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	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Wirtschaft</title>
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	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
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		<title>Angola: Hohe Lebenskosten in Luanda</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 19:05:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Angola]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[Subsahara-Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die hohen Lebenskosten im Land sind paradox: Die hohen Entwicklungsindikatoren Angolas spiegeln sich nicht in den Finanzen der Mehrzahl der angolanischen Bürger wider und wirken sich nicht auf die Lebensqualität derer aus, die wirtschaftlich schlechter gestellt sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/clara-onofre/">Clara Onofre</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/09/angola-the-high-cost-of-living-in-luanda/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Luanda, die Hauptstadt Angolas, ist eine sehr teure Stadt. Sowohl für Angolaner als auch für Ausländer. Wenn man hier ist, merkt man es deutlich. Grundlegende Dinge wie Essen, Bildung und Wohnraum liegen preislich gleichauf mit einigen europäischen Ländern. Der einzige Unterschied ist, dass die Gehälter in Angola einfach lächerlich sind, wenn man sie mit europäischem Standard vergleicht. Dies führt zu einem täglichen Kampf um die Deckung des Grundbedarfs.</p>
<p>Offensichtlich wird dieser Kampf nicht von denjenigen geführt, die Geld haben, und die, aus welchen Gründen auch immer, durch Bankkonten geschützt sind, die Neid in normalen Sterblichen erwecken. Einer Umfrage zufolge, die im Februar von einem englischen Unternehmen, ECA International, durchgeführt wurde, <a href="http://www.citymayors.com/statistics/expensive-cities-intro.html">belegt Luanda Rang eins unter den teuersten Städten der Welt</a>.</p>
<p>Auf seinem Blog <a href="http://mundodaverdade.blogspot.com/2007/05/o-nvel-de-vida-em-luanda.html"><em>Mundo da Verdade</em></a> [pt], schreibt Miguel Caxias:</p>
<blockquote><p>“Só para terem uma ideia, o custo por noite no hotel em que estou é de 170 USD (quarto individual, com casa de banho e pequeno-almoço mesmo muito sofrível). Estamos a falar de um hotel que deve ter se tanto, duas estrelas. Para um europeu, não só por costumes alimentícios mas também por costumes de segurança, não se arrisca a comer em qualquer botequim de esquina, obviamente. No restaurante onde temos feito as nossas refeições, o custo médio de uma dose é de 30USD (junte-se a isso bebida, sobremesa, entradas e o preço salta logo para 40/45 USD de despesa individual).</p>
<p>Luanda está numa fase de construção massiva. Junto à Marginal existem apartamentos a 1 milhão de USD. Estão todos vendidos!!!”</p></blockquote>
<div class="translation">„Nur um euch eine Vorstellung zu geben: Der Preis für eine Nacht in dem Hotel, in dem ich übernachte, beträgt 170 USD (Einzelzimmer mit Bad und ziemlich dürftigem Frühstück). Wir sprechen von einem Hotel das bestenfalls zwei Sterne hat. Offensichtlich essen wir Europäer, nicht nur aufgrund von Essensgewohnheiten, sondern auch wegen der Sorge um unsere Sicherheit, nicht am Imbiss um die Ecke. In dem von uns aufgesuchten Restaurant kostet ein Essen im Durchschnitt 30 USD (mit Getränken, Dessert und Aperitif kann der Preis leicht auf 40/45 USD pro Person ansteigen).</p>
<p>In Luanda sind riesige Bauprojekte im Gange. In der Nähe des Marginal [Gebiet zur Bucht hin] gibt es Apartments, die für eine Million Dollar ausgeschrieben sind. Und sie wurden alle verkauft!!!“</p></div>
<p>Die hohen Lebenskosten im Land sind paradox, da sie keiner hohen Lebensqualität gegenüberstehen, zumindest nicht für diejenigen, die wirschaftlich schlechter gestellt sind. Angola verzeichnet hohe Entwicklungsindikatoren die sich leider nicht in den Finanzen des Großteils der angolanischen Bürger widerspiegelt. Eine unverhältnismäßige Nachfrage zusammen mit einem knappen Angebot macht die Lage ziemlich schwierig.</p>
<p>Der brasilianische Autor des Blogs <a href="http://diariodaafrica.blogspot.com/2009/02/os-precos-em-angola.html"><em>Diário de África</em></a> [pt] bietet eine schnelle Analyse dessen, was in Angola vor sich geht.</p>
<blockquote><p>“Não são apenas os alugueres (habitação) que custam caro. Tudo é caríssimo. Um quilo de tomate pode sair por 20 USD. Uma bandeja de uvas pode custar 30 USD o quilo. Um bife com batatas fritas pode custar facilmente, 50 dólares. Um cano furado pode sair por 1000.000 USD. Tapar um pequeno furo na tubulação do ar-condicionado do carro e colocar o gás para enfrentarmos o calor luandense custa 200 USD.</p>
<p>Precisa de electricista? Ele não vai sair da sua casa sem ter tirado pelo menos 100 USD de você. Mesmo que só tenha trocado uma lâmpada. Porque é tudo tão caro?”</p></blockquote>
<div class="translation">„Es sind nicht nur die Mieten (Wohnraum), die teuer sind. Alles ist so teuer. Ein Kilo Tomaten kann 20 USD kosten. Eine Schale Trauben kann 30 USD pro Kilo kosten. Eine Scheibe Fleisch mit Pommes Frites kann sich leicht auf 50 USD belaufen. Ein platter Reifen kann einen um 1000 USD erleichtern. Ein kleines Lochs im Rohr einer Autoklimaanlage und das Auftanken, um der Hitze Luandas zu entgehen, kann 200 USD kosten.</p>
<p>Man braucht einen Elektriker? Er wird nicht einmal das Haus verlassen, bevor er nicht mindestens 100 USD erhalten hat. Sei es auch nur, um eine Glühbirne zu wechseln. Warum ist alles so teuer?“</p></div>
<p>Laut diesem Blogger ist die Anwort einfach und bezieht sich – wieder einmal – auf den Krieg, der das Land mehr als 30 Entwicklungsjahre raubte.</p>
<blockquote><p>“O atabalhoado processo de independência e a guerra acabaram com tudo. Primeiro, a independência. Em 1975, pelo menos 300 mil portugueses abandonaram Angola. Médicos, dentistas, advogados, empresários, encanadores, mecânicos, burocratas, professores. Em questão de meses, Angola ficou sem quadros. Não havia quem soubesse gerenciar as finanças do país. Depois a guerra. O esforço de guerra sugou o dinheiro que deveria ser investido na saúde, na educação, nas infra-estruturas do país. Agora multiplique essa situação por 30 anos. O resultado chama-se Luanda.</p>
<p>Com a alta no preço do petróleo nos últimos anos, os fretes subiram e por tabela, o de todos os produtos. Chegou-se a uma situação tal que mesmo os itens produzidos em Angola podem custar mais que os importados. Porquê? Os economistas que me corrijam, mas parece ter algo a ver com a tal lei da oferta e da procura. Quem quer agora, tem de pagar mais.”</p>
<p>O país não tem indústrias. Tudo é importado. Vem de navio. No porto, não há espaço. Os navios ficam dois, três meses atracados em alto-mar, aguardando autorização para descarregar. Só agora é que a agricultura começa a dar os primeiros passos. Mas só nas áreas em que não há minas terrestres. O último número que ouvi era de que mais da metade das terras cultiváveis do país estava cheia de minas. Enquanto o terreno não estiver limpo, nada feito. Portanto, até a comida precisar ser importada.</p></blockquote>
<div class="translation">„Der beschwerliche Kampf für die Unabhängigkeit, auf den der Krieg folgte hat alles zerstört. Erst die Unabhängigkeit. Im Jahr 1975 verließen mindestens 300.000 Portugiesen Angola. Ärzte, Zahnärzte, Anwälte, Geschäftsleute, Klempner, Mechaniker, Staatsangestellte, Professoren. Innerhalb von Monaten stand Angola ohne qualifiziertes Personal da. Es gab niemanden, der wusste, wie die Finanzen des Staates verwaltet werden mussten. Als zweites der Krieg. Die Kriegsanstrengungen saugten sämtliche Geldressourcen auf, die in die Gesundheit, Bildung und Infrastruktur des Landes hätten fließen sollen. Multipliziert man diese Situation mit 30 Jahren erhält man Luanda.</p>
<p>Mit den hohen Gaspreisen der letzten Jahre, sind auch die Transportkosten gestiegen und in der Folge alle Produkte. Die Situation hat sich so entwickelt, dass sogar in Angola produzierte Artikel mehr kosten als importierte. Warum? Ökonomen dürfen mich gerne korrigieren, aber es scheint, als ob dies etwas mit dem Gesetz über Angebot und Nachfrage zu hätte. Wenn man etwas jetzt will, muss man mehr bezahlen.“</p>
<p>Das Land verfügt über keine Industrie. Alles wird importiert. Es wird ins Land eingeführt und im Hafen ist kein Platz mehr. Die Schiffe ankern zwei bis drei Monate auf hoher See und warten auf die Erlaubnis, ihre Ladung zu löschen. Erst vor Kurzem gab es in der Landwirtschaft erste Schritte, aber nur in Gebieten, in denen es keine Landminen gibt. Ich habe gehört, dass es in neuesten Statistiken heißt, die Hälfte des anbaufähigen Landes in Angola sei vermint. Solange das Land noch nicht von Minen befreit ist, wird nichts getan. Deshalb müssen sogar Nahrungsmittel importiert werden.</p></div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="A piece of goat costs 600 KZ ($7 USD). Tweetpic by @bethinagava" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/angola-300x220.jpg" alt="Ein Stück einer Ziege kostet 600 KZ (7 USD). Tweetpic by @bethinagava" width="300" height="220" /><p class="wp-caption-text">Ein Stück einer Ziege kostet 600 KZ (7 USD). Tweetpic by @bethinagava</p></div>
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		<title>Armenien: Oligarchs Personal angeblich in Tierquälerei Skandal verwickelt</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/10/22/armenien-oligarchs-personal-angeblich-in-tierqualerei-skandal-verwickelt/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 02:48:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Armenia]]></category>
		<category><![CDATA[Armenian]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien & Kaukasus]]></category>

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		<description><![CDATA[Benutzer von Facebook haben heute Links für ein Video hochgeladen, das angeblich den Privatzoo eines Oligarchen und MPs zeigt. Kontroversen sind ihm nicht fremd und besonders in der Presse gibt es immer wieder Berichte, die seine Leibwächter angeblich mit Schießereien und Verprügeln von Journalisten in Zusammenhang bringen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/onnik-krikorian/">Onnik Krikorian</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/10/19/armenia-oligarchs-staff-allegedly-implicated-in-animal-cruelty-scandal/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Benutzer von Facebook haben heute Links für ein Video hochgeladen, das angeblich den Privatzoo von Oligarch MP <a href="Gagik Tsarukian">Gagik Tsarukian</a> zeigen soll. Den meisten Armenier besser bei seinem Spitznamen Dodi Gago bekannt, wird angenommen, dass Tsarukian Armeniens reichster Bürger ist, selbst wenn seine Steuererklärung <a href="reportedly suggest the contrary">das Gegenteil vermuten läss</a>t.</p>
<p>Der ehemalige Armwrestling Champion ist auch der Vorsitzende der zweitgrößten politischen Partei der armenischen Nationalversammlung, sowie Präsident des nationalen armenischen Olympia Komitees.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;">#Armenia Oligarch &amp; Reg.polit. Führer<br />
Gagik Tsarukyan veranstaltet Kampf<br />
zwischen seinen Löwen &amp; einem Esel<br />
http://bit.ly/1tF5j4#animalcruelty</p></blockquote>
<p>Kontroversen sind ihm nicht fremd und besonders in der Presse gibt es immer wieder Berichte, die seine Leibwächter angeblich mit Schießereien und Verprügeln von Journalisten in Zusammenhang bringen. Der neueste Skandal, der Berichten zufolge mit Mitgliedern aus seiner Begleitung verbunden ist, sah das Tageslicht via Twitter.</p>
<p>Das Video wurde nach der ersten Post bei <code><em>Facebook</em></code> schnell entfernt und die Links wurden schnell neu getweetet. Seitdem ist das Video wieder bei <em>Daily Motio</em>n aufgetaucht. <a href=" sums up the feelings of most who have seen the video so far.">‘Unzipped’ fasst die Gefühle der Meisten, die das Video bisher gesehen haben, zusammen.</a></p>
<blockquote><p>Dank <a href="@GoldenTent">@GoldenTen</a>t bin ich bei YouTube auf diesen Link gestoßen, welcher vorgibt, dass der armenische Oligarch und Führer der herrschenden ‘Bargavatch Hayastan’ (‘Blühendes Armenia’) Partei Gagik Tsarukyan diesen Kampf zwischen seinen Löwen und einem Esel veranstaltet. (Oder er wurde in seinem ‘Privatzoo’ veranstaltet). [&#8230;]</p>
<p>Das ist so scheußlich, dass ich mich zuerst nicht dazu bringen konnte, wenigstens die ersten paar Sekunden zuzusehen. Dann zwang ich mich dazu&#8230; Ich fühlte mich physisch krank, nachdem ich das Video gesehen hatte.</p>
<p>Jedes Land, jede Gesellschaft, die den Anspruch erhebt “zivilisiert” zu sein, sollte diese Art von abscheulichen Darstellungen von Tierquälerei verbannen und die Täter sollten vor dem Gesetz verantwortlich gemacht werden.</p></blockquote>
