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	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Landwirtschaft</title>
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	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
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		<title>Überblick globale Rezession: Überlebenstipps und geschäftliche Chancen</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 20:28:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jeder versucht mit aller Kraft, die weltweite Wirtschaftskrise zu meistern. Blogger bieten ihren Lesern Überlebenstipps. Weltweit passen sich Unternehmen an. Einige profitieren sogar von der Krise. Ich berichte in diesem Artikel über zahlreiche Beispiele von Einzelpersonen und Unternehmen, die ihr Bestes tun, um die Rezession zu bewältigen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/mong/">Mong Palatino</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/03/27/global-recession-survey-survival-tips-and-business-opportunities/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Der <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/03/13/global-recession-and-its-discontents/">Abschwung der Weltwirtschaft</a> verbreitet täglich überall Trübsinn und Verzweiflung. Der menschliche Geist lässt sich jedoch nicht so einfach besiegen. Viele versuchen mit aller Kraft, die Krise zu meistern. Blogger bieten ihren Lesern Überlebenstipps. Weltweit passen sich Unternehmen an. Sie übernehmen neue Strategien; einige profitieren sogar von der Krise. Ich möchte in diesem Artikel zahlreiche Beispiele von Einzelpersonen und Unternehmen nennen, die ihr Bestes tun, um die Rezession zu bewältigen.</p>
<p><strong>Überleben in der Rezession</strong></p>
<p>Frank Coelho de Alcantara aus Brasilien glaubt, dass in Krisenzeiten <a href="http://www.depijama.com/trecos/com-criatividade-voce-consegue-inovar-ate-velas/">einige weinen, während andere Taschentücher verkaufen</a>. Er rät allen, mit Innovation durch die Krise zu kommen:</p>
<blockquote><p>Inove. Melhore o que já existe e venda. A crise só existe para os que choram e compram lenços.</p></blockquote>
<div class="translation">Seid innovativ. Verbessert, was es schon gibt und verkauft es den Leuten. Die Krise existiert nur für diejenigen, die weinen und Taschentücher kaufen.</div>
<p>Evandro Sudré, ein anderer brasilianischer Blogger, betont die Notwendigkeit, &#8220;<a href="http://ufnet.blogspot.com/2009/02/7-dicas-pra-encarar-crise.html">einen Speicher für innere Stärke und Ideen</a>&#8221; für harte Zeiten anzulegen:</p>
<blockquote><p>Problemas e adversidades fazem parte da vida diária, mas quando a crise nos atinge, é bom ter alguma reserva de força interior e resolução. De fato ter algum tipo de reserva na mente, da qual possamos formar um plano básico de ação e defesa com a qual possamos lidar com a situação. Você é a pessoa mais qualificada para ajudar nesta situação.</p></blockquote>
<div class="translation">Probleme und Missgeschicke sind Teil unseres täglichen Lebens, wenn uns aber eine Krise trifft, ist es gut, einen Speicher an innerer Stärke und Ideen zu besitzen. Es ist in der Tat von Vorteil, ein Reservoir jeglicher Art im Kopf zu haben, aus dem man einen grundlegenden Schlacht- und Schutzplan formen kann, um mit der Situation umgehen zu können. Du allen bist die beste Person, dir in einer solchen Situationen weiterzuhelfen.</div>
<p>Es gibt aber auch diejenigen, die von Geldproblemen überwältigt werden, so dass die für sie denkbare einzige Lösung der Suizid ist. In Gujarat, Indien, gab es beispielsweise mehr als <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/03/21/india-gujarat-diamond-workers-suicide-in-the-face-of-crisis/">70 Suizidfälle</a>, die im Zusammenhang mit Diamantenschleifern, die ihre Arbeit verloren hatten, standen.</p>
<p>Andere haben beschlossen zu kämpfen. Investoren (hauptsächlich in Antigua), die ihr Geld nach der Anklage des US-Milliardärs Allen Stanford wegen Investmentbetrugs verloren hatten, taten sich zusammen und bildeten eine Vereinigung, um ihr Vermögen wiederzuerlangen. Die &#8220;<a href="http://www.stanfordvictimscoalition.com/">Stanford Victims Coalition</a>&#8221; (Vereinigung der Stanford-Opfer) veröffentlichten Folgendes auf ihrer Website:</p>
<blockquote><p>Die Stanford Victims Coalition ist eine internationale Interessenvertretung für die Wiedererlangung von Milliarden von Dollars, die den tausenden unschuldigen Menschen gehören, die vom mutmaßlichen Betrugsfall der Stanford Financial Group und Stanford International Bank in Antigua betroffen sind. Die SVC steht keiner politischen Gruppierung nahe und es gibt keine Mitgliedsbeiträge für Opfer, die sich uns anschließen.</p></blockquote>
<p>In Brunei kritisieren Blogger bankrotte Einzelpersonen, die Überschussbeträge aus <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/02/09/brunei-who-deserves-the-undistributed-zakat-funds/">Zakat-Kollekten</a> beziehen wollten. Bei der Zahlung des Zakat, eine der Säulen des Islams, geht es darum, einen Teil seines Reichtums für Bedürftige abzutreten. Zur Überraschung vieler, versuchten Leute in Brunei mit hohen Kreditkartenrechnungen, Krediten für Autos und privaten Darlehen, an Beträge aus dem Zakat heranzukommen.</p>
<p>Die Rezession wirkt sich bei vielen auf die körperliche und geistige Gesundheit aus. In Singapur sind <a href="http://www.uptoyoulor.com/2009/03/economic-recession-leads-to.html">Fitness- und Yoga-Studios überfüllt</a>, da viele die durch die wirtschaftliche Lage verursachten Verspannungen loswerden wollen; und diejenigen, denen betriebsbedingt gekündigt wurde, verbringen nun mehr Zeit mit Sport. <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/10/30/recession-hits-singapore/">Singapur</a> war das erste asiatische Land, das letztes Jahr von der Rezession getroffen wurde.</p>
<p><em>Homesickhome</em>, ein Arbeiter in Katar, entdeckte, dass die Finanzkrise eine <a href="http://homesickhome.wordpress.com/2009/03/17/my-own-version-of-financial-crisis/">Lösung bei Shoppingsucht</a> sein kann.</p>
<p><a href="http://capital.bg/show.php?storyid=685129">Kapital</a>, eine in Bulgarien wöchentlich erscheinende Zeitung, fragte seine Leser, auf welche Weise sie von der Krise betroffen seien. Simeon Djankov <a href="http://crisistalk.worldbank.org/2009/03/has-the-crisis-affected-you-how-.html">fasst</a> die Ergebnisse des offenen Formums zusammen.</p>
<blockquote><p>Ich habe die Antworten bis zum heutigen Datum gelesen und einige zu erwartende und nicht zu erwartende Dinge gefunden.</p>
<p>Die Mieten gingen nach oben, da sich nur wenige Hypotheken leisten können; einige kleine Unternehmen sagten, ihre größeren Konkurrenten hätte solche Probleme, dass sie nun bessere Chancen hätten; es wird kein Fernsehen mehr geschaut (weil die Nachrichten so düster sind); kleinere gesellschaftliche Kluft - die Neureichen sind jetzt nur noch neu; mehr Zeit zum Lesen; mehr Interesse am Rest der Welt. Mein persönlicher Favorit: Wirtschaft wird als interessanter empfunden.</p></blockquote>
<p><strong>Anpassung der Unternehmen</strong></p>
<p>Welche Anpassungsmaßnahmen wurden als Antwort auf die Krise vom Unternehmenssektor ergriffen?</p>
<p>Anstatt die Anzahl der Arbeiter zu reduzieren, verkürzen einige Unternehmen auf den Philippinen die <a href="http://www.bworldonline.com/BW030509/content.php?id=002">Arbeitsstunden pro Woche</a>. Wegen niedrigerer Belegung ihrer Gebäude, verringern einige Vermieter in Manila die <a href="http://www.gmanews.tv/story/152275/Office-rentals-to-go-down-until-June-property-consultant-says">Preise für Büroräume</a>. Ein japanisches Unternehmen in Südkorea verwendete seine Ersparnisse und über die Jahre aufgelaufenen Gewinne für die Absicherung seiner Mitarbeiter.</p>
<p>Chefs von Unternehmen in Fiji haben die Regierung erfolgreich dazu gezwungen, die <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/02/19/fiji-minimum-wage-increase-postponed/">Anhebung des Mindestlohns zu verschieben</a>, die den Arbeitern des Landes versprochen worden war. Sie warnten vor mehr Entlassungen und Betriebsschließungen durch die Anhebung. Das sind schlechte Nachrichten für die Arbeiter.</p>
<p>Roshni Mahtani, Gründer und Redakteur von <a href="http://sg.theasianparent.com/home.php">www.theasianparent.com</a>, schlägt kleinen Unternehmen folgende <a href="http://sgentrepreneurs.com/commentary/2009/03/09/10-cost-cutting-measures-%E2%80%93-theasianparentcom-way/">Sparmaßnahmen</a> vor:</p>
<blockquote><p>1. Büroräume verkleinern. Monatliche Ersparnis: 1.500 $</p>
<p>2. Umsteigen auf Open Source. Einmalige Einsparung:<br />
4.000 $. Monatliche Einsparung: 100 $<br />
3. Skype! Monatliche Einsparung: zwischen 100 $ und<br />
150 $<br />
4. Praktikanten. Monatliche Einsparung: 500 $<br />
5. Virtuelle Meetings. Monatliche Einsparung: 100 $<br />
6. Größenvorteile. Monatliche Einsparung: 300 $<br />
7. Incentives. Monatliche Einsparung: zwischen 750 $ und 1.000 $ pro Verkaufsmitarbeiter.<br />
8. Partnerschaften. Monatliche Einsparung: 100 $-150 $<br />
9. Rette die Bäume (und Geld). Monatliche Einsparung:<br />
200 $<br />
10. Social-Media-Marketing. Einmalige Einsparung: 2.600 $</p>
<p>Monatliche Einsparungen insgesamt: zwischen 4.500 $ und 5.000 $ pro Monat<br />
Einmalige Einsparungen insgesamt: 6.600 $</p></blockquote>
<p>Michel Monteiro aus Brasilien schreibt über die von der Einzelhandelskette Ponto Frio gestarteten <a href="http://vitrinepop.blogspot.com/2009/02/criatividade-em-tempos-de-crise.html">Aktion</a>: Kunden, die in dem Laden einkaufen, sind nun bis zur Höhe ihrer getätigten Einkäufe kostenlos versichert, sollten sie arbeitslos werden.</p>
<blockquote><p>O interessante é que essa ação tem como enfoque a atual crise economica, e em seu anuncio busca tirar o temor que existe nas pessoas de comprar e não poder pegar, o que gera queda nas vendas. Assim, o consumidor poderá voltar a comprar, e fazer o dinheiro movimentar a economia.</p>
<p>Mais do que uma inteligente proposta de marketing, a ação é um serviço ao país, pois - de forma inteligente -, faz a economia nacional girar capital, e consequentemente manter níveis de venda, empregos, etc.</p></blockquote>
<div class="translation">Das Interessante ist, dass diese Vorgehensweise sich auf die Wirtschaftskrise konzentriert, und diese Werbeanzeige zielt darauf ab, den Leuten die Angst zu nehmen, wenn es darum geht, Dinge zu kaufen und nicht bezahlen zu können, was zu einem Rückgang der Verkaufszahlen führt. So könnten die Konsumenten wieder kaufen, was zu einem Geldumlauf in der Wirtschaft führt.</p>
<p>Die Vorgehensweise ist mehr als eine klevere Marketingidee, sie dient auch dem Land, weil - sehr intelligent - es den Geldumlauf in der nationalen Wirtschaft steigert, und folglich Verkäufe, Jobs etc. auf hohem Niveau hält.</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 255px"><img title="Russland" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/03/russia.jpg" alt="Russlands " width="245" height="309" /><p class="wp-caption-text">Russlands “Toilettenpapier für die Finanzkrise”. Auf dem Etikett heißt es: Was muss getan werden? Vom Blog Notes on Moscow</p></div>
<p><strong>Chancen für Unternehmen</strong></p>
<p>Es gibt Unternehmen, die auch trotz der Krise Gewinne machen. Einige profitieren sogar von der Krise.</p>
<p>In <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/03/10/japan-making-money-thanks-to-the-economic-crisis/">Japan</a> zählen folgende zu den heute profitablen Unternehmen: <a href="http://ueki.biz/414.html">kleine und mittelständische Betriebe</a>, die Teile von Rohstoffen verarbeiten und verkaufen, Fastfood-Ketten, <a href="http://business.nikkeibp.co.jp/article/manage/20090129/184281/?P=1">e-Commerce</a>-Dienstleister, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pachinko">Pachinko</a>-Branche (Spielekonsolen).</p>
<p>Chikara Ueki aus Japan lässt uns an einem Gespräch mit einem Unternehmer teilhaben, indem es darum ging, die <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/03/10/japan-making-money-thanks-to-the-economic-crisis/">Krise in eine Chance umzuwandeln</a>:</p>
<blockquote><p>１００年に一度と言われている経済危機、考え方を変えると１００年に一度のチャンスかもしれない。不況業種も含め、全ての産業に言えることかもしれません。</p>
<p>ただ、事例の通り何もしなくてもチャンスは生まれるのではなく、コツコツとやってきたご褒美だと思います。</p></blockquote>
<div class="translation">Durch eine Änderung der Perspektive kann diese Krise, die es angeblich nur einmal in hundert Jahren gibt, als Chance gesehen werden, die man nur einmal in hundert Jahren bekommt. Dies gilt für alle Branchen, auch für die, die jetzt in großen Schwierigkeiten stecken.</p>
