<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Global Voices auf Deutsch &#187; Martin Ruopp</title>
	<atom:link href="http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://de.globalvoicesonline.org</link>
	<description>Die Welt spricht zu dir. Hörst du ihr zu?</description>
	<lastBuildDate>Thu, 26 Nov 2009 03:40:54 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Indien: Schritte gegen die „Yoga-Piraterie“</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/03/22/indien-schritte-gegen-die-%e2%80%9eyoga-piraterie%e2%80%9c/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/03/22/indien-schritte-gegen-die-%e2%80%9eyoga-piraterie%e2%80%9c/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Mar 2009 17:25:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[U.S.A.]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=577</guid>
		<description><![CDATA[Geschrieben vonJuhie Bhatia  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 
Indien hat ein Team von Wissenschaftlern zusammengestellt, das alle alten Yoga-Positionen (auch Asanas genannt)  identifizieren und festhalten soll um zu versuchen Einwohner anderer Länder daran zu hindern, dieses vorhandene Wissen zu patentieren.
Manche nennen diese Praktiken, bei denen Patente und / oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/juhie-bhatia/">Juhie Bhatia</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/03/16/india-steps-to-prevent-yoga-piracy/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/03/2175184797_253169f4d5_m.jpg" alt="Yoga By Sunset" title="Yoga By Sunset" width="240" height="181" class="alignright size-full wp-image-62165" />Indien hat ein Team von Wissenschaftlern zusammengestellt, das alle alten Yoga-Positionen (auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Asana">Asanas</a> genannt)  identifizieren und festhalten soll um zu versuchen Einwohner anderer Länder daran zu hindern, dieses vorhandene Wissen zu patentieren.</p>
<p>Manche nennen diese Praktiken, bei denen Patente und / oder Copyrights geltend gemacht werden auf Haltungen und Techniken wie sie in alten aus Indien stammenden Schriften zu finden sind, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Yoga_piracy">Yoga-Piraterie [en]</a>.<br />
So berichtet <em>The Telegraph</em> in einem <a href=" http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/asia/india/4783753/India-moves-to-patent-yoga-poses-in-bid-to-protect-traditional-knowledge.html">Artikel [en]</a>, dass es allein in den Vereinigten Staaten mehr als 130 Patente, 159 Copyrights und 2300 Markenzeichen mit Bezug zu Yoga gibt.</p>
<p>Als Antwort darauf hat die indische Regierung angefangen alte Texte zu genau zu lesen und Yoga Asanas zu dokumentieren. Die Informationen werden in der Traditional Knowledge Digital Library aufbewahrt, einer elektronischen Enzyklopädie der traditionellen indischen Medizin, die Patentämtern weltweit zugänglich gemacht werden soll. Amit Agarwal <a href=" http://www.labnol.org/india/interesting/india-fights-pirates-to-save-yoga/7532/">führt aus [en]</a>: </p>
<blockquote>
<p>&#8220;Alarmed by the growing number of instances of Western yoga gurus claiming copyrights to ancient &#8216;asanas,&#39; the Government of India has decided to fight back.</p>
<p>The Union Health Ministry has assembled a team of 200 researchers from the Council of Scientific and Industrial Research (CSIR) to put on record all known yoga postures and techniques in a comprehensive database called Traditional Knowledge Digital Library (TKDL).</p>
<p>The Government of India hopes that future patent applications would be rejected on the basis of <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Prior_art">&#8216;prior art&#39;</a> from the information in the TKDL.&#8221;</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Alarmiert von der Zunahme westlicher Yoga-Gurus, die Copyrights auf alte „Asanas“ anmelden, hat sich die indische Regierung dazu entschlossen zurückzuschlagen.</p>
<p>Das indische Gesundheitsministerium hat ein Team zusammengestellt aus 200 Forschern des Rates für wissenschaftliche und industrielle Forschung (Council of Scientific and Industrial Research - CSIR) um alle bekannten Yoga-Positionen und Techniken in einer umfassenden Datenbank genannt „digitale Bibliothek des traditionellen Wissens“ (Traditional Knowledge Digital Library - TKDL) zu speichern.</p>
<p>Die indische Regierung hofft, dass zukünftige Anmeldungen von Patenten aufgrund des „<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Prior_art">Standes der Technik</a>“ mithilfe von Informationen aus der TKDL zurückgewiesen werden können.</p>
</div>
<p>Bisher wurden <a href="http://timesofindia.indiatimes.com/India/Yoga-piracy-India-shows-whos-the-guru/articleshow/4167939.cms">600 Asanas [en]</a> in die Datenbank eingetragen, und das Team plant, mindestens 1500 Yoga-Positionen bis Ende des Jahres aufzuzeichnen. Viele stimmen diesem Schritt zu. Zum Beispiel <a href="http://timesofindia.indiatimes.com/opinions/4167939.cms?curpg=2">kommentiert [en]</a> Marathi vedic in einem Artikel in der <em>Times of India</em></p>
<blockquote>
<p>&#8220;I completely support this move&#8230; We have to preserve our culture which is being attacked by westerners by not only patents but also by missionary activities&#8230;Wake up Vedics!!!! This is our country!!!! Our culture if not us who will preserve it????&#8221;</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Ich unterstütze diesen Schritt voll und ganz&#8230; Wir müssen unsere Kultur bewahren, die von Westlern nicht nur durch Patente, sondern auch durch Missionierung angegriffen wird&#8230; Wacht auf Hindus!!! Das ist unser Land!!! Unsere Kultur, wer wenn nicht wir, wird sie bewahren????</p>
</div>
<p>Swami Param <a href="http://www.yogadork.com/2009/02/23/india-to-save-yoga-from-western-pirates/">fügt in einem Kommentar zu einem Post auf <em>YogaDork</em> hinzu</a>: </p>
<blockquote>
<p>&#8220;Many Hindus are just now beginning to realize that in their sharing of the Hindu/Yogas, they did not realize that those who took this gift would then, effectively, steal it. The entire phony yoga movement consists of a concerted effort to erase any Hindu connection to Yoga. Of course anyone with a bit cursory knowledge, realizes that all of real Yoga is Hinduism. It is past time to put an end to this theft, distortion and business of &#8216;yoga&#39;.&#8221;</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Viele Hindus beginnen erst jetzt zu begreifen, dass ihnen beim Teilen des hinduistischen Yogas nicht klar war, das diejenigen, die dieses Geschenk annahmen, es in Wirklichkeit stahlen. Die ganze verlogene Yoga-Bewegung besteht aus einer zielgerichteten Anstrengung, jegliche Verbindung zwischen Hinduismus und Yoga auszuradieren. Natürlich erkennt jedermann mit auch nur dem kleinsten bisschen Halbwissen, dass alles wirkliche Yoga Hinduismus ist. Die Zeit ist überreif um diesem Diebstahl, dieser Verdrehung und dieser Geschäftemacherei des „Yoga“ ein Ende zu setzen.</p>
</div>
<p>Die Geschäftsidee „Yoga“ wurde bekannt, als Bikram Choudhury für seinen Yoga-Stil ein Copyright und ein Warenzeichen zugesprochen wurden und er ein Patent für den von ihm begründeten Yoga-Stil anmeldete. Genannt Bikram Yoga (oder „heißes Yoga“) umfasst es eine Reihe von 26 Positionen, die in einem Dampfbad vollzogen werden. Gopika Kaul, der auf <em>Spot-On</em> schreibt, <a href=" http://www.spot-on.com/archives/kaul/2007/06/who_owns_yoga.html">geht näher ein auf die Motivation von Choudhury:</a></p>
<blockquote>
<p>&#8220;The practice of yoga is first described in Hindu sacred texts dating back five thousand years and Hindu sages have been practicing the art for centuries…The gurus, rightly, see yoga as an Indian tradition that is being popularized and, to some extent corrupted, by the West. Why is Bikram so anxious to stake his legal claim? Yoga has changed its image. An element of Indian culture - a quasi-religious element - has become a multibillion-dollar industry.&#8221;</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Das Praktizieren von Yoga wird zuerst erwähnt in heiligen Hindu-Schriften die fünftausend Jahre alt sind und Hindu-Weise haben diese Kunst seit Jahrhunderten ausgeübt&#8230; Die Gurus sehen Yoga zurecht als eine indische Tradition, die populär gemacht und zu einem gewissen Teil korrumpiert wurde durch den Westen. Warum ist Bikram so darauf versessen seinen juristischen Anspruch durchzusetzen? Yoga hat sein Image gewandelt. Ein Element der indischen Kultur - ein nahezu religiöses Element - ist eine Multimilliarden-Dollar-Industrie geworden.</p>
</div>
<p>In den Vereinigten Staaten wirft das Yoga-Geschäft 5,7 Milliarden Dollar pro Jahr ab, wie das <a href=" http://www.yogajournal.com/advertise/press_releases/10"> <em>Yoga Journal</em> [en]</a> berichtet, wenn man das Geld für Yoga-Kurse und -Produkte zusammenrechnet. Manche halten schon die Idee für fragwürdig, mit Yoga Geld zu verdienen. Guerilla Mama Medicine <a href=" http://guerrillamamamedicine.wordpress.com/2009/02/24/todays-reason-to-hate-capitalism-yoga-and-seeds/">sagt [en]</a>:</p>
<blockquote>
<p>&#8220;i have questioned often the cultural co-optation of making money from teaching yoga.  the fact that we teach an art and science that we have access to because of our incredible economic and military privilege in the US.</p>
<p>where is the moral conscience of these yoga teachers? … how the hell are you going to call it ‘yoga’ and then claim that you thought of that unique way of bending over and teaching your toes?  if you call it yoga (which is a sanskrit word)–you lost any right to a patent.  the reason that someone in india isnt suing you for stealing their cultural knowledge ‘yoga’ is because it is collective knowledge.   the best we are doing is borrowing that knowledge for a short amount of time.  and then we give it back.&#8221;</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Ich habe immer wieder die kulturelle Aneignung, Geld zu verdienen mit dem Lehren von Yoga hinterfragt. Die Tatsache, dass wir eine Kunst und Wissenschaft lehren, zu der wir Zugang haben wegen des unglaublichen ökonomischen und militärischen Privilegs in den Vereinigten Staaten.</p>
<p>Wo ist das moralische Gewissen dieser Yoga-Lehrer? &#8230; Wie zum Teufel könnt ihr ihr es „Yoga“ nennen und dann behaupten, dass ihr euch einen einzigartigen Weg ausgedacht habt, sich zu verbeugen und eure Zehen zu lehren? Wenn ihr es Yoga nennt (was ein Wort aus dem Sanskrit ist) - verliert ihr jedes Recht auf ein Patent. Der Grund, dass niemand aus Indien euch verklagt, dass ihr sein kulturelles Wissen namens „Yoga“ gestohlen habt, ist, weil es kollektives Wissen ist. Bestenfalls können wir dieses Wissen für eine kurze Zeit leihen. Und dann geben wir es zurück.</p>
</div>
<p>Aber Yomamma <a href="http://guruphiliac.blogspot.com/2009/02/india-moves-to-protect-its-heritage.html">weist in einem Kommentar zu einem Post auf <em>Guruphiliac</em> daraufhin [en]</a>, dass nicht nur Leute aus dem Westen von Yoga profitieren</p>
<blockquote>
<p>&#8220;This whole deal of complaining about Westerners on the part of both Westerners and Easterners is kind of tiresome, so many Indians have come here because we will buy what they have, support their arts, spirituality, give jobs, etc&#8230; so i think the upside far outweighs the bad for the east and for the west&#8230;</p>
<p>… All the yoga teachers I know acknowledge their teachers and forbearers, they don&#39;t pretend to have invented anything, they are in some cases making a good living, but that is mostly do to hard work and devotion. Popularization was begun in the west, a lot of these arts might be dying otherwise or at least not getting the attention they are now. That being said I don&#39;t disagree with this movement to authenticate and protect, it&#39;s probably a good idea.&#8221;</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>All diese Beschwerden über Westler sowohl von Westlern als auch von Ostlern sind irgendwie ermüdend, so viele Inder sind gekommen, weil wir hier kaufen, was sie haben, weil wir ihre Künste unterstützen, ihre Spiritualität, ihnen Arbeit geben usw.&#8230; deshalb finde ich, dass der Nutzen weit stärker wiegt als das Schlechte für den Osten wie für den Westen&#8230;</p>
<p>&#8230; All die Yoga-Lehrer, die ich kenne, erkennen ihre Lehrer und Vorgänger an, sie behaupten nicht, irgendetwas erfunden zu haben, manchmal verdienen sie gut, aber das ist meist die Folge harter Arbeit und Hingabe. Das Popularisieren begann im Westen, viele dieser Künste lägen jetzt im Sterben, oder würden allermindestens nicht die Aufmerksamkeit erhalten wie jetzt. Nachdem ich das nun gesagt habe: ich bin nicht gegen diese Bewegung, [Yoga] authentisch zu machen und zu schützen, es ist wahrscheinlich eine guter Gedanke.</p>
</div>
<p><em>Foto <a href="http://www.flickr.com/photos/maheshkhanna/2175184797/">Yoga beim Sonnenuntergang</a> von <a href="http://www.flickr.com/photos/maheshkhanna/">Mahesh Khanna</a> auf Flickr.</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/03/22/indien-schritte-gegen-die-%e2%80%9eyoga-piraterie%e2%80%9c/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Griechenland: Empörung über Waffenlieferung an Israel</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/19/griechenland-emporung-uber-waffenlieferung-an-israel/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/19/griechenland-emporung-uber-waffenlieferung-an-israel/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Jan 2009 17:39:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cyberaktivisten]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Griechisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kriege & Konflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=486</guid>
		<description><![CDATA[Geschrieben vonAsteris Masouras  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 
