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	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; English</title>
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		<title>Jemen: Eine Zivil-oder Proxy-Krieg?</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 03:26:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonTarek Amr  &#183; Übersetzt von Hans H. Knauf &#183;  engl. Originalartikel 
Die Berichterstattung über den fortlaufenden Krieg im Jemen rechtfertigt sicherlich die Berichterstattung bei Global Voices Online, aber ich war doch schockiert, als ich merkte, dass es nicht viele Blogger gibt, die sich für diesen Konflikt interessieren. Hier sind ein paar Auszüge, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/tarek-amr/">Tarek Amr</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/23/yemen-a-civil-or-proxy-war/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Die Berichterstattung über den fortlaufenden Krieg im Jemen rechtfertigt sicherlich die Berichterstattung bei <em>Global Voices Online</em>, aber ich war doch schockiert, als ich merkte, dass es nicht viele Blogger gibt, die sich für diesen Konflikt interessieren. Hier sind ein paar Auszüge, die von Bloggern aus verschiedenen Ländern geschrieben wurden.</p>
<p>Der jemenitische Journalist <em>Nasser Arrabye</em> führt bei Blogspot ein Tagebuch über seine Berichterstattung. Im vergangenen August dieses Jahres <a href="http://narrabyee-e.blogspot.com/2009/08/yemen-threatens-to-strike-al-houthi.html">schrieb</a> er über die militärischen Aktionen zwischen der jemenitischen Regierung und den Houthi-Rebellen:</p>
<blockquote><p>Die jemenitische Regierung sagte am Donnerstag, sie würde militärische Maßnahmen ergreifen, um die Schulen und Regierungsgebäude, die von den Al Houthi Rebellen in Sa&#39;ada, im Norden des Landes, benutzt werden, zu befreien.</p></blockquote>
<p>Er fuhr fort:</p>
<blockquote><p>Die Erklärung erfolgte, nachdem Informationen über heftige Kämpfe zwischen den Rebellen und Regierungstruppen bekannt wurden, bei denen in dieser Woche auf beiden Seiten Dutzende getötet und verwundet wurden.<br />
&#8220;Seit Präsident Ali Abdullah Saleh den Stop der militärischen Operationen anordnete, haben Saboteure und Terroristen ihre Angriffe auf Bürger und Sicherheitskräfte fortgesetzt und die abscheulichsten Verbrechen gegen Alle einschließlich von Kindern und Frauen begangen, zusätzlich zu den Entführungen und Zerstörungen von Straßen und Häusern.&#8221;</p></blockquote>
<p>Es erscheint jedoch, dass die Houthi-Rebellen anderer Ansicht sind:</p>
<blockquote><p>Die Al Houthi-Rebellen sagten, sie würden nur sich selbst verteidigen und dass sie keinen neuen Krieg wollen.</p></blockquote>
<p>Ein paar Monate später war niemand in der Lage den andauernden Krieg zu beenden. Es wurde jedoch eine neue Frage aufgeworfen: Ist das ein Bürgerkrieg, der in Jemen stattfindet, oder gibt es andere Parteien, die auch an diesem Krieg teilnehmen.</p>
<p>Die Houthis behaupten, dass die Saudis an den fortwährenden Kriegen teilnehmen, und ihre Soldaten dazu da sind, der jemenitischen Regierung zu helfen. Die Regierung bestreitet dies jedoch. <em>Nasser Arrabyee</em> schrieb dazu:</p>
<blockquote><p>Ein jemenitischer Militär-Sprecher bestritt am Montag die Vorwürfe der Rebellen, dass die Armee Saudi-Stützpunkte benutzt, um sie anzugreifen. Die saudischen Behörden haben &#8220;der jemenitischen Armee erlaubt, den Saudi-Stützpunkt in Jabal Al Dukhan zu benutzen, aus welchem die Angriffe erfolgten,&#8221; sagte Al Houthi in einer per E-Mail versandten Erklärung. Der Militärsprecher, der nicht namentlich genannt werden möchte, sagte, Al Houthi versucht nur die Niederlagen mit den Erklärungen über Saudi-Störungen zu verdecken. &#8220;Jabal Al Dukhan gehört dem Jemen, nicht den Saudis,&#8221; sagte er. Dies ist nicht das erste Mal, dass die Al Houthi-Rebellen die saudischen Behörden beschuldigen, sich in den Krieg einzumischen.</p></blockquote>
<p>Aber einige Tage später schreibt <em>Nasser Arrabyee</em> <a href="http://narrabyee-e.blogspot.com/2009/11/continuous-confrontations-between-al.html">in seinem Blog</a>:</p>
<blockquote><p>Mindestens 5 Saudi-Soldaten und 15 Al Houthi-Rebellen wurden in einer heftigen Auseinandersetzung getötet, die zwischen den Rebellen und Saudi-Militär in Al Khuba und Jabal Al Dukhan im Jaizan-Gebiet, im Süden des Königreiches, stattfand, sagten lokale Quellen am Donnerstag. Der Anführer der Rebellen, Abdul Malik Al Houthi, sagte am Donnerstag in einer Erklärung, dass die saudische Armee die Positionen seiner Kämpfer an der Al Malahaid Front, westlich von Sa&#39;ada &#8220;mit allen möglichen Waffen&#8221;, bombardiere.</p></blockquote>
<p>Die Behauptungen der Houthi über saudische Interventionen war also richtig, und das zwang Gregory, die folgenden Fragen zu stellen:</p>
<blockquote><p>Ich habe den Eindruck, dass die Idee in diesen Morast des Aufstandes im Norden zu waden, von Saudi-Arabien nicht gut durchdacht worden ist. Und das bringt mich zu etwas Anderem, was ich seit einiger Zeit gefragt habe: Wer genau beaufsichtigt eigentlich das Jemen-Portfolio in Saudi Arabien? Es ist bestimmt nicht der Sultan. Und obwohl Muhammad bin Nayif eindeutig  für den AQ-Abschnitt verantwortlich ist, ist Saudi-Arabien nicht die USA und konzentriert sich deshalb nicht nur auf al-Quaida. Mit dem Jemen bestehen facettenreiche Beziehungen. Mein Eindruck ist, dass keine Einzelperson zuständig ist, sondern dass sich verschiedene Personen beim Steuern des Dings abwechseln. Mit wenig Ahnung davon, wohin sie steuern, springen sie von Krise zu Krise und versuchen die verrückten Yemenis und ihre Probleme davon abzuhalten, über die Grenze zu strömen.</p></blockquote>
<p>Sapphire hinterließ dann einen Kommentar zu Gregorys Bericht und <a href="http://islamandinsurgencyinyemen.blogspot.com/2009/11/big-question-for-saudi-arabia.html?showComment=1257592431993#c6430825506711060284">versuchte darzulegen, warum Saudi-Arabien sich entschieden hatte, an dem Krieg teilzunehmen</a>:</p>
<blockquote><p>Warum entschieden sich die Saudis mit ihrer Armee in den Yemen zu marschieren? Nachdem Sie den Irak an der nördlichen Grenze an die Shiiten des Iraks verloren haben, können sie es nicht tolerieren, so wird behauptet, einen weiteren schiitischen Staat im Süden des Landes zu haben, vorausgesetzt, die Huthis besiegen die zentrale jemenitische Regierung und gewinnen die Unabhängigkeit.</p></blockquote>
<p>Die ägyptische Bloggerin Zeinobia <a href="http://egyptianchronicles.blogspot.com/2009/11/this-is-not-regular-war-this-is.html">war über die Saudi-Intervention nicht glücklich</a>:</p>
<blockquote><p>Offiziell hat Saudi-Arabien den Houthi-Rebellen den Krieg erklärt. Ich möchte nicht diskutieren, ob das richtig oder falsch ist, oder ob das zu einem größeren regionalen Krieg führen wird. Ich möchte aber die Tatsache feststellen, dass Saudi-Arabien diesen Krieg wahrscheinlich kaum oder nicht so leicht gewinnen wird, wie es hofft, trotz all der Millionen Gadgets, die sie haben, denn hier handelt es sich um einen Guerilla-Krieg in den Bergen!</p></blockquote>
<p>Sie fuhr fort:</p>
<blockquote><p>Ich weiß nicht, warum die Saudis in den gleichen Sumpf steuern, wie wir das in der Mitte der 1960er Jahre taten. Natürlich ist das eine Ironie, weil sie damals die Jemeniten gegen uns unterstützt hatten !!! In der Tat wurde in einigen Nachrichten behauptet, dass KSA weißen Phosphor gegen die dortige Zivilbevölkerung eingesetzt hatte !! Ist das ein Déjà-Vu ??!!??</p></blockquote>
<p>Aber waren es nur die Saudis, die in den Krieg verwickelt waren? In der Nähe der jemenitischen Küste wurde ein iranisches Schiff aufgegriffen. Und das ist es, was <a href="http://narrabyee-e.blogspot.com/2009/11/al-houthi-linked-iranian-sailors.html"><em>Nasser Arrabyee</em> dazu brachte, das Folgende zu schreiben</a>:</p>
<blockquote><p>Ein mit Waffen beladenes iranisches Schiff, vermutlich auf dem Weg zu den Al Houthi-Rebellen, wurde am 26. Oktober 2009 vor der Küste des Midi Hafens im äußersten Nordwesten des Jemen aufgegriffen. In der jemenitischen Hauptstadt Sana&#39;a wird jetzt die 6-köpfige Besatzung, bestehend aus fünf Iranern und einem Inder, verhört. Die iranische Botschaft in Sana&#39;a bestritt zu jener Zeit, dass das Schiff Waffen an Bord hatte.</p></blockquote>
<p>Und deshalb schrieb Gregory, <a href="http://islamandinsurgencyinyemen.blogspot.com/2009/11/why-why.html">dass im Jemen möglicherweise ein Proxy-Krieg stattfindet</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Es ist also ein Saudi-iranischer Proxy-Krieg&#8221; sagte er. ( &#8216;er&#39; ist: Simon Henderson, Direktor der Golf und Energie Politik im Washington Institut für Nahost in Washington.)</p></blockquote>
<p>Die Einbeziehung von Saudi-Arabien, Iran, Sunnis und Shiiten erweckte <em>Abul Maali Fayeks</em> Aufmerksamkeit, denn das war es,<a href="http://http://lokmetaesh.blogspot.com/2009/11/blog-post_1876.html"> was er befürchtet hatte</a>:</p>
<p style="text-align: left;">ى شيوخ الفضائيات أن يسنوا رماحهم ويجلسوا ليتفرجوا على معارك المسلمين بعضهم البعض،ولعل الشيخ عرعور وقناته الطائفية “قناة صفا” لعلهم يكونو قد استراحوا قليلا بعد أن شاهدوا الحرب الدائرة بين دولة عربية مسلمةوكبيرة فى الحجم والمقام هى المملكة العربية<br />
السعودية وبين مسلمين آخرين فى اليمن الشقيق هم جماعة “الحوثيين الشيعة” واستمرار تلك المعارك ليس فى صالح أحد</p>