<p>Wie dieser Fall zeigt, kommt sie jedoch nicht von ungefähr. Sie ist die Belohnung für ständige Anstrengungen über einen langen Zeitraum hinweg.</p></div>
<p>Philippine Airlines fliegt in vielen Ländern häufiger Ziele an, was der Blogger Caswell Whiteside damit <a href="http://caswellwhiteside.wordpress.com/2009/03/19/forgotten-in-the-shuffle/">interpretiert</a>, dass mehr und mehr entlassene philippinische Wanderarbeiter jetzt heimkehren.</p>
<blockquote><p>Seit Kurzem fliegt Philippine Airlines täglich nach Kanada und in die USA, wogegen dies vorher in einigen Fällen nur viermal pro Woche der Fall war und vom Flugziel abhing. PAL hat das öffentlich natürlich mit &#8220;neuem und besserem Service&#8221; hochgespielt, während es in Wirklichkeit darum geht, sich der Anzahl philippinischer Arbeiter anzupassen, die von ihren Arbeitgebern in vielen Ländern der Welt, hauptsächlich in Japan und den USA, entlassen worden waren und nun heimkehren.</p></blockquote>
<p>Teil des <a href="http://nationmultimedia.com/2009/03/19/business/business_30098297.php">thailändischen Anstoßplans</a> ist die Verteilung von Schecks in Höhe von 55 US-Dollar an jeden Geringverdiener. Die Leistungsempfänger können mit den Schecks bei McDonald&#39;s, KFC, Pizza Hut und 18 anderen großen Unternehmen im Land einkaufen. Bei KFC erhalten Leistungsempfänger sogar <a href="http://www.irrawaddy.org/article.php?art_id=15369">20 Hühnchenstücke gratis</a>, wenn sie Ihren Scheck gegen Coupons der Verkaufsstelle eintauschen.</p>
<p><em>Every Woman’s Blog</em> stimmt einem Kondomhersteller zu, der einen <a href="http://www.everywomansblog.com/people-buy-condoms-recessions">Anstieg der Kondomverkaufszahlen</a> in der Rezession beobachtet, da Schwangerschaften vermieden werden sollen.</p>
<blockquote><p>Ich glaube hierin liegt sehr viel Wahrheit und Logik. In schwierigen und ungewissen Zeiten wollen die Menschen unvorbereitet keine weiteren Familienmitglieder, was zu zusätzlichen finanziellen Lasten führt.</p></blockquote>
<p>Douglas Muir erwartet einen <a href="http://fistfulofeuros.net/afoe/economics-and-demography/a-goodbad-time-to-stop-having-babies/">steilen Abfall der Geburtenraten</a> weltweit, vor allem in osteuropäischen Ländern.</p>
<p><strong>Back to Basics</strong></p>
<p>Aufgrund der Rezession lernen einige die grundlegenden Gesetze des Geschäftslebens, wie die Bereitstellung von erstklassigem Service gegenüber den Kunden, zu schätzen. Ein <a href="http://livroseafins.com/2008/05/12/prefeitura-pipoqueiro-pipoca/">brasilianischer Popcorn-Vekäufer</a> hat Beachtung für seine kreative Geschäftsideen gefunden. Er hat bereits viele <a href="http://www.ricardocoelhoconsult.com.br/responsabilidade.php">Vorlesungen zum Thema Unternehmertum</a> gehalten.</p>
<p>Die <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/02/22/japan-agriculture-the-latest-trend-among-celebrities/">Landwirtschaft</a> wird unter japanischen Jugendlichen und Prominenten wieder populär und viele Menschen suchen nach einer wirtschaftliche Tätigkeit, die auf stabileren Fundamenten aufbaut als der Finanzsektor. Kamiyama Yasuharu bemerkt, dass der <a href="http://8ada.com/kamiyama/archive/2009/02/post-1.html">Boom der Landwirtschaft</a> heute zu einem interessanten Schlüsselwort in der japanischen Gesellschaft geworden ist.</p>
<p><a href="http://ki-media.blogspot.com/2009/03/cambodia-tries-alternative-products-to.html">Kambodscha</a> unterstreicht sein Vertrauen in die Landwirtschaft, um ein Wachsen der Wirtschaft herbeizuführen. Ein <a href="http://rspas.anu.edu.au/rmap/newmandala/2009/01/28/laos-too-poor-to-get-any-poorer/">laotischer Ökonom</a> glaubt, dass Laos durch den &#8220;landwirtschaftsbasierten, unabhängigen Charakter&#8221; der Wirtschaft des Landes von der globalen Finanzkrise verschont bleiben wird. Der Ökonom fügt hinzu:</p>
<blockquote><p>Menschen in Industriestaaten leben in der Angst vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes, weil sie kein Gemüse anbauen und keine Tiere züchten können wie die Menschen in Laos.</p></blockquote>
<p>In Jamaika haben die Chefs von 21 privatwirtschaftlichen Unternehmen einen Kooperationsvertrag geschlossen, um die Auswirkungen der sich verschlechternden globalen Wirtschaftsbedingungen auszugleichen. Sie haben erneut gelernt, wie viel die Bildung eines <a href="http://www.jamaicaobserver.com/news/html/20090308T200000-0500_147282_OBS_LEADERSHIP_BY_EXAMPLE.asp">&#8220;gesellschaftlichen Partnerschaftsdialogs&#8221;</a> zwischen Regierung, Opposition, Arbeitnehmerschaft, Unternehmen und Zivilbevölkerung wert ist.</p>
<p><em>Das Vorschaubild stammt von der Flickr-Seite von <a href="http://www.flickr.com/photos/suburbanslice/3103078097/in/set-72157611066659335">suburbanslice</a>. Der portugiesische Text wurde von GV-Redakteurin <a href="http://globalvoicesonline.org/author/paulagoes/">Paula</a> übersetzt. Den japanischen Text übersetzte GV-Redakteurin <a href="http://globalvoicesonline.org/author/scilla-alecci/">Scilla</a>.</em></p>
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		<title>China: Über die Privatisierung von Bauernland</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Feb 2009 19:04:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingrid Fischer-Schreiber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonAndrea Fenn  &#183; Übersetzt von Ingrid Fischer-Schreiber &#183;  engl. Originalartikel 
Für diejenigen, die sich nicht so brennend für Feuerwerke und Essgelage interessieren, ist das Frühlingsfest jedes Jahr wieder ein Anlass, um über die Lage der chinesischen Bauern und den Zustand der bäuerlichen Gebiete Chinas nachzudenken.
Währen des Frühlingsfestes kehren Millionen von Zeitarbeitern von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/andrea-fenn/">Andrea Fenn</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/ingrid-fischer-schreiber/'>Ingrid Fischer-Schreiber</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/02/14/virtual-land-the-opinions-of-chinese-bloggers-on-privatization-of-rural-land/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Für diejenigen, die sich nicht so brennend für Feuerwerke und Essgelage interessieren, ist das Frühlingsfest jedes Jahr wieder ein Anlass, um über die Lage der chinesischen Bauern und den Zustand der bäuerlichen Gebiete Chinas nachzudenken.</p>
<p>Währen des Frühlingsfestes kehren Millionen von Zeitarbeitern von den Städten, wo sie niedrige, ungelernte Arbeit verrichten, in ihre Heimatorte auf dem Land zurück, wo ihre Familie lebt und die Nutzungsrechte für ein Stück Land besitzt. Chinesische Wanderarbeiter lassen ihre Familien aus zwei Gründen auf dem Land zurück: Erstens hat unter den gültigen Regeln zur Landnutzung jeder ländliche Haushalt das Recht, einen Teil des kollektiven Landbesitzes seines Dorfes zu nutzen, und dieses Recht kann widerrufen werden, wenn der Grund nicht bestellt wird oder ihn niemand in Anspruch nimmt. Wohnt jedoch noch ein Familienmitglied auf dem Land, so ist dies eine schwache Garantie dafür, dass dieses Stück Land der Familien nicht entzogen wird. Der andere Grund besteht darin, dass Migranten in der Stadt keinen Zugang zu den grundlegenden Sozialdienstleistungen - Bildung und Gesundheitsfürsorge - haben, in deren Genuss sie jedoch in ihrer Heimat kommen könnten. Deswegen lassen viele ihre Eltern und Kinder lieber auf dem Land zurück, auch wenn das Bestellen des Grundes für viele Bauern oft keine gewinnbringende Tätigkeit mehr ist. Dieses gesamte System ist jetzt in einem grundlegenden Wandel begriffen.</p>
<p>Am 12. Oktober 2008 hat die Vollversammlung der Kommunistischen Partei Chinas die &#8220;<a href="http://politics.people.com.cn/GB/1026/8194300.html">Resolution über viele wichtige Probleme in der Entwicklung der Landreform</a>&#8221; angenommen, ein Gesetz, das die Entwicklung in ländlichen Gebieten fördern will. Zu den hoch gesteckten Zielen, die in diesem Entwurf aufgelistet sind, zählt u. a. die Verdoppelung des aktuellen Durchschnittseinkommens der Bauern bis zum Jahr 2020, sowie eine allgemeine Verbesserung des Lebensstandards, der Konsumkraft und des kulturellen Niveaus der Landbevölkerung. Für diejenigen, die die hochtrabenden und oft zu langatmigen chinesischen Gesetzestexte durchschauen, scheint dieser Entwurf nichts Aufregendes zu bergen. Und doch hat eine in den mehr als 20 Seiten Gesetzestext versteckte Zeile viele Chinesen - nicht nur Bauern - in Aufregung versetzt: Die Regierung plant, neue Formen des Managements von ländlichem Grund zu fördern, wozu Übertragung, Verkauf, Verpachtung und Beteiligung zählen.</p>
<p>Ein kryptischer Satz scheint grünes Licht für die Privatisierung von Grund und Boden zu geben. Zwar ist die Privatisierung von Land seitens lokaler Behörden gang und gäbe: Sie konfiszieren Agrarland und verkaufen es dann zu hohen Preisen an private Investoren. Wenn jedoch dieser Gesetzesentwurf tatsächlich Gesetzeskraft erlangte, so würde der Handel mit Land und dessen Privatisierung einen bislang ungeahnten Aufschwung erfahren. Verständlicherweise hat diese Perspektive hitzige Debatten in der chinesischen Internet-Community ausgelöst, und seit Oktober wurden Foren und Weblogs von Diskussionen und Urteilen über die Privatisierung von Bauernland überschwemmt.<br />
Wie sehen nun die Internet-User diese Landreform?</p>
<p>Einerseits anerkennen viele User die positiven Absichten hinter dem Gesetzesentwurf und unterstützen, zumindest auf dem Papier, die Privatisierung von Grund und Boden in ländlichen Gebieten. Im <a href="http://news.sohu.com/20081019/n260118232.shtml/">Forum</a> von www.sohu.com fasst ein anonymer Leser die Position der Unterstützer zusammen:</p>
<blockquote><p>你们看懂了国家政策没:_国家这个决定是必须下的。土地向少数人手中集中便于生产规模化，学过经济的都知道只有规模到达一定大的时候才会产生效益，同时农民是转让土地不是无偿的交出土地，失去土地的农民可以去乡镇企业打工，可以离开土地但不离开家乡。中国有九亿农民是游离在市场经济以外的。国家让他们失去土地就是想把他们拉进市场经济体系里面来</p>
<div class="translation">Versteht ihr wirkliche diese Politik? Die Entscheidung der Regierung war unausweichlich. Die Konzentration von Land in der Hand einiger weniger fördert intensive Bewirtschaftung, und nur mittels intensiver Bewirtschaftung ist es möglich, profitabel zu sein. Jeder, der Wirtschaft studiert hat, weiß das. Gleichzeitig erfolgt die Überlassung von Land nicht ohne Gegenleistung: Die Bauern, die ihr Land verkaufen, werden in den ländlichen Industrien arbeiten können. Sie verlassen zwar ihr Land, aber nicht ihr Dorf. In China sind im Moment 900 Millionen Bauern von der Marktwirtschaft ausgeschlossen; mit dieser Politik will die Regierung sie in das System der Marktwirtschaft eingliedern.
</div>
</blockquote>
<p>Auch <a href="http://bbs.tiexue.net/post2_3259269_1.html">China&#39;s Future General</a> stimmt mit dieser Ansicht überein:</p>
<blockquote><p>还有个情况可能知道的人不多，那就是现在农村里的很多地是荒废着的。因为青壮年基本上都进城打工了，老人家没力气种地，更何况种了也是亏，于是地就荒在那儿了，老人家身体还好的，也就随便点上些小菜，自给自足而已。那租给别人种行不？可以，但是本来种自家的地就不赚钱了，谁还愿意花钱租人家的地来种呢？除非碰上有农业资本家下乡来了，租上你家的地用一用，但那种情况并不多。<br />
那么农民们在一起搞合作经营集体经营行不行？还是不行。这固然比现在的单干好得多，但赚来的钱仍然是“僧多粥少”。比方说，外国十个人经营一百公顷的土地，赚了钱十个人分；中国一百个人经营一百公顷的土地，赚了钱一百个人分。就算中国和外国的这一百亩地赚到的钱是一样多的，但中国是一百个人分，那就太少了。所以“僧多粥少”的原因不是“粥少”，而是“僧多”，中国仍然需要把从事农业的人口数量降下来。</p>
<div class="translation">Es ist nur wenigen Menschen bewusst, dass heute ein guter Teil des Bauernlandes brachliegt, und zwar weil die jungen Leute einer Familie in der Stadt arbeiten und die alten Menschen das Land nicht mehr bestellen können. Außerdem wirft Landarbeit keinen Gewinn ab, also kann man den Grund genauso gut erst gar nicht bewirtschaften. Außerdem bauen viele alte Menschen ein bissche Gemüsen für den Eigenbedarf an und nicht mehr. Warum also nicht das Land jemandem geben, der es tatsächlich bestellt? Heute will niemand Land pachten, weil dies bedeuten würde, nichts zu verdienen, es sei denn, es kommt ein Investor aus der Stadt und pachtet dein Land. Aber das kommt nur selten vor.<br />
Und funktionieren Bauernkollektive überhaupt? Ich glaube nicht. Natürlich ist das besser, als würde ein einzelner Haushalt das Land bestellen, aber der Gewinn muss unter zu vielen Menschen aufgeteilt werden. Im Ausland bestellen zehn Leute 40 Hektar und teilen den Gewinn durch zehn, aber in China muss der Gewinn unter hundert Leuten geteilt werden, und das ist dann klarerweise zu wenig. In China gibt es zu viele Menschen, die Land bestellen, und die Regierung muss tatsächlich alles tun, um die Anzahl der Bauern zu reduzieren.