In Gaza wütet der Krieg, und Berichte in den Nachrichten über die Route einer besonders umfangreichen Waffenlieferung aus den Vereinigten Staaten an Israel über den privaten griechischen Hafen Astakos haben große Empörung unter griechischen Bloggern ausgelöst. Sie benutzten Twitter, um mehr zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/asteris-masouras/">Asteris Masouras</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/18/greece-outcry-over-arms-shipment-to-israel/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>In Gaza wütet der Krieg, und Berichte in den Nachrichten über die Route einer <a href="http://uk.reuters.com/article/usTopNews/idUKTRE50875320090109">besonders umfangreichen Waffenlieferung</a> aus den Vereinigten Staaten an Israel über den privaten griechischen Hafen Astakos haben große Empörung unter griechischen Bloggern ausgelöst. Sie benutzten Twitter, um mehr zum Thema herauszufinden und Druck auf die Regierung auszuüben, die Zustellung aufzuhalten.</p>
<p>Die Lieferung von Munition <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2009/jan/15/pentagon-munitions-israel-gaza">wurde vorübergehend eingestellt</a>, nachdem die griechische Regierung <a href="http://www.reuters.com/article/latestCrisis/idUSLD640132">von Oppositionsparteien kritisiert wurde</a>, und Amnesty International <a href="http://www.amnesty.org.au/news/comments/20100/">rief zu einem Waffenembargo auf</a>.</p>
<p>Anfangs bezweifelten offizielle Quellen den Bericht der internationalen Nachrichtenagentur Reuters vom 9. Januar. Er wurde aber von Twitter-Benutzern aufgegriffen und weiter untersucht, nachdem <em>Indy.gr</em> - ein Ableger von <em>Indymedia Athen </em> <a href="http://indy.gr/newswire/ektakto-diadoste-to-pantoy-oi-ipa-stelnoyn-polemofodia-sto-israil-meso-elladas-na-toys-stamatisoyme/metafrasmeni-i-plris-eidisi-toy-roiter-gia-ti-metafora-oplon-sto-isral-apo-tin-ellada">eine Übersetzung des Artikels auf Griechisch</a> veröffentlicht hatte.</p>
<p>Es wurde vorgeschlagen ein Embargo des Hafens zu organisieren und weithin „wiedergetweetet“:</p>
<blockquote><p><a href="http://twitter.com/itsomp/statuses/1109681601"><em>itsomp</em></a>: <a href="http://is.gd/f8Wa">http://is.gd/f8Wa</a> Can we organise an embargo of the port of Astakos? Only the US and Israeli ships&#8230;</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<a href="http://twitter.com/itsomp/statuses/1109681601"><em>itsomp</em></a>: <a href="http://is.gd/f8Wa">http://is.gd/f8Wa</a> Können wir ein Embargo des Hafens Astakos organisieren? Nur amerikanische und israelische Schiffe&#8230;</p>
</div>
<p>Ein paar tweeteten direkte Anfragen an den griechischen Außenminister, dessen Web-Team ein Twitter-Account hat:</p>
<blockquote><p><a href="http://twitter.com/magicasland/status/1112846649">magicasland</a>: @<a href="http://twitter.com/Dora_Bakoyannis">Dora_Bakoyannis</a> τι γίνεται με το φορτίο του Αστακού; Δε θέλουμε εμπλοκή της Ελλάδας στο μακελειό της Γάζας</p>
</blockquote>
<div class="translation"><a href="http://twitter.com/magicasland/status/1112846649"></a>Dora Bakoyannis,<br />
was ist los mit der Lieferung in Astakos? Wir möchten nicht, dass Griechenland in das Massaker von Gaza verwickelt wird</div>
<p>Entgegen der früheren Praxis, nicht über Twitter zu kommunizieren, antwortete das Team des Ministers direkt:</p>
<blockquote><p><a href="http://twitter.com/Dora_Bakoyannis/statuses/1113207633"><em>Dora_Bakoyannis</em></a>: <a href="http://twitter.com/olrandir">@olrandir</a>, <a href="http://twitter.com/asteris">@asteris</a>, <a href="http://twitter.com/gtzi">@gtzi</a>, <a href="http://twitter.com/magicasland">@magicasland</a>, Απάντηση ΝΜ και για Αστακό, <a href="http://tinyurl.com/9ts6xw">http://tinyurl.com/9ts6xw</a></p>
</blockquote>
<div class="translation"><a href="http://twitter.com/Dora_Bakoyannis/statuses/1113207633"></a>&#8230; Antwort zu Astakos, <a href="http://tinyurl.com/9ts6xw">http://tinyurl.com/9ts6xw</a></div>
<p>Der Link zeigte auf ein <a href="http://www.ypex.gov.gr/www.mfa.gr/Articles/el-GR/100109_N1924.htm">offizielles Statement des Ministeriums</a> das besagte, dass die Lieferung von Waffen über Astakos oder andere griechische Häfen &#8220;kein Thema&#8221; sei und unscharf die Presseberichte über das Gegenteil dementierte.</p>
<p>Allerdings hatte der Blogger <em>Odysseas</em> zu dieser Zeit schon <a href="http://dekemvris.blogspot.com/2009/01/blog-post_1947.html">die Ausschreibung</a> für die Lieferung auf einer Internetseite der amerikanischen Regierung gefunden:</p>
<blockquote><p>Στην <a href="https://www.fbo.gov/index?s=opportunity&amp;mode=form&amp;id=e205b506c004e0a8b24b2262be60ab8f&amp;tab=core&amp;_cview=1">παρακατω παραπομπη</a> θα βρειτε το σημα που εξεδωσε το Αμερικανικο ναυτικο για μεταφορα πολεμικου υλικου απο το λιμανι του Αστακου στο Αστοντ του Ισραηλ. Το φορτιο υπαρχει ηδη και περιμενει αναδοχο μεταφορεα.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Unter dem  <a href="https://www.fbo.gov/index?s=opportunity&amp;mode=form&amp;id=e205b506c004e0a8b24b2262be60ab8f&amp;tab=core&amp;_cview=1">folgenden Link</a> finden Sie die Notiz der amerikanischen Marine über die Munitionslieferung vom Hafen Astakos nach Aschdod in Israel. Die Fracht existiert und wartet auf einen Transporteur</div>
<p>Und die Twitter-Benutzer erhielten den Druck aufrecht, trotz des offiziellen Dementis:</p>
<blockquote><p><a href="http://twitter.com/magicasland/status/1113211541"><em>magicasland</em></a>: @<a href="http://twitter.com/Dora_Bakoyannis">Dora_Bakoyannis</a> και η αμερικάνικη σελίδα που αναφερει το φορτιο τι είναι τότε;</p>
</blockquote>
<div class="translation">Dora Bakoyannis, was ist jetzt mit der [Ausschreibungs-] Internetseite?</div>
<p>Am nächsten Tag berichteten die Nachrichten, dass die Zustellung der Lieferung storniert worden sei. Das wurde ebenfalls sofort getweetet:</p>
<blockquote><p><a href="http://twitter.com/myrto_fenek/status/1115338529"><em>myrto_fenek</em></a>: Αναβλήθηκε, λόγω των συγκρούσεων στη Γάζα, η αποστολή πολεμοφοδίων μέσω του Αστακού</p>
</blockquote>
<div class="translation">Die Munitionslieferung wurde gestoppt wegen des Gaza-Konflikts!</div>
<p>Der Blogger <em>magicasland.com</em> <a href="http://magicasland.com/anavlithike-i-metafora-ton-piromachikon-meso-elladas/2009/01/13/">fasste das Ergebnis zusammen</a>:</p>
<blockquote><p>Σημερινή δημοσίευση του ΑΠΕ αναφέρει ότι <a href="http://www.e-tipos.com/newsitem?id=69748" target="_blank">αναβλήθηκε η μεταφορά</a> του <a href="http://magicasland.com/toso-mikri-ki-adinami/2009/01/11/">φορτίου των 325 κοντέινερ</a> με πολεμοφοδία από τον Αστακό στο λιμάνι Ασντοντ [..] Το μόνο σίγουρο είναι πως το φορτίο θα μεταφερθεί κάποια στιγμή. Αρκεί όμως να μη μεταφερθεί τώρα και από εδώ.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Ein Bulletin der [griechischen Nachrichtenagentur] APE von heute erwähnt, dass die Lieferung von 325 Containern mit Munition von Astakos nach Aschdod storniert wurde. [&#8230;] Es ist sicher, dass die Lieferung irgendwann überstellt wird; Hauptsache nicht jetzt und von hier.</div>
<p>Der Blogger <em>coolplatanos</em> <a href="http://www.oraelladas.gr/2009/01/13/gaza-4/">recherchierte weiter</a>, entdeckte eine weitere Ausschreibung für eine Waffenlieferung und stellte fest, dass die ursprüngliche Ausschreibung zurückgezogen wurde:</p>
<blockquote><p>έχει υπάρξει και προγενέστερη προκήρυξη ναύλωσης <a href="https://www.fbo.gov/index?s=opportunity&amp;mode=form&amp;tab=core&amp;id=33d4fcec26903fea056b3ba10055031a&amp;_cview=1&amp;cck=1&amp;au=&amp;ck=" target="_blank">με ημερομηνία ανάθεσης της σύμβασης την 6η Δεκεμβρίου του 2008</a> (<a href="http://mbita.worldbid.com/tradeleads/details.htm?session=&amp;searchwords=&amp;latest=&amp;country=&amp;stars=&amp;all=&amp;bodies=&amp;subcat=342&amp;bidID=2070064&amp;type=Buy&amp;m=1" target="_blank">πρώτη δημοσίευση</a> μάλλον στις 4 Δεκεμβρίου) πάλι από το <a href="http://www.msc.navy.mil/" target="_blank">αμερικάνικο πολεμικό ναυτικό.</a> Αυτή η ναύλωση αφορά και πάλι πυρομαχικά και μεγαλύτερο όγκο φορτίου, αφού ζητείται πλοίο ελάχιστης χωρητικότητας 989 TEU’s[..]</p>
<p>Πάντως <a href="https://www.fbo.gov/index?s=opportunity&amp;mode=form&amp;tab=core&amp;id=a0d2c7cb4e57ec458d019e077189e391&amp;_cview=0&amp;cck=1&amp;au=&amp;ck=" target="_blank">σήμερα 13 Ιανουαρίου και ώρα 9:05 am</a> (Αμερικής φαντάζομαι) υπάρχει ενημέρωση στη σελίδα του μειοδοτικού διαγωνισμού για τη ναύλωση του πλοίου που αφορούσε τα 325 κοντέινερ και η ένδειξη ότι “ακυρώθηκε προς το παρόν”.</p>
<p>Τις παραπάνω ναυλώσεις τις έψαξα μέσω google αυτοσχεδιάζοντας [..]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>&#8230; es gab auch eine frühere Ausschreibung mit einem Zuschlagsdatum vom 6. Dezember 2008 (zuerst veröffentlicht am 4. Dezember), wieder von der amerikanischen Marine. Dabei handelt es sich um eine weitere Ausschreibung für Munition, dieses Mal mit mehr Tonnage, da ein Schiff mit einer Mindestkapazität von 989 TEU angefordert wurde.</p>
<p>Jedenfalls wurde am heutigen 13. Januar [um 09:00 EST] die Ausschreibungsseite für das Schiff mit 325 TEU aktualisiert als „vorerst storniert“.</p>
<p>Ich habe die obigen Ausschreibungen gefunden, indem ich mit der Google-Suche herumexperimentiert habe.</p>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/19/griechenland-emporung-uber-waffenlieferung-an-israel/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Brasilien: Gedanken über unsere eigenen Gasa-Streifen</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/18/brasilien-gedanken-uber-unsere-eigenen-gasa-streifen/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/18/brasilien-gedanken-uber-unsere-eigenen-gasa-streifen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 19:56:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Humanitäres]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Palästina]]></category>
		<category><![CDATA[Portugiesisch]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=485</guid>
		<description><![CDATA[Geschrieben vonPaula Góes  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 

Text des Graffitis:

ICH WURDE GEBOREN, WEIL SIE MICH LIEBTEN
ICH STARB, WEIL SIE MICH HASSTEN&#8230;
zum Gedenken an
RENAN
GABRIEL
FELIPE
MARCELÃO
THIAGO
Ruhet in Frieden

aus Morro de Samba (Hügel des Samba) in Rio de Janeiro - „Berühmt-berüchtigt für seinen Drogenschmuggel und seine Gewalt, ist Morro de Samba bekannt als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/paulagoes/">Paula Góes</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/11/brazil-reflecting-on-our-very-own-gaza-strips/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><img class="aligncenter size-full wp-image-55216" title="27491733_8ae3c0a8f5" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/27491733_8ae3c0a8f5.jpg" /></p>
<p><strong>Text des Graffitis:</strong></p>
<blockquote>
<p><strong>ICH WURDE GEBOREN, WEIL SIE MICH LIEBTEN<br />
ICH STARB, WEIL SIE MICH HASSTEN&#8230;<br />
zum Gedenken an<br />
RENAN<br />
GABRIEL<br />
FELIPE<br />
MARCELÃO<br />
THIAGO<br />
Ruhet in Frieden</strong></p>
</blockquote>
<p><strong>aus Morro de Samba (Hügel des Samba) in Rio de Janeiro - „Berühmt-berüchtigt für seinen Drogenschmuggel und seine Gewalt, ist <em>Morro de Samba</em> bekannt als eine der gefährlichsten Gemeinden in unserer Region“, Foto von <a href="http://www.flickr.com/photos/beija-flor/">carf</a> unter einer Creative-Commons-Lizenz</strong></p>
<p>Wie der Rest der Welt verfolgen die brasilianischen Blogger genau die Entwicklung des <a href="http://globalvoicesonline.org/specialcoverage/2008-gaza-strip-bombings/">israelisch-palästinensischen Konflikts</a> [en]. Die Meinungen gehen auseinander, aber der Konflikt hat trotz allem die Blogger dazu gebracht, über eines nachzudenken: manch einer spürt, dass die Geschehnisse in Gaza eine Parallele haben in den täglichen Kriegen in den Elendsquartieren quer durchs Land - genannt die eigenen Gazastreifen Brasiliens - wo  [die Gewalt] jeden Tag <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/12/13/brazil-brazilian-police-literally-gets-away-with-murder/">viele unschuldige Leben</a> [en] fordert. <a href="http://diplo.uol.com.br/2009-01,a2752">Sérgio Vaz</a> [pt] erklärt:</p>
<blockquote><p>Aqui no Brasil, na Baixa do Sapateiro, faixa de gaza baiana, menino Matheus morreu com um tiro de Fuzil quando saía de casa para comprar pão, no mesmo momento em que a polícia invadia sua favela.<br />
Mera coincidência, ou são sempre os mesmos que sangram nas calçadas, quer seja na faixa de Gaza brasileira ou na Faixa de Gaza Palestina? Será que a sede de sangue nunca cessa?<br />
A Periferia debaixo de tiros, a Palestina debaixo de bombas. Será que deus foi passar o réveillon em Copacabana?</p>
</blockquote>
<div class="translation">Hier in Brasilien, in Baixa dos Sapateiros, dem Gazastreifen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bahia">Bahia</a> starb ein Junge namens Mattheus durch einen Gewehrschuss, als er aus dem Haus ging um Brot zu kaufen in dem Moment in dem die Polizei in die Favela einmarschierte, in der er lebte.<br />
Ist es nur Zufall, oder sind es immer die gleichen [unschuldigen Menschen], die auf dem Pflaster sterben, sei es im brasilianischen Gazastreifen oder im palästinensischen Gaza? Kann es sein, dass der Blutdurst nie endet?<br />
Die Vorstädte unter Feuer, Palästina unter Bombenteppichen. Kann es sein, das Gott das Neujahrsfest an der Copacabana verbracht hat?</div>
<p>Als er die schockierenden Bilder des Konflikts im Internet sah, musste <a href="http://famintopordeus.blogspot.com/2009/01/israel-vs-hamas-gaza.html">Anderson Vieira</a> [pt] unwillkürlich an die Tage denken, als er regelmäßig in eine der Favelas von Rio de Janeiro kam, wo es nach seinen Worten normal war, dass stark bewaffnete Drogendealer Seite an Seite gingen mit Kindern, schwangeren Frauen und alten Menschen. Immer wieder würde die Polizei dort einen verheerenden Auftritt veranstalten:</p>
