<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Kinder</title>
	<atom:link href="http://de.globalvoicesonline.org/category/topics/children/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://de.globalvoicesonline.org</link>
	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
	<lastBuildDate>Thu, 26 Nov 2009 03:40:54 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Südafrika: HIV-positives Muppet in der Sesamstraße klärt auf</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/11/sudafrika-hiv-positives-muppet-in-der-sesamstrase-klart-auf/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/11/sudafrika-hiv-positives-muppet-in-der-sesamstrase-klart-auf/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 21:44:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[U.S.A.]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=1253</guid>
		<description><![CDATA[Die Kindersendung Sesamstraße wird diesen Monat 40 Jahre alt und auch in der heute gestarteten neuen Staffel kämpft ein Muppet namens Kami in der südafrikanischen Ausgabe gegen Vorurteile und hilft bei der Aufklärungsarbeit über HIV/AIDS.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/juhie-bhatia/">Juhie Bhatia</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/11/south-africa-sesame-streets-hiv-positive-muppet-raises-awareness/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="alignright" title="Kami" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/Kami22.jpg" alt="" width="200" height="260" />Die Kindersendung <a href="http://www.sesamestreet.org/home/">Sesamstraße</a> wird diesen Monat 40 Jahre alt und auch in der heute gestarteten neuen Staffel kämpft ein süßes, knuddeliges Muppet in der südafrikanischen Ausgabe gegen Vorurteile und hilft bei der Aufklärungsarbeit über HIV/AIDS.</p>
<p>Während die Sesamstraße in mehr als <a href="http://www.sesameworkshop.org/newsandevents/sesameupdates/sesame_40thbirthday">140 Ländern</a> verfolgt wird, werden in jeder Version lokale Themen besprochen und es gibt dafür jeweils verschiedene Muppets. Die goldgelbe <a href="http://muppet.wikia.com/wiki/Kami">Kami</a> hatte 2002 als Reaktion auf das HIV/AIDS-Problem im Land ihr Debüt in <a href="http://www.schooltv.co.za/TakHome.htm">Takalani Sesame</a>, einer Co-Produktion der südafrikanischen Sesamstraße. Als weltweit erstes, HIV-positives Muppet hilft sie dabei, Kinder über die Krankheit aufzuklären, und spricht Probleme von Menschen mit HIV an. Der Name Kami ist von dem Wort „Kamogelo“ <a href="http://www.sesameworkshop.org/aroundtheworld/southafrica">abgeleitet</a>, das in Setswana „Akzeptanz“ heißt. Sunshinestar110 bloggt auf <em>U Don&#39;t Like My Opinion…That&#39;s Fine!</em> Und <a href="http://thatsfine2009.blogspot.com/2009/11/happy-birthday-to-you.html">erzählt mehr</a> über Kami:</p>
<blockquote><p>„Kami ist eine gesunde, HIV-positive, liebevolle, 5-jährige Waise, die etwas schüchtern ist, aber schnell mitmacht, wenn sie freundlich angesprochen wird. Sie weiß außerdem sehr viel über HIV, sie verlor ihre Mutter an die Krankheit. Als Kami zum ersten Mal mit ihrem Mopp brauner Haare – sie trug auch eine Weste - auftrat, lief sie in die Sesamstraße und fragte sich nervös, ob die Bewohner wohl mit ihr spielen wollten.  Sie hätte sich keine Sorgen machen müssen, denn die anderen Muppets hießen Sie begeistert willkommen.“</p></blockquote>
<p>Kami wurde geschaffen, um vielen Kindern in Südafrika zu helfen, die mit der HIV/AIDS-Krise umgehen müssen. Es wird angenommen, dass Südafrika die höchste Zahl HIV-infizierter Menschen weltweit aufweist – geschätzte <a href="http://www.unaids.org/en/CountryResponses/Countries/south_africa.asp">5,7 Million</a>. Ungefähr 280.000 der Infizierten sind Kinder unter 14 Jahren und aufgrund von AIDS gibt es 1,4 Millionen Waisen im Land. Zusätzlich zu den körperlichen Komplikationen, die mit einer HIV-Infektion einhergehen, kommt das Problem der Stimatisierung und Tabuisierung, wodurch es schwerer wird, angemessenen behandelt und unterstützt zu werden. Takalani Sesame, bei dem alle 11 offiziellen Sprachen Südafrikas einfließen, versucht Kindern zu helfen, diese Probleme mithilfe von Kami direkt anzugehen.</p>
<p>Nach der Einführung von Kami kam es jedoch besonders in den USA zu starken Kontroversen, da viele darüber schockiert waren, dass in einer Kindersendung eine HIV-positive Figur vorkam. <em>Haven on Earth</em> <a href="http://haven-on-earth.spaces.live.com/blog/cns!C13DE188EF218F14!382.entry?sa=500695506">erörtert</a> die Debatte:</p>
<blockquote><p>„Obwohl berichtet wurde, dass die Einführung von Kami in die Sesamstraße in Südafrika willkommen geheißen worden sei (mir fällt es schwer, dies zu glauben, da in dieser Beziehung immer noch starke Ablehnung herrscht), kam es hier in den Vereinigten Staaten definitiv zu einer Kontroverse. Ich erinnere mich, wie ich darüber gelesen habe (weshalb ich so erfreut war, auf eine Sendung zu stoßen, die ausgestrahlt wurde als ich in Südafrika war - ich wäre nie auf die Idee gekommen, danach zu suchen). Offenbar schickte eine Gruppe republikanischer Kongressabgeordneter einen Brief an den Präsidenten des PBS (Public Broadcasting Service), der die Sesamstraße ausstrahlt. In dem Brief wurde gegen die geplante Einführung einer ähnlichen HIV-positiven Figur in den Vereinigten Staaten protestiert. Dies sei angesichts des Alters des Publikums unangemessen. Es wurde angedeutet, dass durch ein solches Vorgehen möglicherweise die öffentlichen Mittel für den PBS [Public Broadcasting Service] gefährdet sein könnten.“</p></blockquote>
<p>Kami erschien nie in der amerikanischen Sesamstraße, obwohl sie sich auf Takalani Sesame und darüber hinaus als sehr erfolgreiche Figur erwiesen hat. UNICEF <a href="http://www.unicef.org/media/media_16631.html">ernannte sie</a> 2003 zu einem weltweiten „Champion for Children“. In diesem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=9eXlNn-C8BY">Video</a> sendet sie zusammen mit dem früheren US-Präsidenten Bill Clinton eine Botschaft über HIV/AIDS. Jamie bloggt auf <em>No day but today… </em>und <a href="http://phaino.blogspot.com/2006/12/world-according-to-sesame-street.html">diskutiert</a> Kamis weitere Erfolge.</p>
<blockquote><p>„Da die meisten Kinder in Südafrika jemanden kennen, der AIDS hat, wird die Figur zu einer nationalen Heldin, die von allen Menschen im Land geliebt wird. Kami erschein bei den Vereinten Nationen und der Weltbank und wurde von Katie Couric [Anm. d. Übers.: Moderatorin des amerikanischen Fernsehsenders CBS] interviewt. Sie wurde außerdem zur UNICEF-Botschafterin für Kinder ernannt und erschien in Takalani-Beiträgen zusammen mit Desmond Tutu und Nelson Mandela.“</p></blockquote>
<p>Trotz Kamis Erfolg glauben einige Blogger immer noch, dass sie keine angemessene Figur für die amerikanische Version der Sesamstraße ist. Emily Meyer, die für ihre Honors Class bloggt, <a href="http://hons101fall09eem.blogspot.com/2009/10/kami-hiv-muppet.html">sagt</a>:</p>
<blockquote><p>„Obwohl es für Amerikaner wichtig ist, über HIV/AIDS und die Bedeutung der Krankheit Bescheid zu wissen, denke ich, dass es etwas extrem ist, Kinder im Alter von zwei oder drei Jahren darüber aufzuklären. Kinder in einem so jungen Alter verstehen höchstwahrscheinlich nicht, was HIV ist und welche Bedeutung dessen Konsequenzen hat. Wenn Kami in den Vereinigten Staaten eingeführt werden würde, um Wissen darum zu verbreiten und AIDS zu bekämpfen, glaube ich nicht, dass das erwünschte Ergebnis eintreten würde…Kinder in Amerika sind nicht gezwungen, sich mit dem Problem HIV/AIDS in einem so frühen Alter auseinanderzusetzen. Ich denke, dass es für Kinder in Amerika angemessener ist, über die Bedeutung von HIV zu lernen, wenn sie etwas älter sind, etwa zehn oder elf Jahre alt oder wenn Schüler sexuell aktiv werden.“</p></blockquote>
<p>Viele Blogger, wie dieser, der auf <em>Muppets and History</em> <a href="http://beckyluz.wordpress.com/2008/12/16/kami-the-hiv-positive-muppet/">schreibt</a>, sehen Kami als weiteres Beispiel, in dem die Sesamstraße Grenzen überwunden hat. Andere <a href="http://joburgjoblog.blogspot.com/2006/03/celebrating-aids-research.html">gestehen ihre Liebe</a> für das Muppet und die Botschaft, die sie Kindern bringt. Wieder andere denken, sie sollte auch in anderen Versionen der Sesamstraße eingeführt werden. Auf ihrem persönlichen Blog <a href="http://steishapintado.wordpress.com/2008/12/18/final-grades-kami/">schreibt</a> Steisha Pintado:</p>
<blockquote><p>„Sie zeigt Kindern, dass es in Ordnung ist, jemanden, der HIV-positiv ist, zu umarmen und sie erklärt, was zu tun ist, wenn sie sich in den Finger geschnitten hat oder wenn man sich selbst geschnitten hat. Sie lehrt ihr junges Publikum, mit Krankheit und Verlust umzugehen&#8230;Obwohl Sex nie erwähnt wird, wenn über Kamis Krankheit gesprochen wird, sagen einige, dass eine HIV-positive Figur für ein junges Zuschauerpublikum nicht angemessen sei. Ein Gesetzgeber behauptete sogar, dass die öffentlichen Mittel für den Sesam-Workshop gestrichen werden würden, sollte eine solche Figur in unserem Land ausgestrahlt werden. Es schockiert mich so sehr, diese Worte zu hören. Eltern verbringen immer weniger Zeit mit ihren Eltern und lassen immer häufiger zu, dass das Fernsehen die Erziehung übernimmt. Offensichtlich lehren viele Eltern ihre Kinder also nicht, mit sensiblen Themen wie Aufklärung und Akzeptanz umzugehen. Eltern haben dem Sesam-Workshop bereits erlaubt, Aktzeptanz gegenüber Menschen mit Behinderungen oder Krankheiten einzuführen, und auch denjenigen gegenüber, die einer anderen Rasse oder Religion angehören. Worin besteht der Unterschied?“</p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/11/sudafrika-hiv-positives-muppet-in-der-sesamstrase-klart-auf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Israelische und palästinensische Jugendliche benutzen Videos, um den Konflikt zu verstehen</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/07/israelische-und-palastinensische-jugendliche-benutzen-videos-um-den-konflikt-zu-verstehen/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/07/israelische-und-palastinensische-jugendliche-benutzen-videos-um-den-konflikt-zu-verstehen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 04:37:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Arabisch]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Hebräisch]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Nahost & Nordafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Palästina]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Software & Tools]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=1218</guid>
		<description><![CDATA[Von zwei verschiedenen Organisationen in Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten werden Videos als Mittel eingesetzt, den arabischen und jüdischen Jugendlichen dabei zu helfen, den Konflikt zu verstehen und die Lücke zwischen ihnen zu schließen. Sie bieten Raum für Wechselbeziehungen und Kommunikation, in dem sie ihre Träume, Bedenken und Gedanken bezüglich der komplexen Situation, in der sie leben, austauschen können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/juliana-rincon-parra/">Juliana Rincón Parra</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/06/israeli-and-palestinian-youth-use-video-to-understand-the-conflict/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Von zwei verschiedenen Organisationen in Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten werden Videos als Mittel eingesetzt, den arabischen und jüdischen Jugendlichen dabei zu helfen, den Konflikt zu verstehen und die Lücke zwischen ihnen zu schließen. Sie bieten Raum für Wechselbeziehungen und Kommunikation, in dem sie ihre Träume, Bedenken und Gedanken bezüglich der komplexen Situation, in der sie leben, austauschen können.</p>