<p>Im Februar zeigte ein Video bei <em>YouTube</em><a href=" highlighting illegal hunting in an Armenian nature reserve"> illegales Jagen in einem armenischen Naturreservat</a>, aufgrund dessen der Hauptaufseher entlassen wurde. Wenn dieses Video das zeigt, was von vielen als wahr angenommen wird, dann bleibt abzuwarten, ob es hierauf irgendelche Nachspiele geben wird.</p>
<p><a href="http://\">Das Video können Sie hier sehen.</a></p>
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		<title>Puerto Rico: Überlegungen zum Nationalstreik</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/10/18/httpglobalvoicesonline-org20091016puerto-rico-reflections-on-the-national-strike/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 16:57:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Amerika]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
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		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 15. Oktober haben Tausende von Leuten die Straßen Puerto Ricos überflutet, aus Protest gegen die Entscheidung der Regierung, 17.000 Regierungsangestellte zu entlassen.  Informationen, Meinungen, Videos und Bilder flossen durch die Blogo- und Twittersphäre von Puerto Rico mit Blitzgeschwindigkeit. Hier sind einige der Ansichten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/firuzeh-shokooh-valle/">Firuzeh Shokooh Valle</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/10/16/puerto-rico-reflections-on-the-national-strike/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Am 15. Oktober haben Tausende von Leuten die Straßen Puerto Ricos überflutet, aus Protest gegen die Entscheidung der Regierung, 17.000 Regierungsangestellte zu entlassen (insgesamt wurden dieses Jahr 25.000 entlassen). Arbeiter und Gewerkschaftsmitglieder, Frauen, Umweltschützer, religiöse Gruppen, Studenten, Lehrer, Professoren, Rechtsanwälte und die LGTB-Gemeinde sind einige unter den vielen Gruppen der Zivilgesellschaft, die dem Aufruf der Arbeitsbewegung, die den Streik anfänglich ausgerufen hatte, folgten. Die Universitäten, Schulen und Geschäfte blieben an diesem Tag geschlossen.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="IMG00031" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/IMG00031-300x225.jpg" alt="Demonstration in Puerto Rico. Foto von einem Teilnehmer eingesandt." width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Demonstration in Puerto Rico. Foto von einem Teilnehmer eingesandt.</p></div>
<p><a href="http://www.primerahora.com/diario/noticia/gobierno_y_politica/noticias/firme_no_a_los_despidos/338175">Die Organisatoren dieses Ereignisses schätzen, dass ungefähr 150.000-200.000</a> Menschen an der massiven Demonstration teilgenommen haben, die von verschiedenen Punkten im Herzen der Innenstadt von San Juan, Puerto Ricos Hauptstadt, begannen, insbesondere vom Finanzdistrikt aus, und sich in der näheren Umgebung der Plaza Las Américas trafen, dem größten Einkaufszentrum der Karibik, dessen Besitzer den Wahlkampf von Gouverneur Luis Fortuño unterstützt hatten. Es gab keine offiziellen Schätzungen, Regierungsbeamte minimalisierten jedoch diese Zahlen. Der Gouverneur und sein Stabschef Rodríguez Ema gaben sofort bekannt, dass das Gesetz (Gesetz 7 über den finanziellen Notstand), das die Entlassungen ermöglichte, <a href="http://www.elnuevodia.com/elparonorompeelimpasse-627058.html">nicht widerrufen wird</a>. Es gab keine Zwischenfälle bis zum Schluss der Demonstration, als es zu <a href="http://www.dialogodigital.com/es/node/3026">Spannungsmomenten zwischen Studenten und der Polizei kam</a>.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="IMG00028" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/IMG00028-300x225.jpg" alt="Revolution Jetzt. Foto von einem Teilnehmer eingesandt." width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">&quot;Revolution Jetzt&quot;. Foto von einem Teilnehmer eingesandt.</p></div>
<p>Der Methodisten-Bischof Juan Vera, einer der Hauptredner bei der Demonstration und Mitglied der Koalition der Zivilgesellschafts-Organisation &#8220;Todo Puerto Rico por Puerto Rico&#8221; (Ganz Puerto Rico für Puerto Rico) erklärte, <a href="http://www.elnuevodia.com/elparonorompeelimpasse-627058.html">das Land würde sich in einem &#8220;Status des friedlichen Aufstandes&#8221; befinden</a>, bis die Regierung ihre Politik ändert und das es noch mehr zivilen Ungehorsam und Widerstand geben würde. Andere Organisation der Versammlung sprachen bereits über zukünftige Strategien und einen weiteren Streik, die die gesamte Insel lähmen würde.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="IMG00017" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/IMG00017-300x225.jpg" alt="Von einem Teilnehmer an GV gesandtes Foto." width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Von einem Teilnehmer an GV gesandtes Foto.</p></div>
<p>Die Twittersphäre von Puerto Rico war außerordentlich aktiv. Die Unterhaltungen flossen unter den Hashtags <a href="http://http://twitter.com/#search?q=%23ParoPR">#paropr</a> und <a href="http://twitter.com/#search?q=%23ParoPR">#twittericans</a>. Die Leute bei <a href="http://twitter.com/caribnews">@caribnews</a>, <a href="http://twitter.com/qiibo">@qiibo</a>, und <a href="http://twitter.com/microjuris">@microjuris</a> und viele andere Bürger-Reporter tweeteten fortwährend Updates und Neuigkeiten über den Streik und lieferten Links zu Fotos und Videos. Viele Twitterer verkündeten, dass der Streik das erste Ereignis war, bei welchem Twitter als eine Plattform für die Verbindung von Puerto Rico mit der restlichen Welt benutzt wurde. Hier sind ein paar Beispiele:</p>
<p><a href="http://twitter.com/edwinvazquez">@edwinvazquez</a>: Este es el día que Puerto Rico pasó el curso Twitter 101. #ParoPR (Heute ist der Tag, an dem Puerto Rico den Twitter Kurs 101 durchlief)<br />
<a href="http://http://twitter.com/blogdiva">@blogdiva</a> Ich hatte geglaubt, dass die Freiheits-Theologie ein Ding der Vergangenheit war - ich bin froh, dass sie noch Einfluss hat. #ParoPR<br />
<a href="http://twitter.com/comatoso">@comatoso</a> Para quedar claros: denuncio el incumplimiento de la unicameralidad, la mala administración, el sabotaje al Colegio de Abogados. #ParoPR (Ich möchte klar machen, dass ich die Nicht-Einhaltung des Einkammersystems, die schlechte Verwaltung und die Sabotage der <a href="http://www.caribbeanbusinesspr.com/news03.php?nt_id=36306&amp;ct_id=1&amp;ct_name=1">Rechtsanwaltsvereinigung </a>verurteile.)<br />
Pero si respaldo la reducción de empleados de gobierno y no tengo nada en contra de las APP si logran generar empleos y bajar costos.#ParoPR (Ich unterstütze jedoch die Verringerung der Regierungs-Angestellten und ich habe nichts gegen <a href="http://www.adn.es/politica/20090512/NWS-3520-Senado-puertorriqueno-sindicatos-rechazan-aprueba.html">APP</a>, wenn Sie Arbeitsplätze schafft und Kosten reduziert.)</p>
<p><a href="http://twitter.com/elchascas">@elchascas</a> Consigna anticipada en #ParoPR: Si la poli da cantazo, contrarresta con twitazo! (Die Nachricht des Tages in #paroPR: wenn die Polizei zuschlägt, reagiere mit einem Tweet!)</p>
<p><a href="http://twitter.com/Zerock">@zerock</a>: No apoyo a los mantenios. Que van a su trabajo de empleado publico a bochinchar y no hacen un carajo. #ParoPR (Ich unterstütze keine Leute, die nicht arbeiten. Regierungsbeamte schwatzen nur und tun nichts.)</p>
<p><a href="http://twitter.com/ElSorbeto">@elsorbeto</a> Fortuño hat den gleichen trickle-down Stimulus wie Busch. Förderung der Taschen der reichen Freunde und trickle-down an allen anderen. Deshalb machen wir #ParoPR</p>
<p>Informationen, Meinungen, Videos und Bilder rasten wie ein Gewitter durch die Blogosphäre von Puerto Rico. Hier sind ein paar Betrachtungen über den Nationalstreik.<br />
In seinem Blog <em><a href="http://http://josejoeldelgado.blogspot.com/">Sobre la comunidad LGBT y el mundo</a></em> [ES] kommentiert José Joel Degado:</p>
<blockquote><p>Hoy las diferencias se fueron a un lado. Jóvenes, adultos, pastores evangélicos, metodistas y católicos, homosexuales, lesbianas y transgéneros, estudiantes, profesionales, abogados, médicos, independentistas, PNP&#39;s y populares; todos unidos en un sólo reclamo. No 	hubo incidentes mayores, aunque hubo intentos de provocación. 	Puerto Rico se levanta del letargo. Es hora de que exijamos nuestros derechos de pie, de frente y sin miedo.</p></blockquote>
<div class="translation">Heute wurden alle Differenzen beiseitegelegt. Junge Leute, Erwachsene, evangelische Pfarrer, Methodisten und Katholiken, Homosexuelle und Transvestiten, Studenten, Berufstätige, Rechtsanwälte, Ärzte, Menschen, die an die Unabhängigkeit, Souveränität und den Comonwealth-Status  von Puerto Rico glauben, haben alle zu einer einzigen Forderung zusammengefunden. Es gab keine ernsten Zwischenfälle, außer ein paar Provokationen. Es wird Zeit, dass wir mit hochgehaltenem Kopf und ohne Furcht auf unseren Rechten bestehen.</div>
<p>Die feministische Bloggerin Amárilis Pagán sprach über Solidarität in <a href="http://brujasyrebeldes.blogspot.com/">Brujas y rebeldes</a> [ES]:</p>
<blockquote><p>Hemos estado sufriendo las agresiones continuas de un gobierno caracterizado por la violencia sicológica e ideológica. Todavía hoy, ese mismo gobierno menosprecia nuestra inteligencia y cree que somos un pueblo manipulable a través del miedo y del individualismo. Por eso, han hablado de terrorismo, de independentismo, de minorías supuestamente violentas y malintecionadas. Están apelando a prejuicios que en el pasado le han servido para hacernos creer que el pueblo carece de poder y que el gobierno de turno es la única entidad con la inteligencia suficiente para tomar decisiones a nombre de todas y todos. Quieren que nos miremos unos a otras con sospecha y que nos atrincheremos en causas fragmentadas para que abortemos un movimiento democrático sin precedentes en nuestra historia…Estamos ante un muerto que aún no se ha reconocido como tal y que está dando sus últimos aletazos de desesperación para detenernos. Es sólo un fantasma opresivo al que hay pasar por el lado fijando nuestra mirada en la equidad y la justicia que están vivas y necesitando nuestra acción solidaria.</p></blockquote>
<div class="translation">Wir haben fortwährend unter den Angriffen einer Regierung gelitten, die durch ihre psychologische und ideologische Gewalt charakterisiert ist. Diese gleiche Regierung unterbewertet auch heute noch unsere Intelligenz und glaubt, dass wir mit Angst und Individualismus manipuliert werden können. Das ist der Grund, warum Sie über Terrorismus sprechen, über Unabhängigkeit und angeblichen Gewaltakten von bösartigen Minoritäten. Sie wendet sich an die Vorurteile, die ihnen in der Vergangenheit so gut gedient haben, um uns Glauben zu machen, dass wir machtlos sind, und die Regierung die einzige Einheit mit genügend Intelligenz ist, um für uns Entscheidungen zu treffen. Sie möchte, dass wir uns gegenseitig verdächtigen, unsere Sache  in Fragmente zerfällt, sodass wir die demokratische Bewegung, die in unserem Land keine Vergangenheit hat, vergessen. Das einzige, was jedoch gestorben ist, ist die Idee, dass eine Regierung unfehlbar ist… Wir stehen vor einer toten Einheit, die sich noch nicht als solche erkannt hat und die verzweifelt versucht uns aufzuhalten. Sie ist nichts weiter als ein erdrückender Geist, den wir ignorieren müssen, während wir an die Ideale von Gleichheit und Gerechtigkeit denken, die lebendig sind und unsere Solidarität benötigen.</div>
<p><em><a href="http://gilthejenius.blogspot.com/">Gil the Jenius</a></em> ist anderer Ansicht:</p>
<blockquote><p>Wir kommen mit unseren Protesten bereits zu spät. Diese Aktivität hatte ein Fenster, welches zugeschlagen wurde, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Cerro_Maravilla_Incident">als zwei blöde Männer von zwei brutal dummen Polizisten erschossen wurden</a>. Seitdem sind wir größtenteils Zuschauer in einer Betrüger-Gesellschaft gewesen, Beobachter und Opfer gleichzeitig, Schafe, die beobachten, wie die Wölfe die &#8220;anderen&#8221; rupfen, nicht bereit sind zu sehen, dass &#8220;sie&#8221; auch &#8220;wir&#8221; sind. Wer ist das Ziel auf das WIR uns konzentrieren müssen? Jetzt können wir das erkennen… <em>Aber wir wollen das ja garnicht</em>. Es ist nutzlos erwachsen zu werden und zu lernen Verantwortung zu übernehmen, richtig? Als ob WIR eine Wahl hätten…</p></blockquote>
<p>In <a href="http://edwinvazquez.blogspot.com/">Cargas y descargas</a> [ES] stellte Biologie-Professor und Blogger Edwin Vázquez eine Liste mit seinen 10 Überlegungen zu dem Streik auf:</p>