<blockquote><p>Acontece que não foram poucas as vezes que em incursões da polícia em morros e favelas cariocas, na troca de tiros, no fogo cruzado, pessoas inocentes acabavam sendo atingidas pelas famosas balas perdidas, que de perdidas não têm absolutamente nada.<br />
A situação da Faixa de Gaza é de certa forma parecida com a das favelas e morros cariocas. Ali em meio aos terroristas do Hamas há crianças, mulheres, homens, cidadãos palestinos inocentes e desprotegidos. À semelhança dos traficantes que se escondem em barracos e casas de moradores a fim de fugir da polícia, os terroristas do Hamas também se valem dessa estratégia no mínimo covarde e se infiltram em casas de inocentes.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Es ist so, dass es nicht selten vorkam, das beim Einfall der Polizei in die Favelas von Rio de Janeiro, im Schusswechsel, im Kreuzfeuer, am Ende unschuldige  Menschen von den berühmten Irrläufern getroffen wurden, die in keinster Weise irrlaufen.<br />
Die Situation im Gazastreifen ist gewissermaßen ähnlich wie in den Favelas in Rio. Dort inmitten der Terroristen der Hamas gibt es Kinder, Frauen und Männer, unschuldige und schutzlose palästinensische Bürger. Ähnlich wie die Dealer sich in den Hütten und Häusern verstecken um vor der Polizei zu flüchten, bedienen sich die Terroristen der Hamas dieser zumindest feigen Strategie und schleichen sich in die Häuser Unschuldiger ein.</div>
<p><a href="http://crazyseawolf.blogspot.com/2009/01/terroristas-traficantes-gaza-rio.html">Aparecido José do Rosário</a> [pt] stimmt damit überein und fügt hinzu, dass in diesen Fällen, der Zweck die Mittel heilige:</p>
<blockquote><p>Mas voltando a questão sobre o que Israel deve fazer contra esses ataques, e faço um paralelo com o problema dos morros no Rio de Janeiro. Desculpem-me mas sou um tanto radical nesse sentido. Tenho a minha opinião de que a polícia e/ou exército deve atacar os morros a todo custo. Aqueles que nada tem a ver com os traficantes, que são inocentes devem sair de lá e deixar que as forças militares façam o serviço completo, agora, aqueles que protegem tais traficantes, são cúmplices e tão criminosos quanto eles, e portanto que sofram as conseqüências. Estarei eu sendo insensível?</p>
</blockquote>
<div class="translation">Um auf die Frage zurückzukommen, was Israel gegen diese Angriffe unternehmen solle, ziehe ich eine Parallele mit dem Problem der Hügel in Rio de Janeiro. Entschuldigen Sie mich, ich bin ein bisschen radikal in dieser Hinsicht. Ich bin der Meinung, das die Polizei oder das Militär die Hügel um jeden Preis angreifen muss. Wer nichts mit den Dealern zu tun hat, wer unschuldig ist, sollte von dort verschwinden und die Streitkräfte ganze Arbeit leisten lassen, wer aber die Kriminellen schützt, ist Komplize und daher selbst kriminell, und muss deshalb die Konsequenzen tragen. Bin ich vielleicht unsensibel?</div>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/affotojornalismo/1972068766/"><img class="aligncenter size-full wp-image-55215" title="1972068766_c4d9f05464" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/1972068766_c4d9f05464.jpg" /></a></p>
<p><strong>&#8220;27.07.2005 - Die Polizei findet drei verbrannte Leichen in Inhaúma. Die Opfer wurden vermutlich getötet als sie in die Favela kamen um ein von Drogendealern gestohlenes Fahrzeug aus der Favela do Alemão abzuholen.&#8221; Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/affotojornalismo/">Andréa Farias</a>, verwendet unter einer Creative-Commons-Lizenz.</strong></p>
<p><a href="http://blogdasoninha.folha.blog.uol.com.br/arch2008-12-28_2009-01-03.html#2008_12-28_00_58_38-10366234-0">Sonia Fancine</a> [pt], eine junge aufsteigende Politikerin aus São Paulo, sagt, der Hamas die Schuld für den Tod von Zivilisten zu geben sei genau was die brasilianische Polizei mache, wenn sie Todesopfer rechtfertige, indem sie vorgebe die Bevölkerung zu schützen, und „wenn ein Kind durch einen Irrläufer stirbt, dann ist das nur ein unerwünschter Nebeneffekt einer erfolgreichen Aktion“:</p>
<blockquote><p>As mortes &#8220;acidentais&#8221; freqüentemente são justificadas como decorrentes de &#8220;autos de resistência&#8221; (aquelas trocas de tiros que, curiosamente, só deixam marcas de um dos lados) ou como sendo de &#8221; pessoas ligadas ao tráfico&#8221; (aí fica fácil - se mora na favela, é ligado ao tráfico, pronto). Então ficamos assim: as crianças palestinas e das favelas do Rio morreram porque tiveram a idéia de jerico de estar em um lugar cheio de terroristas/ traficantes. E ainda foram botar o corpo bem na frente dos mísseis/ fuzis&#8230; Foi mal aê. Mas da próxima vez, as vítimas que tomem mais cuidado, pô!</p>
</blockquote>
<div class="translation">Die „zufälligen“ Tode werden oft gerechtfertigt als Folge von „Widersetzen“ (diese Schießereien, die, seltsamerweise, nur auf einer Seite Spuren hinterlassen) oder von „Personen mit Bezug zum Drogenhandel“ (das ist dann einfach - wer in einer Favela lebt, hat Bezug zum Drogenhandel und fertig). So ist das also: die Kinder aus Palästina und die der Favelas von Rio sterben, weil sie auf die dumme Idee kommen, sich an einem Ort voller Terroristen / Dealer aufzuhalten, Und dazuhin bringen sie ihren Körper noch genau vor die Raketen / Gewehre&#8230; Tut uns leid. Aber das nächste Mal möchten die Opfer doch besser aufpassen, nicht wahr!</div>
<p>In einem Kommentar zu dem oben zitierten Post, fühlt sich ein Leser namens <a href="http://navblog.uol.com.br/comment.html?postFileName=2008_12-28_00_58_38-10366234-0&amp;idBlog=1246860">Fernando</a> [pt] machtlos angesichts beider Konflikte:</p>
<blockquote><p>E como acabar com tudo isso? Seja no Rio ou lá em Gaza é a mesma coisa: desrespeito ao comum - incompreensão do diferente! E como eu posso ajudar para acabar com tudo isso?</p>
</blockquote>
<div class="translation">Und wie setzt man all dem ein Ende? Sei es in Rio oder dort in Gaza, es ist dasselbe: eine Missachtung des Gemeinsamen, ein Unverständnis der Unterschiede! Und wie kann ich helfen, das alles zu einem Ende zu bringen?</div>
<p><a href="http://albertoprass.blogspot.com/2008/12/israel-um-lugar-ridculo.html">Alberto Ricardo Präss</a> [pt] findet, das Brasilien mit dem Boykott israelischer Waren helfen solle, und erinnert sich an die Situation als er dort im Jahr 1985 sechs Monate lang lebte. Er schließt mit den Worten, dass Brasilien nicht weit entfernt davon sei:</p>
<blockquote><p>Não é de se espantar que homens bombas surjam sem parar naquelas bandas. É muito evidente que pessoas acuadas tendem a ter reações radicais para sobreviver. Mais ou menos como os moradores das favelas do Rio, que reagem por estar sem muita saída.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Es nimmt nicht Wunder, dass in diesen Streifen ständig Bombenattentäter auftauchen. Es ist ganz offensichtlich, dass bedrängte Menschen zu radikalen Reaktionen tendieren um zu überleben. Mehr oder weniger wie die Bewohner der Favelas in Rio, die darauf reagieren, dass sie kaum einen Ausweg haben.</div>
<p>Andererseits meint <a href="http://blogdomrx.blogspot.com/2008/12/israel-prova-da-existncia-de-deus.html">Mr X</a> [pt], ein Unterstützer Israels, dass der israelisch-palästinensische Konflikt nicht <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/01/09/from-kivu-to-gaza-how-the-media-choose-the-conflicts-they-cover/">so viel Aufmerksamkeit der Medien</a> [en] oder öffentliches Aufsehen verdient hat, im Vergleich zu anderen Konflikten auf der Welt, darunter dem in Brasilien:</p>
<blockquote><p>Mata muito menos do que qualquer conflito na África hoje em dia, menos do que a cólera no Zimbabwe, menos até do que os tiroteios nas favelas do Rio de Janeiro.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Er tötet viel weniger als jeder Konflikt im heutigen Afrika, weniger als die Cholera in Simbabwe, weniger noch als die Schießereien in den Favelas von Rio de Janeiro.</div>
<p><a href="http://taniacelidonio.blogspot.com/2009/01/travei.html">Tania Celidonio</a> [pt] sagt, dass sie schockiert ist von den täglichen Berichten über die Gewalt im Nahen Osten, aber dass die Gewalt in Rio de Janeiro zum Klischee geworden sei:</p>
<blockquote><p>Motorista da ONU assassinado, trinta civis palestinos mortos num abrigo, fim da ajuda humanitária&#8230;. Juro que travei. E ainda por cima, aqui na faixa tupiniquim do Rio de Janeiro, os tiros não esperaram passar a primeira semana de 2009. Os morros da Babilônia e Chapéu Mangueira foram sacudidos por várias saraivadas. Nós, do asfalto, ficamos torcendo para que nada de muito ruim aconteça por lá. O pior são as centenas de trabalhadores que voltam para suas casas, no cair da noite, e são recebidos por esse ambiente de terror que já virou rotina nos morros da cidade.</p>
</blockquote>
<div class="translation">Ein Fahrer der UNO ermordet, dreißig tote palästinensische Zivilisten in einem Schutzraum, die humanitäre Hilfe wird beendet&#8230; Ich schwöre, ich bin zusammengesackt. Und obendrein hier im <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tupiniquim"><em>Tupiniquim</em></a>-Streifen [en] in Rio de Janeiro, warteten die Schüsse nicht bis zum Ende der ersten Woche von 2009. Die Hügel von Babilônia und Chapéu Mangueira wurden erschüttert durch allerhand Schießereien. Wir vom Asphalt [„vom Asphalt“ ist ein Slangwort für „aus den Favelas“] bitten und beten, dass hier nichts  Schlechtes passiert. Das Schlimmste wäre, dass hunderte von Arbeitern in der Abenddämmerung in ihre Häuser zurückkehren und empfangen werden von diesem Umfeld des Terrors, das schon zur Routine geworden ist auf den Hügeln der Stadt.</div>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-55189" title="israeli2" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/israeli2.jpg" /></p>
<p><strong>„Alter Knabe, ist das die richtige Zeit um in Bonsucesso herumzulaufen?“ – Der <a href="http://blogdobonitao.blogspot.com/2009/01/no-segundo-dia-de-ofensiva-terrestre.html">Blog do Bonitão&#39;s charge</a> [pt] verlegt den israelisch-palästinensischen Konflikt in einen Bezirk Rio de Janeiros, der von Favelas umgeben ist und von extremer Gewalt erschüttert wird.</strong></p>
<p>In <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pernambuco">Pernambuco</a> hat der Mordzähler des <a href="http://www.pebodycount.com.br/post/postUnico.php?post=1005">PEBodyCount</a>-Blogs [pt], der tägliche Statistiken zur Kriminalitätsrate liefert, in den 11 ersten Tagen des neuen Jahres 81 Morde allein in diesem Staat gezählt. Der Blog zählte 4525 Morde im Jahr 2008, 4592 im Jahr 2007 und 4638 im Jahr 2006. Die Zahl nimmt ab, aber:</p>
<blockquote><p>&#8220;Raciocinar que 78 pessoas a menos (pelas contas do Governo, pelas nossas, foram 67) perderam a vida não quer dizer que foram salvos 78 seres humanos. Continuamos tendo mais de 4.500 assassinatos. É um patamar que coloca nosso estado entre os locais mais violentos do mundo. São poucos os países que tem tantos crimes de morte por ano. A mudança tão apregoada precisa começar de verdade.&#8221;</p>
</blockquote>
<div class="translation">„Zu denken, dass 78 Menschen weniger (nach der Zählung der Regierung, nach unserer waren es 67) ihr Leben verloren, ist etwas anderes, als das 78 Menschenleben gerettet wurden. Wir haben weiterhin mehr als 4500 Morde. Unter dem Strich katapultiert das unseren Staat unter die gewalttätigsten Gegenden der Welt. Der so viel verkündete Wandel muss wirklich beginnen.“</div>
<div class="contributors">Geschrieben in Zusammenarbeit mit <a href="http://globalvoicesonline.org/author/deborah-goldemberg/">Deborah Icamiaba</a> [en].</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/18/brasilien-gedanken-uber-unsere-eigenen-gasa-streifen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Südostasien: Traumschiff der Freundschaft</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/18/sudostasien-traumschiff-der-freundschaft/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/18/sudostasien-traumschiff-der-freundschaft/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 13:05:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cambodia]]></category>
		<category><![CDATA[Indonesia]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Laos]]></category>
		<category><![CDATA[Malaysia]]></category>
		<category><![CDATA[Myanmar (Burma)]]></category>
		<category><![CDATA[Ostasien]]></category>
		<category><![CDATA[Philippinen]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Singapore]]></category>
		<category><![CDATA[Thailand]]></category>
		<category><![CDATA[Vietnam]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=483</guid>
		<description><![CDATA[Man nehme einen Luxuskreuzer, befülle ihn mit 300 lebhaften jungen Leuten aus Mitgliedsländern der Vereinigung der südostasiatischen Nationen (ASEAN) und aus Japan, mische ein kulturelles Programm und soziale Interaktionen darunter. Das Ergebnis: eine starke Bindung und eine Freundschaft fürs Leben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/fadila-ahmad/">Senor Pablo</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/16/ms-nippon-maru/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Man nehme einen Luxuskreuzer, befülle ihn mit 300 lebhaften jungen Leuten aus Mitgliedsländern der Vereinigung der südostasiatischen Nationen (ASEAN) und aus Japan, mische ein kulturelles Programm und soziale Interaktionen darunter. Das Ergebnis: eine starke Bindung und eine Freundschaft fürs Leben. Das ist die Geschichte des Schiffs für das südostasiatische Jugendprogramm (SSEAYP) oder ‘Program Kapal Belia Asia Tenggara’ auf dem Schiff <a href="http://bpy2008.wordpress.com/2009/01/05/nippon-maru-a-home-to-me/">Nippon Maru</a> [en], das von der japanischen Regierung finanziert wird um die Freundschaft zwischen Jugendlichen der ASEAN und Japan zu stärken.</p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3287/3132776574_e82e6f5402.jpg?v=0"/></p>