</div>
</blockquote>
<p>Auch wenn der Tenor im Internet eher für das Gesetz ist, sind doch viele User erstaunt über die Privatisierungspläne. In einem sehr beliebten sohu.com-<a href="http://news.sohu.com/20081019/n260118232.shtml/">Forum</a> gibt ein User zu Bedenken:</p>
<blockquote><p>中央的政策是好,就是从省,市,区,镇一级级传下来的执行力度比政策的优惠力度更待加强啊（广州）</p>
<div class="translation">Die Politik der Partei ist gut, das einzige Problem ist nur, dass die Durchsetzung der Maßnahmen auf Ebene der Provinzen, Regionen, Städte usw. sehr viel Kraft erfordern wird.
</div>
</blockquote>
<blockquote><p>问题在于如何保证农民自愿出让土地使用权，如何确保农民得到合理补偿，否则，就是新的土地兼并的开始。工业原始资本积累已经实现，现在开始农业了！！！</p>
<div class="translation">Die Frage ist, wie man sicherstellen kann, dass die Bauern ihre Landnutzungsrechte freiwillig abgeben und sie eine faire Entschädigung erhalten. Ist dies nicht der Fall, so wird das Ganze nur der Beginn einer neuen Phase der Enteignung. Die Konzentration industrieller Ressourcen ist schon passiert, und nun beginnt das auch bei den ländlichen Ressourcen!
</div>
</blockquote>
<blockquote><p>国家的政策每次都很好，数据都很漂亮，可是这些数据里面的水分太多。全国经济普查、粮食普查、土地普查甚至人口普查都是假的，浪费了纳税人的钱却什么也没有得到，只是一些假的东西，这岂不是太可悲了！</p>
<div class="translation">Die Politik der Zentralregierung ist immer sehr gut, die Daten sind immer sehr schön, aber in diesen Zahlen verstecken sich zu viele Unsicherheiten. Die Statistiken über die Wirtschaftsentwicklung, die Getreideproduktion, das Land und sogar über die Bevölkerung sind alle (von den lokalen Regierungen) gefälscht; wer Geld verschwendet, indem er Steuern zahlt, bekommt nichts im Gegenzug retour, nur ein bisschen falsches Zeug, und das soll keine Tragödie sein!
</div>
</blockquote>
<p>Trotz all dieser anerkennenden Stimmen scheint die Mehrheit der chinesischen Internet-User der Abschaffung des kollektiven Landbesitzes sehr skeptisch gegenüberzustehen, weil damit auch die letzte Bastion des Sozialismus in China verlorenginge, das ohnehin zwischen dem abrupten Übergang zur Marktwirtschaft und dem Widerstand, den die letzten Resten des alten Systems leisten, aufgerieben wird. Auf den Seiten von <a href="http://zhidao.baidu.com/question/70016761.html">Baidu Answers</a> beantwortet hgf168 die Frage &#8220;Warum kann Land in China nicht privatisiert werden?&#8221; folgendermaßen:</p>
<blockquote><p>因为这是社会主义国家最后一个标志。其它东西都可以私有化，唯有土地不能私有化，否则就是实行资本主义制度。</p>
<div class="translation">Weil das (der kollektive Landbesitz) die letzte Bastion unseres sozialistischen Systems ist. Alles andere kann privatisiert werden, aber das Land kann nicht privatisiert werden. Sonst verwandelt sich China in ein kapitalistisches System.
</div>
</blockquote>
<p>In den letzten Jahren haben chinesische Webseiten zahlreiche Umfragen durchgeführt, um die Meinung der Bauern über die Privatisierung von Land zu erheben; die Resultate zeigten immer einen starken Widerstand gegen eine Reform des aktuellen Systems. Chinesische Web-User scheinen diese Haltung zu teilen; und wenn man Foren und Blogs liest, so merkt man, dass die Gegner der Privatisierung bei weitem in der Überzahl sind.</p>
<p>Unter all den Skeptikern, die sich gegen die Landreform aussprechen, sticht Li Changping hervor. Herr Li, ein bekannter Funktionär einer ländlichen Behörde, der einen sehr frequentierten <a href="http://lichangping.qzone.qq.com/">Blog</a> über Fragen des ländlichen China betreibt, hat genau zur Zeit der Plenarsitzung einen inzwischen berühmten Aufsatz veröffentlicht, in dem er China auffordert, nicht dem Vorbild der Philippinen zu folgen. Dort wurde das  Land abrupt privatisiert, was großen sozialen Aufruhr verursachte und zur Verarmung der Bevölkerung beitrug:</p>
<blockquote><p>笔者认为中国错误的农业和农村现代化政策已经产生了严重的后果。<br />
首先，第一个后果是：小农依赖农民工工资维持小农家庭经营，如果长期这样下去，农民工在城市安居乐业就不可能，减少农民也不可能，城市化就会彻底失败；如果没有农民工工资维持小农家庭经营，小农就会大面积破产 [&#8230;]。<br />
第二个后果：中国农村经济占GDP总量的12%弱，其中种植业和养殖业大约占5%左右，只有这5%是农民的，其余都被非农民占有了。5%的GDP，要养活60%多的人口，是不可能的。两极分化是必然的，全面小康是不可能的。<br />
后果之三：中国农民正在失去国内和国外“两个市场”，国内的土地密集型农产品市场正在逐步被跨国农业集团占领；国外的劳动密集型农产品市场正在被进入中国的日韩等“高科技农业园”抢占 。<br />
毫无疑问，中国应该学习的是日韩和我国台湾农业和农村现代化模式，而应该避免走菲律宾失败的老路。</p>
<div class="translation">Ich bin der Überzeugung, dass die falsche Agrarpolitik und die Modernisierung am Land bereits negative Folgen zeitigen.<br />
Erstens sind die Bauernhaushalte in hohem Maße vom Einkommen der Bauern, die in den Städten arbeiten, abhängig; wenn die Dinge so weitergehen, werden die Bauern nicht mehr in den Städten arbeiten und leben können, und gleichzeitig wird der Anteil der Landbevölkerung nicht sinken. Daher kann die Urbanisierung gar nicht anders als fehlschlagen. Können die Kleinbauern aber nicht mehr vom Lohn der Wanderarbeiter in den Städten finanziert werden, dann gehen sie alle bankrott, und das Land wird in die Hände von Geschäftemachern und ausländischen Unternehmen fallen [&#8230;].<br />
Zweitens macht die rurale Wirtschaft 12 Prozent des BNP des Landes aus, aber davon stammen nur 5 Prozent aus der eigentlichen Landwirtschaft, der Rest stammt von der nicht-ländlichen Bevölkerung. 5 Prozent des BNP müssen also 60 Prozent der chinesischen Bevölkerung erhalten - das ist natürlich nicht möglich.<br />
Drittens verlieren die chinesischen Bauern sowohl den chinesischen wie auch den ausländischen Markt: den chinesischen, weil der Markt für Land-intensive landwirtschaftliche Produkte nach und nach in die Hände großer Unternehmen fällt; den ausländischen, weil der Markt für arbeitsintensive landwirtschaftliche Produkte von koreanischen und japanischen Hi-Tech-Agri-Unternehmen erobert wird. Aus diesem Grund sollten wir dem Beispiel Koreas, Japans und Taiwans folgen und die Fehler vermeiden, die die Philippinen gemacht haben.
</div>
</blockquote>
<p>Noch schärfere Töne schlägt Wen Tiejun, ein prominenter Journalist und Wirtschaftsexperte, auf seinem <a href="http://wtj.caogen.com/">Blog </a>an:</p>
<blockquote><p>近年来理论界很关注“三农”问题，但不少学者却继续以西方的理论逻辑来套用于国情不同的本土问题。[。。。] 但把这种理论逻辑直接套用在发展中国家的“三农”问题上，则显然缺乏经验依据。反而是几乎所有人口过亿的大型发展中国家，在继承或采行西方制度之后，普遍受制于耕者无其田和城市贫民窟化，并由此造成社会动乱。[。。。] 　　事实上，西方发达国家得以顺利实现（请注意这里突出的是“顺利”）工业化、城市化和农业规模化、产业化的前提，本质是殖民主义和帝国主义。离开西方中心主义派生的这两个主流，西方模式的现代化就无从谈起。</p>
<div class="translation">In den letzten Jahren haben Theoretiker den Problemen der ländlichen Gebiete große Aufmerksamkeit geschenkt, und trotzdem bedienen sich viele Wissenschaftler noch immer westlicher Theorien, wenn es um Länder geht, die sich grundlegend vom Westen unterscheiden. [&#8230;] Es gibt keinen Beweise dafür, dass es sinnvoll ist, diese Theorien im Kontext der ländlichen Gebiete in Entwicklungsländern anzuwenden. Im Gegenteil: In fast allen großen Entwicklungsländern, die eine Privatisierung des Landes nach westlichem Muster durchgeführt haben, hat dies über Enteignung stattgefunden, was zur Entstehung von Slums und letztendlich zu sozialen Unruhen führte. [&#8230;] Ein Grund, warum in westlichen Ländern die Industrialisierung, Urbanisierung und die intensive landwirtschaftliche Produktion so reibungslos implementiert werden konnten, ist im Kolonialismus und Imperialismus zu suchen. Würden diese beiden Faktoren des westlichen Ethnozentrismus fehlen, wäre Modernisierung nach westlichem Muster nicht vorstellbar.</div>
</blockquote>
<p>Die Positionen dieser beiden Kommentatoren stießen bei den chinesischen Web-Usern auf breite Anerkennung, vor allem deswegen, weil sie mit den nationalistischen Gefühle spielen, die vor allem unter jungen Chinesen weit verbreitet sind. Ein anonymer Handy-User postete im <a href="http://news.sohu.com/20081019/n260118232.shtml/">sohu.com-Forum</a> einen flammenden Appel:</p>
<blockquote><p>想快富就卖地，出生的人还能分到地吗？到时把地都卖给外国人，那不就成了汉奸，我要搬家到城里，把地一卖出，一大片的好地就在中间有一个大楼盘在开发。在官商勾结一下，我们下辈子吃什么？做在办公室白吃，怎知粒粒都辛苦。</p>
<div class="translation">Willst du schnell reich werden, dann verkaufe deine Land. Aber werden die jungen Generationen noch ihren Teil bekommen? Verkaufen wir unser Land an Ausländer, betrügen wir dann nicht unser Land? Wenn ich beschließe, in die Stadt zu ziehen, und mein Land verkaufe, dann wird ein Stück guten Landes in eine Zementwüste verwandelt. Wenn wir die Absprachen zwischen lokalen Regierungen und Unternehmern noch länger tolerieren, was werden wir dann in der Zukunft essen? Die, die in einem Büro sitzen und gut essen, wissen nicht, wie hart die Arbeit auf dem Feld ist.
</div>
</blockquote>
<p>Außerdem fragt sich ein großer Teil der Web-Community, wie sich die Privatisierung auf die Lebensbedingungen der Bauern auswirken würde. Hier ist ein Kommentar, den ein Bauer auf <a href="http://news.sohu.com/20081019/n260118232.shtml/">sohu.com</a> veröffentlich hat:</p>
<blockquote><p>我是一个农民,为了生计。我只能出卖土地了。卖了好大一 笔钱,生活过得还不锖。二十年后,土地钱吃完了,穷的叮叮响,于是到土地家做长工,十年后还是一样,更穷了,为了生存权,于是只能揭杆起义了</p>
<div class="translation">Ich bin Bauer und habe Mühen, zu überleben. Mir bleibt nichts anderes übrig, als mein Land zu verkaufen. Mit dem Geld, das ich dafür bekomme, könnte ich eine Zeit lang gut leben. Aber in 20 Jahren, wenn ich das Geld, das mit der Landverkauf gebracht hat, verbraucht habe, werde ich zum Landbesitzer gehen müssen und dort einfache Arbeiten verrichten. Nach zehn Jahren ist es wieder dasselbe, und ich bin noch ärmer. Um uns ein Existenzrecht zu sichern, gibt es keinen anderen Ausweg als den Aufstand.
