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	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Tina Seidenberger</title>
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	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
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		<title>Südafrika: HIV-positives Muppet in der Sesamstraße klärt auf</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 21:44:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Kindersendung Sesamstraße wird diesen Monat 40 Jahre alt und auch in der heute gestarteten neuen Staffel kämpft ein Muppet namens Kami in der südafrikanischen Ausgabe gegen Vorurteile und hilft bei der Aufklärungsarbeit über HIV/AIDS.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/juhie-bhatia/">Juhie Bhatia</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/11/south-africa-sesame-streets-hiv-positive-muppet-raises-awareness/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="alignright" title="Kami" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/Kami22.jpg" alt="" width="200" height="260" />Die Kindersendung <a href="http://www.sesamestreet.org/home/">Sesamstraße</a> wird diesen Monat 40 Jahre alt und auch in der heute gestarteten neuen Staffel kämpft ein süßes, knuddeliges Muppet in der südafrikanischen Ausgabe gegen Vorurteile und hilft bei der Aufklärungsarbeit über HIV/AIDS.</p>
<p>Während die Sesamstraße in mehr als <a href="http://www.sesameworkshop.org/newsandevents/sesameupdates/sesame_40thbirthday">140 Ländern</a> verfolgt wird, werden in jeder Version lokale Themen besprochen und es gibt dafür jeweils verschiedene Muppets. Die goldgelbe <a href="http://muppet.wikia.com/wiki/Kami">Kami</a> hatte 2002 als Reaktion auf das HIV/AIDS-Problem im Land ihr Debüt in <a href="http://www.schooltv.co.za/TakHome.htm">Takalani Sesame</a>, einer Co-Produktion der südafrikanischen Sesamstraße. Als weltweit erstes, HIV-positives Muppet hilft sie dabei, Kinder über die Krankheit aufzuklären, und spricht Probleme von Menschen mit HIV an. Der Name Kami ist von dem Wort „Kamogelo“ <a href="http://www.sesameworkshop.org/aroundtheworld/southafrica">abgeleitet</a>, das in Setswana „Akzeptanz“ heißt. Sunshinestar110 bloggt auf <em>U Don&#39;t Like My Opinion…That&#39;s Fine!</em> Und <a href="http://thatsfine2009.blogspot.com/2009/11/happy-birthday-to-you.html">erzählt mehr</a> über Kami:</p>
<blockquote><p>„Kami ist eine gesunde, HIV-positive, liebevolle, 5-jährige Waise, die etwas schüchtern ist, aber schnell mitmacht, wenn sie freundlich angesprochen wird. Sie weiß außerdem sehr viel über HIV, sie verlor ihre Mutter an die Krankheit. Als Kami zum ersten Mal mit ihrem Mopp brauner Haare – sie trug auch eine Weste - auftrat, lief sie in die Sesamstraße und fragte sich nervös, ob die Bewohner wohl mit ihr spielen wollten.  Sie hätte sich keine Sorgen machen müssen, denn die anderen Muppets hießen Sie begeistert willkommen.“</p></blockquote>
<p>Kami wurde geschaffen, um vielen Kindern in Südafrika zu helfen, die mit der HIV/AIDS-Krise umgehen müssen. Es wird angenommen, dass Südafrika die höchste Zahl HIV-infizierter Menschen weltweit aufweist – geschätzte <a href="http://www.unaids.org/en/CountryResponses/Countries/south_africa.asp">5,7 Million</a>. Ungefähr 280.000 der Infizierten sind Kinder unter 14 Jahren und aufgrund von AIDS gibt es 1,4 Millionen Waisen im Land. Zusätzlich zu den körperlichen Komplikationen, die mit einer HIV-Infektion einhergehen, kommt das Problem der Stimatisierung und Tabuisierung, wodurch es schwerer wird, angemessenen behandelt und unterstützt zu werden. Takalani Sesame, bei dem alle 11 offiziellen Sprachen Südafrikas einfließen, versucht Kindern zu helfen, diese Probleme mithilfe von Kami direkt anzugehen.</p>
<p>Nach der Einführung von Kami kam es jedoch besonders in den USA zu starken Kontroversen, da viele darüber schockiert waren, dass in einer Kindersendung eine HIV-positive Figur vorkam. <em>Haven on Earth</em> <a href="http://haven-on-earth.spaces.live.com/blog/cns!C13DE188EF218F14!382.entry?sa=500695506">erörtert</a> die Debatte:</p>
<blockquote><p>„Obwohl berichtet wurde, dass die Einführung von Kami in die Sesamstraße in Südafrika willkommen geheißen worden sei (mir fällt es schwer, dies zu glauben, da in dieser Beziehung immer noch starke Ablehnung herrscht), kam es hier in den Vereinigten Staaten definitiv zu einer Kontroverse. Ich erinnere mich, wie ich darüber gelesen habe (weshalb ich so erfreut war, auf eine Sendung zu stoßen, die ausgestrahlt wurde als ich in Südafrika war - ich wäre nie auf die Idee gekommen, danach zu suchen). Offenbar schickte eine Gruppe republikanischer Kongressabgeordneter einen Brief an den Präsidenten des PBS (Public Broadcasting Service), der die Sesamstraße ausstrahlt. In dem Brief wurde gegen die geplante Einführung einer ähnlichen HIV-positiven Figur in den Vereinigten Staaten protestiert. Dies sei angesichts des Alters des Publikums unangemessen. Es wurde angedeutet, dass durch ein solches Vorgehen möglicherweise die öffentlichen Mittel für den PBS [Public Broadcasting Service] gefährdet sein könnten.“</p></blockquote>
<p>Kami erschien nie in der amerikanischen Sesamstraße, obwohl sie sich auf Takalani Sesame und darüber hinaus als sehr erfolgreiche Figur erwiesen hat. UNICEF <a href="http://www.unicef.org/media/media_16631.html">ernannte sie</a> 2003 zu einem weltweiten „Champion for Children“. In diesem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=9eXlNn-C8BY">Video</a> sendet sie zusammen mit dem früheren US-Präsidenten Bill Clinton eine Botschaft über HIV/AIDS. Jamie bloggt auf <em>No day but today… </em>und <a href="http://phaino.blogspot.com/2006/12/world-according-to-sesame-street.html">diskutiert</a> Kamis weitere Erfolge.</p>
<blockquote><p>„Da die meisten Kinder in Südafrika jemanden kennen, der AIDS hat, wird die Figur zu einer nationalen Heldin, die von allen Menschen im Land geliebt wird. Kami erschein bei den Vereinten Nationen und der Weltbank und wurde von Katie Couric [Anm. d. Übers.: Moderatorin des amerikanischen Fernsehsenders CBS] interviewt. Sie wurde außerdem zur UNICEF-Botschafterin für Kinder ernannt und erschien in Takalani-Beiträgen zusammen mit Desmond Tutu und Nelson Mandela.“</p></blockquote>
<p>Trotz Kamis Erfolg glauben einige Blogger immer noch, dass sie keine angemessene Figur für die amerikanische Version der Sesamstraße ist. Emily Meyer, die für ihre Honors Class bloggt, <a href="http://hons101fall09eem.blogspot.com/2009/10/kami-hiv-muppet.html">sagt</a>:</p>
<blockquote><p>„Obwohl es für Amerikaner wichtig ist, über HIV/AIDS und die Bedeutung der Krankheit Bescheid zu wissen, denke ich, dass es etwas extrem ist, Kinder im Alter von zwei oder drei Jahren darüber aufzuklären. Kinder in einem so jungen Alter verstehen höchstwahrscheinlich nicht, was HIV ist und welche Bedeutung dessen Konsequenzen hat. Wenn Kami in den Vereinigten Staaten eingeführt werden würde, um Wissen darum zu verbreiten und AIDS zu bekämpfen, glaube ich nicht, dass das erwünschte Ergebnis eintreten würde…Kinder in Amerika sind nicht gezwungen, sich mit dem Problem HIV/AIDS in einem so frühen Alter auseinanderzusetzen. Ich denke, dass es für Kinder in Amerika angemessener ist, über die Bedeutung von HIV zu lernen, wenn sie etwas älter sind, etwa zehn oder elf Jahre alt oder wenn Schüler sexuell aktiv werden.“</p></blockquote>
<p>Viele Blogger, wie dieser, der auf <em>Muppets and History</em> <a href="http://beckyluz.wordpress.com/2008/12/16/kami-the-hiv-positive-muppet/">schreibt</a>, sehen Kami als weiteres Beispiel, in dem die Sesamstraße Grenzen überwunden hat. Andere <a href="http://joburgjoblog.blogspot.com/2006/03/celebrating-aids-research.html">gestehen ihre Liebe</a> für das Muppet und die Botschaft, die sie Kindern bringt. Wieder andere denken, sie sollte auch in anderen Versionen der Sesamstraße eingeführt werden. Auf ihrem persönlichen Blog <a href="http://steishapintado.wordpress.com/2008/12/18/final-grades-kami/">schreibt</a> Steisha Pintado:</p>
<blockquote><p>„Sie zeigt Kindern, dass es in Ordnung ist, jemanden, der HIV-positiv ist, zu umarmen und sie erklärt, was zu tun ist, wenn sie sich in den Finger geschnitten hat oder wenn man sich selbst geschnitten hat. Sie lehrt ihr junges Publikum, mit Krankheit und Verlust umzugehen&#8230;Obwohl Sex nie erwähnt wird, wenn über Kamis Krankheit gesprochen wird, sagen einige, dass eine HIV-positive Figur für ein junges Zuschauerpublikum nicht angemessen sei. Ein Gesetzgeber behauptete sogar, dass die öffentlichen Mittel für den Sesam-Workshop gestrichen werden würden, sollte eine solche Figur in unserem Land ausgestrahlt werden. Es schockiert mich so sehr, diese Worte zu hören. Eltern verbringen immer weniger Zeit mit ihren Eltern und lassen immer häufiger zu, dass das Fernsehen die Erziehung übernimmt. Offensichtlich lehren viele Eltern ihre Kinder also nicht, mit sensiblen Themen wie Aufklärung und Akzeptanz umzugehen. Eltern haben dem Sesam-Workshop bereits erlaubt, Aktzeptanz gegenüber Menschen mit Behinderungen oder Krankheiten einzuführen, und auch denjenigen gegenüber, die einer anderen Rasse oder Religion angehören. Worin besteht der Unterschied?“</p></blockquote>