<p>Nach <a href="http://bpy2008.wordpress.com/">BPY 2008</a> [en], einem Blog der den Teilnehmern des 35. SSEAYP im letzten Jahr gewidmet ist, ist es ein  Jugendprogramm, das jedes Jahr stattfindet und versucht:</p>
<blockquote>
<p>“to promote friendship and mutual understanding among the youths of Japan and Southeast Asian countries to broaden their perspective on the world, as well as to strengthen their motivation and abilities in international cooperation by participating in discussions, introductions of each country, and various exchange activities both on board and in the countries to be visited”.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>„die Freundschaft und das gegenseitige Verständnis unter den Jugendlichen von Japan und den südostasiatischen Ländern zu fördern um ihren Blick auf die Welt zu erweitern sowie ihre Motivation und Fähigkeiten zur internationalen Kooperation zu stärken mit der Teilnahme an Diskussionen, der Vorstellung jedes Landes und verschiedenen Austauschaktivitäten sowohl an Bord als auch in den besuchten Ländern.“</p>
</div>
<p>Die Jugendlichen an Bord nehmen teil an Aktivitäten wie: Diskussionsveranstaltungen, Solidaritätsgruppen, Clubs, Vorstellungen der Heimatländer, das Halten und Anhören von Vorträgen und gemeinsame Treffen. Sie übernehmen die Rolle von Mini-Botschaftern ihrer Heimatländer wenn das Schiff in jeder südostasiatischen Nation anlegt um Höflichkeitsbesuche abzustatten und an Empfängen und Besuchen von Institutionen teilzunehmen. Manche tauchen in andere Kulturen ein beim Wohnen in Familien und bei der Interaktion mit Jugendlichen vor Ort.</p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3211/3131847283_5a60e33ebf.jpg?v=0"/></p>
<p><a href="http://maurina.wordpress.com/"> <em>Turqoise and Roses</em></a> [en], eine Teilnehmerin aus Brunei, teilt mit uns ihre Erfahrung der ganzen 52 Tage auf dem Schiff und den Landehäfen. Wie sie schreibt, war es eine lohnende Erfahrung:</p>
<blockquote>
<p>‘We are indeed very lucky to be selected for the program and there is great emphasis on selecting the best of the best, as the real purpose of the ship is to learn. After participating, I definitely felt that friendship was very much enhanced, and many bonds were created.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>„Wir haben wirklich Glück, dass wir für dieses Programm ausgewählt wurden und es wird viel Wert darauf gelegt, die Besten der Besten auszuwählen, da es der eigentliche Zweck des Schiffes ist, zu lernen. Nachdem ich teilgenommen hatte, spürte ich, dass die Freundschaft sehr viel besser wurde und viele Bande geknüpft worden waren.“</p>
</div>
<p>Wie die Bloggerin schreibt, hatte die Reise, die ihr ermöglichte ihre Mit-Teilnehmer in  <a href="http://maurina.wordpress.com/2009/01/09/quickpost-officially-mapy-sick/">Kuala Lumpur in Malaysia</a> [en] zu besuchen, tiefgreifende Auswirkungen. Sie konnte viele offizielle und Höflichkeitsbesuche machen und das führte zu vielen Chancen zur Vernetzung.</p>
<blockquote>
<p>I would certainly never have spoken to the owner of the <a href="http://maurina.wordpress.com/2008/12/29/in-retrospect-vietnam-ho-chi-minh-the-city-of-love/">Vietnamese</a> [en] factories if I was not in the programme. Who knows&#8230;. one day I want some investors, I know just who to contact. My friends, who were young entrepreneurs were very excited for this aspect of the programme.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Ich hätte wohl nie mit dem Besitzer der <a href="http://maurina.wordpress.com/2008/12/29/in-retrospect-vietnam-ho-chi-minh-the-city-of-love/">vietnamesischen</a> [en] Fabriken gesprochen, wenn ich nicht an dem Programm teilgenommen hätte. Wer weiß&#8230; wenn ich eines Tages Investoren brauche, weiß ich jetzt, an wen ich mich wenden muss. Meine Freunde - junge Unternehmer  - waren sehr begeistert von diesem Aspekt des Programms.</p>
</div>
<p>Auch der Aufenthalt in der Familie war phänomenal. In <a href="http://bpy2008.wordpress.com/2008/12/23/homestay-in-depok-indonesia-141108/">Indonesien,</a> [en] war sie bei einer inspirierenden Politikerin, die nach dem Tod ihres Mannes allein ihre Kinder aufzog. In <a href="http://maurina.wordpress.com/2009/01/03/in-retrospect-bangkok-thailand/">Bangkok</a> [en] war sie bei einem wirklich reichen Mann - einem Manager einer thailändischen Bank - der ihr wirklich sehr viel beibrachte!</p>
<blockquote><p>I could never imagine that kind of friendship without the programme. It is difficult for us to part. Memang payah kan becarai!!!!!! Kalau bulih kami ani mesti tah bejumpa setiap hari. Cerita nda pandai habis eventhough we&#39;ve been spending the last 6-7 months together???</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Ich könnte mir solch eine Freundschaft ohne das Programm nicht vorstellen. Es ist schwierig für uns abzureisen. [Auf indonesisch:] Schwierig für uns abzureisen. Wenn es geht, sollten wir uns jeden Tag treffen. Wir können nicht aufhören unsere Geschichten miteinander zu teilen, obwohl wir jetzt die letzten 6-7 Monate miteinander verbracht haben???</p>
</div>
<p style="text-align: center;"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3101/3124199496_fb9fc73fc6.jpg"/></p>
<p><span style="font-size: xx-small;"> </span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: xx-small;">Die Nippon Maru sticht ein letztes Mal in See, bevor sie einem neuen Schiff für das nächste Jahr Platz macht.</span></p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3085/3132927964_5d412896a7.jpg?v=0"/></p>
<p>Brunei begann Anfang der 1980er Jahre sich zuerst als Beobachter, dann als eigentlicher Teilnehmer zu engagieren. Aus jedem Land nehmen 28 Jugendliche teil, das sind 14 Mädchen, 14 Jungen und ein National Leader (NL). Jedes Land hat andere Kriterien für die Teilnahme. In Brunei muss man Single sein, zwischen 18 und 30 Jahren alt, sollte in Jugendgruppen und -Organisationen aktiv sein und Talent in den darstellenden Künsten haben.</p>
<p>Es ergab sich ein Netzwerk der Alumni, wie im Fall von Brunei<a href="http://www.bersatu.4t.com/index_2.html"> &#8216;BERSATU&#39;</a> [en] was auf Englisch „zusammen“ bedeutet. <a href="http://sseaypbrunei.blogspot.com/">Bersatu</a> [en] ist eine der NGOs oder Jugendorganisationen vor Ort, die</p>
<blockquote><p>greatly signifies the dynamic spirit of Brunei Darussalam ex-participating youth (ex-PYs) in their true aim of fulfilling the SSEAYP Objective of strengthening existing friendships with their young contemporaries in the other nine ASEAN countries and Japan.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>auf großartige Weise den dynamischen Geist der ehemaligen Teilnehmer aus Brunei Darussalam zeigt und ihr wahres Ziel, die Vorgabe des SSEAYP wahrzumachen: die Stärkung der bestehenden Freundschaften mit ihren jungen Zeitgenossen in den anderen neun ASEAN-Ländern und Japan.</p>
</div>
<p>Das Lesen über ihre Erfahrungen fand ich wirklich eine</p>
<blockquote>
<p>AMAZING EXPERIENCE!!! Nippon maru is the ship of dreams!</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>ERSTAUNLICHE ERFAHRUNG!!! Nippon Maru ist das Schiff der Träume!</p>
</div>
<p style="text-align: center;"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3127/3163324808_06f371d365.jpg?v=0"/></p>
<p>Geschichten wie diese verbinden Jugendliche zweifellos und, noch wichtiger, sie erzeugen Verständnis sowohl zwischen verschiedenen Kulturen, Religionen und Gesellschaften als auch zwischen den künftigen Eliten der ASEAN und Japan!</p>
<p><em>Die Fotos in diesem Post zeigen wir mit freundlicher Genehmigung von <a href="http://bpy2008.wordpress.com/"> BPY 2008</a></em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/18/sudostasien-traumschiff-der-freundschaft/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Guatemala: Bilder von Kriegsopfern - manch einer fühlt sich schlecht</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/17/guatemala-bilder-von-kriegsopfern-manch-einer-fuhlt-sich-schlecht/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/17/guatemala-bilder-von-kriegsopfern-manch-einer-fuhlt-sich-schlecht/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 17 Jan 2009 16:27:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Guatemala]]></category>
		<category><![CDATA[Indigenous]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Spanisch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=481</guid>
		<description><![CDATA[Bilder auf Film festzuhalten ist eine Möglichkeit, sicherzustellen dass das kollektive Gedächtnis die Geschichte eines Landes nicht vergisst. Wenn die Geschichte dieses Landes schreckliche Ereignisse beinhaltet, können diese Bilder mächtig und doch unangenehm an die Vergangenheit erinnern. In Guatemala haben sich einige Fotografen in das Dokumentieren und Darstellen von Bildern des 36 Jahre dauernden bewaffneten Konflikts eingeschaltet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/renata-avila/">Renata Avila</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/11/guatemalan-pictures-banned-in-geneve/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p><center><br />
<img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/nmm.jpg"/><br />
</center></p>
<p><small><a href="http://www.flickr.com/photos/puchica/477348648/">Photo: Surizar</a> benutzt unter einer Creative Commons license</small></p>
<p>Bilder auf Film festzuhalten ist eine Möglichkeit, sicherzustellen dass das kollektive Gedächtnis die Geschichte eines Landes nicht vergisst. Wenn die Geschichte dieses Landes schreckliche Ereignisse beinhaltet, können diese Bilder mächtig und doch unangenehm an die Vergangenheit erinnern. In Guatemala haben sich einige Fotografen in das Dokumentieren und Darstellen von Bildern des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Guatemaltekischer_B%C3%BCrgerkrieg">36 Jahre dauernden bewaffneten Konflikts</a> eingeschaltet.</p>
<p>Der Blogger Aly des Gemeinschafts-Blogs <em>Dorsumi [es] </em><a href="http://dorsumi.org/blog/?p=688">schreibt über einen französischen Fotografen, der ein Buch veröffentlichte unter dem Titel &#8220;La verdad bajo la tierra. Guatemala, el genocidio silenciado&#8221;</a> (Die Wahrheit unter der Erde. Guatemala der zum Schweigen gebrachte Genozid).</p>
<blockquote>
<p>En 1990, Miquel Dewever-Plana, fotógrafo francés de origen catalán, conoció en México a varios refugiados mayas guatemaltecos y decidió involucrarse a favor de los derechos humanos. Durante dos años Miquel documentó el proceso de exhumación de muchas víctimas del genocidio guatemalteco, informando así sobre un crimen contra la humanidad poco conocido: las masacres perpetradas por el Gobierno de Guatemala entre los indígenas mayas durante la década de 1980, y dar a conocer a las víctimas con nombres y apellidos, contribuyendo así a dignificarlas. Fruto de aquel reportaje se publicó este libro que acompaña la exposición con el mismo nombre que ha podido verse hasta el momento en ciudades como París, Barcelona o Palafrugell, entre otras.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>1990 lernte Miquel Dewever-Plana, ein französischer Fotograf katalanischer Abstammung, in Mexico Flüchtlinge kennen - guatemaltekische Mayas - und entschied sich, sich zugunsten der Menschenrechte einzumischen. Zwei Jahre lang dokumentierte Miquel den Vorgang der Exhumierung vieler Opfer des guatemaltekischen Genozids und informierte so über ein kaum bekanntes Verbrechen gegen die Menschheit: die Massaker, die durch die Regierung Guatemalas unter der indigenen Bevölkerung während der achtziger Jahre verübt wurden; er macht die Opfer mit Vor- und Nachnamen bekannt und trägt damit zu ihrer Würde bei. Als Frucht dieser Reportage wurde dieses Buch veröffentlicht, das die Ausstellung gleichen Namens begleitet, die bisher unter anderem in Städten wie Paris, Barcelona oder Palafrugell zu sehen war.</p>
</div>
<p>Auch ein anderer Fotograf, Daniel Hernández Salazar, hat viele Anstrengungen unternommen das Gedächtnis an die Opfer zu retten. Er wurde vor kurzem in den Palast der Nationen im schweizerischen Genf eingeladen um seine Arbeit auszustellen. Einige der Bilder stellten nackte Männer dar, die die Opfer des Krieges repräsentieren und wurden später von Angestellten der UNO entfernt, weil gesagt wurde, dass sie gewisse Gruppen beleidigen könnten. Manche, wie der Blogger León Aguilera Radford vom Blog <em>Klavaza [es] </em><a href="http://enklavaza.blogspot.com/2008/01/guatemalan-nudes-banned-in-geneva.html">halten das für nichts als Zensur</a>:</p>
<blockquote>
<p>Guatemalan photographer <a href="http://www.geocities.com/daaniieel/">Daniel Hernández-Salazar </a> was invited to expose his photographs at the  <a href="http://www.unog.ch/">Palais des Nations</a>, See of the <a href="http://www.blogger.com/www.un.org/">United Nations Organization</a> in Geneva, Switzerland. Hernandez&#39;s images expose in an artistic and metaphoric way the horrors left by the civil war that devastated that Central American country during more than 30 years. One of his aims is to preserve the usually fragile memory of such events, in order to prevent its recurrence. In Guatemala, I am aware, many people would be glad to forget all that happened. However, History has the tendency to remember, like Borges Funes el Memorioso character.</p>