<blockquote><p>A la prensa estadounidense no le importa lo que sucede en Puerto Rico, a menos que haya tiros y catástrofes.  Lo sucedido prácticamente pasó desapercibido en EEUU.  CNN le dedicó más de una hora a seguir un globo donde no estaba el supuestoniño perdido (el niño apareció escondido en su casa) y quizás una línea al paro histórico nacional de Puerto Rico.</p></blockquote>
<div class="translation">Die Presse der Vereinigten Staaten interessiert sich nicht dafür, was in Puerto Rico vor sich geht, es sei denn es gibt Schießereien oder eine Katastrophe. Was sich in Puerto Rico ereignete, wurde in den Vereinigten Staaten praktisch ignoriert. CNN widmete über eine Stunde einem Luftballon, in dem sich angeblich ein verschwundener Junge befand (der Junge erschien später in seinem Haus, wo er sich versteckt hatte) und vielleicht einen ganzen Satz über den historischen Streik in Puerto Rico.</div>
<p>Cuerpo de Documentación hat <a href="http://www.cuerpodedocumentacion.blogspot.com/">Fotos</a> und <a href="http://www.cuerpodedocumentacion.com/">Videos</a> über den Streik hochgeladen. Für Zusammenhänge über den Nationalstreik und die Situation in Puerto Rico sehen Sie sich bitte die vorangegangenen Beiträge an: <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/10/16/2009/10/02/puerto-rico-a-crisis-with-many-names/">“A Crisis with Many Names”</a>, <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/10/16/2009/08/28/puerto-rico-such-is-life/">“Such is Life”</a>, <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/10/16/2009/08/11/puerto-rico-the-battle-over-public-lands/">“The Battle over Public Lands,”</a> und <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/10/16/2009/10/13/puerto-rico-ready-for-the-national-strike/">“Ready for the National Strike”</a>. Das gemeinnützige &#8220;Center for the New Economy&#8221; hat ebenfalls ausführliche Analysen über die wirtschaftliche Situation der Insel <a href="http://cneblog.grupocne.org/">veröffentlicht</a>.</p>
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		<title>Puerto Rico: Der Nationalstreik (update)</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/10/16/puerto-rico-der-nationalstreik-update/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 17:09:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am frühen Morgen begannen sich im Zuge des Nationalstreiks, der das Land einen Tag lang lahmlegen sollte, die Zufahrts- und Schnellstraßen von San Juan, der Hauptstadt Puerto Ricos, mit tausende von Menschen. Bürgermedien berichteten über die Entwicklung des Streiks.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/firuzeh-shokooh-valle/">Firuzeh Shokooh Valle</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/10/15/puerto-rico-connected-to-the-national-strike-update/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Tausende von Leuten begannen heute früh am Morgen die Haupt- und Zufahrtstraßen der Metropole San Juan, die Hauptstadt Puerto Ricos, zu überfluten, besonders den Finanzdistrikt, als Teil des Nationalstreikes, der das Land für einen Tag lahmlegen soll. Der Streik wurde von der Arbeitsbewegung aufgerufen, um gegen die Entscheidung des Gouverneurs Luis Fortuño zu protestieren, 17.000 Regierungsangestellte zu entlassen (insgesamt wurden ca. 25.000 entlassen), was Teil seines Wirtschaft- und Finanzplanes für das Land ist. Arbeiter und Gewerkschaftsmitglieder, Frauen, Studenten, Lehrer, religiöse Gruppen, politische Organisationen, Umweltschützer und andere Personen aus der Zivilgesellschaft sind dem Aufruf gefolgt und befinden sich auf der Straße, um zu demonstrieren. Die Universitäten, Schulen und viele Büros sind für heute geschlossen.</p>
<p>Eine Gruppe von Leuten hat das Projekt <a href="http://www.cuerpodedocumentacion.com/">Cuerpo de Documentación</a> bei YouTube gegründet, von wo Videos über den Streik von verschiedenen Punkten der Insel aus berichten sollen. Die &#8220;Twittersphäre&#8221; von Puerto Rico ist in den letzten Tagen ebenfalls sehr aktiv gewesen und die Hashtags <a href="http://twitter.com/#search?q=%23ParoPR">#paropr</a> und <a href="http://twitter.com/#search?q=%23twittericans">#twittericans</a> wurden geschaffen, um dem Gedankenaustausch zu folgen. Die Leute von <a href="http://twitter.com/caribnews">@caribnews</a>, <a href="http://twitter.com/qiibo">@qiibo</a>, und <a href="http://twitter.com/microjuris">@microjuris,</a> tweeten, neben vielen anderen Bürger-Reportern, fortlaufend Updates und Neuigkeiten über den Streik mit Links zu Fotos und Videos.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="Protesters in the national strike." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/IMG000081-300x225.jpg" alt="Demonstranten beim Nationalstreik. Foto wurde von einem Teilnehmer an GV gesandt." width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Demonstranten beim Nationalstreik. Foto wurde von einem Teilnehmer an GV gesandt.</p></div>
<p>Die Demonstranten trafen sich in der nächsten Umgebung der <a href="http://www.plazalasamericas.net/">Plaza Las Américas</a>, des größte Einkaufszentrums in der Karibik, dessen Besitzer, die Familie <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jaime_Fonalledas">Fonalleda</a>, bedeutende Spender für den Wahlkampf des Gouverneurs waren. Das Einkaufszentrum war für diesen Tag geschlossen. Die Organisatoren der Demonstration und verschiedene Medien <a href="http://www.elnuevodia.com/tomanlascalles-626744.html">haben geschätzt, dass ca. 150.000-200.000 Menschen</a> an dieser massiven Demonstration teilgenommen haben. Der Generalstabschef des Gouverneurs, Marcos Rodríguez Ema, erklärte, der Streik sei erfolglos gewesen, da die Entscheidung über die Entlassung von Angestellten nicht rückgängig gemacht werden wird. Es kam zu keinen größeren Zwischenfällen, es gab jedoch <a href="http://www.primerahora.com/diario/noticia/politica/noticias/tensa_situacion_entre_estudiantes_y_policia_en_el_expreso_las_americas/338061">Spannungsmomente zwischen Studenten und Polizei</a>.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="IMG00010" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/IMG000103-300x225.jpg" alt="Foto wurde von einem Teilnehmer an GV gesandt." width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Foto wurde von einem Teilnehmer an GV gesandt.</p></div>
<p>Zu den Umständen des Nationalstreiks und die Situation in Puerto Rico sehen Sie sich bitte auch die früheren Einträge an: <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/10/02/puerto-rico-a-crisis-with-many-names/">&#8220;A Crisis with Many Names&#8221;</a>, <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/08/28/puerto-rico-such-is-life/">&#8220;Such is Life&#8221;</a>, <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/08/11/puerto-rico-the-battle-over-public-lands/">&#8220;The Battle over Public Lands&#8221;</a>, und <a href="http://de.globalvoicesonline.org/2009/10/14/puerto-rico-bereit-zum-nationalstreik/">&#8220;Bereit zum Nationalstreik&#8221;</a>. Die Mitarbeiter des gemeinnützigen &#8220;Center for the New Economy&#8221; haben ebenfalls regelmäßig ausführliche Analysen über die wirtschaftliche Situation in Puerto Rico <a href="http://cneblog.grupocne.org/">veröffentlicht</a>.</p>
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		<title>Puerto Rico: Bereit zum Nationalstreik</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 21:45:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Puerto Rico und seine Blogger bereiten sich auf den Nationalstreik nächsten Donnerstag, den 15. Oktober vor, der das Land einen Tag lang lahmlegen soll.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/firuzeh-shokooh-valle/">Firuzeh Shokooh Valle</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/10/13/puerto-rico-ready-for-the-national-strike/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Puerto Rico bereitet sich auf den <a href="http://www.primerahora.com/diario/noticia/gobierno_y_politica/noticias/muchas_rutas,_un_solo_paro_nacional/337158">Nationalstreik</a> am Donnerstag, den 15. Oktober vor. Seitdem Gouverneur Luis Fortuño in der ersten Oktoberwoche <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/10/02/puerto-rico-a-crisis-with-many-names/">ca. 17.000 Regierungsangestellte entlassen hat</a>, gab es enorme Unruhen in verschiedenen Sektoren der Zivilgesellschaft: unter anderem bei den Arbeitern und Gewerkschaftsmitgliedern, bei Frauen, Umweltschützern, Studenten und Professoren. Es gab viele Demonstrationen und zivilen Ungehorsam, um gegen die Wirtschaftspolitik zu protestieren, von der die Regierung behauptet hatte, dass sie aufgrund der Finanzkrise notwendig sei. Insgesamt hat die erst kürzlich gewählte Regierung ungefähr 25.000 öffentliche Angestellte entlassen.</p>
<p>In den letzten Monaten hat die Feindseligkeit <a href="http://dialogodigital.com/node/2997">zwischen der Regierung und verschiedenen zivilen Sozialgruppen</a> zugenommen: <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/08/11/puerto-rico-the-battle-over-public-lands/">Räumungsbefehle</a> in sozial und wirtschaftlich benachteiligten Gemeinden, Polizeibrutalität, Abbau von Gemeinde-Initiativen wie die  Fideicomiso del Caño Martín Peña. Außerdem machten eine Anzahl von Regierungsbeamten Kommentare, die als beleidigend und gefühllos empfunden wurden, so wie das nunmehr traurig berühmte  <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/08/28/puerto-rico-such-is-life/">“so ist das Leben”</a> und erst kürzlich, als der vom Gouverneur ernannte Stabschef Marcos Rodríguez Ema die <a href="http://www.google.com/hostednews/epa/article/ALeqM5gkWTKYJndodkR98WWm7Jlj-in8Xw">Demonstranten mit Terroristen verglich</a>. Das sind die Zusammenhänge über den Nationalstreik am Donnerstag. Als Antwort auf diesen Kommentar hat Tito Otero ein Video von einem Jungen gedreht, der vor dem Kongress Geige spielt. Man kann ihn sagen hören: &#8220;Ich bin kein Terrorist. Ich glaube an Gerechtigkeit für mein Land.&#8221;</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/2uZjqwLhULs&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/2uZjqwLhULs&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Blogger und Twitterer bereiten sich auf den Streik vor, der darauf abzielt das Land für einen Tag lahmzulegen. Edwin Vázquez hat in <a href="http://edwinvazquez.blogspot.com/"><em>Cargas and descargas</em></a> [ES] Blogger und Bürger gebeten <a href="http://twitter.com/">Twitter</a> und <a href="http://www.facebook.com/">Facebook</a> für die Informationsweitergabe über den Nationalstreik zu benutzen. Bereits jetzt erbitten die Leute von  @caribnews ihre Anhänger um Hashtag-Vorschläge und die ersten Mitteilungen haben bei #twittericans begonnen.</p>
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		<title>Überblick globale Rezession: Überlebenstipps und geschäftliche Chancen</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 20:28:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jeder versucht mit aller Kraft, die weltweite Wirtschaftskrise zu meistern. Blogger bieten ihren Lesern Überlebenstipps. Weltweit passen sich Unternehmen an. Einige profitieren sogar von der Krise. Ich berichte in diesem Artikel über zahlreiche Beispiele von Einzelpersonen und Unternehmen, die ihr Bestes tun, um die Rezession zu bewältigen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/mong/">Mong Palatino</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/03/27/global-recession-survey-survival-tips-and-business-opportunities/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Der <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/03/13/global-recession-and-its-discontents/">Abschwung der Weltwirtschaft</a> verbreitet täglich überall Trübsinn und Verzweiflung. Der menschliche Geist lässt sich jedoch nicht so einfach besiegen. Viele versuchen mit aller Kraft, die Krise zu meistern. Blogger bieten ihren Lesern Überlebenstipps. Weltweit passen sich Unternehmen an. Sie übernehmen neue Strategien; einige profitieren sogar von der Krise. Ich möchte in diesem Artikel zahlreiche Beispiele von Einzelpersonen und Unternehmen nennen, die ihr Bestes tun, um die Rezession zu bewältigen.</p>
<p><strong>Überleben in der Rezession</strong></p>
<p>Frank Coelho de Alcantara aus Brasilien glaubt, dass in Krisenzeiten <a href="http://www.depijama.com/trecos/com-criatividade-voce-consegue-inovar-ate-velas/">einige weinen, während andere Taschentücher verkaufen</a>. Er rät allen, mit Innovation durch die Krise zu kommen:</p>
<blockquote><p>Inove. Melhore o que já existe e venda. A crise só existe para os que choram e compram lenços.</p></blockquote>
<div class="translation">Seid innovativ. Verbessert, was es schon gibt und verkauft es den Leuten. Die Krise existiert nur für diejenigen, die weinen und Taschentücher kaufen.</div>
<p>Evandro Sudré, ein anderer brasilianischer Blogger, betont die Notwendigkeit, &#8220;<a href="http://ufnet.blogspot.com/2009/02/7-dicas-pra-encarar-crise.html">einen Speicher für innere Stärke und Ideen</a>&#8221; für harte Zeiten anzulegen:</p>