<div class="translation">Wovor ich gewarnt hatte, ist eingetreten, ein Religionskrieg zwischen Sunnis und Shiiten. Und jetzt sind die Kleriker des Satelliten Kanals dran, Öl auf die religiöse Auseinandersetzung zu gießen und die Kämpfe zwischen Muslimen zu beobachten. Und vielleicht kann dann Sheik Aarour und seine sektiererischer Kanal &#8220;Safa&#8221; glücklich beobachten, wie eine große und angesehene muslimische Nation, wie Saudi-Arabien, mit seinen Brüdern im Jemen Krieg führt. Die Fortführung dieser Kämpfe dient niemanden.</div>
<p>Und schließlich <a href="http://egyptianchronicles.blogspot.com/2009/11/this-is-not-regular-war-this-is.html">wundert</a> sich Zeinobia, ob die Arabische Liga der Nationen noch existiere und warum sie keine Maßnahmen ergriff, diesen Krieg zu verhindern:</p>
<blockquote><p>Ich weiß nicht, ob es ironisch oder traurig ist; arabisches und muslimisches Blut sollte nicht auf diese Art und Weise durch die Hände von anderen Arabern und Muslimen vergossen werden !! Letztendlich sind wir alle eins. Ich weiß nicht, worin die Rolle der Arabischen Liga besteht, wenn sie gebraucht wird. Amr Moussa scheint abwesend zu sein; raten wir mal, wieviel Punkte er als ein möglicher Präsidentschaftskandidat verlieren wird !!</p></blockquote>
<p>*** Auch bei <em>Global Voices Online</em>:<a href="http://globalvoicesonline.org/2009/11/18/saudi-arabia-well-defend-ourselves-for-the-right-reason/"> Saud-Arabien: Wir werden uns verteidigen, aus den richtigen Gründen</a></p>
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		<title>Aserbaidschan: Schließung von IRI erregt Besorgnis</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/24/aserbaidschan-schliesung-von-iri-erregt-besorgnis/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 02:57:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem die Sendungen von ausländischen Radiostationen eingestellt wurden, kommt die Nachricht über etwas, was einige als eine weitere Bedrohung des langsamen, wachsenden Prozesses der Demokratisierung in der ehemaligen Sowjetrepublik betrachten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/onnik-krikorian/">Onnik Krikorian</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/18/azerbaijan-iri-departure-met-with-concern-disappointment/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="alignleft" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/IRI.jpg" alt="" /><br />
Nachdem die Sendungen von ausländischen <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/01/04/azerbaijan-bans-foreign-broadcasts-while-preparing-for-a-constitutional-referendum/">Radiostationen</a> wie BBC, Stimme Amerikas und Radio Freies Europa/Radio Liberty in Aserbeidschan eingestellt wurden, und <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/11/11/azerbaijan-bloggers-sentenced/">nach der Verurteilung von zwei jugendlichen Video-Blogging Aktivisten</a> kommt die Nachricht über etwas, was einige als eine weitere Bedrohung des langsamen, wachsenden Prozesses der Demokratisierung in der ehemaligen Sowjetrepublik betrachten.</p>
<p>Am 3. November wurde bekannt gegeben, dass USAID die Arbeit der lokalen Niederlassung des &#8216;International Republican Institute (IRI)&#39; nicht verlängern würde. Der offizielle Grund hierfür war, dass IRI keinen Antrag eingereicht hätte. Viele Leute haben Zweifel an dieser Erklärung, wie der <a href="http://blog.novruzov.az/2009/11/republican-in-caucasus.html">Kommentar</a> von <em>Mutatione Fortitudo</em> zeigt.</p>
<blockquote><p>Nach einer anfänglichen Verschleierung durch die Botschaft (es wird behauptet, IRI hätte noch nicht einmal einen Vorschlag unterbreitet), erschienen weitere Informationen in der Presse. Es scheint, die USA (genauer gesagt USAID, eine Abteilung des Außenministeriums, das Entwicklungsprojekte im Ausland betreut), senkt nicht das Budget für das Demokratisierungs-Programm, sondern alles wird an das &#8216;National Democratic Institute&#39; übergeben. Es gibt anscheinend keine Änderung in der amerikanischen Außenpolitik, doch hat das größere außenpolitische Konsequenzen. Es hat den Anschein, dass sie mit der Arbeit von IRI nicht unzufrieden waren, doch zerstören sie genau die Projekte, für die sie Millionen ausgegeben haben.</p></blockquote>
<p>Die Blog-Post selbst lobt den IRI Land Direktor, Jake Jones.</p>
<blockquote><p>[&#8230;] Jake war für die aserbaidschanische Blogosphäre, was Kolumbus für Amerika war - so etwas wie der erste Entdecker. Und diese Entdeckung geschah zu jener Zeit, als ich fast ausschließlich der einzige englisch-sprachige Blogger war und unter dem Pseudonym &#8220;&#8221;Politologe aus Aserbaidschan&#8221; schrieb. Jetzt höre ich, dass viele ausländische Organisationen daran denken, bloggen, Bloggers, usw. zu unterstützen. Aber es war Jake und IRI, die als Erste das Potenzial dieses neuen Medienfeldes in Aserbaidschan bemerkten und sie sind immer noch vorsichtig genug es nicht zu überschätzen, wie dies andere Organisationen und Einzelpersonen tun.</p></blockquote>
<p><em>Flying Carpets and Broken Pipelines</em>, die mit Unterstützung von Jones aufgebaut wurden, <a href="http://flyingcarpetsandbrokenpipelines.blogspot.com/2009/11/jj.html">kommentieren</a> ebenfalls über die Hauptkräfte hinter der Organisationsarbeit in Aserbaidschan.</p>
<blockquote><p>Vor etwa einem Jahr habe ich mit einem Freund &#8216;geskypt&#39; (über das Internet telefoniert), der in Baku lebt und arbeitet.  Das Thema unserer Diskussion an diesem Tage war die Suche nach einem Namen für meinen Blog, den sie gerade lesen. Es dauerte eine Weile, aber schließlich wurde &#8220;Flying Carpets and Broken Pipelines&#8221; ins Leben gerufen.</p>
<p>[&#8230;] Ich habe nie zuvor einen Menschen getroffen, der so an dieser Region interessiert war.</p>
<p>Er lernte die Sprache, bereiste das Land und kommt mit Allen gut zurecht. Als Emin und Adnan verhaftet wurden, war er da, um zu helfen und zu unterstützen, wo immer er konnte. </p>
<p>[&#8230;] All dies ist nur ein kleiner Teil dessen, was Jake und IRI in Aserbaidschan getan haben, und das umfasst auch endlose Schulungen und Seminare, die im ganzen Land abgehalten wurden.</p>
<p>[&#8230;] IRI präsentierte sich als eine Institution, die in das Land investierte in der Hoffnung (neben den anderen im Lande arbeitenden internationalen Institutionen)  gute Erfolge zu erzielen. Es wäre für Aserbaidschan ein Verlust, wenn IRI das Land verlassen sollte. So, bitte USAID (falls jemand dort diesen Blog lesen sollte) lasst sie hier bleiben und ihre Arbeit machen; sie sind es wert!</p>
<p>Es scheint ein allgemeines Missverständnis darüber zu geben, dass IRI keine Vorschläge für die Aktivitäten im nächsten Jahr unterbreitet hätte. Das ist NICHT wahr, IRI HAT Vorschläge gemacht. Es gibt wirklich lokale Partner, die das BEGRÜNDEN und RECHTFERTIGEN können.</p></blockquote>
<p>Beide Blogs berichten außerdem, dass eine Facebook-Gruppe &#8216;Keep IRI in Aserbaidschan!&#39; <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=201678634195">eingerichtet</a> wurde. Zu dem Zeitpunkt, als dies hier geschrieben wurde, gab es 830 Mitglieder.</p>
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		<title>Marokko: Der Krieg gegen die Presse geht weiter</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/23/marokko-der-krieg-gegen-die-presse-geht-weiter/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 03:04:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Angriffe der marokkanischen Behörden auf unabhängige Journalisten verstärken sich. Es vergeht kaum eine Woche, ohne dass die Behörden die Presse, sowohl die gedruckten als auch die online Medien, wegen angeblicher Verstöße hart angreifen. Blogger haben über den Stand der Dinge nachgedacht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/hisham/">Hisham</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/20/morocco-war-on-press-continues/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Die Angriffe der marokkanischen Behörden auf unabhängige Journalisten verstärken sich. Es vergeht kaum eine Woche, ohne dass die Behörden die Presse, sowohl die gedruckten als auch die online Medien, wegen angeblicher Verstöße hart angreifen.  Die Überwachungsorganisation für Pressefreiheit <em><a href="http://www.rsf.org/en-pays160-Morocco.html">Reporter Ohne Grenzen</a></em> beurteilen heute die Lage der Pressefreiheit im Land als &#8220;schwierig&#8221; und verurteilt eine &#8220;Justiz, die ein ganzes Arsenal von Sanktionen einsetzt, um die unabhängige Presse einzuschüchtern und finanziell zu ersticken.&#8221;<br />
<img class="alignleft" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/Baraka-299x292.jpg" alt="" /></p>
<p>Der jüngste bekannte Angriff ist eine Gefängnisstrafe, die am Montag von einem Gericht in Casablanca gegen Said Laâjal, einem Journalist von <em>Al Massa&#39;e</em>, einer weitverbreiteten Tageszeitung, und seinem Verleger Rachid Nini, ein beliebter Kolumnist, ausgesprochen wurde. Beide Journalisten wurden wegen der &#8220;Veröffentlichung falscher Informationen&#8221; im Zusammenhang mit einem Artikel über den Drogenhandel angeklagt. Nini hat erklärt, dass er gegen das Urteil keine Berufung einlegen wird (Quelle: AFP). Blogger haben über den Fall und den Stand der Dinge nachgedacht.</p>
<p><em>eatbees</em>, ein amerikanischer Schriftsteller, Fotograf und Blogger, der in Marokko lebt, hat so seinen <a href="http://www.eatbees.com/blog/2009/11/16/criminalization-of-journalism/">Verdacht</a> über die wirkliche Motivation der Staatsanwälte. Er schreibt:</p>
