<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Französisch</title>
	<atom:link href="http://de.globalvoicesonline.org/category/languages/french/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://de.globalvoicesonline.org</link>
	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
	<lastBuildDate>Thu, 26 Nov 2009 03:40:54 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Marokko: Der Krieg gegen die Presse geht weiter</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/23/marokko-der-krieg-gegen-die-presse-geht-weiter/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/23/marokko-der-krieg-gegen-die-presse-geht-weiter/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 03:04:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arabisch]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Französisch]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Nahost & Nordafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=1316</guid>
		<description><![CDATA[Die Angriffe der marokkanischen Behörden auf unabhängige Journalisten verstärken sich. Es vergeht kaum eine Woche, ohne dass die Behörden die Presse, sowohl die gedruckten als auch die online Medien, wegen angeblicher Verstöße hart angreifen. Blogger haben über den Stand der Dinge nachgedacht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/hisham/">Hisham</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/20/morocco-war-on-press-continues/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Die Angriffe der marokkanischen Behörden auf unabhängige Journalisten verstärken sich. Es vergeht kaum eine Woche, ohne dass die Behörden die Presse, sowohl die gedruckten als auch die online Medien, wegen angeblicher Verstöße hart angreifen.  Die Überwachungsorganisation für Pressefreiheit <em><a href="http://www.rsf.org/en-pays160-Morocco.html">Reporter Ohne Grenzen</a></em> beurteilen heute die Lage der Pressefreiheit im Land als &#8220;schwierig&#8221; und verurteilt eine &#8220;Justiz, die ein ganzes Arsenal von Sanktionen einsetzt, um die unabhängige Presse einzuschüchtern und finanziell zu ersticken.&#8221;<br />
<img class="alignleft" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/Baraka-299x292.jpg" alt="" /></p>
<p>Der jüngste bekannte Angriff ist eine Gefängnisstrafe, die am Montag von einem Gericht in Casablanca gegen Said Laâjal, einem Journalist von <em>Al Massa&#39;e</em>, einer weitverbreiteten Tageszeitung, und seinem Verleger Rachid Nini, ein beliebter Kolumnist, ausgesprochen wurde. Beide Journalisten wurden wegen der &#8220;Veröffentlichung falscher Informationen&#8221; im Zusammenhang mit einem Artikel über den Drogenhandel angeklagt. Nini hat erklärt, dass er gegen das Urteil keine Berufung einlegen wird (Quelle: AFP). Blogger haben über den Fall und den Stand der Dinge nachgedacht.</p>
<p><em>eatbees</em>, ein amerikanischer Schriftsteller, Fotograf und Blogger, der in Marokko lebt, hat so seinen <a href="http://www.eatbees.com/blog/2009/11/16/criminalization-of-journalism/">Verdacht</a> über die wirkliche Motivation der Staatsanwälte. Er schreibt:</p>
<blockquote><p>Das ist die Kriminalisierung des Journalismus, schlicht und einfach. Reporter machen manchmal Fehler und berichten Dinge, die sich als falsch erweisen. Es gibt viele Möglichkeiten, das zu behandeln, aber die Journalisten ins Gefängnis zu schicken, ist keine davon. Ich habe den starken Verdacht, dass Nini und Laâjal verfolgt wurden, nicht aufgrund der Umstände dieses Falles, sondern weil sie eine wichtige Person in Verlegenheit gebracht haben. Oder vielleicht war das auch nur eine bequeme Möglichkeit Nini zu überführen, der als Herausgeber der meistgelesenen Zeitung in Marokko und Autor einer von den meisten Leuten gelesenen meinungsbildenden Kolumne, langsam zu einer eigenständigen  Macht wurde.<br />
Wenn Nini sein Gelöbnis, keine Berufung einzulegen, wahr macht, wäre das ein Akt des Mutes und des zivilen Ungehorsams. Es wird ihn in den Augen von Millionen von Marokkanern zu einem Märtyrer für die Pressefreiheit machen. Viel Glück damit, marokkanischer Staat.</p></blockquote>
<p>Es sollte auch erwähnt werden, dass der Journalist bereits zu einer hohen Geldstrafe wegen Beleidigung verurteilt wurde, welche die gesamte Publikation in den Konkurs zu stürzen drohe, <a href="http://ibnkafkasobiterdicta.wordpress.com/2009/08/21/lettre-de-supplication-de-rachid-nini-au-roi-mohammed-vi/">schreibt</a> Blogger <em>Ibn Kafka</em> [Fr] kürzlich und bezieht sich dabei auf einen Brief, der angeblich von Nini geschrieben worden ist, in welchem er um ein königliches Pardon bittet:</p>
<blockquote><p>Rachid Nini vit légitimement Fort bien de cette florissante entreprise de presse (dans le contexte de la presse verwüsten marocaine) &#8230;\u2028[Il] aurait une adresse supplique au Roi [&#8230;] dans laquelle il demande l&#39;Absolution im Fischereisektor - en clair, la grâce pour son journal. Rien ne permet de garantir cette information, qui en soi n’est pas infâmante.</p></blockquote>
<div class="translation">Rachid Nini führt mit seinem erfolgreichen Presse-Unternehmen ein legitim bequemes Leben (relativ zu der verwüsteten marokkanischen Medienlandschaft) &#8230;<br />
Einige Leute glauben, Nini hat ein Bittgesuch an den König gesandt, in welchem er um Vergebung seiner Sünden bittet - im Klartext bittet er um Verzeihung für seine Zeitung. Es gibt für diese Informationen keine Bestätigung, die an sich auch nicht anrüchig sind.</div>
<p>Rachid Nini löste kürzlich Kontroversen aus, als er öffentlich einen seiner Journalisten verleumdete, der Unterstützung für die von der Regierung schikanierten und verfolgten Kolleginnen und Kollegen zeigte. <em>Larbi</em>, der bei <em>jetée Comme une bouteille à la mer</em>! bloggt, <a href="http://www.larbi.org/post/2009/11/Rachid-Nini-condamné">meint</a> [Fr], dass Nini dafür keine Haftstrafe verdient, noch sollte man den Journalisten als Held betrachten. Er schreibt:</p>
<blockquote><p>[H] eureusement que tout le monde n&#39;a pas la même conception de la liberté d&#39;expression et la liberté de presse que celle de Monsieur Nini. La place des journalistes n&#39;est pas la prison mais dans leurs rédactions. Cela vaut pour tous les journalistes. Cela vaut pour Monsieur Nini. Et encore plus pour le journaliste Saïd Laâjal. La place de Rachid Nini et de Saïd Laâjal n’est pas la prison mais dans leur rédaction. Je suis bien entendu solidaire avec Rachid Nini et Saïd Laâjal. Parce que la peine de prison ferme qui leur est infligée est injuste au vu de ce qui leur est reproché. Et parce que même Monsieur Nini a a droit à ce qu’il a toujours dénié aux autres : exercer son métier de journaliste et s’exprimer librement, sans intimidations et sans procès arbitraires débouchant sur des peines infamantes.</p></blockquote>
<div class="translation">Glücklicherweise verstehen nicht alle das Gleiche wie Mr. Nini, was Pressefreiheit und Meinungsfreiheit betrifft. Der Platz eines Journalisten ist nicht im Gefängnis, sondern in seinem Büro. Das gilt für alle Journalisten. Das gilt auch für Mr. Nini. Und noch mehr so für Said Laâjal. Der Platz für Rachid Nini und Said Laâjal ist nicht im Gefängnis, sondern in ihren Büros. Ich unterstütze natürlich Rachid Nini und Said Laâjal , weil die Haftstrafe, die gegen sie verhängt wurde, im Lichte dessen, für was sie beschuldigt werden, unfair ist. Und weil sogar Mr. Nini das Recht hat, was er anderen immer verweigert hat: d. h.  die Ausübung seines Berufes als Journalist und Redefreiheit ohne Einschüchterungen und willkürliche Verurteilungen, die zu den berüchtigten Strafen führen.</div>
<p>Eine Meinung, die auch von <em>Naoufel</em> geteilt wird, der <a href="http://chaara.net/2009/11/رشيد-نيني-إنما-أكلت-يوم-أكل-الثور-الأبي/">erklärt</a> [Ar], dass   für alle gelten sollte, auch  für Mr. Nini. Er schreibt:</p>
<blockquote><p>
هو بالنسبة لي شخص وقح .. انتهازي و متملق، يكتب ضد أي شيء إلا الملك..يحاكم الحكومة و الشعب و زملائه في الصحافة لكنه لا يتجرأ أن يقترب من مربع القصر رغم أن اصغر طفل في المملكة التي لم تعد شريفة يعرف أن أصغر قرار لا يمر دون دراية الملك..كتب ضد من كانوا زملائه[…]<br />
الآن..هل نتضامن معه؟<br />
لا خيار آخر</p></blockquote>
<div class="translation">Für mich ist Nini arrogant, opportunistisch und niederträchtig (sic). Er ist gegen alles nur nicht gegen den König &#8230; Stellt die Regierung, die Menschen und seine Kollegen vor Gericht, wagt es aber nicht, irgendwo in die Nähe des königlichen Palastes zu gehen, obgleich selbst das jüngste Kind in dem scherifischen (Nachkomme des Propheten) Königreiches, das ganz nebenbei auf keine Art und Weise noch scherifisch ist, genau weiß, dass selbst die banalsten Entscheidungen nicht ohne das Wissen des Königs getroffen werden. Er schrieb gegen seine Kollegen &#8230; Sollen wir ihn jetzt unterstützen? Ich denke, wir haben keine andere Wahl.</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/23/marokko-der-krieg-gegen-die-presse-geht-weiter/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Madagaskar: Demonstrant freigelassen, Journalisten demonstrieren gegen Zensur</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/05/22/madagaskar-demonstrant-freigelassen-journalisten-demonstrieren-gegen-zensur/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/05/22/madagaskar-demonstrant-freigelassen-journalisten-demonstrieren-gegen-zensur/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 May 2009 10:48:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Französisch]]></category>
		<category><![CDATA[Madagascar]]></category>
		<category><![CDATA[Malagasy]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Subsahara-Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=757</guid>
		<description><![CDATA[Die madagassische Online-Community war erleichtert, als bekannt wurde, dass Razily, ein Ende März verhafteter Demonstrant, in der Öffentlichkeit gesehen wurde (fr) und wohlauf zu sein schien. Während die näheren Umstände der Freilassung Razilys noch ungeklärt sind, hoffen viele Blogger, dass dies, in Bezug auf das Verhalten der Sicherheitskräfte des Landes, den Beginn der Rückkehr zur Normalität bedeutet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/lova-rakotomalala/">Lova Rakotomalala</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/05/20/madagascar-protester-freed-journalists-demonstrate-against-censorship/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Die madagassische Online-Community war erleichtert, als bekannt wurde, dass Razily, ein <a href="http://www.ethanzuckerman.com/blog/2009/04/30/free-razily/">Ende März verhafteter Demonstrant</a>, <a href="http://fijery.wordpress.com/2009/05/16/razily-libere/">in der Öffentlichkeit gesehen wurde (fr)</a> und wohlauf zu sein schien. Während die näheren Umstände der Freilassung Razilys noch ungeklärt sind, hoffen viele Blogger, dass dies, in Bezug auf das Verhalten der Sicherheitskräfte des Landes, den Beginn der Rückkehr zur Normalität bedeutet.</p>
<p>In den letzten Wochen gab es einen Anstieg der Zensur, der von der <a href="http://pakysse.wordpress.com/2009/05/05/journalist-arrested-april-5-2009/">Verhaftung</a> des Journalisten Evariste Ramanatsoavina am 5. Mai und der Entlassung von <a href="http://mydago.com/2009/05/le-directeur-de-la-television-deja-vire/">Ravoajanahary Johary</a>, Direktor des staatlichen Fernsehens, am 19. Mai begleitet wurde. Am 15. Mai demonstrierten Journalisten für Meinungsfreiheit, wie das Kommitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) und Reporters without Borders (fr) mitteilten.</p>
<p><em>Mohamed Hassim Keita</em> von CPJ <a href="http://cpj.org/blog/2009/05/amid-political-tumult-jailing-draws-protest-in-mad.php">erklärt</a>:</p>
<blockquote><p>Die Demonstranten zeigten ihre Solidarität mit Ramanatsoavina, ein Moderator, der, laut Verteidiger Fidele Rakotondrainibe, im Antanimora-Gefängnis in Antananarivo wegen &#8220;Anstiftung zur Rebellion&#8221; und &#8220;zivilem Ungehorsam&#8221; festgehalten wird. Der Journalist, der die Anschuldigungen abstreitet, muss sich wahrscheinlich am Mittwoch vor Gericht verantworten.</p></blockquote>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/uXyqTLaSwEg&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/uXyqTLaSwEg&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p><em>(Video von </em><a href="http://pakysse.wordpress.com/"><em>pakysse</em></a><em>)</em></p>
<p>Reporters Without Borders hat <a href="http://allafrica.com/stories/200905080875.html">weitere Einzelheiten über die Verhaftung Ramanatsoavinas</a>:</p>
<blockquote><p>Er wurde am Morgen des 5. Mai um 5 Uhr in seinem Haus vor den Augen seiner Tochter von maskierten Soldaten verhaftet und dem Gemischten Nationalen Ermittlungskomitee (CNME) vorgeführt, das sich in einem Vorort von Ambohibao in den Gebäuden des ehemaligen Hauptquartiers des früheren innerstaatlichen Nachrichtendienstes (DGID) befindet. Die Entscheidung, Ramanantsoavina anzuklagen wiedersprach einer ersten Stellungnahme von Charles-Aimé Randriamorasata, Generalsekretär des Minsteriums für Kommunikation, in der es hieß, die Behörden hätten ihn verhaftet, um den Sendeort von Radio Mada zu erfahren.</p></blockquote>
<p><strong>Die Freilassung Razilys</strong></p>
<p>In der madegassischen Blogospäre wurden die guten Neuigkeiten über Razilys Freilassung mit großer Freude aufgenommen. <em>Ndimby</em> auf <em>fijery blog</em> erklärt die <a href="http://fijery.wordpress.com/2009/05/16/razily-libere/">Schlüsselrolle, die den Bloggern bei der Druckausübung auf die Regierung zukam</a>, und was seine Freilassung für die Online-Community nach der Krise in Madagaskar bedeutet:</p>
<blockquote><p>Devant la démission des médias traditionnels sur le sujet, et il faut bien le dire, de l’opinion publique nationale devenue par la force des choses blasée, ce sont les blogueurs qui ont mis la pression. Alors qu’on n’a jamais vu un article de la presse écrite malgache poser la question, les internautes malgaches se sont mobilisés aux quatre coins du monde. Des gens qui ne se connaissaient pas, qui ne se parlaient pas, qui ne connaissaient pas Razily, en ont fait le symbole de leur lutte pour la démocratie et les droits de l’homme. Rappelons que suite à la mobilisation de la société civile et des blogueurs, le haut-commissaire des Nations unies aux droits de l’homme a envoyé discrètement un émissaire discuter avec le pouvoir de transition. Ce diplomate a rencontré à plusieurs reprises le Colonel Rakotonandrasana, le chef des mutins devenu Ministre de la défense</p></blockquote>
<div class="translation">Wenn man bedenkt, dass die herkömmlichen landesweiten Medien angesichts des (Razily-)Problems aufgegeben haben und dass die öffentliche Meinung sich immer mehr polarisierte, waren es letztendlich die Blogger, die den Druck aufrechterhalten haben. Während in der madagassischen Presse nicht ein einziger Artikel geschrieben wurde, der sich mit der Frage beschäftigte, taten sich Blogger aus vier Ecken der Welt zusammen. Menschen, die einander nicht kannten, nicht miteinander sprachen, Razily nicht kannten, machten ihn zum Symbol von Demokratie und Menschenrechten. Wir sollten nicht vergessen, dass der Hohe Kommissar der Menschenrechte aufgrund der Petition einen Vertreter sandte, um mit der Übergangsregierung zu sprechen. Der Diplomat traf sich mehrere Male mit Colonel Rakotonandrasana, der Anführer der Meuterei, der Verteidigungsminster wurde.</div>
<p>Der Blogger <em>Avylavitra</em> <a href="http://gazetyavylavitra.wordpress.com/2009/05/15/sit-in-nataonny-mpanao-gazety-teo-ambohijatovo-ministera-sy-teny-anosy-lapanny-fitsarana/">fragt sich, warum jetzt so stark mobil gemacht wird</a> und wo alle zu Beginn des Konflikts waren (mg)?</p>
<blockquote><p>Fanamarihana kely avy amiko fotsiny ny hoe: fa maninona moa no tsy nihetsika toy izao ny mpanao gazety fony nitranga ny fahafatesan’i ANDO (RTA)?</p></blockquote>
<div class="translation">Ich frage mich nur: Warum gab es keine derartigen Demonstrationen von Journalisten, als Ando (von RTA) (im Februar) starb?</div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="journalists-protest-madagascar-300x225.jpg" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/05/journalists-protest-madagascar-300x225.jpg" alt="Foto der Demonstrationen von http://gazetyavylavitra.wordpress.com/" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Foto der Demonstrationen von http://gazetyavylavitra.wordpress.com/</p></div>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/-vrDp6EW2OA&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/-vrDp6EW2OA&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object><br />
<em>(Marsch gegen die Zensur von Avylavitra)</em></p>
<p>Auf der bekannten madagassischen Website TopMada wird bemerkt, dass das <a href="http://www.topmada.com/2009/05/flash-infos-du-mardi-19-mai/">Journalistenkomitee in Madagaskar genug hat von der Parteilichkeit der Journalisten</a> in der politischen Landschaft Madagaskars:</p>
<blockquote><p>Selon le comité des journalistes, l’image du journalisme est fortement ternie suite à la participation active de certains de leurs confrères dans les actions et activités politiques. Les journalistes veulent revenir à la déontologie et à l’éthique de la profession</p></blockquote>
<div class="translation">Laut dem Journalistenkomitee wird das öffentlichen Bild des Journalismus von der aktiven Beteiligung einiger Kollegen an politischen Aktivitäten und Aktion stark belastet. Journalisten sollten sich bemühen, zur Pflichtenlehre und Ethik des Berufs zurückzukehren.</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/05/22/madagaskar-demonstrant-freigelassen-journalisten-demonstrieren-gegen-zensur/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Behinderte Kongolesen finden Wege zum Erfolg</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/05/19/behinderte-kongolesen-finden-wege-zum-erfolg/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/05/19/behinderte-kongolesen-finden-wege-zum-erfolg/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 19 May 2009 02:43:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Veronica Bauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[D. R. Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Französisch]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhaltung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=734</guid>
		<description><![CDATA[Geschrieben vonKatharine Ganly  &#183; Übersetzt von Veronica Bauer &#183;  
In der demokratischen Republik des Kongo ist das Leben für jemanden mit einer körperlichen Behinderung voller Schwierigkeiten. Ohne staatliche Unterstützung und Aussichten auf Arbeit, Individuen mit einer Behinderung sehen sich zahllosen Herausforderungen gegenüber.