<blockquote><p>Problemas e adversidades fazem parte da vida diária, mas quando a crise nos atinge, é bom ter alguma reserva de força interior e resolução. De fato ter algum tipo de reserva na mente, da qual possamos formar um plano básico de ação e defesa com a qual possamos lidar com a situação. Você é a pessoa mais qualificada para ajudar nesta situação.</p></blockquote>
<div class="translation">Probleme und Missgeschicke sind Teil unseres täglichen Lebens, wenn uns aber eine Krise trifft, ist es gut, einen Speicher an innerer Stärke und Ideen zu besitzen. Es ist in der Tat von Vorteil, ein Reservoir jeglicher Art im Kopf zu haben, aus dem man einen grundlegenden Schlacht- und Schutzplan formen kann, um mit der Situation umgehen zu können. Du allen bist die beste Person, dir in einer solchen Situationen weiterzuhelfen.</div>
<p>Es gibt aber auch diejenigen, die von Geldproblemen überwältigt werden, so dass die für sie denkbare einzige Lösung der Suizid ist. In Gujarat, Indien, gab es beispielsweise mehr als <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/03/21/india-gujarat-diamond-workers-suicide-in-the-face-of-crisis/">70 Suizidfälle</a>, die im Zusammenhang mit Diamantenschleifern, die ihre Arbeit verloren hatten, standen.</p>
<p>Andere haben beschlossen zu kämpfen. Investoren (hauptsächlich in Antigua), die ihr Geld nach der Anklage des US-Milliardärs Allen Stanford wegen Investmentbetrugs verloren hatten, taten sich zusammen und bildeten eine Vereinigung, um ihr Vermögen wiederzuerlangen. Die &#8220;<a href="http://www.stanfordvictimscoalition.com/">Stanford Victims Coalition</a>&#8221; (Vereinigung der Stanford-Opfer) veröffentlichten Folgendes auf ihrer Website:</p>
<blockquote><p>Die Stanford Victims Coalition ist eine internationale Interessenvertretung für die Wiedererlangung von Milliarden von Dollars, die den tausenden unschuldigen Menschen gehören, die vom mutmaßlichen Betrugsfall der Stanford Financial Group und Stanford International Bank in Antigua betroffen sind. Die SVC steht keiner politischen Gruppierung nahe und es gibt keine Mitgliedsbeiträge für Opfer, die sich uns anschließen.</p></blockquote>
<p>In Brunei kritisieren Blogger bankrotte Einzelpersonen, die Überschussbeträge aus <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/02/09/brunei-who-deserves-the-undistributed-zakat-funds/">Zakat-Kollekten</a> beziehen wollten. Bei der Zahlung des Zakat, eine der Säulen des Islams, geht es darum, einen Teil seines Reichtums für Bedürftige abzutreten. Zur Überraschung vieler, versuchten Leute in Brunei mit hohen Kreditkartenrechnungen, Krediten für Autos und privaten Darlehen, an Beträge aus dem Zakat heranzukommen.</p>
<p>Die Rezession wirkt sich bei vielen auf die körperliche und geistige Gesundheit aus. In Singapur sind <a href="http://www.uptoyoulor.com/2009/03/economic-recession-leads-to.html">Fitness- und Yoga-Studios überfüllt</a>, da viele die durch die wirtschaftliche Lage verursachten Verspannungen loswerden wollen; und diejenigen, denen betriebsbedingt gekündigt wurde, verbringen nun mehr Zeit mit Sport. <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/10/30/recession-hits-singapore/">Singapur</a> war das erste asiatische Land, das letztes Jahr von der Rezession getroffen wurde.</p>
<p><em>Homesickhome</em>, ein Arbeiter in Katar, entdeckte, dass die Finanzkrise eine <a href="http://homesickhome.wordpress.com/2009/03/17/my-own-version-of-financial-crisis/">Lösung bei Shoppingsucht</a> sein kann.</p>
<p><a href="http://capital.bg/show.php?storyid=685129">Kapital</a>, eine in Bulgarien wöchentlich erscheinende Zeitung, fragte seine Leser, auf welche Weise sie von der Krise betroffen seien. Simeon Djankov <a href="http://crisistalk.worldbank.org/2009/03/has-the-crisis-affected-you-how-.html">fasst</a> die Ergebnisse des offenen Formums zusammen.</p>
<blockquote><p>Ich habe die Antworten bis zum heutigen Datum gelesen und einige zu erwartende und nicht zu erwartende Dinge gefunden.</p>
<p>Die Mieten gingen nach oben, da sich nur wenige Hypotheken leisten können; einige kleine Unternehmen sagten, ihre größeren Konkurrenten hätte solche Probleme, dass sie nun bessere Chancen hätten; es wird kein Fernsehen mehr geschaut (weil die Nachrichten so düster sind); kleinere gesellschaftliche Kluft - die Neureichen sind jetzt nur noch neu; mehr Zeit zum Lesen; mehr Interesse am Rest der Welt. Mein persönlicher Favorit: Wirtschaft wird als interessanter empfunden.</p></blockquote>
<p><strong>Anpassung der Unternehmen</strong></p>
<p>Welche Anpassungsmaßnahmen wurden als Antwort auf die Krise vom Unternehmenssektor ergriffen?</p>
<p>Anstatt die Anzahl der Arbeiter zu reduzieren, verkürzen einige Unternehmen auf den Philippinen die <a href="http://www.bworldonline.com/BW030509/content.php?id=002">Arbeitsstunden pro Woche</a>. Wegen niedrigerer Belegung ihrer Gebäude, verringern einige Vermieter in Manila die <a href="http://www.gmanews.tv/story/152275/Office-rentals-to-go-down-until-June-property-consultant-says">Preise für Büroräume</a>. Ein japanisches Unternehmen in Südkorea verwendete seine Ersparnisse und über die Jahre aufgelaufenen Gewinne für die Absicherung seiner Mitarbeiter.</p>
<p>Chefs von Unternehmen in Fiji haben die Regierung erfolgreich dazu gezwungen, die <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/02/19/fiji-minimum-wage-increase-postponed/">Anhebung des Mindestlohns zu verschieben</a>, die den Arbeitern des Landes versprochen worden war. Sie warnten vor mehr Entlassungen und Betriebsschließungen durch die Anhebung. Das sind schlechte Nachrichten für die Arbeiter.</p>
<p>Roshni Mahtani, Gründer und Redakteur von <a href="http://sg.theasianparent.com/home.php">www.theasianparent.com</a>, schlägt kleinen Unternehmen folgende <a href="http://sgentrepreneurs.com/commentary/2009/03/09/10-cost-cutting-measures-%E2%80%93-theasianparentcom-way/">Sparmaßnahmen</a> vor:</p>
<blockquote><p>1. Büroräume verkleinern. Monatliche Ersparnis: 1.500 $</p>
<p>2. Umsteigen auf Open Source. Einmalige Einsparung:<br />
4.000 $. Monatliche Einsparung: 100 $<br />
3. Skype! Monatliche Einsparung: zwischen 100 $ und<br />
150 $<br />
4. Praktikanten. Monatliche Einsparung: 500 $<br />
5. Virtuelle Meetings. Monatliche Einsparung: 100 $<br />
6. Größenvorteile. Monatliche Einsparung: 300 $<br />
7. Incentives. Monatliche Einsparung: zwischen 750 $ und 1.000 $ pro Verkaufsmitarbeiter.<br />
8. Partnerschaften. Monatliche Einsparung: 100 $-150 $<br />
9. Rette die Bäume (und Geld). Monatliche Einsparung:<br />
200 $<br />
10. Social-Media-Marketing. Einmalige Einsparung: 2.600 $</p>
<p>Monatliche Einsparungen insgesamt: zwischen 4.500 $ und 5.000 $ pro Monat<br />
Einmalige Einsparungen insgesamt: 6.600 $</p></blockquote>
<p>Michel Monteiro aus Brasilien schreibt über die von der Einzelhandelskette Ponto Frio gestarteten <a href="http://vitrinepop.blogspot.com/2009/02/criatividade-em-tempos-de-crise.html">Aktion</a>: Kunden, die in dem Laden einkaufen, sind nun bis zur Höhe ihrer getätigten Einkäufe kostenlos versichert, sollten sie arbeitslos werden.</p>
<blockquote><p>O interessante é que essa ação tem como enfoque a atual crise economica, e em seu anuncio busca tirar o temor que existe nas pessoas de comprar e não poder pegar, o que gera queda nas vendas. Assim, o consumidor poderá voltar a comprar, e fazer o dinheiro movimentar a economia.</p>
<p>Mais do que uma inteligente proposta de marketing, a ação é um serviço ao país, pois - de forma inteligente -, faz a economia nacional girar capital, e consequentemente manter níveis de venda, empregos, etc.</p></blockquote>
<div class="translation">Das Interessante ist, dass diese Vorgehensweise sich auf die Wirtschaftskrise konzentriert, und diese Werbeanzeige zielt darauf ab, den Leuten die Angst zu nehmen, wenn es darum geht, Dinge zu kaufen und nicht bezahlen zu können, was zu einem Rückgang der Verkaufszahlen führt. So könnten die Konsumenten wieder kaufen, was zu einem Geldumlauf in der Wirtschaft führt.</p>
<p>Die Vorgehensweise ist mehr als eine klevere Marketingidee, sie dient auch dem Land, weil - sehr intelligent - es den Geldumlauf in der nationalen Wirtschaft steigert, und folglich Verkäufe, Jobs etc. auf hohem Niveau hält.</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 255px"><img title="Russland" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/03/russia.jpg" alt="Russlands " width="245" height="309" /><p class="wp-caption-text">Russlands “Toilettenpapier für die Finanzkrise”. Auf dem Etikett heißt es: Was muss getan werden? Vom Blog Notes on Moscow</p></div>
<p><strong>Chancen für Unternehmen</strong></p>
<p>Es gibt Unternehmen, die auch trotz der Krise Gewinne machen. Einige profitieren sogar von der Krise.</p>
<p>In <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/03/10/japan-making-money-thanks-to-the-economic-crisis/">Japan</a> zählen folgende zu den heute profitablen Unternehmen: <a href="http://ueki.biz/414.html">kleine und mittelständische Betriebe</a>, die Teile von Rohstoffen verarbeiten und verkaufen, Fastfood-Ketten, <a href="http://business.nikkeibp.co.jp/article/manage/20090129/184281/?P=1">e-Commerce</a>-Dienstleister, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pachinko">Pachinko</a>-Branche (Spielekonsolen).</p>
<p>Chikara Ueki aus Japan lässt uns an einem Gespräch mit einem Unternehmer teilhaben, indem es darum ging, die <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/03/10/japan-making-money-thanks-to-the-economic-crisis/">Krise in eine Chance umzuwandeln</a>:</p>
<blockquote><p>１００年に一度と言われている経済危機、考え方を変えると１００年に一度のチャンスかもしれない。不況業種も含め、全ての産業に言えることかもしれません。</p>
<p>ただ、事例の通り何もしなくてもチャンスは生まれるのではなく、コツコツとやってきたご褒美だと思います。</p></blockquote>
<div class="translation">Durch eine Änderung der Perspektive kann diese Krise, die es angeblich nur einmal in hundert Jahren gibt, als Chance gesehen werden, die man nur einmal in hundert Jahren bekommt. Dies gilt für alle Branchen, auch für die, die jetzt in großen Schwierigkeiten stecken.</p>
<p>Wie dieser Fall zeigt, kommt sie jedoch nicht von ungefähr. Sie ist die Belohnung für ständige Anstrengungen über einen langen Zeitraum hinweg.</p></div>
<p>Philippine Airlines fliegt in vielen Ländern häufiger Ziele an, was der Blogger Caswell Whiteside damit <a href="http://caswellwhiteside.wordpress.com/2009/03/19/forgotten-in-the-shuffle/">interpretiert</a>, dass mehr und mehr entlassene philippinische Wanderarbeiter jetzt heimkehren.</p>
<blockquote><p>Seit Kurzem fliegt Philippine Airlines täglich nach Kanada und in die USA, wogegen dies vorher in einigen Fällen nur viermal pro Woche der Fall war und vom Flugziel abhing. PAL hat das öffentlich natürlich mit &#8220;neuem und besserem Service&#8221; hochgespielt, während es in Wirklichkeit darum geht, sich der Anzahl philippinischer Arbeiter anzupassen, die von ihren Arbeitgebern in vielen Ländern der Welt, hauptsächlich in Japan und den USA, entlassen worden waren und nun heimkehren.</p></blockquote>
<p>Teil des <a href="http://nationmultimedia.com/2009/03/19/business/business_30098297.php">thailändischen Anstoßplans</a> ist die Verteilung von Schecks in Höhe von 55 US-Dollar an jeden Geringverdiener. Die Leistungsempfänger können mit den Schecks bei McDonald&#39;s, KFC, Pizza Hut und 18 anderen großen Unternehmen im Land einkaufen. Bei KFC erhalten Leistungsempfänger sogar <a href="http://www.irrawaddy.org/article.php?art_id=15369">20 Hühnchenstücke gratis</a>, wenn sie Ihren Scheck gegen Coupons der Verkaufsstelle eintauschen.</p>
<p><em>Every Woman’s Blog</em> stimmt einem Kondomhersteller zu, der einen <a href="http://www.everywomansblog.com/people-buy-condoms-recessions">Anstieg der Kondomverkaufszahlen</a> in der Rezession beobachtet, da Schwangerschaften vermieden werden sollen.</p>
<blockquote><p>Ich glaube hierin liegt sehr viel Wahrheit und Logik. In schwierigen und ungewissen Zeiten wollen die Menschen unvorbereitet keine weiteren Familienmitglieder, was zu zusätzlichen finanziellen Lasten führt.</p></blockquote>
<p>Douglas Muir erwartet einen <a href="http://fistfulofeuros.net/afoe/economics-and-demography/a-goodbad-time-to-stop-having-babies/">steilen Abfall der Geburtenraten</a> weltweit, vor allem in osteuropäischen Ländern.</p>
<p><strong>Back to Basics</strong></p>
<p>Aufgrund der Rezession lernen einige die grundlegenden Gesetze des Geschäftslebens, wie die Bereitstellung von erstklassigem Service gegenüber den Kunden, zu schätzen. Ein <a href="http://livroseafins.com/2008/05/12/prefeitura-pipoqueiro-pipoca/">brasilianischer Popcorn-Vekäufer</a> hat Beachtung für seine kreative Geschäftsideen gefunden. Er hat bereits viele <a href="http://www.ricardocoelhoconsult.com.br/responsabilidade.php">Vorlesungen zum Thema Unternehmertum</a> gehalten.</p>