<blockquote><p>Das ist die Kriminalisierung des Journalismus, schlicht und einfach. Reporter machen manchmal Fehler und berichten Dinge, die sich als falsch erweisen. Es gibt viele Möglichkeiten, das zu behandeln, aber die Journalisten ins Gefängnis zu schicken, ist keine davon. Ich habe den starken Verdacht, dass Nini und Laâjal verfolgt wurden, nicht aufgrund der Umstände dieses Falles, sondern weil sie eine wichtige Person in Verlegenheit gebracht haben. Oder vielleicht war das auch nur eine bequeme Möglichkeit Nini zu überführen, der als Herausgeber der meistgelesenen Zeitung in Marokko und Autor einer von den meisten Leuten gelesenen meinungsbildenden Kolumne, langsam zu einer eigenständigen  Macht wurde.<br />
Wenn Nini sein Gelöbnis, keine Berufung einzulegen, wahr macht, wäre das ein Akt des Mutes und des zivilen Ungehorsams. Es wird ihn in den Augen von Millionen von Marokkanern zu einem Märtyrer für die Pressefreiheit machen. Viel Glück damit, marokkanischer Staat.</p></blockquote>
<p>Es sollte auch erwähnt werden, dass der Journalist bereits zu einer hohen Geldstrafe wegen Beleidigung verurteilt wurde, welche die gesamte Publikation in den Konkurs zu stürzen drohe, <a href="http://ibnkafkasobiterdicta.wordpress.com/2009/08/21/lettre-de-supplication-de-rachid-nini-au-roi-mohammed-vi/">schreibt</a> Blogger <em>Ibn Kafka</em> [Fr] kürzlich und bezieht sich dabei auf einen Brief, der angeblich von Nini geschrieben worden ist, in welchem er um ein königliches Pardon bittet:</p>
<blockquote><p>Rachid Nini vit légitimement Fort bien de cette florissante entreprise de presse (dans le contexte de la presse verwüsten marocaine) &#8230;\u2028[Il] aurait une adresse supplique au Roi [&#8230;] dans laquelle il demande l&#39;Absolution im Fischereisektor - en clair, la grâce pour son journal. Rien ne permet de garantir cette information, qui en soi n’est pas infâmante.</p></blockquote>
<div class="translation">Rachid Nini führt mit seinem erfolgreichen Presse-Unternehmen ein legitim bequemes Leben (relativ zu der verwüsteten marokkanischen Medienlandschaft) &#8230;<br />
Einige Leute glauben, Nini hat ein Bittgesuch an den König gesandt, in welchem er um Vergebung seiner Sünden bittet - im Klartext bittet er um Verzeihung für seine Zeitung. Es gibt für diese Informationen keine Bestätigung, die an sich auch nicht anrüchig sind.</div>
<p>Rachid Nini löste kürzlich Kontroversen aus, als er öffentlich einen seiner Journalisten verleumdete, der Unterstützung für die von der Regierung schikanierten und verfolgten Kolleginnen und Kollegen zeigte. <em>Larbi</em>, der bei <em>jetée Comme une bouteille à la mer</em>! bloggt, <a href="http://www.larbi.org/post/2009/11/Rachid-Nini-condamné">meint</a> [Fr], dass Nini dafür keine Haftstrafe verdient, noch sollte man den Journalisten als Held betrachten. Er schreibt:</p>
<blockquote><p>[H] eureusement que tout le monde n&#39;a pas la même conception de la liberté d&#39;expression et la liberté de presse que celle de Monsieur Nini. La place des journalistes n&#39;est pas la prison mais dans leurs rédactions. Cela vaut pour tous les journalistes. Cela vaut pour Monsieur Nini. Et encore plus pour le journaliste Saïd Laâjal. La place de Rachid Nini et de Saïd Laâjal n’est pas la prison mais dans leur rédaction. Je suis bien entendu solidaire avec Rachid Nini et Saïd Laâjal. Parce que la peine de prison ferme qui leur est infligée est injuste au vu de ce qui leur est reproché. Et parce que même Monsieur Nini a a droit à ce qu’il a toujours dénié aux autres : exercer son métier de journaliste et s’exprimer librement, sans intimidations et sans procès arbitraires débouchant sur des peines infamantes.</p></blockquote>
<div class="translation">Glücklicherweise verstehen nicht alle das Gleiche wie Mr. Nini, was Pressefreiheit und Meinungsfreiheit betrifft. Der Platz eines Journalisten ist nicht im Gefängnis, sondern in seinem Büro. Das gilt für alle Journalisten. Das gilt auch für Mr. Nini. Und noch mehr so für Said Laâjal. Der Platz für Rachid Nini und Said Laâjal ist nicht im Gefängnis, sondern in ihren Büros. Ich unterstütze natürlich Rachid Nini und Said Laâjal , weil die Haftstrafe, die gegen sie verhängt wurde, im Lichte dessen, für was sie beschuldigt werden, unfair ist. Und weil sogar Mr. Nini das Recht hat, was er anderen immer verweigert hat: d. h.  die Ausübung seines Berufes als Journalist und Redefreiheit ohne Einschüchterungen und willkürliche Verurteilungen, die zu den berüchtigten Strafen führen.</div>
<p>Eine Meinung, die auch von <em>Naoufel</em> geteilt wird, der <a href="http://chaara.net/2009/11/رشيد-نيني-إنما-أكلت-يوم-أكل-الثور-الأبي/">erklärt</a> [Ar], dass   für alle gelten sollte, auch  für Mr. Nini. Er schreibt:</p>
<blockquote><p>
هو بالنسبة لي شخص وقح .. انتهازي و متملق، يكتب ضد أي شيء إلا الملك..يحاكم الحكومة و الشعب و زملائه في الصحافة لكنه لا يتجرأ أن يقترب من مربع القصر رغم أن اصغر طفل في المملكة التي لم تعد شريفة يعرف أن أصغر قرار لا يمر دون دراية الملك..كتب ضد من كانوا زملائه[…]<br />
الآن..هل نتضامن معه؟<br />
لا خيار آخر</p></blockquote>
<div class="translation">Für mich ist Nini arrogant, opportunistisch und niederträchtig (sic). Er ist gegen alles nur nicht gegen den König &#8230; Stellt die Regierung, die Menschen und seine Kollegen vor Gericht, wagt es aber nicht, irgendwo in die Nähe des königlichen Palastes zu gehen, obgleich selbst das jüngste Kind in dem scherifischen (Nachkomme des Propheten) Königreiches, das ganz nebenbei auf keine Art und Weise noch scherifisch ist, genau weiß, dass selbst die banalsten Entscheidungen nicht ohne das Wissen des Königs getroffen werden. Er schrieb gegen seine Kollegen &#8230; Sollen wir ihn jetzt unterstützen? Ich denke, wir haben keine andere Wahl.</div>
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		<title>Westsahara: Aminatou Haidar  deportiert</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/21/westsahara-aminatou-haidar-deportiert/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 02:29:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Western Sahara]]></category>

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		<description><![CDATA[Aminatou Haidar ist eine führende Aktivistin der Unabhängigkeit von Westsahara (von Marokko) Am letzten Freitag den 13. November, als sie nach Laayoune (eine Stadt in Westsahara) zurückkehrte, wo sie verhaftet und dann deportiert wurde. Jillian C. York fasst die Reaktionen der Blogger zusammen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/jillian-york/">Jillian C. York</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/18/western-sahara-aminatou-haidar-deported/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="alignleft" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/aminatou-225x300.jpg" alt="Foto von Aminatou Haidar von saharauiak" /></p>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Aminatou_Haidar">Aminatou Haidar</a> ist eine führende Aktivistin der Unabhängigkeit von Westsahara (von Marokko). In 1967 geboren, wurde sie von den marokkanischen Behörden für Ihre Aktivitäten im Alter von 20 Jahren “verschwunden”, und tauchte erst drei Jahre später wieder auf. In 2005 wurde Haidar für ihre Teilnahme an einem Protest verhaftet und wegen “Anstiftung zu gewaltsamen Protest Aktivitäten” zu sieben Monaten Gefängnisstrafe verurteilt. <a href="http://www.amnesty.org/en/library/asset/MDE29/010/2005/en/e8f78dc1-d476-11dd-8743-d305bea2b2c7/mde290102005en.html">Amnesty International</a> hält sie für eine politische Gefangene und stellt die Fairness ihrer Verurteilung und der von 6 Anderen infrage. Seit ihrer Entlassung wurde sie mit dem <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Robert_F._Kennedy_Human_Rights_Award">Robert F. Kennedy Human Rights Award</a> geehrt, für den Nobel Friedens-Preis <a href="http://afsc.org/ht/display/ContentDetails/i/15166/pid/449">nominiert</a> und erst kürzlich mit dem <a href="http://www.civilcourageprize.org/honorees.htm">Civil Courage Prize</a> in New York ausgezeichnet, alles für ihre Arbeit, die Menschenrechte in der Westsahara zu verteidigen.</p>
<p>Ohne Rücksicht auf die ihr verliehenen Auszeichnungen, lebte Haidar - bis vor Kurzem - in Marokko, immer in großer Gefahr verhaftet zu werden; bis zum letzten Freitag den 13. November, als sie nach Laayoune (eine Stadt in Westsahara) zurückkehrte, wo sie verhaftet und dann deportiert wurde. <a href="http://www.csmonitor.com/2009/1117/p06s10-wome.html">Laut dem </a><em>‘Christian Science Monitor’</em> hatten die Behörden Einwände dagegen erhoben, dass sie das Zollformular mit “Western Sahara” ausfüllte. Gemäß marokkanischen Beamten hat Haidar ihre marokkanische Staatsbürgerschaft aufgegeben und “freiwillig darauf verzichtet”. Sie wurde dann nach Lanzarote auf den Kanarischen Inseln gebracht, wo sie später aus humanitären Gründen die spanische Aufenthaltsgenehmigung erhielt, laut der spanischen Nachrichtenagentur <a href="http://www.abc.es/hemeroteca/historico-16-11-2009/abc/Nacional/haidar-afirma-que-no-comera-hasta-que-no-le-permitan-regresar-a-el-aaiun_1131506786134.html">ABC</a>.</p>
<p>Pro-Unabhängigkeit <em>Blog Sandblast</em> <a href="http://sandblast-arts.blogspot.com/2009/11/statement-morocco-expels-saharawi.html?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Sandblast+(Sandblast)&amp;utm_content=Google+Reader">erinnert</a> uns daran, dass Haidar nicht die einzige Dissidentin ist, die für ihre Überzeugung verfolgt wird, und schreibt:</p>