Cédric Kalonji, kongolesischer Journalist und Manager der „Congoblog “Ba Leki” berichtet regelmässig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/katharine-ganly/">Katharine Ganly</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/veronica-bauer/'>Veronica Bauer</a> &middot; </em> 
<br /><p>In der demokratischen Republik des Kongo ist das Leben für jemanden mit einer körperlichen Behinderung voller Schwierigkeiten. Ohne staatliche Unterstützung und Aussichten auf Arbeit, Individuen mit einer Behinderung sehen sich zahllosen Herausforderungen gegenüber.</p>
<p>Cédric Kalonji, kongolesischer Journalist und Manager der <a href="http://www.congoblog.net/">„Congoblog “Ba Leki”</a> berichtet regelmässig über die Situation der der Behinderten und Benachteiligten in seinem Land und versucht hierbei nicht die Schwierigkeiten die sie überwinden in den Vordergrund zu stellen sondern konzentriert sich auf die Beharrlichkeit und den Unternehmensgeist solcher Individuen im Angesicht der Mühsal.</p>
<p>Congoblog berichtet von <a href="http://www.congoblog.net/kisangani-mendicite-pauvrete-et-precarite-quotidien-dune-femme-handicape/">Mariam Mapoyi&#39;s</a> Situation und beschreibt die behinderte Frau von Lubanga mit den Worten:</p>
<blockquote><p>
 “Je fais tout ce que je peux pour assurer le minimum pour mes enfants mais ce n’est pas évident … Je me lève tous les matins vers 6 heures et je prends la pirogue pour traverser de ce côté (rive droite du fleuve) pour mendier auprès de commerçants, hommes d’affaires ou autres autorités politiques. Mes enfants m’accompagnent parce qu’ils doivent pousser mon vélo et manger avec moi ce qu’on me donne”</p></blockquote>
<div class="translation">Ich tue was ich kann um sicherzustellen, dass meine Kinder zumindest mit dem Minimum versorgt werden, aber es ist nicht leicht&#8230; Ich wache jeden Morgen um 6 Uhr auf und nehme die Piroge über den Flus (zu dem rechten Ufer) um von Handwerkern, Geschäftsleuten, oder andern politischen Autoritäten betteln kann. Meine Kinder kommen mit mir, da sie mein Fahrrad anschieben müssen und teilen mit mir was mir von den Leuten zu essen gegeben wird.</div>
<p>Congoblog fügt zu ihrer Geschichte hinzu:</p>
<blockquote><p>Ce que cette dame ne dit pas, c’est qu’aucun de ses trois enfants ne va à l’école. Ils ne savent ni lire ni écrire. Elle a bien conscience du fait qu’un avenir sombre les attend mais elle sait aussi qu’elle n’a aucune marge de manœuvre dans ce pays où les parents doivent payer les études de leurs enfants, l’état ayant démissionné de cette charge depuis des décennies. Et pourtant, les textes de la Constitution de notre chère république stipulent que l’école primaire est gratuite et obligatoire.</p></blockquote>
<div class="translation">Was diese Frau nicht sagt ist, dass keines ihrer drei Kinder zur Schule geht. Sie können weder lesen noch schreiben. Sie ist sich wohl was für eine düstere Zukunft sie erwartet, aber sie weiss auch dass sie keine Wahl hat in einem Land in dem die Eltern für die Ausbildung ihrer Kinder selbst zahlen müssen, der Staat hat sich von dieser Verantwortung vor Jahrzehnten zurückgezogen. Und dies obwohl in der Konstitution unserer geliebten Republik geschrieben steht, dass eine grundlegende Ausbildung beides Pflicht und kostenlos ist.</div>
<p>Mariam hingegen und viele wie sie, sind nicht bereit die Hoffnung aufzugeben und unternehmen aktive Schritte um dem Teufelskreis des Bettelns zu entkommen und unabhängig zu werden. Mariam hat sich in einem Trainingzentrum in Kisangani eingeschrieben, wo sie jetzt lernt zu nähen. Während sie sich noch im Training befindet wird sie weiterhin betteln gehen müssen, aber sie hofft, nach dem sie ihren Unterricht abgeschlossen hat an eine Nähmaschine zu kommen um sich selbst versorgen  zu können und genug zu verdienen um ihre Kinder in die Schule schicken zu können.</p>
<p>In einem Land, in dem die Chancen auf Arbeit im besten Fall beschränkt sind -  und in dem die Zugänglichkeit von Gebäuden oder Regierungsdiensten, was die Möglichkeiten für Menschen wie Mariam weiter einschränkt – nähen zu lernen, und jede andere Form von Handwerk, ist eine Möglichkeit für behinderte Kongolesen an ein unabhängiges Einkommen zu kommen und ein Leben zu führen in dem sie sich nicht auf die Almosen anderer verlassen müssen.</p>
<p>Früher dieses Jahr beschrieb die <a href="http://www.itnewsafrica.com/?p=2334">ITNewsAfrica </a>im Detail den Erfolg einer Gruppe behinderter Frauen die ein ertragreiches Kunst- und Handwerksgeschäft aufbauten, das sie Shona Crafts nannten.</p>
<p>Shona Crafts wurde in Goma mit der Hilfe der Amerikanerin Dawn Hurley gegründet, und ist seither zu einer stabilen und erfolgreichen Einkommensquelle für die Frauen geworden.<br />
Diese Frauen erschaffen und Verkaufen eine Reihe von bei Hand gefertigten Kleidungsstücken, Taschen und anderen Dingen durch ihre <a href="http://shonacongo.vstore.ca/index.php/cName/shirts">Website.</a> Ihre Produkte, deren Ertrag 100% direkt an die Frauen geht, wahren ein sofortiger Erfolg in den USA, dort wurden mehr als 100 Produkte allein auf Ebay verkauft. Ihr Erfolg ist ein bemerkenswertes Beispiel, wie das Internet genutzt werden kann um, auf andere Kontinente übergreifend, einen positiven Effekt für alle Beteiligten zu erzielen.</p>
<p>In den letzten Jahren wurde stufenweise mehr Bemühungen in Trainings und Ausbildungszentren, Shona Craft&#39;s ähnlich, investiert. Im August 2008 wurde das erste Trainingszentrum für Taubstumme, Espoir des sourds ((Taube Hoffnung) in Kisangani gegründet. Dieses Zentrum hält Näh- und Schreinerkurse ab und bindet ein zusätzliches PC Trainingsprogramm in ihren Unterricht mit ein.<br />
Einrichtungen wie diese, statten Individuen mit den Fähigkeiten aus, die es ihnen erlauben für sich selbst zu sorgen und sich in die Gesellschaft einzufügen. Anstatt als Last angesehen zu werde, wie es laut Ernst Mukuli,von der Syfia-Grands-Lacs, so oft der Fall ist:</p>
<blockquote><p>
le regard de la société change depuis qu&#39;ils apprennent un métier.</p></blockquote>
<div class="translation">
Die Gesellschaft sieht (die Behinderten) mit anderen Augen, sobald sie ein Handwerk erlernt haben.</div>
<p>Studenten der Espoir des sourds (Tauben Hoffnung), wurde berichtet, machen das Beste aus dem Internet indem sie sich mit anderen Taubstummen, Organisationen und Fördergruppen für Taubstumme in Verbindung setzen, durch ihr Internetcafe in Kisangani.</p>
<p>Im März 2009 bewilligte Handicap International UK beinahe 500,000 Pfund für ein einschliessendes Ausbildungsprojekt in DCR. Dieses Geld wird auf ein 3jähriges Projekt verwendet werden, das darauf abzielt behinderten Kindern eine Grundausbildung zugänglich zu machen. Dies wird erreicht werden, indem die Anmeldungen von behinderten Kindern in staatlichen Grundschulen erhöht wird, und auch durch das ausbilden der Lehrer in neuen Lehrmethoden die speziell auf die Bedürfnisse behinderter Kinder zugeschnitten sind. Handicap International UK zielt darauf ab dem Bildungsministerium drei neue Bildungsstrategien, die die Rechte behinderter Kinder zum Inhalt haben, vorzulegen.</p>
<p>Aber behinderte Kongolesen haben neben dem verfolgen einer Ausbildung und Trainings noch andere Wege gefunden einen Lebensunterhalt zu verdienen ohne auf Almosen angewiesen zu sein.<br />
Seit den 1970igern müssen behinderte Menschen in der DRC keine Steuern mehr zahlen. Dies hat dazu geführt, dass viele behinderte Entrepreneurs aus ihren Rädern kreativen Nutzen ziehen, Congoblo <a href="http://www.congoblog.net/les-personnes-handicapees-dans-l%E2%80%99article-15/">berichtet:</a></p>
<blockquote><p>Leur activité consiste à prendre sur leurs chaises roulantes des marchandises (farine, huile, poissons ou viande) et de les faire traverser de part et d’autre. Les commerçants privilégient les handicapés pour faire traverser leurs marchandises parce que ces derniers ne paient pas de taxes. Leurs effets ne sont pas fouillés et ils n’ont besoin d’aucun document pour traverser la frontière.
</p></blockquote>
<div class="translation">
Ihr Geschäft besteht daraus Waren (wie Mehl, Öl, Fische oder Fleisch) von einer Seite (der Grenze) auf die andere zu transportieren. Geschäftsleute bedienen sich (der Dienste) der Behinderten um ihre Waren zu transportieren, da die Behinderten keine Steuern zahlen müssen. Behinderte werden beim überqueren der Grenze nicht durchsucht und müssen keine Dokumente vorweisen.</div>
<p>Die Geschäftsleute zahlen weniger als sie sonst für den Transport ausgeben müssten und die Entrepreneure können unabhängig arbeiten und bekommen ein anständiges Gehalt für ihre Arbeit.</p>
<p>Congoblog fügt hinzu:</p>
<blockquote><p>
Manque à gagner pour le trésor public mais moyen de survie pour les handicapés qui trouvent dans cette activité les revenus leur permettant de subvenir à leur besoins. « Nous préférons venir travailler ici plutôt que d’aller passer nos journées à quémander en ville », lâche fièrement Patrick. Ses compères et lui-même ont bien compris qu’il valait mieux se débrouiller, plutôt que d’attendre un hypothétique redressement de la situation politique et économique du pays.</p></blockquote>
<div class="translation">Ein Einkommensverlust für die Finanzkasse, aber eine Möglichkeit zu überleben für die Behinderten, da das Einkommen dieser Aktivität genug ist um ihre Bedürfnisse zu decken.<br />
„Es ist uns lieber hier zu arbeiten, als in der Stadt betteln zu gehen“ meint Patrick (einer der Entrepreneure stolz. Er und seine Gefährten sind sich im klaren, dass es besser ist selbst klar zu kommen als auf eine hypothetische politische und wirtschaftliche Neugliederung ihres Landes zu warten.</div>
<p>Zwei der ältesten Mitglieder der <a href="http://www.crammed.be/staffbendabilili/">&#8216;Staff Benda Bilili&#39;</a>, einer Gruppe von querschnittsgelähmten Musiker aus Kinshasa, trafen sich während sie Handelsgüter zwischen Kinshasa und Brazzaville transportierten.</p>
<p>Ein Musikblog aus Marseille namens <a href="http://www.kotonteej.com/?p=1165">&#8216;KoToNTeeJ&#39;</a> beschreibt den Inhalt ihrer Lieder:</p>
<blockquote><p>Coco Ngambali, l’auteur principal du groupe et champion de bras de fer, explique qu’à travers leurs chansons, ils jouent le rôle de journalistes, parlent à ceux qui vivent et dorment dans la rue sur des cartons.