</div>
</blockquote>
<p>Auf seinem <a href="http://cac88.blog.163.com/blog/static/6808147200903091717647/?fromTodaytoutiao">Blog</a> beschreibt der bekannte Blogger Yu Ran seine Untersuchungen auf dem Land und eine Unterhaltung mit einigen Bauern:　　<br />
　　</p>
<blockquote><p>到过的几个省份都有这么一些农民弃房舍、弃承包地，携子拖女的举家外出打工了，可当如今工作无着时再回到农村，他们发现自己已经失去了最最基本的生存保障——土地了（尽管有后来颁布的土地承包法，可是这些失地、失业农民大多都是在二次稳定土地承包权之前就放弃了承包，尽管他们放弃了承包土地，可他们的身份依然是农民，土地依然是他们的一切社会保障和生存最后防线）<br />
如今失地又失业的农民工现象已经不容忽视，目前多数还是一种隐性状态，还没有完全被人们所知晓所重视，一旦这些失业又失地的农民长期处在无业可就、无地可种、没有任何社会保障的境况下，他们将面临着严峻的生存危机，而不是收入高低的问题、城乡收入差距问题了。有些专家、学者还站在那里大谈“刺激农村消费，拉动内需……”之类的话，殊不知农村、农民连一个最为基本的社会保障体系还都没有时，你一味的只想着让农民怎么去花钱，刺激一时的经济增长，不知这样短视的经济增长方式对整个和谐社会的发展是利还是害？</p>
<div class="translation">In jeder Provinz, die ich besucht habe, sehen wir das Phänomen der Bauern, die ihr kollektives Wohnen und ihr Recht auf Landnutzung aufgeben und mit ihrer Familie in die Stadt gehen, um dort zu arbeiten. Aber wenn sie nach Hause zurückkehren, weil sie ihre Arbeit verloren haben, dann merken sie, dass sie auch das verloren haben, was die minimalste Garantie für ihr Leben darstellte: ihr Land. Selbst wenn es einen neuen Plan zur Reformierung der Landnutzungsrechte gibt, so haben doch die meisten Bauern, die Arbeit und Land verloren haben, ihr Recht auf ihr Land schon vor der Reform aufgegeben. Da sioe aber noch immer das Etikett &#8220;Bauer&#8221; in ihrem Meldezettel tragen, ist das Land ihre einzige Überlebensmöglichkeit.<br />
Das Phänomen der arbeitslosen, landlosen Bauern darf nicht übersehen werden. Ihr Problem ist nicht ein hoher oder niedriger Lebensstandard oder der Einkommensunterschied zwischen Stadt und Land. In ihrem Fall geht es ums pure Überleben. Viele Wissenschaftler reden nach wie vor über &#8220;die Ankurbelung des Konsums der Bauern und die Stimulierung der Binnennachfrage&#8221;, aber welches Geld sollen Bauern, die ihre Überlebensgarantie verloren haben, denn eigentlich ausgeben? Ich weiß nicht, ob ein solcher Mangel an langfristiger Perspektive, was das Wirtschaftswachstum betrifft, positive oder negative Auswirkungen auf unsere &#8220;harmonische Gesellschaft&#8221; haben wird?
</div>
</blockquote>
<p>Alles in allem befürchten die meisten chinesischen Internet-User, eine Landreform könne zu einer gravierenden Verarmung der Landbevölkerung führen. Um die immer selbstbewusstere öffentliche Meinung im Internet in ihrem Sinne beeinflussen zu können, wird die chinesische Regierung überzeugende Erklärungen liefern müssen, wie sie einer Landenteignung entgegensteuern und die Lebensbedingungen der Bauern und Wanderarbeiter verbessern will. Obwohl die chinesischen Blogger eine virtuelle Welt bewohnen, scheinen sie sehr klare Vorstellungen von den unmittelbaren Bedürfnissen der Landbevölkerung zu haben.</p>
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		<title>Indonesien: Überschwemmungen in 13 Provinzen</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jan 2009 23:47:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cegees</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonMong Palatino  &#183; Übersetzt von cegees &#183;  engl. Originalartikel 
In den letzten Wochen waren mehr dreizehn indonesische Provinzen von Überschwemmungen betroffen, verursacht durch sintflutartige Regenfälle. Die Katastrophe hat bereits 14 Menschenleben gefordert, 3 Menschen werden immer noch vermisst. Die Überschwemmungen breiten sich in verschieden Teilen der folgenden Provinzen weiter aus: West Nusa, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/mong/">Mong Palatino</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/paul-lanon/'>cegees</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/17/indonesia-flooding-in-13-provinces/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>In den letzten Wochen waren mehr dreizehn indonesische Provinzen von <a href="http://www.channelnewsasia.com/stories/afp_asiapacific/view/403058/1/.html">Überschwemmungen betroffen</a>, verursacht durch sintflutartige Regenfälle. Die Katastrophe hat bereits 14 Menschenleben gefordert, 3 Menschen werden immer noch vermisst. Die Überschwemmungen breiten sich in verschieden Teilen der folgenden Provinzen weiter aus: West Nusa, Tenggara, Sumatra, Java, Bali, Borneo und Sulawesi. Mehr als 50.000 Menschen mussten bereits evakuiert werden. </p>
<p>In Hauptstadt Indonesiens Jakarta steht das Wasser <a href="http://www.thejakartaglobe.com/home/article/6259.html">bereits zwei Meter</a> über normal. <a href="http://indonesiafirst.com/flood-officials-standby/">Mehr als 40 Prozent</a> der Stadt liegen unterhalb des Meeresspiegels. Das beliebte Urlaubsziel Bali ist <a href="http://mytravelblogging.com/bali/2009/01/14/flood-in-bali/">ebenfalls überflutet</a>.</p>
<p><iframe width="425" height="350" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=en&amp;geocode=&amp;q=indonesia&amp;sll=2.284551,124.101563&amp;sspn=24.102647,39.550781&amp;ie=UTF8&amp;z=4&amp;ll=-0.789275,113.921327&amp;output=embed&amp;s=AARTsJrT2fGl2JpIbgQcPdy3iBfMly-PpA"></iframe><br /><small><a href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=embed&amp;hl=en&amp;geocode=&amp;q=indonesia&amp;sll=2.284551,124.101563&amp;sspn=24.102647,39.550781&amp;ie=UTF8&amp;z=4&amp;ll=-0.789275,113.921327" style="color:#0000FF;text-align:left">View Larger Map</a></small><br />
<font size="1">Indonesien via Google Map [en]</font></p>
<p>Javaa Jive <a href="http://thejavajive.com/blog/?p=1106">schreibt</a> zu den Überschwemmungen in Jakarta:</p>
<blockquote><p>
Während der Dezember noch recht sonnig und angenehm war, brachte das neue Jahr ärgerliche, sintflutartige Regengüsse, begleitet von vielen Blitzen  und natürlich die jährlichen Überschwemmungen.<br />
Während ich hier schreibe, schaue ich auf eine langen Kanal, der prall gefüllt ist mit Regenwasser und Schutt. Im Himmel ziehen wieder Wolken auf, die bald wie Wunden aufreissen werden - denn für die Woche sind weitere starke Stürme angekündigt. Eine heftige Nacht voller Regen und wir werden aus Kelapa Gading nicht raus kommen, denn die Straße zur Zollschranke liegt am niedrigsten und ist am schnellsten überflutet.<br />
Bin ich nervös? - Nicht wirklich [&#8230;]<br />
Aber ich bin nervös, wegen der Familien die nicht wegkommen. Für jene, die kleine Kinder haben, und kein frisches Wasser bekommen, oder medizinische Betreuung. Für all jene, die nicht das Vertrauen hatten, oder das Risiko einer Versicherung eingehen wollten - für ihr Haus, ihr Geschäft oder ihr Auto. Und für jene, die wieder einmal alles verlieren werden.
</p></blockquote>
<p>Mywebsiteku <a href="http://dedenwebsite.blogspot.com/2009/01/rainy-season.html">erwartet</a> weitere Überschwemmungen bis zum nächsten Monat:</p>
<blockquote><p>
Die Spitze der Regenzeit kommt noch und wird wohl erst im Februar 2009 erreicht sein. Dies ist ein potentieller Auslöser für Katastrophen wie Erdrutersche, Überschwemmungen, Wind- und Wasserhosen. Das hängt von der Stärke der Wolken in Jakarta ab und den ausgebauten Gegenden, die von den Regenfällen betroffen sind. Daher muss die Öffentlichkeit über die sich änderenden Wetterbedingungen informiert werden.</p></blockquote>
<p>Auf Twitter wird über die Überschwemmungen berichtet:</p>
<blockquote><p>
<a href="http://twitter.com/irwanlee/statuses/1123183677">Irwanlee:</a> Der Himmel sieht düster aus, und das Denguefieber und die Flut sind zurück in der Stadt.<br />
<a href="http://twitter.com/lusy_sunsetgirl/statuses/1120166892">lusy_sunset:</a> Ehrlich gesagt, glaube ich: Sowohl Regierung und die Menschen tragen eine Mitverantwortung an den Überschwemmung.</p>
<p><a href="http://twitter.com/nanashambles/statuses/1118117123">nanashambles:</a> Regen ist Scheiße! Überschwemmungen überall. Chaotische Sache.</p>
<p><a href="http://twitter.com/storymasterq/statuses/1115159729">storymasterq: </a>Die Kaltfront zieht weiter. Jakartas Große Flut kommt normalerweise alle 5 Jahre, aber die Nächste wäre erst 2012. Apokalypse?</p></blockquote>
<p><em><br />
Überschwemmungen sind häufig in Indonesien. <a href="http://riaudailyphoto.blogspot.com/search/label/Flood">Riau</a> zeigt Bilder aus dem indonesischen Kampar, wo es vor einigen Wochen Überschwemmungen gab.</em></p>
<p><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/kampar.jpg" alt="kampar" /></p>
<p><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/motorbike.jpg" alt="flut" /><br />
<font size="1"><em>Fotos via <a href="http://riaudailyphoto.blogspot.com/search/label/Flood">Riau Daily Photo</a></em></font></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Umwelt: Südafrikanische Blogger zu genveränderten Lebensmitteln</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/25/umwelt-sudafrikanische-blogger-zu-genveranderten-lebensmitteln/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Nov 2008 14:13:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Über GVO]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben vonJuliana Rotich  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 
Genetisch modifizierte Lebensmittel sind schon länger ein Anliegen von vielen Umwelt-Bloggern in Südafrika und anderen Teilen Afrikas. In diesem Post schauen wir auf ein paar Blogger, die in der letzten Zeit über genetisch veränderte Lebensmittel und genetisch verändertes Saatgut geschrieben haben.

Foto: Vagawi [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/afromusing/">Juliana Rotich</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/11/24/environment-sa-bloggers-sound-off-on-gmo-foods/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Genetisch modifizierte Lebensmittel sind schon länger ein Anliegen von vielen Umwelt-Bloggern in Südafrika und anderen Teilen Afrikas. In diesem Post schauen wir auf ein paar Blogger, die in der letzten Zeit über genetisch veränderte Lebensmittel und genetisch verändertes Saatgut geschrieben haben.</p>
<p><a href='http://flickr.com/photos/vagawi/1600164806/'><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/11/1600164806_54c2f1caba.jpg" alt="Maize" title="1600164806_54c2f1caba" class="aligncenter size-full wp-image-53012" /></a></p>
<p>Foto: <a href="http://flickr.com/photos/vagawi/1600164806/">Vagawi auf flickr</a></p>
<p><a href="http://www.urbansprout.co.za/gm_maize_study_finds_fertility_lowered_in_mice#comment">UrbanSprout</a> verweist auf einen Bericht in einem Artikel in <a href="http://www.dailymail.co.uk/health/article-1085060/Why-eating-GM-food-lower-fertility.html">Mail Online</a>, der auf eine geringere Fruchtbarkeit von Mäusen hinweist, die mit genetisch verändertem Mais gefüttert wurden.</p>
<blockquote><p>Dr Jurgen Zentek, Professor for Veterinary Medicine at the University of Vienna and lead author of the study, said a GM diet effected the fertility of mice.<br />
One of the studies was a reproductive assessment by continuous breeding (RACB) trial, in which the same parent generation gave birth to several litters of baby mice. The parents were fed either with a diet containing 33per cent of GM maize, a hybrid of Monsanto&#39;s MON 810 and another variety, and a normal feed mix.<br />
The team found changes that were &#39;statistically significant&#39; in the third and fourth litters produced by the mice given a GM diet. There were fewer offspring, while the young mice were smaller.</p>
<p>Prof Zentek said there was a direct link between the changes seen and the GM diet.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Dr. Jürgen Zentek, Professor für Veterinärmedizin an der Universität von Wien und Hauptautor der Studie, sagte, genetisch verändertes Futter  wirke sich auf die Fruchtbarkeit von Mäusen aus.<br/><br />
Eine der Studien war ein RACB-Test (reproductive assessment by continuous breeding). Dabei gebiert dieselbe Elterngeneration verschiedene Würfe von Mäusebabys. Den Eltern wird entweder zu 33% genetisch veränderter Mais gefüttert, einer Kreuzung von Monsantos MON 810 und einer anderen Sorte oder eine normale Lebensmittel-Mischung.<br/><br />
Das Team fand statistisch signifikante Änderungen im dritten und vierten Wurf der Mäuse mit genetisch verändertem Futter. Es gab weniger Nachfahren und die jungen Mäuse waren kleiner.</p>
<p>Prof. Zentek sagte, es gebe einen direkten Zusammenhang zwischen den beobachteten Änderungen und dem genetisch veränderten Futter.</p>
</div>
<p>Über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Monsanto">Monsanto</a> (einen bedeutenden Produzenten von Gen-Saatgut) witzelt <a href="http://www.urbansprout.co.za">UrbanSprout</a>&#8230;</p>
<blockquote><p>Perhaps this is the environmentally friendly benefit of using GM seed that Monsanto has been touting - they&#39;re unwittingly helping to reduce population growth!</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Vielleicht ist dies der umweltfreundliche Nutzen der Anwendung von genetisch verändertem Saatgut, das Monsanto bewirbt - sie helfen unwissentlich dabei, das Bevölkerungswachstum zu reduzieren!</p>