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		<title>Angola: Hohe Lebenskosten in Luanda</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/11/09/angola-hohe-lebenskosten-in-luanda/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 19:05:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Angola]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Portugiesisch]]></category>
		<category><![CDATA[Subsahara-Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die hohen Lebenskosten im Land sind paradox: Die hohen Entwicklungsindikatoren Angolas spiegeln sich nicht in den Finanzen der Mehrzahl der angolanischen Bürger wider und wirken sich nicht auf die Lebensqualität derer aus, die wirtschaftlich schlechter gestellt sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/clara-onofre/">Clara Onofre</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/11/09/angola-the-high-cost-of-living-in-luanda/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Luanda, die Hauptstadt Angolas, ist eine sehr teure Stadt. Sowohl für Angolaner als auch für Ausländer. Wenn man hier ist, merkt man es deutlich. Grundlegende Dinge wie Essen, Bildung und Wohnraum liegen preislich gleichauf mit einigen europäischen Ländern. Der einzige Unterschied ist, dass die Gehälter in Angola einfach lächerlich sind, wenn man sie mit europäischem Standard vergleicht. Dies führt zu einem täglichen Kampf um die Deckung des Grundbedarfs.</p>
<p>Offensichtlich wird dieser Kampf nicht von denjenigen geführt, die Geld haben, und die, aus welchen Gründen auch immer, durch Bankkonten geschützt sind, die Neid in normalen Sterblichen erwecken. Einer Umfrage zufolge, die im Februar von einem englischen Unternehmen, ECA International, durchgeführt wurde, <a href="http://www.citymayors.com/statistics/expensive-cities-intro.html">belegt Luanda Rang eins unter den teuersten Städten der Welt</a>.</p>
<p>Auf seinem Blog <a href="http://mundodaverdade.blogspot.com/2007/05/o-nvel-de-vida-em-luanda.html"><em>Mundo da Verdade</em></a> [pt], schreibt Miguel Caxias:</p>
<blockquote><p>“Só para terem uma ideia, o custo por noite no hotel em que estou é de 170 USD (quarto individual, com casa de banho e pequeno-almoço mesmo muito sofrível). Estamos a falar de um hotel que deve ter se tanto, duas estrelas. Para um europeu, não só por costumes alimentícios mas também por costumes de segurança, não se arrisca a comer em qualquer botequim de esquina, obviamente. No restaurante onde temos feito as nossas refeições, o custo médio de uma dose é de 30USD (junte-se a isso bebida, sobremesa, entradas e o preço salta logo para 40/45 USD de despesa individual).</p>
<p>Luanda está numa fase de construção massiva. Junto à Marginal existem apartamentos a 1 milhão de USD. Estão todos vendidos!!!”</p></blockquote>
<div class="translation">„Nur um euch eine Vorstellung zu geben: Der Preis für eine Nacht in dem Hotel, in dem ich übernachte, beträgt 170 USD (Einzelzimmer mit Bad und ziemlich dürftigem Frühstück). Wir sprechen von einem Hotel das bestenfalls zwei Sterne hat. Offensichtlich essen wir Europäer, nicht nur aufgrund von Essensgewohnheiten, sondern auch wegen der Sorge um unsere Sicherheit, nicht am Imbiss um die Ecke. In dem von uns aufgesuchten Restaurant kostet ein Essen im Durchschnitt 30 USD (mit Getränken, Dessert und Aperitif kann der Preis leicht auf 40/45 USD pro Person ansteigen).</p>
<p>In Luanda sind riesige Bauprojekte im Gange. In der Nähe des Marginal [Gebiet zur Bucht hin] gibt es Apartments, die für eine Million Dollar ausgeschrieben sind. Und sie wurden alle verkauft!!!“</p></div>
<p>Die hohen Lebenskosten im Land sind paradox, da sie keiner hohen Lebensqualität gegenüberstehen, zumindest nicht für diejenigen, die wirschaftlich schlechter gestellt sind. Angola verzeichnet hohe Entwicklungsindikatoren die sich leider nicht in den Finanzen des Großteils der angolanischen Bürger widerspiegelt. Eine unverhältnismäßige Nachfrage zusammen mit einem knappen Angebot macht die Lage ziemlich schwierig.</p>
<p>Der brasilianische Autor des Blogs <a href="http://diariodaafrica.blogspot.com/2009/02/os-precos-em-angola.html"><em>Diário de África</em></a> [pt] bietet eine schnelle Analyse dessen, was in Angola vor sich geht.</p>
<blockquote><p>“Não são apenas os alugueres (habitação) que custam caro. Tudo é caríssimo. Um quilo de tomate pode sair por 20 USD. Uma bandeja de uvas pode custar 30 USD o quilo. Um bife com batatas fritas pode custar facilmente, 50 dólares. Um cano furado pode sair por 1000.000 USD. Tapar um pequeno furo na tubulação do ar-condicionado do carro e colocar o gás para enfrentarmos o calor luandense custa 200 USD.</p>
<p>Precisa de electricista? Ele não vai sair da sua casa sem ter tirado pelo menos 100 USD de você. Mesmo que só tenha trocado uma lâmpada. Porque é tudo tão caro?”</p></blockquote>
<div class="translation">„Es sind nicht nur die Mieten (Wohnraum), die teuer sind. Alles ist so teuer. Ein Kilo Tomaten kann 20 USD kosten. Eine Schale Trauben kann 30 USD pro Kilo kosten. Eine Scheibe Fleisch mit Pommes Frites kann sich leicht auf 50 USD belaufen. Ein platter Reifen kann einen um 1000 USD erleichtern. Ein kleines Lochs im Rohr einer Autoklimaanlage und das Auftanken, um der Hitze Luandas zu entgehen, kann 200 USD kosten.</p>
<p>Man braucht einen Elektriker? Er wird nicht einmal das Haus verlassen, bevor er nicht mindestens 100 USD erhalten hat. Sei es auch nur, um eine Glühbirne zu wechseln. Warum ist alles so teuer?“</p></div>
<p>Laut diesem Blogger ist die Anwort einfach und bezieht sich – wieder einmal – auf den Krieg, der das Land mehr als 30 Entwicklungsjahre raubte.</p>
<blockquote><p>“O atabalhoado processo de independência e a guerra acabaram com tudo. Primeiro, a independência. Em 1975, pelo menos 300 mil portugueses abandonaram Angola. Médicos, dentistas, advogados, empresários, encanadores, mecânicos, burocratas, professores. Em questão de meses, Angola ficou sem quadros. Não havia quem soubesse gerenciar as finanças do país. Depois a guerra. O esforço de guerra sugou o dinheiro que deveria ser investido na saúde, na educação, nas infra-estruturas do país. Agora multiplique essa situação por 30 anos. O resultado chama-se Luanda.</p>
<p>Com a alta no preço do petróleo nos últimos anos, os fretes subiram e por tabela, o de todos os produtos. Chegou-se a uma situação tal que mesmo os itens produzidos em Angola podem custar mais que os importados. Porquê? Os economistas que me corrijam, mas parece ter algo a ver com a tal lei da oferta e da procura. Quem quer agora, tem de pagar mais.”</p>
<p>O país não tem indústrias. Tudo é importado. Vem de navio. No porto, não há espaço. Os navios ficam dois, três meses atracados em alto-mar, aguardando autorização para descarregar. Só agora é que a agricultura começa a dar os primeiros passos. Mas só nas áreas em que não há minas terrestres. O último número que ouvi era de que mais da metade das terras cultiváveis do país estava cheia de minas. Enquanto o terreno não estiver limpo, nada feito. Portanto, até a comida precisar ser importada.</p></blockquote>
<div class="translation">„Der beschwerliche Kampf für die Unabhängigkeit, auf den der Krieg folgte hat alles zerstört. Erst die Unabhängigkeit. Im Jahr 1975 verließen mindestens 300.000 Portugiesen Angola. Ärzte, Zahnärzte, Anwälte, Geschäftsleute, Klempner, Mechaniker, Staatsangestellte, Professoren. Innerhalb von Monaten stand Angola ohne qualifiziertes Personal da. Es gab niemanden, der wusste, wie die Finanzen des Staates verwaltet werden mussten. Als zweites der Krieg. Die Kriegsanstrengungen saugten sämtliche Geldressourcen auf, die in die Gesundheit, Bildung und Infrastruktur des Landes hätten fließen sollen. Multipliziert man diese Situation mit 30 Jahren erhält man Luanda.</p>
<p>Mit den hohen Gaspreisen der letzten Jahre, sind auch die Transportkosten gestiegen und in der Folge alle Produkte. Die Situation hat sich so entwickelt, dass sogar in Angola produzierte Artikel mehr kosten als importierte. Warum? Ökonomen dürfen mich gerne korrigieren, aber es scheint, als ob dies etwas mit dem Gesetz über Angebot und Nachfrage zu hätte. Wenn man etwas jetzt will, muss man mehr bezahlen.“</p>
<p>Das Land verfügt über keine Industrie. Alles wird importiert. Es wird ins Land eingeführt und im Hafen ist kein Platz mehr. Die Schiffe ankern zwei bis drei Monate auf hoher See und warten auf die Erlaubnis, ihre Ladung zu löschen. Erst vor Kurzem gab es in der Landwirtschaft erste Schritte, aber nur in Gebieten, in denen es keine Landminen gibt. Ich habe gehört, dass es in neuesten Statistiken heißt, die Hälfte des anbaufähigen Landes in Angola sei vermint. Solange das Land noch nicht von Minen befreit ist, wird nichts getan. Deshalb müssen sogar Nahrungsmittel importiert werden.</p></div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="A piece of goat costs 600 KZ ($7 USD). Tweetpic by @bethinagava" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/11/angola-300x220.jpg" alt="Ein Stück einer Ziege kostet 600 KZ (7 USD). Tweetpic by @bethinagava" width="300" height="220" /><p class="wp-caption-text">Ein Stück einer Ziege kostet 600 KZ (7 USD). Tweetpic by @bethinagava</p></div>
