorzulegen.</p>
<p>Aber behinderte Kongolesen haben neben dem verfolgen einer Ausbildung und Trainings noch andere Wege gefunden einen Lebensunterhalt zu verdienen ohne auf Almosen angewiesen zu sein.<br />
Seit den 1970igern müssen behinderte Menschen in der DRC keine Steuern mehr zahlen. Dies hat dazu geführt, dass viele behinderte Entrepreneurs aus ihren Rädern kreativen Nutzen ziehen, Congoblo <a href="http://www.congoblog.net/les-personnes-handicapees-dans-l%E2%80%99article-15/">berichtet:</a></p>
<blockquote><p>Leur activité consiste à prendre sur leurs chaises roulantes des marchandises (farine, huile, poissons ou viande) et de les faire traverser de part et d’autre. Les commerçants privilégient les handicapés pour faire traverser leurs marchandises parce que ces derniers ne paient pas de taxes. Leurs effets ne sont pas fouillés et ils n’ont besoin d’aucun document pour traverser la frontière.
</p></blockquote>
<div class="translation">
Ihr Geschäft besteht daraus Waren (wie Mehl, Öl, Fische oder Fleisch) von einer Seite (der Grenze) auf die andere zu transportieren. Geschäftsleute bedienen sich (der Dienste) der Behinderten um ihre Waren zu transportieren, da die Behinderten keine Steuern zahlen müssen. Behinderte werden beim überqueren der Grenze nicht durchsucht und müssen keine Dokumente vorweisen.</div>
<p>Die Geschäftsleute zahlen weniger als sie sonst für den Transport ausgeben müssten und die Entrepreneure können unabhängig arbeiten und bekommen ein anständiges Gehalt für ihre Arbeit.</p>
<p>Congoblog fügt hinzu:</p>
<blockquote><p>
Manque à gagner pour le trésor public mais moyen de survie pour les handicapés qui trouvent dans cette activité les revenus leur permettant de subvenir à leur besoins. « Nous préférons venir travailler ici plutôt que d’aller passer nos journées à quémander en ville », lâche fièrement Patrick. Ses compères et lui-même ont bien compris qu’il valait mieux se débrouiller, plutôt que d’attendre un hypothétique redressement de la situation politique et économique du pays.</p></blockquote>
<div class="translation">Ein Einkommensverlust für die Finanzkasse, aber eine Möglichkeit zu überleben für die Behinderten, da das Einkommen dieser Aktivität genug ist um ihre Bedürfnisse zu decken.<br />
„Es ist uns lieber hier zu arbeiten, als in der Stadt betteln zu gehen“ meint Patrick (einer der Entrepreneure stolz. Er und seine Gefährten sind sich im klaren, dass es besser ist selbst klar zu kommen als auf eine hypothetische politische und wirtschaftliche Neugliederung ihres Landes zu warten.</div>
<p>Zwei der ältesten Mitglieder der <a href="http://www.crammed.be/staffbendabilili/">&#8216;Staff Benda Bilili&#39;</a>, einer Gruppe von querschnittsgelähmten Musiker aus Kinshasa, trafen sich während sie Handelsgüter zwischen Kinshasa und Brazzaville transportierten.</p>
<p>Ein Musikblog aus Marseille namens <a href="http://www.kotonteej.com/?p=1165">&#8216;KoToNTeeJ&#39;</a> beschreibt den Inhalt ihrer Lieder:</p>
<blockquote><p>Coco Ngambali, l’auteur principal du groupe et champion de bras de fer, explique qu’à travers leurs chansons, ils jouent le rôle de journalistes, parlent à ceux qui vivent et dorment dans la rue sur des cartons.