</p></blockquote>
<div class="translation">Coco Ngambali, Hauptauthor der Gruppe und Champion im Armdrücken, sag durch ihre Lieder nehmen sie die Rolle von Journalisten ein und sprechen zu denen die in Schachteln auf der Strasse schlafen und leben.</div>
<p>&#8216;Staff Benda Bilili&#39; üben im Zoologischen Garten von Kinshasa und spielen in örtlichen Bars sowie ausländischen Clubs, sie sind eine wahre Erfolgsgeschichte. Sie haben alle Barrieren überwunden und führen im Moment die Welt Musik Charts in Europa an. &#8216;Staff Benda Balili&#39; haben beim Crammed Discs Label unterschrieben und bereiten sich auf eine Europatour vor.</p>
<p>Während solche Beispiele wie Shona Crafts und Staff Benda Balili, vom Erfolg  harter Arbeit und Hingabe sprechen, spielte in ihrer Entstehung auch eine Priese Glück eine Rolle. Man darf nicht vergessen, dass die Mehrheit egal wie sehr sie sich anstrengen immer noch ein Leben voller Elend und Handicap erwartet.</p>
<p>Wie Congoblog es ausdrückt:</p>
<blockquote><p>Si déjà la vie est dure pour les personnes valides, pas besoin de s’interroger longtemps sur le sort de ceux qui vivent avec un handicap. Et bien sûr, on ne peut rien demander à l’état, absent, démissionnaire et irresponsable.</p></blockquote>
<div class="translation">
Wenn das Leben hart ist für die körperlichen gesunden ist, braucht man nicht lange darüber nachdenken wie es wohl mit dem Schicksal derjenigen aussieht, die mit einer Behinderung leben. Und natürlich kann man sich nicht auf den Staat verlassen, der abwesen, unverantwortlich und resigniert ist.</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/05/19/behinderte-kongolesen-finden-wege-zum-erfolg/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tunesien: Verwiesene Studentenaktivisten im Hungerstreik um Recht auf Bildung</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/03/27/tunesien-verwiesene-studentenaktivisten-im-hungerstreik-um-recht-auf-bildung/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/03/27/tunesien-verwiesene-studentenaktivisten-im-hungerstreik-um-recht-auf-bildung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 12:18:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arabisch]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Französisch]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Nahost & Nordafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Subsahara-Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=586</guid>
		<description><![CDATA[Insgesamt 158 Tunesier und deren Freunde aus aller Welt traten heute (26. März) für einen Tag in Hungerstreik, um ihre Solidarität für fünf Studenten zu bekunden, die sich seit dem 11. Februar in Tunesien im Hungerstreik befinden. Die Initiative wurde als symbolische Unterstützung der Studenten über eine Gruppe auf Facebook [Fr] ins Leben gerufen. Die Studenten sind Mitglieder der tunesischen Studentengewerkschaft (UGET)und waren aufgrund ihres Aktivismus auf dem Campus von der Universität verwiesen worden. 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/lina-ben-mhenni/">Lina Ben Mhenni</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/03/27/tunisia-dismissed-student-activists-on-hunger-strike-for-the-right-to-education/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Insgesamt 158 Tunesier und deren Freunde aus aller Welt traten heute (26. März) für einen Tag in Hungerstreik, um ihre Solidarität für fünf Studenten zu bekunden, die sich seit dem 11. Februar in Tunesien im Hungerstreik befinden.</p>
<p>Die Initiative wurde als symbolische Unterstützung der Studenten über eine Gruppe auf <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=59582203690&amp;ref=ts"><em>Facebook</em></a> [Fr] ins Leben gerufen. Die Studenten sind Mitglieder der tunesischen Studentengewerkschaft (UGET) und waren aufgrund ihres Aktivismus auf dem Campus von der Universität verwiesen worden.</p>
<p>In der Gruppe auf Facebook heißt es:</p>
<blockquote><p><strong><em>Des etudiants en grève de la faim depuis le 11 février pour le droit aux études. Soutenons les et faisons une grève de la faim d un jour !</em></strong></p>
<p>L&#39;Union Générale des Etudiants de Tunisie (UGET) est confrontée depuis plusieurs années à une politique de persécution systématique de la part du pouvoir tunisien… Les jeunes syndicalistes de l&#39;UGET sont régulièrement harcelés, tabassés, terrorisés et torturés au cours de gardes à vue en dehors de toute légalité. La police a recours à toutes sortes de violences pour obliger les responsables syndicaux à démissionner de leurs fonctions, à trahir leurs camarades et à abandonner toute action militante.<br />
Des policiers armés gardent les entrées et arpentent les couloirs des universités depuis de nombreuses années (plus précisément depuis que Ben Ali a été désigné premier ministre du temps de Bourguiba). Voila maintenant plus de 23 ans que ces policiers, corps étranger à tout savoir et à tout enseignement, persécutent les étudiants tunisiens pour les empêcher de coller des affiches, tenir des rassemblements ou des meetings exprimant leurs revendications.<br />
Pourtant une telle violence n&#39;a nullement de justification. Les jeunes syndicalistes de l&#39;UGET ne s&#39;engagent que dans des actions pacifiques non violentes. Ils organisent souvent ces actions pour réclamer l&#39;amélioration de leurs conditions d&#39;études et de vie, le développement de la qualité de leur enseignement ou l&#39;ouverture de nouvelles perspectives post-universitaires d?embauche et de recrutement. L&#39;UGET s&#39;engage aussi régulièrement, à côté du reste des forces démocratiques, dans la défense des libertés politiques. Il se réclame de ceux qui soutiennent les luttes sociales justes des tunisiens. Ses militants n?épargnent jamais leurs efforts quand il s&#39;agit de solidarité avec les causes des peuples arabes et notamment celle du peuple Palestinien. Ce sont ceux là, les torts des militants de l&#39;UGET, aux yeux d&#39;un pouvoir dirigé par l&#39;arbitraire et le non respect des libertés syndicales.<br />
Le 11 février 2009, quatre militants et responsables syndicaux de l&#39;UGET ont entamé, dans le seul et minuscule local de l&#39;organisation 19 Rue Naplouse à Tunis, une grève de la faim illimitée. Ils exigent le droit de poursuivre leurs études supérieures et réintégrer leur faculté après avoir été injustement exclus, suite à des conseils de discipline à cause de leur engagement et de leur activité syndicale.</p></blockquote>
<div class="translation">
<p><strong><em>Ein Tag im Hungerstreik aus Solitarität gegenüber den tunesischen Studenten, die sich seit dem 10. Februar 2009 im Hungerstreik befinden</em></strong></p>
<p>Die tunesische Studentengewerkschaft (UGET) ist seit mehreren Jahren Ziel systematischer Verfolgung durch tunesische Behörden…Junge UGET-Gewerkschaftler werden regelmäßig, ohne jeden Respekt vor dem Gesetz, in Polizeigewahrsam schikaniert, geschlagen, terrorisiert und gefoltert. Die Polizei greift auf alle möglichen Arten von Gewalt zurück, um Gewerkschaftsführer zum Rücktritt, Verrat ihrer Kameraden und zur Aufgabe ihres Engagements zu zwingen. Seit vielen Jahren (genauer gesagt, seit Ben Ali unter Bourguiba zum Premierminister ernannt wurde) werden die Eingänge und Korridore der Universitäten von bewaffneten Polizisten überwacht. Diese Polizeibeamten, allwissende Fremdkörper, verfolgen tunesische Studenten seit mehr als 23 Jahren, um zu verhindern, dass sie mithilfe von Aushänge, Treffen und Kundgebungen ihre Forderungen durchsetzen können. Gewalt wie diese ist nicht gerechtfertigt…die UGET-Studenten beteiligen sich nur an gewaltfreien Protesten, die sie deshalb organisieren, um eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen und des Bildungsstandards zu erreichen, und für die Vergabe neuer Arbeitsmöglichkeiten nach dem Studium…sie setzen sich außerdem für die arabische Sache ein, besonders in Palästina…<br />
Am 11. Februar 2009 erklärten fünf UGET-Gewerkschaftsführer in ihrer winzigen Filiale in der Rue Naplouse Nr. 19 in Tunis einen Hungerstreik mit offenem Ende. Sie fordern ihr Recht auf Fortsetzung ihrer Studien an der Universität und die Wiederaufnahme an ihren Fakultäten nach ihrem ungerechtfertigten Verweis, der Disziplinarmaßnahmen aufgrund ihrer Gewerkschaftstätigkeit folgte.</p></div>
<p>Die <a href="http://matroudine.fr.vc/">fünf Studenten</a> heißen Ali Bouzouzeya,Taoufik Louati, Aymen Jaabiri, Mohamed Boualleg und Mohamed Soudani. Sie befinden sich im Hungerstreik, mit dem sie die Rückkehr in ihre Vorlesungen fordern.</p>
<p><img class="alignnone" title="12117555jpg-etudiantsgrevefaim11022009-jpg.jpg" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/03/12117555jpg-etudiantsgrevefaim11022009-jpg.jpg" alt="" width="550" height="412" /></p>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/2lFG4YpHA60&amp;hl=en&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/2lFG4YpHA60&amp;hl=en&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>In der Zwischenzeit hintert die Polizei Menschen, die die Studenten unterstützen wollen, am Betreten des Gebäudes der UGET, wo sich die Studenten im Streik befinden, wie das <a href="http://www.youtube.com/watch?v=2lFG4YpHA60">Video</a> oben zeigt.</p>
<p>Nach nun schon 43 Tagen Hungerstreik verschlechtert sich ihr Gesundheitszustand und ihre Leben sind in Gefahr. Sie wurden bereits mehrfach ins Krankhaus eingeliefert und Ärzte drängten auf ein Ende des Hungerstreiks. Die Studenten bestehen jedoch auf eine Fortsetzung bis ihnen die Rückkehr an ihre Universitäten erlaubt wird. Trotzdem lässt eine Änderung der Haltung der tunesischen Behörden noch auf sich warten.</p>
<p>Was wird als Nächstes passieren? Wird die Regierung warten, bis sie sterben, bevor etwas getan wird? Nur die Zeit wird diese Frage beantworten.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/03/27/tunesien-verwiesene-studentenaktivisten-im-hungerstreik-um-recht-auf-bildung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Madagaskar: Wachablösung?</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/03/16/madagaskar-wachablosung/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/03/16/madagaskar-wachablosung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 16:42:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Französisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kriege & Konflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Madagascar]]></category>
		<category><![CDATA[Malagasy]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Subsahara-Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=557</guid>
		<description><![CDATA[Die Krise in Madagaskar hat möglicherweise einen wichtigen Wendepunkt erreicht: der Anfang vom Ende des Regimes von Präsident Marc Ravalomanana. Während immer noch Unklarheit darüber herrscht, wer nun gerade das Sagen hat, scheint die Armee hinter dem früheren Bürgermeister Andry Rajoelina zu stehen. Das Büro des Premierministers sowie das staatliche Fernsehen stehen nun unter Rajoelinas Kontrolle. Twitterer in Madagaskar beschreiben die Abfolge der Ereignisse.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/lova-rakotomalala/">Lova Rakotomalala</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/03/16/madagascar-a-changing-of-the-guard/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Die Krise in Madagaskar hat möglicherweise einen wichtigen Wendepunkt erreicht: der Anfang vom Ende des Regimes von Präsident Marc Ravalomanana. Während immer noch Unklarheit darüber herrscht, wer nun gerade das Sagen hat, scheint die Armee hinter dem früheren Bürgermeister Andry Rajoelina zu stehen. Das Büro des Premierministers sowie das staatliche Fernsehen stehen nun unter Rajoelinas Kontrolle. Twitterer in Madagaskar beschreiben die Abfolge der Ereignisse.</p>
<p><em>Virginie</em> berichtet, dass am Samstag alles damit begann, dass der von Rajoelina ernannte Premierminister Monja Roindefo, sich Zugang zum Büro von Premierminister Charles Rabemananjara verschafft und die <a href="http://twitter.com/virginie_f24/status/1326230735">Kontrolle über das Gebäude</a> (fr) übernommen hatte. Danach erkläre er, dass das Land nun unter Kontrolle seines Lager stehe. Später am Morgen berichtet <em>Re_Hita</em>, dass Rajoelina, der in der vergangene Woche untergetaucht war, an den <a href="twitter: twitter.com/re_hita">Place du Mai 13 gekommen</a> sei und den <a href="http://twitter.com/re_hita/status/1326574069">Rücktritt President Ravalomananas</a> gefordert hätte (fr).</p>
<p>Einige Stunden später veröffentlichte die madagassische Website Topmanda eine Stellungnahme der Regierung, in der die <a href="http://www.topmada.com/2009/03/14/flash-infos-du-samedi-14-mars/">Machtübernahme durch die Opposition dementiert</a> und erklärt wurde, dass es immer noch darum ginge Verhandlungen zwischen den beiden rivalisierenden Seiten herbeizuführen (fr).</p>
<p>Am Place du 13 Mai trat Parlamentsvorsteher Jacques Sylla zusammen mit Rajoelina auf die Bühne und <a href="http://twitter.com/re_hita/status/1326527086">nannte diesen den neuen Führer der Nation</a> (mg).</p>
<p><em>Barijaona</em> schrieb, dass Rajoelina <a href="http://twitter.com/barijaona/status/1326640926">während seiner Rede abstritt, er wolle Ravalomananas Leben beenden</a> und wiederholte mehrfach, er werde keine Truppen in den Präsidentenpalast schicken, weil er ein Blutbad vermeiden wolle. In der Tat heißt es in einem Bericht von <em>Cyril Vanier</em> vom Palast, dass <a href="http://twitter.com/cyrilvanier_f24/status/1321849399">einige hundert Menschen sich zum Schutz des Präsidenten vor dem Palast zu einem Sit-in zusammengefunden hätten</a>.</p>
<p><img class="alignnone" title="armed-forces-3-11-09" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/03/armed-forces-3-11-09-300x151.jpg" alt="" width="300" height="151" /></p>
<p><em>Thierry</em> postet, dass <a href="http://twitter.com/thierry_ratsiz/status/1326595321">Rajoelina dem Präsidenten ein Ultimatum gestellt</a> habe, innerhalb von 4 Stunden zurückzutreten.</p>
<p>In der Zwischenzeit schrieb <em>Virginie</em>, dass <a href="http://twitter.com/virginie_f24/status/1326884602">Brandstifter in den Präsidentenpalast eingedrungen seien</a>, der zurzeit unbewohnt ist, da sich Ravalomanana an seinem Wohnsitz in Iavoloha befindet.<br />
Vier Stunden später verstrich das Ultimatum ohne einen Rücktritt Ravalomananas. Thierry berichtete, <a href="http://twitter.com/thierry_ratsiz/status/1326787209">die Armee würde den Präsidentenpalast nicht stürmen</a>.</p>
<p>Am Sonntag wartete die madagassische Blogosphäre mit Sorge auf weitere Entwicklungen und war sich recht unsicher, wer denn nun wirklich das Sagen hatte.</p>
<p>Ravalomanana bot als potenziellen Ausweg aus der Krise ein <a href="http://www.topmada.com/2009/03/15/alerte-madagascar-le-president-ravalomanana-se-dit-pret-a-un-referendum/">Referendum</a> an und warnte seine Anhänger mit den Worten “die Krise besteht nicht nur zwischen Madagassen” (fr).</p>
<p><em>Arinaina</em> vermutet, dass <a href="http://twitter.com/ariniaina/status/1331469896">die nationale Radiofrequenz erneut Opfer von Piraterie geworden sei</a>.</p>