<p>Eine der Initiativen ist <a href="http://en.reutsadaka.org/">Sadaka Reu</a>t und das sagen sie über <a href="http://en.reutsadaka.org/?page_id=54">ihr Programm</a>:</p>
<blockquote><p>Die Mehrheit der palästinensischen und jüdischen Jugend ist voneinander physisch getrennt (in separaten Gemeinden und Schulen) und das ergibt Angst, Rassismus und Vorurteile. Wir versuchen alternative Modelle für die Wechselbeziehungen zwischen diesen beiden Gruppen aufzubauen. Das ‘Aufbau einer Friedenskultur’ Programm versucht einen Platz zu schaffen, in welchem sich sowohl die palästinensischen als auch die jüdischen Jugendlichen gleichberechtigt, respektiert, und als Einzelpersonen und als nationales Kollektiv anerkannt fühlen können.</p></blockquote>
<p>Die Mitglieder ihres Programms haben auch an dem ‘Video Projekt eine Minute’ teilgenommen und dabei bei einem einwöchigen Workshop über den Video-Aktivismus gelernt. Hier sind einige Ergebnisse davon und den Rest können sie sehen, wenn Sie auf <a href="http://en.reutsadaka.org/?p=846">ihre Seite klicken</a>:</p>
<p>Arabisch<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/XkxUC30UNug&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/XkxUC30UNug&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>AM/FM<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/US6QtYDVzB8&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/US6QtYDVzB8&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Nicht viele singen gerne<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/gT9KX9fKgT0&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/gT9KX9fKgT0&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Eine weitere Initiative ist das <a href="http://www.win-peace.org/home.html">Windows for Peace</a> (Friedensfenster) Projekt, welches in 1991 startete und sich darum bemüht ein zweisprachiges und bikulturelles Magazin für Jugendliche herauszugeben, sodass sie zur Förderung von Gleichheit und Stärkung der Jugend miteinander Verbindung aufnehmen und über den Konflikt lernen können. Wie sie <a href="http://www.win-peace.org/about.html">auf ihrer Webseite erklären</a>, war es nicht leicht:</p>
<blockquote><p>Es ist für die israelischen und palästinensischen Jugendlichen nicht einfach, die riesigen Mengen an falschen Informationen und Klischees, die ihnen vermittelt werden, zu überwinden. Die begrenzten Möglichkeiten für Interaktion, welche daraus resultieren, dass sie meistens in getrennten Gemeinden leben und die durch den kontinuierlichen politischen Konflikt noch verschärft werden, verewigen die historischen Ängste, Vorurteile und den Hass, der diese beiden Völker trennt. Windows widmet sich deshalb der Förderung von umfassenden Veränderungen in der Art und Weise, wie sich israelische und palästinensische Jugendliche selbst, die ‘anderen’ und den Konflikt sehen. Teilnehmer an dem Windows-Programm machen Erfahrungen, welche die Konflikt-Transformation zwischen beiden Völkern fördert, sodass beide in einer friedliche Realität zusammenleben können. Wir glauben daran, dass ein gerechter und dauerhafter Frieden auf demokratischen Werten, den Menschenrechten und gegenseitige Kenntnisse und Anerkennung der ‘anderen’ basieren müssen.</p></blockquote>
<p>Sie arbeiten ferner an einer neuen Initiative <a href="http://www.win-peace.org/youth%20media%20program.html">Through the Lens</a> (Durch das Objektiv), wobei 15 bis 17 Jahre alte Jugendliche, die bei der Zeitschrift ‘ausgelernt’ haben, weiterhin ihre Fähigkeiten zum Schaffen kurzer Filme, von Nachrichten und anderen Video-Produktionen entwickeln, um “produktive, friedenschaffende Dialoge und positive Interaktionen” zu fördern.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=zsxLrfzyAIo">Hier ist ein Video</a>, in welchem die Windows-Teilnehmer über ihre Erfahrungen in der Gruppe sprechen und wie sie mit der Herausforderung zurechtgekommen sind, aus ihrer Komfortzone herauszukommen und über schwierige Themen, wie der Konflikt zwischen Israel und Palästina, zu reden:</p>
<p>Windows-Jugend - mit eigenen Worten</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/zsxLrfzyAIo&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/zsxLrfzyAIo&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Wie die Kinder in dem Video in wenigen Worten ausdrücken: Sie mögen es schwierig finden, mit den vielen Meinungen und Eindrücken anderer Kinder zurechtzukommen, andererseits haben sie die Möglichkeit, diese Fragen auf einer sicheren und gefahrlosen Art und Weise zu diskutieren, was ihnen wiederum dabei hilft die Welt, in der sie leben, besser zu verstehen mit der Chance sich mit anderen Kindern gegenseitig zu beeinflussen, zu lernen und mit anderen Kindern und Jugendlichen dies zu teilen und diese Vorstellungen sogar zu verändern.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/07/israelische-und-palastinensische-jugendliche-benutzen-videos-um-den-konflikt-zu-verstehen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schwangerschaft und Gefängnis: Gesundheit und Rechte der Frauen hinter Gittern</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/10/28/schwangerschaft-und-gefangnis-gesundheit-und-rechte-der-frauen-hinter-gittern/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/10/28/schwangerschaft-und-gefangnis-gesundheit-und-rechte-der-frauen-hinter-gittern/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 04:20:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika]]></category>
		<category><![CDATA[Argentinien]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Conversations for a Better World]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Ecuador]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Humanitäres]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Laos]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Ost- und Zentraleuropa]]></category>
		<category><![CDATA[Ostasien]]></category>
		<category><![CDATA[Peru]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
		<category><![CDATA[Spanisch]]></category>
		<category><![CDATA[U.S.A.]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=1145</guid>
		<description><![CDATA[Menschenrechte für schwangere Frauen sind weltweit immer noch umkämpft und es scheint, dass dabei schwangere Frauen in Gefängnissen sehr oft übersehen werden. Welche Schritte wurden unternommen um sicher zu stellen, dass sie auch menschlich behandelt werden, in Bezug auf das Leben, das sie tragen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/juliana-rincon-parra/">Juliana Rincón Parra</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/10/24/pregnancy-and-prisons-womens-health-and-rights-behind-bars/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="alignleft" title="Das Bild, welches diese Post illustriert, stammt aus “17. November” von daquella manera." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/2044749780_4ade9e2e3f.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Verdienen alle schwangere Frauen gleiche menschliche Rechte oder haben schwangere Frauen im Gefängnis diese Rechte verloren?</strong></p>
<p>Denkt man darüber nach, so tauchen immer ein paar Fragen auf, ob eine Frau, die für irgendwelche Kriminalitäten verurteilt worden ist, ein Recht darauf hat ein Leben zu führen und ihr Kind aufzuziehen:</p>
<p>⁃	Wie fühlen sie sich hinter Gittern, wenn sie schwanger sind und ein Kind erwarten?<br />
⁃	Sollte es Vorrechte geben, wenn es auch andere Frauen außerhalb der Vollzugsanstalt<br />
gibt, die keine medizinische Hilfe erhalten?<br />
⁃	Sollte Schwangerschaft alle andere legalen Bedingungen außer Kraft setzen, um die Menschenrechte einer schwangeren Frau zu wahren?</p>
<p><strong>USA: In Wehen liegende Frauen nicht mehr fesseln.</strong><br />
Können Sie sich eine Frau bei der Geburt eines Kindes vorstellen, mit den Händen in Handschellen und die Füße an die Bettpfosten gekettet?<a href="http://www.rhrealitycheck.org/user/malika-sadaa-saar"> Malika Saada Saar</a>, Gründer und Direktor von <a href="http://www.rebeccaproject.org/">Rebecca Project for Human Rights</a> erzählt uns von dieser Praxis, die es in den Vereinigten Staaten immer noch gibt, wo Frauen, die im Gefängnis sitzen, routinemäßig während der Wehen und Geburt angekettet werden, eine allgemeine Vorgehensweise in einigen Vollzugsanstalten, obgleich dies für die Gesundheit der Mutter und des Kindes gefährlich ist. Es folgt ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=CWj1uHdxnt8">Video Interview</a>, das in dem gleichen Artikel für<em> RH Reality Check </em>erschienen ist, eine online Gemeinschaft über sexuelle und reproduktive Rechte, die Informationen und Analysen für reproduktive Gesundheit gibt:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="430" height="264" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/CWj1uHdxnt8&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="430" height="264" src="http://www.youtube.com/v/CWj1uHdxnt8&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><strong>Was geschieht mit dem Kind der Insassin nach der Geburt?</strong></p>
<p>Jedes Land hat unterschiedliche Vorschriften über Kinder im Gefängnis. In Argentinien zum Beispiel, gemäß <em>Ajintem</em>, einem Informations-Portal für Migrations-Informationen, wurde letztes Jahr <a href="http://portal.ajintem.com/archivo/80-argentina-prision-domiciliaria-para-embarazadas-y-madres.html">ein Gesetz erlassen</a>, das vorschreibt, schwangere Frauen, Frauen mit Kindern unter 5 Jahren und solche mit behinderten Kindern dürfen ihre Gefängnisstrafe unter Hausarrest ableisten. Dieses Gesetz hilft nicht nur der Mutter, die während ihrer Schwangerschaft im Gefängnis nicht die richtige Pflege erhält, sondern auch dem Kind, dass entweder in einer unsicheren Umgebung, beraubt jeder Freiheit und unzureichender Gesundheitskontrolle und Nahrung, aufwachsen würde, oder von seiner Mutter getrennt aufgezogen würde, was wieder eine ganz andere Serie von Problemen aufwerfen würde. Die Richter sollen jedoch dem Geist dieses Gesetzes folgen und diese Erlaubnis nur jenen Frauen gewähren, die nicht in brutale Verbrechen verwickelt sind, damit der Rest der Zivilbevölkerung Schwangerschaft nichts als eine Freikarte für einen Gefängnisaufenthalt ansieht.</p>
<p>In den Kanarischen Inseln, gemäß dem ‘Prisiones y Penas’  Blog, der über Fragen in Bezug auf  Gefängnisse und Zuchthäuser schreibt, dürfen die Frauen <a href="http://prisionesypenas.blogspot.com/2009/09/detenidas-con-hijos-en-carceles.html">ihre Kinder bis zum Alter von 3 Jahren</a> in ihren Zellen behalten, aber in Begleitung anderer Insassen, welches nicht gerade das beste Umfeld ist. Schwangeren Frauen oder Frauen mit Kindern unter 3 Jahren wird deshalb beim Eintritt in das Gefängnis gesagt, dass es für das Kind nicht gut ist, hinter Gittern aufzuwachsen, und ihnen wird die Möglichkeit angeboten, das Kind an Familienmitglieder abzugeben. In <a href="http://www.reuters.com/article/worldNews/idUSTRE5085ZV20090109">Peru</a> und <a href="http://russiatoday.com/Top_News/2009-07-27/russia-s-prison-born-children-marked-for-life.html">Russland</a> wird genauso gehandelt. In den Vereinigten Staaten gibt es nur zwei Vollzugsanstalten, die das erlauben, eine in New York und die andere in Nebraska. Darüber berichtet die <a href="http://www.amnestyusa.org/women/custody/toomuchtime/pt_02/e_moms.html">berühmte Fotografin Jane Evelyn Atwood</a> in ihrer dreiteiligen Foto-Dokumentation ‘<a href="http://www.amnestyusa.org/women/custody/toomuchtime/"><em>Amnesty International</em>, called Too Much Time</a>’, in der sie über Ihre Besuche von Dutzenden von Gefängnissen in der ganzen Welt berichtet und das Leben der Insassen dokumentiert.</p>