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		<title>Global Voices und der Blog Action Day 2009</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/09/29/global-voices-und-der-blog-action-day-2009/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 21:43:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
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		<category><![CDATA[Über GVO]]></category>

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		<description><![CDATA[Global Voices ist offizieller Blogpartner des Blog Action Day am 15. Oktober, einem Weltaktionstag, an dem sich Blogger aus aller Welt zusammenschließen und über den Klimawandel bloggen werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/diego-casaes/">Diego Casaes</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/09/28/global-voices-and-the-blog-action-day-2009/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="alignright" title="badge-180-150" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/09/bad-180-150.jpg" alt="" width="180" height="150" />Am 15. Oktober werden sich Blogger aus aller Welt im Rahmen eines der größten Online-Veranstaltungen zu gesellschaftlichem Wandel zusammenschließen und über den Klimawandel bloggen: dem <a href="http://www.blogactionday.org/">Blog Action Day</a>.</p>
<p>Hierbei handelt es sich um ein jährlich stattfindendes Event, bei dem sich Blogger aus aller Welt zum Bloggen über das gleiche Thema am gleichen Tag zusammenschließen. Das Ziel dieser globalen Demonstration ist es, wichtige Themen, mit denen sich die Welt konfrontiert sieht, ins Blickfeld zu rücken und eine weltweit Diskussion anzustoßen.</p>
<p>Im <a href="http://site.blogactionday.org/">offiziellen Blog</a>, gab <em>Robin Beck</em> das Thema des Blog Action Day 2009 <a href="http://site.blogactionday.org/general/blog-action-day-2009-climate-change/">bekannt</a>:</p>
<blockquote><p>Ich freue mich sehr, das Thema für den Blog Action Day 2009 bekanntzugeben: Klimawandel.</p>
<p>Tausende von Menschen haben abgestimmt und gemeinsam werden wir der globalen Diskussion um den Klimawandel neue Bedeutung verleihen, genau wie unsere Spitzenpolitiker, die sich auf ein Treffen in Kopenhagen vorbereiten, bei dem eine nachhaltige Lösung für diese Krise gefunden werden soll.</p></blockquote>
<p>Der Blog Action Day wurde 2007 von Collis und Cyan Ta&#39;eed mit der Unterstützung durch ihr Team bei <a href="http://envato.com/">Envato</a> gegründet. Bei der ersten Veranstaltung motivierten die Gründer mehr als 20.000 Blogger, sich beim Bloggen einen Tag lang einem Umweltthema zu widmen. Im folgenden Jahr 2008 ging es um Probleme in Zusammenhang mit Armut und die Blogger schrieben über ihre persönliche Meinung zu dem Thema und über ihre Lösungsvorschläge.</p>
<p>In diesem Jahr heißt das Thema Klimawandel, eine tolle Möglichkeit, auf all die Diskussionen und Online-Kampagnen aufzubauen, die im Vorfeld des <a href="http://en.cop15.dk/">COP15-Treffens der Vereinten Nationen</a> in Dänemark im Dezember 2009 organisiert wurden.</p>
<p>Jeder kann am Blog Action Day am 15. Oktober teilnehmen, ob auf Blogs, in Online-Zeitschriften oder Online-Magazinen. Es gibt keine Maximalanzahl an Artikeln pro Person und auch beim Inhalt gibt es keine Beschränkungen, solange es um den Klimawandel geht. Der Blog Action Day wird von Organisatioen wie <a href="http://oxfam.org/">Oxfam</a>, <a href="http://avaaz.org/">Avaaz</a>, <a href="http://tcktcktck.org/">TckTckTck</a>, <a href="http://greenpeace.org/">Greenpeace</a> und <a href="http://amnesty.org/">Amnesty International</a> unterstützt.</p>
<p>Global Voices wird als offizieller Blogpartner den Blog Action Day unterstützen, indem Blogger aus aller Welt zum <a href="http://www.blogactionday.org/en/blogs/new">Registrieren online</a> und zum Mitmachen aufgefordert werden. Ab dem 15. Oktober freuen sich die Blogger von Global Voices darauf, zu verlinken und zu übersetzen, was Blogger aus aller Welt zum <a href="http://globalvoicesonline.org/-/topics/environment/">Klimawandel und ihrer Umwelt</a> zu sagen haben.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="450" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/3CnIJ19EVMo&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;hl=en&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="344" src="http://www.youtube.com/v/3CnIJ19EVMo&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;hl=en&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Video-Wettwerb: Bürgerbotschafter beim 64. Tag der Vereinten Nationen</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/09/26/video-wettwerb-burgerbotschafter-beim-64-tag-der-vereinten-nationen/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Sep 2009 20:53:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Schauspieler George Clooney erklärt, wie man an dem Wettbewerb teilnehmen und als einer von fünf Gewinnern beim 64. Tag der Vereinten Nationen in New York dabeisein kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/juliana-rincon-parra/">Juliana Rincón Parra</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/09/25/video-contest-citizen-embassadors-for-the-64th-un-day/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><div class="wp-caption alignleft" style="width: 110px"><img title="9139541_bf2f063f51_t" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/09/9139541_bf2f063f51_t.jpg" alt="Bild von Basykes" width="100" height="100" /><p class="wp-caption-text">Bild von Basykes</p></div>
<p>Was würdet ihr den Regierungschefs aus aller Welt sagen, wenn ihr die Chance dazu hättet? Erzählt ihnen in einem maximal dreiminütigen Video, was eurer Meinung nach getan werden muss, um die Welt sicherer und besser zu machen, und ihr bekommt die Chance, einen Besuch im UN-Hauptquartier zum 64. Tag der Vereinten Nationen zu gewinnen.</p>
<p>Der Schauspieler George Clooney ist UN-Friedensbotschafter und im <a href="http://www.youtube.com/watch?v=DnIIwV0lqqM">folgenden Video</a>, das vom <a href="http://www.youtube.com/user/unitednations">Fernsehen der Vereinten Nationen</a> hochgeladen wurde, erklärt er, wie man an dem Wettbewerb teilnehmen kann und als einer von fünf Gewinnern die Chance bekommt, bei dem VIP-Event in New York dabeizusein.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="430" height="264" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/DnIIwV0lqqM&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="430" height="264" src="http://www.youtube.com/v/DnIIwV0lqqM&amp;hl=es&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Die Regeln sind recht einfach:</p>
<blockquote><p>1. Video aufnehmen; Dauer max. 3 Minuten,<br />
2. Video über euer YouTube-Account hochladen,<br />
3. Video als VIDEOANTWORT zu diesem Video hinzufügen,<br />
4. Teilnahmeschluss: 10. Oktober 2009</p>
<p>Auswahlverfahren:<br />
1. Die fünf besten Videobeiträge werden von einem Komitee nach schlüssigem Inhalt, Originalität und Kreativität ausgewählt.<br />
2. Die Finalisten werden zu Bürgerbotschafter ernannt und zum 64. Tag der Vereinten Nationen ins UN-Hauptquartier in New York eingeladen.<br />
3. Sie erhalten eine Sonderführung im UN-Hauptquartier, bekommen einen Fototermin mit dem Generalsekretär Ban Ki-moon sowie VIP-Plätze beim Konzert zum Tag der Vereinten Nationen, das am Freitag, den 23. Oktober 2009 stattfinden wird.</p></blockquote>
<p>Bisher wurden weniger als eine Handvoll Videos eingereicht, davon zwei aus den Vereinigten Staaten (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=04tPVekEZo4">1</a> und <a href="http://www.youtube.com/watch?v=bEAmWDA35nA">2</a>), eines aus <a href="http://www.youtube.com/watch?v=IqQtAtDs9r0">Kanada</a> und eines aus den <a href="http://www.youtube.com/watch?v=1YO9mEsXyy8">Vereinigten Arabischen Emiraten</a>. Der letztmögliche Abgabetermin ist der 10. Oktober: Schnappt also eure Kamera und präsentiert eure Argumente fesselnd, originell und kreativ!</p>