<blockquote><p>Seit dem 6. Oktober sind fünfzehn bekannte Menschenrechts-Verfechter aus Westsahara verhaftet, festgehalten und verhört worden. Davon werden 7 wegen Hochverrat vor ein Militärgericht gestellt, nachdem sie ihre Verwandten in dem Saharawi Flüchtlingslager in SW Algerien besuchten. Diese Saharawis sind als Zielgruppe festgenommen worden, weil sie gegen die Unterdrückung durch die marokkanische Besetzung in ihrem Heimatland protestiert hatten, und für das Recht auf Selbstbestimmung gemäß der Charter der Vereinten Nationen und über 100 Resolutionen der Vereinten Nationen eingetreten sind. Im August hinderten die marokkanischen Behörden sechs jugendliche Saharawis daran, nach England zu reisen, um an dem in Oxford durchgeführten Programm ‘Talk Together’ (redet miteinander) teilzunehmen, welches Dialoge zwischen Jugendlichen in Konfliktgebieten fördert.</p></blockquote>
<p>Der spanische Blogger <em>Bilbaobilonia</em> bezog sich auf eine Rede, in welcher der marokkanische König Mohammed VI feststellte, dass jeder, der die Unabhängigkeit von Westsahara befürwortet, ein Verräter sei, und drückte <a href="http://bilbaobilonia.net/2009/11/18/aminatou-haidar-la-traidora/">seine Unterstützung</a> [es] für Haidar so aus:</p>
<blockquote><p>Ya lo dijo el rey Mohamed VI en su discurso conmemorativo de la Marcha Verde: en Marruecos sólo se puede ser patriota o traidor.  Claro que, si alguien se toma la molestia de examinar las raquíticas libertades que promueve la dinastía alauí o la persecución a la que somete a la disidencia saharaui , es fácil llegar a la conclusión de que en Marruecos, la traición es la forma más noble de patriotismo.</p></blockquote>
<div class="translation">Wie König Mohammed VI bereits in seiner Rede in Erinnerung an den Grünen Marsch sagte: Ein Marokkaner kann nur ein Patriot oder ein Verräter sein. Wenn man sich darum bemüht, die kümmerliche Freiheit, welche die Alawite Dynastie fördert, oder die Verfolgung denen die Saharawis Dissidenten unterliegen, zu untersuchen, dann fällt es einem leicht festzustellen, dass in Marokko Verrat die wahre Form des Patriotismus ist.</div>
<p>Blogger <em>One Hump or Two </em>ist <a href="http://onehumportwo.blogspot.com/2009/11/aminatou-haidar-abducted-by-moroccan.html">erstaunt</a>, dass die marokkanischen Behörden jemanden, der so gut bekannt ist, verfolgen:<br />
Das zeigt nur, dass die marokkanische Polizei jeden Saharawi verfolgt, der ein Referendum unterstützt, selbst solche, die internationale Verbindungen und Unterstützung haben. Haidars Auszeichnungen (erst kürzlich der <a href="http://www.rfkcenter.org/node/387">Civil Courage Prize</a>) sollten sie eigentlich außerhalb dieser Gefahrenzone stellen und der marokkanischen Regierung damit zeigen, dass die Welt sie beobachtet.</p>
<p><em> Sahara Occidental</em> <a href="http://saharaoccidental.blogspot.com/">veröffentlicht weiterhin Presse Zusammenstellungen</a> über den Fall von Aminatou Haidara.</p>
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		<title>Iran: Proteste und Kunst</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/19/iran-proteste-und-kunst/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 01:46:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
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		<description><![CDATA[Die künstlerische Kreativität der "Grünen" Protest Bewegung seit der Präsidschaftswahl vom 12. Juni ist ziemlich einmalig in Irans Geschichte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/hamid-tehrani/">Hamid Tehrani</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/16/iran-art-in-protest/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mir-Hossein_Mousavi">Mir Hussein Mousavi</a>, einer der iranischen Oppositionsführer, <a href="http://www.rahesabz.net/story/2842/">sagte kürzlich</a> in einem Video-Interview, dass <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/06/30/iran-protest-movement-inspires-art/">die künstlerische Kreativität der &#8220;grünen&#8221; Bewegung</a> seit der Präsidentenwahl von 12. Juni in Irans Vergangenheit einmalig sei. Iranische Künstler und sogar Nicht-Iranier sind von der Widerstandsbewegung der Iraner inspiriert worden und haben ihre Talente dazu benutzt, Poster, Animationen und Videoclips zu schaffen, die ihre Hoffnungen und Verärgerungen ausdrücken.</p>
<p>Hier ist eine Sammlung von Bildern über die &#8220;grünen&#8221; Bewegung, die von Soheil Tavakoli, einem iranischen Künstler, der in den Vereinigten Staaten lebt, geschaffen wurde:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/5WNxxteh9kc&amp;hl=en_US&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/5WNxxteh9kc&amp;hl=en_US&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Hamed Pourabedin <a href="http://www.facebook.com/home.php#/hamedp">kreierte</a> auf seiner Facebook Seite ein anderes Kunstwerk: Oxygen für Iran<br />
<img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/oxygen1.jpg" alt="" /></p>
<p>Iran <a href="http://onlymehdi.saharkhiz.net/archives/195859357">bereitet</a> sich auf weitere Demonstrationen vor, am 4. Dezember ist der Tag der Universitäts-Studenten (16. Azar), und dafür wurden Dutzende von Postern gemacht.</p>
<p><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/iran.bmp" alt="" /></p>
<p>&#8220;Am grünen 16. Azar bekommen wir unser Iran zurück&#8221;</p>
<p>Sehen Sie dazu auch die vorherigen Global Voice Berichte:</p>
<p><a href="http://globalvoicesonline.org/2009/06/25/iran-art-for-protests-sake/">Iran: Art for Protest&#39;s Sake </a><br />
<a href="http://globalvoicesonline.org/2009/06/30/iran-protest-movement-inspires-art/">Iran: Protest Movement Inspires Art</a></p>
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		<title>Dänemark: Die Klima-Schulden-Sammler kommen</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/18/danemark-die-klima-schulden-sammler-kommen/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/18/danemark-die-klima-schulden-sammler-kommen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 03:13:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Klima-Schulden-Sammler sind eine Gruppe von Frauen und Männern aus Dänemark und Afrika, die die Herausforderung annehmen, die entwickelten Länder zur Zahlung ihrer Klima-Schulden an die Entwicklungsländer zu bewegen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/solana-larsen/">Solana Larsen</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/17/denmark-the-climate-debt-agents-are-coming/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Wenn Sie zu den Tausenden von Leuten gehören, die in diesem Dezember nach Kopenhagen zum <a href="http://en.cop15.dk/">Weltklimagipfel der Vereinten Nationen</a> kommen, besteht eine gute Chance, dass Sie Frauen und Männer aus Dänemark, Kenia, Tansania, Uganda, Zimbabwe und Sambia sehen werden, die rote Anzüge tragen.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="300" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="flashvars" value="offsite=true&amp;lang=en-us&amp;page_show_url=%2Fphotos%2Fglobalchange09%2Fshow%2F&amp;page_show_back_url=%2Fphotos%2Fglobalchange09%2F&amp;user_id=43311205@N04&amp;jump_to=" /><param name="src" value="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="300" src="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649" allowfullscreen="true" flashvars="offsite=true&amp;lang=en-us&amp;page_show_url=%2Fphotos%2Fglobalchange09%2Fshow%2F&amp;page_show_back_url=%2Fphotos%2Fglobalchange09%2F&amp;user_id=43311205@N04&amp;jump_to="></embed></object></p>
<p>Das sind die <a href="http://climatedebtagents.com/">Klima-Schulden-Sammler</a> (Climate Debt Agents) und ihre Arbeit besteht darin, die Industriestaaten und die dänische Regierung dazu zu bewegen, die &#8220;Klima-Schulden&#8221; an die Dritte Welt zu zahlen. Wenn Sie in Dänemark sind und einen solchen Anzug tragen möchten, können Sie sich <a href="http://www.ms.dk/sw144645.asp">hier anmelden</a>. Sie können auch ihren <a href="http://climatedebtagents.com/">Blog</a> oder <a href="http://www.facebook.com/pages/CLIMATE-DEBT-AGENTS/155243087381">Facebook</a> besuchen.</p>
<p><strong>Wer zahlt den Preis?</strong></p>
<p>Wenn die reichen Länder Entscheidungen treffen, die negative Auswirkungen auf die Umwelt haben, dann sind es die Menschen, die in Armut leben, die den höchsten Preis bezahlen. Trockenzeiten, Hunger und Tod, die durch den Klimawechsel verursacht werden, können an vielen Orten mit Technologien wie Wasser-Speichern vermieden werden, die den Gemeinden dabei helfen würden, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Adaptation">mit den neuen klimatischen Bedingungen zu leben</a><br />
.<br />
Aber das kostet Geld.</p>
<p><a href="http://ms.dk/graphics/ms.dk/dokumenter/andre_politikomr%E5der/climate%20finance%20briefing%20in%20template%20may%202009%20final.pdf">&#8220;Wer bezahlt die Klima-Schulden?&#8221; [PD</a>F] ist der Titel eines kurzen Berichtes der Internationalen Anti-Armut Organisation <a href="http://actionaid.org/">ActionAid</a>, die den Geldwert dieser Schulden auf ca. €135 Milliarden bis zum Jahr 2020 berechnet und vorschlägt, wie diese Rechnung auf die Länder verteilt werden soll.</p>