<p>It is fairly logical to imagine how difficult it must be to find a central point of agreement between the many representatives, officers, clerks, visitors, ambassadors and all such fauna, from a worldwide acquisition that conforms the UNO. But this is Art, Western Art if that matters, the same that has been a landmark of aesthetics since time immemorial. Therefore, it is impossible for me to justify UNO censorship, even after its officers accepted to expose three void spaces, to signal the missing images, and to send the visitors to <a href="http://paraquetodoslosepan.googlepages.com/">this</a> web site, where the images are in a permanent, albeit virtual, exposition. I advice to you to please visit that site, You&#39;ll enjoy it.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Der guatemaltekische Fotograf <a href="http://www.geocities.com/daaniieel/">Daniel Hernández-Salazar </a> wurde eingeladen, seine Fotografien im <a href="http://www.unog.ch/">Palast der Nationen</a>, Sitz der <a href="http://www.blogger.com/www.un.org/">UNO</a> im schweizerischen Genf auszustellen. Die Bilder von Hernandez stellen auf eine künstlerische und metaphorische Weise die Schrecken dar, die der Bürgerkrieg hinterließ, der in diesem zentralamerikanischen Land mehr als 30 Jahre wütete. Eines seiner Ziele ist, das meistens zerbrechliche Andenken an solche Ereignisse zu erhalten, um ihre Wiederkehr zu verhindern. Ich bin mir bewusst, dass in Guatemala viele Leute froh darüber wären alles zu vergessen, was passiert ist. Die Geschichte hat aber die Tendenz sich zu erinnern wie in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jorge_Luis_Borges">Borges&#39;</a> Figur in der Erzählung <em>Funes el Memorioso</em> [Das unerbittliche Gedächtnis <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Funes_the_Memorious">en</a>, <a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Funes_el_memorioso">es</a>].</p>
<p>Es ist ziemlich logisch, sich vorzustellen, wie schwierig es sein muss einen zentral gelegenenen Punkt der Übereinstimmung zu finden zwischen Repräsentanten, Beamten, Angestellten, Besuchern, Botschaftern und all dieser Fauna einer weltweiten Errungenschaft wie der UNO. Aber diese Kunst, Kunst aus dem Westen, falls das von Bedeutung ist, ist genauso ein Meilenstein der Ästhetik seit undenklichen Zeiten. Deshalb ist es für mich unmöglich, eine Zensur der UNO zu rechtfertigen, selbst wenn ihre Beamten drei leere Räume ausstellen um auf die fehlenden Bilder aufmerksam zu machen und die Besucher auf <a href="http://paraquetodoslosepan.googlepages.com/">diese</a> Internetseite zu schicken, wo die Bilder dauernd, jedoch virtuell, ausgestellt werden. Ich rate Ihnen, bitte besuchen Sie diese Seite, sie werden es genießen.</p>
</div>
<p>Diese Bilder können helfen, die Erinnerung an Individuen zu bewahren, die Opfer einer tragischen Vergangenheit wurden. Viele Fotografen wie Plana und Hernández-Salazar möchten ihr Werke benutzen, damit andere die Geschichte verstehen können, eine Zukunft aufbauen können und aus dem Satz „Nie wieder“ nicht nur Rhetorik machen können, sondern ein Versprechen für die Zukunft.</p>
<p><small><a href="http://www.flickr.com/photos/mimundo/2467235984/">Titelfoto: James Rodríguez</a> mit freundlicher Genehmigung</small></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/17/guatemala-bilder-von-kriegsopfern-manch-einer-fuhlt-sich-schlecht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Japan: Hakenmura, das Dorf der Zeitarbeiter</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/12/japan-hakenmura-das-dorf-der-zeitarbeiter/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/12/japan-hakenmura-das-dorf-der-zeitarbeiter/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 14:26:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitskräfte]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Humanitäres]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Japanisch]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Relief & Rescue]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=472</guid>
		<description><![CDATA[Über 300 Menschen verbrachten die Nächte zwischen Neujahr und dem 5. Januar in einem Zeltlager im Hibiya Park [en] in der Stadtmitte Tokios, genannt 年越し派遣村 [ja] (toshikoshi hakenmura oder wörtlich „Neujahrsdorf für Zeitarbeiter“). Es gibt Schätzungen, nach denen zwischen Oktober vergangenen und März dieses Jahres 85012 Zeitarbeiter gekündigt wurden und noch werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/scilla-alecci/">Scilla Alecci</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/12/japan-hakenmura-the-temp-workers-village/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Über 300 Menschen verbrachten die Nächte zwischen Neujahr und dem 5. Januar in einem Zeltlager im <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Hibiya_Park">Hibiya Park</a> [en] in der Stadtmitte Tokios, genannt <a href="http://hakenmura.alt-server.org/">年越し派遣村</a> [ja] (<em>toshikoshi hakenmura</em> oder wörtlich „Neujahrsdorf für Zeitarbeiter“). Die Menschen in Hakenmura waren Zeitarbeiter (派遣社員, <em>haken shain</em>): Japanische Männer und Frauen unterschiedlichsten Alters mit Arbeitserfahrung in verschiedenen Bereichen, denen die Zeitarbeitsverträge in den letzten Monaten gekündigt worden waren (<a href="http://search.japantimes.co.jp/cgi-bin/nn20090106a3.html">es gibt Schätzungen, nach denen zwischen Oktober vergangenen und März dieses Jahres 85012 Zeitarbeiter gekündigt wurden und noch werden</a> [en]), teils <a href="http://www.asahi.com/english/Herald-asahi/TKY200901050300.html">wegen der Weltwirtschaftskrise</a> [en], und teils <a href="http://www.japan-press.co.jp/2580/labor_2.html ">wegen der schlechten Organisation </a> [en] des <a href="http://www.hakenhou.biz/index.html"> Rechtssystems, das für Zeitarbeit gilt</a> [ja].</p>
<p>Die oben genannten Gründe sind die am meisten von den traditionellen japanischen Medien erwähnten. Manche Blogger haben andere hervorgehoben und darauf hingewiesen, dass die hohe Kommission von Unternehmen an die Zeitarbeitsfirmen auch berücksichtigt werden sollte. Zum Beispiel erklärt der Blogger <a href=" http://financial-free-fx.seesaa.net/article/111712944.html ">Idaten Tasuke </a>(韋駄天太助)  [ja] die prekären Bedingungen, auf die sich die Zeitarbeit gründet und betont dabei, dass die japanischen Medien mit Fingern auf das Sozialsystem zeigen, ohne an andere Faktoren zu denken, die grundlegend sind um das Thema der entlassenen Zeitarbeiter zu verstehen:</p>
<blockquote><p>毎日メディアで派遣切りのニュースが報道されています。<br />
切実な問題なのでしっかり報道して欲しいと思うが、自分より若い世代が住む場所も失い路上生活に身を落としてしまうのを見ているのは辛い。<br />
しかしながら、メディアは問題にしっかり切り込んでいるのかと疑問も感じる。</p>
</blockquote>
<div class="translation">Jeden Tag berichten die Medien über die Entlassung von Zeitarbeitern. Da es ein dringendes Problem ist, möchte ich, dass sie ordentlich darüber berichten - es ist schwer, Menschen mit anzusehen, die jünger sind als ich, und ohne Dach über dem Kopf auf das Niveau des Lebens auf der Straße herabsinken. Ich habe aber einige Zweifel, ob die Medien das Problem ernsthaft angehen.</div>
<p>[…]</p>
<blockquote><p>
メディアに違和感を感じるのは派遣契約を解除した企業に批判的だが（それはそれで良いのですけど）、何故に派遣会社の責任を問わないのか？<br />
（私の接した情報が偏っているだけですかね？）<br />
企業は派遣会社と契約しているのであって、派遣社員のAさんとは何の契約もしていない。<br />
Aさんに時給何円払うかを決めるのは派遣会社であり、企業は派遣会社との契約で派遣会社に時間極めの人材派遣費用を払います。
</p>
</blockquote>
<div class="translation">Der Grund für mein ungutes Gefühl den Medien gegenüber ist, dass, obwohl sie sehr kritisch sind gegenüber den Unternehmen, die die Verträge gekündigt haben (wo ich ihrer Meinung bin), ich mich darüber wundere, warum sie nicht auch nach der Verantwortung der Zeitarbeitsfirmen fragen?<br />
(Ist das vielleicht nur der Fall bei den Quellen, die ich untersucht habe?)<br />
Die Unternehmen haben einen Vertrag mit diesen Zeitarbeitsfirmen, aber sie haben keinen Vertrag mit den einzelnen Zeitarbeitern.<br />
Die Zeitarbeitsfirma entscheidet, wieviel Herr A. pro Stunde bezahlt bekommt, und das Unternehmen zahlt der Zeitarbeitsfirma Ausgaben für Personal für die geleistete Arbeitszeit, nach einem Vertrag mit dieser Zeitarbeitsfirma.</div>
<p>[…]</p>
<blockquote><p>
派遣会社はそれだけ取って、何をしてくれたかと言えば、派遣社員を企業に送っただけです。<br />
[…]<br />
派遣会社が何かトレーニングして送ってくれるかと言えば、そんなものはない。<br />
これだけで(?)、派遣社員が企業に派遣されている限り、毎日（寝ていても？）売上が上がるシステムになっています。<br />
企業が派遣社員を切るなと言われれば、じゃあ派遣社員を頼まないよという話になります。<br />
ボロイ商売、いや、収益性の高いビジネスモデルの派遣会社が批判を受けないのは何故なのか？<br />
派遣社員は安いから使っているのではなく（決して安くない）、ストレートに言えばいつでも契約を切れるから使っているのです。
</p>
</blockquote>
<div class="translation">Die Einnahmen der Zeitarbeitsfirmen beschränken sich darauf und um es einfach zu sagen, tatsächlich schicken sie nur Zeitarbeiter zu den Firmen.<br />
[…]<br />
Ohne jegliche vorhergehende Ausbildung oder sonstwas.<br />
Ohne dass sie mehr als das (?) machen, wächst, solange Zeitarbeiter in die Unternehmen geschickt werden, ihr Umsatz von Tag zu Tag (selbst wenn sie schlafen). Das ist das System.<br /> Wenn man den Firmen sagt, sie dürften Zeitarbeiter nicht feuern, dann werden sie einfach keine Zeitarbeiter mehr anfordern.<br />
Warum also wird dieses Bonanza-Geschäft &#8212; eine hochlukratives Geschäftsmodell &#8212; überhaupt nicht kritisiert?<br />
Der Grund ist, weil Zeitarbeiter angestellt werden ist nicht, weil sie billig sind (das sind sie nämlich ganz und gar nicht), sondern, offen gesagt, weil ihr Vertrag jederzeit gekündigt werden kann.</div>
<p>[…]</p>
<blockquote><p>
		景気の良い時は、この奇妙な三角関係(?)はうまく機能します。<br />
		今回の問題は、同時期に大量に契約が解除され、派遣会社が派遣社員に次の派遣先を紹介できないという状況だからです。<br />
		セーフティネットを強く求められべきは、企業側ではなく派遣会社だと思うのですが、私の接したメディアは派遣先企業の社会的責任を問う声ばかりです。
	</p>
</blockquote>
<div class="translation">Solange das Geschäft floriert, funktioniert dieses heikle Dreieck [Unternehmen / Zeitarbeitsfirma / Zeitarbeiter] gut.<br />
Jetzt aber gab es Probleme, weil viele Verträge gleichzeitig gekündigt wurden, und die Zeitarbeitsfirmen diese Arbeitnehmer nicht in andere Firmen entsenden können.<br />
Ich denke, dass wenn es eine große Nachfrage nach einem Sicherheitsnetz gibt, dann muss man das von den Zeitarbeitsfirmen verlangen, nicht von den Unternehmen. Aber die Stimmen, die ich aus den Medien gehört habe, haben nur die soziale Verantwortung der Zeitarbeitsfirmen hinterfragt.</div>
<p>Ähnlich zweifelt auch <a href="http://d.hatena.ne.jp/shino-kichi/20090103/1230992899">Shino Kichi</a> [ja] an der Art der in letzter Zeit aufgekommenen Debatte zum Thema „Zeitarbeiter“ und begründet seine Anmerkungen mit seiner Erfahrung als Zeitarbeiter:</p>
<blockquote><p>
		派遣の問題であまり話題になってるのを見たことがないんですが、派遣会社が取ってる手数料って相当高い気がするんですよ。<br />
		トヨタやキャノンはどうか知りませんが、僕が派遣社員をスタッフとして採用したときは35％～40％くらい取られてました。[…]<br />
		これを低くすることって議論されないんでしょうか。
	</p>
</blockquote>
<div class="translation">Das ist das erste Mal, dass ich das Thema der „Zeitarbeiter“ so in der Diskussion sehe. Ich habe das Gefühl, dass die Kommission für die Zeitarbeitsfirmen ziemlich hoch ist.<br/><br />
Ich weiß nicht Bescheid über die Fälle Toyota oder Canon, aber als ich als Zeitarbeiter angestellt wurde, bekam die Zeitarbeitsfirma 35-40% [des Geldes, das das Unternehmen für die Anstellung eines Zeitarbeiters bezahlt]. [&#8230;] Warum diskutiert man nicht über diese Abzüge [vom Arbeitslohn] ?</div>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/_BRiSmlB13g&#038;hl=ja&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/_BRiSmlB13g&#038;hl=ja&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object><br />
<small>Die Nacht auf den 1. Januar 2009 in <em>Hakenmura</em> </small></p>
<p>Der Blogger bei <a href="http://minnie111.blog40.fc2.com/blog-entry-1351.html">Canada de Nihongo</a> (カナダで日本語) [ja] nimmt die Berichte über das Leben im Dorf Hakenmura während der Feiertage zum Anlass, die politische Verantwortung all derer zu betonen, die all das geschehen ließen.</p>
<blockquote><p>
予想通り、日比谷公園の「年越し派遣村」には、想定していた人数の倍の３００人の派遣切りされた労働者が集まったそうだ。２００人分の食事しか用意していないということだったので、足りるのかなと不安に思っていたら、やはり、日比谷公園の施設はパンク状態となり、政府は、近くにある厚生労働省の講堂を解放せざるを得なくなったそうだ。</p>
</blockquote>
<div class="translation">Wie erwartet, versammelten sich 300 Menschen, deren Zeitarbeitsverträge gekündigt worden waren, im Hibiya Park zum Neujahrsfest: das waren doppelt soviele wie gedacht. Essen war für 200 Menschen vorbereitet, [die Organisatoren] merkten dass sie nicht genug hatten, und tatsächlich, dass der Platz im Hibiya Park an seine Grenzen geriet, schien die Regierung dazu zu zwingen, eine Versammlungshalle des nahegelegenen Ministeriums für Gesundheit und Arbeit zu öffnen.</div>
<p>[…]</p>
<blockquote><p>
今回も、対応の遅れが目立った政府だが、黙っていたら、厚生労働省が「年越し派遣村」のために講堂を解放するどころか何の対策も取ろうとしなかっただろう。与党の政策の失敗で犠牲になった労働者なのに、派遣切りなんて他人事と思っている政府や与党の下心がよくわかる出来事だった。
</p>
</blockquote>
<div class="translation">Die späte Antwort der Regierung stand in diesem Fall noch aus, aber wenn sie stillgehalten hätte, zweifle ich im Gegenteil daran, dass das Ministerium für Gesundheit und Arbeit wohl irgendwelche Maßnahmen ergriffen hätte. Obwohl die Zeitarbeiter Opfer der desaströsen Politik der Partei an der Macht [der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liberaldemokratische_Partei_(Japan)">Liberaldemokratischen Partei</a>] sind, war es ein gutes Beispiel, das zeigte, wie die regierende Partei insgeheim das „Entlassen von Zeitarbeitern“ als Problem Anderer ansieht.</div>
<p>Im „Neujahrsdorf für Zeitarbeiter“ halfen 200 Freiwillige bei der Organisation der Gemeinschaft, beim Verteilen von Essen an die Flüchtlinge oder dabei, für sie eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden, usw. Einer dieser Freiwilligen hielt diese Tage in einem Tagebuch (mit vielen Bildern) fest unter <a href="http://blog.goo.ne.jp/ktonegaw">Tone Nikki</a> (とね日記) [ja]. <a href="http://blog.goo.ne.jp/ktonegaw/e/641e2fe6b2d615a14947a665d29f55cc">Am 2. Januar</a> [ja] skizzierte er seine persönlichen Eindrücke in Bezug auf die Berichterstattung über das Dorf in den japanischen Medien.</p>
<blockquote><p>今日は民主党の菅直人さんもお見えになり、かなり長い時間を使って村民と直接話をしたり、メディアのインタビューに答えていた。[…] メディアは菅さんや「派遣村の村長」の湯浅さんなど有名人の撮影がメインだ。もっと村民や「委員」、ボランティアの状況をレポートすればよいのにと思った。カメラマンしか来ておらず、レポーターが来ていないからだと僕は思った。</p>
</blockquote>
<div class="translation">
Heute kam <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Naoto_Kan">Herr Naoto Kan</a> von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratische_Partei_Japans">Minshutô</a> [Demokratischen Partei Japans] [ins Dorf] und er verbrachte dort viele Stunden. Er sprach direkt mit den Flüchtlingen, gab der Presse Interviews, usw. [&#8230;] Das Interesse der Medien war hauptsächlich auf Herrn Kan und Herrn Yuasa (den Chef des Dorfes) und andere Persönlichkeiten gerichtet. Ich meine, dass sie viel mehr über die Flüchtlinge berichten hätten sollen und über die „Mitglieder des Komitees“, sowie über die Arbeit der Freiwilligen. Der Grund dafür war vielleicht, dass nur Kameraleute kamen - es waren keine Reporter anwesend.</div>