</div>
<p>Auf <em>Relax with Dax</em>, <a href="http://www.relax-with-dax.co.za/?p=713#more-713">vertieft sich der Blogger</a> in das Thema der Gen-Ernährung als Lösung für den Hunger der Welt. Er ist sehr darauf bedacht, alle Seiten des Themas zu betrachten:</p>
<blockquote><p>We all suffer from <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Confirmation_bias">confirmation bias</a> to some degree, but being aware of it can help us to avoid it at least partly. I actively try to expose myself to both sides of the story, especially topics which I feel strongly about. I feel very strongly that GM foods are a danger to our future, but I try to expose myself to the other point of view. For this reason I attended a presentation at the UCT Graduate School of Business which was pro GM. It was an interesting presentation and those who attended were enthusiastic in their support (except me).</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Wir leiden alle einem gewissen Maß von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Confirmation_bias">Confirmation Bias</a> [A.d.Ü.: der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deduktion#Psychologie">Tendenz, Schlussfolgerungen eher für wahr zu halten, die die eigenen Überzeugungen bestätigen</a>] aber wenn wir uns dessen bewusst sind, können wir sie wenigstens teilweise vermeiden. Ich versuche aktiv, mich beiden Seiten der Geschichte auszusetzen, ganz besonders bei Themen, die mich sehr betroffen machen. Es macht mich sehr betroffen, dass genetisch veränderte Lebensmittel unsere Zukunft gefährden, aber ich versuche, mich auch dem anderen Gesichtspunkt auszusetzen. Deswegen war ich bei einer Präsentation der Graduate School of Business der Universität von Cape Town, die Genmanipulation befürwortete. Es war eine interessante Präsentation und die Anwesenden waren enthusiastische Befürworter (nur ich nicht).</p>
</div>
<p>Dax informiert weiter über die Präsentation, bei der er war, und zweifelt direkt die Behauptungen von Prof. Chassy an.</p>
<blockquote><p>Prof. Chassy himself made the point strongly that all people who are against GM foods are just uneducated rabble who have no idea what is going on and those who are pro GM foods are very intelligent scientists. Not only is this an appeal to authority, it is also completely and utterly untrue. There are more scientists than I can count who are anti GM foods. Remember, we are not talking about research into genetic modification, we are talking about allowing GM foods to be released into the environment and eaten.</p>
<p>Prof Chassy spent some consideral time explaining to us that we will in the future be unable to grow enough food to feed the world’s population, a fact I can agree with. However, his proposal that GM foods will allow us to grow enough food, I do not agree with. In fact this is what this post is about. I want to show that contrary to Prof. Chassy’s comment that no scientists are anti GM, it is actually scientists who are saying that GM is not a solution to the impending food crisis and that in fact, organic and sustainable farming methods are a better option.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Prof. Chassy selbst machte deutlich klar, dass alle, die gegen genetisch veränderte Lebensmittel seien, nur ein ungebildeter Haufen wären, die keine Vorstellung davon hätten, worum es gehe, und die Befürworter von genetisch veränderte Lebensmitteln sehr intelligente Wissenschaftler seien. Dies ist nicht nur ein Sich-Berufen auf eine Autorität, sondern auch ganz und gar falsch. Es gibt mehr Wissenschaftler, als ich zählen kann, die gegen genetisch veränderte Lebensmittel sind. Behalten Sie im Auge, dass wir nicht über Forschung zur Genveränderung reden, sondern darüber, genetisch veränderte Lebensmittel in die Umwelt zu lassen und sie zu essen.</p>
<p>Prof. Chassy verbrachte einige Zeit damit, uns zu erklären, dass wir in der Zukunft nicht in der Lage sein würden, die Weltbevölkerung zu ernähren, eine Tatsache, der ich zustimmen kann. Seiner These jedoch, genetisch veränderte Lebensmittel würden uns erlauben, genügend Nahrung anzubauen, stimme ich nicht zu. Das ist das eigentliche Thema dieses Posts. Ich möchte zeigen, dass entgegen dem Kommentar von Prof. Chassy, es gebe keine Wissenschaftler, die gegen Genmanipulation seien, es gerade die Wissenschaftler sind, die sagen, dass Genmanipulation keine Lösung der drohenden Nahrungskrise ist, sondern in Wirklichkeit organische und nachhaltige Anbaumethoden eine bessere Option sind.</p>
</div>
<p>Er listet Links auf Berichte anderer Wissenschaftler auf und sagt abschließend:</p>
<blockquote><p>If one takes the time to do some research, it becomes evident that there are many scientists which do not see GMOs as the solution to our food problems. Activists are just the people who have taken on the task of informing the public.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Wenn jemand sich die Zeit nimmt um ein wenig zu recherchieren, wird es offensichtlich, dass es viele Wissenschaftler gibt, die genetisch veränderte Organismen nicht als Lösung unserer Ernährungsprobleme ansehen. Aktivisten sind nur Menschen, die sich die Aufgabe gesetzt haben, die Öffentlichkeit zu informieren.</p>
</div>
<p><a href="http://www.urbansprout.co.za/the_world_according_to_monsanto_documentary_review#comment">UrbanSprout posted in einer ausführlichen Kritik</a> des Films „World According to Monsanto“  [deutscher Titel: „Monsanto, mit Gift und Genen“]</p>
<blockquote><p>I have watched a lot of documentaries on GM foods and Monsanto and although they each have their own style and there is always some new information, they generally cover a lot of the same material. This recently released documentary is not like that. It takes a very different angle, looking at the history of Monsanto and the way it operates, rather than focusing specifically on GM foods.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Ich habe viele Dokumentarfilme über genetisch veränderte Lebensmittel und Monsanto gesehen, und obwohl jeder seinen eigenen Stil hat und es jedesmal etwas neue Information gibt, bedienen sie sich im Großen und Ganzen desselben Materials. Dieser vor kurzem veröffentlichte Dokumentarfilm ist anders. Er schaut aus einem ganz anderen Blickwinkel auf die Geschichte Monsantos und Monsantos Art zu arbeiten, anstatt sich nur auf genetisch veränderte Lebensmittel zu konzentrieren.</p>
</div>
<p>Der Blogger stellt einige Fragen zum Thema und postet einen Link, der es anderen ermöglicht, den Film online zu sehen.</p>
<blockquote><p>So after seeing all this evidence of Monsanto&#39;s lying and test fiddling, one has to ask the question: When they say GM foods are thoroughly tested (which they are not), does that actually mean anything? Even relying on social concience would be dangerous. Surely they wouldn&#39;t let GMOs be released if they knew there were harmful effects? Well, if they can watch people dying from exposure to PCBs outside their factory, while they continue to manufacture and pollute, then they are capable of doing anything.</p>
<p>The very interesting thing is this, when it comes out that GM foods are responsible for environmental problems, and human health issues, guess who is going to pay to fix it? The taxpayers, that&#39;s who. Monsanto will just carry on making money while we pay to clean up their mess.</p>
<p>How does this make you feel?<br />
Watch online <a href="http://video.google.com/videoplay?docid=6262083407501596844">here</a>.
</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Nachdem man all diese Zeugnisse von Monsantos Lügen und Testgefummel gesehen hat, muss man folgende Frage stellen: Wenn die sagen, genetisch veränderte Lebensmittel seien gründlich getestet (was sie nicht sind), heißt das überhaupt etwas? Selbst sich auf das soziale Gewissen zu verlassen, wäre gefährlich. Sie würden genetisch veränderte Organismen nicht [in die Umwelt] lassen, wenn sie wüssten, dass das schädliche Auswirkungen hätte? Nun, wenn sie zusehen können, wie Menschen sterben, weil sie in der Umgebung ihrer Fabrik PCBs ausgesetzt waren, während sie weiter produzieren und die Umwelt verschmutzen, dann sind sie zu allem in der Lage.</p>
<p>Ein sehr interessantes Ding ist: wenn es herauskommt, dass genetisch veränderte Lebensmittel verantwortlich für Probleme der Umwelt und der menschlichen Gesundheit sind, wer wird dann wohl dafür bezahlen? Die Steuerzahler. Monsanto wird einfach weiter Geld verdienen, während wir zahlen und ihr Durcheinander aufräumen.</p>
<p>Wie fühlt ihr euch da?<br />
Schaut es euch <a href="http://video.google.com/videoplay?docid=6262083407501596844">hier</a> an.</p>
</div>
<div class="notes">
<p>Anmerkungen des Übersetzers:</p>
<p>Deutsche Version des besprochen Dokumentarfilms <a href="http://www.youtube.com/watch?v=7flcXHkecBI">„Monsanto, mit Gift und Genen“</a></p>
<p><a href="http://www.bmgfj.gv.at/cms/site/standard.html?channel=CH0810&#038;doc=CMS1226492832306">Studie des österreichischen Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend</a> zur Überprüfung von möglichen Effekten der gentechnisch veränderten Maissorte NK603 x MON810 auf Reproduktionsparameter in Fütterungsversuchen bei Mäusen.</p>
</div>
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			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/25/umwelt-sudafrikanische-blogger-zu-genveranderten-lebensmitteln/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Madagaskar: 1,3 Millionen Hektar an südkoreanischen Konzern verpachtet?</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/24/madagaskar-13-millionen-hektar-an-sudkoreanischen-konzern-verpachtet/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Nov 2008 15:23:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonLova Rakotomalala  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 
Südkorea hat vor kurzem die Hälfte alles bebaubaren Landes in Madagaskar gepachtet, wie die Financial Times berichtet. Das hat eine ziemliche Debatte in der Blogosphäre Madagaskars über die Souveränität des Landes und die ökonomische Entwicklung ausgelöst. Es steht noch nicht fest, ob [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/lova-rakotomalala/">Lova Rakotomalala</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/11/23/madagascar-south-korean-land-deal-sparks-controversy/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Südkorea hat vor kurzem die Hälfte alles bebaubaren Landes in Madagaskar gepachtet, wie die <em>Financial Times</em> berichtet. Das hat eine ziemliche Debatte in der Blogosphäre Madagaskars über die Souveränität des Landes und die ökonomische Entwicklung ausgelöst. Es steht noch nicht fest, ob der Pachtvertrag wirklich schon von beiden Seiten unterzeichnet wurde. In der Zwischenzeit diskutieren Blogger, ob ein solcher Vertrag als „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neokolonialismus">Neokolonialismus</a>“ betrachtet werden müsse.</p>
<p>Hier eine Übersicht über die bisher bekannt gewordenen Tatsachen:</p>
<p>Am 19. November <a href="http://www.ft.com/cms/s/0/22ccaa98-b5d9-11dd-ab71-0000779fd18c.html?nclick_check=1">berichtete</a> die <em>Financial Times </em> über den Vertrag zwischen dem südkoreanischen Unternehmen <a href="http://www.dwlogistics.co.kr/main/e_index.asp">Daewoo Logistics</a> und der Regierung Madagaskars.</p>
<p>Auf dem Blog <em>Global Dashboard</em>  <a href="http://www.globaldashboard.org/scarcity/south-korea-madagascar">fasst Alex Evans die Befunde zusammen</a>:</p>
<blockquote><p>South Korea has just struck a 99 year deal with Madagascar to lease an area half the size of Belgium to grow palm oil and no less than half of South Korea’s corn demands [..] Carl Atkins, of consultants Bidwells Agribusiness, said Daewoo Logistics&#39; investment in Madagascar was the largest it had seen. &#8220;The project does not surprise me, as countries are looking to improve food security but its size it does surprise me.&#8221;</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Südkorea hat gerade einen Vertrag abgeschlossen, eine Fläche halb so groß wie Belgien zu pachten, um Palmöl und mindestens die Hälfte von Südkoreas Bedarf an Mais anzubauen. [&#8230;] Carl Atkins von der Consulting-Firma Bidwells Agribusiness sagte, die Investition von Daewoo Logistics in Madagaskar sei die größte ihm bekannte.  &#8220;Das Projekt überrascht mich nicht, weil [die] Länder versuchen, die Sicherheit ihrer Lebensmittel[versorgung] zu verbessern, aber seine Größe überrascht mich.&#8221;</p>
</div>