<p>Im Laufe der letzten 3 Monate hat <a href="http://www.ms.dk/sw13950.asp">MS ActionAid Dänemark</a> ein Team von online und offline Aktivisten dazu ausgebildet ihre Botschaften zu überbringen und hat sie auf Forschungs-Missionen nach <a href="http://climatedebtagents.com/?p=635">Kenia</a>, <a href="http://climatedebtagents.com/?p=615">Brüssel</a> und Dänemark geschickt. Sie wurden mit Global Voice Bloggern verbunden, die sie <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/09/08/global-voices-bloggers-mentor-new-danish-and-african-bloggers/">virtuell für 6 Wochen mit dem Bloggen betreuten.</a></p>
<p>Auf ihrer Webseite erklären die Schulden-Sammler: &#8220;Wir wollen eine Welt mit Klima-Gerechtigkeit und globaler Gerechtigkeit. Um das zu erreichen, muss die Einstellung der Entscheidungsträger derartig geändert werden, dass sie die Zahlung ihrer Klimaschulden anerkennen und realisieren.&#8221;</p>
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		<title>Brasilien: Wurde der Stromausfall durch Hacker oder UFOs verursacht?</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/16/brasilien-wurde-der-stromausfall-durch-hacker-oder-ufos-verursacht/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 10:55:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt sehr viele Verschwörungstheorien über den 2009 Blackout in Brasilien: vom Präsidenten, seiner möglichen Nachfolgerin, bis hin zu UFOs und Hackern wurden alle von verschiedenen Blogs beschuldigt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/paulagoes/">Paula Góes</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/14/brazil-was-the-blackout-caused-by-hackers-or-ufos/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Das heißeste Thema in der brasilianischen Blogosphäre war diese Woche<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/2009_Brazil_and_Paraguay_blackout"> der schlimmste Stromausfall</a> in der Geschichte Brasiliens, bei welchem letzten Dienstag 18 der 26 brasilianischen Staaten und ungefähr 60 Millionen Menschen im Dunkeln saßen. Nachdem Transmissions-Probleme den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Itaipu">Itaipu</a>-Staudamm lahmlegten, gab es in den meisten brasilianischen Städten für über fünf Stunden keinen Strom. Der Itaipu-Staudamm, das weltweit zweitgrößte Wasserkraftwerk, an der Grenze mit Paraguay gelegen, wurde zum ersten Mal in seiner 25-jährigen Geschichte, stillgelegt. Teile von Paraguay waren ebenfalls betroffen.</p>
<p>Unter den vielen Berichten über &#8220;was-ich-tat-als-das-Licht-ausging&#8221; gab es verschiedene Verschwörungstheorien: Von einem Blog zum anderen wechselte die Schuld für den Stromausfall, der bis zu einem Fünftel der Bevölkerung ohne Strom lies, von Präsident Lula zu Dilma Rousseff, seiner Kandidatin für die nächsten Präsidentschaftswahlen, und von UFOs zu Hackern.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 435px"><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/9061.jpg" alt="Von Sonic Downloads" width="425" height="473" /><p class="wp-caption-text">Von Sonic Downloads</p></div>
<p>Die Behörden haben einen schweren Sturm für den Absturz einer Stromleitung, die dann auf zwei weitere stürzte, verantwortlich gemacht, die letztendlich die Schließung des Wasserwerkes und einen Dominoeffekt verursachte, der durch das ganze Land ging.<a href="http://arautodofuturo.wordpress.com/2009/11/11/o-que-realmente-pode-ter-causado-o-apagao/"> Arauto do Futuro</a> [pt] wendet sich gegen die offizielle Erklärung über <a href="http://oglobo.globo.com/pais/mat/2009/11/11/chance-de-blecaute-ter-sido-provocado-por-raio-minima-diz-inpe-914707392.asp">die Berichte des National Institute for Space Research </a>[pt] die behaupten, dass das Risiko, ein Blitz würde in irgendwelche Einrichtungen einschlagen, minimal wäre. Er deutet an, dass wirtschaftliche Interessen Itaipu stillgelegt haben könnten.</p>
<blockquote><p>Não seriam estes ‘apagões‘ a desculpa perfeita para acelerar a construção de PCHs ou as transposições de rios no Brasil? Contribuindo para o ‘programa de aceleração’ da destruição da natureza e da beleza cênica em diversos locais que ainda restam preservados nesse país?</p></blockquote>
<div class="translation">Kann dieser &#8220;Blackout&#8221; die perfekte Ausrede dafür sein, den Bau von kleinen Wasserkraftwerken oder den Flusstransport in Brasilien zu beschleunigen? Kann das zum &#8220;Programm zur Beschleunigung&#8221; der Zerstörung der natürlichen, landschaftlichen Schönheit, die an vielen Stellen in diesem Land erhalten geblieben ist, beitragen?</div>
<p>Zufall oder nicht, Dilma Rousseff, die Labour-Partei-Kandidatin für die Präsidentschaftswahlen in 2010, sagte vor ein paar Wochen in einem Interview, dass in Brasilien kein Risiko für einen weiteren Blackout bestünde, wobei sie vor allem auf den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/1999_Southern_Brazil_blackout">südlichen brasilianischen Blackout von 1999</a> verwies.</p>
<p>Für <a href="http://franciscoschieber.blogspot.com/2009/11/quatro-em-um.html">Francisco Schieber</a> [pt], lieferte die Regierung nur faule Ausreden:</p>
<blockquote><p>Apagão é rotina no Brasil. Uma média de um a cada seis anos, desde 1985. Bom, qual a diferença deste pros demais? Comecemos falando que este se deu no governo de um presidente que afirmou categoricamente que em seu governo jamais aconteceria algo de ruim (e até de bom, se olharmos com um pouco mais de cuidado suas declarações) que aconteceu no governo anterior. “Pois nunca antes na história destepaiz” aconteceu um apagão com proporções tão convincentes. Não restaram dúvidas: tivemos mais de três horas para concluirmos que realmente foi um apagão (ou blecaute, se preferirem). “Nunca antes na história destepaiz” um apagão foi tão mal justificado. E por que foi tão mal justificado? “Porque nunca entes na história destepaiz” o governo ficou tão desarmado com o que aconteceu, ou seja, nem eles sabem.</p></blockquote>
<div class="translation">Stromausfälle sind in Brasilien Routine. Seit 1985 hat sich durchschnittlich alle sechs Jahre einer ereignet. Nun, was ist hier der Unterschied? Beginnen wir damit, dass dies während der Regierung eines Präsidenten eintrat, der kategorisch erklärte, dass die schlimmen Dinge, die in der vorherigen Regierung geschahen, in seiner Amtszeit nie wiederholt würden (und die guten Dinge auch nicht, wenn wir seine Aussagen etwas genauer betrachten). &#8220;Niemals zuvor in der Geschichte dieses Landes&#8221; war ein Blackout in einem solchen überzeugenden Ausmaß eingetreten. Es besteht kein Zweifel: Wir hatten mehr als drei Stunden für die Feststellung, dass es sich wirklich um einen &#8220;apagão&#8221; (oder Blackout, wenn sie so wollen), handelt. &#8220;Nie zuvor in der Geschichte dieses Landes&#8221; wurde ein Blackout so schlecht gerechtfertigt. Und warum wurde das so schlecht gerechtfertigt? &#8220;Nie zuvor in der Geschichte dieses Landes&#8221; war die Regierung so überwältigt mit dem, was geschehen war, dass selbst sie nicht weiter wussten.</div>
<p>Auf der anderen Seite verdächtigt <a href="http://edu.guim.blog.uol.com.br/arch2009-11-08_2009-11-14.html#2009_11-11_04_49_07-3429108-0">Eduardo Guimarães</a> [pt] politische Kräfte und Sabotage. Er fragt sich, ob es möglich sei, dass einigen Sektoren der Presse der Ausfall vorher bekannt war, da die meisten Medien auf die Berichterstattung darüber vorbereitet waren:</p>
<blockquote><p>Fiquei impressionado com a eficiência da imprensa. Às três da manhã, quando a energia elétrica retornou, havia montes de matérias nos portais de internet sobre um “apagão” que se abateu sobre vários Estados do Sul e do Sudeste no fim da noite de ontem. E os jornais todos saem hoje com matérias amplas sobre o assunto.<br />
Detalhe: a falta de luz começou depois das 22 horas, muito próximo do fechamento das edições do principais jornais do país, que mostraram-se incrivelmente mobilizados para coberturas tão emergenciais. Pareceu até haver um esquema de “cobertura” muito bem montado.<br />
O termo “apagão”, que foi o que vi no G1 e no UOL, deverá ser generalizado e explorado à farta pela mídia. Ela tentará vincular um episódio isolado e desencadeado por causa desconhecida ao racionamento de energia que ocorreu no fim do governo Fernando Henrique Cardoso devido a falta de investimentos em geração de energia naquela época.<br />
A exploração de um episódio isolado, porém, terá vida curta… Mas será que terá mesmo? E se o episódio não for isolado e outros apagões misteriosos voltarem a ocorrer?</p></blockquote>
<div class="translation">Ich war mit der Effizienz der Medien beeindruckt. Um 3 Uhr morgens, als es wieder Strom gab, gab es auf den Internet-Portalen viele Nachrichten über den Stromausfall, der letzte Nacht mehrere südöstliche und südliche Staaten traf. Und alle Zeitungen kamen heute mit umfangreichen Berichten zu diesem Thema heraus.</p>
<p>Detail: Der Stromausfall begann nach 10 Uhr abends, sehr Nahe zum Schluss der Frühausgaben der Massenmedien, die nahezu unglaublich gut für diese Notfall Berichterstattung mobilisiert erschienen. Es schien sogar ein sehr gut zusammengestelltes &#8220;Abdeckungs&#8221; Bereich zu geben.<br />
Der Begriff &#8220;apagão&#8221; [eine abwertende Bezeichnung für Blackout], den ich auf G1 und UOL sah, sollte verallgemeinert und von der Presse voll ausgenutzt werden. Sie versuchen damit eine einzelne Episode, die aus unbekannten Gründen zur Rationierung der Elektrizität führte, was sich zum Ende der Amtszeit des (früheren Präsidenten] Fernando Henrique Cardoso aus Investitionsmangel in die Stromerzeugung erwies, zu verbinden.<br />