<p>Warum verbietet das Strafvollzugsystem in den USA den Frauen ihre Babies zu behalten? Atwood erklärt, dass dies aufgrund der Geisel-Gefahr nicht erlaubt ist. In dem<a href="http://prisonphotography.wordpress.com/2009/10/07/women-behind-bars-jane-evelyn-atwoods-too-much-time/"> Gefängnis-Fotografie Blog</a> wird diese Behauptung aufgegriffen:</p>
<blockquote><p>Kinder werden in dem meisten US-Gefängnissen nicht aufgenommen. Als Grund wird die Sicherheits-Bedrohung genannt: Ein Kind in einem Gefängnis sei ein ständiges, verletzbares Ziel für Leben und Geiselnahme. Diese Behauptung erscheint etwas fingiert, wenn man die Strafvollzugsysteme in anderen Ländern in Erwägung zieht.</p></blockquote>
<p>Die Atwood Dokumentation auf der Webseite von <em>Amnesty International</em> hat einen Abschnitt über die Geburt in Ketten, wie in <a href="http://www.amnestyusa.org/women/custody/toomuchtime/pt_02/f_vanbab.html">Vanessas Baby</a> erzählt wird, und einen anderen über Gefängnissysteme und <a href="http://www.amnestyusa.org/women/custody/toomuchtime/pt_02/e_moms.html">Mutterschaft</a>, mit Fotos von Frauen, bei denen die Fotografin aus ihren Essays über ihre Erfahrungen bei dem Besuch von Gefängnissen und ihre Fotografien vorliest.</p>
<p><strong>Schwangerschaft zum Verhandeln?</strong><br />
Warum sind die Rechte von schwangeren Frauen im Gefängnis so umstritten? In <em>‘Russia Today’</em>, einer Radiosendung, wird <a href="http://russiatoday.com/Top_News/2009-07-27/russia-s-prison-born-children-marked-for-life.html">dieses Thema</a> bei der Diskussion über Kinder behandelt, die in dem russischen Strafvollzugsystem geboren und aufgezogen werden.</p>
<blockquote><p>Skeptiker glauben einige Mütter werden absichtlich schwanger, nur um ein einfacheres Leben im Gefängnis zu haben: Krankenhaus-Aufenthalt, viel Zeit mit ihrem Kind - ist alles viel besser, als in einer steinernen Zelle zu sitzen, behaupten sie.</p></blockquote>
<p>Und es gibt Frauen, die glauben, Schwangerschaft ist die einzige Möglichkeit einer Verurteilung zu entgehen. Das war der Fall im letzten Juni, als eine Engländerin in Laos für Drogenschmuggel eingekerkert und zu Tode verurteilt worden war, im Gefängnis schwanger wurde und damit der Hinrichtung entkam, weil die Regierung in Laos eine schwangere Frau nicht hinrichtet. Es wurde <a href="http://www.dailyexpress.co.uk/posts/view/105278/No-firing-squad-for-girl-who-fell-pregnant-in-jail">behauptet</a>, gemäß dem ‘<em>Daily Express</em>’, einer englischen Tageszeitung, dass sie künstlich befruchtet wurde “um einen milderen Urteilsspruch zu erreichen”.</p>
<p><strong>Mit eigenen Worten: Frauen erzählen von ihren Kindern und dem Gefängnisleben</strong><br />
Geraldin Rodríguez, eine Argentinierin, die ihre Zeit in einem Gefängnis von Ecuador für Drogenschmuggel verbringt, erzählt <a href="http://marcosbrugiati.blogspot.com/2009/07/carcel-de-mujeres.html">Marcos Brugiati</a>, dem Autor der mit Kunst verbundenen online Publikation<a href="http://www.indexarte.com.ar/noticias/562/las-rejas-de-la-carcel-el-arte-de-la-espera.htm"> <em>Plastica-Argentina</em></a>, ihre Geschichte über Schauspielerei und Aufführungen im Gefängnis, über schwanger werden und ihr Kind im Gefängnis zur Welt zu bringen. Es wurde ihr erlaubt, ihr Kind bei sich zu behalten, doch entschied sie sich dafür, dass das Kind frei aufwachsen sollte:</p>
<blockquote><p>“Decidí que salga para vivir, tenía miedo que sufra de grande los traumas que hoy tengo. Se lo llevó al año mi hermano quien se hice cargo con su esposa”.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich entschied mich, er sollte mich verlassen um leben zu können. Ich befürchtete, er würde unter den gleichen Traumas leiden, die ich heute habe. Nach einem Jahr nahm mein Bruder ihn mit und zieht ihn zusammen mit seiner Frau auf.</div>
<p>Juvinete ist in einem <a href="http://www.nortecastilla.es/20080908/vida/quedarse-embarazada-prision-irresponsable-20080908.html">spanischen Gefängnis</a> und war schwanger, als sie wegen Drogendelikten eingesperrt wurde. Sie erzählte der spanischen Zeitung <a href="http://www.nortecastilla.es/20080908/vida/quedarse-embarazada-prision-irresponsable-20080908.html"><em>NorteCastilla</em></a> ihre Geschichte. Drei Jahre, nachdem sie ihr Baby im Gefängnis zur Welt gebracht hatte, musste das Kind sie verlassen und wurde an eine Pflegefamilie übergeben. Juvinete sieht ihre Tochter alle 15 Tage und jeden zweiten Monat erhält sie 2 Wochen Urlaub um mit ihr zusammen zu sein. Alles sieht jedoch nicht so rosig aus: es besteht die Möglichkeit, dass Juvinete in ihr heimatliches Brasilien deportiert wird und sie befürchtet die Folgen, die das für ihr Kind haben könnte. Sie hat einen Rat für jede Frau, die im Gefängnis schwanger werden will:</p>
<blockquote><p>-Intento convencerlas para que no se queden en estado dentro porque ver a un niño privado de libertad es muy duro, es irresponsable. Ellos no tienen que pagar nuestros errores.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich versuche sie davon zu überzeugen nicht schwanger zu werden, solange sie drinnen sind, denn zusehen zu müssen, wie ein Kind seiner Freiheit beraubt wird, ist sehr schwer, es ist unverantwortlich. Sie sollten nicht für unsere Fehler zahlen müssen.</div>
<p>In <em>‘<a href="http://www.womenandprison.org/motherhood/kebby-warner.html">Woman and Prison</a>’</em> (Frauen und Gefängnis), eine Webseite, welche die Erfahrungen der Frauen im Strafvollzugsystem sichtbar machen will, spricht <a href="http://www.womenandprison.org/motherhood/kebby-warner.html">Kebby Warner über ihre eigene Schwangerschaft</a> in einem Gefängnis in den Vereinigten Staaten und wie sie während ihrer Schwangerschaft, den Wehen und danach behandelt wurde, als ihr das Kind weggenommen wurde. Hier ist ein Auszug, wo sie über den Geburtsvorgang schreibt:</p>
<blockquote><p>Während der Wehen darf niemand in den Entbindungssaal. Meine Familie wusste noch nicht einmal, dass ich in den Wehen lag oder sie hatte, bis nachdem ich das Krankenhaus verließ. In diesen drei Tagen blieben einige der Wächterinnen im Zimmer, aber wenn die Krankenschwester sie darum bat, draußen zu sitzen, folgten sie meistens dieser Bitte. Ich habe Schauergeschichten gehört in denen Frauen an das Entbindungsbett gekettet wurden. Ich bin so dankbar, dass ich diese Erfahrung nicht machen musste. Die meisten Krankenschwestern behandelten mich wie einen Menschen, nicht wie eine Gefangene.</p></blockquote>
<p>In <a href="http://www.womenandprison.org/motherhood/index.html">Women and Prison</a> können Sie weitere Zeugenberichte lesen, sowie über das Aufwachsen mit Eltern im Gefängnis und die verschiedenen Auswirkungen, die eingekerkerte Frauen auf ihre Kinder haben.<br />
So, was denken Sie? Auf der ganzen Welt gibt es schwangere Frauen, die keine Gesundheitspflege irgendwelcher Art erhalten. Ist es richtig, dass speziellen Anstrengungen zugunsten von Frauen in Gefängnissen gemacht werden? Gibt es einen Unterschied zwischen den Frauen, die eine Strafe in einer Strafanstalt absitzen, und denen die draußen sind? Sollen sie unterschiedlich behandelt werden?</p>
<p>Das Bild, welches diese Post illustriert, stammt aus “17. November” von <a href="http://www.flickr.com/photos/daquellamanera/2044749780/">daquella manera.</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/10/28/schwangerschaft-und-gefangnis-gesundheit-und-rechte-der-frauen-hinter-gittern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Malaysia: Provinzregierung führt 1Toilet Politik ein</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/10/24/malaysia-provinxregierung-fuhrt-1toilet-politik-ein/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/10/24/malaysia-provinxregierung-fuhrt-1toilet-politik-ein/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Oct 2009 03:02:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Malaysia]]></category>
		<category><![CDATA[Ostasien]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=1103</guid>
		<description><![CDATA[Malaysias Ministerpräsident Najib Tun Razak hat zu Beginn seiner Amtszeit das Ein-Malaysia-Konzept, allgemein bekannt als 1Malaysia eingeführt. Weil Malaysias Bevölkerung aus vielen Rassen besteht, ist das Hauptziel von 1Malaysia die nationale Einheit zu fördern und die Verbindungen zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen zu stärken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/1_malaysia-75x75.jpg">Syafique Shuib</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/10/21/malaysia-state-government-introduces-1toilet-policy/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><a href="http://thestar.com.my/news/story.asp?file=/2009/10/15/nation/4906693&amp;sec=nation#"></a>Malaysias Ministerpräsident Najib Tun Razak hat zu Beginn seiner Amtszeit das Ein-Malaysia-Konzept, allgemein bekannt als <a href="http://1Malaysia">1Malaysia</a>, eingeführt. Weil Malaysias Bevölkerung aus vielen Rassen besteht, ist das Hauptziel von 1Malaysia die nationale Einheit zu fördern und die Verbindungen zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen zu stärken.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/1_malaysia-248x300.jpg" alt="" /><br />
1Toilet Politik basiert auf dem 1Malaysia Konzept</p>
<p>Die Provinzregierung von Terengganu hat sich die Markenbildung von 1Malysia ausgeliehen, und kürzlich ihre <a href="http://thestar.com.my/news/story.asp?file=/2009/10/15/nation/4906693&amp;sec=nation#">1Toilet Politik eingeführt</a>, wonach sowohl Lehrer als auch Schüler (des gleichen Geschlechts) dieselben Toiletten benutzen sollen, um einen gewissen Einheitssinn zu fördern.</p>
<p>“Wenn die Schüler die Toiletten mit ihren Lehrern teilen, werden sie (die Schüler) glauben, dass sie mit den Akademikern auf einer Stufe stehen und das erweckt dann das Gefühl für eine Organisation wichtig zu sein, in diesem Fall, die Schule,” sagt der Staats Erziehungs, Hochschulen, Personal, Wissenschaft und Technik Komitee Chairman Ahmad Razif Abd Rahman in der lokalen Tageszeitung <a href="http://www.thestar.com.my/">The Star</a>.</p>
<p>Diese Politik soll auch über das Klo hinausreichen, denn die Lehrer werden dazu angeregt zusammen mit den Schülern in der Schul-Cafeteria zu essen. Das gibt beiden Parteien die Möglichkeit, in den Pausen miteinander in Kontakt zu kommen.</p>
<p>In der Blogosphäre gab es gemischte Reaktionen zu diesem Thema. Einige hielten es für einen Witz, andere dachten es sei eine positive Initiative.</p>
<p><a href="http://asiancorrespondent.com/jeff001/2009/10/littleuse_chameleon.php">Jeff Ooi</a>, ein prominenter Blogger und jetzt Parlamentsmitglied sagt dazu:</p>
<blockquote><p>Diese 1Malaysia Produkterweiterung zeigt, wohin du pinkeln darfst.</p></blockquote>
<p><a href="http://liangseng.blogspot.com/2009/10/liang-seng-and-one1.html">Life And Ti(m)es Of Liang Seng</a> konnte es nicht glauben, dass die Provinz-Regierung tatsächlich das Konzept der 1Toilet einführen will:</p>