<p><em>Barijoana</em> und <em>Re_Hita</em> verfolgten die ersten Fernsehnachrichten <a href="http://twitter.com/re_hita/status/1332016261">auf dem nun von Rajoelina kontrollierten staatlichen Fernsehkanal</a>. Barijaona bemerkt, dass obwohl die Rede von Ravalomanana und seine Rücktrittsweigerung gesendet wurde, sein <a href="http://twitter.com/barijaona/status/1332057972">Aufruf zu einem Referendum jedoch aus der Rede herausgeschnitten</a> worden war (fr).</p>
<p>In den Nachrichten kamen außerdem frühere Mitglieder der Präsidentengarde (die am Vortag gekündigt hatten) vor und die jetzt der Armee beigetreten sind. DotMG berichtet, dass die früheren Gardisten dazu aufriefen, die vor dem Palast sitzenden <a href="http://twitter.com/DotMG/status/1331415604">Zivilisten, notfalls mit Gewalt, zu entfernen</a>. Die früheren Gardisten berichten außerdem von <a href="http://twitter.com/re_hita/status/1331994561">Söldnern und bewaffneten Zivilisten</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/03/16/madagaskar-wachablosung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Demokratische Republik Kongo: Neue Massentötungen - die Medien berichten kaum darüber</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/07/demokratische-republik-kongo-neue-massentotungen-die-medien-berichten-kaum-daruber/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/07/demokratische-republik-kongo-neue-massentotungen-die-medien-berichten-kaum-daruber/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 09:05:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[D. R. Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Französisch]]></category>
		<category><![CDATA[Humanitäres]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kriege & Konflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Relief & Rescue]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=465</guid>
		<description><![CDATA[Geschrieben vonElia Varela Serra  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 
Während die Kämpfe in Nord-Kivu - durch die 250000 Menschen im Jahr 2008 vertrieben wurden - in letzter Zeit abgeflaut sind, gibt es jetzt Berichte über Massentötungen in einem anderen Teil Kongos. Die Widerstandsarmee des Herrn (Lord&#39;s Resistance Army - LRA), [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/elia/">Elia Varela Serra</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/06/dr-congo-new-mass-killings-weak-media-attentio/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Während <a href="http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/14/demokratische-republik-kongo-die-kampfe-gehen-weiter/">die Kämpfe in Nord-Kivu</a> - durch die 250000 Menschen im Jahr 2008 vertrieben wurden - in letzter Zeit abgeflaut sind, gibt es jetzt Berichte über Massentötungen in einem anderen Teil Kongos. Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lord%E2%80%99s_Resistance_Army">Widerstandsarmee des Herrn</a> (Lord&#39;s Resistance Army - LRA), eine ugandische Rebellengruppe, hat sich in der Region Haut-Uélé in der Nähe der Grenze zum Sudan ausgetobt. Die Angriffe kamen als Antwort auf Militäroperationen gegen LRA-Stützpunkte in der Umgebung des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Garamba-Nationalpark">Garamba-Nationalparks</a>, die ugandische, südsudanesische und kongolesische Truppen im Dezember begonnen hatten. Wie die <a href="http://www.caritas.org/newsroom/press_releases/caritas_reports_christmas_day_massacre_in_congo_by_ugandan_rebels.html">Nichtregierungsorganisation Caritas berichtet</a> [en] wurden seit dem 25. Dezember über 400 Menschen im Umkreis der Städte Faradje, Duru, Bangade, Gurba und Doruma getötet:</p>
<blockquote><p>The Director of Caritas Dungu-Doruma says that the Ugandan rebels attacked a Christmas Day concert in Faradje City organised by the Catholic church there. He says the rebels returned the next morning to continue their killing spree. He says approximately 150 people were killed over the two days.  </p>
<p>At the same time, another attack was perpetrated in Duru, north of Dungu. Caritas reports 75 people killed and the Church burned down.</p>
<p>Caritas reports that the killing continued along the Sudan border, including in Bangadi, Doruma and Gurba. Caritas reports 48 dead in Bangadi and that in Gurba 213 people were killed. Approximately 6,500 people have found refuge in the area with the Catholic church.</p>
<p>Caritas also reports that children are being abducted by the LRA, who use them as child soldiers.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Der Direktor der Caritas Dungu-Doruma sagt, dass die ugandischen Rebellen ein Weihnachtskonzert in der Stadt Faradje angegriffen haben, dass von der dortigen katholischen Kirche veranstaltet worden war. Er sagt, die Rebellen kamen am nächsten Morgen zurück um lustig weiter zu morden. Er sagt, dass im Laufe der zwei Tage ungefähr 150 Menschen getötet wurden.</p>
<p>Zeitgleich wurde ein weiterer Angriff auf Duru, nördlich von Dungu verübt. Die Caritas berichtet über 75 Tote und darüber, dass die Kirche niedergebrannt worden sei.</p>
<p>Die Caritas berichtet, dass die Tötungen sich entlang der sudanesischen Grenze fortsetzten, was Bangadi, Doruma und Gurba miteinschließt. Die Caritas berichtet über 48 Tote in Bangadi und dass in Gurba 213 Menschen getötet worden seien. Ungefähr 6500 Menschen hätten durch die katholische Kirche einen Unterschlupf in der Gegend erhalten.</p>
<p>Die Caritas berichtet auch, dass die LRA Kinder entführt hat um sie als Kindersoldaten zu benutzen.</p>
</div>
<p>Das Team der MSF (Ärzte ohne Grenzen) in Dungu <a href="http://www.doctorswithoutborders.org/news/article.cfm?id=3305">erhielt folgenden Bericht</a> [en] aus der Stadt Faradje:</p>
<blockquote><p>First information on the attack on Faradje, a city of 25,000 people in northeastern DRC, reached the MSF team in Dungu on the evening of Christmas Day. [&#8230;] On the following morning, a nurse form Tadu, a small town 20 km south of Faradje, signaled by radio the arrival in his area of thousands of people fleeing the attack, probably around 15,000. The nurse confirmed that Faradje’s head physician and another civil servant had been killed in the attack. According to him, many seriously wounded victims were still stuck in the city’s hospital, which was left without proper equipment following looting by LRA soldiers.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Die ersten Informationen über den Angriff in Faraje, einer Stadt von 25000 Einwohnern in Nordost-Kongo erreichten das MSF-Team am Abend des Weihnachtsfeiertags. [&#8230;] Am Morgen darauf gab ein Krankenpfleger aus Nadu, einer kleinen Stadt 20 km südlich von Faradje, per Funk die Ankunft von tausenden von Menschen durch, wahrscheinlich ungefähr 15000. Der Krankenpfleger bestätigte, dass der leitende Arzt in Faradje und ein weiterer Beamter bei dem Angriff getötet wurden. Wie er berichtet, sitzen viele schwerverletzte Opfer im städtischen Krankenhaus fest, das wegen der Plünderungen der LRA-Soldaten ohne adäquate Ausrüstung ist.</p>
</div>
<p>Der Caritas-Blog zeigt drei <a href="http://blog.caritas.org/2009/01/01/massacres-in-congo/">Bilder von Überlebenden</a> der Morde an Weihnachten in Faradje von Emmanuel Bofoe:</p>
<p><a href='http://blog.caritas.org/2009/01/01/massacres-in-congo/'><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/survivors-faradje.jpg" alt="" title="survivors-faradje" class="aligncenter size-full wp-image-54985" /></a><br />
<small><em>(Foto: Emmanuel Bofoe von Caritas International)</em></small></p>
<p>Der Naturschutz-Blog des Netzwerks <em>WildlifeDirect</em> <a href="http://baraza.wildlifedirect.org/2009/01/06/official-statement-on-garamba-attack-by-lra/">berichtet über einen LRA-Angriff</a> [en] auf die Zentrale des Garambe-Nationalparks am 2. Januar:</p>
<blockquote><p>Despite strong resistance by the park rangers together with elements from the Congolese Armed Forces, numerous casualties and material damages have been incurred. A first report mentions 8 people killed, including two park rangers and two wives of wardens, and 13 injured, most of them by bullets. An unconfirmed number of rebels have also been killed or wounded.</p>
<p>Several essential buildings of the headquarters have also been destroyed, along with many items of transport and communications equipment, and stocks of fuel and food rations.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Trotz starken Widerstands der Ranger des Parks zusammen mit Einheiten der kolongesischen Streitkräfte erlitten wir zahlreiche Todesfälle und Materialschäden. Ein erster Bericht erwähnt die Tötung von 8 Menschen, darunter zwei Park Ranger und zwei Ehefrauen der Wächter und 13 Verletzte, die meisten davon durch Schusswunden. Eine unbestätigte Anzahl Rebellen wurden auch getötet oder verwundet.</p>
<p>Verschiedene unverzichtbare Gebäude der Zentrale wurden auch zerstört, zusammen mit vielen Teilen der Transport- und Kommunikationsausrüstung und Treibstoffvorräten und Lebensmittelrationen.</p>
</div>
<p>In einem anderem Post <a href="http://baraza.wildlifedirect.org/2009/01/06/lra-fighting-kills-rangers-in-garamba/">beschreibt der Baraza-Blog</a> [en] die Situation in dem Gebiet als „viel schlechter als vorher“:</p>
<blockquote><p>One person has described the outcome of this failed military offensive against the LRA as the equivalent of “stirring up a hornets nest”</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Eine Person hat das Ergebnis dieser gescheiterten Militäroffensive gegen die LRA beschrieben als ein Äquivalent zum „Aufrühren eines Hornissennests“.</p>
</div>
<p>Dahee Nam <a href="http://www.impunitywatch.com/impunity_watch_africa/2009/01/lra-launched-new-attacks-in-dr-congo.html">berichtet</a> [en] auf <em>Impunity Watch Africa</em>, dass am Sonntag, dem 4. Dezember in der Region ein weiterer Angriff gestartet wurde, es aber keine Todesfälle gab, da die Angriffsziele schon vor der Ankunft der Rebellen geflohen waren.</p>
<p>Michael Kleinman vom <em>Humanitarian Relief</em> Blog <a href="http://humanitarianrelief.change.org/blog/view/weekly_roundup_-_bad_times_in_gaza_congo">kommentiert die humanitäre Situation</a> [en] in dem Gebiet:</p>
<blockquote><p>In addition, as many as 30,000 villagers have fled the area.  According to a recent IRIN article - Deadly LRA attacks prompts exodus in northeastern Congo - aid agencies are struggling to reach those in need: &#8220;The military operations and the LRA presence make it very difficult for humanitarian agencies to operate, and some areas are currently totally inaccessible to aid workers.&#8221;</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Außerdem sind mindestens 30000 Dorfbewohner aus dem Gebiet geflohen. Nach einem vor kurzem erschienen IRIN-Artikel - Todbringende LRA-Angriffe erzeugen Exodus in Nordost-Kongo - kämpfen die Hilfsorganisation darum die Bedürftigen zu erreichen: „Die Militäroperationen und die LRA-Präsenz erschweren die Arbeit der Hilfsorganisationen sehr, und manche Gebiete sind vollständig unzugänglich für ihre Mitarbeiter.“</p>
</div>
<p><em>Kakaluigi</em>, ein italienischer Missionar, der in Ost-Kongo arbeitet, vergleicht die Medienreaktion auf diese Massaker in Ost-Kongo mit denen im Gaza der letzten Zeit in einem Post unter dem Titel „<a href="http://kakaluigi.unblog.fr/2009/01/04/scandale/">Skandal!</a>“ [fr]:</p>
<blockquote><p>À Gaza ( Palestine) les Israeliens viennent de massacrer 400 personnes en l&#39;espace d&#39;une semaine, il y&#39;a eu manifestation à travers le monde et les mèdias de tout genre ne font que nous bombarder avec leurs images de sang et de morts.</p>
<p>À Dungu- Faradje (RDC) c&#39;est en presence de la Monuc que la Rébellion Ougandaise vient d&#39;assassiner plus de 400 personnes en l&#39;espace d&#39;une journée, mais silence total à travers le monde, pas une image et  même pas une journée de deuil au pays concerné.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>In Gaza (Palästina) haben die Israelis gerade 400 Menschen massakriert im Laufe einer Woche, es gab Demonstrationen auf der ganzen Welt und die Medien aller Art machen nichts anderes, als uns mit ihren Bildern von Blut und Toten zu bombardieren.</p>
<p>Im kongolesischen Dungu-Faradje haben gerade in Anwesenheit der MONUC ugandische Rebellen 400 Menschen an einem Tag ermordet, aber Stille herrscht auf der ganzen Welt, kein Bild und nicht einmal ein Trauertag in dem betroffenen Land.</p>
</div>
<p>In einer ähnlichen Stimmung <a href="http://www.rue89.com/tribune-vaticinateur/2009/01/05/de-gaza-au-congo-des-poids-une-mesure">fragt sich</a> [fr] Hugues Serraf, der auf <em>La tribune du vaticinateur</em> auf Rue 89 bloggt:</p>
<blockquote><p>Si un mort israélien vaut plusieurs morts palestiniens, combien faut-il de cadavres congolais pour un linceul gazaoui?</p>
<p>[&#8230;] Comment un conflit qui a déjà fait quatre millions de morts en dix ans, et tue encore plus d’un millier de civils chaque jour du fait du chaos alimentaire et sanitaire qu’il entraîne, peut-il être aussi peu couvert? Comment les 271 victimes de la LRA (hypothèse basse, rappelons-le) de ces dernières semaines ont-elles pu échapper à la vigilance de nos reporters, de nos analystes, voire de nos manifestants?</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Wenn ein israelischer Toter mehrere palästinensische Tote wert ist, wieviele kongolesische Leichen braucht man für ein Leichentuch aus Gaza?</p>
<p>[&#8230;] Wie kommt es, dass über einen Konflikt, der in zehn Jahren schon vier Millionen Menschen getötet hat und immer noch mehr als tausend Zivilisten jeden Tag tötet als Folge des Lebensmittel- und Gesundheitschaos, immer noch so wenig berichtet wird? Wie konnten die 271 Opfer der LRA (nicht vergessen: eine vorsichtige Schätzung) in den letzten Wochen der Aufmerksamkeit unserer Reporter, ja sogar unserer Demonstranten entgehen?</p>
</div>
<p><em>Beendet den Krieg in Nord-Kivu</em>, ein Blog eines Mitarbeiters einer internationalen Hilfsorganisation in Ost-Kongo, <a href="http://stopthewarinnorthkivu.wordpress.com/2008/12/31/a-personal-reflection/">denkt nach</a> [en] über das „Ignorieren von afrikanischen Kriegen in der westlichen öffentlichen Meinung und den westlichen Medien“:</p>
<blockquote><p>I am convinced that the thunderous silence of Western media regarding horror in African conflicts entails an enormous, and unavoidable, ethic question. If five million people die in a given place, we as human beings have the obligation to know that this has happened. It is a moral obligation. We must know, the same way that we all know that millions of Jewish men, women and children were exterminated in Germany in the Second World War. However, we don´t know that more than five million Congolese have died as a result of the war since 1998.</p>
<p>Citizens of an information age have a right to know about it, and victims have a right for their suffering to be told, and known.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Ich bin überzeugt, das die donnernde Ruhe der westlichen Medien in Bezug auf den Horror in den afrikanischen Konflikten eine riesige und unvermeidbare ethische Frage nach sich zieht. Wenn fünf Millionen Menschen an einem wohldefinierten Ort sterben, haben wir als menschliche Wesen die Verpflichtung, zu wissen, dass das passiert ist. Es ist eine moralische Verpflichtung. Wir müssen es wissen, genauso wie wir alle wissen, dass Millionen von jüdischen Männern, Frauen und Kindern in Deutschland während des zweiten Weltkriegs vernichtet wurden. Aber wir wissen nicht, dass mehr als fünf Millionen Kongolesen seit 1998 in der Folge des Krieges gestorben sind.</p>