Die Ausbeutung einer einzelnen Episode wird jedoch nur von kurzer Dauer sein &#8230; aber wird sie das wirklich? Und was passiert, wenn diese Episode nicht ein Einzelfall war und weitere mysteriöse Stromausfälle auftreten?</p></div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/42099655.jpg" alt="São Paulo, twitpic von @douglasmiguel" width="600" height="800" /><p class="wp-caption-text">São Paulo, twitpic von @douglasmiguel</p></div>
<p>Einige Leute glauben, die Unterbrechung der Stromversorgung wurde von außerirdischen Besuchern verursacht. Allen UFO-Gemeinden ist bekannt: befindet sich ein &#8216;Unidentified Flying Object&#39; in der Nähe eines Stromnetzes, dann lösen die elektromagnetischen Wirkungen des UFOs Störungen aus. <a href="http://colunistas.ig.com.br/area51/2009/11/13/leitor-envia-relato-de-ovni-sobre-sp-na-noite-do-apagao/">Mario Barros</a> [pt] veröffentlicht ein Bild und diesen Bericht eines Lesers, der behauptet, in der Nacht des Stromausfalls eine fliegende Untertasse an São Paulos Himmel gesehen zu haben:</p>
<blockquote><p>Por alguns segundos, enquanto ainda estava perto, pude ver claramente que se tratava de um objeto escuro, negro, de forma retangular, com 4 luzes brancas de brilho constante em cada ponta e 2 luzes vermelhas que piscavam de maneira diferente uma da outra na parte de baixo. Tentei filmar o objeto com o celular, mas não consegui captar nada. Não faço idéia de que altura estava, mas estava bastante baixo. Não havia som algum e me pareceu ser menor e mais rápido que um avião comercial. A medida que foi se afastando não consegui mais ver a parte sólida e escura do objeto, somente suas luzes vermelhas que piscavam e as brancas estáticas. O objeto surgiu a leste dirigia-se rumo a oeste e o observei até que ele desapareceu no horizonte. Tudo isso durou cerca de 1 minuto e meio.</p></blockquote>
<div class="translation">Für ein paar Sekunden konnte ich deutlich sehen, dass es ein dunkles Objekt, schwarz, und rechteckig war, mit vier weißen Lichtern von gleichbleibender Helligkeit an jedem Ende und zwei rot blinkenden Lichtern, die unterschiedlich voneinander am Boden blinkten. Ich versuchte, das Objekt mit meinem Handy zu filmen, konnte aber leider nichts aufnehmen. Ich habe keine Ahnung, in welcher Höhe es war, aber es schien sehr niedrig zu fliegen. Es war nichts zu hören und es schien kleiner und schneller als ein Verkehrsflugzeug zu sein. Als es sich entfernte, konnte ich die festen und dunklen Teile des Objekts nicht mehr sehen, nur die roten blinkenden und statischen weisen Lichter. Das Objekt erschien im Osten und bewegte sich nach Westen und ich beobachtete es, bis es in der Ferne verschwand. All dies dauerte etwa 1 1/2 Minuten.</div>
<p>Für andere war der Stromausfall das Werk von Hackern. Zufällig, wenige Tage vor dem Ausfall, beschuldigte ein <a href="http://www.cbsnews.com/stories/2009/11/06/60minutes/main5555565.shtml?tag=contentMain;contentBody">Bericht des CBS Nachrichtenmagazins &#8216;60 Minuten&#39; Hacker</a> das Kontrollsystem anvisiert zu haben, und durch den Blackout in 2005 und 2007 Millionen Menschen in Brasilien, das unter Stromknappheit und Rationierung litt, getroffen zu haben. Das schürte erneut die Behauptung, dass Hacker hinter dem Ausfall stecken. Könnte das möglich sein? Ein 23-jähriger Hacker, <a href="http://blog.hacknroll.com/2009/11/12/a-verdade-sobre-o-apagao/">Maycon Maia Vitali</a> [pt] hält es für machbar. Er hat auf seinem Blog die Sicherheitslücken auf der Webseite einer der Behörden, zuständig für die Energieübertragung, genannt:</p>
<blockquote><p>Ou seja, além de ter encontrado uma falha de SQL Injection, já descobri de cara que o sistema funciona rodando um banco de dados IBM Informix.  A partir deste passo ficaria extremamente fácil para qualquer pessoa com conhecimento intermediário de SQL Injection invadir o Operador Nacional do Sistema Elétrico.<br />
É interessante ressaltar que não tenho qualquer ligação com o ocorrido no dia 11 de novembro de 2009, e que irei parar a divulgação neste ponto para não comprometer mais ainda o funcionamento do sistema (odeio escuro). Não estou afirmando que o ocorrido foi causado por um ataque hacker, porém se tivesse sido, é importante deixar bem visível que o mesmo aconteceria sem qualquer dificuldade.<br />
Espero que este post abra os olhos do governo, para que não possamos sofrer danos maiores em situações mais críticas.</p></blockquote>
<div class="translation">Abgesehen von einem Fehler in der SQL Injektion fand ich sofort heraus, dass das System mit einer IBM Informix Datenbank arbeitet. Von da an wäre es für jeden, der einige Kenntnisse über SQL Injektion hat, ein leichtes in das Netzwerk des Betreibers, der staatlichen Elektrizitätsgesellschaft, einzudringen.</p>
<p>Ich möchte betonen, dass ich keine Verbindung mit dem habe, was am 11. November 2009 geschah und ich werde aufhören jetzt weitere Informationen zu veröffentlichen, um den Betrieb des Systems nicht weiter preiszugeben (ich hasse Verdunklung). Ich sage nicht, dass der Vorfall durch einen Hacker-Angriff verursacht wurde, aber es ist wichtig, deutlich zu machen, dass dies ohne Probleme gemacht werden kann.<br />
Ich hoffe, dieser Beitrag der Regierung die Augen öffnet, sodass wir in kritischen Situationen keinen größeren Schäden ausgesetzt sein werden.</p></div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/42099139.jpg" alt="São Paulo, twitpic von @douglasmiguel" width="600" height="450" /><p class="wp-caption-text">São Paulo, twitpic von @douglasmiguel</p></div>
<p>Natürlich hat ein Stromausfall dieser Dimension den brasilianischen Sinn für Humor angefacht. <a href="http://www.fayerwayer.com.br/2009/11/os-5-melhores-tweets-do-apagao-fw-top-5/">Fabiano Fayerwayer</a> hat viele der Witze gesammelt, die bei Twitter die Runde machten, und die viele Leute während des Blackouts unterhielten und für sie eine &#8220;große informale Berichterstattung über das, was in vielen Teilen des Landes vor sich geht&#8221; war:</p>
<blockquote><p>Os engraçadinhos de plantão voaram em cima, e as piadinhas sobre Itaipu não param de aparecer. Tanto que resolvemos fazer uma pausa na nossa programação para trazer para vocês os 5 melhores tweets do apagão até agora! Confiram:</p>
<p>1. Alguem brincou lá em Itaipu e disse: “o último que sair apaga a luz”. O estagiário acreditou…<br />
2. Estão dizendo que o Google comprouItaipu. Agora energia elétrica, só com convite…<br />
3. Apagão: Muito mais econômico que horário de verão!<br />
4. A Madona nem liga pro apagão! Elá tá com Jesus Luz!<br />
5. Segundo meus cálculos, as maternidades vão estar lotadas em Agosto de 2010!!</p></blockquote>
<div class="translation">Der freche Kerl trat mit Non-Stop-Witzen über Itaipu auf. Also beschlossen wir, unser Programm zu unterbrechen, um Ihnen die bisher besten 5 Tweets über den Blackout zu bringen! Sehen Sie sich diese an:</p>
<p>1.  Jemand in Itaipu witzelte, &#8220;der Letzte, der rausgeht, soll bitte das Licht ausmachen!&#8221; Der Lehrling glaubte es &#8230;<br />
2. Sie sagten, Google habe Itaipu gekauft. Nun gibt es Strom nur auf Einladung &#8230;<br />
3. Blackout: viel wirtschaftlicher als die Umstellung auf Sommerzeit! &#8230;<br />
4.  Madonna macht der Blackout überhaupt nichts aus! Sie ist ja mit Jesus Luz zusammen! [Der Nachname von Madonnas brasilianischen Freundes ist das portugiesische Wort für ‘Licht’. Das Paar war in der Nacht des Stromausfalls in Rio.]<br />
5. Nach meinen Berechnungen werden die Entbindungsstationen der Krankenhäuser im August 2010 überlastet sein!</p></div>
<p style="text-align: center;"><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/apagao.jpg" alt="" /><br />
Blackout T-Shirts in zwei Versionen: &#8220;Blackout! Ich war dort / Blackout! Ich habe getwittert!&#8221;<br />
Vom Blog &#8216;Objetos de Desejo&#39;.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Paraguay: Ureinwohner mit Pflanzenschutzmitteln besprüht</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 10:09:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im östlichen Paraguay erkrankten kürzlich 217 Mitglieder der einheimischen Ava Guaraní mit Gesundheitssymptomen wie Übelkeit und Kopfschmerzen. Es wird vermutet, dass sie vorsätzlich aus der Luft mit Pflanzenstoffen besprüht wurden, nachdem sie sich weigerten, das Land ihrer Vorfahren zu verlassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/eduardo-avila/">Eduardo Avila</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/12/paraguay-indigenous-group-sprayed-aerially-with-pesticides/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Im östlichen Paraguay erkrankten kürzlich 217 Mitglieder der einheimischen Ava Guaraní mit Gesundheitssymptomen wie Übelkeit und Kopfschmerzen. Es wird vermutet, dass sie vorsätzlich aus der Luft mit Pflanzenstoffen besprüht wurden, nachdem sie sich weigerten, das Land ihrer Vorfahren zu verlassen.</p>
<p>Regierungsvertreter bestätigen, dass Teile des Landgebietes im Itakyry Bezirk in <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Alto_Paraná_Department">Alto Paraná</a>, wo diese einheimischen Gruppen leben, dort besprüht wurden, wo <a href="http://www.ultimahora.com/notas/272060-Ministra-confirma-que-fumigaron-tierras-sin-cultivo-en-Itakyry">kein Ackerbau betrieben wird</a> [es]. Viele Anzeichen deuten auf brasilianischen Soja-Erzeuger als die Verantwortlichen hin, zum Teil darum, weil das Land der einheimischen Gemeinden für die Landwirtschaft wertvoll ist, zum anderen weil sie sich in einem Rechtsstreit mit den Ava Guaraní  über <a href="http://interparaguay.blogspot.com/2009/11/ministros-comprobaron-la-fumigacion.html">den Besitz von ca. 3.000 Hektar</a> [es] befinden, gemäß dem Blog von Interparaguay [es].</p>