<blockquote><p>Ich könnte den Teil in Bezug auf die gemeinsame Cafeteria verstehen. Aber dass gemeinsame Toiletten einen Zugehörigkeitssinn und vorzügliche Leistungen schaffen sollen? Ich bitte Sie. Das können wir doch besser machen.</p></blockquote>
<p>Journalist, Blogger und Global Voice Autor <a href="http://www.nikicheong.com/blog/1thing-to-many.html">Niki Cheong</a> schreibt in ihrem Blog:</p>
<blockquote><p>Welcher Irre hat sich diese brilliante Idee ausgedacht [&#8230;] Ich denke, dass das Teilen der Toilette mit dem Lehrer oder Lehrerin dem Schüler oder der Schülerin nicht dabei helfen wird, sich im Unterricht auszuzeichnen, richtiges Lehren macht das!<br />
Was ist hier los? Müssen wir jetzt damit anfangen 1ton mee (beliebte malaiische Nudelsuppe) zu essen? Oder hören wir jetzt nur noch 1Buck Short (bekannte malaiische Rockband)? Oder werden die Leute jetzt Namen wie 1Sharina in die Geburtsurkunde eintragen lassen?</p></blockquote>
<p><a href="http://siamooi.blogspot.com/2009/10/1toilet-1malaysia.html">Thots Here And Ther</a>e ist der Ansicht, dass die Führung, bevor sie irgendwelche neue Regeln einführt, diese praktizieren sollte:</p>
<blockquote><p>Warum fangen wir nicht bei der Elite an, bevor wir zur Mehrheit gehen? In meiner Schule bekommt die Oberschicht einen speziellen Schlüssel für ihre eigene spezielle Toilette [&#8230;] Ich weiß auch, dass es in bestimmten Firmen des Privatsektors ebenfalls solche Privilegien gibt. Ich erinnere mich an einen Freund, der ganz aufgeregt war, weil er die privilegierte Stufe erreicht hatte, seinen eigenen Schlüssel für diesen speziellen Ort zu besitzen! Wenn wir also so ein Ding wie 1Toilet in der Schule einführen wollen - stellen Sie sich vor mit den Schülerinnen oder Schülern Schlange stehen zu müssen, um zur Toilette zu gehen - wir sollten mit der Oberschicht der Verwaltung anfangen. Die Führer reden über 1Malaysia&#8230; Ich bitte Sie, praktizieren Sie was Sie reden. Zeigt uns, ihr Führer von Malaysia, dass wir alle überall gleich sind, einschließlich dem Gang zur Toilette!!!!</p></blockquote>
<p><a href="http://joesimple.wordpress.com/2009/10/16/from-1malaysia-to-1toilet">Voices Inside My Hea</a>d beschreibt die positiven Aspekte der 1Toilet Politik:</p>
<blockquote><p>Als ich noch zur Schule ging, habe ich mich auch darüber gewundert. Wie kommt es, dass die Lehrerinnen oder Lehrer in einer separaten Toilette pinkeln dürfen. Pinkeln sie anders? Haben sie vielleicht etwas, was wir anderen nicht haben? Ich glaube, das sollte überall eingeführt werden, selbst bei der Arbeit sollte das Top Management die gleichen Toiletten benutzen! Vielleicht sollten sogar die Minister die gleichen Toiletten benutzen wie die restlichen Beamten und dann würde ich wirklich sagen, unsere Politiker ‘are walking the talk’!</p></blockquote>
<p>Der Autor sagt in <a href="http://www.syafiqueshuib.com/syafique/?p=1068">seinem persönlichen Blog:</a><br />
Die Lehrerinnen und Lehrer sollten mit gutem Beispiel vorangehen und für ihre Schülerinnen und Schüler das Beste tun. Wenn eine Schülerin oder ein Schüler im Klassenzimmer bereits einen Minderwertigkeitskomplex hat, wie kann sie/er dann mittels der 1Toilet Politik ein Gefühl über ihre/seine Bedeutung entwickeln?<br />
Müssen wir tatsächlich unsere Toiletten teilen, damit wir einen Einheitssinn zwischen Lehrern und Schülern entwickeln? Sollte diese Solidarität nicht im Klassenzimmer beginnen?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/10/24/malaysia-provinxregierung-fuhrt-1toilet-politik-ein/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Südostasien: Traumschiff der Freundschaft</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/18/sudostasien-traumschiff-der-freundschaft/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/18/sudostasien-traumschiff-der-freundschaft/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 13:05:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cambodia]]></category>
		<category><![CDATA[Indonesia]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Laos]]></category>
		<category><![CDATA[Malaysia]]></category>
		<category><![CDATA[Myanmar (Burma)]]></category>
		<category><![CDATA[Ostasien]]></category>
		<category><![CDATA[Philippinen]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Singapore]]></category>
		<category><![CDATA[Thailand]]></category>
		<category><![CDATA[Vietnam]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=483</guid>
		<description><![CDATA[Man nehme einen Luxuskreuzer, befülle ihn mit 300 lebhaften jungen Leuten aus Mitgliedsländern der Vereinigung der südostasiatischen Nationen (ASEAN) und aus Japan, mische ein kulturelles Programm und soziale Interaktionen darunter. Das Ergebnis: eine starke Bindung und eine Freundschaft fürs Leben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/fadila-ahmad/">Senor Pablo</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/16/ms-nippon-maru/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Man nehme einen Luxuskreuzer, befülle ihn mit 300 lebhaften jungen Leuten aus Mitgliedsländern der Vereinigung der südostasiatischen Nationen (ASEAN) und aus Japan, mische ein kulturelles Programm und soziale Interaktionen darunter. Das Ergebnis: eine starke Bindung und eine Freundschaft fürs Leben. Das ist die Geschichte des Schiffs für das südostasiatische Jugendprogramm (SSEAYP) oder ‘Program Kapal Belia Asia Tenggara’ auf dem Schiff <a href="http://bpy2008.wordpress.com/2009/01/05/nippon-maru-a-home-to-me/">Nippon Maru</a> [en], das von der japanischen Regierung finanziert wird um die Freundschaft zwischen Jugendlichen der ASEAN und Japan zu stärken.</p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3287/3132776574_e82e6f5402.jpg?v=0"/></p>
<p>Nach <a href="http://bpy2008.wordpress.com/">BPY 2008</a> [en], einem Blog der den Teilnehmern des 35. SSEAYP im letzten Jahr gewidmet ist, ist es ein  Jugendprogramm, das jedes Jahr stattfindet und versucht:</p>
<blockquote>
<p>“to promote friendship and mutual understanding among the youths of Japan and Southeast Asian countries to broaden their perspective on the world, as well as to strengthen their motivation and abilities in international cooperation by participating in discussions, introductions of each country, and various exchange activities both on board and in the countries to be visited”.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>„die Freundschaft und das gegenseitige Verständnis unter den Jugendlichen von Japan und den südostasiatischen Ländern zu fördern um ihren Blick auf die Welt zu erweitern sowie ihre Motivation und Fähigkeiten zur internationalen Kooperation zu stärken mit der Teilnahme an Diskussionen, der Vorstellung jedes Landes und verschiedenen Austauschaktivitäten sowohl an Bord als auch in den besuchten Ländern.“</p>
</div>
<p>Die Jugendlichen an Bord nehmen teil an Aktivitäten wie: Diskussionsveranstaltungen, Solidaritätsgruppen, Clubs, Vorstellungen der Heimatländer, das Halten und Anhören von Vorträgen und gemeinsame Treffen. Sie übernehmen die Rolle von Mini-Botschaftern ihrer Heimatländer wenn das Schiff in jeder südostasiatischen Nation anlegt um Höflichkeitsbesuche abzustatten und an Empfängen und Besuchen von Institutionen teilzunehmen. Manche tauchen in andere Kulturen ein beim Wohnen in Familien und bei der Interaktion mit Jugendlichen vor Ort.</p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3211/3131847283_5a60e33ebf.jpg?v=0"/></p>
<p><a href="http://maurina.wordpress.com/"> <em>Turqoise and Roses</em></a> [en], eine Teilnehmerin aus Brunei, teilt mit uns ihre Erfahrung der ganzen 52 Tage auf dem Schiff und den Landehäfen. Wie sie schreibt, war es eine lohnende Erfahrung:</p>
<blockquote>
<p>‘We are indeed very lucky to be selected for the program and there is great emphasis on selecting the best of the best, as the real purpose of the ship is to learn. After participating, I definitely felt that friendship was very much enhanced, and many bonds were created.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>„Wir haben wirklich Glück, dass wir für dieses Programm ausgewählt wurden und es wird viel Wert darauf gelegt, die Besten der Besten auszuwählen, da es der eigentliche Zweck des Schiffes ist, zu lernen. Nachdem ich teilgenommen hatte, spürte ich, dass die Freundschaft sehr viel besser wurde und viele Bande geknüpft worden waren.“</p>
</div>
<p>Wie die Bloggerin schreibt, hatte die Reise, die ihr ermöglichte ihre Mit-Teilnehmer in  <a href="http://maurina.wordpress.com/2009/01/09/quickpost-officially-mapy-sick/">Kuala Lumpur in Malaysia</a> [en] zu besuchen, tiefgreifende Auswirkungen. Sie konnte viele offizielle und Höflichkeitsbesuche machen und das führte zu vielen Chancen zur Vernetzung.</p>
<blockquote>
<p>I would certainly never have spoken to the owner of the <a href="http://maurina.wordpress.com/2008/12/29/in-retrospect-vietnam-ho-chi-minh-the-city-of-love/">Vietnamese</a> [en] factories if I was not in the programme. Who knows&#8230;. one day I want some investors, I know just who to contact. My friends, who were young entrepreneurs were very excited for this aspect of the programme.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Ich hätte wohl nie mit dem Besitzer der <a href="http://maurina.wordpress.com/2008/12/29/in-retrospect-vietnam-ho-chi-minh-the-city-of-love/">vietnamesischen</a> [en] Fabriken gesprochen, wenn ich nicht an dem Programm teilgenommen hätte. Wer weiß&#8230; wenn ich eines Tages Investoren brauche, weiß ich jetzt, an wen ich mich wenden muss. Meine Freunde - junge Unternehmer  - waren sehr begeistert von diesem Aspekt des Programms.</p>
</div>
<p>Auch der Aufenthalt in der Familie war phänomenal. In <a href="http://bpy2008.wordpress.com/2008/12/23/homestay-in-depok-indonesia-141108/">Indonesien,</a> [en] war sie bei einer inspirierenden Politikerin, die nach dem Tod ihres Mannes allein ihre Kinder aufzog. In <a href="http://maurina.wordpress.com/2009/01/03/in-retrospect-bangkok-thailand/">Bangkok</a> [en] war sie bei einem wirklich reichen Mann - einem Manager einer thailändischen Bank - der ihr wirklich sehr viel beibrachte!</p>
<blockquote><p>I could never imagine that kind of friendship without the programme. It is difficult for us to part. Memang payah kan becarai!!!!!! Kalau bulih kami ani mesti tah bejumpa setiap hari. Cerita nda pandai habis eventhough we&#39;ve been spending the last 6-7 months together???</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Ich könnte mir solch eine Freundschaft ohne das Programm nicht vorstellen. Es ist schwierig für uns abzureisen. [Auf indonesisch:] Schwierig für uns abzureisen. Wenn es geht, sollten wir uns jeden Tag treffen. Wir können nicht aufhören unsere Geschichten miteinander zu teilen, obwohl wir jetzt die letzten 6-7 Monate miteinander verbracht haben???</p>
</div>
<p style="text-align: center;"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3101/3124199496_fb9fc73fc6.jpg"/></p>
<p><span style="font-size: xx-small;"> </span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: xx-small;">Die Nippon Maru sticht ein letztes Mal in See, bevor sie einem neuen Schiff für das nächste Jahr Platz macht.</span></p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3085/3132927964_5d412896a7.jpg?v=0"/></p>
<p>Brunei begann Anfang der 1980er Jahre sich zuerst als Beobachter, dann als eigentlicher Teilnehmer zu engagieren. Aus jedem Land nehmen 28 Jugendliche teil, das sind 14 Mädchen, 14 Jungen und ein National Leader (NL). Jedes Land hat andere Kriterien für die Teilnahme. In Brunei muss man Single sein, zwischen 18 und 30 Jahren alt, sollte in Jugendgruppen und -Organisationen aktiv sein und Talent in den darstellenden Künsten haben.</p>