<p>Weiter hinten im Tagebucheintrag dieses Tages berichtet der Freiwillige über eine Unterhaltung mit einem jungen Mann, einem Freund von Herrn T. (einen Flüchtling, um den er sich gekümmerte), der ihm die harte Lage der Menschen in Schwierigkeiten erklärte, besonders der der Frauen.</p>
<blockquote><p>
Tさんの知り合いの青年（３０歳くらい？）とも話をした、派遣切りされかけた後、交渉の末に仕事に戻れたそうだが、彼はネットカフェ難民経験者である。彼によると若い女性にも同じ状況の人はたくさんいるそうで、その多くが性風俗産業に流れるか個人営業しているということだ。そしてそういう商売ができない人は明け方のマクドナルドやネットカフェにたくさんいるということだ。そこまでするんだったら親元に戻ったほうがいいのにと僕が言うと、彼は「戻れない人たちばかりなんですよ。ほとんどの女性がいろいろな事情を持っているから。」と教えてくれた。絶句。。。それじゃ逃げ場がない。
</p>
</blockquote>
<div class="translation">Ich sprach auch mit einem jungen Kerl (um die 30?), einem Bekannten von Herrn T. Nachdem er gekündigt wurde, und nach einigem Verhandeln, konnte er wohl seine Arbeit wiederbekommen, aber er erlebte trotzdem was es heißt, ein <a href="http://globalvoicesonline.org/2007/08/30/japan-life-out-of-a-manga-kissa/">Internet-Café-Flüchtling</a> [en] zu sein. Wie Herr T. berichtet, sind viele junge Frauen in derselben Situation; viele von ihnen landen in der Sex-Industrie oder betreiben ihr eigenes Geschäft. Die Frauen, die solch eine Arbeit nicht tun können, verbringen ihre Nächte in McDonalds-Restaurants oder in Internet-Cafés. Und als ich sagte, diese Frauen sollten in ihre Familie zurückkehren, anstatt so ein Leben zu führen, erklärte er mir „Sie sind Menschen, die nicht zurück können. Die meisten haben Angelegenheiten [in ihrem persönlichen Hintergrund, die sie daran hindern zurückzukehren]“ &#8221; Ich wurde ganz still&#8230; In diesem Fall haben sie keinen Ausweg.</div>
<div class="notes">Der Flickr-Benutzer <a href="http://www.flickr.com/photos/cumon/">Photowalker</a> hat viele interessante Fotos von <em>Hakenmura</em> und den Zeitarbeitern auf sein Account hochgeladen.</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/12/japan-hakenmura-das-dorf-der-zeitarbeiter/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Demokratische Republik Kongo: Neue Massentötungen - die Medien berichten kaum darüber</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/07/demokratische-republik-kongo-neue-massentotungen-die-medien-berichten-kaum-daruber/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/07/demokratische-republik-kongo-neue-massentotungen-die-medien-berichten-kaum-daruber/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 09:05:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[D. R. Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Französisch]]></category>
		<category><![CDATA[Humanitäres]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kriege & Konflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Relief & Rescue]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=465</guid>
		<description><![CDATA[Geschrieben vonElia Varela Serra  &#183; Übersetzt von Martin Ruopp &#183;  engl. Originalartikel 
Während die Kämpfe in Nord-Kivu - durch die 250000 Menschen im Jahr 2008 vertrieben wurden - in letzter Zeit abgeflaut sind, gibt es jetzt Berichte über Massentötungen in einem anderen Teil Kongos. Die Widerstandsarmee des Herrn (Lord&#39;s Resistance Army - LRA), [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/elia/">Elia Varela Serra</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2009/01/06/dr-congo-new-mass-killings-weak-media-attentio/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Während <a href="http://de.globalvoicesonline.org/2008/11/14/demokratische-republik-kongo-die-kampfe-gehen-weiter/">die Kämpfe in Nord-Kivu</a> - durch die 250000 Menschen im Jahr 2008 vertrieben wurden - in letzter Zeit abgeflaut sind, gibt es jetzt Berichte über Massentötungen in einem anderen Teil Kongos. Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lord%E2%80%99s_Resistance_Army">Widerstandsarmee des Herrn</a> (Lord&#39;s Resistance Army - LRA), eine ugandische Rebellengruppe, hat sich in der Region Haut-Uélé in der Nähe der Grenze zum Sudan ausgetobt. Die Angriffe kamen als Antwort auf Militäroperationen gegen LRA-Stützpunkte in der Umgebung des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Garamba-Nationalpark">Garamba-Nationalparks</a>, die ugandische, südsudanesische und kongolesische Truppen im Dezember begonnen hatten. Wie die <a href="http://www.caritas.org/newsroom/press_releases/caritas_reports_christmas_day_massacre_in_congo_by_ugandan_rebels.html">Nichtregierungsorganisation Caritas berichtet</a> [en] wurden seit dem 25. Dezember über 400 Menschen im Umkreis der Städte Faradje, Duru, Bangade, Gurba und Doruma getötet:</p>
<blockquote><p>The Director of Caritas Dungu-Doruma says that the Ugandan rebels attacked a Christmas Day concert in Faradje City organised by the Catholic church there. He says the rebels returned the next morning to continue their killing spree. He says approximately 150 people were killed over the two days.  </p>
<p>At the same time, another attack was perpetrated in Duru, north of Dungu. Caritas reports 75 people killed and the Church burned down.</p>
<p>Caritas reports that the killing continued along the Sudan border, including in Bangadi, Doruma and Gurba. Caritas reports 48 dead in Bangadi and that in Gurba 213 people were killed. Approximately 6,500 people have found refuge in the area with the Catholic church.</p>
<p>Caritas also reports that children are being abducted by the LRA, who use them as child soldiers.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Der Direktor der Caritas Dungu-Doruma sagt, dass die ugandischen Rebellen ein Weihnachtskonzert in der Stadt Faradje angegriffen haben, dass von der dortigen katholischen Kirche veranstaltet worden war. Er sagt, die Rebellen kamen am nächsten Morgen zurück um lustig weiter zu morden. Er sagt, dass im Laufe der zwei Tage ungefähr 150 Menschen getötet wurden.</p>
<p>Zeitgleich wurde ein weiterer Angriff auf Duru, nördlich von Dungu verübt. Die Caritas berichtet über 75 Tote und darüber, dass die Kirche niedergebrannt worden sei.</p>
<p>Die Caritas berichtet, dass die Tötungen sich entlang der sudanesischen Grenze fortsetzten, was Bangadi, Doruma und Gurba miteinschließt. Die Caritas berichtet über 48 Tote in Bangadi und dass in Gurba 213 Menschen getötet worden seien. Ungefähr 6500 Menschen hätten durch die katholische Kirche einen Unterschlupf in der Gegend erhalten.</p>
<p>Die Caritas berichtet auch, dass die LRA Kinder entführt hat um sie als Kindersoldaten zu benutzen.</p>
</div>
<p>Das Team der MSF (Ärzte ohne Grenzen) in Dungu <a href="http://www.doctorswithoutborders.org/news/article.cfm?id=3305">erhielt folgenden Bericht</a> [en] aus der Stadt Faradje:</p>
<blockquote><p>First information on the attack on Faradje, a city of 25,000 people in northeastern DRC, reached the MSF team in Dungu on the evening of Christmas Day. [&#8230;] On the following morning, a nurse form Tadu, a small town 20 km south of Faradje, signaled by radio the arrival in his area of thousands of people fleeing the attack, probably around 15,000. The nurse confirmed that Faradje’s head physician and another civil servant had been killed in the attack. According to him, many seriously wounded victims were still stuck in the city’s hospital, which was left without proper equipment following looting by LRA soldiers.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Die ersten Informationen über den Angriff in Faraje, einer Stadt von 25000 Einwohnern in Nordost-Kongo erreichten das MSF-Team am Abend des Weihnachtsfeiertags. [&#8230;] Am Morgen darauf gab ein Krankenpfleger aus Nadu, einer kleinen Stadt 20 km südlich von Faradje, per Funk die Ankunft von tausenden von Menschen durch, wahrscheinlich ungefähr 15000. Der Krankenpfleger bestätigte, dass der leitende Arzt in Faradje und ein weiterer Beamter bei dem Angriff getötet wurden. Wie er berichtet, sitzen viele schwerverletzte Opfer im städtischen Krankenhaus fest, das wegen der Plünderungen der LRA-Soldaten ohne adäquate Ausrüstung ist.</p>
</div>
<p>Der Caritas-Blog zeigt drei <a href="http://blog.caritas.org/2009/01/01/massacres-in-congo/">Bilder von Überlebenden</a> der Morde an Weihnachten in Faradje von Emmanuel Bofoe:</p>
<p><a href='http://blog.caritas.org/2009/01/01/massacres-in-congo/'><img src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2009/01/survivors-faradje.jpg" alt="" title="survivors-faradje" class="aligncenter size-full wp-image-54985" /></a><br />
<small><em>(Foto: Emmanuel Bofoe von Caritas International)</em></small></p>
<p>Der Naturschutz-Blog des Netzwerks <em>WildlifeDirect</em> <a href="http://baraza.wildlifedirect.org/2009/01/06/official-statement-on-garamba-attack-by-lra/">berichtet über einen LRA-Angriff</a> [en] auf die Zentrale des Garambe-Nationalparks am 2. Januar:</p>
<blockquote><p>Despite strong resistance by the park rangers together with elements from the Congolese Armed Forces, numerous casualties and material damages have been incurred. A first report mentions 8 people killed, including two park rangers and two wives of wardens, and 13 injured, most of them by bullets. An unconfirmed number of rebels have also been killed or wounded.</p>
<p>Several essential buildings of the headquarters have also been destroyed, along with many items of transport and communications equipment, and stocks of fuel and food rations.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Trotz starken Widerstands der Ranger des Parks zusammen mit Einheiten der kolongesischen Streitkräfte erlitten wir zahlreiche Todesfälle und Materialschäden. Ein erster Bericht erwähnt die Tötung von 8 Menschen, darunter zwei Park Ranger und zwei Ehefrauen der Wächter und 13 Verletzte, die meisten davon durch Schusswunden. Eine unbestätigte Anzahl Rebellen wurden auch getötet oder verwundet.</p>
<p>Verschiedene unverzichtbare Gebäude der Zentrale wurden auch zerstört, zusammen mit vielen Teilen der Transport- und Kommunikationsausrüstung und Treibstoffvorräten und Lebensmittelrationen.</p>
</div>
<p>In einem anderem Post <a href="http://baraza.wildlifedirect.org/2009/01/06/lra-fighting-kills-rangers-in-garamba/">beschreibt der Baraza-Blog</a> [en] die Situation in dem Gebiet als „viel schlechter als vorher“:</p>
<blockquote><p>One person has described the outcome of this failed military offensive against the LRA as the equivalent of “stirring up a hornets nest”</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Eine Person hat das Ergebnis dieser gescheiterten Militäroffensive gegen die LRA beschrieben als ein Äquivalent zum „Aufrühren eines Hornissennests“.</p>
</div>
<p>Dahee Nam <a href="http://www.impunitywatch.com/impunity_watch_africa/2009/01/lra-launched-new-attacks-in-dr-congo.html">berichtet</a> [en] auf <em>Impunity Watch Africa</em>, dass am Sonntag, dem 4. Dezember in der Region ein weiterer Angriff gestartet wurde, es aber keine Todesfälle gab, da die Angriffsziele schon vor der Ankunft der Rebellen geflohen waren.</p>
<p>Michael Kleinman vom <em>Humanitarian Relief</em> Blog <a href="http://humanitarianrelief.change.org/blog/view/weekly_roundup_-_bad_times_in_gaza_congo">kommentiert die humanitäre Situation</a> [en] in dem Gebiet:</p>
<blockquote><p>In addition, as many as 30,000 villagers have fled the area.  According to a recent IRIN article - Deadly LRA attacks prompts exodus in northeastern Congo - aid agencies are struggling to reach those in need: &#8220;The military operations and the LRA presence make it very difficult for humanitarian agencies to operate, and some areas are currently totally inaccessible to aid workers.&#8221;</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Außerdem sind mindestens 30000 Dorfbewohner aus dem Gebiet geflohen. Nach einem vor kurzem erschienen IRIN-Artikel - Todbringende LRA-Angriffe erzeugen Exodus in Nordost-Kongo - kämpfen die Hilfsorganisation darum die Bedürftigen zu erreichen: „Die Militäroperationen und die LRA-Präsenz erschweren die Arbeit der Hilfsorganisationen sehr, und manche Gebiete sind vollständig unzugänglich für ihre Mitarbeiter.“</p>
</div>
<p><em>Kakaluigi</em>, ein italienischer Missionar, der in Ost-Kongo arbeitet, vergleicht die Medienreaktion auf diese Massaker in Ost-Kongo mit denen im Gaza der letzten Zeit in einem Post unter dem Titel „<a href="http://kakaluigi.unblog.fr/2009/01/04/scandale/">Skandal!</a>“ [fr]:</p>
<blockquote><p>À Gaza ( Palestine) les Israeliens viennent de massacrer 400 personnes en l&#39;espace d&#39;une semaine, il y&#39;a eu manifestation à travers le monde et les mèdias de tout genre ne font que nous bombarder avec leurs images de sang et de morts.</p>
<p>À Dungu- Faradje (RDC) c&#39;est en presence de la Monuc que la Rébellion Ougandaise vient d&#39;assassiner plus de 400 personnes en l&#39;espace d&#39;une journée, mais silence total à travers le monde, pas une image et  même pas une journée de deuil au pays concerné.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>In Gaza (Palästina) haben die Israelis gerade 400 Menschen massakriert im Laufe einer Woche, es gab Demonstrationen auf der ganzen Welt und die Medien aller Art machen nichts anderes, als uns mit ihren Bildern von Blut und Toten zu bombardieren.</p>
<p>Im kongolesischen Dungu-Faradje haben gerade in Anwesenheit der MONUC ugandische Rebellen 400 Menschen an einem Tag ermordet, aber Stille herrscht auf der ganzen Welt, kein Bild und nicht einmal ein Trauertag in dem betroffenen Land.</p>
</div>
<p>In einer ähnlichen Stimmung <a href="http://www.rue89.com/tribune-vaticinateur/2009/01/05/de-gaza-au-congo-des-poids-une-mesure">fragt sich</a> [fr] Hugues Serraf, der auf <em>La tribune du vaticinateur</em> auf Rue 89 bloggt:</p>
<blockquote><p>Si un mort israélien vaut plusieurs morts palestiniens, combien faut-il de cadavres congolais pour un linceul gazaoui?</p>