<p>Die <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/02/22/japan-agriculture-the-latest-trend-among-celebrities/">Landwirtschaft</a> wird unter japanischen Jugendlichen und Prominenten wieder populär und viele Menschen suchen nach einer wirtschaftliche Tätigkeit, die auf stabileren Fundamenten aufbaut als der Finanzsektor. Kamiyama Yasuharu bemerkt, dass der <a href="http://8ada.com/kamiyama/archive/2009/02/post-1.html">Boom der Landwirtschaft</a> heute zu einem interessanten Schlüsselwort in der japanischen Gesellschaft geworden ist.</p>
<p><a href="http://ki-media.blogspot.com/2009/03/cambodia-tries-alternative-products-to.html">Kambodscha</a> unterstreicht sein Vertrauen in die Landwirtschaft, um ein Wachsen der Wirtschaft herbeizuführen. Ein <a href="http://rspas.anu.edu.au/rmap/newmandala/2009/01/28/laos-too-poor-to-get-any-poorer/">laotischer Ökonom</a> glaubt, dass Laos durch den &#8220;landwirtschaftsbasierten, unabhängigen Charakter&#8221; der Wirtschaft des Landes von der globalen Finanzkrise verschont bleiben wird. Der Ökonom fügt hinzu:</p>
<blockquote><p>Menschen in Industriestaaten leben in der Angst vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes, weil sie kein Gemüse anbauen und keine Tiere züchten können wie die Menschen in Laos.</p></blockquote>
<p>In Jamaika haben die Chefs von 21 privatwirtschaftlichen Unternehmen einen Kooperationsvertrag geschlossen, um die Auswirkungen der sich verschlechternden globalen Wirtschaftsbedingungen auszugleichen. Sie haben erneut gelernt, wie viel die Bildung eines <a href="http://www.jamaicaobserver.com/news/html/20090308T200000-0500_147282_OBS_LEADERSHIP_BY_EXAMPLE.asp">&#8220;gesellschaftlichen Partnerschaftsdialogs&#8221;</a> zwischen Regierung, Opposition, Arbeitnehmerschaft, Unternehmen und Zivilbevölkerung wert ist.</p>
<p><em>Das Vorschaubild stammt von der Flickr-Seite von <a href="http://www.flickr.com/photos/suburbanslice/3103078097/in/set-72157611066659335">suburbanslice</a>. Der portugiesische Text wurde von GV-Redakteurin <a href="http://globalvoicesonline.org/author/paulagoes/">Paula</a> übersetzt. Den japanischen Text übersetzte GV-Redakteurin <a href="http://globalvoicesonline.org/author/scilla-alecci/">Scilla</a>.</em></p>
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		<title>Der Papst in Kamerun (1): Kontroverse über Aufräumaktionen in Yaoundé</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 17:54:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Cameroon]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<description><![CDATA[Papst Benedikt XVI besucht vom 17. bis 20. März Kamerun. Die Regierung nimmt dies zum Anlass, radikale Aufräummaßnahmen durchzuführen, die in der Blogosphäre Kameruns eine Kontroverse ausgelöst haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/george-esunge-fominyen/">George Esunge Fominyen</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/03/17/the-pope-in-cameroon-1-yaounde-clean-up-controversy/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Papst Benedikt XVI ist vom 17. bis 20. März in Kamerun zu Besuch. Das hat dazu geführt, dass die Regierung einige radikale Aufräummaßnahmen durchgeführt hat, wie <a href="http://grietandthorsten.blogspot.com/2009/03/long-awaited-visit-of-pope.html">Griet,Thorsten, Jara und Lisa</a> bloggen:</p>
<blockquote><p>1 Sämtliche kleinen Läden, Häuser, Verkaufsstände, die nicht hübsch genug aussehen, werden mithilfe großer Raupen zerstört. Der LKW kommt vorbei, sieht sich deinen Stand/Haus/was-auch-immer an und wenn es dem Fahrer nicht gefällt, zerstört er es einfach samt dessen Inhalt. Alles begann vor ca. einer Woche im Zentrum der Stadt. Auf einmal gab es auf den Straßen keine Straßenhändler mehr, alle Läden am Postamt verschwanden usw. Das Ganze wurde nun bis zum Flughafen ausgeweitet.<br />
2 Die Straße zum Flughafen wird von brandneuen Straßenlampen erleuchtet. Allerdings NUR die Straße vom Flughafen ins Stadtzentrum.<br />
3 Am Dienstag (das ist gesichert, andere Tage müssen noch bestätigt werden) wird die Straße zwischen Flughafen und Stadtzentrum gesperrt sein. Hinweis: Der Papst kommt abends an, aber die Straße muss schon ab dem FRÜHEN MORGEN gesperrt werden. Es kommt also niemand zur Arbeit/nach Hause, zur Schule usw.</p></blockquote>
<p>Dieser Post verlinkt auf einen anderen Blog einer Expat-Familie, <a href="http://sanderelkemilan.blogspot.com/2009/03/weet-de-paus-wel-dat-de-mensen-in.html">Sander Elke en Milan</a>, auf dem es Fotos über die Zerstörung von Läden am Straßenrand von Yaoundé gibt.</p>
<p>Diese Zerstörung löste in den Blogs zweier anderer Expats in Kamerun eine Diskussion aus. <a href="http://danielseely.wordpress.com/2009/03/11/popes-coming-means-excitement-for-some-difficulty-for-others-face-lift-for-yaounde/#comment-185">Συγκακοπαθησον</a>, ein Blog, das von einer Mission in Kamerun betrieben wird und in dem über die Veränderungen im Aussehen Yaoundés als Ergebnis des Papstbesuchs geschrieben wird.</p>
<blockquote><p>Wie sehe ich also die ganze Sache? Es ist schön, dass die Stadt ein Facelift bekommt - alles sieht auf jeden Fall viel schöner aus und die großen Straßenlaternen machen das Fahren in der Nacht oder das Anhalten eines Taxis an der Hauptstraße so viel einfacher und sicherer - es ist allerdings schade, dass diese Aufräumaktion die Zerstörung der Lebensweise von Menschen bedeutet. Leider haben diese Leute die &#8220;Regeln&#8221; einfach ignoriert, einige davon absichtlich, und werden nun mit den Konsequenzen konfrontiert. Traurig ist, dass die Regierung offensichtlich damit zufrieden war, den Dingen ihren Lauf zu lassen (möglicherweise seit 10 Jahren oder länger), bis etwas Großes passierte, wie etwa der Besuch des Papstes. Wenn sie, sobald sich diese Strukturen zu bilden begannen, eingegriffen hätte, wäre die jetzige Art der Zerstörung der Lebensgrundlage von Menschen vermeidbar gewesen. Aber auch hier gilt, Gesetz ist immer noch Gesetz, auch wenn es nicht durchgesetzt wird.</p></blockquote>
<p>Diese Ansicht wurde von einem in Großbritannien geborenen VSO-Volontär, der auf Our Man in Cameroon bloggt, nicht wirklich geteilt. Seine Reaktion in einem Post mit dem Titel <a href="http://ourmanincameroon.com/2009/03/12/pope-cameroon-clean-up/">Impossible Missionary</a> (Unmöglicher Missionar) war einfach:</p>
<blockquote><p>Straßenstände sind hier eine Lebensart. Es gibt sie überall. Es ist einfach, zu sagen, sie seien illegal, sie bestehen jedoch teilweise aus solidem Material. Dazu kommt, dass wenn sie tatsächlich illegal sind, ich mir vorstellen kann, dass sie nur deshalb geduldet wurden, weil irgendjemand, irgendwo regelmäßig ein paar tausend Franc Bestechungsgeld kassiert hat.<br />
Die Menschen rackern sich hier ab. Man kann davon ausgehen, dass aus diesen Buden nicht viel herausspringt, und in einem Land, in dem Unternehmen und das Unternehmertum an sich so schwach sind… nun, was für eine Art und Weise, das zu belohnen. Wenn ihr dem, was ich geschrieben haben, grundsätzlich zustimmt und die Sichtweise der Mission genauso ignorant findet wie ich, bitte ich euch, einen Kommentar zu hinterlassen. Vielleicht nicht hier unten, sondern auf der Seite der Mission.</p></blockquote>
<p>Leser haben dazu jedoch auch Kommentare auf dem Blog Our Man in Cameroon hinterlassen. Die Reaktionen schaukelten sich so hoch, dass Karis, die Frau des Missionars, begann, <a href="http://ourmanincameroon.com/2009/03/12/pope-cameroon-clean-up/#comment-899">ihren Mann zu verteidigen</a>:</p>
<blockquote><p>Wow! Ich hätte nie gedacht, dass mein Mann einen solchen Aufruhr verursachen könnte. Ich glaube, manchmal denken wir, dass nur Leute unser Blog lesen, die uns kennen, und diese Leute wissen, wie zu verstehen ist, was wir schreiben, anstatt es Zeile für Zeile auseinanderzunehmen, ohne uns überhaupt zu kennen. Trav, vielen Dank für deine netten Worte. Dad A, vielen Dank für den Humor. Du bringst mich immer zum lächeln. Ich wünschte nur, ihr alle, die ihr hier auf seinem Blog einen Kommentar hinterlassen habt, würdet meinen Mann kennen — ihr wäret nicht so hart dabei, Sätze auseinanderzunehmen.<br />
Er und ich haben viele Gespräche darüber geführt, wie schrecklich es ist, wie Menschen ihre Lebensgrundlage entzogen wird, und all das für ein paar Tage Papstbesuch. Als wir am Montag in der Stadt waren und sahen, wie Habseligkeiten auf LKWs geworfen wurde, wurde mir schlecht. Mehr als einmal sagten wir: &#8220;Aber wie werden diese Menschen heute Abend essen? Und am Tag danach und danach?&#8221; Es ist sogar noch schlimmer als das in…<br />
Und dann heute sah ich ihn, wie er Menschen weiter unten in unserer Straße mit ihren Nähmaschinen, ihren Tische, ihren Taschen voll Habseligkeiten half, als die Regierung mit ihren Bulldozern anrückte. Nein, das wurde wurde in diesem Post nicht ausreichend betont, um all unsere Gespräche und Taten zu zeigen, aber wow… das bedeutet nicht, dass mein Mann kein Mitgefühl für die Menschen hier hätte! Vielleicht kann ich ihn dazu überreden, einen neuen Post zu schreiben, aber ich bin mir nicht so sicher, denn es ist vielleicht besser, die Sache ruhen zu lassen, anstatt wieder zerrissen zu werden. Ich höre an dieser Stelle wohl besser auf. Eine Ehefrau, die sich auf die Seite Ihres Mannes stellt, gibt wohl kaum Anlass zum Umdenken.</p></blockquote>
<p>Dieser Meinungsaustausch war hier noch nicht zu Ende. Dieser päpstliche Besuch nimmt innerhalb der Blogosphäre so manche Wendungen!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Japan: Hakenmura, das Dorf der Zeitarbeiter</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/12/japan-hakenmura-das-dorf-der-zeitarbeiter/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/12/japan-hakenmura-das-dorf-der-zeitarbeiter/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 14:26:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitskräfte]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Humanitäres]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Japanisch]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Relief & Rescue]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>

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		<description><![CDATA[Über 300 Menschen verbrachten die Nächte zwischen Neujahr und dem 5. Januar in einem Zeltlager im Hibiya Park [en] in der Stadtmitte Tokios, genannt 年越し派遣村 [ja] (toshikoshi hakenmura oder wörtlich „Neujahrsdorf für Zeitarbeiter“). Es gibt Schätzungen, nach denen zwischen Oktober vergangenen und März dieses Jahres 85012 Zeitarbeiter gekündigt wurden und noch werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/scilla-alecci/">Scilla Alecci</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/12/japan-hakenmura-the-temp-workers-village/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Über 300 Menschen verbrachten die Nächte zwischen Neujahr und dem 5. Januar in einem Zeltlager im <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Hibiya_Park">Hibiya Park</a> [en] in der Stadtmitte Tokios, genannt <a href="http://hakenmura.alt-server.org/">年越し派遣村</a> [ja] (<em>toshikoshi hakenmura</em> oder wörtlich „Neujahrsdorf für Zeitarbeiter“). Die Menschen in Hakenmura waren Zeitarbeiter (派遣社員, <em>haken shain</em>): Japanische Männer und Frauen unterschiedlichsten Alters mit Arbeitserfahrung in verschiedenen Bereichen, denen die Zeitarbeitsverträge in den letzten Monaten gekündigt worden waren (<a href="http://search.japantimes.co.jp/cgi-bin/nn20090106a3.html">es gibt Schätzungen, nach denen zwischen Oktober vergangenen und März dieses Jahres 85012 Zeitarbeiter gekündigt wurden und noch werden</a> [en]), teils <a href="http://www.asahi.com/english/Herald-asahi/TKY200901050300.html">wegen der Weltwirtschaftskrise</a> [en], und teils <a href="http://www.japan-press.co.jp/2580/labor_2.html ">wegen der schlechten Organisation </a> [en] des <a href="http://www.hakenhou.biz/index.html"> Rechtssystems, das für Zeitarbeit gilt</a> [ja].</p>
<p>Die oben genannten Gründe sind die am meisten von den traditionellen japanischen Medien erwähnten. Manche Blogger haben andere hervorgehoben und darauf hingewiesen, dass die hohe Kommission von Unternehmen an die Zeitarbeitsfirmen auch berücksichtigt werden sollte. Zum Beispiel erklärt der Blogger <a href=" http://financial-free-fx.seesaa.net/article/111712944.html ">Idaten Tasuke </a>(韋駄天太助)  [ja] die prekären Bedingungen, auf die sich die Zeitarbeit gründet und betont dabei, dass die japanischen Medien mit Fingern auf das Sozialsystem zeigen, ohne an andere Faktoren zu denken, die grundlegend sind um das Thema der entlassenen Zeitarbeiter zu verstehen:</p>
<blockquote><p>毎日メディアで派遣切りのニュースが報道されています。<br />
切実な問題なのでしっかり報道して欲しいと思うが、自分より若い世代が住む場所も失い路上生活に身を落としてしまうのを見ているのは辛い。<br />
しかしながら、メディアは問題にしっかり切り込んでいるのかと疑問も感じる。</p>
</blockquote>