<p><em>(Bild von <a href="http://www.flickr.com/photos/basykes/">basykes</a> zur Illustration des Artikels unter Creative Commons Attribution License verwendet)</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nigeria: Neues Tiefseekabel erreicht Lagos</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/09/07/nigeria-neues-tiefseekabel-erreicht-lagos/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/09/07/nigeria-neues-tiefseekabel-erreicht-lagos/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 21:07:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cameroon]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Internet & Telecoms]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ankunft des Tiefseekabels GLO-1 an diesem Wochenende in Lagos begeisterte viele Blogger in Westafrika. Das GLO-1 verbindet Nigeria und 13 andere westafrikanische Länder über Europa mit dem weltweiten Telekommunikationssystem und versorgt die Region mit neuer Bandbreite.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/rebekah-heacock/">Rebekah Heacock</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/09/07/nigeria-new-submarine-internet-cable-lands-in-lagos/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Die Ankunft des <a href="http://www.vanguardngr.com/2009/09/06/glo-1-submarine-cable-lands-in-lagos/">Tiefseekabels GLO-1</a> an diesem Wochenende in Lagos begeisterte viele Blogger in Westafrika. Das GLO-1 verbindet Nigeria und 13 andere westafrikanische Länder über Europa mit dem weltweiten Telekommunikationssystem und versorgt die Region mit neuer Bandbreite.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="africa_cables" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/09/africa_cables-300x283.jpg" alt="Das GLO-1 ist Afrikas neues Tiefseekabel" width="300" height="283" /><p class="wp-caption-text">Das GLO-1 ist Afrikas neues Tiefseekabel</p></div>
<p>Ende Juli legten Schäden am SAT-3-Kabel — das bis zum vergangenen Wochenende die einzige Verbindung Nigerias mit dem globalen Kommunikationssystem darstellte — Bankdienste und den Zugang zum Internet im ganzen Land <a href="http://www.vanguardngr.com/2009/09/06/glo-1-submarine-cable-lands-in-lagos/">lahm</a>. Ungefähr <a href="http://www.thisdayonline.com/nview.php?id=149978">70 Prozent</a> der Bandbreite des Landes war betroffen.</p>
<p><a href="http://www.thisdayonline.com/nview.php?id=153634">Laut</a> dem leitenden Geschäftsführer von Globalcom Limited, die das GLO-1-Projekt finanzierten, wird das neue System den Bandbreitenbedarf Nigerias für die nächsten 15 bis 20 Jahre sichern. Blogger freuen sich auf schnellere Verbindungen und günstigeren sowie verlässlicheren Internetzugang.</p>
<p><a href="http://www.27months.com/2009/09/glo-1-submarine-cable-boosts-west-african-broadband/">Bill Zimmerman</a> von Cameroon schreibt:</p>
<blockquote><p>Das neue Kabel wird für eine Senkung der Internetkosten und für schnellere und robustere Verbindungen für Sprach-, Daten- und Videodiensten sorgen. Der Technologiesektor in Westafrika wird mit Sicherheit von dem GLO-1-Kabel profitieren, da Unternehmen einfacher mit Kunden und Partnern im Ausland kommunizieren werden können. Es verspricht gleichermaßen die Öffnung des Internetzugangs für Einzelpersonen und kleineren Unternehmen, die sich bisher keine eigenen Verbindungen leisten konnten.</p></blockquote>
<p>Für Yomi Adegboye von <a href="http://mobilitynigeria.com/2009/09/05/glo-1-submarine-cable-has-touched-down-in-lagos/">Mobility Nigeria</a> können die Verbesserungen, die das GLO-1 verspricht, nicht schnell genug stattfinden:</p>
<blockquote><p>Bis jetzt war das gesamte Land alleine auf das SAT-3-Kabel angewiesen, das unter dem Monopol von NITEL für kostengünstigen und schnellen Internetzugang sorgte. Branchenbeobachter erwarteten seit Monaten die Verlegung des GLO-1-Kabels, denn seine Inbetriebnahme wird sich zweifellos auf die Kosten und die verbesserte Versorgung mit High-Speed-Internetzugängen in Nigeria auswirken.</p>
<p>Das GLO-1-Kabel ist verlegt. Wann genau werden wir von den neuen Diensten profitieren?</p></blockquote>
<p>Das GLO-1 ist deshalb einzigartig, weil es sich dabei um das weltweit erste Tiefseekabel handelt, das sich in privatem Besitz befindet. Theresa Carpenter Sondjo von <a href="http://appfrica.net/blog/2009/09/06/glo-1-finally-lands-in-lagos-west-africas-2nd-undersea-cable-has-arrived/#utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=glo-1-finally-lands-in-lagos-west-africas-2nd-undersea-cable-has-arrived">Appfrica</a> erläutert:</p>
<blockquote><p>Die meisten Tiefseekabel, auch das SAT-3, das Westafrika zurzeit mit dem Rest der Welt verbindet, werden von Konsortien aus privaten und öffentlichen (staatseigenen) Unternehmen verlegt. Das GLO-1 ist deshalb ungewöhnlich, weil es ausschließlich von der nigerianischen GlobalCom finanziert wurde. Nigeria ist zurzeit von dem Monopol durch NITEL abhängig, um Zugang zu seiner eigenen SAT-3-Verbindungsstation zu bekommen, und kauft zusätzliche Bandbreite vom Nachbarland Benin.</p></blockquote>
<p>Munashe Gumbonzvanda von <a href="http://www.techmasai.com/2009/09/07/glo-1-lands-in-nigeria-now-two-undersea-cables-connect-west-africa-to-the-world/">TechMasai</a> fügt hinzu:</p>
<p>Das Interessante an dem Kabel ist, dass dieses Projekt im Unterschied zu anderen Projekten wie <a href="http://www.techmasai.com/?s=seacom">Seacom</a> <em>[Anm. d. Red.: Seacom, ein Kabel, das die ostafrikanische Küste mit Europa und Asien verbindet, wurde im Juli 2009 <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/07/24/africa-the-arrival-of-seacom-cable-sparks-debate/">in Betrieb genommen</a>]</em>, vollständig von Glo alleine finanziert wurde. Die Auswirkungen von Glo-1 sind bedeutend, werden sich aber wahrscheinlich erst nach einer Zeit zeigen. Wie schon im Fall von Seacom, ist dies ein wichtiger Moment für technologische Innovation und Entwicklung in Afrika.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Brasilien: Kampf gegen moderne Sklaverei</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/08/07/brasilien-kampf-gegen-moderne-sklaverei/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/08/07/brasilien-kampf-gegen-moderne-sklaverei/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 15:11:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitskräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Portugiesisch]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Moderne Sklaverei in den nördlichen und nördöstlichen Staaten Brasiliens ist ein bekanntes Problem. Ist Sklavenarbeit in São Paulo jedoch eine Anomalie? Die Blogosphäre diskutiert und kommt zu dem Schluss: Es gibt noch viel aufzudecken. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/deborah-goldemberg/">Deborah Goldemberg</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/08/04/brazil-fighting-contemporary-slavery/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><div class="wp-caption alignright" style="width: 206px"><img title="Zuckerrohrerntehelfer in Brasilien" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/07/3536401084_8871a4c8631-196x300.jpg" alt="Zuckerrohrerntehelfer in Brasilien. Foto: Ricardo Funari" width="196" height="300" /><p class="wp-caption-text">Zuckerrohrerntehelfer in Brasilien. Foto: Ricardo Funari</p></div>
<p>Sklavenarbeit ist in Brasilien ein Relikt aus Zeiten der Sklaverei, vor allem in den nördlichen und nordöstlichen Staaten. Das ist eine allgemein bekannte Tatsache. Als letztes Land der Erde wurde 1888 die Sklaverei abgeschafft, zeitweilige Sklaverei aufgrund von Schulden und Zwangsarbeit gibt es jedoch weiterhin, was regelmäßig durch die Regierung in isolierten Regionen bekämpft wird, in denen das Rechtsystem einer demografischen Herausforderung gegenübersteht.</p>
<p>Jedes Mal wenn es jedoch zu einem dieser Zwischenfälle im Staat São Paulo, besonders im Großraum São Paulo, kommt, erscheint dies auf der Titelseite der großen brasilianischen Zeitungen. Dies geschah letzte Woche, als die Arbeitsaufsicht aus São Paulo zusammen mit der Staatsanwaltschaft für Arbeit in Mogi Guaçu Municipality (SP) 20 Menschen aus der Sklaverei befreite (zwei davon minderjährig, erst 17 Jahre alt). <a href="http://colunistas.ig.com.br/sakamoto/2009/07/27/escola-vira-alojamento-de-escravos-em-sao-paulo/"><em>Sakamoto&#39;s Blog</em></a> [pt], das sich auf Neuigkeiten im Bereich Sklavenarbeit spezialisiert und Partner der mit einem Preis ausgezeichneten Website <a href="http://www.reporterbrasil.com.br/"><em>Reporter Brasil</em></a> [pt] ist, berichtete über den Vorfall und betonte dabei die Ironie, dass jugendliche Sklaven in einer verlassenen Schule des Staats untergebracht waren.</p>
<blockquote><p>OK, isso já aconteceu outras centenas de vezes no Brasil, infelizmente. O absurdo da vez foi que o empregador alojou o pessoal em uma escola pública desativada, com fiação elétrica exposta e esgoto correndo a céu aberto. Mesmo depositando o pessoal nessas condições, disse que cobraria aluguel pela hospedagem.<br />
A prefeitura havia feito um contrato com Pimenta para que ele usasse a casa dos fundos da escola em troca de manutenção do local. A escola Fazenda Graminha foi cedida pelo Estado para o município há nove anos. Agora, o contrato será cancelado e a prefeitura estuda entrar com um processo contra o empregador. O prédio foi lacrado e a secretaria fará um estudo sobre a possibilidade de reativar a escola. Incrível! Discute-se a “possibilidade”…</p></blockquote>