<p>Die Bürger eines Informationszeitalters haben das Recht, darüber Bescheid zu wissen, und die Opfer haben das Recht, dass über ihr Leiden berichtet und Bescheid gewusst wird.</p>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/07/demokratische-republik-kongo-neue-massentotungen-die-medien-berichten-kaum-daruber/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>D. R. Kongo: Journalistenmord wirft Licht auf die fraglie Demokratie</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/06/d-r-kongo-journalistenmord-wirft-ein-licht-auf-die-fraglie-demokratie/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/06/d-r-kongo-journalistenmord-wirft-ein-licht-auf-die-fraglie-demokratie/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Dec 2008 16:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Lang</dc:creator>
				<category><![CDATA[D. R. Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Französisch]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[SPRACHEN]]></category>
		<category><![CDATA[Spanisch]]></category>
		<category><![CDATA[Subsahara-Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[THEMEN]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=452</guid>
		<description><![CDATA[Geschrieben vonElia Varela Serra  &#183; Übersetzt von Markus Lang &#183;  engl. Originalartikel 
Während die Kämpfe in der Provinz Nord Kivu der Demokratischen Republik Kongo (DRK) trotz des propagierten Waffenstillstands weitergehen, wurde in der relativ friedlichen Nachbarprovinz Süd Kivu ein weiterer Journalist ermordet. Am 21. November starb Didace Namujimbo auf dem Heimweg durch einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/elia/">Elia Varela Serra</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/markus-lang/'>Markus Lang</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/12/02/dr-congo-journalists-murder-highlights-fragile-democracy/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Während die <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/11/10/dr-congo-fighting-continues/">Kämpfe in der Provinz Nord Kivu</a> der Demokratischen Republik Kongo (DRK) trotz des propagierten Waffenstillstands weitergehen, wurde in der relativ friedlichen Nachbarprovinz Süd Kivu ein weiterer Journalist ermordet. Am 21. November starb Didace Namujimbo auf dem Heimweg durch einen <a href="http://africa.reuters.com/top/news/usnJOE4AL06A.html">Schuss in den Kopf</a>. Er arbeite für das von den Vereinten Nationen unterstütze Radio Okapi.</p>
<p><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/11/didace.jpg" alt="Didace Namuijmbo" /></p>
<p>Der spanische Journalist Hernán Zin traff Namujimbo in seinem Büro, während er letzten Sommer nach Bukavu reiste um über sexuelle Gewalt als Mittel der Kriegsführung zu berichten. Er <a href="http://blogs.20minutos.es/enguerra/post/2008/11/22/la-muerte-un-compaaaero-generoso-y-comprometido-el-congo">beschrieb ihn</a> in seinem Blog <em>Viaje a la guerra</em> [spanisch] (Reise in den Krieg):</p>
<blockquote><p>Un hombre alto, de buena presencia, que hablaba un francés impoluto. El primer rostro amigo que encontré en el Congo.</p></blockquote>
<div class="translation">Ein hochgewachsener Man, mit elegantem Auftreten, der ein ausgezeichnetes Französisch sprach. Das erste freundliche Gesicht im Kongo.</div>
<p>Und er fügte hinzu [spanisch]:</p>
<blockquote><p>Además de una honda tristeza, me vuelven recuerdos de las conversaciones que mantuvimos sobre la muerte de su compañero <a href="http://portal.unesco.org/ci/en/ev.php-URL_ID=24785&amp;URL_DO=DO_TOPIC&amp;URL_SECTION=201.html">Serge Maheshe</a>, el 13 de junio de 2007. Hablamos sobre quiénes podrían ser los culpables, pues yo tenía la intención de incluir su historia en la sección de este blog <a href="http://blogs.20minutos.es/enguerra/categoria/morir-contar">Morir para contar</a>.</p></blockquote>
<div class="translation">Neben tiefer Traurer, denke ich an die Gespräche zurück, die wir über den Tod seines Kollegen <a href="http://portal.unesco.org/ci/en/ev.php-URL_ID=24785&amp;URL_DO=DO_TOPIC&amp;URL_SECTION=201.html">Serge Maheshe</a> am 13. Juni 2007 führten. Wir sprachen darüber, wer die Schuldigen sein könnten, da ich plannte seine Geschichte in einer Rubrik des Blogs mit dem Titel <a href="http://blogs.20minutos.es/enguerra/categoria/morir-contar">Morir para contar</a> (Sterben erzählen) unterzubringen.</div>
<p>Radio Okapi Nachrichtenredakteur Serge Maheshe wurde am 13. Juni 2007 durch einen Kopfschuss getötet, als er abends nach Hause kam. Er starb auf die gleiche Weise wie sein Kollege und Freund Didace Namujimbo eineinhalb Jahre später. Ein Jahr nach dem Mord an Maheshe <a href="http://www.congoblog.net/reconstruction-du-congo-sans-justice/">schrieb der frühere Kinshasa Radio Okapi Journalist Céderic Kalonjji</a> über die Straflosigkeit solcher Verbrechen in der DRK [französisch]:</p>
<blockquote><p>Je constate amèrement que la justice, pilier de l’autorité de l’État qui est le fondement même de la démocratie ne fonctionne pas au Congo. Quand aurons-nous, et qui rétablira une justice efficace et indépendante dans ce pays?</p></blockquote>
<div class="translation">Ich nehme bitter zur Kenntniss, dass es Gerechtigkeit, die Stütze staatlicher Autorität, welche die Grundlage der Demokratie darstellt, im Kongo nicht gibt. Wann werden wir ein effektives und unabhängiges Gerichtssystem in diesem Land aufbauen?</div>
<p>Nun wundert sich Cédric Kalonji [französisch] erneut über den Zustand der Demokratie in seinem Land:</p>
<blockquote><p>En apprenant cette nouvelle, je suis partagé entre douleur, tristesse et colère. Je me demande comment la démocratie s’installera durablement dans un pays où on est visiblement allergique aux journalistes indépendants et professionnels. Devons-nous laisser le Congo entre les seules mains des hommes forts, ceux qui sont armés?</p></blockquote>
<div class="translation">Nachdem ich es aus den Nachrichten erfahren habe, war ich zwischen Schmerz, Traurigkeit, und Wut hin und her gerissen. Ich fragte mich selbst, wie die Demokratie in einem Land bestehen kann, das so sichtbar allergisch auf unabhängige, professionelle Journalisten reagiert. Müssen wir den Kongo nun den Händen der starken Männer, die bewaffnet sind, überlassen?</div>
</div>
<p>Kalire [französisch] <a href="http://kalire-et-ses-cauchemars.over-blog.com/article-25021411.html" target="_blank">glaubt</a>, dass Didace Namujimbos Mord für viele andere steht:</p>
<blockquote><p>Comme Didace, ils sont nombreux à se faire tuer dans le Kivu.<br />
Se faire tuer par «des inconnus», par on ne sait même pas qui: des «rebelles»? des militaires congolais? des bandes de pillards? des voisins jaloux?<br />
Comme Didace, ils sont des centaines à se faire tuer, violer par des «inconnus».<br />
Mais Didace est… était journaliste.<br />
C’est pourquoi sa mort peut parler pour celle des autres.</p></blockquote>
<div class="translation">Sowie Didace sind viele andere Journalisten in Kivus umgebracht worden.<br />
Getötet von “Fremden”, wir wissen nicht einmal von wem: “Rebellen”? Kongolesische Soldaten? Gruppen von Plünderern? neidischen Nachbaren?<br />
Eben wie Didace sind Hunderte von Menschen getötet, von &#8220;Fremden&#8221; vergewaltigt worden.<br />
Aber Didace ist… war ein Journalist.<br />
Deshalb kann sein Tod für den anderer sprechen.</div>
<p>Freddy Mulongo [französisch] erinnert im Radio Revéil FM Blog, dass sechs Medienprofis unter ähnlichen Umständen während der letzten drei Jahre ermordet worden sind, einschließlich Didace Namujimbo und Serge Maheshe. In seinem Beitrag fasst er zusammen, <a href="http://www.reveil-fm.com/index.php/2008/11/25/222-congo-pour-tuer-l-information-on-assassine-les-professionnels-des-medias" target="_blank">was alle Fälle gemeinsam haben</a>:</p>
<blockquote><p>Les scénarios sont les mêmes: tous les journalistes congolais sont tués la nuit, à proximité de leur domicile, on retrouve sur eux l&#39;argent mais leur appareils téléphoniques… Et après on arrête des “innocents” que l&#39;on présente comme des assassins. On organise une mascarade de procès souvent dans un auditorat militaire, il arrive parfois que les présumés assassins se rebiffent, pendant ce temps les vrais commanditaires courent toujours et jouissent de l&#39;impunité.</p></blockquote>
<div class="translation">Die Szenarios sind alle gleich: alle kongolesischen Journalisten wurden in der Nacht umgebracht, in der Nähe ihrer Häuser, ihr Geld hatten sie immer noch bei sich, aber nicht mehr ihre Mobiltelefon… Daraufhin wurde einige &#8220;unschuldige&#8221; Menschen verhaftet und als Mörder präsentiert. Eine Farce von einem Prozess wurde organisiert, oft an einem Militärgerichtshof, manchmal wehrten sich die Beschuldigten, während sich zu selben Zeit die  tatsächlich Beteiligten frei bewegten und Straflosigkeit genossen.</div>
<p>Für Freddy Mulongo sieht die Situation von Medienprofis in der DRK düster aus:</p>
<blockquote><p>Ils sont journalistes et professionnels des médias en danger car comme le dit si bien l&#39;adage des Peuls dans l&#39;extrême Nord du Cameroun: “Si on rase ton camarade. Mouille-toi la tête, ton tour arrive!” A qui le tour? Qui sera le prochain victime?</p></blockquote>
<div class="translation">Journalisten und Medienprofis sind in Gefahr, getreu dem Sprichwort der Peuls im nördlichen Kamerun: “Wenn dein Nachbar rasiert ist. Weiche dein Haupt ein, du bist dran!&#8221; So stellt sich die Frage, wer ist an der Reihe? Wer wird das nächste Opfer sein?</div>
<p>Colette Braeckman [französisch], eine belgische Journalisten und Autorin, die Zentralafrika-Expertin ist, <a href="http://blogs.lesoir.be/colette-braeckman/2008/11/25/journalistes-dans-la-ligne-de-tir-et-critiques-de-human-rights-watch/" target="_blank">fragte sich</a>, als sie von dem Mord an Didace Namujimbo erfuhr:</p>
<blockquote><p>Comment concilier ces assassinats, qui semblent être d’origine mafieuse ou politique, avec l’état de droit dont les élections de 2006 auraient du marquer la naissance, avec « la fin de la récréation » solennellement annoncée par le président le jour de son investiture?</p></blockquote>
<div class="translation">Wie können wir diese Morde, die einen politischen oder mafiösen Hintergrund zu haben scheinen, mit der Herrschaft des Gesetzes zusammenbringen, gekennzeichnet durch die Wahlen von 2006, mit der Ankündung des Präsidenten am Tage seiner Amtseinführung &#8220;die Entspannung ist vorbei&#8221;.</div>
<p>Auch Human Rights Watch veröffentlichte eine Bericht mit dem Titel <a href="http://www.hrw.org/en/reports/2008/11/25/we-will-crush-you-0" target="_blank">&#8220;Wir werden euch vernichten&#8221;</a>, der sich mit der Beschränkung des politischen Raumes in der DRK auseinandersetzt, wozu Colette Braeckman anmerkt: &#8220;sie fällen ein sehr hartes Urteil über die zwei Jahre nach den Wahlen&#8221;. In der Zusammenfassung des Berichts <a href="http://www.hrw.org/en/node/76188/section/3" target="_blank">schreiben sie</a>:</p>
<blockquote><p>Regierungsbeauftragte haben auch Journalisten sowie Mitglieder der Zivilgesellschaft bedroht, verhaftet, gefoltert und anderweitig drangsaliert, die Verbindungen zu politischen Gegnern pflegten oder gegen deren Misshandlung protestierten.</p></blockquote>
<p>In der Zusammenfassung wird daraus geschlossen:</p>
<blockquote><p>Wahlen allein bringen keine Demokratie. Kongolesische und internationale Akteure müssen am Aufbau einer unabhängigen Justiz, eines dynamischen Parlaments mit einer effektiven Opposition arbeiten, um Menschenrechte zu stärken, die Exekutive für ihre Handlungen verantwortlich zu machen und die Restriktion des politischen Raum entgegenzuwirken. Das Scheitern einer Etablierung solcher Gegengewichte wird die junge Demokratie Kongos gefährden.</p></blockquote>
<p><em><a href="http://www.flickr.com/photos/maneno/3051187817/" target="_blank">(Foto von Didace Namujimbo</a> in seinem Radio Okapi Büro in Bukavu, aufgenommen letzten Mai von Elia Varela Serra.)</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/06/d-r-kongo-journalistenmord-wirft-ein-licht-auf-die-fraglie-demokratie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Demokratische Republik Kongo: Karikaturen der kongolesischen Politik</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/02/demokratische-republik-kongo-karikaturen-der-kongolesischen-politik/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/02/demokratische-republik-kongo-karikaturen-der-kongolesischen-politik/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 02 Dec 2008 22:10:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[D. R. Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Französisch]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Kriege & Konflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=449</guid>
		<description><![CDATA[Geschrieben vonJennifer Brea  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 
Erst einen Monat ist es her, dass der kongolesische Präsiden Joseph Kabila eine neue Regierung ernannte um die wachsende Kritik an seiner Unfähigkeit zu bezwingen, die Gewalt der Rebellen im Osten zu bezwingen, und viele Blogger sind weiterhin skeptisch was die Zukunft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/jennifer/">Jennifer Brea</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/12/02/drc-cartoons-satirize-congolese-politics/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Erst einen Monat ist es her, dass der kongolesische Präsiden Joseph Kabila <a href="http://www.mg.co.za/article/2008-10-27-kabila-names-new-drc-government">eine neue Regierung ernannte</a> um die wachsende Kritik an seiner Unfähigkeit zu bezwingen, die Gewalt der Rebellen im Osten zu bezwingen, und viele Blogger sind weiterhin skeptisch was die Zukunft des Landes angeht.</p>
<p>Über die prekäre Lage des Kongo wurde viel geschrieben (siehe die Posts der Global-Voices-Autorin <a href="http://globalvoicesonline.org/author/elia/">Elia Varela Serra</a>, die die Entwicklungen der letzten Zeit genau verfolgt hat <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/10/31/dr-of-congo-confusion-reigns-in-goma/">1</a>, <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/11/10/dr-congo-fighting-continues/">2</a>, <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/12/02/dr-congo-journalists-murder-highlights-fragile-democracy/">3</a>), aber manchmal sagt ein Bild soviel wie tausend Worte.<span id="more-53418"></span></p>
<p><a href="http://alexengwete.afrikblog.com/archives/2008/11/30/11566365.html">Alex Engwete</a> postete diesen Trickfilm, der von Human Rights Watch erstellt wurde. Er karikiert Kabila: seinen Ausschluss der Zivilgesellschaft und der oppositionellen Stimmen und die schweigende Unterstützung der ausländischen Geldgeber.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="440" height="420" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://v4.tinypic.com/player.swf?file=34ys0nr&amp;s=4" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="440" height="420" src="http://v4.tinypic.com/player.swf?file=34ys0nr&amp;s=4"></embed></object></p>
<div class="translation">
<p><em>Text zum Film</em></p>
<p>
	Wir haben gewonnen!<br/>Es lebe die Demokratie!