<div class="translation">Jeden Tag berichten die Medien über die Entlassung von Zeitarbeitern. Da es ein dringendes Problem ist, möchte ich, dass sie ordentlich darüber berichten - es ist schwer, Menschen mit anzusehen, die jünger sind als ich, und ohne Dach über dem Kopf auf das Niveau des Lebens auf der Straße herabsinken. Ich habe aber einige Zweifel, ob die Medien das Problem ernsthaft angehen.</div>
<p>[…]</p>
<blockquote><p>
メディアに違和感を感じるのは派遣契約を解除した企業に批判的だが（それはそれで良いのですけど）、何故に派遣会社の責任を問わないのか？<br />
（私の接した情報が偏っているだけですかね？）<br />
企業は派遣会社と契約しているのであって、派遣社員のAさんとは何の契約もしていない。<br />
Aさんに時給何円払うかを決めるのは派遣会社であり、企業は派遣会社との契約で派遣会社に時間極めの人材派遣費用を払います。
</p>
</blockquote>
<div class="translation">Der Grund für mein ungutes Gefühl den Medien gegenüber ist, dass, obwohl sie sehr kritisch sind gegenüber den Unternehmen, die die Verträge gekündigt haben (wo ich ihrer Meinung bin), ich mich darüber wundere, warum sie nicht auch nach der Verantwortung der Zeitarbeitsfirmen fragen?<br />
(Ist das vielleicht nur der Fall bei den Quellen, die ich untersucht habe?)<br />
Die Unternehmen haben einen Vertrag mit diesen Zeitarbeitsfirmen, aber sie haben keinen Vertrag mit den einzelnen Zeitarbeitern.<br />
Die Zeitarbeitsfirma entscheidet, wieviel Herr A. pro Stunde bezahlt bekommt, und das Unternehmen zahlt der Zeitarbeitsfirma Ausgaben für Personal für die geleistete Arbeitszeit, nach einem Vertrag mit dieser Zeitarbeitsfirma.</div>
<p>[…]</p>
<blockquote><p>
派遣会社はそれだけ取って、何をしてくれたかと言えば、派遣社員を企業に送っただけです。<br />
[…]<br />
派遣会社が何かトレーニングして送ってくれるかと言えば、そんなものはない。<br />
これだけで(?)、派遣社員が企業に派遣されている限り、毎日（寝ていても？）売上が上がるシステムになっています。<br />
企業が派遣社員を切るなと言われれば、じゃあ派遣社員を頼まないよという話になります。<br />
ボロイ商売、いや、収益性の高いビジネスモデルの派遣会社が批判を受けないのは何故なのか？<br />
派遣社員は安いから使っているのではなく（決して安くない）、ストレートに言えばいつでも契約を切れるから使っているのです。
</p>
</blockquote>
<div class="translation">Die Einnahmen der Zeitarbeitsfirmen beschränken sich darauf und um es einfach zu sagen, tatsächlich schicken sie nur Zeitarbeiter zu den Firmen.<br />
[…]<br />
Ohne jegliche vorhergehende Ausbildung oder sonstwas.<br />
Ohne dass sie mehr als das (?) machen, wächst, solange Zeitarbeiter in die Unternehmen geschickt werden, ihr Umsatz von Tag zu Tag (selbst wenn sie schlafen). Das ist das System.<br /> Wenn man den Firmen sagt, sie dürften Zeitarbeiter nicht feuern, dann werden sie einfach keine Zeitarbeiter mehr anfordern.<br />
Warum also wird dieses Bonanza-Geschäft &#8212; eine hochlukratives Geschäftsmodell &#8212; überhaupt nicht kritisiert?<br />
Der Grund ist, weil Zeitarbeiter angestellt werden ist nicht, weil sie billig sind (das sind sie nämlich ganz und gar nicht), sondern, offen gesagt, weil ihr Vertrag jederzeit gekündigt werden kann.</div>
<p>[…]</p>
<blockquote><p>
		景気の良い時は、この奇妙な三角関係(?)はうまく機能します。<br />
		今回の問題は、同時期に大量に契約が解除され、派遣会社が派遣社員に次の派遣先を紹介できないという状況だからです。<br />
		セーフティネットを強く求められべきは、企業側ではなく派遣会社だと思うのですが、私の接したメディアは派遣先企業の社会的責任を問う声ばかりです。
	</p>
</blockquote>
<div class="translation">Solange das Geschäft floriert, funktioniert dieses heikle Dreieck [Unternehmen / Zeitarbeitsfirma / Zeitarbeiter] gut.<br />
Jetzt aber gab es Probleme, weil viele Verträge gleichzeitig gekündigt wurden, und die Zeitarbeitsfirmen diese Arbeitnehmer nicht in andere Firmen entsenden können.<br />
Ich denke, dass wenn es eine große Nachfrage nach einem Sicherheitsnetz gibt, dann muss man das von den Zeitarbeitsfirmen verlangen, nicht von den Unternehmen. Aber die Stimmen, die ich aus den Medien gehört habe, haben nur die soziale Verantwortung der Zeitarbeitsfirmen hinterfragt.</div>
<p>Ähnlich zweifelt auch <a href="http://d.hatena.ne.jp/shino-kichi/20090103/1230992899">Shino Kichi</a> [ja] an der Art der in letzter Zeit aufgekommenen Debatte zum Thema „Zeitarbeiter“ und begründet seine Anmerkungen mit seiner Erfahrung als Zeitarbeiter:</p>
<blockquote><p>
		派遣の問題であまり話題になってるのを見たことがないんですが、派遣会社が取ってる手数料って相当高い気がするんですよ。<br />
		トヨタやキャノンはどうか知りませんが、僕が派遣社員をスタッフとして採用したときは35％～40％くらい取られてました。[…]<br />
		これを低くすることって議論されないんでしょうか。
	</p>
</blockquote>
<div class="translation">Das ist das erste Mal, dass ich das Thema der „Zeitarbeiter“ so in der Diskussion sehe. Ich habe das Gefühl, dass die Kommission für die Zeitarbeitsfirmen ziemlich hoch ist.<br/><br />
Ich weiß nicht Bescheid über die Fälle Toyota oder Canon, aber als ich als Zeitarbeiter angestellt wurde, bekam die Zeitarbeitsfirma 35-40% [des Geldes, das das Unternehmen für die Anstellung eines Zeitarbeiters bezahlt]. [&#8230;] Warum diskutiert man nicht über diese Abzüge [vom Arbeitslohn] ?</div>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/_BRiSmlB13g&#038;hl=ja&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/_BRiSmlB13g&#038;hl=ja&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object><br />
<small>Die Nacht auf den 1. Januar 2009 in <em>Hakenmura</em> </small></p>
<p>Der Blogger bei <a href="http://minnie111.blog40.fc2.com/blog-entry-1351.html">Canada de Nihongo</a> (カナダで日本語) [ja] nimmt die Berichte über das Leben im Dorf Hakenmura während der Feiertage zum Anlass, die politische Verantwortung all derer zu betonen, die all das geschehen ließen.</p>
<blockquote><p>
予想通り、日比谷公園の「年越し派遣村」には、想定していた人数の倍の３００人の派遣切りされた労働者が集まったそうだ。２００人分の食事しか用意していないということだったので、足りるのかなと不安に思っていたら、やはり、日比谷公園の施設はパンク状態となり、政府は、近くにある厚生労働省の講堂を解放せざるを得なくなったそうだ。</p>
</blockquote>
<div class="translation">Wie erwartet, versammelten sich 300 Menschen, deren Zeitarbeitsverträge gekündigt worden waren, im Hibiya Park zum Neujahrsfest: das waren doppelt soviele wie gedacht. Essen war für 200 Menschen vorbereitet, [die Organisatoren] merkten dass sie nicht genug hatten, und tatsächlich, dass der Platz im Hibiya Park an seine Grenzen geriet, schien die Regierung dazu zu zwingen, eine Versammlungshalle des nahegelegenen Ministeriums für Gesundheit und Arbeit zu öffnen.</div>
<p>[…]</p>
<blockquote><p>
今回も、対応の遅れが目立った政府だが、黙っていたら、厚生労働省が「年越し派遣村」のために講堂を解放するどころか何の対策も取ろうとしなかっただろう。与党の政策の失敗で犠牲になった労働者なのに、派遣切りなんて他人事と思っている政府や与党の下心がよくわかる出来事だった。
</p>
</blockquote>
<div class="translation">Die späte Antwort der Regierung stand in diesem Fall noch aus, aber wenn sie stillgehalten hätte, zweifle ich im Gegenteil daran, dass das Ministerium für Gesundheit und Arbeit wohl irgendwelche Maßnahmen ergriffen hätte. Obwohl die Zeitarbeiter Opfer der desaströsen Politik der Partei an der Macht [der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liberaldemokratische_Partei_(Japan)">Liberaldemokratischen Partei</a>] sind, war es ein gutes Beispiel, das zeigte, wie die regierende Partei insgeheim das „Entlassen von Zeitarbeitern“ als Problem Anderer ansieht.</div>
<p>Im „Neujahrsdorf für Zeitarbeiter“ halfen 200 Freiwillige bei der Organisation der Gemeinschaft, beim Verteilen von Essen an die Flüchtlinge oder dabei, für sie eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden, usw. Einer dieser Freiwilligen hielt diese Tage in einem Tagebuch (mit vielen Bildern) fest unter <a href="http://blog.goo.ne.jp/ktonegaw">Tone Nikki</a> (とね日記) [ja]. <a href="http://blog.goo.ne.jp/ktonegaw/e/641e2fe6b2d615a14947a665d29f55cc">Am 2. Januar</a> [ja] skizzierte er seine persönlichen Eindrücke in Bezug auf die Berichterstattung über das Dorf in den japanischen Medien.</p>
<blockquote><p>今日は民主党の菅直人さんもお見えになり、かなり長い時間を使って村民と直接話をしたり、メディアのインタビューに答えていた。[…] メディアは菅さんや「派遣村の村長」の湯浅さんなど有名人の撮影がメインだ。もっと村民や「委員」、ボランティアの状況をレポートすればよいのにと思った。カメラマンしか来ておらず、レポーターが来ていないからだと僕は思った。</p>
</blockquote>
<div class="translation">
Heute kam <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Naoto_Kan">Herr Naoto Kan</a> von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratische_Partei_Japans">Minshutô</a> [Demokratischen Partei Japans] [ins Dorf] und er verbrachte dort viele Stunden. Er sprach direkt mit den Flüchtlingen, gab der Presse Interviews, usw. [&#8230;] Das Interesse der Medien war hauptsächlich auf Herrn Kan und Herrn Yuasa (den Chef des Dorfes) und andere Persönlichkeiten gerichtet. Ich meine, dass sie viel mehr über die Flüchtlinge berichten hätten sollen und über die „Mitglieder des Komitees“, sowie über die Arbeit der Freiwilligen. Der Grund dafür war vielleicht, dass nur Kameraleute kamen - es waren keine Reporter anwesend.</div>
<p>Weiter hinten im Tagebucheintrag dieses Tages berichtet der Freiwillige über eine Unterhaltung mit einem jungen Mann, einem Freund von Herrn T. (einen Flüchtling, um den er sich gekümmerte), der ihm die harte Lage der Menschen in Schwierigkeiten erklärte, besonders der der Frauen.</p>
<blockquote><p>
Tさんの知り合いの青年（３０歳くらい？）とも話をした、派遣切りされかけた後、交渉の末に仕事に戻れたそうだが、彼はネットカフェ難民経験者である。彼によると若い女性にも同じ状況の人はたくさんいるそうで、その多くが性風俗産業に流れるか個人営業しているということだ。そしてそういう商売ができない人は明け方のマクドナルドやネットカフェにたくさんいるということだ。そこまでするんだったら親元に戻ったほうがいいのにと僕が言うと、彼は「戻れない人たちばかりなんですよ。ほとんどの女性がいろいろな事情を持っているから。」と教えてくれた。絶句。。。それじゃ逃げ場がない。
</p>
</blockquote>
<div class="translation">Ich sprach auch mit einem jungen Kerl (um die 30?), einem Bekannten von Herrn T. Nachdem er gekündigt wurde, und nach einigem Verhandeln, konnte er wohl seine Arbeit wiederbekommen, aber er erlebte trotzdem was es heißt, ein <a href="http://globalvoicesonline.org/2007/08/30/japan-life-out-of-a-manga-kissa/">Internet-Café-Flüchtling</a> [en] zu sein. Wie Herr T. berichtet, sind viele junge Frauen in derselben Situation; viele von ihnen landen in der Sex-Industrie oder betreiben ihr eigenes Geschäft. Die Frauen, die solch eine Arbeit nicht tun können, verbringen ihre Nächte in McDonalds-Restaurants oder in Internet-Cafés. Und als ich sagte, diese Frauen sollten in ihre Familie zurückkehren, anstatt so ein Leben zu führen, erklärte er mir „Sie sind Menschen, die nicht zurück können. Die meisten haben Angelegenheiten [in ihrem persönlichen Hintergrund, die sie daran hindern zurückzukehren]“ &#8221; Ich wurde ganz still&#8230; In diesem Fall haben sie keinen Ausweg.</div>
<div class="notes">Der Flickr-Benutzer <a href="http://www.flickr.com/photos/cumon/">Photowalker</a> hat viele interessante Fotos von <em>Hakenmura</em> und den Zeitarbeitern auf sein Account hochgeladen.</div>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Russland: Die Krise und das Aufruhr-Potenzial</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Dec 2008 08:30:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitskräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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		<description><![CDATA[Mitte Oktober veröffentlichte Global Voices einen Überblick über die Ansichten englischsprachiger Blogger zur Finanzkrise in Ungarn, Estland, Lettland, Litauen und der Ukraine. Hier kommt eine weitere Folge über die Auswirkungen und zu erwartendenden Folgen der Krise in Russland.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/neeka/">Veronica Khokhlova</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/12/21/russia-the-crisis-and-the-potential-for-unrest/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Mitte Oktober <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/10/16/central-eastern-europe-financial-crisis/">veröffentlichte Global Voices</a> [en] einen Überblick über die Ansichten englischsprachiger Blogger zur Finanzkrise in Ungarn, Estland, Lettland, Litauen und der Ukraine. Hier kommt eine weitere Folge über die Auswirkungen und zu erwartendenden Folgen der Krise in Russland.</p>
<p>Edward Hugh von <em>Eastern Europe Economy Watch</em> <a href="http://easterneuropeeconomy.blogspot.com/2008/12/russias-macro-data-starts-to-confirm.html">untersucht die Zahlen und schließt daraus</a>:</p>
<blockquote>
<p><b>Russia&#39;s macro data starts to confirm the severity of the downturn</b></p>
<p>[&#8230;] So the ruble is falling and the reserves are flowing out at a rather fast rate, but this is not producing inflation in Russia - in fact quite the contrary, disinflation is very strong in Russia right now, and indeed if things continue at this rate (especially given the sharp contraction in internal demand) <strong>deflation</strong> and not inflation is going to be the big headache. </p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Unemployment is also rising, as are overdue wages, which were up 93% over the previous month. The unemployment rate rate rose to 6.6 percent in November, which is the highest since April, but still comparatively low by historic standards, although experts suggest we could easily see this number rise towards 10% to 11% in 2009. </p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>So an incredible trifecta - a unilateral decision to recognise Georgia&#39;s two separatist regions, a 66 percent fall in oil prices and the worst global financial crisis since the Great Depression - has been whisked up, and has lead to a sharp spike in investor unease such that around $211 billion has been withdrawn from Russia (estimate by analysts at PNB Paribas) since that fateful day in August when the tanks went though roaring through the Roki tunnel. We now await to see just how sharp &#8220;sharp&#8221; means when we are talking about the slowdown in Russian GDP in 2009, although the real questions which must be in everyone&#39;s minds concern the future beyond 2009. If the ruble devaluation produces - as seems likely - a rise in corporate and household defaults on forex loans, just how long will it take Russian consumption and Russia&#39;s banking system to recover from the blow that this will represent? And when oil prices do eventually recover (in 2010?) just what will the Russian central bank and those responsible for economic management have learnt from this most unfortunate &#8220;boom-bust&#8221; episode.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p><b>Die russischen makroökonomischen Daten fangen an, die Stärke des Abschwung zu bestätigen</b></p>