<p>José Ángel López Barrios von <em>Bienvenidos! [es]</em> <a href="http://lopezbarrios.blogspot.com/2009/11/matte-larangeira-la-industrial.html">schreibt über die abgelegene Gemeinde, wo der Vorfall stattgefunden hat</a>:</p>
<blockquote><p>Itakyry es uno de los distritos del Departamento de Alto Paraná, distante a unos 450 kilómetros de Asunción, der Hauptstadt de la Republica, se llega a por el caminos keine pavimentados, su época de esplendor se dio en la época de las explotaciones yerbateras. Que termino al cabo de 100 años Abriendo paso a la explotación de la soja en estos últimos tiempos &#8230; &#8230;</p></blockquote>
<div class="translation">Itakyry ist einer der Bezirke von  Alto Paraná und liegt 450 Kilometer von der Hauptstadt Asunción entfernt. Man fährt auf unbefestigten Straßen. Der Yerba Mate Anbau war ihre Blütezeit. Nach 100 Jahren wurde in der letzten Zeit Platz für den Anbau von Sojabohnen gemacht &#8230;</div>
<p>Es sind die Nachfrage und die steigenden Preise für die Sojabohnen, die das Land für ihren Anbau so wertvoll macht. Einige dieser Gebiete befinden sich auf dem Land einheimischer Vorfahren, wie die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Guaran%C3%AD">Guaraní</a>. Blogger Carlos Rodríguez <em>von Rescatar [es]</em> <a href="http://rescatar.blogspot.com/2009/11/soja-y-genocidio-fumigan-indigenes.html">glaubt nicht, dass es sich bei dem Ereignis um einen Einzelfall handelt, und nennt es &#8220;Völkermord</a>&#8220;:</p>
<blockquote><p>Hubo un tiempo en que en Paraguay los aborígenes no eran considerados seres humanos. Eran cazados como animales y sus crías rescatadas como trofeos.<br />
(…)<br />
Otros fueron apropiándose a bala y sangre de sus tierras y como los indígenas no hacían gestiones ante las instituciones encargadas de titular las tierras que siempre les pertenecieron, el hombre blanco si lo hizo y se plantea el contrasentido de que los legítimos dueños de estas tierras, hoy son “los invasores”.<br />
Y siguen siendo tratados como animales. Sólo así se puede entender que los productores de soja les envíen aviones fumigadores para lanzarles venenos encima, tal como lo ha comprobado el Ministerio de Salud que socorre en estos momentos a los indígenas intoxicados por plaguicidas para soja.</p></blockquote>
<div class="translation">Es gab eine Zeit in Paraguay, zu der die Ureinwohner nicht als Menschen betrachtet wurden. Sie wurden wie Tiere gejagt und ihre Kinder wie Trophäen gesammelt.<br />
(&#8230;)<br />
Mit Blut und Kugeln eigneten sich Andere einige ihrer Ländereien an. Da die Einheimischen nicht zu den Behörden gingen, um ihre Rechte auf das Land registrieren zu lassen, gingen die Weißen zu diesen Behörden. Es ergibt deshalb keinen Sinn, dass die rechtmäßigen Eigentümer dieser Länder heute die &#8220;Eindringlinge&#8221; sind. Sie werden weiterhin wie Tiere behandelt. Nur so kann man verstehen, wie die Soja-Produzenten dazu kamen Flugzeuge zu schicken, die sie mit Gift besprühten, wie vom Gesundheitsministerium nachgewiesen, das nun den von Pestiziden vergifteten Einheimischen hilft.</div>
<p>López Barrio <a href="http://lopezbarrios.blogspot.com/2009/11/matte-larangeira-la-industrial.html">ist ebenfalls über die Vergangenheit von Misshandlungen der eiheimischen Gemeinden in Paraguay beschämt</a> [es]: Als Nachkomme von Einwanderern in das Land, so schreibt er, dass das Ereignis &#8220;ihm das Gefühl gibt, nach Europa zurückgekehrt zu sein &#8230; aber es wirklich &#8230; vorziehen würde, wenn die Ausbeuter das Land verliessen.</p>
<blockquote><p>Ensañarse con un pueblo indígena que tiene más de 38 siglos de existencia en sus propios y verdaderos territorios, no me parece apropiado…. Si no respetamos a nuestros mayores nuestros días se acortaran sobre la tierra y si anteponemos la avaricia a cualquier otra virtud caeremos sin remedio…..</p></blockquote>
<div class="translation">Es erscheint mir nicht richtig zu sein, wenn man es Einheimischen übelnimmt, seit 38 Jahrhunderten hier auf ihrem eigenen Land zu existieren&#8230;.</p>
<p>Wenn wir unsere Älteren nicht respektieren, werden unsere Tage auf der Erde gezählt sein, und wenn Habgier vor Tugend kommt, verfallen wir hoffnungslos &#8230;</p></div>
]]></content:encoded>
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		<title>Japan: Hitlers “Mein Kampf”, die Manga Version</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 05:26:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben vonScilla Alecci  &#183; Übersetzt von Hans H. Knauf &#183;  engl. Originalartikel 
Nach mehr als 80 Jahren seit seiner ersten Veröffentlichung ist aus Hitlers &#8220;Mein Kampf&#8221; eine Manga Version geworden. Der 190 Seiten starke Band, von der rund 45.000 Exemplare in der ersten Auflage verkauft wurden, erzählt auf sehr einfache Art und Weise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/scilla-alecci/">Scilla Alecci</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/13/japan-hitlers-mein-kampf-the-manga-version/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p style="text-align: left;">Nach mehr als 80 Jahren seit seiner ersten Veröffentlichung ist aus Hitlers &#8220;Mein Kampf&#8221; eine Manga Version geworden. Der 190 Seiten starke Band, von der rund 45.000 Exemplare in der ersten Auflage verkauft wurden, erzählt auf sehr einfache Art und Weise die Geschichte von Adolf Hitler, von seiner Kindheit bis zu seinem Aufstieg als der Führer der NSDAP.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/Mein_Kampf.jpg" alt="Buchumschlag der Manga 争我が闘争 (" /><br />
Buchumschlag der Manga 争我が闘争 (&#8221;Mein Kampf”)</p>
<p>Dies ist Teil einer Serie des &#8216;<a href="http://www.eastpress.co.jp/">East Press</a>&#8216; Verlags, der in der Vergangenheit die Manga-Versionen  einiger gewichtiger literarischen Werke veröffentlichte, wie die Brüder Karamasow von Dostojewski und Marx &#8216;Das Kapital&#39;. Da weitere Veröffentlichungen von &#8216;Mein Kampf&#39; in mehreren Ländern, darunter Deutschland und Österreich, verboten sind, hat die Manga-Waga Toso (我が闘争), wie sie auf Japanisch übersetzt wird, zu sehr unterschiedlichen Reaktionen im Ausland und in Japan geführt, wie der Blogger Zoffy <a href="http://blog.goo.ne.jp/hk1006/e/d9833319a9dbde6ad3281fa5e416a13e">gut zusammenfasst</a>.</p>
<blockquote><p>注目されている背景には, ·本書の著者がナチスドイツの独裁者アドルフヒトラーであること.そして,ドイツでは今なお本著作の出版が禁止されていること.·さらに,内容がネオナチの思想を助長するのではないかといった懸念が世間にあること. などの事情がある.これに対し出版社側は, &#8221;有名な本だが,読んだ人は少ない.どんな思想があれほどの悲劇を生んだのか,悪魔『』で片付けられるヒトラーの人間の部分を知る材料になると思った&#8221; と企画の理由を話している.</p></blockquote>
<div class="translation">Was die Aufmerksamkeit der ausländischen Medien erregte, war die Tatsache, dass</p>
<p>- der Autor des Buches der Nazi-Diktator Adolf Hitler war.<br />
- Die Tatsache, dass die Veröffentlichung in Deutschland noch verboten ist.<br />
- Die weitverbreitete Angst, dass der Inhalt Neo-Nazi-Gefühle fördern könnte.</p>
<p>Auf der anderes Seite nennt der Verlag als Grund für seine Wahl die Tatsache, dass &#8220;es ein berühmtes Buch sei, das nur von wenigen Menschen gelesen wurde. Wir glauben, dieser Manga wird Hinweise auf Hitler sowohl als Mensch als auch auf seine Denkweise geben, die zu einer solchen Tragödie geführt hat, obwohl er jetzt als ein &#8220;Monster&#8221; abgetan wird.”</p></div>
<p><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/MeinKampf1.jpg" alt="" /></p>
<p style="text-align: center;">Zwei Szenen aus der Manga 我が闘争( &#8220;Mein Kampf&#8221;)</p>
<p>Als Kommentar zu dieser speziellen Manga entschieden sich viele Blogger einen Artikel, der am 20. September in der Tageszeitung Asahi Shimbun mit dem Titel &#8216;<em>Die Manga-Version von Mein-Kampf ist ein Hit&#39;, erschien, zu kopieren. Die Reaktionen reichen von kritisch bis hin zu der Bezeichnung &#8220;eine historische Quelle&#8221;</em> (<a href="http://www.asahi.com/national/update/0902/TKY200909020105.html">売れる&#8221;わが闘争&#8221;漫画版苦言も&#8221;歴史资料&#8221;の声も</a>) [ja].</p>
<p>Derselbe Artikel, von der gleichen Zeitung ein paar Tage später ins <a href="http://www.asahi.com/english/Herald-asahi/TKY200909300044.htm">Englische</a> übersetz, erwähnt, die Ursache für das Verbot sei, dass das &#8220;Finanzministerium des Freistaates Bayern, welches das Urheberrecht an dem Buch hält, sich weigert einen Nachdruck zu erlauben, aus Rücksicht auf die Opfer der nationalsozialistischen Gräueltaten&#8221;.</p>
<p>Der Journalist Yoshio Kisa (木佐芳男), ehemaliger Korrespondent in Deutschland für die Tageszeitung Yomiuri Shimbun und Autor von Essays wie &#8216;<em>Fragen über die Kriegsverantwortung - Deutschlands ungeklärte Vergangenheit</em>”(<a href="http://www.amazon.co.jp/“戦争責任”とは何か―清算されなかったドイツの過去-中公新書-木佐-芳男/dp/4121015975/ref=sr_1_1 ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1257497277&amp;sr=1-1">戦争责任&#8221;とは何か-清算されなかったドイツの過去</a>) sagt jedoch, dass er mit der Erklärung von Asahi <a href="http://rab-timely-blog.cocolog-nifty.com/blog/2009/10/post-d63d.html">nicht einverstanden</a> sei.</p>
<blockquote><p>だが,発禁となっている本当の理由は,そんなきれいごとではない.出版すれば,ドイツをはじめヨーロッパ各国にいるネオナチ組織の聖典となって,政治的な大問題となりかねないからだ.バイエルン州の州都ミュンヘンのキオスクに立ち寄れば,いくつかの極右新聞が売られていることに気づく.ドイツには,それぞれ数千人の動員力を持つ極右ネオナチ組織が複数ある.当局は,彼らを刺激しないように細心の注意を払っている.当局は,彼らを刺激しないように細心の注意を払っている.</p></blockquote>