</p>
<p>
	Herzlichen Glückwunsch, Herr Präsident!<br/>Ihr Land ist jetzt eine Demokratie.
</p>
<p>
	Bravo, sie haben gewonnen Herr Präsident!<br/>Sie werden das Land für fünf Jahre regieren!<br/>Herzlichen Glückwunsch, Herr Präsident!
</p>
<p>
	Es lebe der Kongo!<br/>Es lebe die Demokratie und die Freiheit!<br/>	Endlich haben wir Frieden.
</p>
<p>
	Einsteigen nach Demokratie-Stadt!<br/>Hey! Ihr Demonstranten - Ruhe!
</p>
<p>
	Der Chef braucht Ruhe um den Zug ans Ziel zu steuern.<br/>Nein! Die neue Verfassung gewährt das Demonstrationsrecht. Freiheit! Demokratie! Nieder mit der Korruption. Keine gefälschten Wahlen!
</p>
<p>
	Raus! Ihr seid Feinde der Demokratie!<br/>Solche wie Euch brauchen wir auf diesem Zug nicht.
</p>
<p>
	Bravo, Herr Präsident.<br/>Wir bringen Ihnen eine Finanzhilfe.<br/>Sie sind auf dem richtigen Gleis.<br/>Viel Glück. Weiter so!
</p>
<p>
	auf dem Papier steht:<br/>Bericht über Menschenrechtsverletzungen.
</p>
<p>
	(mit Frankreich-französischem Akzent)<br/>Stören Sie nicht den Präsidenten.<br/>Er ist sehr beschäftigt. Kommen Sie später zurück.
</p>
<p>
	(mit englischem Akzent:)<br/>Halten Sie uns nicht auf.<br/>Wir müssen die Geschwindigkeit halten.<br/>Es ist jetzt nicht die Zeit für diese Berichte.
</p>
<p>
	Gegen wen sind Sie?<br/>Die Demokratie braucht keine Opposition.
</p>
<p>
	Unser Chef hat die Wahlen gewonnen.<br/>Seid still und hört auf, Fragen zu stellen.<br/>Lasst den Chef den Zug fahren.<br/>Es ist unser Recht, Fragen zu stellen und uns dem Präsident und der Regierung entgegenzustellen.<br/>Es lebe die Demokratie.
</p>
<p>
	Ihr verschwört euch gegen den Präsidenten!<br/>Ihr habt das Recht hier auszusteigen.<br/>Wir brauchen Euch nicht in diesem Zug.
</p>
<p>
	Chef! Die Opposition lässt sich nicht so einfach unterdrücken.<br/>Ich bin zum Präsidenten gewählt worden.<br/>Ich habe zu tun. Keine Ablenkung!<br/>Radiert die Feinde der Demokratie aus, dalli dalli!
</p>
<p>
	Erledigt, Chef!<br/>Wir haben die Feinde der Demokratie neutralisiert.<br/>Und jetzt wird es ruhig sein.
</p>
<p>
	Bravo, Herr Präsident!<br/>Sie machen ihre Arbeit gut!
</p>
<p>
	Wir haben Ihnen hier noch eine Hilfe!<br/>Halten sie die Geschwindigkeit.
</p>
<p>
	Entschuldigen Sie, gab es Opfer?<br/>Gab es keine andere Lösung?<br/>Die Leute haben ein Recht, zu wissen, was passiert ist.<br/>Wer hat das angeordnet?<br/>Das ist illegal. Sie haben nicht das Recht. Menschen zu töten!<br/>Wieviele?<br/>Na schön, geht mal und holt euch die Auskünfte an der Quelle!<br/>Wir brauchen eure Fragen nicht und was ihr gesagt habt ist illegal!
</p>
<p>
	Verräter! Keine Gnade für die Sympathisanten der Feinde der Demokratie.
</p>
<p>
	Herr Präsident! Schauen sie sich all diese Berichte an. Man muss&#8230;<br/>Halt! Halt mein Herr! Lassen Sie den Präsidenten in Ruhe. Er ist sehr, sehr beschäftigt.
</p>
<p>
	Diese Berichte sind falsch.<br/>Stören Sie ihn nicht mit solch nutzlosem Zeug!
</p>
<p>
	Wir mussten ein klein bisschen aufräumen, nehmt das nicht so ernst. Los, raus mit dir.
</p>
<p>
	Aber&#8230; wo fahren wir hin? Ich verstehs nicht!<br/>Sie schmeißen Leute aus dem Zug.<br/><br />
	Der Lokführer schaut nicht und hält nicht mal an.<br/>Ich habe ein Ticket nach Demokratie-Stadt!
</p>
<p>
	Ein-Gedanken-Bahnhof - Was ist das?<br/>Ich will aussteigen!<br/>Wir fahren in die umgekehrte Richtung!<br/>Los! Kommt alle! <br/>Der Zug muss die Richtung wechseln.<br/>Auf mein Zeichen zieht ihr das Gleis in diese Richtung.<br/>Ziehen! Ziehen!
</p>
<p>
	Also, Ähem!<br/>Fahren wir nach links oder nach rechts?
</p>
<p>
	(mit englischem Akzent:)<br/>Ich sehe die Gleise davorne nicht so richtig.<br/>Aber sie sind der Lokführer, sie entscheiden.
</p>
<p>
	Ich bin beunruhigt wegen des Tunnels.<br/>Es ist da dunkel.<br/>Vielleicht sind wir falsch abgebogen?
</p>
<p>
	Fortsetzung folgt.
</p>
<p>
	auf dem Papier steht:<br/>Bericht über Menschenrechtsverletzungen.
</p>
</div>
<p><a href="http://storage.canalblog.com/27/66/330296/33142992.jpg" target="_blank"><img src="http://storage.canalblog.com/27/66/330296/33142992_p.jpg" border="0" alt="Mort_dans_la_Plaine_copie" width="450" height="250" /></a></p>
<p>(Bild: Barly Baruti)</p>
<p>Der Journalist <a href="http://www.congoblog.net/">Cedric Kalonji</a> postete diese politischen Karikaturen auf seinem <a href="http://www.flickr.com/photos/congoblog/">Flickr photostream</a>:</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/congoblog/3075667562/"><img class="reflect" src="http://farm4.static.flickr.com/3187/3075667562_985e2c0436.jpg?v=0" alt="Liberté de la presse en RDC by Congo Blog." width="500" height="309" /></a></p>
<div class="translation">Mann mit Schurrbart: &#8220;Für jegliche Information gehen Sie zur Quelle.&#8221;</div>
</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/congoblog/3075626772/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3190/3075626772_45484012d5.jpg" alt="" /></a></p>
<div class="translation">Mädchen (links): &#8220;MAMA, die Regierung ist da, aber ich habe deinen Namen nicht gesehen. Was ist los?&#8221;<br />
	Frau, rechts: &#8220;AH!  Aber sie haben den Verfassungsartikel 14 vergessen&#8230;&#8221;</div>
<p>(Der <a href="http://www.eisa.org.za/WEP/drcquotas.htm">Artikel 14</a> ordnet an, dass beide Geschlechter auf allen Ebenen, auf nationaler Ebene, der Ebene der Provinzen und der lokalen Ebene, gleich stark vertreten sein sollen.)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/02/demokratische-republik-kongo-karikaturen-der-kongolesischen-politik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Madagaskar: 1,3 Millionen Hektar an südkoreanischen Konzern verpachtet?</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/24/madagaskar-13-millionen-hektar-an-sudkoreanischen-konzern-verpachtet/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/24/madagaskar-13-millionen-hektar-an-sudkoreanischen-konzern-verpachtet/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Nov 2008 15:23:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Französisch]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Madagascar]]></category>
		<category><![CDATA[Malagasy]]></category>
		<category><![CDATA[Südkorea]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=438</guid>
		<description><![CDATA[Geschrieben vonLova Rakotomalala  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 
Südkorea hat vor kurzem die Hälfte alles bebaubaren Landes in Madagaskar gepachtet, wie die Financial Times berichtet. Das hat eine ziemliche Debatte in der Blogosphäre Madagaskars über die Souveränität des Landes und die ökonomische Entwicklung ausgelöst. Es steht noch nicht fest, ob [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/lova-rakotomalala/">Lova Rakotomalala</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/11/23/madagascar-south-korean-land-deal-sparks-controversy/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Südkorea hat vor kurzem die Hälfte alles bebaubaren Landes in Madagaskar gepachtet, wie die <em>Financial Times</em> berichtet. Das hat eine ziemliche Debatte in der Blogosphäre Madagaskars über die Souveränität des Landes und die ökonomische Entwicklung ausgelöst. Es steht noch nicht fest, ob der Pachtvertrag wirklich schon von beiden Seiten unterzeichnet wurde. In der Zwischenzeit diskutieren Blogger, ob ein solcher Vertrag als „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neokolonialismus">Neokolonialismus</a>“ betrachtet werden müsse.</p>
<p>Hier eine Übersicht über die bisher bekannt gewordenen Tatsachen:</p>
<p>Am 19. November <a href="http://www.ft.com/cms/s/0/22ccaa98-b5d9-11dd-ab71-0000779fd18c.html?nclick_check=1">berichtete</a> die <em>Financial Times </em> über den Vertrag zwischen dem südkoreanischen Unternehmen <a href="http://www.dwlogistics.co.kr/main/e_index.asp">Daewoo Logistics</a> und der Regierung Madagaskars.</p>
<p>Auf dem Blog <em>Global Dashboard</em>  <a href="http://www.globaldashboard.org/scarcity/south-korea-madagascar">fasst Alex Evans die Befunde zusammen</a>:</p>
<blockquote><p>South Korea has just struck a 99 year deal with Madagascar to lease an area half the size of Belgium to grow palm oil and no less than half of South Korea’s corn demands [..] Carl Atkins, of consultants Bidwells Agribusiness, said Daewoo Logistics&#39; investment in Madagascar was the largest it had seen. &#8220;The project does not surprise me, as countries are looking to improve food security but its size it does surprise me.&#8221;</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Südkorea hat gerade einen Vertrag abgeschlossen, eine Fläche halb so groß wie Belgien zu pachten, um Palmöl und mindestens die Hälfte von Südkoreas Bedarf an Mais anzubauen. [&#8230;] Carl Atkins von der Consulting-Firma Bidwells Agribusiness sagte, die Investition von Daewoo Logistics in Madagaskar sei die größte ihm bekannte.  &#8220;Das Projekt überrascht mich nicht, weil [die] Länder versuchen, die Sicherheit ihrer Lebensmittel[versorgung] zu verbessern, aber seine Größe überrascht mich.&#8221;</p>
</div>
<p>Einige Stunden später ergänzte <a href="http://us.ft.com/ftgateway/superpage.ft?news_id=fto111920081227033091&amp;page=2">ein Folgeartikel</a> in der <em>Financial Times</em>, dass Daewoo Logistics keine Pachtgebühren zu zahlen brauche, sondern stattdessen die Mittel zur Bearbeitung und zur Entwicklung des Landes bereitstellen würde.</p>
<p><em>Alex Evans</em> zitiert aus dem zweiten Artikel und sagt dazu <a href="http://www.globaldashboard.org/scarcity/madagascar-worse-than-thought/">es sei noch schlimmer, als er gedacht hätte</a>:</p>
<blockquote><p>A few hours later, a truly astonishing new angle on the story emerged. Guess how much South Korea had paid for its 99 year lease? Answer: Zip. Zero. Nada. Not a cent. The sum total of the benefits for Madagascar, according to a Daewoo spokesman? “We will provide jobs for them by farming it, which is good for Madagascar.” This in a country where 3.5% of people are on WFP food aid…<br />
The benefits for South Korea, on the other hand:<br />
“We want to plant corn there to ensure our food security. Food can be a weapon in this world,” said Hong Jong-wan, a manager at Daewoo. “We can either export the harvests to other countries or ship them back to Korea in case of a food crisis.”</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Ein paar Stunden später kam ein wirklich erstaunlicher Blickwickel der Sache zutage. Ratet mal, was Südkorea für seine 99 Jahre Pacht gezahlt hat? Antwort: Klick. Nichts. Nada. Keinen Cent. Der Nutzen unterm Strich für Madagaskar, nach einem Daewoo-Sprecher? „Wir werden Arbeitsplätze bereitstellen, indem wir es bebauen, und das ist gut für Madagaskar.“ Das in einem Land, wo 3,5% der Menschen von Lebensmittelhilfe des WFP (Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen) leben&#8230;<br/><br />
Der Nutzen für Südkorea, auf der anderen Seite:<br/><br />
„Wir möchten dort Mais pflanzen, um unsere Lebensmittel[versorgung] zu sichern. Lebensmittel können eine Waffe sein auf dieser Welt,“ sagt Hong Jong-wan, ein Daewoo-Manager. „Wir können die Ernte entweder in andere Länder exportieren, oder sie im Fall einer Lebensmittelkrise zurück nach Korea transportieren.“</p>
</div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-52945" title="land-madagascar" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/11/land-madagascar.jpg" alt="" /><br />
	<small>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/foko_madagascar/">Foko-Madagascar</a></small></p>
<p>Die Regierung Madagaskars muss erst noch eine offizielle Stellungname zum Thema bekannt geben.  Reuters <a href="http://uk.reuters.com/article/idUKLL384535">berichtet</a>, dass das Geschäft noch lange nicht abgeschlossen sei. Daewoo Logistics hat hingegen verschiedene Stellungnahmen herausgegeben, die die Glaubwürdigkeit der Artikel anfechten.</p>
<p>Robert Koelher, bloggt aus Seoul auf <em>The Marmot’s Hole</em> und <a href="http://www.rjkoehler.com/2008/11/21/daewoo-logistics-ft-is-lies-all-lies/">beschreibt die Argumente des südkoreanischen Unternehmens</a>:</p>
<blockquote><p>In <a href="http://news.naver.com/main/read.nhn?mode=LSD&amp;mid=sec&amp;sid1=101&amp;oid=009&amp;aid=0002035513">another report</a>, the Maeil Gyeongje said experts believe the FT report, with its provocative talk of “neo-colonialism” and “pirates,” was intended as a warning against an increased Asian presence in Africa, long considered Europe’s backyard. The piece did include a quote from a Daewoo Logistics official, however, who said Madagascar was quite sensitive about this issue because when China invests, it only goes after its own profits [..]<br />