<p>Einige Stunden später ergänzte <a href="http://us.ft.com/ftgateway/superpage.ft?news_id=fto111920081227033091&amp;page=2">ein Folgeartikel</a> in der <em>Financial Times</em>, dass Daewoo Logistics keine Pachtgebühren zu zahlen brauche, sondern stattdessen die Mittel zur Bearbeitung und zur Entwicklung des Landes bereitstellen würde.</p>
<p><em>Alex Evans</em> zitiert aus dem zweiten Artikel und sagt dazu <a href="http://www.globaldashboard.org/scarcity/madagascar-worse-than-thought/">es sei noch schlimmer, als er gedacht hätte</a>:</p>
<blockquote><p>A few hours later, a truly astonishing new angle on the story emerged. Guess how much South Korea had paid for its 99 year lease? Answer: Zip. Zero. Nada. Not a cent. The sum total of the benefits for Madagascar, according to a Daewoo spokesman? “We will provide jobs for them by farming it, which is good for Madagascar.” This in a country where 3.5% of people are on WFP food aid…<br />
The benefits for South Korea, on the other hand:<br />
“We want to plant corn there to ensure our food security. Food can be a weapon in this world,” said Hong Jong-wan, a manager at Daewoo. “We can either export the harvests to other countries or ship them back to Korea in case of a food crisis.”</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Ein paar Stunden später kam ein wirklich erstaunlicher Blickwickel der Sache zutage. Ratet mal, was Südkorea für seine 99 Jahre Pacht gezahlt hat? Antwort: Klick. Nichts. Nada. Keinen Cent. Der Nutzen unterm Strich für Madagaskar, nach einem Daewoo-Sprecher? „Wir werden Arbeitsplätze bereitstellen, indem wir es bebauen, und das ist gut für Madagaskar.“ Das in einem Land, wo 3,5% der Menschen von Lebensmittelhilfe des WFP (Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen) leben&#8230;<br/><br />
Der Nutzen für Südkorea, auf der anderen Seite:<br/><br />
„Wir möchten dort Mais pflanzen, um unsere Lebensmittel[versorgung] zu sichern. Lebensmittel können eine Waffe sein auf dieser Welt,“ sagt Hong Jong-wan, ein Daewoo-Manager. „Wir können die Ernte entweder in andere Länder exportieren, oder sie im Fall einer Lebensmittelkrise zurück nach Korea transportieren.“</p>
</div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-52945" title="land-madagascar" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/11/land-madagascar.jpg" alt="" /><br />
	<small>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/foko_madagascar/">Foko-Madagascar</a></small></p>
<p>Die Regierung Madagaskars muss erst noch eine offizielle Stellungname zum Thema bekannt geben.  Reuters <a href="http://uk.reuters.com/article/idUKLL384535">berichtet</a>, dass das Geschäft noch lange nicht abgeschlossen sei. Daewoo Logistics hat hingegen verschiedene Stellungnahmen herausgegeben, die die Glaubwürdigkeit der Artikel anfechten.</p>
<p>Robert Koelher, bloggt aus Seoul auf <em>The Marmot’s Hole</em> und <a href="http://www.rjkoehler.com/2008/11/21/daewoo-logistics-ft-is-lies-all-lies/">beschreibt die Argumente des südkoreanischen Unternehmens</a>:</p>
<blockquote><p>In <a href="http://news.naver.com/main/read.nhn?mode=LSD&amp;mid=sec&amp;sid1=101&amp;oid=009&amp;aid=0002035513">another report</a>, the Maeil Gyeongje said experts believe the FT report, with its provocative talk of “neo-colonialism” and “pirates,” was intended as a warning against an increased Asian presence in Africa, long considered Europe’s backyard. The piece did include a quote from a Daewoo Logistics official, however, who said Madagascar was quite sensitive about this issue because when China invests, it only goes after its own profits [..]<br />
The JoongAng Ilbo, meanwhile, released an <a href="http://news.naver.com/main/read.nhn?mode=LSD&amp;mid=sec&amp;sid1=110&amp;oid=025&amp;aid=0001982681">editorial blasting the FT</a>, asking why the paper was turning a blind eye to British Jatropha farms in Madagascar (used for biodiesel fuel) and French plantations on the island while going after a Korean company only. And besides, the land Daewoo is acquiring is undeveloped, the new farms will provide employment, and the Madagascar government will be taking a 30% cut of the farm profits in taxes.”</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>In <a href="http://news.naver.com/main/read.nhn?mode=LSD&amp;mid=sec&amp;sid1=101&amp;oid=009&amp;aid=0002035513">einem weiteren Bericht</a> sagte die [südkoreanische Wirtschaftszeitung] Maeil Gyeongje, dass Experten denken, der Bericht der Financial Times mit seiner provokanten Wortwahl von „Neokolonialismus“ und „Piraten“ ziele darauf ab, vor einer stärkeren asiatischen Präsenz in Afrika zu warnen, das lange als Hinterhof Europas angesehen worden sei. Der Artikel zitiert jedoch einen leitenden Mitarbeiters von Daewoo Logistics, der sagte, Madagaskar sei sehr empfindlich in dieser Hinsicht, denn wenn China investiere, würde es sich nur nach den eigenen Profiten richten [&#8230;]<br />
Die [südkoreanische Zeitung] JoongAng Ilbo veröffentliche zwischenzeitlich einen <a href="http://news.naver.com/main/read.nhn?mode=LSD&amp;mid=sec&amp;sid1=110&amp;oid=025&amp;aid=0001982681">Kommentar, der die Financial Times hart angriff</a> und die Frage aufwarf, warum die Zeitung die Augen verschließe vor britischen Jatropha-Farmen und französischen Plantagen und sich unterdessen nur auf ein koreanisches Unternehmen stürze. „Außerdem ist das Land, das Daewoo erwirbt, nicht entwickelt, und die Regierung Madagaskars wird 30% Steuern auf die Gewinne der Bewirtschaftung auf erheben.“</p>
</div>
<p>Die Reaktionen in der madagassischen Blogosphäre auf die Pachtverträge fielen hitzig  und sehr verschieden aus:</p>
<p>Die Website der madagassischen Diaspora <em>Sobika</em> <a href="http://www.sobika.com/madagascar-informations/news_1067.php?subaction=showcomments&amp;id=1227200993&amp;archive=&amp;start_from=&amp;ucat=&amp;">berichtete über den Geschäftsabschluss</a> (Französisch, mit Info-Karte) einige Augenblicke nach der <em> Financial Times</em> und forderte ihre Leser auf, zu handeln. In einem <a href="http://sobika.com/">Folgeartikel</a>, spekuliert <em>Sokiba</em>, dass der im Internet geäußerte Zorn das Unternehmen veranlasst habe, die Vertragsbedingungen zu leugnen [Fr].</p>
<p>Der Zorn ist aber weit davon entfernt, einstimmig zu sein. Einige Bloggers glauben, dass der Pachtvertrag Madagaskar nutzen könnte, da er die Produktivität [mancher] Landstriche erhöhe. <em>Aiky</em> <a href="http://malagasymiray.net/2008/11/22/ahofa-maimam-poana-aminireo-koreana-tatsimo-i-madagasikara/">sagt dazu</a> [Mg] auf dem Blog <em>Malagasy Miray</em>:</p>
<blockquote><p>Ny tombontsoa indray kosa raha jerena amin’ny saina tsy miangatra dia :<br />
		- ny fanomezana asa ireo tantsaha eny ambanivohitra ka miteraka fidiram-bola maharitra ho azy ireo izany.<br />
		- ny fanajariana ireo tany izay tsy noeritreretina fa afaka ambolena na ihany koa tany ngazana ka rahatrizay vita ny fifanarahana izany hoe afaka zato taona dia mba ho moramora ho an’ireo taranaka fara aman-dimby ny hampiasa sy hamboly azy (raha tsy lasa fanan’olom-bitsy indray avy eo)<br />
		- raha misy fidiram-bola maharitra ireo tantsaha dia mety ho hita ihany koa ny fiatraikan’izany ka mahasoa ho an’ny manodidina na “effet d’entraînement”. [&#8230;]</p>
<p>		-Asa na tafiditra ao anaty fifanarahana fa mety hihatsara ihany koa ireo lalana sy tambanjotra misy any amin’ireo faritra.<br />
		- afaka mifehy ny fiakarana an-tanandehibe ny mpitondra raha misy asa eny ambanivohitra (maîtrise de l’exode rural)</p>
</blockquote>
<div class="translation">Die Vorteile aus einer weniger emotionalen Perspektive:<br />
	- Die neuen Beschäftigungsaussichten für Bauern, die in der Folge zu einer zusätzlichen Quelle von Einkünften führen.<br />
	- Die Bewirtschaftung von Ländereien, von denen man bisher gedacht hatte, sie seien  von geringem Wert und die nach der Pacht weiterhin bearbeitet werden können.<br />
	- die Kettenreaktion eines solchen Zuwachses an Einkünften [&#8230;]<br />
	- die eventuelle Verbesserung des Zustands von Hauptstraßen und anderer Infrastruktur in diesem Landesteil.<br />
	- Ein Anreiz, der möglicherweise den Exodus aus den ländlichen Gebieten stoppt.</div>
<p>Auf <em>The Cyber Observer</em>, hatte ein Jurist und Blogger aus Antananarivo, <em>Andrydago</em> die <a href="http://andrydago.wordpress.com/2008/10/21/malagasy-land-and-foreign-investments/">erstaunliche Voraussicht</a>, die juristische Frage der Souveränität des Landes und ausländischer Investitionen aufzugreifen, im Oktober, einen ganzen Monat vor der Kontroverse. Es fällt auf, dass die Gesetze, die diese Pacht erlauben, dieses Jahr geändert wurden:</p>
<blockquote><p>Recently, the new Malagasy investment law: act 2007-036 of January 14th, 2008, has brought a very key change concerning the possibility for foreigners to own their land in Madagascar. This law provided that foreign companies or foreign investors (individuals who have been granted with investor visa), can buy Malagasy land under the following conditions:</p>
<p>1. the land has to be used exclusively for professional exploitation. Any personal use and exploitation which is different from the nature of exploitation he “promised” to the Malagasy governement, are forbidden. If there is a breach of such condition, the governement can legally withdraw its title of land ownership;</p>
<p>2. the foreign company or investor has to submit its business plan (investment planning in Madagascar) to a public body named EDBM (Economic Development Board Madagascar). Such plan has to describe and detail its intended business and its pertaining investment in Madagascar;</p>
<p>3. the foreign company or investor has to apply for a formal approval named “authorization for land acquisition” before the EDBM in order to be allowed to purchase legally a Malagasy land. Such authorization if granted, gives to the foreign company or investor the same rights as for a Malagasy entity to purchase and to own land in Madagascar.
</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Vor kurzem hat das neue madagassische Investitionsgesetz (Act 2007-036 vom 14. Januar 2008) eine grundlegende Änderung in Bezug auf den Besitz von Land durch Ausländer gebracht. Dieses Gesetz bestimmt, dass ausländische Unternehmen oder ausländische Investoren (Individuen mit Investor-Visum) madagassisches Land unter folgenden Bedingungen kaufen können:</p>
<p>1. das Land darf ausschließlich für geschäftliche Zwecke genutzt werden. Jeder persönliche Gebrauch und jede Nutzung, die sich von der Art der Nutzung unterscheidet, die er der Regierung Madagaskars „versprochen“ hat, sind verboten. Sollte diese Bedingung verletzt werden, kann die Regierung den Landbesitztitel zurückziehen;</p>
<p>2. die ausländische Gesellschaft oder der ausländische Investor müssen einen Businessplan einem öffentlichen Gremium namens EDBM  (Economic Development Board Madagascar, Ausschuß für die ökonomische Entwicklung Madagaskars) vorlegen. Ein solcher Plan muss das Geschäftsvorhaben und die zugehörigen Investitionen in Madagaskar detailliert beschreiben;</p>
<p>3. die ausländische Gesellschaft oder der ausländische Investor müssen bei der EDBM eine formale Zustimmung namens „Zulassung zum Landerwerb“ beantragen, um madagassisches Land legal zu erwerben. Wenn eine solche Zulassung erteilt wird, gibt sie der ausländischen Gesellschaft oder dem ausländischen Investor dieselben Rechte wie einer madagassischen Person, Land in Madagaskar zu besitzen.</p>
</div>
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		<item>
		<title>Iran: Inflation und unerreichbare Tomaten</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/05/09/iran-inflation-und-unerreichbare-tomaten/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 May 2008 08:32:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<category><![CDATA[Iran]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonHamid Tehrani  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Die iranische Regierung hat oft geleugnet, dass es Inflation gäbe, es sei nur eine Erfinder der Ausländer und ihrer Medien. Aber in den letzten Monaten ist die Inflation im Iran schneller und stärker denn je. Das hängt zum einen an den gestiegenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/hamid-tehrani/">Hamid Tehrani</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/05/03/iran-inflation-and-untouchable-tomatoes/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Die iranische Regierung hat oft geleugnet, dass es Inflation gäbe, es sei nur eine Erfinder der Ausländer und ihrer Medien. Aber in den letzten Monaten ist die Inflation im Iran schneller und stärker denn je. Das hängt zum einen an den gestiegenen Lebensmittelpreisen, aber - wie viele vermuten - auch an einer verfehlten Finanzpolitik. Mehrer Blogger haben darüber geschrieben, wie sie die Inflation im Alltag erleben.</p>