<div class="translation">Ok, das ist in Brasilien leider schon hundertmal passiert. Das Absurde an diesem Fall ist, dass der Arbeitgeber die Sklaven in einer verlassenen Schule untergebracht hatte, in der elektrische Drähte offen herumhingen und es offene, kaputten Abwasserleitungen gab. Trotz des schlechten Zustands, habe er Miete für die Unterbringung verlangt.<br />
Die Stadtverwaltung hatte einen Vertrag zwischen Pimenta und ihm über die Nutzung des Gebäudes hinter der Schule der Gemeinde zustande gebracht. Als Gegenleistung sollte er das Gebäude instand halten. Die Graminha Farm School wurde der Gemeinde vor neun Jahren vom Staat überschrieben. Der Vertrag wird nun gekündigt und die Stadtverwaltung prüft eine Klage gegen den Arbeitgeber. Das Gebäude wurde abgesperrt und das Sekretariat wird eine Studie über eine mögliche Wiedereröffnung der Schule durchführen. Unglaublich! Sie diskutieren immer noch über die „Möglichkeit“…</div>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img title="Einheimische Zuckerrohrerntehelfer in Brasilien" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/07/3542029863_36a3d14e8f-300x195.jpg" alt="Zuckerrohrerntehelfer essen mitten auf der Plantage unter sengender Sonne zu Mittag. Mahlzeiten gibt es ohne Besteck, kein Schutz vor den Elementen. Foto: Ricardo Funari" width="300" height="195" /><p class="wp-caption-text">Zuckerrohrerntehelfer essen mitten auf der Plantage unter sengender Sonne zu Mittag. Mahlzeiten gibt es ohne Besteck, kein Schutz vor den Elementen. Foto: Ricardo Funari</p></div>
<p>Der Fall von Sklavenarbeit in São Paulo erinnert an die in der Vergangenheit geführte Diskussionen des Problems durch den unabhängigen Journalisten und Intellektuellen aus dem Staat Pará, <a href="http://www.lucioflaviopinto.com.br/"><em>Lucio Flávio Costa</em></a>: <a href="http://www.acessa.com/gramsci/?id=820&amp;page=visualizar">Ist Sklavenarbeit eine amazonische Anomalie?</a> [pt]</p>
<blockquote><p>Desde 2003, 192 pessoas foram autuadas pelo Ministério do Trabalho e Emprego por submeter seus empregados a regime de trabalho análogo à escravidão. Mais de dois terços dessas empresas (147) atuam na Amazônia Legal. O campeão nacional do trabalho escravo é o Pará, com quase um quarto de todas as atuações, 52. As duas colocações seguintes nesse nefando ranking são ocupadas por Estados amazônicos: Tocantins (43) e Maranhão (32).<br />
O que leva à concentração dos casos de exploração de mão-de-obra não é uma anomalia amazônica, mas o fato de a região constituir a área de expansão da fronteira econômica do Brasil. Há o pressuposto tácito (ou tático) de que o pioneiro não traz necessariamente consigo a contemporaneidade.</p></blockquote>
<div class="translation">Seit 2003 zeigte das Arbeitsministerium 192 Personen an, die ihre Angestellten unter sklavenähnlichen Zuständen zur Arbeit zwangen. Mehr als zwei Drittel dieser Unternehmen (147) sind in der Region „Amazônia Legal“ tätig. Der landesweite „Champion“ der Sklavenarbeit ist mit fast einem Viertel der Anzeigen (52) der Staat Pará. Die nächsten beiden Plätze dieser berüchtigten Rangliste gehen ebenfalls and Amazonas-Staaten: Tocantins (43) und Maranhão (32).<br />
Was zu der hohen Konzentration an Ausbeutung von Arbeitern führt, ist keine amazonische Anomalie, sondern die Tatsache, dass es sich bei der Region um ein Gebiet der Ausdehnung der wirtschaftlichen Grenze Brasiliens handelt. Es gibt die stillschweigende Annahme, dass ein Pionier nicht notwendigerweise moderne Gewohnheiten mit sich bringt.</div>
<p>Was Lucio Flávio Pinto meint, ist, dass trotz der erhöhten Anzahl Vorfälle in Zusammenhang mit Sklavenarbeit in den Grenzstaaten, aufgrund günstiger Bedingungen (neben geografischen, ihm zufolge auch die Abwesenheit von modernen Gepflogenheiten, moderner Justiz, Bildung etc.), wird sie von Vertretern aus der Wirtschaft, Landwirten und Geschäftsleuten aus allen Teilen Brasiliens genutzt und immer mit Vertretern vor Ort koordiniert. Sozusagen: „die Umstände machen den Dieb“ (ein beliebtes brasilianisches Sprichwort) und durch viele Umstände, die die Ausbeutung von Arbeitern begünstigen, bestätigt sich erneut das brasilianische Erbe der Sklaverei. Außerhalb der Grenzen tragen andere Faktoren zum Auftreten des Phänomens bei, z.B.: schlechter Verwaltungsapparat vor Ort, seltene Kontrollen, schwache Gewerkschaften, Wanderarbeiter, eine verletzlichere und falsch informierte Bevölkerung.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 208px"><img title="Zuckerrohrerntehelfer in Brasilien" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/07/3542031027_8b9e478032-1-198x300.jpg" alt="Zuckerrohrerntehelfer in der Unterkunft: kein Trinkwasser, keine Betten, kein elektrisches Licht, keine Küche und Toiletten. Foto von Ricardo Funari." width="198" height="300" /><p class="wp-caption-text">Zuckerrohrerntehelfer in der Unterkunft: kein Trinkwasser, keine Betten, kein elektrisches Licht, keine Küche und Toiletten. Foto von Ricardo Funari.</p></div>
<p>Der Fall Mogi-Guaçu ist kein Einzelfall und brazilianische Blogger berichten regelmäßig über Fälle von Sklaverei in São Paulo und das sowohl in ländlichen als auch städtischen Gebieten. Dieses Jahr veröffentlichte das Blog <a href="http://anjoseguerreiros.blogspot.com/2009/07/policia-flagra-trabalho-escravo-e.html"><em>Anjos e Guerreiros</em></a> [pt] einen Artikel über einen unglaublichen Fall von Sklaven- und Kinderarbeit auf einer Zitronenplantage in der Gemeinde Cabreúva, die 70 Kilometer von São Paulo Stadt entfernt liegt.<br />
 </p>
<blockquote><p>Uma denúncia levou a polícia até a fazenda. Um lavrador estava na propriedade há quatro meses e conta que não recebeu nenhum pagamento. Os responsáveis pela contratação devem responder por exploração de trabalho infantil.<br />
- Às vezes o povo dá um pouco de comida. Tem vez que nós não comemos, não almoçamos e nem jantamos.<br />
Os funcionários contaram para os policiais que havia crianças trabalhando na colheita de limão. O Conselho Tutelar foi chamado e flagrou seis menores trabalhando no local. Um deles, um menino de 12 anos.<br />
- Não tem luvas nem tinha equipamento, nem água. Eu ganho R$ 2 reais - diz o menino.<br />
Uma adolescente conta que os patrões pediram para todos fugirem assim que ficaram sabendo que a polícia ia chegar.<br />
- Nós dissemos que não fugiríamos - afirmou</p></blockquote>
<div class="translation">Die Polizei kam wegen einer Beschwerde auf die Plantage. Ein Landarbeiter war vier Monate lang auf dem Anwesen beschäftigt, ohne je seinen Lohn erhalten zu haben. Diejenigen, über die er angestellt worden sei, seien auch für die Ausbeutung von Kindern als Arbeiter verantwortlich.<br />
- Manchmal geben Sie uns eine Kleinigkeit zu essen. Manchmal essen wir garnichts, bekommen kein Mittag- oder Abendessen.<br />
Die Arbeiter erzählten der Polizei, dass Kinder bei der Zitronenernte mitarbeiteten.<br />
Das Conselho Tutelar (Anm. d. Übers.: brasilianisches Jugendamt) wurde gerufen und fand sechs Minderjährige vor, die auf der Plantage arbeiteten. Einer davon war ein 12-jähriger Junge.<br />
- Es gibt keine Handschuhe und keine Ausrüstung, nicht einmal Wasser. Ich verdiene 2 Real, sagte der Junge [ca. 1 $].<br />
Ein Heranwachsender erzählt, dass die Arbeitgeber ihnen auftrug wegzulaufen, sobald sie hörten, dass die Polizei im Anmarsch war.<br />
- Er erklärte: Wir sagten ihnen, wir würden nicht weglaufen.</div>
<p>In São Paulo Stadt, im Herzen des Stadtgebiets, nimmt das Autreten von Sklavenarbeit andere Formen an, auf die das <a href="http://verdefato.blogspot.com/2009/06/trabalho-escravo-urbano-bolivianos.html"><em>Blog Verdefato</em></a> [pt] aufmerksam macht:</p>
<blockquote><p>O trabalho escravo urbano é menor se comparado ao do meio rural. A Polícia Federal, as Delegacias Regionais do Trabalho, o Ministério Público do Trabalho e o Ministério Público Federal já agem sobre o problema. Vale lembrar que a escravidão urbana é de outra natureza, com características próprias…O principal caso de escravidão urbana no Brasil é a dos imigrantes ilegais latino-americanos - com maior incidência para os bolivianos - nas oficinas de costura da região metropolitana de São Paulo. A solução passa pela regularização da situação desses imigrantes e a descriminalização de seu trabalho no Brasil.</p></blockquote>
<div class="translation">Sklavenarbeit in der Stadt ist seltener als auf dem Land. Die Bundespolizei, die regionalen Arbeitsabordnungen, das öffentliche Arbeitsministerium und das öffentliche Bundesministerium gehen bereits gegen das Problem vor. Man darf nicht vergessen, dass Sklaverei in der Stadt anders aussieht, sie weist bestimmte Merkmale auf…der Hauptfall von städtischer Sklaverei in Brasilien bildet der von illegalen lateinamerikanischen Migranten – vor allem Bolivianer – in den Nähstuben im Stadtgebiet von São Paulo. Die Lösung hängt von der Regularisierung dieser Immigranten ab und der Entkriminalisierung ihrer Arbeit in Brasilien.</div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="Moderne Sklaverei, Amazonas-Regenwald, Brasilien. Tuere-Plantage; Staat: Pará" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/07/3542686688_8808ba583c-300x200.jpg" alt="Ein durch eine Kapuze unkenntlich gemachter Informant, dem die Flucht von dem Anwesen gelungen ist (im Hintergrund) zeigt der Bundespolizei eine Stelle, wo Arbeiter gefangen gehalten werden. Foto: Ricardo Funari" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Ein durch eine Kapuze unkenntlich gemachter Informant, dem die Flucht von dem Anwesen gelungen ist (im Hintergrund), zeigt der Bundespolizei eine Stelle, wo Arbeiter gefangen gehalten werden. Foto: Ricardo Funari</p></div>