<p>[&#8230;] Comment un conflit qui a déjà fait quatre millions de morts en dix ans, et tue encore plus d’un millier de civils chaque jour du fait du chaos alimentaire et sanitaire qu’il entraîne, peut-il être aussi peu couvert? Comment les 271 victimes de la LRA (hypothèse basse, rappelons-le) de ces dernières semaines ont-elles pu échapper à la vigilance de nos reporters, de nos analystes, voire de nos manifestants?</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Wenn ein israelischer Toter mehrere palästinensische Tote wert ist, wieviele kongolesische Leichen braucht man für ein Leichentuch aus Gaza?</p>
<p>[&#8230;] Wie kommt es, dass über einen Konflikt, der in zehn Jahren schon vier Millionen Menschen getötet hat und immer noch mehr als tausend Zivilisten jeden Tag tötet als Folge des Lebensmittel- und Gesundheitschaos, immer noch so wenig berichtet wird? Wie konnten die 271 Opfer der LRA (nicht vergessen: eine vorsichtige Schätzung) in den letzten Wochen der Aufmerksamkeit unserer Reporter, ja sogar unserer Demonstranten entgehen?</p>
</div>
<p><em>Beendet den Krieg in Nord-Kivu</em>, ein Blog eines Mitarbeiters einer internationalen Hilfsorganisation in Ost-Kongo, <a href="http://stopthewarinnorthkivu.wordpress.com/2008/12/31/a-personal-reflection/">denkt nach</a> [en] über das „Ignorieren von afrikanischen Kriegen in der westlichen öffentlichen Meinung und den westlichen Medien“:</p>
<blockquote><p>I am convinced that the thunderous silence of Western media regarding horror in African conflicts entails an enormous, and unavoidable, ethic question. If five million people die in a given place, we as human beings have the obligation to know that this has happened. It is a moral obligation. We must know, the same way that we all know that millions of Jewish men, women and children were exterminated in Germany in the Second World War. However, we don´t know that more than five million Congolese have died as a result of the war since 1998.</p>
<p>Citizens of an information age have a right to know about it, and victims have a right for their suffering to be told, and known.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Ich bin überzeugt, das die donnernde Ruhe der westlichen Medien in Bezug auf den Horror in den afrikanischen Konflikten eine riesige und unvermeidbare ethische Frage nach sich zieht. Wenn fünf Millionen Menschen an einem wohldefinierten Ort sterben, haben wir als menschliche Wesen die Verpflichtung, zu wissen, dass das passiert ist. Es ist eine moralische Verpflichtung. Wir müssen es wissen, genauso wie wir alle wissen, dass Millionen von jüdischen Männern, Frauen und Kindern in Deutschland während des zweiten Weltkriegs vernichtet wurden. Aber wir wissen nicht, dass mehr als fünf Millionen Kongolesen seit 1998 in der Folge des Krieges gestorben sind.</p>
<p>Die Bürger eines Informationszeitalters haben das Recht, darüber Bescheid zu wissen, und die Opfer haben das Recht, dass über ihr Leiden berichtet und Bescheid gewusst wird.</p>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2009/01/07/demokratische-republik-kongo-neue-massentotungen-die-medien-berichten-kaum-daruber/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Korea: Gegen Tests eingestellte Lehrer entlassen</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/23/korea-gegen-tests-eingestellte-lehrer-entlassen/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/23/korea-gegen-tests-eingestellte-lehrer-entlassen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Dec 2008 11:47:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Koreanisch]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Südkorea]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=464</guid>
		<description><![CDATA[Vor kurzem wurden koreanische Lehrer entlassen, weil sie gegen einen neuen Test waren, den die Regierung eingeführt hatte: Ilje Gosa (simultaner Test, ein landesweiter Leistungstest an Schulen). Es ist ein Test bei dem allen Schülern zur gleichen Zeit dieselben Fragen gestellt werden, um Schüler quer durch das ganze Land vergleichen zu können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/hyejin-kim/">Hyejin Kim</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/12/23/korea-teachers-who-have-been-fired/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Vor kurzem wurden koreanische Lehrer entlassen, weil sie gegen einen neuen Test waren, den die Regierung eingeführt hatte: Ilje Gosa (simultaner Test, ein landesweiter Leistungstest an Schulen). Es ist ein Test bei dem allen Schülern zur gleichen Zeit dieselben Fragen gestellt werden, um Schüler quer durch das ganze Land vergleichen zu können. <a href="http://english.chosun.com/w21data/html/news/200803/200803120024.html">Manche [Koreaner] heißen diesen Test willkommen, damit sie oder ihre Kinder oder Schüler zeigen, wo sie mit dem Lernen stehen.</a> [EN] <a href="http://english.hani.co.kr/arti/english_edition/e_national/327953.html">Andere sind dagegen, weil es zu einer Gesellschaft führt, die nach Noten um ihrer selbst Willen strebt und sich auf Dauer Schulen, Schüler und Eltern auf Punkte und Ranglisten versteifen.</a> [EN]. </p>
<p>Trotz heißer Wortgefechte führte die Regierung den Test durch und manche Lehrer waren dagegen ihre Schüler am Test teilnehmen zu lassen. Anstattdessen machten sie Ausflüge mit ihren Schülern oder manche Schüler weigerten sich die Testbögen abzugeben. Angesichts der Entscheidung der Schulbehörde der Stadt Seoul diese Lehrer zu entlassen (im Vergleich zu den milden Strafen für Lehrer, die ihrer Schüler sexuell belästigt hatten oder ihre Leistungen absichtlich falsch dargestellt hatten) diskutieren die Netzbürger diesen Vorfall stürmisch.</p>
<p><a href="http://bbs1.agora.media.daum.net/gaia/do/debate/read?bbsId=D003&#038;articleId=2098846">Schüler</a>, die ihre Lehrer verlieren, schreiben:</p>
<blockquote><p>  [&#8230;]오늘&#8230;선생님과 이별했습니다,,그것도 이번 4교시 다가 아니고 1교시까지밖에 볼수없었죠, 선생님은 &#8220;평화가무엇이냐&#8221;라는 노래을 틀어주시고 학생 하나 하나 직접 앉고 할 말을 해주었어요,,,, 다 끝 마치고 헤어질 때 눈물을 흘리고 가시던 선생님의 뒷모습이 아직도 기억납니다[&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation"> [&#8230;] Heute habe ich meine(n) Lehrer(in) verabschiedet. Ich bekam ihn (sie) nur in der ersten Stunde zu sehen. Mein(e) Lehrer(in) spielte uns ein Lied vor „Was ist Frieden?“ Er (sie) redete mit jedem Schüler. Ich erinnere mich noch daran, wie er (sie) mit Tränen in den Augen wegging. [&#8230;] </div>
<p>Auch <a href="http://bbs1.agora.media.daum.net/gaia/do/debate/read?bbsId=D102&#038;articleId=85259">Eltern</a> drücken ihre Besorgnis im Internet aus.</p>
<blockquote><p>  일제고사에 대한 자율체험학습을 허용한 교사들을 파면했다는 얘기를 처음 듣고 솔직히 무슨 말인지 몰라 인터넷을 뒤적거려 일제고사가 무엇인지 얼마전에 처음 알았습니다. 그리곤 깨달았죠. 아&#8230;정권이 확실히 바뀌긴 바뀌었구나&#8230;</p>
<p>전 7살과 3살난 아들을 둔 아버지입니다. 내년이면 큰애가 초등학교를 들어가게 되지요. 그래서 부쩍 교육에 관심이 많아지기도 했습니다만 요즘 애들 어떻게 가르치는지 어떤 정책이 있는지&#8230;잘은 모릅니다.</p>
<p>내가 생각하는 교육은 예전과는 다른 어떤 차별화된 교육을 원하고 있었습니다.<br />
		단순히 우리 어릴적처럼 중간고사 기말고사등등을 보면서 등수를 나누고 수우미양가로 성적을 나누는&#8230;. 그런 방식에서 우리교육이 탈피했다고 알고 있었습니다.[&#8230;] </p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Ich wusste nicht was Ilje Gosa ist, als ich in den Nachrichten hörte, dass Lehrer, die gegen Ilje Gosa waren und stattdessen auf Ausflüge gingen, entlassen wurden. Beim Surfen im Internet erfuhr ich mehr darüber und erkannte worum es ging. Wow&#8230; wir haben jetzt wirklich eine andere Regierung. </p>
<p>Ich bin Vater von zwei Jungen im Alter von 7 und 3 Jahren. Nächstes Jahr wird mein ältester Sohn in die Grundschule kommen. Also habe ich angefangen, mich für Bildung zu interessieren, aber ich wusste nichts über Bildungspolitik. Die Bildung, über die ich heute nachdenke, unterscheidet sich von der Vergangenheit. Die Schulbildung, die ich hatte, mit Prüfung in der Mitte und am Ende des Halbjahrs und den Noten, die nach Testresultaten vergeben wurden&#8230; Ich dachte, dass unser Schulsystem über dieses System hinweg war. [&#8230;]</p>
</div>
<blockquote><p>  일제고사를 거부(사실 거부도 아닌것인데)하고 체험학습을 허용했다고해서 파면이란것 자체가 징계로써 지나치단 생각입니다. 상명하불복이란 그 체계가 성추행이나 촌지보다도 더 크단 것이지요? 왜 이런 얘기를 하는것인지는 다들 아실겁니다. 성추행,촌지등 비도덕적인 행위를 저지른 교사는 그대로 파면되는경우가 극히 드물죠? 또 다른곳에서 아니면 형식적인 징계만을 받고 다시 교육현장에 남아있습니다. 일제고사에 대한 대안학습을 시킨 교사들이 무슨 해악한 존재인가요? 그들이 잘못한 것이라곤 아이들을 서열과 순위로만 평가하려는 잘못된 정책에 양심적으로 판단한것뿐입니다. 거부하게끔 선동을 했습니까? 아님 시험을 방해했습니까???? 일제고사가 왜 필요한것이지요? 순위를 매기고 싶습니까? 서열두요? 정말 그렇게 애들을 키우고싶으신가요? </p>
</blockquote>
<div class="translation">Ich finde, dass es zu weit geht, wenn Lehrer entlassen werden, die gegen Ilje Gosa sind und Schulausflüge zulassen. Ist das, was sie getan haben, schlechter oder unmoralischer als sexuelle Belästigung oder Bestechlichkeit? Sie wissen, wovon ich rede. Es kommt wirklich selten vor, dass Lehrer wegen sexueller Belästigung, Bestechlichkeit oder anderen unmoralischen Verhaltsweisen entlassen werden. Oder sie bekommen eine symbolische Strafe und bleiben im Erziehungswesen.</div>
<blockquote><p>  난 싫습니다. 분명 공부는 필요하고 성적도 중요합니다. 내가 어느위치에 어느정도인지 알아야하는것도 중요하죠&#8230;. 허나 그것이 초등학교때부터 시작된단것에 전 반대합니다. 하나같이 귀여운얼굴에 세상을 배울 준비를 하고 동심의 세계를 키워야할 초등생들이 자신들의 성적대로 스트레스를 받고 순위가 매겨지고 어떤아이들은 성적에 으스대고 어떤이는 성적표를 감추어야하는 그런 초등학교 교실이 좋다는 겁니까? 내년에 학교를 가는 큰아들 생각에 벌써 머리가 아픕니다. 공부는 자기 스스로 해야합니다. 더욱이 어릴때에는 더욱그렇습니다. 성적이 좋으면 좋은대로 나쁘면 나쁜대로 스트레스를 받는 서열지상주의 교육에 대해 반대합니다.[&#8230;] </p>
</blockquote>
<div class="translation">Ich will das nicht. Ich weiß, dass lernen und Testresultate wichtig sind. Es ist wichtig, zu wissen, wo ich beim Lernen stehe im Vergleich zu meinen Freunden&#8230; Aber ich bin dagegen, dass es schon in der Grundschule anfängt. Glauben sie, dass diese kleinen Schüler mit süßen Gesichtchen schon so weit sind, über diese Welt Bescheid zu wissen und sich als Kinder zu verbessern? Oder wollen Sie kleine Kinder, die mit ihrem Testergebnis prahlen oder versuchen, ihr Testergebnis zu verstecken? Ich bekomme immer Kopfweh, wenn ich an meinen ältesten Sohn denke, der nächstes Jahr in die erste Klasse kommt. Die Menschen sollten aus eigener Überzeugung heraus mit dem Lernen beginnen. Besonders wenn sie jung sind, ist diese Einstellung sehr wichtig. Ich bin gegen eine Meritokratie von Testresultaten. Gut und schlecht lernende Schüler - alle machen sich kaputt für Noten um der Noten willen. [&#8230;] </div>
<p>Während manche mit der ungerechten Bestrafung der Lehrer nicht zufrieden sind, <a href="http://bbs1.agora.media.daum.net/gaia/do/debate/read?bbsId=D102&#038;articleId=85281">sprechen andere auch über die derzeitigen Lehrer und Schulen</a>. </p>
<blockquote><p>  [&#8230;] 성추행을 범한 교사에게는 어찌보면 가벼운 벌이라고 볼 수 있는 징계만을 내리고 일제고사를 거부한 교사에게는 해임이라는 벌을 내리는 것은 어찌보면 정부의  과한 벌이라는 생각이 듭니다.</p>
<p>그렇지만 전교조 교사들에게도 문제는 있다고 생각합니다. 일제고사를 반대하는 교사들&#8230; 의견은 누구나 가질 수 있고 누구나 자신의 의견을 주장할 수는 있다고 생각합니다. 그렇지만 교장의 허락도 받지 않은 가정 통신문을 가정에 보내고<br />
		선생님을 비롯한 어른들의 영향을 많이 받는 아이들에게 일방적으로 일제고사에 대해서 비판한 점은 선생님들께도 문제가 있는 건 아닌가 싶습니다. 우선 어찌되었든 나라에서 실시하는 것인데 이렇게 아이들에게 &#8220;얘들아 이건 안 좋은거야. 하지말자&#8221;라고 주장하는건.. 아이들에게 어떤 생각을 심어줄까요?<br />
		하기 싫은것, 안 해도 된다고 생각하는 것, 내가 판단했을때 옳지 않다고 생각하는건. 그게 어떠한 것이든간에 안 해도 되는거라는 생각이 들 수도 있습니다.</p>
<p>일제고사.. 어찌보면 아이들을 1번부터 줄세워서 판단하는 것임은 부정할 수 없습니다. 하지만 어느정도 필요는 하다고 생각합니다. 물론 시험 결과가 좋지 못한 학생들, 부모님들, 학교측에서는 달갑지 않은 소식이겠지만&#8230;지금의 교육 현황이 어떠한지.. 어느 지역이 상대적으로 부족한지.. 어떤 아이가 좀 더 집중적인 교육을 필요로 하는지도 중요하다고 생각합니다</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p> [&#8230;] Lehrer, die ihre Kinder sexuell belästigt haben bekamen eine Disziplinarstrafe, aber Lehrer, die Ilje Gosa abgelehnt haben wurden entlassen. Die Regierung hat nicht gerecht entschieden.</p>
<p>Ich finde aber, dass diese Lehrer auch ein Problem haben. Ich stimme zu: jeder kann eine Meinung haben und sie äußern. Aber es war kein richtiges Verhalten, dass diese Lehrer einen Brief an die Eltern geschickt haben ohne jegliche Erlaubnis der Direktoren und Ilje Gosa vor Schülern kritisiert haben, die ja von Erwachsenen beeinflusst werden, Lehrer eingeschlossen. So oder so wird die Regierung die Prüfung erzwingen. Aber wenn diese Lehrer einfach sagen „das ist nicht gut. Tu&#39;s nicht“, was werden die Kinder davon halten? Sie denken, dass wenn sie nicht wollen, dann brauchen sie es nicht zu tun. Wenn sie es nicht für richtig halten, werden sie es nicht tun, was auch immer es sein mag.</p>
<p>Ilje Gosa&#8230; es ist kaum zu leugnen, dass es dazu dienen wird, Kinder nach Zahlen zu beurteilen. Aber ich finde, das diese Art von Maß manchmal notwendig ist. Natürlich sind das keine guten Nachrichten für Schüler, Eltern und Schulen, die keine guten Testergebnisse haben. Aber es ist wichtig zu wissen, wie unsere Bildungssituation derzeit ist, welche Gebiete zurückliegen, und wer mehr konzentrierte Aufmerksamkeit erhalten sollte. </p>
</div>
<p><a href="http://bbs1.agora.media.daum.net/gaia/do/debate/read?bbsId=D003&#038;articleId=2094170&#038;pageIndex=6&#038;searchKey=subjectNcontent&#038;searchValue=일제고사&#038;sortKey=depth&#038;limitDate=0&#038;agree=F">Nicht wenige</a> haben auch andere Gedanken.</p>
<blockquote><p>  지금은 정보화 시대이다. 일제 고사를 통하여 자신의 현재 수준을 알고 준비하는 것이 왜 나쁘지.. 내가 세상 속 어디에 있는지는 알고 자유를 누려야 하는 것 아닌가..[&#8230;] </p>
</blockquote>
<div class="translation">Wir sind eine Informationsgesellschaft. Warum ist es so schlecht, unser derzeitiges Niveau durch Ilje Gosa zu bestätigen? Ist es nicht besser, seine Freiheit zu haben, wenn man weiß, wo man hingehört? [&#8230;]</div>
<div class="notes">
Mehr Informationen über das koreanische Schulsystem gibt es in der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Education_in_South_Korea">englischen Wikipedia</a>. Der SPD-Arbeitskreis Gesamtschule Hamburg vergleicht verschiedene Länder in Hinblick auf die Pisa-Studie und <a href="http://www.gesamtschule-hamburg.de/korea.htm">berichtet dabei auch über Korea</a>. Willi Stengel <a href="http://www.willi-stengel.de/dies_und_das_aus_korea.htm#Schulleistungsvergleich%20der%20OECD-Mitgliedsl%E4nder">berichtet</a> über die Magazinsendung &#8220;Kreuz und quer durch Korea&#8221; von Radio Korea International.