</p></blockquote>
<div class="translation">Coco Ngambali, Hauptauthor der Gruppe und Champion im Armdrücken, sag durch ihre Lieder nehmen sie die Rolle von Journalisten ein und sprechen zu denen die in Schachteln auf der Strasse schlafen und leben.</div>
<p>&#8216;Staff Benda Bilili&#39; üben im Zoologischen Garten von Kinshasa und spielen in örtlichen Bars sowie ausländischen Clubs, sie sind eine wahre Erfolgsgeschichte. Sie haben alle Barrieren überwunden und führen im Moment die Welt Musik Charts in Europa an. &#8216;Staff Benda Balili&#39; haben beim Crammed Discs Label unterschrieben und bereiten sich auf eine Europatour vor.</p>
<p>Während solche Beispiele wie Shona Crafts und Staff Benda Balili, vom Erfolg  harter Arbeit und Hingabe sprechen, spielte in ihrer Entstehung auch eine Priese Glück eine Rolle. Man darf nicht vergessen, dass die Mehrheit egal wie sehr sie sich anstrengen immer noch ein Leben voller Elend und Handicap erwartet.</p>
<p>Wie Congoblog es ausdrückt:</p>
<blockquote><p>Si déjà la vie est dure pour les personnes valides, pas besoin de s’interroger longtemps sur le sort de ceux qui vivent avec un handicap. Et bien sûr, on ne peut rien demander à l’état, absent, démissionnaire et irresponsable.</p></blockquote>
<div class="translation">
Wenn das Leben hart ist für die körperlichen gesunden ist, braucht man nicht lange darüber nachdenken wie es wohl mit dem Schicksal derjenigen aussieht, die mit einer Behinderung leben. Und natürlich kann man sich nicht auf den Staat verlassen, der abwesen, unverantwortlich und resigniert ist.</div>
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		<title>China: Bilder der Verstädterung</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/04/30/china-bilder-der-verstadterung/</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 15:54:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingrid Fischer-Schreiber</dc:creator>
				<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben vonJohn Kennedy  &#183; Übersetzt von Ingrid Fischer-Schreiber &#183;  
Die Olympischen Spiele sind zwar längst vorbei, aber die Gentrifizierung von ganzen Vierteln in Beijing geht ungebrochen weiter. &#8220;Nach wie vor sind überall die Zeichen für &#8220;Abbruch&#8221; zu sehen, Schulen und Geschäfte werden geschlossen, und Arbeitsplätze, Bildungseinrichtungen und eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis sind nicht in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/feng37/">John Kennedy</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/ingrid-fischer-schreiber/'>Ingrid Fischer-Schreiber</a> &middot; </em> 
<br /><p>Die Olympischen Spiele sind zwar längst vorbei, aber die Gentrifizierung von ganzen Vierteln in Beijing geht ungebrochen weiter. &#8220;Nach wie vor sind überall die <a href="http://dengray.blogspot.com/2009/04/growing-pains-pt-1-signs.html">Zeichen</a> für &#8220;Abbruch&#8221; zu sehen, Schulen und Geschäfte werden geschlossen, und Arbeitsplätze, Bildungseinrichtungen und eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis sind nicht <a href="http://dengray.blogspot.com/2009/04/growing-pains-pt-2-hurried-preparations.html">in Aussicht</a>&#8220;, schreibt <a href="http://dengray.blogspot.com/">changing china</a>-Blogger Ray Deng in seinem zweiteiligen Foto-Essay.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Überblick globale Rezession: Überlebenstipps und geschäftliche Chancen</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 20:28:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<description><![CDATA[Jeder versucht mit aller Kraft, die weltweite Wirtschaftskrise zu meistern. Blogger bieten ihren Lesern Überlebenstipps. Weltweit passen sich Unternehmen an. Einige profitieren sogar von der Krise. Ich berichte in diesem Artikel über zahlreiche Beispiele von Einzelpersonen und Unternehmen, die ihr Bestes tun, um die Rezession zu bewältigen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/mong/">Mong