<div class="translation">Der wahre Grund für das Verbot des Buches ist nicht so rücksichtsvoll. Das große Problem ist, dass es die politische &#8220;Bibel&#8221; jener Nazi-Vereine werden könnte, die es in jedem Land, angefangen mit Deutschland, gibt.<br />
Wenn Sie sich einen Kiosk in Bayern ansehen könnten, würden Sie feststellen, dass dort rechtsextreme Zeitungen verkauft werden. In Deutschland gibt es mehrere Neo-Nazi-Gruppen, zu denen einige Tausend Rechtsextremisten gehören. Die Behörden sind sehr vorsichtig, sie nicht zu provozieren [&#8230;]</div>
<p>Kisa, der das Vorhandensein und die tatsächliche Gefahr der rechtsgerichteten Gruppen in Japan im Vergleich mit denen in Deutschland und anderen europäischen Ländern als unerheblich bezeichnet, reflektiert auch über die Veröffentlichung eines solchen Titels in Japan.</p>
<blockquote><p>日本で今,漫画版のわが闘争『』がどんな意味を持つか,どれだけの影響力があるかはよくわからない.しかし, 40年近く前の訳者の意図と漫画版刊行の意図とはそうちがわないだろう. 平野氏はこんな言葉も書いている. &#8221;戦争経験なき世代こそ,この書を読むべきではないだろうか.この書をくもりなき目で読み,客観的に判断することが,この世代にとって必要であり,戦後の教育を受けたものなら,十分な判断力をもって読むことができるのではないか&#8221;</p></blockquote>
<p>Ich bin mir nicht sicher, welche Bedeutung und Einfluss die Manga-Version von <em>Mein Kampf</em> heute in Japan haben könnte. Die Absicht derjenigen, die sie vor 40 Jahren übersetzt haben und derjenigen, die sie jetzt veröffentlichen, kann nicht so unterschiedlich sein.</p>
<p>[Übersetzer] Hirano benutze diese Worte:<br />
&#8220;Diese Generation, die den Krieg nicht mehr erlebt hat, sind eigentlich die Leute, die dieses Buch lesen sollten. Diese Generation braucht einen klaren Verstand und einen objektiven Ausblick um einen solchen Text zu lesen. Jeder, der nach dem Krieg eine Bildung erhalten hat, sollte in der Lage sein dieses Buch richtig zu beurteilen; hoffe ich wenigstens.</p>
<div class="translation">
<p>Der Manga zeigt Hitler als einen besessenen Mann, der das jüdische Volk beschuldigt, der Ursprung alles Bösen in Deutschland zu sein. Das antisemitische Denken steht an erster Stelle und es scheint unwahrscheinlich, dass eine solche mangelbehaftete Figur einen Leser dazu veranlassen könnte, von seiner Persönlichkeit fasziniert zu sein.</p>
<p>Wie <a href="http://yaplog.jp/forks5/archive/140">einige</a> Blogger meinen, ist die Manga-Version von <em>Mein Kampf</em> ein Auszug aus der Ideologie des Diktators und kann deshalb auch als ein anderer Weg zum Studium der Geschichte benutzt werden. <em>Theternal</em> <a href="http://d.hatena.ne.jp/theternal/20090906/1252246649">schlägt vor</a>, dass es mit anderen Quellen ergänzt werden sollte, und lobte das Veröffentlichungs-Projekt der East-Press, Mangas aus der Weltliteratur zu machen, als interessant.</div>
<blockquote><p>何かの話題が関心を呼び,より深い議論や理解に進むことはよいことだと思う.漫画では描き切れていないヒトラー本人の『』わが闘争原作も読んだ方がよいし,他の関連本を読むのもよいだろう.読書はそのように進んでいくものだ.関連おススメ漫画としては, 『マンガで鍛える読書力』でも紹介した水木しげるの『<a href="http://www.amazon.co.jp/gp/product/4480024492?ie=UTF8&amp;tag=motokatsuhiro-22&amp;linkCode=as2&amp;camp=247&amp;creative=7399&amp;creativeASIN=4480024492">劇画ヒットラー(ち</a>くま文庫)』もよいし,手塚治虫の『』<a href="http://www.amazon.co.jp/gp/product/4061759728?ie=UTF8&amp;tag=motokatsuhiro-22&amp;linkCode=as2&amp;camp=247&amp;creative=7399&amp;creativeASIN=4061759728">アドルフに告ぐ</a>はかなりのおススメだ.</p></blockquote>
<div class="translation">Ich finde es gut, das Interesse für gewisse Themen zu wecken, denn dies kann nur zu einer tieferen Aussprache oder besserem Verständnis führen. Es ist gut das von Hitler geschrieben Original &#8220;Mein Kampf&#8221; zu lesen, um die in der Manga fehlenden Teile zu ergänzen. Es empfiehlt sich auch noch andere Bücher zu lesen, die sich darauf beziehen. So entwickelt sich das Lesen. Als diesbezügliche Comics würde ich Shjigeru Mizuki&#39;s Gekika Hitoraa (Hitlers Comic-Strips) empfehlen, was auch in der Manga Kitaeru Dokushoryoku (Ausbildung durch Manga-Lesen) vorgeschlagen wird und ganz sicher Tezuka Osamu&#39;s Adorufu ni Tsugu (sag’s Adolf).</div>
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		<title>Aserbaidschan: Blogger verurteilt</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/12/aserbaidschan-blogger-verurteilt/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 03:15:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans H. Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Azerbaijan]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>
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		<category><![CDATA[Feature]]></category>
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		<category><![CDATA[Zentralasien & Kaukasus]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie viele ihrer Anhänger befürchteten, und am selben Tag, als eine Diskussion am runden Tisch über die beiden Video Blogger und Jugend Aktivisten abgehalten wurde, verurteilte ein Gericht in Baku, Aserbaidschan Adnan Hajizade und Emin Milli.

Das Urteil und die ersten Reaktionen wurden schnell über Twitter verbreitet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/onnik-krikorian/">Onnik Krikorian</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/hansknauf/'>Hans H. Knauf</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/11/azerbaijan-bloggers-sentenced/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="alignleft" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/hands_off111.jpg" alt="" /><br />
Wie viele ihrer Anhänger befürchteten, und am selben Tag, als eine <a href="http://www.ceu.hu/events/2009-11-11/hooliganism-or-freedom-of-speech-the-case-of-two-bloggers-detained-in-azerbaijan">Diskussion am runden Tisch</a> über die beiden Video Blogger und Jugend Aktivisten abgehalten wurde, verurteilte ein Gericht in Baku, Aserbaidschan <a href="http://threatened.globalvoicesonline.org/blogger/adnan-hajizada">Adnan Hajizade</a> und <a href="http://threatened.globalvoicesonline.org/blogger/emin-milli">Emin Milli</a>.</p>
<p>Das Urteil und die ersten Reaktionen wurden schnell über Twitter verbreitet.<br />
<img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/tweet.gif" alt="" /></p>
<div class="translation">Du liebe Güte! Sagt mir, es ist ein Alptraum!<br />
Adnan 2 Jahre, Emin 2 Jahre und 6<br />
Monate #Eminadnan</div>
<div class="translation">So, keine Gerechtigkeit,<br />
keine Redefreiheit &amp;<br />
keine Demokratie in Aserbaidschan</div>
<p>Media Helping Media (Presse hilft Presse) <a href="http://www.mediahelpingmedia.org/content/view/528/2/">reagierte schnell auf die Verurteilun</a>g.</p>
<blockquote><p>Einigen Anhängern zufolge, die aus dem Gerichtssaal über Twitter berichtet hatten, sagte der Rechtsanwalt für Hajisade, Isahan Ashurov, dass es sich bei diesem Fall um Macht handele.</p>
<p>“Wir sind heute Zeugen im unfairen Kampf zwischen Geist und physischer Macht”.<br />
[&#8230;]<br />
Anhänger informierten via Twitter, dass Hajizade sagte, die Entscheidung sei auf Lügen aufgebaut.</p></blockquote>
<p><em>Flying Carpets and Broken Pipelines</em> denkt ebenfalls <a href="http://flyingcarpetsandbrokenpipelines.blogspot.com/2009/11/verdict.html">über das Urteil </a>nach und sagt “das ist noch nicht das Ende, das ist erst der Anfang.”</p>
<blockquote><p>Am Ende der Vernehmungen sagte Emin, er fühle sich stolz und deshalb sei er bereit das Urteil anzunehmen. Adnan stellte infrage, wie die so-genannten Zeugen ihren Familien in die Augen sehen können - wir werden die Strafe absitzen, ich wundere mich nur, wie sie ein aus Lügen bestehendes Leben führen können&#8230; Beide zeigten uns ihre Stärke, wir müssen das Gleiche tun.</p></blockquote>
<p>object width=&#8221;560&#8243; height=&#8221;340&#8243;&gt;<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/EL4IkKmPaes&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/EL4IkKmPaes&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Das zum ersten Mal in Bucharest, Rumänien abgehaltene Welt Blogging Forum gab sofort eine <a href="http://worldbloggingforum.com/world-bloggers-support-for-eminadnan/">vorläufige Erklärung</a> heraus.</p>
<blockquote><p>Wir, die Blogger, werden eine Welt aufbauen, in der Internet-Benutzern Redefreiheit und Freiheit vor Furcht und Unterdrückung jeder Art zuteilwird.</p>
<p>Die in Bucharest bei dem Welt Blogging Forum vereinigten Blogger machen sich über die Situation in Aserbaidschan Sorgen und unterstützen #EminAdnan als Freie Stimmen des Internets und als Mitglied der Welt-Blogging-Familie.</p></blockquote>
<p>Global Voices traf sich gestern bei der Konferenz mit Parvana Persiani, die OL! Jugend-Aktivistin und Freundin von Hajizade.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/wAckYZw_2DY&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/wAckYZw_2DY&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Weitere Updates werden veröffentlicht, sobald wir sie erhalten. Einzelheiten über die Inhaftierung, Verurteilung und Gefangennahme von Adnan Hajizade und Emin Milli sind in der <a href="http://globalvoicesonline.org/-/world/central-asia-caucasus/azerbaijan/">Aserbaidschan-Sektion</a> von <em>Global Voices Onlin</em>e und bei dem <em>OL!</em> Blog (in <a href="http://ol-en.blogspot.com/">Englisch</a> und <a href="http://ol-az.blogspot.com/">Azerisch</a>) vorhanden. Bei Twitter wird der hashtag <em>#<a href="http://twitter.com/#search?q=%23EminAdnan">EminAdnan</a></em> benutzt.<br />
<img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/10/emin_adnan_poster.jpg" alt="" /></p>
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