<p>Dasselbe Blog berichtet über den Fall eines bolivianischen Einwanderers, <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/07/18/brazil-amnesty-for-illegal-immigrants-sparks-hope-and-controversy/">einer von vielen, die unter diesen Bedingungen arbeiten</a>:</p>
<blockquote><p>Sentada há mais de 16 horas diante da máquina de costura, a mãe de Ramón tem pressa. Maria Diaz costura uma peça de roupa atrás da outra, intensamente. Ela tem uma agenda para cumprir. Só pára quando precisa comer ou ir ao banheiro. A mãe do pequeno Ramón é uma mulher exausta.</p>
<p>Desde que chegou ao Brasil, em 2003, trabalha do amanhecer até tarde da noite. Não tem carteira assinada, equipamento de proteção, assistência médica. Ela não existe nos registros de imigração. Oficialmente, o governo brasileiro não sabe de sua presença. Tampouco sua saída da Bolívia, em 2003, foi registrada pelo governo daquele país. Maria foi trazida para São Paulo por intermediários conhecidos como “coiotes”, que ganham dinheiro contrabandeando gente de um país para outro. Em São Paulo, pelo menos 100 mil bolivianos estão nessa situação.</p></blockquote>
<div class="translation">Nach mehr als 16 Stunden an der Nähmaschine hat es Ramóns Mutter eilig. Maria Diaz näht ein Stück Stoff nach dem anderen, in intensiver Arbeit. Sie hat ein Akkord-Ziel zu erreichen. Sie hört nur auf, um etwas zu essen oder auf die Toilette zu gehen. Die Mutter des kleinen Ramón ist eine erschöpfte Frau.<br />
Seit Sie im Jahr 2003 nach Brasilien kam, arbeitete sie von früh bis spät. Sie besitzt keine Arbeitserlaubnis, Schutzkleidung oder medizinische Absicherung. Sie existiert nicht im Einwanderungsregister.</div>
<p>Die brasilianische Regierung weiß offiziell nichts von ihrer Anwesenheit. Ihre Ausreise aus Bolivien im Jahr 2003 wurde ebenfalls nicht festgehalten. Maria wurde von Mittelsmännern nach São Paulo gebracht, den so genannten „Koyoten“, die durch Menschenschmuggel über Landesgrenzen Geld verdienen. In São Paulo leben mindestens 100.000 Bolivianer unter diesen Bedinungen.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="Moderne Sklaverei am Amazonas - Ausstellung einer Arbeitserlaubnis" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/07/3535359233_7dd72258b1-300x199.jpg" alt="Ein Mann, der in einem Gebäude gefangen gehalten und dort gefunden wurde, rasiert sich, bevor er für die erste Arbeitserlaubnis seines Lebens fotografiert wird. Foto von Ricardo Funari." width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Ein Mann, der in einem Gebäude gefangen gehalten und dort gefunden wurde, rasiert sich, bevor er für die erste Arbeitserlaubnis seines Lebens fotografiert wird. Foto von Ricardo Funari.</p></div>
<p>Noch immer in São Paulo, geht es in einem Artikel von Soziologe und Mitglieder der Gemeindeversammlung, Floriano Pesaro, auf dem <a href="http://coisasdesp.blogspot.com/2009/07/nao-ao-trabalho-infantil.html"><em>Blog Coisas de São Paulo</em></a> [pt] um Straßenkinder, die von ihren Eltern zur Arbeit gezwungen werden. Hier geht es um einen doppelten Übergriff: Kinderarbeit und Sklavenarbeit:</p>
<blockquote><p>O trabalho infantil nas ruas, no comércio e até dentro de casa resiste no Brasil urbano e rural. Manifesta-se em suas piores formas, com práticas análogas ao trabalho escravo: exploração sexual comercial, venda e tráfico de crianças para trabalho ou exploração sexual, uso de crianças no comércio de drogas. Estas práticas envolvem atividades criminosas que são ilícitas e que levam crianças e adolescentes à morte. Na cidade de São Paulo, de acordo com pesquisa da FIPE, de 2007, são pouco mais de mil crianças em trabalho infantil somente nas ruas.</p></blockquote>
<div class="translation">Kinderarbeit auf der Straße, in Läden und sogar in Haushalten hält sich hartnäckig im ländlichen und städtischen Brasilien. Sie zeigt sich in ihrer schlimmsten Form, mit Praktiken, die der Sklavenarbeit entsprechen: kommerzielle sexuelle Ausbeutung, Kinderhandel und -verkauf oder sexuelle Ausbeutung und die Ausnutzung von Kindern beim Dealen mit Drogen. Diese Praktiken beinhalten verbotene kriminelle Aktivitäten, die Kinder und Jugendliche in den Tod führen. In der Stadt São Paulo gab es 2007 laut einer FIPE-Studie über 1.000 Kinder, die allein auf der Straße Kinderarbeit nachgingen.</div>
<p>Während ich diesen Artikel für Global Voices Online schrieb, fragte ich mich, ob durch die weltweite Verbreitung solch schlechter Nachrichten nicht das Image Brasiliens im Ausland leiden würde, aber das sehr interessante Blog von <a href="http://edsonrodrigues.wordpress.com/2009/03/27/trabalho-escravo-uma-triste-realidade-no-brasil/"><em>Edson Rodrigues</em></a> [pt], half mir dabei, doch darüber zu berichten. Er stellt eine Liste von 15 Wahrheiten und Lügen über Sklavenarbeit in Brasilien auf. In einem der Punkte geht es um die internationale Verbreitung von praktizierter Sklavenarbeit und deren Schaden für das Land:</p>
<blockquote><p>12) Mentira: A divulgação internacional prejudica o comércio exterior e vai trazer prejuízo ao país. Verdade:<br />
Isso é uma falácia. Não erradicar o trabalho escravo é que prejudica a imagem do Brasil no exterior. As ameaças de restrições comerciais serão levadas a cabo se o país não fizer nada para resolver o problema. Que usamos trabalho escravo, isso é público e notório…A agricultura é fundamental para o desenvolvimento do país. Por isso mesmo, ele deve estar na linha de frente do combate ao trabalho escravo, identificando e isolando os empresários que agem criminalmente. Dessa forma, impede-se que uma atividade econômica inteira venha a ser prejudicada pelo comportamento de alguns poucos.</p></blockquote>
<div class="translation">12) Lüge: Die internationale Verbreitung von Nachrichten schadet dem Handel und dem Land. Wahrheit: Das ist ein Trugschluss. Die Nicht-Ausmerzung von Sklavenarbeit ist, was dem Image Brasiliens im Ausland schadet. Es drohen wirtschaftliche Sanktionen, sollten das Land nicht auf die Lösung des Problems hinarbeiten. Es gibt bei uns Sklavenarbeit, das ist allgemein bekannt… Landwirtschaft ist grundlegend wichtig für die Entwicklung unseres Landes. Aus genau diesem Grund sollte der Kampf gegen Sklaverei ganz oben auf der Liste stehen und kriminelle Geschäftsleute identifiziert und ausgegrenzt werden. So wird garantiert, dass die gesamte wirtschaftliche Aktivität unter dem Verhalten Einzelner leidet.</div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="Moderne Sklaverei am Amazonas - Ausstellung von Arbeitserlaubnissen im Wald" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/07/3535380017_a328cec61d-300x193.jpg" alt="Ausstellung von Arbeitserlaubnissen im Wald. Foto von Ricardo Funari." width="300" height="193" /><p class="wp-caption-text">Ausstellung von Arbeitserlaubnissen im Wald. Foto von Ricardo Funari.</p></div>
<p>Ich schließe mich seinen Worten an und schließe diesen Artikel mit dem sicheren Gefühl, dass Sklavenarbeit ein pauschalisiertes Relikt aus Zeiten ist, als Sklaverei in Brasilien noch legal war, und dass es eine Anomalie wäre, diese Phänomen nicht offen zu bekämpfen.</p>
<p>—</p>
<p>Die Fotos in diesem Artikel wurden freundlicherweise von dem Fotojournalisten <a href="http://www.flickr.com/photos/28488531@N08/"><em>Ricardo Funari</em></a> aus Rio de Janeiro zur Verfügung gestellt, der an der Produktion und Verbreitung von Bildern arbeitet, die Probleme gesellschaftlicher Ungerechtigkeit im Land dokumentieren und ansprechen. Danach zu urteilen, was ihm im Laufe seiner Arbeit begegnet ist, „bilden Schulden den Hauptmechanismus der Sklaverei in Brasilien - die körperliche Festsetzung von Arbeitern auf Anwesen bis zur Begleichung von Schulden, die oft durch Betrug entstanden sind und durch genau ihre Arbeitsbedingungen hervorgerufen wurden. Arbeiter aus Gebieten, die von einer Rezession oder Dürre betroffen sind, werden so in mündliche Verträge gelockt und danach auf Lastwagen verladen, mit denen sie tausende Kilometer weit transportiert werden, um dort unter gefährlichen Bedingungen zu arbeiten. Bei ihrer Ankunft werden die attraktiven Löhne, die ihnen versprochen wurden, gesenkt und dann ganz gestrichen, um die Kosten für Transport, Nahrungsmittel und sogar Werkzeuge zu decken. Arbeiter erhalten oft kein Bargeld. Die Zeit vergeht und die Schulden der Arbeiter werden größer und größer, so dass sie keine Möglichkeit haben, zu gehen.“ Sein Fotosatz <a href="http://www.flickr.com/photos/28488531@N08/sets/72157618168573569/">„Moderne Sklaverei in Brasilien“</a> ist auf seinem Flickr-Account zu sehen.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img title="Moderne Sklaverei am Amazonas - Freiheit und Bezahlung" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/07/3536197068_125232e972-300x199.jpg" alt="Ein zahnloser Arbeiter lacht laut, als er eine vollkommen legale Lohnzahlung erhält. Foto von Ricardo Funari." width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Ein zahnloser Arbeiter lacht laut, als er eine vollkommen legale Lohnzahlung erhält. Foto von Ricardo Funari.</p></div>