Palatino</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/03/27/global-recession-survey-survival-tips-and-business-opportunities/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Der <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/03/13/global-recession-and-its-discontents/">Abschwung der Weltwirtschaft</a> verbreitet täglich überall Trübsinn und Verzweiflung. Der menschliche Geist lässt sich jedoch nicht so einfach besiegen. Viele versuchen mit aller Kraft, die Krise zu meistern. Blogger bieten ihren Lesern Überlebenstipps. Weltweit passen sich Unternehmen an. Sie übernehmen neue Strategien; einige profitieren sogar von der Krise. Ich möchte in diesem Artikel zahlreiche Beispiele von Einzelpersonen und Unternehmen nennen, die ihr Bestes tun, um die Rezession zu bewältigen.</p>
<p><strong>Überleben in der Rezession</strong></p>
<p>Frank Coelho de Alcantara aus Brasilien glaubt, dass in Krisenzeiten <a href="http://www.depijama.com/trecos/com-criatividade-voce-consegue-inovar-ate-velas/">einige weinen, während andere Taschentücher verkaufen</a>. Er rät allen, mit Innovation durch die Krise zu kommen:</p>
<blockquote><p>Inove. Melhore o que já existe e venda. A crise só existe para os que choram e compram lenços.</p></blockquote>
<div class="translation">Seid innovativ. Verbessert, was es schon gibt und verkauft es den Leuten. Die Krise existiert nur für diejenigen, die weinen und Taschentücher kaufen.</div>
<p>Evandro Sudré, ein anderer brasilianischer Blogger, betont die Notwendigkeit, &#8220;<a href="http://ufnet.blogspot.com/2009/02/7-dicas-pra-encarar-crise.html">einen Speicher für innere Stärke und Ideen</a>&#8221; für harte Zeiten anzulegen:</p>
<blockquote><p>Problemas e adversidades fazem parte da vida diária, mas quando a crise nos atinge, é bom ter alguma reserva de força interior e resolução. De fato ter algum tipo de reserva na mente, da qual possamos formar um plano básico de ação e defesa com a qual possamos lidar com a situação. Você é a pessoa mais qualificada para ajudar nesta situação.</p></blockquote>
<div class="translation">Probleme und Missgeschicke sind Teil unseres täglichen Lebens, wenn uns aber eine Krise trifft, ist es gut, einen Speicher an innerer Stärke und Ideen zu besitzen. Es ist in der Tat von Vorteil, ein Reservoir jeglicher Art im Kopf zu haben, aus dem man einen grundlegenden Schlacht- und Schutzplan formen kann, um mit der Situation umgehen zu können. Du allen bist die beste Person, dir in einer solchen Situationen weiterzuhelfen.</div>
<p>Es gibt aber auch diejenigen, die von Geldproblemen überwältigt werden, so dass die für sie denkbare einzige Lösung der Suizid ist. In Gujarat, Indien, gab es beispielsweise mehr als <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/03/21/india-gujarat-diamond-workers-suicide-in-the-face-of-crisis/">70 Suizidfälle</a>, die im Zusammenhang mit Diamantenschleifern, die ihre Arbeit verloren hatten, standen.</p>
<p>Andere haben beschlossen zu kämpfen. Investoren (hauptsächlich in Antigua), die ihr Geld nach der Anklage des US-Milliardärs Allen Stanford wegen Investmentbetrugs verloren hatten, taten sich zusammen und bildeten eine Vereinigung, um ihr Vermögen wiederzuerlangen. Die &#8220;<a href="http://www.stanfordvictimscoalition.com/">Stanford Victims Coalition</a>&#8221; (Vereinigung der Stanford-Opfer) veröffentlichten Folgendes auf ihrer Website:</p>
<blockquote><p>Die Stanford Victims Coalition ist eine internationale Interessenvertretung für die Wiedererlangung von Milliarden von Dollars, die den tausenden unschuldigen Menschen gehören, die vom mutmaßlichen Betrugsfall der Stanford Financial Group und Stanford International Bank in Antigua betroffen sind. Die SVC steht keiner politischen Gruppierung nahe und es gibt keine Mitgliedsbeiträge für Opfer, die sich uns anschließen.</p></blockquote>