<p>[&#8230;] Der Rubel fällt also und die Reservern fließen recht schnell [aus dem Land] heraus, aber das erzeugt keine Inflation in Russland - eher im Gegenteil, die Disinflation ist gerade jetzt in Russland sehr stark, und wenn es tatsächlich so schnell weitergeht (insbesondere der starke Rückgang der Binnennachfrage) wird <strong>Deflation</strong> und nicht Inflation das große Kopfweh sein.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Die Arbeitslosigkeit nimmt auch zu, ebenso überfällige Lohnzahlungen, die im letzten Monat um 93% zugenommen haben. Die Arbeitslosenrate nahm auf 6,6% im November zu, dies ist der höchste Wert seit April, aber immer noch vergleichbar wenig im Verhältnis zu den historischen Werten, obwohl Experten andeuten, das diese Zahl 2009 leicht auf 10% bis 11% steigen könnte.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Ein unglaubliche Dreierwette - eine unilaterale Entscheidung, die zwei von Georgien sich abspaltenden Regionen anzuerkennen, ein Sturz des Ölpreises um 66% und die schlimmste Weltfinanzkrise seit der Weltwirtschaftskrise [der 1920er Jahre] - trifft also zu und führt zu einer scharfen Spitze des Investoren-Unbehagens, so dass ungefähr 211 Milliarden Dollar aus Russland abgezogen wurden (Schätzung von Analysten der PNB Paribas) seit dem schicksalsträchtigen Tag im August, als die Panzer dröhnend durch den Roki-Tunnel fuhren. Wir warten jetzt darauf zu sehen, wie scharf „scharf“ wirklich ist, wenn wir über die Verlangsamung des russischen Bruttoinlandsprodukt 2009 reden, obwohl die wirklichen Fragen, die uns alle interessieren sollten, die Zukunft nach 2009 betreffen. Wenn die Rubelabwertung - wie anzunehmen ist - eine Zunahme der ausbleibenden Rückzahlungen von Devisenkrediten von Firmen und Privathaushalten bedeutet, wie lange braucht es, bis der russische Konsum und das russische Bankensystem sich von diesem Schlag erholen? Und wenn die Ölpreise sich irgendwann einmal erholen (2010?), was wird die russische Zentralbank und die für die Wirtschaft Verantwortlichen von dieser höchst unglücklichen Episode eines „geplatzten Booms“ gelernt haben.</p>
</div>
<p>Edward Lucas von <em>The Economist</em>  <a href="http://edwardlucas.blogspot.com/2008/12/russia-economy.html">schreibt</a>, die russische Wirtschaft sehe „wackelig“ aus:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] Russia has been hit by a double blow. One is a collapse in the oil price. Urals crude is trading around $44 a barrel, whereas Russia’s budget had pencilled in an oil price of $70. The other is the credit crunch which means an end to cheap loans for an economy that had become used to a flood of petroroubles.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Public discontent is beginning to simmer. The problem is less the tiny self-proclaimed opposition, but spontaneous protests by citizens fed up with incompetent and arbitrary behaviour. A protest by drivers in the Russian far east brought a nervy response from official Kremlin media. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Russland wurde von einem doppelten Schlag getroffen. Das eine ist ein Zusammenbruch des Ölpreises. Rohöl aus dem Ural wird jetzt für ungefähr 44$ pro Barrel gehandelt, Russlands Staatshaushalt dagegen wurde für einen Ölpreis von 70$ entworfen. Das andere ist ein Wegbrechen der Kredite, was ein Ende der billigen Darlehen bedeutet für eine Wirtschaft, die sich an eine Flut von Petrodollars gewöhnt hatte.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Der Unmut der Öffentlichkeit beginnt zu gären. Das Problem ist weniger die winzige selbsternannte Opposition, sondern spontane Proteste von Bürgern, die genug haben von einem inkompetenten und willkürlichen Verhalten. Autofahrer-Protest im fernen Osten Russlands rief eine genervte Antwort der offiziellen Kreml-Medien auf den Plan. [&#8230;]</p>
</div>
<p>Oleg Kozlovsky, einer der Aktivisten der „winzigen selbsternannte Opposition“, wie sie Edward Lucas nennt, <a href="http://olegkozlovsky.wordpress.com/2008/12/19/public-unrest-rises-in-russia/">schreibt</a> über die Krise:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] By the way, the <strong>crisis</strong> is already beginning to affect the people. Andrei Illarionov (a prominent Russian economist, former Putin’s advisor on economics) publishes the official figures of industrial recession that he calls “disastrous”. Industrial output fell by 6.7% in November alone, which makes 13% in last five months. This is the worst monthly decrease since the beginning of the devastating World War II. It is even worse than in early 1990s (that are considered to be a synonym for nightmare in modern Russia) or during the 1998 crisis.</p>
<p>The gold rivers are dry for the first time since Vladimir Putin came to power and his government doesn’t seem to be prepared. Salaries and pensions are not paid in time anymore. In some regions elderly people only got half of their pension two weeks later and they don’t know when they receive the rest. The government tries to get more money from the people and raises tariffs, taxes and duties. This begins to cause discontent among the citizens. In Vladivostok, several thousands car drivers blocked all the main roads protesting a significant increase of customs duty for foreign cars. They demanded cancellation of the proposed reform and resignation of Vladimir Putin. Their next protest is scheduled for this Sunday.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Die <strong>Krise</strong> fängt übrigens schon an, auf die Menschen zu wirken. Andrej Illarionow (ein prominenter russischer Wirtschaftswissenschaftler und früherer Wirtschaftsberater Putins) veröffentlicht die offiziellen Zahlen der Rezession in der Industrie, die er „desaströs“ nennt. Der Umsatz der Industrie ging um 6,7% allein im November zurück, das sind in den letzten fünf Monaten 13%. Das ist der schlimmste monatliche Rückgang seit dem verheerenden zweiten Weltkrieg. Er ist sogar schlimmer als der in den frühen 1990er Jahren (im modernen Russland ein Synonym für Alptraum) oder der in der Krise von 1998.</p>
<p>Die Ströme von Gold sind zum ersten Mal versiegt, seit Wladimir Putin an die Macht kam, und seine Regierung scheint nicht vorbereitet zu sein. Löhne und Renten werden nicht mehr pünktlich gezahlt. In manchen Regionen haben alte Menschen zwei Wochen später nur die halbe Rente und sie wissen nicht, wann sie den Rest bekommen. Die Regierung versucht mehr Geld vom Volk zu bekommen und erhöht Gebühren, Steuern und Zölle. Das fängt an, Unruhe unter den Bürgern verbreiten. In Wladiwostok blockierten einige tausend Autofahrer alle Hauptstraßen um gegen einen deutlichen Anstieg der Zölle für ausländische Autos zu protestieren. Sie verlangten die Aufhebung der Reform und den Rücktritt von Wladimir Putin. Ihr nächster Protest wird diesen Sonntag stattfinden.</p>
</div>
<p><em>Streetwise Professor</em> <a href="http://streetwiseprofessor.com/?p=1143">argumentiert</a>, dass die Abwertung des russischen Rubels zu lange brauche, was schlecht für die Wirtschaft sei und der Grund dafür, dass Russland den „Frosch kocht, indem es die Temperatur langsam höher dreht, anstatt sich die Währung auf einen Kurs hin bewegen zu lassen, der die trüben Fundamentaldaten des Landes widerspiegelt“ sei „aller Wahrscheinlichkeit nach die Innenpolitik“:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] <a href="http://uk.reuters.com/article/marketsNewsUS/idUKLG67630320081216?pageNumber=3">The most recent–and most serious–protests occurred in Vladivostok in response to the government’s attempt to protect the imploding domestic car industry (misery loves company) by restricting imports of used cars.</a></p>
<p>As Russia has experienced numerous times in its history–think 1905, 1917, 1991–protests of this sort can snowball. </p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>The car tariff decision reeks of desperation in the Kremlin–and the White House (on the Moskva).  An ad hoc response taken in haste to defuse one problem creates another.  Putin has few good options.  With the entire economy imploding, everybody is hurting, and moves to help one sector will only aggravate the suffering in others.  Such clumsy moves will quickly undermine the aura of competence surrounding Putin–an aura created by luck (skyrocketing prices for raw materials and a predictable recovery from an inherited economic disaster) rather than by any real economic policy acumen.  Once this aura disappears, the potential for protests and disenchantment grows.  He has only made the ultimate reckoning worse by his failure to level with the Russian people about the seriousness of the situation.  How will Putin likely respond?  I think we all know (and dread) the answer–the answer implicit in the strengthening of the MVD. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] <a href="http://uk.reuters.com/article/marketsNewsUS/idUKLG67630320081216?pageNumber=3">Die letzten - und schwerwiegendsten - Proteste fanden in Wladiwostok statt, als Reaktion auf den Versuch der Regierung, die implodierende heimische Autoindustrie (geteiltes Leid) durch Importbeschränkungen bei Gebrauchtwagen zu schützen.</a></p>
<p>Wie Russland es unzählige Male in seiner Geschichte erlebt hat - denken Sie an 1905, 1917, 1991 - können solche Proteste Lawinen auslösen.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Der Entscheidung über die Zölle haftet ein Geruch von Verzweiflung im Kreml und im Weißen Haus (an der Moskwa) an. Eine ad-hoc-Antwort zum Entschärfen eines Problem schafft noch eines. Putin hat nur wenige gute Möglichkeiten.Da die ganze Wirtschaft implodiert, tut jedem etwas weh und [Schach-]Züge, die einer Branche helfen, verschlimmern nur die Leiden anderer. Solche unbeholfenen Züge werden schnell die Aura der Kompetenz unterminieren, die Putin umgibt - eine Aura, die mehr vom Glück geschaffen wurde (in den Himmel schnellende Preise für Rohstoffe und eine vorhersagbare Erholung von einer ererbten Wirtschaftskatastrophe), denn von wirklichem wirtschaftspolitischem Scharfsinn. Wenn diese Aura verschwindet, wächst das Potenzial für Proteste und Entzauberung. Unter dem Strich hat er alles noch schlimmer gemacht durch sein Versagen, dem russischen Volk den Ernst der Lage ehrlich darzustellen. Wie wird Putin wohl reagieren? Ich schätze, wir alle wissen (und fürchten) die Antwort - die Anwort, die in der Stärkung des MWD [Innenministeriums] liegt.<br />
[&#8230;]</p>
</div>
<p>In einem weiteren Posten<br />
<a href="http://streetwiseprofessor.com/?p=1154">zitiert <em>Streetwise Professor</em>  einige Medienberichte</a> „die offen das Unruhepotenzial in Russland diskutieren und die wahrscheinliche Antwort der Regierung darauf diskutieren“ - und folgert:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] Discontent is rising, albeit slowly, and the authorities are very, very nervous.  What is remarkable is that the full economic impact of the crisis has not been felt.  The layoffs are just beginning. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Die Unzufriedenheit wächst, wenn auch langsam, und die Behörden sind sehr, sehr nervös. Bemerkenswert ist, dass die ganzen wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise noch nicht zu spüren sind. Die Entlassungen beginnen gerade erst. [&#8230;]</p>
</div>
<p><em>Sean&#39;s Russia Blog</em> hat mehr Informationen <a href="http://seansrussiablog.org/2008/12/15/russias-far-east-says-no-new-taxes/">zu den Autofahrer-Protesten</a> in Wladiwostok:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] While most international reporting has focused on the arrests of some 90 demonstrators at the sparsely attended the Dissenters’ March in Moscow, on the other side of the country thousands of people paralyzed the city of Vladivostok for five hours in a protest against taxes on the purchase of foreign cars.  The <a href="http://www.moscowtimes.ru/articles/detail.php?ID=373168">increase set to take effect</a> on January 11, 2009 will increase the price of an imported car by 10 to 20 percent.</p>