<p>Es ergab sich ein Netzwerk der Alumni, wie im Fall von Brunei<a href="http://www.bersatu.4t.com/index_2.html"> &#8216;BERSATU&#39;</a> [en] was auf Englisch „zusammen“ bedeutet. <a href="http://sseaypbrunei.blogspot.com/">Bersatu</a> [en] ist eine der NGOs oder Jugendorganisationen vor Ort, die</p>
<blockquote><p>greatly signifies the dynamic spirit of Brunei Darussalam ex-participating youth (ex-PYs) in their true aim of fulfilling the SSEAYP Objective of strengthening existing friendships with their young contemporaries in the other nine ASEAN countries and Japan.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>auf großartige Weise den dynamischen Geist der ehemaligen Teilnehmer aus Brunei Darussalam zeigt und ihr wahres Ziel, die Vorgabe des SSEAYP wahrzumachen: die Stärkung der bestehenden Freundschaften mit ihren jungen Zeitgenossen in den anderen neun ASEAN-Ländern und Japan.</p>
</div>
<p>Das Lesen über ihre Erfahrungen fand ich wirklich eine</p>
<blockquote>
<p>AMAZING EXPERIENCE!!! Nippon maru is the ship of dreams!</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>ERSTAUNLICHE ERFAHRUNG!!! Nippon Maru ist das Schiff der Träume!</p>
</div>
<p style="text-align: center;"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3127/3163324808_06f371d365.jpg?v=0"/></p>
<p>Geschichten wie diese verbinden Jugendliche zweifellos und, noch wichtiger, sie erzeugen Verständnis sowohl zwischen verschiedenen Kulturen, Religionen und Gesellschaften als auch zwischen den künftigen Eliten der ASEAN und Japan!</p>
<p><em>Die Fotos in diesem Post zeigen wir mit freundlicher Genehmigung von <a href="http://bpy2008.wordpress.com/"> BPY 2008</a></em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/18/sudostasien-traumschiff-der-freundschaft/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Westsahara: Kontroverse über Karten von McDonalds</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/15/westsahara-kontroverse-auf-den-karten-von-mcdonalds/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/15/westsahara-kontroverse-auf-den-karten-von-mcdonalds/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Dec 2008 22:57:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jasmina</dc:creator>
				<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Indigenous]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kriege & Konflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Western Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=458</guid>
		<description><![CDATA[Geschrieben vonJillian York  &#183; Übersetzt von Jasmina &#183;  engl. Originalartikel 
McDonalds ist Gegenstand einer Kontroverse in der vergangenen Woche geworden, nach dem es ein &#8220;Happy Meal&#8221;-Spiel für Kinder herauskommen ließ, das eine Karte Marokkos beinhaltete. Die Grenzen auf der Karte trennte die Westsahara von Marokko. Die Westsahara ist ein Territorium, das von Marokko [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/jillian-york/">Jillian York</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/jasmina/'>Jasmina</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/12/11/western-sahara-controversy-over-mcdonalds-maps/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>McDonalds ist Gegenstand einer <a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5jNkJV9kHBK656tZKlx5UnPE_uVcw">Kontroverse</a> in der vergangenen Woche geworden, nach dem es ein &#8220;Happy Meal&#8221;-Spiel für Kinder herauskommen ließ, das eine Karte Marokkos beinhaltete. Die Grenzen auf der Karte trennte die Westsahara von Marokko. Die Westsahara ist ein Territorium, das von Marokko und der Front Polisario, die von Algerien unterstützt wird, beansprucht wird. Die Kontroverse ging zu Ende, als das marokkanische Franchise sich bei den marokkanischen Behörden entschuldigt hat.  </p>
<p> Während die marokkanischen Blogger stumm bezüglich der Frage blieben, haben die Blogsphäre der Westsahara und ihre Freunde das Thema kommentiert.  Nick Brooks, dessen Blog <em>Sand and Dust</em> sich hauptsächlich auf die Region konzentriert, hat im Hinblick auf die Entschuldigung <a href="http://nickbrooks.wordpress.com/2008/12/10/clowning-around-or-mcforeign-policy/">geschrieben</a>: </p>
<blockquote><p>Ich erachte, dass dies verständlich ist – kleine Gegebenheiten wie die Achtung des Völkerrechts und die Resolutionen der UNO, die Achtsamkeit um die territoriale Aggressionen, die Besetzung der benachbarten Territorien und die Verstöße gegen der Menschenrechte nehmen sicherlich eine nebensächliche Stelle ein, wenn es sich um das lukrative Geschäft mit den Hamburgern geht.
</p></blockquote>
<p><em><br />
Goufia</em>, ein Blogger aus der Diaspora in Kanada, ruft zum <a href="http://goufia.blogspot.com/2008/12/mcdonalds-supports-moroccan-illegal.html">Boykott</a> von McDonalds auf und zahlreichen anderen Bloggers schließen sich an:   </p>
<blockquote><p>Wir haben über die Presse (01.12.2008) in Erfahrung gebracht, dass die marokkanische Filiale McDonalds einige &#8220;Happy Meal&#8221;-Spiele  aus dem Verkehr gezogen hat, inbegriffen eine Karte, die Grenzen beinhaltet, die vom Gesetz zwischen der Westsahara und Marokko anerkannt sind, um diese Spiele durch andere zu ersetzt - mit einer Karte, die die Westsahara in die marokkanischen Grenzen mit einschließt.<br />
Dies bedeutet einen Verstoßung gegen das internationale Gesetz. Wie Sie wissen ist die Westsahara ist kein autonomes Territorium, wie es von der UNO erklärt wird, militärisch und durch Zwang vom Marokko besetzt, dessen Souveränität weder von der UNO, noch von den anderen Ländern der Welt anerkannt wird. Marokko verstößt systematisch gegen die Menschenrechte der sahraouischen Bürger, indem es ablehnt, zahlreiche Resolutionen der UNO zur Anwendung zu bringen und in dem es ihr Recht auf Selbstbestimmung missachtet. Diese Haltung der marokkanischen Filiale von McDonalds schadet dem Image und dem Ruf von McDonalds. Wir rufen McDonalds dazu auf, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um darauf Acht zu geben, dass seine marokkanische Filiale das Völkerrecht respektiert und nicht dagegen verstößt, im Namen von McDonalds….</p></blockquote>
<p>Französische und spanische Texte zu dem Boykott können bei <em>Sahara Resiste</em> <a href="http://sahararesiste.blogspot.com/2008/12/si-mcdonalds-entra-salte-t-sahara-libre.html">gefunden</a> werden. Hier gibt es eine <a href="http://www.un.org/Depts/Cartographic/map/dpko/minurso.pdf">UN-Karte</a> der Westsahara und Marokko.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/15/westsahara-kontroverse-auf-den-karten-von-mcdonalds/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Angola: Sechsjährige Kinder wurden der Hexerei bezichtigt</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/28/angola-sechsjahrige-kinder-wurden-der-hexerei-bezichtigt/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/28/angola-sechsjahrige-kinder-wurden-der-hexerei-bezichtigt/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Nov 2008 06:31:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angola]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Portugiesisch]]></category>
		<category><![CDATA[Relief & Rescue]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=444</guid>
		<description><![CDATA[Geschrieben vonClara Onofre  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 
Schreckliche Nachrichten von misshandelten, gefolterten und getöteten Kindern erschütterten in der letzten Zeit Angola. Sie waren der Hexerei bezichtigt worden. Einer dieser letzten Vorfälle der ereignete sich in Sambizanga einem Stadtteil von Luanda. Wie Zeitungen berichten, rettete die Nationalpolizei Dutzende von Kindern, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/clara-onofre/">Clara Onofre</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/11/26/angola-children-as-young-as-6-face-accusations-of-witchcraft/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Schreckliche Nachrichten von misshandelten, gefolterten und getöteten Kindern erschütterten in der letzten Zeit Angola. Sie waren der Hexerei bezichtigt worden. Einer dieser letzten Vorfälle der ereignete sich in <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Sambizanga,_Angola">Sambizanga</a> einem Stadtteil von Luanda. Wie Zeitungen berichten, rettete die Nationalpolizei Dutzende von Kindern, die in einem Raum eingesperrt waren, in dem in einem Feuer Jindungo (eine Art Chili) brannte. Eines der Kinder wird möglicherweise wegen eines durch Schnitte verursachten Gangräns einen Arm verlieren. Mit dieser Methode - war die Hoffnung - könne das in den Kindern lebende Böse entweichen. Diese Praxis wird gemeinhin von den Angehörigen gewisser <a href="http://africa.reuters.com/top/news/usnJOE4AI0V8.html"> &#8220;Kirchen&#8221;</a> propagiert, die meistens illegalerweise gegründet wurden.</p>
<p>Durchdrungen von einem mystischen, bösartigen, ahnungslosen Geist oder einfach nur von dem Wunsch, einen Mund weniger füttern zu müssen, sind die Familienmitglieder die Hauptverantwortlichen für diese Art Einstellung. Wegen des Glauben an Hexerei verdammen sie ihre Kinder, Nichten, Neffen, oder Stiefkinder dazu, auf diese grausame Weise zu leiden, wenn irgendetwas zu Hause danebengeht.</p>
<p>Im Blog <a href="http://anteropaiva.blog.simplesnet.pt/archive/022885.html">Angola Saudades</a> findet sich ein trauriges Beispiel dieser Fälle</p>
<blockquote><p>&#8220;Makiesse é sobrevivente de um fenómeno perturbante que surge em Angola nos ultimos anos: acusações de feitiçaria contra crianças acompanhadas de maus tratos, abandono e nalguns casos, a morte. A madrasta acusou Makiesse de ser feiticeiro e ter provocado a doença que matou o seu pai. Não podia comer com a família, dormia na latrina, levava porrada diariamente e era forçado a rituais de purificação que mais parecem tortura – jejum, golpes e reclusão. Makiesse tinha seis anos. “Eu dizia que eu não sou feiticeiro, que talvez o feiticeiro usa a minha cara à noite. Mas ninguém acreditava”, conta Makiesse ao PlusNews. Um dia os familiares deitaram-lhe petróleo. O tio impediu que o queimassem vivo. Cedo, tirou-o sorrateiramente do Uíge para a capital Luanda a 345 quilómetros. Deixou-o num centro da igreja católica que abriga crianças de rua. Isso foi há três anos. Makiesse apenas foi visitado duas vezes pelo irmão mais velho&#8221;.</p>
</blockquote>
<div class="translation">&#8220;Makiesse ist Überlebender eines beunruhigenden Phänomens, das in Angola in den letzten Jahren aufgetaucht ist: Kinder werden der Hexerei bezichtigt und schlecht behandelt, ausgesetzt, und in einigen Fällen getötet. Makiesses Stiefmutter bezichtigte ihn, ein Hexerer zu sein und die Krankheit verursacht zu haben, an der sein Vater gestorben war. Er konnte nicht [mehr] mit seiner Familie zusammen essen, schlief in der Toilette, wurde jeden Tag verprügelt und wurde zu Reinigungsritualen gezwungen, die mehr einer Folter glichen - Fästen, Schläge und Einsperren. Makiesse war sechs Jahre alt. „Ich sagte, das ich kein Hexer sei, dass vielleicht der Hexer nachts mein Gesicht benutzt hätte. Aber niemand glaubte mir“, erzählt Makiesse <a href="http://www.plusnews.org/">PlusNews</a>. Eines Tages übergoss ihn seine Familie mit Öl. Sein Onkel hinderte sie, ihn bei lebendigen Leibe zu verbrennen. Er nahm ihn gleich heimlich aus Uige mit in die 345km entfernte Hauptstadt Luanda. Er überließ ihn einem Zentrum der katholischen Kirche, das Straßenkinder beherbergt. Das war vor drei Jahren. Makiesse bekam nur zweimal Besuch von seinem großen Bruder.&#8221;</div>