<p>In Brunei kritisieren Blogger bankrotte Einzelpersonen, die Überschussbeträge aus <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/02/09/brunei-who-deserves-the-undistributed-zakat-funds/">Zakat-Kollekten</a> beziehen wollten. Bei der Zahlung des Zakat, eine der Säulen des Islams, geht es darum, einen Teil seines Reichtums für Bedürftige abzutreten. Zur Überraschung vieler, versuchten Leute in Brunei mit hohen Kreditkartenrechnungen, Krediten für Autos und privaten Darlehen, an Beträge aus dem Zakat heranzukommen.</p>
<p>Die Rezession wirkt sich bei vielen auf die körperliche und geistige Gesundheit aus. In Singapur sind <a href="http://www.uptoyoulor.com/2009/03/economic-recession-leads-to.html">Fitness- und Yoga-Studios überfüllt</a>, da viele die durch die wirtschaftliche Lage verursachten Verspannungen loswerden wollen; und diejenigen, denen betriebsbedingt gekündigt wurde, verbringen nun mehr Zeit mit Sport. <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/10/30/recession-hits-singapore/">Singapur</a> war das erste asiatische Land, das letztes Jahr von der Rezession getroffen wurde.</p>
<p><em>Homesickhome</em>, ein Arbeiter in Katar, entdeckte, dass die Finanzkrise eine <a href="http://homesickhome.wordpress.com/2009/03/17/my-own-version-of-financial-crisis/">Lösung bei Shoppingsucht</a> sein kann.</p>
<p><a href="http://capital.bg/show.php?storyid=685129">Kapital</a>, eine in Bulgarien wöchentlich erscheinende Zeitung, fragte seine Leser, auf welche Weise sie von der Krise betroffen seien. Simeon Djankov <a href="http://crisistalk.worldbank.org/2009/03/has-the-crisis-affected-you-how-.html">fasst</a> die Ergebnisse des offenen Formums zusammen.</p>
<blockquote><p>Ich habe die Antworten bis zum heutigen Datum gelesen und einige zu erwartende und nicht zu erwartende Dinge gefunden.</p>
<p>Die Mieten gingen nach oben, da sich nur wenige Hypotheken leisten können; einige kleine Unternehmen sagten, ihre größeren Konkurrenten hätte solche Probleme, dass sie nun bessere Chancen hätten; es wird kein Fernsehen mehr geschaut (weil die Nachrichten so düster sind); kleinere gesellschaftliche Kluft - die Neureichen sind jetzt nur noch neu; mehr Zeit zum Lesen; mehr Interesse am Rest der Welt. Mein persönlicher Favorit: Wirtschaft wird als interessanter empfunden.</p></blockquote>
<p><strong>Anpassung der Unternehmen</strong></p>
<p>Welche Anpassungsmaßnahmen wurden als Antwort auf die Krise vom Unternehmenssektor ergriffen?</p>
<p>Anstatt die Anzahl der Arbeiter zu reduzieren, verkürzen einige Unternehmen auf den Philippinen die <a href="http://www.bworldonline.com/BW030509/content.php?id=002">Arbeitsstunden pro Woche</a>. Wegen niedrigerer Belegung ihrer Gebäude, verringern einige Vermieter in Manila die <a href="http://www.gmanews.tv/story/152275/Office-rentals-to-go-down-until-June-property-consultant-says">Preise für Büroräume</a>. Ein japanisches Unternehmen in Südkorea verwendete seine Ersparnisse und über die Jahre aufgelaufenen Gewinne für die Absicherung seiner Mitarbeiter.</p>
<p>Chefs von Unternehmen in Fiji haben die Regierung erfolgreich dazu gezwungen, die <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/02/19/fiji-minimum-wage-increase-postponed/">Anhebung des Mindestlohns zu verschieben</a>, die den Arbeitern des Landes versprochen worden war. Sie warnten vor mehr Entlassungen und Betriebsschließungen durch die Anhebung. Das sind schlechte Nachrichten für die Arbeiter.</p>
<p>Roshni Mahtani, Gründer und Redakteur von <a href="http://sg.theasianparent.com/home.php">www.theasianparent.com</a>, schlägt kleinen Unternehmen folgende <a href="http://sgentrepreneurs.com/commentary/2009/03/09/10-cost-cutting-measures-%E2%80%93-theasianparentcom-way/">Sparmaßnahmen</a> vor:</p>
<blockquote><p>1. Büroräume verkleinern. Monatliche Ersparnis: 1.500 $</p>
<p>2. Umsteigen auf Open Source. Einmalige Einsparung:<br />
4.000 $. Monatliche Einsparung: 100 $<br />
3. Skype! Monatliche Einsparung: zwischen 100 $ und<br />
150 $<br />
4. Praktikanten. Monatliche Einsparung: 500 $<br />
5. Virtuelle Meetings. Monatliche Einsparung: 100 $<br />
6. Größenvorteile. Monatliche Einsparung: 300 $<br />