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		<title>Global Voices entwickelt alternative Einnahmequellen</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/08/06/global-voices-entwickelt-alternative-einnahmequellen/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 10:37:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Über GVO]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie alle anderen Medienunternehmen, muss auch Global Voices in Zeiten der Wirtschaftskrise die Erhaltung der Organisation kreativ und innovativ angehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/georgia-popplewell/">Georgia Popplewell</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/07/30/global-voices-develops-alternative-revenue-streams/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Wie alle anderen Medienunternehmen, muss auch Global Voices in Zeiten der Wirtschaftskrise die Erhaltung der Organisation kreativ und innovativ angehen.</p>
<p>Nach dreijähriger Verwaltung durch das <a href="http://cyber.law.harvard.edu/">Berkman Center</a> der Harvard University, wurden wir im Jahr 2008 zu einer unabhängigen, in den Niederlanden gegründeten Non-Profit-Stiftung. Für eine Organisation mit hunderten von Mitgliedern auf der ganzen Welt, hält Global Voices die Kosten relativ gering. Wir besitzen kein festes Büro und die meisten der außergewöhnlichen Menschen, die so hart daran arbeiten, den Inhalt auf unseren Seiten zu produzieren, tun dies ehrenamtlich. Trotzdem investierten wir in den vergangenen eineinhalb Jahren viel Zeit und Energie in das Sammeln von Spenden und darin, Wege zu finden, über die die Organisation sich auf unabhängige Weise selbst tragen kann.</p>
<p>Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass wir es trotz der derzeitigen Wirtschaftskrise fast geschafft haben, unser Budget für 2009 zu sichern. Dies verdanken wir der Unterstützung durch die <a href="http://globalvoicesonline.org/special-thanks/">hier</a> aufgelisteten philantropischen Unternehmen. Um auch auf lange Sicht zukunftsfähig zu sein, versuchen wir jedoch, ein Gleichgwicht zwischen philantropischer Unterstützung, redaktionellen Aufträgen, Partnerschaften und Content-Syndication und etwas Werbung zu schaffen.</p>
<p>Hier einige der Ideen, die wir bisher als mögliche Wege geprüft haben:</p>
<p><strong>Auftragsarbeiten und Underwriting</strong></p>
<p>Sämtliche unserer Inhalte werden unter einer Creative Commons License veröffentlicht, die es sowohl kommerziellen als auch nicht-kommerziellen Websites erlaubt, <a href="http://globalvoicesonline.org/about/global-voices-attribution-policy/">neu zu veröffentlichen</a>, was ihnen gefällt. Hin und wieder werden wird jedoch von Organisationen beauftragt, über eine bestimmte Region oder ein bestimmtes Thema vertieft zu berichten. Im Jahr 2008 verpflichtete sich Reuters, die Kosten für die Anstellung von Redakteuren zu übernehmen, um Inhalte zum Klimawandel und Bürgervideos als Kurator zu betreuen. Über die nächsten sechs Monate wird ein neues Blog des <a href="http://www.unfpa.org/">Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen</a> (UNFPA) unsere Redakteure beauftragen, Artikel über Gesundheit von Frauen, jungen Menschen und Sexualität, Bevölkerung, Einwicklung und Klimawandel zu veröffentlichen. Spender oder Organisationen, die ein Interesse an bestimmter Berichterstattung haben, können diese Inhalte auch speziell unterstützen, müssen sich jedoch darüber im Klaren sein, dass sie keinerlei Einfluss auf die Inhalte selbst haben. Diese Art von Underwriting wird von vielen öffentlichen Medienmodellen genutzt. Diese Einnahmenart wird wahrscheinlich zu einer wichtigen Alternativquelle werden.</p>
<p><strong>Werbung</strong></p>
<p>Viele Websites nutzen automatisierte Werbedienste, wir haben uns bisher jedoch gegen diesen Weg entschieden. Die Einnahmen aus diesen Anzeigen wären recht gering im Vergleich zum Platz, den wir ihnen auf der Website zur Verfügung stellen müssten. Wir sorgen uns außerdem um den fraglichen Inhalt, der durch automatisierte Anzeigen auftreten kann. Dies bedeutet jedoch nicht, dass unsere Philosphie und Werbung sich entgegenstehen. Diese Woche werden wir unsere erste bezahlte Anzeige für einen Online-Videowettbewerb schalten, der von der Website <a href="http://www.putiton.com/">Put it On</a> organisiert wird. Wir finden, für einen Bürgermedienwettbewerb zu werben, bei dem weltweit jeder teilnehmen kann, ist mit unserem Auftrag vereinbar. Wir verpflichten uns außerdem, immer ausdrücklich anzugeben, wenn unsere Beziehungen oder eine inhaltliche Partnerschaft bezahlt oder gesponsert wird. Werbung wird deutlich als solche gekennzeichnet.</p>
<p><strong>Beratung</strong></p>
<p>In der Global-Voices-Community gibt es unglaublich großes Wissen und Talent und es besteht die Möglichkeit für Partnerschaften mit anderen Organisationen, die finanzielle Vorteile sowohl für Global Voices als auch für die einzelnen Mitglieder der Community mit sich bringen können. Im September wird 30 Global-Voices-Bloggern ein Honorar dafür bezahlt, dass sie neuen Bloggern aus Europa und Afrika helfen, die an einem Online-Kommunikationskurs bei <a href="http://www.ms.dk/sw13950.asp">ActionAid Denmark</a> teilnehmen. Wir freuen uns, den Ehrenamtlichen bei Global Voices interessante Chancen bieten und die Einnahmen dafür der gesamten Organisation zugänglich machen zu können. Währenddessen nutzen wir die dadurch gewonnenen Erfahrungen für die Entwicklung neuer Leitlinien für zukünfige Mentorprojekte.</p>
<p><strong>Online-Spenden</strong></p>
<p>Ende letzten Jahres haben wir unsere <a href="http://globalvoicesonline.org/donate/">Online-Spendenseite</a> gestartet, die mit einem <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/12/19/keep-the-world-talking—donate-to-global-voices/">ruhigen Spendenaufruf</a> beginnt, gefolgt von einer <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/01/06/a-global-voices-new-year/">Diashow</a> mit Fotos und Kunstwerken von Mitgliedern unserer Community. Wir planen schon bald eine neue Aktion. In einer perfekten Welt könnten wir nur von Spenden unserer Leser leben und da wir wissen, dass dies unrealistisch ist, sind wir doch sehr dankbar, wenn Freunde uns auf diese Weise unterstützen. Wenn Ihnen also gefällt, wie wird denken, wachsen und uns über Ihre <a href="http://globalvoicesonline.org/donate/">Spende</a> freuen, seien Sie versichert, dass wir diese sehr zu schätzen wissen!</p>
<p>Dies ist nur eine Auswahl der Ideen, die wir geprüft haben, um neben unserer herkömmlichen Sammlung von Spenden zusätzliche Einnahmen für Global Voices zu generieren. Wenn Sie diese Ideen zusammen mit uns weiterverfolgen möchten, setzen Sie sich bitte unter georgiap at globalvoicesonline dot org mit mir in Verbindung.</p>
<p>Unser Dank und Stolz gilt allen, die ihre Zeit und Energie in dieses Projekt investieren, und es zusammen am Laufen halten.</p>
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		<title>Neue T-Shirts von Global Voices</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 14:14:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn auch ihr Global Voices toll findet, ist es jetzt einfacher denn je, das auch zu zeigen: mit einem neuen Shirt. Hast du ein Treffen mit Barack Obama oder der Königin von Jordanien? Trag das T-Shirt!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/solana-larsen/">Solana Larsen</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/07/28/get-your-new-global-voices-t-shirt/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Wenn auch ihr Global Voices toll findet, ist es jetzt einfacher denn je, das auch zu zeigen: mit einem neuen Shirt. Hast du ein Treffen mit <a href="http://globalvoicesonline.org/specialcoverage/obama-in-africa-2009/">Barack Obama</a> oder der Königin von Jordanien? Trag das T-Shirt! Ein Fernsehautritt steht an? Vergiss dein T-Shirt nicht! Wir haben einen Lieferanten ausgewählt, der gute internationale Versandpreise und Druckqualität anbietet.</p>
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<p>Wir verdienen nichts am Verkauf der Shirts, es gibt also keinen Kaufdruck. Wenn ihr <a href="http://globalvoicesonline.org/donate/">mit einer Spende die Arbeit von Global Voices unterstützen</a> möchtet, freuen wir uns darüber natürlich riesig.</p>