<p>Vor einigen Jahren erschien eine Studie des Nationalen Instituts für Kinder (Instituto Nacional da Criança - INAC) über die Auswirkung von Praktiken dieser Art auf Kinder aus der Perspektive des Schutzes der Menschenrechte durch. Die Studie zeigte, dass die Bezichtigungen von Kindern Ende der neunziger Jahre zunahmen, ohne irgendeinen Zusammenhang mit früheren Traditionen der Menschen am Ort. Nach der Studie ist das Auftreten von Bezichtigungen der Hexerei bedingt durch die Veränderung der Familienstrukturen und der Bedeutung der Verwandtschaftsbeziehungen, wie der Bindung an die Mutter und an diejenigen, die auf die Kinder achtgeben.</p>
<p>In Angola werden Bezichtigungen der Hexerei Kindern gegenüber ernst genommen, was das Gewicht grausamer Taten, die die Familie verübt, der Gesellschaft gegenüber minimal werden lässt. Nachdem sie bezichtigt wurden, integrieren sich die Kinder aufgrund des Stigmas und der Diskrimination nur schwer wieder in die Familie. Das führt uns zu einem anderen Faktor: der Zunahme [der Anzahl] der Straßenkinder. [Da sie sich die Kinder] angesichts der anklagenden Blicke trostlos [fühlen], entscheiden sie sich, auf eigene Rechnung und Risiko auf den Straßen dieses Landes zu leben.</p>
<p>Der Blog<a href="http://noticiascristas.blogspot.com/2008/01/igreja-catlica-em-angola-recupera.html">Noticias Cristãs</a> [pt] beklagt einen anderen Fall:</p>
<blockquote><p>“Doze crianças acusadas de feitiçaria e abandonadas pelos seus familiares foram retiradas das ruas de Luanda pelas Irmãs da Congregação do Bom Pastor. As histórias contadas pelas crianças que fizeram das ruas da capital a sua morada durante algum tempo, comoveram as freiras que decidiram começar um processo de nova vida para os menores. O caso mais recente é de uma menina de 11 anos acusada de ter morto a própria mãe usando feitiço. A superiora da congregação conta a história: “O pai abandonou a criança na rua e na altura foi interceptado pela polícia porque batia nela e ele disse que a filha tem 11 anos e é feiticeira. Disse que comeu a mãe e que recebeu o feitiço do Congo e que ele poderia ter a mesma sorte e então decidiu abandonar a menina. A criança foi levada para casa das irmãs no Palanca, por alguém que a encontrou a chorar na rua. Fui ter à casa onde eles moravam e encontrei alguns familiares, mas todos eles confirmaram que a menina é feiticeira. Conversei com eles, tentei convencê-los mas não houve maneira e disseram que era melhor não deixar a menina com eles porque estava reconhecida como feiticeira”.</p>
</blockquote>
<div class="translation">&#8220;Zwölf der Hexerei bezichtigte und von ihren Familien verlassene Kinder wurden von den Schwestern der Congregação do Bom Pastor [Kongegration des Guten Hirten] von den Straßen Luandas geholt. Die Geschichten, wie sie diese Kinder erzählten, die für einige Zeit die Straßen der Hauptstadt zu ihrem Zuhause gemacht hatten, bewegten die Nonnen, und sie entschieden sich, den Kindern den Weg in ein neues Leben zu ermöglichen. Der letzte Fall ist der eines elfjährigen Mädchens, die bezichtigt wurde, ihre eigene Mutter durch Hexerei getötet zu haben. Die Oberin der Kongregation erzählt ihre Geschichte: „Der Vater setzte das Kind auf der Straße aus und damals wurde er von der Polizei angehalten, weil er sie geschlagen hatte und er sagte, dass das Kind 11 Jahre alt sei und eine Hexe. Er sagte, dass sie ihre Mutter gegessen habe, und dass sie von einem kongolesischen Zauber befallen sei, und dass ihn dasselbe Schicksal ereilen könne, und dass er deshalb beschlossen habe, das Mädchen auszusetzen. Das Kind wurde in das Haus der Schwestern in Palanca gebracht von jemandem, der es weinend auf der Straße fand. Ich ging zu dem Haus, wo [die Angehörigen] wohnten und traf ein paar Angehörige, aber sie bestätigten alle, dass das Mädchen eine Hexe sei. Ich sprach mit ihnen, versuchte sie zu überzeugen, aber es ging nicht, und sie sagten, dass es besser sei, das Kind nicht bei ihnen zu lassen, weil sie als Hexe bekannt sei.&#8221;</div>
<p>Die Regierung und die Organisationen der Zivilgesellschaft haben Kampagnen gestartet, um die Sensibilität und Aufmerksamkeit zu erhöhen, damit die Misshandlung von Kindern vermieden werden kann. Andere Projekte, wie die Eröffnung von Aufnahmezentren, und die Zuweisung der juristischen Verantwortung für solche Misshandlungen sind zwei weitere wichtige [Planungs-]Punkte, die von den Behörden durchgeführt werden.</p>
<p>Wir hoffen, dass die Situation sich vollständig ändert; dass die angolanischen Kinder ihre Kindheit in Ruhe genießen mögen, ohne die Hoffnung auf ein besseres Leben zu verlieren. Wir hoffen, dass die angolanische Gesellschaft sich entschieden in diesem Kampf engagieren wird, der schon die Landesgrenzen überschritten hat; dass die Eltern und Angehörige der Kinder, die Opfer von Misshandlungen wurden, zur Rechenschaft gezogen und vor Gericht gebracht werden als Signal der Warnung für andere.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/28/angola-sechsjahrige-kinder-wurden-der-hexerei-bezichtigt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>China: Zu lange online? Du leidest an einer Psychose</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/23/china-zu-lange-online-du-leidest-an-einer-psychose/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/23/china-zu-lange-online-du-leidest-an-einer-psychose/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 23 Nov 2008 15:56:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingrid Fischer-Schreiber</dc:creator>
				<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Chinesisch]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Internet & Telecoms]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=428</guid>
		<description><![CDATA[Geschrieben vonBob Chen  &#183; Übersetzt von Ingrid Fischer-Schreiber &#183;  engl. Originalartikel 
Facebook, Twitter, Blog, Facebook, E-Mail, Online-Spiel, dann wieder Blog – wie lange warst du online? Wenn du länger als 6,13 Stunden auf deinen Computer gestarrt hast, dann bist du – es tut mir leid, das sagen zu müssen – nach der jüngsten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/bob-chen/">Bob Chen</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/ingrid-fischer-schreiber/'>Ingrid Fischer-Schreiber</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/11/15/chinatoo-much-time-online-you-got-psychosis/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Facebook, Twitter, Blog, Facebook, E-Mail, Online-Spiel, dann wieder Blog – wie lange warst du online? Wenn du länger als 6,13 Stunden auf deinen Computer gestarrt hast, dann bist du – es tut mir leid, das sagen zu müssen – nach der jüngsten <a href="http://news.163.com/08/1115/02/4QON55FE0001124J.html">offiziellen chinesischen Definition</a> eine psychisch gestörte Person.<br />
China wird das erste Land sein, das Internetsucht als psychische Störung definiert. Das chinesische Gesundheitsministerium hat ein von chinesischen Psychologen erstelltes Handbuch akzeptiert, das die exzessive Nutzung des Internet als Psychose kategorisiert, und es wird erwartet, dass diese Definition in Kürze als Richtlinie für alle chinesischen Spitäler dienen wird.<br />
Laut dem Handbuch zählen zu den Symptomen der Internetsucht die impulsive Nutzung des Internet, Reizbarkeit und unbegründete Verstimmungen, wenn man offline ist, und die Unfähigkeit, sich zu konzentrieren.<br />
Nach dem führenden Experten Dr. Tao, der im ersten Suchtzentrum Chinas arbeitet, leiden ungefähr 10 Prozent der 253 Millionen chinesischen Internetuser an dieser Sucht. Die meisten von ihnen sind junge Männer zwischen 18 und 30 Jahren. Seine Forschung an 3000 Patienten zeigt, dass die meisten eine starke psychologische Abhängigkeit vom Internet aufweisen, was ihre normalen sozialen Aktivitäten und ihr Alltagsleben untergräbt. Er <a href="http://tech.163.com/08/1109/05/4Q9JB3R0000915BF.html">betont</a>, dass Online-Spiele wie World of Warcraft mit insgesamt über 4,8 Milliarden Usern insofern ein großes Problem darstellen, als sie die Fähigkeit der User schwächen, die reale von der virtuellen Welt zu unterscheiden.<br />
Außerdem kann das Internet zur Kriminalitätsrate beitragen: 76 Prozent der in Beijing von Jugendlichen begangenen Straftaten stehen in Zusammenhang mit dem Internet, sagt Dr. Tao.<br />
Es ist jedoch nicht das erste Mal, dass die chinesische Regierung die boomende Online-Industrie reguliert. Sie hat verordnet, dass ein „Anti-Obsessions“-System auf jedem öffentlich zugänglichen Computer installiert werden muss, um die Onlinezeit der Spieler zu begrenzen.<br />
<strong><br />
Die Reaktion der Internet-User</strong></p>
<p>Eine große Zahl von Internetusern ist beim ersten Blick auf die Definition begeistert, erinnert es sie doch an die eigenen online verbrachten Nächte.<br />
Ist eine derartige Kategorisierung lächerlich? Manche sind ganz und gar nicht dieser Meinung. Eine in <em>Beijing Daily</em> veröffentlichte Reaktion <a href="http://blog.sina.com.cn/s/blog_40758f8c0100b5t0.html">rechtfertigt</a> die Regelung:</p>
<blockquote><p>这些年上了网瘾毁了孩子的报道可是铺天盖地不胜枚举。而且，关乎成瘾医学的研究与防范是科学，不仅网瘾被纳入精神病范畴，工作成瘾、购物成瘾、饮食成瘾、性成瘾、烟酒成瘾等都被看作是成瘾疾病。所以，网游成瘾纳入精神病管理不是人格歧视，而是科学界定。</p>
<div class="translation">In den letzten Jahren sind unzählige Kinder Opfer von Internetsucht geworden. Außerdem sind auch Arbeitssucht, Kaufsucht, Fress-, Sex- und Tabaksucht als Krankheiten eingestuft worden. Wenn nun Internetsucht in diese Kategorie aufgenommen wird, so ist das nicht als Diskriminierung der Betroffen zu sehen, sondern als wissenschaftliche Klassifizierung.</div>
</blockquote>
<p>Und der Autor begründet, warum Internetsucht als Krankheit betrachtet werden sollte:</p>
<blockquote><p>确立网瘾属于精神疾病，就可以在专业医学的指导下进行药物、心理双管齐下的戒断治疗，根除心魔，涤荡蛰伏于意识深处的网游诱惑。精神病学的实践证明，网络成瘾是可以治疗的，一般治疗时间为3个月左右，80%的患者都可以通过治疗摆脱瘾病。</p>
<div class="translation">Wenn Internetsucht als geistige Störung bewertet wird, kann der Betroffene unter medizinischer Anleitung und mit Hilfe von Medikamenten von seiner Spielesucht und der Versuchung des Internet befreit werden. Die psychiatrische Praxis hat gezeigt, dass 80 Prozent aller Patienten innerhalb von drei Monaten geheilt werden können.</div>
</blockquote>
<p>Auf bullog.cn zitiert Blogger <a href="http://www.bullog.cn/blogs/DNA/archives/213948.aspx">Xiaoyao</a> 逍-遥 obiges Zitat unter dem Titel:</p>
<blockquote><p>奇文网瘾=精神病</p>
<div class="translation">Verrückter Artikel: Internetsucht = Psychose</div>
</blockquote>
<p>User “Cold” antwortete:</p>
<blockquote><p>我们都是精神病</p>
<div class="translation">Wir sind alle geistesgestört.</div>
</blockquote>
<p>Baiyongbing 白咏冰 meinte:</p>
<blockquote><p>同性恋也需要治疗、上网时间长也需要治疗、吃得多要治疗、吃得少也要治疗</p>
<div class="translation">Schwule müssen therapiert werden, die, die zu lange online sind, müssen therapiert werden, die, die zu viel essen, müssen therapiert werden, die, die zu wenig essen, müssen auch therapiert werden &#8230;</div>
</blockquote>
<p>Und Li Qingchen 李清晨 ist gegen die neue Kategorisierung, weil diese Etikettierung die Jugendlichen ihr Leben lang traumatisieren könnte:</p>
<blockquote><p>孩子一旦进入这个地方，等于给他打上了一个标签，因此而造成的心理影响也是无法估量的。</p>
<div class="translation">Sobald ein Kind an so einem Ort (Therapiezentrum) war, ist es stigmatisiert. Es ist nicht abzusehen, wie groß das psychische Trauma ist, das Jugendlichen dadurch zugefügt wird.</div>
</blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/23/china-zu-lange-online-du-leidest-an-einer-psychose/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Russland: “Eine andere Familie” - Fotoprojekt</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/22/russland-%e2%80%9ceine-andere-familie%e2%80%9d-fotoprojekt/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/22/russland-%e2%80%9ceine-andere-familie%e2%80%9d-fotoprojekt/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 Nov 2008 14:35:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Russisch]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=430</guid>
		<description><![CDATA[Geschrieben vonVeronica Khokhlova  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 
Другая семья для меня – это люди, живущие за гранью социума. У этих людей может не быть дома, работы. Они могут употреблять наркотики, быть ненавистны соседям и их могут не пропускать в театр из-за несоответствующего вида. Однако внутри таких семей по-прежнему царит [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/neeka/">Veronica Khokhlova</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/11/18/russia-different-family-photo-project/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><blockquote><p>Другая семья для меня – это люди, живущие за гранью социума. У этих людей может не быть дома, работы. Они могут употреблять наркотики, быть ненавистны соседям и их могут не пропускать в театр из-за несоответствующего вида. Однако внутри таких семей по-прежнему царит любовь и трепетное отношение друг к другу [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>&#8220;Eine andere Familie - das sind für mich Menschen am Rande der Gesellschaft. Diese Menschen haben vielleicht kein Zuhause, keine Arbeit. Sie nehmen vielleicht Drogen, ihre Nachbarn hassen sie, und sie werden aus dem Theater verbannt weil sie unpassend aussehen. Aber in solchen Familien regieren immer noch die Liebe und die Fürsorge [&#8230;].&#8221;</p>
</div>
<p>So <a href="http://www.fotodepartament.ru/cat/1086/ru">beschreibt (auf russisch)</a>  Irina Popova, eine russische Fotografen die Sujets ihres Projekts &#8220;Eine andere Familie&#8221; (&#8220;Другая семья&#8221;), das derzeit in St. Petersburg ausgestellt wird - auch online zu sehen <a href="http://liberty.su/popova/index.html">hier</a> (23 Fotos) und auf dem <a href="http://photopolygon.com/russian-reporter/details/4837"><em>PhotoPolygon.com</em></a>-Portal (15 Fotos). </p>
<p>Weil sich aber die ganze Serie um ein Kleinkind namens Anfisa dreht, die Tochter von Popovas marginalisierten erwachsenen Sujets, hat die eigene Interpretation ihrer Arbeit der Fotografin harte Kritik von denen eingebracht, die sie online betrachtet haben.</p>
<p>Im folgenden einige Kommentare von den Besuchern auf <em>PhotoPolygon</em>&#39; - sowie von Irina Popova (<em>popovaira</em>) selbst.</p>
<p><em>ameli_sa</em>:</p>
<blockquote><p>вне содержания фотосессии &#8220;И все же, они любят друг друга и свою дочь, может быть больше, чем может себе представить человек, который будет их обвинять&#8221; - грош цена такой любви. А в отношении фотосесии - благо, если эта сессия подвигнет власти города лишить их родительчких прав или, по крайней мере, взять эту семью под особое попечение. Потому что, глядя, например, на кадр, где девочка лезет на подоконник, понимаешь, что находится она в реальной опасности.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Ganz abgesehen vom Inhalt der Fotoserie &#8220;Und trotzdem lieben sie sich und ihre Tochter, vielleicht sogar mehr als jemand, der sie verurteilt, sich vorstellen könnte&#8221; - solche Liebe taugt nichts. Zur Fotoserie - Es wäre gut, wenn das die städtischen Behörden dazu bewegen könnte, ihnen das Sorgerecht zu entziehen, oder zumindest der Familie spezielle Fürsorge angedeihen zu lassen. Weil, wenn man zum Beispiel das Bild anschaut, wo das Mädchen auf dem Fenstersims herumklettert, versteht, dass es wirklich gefährdet ist.</div>
<p>Irina Popova (<em>popovaira</em>) antwortet:</p>
<blockquote><p>так и знала.<br />
барьер &#8220;мы - хорошие, а они дерьмо!&#8221; значит, не дошло девочка не была в опасности - там сетка следующий кадр - с рукой матери звери - это те, кто бы запихал эту девочку в какой-нибудь приют.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Ich wusste es. Die Barriere &#8220;wir sind gut und sie sind Scheiße!&#8221; Sie haben es nicht verstanden. Das Mädchen war nicht gefährdet - es gibt da ein Netz. Der nächste Schnappschuss zeigt die Hand der Mutter darin. Nur Tiere würden das Mädchen in ein Kinderheim stecken.</div>
<p><em>AlexLen</em>:</p>
<blockquote><p>если вы хотели показать, что девочка вне опасности, зачем тогда поставили этот кадр. Вообще фотографии хорошие, но, по-моему, они очень расходятся с текстом, то есть вы текстом говорите все хорошо, а фотографии выбираете где все плохо.<br />
Работа проделана интересная и непростая.</p></blockquote>
<div class="translation">Wenn Sie zeigen wollten, dass das Mädchen nicht in Gefahr ist, warum haben sie dann das Bild gezeigt? Im Großen und Ganzen sind die Fotos gut, aber ich finde, es gibt eine ziemliche Diskrepanz zwischen ihnen und dem nächsten - das heißt in Ihrem Text sagen Sie, das alles gut ist, aber Sie greifen Fotos heraus, auf denen alles schlecht ist. Ihre Arbeit ist interessant und komplex.</div>
<p><em>ameli_sa</em>:</p>
<blockquote><p>я тоже думала на эту тему, а что конкретно мы можем сделать для этой девочки - мне кажется, что самой правильной реакцией было бы пойти в отдел попечительства и дать адрес этой &#8220;семьи&#8221; и настоять на том, чтобы попечители еженедельно приходили в эту семью и смотрели сыт ли ребенок, одет ли, есть ли за ним надзор. Иначе опять же грош цена этому социальному репортажу - посмотрели на красивые картинки и забыли. Жаль девочку и придумать не могу, что сделать для нее.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich habe auch darüber nachgedacht, was genau wir für dieses Mädchen tun könnten - Ich denke, die korrekteste Reaktion wäre, zum Jugendamt zu gehen und ihnen die Adresse dieser &#8220;Familie&#8221; zu geben und darauf zu bestehen dass [Sie] diese Familie täglich besuchen um festzustellen, ob das Kind nicht hungrig ist, angezogen wird, und ob jemand auf es aufpasst. Ansonsten, noch einmal, taugt diese soziale Reportage nichts - wir haben die schönen Bilder gesehen und es vergessen. Das Kind tut mir leid und ich kann mir nicht vorstellen, was ich für sie tun könnte.</div>
<p><em>http://openid.yandex.ru/beiberecka/</em>:</p>
<blockquote>
<p>[&#8230;] Я сама была такой девочкой, но постарше - мне было 12 лет, когда мои родители умерли от наркотиков, и я не могу их осуждать, они любили меня, просто так получилось&#8230;</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>НО! Мне захотелось удочерить эту девочку, когда ее родители умрут.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Ich war selbst so ein Mädchen, nur älter  - ich war 12, als meine Eltern an Drogen gestorben sind, und ich kann sie nicht verurteilen, sie haben mich geliebt, aber es ist einfach so passiert.&#8230;</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>ABER! Ich wünschte, ich könnte dieses Mädchen adoptieren, wenn ihre Eltern sterben.</p>
</div>
<p><em>http://demonru.livejournal.com/</em>:</p>
<blockquote><p>Жить в скотском состоянии - это личный выбор этих людей (скорее всего). Но вот воспитывать в этом бардаке дочь - это не любовь, это откровенное свинство. Любовь - это не только чмоки в пяточки, это еще ответственное поведение родителей по отношению к ребенку. Вы сами написали &#8220;в это время двухлетняя малышка предоставлена сама себе и случайной заботе гостей&#8221; - это уже повод чтобы этой &#8220;семьей&#8221; занялись социальные службы.<br />
Хуже чем в данной семье ей уже вряд ли где-то будет. Если сейчас еще кто-то может восторгаться &#8220;идилией&#8221; в данном семействе, то через 3-4 года, когда девочка подрастет, а родители окончательно сожгут наркотой себе мозги - картина будет существенно хуже.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Zu leben wie das Vieh ist die persönliche Wahl dieser Leute (wahrscheinlich). Aber ihre Tochter in diesem Wirrwarr aufwachsen zu lassen - ist nicht Liebe, sondern geradezu Bosheit. Liebe ist nicht nur, die Füße zu küssen, das ist auch ein verantwortliches Verhalten der Eltern in Bezug auf ihr Kind. Sie schreiben selbst &#8220;Währenddessen ist das zweijährige Kind für sich selbst verantwortlich und auf die gelegentliche Fürsorge von Gästen angewiesen.&#8221; Das alleine ist schon ein Anlass für die Sozialdienste, sich mit dieser &#8220;Familie&#8221; zu beschäftigen. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass sie woanders schlechter dran wäre als in dieser Familie. Wenn auch jetzt immer noch irgendwer das &#8220;Idyll&#8221; in dieser Familie bewundern mag, wird in 3-4 Jahren, wenn das Mädchen aufwächst und ihre Eltern vollständig ihre Hirne mit Drogen ausbrennen,  das Bild wesentlich schlechter sein.</p>
</div>
<p>Irina Popova (<em>popovaira</em>) antwortet:</p>
<blockquote><p>я надеюсь, у меня будет возможность наблюдать жизнь этой семьи долго. тогда - расскажу, что станет с этой семьей через четыре года а пока рано делать выводы лучше подумайте, что будет с вами</p>
</blockquote>
<div class="translation">Ich vertraue darauf, das Leben dieser Familie eine lange Zeit beobachten zu können. Dann werde ich berichten, was mit dieser Familie in vier Jahren sein wird. Für den Moment ist es zu früh, Schlüsse zu ziehen. Denken Sie besser darüber nach, was aus Ihnen wird.</div>
<p><em>shelma</em>:</p>
<blockquote><p>
серия-жуткая по эмоциональному содержанию, но снята отлично.<br />
Ни одна карточка равнодушным никого не оставляет насколько видно из комментариев.<br />
Ирина, не представляю-насколько, вероятно, было сложно там работать, видя все это.<br />
Желаю удачи тебе в дальнейшем.<br />
p.s. про присутствие любви в семье я все таки несколько сомневаюсь. Ну либо я такую любовь не могу понять и принять.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Der emotionale Inhalt der Serie ist grausig, aber die Ausführung ist exzellent. Wie man aus den Kommentaren sehen kann, lässt nicht ein einziges Foto irgendjemanden kalt. Irina, ich kann mir nicht vorstellen, wie schwierig es gewesen sein muss, dort zu arbeiten, als du das alles sehen musstest. Ich wünsche dir Glück für die Zukunft. P.S. Ich habe trotzdem einige Zweifel über die Anwesenheit von Liebe in dieser Familie. Oder vielleicht kann ich diese Art Liebe nicht verstehen und annehmen.</div>
<p>Irina Popova (<em>popovaira</em>) antwortet:</p>
<blockquote><p>спасибо большое!<br />
снимать действительно было сложно, но не настолько<br />
просто я сочувствовала героям и была на их стороне - только поэтому и снимать позволили, иначе истории не было бы, а был бы фингал под глазом или разбитая камера))<br />
кстати, герои пришли на открытие выставки, очень довольны остались, смеялись))<br />
мне кажется, они так и не поняли, что кто-то может их осудить за это все</p>
</blockquote>
<div class="translation">
Vielen Dank! Es war tatsächlich schwierig, sie zu fotografieren, aber nicht so schwierig. Ich habe nur mit den Sujets sympathisiert und war auf ihrer Seite - und nur deswegen haben sie mir erlaubt, zu fotografieren, ansonsten hätte es keine Geschichte ergeben, sondern ein blaues Auge oder eine kaputte Kamera )) Übrigens, die Sujets kamen zur Eröffnung der Ausstellung und waren sehr glücklich, lachten )) Mir scheint, dass sie sich immer noch nicht bewusst sind, dass jemand sie für all das verurteilen kann.</div>