7. Incentives. Monatliche Einsparung: zwischen 750 $ und 1.000 $ pro Verkaufsmitarbeiter.<br />
8. Partnerschaften. Monatliche Einsparung: 100 $-150 $<br />
9. Rette die Bäume (und Geld). Monatliche Einsparung:<br />
200 $<br />
10. Social-Media-Marketing. Einmalige Einsparung: 2.600 $</p>
<p>Monatliche Einsparungen insgesamt: zwischen 4.500 $ und 5.000 $ pro Monat<br />
Einmalige Einsparungen insgesamt: 6.600 $</p></blockquote>
<p>Michel Monteiro aus Brasilien schreibt über die von der Einzelhandelskette Ponto Frio gestarteten <a href="http://vitrinepop.blogspot.com/2009/02/criatividade-em-tempos-de-crise.html">Aktion</a>: Kunden, die in dem Laden einkaufen, sind nun bis zur Höhe ihrer getätigten Einkäufe kostenlos versichert, sollten sie arbeitslos werden.</p>
<blockquote><p>O interessante é que essa ação tem como enfoque a atual crise economica, e em seu anuncio busca tirar o temor que existe nas pessoas de comprar e não poder pegar, o que gera queda nas vendas. Assim, o consumidor poderá voltar a comprar, e fazer o dinheiro movimentar a economia.</p>
<p>Mais do que uma inteligente proposta de marketing, a ação é um serviço ao país, pois - de forma inteligente -, faz a economia nacional girar capital, e consequentemente manter níveis de venda, empregos, etc.</p></blockquote>
<div class="translation">Das Interessante ist, dass diese Vorgehensweise sich auf die Wirtschaftskrise konzentriert, und diese Werbeanzeige zielt darauf ab, den Leuten die Angst zu nehmen, wenn es darum geht, Dinge zu kaufen und nicht bezahlen zu können, was zu einem Rückgang der Verkaufszahlen führt. So könnten die Konsumenten wieder kaufen, was zu einem Geldumlauf in der Wirtschaft führt.</p>
<p>Die Vorgehensweise ist mehr als eine klevere Marketingidee, sie dient auch dem Land, weil - sehr intelligent - es den Geldumlauf in der nationalen Wirtschaft steigert, und folglich Verkäufe, Jobs etc. auf hohem Niveau hält.</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 255px"><img title="Russland" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/03/russia.jpg" alt="Russlands " width="245" height="309" /><p class="wp-caption-text">Russlands “Toilettenpapier für die Finanzkrise”. Auf dem Etikett heißt es: Was muss getan werden? Vom Blog Notes on Moscow</p></div>
<p><strong>Chancen für Unternehmen</strong></p>
<p>Es gibt Unternehmen, die auch trotz der Krise Gewinne machen. Einige profitieren sogar von der Krise.</p>
<p>In <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/03/10/japan-making-money-thanks-to-the-economic-crisis/">Japan</a> zählen folgende zu den heute profitablen Unternehmen: <a href="http://ueki.biz/414.html">kleine und mittelständische Betriebe</a>, die Teile von Rohstoffen verarbeiten und verkaufen, Fastfood-Ketten, <a href="http://business.nikkeibp.co.jp/article/manage/20090129/184281/?P=1">e-Commerce</a>-Dienstleister, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pachinko">Pachinko</a>-Branche (Spielekonsolen).</p>
<p>Chikara Ueki aus Japan lässt uns an einem Gespräch mit einem Unternehmer teilhaben, indem es darum ging, die <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/03/10/japan-making-money-thanks-to-the-economic-crisis/">Krise in eine Chance umzuwandeln</a>:</p>
<blockquote><p>１００年に一度と言われている経済危機、考え方を変えると１００年に一度のチャンスかもしれない。不況業種も含め、全ての産業に言えることかもしれません。</p>
<p>ただ、事例の通り何もしなくてもチャンスは生まれるのではなく、コツコツとやってきたご褒美だと思います。</p></blockquote>
<div class="translation">Durch eine Änderung der Perspektive kann diese Krise, die es angeblich nur einmal in hundert Jahren gibt, als Chance gesehen werden, die man nur einmal in hundert Jahren bekommt. Dies gilt für alle Branchen, auch für die, die jetzt in großen Schwierigkeiten stecken.</p>
<p>Wie dieser Fall zeigt, kommt sie jedoch nicht von ungefähr. Sie ist die Belohnung für ständige Anstrengungen über einen langen Zeitraum hinweg.</p></div>
<p>Philippine Airlines fliegt in vielen Ländern häufiger Ziele an, was der Blogger Caswell Whiteside damit <a href="http://caswellwhiteside.wordpress.com/2009/03/19/forgotten-in-the-shuffle/">interpretiert</a>, dass mehr und mehr entlassene philippinische Wanderarbeiter jetzt heimkehren.</p>