<p>The action pits the Russian government and citizen against each other in the form of a classic tax revolt.  Ironically, the government’s attempt to protect the fledgling Russian auto industry from foreign competition has found its greatest foe among the very people Russia’s economic boom has benefited: those Russians who now have enough disposable income to buy a new car. </p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>The protesters can say that their action was a success.  They may have been dismissed by the national television media, but they got the attention of their intended target: local and national leaders. Today, deputies from Primorya voted unanimously to appeal to Medvedev, Putin and the State Duma to reverse the planned tariffs on foreign cars.  The Federal Council has already promised to help the protesters. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Während die meiste internationale Berichterstattung sich auf die Verhaftung von gerade mal 90 Demonstranten des dünn besuchten Marschs von Andersdenkenden im Moskau fokussierte, legten am anderen Ende des Landes tausende Menschen die Stadt Wladiwostok für fünf Stunden lahm durch einen Protest gegen Steuern auf den Kauf ausländischer Autos. Die am 11.01.2009 <a href="http://www.moscowtimes.ru/articles/detail.php?ID=373168">in Kraft tretende Erhöhung</a> [en] wird den Preis importierter Autos um 10 bis 20 Prozent erhöhen.</p>
<p>Durch die Aktion stehen die russische Regierung und die Bürger einander gegenüber in Form einer klassischen Steuerrevolte. Ironischerweise hat der Versuch der Regierung die flügge werdende russische Autoindustrie zu schützen seine größten Feinde gerade unter denjenigen, die von Russlands Wirtschaftsboom profitiert haben: den Russen, die jetzt genügend verfügbares Einkommen haben, um ein neues Auto zu kaufen.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Die Protestierer können ihre Aktion einen Erfolg nennen. Sie mögen von den landesweiten Medien ignoriert worden sein, aber sie erreichten die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppe: die Politiker auf lokaler und nationalen Ebene. Heute stimmten die Abgeordneten der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Region_Primorje">Region Primorje</a> einstimmig dafür, Medwedjew, Putin und die Staatsduma aufzufordern, die geplanten Zölle auf ausländische Autos zurück zu nehmen. Der Föderationsrat hat schon versprochen, den Protestierern zu helfen. [&#8230;]</p>
</div>
<p><em>IZO</em> <a href="http://www.izo.com/2008/12/many-photos-of-the-14-december-rally-in-vladivostok-to-protest-against-the-raising-of-import-tariffs-on-used-cars-izo-earli.html">verweist</a> auf  <a href="http://matroskin-cat.livejournal.com/80893.html"><br />
Fotos der Demonstration von Wladiwostok</a> [ru] des Livejournal-Benutzers <em>matroskin-cat</em>.</p>
<p><em>Window on Eurasia</em> <a href="http://windowoneurasia.blogspot.com/2008/12/window-on-eurasia-gontmakhers-warning.html">liefert die Übersetzung</a> von einigen der Slogans, die in Wladiwostoks zu sehen waren:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] But perhaps more worrisome to the authorities both locally and in Moscow were some of the slogans that the protesters carried. Many cars featured printed signs saying “Separate Moscow from Russia,” and at least a few had posters saying “Give Vladivostok and the Kuriles to Japan” [&#8230;].</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Am meisten Sorgen machten sich die Behörden sowohl vor Ort als auch in Moskau über die Slogans, die die Demonstranten trugen. Viele Autos waren mit gedruckten Schildern wie „trennt Moskau von Russland“ bestückt und immerhin ein paar hatten Posters mit dem Text „Gebt Wladiwostok und die Kurilen den Japanern“.</p>
</div>
<p>Der Blog von RFE/RL&#39;s - <em>The Power Vertical</em> - <a href="http://www.rferl.org/Content/Voices_In_The_Wilderness/1360829.html">schreibt</a> über die Proteste zur Krise in Russland:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] But bread-and-butter issues have greater resonance (and not just in Russia, of course). And there are indications that the number of bread-and-butter issues &#8212; inflation, unemployment, utility-rates hikes, officers released from service because of military reform, etc. &#8212; that Russians might become peeved about is on the rise as the economic crisis unfolds.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>But the Kremlin is sure to recognize the danger of giving in to the demands of this small protest (about 5,000 people in Vladivostok). In a country with mounting social tensions and economic problems, with a stage-managed political system and a tongue-tied media, the last thing the authorities will want to do is send the signal that the &#8220;feedback mechanism&#8221; of mass unrest is a good way of getting a message to Moscow. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Aber Brot-und-Butter-Themen haben eine größere Ressonanz (und natürlich nicht nur in Russland). Und es gibt Hinweise darauf, das die Zahl der Brot-und-Butter-Themen — Inflation, Arbeitslosigkeit, Gebührenerhöhungen, entlassene Offiziere wegen der Reform des Militärs, usw. — über die sich die Russen ärgern könnten, zunehmen, wenn die Krise um sich greift.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Aber der Kreml wird sicher die Gefahr erkennen, die darin liegt, den Forderungen dieses kleinen Protests nachzugeben (ungefähr 5000 Leute in Wladiwostok). In einem Land mit wachsenden sozialen Spannungen und wirtschaftlichen Problemen, mit einem inszenierten politischen System und sprachlosen Medien, werden die Behörden wohl nicht das Signal senden wollen, dass der „Rückkopplungsmechanismus“ des Massenaufruhrs die richtige Art und Weise sei eine Nachricht nach Moskau zu bekommen. [&#8230;]</p>
</div>
<p><a href="http://www.robertamsterdam.com/2008/12/preemptive_repression.htm">Auf dem Blog von Robert Amsterdam</a> [en] findet sich „eine exklusive Übersetzung von <a href="http://www.rbcdaily.ru/2008/12/17/focus/395138">RBK Daily</a> über die Vorkehrungen der russischen Sicherheitskräfte um Aufständen oder Unruhen wegen der Wirtschaftskrise zu begegnen“</p>
<p>Auf dem Blog von Robert Amsterdam gibt es auch eine Übersetzung eines „kleinen Glossars politisch korrekten journalistischen Vokabulars in Zeiten der Krise“ - <a href="http://www.robertamsterdam.com/2008/12/a_glossary_of_russias_economic_euphemisms.htm">im folgenden ein Ausschnitt</a>:</p>
<blockquote>
<p>&#8220;Crisis&#8221; - ought to write - &#8220;world crisis&#8221;<br />
&#8220;Threat of devaluation&#8221; - financial crisis in the USA<br />
[&#8230;]<br />
&#8220;No job openings&#8221; - the personnel shortage in Russia has been overcome<br />
&#8220;Oil has gotten cheaper by two&#8221; - prices for gasoline have fallen by 0.37%!<br />
[&#8230;]<br />
&#8220;I&#39;ve been laid off&#8221; - I&#39;ve gone freelance<br />
&#8220;Dollar&#8221; - the falling-in-the-long-term American currency
</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>„Krise“ - bitte schreiben Sie - &#8220;weltweite Krise&#8221;<br />
„drohende Abwertung“ - Finanzkrise in den USA<br />
[&#8230;]<br />
„Keine offenen Stellen“ - die Personalknappheit in Russland ist überwunden worden<br />
„Öl ist halb so teuer“ - die Benzinpreise sind um 0,37% gefallen!<br />
[&#8230;]<br />
„Ich bin entlassen worden“ - Ich bin Freelancer geworden<br />
„Dollar“ - die langfristig fallende amerikanische Währung
</p>
</div>
<p><a href="http://moscownotes.wordpress.com/2008/12/08/russian-apathy/">Dieser Post</a> auf <em>Notes on Moscow</em> zeigt, dass die russischen Medien die oben zitierten Euphemismen wohl tatsächlich auf die eine oder andere Art gebrauchen werden:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] The financial crisis here is entirely blamed on America and excesses of the West by the media, where the press is allowed to speak only of a global financial crisis to which Russia has fallen victim, not that Russia has in any way contributed to its economic issues. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Die Finanzkrise wird hier vollständig Amerika und den Exzessen des Westens angelastet, und die Presse darf nur von einer globalen Finanzkrise sprechen, der Russland zum Opfer gefallen ist, nicht davon dass Russland auf irgendwelche Art und Weise zu seinen Wirtschaftsproblemen beigetragen habe. [&#8230;]</p>
</div>
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		<title>Westsahara: Kontroverse über Karten von McDonalds</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/15/westsahara-kontroverse-auf-den-karten-von-mcdonalds/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Dec 2008 22:57:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jasmina</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonJillian York  &#183; Übersetzt von Jasmina &#183;  engl. Originalartikel 
McDonalds ist Gegenstand einer Kontroverse in der vergangenen Woche geworden, nach dem es ein &#8220;Happy Meal&#8221;-Spiel für Kinder herauskommen ließ, das eine Karte Marokkos beinhaltete. Die Grenzen auf der Karte trennte die Westsahara von Marokko. Die Westsahara ist ein Territorium, das von Marokko [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/jillian-york/">Jillian York</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/jasmina/'>Jasmina</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/12/11/western-sahara-controversy-over-mcdonalds-maps/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>McDonalds ist Gegenstand einer <a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5jNkJV9kHBK656tZKlx5UnPE_uVcw">Kontroverse</a> in der vergangenen Woche geworden, nach dem es ein &#8220;Happy Meal&#8221;-Spiel für Kinder herauskommen ließ, das eine Karte Marokkos beinhaltete. Die Grenzen auf der Karte trennte die Westsahara von Marokko. Die Westsahara ist ein Territorium, das von Marokko und der Front Polisario, die von Algerien unterstützt wird, beansprucht wird. Die Kontroverse ging zu Ende, als das marokkanische Franchise sich bei den marokkanischen Behörden entschuldigt hat.  </p>
<p> Während die marokkanischen Blogger stumm bezüglich der Frage blieben, haben die Blogsphäre der Westsahara und ihre Freunde das Thema kommentiert.  Nick Brooks, dessen Blog <em>Sand and Dust</em> sich hauptsächlich auf die Region konzentriert, hat im Hinblick auf die Entschuldigung <a href="http://nickbrooks.wordpress.com/2008/12/10/clowning-around-or-mcforeign-policy/">geschrieben</a>: </p>
<blockquote><p>Ich erachte, dass dies verständlich ist – kleine Gegebenheiten wie die Achtung des Völkerrechts und die Resolutionen der UNO, die Achtsamkeit um die territoriale Aggressionen, die Besetzung der benachbarten Territorien und die Verstöße gegen der Menschenrechte nehmen sicherlich eine nebensächliche Stelle ein, wenn es sich um das lukrative Geschäft mit den Hamburgern geht.
</p></blockquote>
<p><em><br />
Goufia</em>, ein Blogger aus der Diaspora in Kanada, ruft zum <a href="http://goufia.blogspot.com/2008/12/mcdonalds-supports-moroccan-illegal.html">Boykott</a> von McDonalds auf und zahlreichen anderen Bloggers schließen sich an:   </p>
<blockquote><p>Wir haben über die Presse (01.12.2008) in Erfahrung gebracht, dass die marokkanische Filiale McDonalds einige &#8220;Happy Meal&#8221;-Spiele  aus dem Verkehr gezogen hat, inbegriffen eine Karte, die Grenzen beinhaltet, die vom Gesetz zwischen der Westsahara und Marokko anerkannt sind, um diese Spiele durch andere zu ersetzt - mit einer Karte, die die Westsahara in die marokkanischen Grenzen mit einschließt.<br />
Dies bedeutet einen Verstoßung gegen das internationale Gesetz. Wie Sie wissen ist die Westsahara ist kein autonomes Territorium, wie es von der UNO erklärt wird, militärisch und durch Zwang vom Marokko besetzt, dessen Souveränität weder von der UNO, noch von den anderen Ländern der Welt anerkannt wird. Marokko verstößt systematisch gegen die Menschenrechte der sahraouischen Bürger, indem es ablehnt, zahlreiche Resolutionen der UNO zur Anwendung zu bringen und in dem es ihr Recht auf Selbstbestimmung missachtet. Diese Haltung der marokkanischen Filiale von McDonalds schadet dem Image und dem Ruf von McDonalds. Wir rufen McDonalds dazu auf, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um darauf Acht zu geben, dass seine marokkanische Filiale das Völkerrecht respektiert und nicht dagegen verstößt, im Namen von McDonalds….</p></blockquote>
<p>Französische und spanische Texte zu dem Boykott können bei <em>Sahara Resiste</em> <a href="http://sahararesiste.blogspot.com/2008/12/si-mcdonalds-entra-salte-t-sahara-libre.html">gefunden</a> werden. Hier gibt es eine <a href="http://www.un.org/Depts/Cartographic/map/dpko/minurso.pdf">UN-Karte</a> der Westsahara und Marokko.</p>
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