The JoongAng Ilbo, meanwhile, released an <a href="http://news.naver.com/main/read.nhn?mode=LSD&amp;mid=sec&amp;sid1=110&amp;oid=025&amp;aid=0001982681">editorial blasting the FT</a>, asking why the paper was turning a blind eye to British Jatropha farms in Madagascar (used for biodiesel fuel) and French plantations on the island while going after a Korean company only. And besides, the land Daewoo is acquiring is undeveloped, the new farms will provide employment, and the Madagascar government will be taking a 30% cut of the farm profits in taxes.”</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>In <a href="http://news.naver.com/main/read.nhn?mode=LSD&amp;mid=sec&amp;sid1=101&amp;oid=009&amp;aid=0002035513">einem weiteren Bericht</a> sagte die [südkoreanische Wirtschaftszeitung] Maeil Gyeongje, dass Experten denken, der Bericht der Financial Times mit seiner provokanten Wortwahl von „Neokolonialismus“ und „Piraten“ ziele darauf ab, vor einer stärkeren asiatischen Präsenz in Afrika zu warnen, das lange als Hinterhof Europas angesehen worden sei. Der Artikel zitiert jedoch einen leitenden Mitarbeiters von Daewoo Logistics, der sagte, Madagaskar sei sehr empfindlich in dieser Hinsicht, denn wenn China investiere, würde es sich nur nach den eigenen Profiten richten [&#8230;]<br />
Die [südkoreanische Zeitung] JoongAng Ilbo veröffentliche zwischenzeitlich einen <a href="http://news.naver.com/main/read.nhn?mode=LSD&amp;mid=sec&amp;sid1=110&amp;oid=025&amp;aid=0001982681">Kommentar, der die Financial Times hart angriff</a> und die Frage aufwarf, warum die Zeitung die Augen verschließe vor britischen Jatropha-Farmen und französischen Plantagen und sich unterdessen nur auf ein koreanisches Unternehmen stürze. „Außerdem ist das Land, das Daewoo erwirbt, nicht entwickelt, und die Regierung Madagaskars wird 30% Steuern auf die Gewinne der Bewirtschaftung auf erheben.“</p>
</div>
<p>Die Reaktionen in der madagassischen Blogosphäre auf die Pachtverträge fielen hitzig  und sehr verschieden aus:</p>
<p>Die Website der madagassischen Diaspora <em>Sobika</em> <a href="http://www.sobika.com/madagascar-informations/news_1067.php?subaction=showcomments&amp;id=1227200993&amp;archive=&amp;start_from=&amp;ucat=&amp;">berichtete über den Geschäftsabschluss</a> (Französisch, mit Info-Karte) einige Augenblicke nach der <em> Financial Times</em> und forderte ihre Leser auf, zu handeln. In einem <a href="http://sobika.com/">Folgeartikel</a>, spekuliert <em>Sokiba</em>, dass der im Internet geäußerte Zorn das Unternehmen veranlasst habe, die Vertragsbedingungen zu leugnen [Fr].</p>
<p>Der Zorn ist aber weit davon entfernt, einstimmig zu sein. Einige Bloggers glauben, dass der Pachtvertrag Madagaskar nutzen könnte, da er die Produktivität [mancher] Landstriche erhöhe. <em>Aiky</em> <a href="http://malagasymiray.net/2008/11/22/ahofa-maimam-poana-aminireo-koreana-tatsimo-i-madagasikara/">sagt dazu</a> [Mg] auf dem Blog <em>Malagasy Miray</em>:</p>
<blockquote><p>Ny tombontsoa indray kosa raha jerena amin’ny saina tsy miangatra dia :<br />
		- ny fanomezana asa ireo tantsaha eny ambanivohitra ka miteraka fidiram-bola maharitra ho azy ireo izany.<br />
		- ny fanajariana ireo tany izay tsy noeritreretina fa afaka ambolena na ihany koa tany ngazana ka rahatrizay vita ny fifanarahana izany hoe afaka zato taona dia mba ho moramora ho an’ireo taranaka fara aman-dimby ny hampiasa sy hamboly azy (raha tsy lasa fanan’olom-bitsy indray avy eo)<br />
		- raha misy fidiram-bola maharitra ireo tantsaha dia mety ho hita ihany koa ny fiatraikan’izany ka mahasoa ho an’ny manodidina na “effet d’entraînement”. [&#8230;]</p>
<p>		-Asa na tafiditra ao anaty fifanarahana fa mety hihatsara ihany koa ireo lalana sy tambanjotra misy any amin’ireo faritra.<br />
		- afaka mifehy ny fiakarana an-tanandehibe ny mpitondra raha misy asa eny ambanivohitra (maîtrise de l’exode rural)</p>
</blockquote>
<div class="translation">Die Vorteile aus einer weniger emotionalen Perspektive:<br />
	- Die neuen Beschäftigungsaussichten für Bauern, die in der Folge zu einer zusätzlichen Quelle von Einkünften führen.<br />
	- Die Bewirtschaftung von Ländereien, von denen man bisher gedacht hatte, sie seien  von geringem Wert und die nach der Pacht weiterhin bearbeitet werden können.<br />
	- die Kettenreaktion eines solchen Zuwachses an Einkünften [&#8230;]<br />
	- die eventuelle Verbesserung des Zustands von Hauptstraßen und anderer Infrastruktur in diesem Landesteil.<br />
	- Ein Anreiz, der möglicherweise den Exodus aus den ländlichen Gebieten stoppt.</div>
<p>Auf <em>The Cyber Observer</em>, hatte ein Jurist und Blogger aus Antananarivo, <em>Andrydago</em> die <a href="http://andrydago.wordpress.com/2008/10/21/malagasy-land-and-foreign-investments/">erstaunliche Voraussicht</a>, die juristische Frage der Souveränität des Landes und ausländischer Investitionen aufzugreifen, im Oktober, einen ganzen Monat vor der Kontroverse. Es fällt auf, dass die Gesetze, die diese Pacht erlauben, dieses Jahr geändert wurden:</p>
<blockquote><p>Recently, the new Malagasy investment law: act 2007-036 of January 14th, 2008, has brought a very key change concerning the possibility for foreigners to own their land in Madagascar. This law provided that foreign companies or foreign investors (individuals who have been granted with investor visa), can buy Malagasy land under the following conditions:</p>
<p>1. the land has to be used exclusively for professional exploitation. Any personal use and exploitation which is different from the nature of exploitation he “promised” to the Malagasy governement, are forbidden. If there is a breach of such condition, the governement can legally withdraw its title of land ownership;</p>
<p>2. the foreign company or investor has to submit its business plan (investment planning in Madagascar) to a public body named EDBM (Economic Development Board Madagascar). Such plan has to describe and detail its intended business and its pertaining investment in Madagascar;</p>
<p>3. the foreign company or investor has to apply for a formal approval named “authorization for land acquisition” before the EDBM in order to be allowed to purchase legally a Malagasy land. Such authorization if granted, gives to the foreign company or investor the same rights as for a Malagasy entity to purchase and to own land in Madagascar.
</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Vor kurzem hat das neue madagassische Investitionsgesetz (Act 2007-036 vom 14. Januar 2008) eine grundlegende Änderung in Bezug auf den Besitz von Land durch Ausländer gebracht. Dieses Gesetz bestimmt, dass ausländische Unternehmen oder ausländische Investoren (Individuen mit Investor-Visum) madagassisches Land unter folgenden Bedingungen kaufen können:</p>
<p>1. das Land darf ausschließlich für geschäftliche Zwecke genutzt werden. Jeder persönliche Gebrauch und jede Nutzung, die sich von der Art der Nutzung unterscheidet, die er der Regierung Madagaskars „versprochen“ hat, sind verboten. Sollte diese Bedingung verletzt werden, kann die Regierung den Landbesitztitel zurückziehen;</p>
<p>2. die ausländische Gesellschaft oder der ausländische Investor müssen einen Businessplan einem öffentlichen Gremium namens EDBM  (Economic Development Board Madagascar, Ausschuß für die ökonomische Entwicklung Madagaskars) vorlegen. Ein solcher Plan muss das Geschäftsvorhaben und die zugehörigen Investitionen in Madagaskar detailliert beschreiben;</p>
<p>3. die ausländische Gesellschaft oder der ausländische Investor müssen bei der EDBM eine formale Zustimmung namens „Zulassung zum Landerwerb“ beantragen, um madagassisches Land legal zu erwerben. Wenn eine solche Zulassung erteilt wird, gibt sie der ausländischen Gesellschaft oder dem ausländischen Investor dieselben Rechte wie einer madagassischen Person, Land in Madagaskar zu besitzen.</p>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/24/madagaskar-13-millionen-hektar-an-sudkoreanischen-konzern-verpachtet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Demokratische Republik Kongo: Die Kämpfe gehen weiter</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/14/demokratische-republik-kongo-die-kampfe-gehen-weiter/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/14/demokratische-republik-kongo-die-kampfe-gehen-weiter/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 Nov 2008 10:09:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>
		<category><![CDATA[D. R. Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Französisch]]></category>
		<category><![CDATA[Humanitäres]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kriege & Konflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=425</guid>
		<description><![CDATA[Während die Welt Obamas Wahlsieg feiert, gehen im Osten der Demokratischen Republik Kongo die Kämpfe weiter - trotz des Waffenstillstands, den die Rebellen-Gruppe CNDP angekündigt hat. Vertreibung, Tod und Plünderungen haben kein Ende. In Nairobi haben sich afrikanische Spitzenpolitiker getroffen und während die Welt sich fragt, wie sich Frieden im Lande erreichen lässt, wurde die Ushahidi-Dokumentations-Software für die Demokratische Republik Kongo freigeschaltet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/elia/">Elia Varela Serra</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/11/10/dr-congo-fighting-continues/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Während die Welt <a href="http://voiceswithoutvotes.org/-/candidates/democrats/barack-obama/">Barack Obamas</a> Sieg bei der Wahl zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten feiert, erinnert <a href="http://afrospear.wordpress.com/2008/11/06/bits-and-bytes-the-tragic-play-that-is-the-congo/">AfroSpear</a> daran, dass <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/10/31/dr-of-congo-confusion-reigns-in-goma/">der Konflikt in der Provinz Nord-Kivu</a> der Demokratischen Republik Kongo nicht zu Ende ist:</p>
<blockquote><p>In this era where a man of African descent has secured the throne of the most powerful nation of the world, a tragedy of enormous proportions continues to be played out in the Democratic Republic of Congo. It is indeed easier to sell a “message of hope” in political change to cure what ails us… than to “commit to action” so as to change a situation of recurring despair and destruction.</p>
<div class="translation">In diesen Zeiten, in denen ein Mann von afrikanischer Abstammung sich den Thron der mächtigsten Nation der Welt gesichert hat, spielt weiter eine Tragödie von enormen Ausmaßen in der Demokratischen Republik Kongo. Es ist wirklich einfacher, eine Nachricht der Hoffnung auf politischen Wandel zu verkaufen, als sich zur Tat zu verpflichten, um eine Situation von andauernder Hoffnungslosigkeit und Zerstörung zu ändern.</div>
</blockquote>
<p>Im <em>Untold Stories</em> Blog des Pulitzer Center of Crisis Reporting <a href="http://pulitzercenter.typepad.com/untold_stories/2008/11/drc-running-in.html">schreibt Michael Kavanagh</a> aus Goma:</p>
<blockquote><p>There are now more than one million people who have fled their homes in North Kivu, and very few are receiving any humanitarian aid. Before last week&#39;s fighting, most were getting by through the generosity of neighbors who hosted the displaced in their homes and yards and farms. Now those host families are displaced, too. People are fleeing into forests, to churches, to schools […]</p>
<div class="translation">Über eine Million Menschen sind bis jetzt aus ihren Häusern in Nord-Kivu geflohen, und nur wenige bekommen humanitäre Hilfe. Bis zu den Kämpfen der letzten Woche konnten die meisten dank der Großzügigkeit von Nachbarn überleben, die die Vertriebenen in Haus und Hof aufnahmen. Jetzt wurden auch diese Gastfamilien vertrieben. Die Menschen fliehen in Wälder, Kirchen, Schulen [&#8230;]</div>
</blockquote>
<p><a rel="attachment wp-att-52466" href="http://de.globalvoicesonline.org/?attachment_id=52466"><img class="alignnone size-full wp-image-52466" title="kibati" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/11/kibati.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Nach Kämpfen in der Gegend <a href="http://flickr.com/photos/julien_harneis/3009852745/">fliehen Dorfbewohner</a> aus Kibati in Richtung Goma. Foto: <a href="http://flickr.com/photos/julien_harneis/">Julien Harneis</a></p>
<p>Am 7. November, dem letzten Freitag, riefen die afrikanischen Staatschefs der Region auf einem von den Vereinten Nationen unterstützten Gipfel in Nairobi zu einem sofortigen Waffenstillstand im Ost-Kongo auf, sowie zur Einrichtung eines humanitären Korridors, um den vielen hunderttausend Vertriebenen der jüngsten Krise die notwendige Hilfe zukommen zu lassen. Auf dem Gipfel, zu dem die Afrikanische Union (AU) eingeladen hatte, kamen der Präsident des Kongo Joseph Kabila und der Präsident des an Nord-Kivu angrenzenden Ruandas Paul Kagame zusammen, außerdem die Staatschefs von Kenia, Uganda, Tansania, Burundi und Südafrika.</p>