<blockquote><p>Seit Kurzem fliegt Philippine Airlines täglich nach Kanada und in die USA, wogegen dies vorher in einigen Fällen nur viermal pro Woche der Fall war und vom Flugziel abhing. PAL hat das öffentlich natürlich mit &#8220;neuem und besserem Service&#8221; hochgespielt, während es in Wirklichkeit darum geht, sich der Anzahl philippinischer Arbeiter anzupassen, die von ihren Arbeitgebern in vielen Ländern der Welt, hauptsächlich in Japan und den USA, entlassen worden waren und nun heimkehren.</p></blockquote>
<p>Teil des <a href="http://nationmultimedia.com/2009/03/19/business/business_30098297.php">thailändischen Anstoßplans</a> ist die Verteilung von Schecks in Höhe von 55 US-Dollar an jeden Geringverdiener. Die Leistungsempfänger können mit den Schecks bei McDonald&#39;s, KFC, Pizza Hut und 18 anderen großen Unternehmen im Land einkaufen. Bei KFC erhalten Leistungsempfänger sogar <a href="http://www.irrawaddy.org/article.php?art_id=15369">20 Hühnchenstücke gratis</a>, wenn sie Ihren Scheck gegen Coupons der Verkaufsstelle eintauschen.</p>
<p><em>Every Woman’s Blog</em> stimmt einem Kondomhersteller zu, der einen <a href="http://www.everywomansblog.com/people-buy-condoms-recessions">Anstieg der Kondomverkaufszahlen</a> in der Rezession beobachtet, da Schwangerschaften vermieden werden sollen.</p>
<blockquote><p>Ich glaube hierin liegt sehr viel Wahrheit und Logik. In schwierigen und ungewissen Zeiten wollen die Menschen unvorbereitet keine weiteren Familienmitglieder, was zu zusätzlichen finanziellen Lasten führt.</p></blockquote>
<p>Douglas Muir erwartet einen <a href="http://fistfulofeuros.net/afoe/economics-and-demography/a-goodbad-time-to-stop-having-babies/">steilen Abfall der Geburtenraten</a> weltweit, vor allem in osteuropäischen Ländern.</p>
<p><strong>Back to Basics</strong></p>
<p>Aufgrund der Rezession lernen einige die grundlegenden Gesetze des Geschäftslebens, wie die Bereitstellung von erstklassigem Service gegenüber den Kunden, zu schätzen. Ein <a href="http://livroseafins.com/2008/05/12/prefeitura-pipoqueiro-pipoca/">brasilianischer Popcorn-Vekäufer</a> hat Beachtung für seine kreative Geschäftsideen gefunden. Er hat bereits viele <a href="http://www.ricardocoelhoconsult.com.br/responsabilidade.php">Vorlesungen zum Thema Unternehmertum</a> gehalten.</p>
<p>Die <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/02/22/japan-agriculture-the-latest-trend-among-celebrities/">Landwirtschaft</a> wird unter japanischen Jugendlichen und Prominenten wieder populär und viele Menschen suchen nach einer wirtschaftliche Tätigkeit, die auf stabileren Fundamenten aufbaut als der Finanzsektor. Kamiyama Yasuharu bemerkt, dass der <a href="http://8ada.com/kamiyama/archive/2009/02/post-1.html">Boom der Landwirtschaft</a> heute zu einem interessanten Schlüsselwort in der japanischen Gesellschaft geworden ist.</p>
<p><a href="http://ki-media.blogspot.com/2009/03/cambodia-tries-alternative-products-to.html">Kambodscha</a> unterstreicht sein Vertrauen in die Landwirtschaft, um ein Wachsen der Wirtschaft herbeizuführen. Ein <a href="http://rspas.anu.edu.au/rmap/newmandala/2009/01/28/laos-too-poor-to-get-any-poorer/">laotischer Ökonom</a> glaubt, dass Laos durch den &#8220;landwirtschaftsbasierten, unabhängigen Charakter&#8221; der Wirtschaft des Landes von der globalen Finanzkrise verschont bleiben wird. Der Ökonom fügt hinzu:</p>
<blockquote><p>Menschen in Industriestaaten leben in der Angst vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes, weil sie kein Gemüse anbauen und keine Tiere züchten können wie die Menschen in Laos.</p></blockquote>
<p>In Jamaika haben die Chefs von 21 privatwirtschaftlichen Unternehmen einen Kooperationsvertrag geschlossen, um die Auswirkungen der sich verschlechternden globalen Wirtschaftsbedingungen auszugleichen. Sie haben erneut gelernt, wie viel die Bildung eines <a href="http://www.jamaicaobserver.com/news/html/20090308T200000-0500_147282_OBS_LEADERSHIP_BY_EXAMPLE.asp">&#8220;gesellschaftlichen Partnerschaftsdialogs&#8221;</a> zwischen Regierung, Opposition, Arbeitnehmerschaft, Unternehmen und Zivilbevölkerung wert ist.</p>