<p>Der russische Fotojournalist Oleg Klimow, der auch Kurator der Ausstellung &#8220;Eine andere Familie&#8221; ist, <a href="http://klimov.blogspot.com/2008/11/blog-post.html">schreibt in seinem Blog (russisch)</a> zur Verteidigung von Popova und ihrem Werk:</p>
<blockquote>
<p>Можно сказать и так: я был &#8220;on-line&#8221; свидетелем, когда Ирина Попова снимала эту серию. Я до сих пор помню e-mails, которые она писала в перерывах между съемками из интернет-кафе Петербурга, и помню все ее сомнения [&#8230;]</p>
<p>&#8220;Просто иди и снимай, не покупай им наркотики, алкоголь и не давай денег&#8230;&#8221;, - единственное, что я мог практически посоветовать &#8220;удаленно&#8221;. Она жила в их квартире и снимала.</p>
<p>Когда Ирина впервые опубликовала часть этих фотографий в рамках образовательной программы по фотографии в разделе &#8220;документальная фотография&#8221;, то обрушился шквал критики, прежде всего, против нее лично как человека и фотографа. Ее обвинили в пропаганде &#8220;панк-образа-жизни&#8221;, в прославлении &#8220;семьи ублюдков&#8221;, которые должны сидеть за решеткой, а не быть опубликованными на страницах газет и журналов&#8230; [&#8230;]</p>
<p>Вывод был очевиден, что никто и никогда не хочет знать, что в нашей стране есть больные, инвалиды, наркоманы, алкоголики&#8230; их проблемы - миллионы людей вне &#8220;телевизионного социума&#8221;, их не существует для большинства, независимо от того плохие они или хорошие. Их нет. &#8220;Нет человека - нет проблем&#8221;. И когда кто-то, однажды, нам показывает этих людей существующими или мы сами, случайно, встречаем их на улице, то ведем себя подобно фашистам. При этом, мы почему-то уверенны, что мы лучше, честнее, правильнее, благополучнее и успешнее. Эти иллюзии и приводят нас к отсутствию сострадания, уважения друг друга по признакам человека, а не социальной иерархии. [&#8230;]</p>
<p>Я не хочу говорить ни одного оправдательного слова в защиту героев этой серии. Они здесь такие, какие есть на самом деле. Это факт и единственный аргумент в защиту того, что они существуют, живут рядом с нами, имеют детей и весь спектр чувств от любви и ненависти до отчаяния и равнодушия.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Единственное, что я хочу сказать - это слова в защиту фотографа Ирины Поповой. У нее действительно присутствует мужество журналиста, которое превратилось почти в атавизм в нашей современной журналистике и фотографии. Мужество и умение говорить то, что увидел, почувствовал и рассказал, но вместе с тем не извращая и не издеваясь над действительностью, которая окружает нас и которую мы не хотим видеть. В этом и заключается ее &#8220;презумпция невиновности&#8221;, которая должна существовать в любом цивилизованном обществе.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Man könnte es so ausdrücken: Ich war ein &#8220;online&#8221;-Zeuge, als Irina Popova die Serie schoss. Ich kann mich noch an ihre e-Mails erinnern, die sie in den Pausen aus einem St.-Petersburger Internet-Café schrieb, und ich erinnere mich an all ihre Zweifel [&#8230;].</p>
<p>&#8220;Geh einfach hin und knips, kauf ihnen keine Drogen und keinen Alkohol und gib ihnen kein Geld&#8230;&#8221; - das war der einzige praktische Ratschlag, den ich ihr &#8220;aus der Ferne&#8221; geben konnte. Sie lebte in ihrer Wohnung und fotografierte.</p>
<p>Als Irina die ersten dieser Fotos als als Teil eines Ausbildungs-Programms zur Fotografie im Abschnitt &#8220;Dokumentar-Fotografie&#8221; veröffentlichte, folgte ein Sturm der Kritik, hauptsächlich an ihr als Person und als Fotografin. Sie wurde beschuldigt, die &#8220;Lebensweise von Punks&#8221; zu propagieren,  eine &#8220;Bastard-Familie &#8221; zu glorifizieren, die hinter Gitter und nicht auf die Seiten von Zeitungen und Zeitschriften gehöre. [&#8230;]  </p>
<p>Der Schluss war offensichtlich: dass niemand jemals wissen will, dass es in unserem Land Kranke gibt, Behinderte, Alkoholiker [&#8230;] Sie existieren nicht für die Mehrheit, unabhängig davon, ob sie gut oder schlecht sind. [&#8230;] Und wenn irgendwer irgendwann uns zeigt, dass diese Menschen existieren, oder wir sie auf der Straße treffen, benehmen wir uns wie Faschisten. Und gleichzeitig sind wir aus irgendeinem Grund sicher, dass wir besser sind, ehrlicher, korrekter, besser dran und erfolgreicher. Diese Illusionen führen zu diesem Mangel an Mitgefühl, Mangel an Respekt für uns als Menschen eher denn als Mitglieder einer sozialen Hierarchie. [&#8230;]</p>
<p>Ich möchte kein einziges Wort zur Verteidigung der Sujets dieser Serie sagen. Hier sind so, wie sie wirklich sind. Das ist eine Tatsache und das einzige Argument zur Verteidigung dessen, dass sie existieren, unter uns leben, Kinder haben und ein ganzes Spektrum von Gefühlen von Liebe bis Hass, Verzweiflung und Gleichgültigkeit.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Das einzige, was ich sagen will, sind Worte zur Verteidigung der Fotografin Irina Popova. Sie hat wirklich den Mut einer Journalistin, etwas das heute fast zu einem Atavismus geworden ist in Journalismus und Fotografie. Den Mut und die Fähigkeit zu sagen, was sie sah, fühlte und erzählte, und was wir lieber nicht sehen würden. Das ist ihre &#8220;Unschuldsvermutung&#8221;, die es in jeder zivilisierten Gesellschaft geben muss.</p>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/22/russland-%e2%80%9ceine-andere-familie%e2%80%9d-fotoprojekt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Saudi Arabien: Geht es auch ohne Dienstmädchen?</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/08/16/saudi-arabien-geht-es-auch-ohne-dienstmadchen/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/08/16/saudi-arabien-geht-es-auch-ohne-dienstmadchen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Aug 2008 13:53:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arabisch]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitskräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Nahost & Nordafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Saudi Arabia]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=420</guid>
		<description><![CDATA[Geschrieben vonAyesha Saldanha  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Für viele Menschen in der Golf-Region ist es ganz normal, Hausmädchen zu beschäftigen. Ein saudischer Blogger, der auf Hausangestellte verzichtet, wird dafür schwer kritisiert.

Ahmed Baaboud beschriebt die Situation:

“يا أخي جيب لك شغالة و ريح بالك؟، سيبك من البخل الي إنت فيه.. ريح [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/ayesha-saldanha/">Ayesha Saldanha</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/08/15/saudi-arabia-is-a-housemaid-necessary/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Für viele Menschen in der Golf-Region ist es ganz normal, Hausmädchen zu beschäftigen. Ein saudischer Blogger, der auf Hausangestellte verzichtet, wird dafür schwer kritisiert.<br />
<em><br />
<a href="http://abujoori.wordpress.com/2008/07/08/who-is-wrong/">Ahmed Baaboud</a></em> beschriebt die Situation:</p>
<blockquote>
<p>“يا أخي جيب لك شغالة و ريح بالك؟، سيبك من البخل الي إنت فيه.. ريح نفسك و زوجتك.. و جيب شغالة، أمورك راح تتحسن”.</p>
<p>ما سبق هو جزء من حوار تكرر كثيراً في الفترة الأخيرة مع أحد زملائي في العمل، هو يرى أنني مخطئ بعدم جلب “شغالة” حتى تساعد زوجتي و تأخذ بالها من بنتي جوري. تفسيري للموضوع هو أن زوجتي لا تعمل و هذا أمر إتفقنا عليه من البداية.. لا عمل ما دام هناك أطفال صغار.. و هى اليوم حامل بالطفل الثاني.. يعني ستظل بعيده عن العمل على الأقل لمدة أربع سنوات قادمة.. و بالتالي مسؤوليات البيت عليها خصوصاً أن البيت ليس كبير و لا يوجد لنا زوار بصورة مكثفة.</p>
<p>&#8220;Mein Bruder, besorge dir einfach ein Dienstmädchen und nimm es gelassen. Sei nicht so negativ, entspann dich und gönne auch deiner Frau Entspannung. Mit einem Dienstmädchen wird alles einfacher.&#8221;<br />
Dieses Gespräch führte ich mit einem Arbeitskollegen. Es hält es für einen Fehler, wenn ich kein Hausmädchen beschäftige um meine Frau zu entlasten und meine Tochter Joori zu versorgen. Ich erklärte, dass meine Frau nicht arbeitet, und dass wir uns in dieser Hinsicht von Anfang an einig waren. Sie wird nicht Arbeiten gehen, solange wir kleine Kinder haben. Im Moment ist sie mit unserem zweiten Kind schwanger. Sie wird also noch mindestens vier Jahre keine Arbeit haben. Solange ist sie für das Haus verantwortlich, zumal das Haus klein ist und wir kaum Gäste haben.</p>
<p>جوري تقارب الثلاثة أعوام.. و هى نشيطة تحب اللعب و الأختلاط بالأطفال كثيراً، يلومني صديقي أعلاه لأنني لا أخذ جوري إلى ميدان اللعب الصغير القريب لمنزلنا، و يقول “يا أخي بس لو تجيب الشغالة حتى تودي البنت للبلاي يارد.. كفاية!”. أرد عليه بأننا نأخذ جوري إلى المسبح الصغير و إلى المكتبة عصر الجمعة حيث تشارك أطفالاً أخرين اللعب و التعلم. أعترف بأنني لا أخذ جوري إلى المسبح يومياً و لا حتى إسبوعياً، و أننا نأخذها إلى المكتبة بمعدل مرة كل إسبوعين.<br />
بالتأكيد إنني مقصر، لكنني لا أعتقد أن الشغالة هى البدي</p>
<p>Joori ist fast drei. Sie ist ein lebhaftes Kind und liebt es, mit anderen Kindern zu spielen. Mein Kollege wirft mir vor, Joori nicht zu den Spielplatz neben dem Haus zu bringen. Er sagt: &#8220;Wenn du ein Hausmädchen einstellst, und sie geht mit dem Kind zum Spielplatz, dann reicht das!&#8221; Ich antworte, wir würden Joori Freitags zum Schwimmbad und zur Bibliothek bringen, wo sie mit anderen Kindern lernt und spielt. Ich gebe zu, dass ich Joori nicht täglich zum Schwimmbad bringe, nicht einmal wöchentlich, und im Schnitt fahren wir alle zwei Wochen zur Bibliothek. Kein Zweifel, dass das ausbaufähig ist, aber ich sehe in einem Dienstmädchen keine Alternative.
</p></blockquote>
<p>Ahmed erklärt seine Motive, und bietet eine Problemlösung:</p>
<blockquote>
<p>عمل البيت أعتقد أنه من مسؤوليات المرأة في البيت ما دامت لا تعمل، خصوصاً حينما يكون البيت صغير و “محندق” و وجود الشغالة فيه سيعني إنعدام أي خصوصية لنا.. في بيتنا!.<br />
نفس الشئ ينطبق على جوري .. هل من العقل أو المنطق أو تحمل المسؤولية أن أحضر شغالة حتى تقوم بالنيابة عني بأمور أعتقد أنها من أساسيات مسؤوليات الوالدين!.<br />
قد يكون الحل في تنظيم الوقت بصورة أفضل، مثلاً إغلاق التلفاز في البيت يومياً بين الخامسة و الثامنة مساءً، و عمل جدول للنشاطات العائلية المشتركة، و أن أساهم فعلياً في عمل البيت حتى و لو في أمور بسيطة يمكن لي القيام بها بسهولة .. أو أي شئ أخر.. و لكن لا للشغالة ( على الأقل في الظروف الحالية)!.<br />
أتسأل… هل أنا غلطان؟!</p>
<p>Wenn eine Frau nicht arbeitet und das Haus klein ist, sollte sie sich meiner Meinung nach um dien Haushalt kümmern. Auf so kleinem Raum ein Hausmädchen zu haben, würde bedeuteten, dass wir keine Privatsphäre mehr hätten - in unseren eigenen vier Wänden! Das Gleiche gilt für Joori. Ist es denn wirklich logisch und verantwortungsvoll ein Dienstmädchen für das Kind zu beschaffen, obwohl ich das für eine wesentliche Aufgabe der Eltern halte? Die Lösung könnte ein, die Zeit besser zu nutzen, etwa zwischen 17:00 Uhr und 20:00 Uhr den Fernseher abzuschalten, einen Stundenplan für gemeinsame Familienaktivitäten zu erstellen oder indem ich Hausarbeit übernehme &#8230; oder sonstwas &#8230; auf jeden Fall bin ich unter diesem Umständen gegen ein Dienstmädchen. Liege ich falsch?</p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/08/16/saudi-arabien-geht-es-auch-ohne-dienstmadchen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