<p>Schon am 29. Oktober war von der von Laurent Nkunda geführten Rebellenbewegung CNDP einseitig ein Waffenstillstand verkündet worden. Aber sogar während des Gipfeltreffens wurde von schweren Zusammenstößen der FARDC (der kongolesischen Armee) und der CNDP in verschiedenen ländlichen Gebieten berichtet, unter anderem auch in Kibati, ungefähr 9km nördlich von Goma. Weitere Menschen seien vertrieben worden. Dawn Hurley, eine in Goma lebende Amerikanerin <a href="http://fromcongo.blogspot.com/2008/11/fear-is-for-rich.html">kommentiert die Situation</a>:</p>
<blockquote><p>Nkunda claims that he has not broken his self-proclaimed cease-fire and that he has merely fought off attacks from the government. But this distinction is hard to understand at best. Nkunda&#39;s rebels have taken two towns in the North, forcing the population to flee further. They have also retaken the town of Kiwanja. The town of Kiwanja was under Nkunda&#39;s control until Tuesday when another rebel group allied with the government retook the town in a surprising show of power. This lead to bitter fighting between the two groups, and eventually Nkunda&#39;s rebels reclaimed the town. However there are wide spread reports that many civilians were killed by Nkunda&#39;s forces as they reclaimed the town, apparently in a retaliatory fashion.</p>
<div class="translation">Nkunda behauptet, den von ihm selbst verkündeten Waffenstillstand nicht gebrochen zu haben, und dass er nur die Angriffe der Regierung abgewehrt habe. Aber bestenfalls ist diese Unterscheidung kaum wahrzunehmen. Nkundas Rebellen haben auch zwei Städte im Norden zurückerobert und die Bevölkerung gezwungen, noch weiter weg zu fliehen. Sie haben auch die Stadt Kiribati zurückerobert. Die Stadt Kiwanja war unter der Kontrolle von Nkunda bis Dienstag, als eine andere - regierungsnahe - Rebellengruppe die Stadt in einer erstaunlichen Demonstration ihrer Stärke zurückholte. Es folgten erbitterte Kämpfe zwischen den beiden Gruppen und schlußendlich reklamierten die Rebellen von Nkunda die Stadt für sich. Aber von verschiedenen Seiten wird berichtet, dass viele Zivilisten von den Kräften Nkundas bei der Rückeroberung der Stadt getötet worden seien. Es handele sich dabei offenbar um Racheakte.</div>
</blockquote>
<p>Mittlerweile hat eine Untersuchungskommission der MONUC Kiwanja nördlich der Stadt Rutshuru besucht, nachdem Berichte eingegangen waren, während der Kämpfe seien etliche Zivilisten getötet worden, darunter ein <a href="http://www.ifj.org/en/articles/the-ifj-condemns-the-killing-and-kidnapping-of-journalists-in-democratic-republic-of-congo">kongolesischer Journalist</a>, Alfred Nzonzo Bitwahiki, der für das Lokalradio Ushikira (Racou) gearbeitet habe. Colette Braeckman, belgische Journalistin und Autorin mehrerer Bücher über Zentralafrika <a href="http://blogs.lesoir.be/colette-braeckman/2008/11/08/kiwanja-le-srebenicza-du-congo/">fragt sich</a>:</p>
<blockquote><p>Des civils massacrés pratiquement sous les yeux de Casques bleus impuissants ou indifférents: Kiwanja sera-t-il un Srebrenica congolais ?</p>
<div class="translation">Zivilisten wurden praktisch unter den Augen von ohnmächtigen oder gleichgültigen Blauhelmen massakriert: Wird Kiwanja zum kongolesischen Srebrenica?</div>
</blockquote>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-52462" title="ushahidi-drc" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2008/11/ushahidi-drc.jpg" alt="" /></p>
<p>Um zu dokumentieren was derzeit vor Ort passiert, hat Ushahidi <a href="http://blog.ushahidi.com/index.php/2008/11/07/ushahidi-deploys-to-the-congo-drc/">seine Software</a> in der Demokratischen Republik Kongo freigeschaltet, die sich schon während der Gewaltausbrüche nach den Wahlen in Kenia und im Mai während der fremdenfeindlichen Angriffe auf Immigranten in Südafrika <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/01/15/kenya-cyberactivism-in-the-aftermath-of-political-violence/">bewährt</a> hatte. Das Werkzeug Ushahidi, auf Swahili Zeuge, erlaubt jedermann, Kriseninformationen in Form von Textnachrichten mittels eines Mobiltelefons, mittels e-Mail oder mittels eines Web-Formulars einzugeben und sie auf einer Karte oder Zeitschiene anzuzeigen. Die Telefonnummer für SMS-Berichte ist  <strong>+243992592111</strong> und die Internet-Seite zum Betrachten der Berichte ist <a href="http://drc.ushahidi.com/">http://DRC.ushahidi.com</a>.</p>
<p><a href="http://drc.ushahidi.com/reports/view/7">Einer der Berichte</a> über die Vorfälle, die schon auf der Ushahidi-Seite für den Kongo zu finden sind, bezieht sich auf die Tötung eines Lokaljournalisten in der Gegend von Kiwanja:</p>
<blockquote><p>One of our facilitators for community radio (Ushirika) was killed in Rutshuru.</p>
<p>The Kiwanja Nehemiah Committee president has fled, the parish is more insecure.</p>
<p>We have had some contact with Kibirizi, but phone contact there is difficult. I&#39;m in permanent contact with the Nehemiah Committee in Kiwanja and Rutshuru. Our superviser has been visited three times in a row by uniformed men in his house in Kiwanja.</p>
<div class="translation">Einer derer, die unser Lokalradio ermöglicht haben (Ushirika) wurde in Rutshuru getötet.</p>
<p>Der Vorsitzende des Nehemia-Komitees ist geflohen, die Gemeinde ist jetzt weniger sicher.</p>
<p>Wir konnten Kontakt mit Kibirizi aufnehmen, aber der Telefonkontakt dorthin ist schwierig. Ich bin in dauerndem Kontakt mit dem Nehemia-Komitee in Kiwanja und Rutshuru. Unser Supervisor wurde drei Mal hintereinander von Uniformierten zu Hause aufgesucht.</p></div>
</blockquote>
<p>Weitere Berichte sind in <a href="http://blog.theirc.org/2008/11/03/congo-report-from-aid-workers-under-attack/">diesem Blog-Eintrag</a> von Helfern der Hilfsorganisation Internationales Rettungskomitee von Nord-Kivu zu finden oder in diesem Tagebuch eines anderen Helfers in der Gegend im Alertnet Blog.</p>
<p>Vor einigen Tagen fragte BBC-Afrika in &#8220;Have Your Say&#8221; sein Publikum: <a href="http://newsforums.bbc.co.uk/nol/thread.jspa?forumID=5585&amp;edition=2&amp;ttl=20081110014032">Warum kann der Kongo den Frieden nicht halten?</a> Hier eine kleine Auswahl der Antworten kongolesischer Leser:</p>
<p>Joseph aus Goma:</p>
<blockquote><p>The whole problem stems from the DRC government in the 1990&#39;s not fulfilling their promise to hunt down the killers during the Rwandan Genocide. They promised Rwanda they would hunt down and kill those Hutu&#39;s who fled into Congo that took part in the genocide and they never did. Rwanda and the rebels were forced to take matters into their own hands because of the poor leadership in Congo which backtracked on their promise. I love my country but our leadership is hopeless.</p>
<div class="translation">Der Ursprung der Probleme ist, dass die Regierung des Kongo in den 1990er Jahren ihr Versprechen nicht wahr gemacht hat, den Mördern des ruandischen Genozids nachzugehen. Sie hatten den Ruandern versprochen, sie würden den in den Kongo geflohenen und am Genozid beteiligten Hutus nachgehen und sie töten, aber sie haben es nie getan. Ruanda und die Rebellen waren gezwungen, die Sache in die Hand zu nehmen wegen der schwachen Führung im Kongo, die sich an ihr Versprechen nicht hielt. Ich liebe mein Land, aber unsere Führung ist hoffnungslos.</div>
</blockquote>
<p>Davis Tara aus Kinshasa:</p>
<blockquote><p>
DRC can have peace only when her leaders develops political will to end war. It seems kabila is enjoying to have insecurity in that part of his country so as to scare off polical opponents.</p>
<div class="translation">Die Demokratische Republik Kongo kann nur in Frieden leben, wenn ihre Führung den politischen Willen entwickelt, den Krieg zu beenden. Es scheint so, als ob Kabila die Unsicherheit in dieser Gegend des Landes passt, weil sie politische Gegner abschreckt.</div>
</blockquote>
<p>Dr Paul Kabasele, ein Kongolese in London:</p>
<blockquote><p>
The international community has been risponsible for the Hutus crossing the borders after the genocide, why shouldn&#39;t the same community sort out this mess?</p>
<div class="translation">Die internationale Gemeinschaft war verantwortlich dafür, dass die Hutus die Grenzen nach dem Genozid überquert haben, warum sollte nicht ein- und dieselbe Gemeinschaft dieses Durcheinander in Ordnung bringen?</div>
</blockquote>
<p>Auch Michelle F. vom <em>Stop Genocide</em> Blog <a href="http://genocide.change.org/blog/view/peace_in_the_drc_part_iii_something_long-term_would_be_nice">hat ihre Meinung zum Frieden in Kongo</a>:</p>
<blockquote><p>If some degree of security can be established in the Eastern DRC, it will not be sustained without serious reforms to the Congolese military. The FARDC, beyond being under-resourced and generally incompetent, is responsible for some of the worst abuses committed against Congolese civilians, including enthusiastic participation in the brutal epidemic of rape that has become a hallmark of the conflict.</p>
<div class="translation">Wenn ein gewisser Grad von Sicherheit im Ost-Kongo etabliert werden kann, wird er nicht ohne ernsthafte Reformen im kongolesischen Militär aufrechterhalten werden können. Die FARDC hat nicht nur zuwenig Mittel und ist insgesamt inkompetent, sondern auch verantwortlich für schlimmste Misshandlungen der kongolesischen Zivilisten, darunter eine enthusiastische Beteiligung an der Epidemie von Vergewaltigungen, die den Konflikt geprägt hat.</div>
</blockquote>
<p>Da wir beim vielbeachteten Problem der Vergewaltigung im Kongo sind: Michael Kavanagh vom Pulitzer Center for Crisis Reporting meint, dass Journalisten und Aktivisten darüber mehr schreiben als über den Krieg. <a href="http://pulitzercenter.typepad.com/untold_stories/2008/11/drc-running-in.html#trackback">Und er fügt hinzu</a>:</p>
<blockquote><p>The problem with much of the reporting on sexual violence in Congo - my own included, sometimes - is that it lacks context, often because the context is so complicated that journalists and editors decide to gloss over it.</p>
<p>But it needs to be said over and over: rape in Congo is a direct result of the conflict. Rape cases skyrocket after fighting and near frontlines; when fighting dies down so do the number of rapes. Rape is an epidemic born from violence, not an endemic part of Congolese society. The only way to “Stop Rape” is to end the war. It can only happen in that order.</p>
<div class="translation">Das Problem mit vielen der Berichte über sexuelle Gewalt im Kongo - manchmal auch meinen eigenen - ist, dass ihnen der Kontext fehlt, weil der Kontext oft so kompliziert ist, dass Journalisten und Redakteure sich entscheiden, über ihn hinwegzugehen.</p>
<p>Aber es muss immer wieder gesagt werden: Die Vergewaltigungen im Kongo sind eine direkte Folge des Konflikts. Die Fälle von Vergewaltigungen schnellen in die Höhe nach Kämpfen und in der Nähe der Front; wenn die Kampfhandlungen dahinschwinden, schwindet auch die Zahl der Vergewaltigungen. Vergewaltigung ist eine Epidemie, die die Gewalt gebiert, nicht eine Krankheit, die der kongolesischen Gesellschaft eigen ist.</p></div>
</blockquote>
<p>Dawn Hurley teilt uns folgende <a href="http://fromcongo.blogspot.com/2008/11/fear-is-for-rich.html">Anekdote</a> mit:</p>
<blockquote><p>As I was walking around Goma I talked with young one man, who perhaps best summarized the mood of Goma. I asked if he was scared.</p>
<p>He replied “Fear is a luxury for the rich.” If you are poor, what does it matter if you are afraid? There is nothing you can do about it. You can&#39;t run away, you can&#39;t change anything. You just keep on living. What is the point of being afraid?”</p>
<div class="translation">Als ich zu Fuß in Goma unterwegs war, sprach ich mit einem jungen Mann, der wohl am besten die Stimmung in Goma zusammenfasste. Ich fragte ihn, ob er keine Angst habe.</p>
<p>Er antwortete: &#8220;Angst ist ein Luxus für die Reichen. Wenn Sie arm sind, was bringt es Ihnen, wenn Sie Angst haben? Es gibt nichts, was Sie tun könnten. Sie können nicht weglaufen, sie können nichts ändern. Sie leben einfach weiter. Was soll da Angst?</p></div>
</blockquote>
<p>Eine ausführliche Liste von Hintergrund-Berichten und Handlungsempfehlungen, sowie Ideen für Aktionen finden Sie auf dem <a href="http://www.ir2p.org/2008/11/04/congo-information-and-action/">Individual Responsibility to Protect Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/14/demokratische-republik-kongo-die-kampfe-gehen-weiter/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