<p><em>Das Vorschaubild stammt von der Flickr-Seite von <a href="http://www.flickr.com/photos/suburbanslice/3103078097/in/set-72157611066659335">suburbanslice</a>. Der portugiesische Text wurde von GV-Redakteurin <a href="http://globalvoicesonline.org/author/paulagoes/">Paula</a> übersetzt. Den japanischen Text übersetzte GV-Redakteurin <a href="http://globalvoicesonline.org/author/scilla-alecci/">Scilla</a>.</em></p>
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		<title>Der Papst in Kamerun (1): Kontroverse über Aufräumaktionen in Yaoundé</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 17:54:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Cameroon]]></category>
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		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<description><![CDATA[Papst Benedikt XVI besucht vom 17. bis 20. März Kamerun. Die Regierung nimmt dies zum Anlass, radikale Aufräummaßnahmen durchzuführen, die in der Blogosphäre Kameruns eine Kontroverse ausgelöst haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/george-esunge-fominyen/">George Esunge Fominyen</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/03/17/the-pope-in-cameroon-1-yaounde-clean-up-controversy/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Papst Benedikt XVI ist vom 17. bis 20. März in Kamerun zu Besuch. Das hat dazu geführt, dass die Regierung einige radikale Aufräummaßnahmen durchgeführt hat, wie <a href="http://grietandthorsten.blogspot.com/2009/03/long-awaited-visit-of-pope.html">Griet,Thorsten, Jara und Lisa</a> bloggen:</p>
<blockquote><p>1 Sämtliche kleinen Läden, Häuser, Verkaufsstände, die nicht hübsch genug aussehen, werden mithilfe großer Raupen zerstört. Der LKW kommt vorbei, sieht sich deinen Stand/Haus/was-auch-immer an und wenn es dem Fahrer nicht gefällt, zerstört er es einfach samt dessen Inhalt. Alles begann vor ca. einer Woche im Zentrum der Stadt. Auf einmal gab es auf den Straßen keine Straßenhändler mehr, alle Läden am Postamt verschwanden usw. Das Ganze wurde nun bis zum Flughafen ausgeweitet.<br />
2 Die Straße zum Flughafen wird von brandneuen Straßenlampen erleuchtet. Allerdings NUR die Straße vom Flughafen ins Stadtzentrum.<br />
3 Am Dienstag (das ist gesichert, andere Tage müssen noch bestätigt werden) wird die Straße zwischen Flughafen und Stadtzentrum gesperrt sein. Hinweis: Der Papst kommt abends an, aber die Straße muss schon ab dem FRÜHEN MORGEN gesperrt werden. Es kommt also niemand zur Arbeit/nach Hause, zur Schule usw.</p></blockquote>
<p>Dieser Post verlinkt auf einen anderen Blog einer Expat-Familie, <a href="http://sanderelkemilan.blogspot.com/2009/03/weet-de-paus-wel-dat-de-mensen-in.html">Sander Elke en Milan</a>, auf dem es Fotos über die Zerstörung von Läden am Straßenrand von Yaoundé gibt.</p>
<p>Diese Zerstörung löste in den Blogs zweier anderer Expats in Kamerun eine Diskussion aus. <a href="http://danielseely.wordpress.com/2009/03/11/popes-coming-means-excitement-for-some-difficulty-for-others-face-lift-for-yaounde/#comment-185">Συγκακοπαθησον</a>, ein Blog, das von einer Mission in Kamerun betrieben wird und in dem über die Veränderungen im Aussehen Yaoundés als Ergebnis des Papstbesuchs geschrieben wird.</p>
<blockquote><p>Wie sehe ich also die ganze Sache? Es ist schön, dass die Stadt ein Facelift bekommt - alles sieht auf jeden Fall viel schöner aus und die großen Straßenlaternen machen das Fahren in der Nacht oder das Anhalten eines Taxis an der Hauptstraße so viel einfacher und sicherer - es ist allerdings schade, dass diese Aufräumaktion die Zerstörung der Lebensweise von Menschen bedeutet. Leider haben diese Leute die &#8220;Regeln&#8221; einfach ignoriert, einige davon absichtlich, und werden nun mit den Konsequenzen konfrontiert. Traurig ist, dass die Regierung offensichtlich damit zufrieden war, den Dingen ihren Lauf zu lassen (möglicherweise seit 10 Jahren oder länger), bis etwas Großes passierte, wie etwa der Besuch des Papstes. Wenn sie, sobald sich diese Strukturen zu bilden begannen, eingegriffen hätte, wäre die jetzige Art der Zerstörung der Lebensgrundlage von Menschen vermeidbar gewesen. Aber auch hier gilt, Gesetz ist immer noch Gesetz, auch wenn es nicht durchgesetzt wird.</p></blockquote>