<p><strong>Hilflose Bauern und &#8220;sorglose Führer&#8221;</strong></p>
<p><em>Eghtesaddaneh</em> <a href="http://eghtesadaneh.blogspot.com/2008/04/blog-post_07.html">schreibt</a> [FA], die iranischen Bauern werden von der Regierung weder geschützt noch repräsentiert. Er fügt hinzu:</p>
<blockquote><p>Das Landwirtschaftsministerium vertritt eher die Mittelschicht und die Angestellten, als die Bauern. Die Bauern bilden die Stille Klasse. Habt ihr sie je protestieren gehört? Habt ihr je gehört, dass der Minister für Landwirtschaft gegen die Hindernisse des freien Handels protestiert?</p></blockquote>
<p><a href="http://flickr.com/photos/varahran/2235225742/"><img src="http://www.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/05/2235225742_67728b2693_m.jpg" alt="Pomegranate in Iran" align="right" /></a></p>
<p>Er fügt hinzu, es gäbe nach Naturkatastrophen keine Hilfe für die Bauern, anders als in den meisten Industrieländern und in Lateinamerika. &#8220;In meiner Heimatstadt <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Kashan">Kashan</a> sind die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pomegranate">Granatäpfel</a>-Gärten von der Kältewelle fast zerstört worden.&#8221;</p>
<p><em>Athalolah Mohajerani</em>, der frühere reformatorische Kulturminister <a href="http://mohajerani.maktuob.net/archives/2008/04/19/1038.php">erklärte</a>, die Inflation habe nicht mit dem Nachfragedefizit zu tun. Der einflussreiche Kleriker Mahdavi Kani hatte zuvor das Gegenteil behauptet. Der Blogger moniert, die Regierung würde nicht auf die Experten hören. Ihr Populismus und ihre Phrasen-Politik sei Schuld an der Inflation.</p>
<p><em>Soweyda</em> <a href="http://soweyda.blogfa.com/post-256.aspx">schreibt</a> [FA], dass der Präsident des iranischen Parlaments, Hadad Adel, zugab dass es möglicherweise Inflation im Land gäbe, aber wenigstens habe man Sicherheit. Der Blogger vermutet, dies sei eine Anspielung auf die Sicherheitslage in den Nachbarstaaten gewesen - doch auch die Inflation und wirtschaftliche Probleme können die Sicherheit bedrohen.</p>
<p>Gebrochene Versprechen</p>
<p><em>Dehyari</em> <a href="http://dehyari-iraj.persianblog.ir/post/74">schreibt</a> [FA], Inflation könne nicht durch Reden bewältigt werden. Der Blogger sagt:</p>
<blockquote><p>Als Ahmadinejad vor zwei Jahren zum ersten mal eine Inflation leugnete, sagte er es sei die niedrigste der letzten 20 Jahre. Vor nur sechs Monaten versprach er dann eine bessere Zukunft - aber diese Statements waren alle falsch.</p></blockquote>
<p>Der Blogger meint, die Gesellschaft könne die steigende Inflation nicht mehr hinnehmen. <em>Dehyari</em> glaubt, dass Ahmadinejads Entscheidungen nicht auf Sachverstand oder rationalen Erwägungen beruht.</p>
<p><em>AmirKhosro</em> <a href="http://amirkhosro.blogfa.com/post-100.aspx">berichtet</a> [FA], 10 Parlamentarier haben Ahmadinejad und drei Minister vor der Inflation gewarnt.</p>
<p>Die <em>Islamic Association of Shahr Kurd Students</em> <a href="http://anjomaneslamisku.blogfa.com/post-3427.aspx">meldet</a> [FA], der frühere Parlamentsvorsitzende Mehdi Karoubi habe kürzlich Ahmadinejad kritisiert - er solle sich um die Grundversorgung der Menschen kümmern, anstatt nach der Weltherrschaft zu streben.</p>
<p><a href="http://flickr.com/photos/39141782@N00/523756045/"><img src="http://www.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/05/523756045_19c9c4693d_m.jpg" alt="Tomatoes in Hamadan" align="left" /><strong></strong></a><strong><a href="http://flickr.com/photos/39141782@N00/523756045/">Unerreichbare Tomaten</a></strong></p>
<p><em>Azarmoghan</em> <a href="http://azarmughan.blogfa.com/post-415.aspx">witzelt</a> [FA], die Tomaten seien so teuer geworden, dass man sich stolz mit ihnen fotografieren lässt. Sie haben bereits die Banane als wertvollstes Obst abgelöst.</p>
<p><em>Parse dar Bozorgrah</em> <a href="http://xalidtawakoli.blogfa.com/post-98.aspx">schreibt</a> [FA], Ahmadinejad habe letztes Jahr gesagt, die Tomaten aus der Region seien für die Menschen erschwinglich, aber dieses Jahr scheinen sich alle mit den hohen Preisen abgefunden zu haben. Aus manchen Sandwiches sind die Tomaten verschwunden!</p>
<p><em>Shagrad</em> <a href="http://raheazadi.blogfa.com/post-31.aspx">sagt</a> [FA], Tomaten kosten etwa 2 Euro pro Kilo, während ein Arbeiter nur 80 Euro im Monat verdient!</p>
<p><em>Die Fotos stammen von Flickr:</em></p>
<p><em>Granatäpfel im verschneiten Iran von <a href="http://flickr.com/photos/varahran/2235225742/">Varahran</a>.</em></p>
<p><em>Tomaten auf dem Markt von Hamadan von <a href="http://flickr.com/photos/39141782@N00/">Mary Loosemore</a>.</em></p>
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		<title>Japan: Wo ist die Butter hin?</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/04/25/japan-wo-ist-die-butter-hin/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Apr 2008 13:47:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonHanako Tokita  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Wo ist die Butter? In Japan ist sie kaum noch zu bekommen. Ein drastischer Einbruch in der Milchproduktion, explodierte Preise für Korn und global verändertes Konsumverhalten haben in Japan zu einer ernsten Butterknappheit geführt. Seit Tagen bleiben Regale im ganzen Land leer, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/hanako-tokita/">Hanako Tokita</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/04/23/japan-where-has-all-the-butter-gone/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Wo ist die Butter? In Japan ist sie kaum noch zu bekommen. Ein drastischer Einbruch in der Milchproduktion, explodierte Preise für Korn und global verändertes Konsumverhalten haben in Japan zu einer ernsten <a href="http://www.asahi.com/english/Herald-asahi/TKY200803140076.html">Butterknappheit</a> geführt. Seit Tagen bleiben Regale im ganzen Land leer, die Läden entschuldigen sich auf Schilder bei den Kunden.</p>
<p><img src="http://www.globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/04/butter.jpg" alt="Butter shortage" /></p>
<pre>Ein leeres Regalbrett und ein Schild, auf dem die Geschäftsleitung erklärt, sie wisse nicht, wann wieder Butter geliefert werden wird.</pre>
<p>Während die meisten Blogger sich über die Knappeit beschweren, geben die Betreiber von <em>Bebe Kobo</em>, die in einem kleiner kleinen familienbetriebenen Milchfarm arbeiten, einen <a href="http://hisaho.blog35.fc2.com/blog-entry-114.html">Einblick</a> in die Probleme, vor denen sie stehen, und die zu der Butterknappheit führten:</p>
<blockquote>
<blockquote><p>たびたびＴＶや新聞で報道されているように、バター不足が深刻です。</p></blockquote>
</blockquote>
<blockquote><p> Wie die Zeitungen und die Fernsehsender melden, gibt es eine ernste Butterknappheit.</p></blockquote>
<blockquote><p>  既に報道されていますが、原因は主に牛乳不足といわれています。<br />
牛乳の消費がここ数年ずっと伸び悩んでおり、2006年には北海道で牛乳を廃棄する光景が見られました。そしてかなりの数の牛が殺処分になりました。<br />
それより以前は脱脂粉乳の処分に困り、組合を通じてセメント袋ほどの大きさの袋に入った脱脂粉乳を酪農家は天引きの形で買わされたり、（現在では信じられないけど）年末には大量のバターをこれまた天引きで強制的に買わされていました。</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Knappheit beruht, wie bereits berichtet, auf der zu geringen Milchproduktion. Der Verbrauch stagnierte, und 2006 wurde Milch in Hokkaido sogar entsorgt. Es wurden auch viele Kühe geschlachtet.</p></blockquote>
<blockquote><p>Zuvor waren die Milchbauern die Magermilch nicht los geworden, sodass Mitarbeiter riesige Mengen Milch kaufen mussten, die ihnen vom Lohn abgezogen wurde. Zum Ende des Jahres wurde auf die gleiche Weise Butter an Mitarbeiter verkauft (was heute unglaublich wirkt).</p></blockquote>
<blockquote><p> 牛乳の消費の伸び悩み。この原因はいくつかあります。いろいろな清涼飲料が増えたこと、少子化で学校での牛乳消費が減っていること、アレルギー、そしてア レルギーでもないのに病的に牛乳を悪者に仕立てる一部の人々…………。ひどいブログだと牛乳をけなしたあげく酪農家は無くなればよい、と書いているものま でありました。</p></blockquote>
<blockquote><p> Es gibt mehrere Gründe, warum der Verbrauch stagnierte. Es gibt viele verschiedene Softdrinks. Durch die singenden Geburtenraten sinkt der Milchverbrauch an Schulen Es gibt Allergiker, aber auch andere reden notorisch schlecht über Milch&#8230; Ich habe furchtbare Blogs gefunden, die Milch schlecht machen und hoffen, dass die Milchbauern verschwinden werden.</p></blockquote>
<blockquote><p>ことに2005年4月にサンマーク出版から発行された新谷弘実著の「病気にならない生き方」という本。物凄いヒットでした。<br />
これが酪農家だけでなくまともな学者も怒りだすほどとにかく「牛乳が悪い」という価値観で書かれていて、ただでさえ消費が伸び悩む牛乳に決定的なダメージを一時は与えました。</p></blockquote>
<blockquote><p> Besonder ist das erfolgreiche Buch &#8220;Der Lebensstil, der nicht krank macht&#8221; von Shintani Hiromitsu bei Sunmark Publishing zu nennen.</p></blockquote>
<blockquote><p>Der Autor vertritt die Einstellung, Milch sei schlecht, was nicht nur Milchbauern, sondern auch Akademiker ärgerte. Das Image der Milch wurde ernst beschädigt, obwohl der Verbrauch eh schon gering war.</p></blockquote>
<blockquote><p>  […]<br />
2006年に牛を大量処分したツケは確実に消費者を直撃しました。そのひとつがバター不足です。<br />
子牛が一人前になって牛乳を出せるようになるには最低でも2年以上かかります。<br />
自然の摂理に逆らうことはできないのです。</p></blockquote>
<blockquote><p>  [&#8230;]</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Auswirkungen der Massenschlachtungen  treffen direkt die Konsumenten. Eine der Folgen ist die Butterknappheit. Es  dauert über zwei Jahre, bis ein Kalb alt genug ist um Milch zu produzieren. Gegen die natürlichen Umstände kann man nichts tun.</p></blockquote>
<blockquote><p>  乳製品は化学製品ではありません。健全に牛を飼う構造が機能しないと今後もバター不足のようなことは頻発します。<br />
消費者の皆様のご理解を心よりお願い申し上げます。</p></blockquote>
<blockquote><p>Milchprodukte sind keine Chemieprodukte. Wenn die Strukturen zur gesunden Aufzucht von Kühen nicht funktionieren, kommt es regelmäßig zu Butterknappheit.</p></blockquote>
<blockquote><p>Ich bitte euch, die Verbraucher, höflich um Verständnis.</p></blockquote>
<p>In einem <a href="http://hisaho.blog35.fc2.com/blog-entry-115.html">älteren Beitrag</a> nennt der Blogger die Hauptgründe für die Butter-Unterproduktion.</p>
<blockquote><p> 1　ＥＵ加盟国（フランスなど）が乳製品の輸出のための補助金が付かなくなり、従来日本などに輸出されていたバターが国内消費に回されていること、中国や ロシアやインドなどの生活水準が上がり、そちらにバターなどが流れているという事情も輸入バターの不足に繋がっています。</p></blockquote>
<blockquote><p>1. In den Ländern der EU (zum Beispiel Frankreich) wird der Milchexport nicht mehr subventioniert - Butter, die früher unter anderem nach Japan exportiert wurde, bleibt heute auf dem heimischen Markt. Außerdem ist der Lebensstandard in China, Russland und Indien gestiegen, sodass auch diese Länder nun viel Butter importieren.</p></blockquote>
<blockquote><p> 2　加えて豪州は2年連続の大干ばつ。酪農家の飼料代高騰の大きな原因になっている他バターなどの輸出量に影響を及ぼしています。</p></blockquote>
<blockquote><p>2. In Australien herrschte zwei Jahre lang Dürre. Dadurch sind nicht nur die Futterkosten gestiegen, es wurde auch weniger Butter für den Export produziert.</p></blockquote>
<blockquote><p>  3　国内事情は前の日記に書いたように牛乳不足でうまくバターなどに牛乳が回りません。<br />
またバターを製造すると脱脂粉乳ができるのですが、脱脂粉乳が売れずまた在庫を抱えることになるので、一気にバターの製造量を増やせない事情があります。<br />
例えば缶コーヒーなどでも最近は脱脂粉乳より生乳を加えたものの方が味が良いため、飲用乳がそちらに回り、生乳不足に拍車をかけています。</p></blockquote>
<blockquote><p>3. Wie ich bereits schrieb, wird wegen der Milchknappheit nicht genug Milch im Land verbreitet. Außerdem wird bei der Herstellung von Butter Magermilch produziert. Wenn sich diese nicht verkaufen lässt bilden sich Vorräte, bis keine weitere Butter mehr produziert werden kann.</p></blockquote>
<blockquote><p>Zum Kaffee schmeckt frische Milch zum beispiel besser als Magermilch, sodass besonders frische Milch nachgefragt wird, was die Knappheit verschärft.</p></blockquote>
<blockquote><p> とにかく酪農の安定した推移や、乳製品のバランスのよい需給対策を抜本的に国レベルで考えない限りまたバター不足は繰り返されると懸念しています。<br />
「食糧の自給」問題の一端がこのバター騒動です。</p></blockquote>
<blockquote><p>Auf alle Fälle fürchte ich, dass sich solche Knappeheiten wiederholen werden, bis es eine ausgewogene nationale Kontrolle der Produktion gibt. All der Ärger um Butter ist ein Teil des Problems der &#8220;Nahrungs-Autarkie&#8221;.</p></blockquote>
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		<title>Südostasien: Steigender Reispreis</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/04/15/sudostasien-steigender-reispreis/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Apr 2008 19:44:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clemens Harten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonMong Palatino  &#183; Übersetzt von Clemens Harten &#183;  engl. Originalartikel 
Reis ist in Südostasien und an vielen anderen Orten das Grundnahrungsmittel. Asia 2008 schreibt über den Wert des Reises in Indochina:
In Thailand, Laos und Vietnam bedeutet &#8220;Reis essen&#8221; mehr als nur das offensichtliche: In Thailand ist es ein synonym für &#8220;essen&#8221; (kin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://www.globalvoicesonline.org/author/mong/">Mong Palatino</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/clemens-harten/'>Clemens Harten</a> &middot;  <a href='http://www.globalvoicesonline.org/2008/04/12/southeast-asia-rising-price-of-rice/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Reis ist in Südostasien und an vielen anderen Orten das Grundnahrungsmittel. <em>Asia 2008</em> <a href="http://wardsan.travellerspoint.com/29/">schreibt</a> über den Wert des Reises in Indochina:</p>
<blockquote><p>In Thailand, Laos und Vietnam bedeutet &#8220;Reis essen&#8221; mehr als nur das offensichtliche: In Thailand ist es ein synonym für &#8220;essen&#8221; (kin khao). Fragt man jemanden &#8220;hast du heute schon Reis gegessen&#8221;, bedeutet das einfach &#8220;wie geht&#39;s dir?&#8221;. In Vietnam ist es höfflich, vor jeder Mahlzeit zu sagen, &#8220;bitte iss Reis&#8221; (mơi ăn cơm) - auch, wenn es nur Nudeln gibt. Hier gibt es sogar Eis mit Reisgeschmack. Das ist gar nicht schlecht.</p></blockquote>
<p>In Brunei glaubt man, dass Reis nicht nur satt macht. Die Alten ermahnen die Kinder, ihren Reis bis zum letzten Korn aufzuessen, weil der Reis sonst weinen würde. Michael Tan <a href="http://opinion.inquirer.net/inquireropinion/columns/view/20080404-128242/Rice">schreibt</a> über die Bedeutung des Reises für die Kultur der Filipinos. <em>Lovely Laos</em> <a href="http://www.jacsjourney.com/?p=115">zitiert</a> einen Kolonialherren, der einmal sagte: &#8220;Die Vietnamesen pflanzen Reis, die Kambodschaner sehen ihn wachsen und die Lao hören ihm beim wachsen zu&#8221;.</p>
<p>Reis ist auch eine strategisch wichtige Ware. In vielen Ländern kann eine Reisknappheit zu Panik und Unruhe führen. In Südostasien machen sie viele Menschen sorgen, weil berichtet wird, dass der Reispreis steigt und der Nachschub knapp wird. Die Regierungen beruhigen ihre Wähler uns sagen, der Preis werde sich bald stabilisieren und es werde zu keiner Knappheit auf den lokalen Märkten kommen.</p>
<p><em>Singapore Short Stories</em> <a href="http://singaporeshortstories.blogspot.com/2008/04/ricing-rising-cost.html">nennt die Gründe</a>, warum der Reis heute teuer ist:</p>
<blockquote><p>1) Der hohe Ölpreis - 100$ pro Barrel bei steigender Tendenz - spielt bei dieser Kriese eine wichtige Rolle, weil der die Kosten für Dünger und Transport steigen lässt.</p>
<p>2) In Südostasien haben die Ernten unter  Krankheiten, Gewittern und einem außergewöhnlichen 45tägigen Käteeinbruch, der sich Anfang des Jahres von China nach Vietnam zog, gelitten. Dazu kamen Überflutungen in Vietnam und auf den Philippinen</p>
<p>3) Der Reisexport mittlerer Güte von Thailand, dem wichtigsten Reisexporteur, kostet nun 760$ pro Tonne - Ende letzen Jahres waren es nur 360$ gewesen.</p></blockquote>
<p><em>Precious Kingdoms</em> <a href="http://preciouskingdom.blogspot.com/2008/04/fear-of-rice-riots-as-surge-in-demand.html">zitiert</a> einen Artikel, der sich mit den Auswirkungen des Preisanstiegs befasst:</p>
<blockquote><p>33% Anstieg der Ausgaben von Philippinen für vietnamesischen Reis</p>
<p>3 Milliarden Menschen weltweit, die auf Reis als Grundnahrungsmittel angewiesen sind.</p>
<p>40% Anstieg des thailändischen Reispreises in diesem Jahr.</p>
<p>19,2% Anstieg der Preise für Verbraucher in Vietnam.</p>
<p>8,4% höhere Lebensmittelpreise auf den Philippinen als vor einem Jahr.</p>
<p>854 Millionen Menschen, deren Versorgung mit Lebensmitteln unsicher ist.</p>
<p>1 Milliarde Menschen, die von weniger als einem Dollar pro Tag leben - definiert als &#8220;absolute Armut&#8221;.</p></blockquote>
<p>Kein Land der Welt importiert so viel Reis wie die Philippinen. Arnold Padilla <a href="http://arnoldpadilla.wordpress.com/2008/03/28/notes-on-the-rice-crisis/">berichtet</a>:</p>
<blockquote><p> Der Lieferrückstand und die hohen Preise treffen vor allem die Armen. Die Reichen haben die zusätzlichen Mittel um viel Reis zu kaufen, auch wenn die Preise steigen. Aber die meisten Familien können sich (wenn überhaupt) gerade die nächste Mahlzeit leisten.</p></blockquote>
<p><em> Indonesia First</em> <a href="http://indonesiafirst.com/2008/03/horee-indonesia-got-rice-surplus-but-dont-hurry-to-export/">zitiert</a> einen Minister, der behauptet, der Reis in Indonesien läge knapp unter dem Preis auf dem Weltmarkt. <em>Humbahas</em> <a href="http://humbahas.blogspot.com/2008/03/1-million-ton-of-indonesian-rice.html">schreibt</a>, die Regierung würde keinen weiteren Reis importieren, weil man - zusammen mit den Rücklagen aus dem letzten Jahr - noch über einer Millionen Tonnen Reis gelagert hat.</p>
<p>Manjaku Sayang <a href="http://manjakusayang.blogspot.com/2008/04/rice-crisis-or-reality-check.html">führt aus</a>, wie die Armen unter teurem Reis leiden würden:</p>
<blockquote><p>Was bedeutet das alles für uns, die wir eingefrorenen Reis bezahlen können? Für die wohlhabenden Konsumenten der Mittelschicht, für die hohe Reis- und Weizenpreise eine kleine Unannehmlichkeit sind? Aber für die Armen, die einen großen Teil ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben, werden die hohen Preise ein Desaster werden.</p></blockquote>
<p><em>Exegesis</em> ist <a href="http://patunru.blogspot.com/2008/04/politics-of-rice-28.html">enttäuscht</a> von der Reispolitik der indonesischen Regierung. Auch <em>Cafe Salemba</em> ist <a href="http://cafesalemba.blogspot.com/2008/04/which-rice-price-is-which.html">frustriert</a>:</p>
<blockquote><p>Als vor einigen Monaten der eigene Reis - wegen Knappheit - teuer und der Weltpreis niedrig war, haben wir nicht importiert, weil manche sagten, es würde den Bauern schade, auch wenn die meisten Konsumenten sich den günstigen Importreis gewünscht hätten. Nun wird bei uns geerntet, der Preis ist niedrig, aber der Exportwert hoch. Wir exportieren aber nicht, weil manche lieber einen großen Vorrat horten wollen um die Konsumenten zu schützen - auf Kosten der Bauern, die am Export gut verdienen würden. Wer soll also nun geschützt werden? Konsumenten oder Bauern? Ich versteh das nicht so recht &#8230;</p></blockquote>
<p><em>Simply Jean</em> <a href="http://blog.simplyjean.com/2008/04/04/have-you-bought-your-rice-yet-its-all-gone-now/">beobachtet</a>, dass die Menschen in Singapur wie verrückt den Reis aufkaufen. <em>Nightorchild&#39;s garden</em> <a href="http://neshha01.blogspot.com/2008/04/rice-price.html">sieht</a> die Reishändler als Gewinner, weil sie nur ihren Reis zurückhalten müssen und zusehen können, wie der Preis steigt. <em>Blabbering blog of blogging blogger</em> <a href="http://yanyanyanyanyan.wordpress.com/2008/04/05/baffling-news/">erinnert daran</a>, dass die Reisreserven den Preis nicht niedrig halten können, weil der Preis wohl vorerst nicht günstiger werden wird.</p>
<p><em>In passing - malaysian</em> <a href="http://idrus.blogspot.com/2008/04/of-rice-and-malaysian.html">schreibt</a> an alle Landsleute:</p>
<blockquote><p> Wenn davon berichtet wird, dass es irgendwo auf der Welt einen Reismangel gäbe, fürchten wir sofort, dass auch bei und der Reis knapp wird. Die Behörden beschwichtigen, es gäbe ausreichende Vorräte im Land. Nehmt es also leicht und genießt dieses wundervolle Korn, dass wir Reis nennen.</p></blockquote>
<p><em>Tangents</em> macht einen <a href="http://thoughtsintangents.blogspot.com/2008/04/forget-about-cooking-oil-rice-rice-my.html">Vorschlag</a>, wie man die Reissubventionen in Malaysia ausbauen könnte:</p>
<blockquote><p> Aus den Einsparungen aus der Abschaffung von Subventionen für Zucker oder Öl, sowie aus langfristigen Einsparungen im Gesundheitssystem könnte die Regierung die Subventionen für Grundnahrungsmittel wie Reis und Mehl stützen. Reissubventionen sind aus zwei Gründen sinnvoll: Stratgeisch wird die Versorgung sichergestellt und gleichzeitig werden die armen Farmer gefördert.</p></blockquote>
<p><em> Tonyhiicon</em> <a href="http://wwwtonyhii.blogspot.com/2008/04/rice-is-gonna-to-be-priceier.html">schreibt</a> über die ersten Reaktionen der Malaysier auf die Berichte über den Reismangel:</p>
<blockquote><p> Der Markt wurde schlagartig kühler, die meisten Konsumenten wahren verdrossen. Man fürchtete nicht nur den Preis, sondern auch einen möglichen Mangel an Versorgung. Zum Glück ist Reis in Malaysia ein kontrolliertes Gut.</p></blockquote>
<p><em>Words from Malaysia</em> <a href="http://angieyong.blogspot.com/2008/04/how-to-cope-with-rice-shortage.html">weißt darauf hin</a>, dass es gesund ist, weniger Reis zu essen</p>
<blockquote><p> Aus strategischen und gesundheitlichen Gründen, sollten wir unseren Reiskonsum auf ein Minimum beschränken. Reis mag gut für unsere Geschmacksknospen sein, aber nicht für unsere Körper. Korn wie Reis, Weizen und Mais sind sogar schlimmer als Zucker.  Chemisch gibt es keinen Unterschied zwischen Reis und Zucker. Beim verdauen wird er zu Zucker. Eine Schüssel mit gekochtem Reis hat so viele Kalorien von 10 Teetassen voller Zucker. Ganz egal, ob der Reis weiß, braun oder organisch ist. Brauner Reis hat mehr Ballaststoffe, ein bisschen Vitamin B und Mineralien, aber er hat ebenso viele Kalorien.</p></blockquote>
<p><em> Straight Talk</em> hat <a href="http://khookaypeng.blogspot.com/2008/04/acute-food-shortages.html">Tipps</a> für die Regierung:</p>
<blockquote><p> - Managt die internen Ressourcen besser, um Verschwendung zu vermeiden, und verteilt mehr an die Armen, um die gestiegenen Lebenskosten aufzufangen.</p>
<p>-  Unterstützt die lokale Produktion von z.B. Geflügel, Gemüse, Früchte und Reis.</p>
<p>- Schafft ein Kommitte für die Belange der neuen urbanen Armutsschicht.</p>
<p>- Überarbeitet das Subventionssystem, um die knappen Mittel besser genutzt werden.</p>
<p>- Schafft einen Plan für den Fall, dass Reis tatsächlich knapp wird.</p></blockquote>
<p><em>MangoZeen</em> <a href="http://www.mangozeen.com/asian-rice-crisis.htm">berichtet</a>, in Kambodscha hätte die Reiskriese dazu geführt, dass Spekulaten auf eine baldige Knappheit setzen und den Reis aufkaufen. <em>The Mirror</em> schreibt, <a href="http://cambodiamirror.wordpress.com/2008/04/04/thursday-342008-water-should-not-be-stirred-up-to-be-dirty-demonstration-against-increasing-prices-of-goods-is-not-a-solution/">die Opposition profitiere</a> durch Demagogie. <em>Kl Media</em> <a href="http://ki-media.blogspot.com/2008/03/hun-sen-rice-price-increase-instigated.html">zitiert</a> den kambodschanischen Politiker Hun Sen:</p>
<blockquote><p>Hun Sen sagte 2000-2001, als es in Kambodscha eine große Flut gab, der Reispreis  würde steigen, aber er blieb stabil. Beim aktuellen Preisanstieg kommt zum Tragen, dass der kambodschanische Reis der günstigste in der Region ist, und sogar Malaysia und die Philippinen werden vielleicht bei uns einkaufen. Auch Thailand und Vietnam importieren unseren Reis. Hun San fügte hinzu: &#8220;Ist der Reis schon knapp in Kambodscha? Weil unehrliche Menschen am Markt Gerüchte über einen Reismangel verbreiten&#8221;.</p></blockquote>
<p><em>Brunei Lifestyle</em> ist <a href="http://chittychat.wordpress.com/2008/04/09/a-grain-of-rice/">froh</a>, dass das Land derzeit genug Reis gelagert hat, und dass die Preise nicht gestiegen sind, seit die Regierung den Preis subventioniert.</p>
<p><em>Vietnam Business Finance</em> <a href="http://www.vnbusinessnews.com/2008/03/price-of-vietnamese-rice-higher-than.html">schreibt</a>, vietnamesischer Reis sei teurer als der aus Thailand. <em>Magnoy Samsara</em> <a href="http://magnoysamsara.blogspot.com/2008/04/rice-bandits-scare-thailand.html">warnt</a> vor Reis-Banditen. <em>Burma News</em> <a href="http://myamarnews.blogspot.com/2008/04/rice-price-increase-hits-burma.html">schreibt</a>, trotz der dramatischen Preissteigerung gäbe es keine direkte Angst vor einer Kriese, da der meiste Reis in Myanmar aus eigenem Anbau stammt.</p>
<p><em>Chao-Vietnam</em> <a href="http://chao-vietnam.blogspot.com/2008/04/vietnam-extends-rice-export-ban-through.html">erklärt</a>, warum Vietnam Reisexport verboten hat:</p>
<blockquote><p> Vietnam hat den Reishandel bis Juni gesperrt, um den nationalen Preis zu stabilisieren und die zweistellige Inflation zu zähmen. Die Kälteperiode, die Anfang des Jahres die Landwirtschaft im Norden beschädigt hat, sowie die Inflation haben Hanoi veranlasst, das Korn zurück zu halten.</p></blockquote>
<p><em>Thailand Crisis</em> <a href="http://thaicrisis.wordpress.com/2008/04/11/rice-crisis-market-mechanisms-not-speculation/">lobt</a> einen Staatssprecher, weil der die Gründe erklärt hat, warum der Preis steigt:</p>
<blockquote><p>Die Menschen beschuldigen die horten und spekulieren ist einfach und kann sich politisch auszahlen. Aber die gegenwärtige Krise hat weit komplexere Ursachen. Wenn jemand über den Preis auf dem Weltmarkt spricht, die Nachfrage und Bevölkerungswachstum - dann ist das etwas neues. Und mutig.</p></blockquote>
<blockquote></blockquote>
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