<p>Global Voices - das ist eine Community aus <a href="http://globalvoicesonline.org/authors/">Bloggern</a> und <a href="http://globalvoicesonline.org/authors/">Übersetzern</a>, die hauptsächlich ehrenamtlich arbeiten und über Themen, die weltweit in den Bürgermedien diskutiert werden, berichten. Unsere Arbeit ist nur mithilfe eurer Unterstützung möglich.</p>
<p><object width="400" height="180" data="http://www.pimpampum.net/bubblr/bubblr_blog.swf?id=16664" type="application/x-shockwave-flash"><param name="src" value="http://www.pimpampum.net/bubblr/bubblr_blog.swf?id=16664" /></object></p>
<p>Die Shirts gibt es in verschiedenen Formen und Größen sowie in fünf Farben. Jeder Blogger auf der Welt sollte eines besitzen.</p>
<p><a href="http://www.redbubble.com/products/configure/11538765"><img class="alignnone size-medium wp-image-87776" title="grau" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/07/grey-shirt-300x257.png" alt="grau" width="100" /><img class="alignnone size-medium wp-image-87777" title="blau" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/07/blueshirt-300x300.png" alt="blau" width="100" /><img class="alignnone size-medium wp-image-87779" title="schwarz" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/07/blackshirt-300x250.png" alt="schwarz" width="100" /></a></p>
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		<title>Malaysia: „Wo ist die Demokratie?“</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 10:52:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet & Telecoms]]></category>
		<category><![CDATA[Malaysia]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Ostasien]]></category>
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		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor zwei Wochen feierte der malaiische Premierminister seine ersten 100 Tage im Amt. Viele seiner Wähler nutzen dies jedoch für den Start der Kampagne „Wo ist die Demokratie?“. Das Blog 711whereisdemocracy wurde gegründet, um malaiische Blogger zur Unterstützung der Protestkampagne aufzurufen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/mong/">Mong Palatino</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/07/26/malaysia-%e2%80%9cwhere-is-democracy%e2%80%9d/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="alignnone" title="malaysia4" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/07/malaysia4.jpg" alt="" width="320" height="240" /></p>
<p>Vor zwei Wochen feierte der malaiische Premierminister <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/04/06/malaysia%E2%80%99s-new-prime-minister-is-a-blogger-and-twitterer/">Najib Abdul Razak</a> seine ersten <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/07/15/malaysia-prime-minister-marks-100-days-in-office/">100 Tage</a> im Amt. Viele seiner Wähler nutzten das Ereignis, um zu fragen: „Wo ist die Demokratie?“ in Malaysia. Seine Kritiker glauben, dass der Premierminister das demokratische Regierungssystem des Landes untergräbt.</p>
<p>Das <a href="http://711whereisdemocracy.blogspot.com/">Blog</a> <em>711whereisdemocracy</em> wurde gegründet, um die Bürger Malaysias zur Unterstützung der Protestkampagne aufzurufen:</p>
<blockquote><p>Wie wir das machen? Einfach dadurch, dass wir die Frage stellen - „Wo ist die Demokratie?“. Nach 100 Tagen suchen wir noch immer danach, sehnen uns immer noch danach, kämpfen immer noch dafür.</p>
<p>Wie „stellen“ wir die Frage? Druckt oder schreibt es auf ein Blatt Papier. Haltet es hoch vor wichtigen Orten - Polizeirevieren, Gerichtsgebäuden, Regierungsministerien, dem Parlamentsgebäude, dem Gebäude der Staatsversammlung, örtlichen Rathäusern etc. und macht ein Foto.</p></blockquote>
<p>Unterstützer der Kampagne können ihre Bilder auf <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=76346639997">Facebook</a> veröffentlichen. Die Bewegung <a href="http://www.facebook.com/pages/1BLACKMalaysia-Democracy-First-Elections-Now/90393349238">1BlackMalaysia</a> (eine Anspielung auf Razaks <a href="http://www.thenutgraph.com/1blackmalaysia-campaign-for-perak">1Malaysia</a>-Slogan) bildet die Speerspitze der Kampagne:</p>
<blockquote><p>Die Botschaft des zivilen Ungehorsams ist friedlich aber mächtig. Wir, das Volk, sind die Chefs der Politiker und kein Politiker, der sich gegen die öffentliche Meinung stellt, kann bei den nächsten Wahlen seiner Strafe entgehen. Der zivile Ungehorsam ist friedlich und jeder Bürger kann daran teilnehmen und dadurch etwas bewirken.</p></blockquote>
<p><img class="alignnone" title="malaysia" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/07/malaysia.jpg" alt="" width="336" height="370" /></p>
<p>Sogar <a href="http://lepaklah.blogspot.com/2009/07/where-is-democracy.html">Lepak</a>, der während der virtuellen Demonstration in Japan war, nahm teil:</p>
<blockquote><p>Da in Malaysia anscheinend keine Demokratie zu finden ist, müssen wir in anderen Ländern danach suchen! hahahaha in Japan… vielleicht gibt es dort Demokratie…vielleicht auch nicht….</p></blockquote>
<p><a href="http://huichun.wordpress.com/2009/07/10/7-11-where-is-democracy/">Huichun</a> sucht ebenfalls in Malaysia nach Demokratie:</p>
<blockquote><p>Wie ich mir wünsche, dass Demokratie in Malaysia so bequem und leicht zugänglich wäre wie der allgegenwärtige 7-Eleven [Einzelhandelskette, Anm. d. Ü.]!</p></blockquote>
<p><a href="http://harismibrahim.wordpress.com/2009/07/09/where-is-democracy/">Shakuntala</a> kommentiert:</p>
<blockquote><p>Ihr stellt auch eine wichtige Frage: „Wo ist die Demokratie?“ Schade, aber man kann sie nirgends finden. Ist diese Anwort zu gleichgültig? Nein, es scheint, als ob unsere Oberen uns damit an der Nase herumführen,dass sie der Welt erzählen, wir seien eine echte Demokratie. Oder existiert sie nur für die Reichen und Berühmten?</p></blockquote>
<p><img class="alignnone" title="malaysia3" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/07/malaysia3.jpg" alt="" width="331" height="400" /></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Bürger in aller Welt versammeln sich für Iran</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/07/27/burger-in-aller-welt-versammeln-sich-fur-iran/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/07/27/burger-in-aller-welt-versammeln-sich-fur-iran/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 27 Jul 2009 10:50:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina Seidenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>
		<category><![CDATA[Farsi]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Nahost & Nordafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben vonHamid Tehrani  &#183; Übersetzt von Tina Seidenberger &#183;  engl. Originalartikel 

Am Samstag, den 25. Juli 2009 folgten sowohl Iraner als auch Nicht-Iraner der Initiative United4Iran, indem sie an einer Veranstaltung teilnahmen und damit den iranischen Kampf für Freiheit und Menschenrechte unterstützten.
Zahlreiche Bürger dokumentierten die Veranstaltungen mit Videos und Fotos.
Hamburg/Deutschland:

Washington/USA:

London/GB:
Demonstrationen vor der Botschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/hamid-tehrani/">Hamid Tehrani</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/tina-seidenberger/'>Tina Seidenberger</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/07/26/citizens-of-the-world-rally-for-iran/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="alignnone" title="united11" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/07/united11.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p>Am Samstag, den 25. Juli 2009 folgten sowohl Iraner als auch Nicht-Iraner der Initiative <a href="http://www.united4iran.org/">United4Iran</a>, indem sie an einer Veranstaltung teilnahmen und damit den iranischen Kampf für Freiheit und Menschenrechte unterstützten.</p>
<p>Zahlreiche Bürger dokumentierten die Veranstaltungen mit Videos und Fotos.</p>
<p><strong>Hamburg/Deutschland:</strong></p>
<p><object width="560" height="340" data="http://www.youtube.com/v/L561yiCd2Xw&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/L561yiCd2Xw&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p><strong>Washington/USA:</strong></p>
<p><object width="560" height="340" data="http://www.youtube.com/v/_cI3V-6vHYQ&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/_cI3V-6vHYQ&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p><strong>London/GB:</strong></p>
<p>Demonstrationen vor der Botschaft der islamischen Republik in London.</p>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/z5eFDNtW1yE&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/z5eFDNtW1yE&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Saharlar <a href="http://saharlar.wordpress.com/2009/07/25/427/">schreibt</a> [fa], dass die Polizei eine Versammlung in Dubai nach 30 Minuten auflöste und sogar die grünen Ballons der Demonstraten beschlagnahmte. Der Blogger <a href="http://saharlar.wordpress.com/2009/07/25/427/">veröffentlichte</a> auch Bilder dieser Veranstaltung.</p>
]]></content:encoded>
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	</channel>
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