<p>Diese Ansicht wurde von einem in Großbritannien geborenen VSO-Volontär, der auf Our Man in Cameroon bloggt, nicht wirklich geteilt. Seine Reaktion in einem Post mit dem Titel <a href="http://ourmanincameroon.com/2009/03/12/pope-cameroon-clean-up/">Impossible Missionary</a> (Unmöglicher Missionar) war einfach:</p>
<blockquote><p>Straßenstände sind hier eine Lebensart. Es gibt sie überall. Es ist einfach, zu sagen, sie seien illegal, sie bestehen jedoch teilweise aus solidem Material. Dazu kommt, dass wenn sie tatsächlich illegal sind, ich mir vorstellen kann, dass sie nur deshalb geduldet wurden, weil irgendjemand, irgendwo regelmäßig ein paar tausend Franc Bestechungsgeld kassiert hat.<br />
Die Menschen rackern sich hier ab. Man kann davon ausgehen, dass aus diesen Buden nicht viel herausspringt, und in einem Land, in dem Unternehmen und das Unternehmertum an sich so schwach sind… nun, was für eine Art und Weise, das zu belohnen. Wenn ihr dem, was ich geschrieben haben, grundsätzlich zustimmt und die Sichtweise der Mission genauso ignorant findet wie ich, bitte ich euch, einen Kommentar zu hinterlassen. Vielleicht nicht hier unten, sondern auf der Seite der Mission.</p></blockquote>
<p>Leser haben dazu jedoch auch Kommentare auf dem Blog Our Man in Cameroon hinterlassen. Die Reaktionen schaukelten sich so hoch, dass Karis, die Frau des Missionars, begann, <a href="http://ourmanincameroon.com/2009/03/12/pope-cameroon-clean-up/#comment-899">ihren Mann zu verteidigen</a>:</p>
<blockquote><p>Wow! Ich hätte nie gedacht, dass mein Mann einen solchen Aufruhr verursachen könnte. Ich glaube, manchmal denken wir, dass nur Leute unser Blog lesen, die uns kennen, und diese Leute wissen, wie zu verstehen ist, was wir schreiben, anstatt es Zeile für Zeile auseinanderzunehmen, ohne uns überhaupt zu kennen. Trav, vielen Dank für deine netten Worte. Dad A, vielen Dank für den Humor. Du bringst mich immer zum lächeln. Ich wünschte nur, ihr alle, die ihr hier auf seinem Blog einen Kommentar hinterlassen habt, würdet meinen Mann kennen — ihr wäret nicht so hart dabei, Sätze auseinanderzunehmen.<br />
Er und ich haben viele Gespräche darüber geführt, wie schrecklich es ist, wie Menschen ihre Lebensgrundlage entzogen wird, und all das für ein paar Tage Papstbesuch. Als wir am Montag in der Stadt waren und sahen, wie Habseligkeiten auf LKWs geworfen wurde, wurde mir schlecht. Mehr als einmal sagten wir: &#8220;Aber wie werden diese Menschen heute Abend essen? Und am Tag danach und danach?&#8221; Es ist sogar noch schlimmer als das in…<br />
Und dann heute sah ich ihn, wie er Menschen weiter unten in unserer Straße mit ihren Nähmaschinen, ihren Tische, ihren Taschen voll Habseligkeiten half, als die Regierung mit ihren Bulldozern anrückte. Nein, das wurde wurde in diesem Post nicht ausreichend betont, um all unsere Gespräche und Taten zu zeigen, aber wow… das bedeutet nicht, dass mein Mann kein Mitgefühl für die Menschen hier hätte! Vielleicht kann ich ihn dazu überreden, einen neuen Post zu schreiben, aber ich bin mir nicht so sicher, denn es ist vielleicht besser, die Sache ruhen zu lassen, anstatt wieder zerrissen zu werden. Ich höre an dieser Stelle wohl besser auf. Eine Ehefrau, die sich auf die Seite Ihres Mannes stellt, gibt wohl kaum Anlass zum Umdenken.</p></blockquote>
<p>Dieser Meinungsaustausch war hier noch nicht zu Ende. Dieser päpstliche Besuch nimmt innerhalb der Blogosphäre so manche Wendungen!</p>
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