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/23/korea-gegen-tests-eingestellte-lehrer-entlassen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Russland: Die Krise und das Aufruhr-Potenzial</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/23/russland-die-krise-und-das-aufruhr-potenzial/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/23/russland-die-krise-und-das-aufruhr-potenzial/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Dec 2008 08:30:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitskräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Russisch]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=463</guid>
		<description><![CDATA[Mitte Oktober veröffentlichte Global Voices einen Überblick über die Ansichten englischsprachiger Blogger zur Finanzkrise in Ungarn, Estland, Lettland, Litauen und der Ukraine. Hier kommt eine weitere Folge über die Auswirkungen und zu erwartendenden Folgen der Krise in Russland.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/neeka/">Veronica Khokhlova</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/12/21/russia-the-crisis-and-the-potential-for-unrest/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><p>Mitte Oktober <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/10/16/central-eastern-europe-financial-crisis/">veröffentlichte Global Voices</a> [en] einen Überblick über die Ansichten englischsprachiger Blogger zur Finanzkrise in Ungarn, Estland, Lettland, Litauen und der Ukraine. Hier kommt eine weitere Folge über die Auswirkungen und zu erwartendenden Folgen der Krise in Russland.</p>
<p>Edward Hugh von <em>Eastern Europe Economy Watch</em> <a href="http://easterneuropeeconomy.blogspot.com/2008/12/russias-macro-data-starts-to-confirm.html">untersucht die Zahlen und schließt daraus</a>:</p>
<blockquote>
<p><b>Russia&#39;s macro data starts to confirm the severity of the downturn</b></p>
<p>[&#8230;] So the ruble is falling and the reserves are flowing out at a rather fast rate, but this is not producing inflation in Russia - in fact quite the contrary, disinflation is very strong in Russia right now, and indeed if things continue at this rate (especially given the sharp contraction in internal demand) <strong>deflation</strong> and not inflation is going to be the big headache. </p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Unemployment is also rising, as are overdue wages, which were up 93% over the previous month. The unemployment rate rate rose to 6.6 percent in November, which is the highest since April, but still comparatively low by historic standards, although experts suggest we could easily see this number rise towards 10% to 11% in 2009. </p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>So an incredible trifecta - a unilateral decision to recognise Georgia&#39;s two separatist regions, a 66 percent fall in oil prices and the worst global financial crisis since the Great Depression - has been whisked up, and has lead to a sharp spike in investor unease such that around $211 billion has been withdrawn from Russia (estimate by analysts at PNB Paribas) since that fateful day in August when the tanks went though roaring through the Roki tunnel. We now await to see just how sharp &#8220;sharp&#8221; means when we are talking about the slowdown in Russian GDP in 2009, although the real questions which must be in everyone&#39;s minds concern the future beyond 2009. If the ruble devaluation produces - as seems likely - a rise in corporate and household defaults on forex loans, just how long will it take Russian consumption and Russia&#39;s banking system to recover from the blow that this will represent? And when oil prices do eventually recover (in 2010?) just what will the Russian central bank and those responsible for economic management have learnt from this most unfortunate &#8220;boom-bust&#8221; episode.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p><b>Die russischen makroökonomischen Daten fangen an, die Stärke des Abschwung zu bestätigen</b></p>
<p>[&#8230;] Der Rubel fällt also und die Reservern fließen recht schnell [aus dem Land] heraus, aber das erzeugt keine Inflation in Russland - eher im Gegenteil, die Disinflation ist gerade jetzt in Russland sehr stark, und wenn es tatsächlich so schnell weitergeht (insbesondere der starke Rückgang der Binnennachfrage) wird <strong>Deflation</strong> und nicht Inflation das große Kopfweh sein.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Die Arbeitslosigkeit nimmt auch zu, ebenso überfällige Lohnzahlungen, die im letzten Monat um 93% zugenommen haben. Die Arbeitslosenrate nahm auf 6,6% im November zu, dies ist der höchste Wert seit April, aber immer noch vergleichbar wenig im Verhältnis zu den historischen Werten, obwohl Experten andeuten, das diese Zahl 2009 leicht auf 10% bis 11% steigen könnte.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Ein unglaubliche Dreierwette - eine unilaterale Entscheidung, die zwei von Georgien sich abspaltenden Regionen anzuerkennen, ein Sturz des Ölpreises um 66% und die schlimmste Weltfinanzkrise seit der Weltwirtschaftskrise [der 1920er Jahre] - trifft also zu und führt zu einer scharfen Spitze des Investoren-Unbehagens, so dass ungefähr 211 Milliarden Dollar aus Russland abgezogen wurden (Schätzung von Analysten der PNB Paribas) seit dem schicksalsträchtigen Tag im August, als die Panzer dröhnend durch den Roki-Tunnel fuhren. Wir warten jetzt darauf zu sehen, wie scharf „scharf“ wirklich ist, wenn wir über die Verlangsamung des russischen Bruttoinlandsprodukt 2009 reden, obwohl die wirklichen Fragen, die uns alle interessieren sollten, die Zukunft nach 2009 betreffen. Wenn die Rubelabwertung - wie anzunehmen ist - eine Zunahme der ausbleibenden Rückzahlungen von Devisenkrediten von Firmen und Privathaushalten bedeutet, wie lange braucht es, bis der russische Konsum und das russische Bankensystem sich von diesem Schlag erholen? Und wenn die Ölpreise sich irgendwann einmal erholen (2010?), was wird die russische Zentralbank und die für die Wirtschaft Verantwortlichen von dieser höchst unglücklichen Episode eines „geplatzten Booms“ gelernt haben.</p>
</div>
<p>Edward Lucas von <em>The Economist</em>  <a href="http://edwardlucas.blogspot.com/2008/12/russia-economy.html">schreibt</a>, die russische Wirtschaft sehe „wackelig“ aus:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] Russia has been hit by a double blow. One is a collapse in the oil price. Urals crude is trading around $44 a barrel, whereas Russia’s budget had pencilled in an oil price of $70. The other is the credit crunch which means an end to cheap loans for an economy that had become used to a flood of petroroubles.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Public discontent is beginning to simmer. The problem is less the tiny self-proclaimed opposition, but spontaneous protests by citizens fed up with incompetent and arbitrary behaviour. A protest by drivers in the Russian far east brought a nervy response from official Kremlin media. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>Russland wurde von einem doppelten Schlag getroffen. Das eine ist ein Zusammenbruch des Ölpreises. Rohöl aus dem Ural wird jetzt für ungefähr 44$ pro Barrel gehandelt, Russlands Staatshaushalt dagegen wurde für einen Ölpreis von 70$ entworfen. Das andere ist ein Wegbrechen der Kredite, was ein Ende der billigen Darlehen bedeutet für eine Wirtschaft, die sich an eine Flut von Petrodollars gewöhnt hatte.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Der Unmut der Öffentlichkeit beginnt zu gären. Das Problem ist weniger die winzige selbsternannte Opposition, sondern spontane Proteste von Bürgern, die genug haben von einem inkompetenten und willkürlichen Verhalten. Autofahrer-Protest im fernen Osten Russlands rief eine genervte Antwort der offiziellen Kreml-Medien auf den Plan. [&#8230;]</p>
</div>
<p>Oleg Kozlovsky, einer der Aktivisten der „winzigen selbsternannte Opposition“, wie sie Edward Lucas nennt, <a href="http://olegkozlovsky.wordpress.com/2008/12/19/public-unrest-rises-in-russia/">schreibt</a> über die Krise:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] By the way, the <strong>crisis</strong> is already beginning to affect the people. Andrei Illarionov (a prominent Russian economist, former Putin’s advisor on economics) publishes the official figures of industrial recession that he calls “disastrous”. Industrial output fell by 6.7% in November alone, which makes 13% in last five months. This is the worst monthly decrease since the beginning of the devastating World War II. It is even worse than in early 1990s (that are considered to be a synonym for nightmare in modern Russia) or during the 1998 crisis.</p>
<p>The gold rivers are dry for the first time since Vladimir Putin came to power and his government doesn’t seem to be prepared. Salaries and pensions are not paid in time anymore. In some regions elderly people only got half of their pension two weeks later and they don’t know when they receive the rest. The government tries to get more money from the people and raises tariffs, taxes and duties. This begins to cause discontent among the citizens. In Vladivostok, several thousands car drivers blocked all the main roads protesting a significant increase of customs duty for foreign cars. They demanded cancellation of the proposed reform and resignation of Vladimir Putin. Their next protest is scheduled for this Sunday.</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Die <strong>Krise</strong> fängt übrigens schon an, auf die Menschen zu wirken. Andrej Illarionow (ein prominenter russischer Wirtschaftswissenschaftler und früherer Wirtschaftsberater Putins) veröffentlicht die offiziellen Zahlen der Rezession in der Industrie, die er „desaströs“ nennt. Der Umsatz der Industrie ging um 6,7% allein im November zurück, das sind in den letzten fünf Monaten 13%. Das ist der schlimmste monatliche Rückgang seit dem verheerenden zweiten Weltkrieg. Er ist sogar schlimmer als der in den frühen 1990er Jahren (im modernen Russland ein Synonym für Alptraum) oder der in der Krise von 1998.</p>
<p>Die Ströme von Gold sind zum ersten Mal versiegt, seit Wladimir Putin an die Macht kam, und seine Regierung scheint nicht vorbereitet zu sein. Löhne und Renten werden nicht mehr pünktlich gezahlt. In manchen Regionen haben alte Menschen zwei Wochen später nur die halbe Rente und sie wissen nicht, wann sie den Rest bekommen. Die Regierung versucht mehr Geld vom Volk zu bekommen und erhöht Gebühren, Steuern und Zölle. Das fängt an, Unruhe unter den Bürgern verbreiten. In Wladiwostok blockierten einige tausend Autofahrer alle Hauptstraßen um gegen einen deutlichen Anstieg der Zölle für ausländische Autos zu protestieren. Sie verlangten die Aufhebung der Reform und den Rücktritt von Wladimir Putin. Ihr nächster Protest wird diesen Sonntag stattfinden.</p>
</div>
<p><em>Streetwise Professor</em> <a href="http://streetwiseprofessor.com/?p=1143">argumentiert</a>, dass die Abwertung des russischen Rubels zu lange brauche, was schlecht für die Wirtschaft sei und der Grund dafür, dass Russland den „Frosch kocht, indem es die Temperatur langsam höher dreht, anstatt sich die Währung auf einen Kurs hin bewegen zu lassen, der die trüben Fundamentaldaten des Landes widerspiegelt“ sei „aller Wahrscheinlichkeit nach die Innenpolitik“:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] <a href="http://uk.reuters.com/article/marketsNewsUS/idUKLG67630320081216?pageNumber=3">The most recent–and most serious–protests occurred in Vladivostok in response to the government’s attempt to protect the imploding domestic car industry (misery loves company) by restricting imports of used cars.</a></p>
<p>As Russia has experienced numerous times in its history–think 1905, 1917, 1991–protests of this sort can snowball. </p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>The car tariff decision reeks of desperation in the Kremlin–and the White House (on the Moskva).  An ad hoc response taken in haste to defuse one problem creates another.  Putin has few good options.  With the entire economy imploding, everybody is hurting, and moves to help one sector will only aggravate the suffering in others.  Such clumsy moves will quickly undermine the aura of competence surrounding Putin–an aura created by luck (skyrocketing prices for raw materials and a predictable recovery from an inherited economic disaster) rather than by any real economic policy acumen.  Once this aura disappears, the potential for protests and disenchantment grows.  He has only made the ultimate reckoning worse by his failure to level with the Russian people about the seriousness of the situation.  How will Putin likely respond?  I think we all know (and dread) the answer–the answer implicit in the strengthening of the MVD. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] <a href="http://uk.reuters.com/article/marketsNewsUS/idUKLG67630320081216?pageNumber=3">Die letzten - und schwerwiegendsten - Proteste fanden in Wladiwostok statt, als Reaktion auf den Versuch der Regierung, die implodierende heimische Autoindustrie (geteiltes Leid) durch Importbeschränkungen bei Gebrauchtwagen zu schützen.</a></p>
<p>Wie Russland es unzählige Male in seiner Geschichte erlebt hat - denken Sie an 1905, 1917, 1991 - können solche Proteste Lawinen auslösen.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Der Entscheidung über die Zölle haftet ein Geruch von Verzweiflung im Kreml und im Weißen Haus (an der Moskwa) an. Eine ad-hoc-Antwort zum Entschärfen eines Problem schafft noch eines. Putin hat nur wenige gute Möglichkeiten.Da die ganze Wirtschaft implodiert, tut jedem etwas weh und [Schach-]Züge, die einer Branche helfen, verschlimmern nur die Leiden anderer. Solche unbeholfenen Züge werden schnell die Aura der Kompetenz unterminieren, die Putin umgibt - eine Aura, die mehr vom Glück geschaffen wurde (in den Himmel schnellende Preise für Rohstoffe und eine vorhersagbare Erholung von einer ererbten Wirtschaftskatastrophe), denn von wirklichem wirtschaftspolitischem Scharfsinn. Wenn diese Aura verschwindet, wächst das Potenzial für Proteste und Entzauberung. Unter dem Strich hat er alles noch schlimmer gemacht durch sein Versagen, dem russischen Volk den Ernst der Lage ehrlich darzustellen. Wie wird Putin wohl reagieren? Ich schätze, wir alle wissen (und fürchten) die Antwort - die Anwort, die in der Stärkung des MWD [Innenministeriums] liegt.<br />
[&#8230;]</p>
</div>
<p>In einem weiteren Posten<br />
<a href="http://streetwiseprofessor.com/?p=1154">zitiert <em>Streetwise Professor</em>  einige Medienberichte</a> „die offen das Unruhepotenzial in Russland diskutieren und die wahrscheinliche Antwort der Regierung darauf diskutieren“ - und folgert:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] Discontent is rising, albeit slowly, and the authorities are very, very nervous.  What is remarkable is that the full economic impact of the crisis has not been felt.  The layoffs are just beginning. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Die Unzufriedenheit wächst, wenn auch langsam, und die Behörden sind sehr, sehr nervös. Bemerkenswert ist, dass die ganzen wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise noch nicht zu spüren sind. Die Entlassungen beginnen gerade erst. [&#8230;]</p>
</div>
<p><em>Sean&#39;s Russia Blog</em> hat mehr Informationen <a href="http://seansrussiablog.org/2008/12/15/russias-far-east-says-no-new-taxes/">zu den Autofahrer-Protesten</a> in Wladiwostok:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] While most international reporting has focused on the arrests of some 90 demonstrators at the sparsely attended the Dissenters’ March in Moscow, on the other side of the country thousands of people paralyzed the city of Vladivostok for five hours in a protest against taxes on the purchase of foreign cars.  The <a href="http://www.moscowtimes.ru/articles/detail.php?ID=373168">increase set to take effect</a> on January 11, 2009 will increase the price of an imported car by 10 to 20 percent.</p>
<p>The action pits the Russian government and citizen against each other in the form of a classic tax revolt.  Ironically, the government’s attempt to protect the fledgling Russian auto industry from foreign competition has found its greatest foe among the very people Russia’s economic boom has benefited: those Russians who now have enough disposable income to buy a new car. </p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>The protesters can say that their action was a success.  They may have been dismissed by the national television media, but they got the attention of their intended target: local and national leaders. Today, deputies from Primorya voted unanimously to appeal to Medvedev, Putin and the State Duma to reverse the planned tariffs on foreign cars.  The Federal Council has already promised to help the protesters. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Während die meiste internationale Berichterstattung sich auf die Verhaftung von gerade mal 90 Demonstranten des dünn besuchten Marschs von Andersdenkenden im Moskau fokussierte, legten am anderen Ende des Landes tausende Menschen die Stadt Wladiwostok für fünf Stunden lahm durch einen Protest gegen Steuern auf den Kauf ausländischer Autos. Die am 11.01.2009 <a href="http://www.moscowtimes.ru/articles/detail.php?ID=373168">in Kraft tretende Erhöhung</a> [en] wird den Preis importierter Autos um 10 bis 20 Prozent erhöhen.</p>
<p>Durch die Aktion stehen die russische Regierung und die Bürger einander gegenüber in Form einer klassischen Steuerrevolte. Ironischerweise hat der Versuch der Regierung die flügge werdende russische Autoindustrie zu schützen seine größten Feinde gerade unter denjenigen, die von Russlands Wirtschaftsboom profitiert haben: den Russen, die jetzt genügend verfügbares Einkommen haben, um ein neues Auto zu kaufen.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Die Protestierer können ihre Aktion einen Erfolg nennen. Sie mögen von den landesweiten Medien ignoriert worden sein, aber sie erreichten die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppe: die Politiker auf lokaler und nationalen Ebene. Heute stimmten die Abgeordneten der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Region_Primorje">Region Primorje</a> einstimmig dafür, Medwedjew, Putin und die Staatsduma aufzufordern, die geplanten Zölle auf ausländische Autos zurück zu nehmen. Der Föderationsrat hat schon versprochen, den Protestierern zu helfen. [&#8230;]</p>
</div>
<p><em>IZO</em> <a href="http://www.izo.com/2008/12/many-photos-of-the-14-december-rally-in-vladivostok-to-protest-against-the-raising-of-import-tariffs-on-used-cars-izo-earli.html">verweist</a> auf  <a href="http://matroskin-cat.livejournal.com/80893.html"><br />
Fotos der Demonstration von Wladiwostok</a> [ru] des Livejournal-Benutzers <em>matroskin-cat</em>.</p>
<p><em>Window on Eurasia</em> <a href="http://windowoneurasia.blogspot.com/2008/12/window-on-eurasia-gontmakhers-warning.html">liefert die Übersetzung</a> von einigen der Slogans, die in Wladiwostoks zu sehen waren:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] But perhaps more worrisome to the authorities both locally and in Moscow were some of the slogans that the protesters carried. Many cars featured printed signs saying “Separate Moscow from Russia,” and at least a few had posters saying “Give Vladivostok and the Kuriles to Japan” [&#8230;].</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Am meisten Sorgen machten sich die Behörden sowohl vor Ort als auch in Moskau über die Slogans, die die Demonstranten trugen. Viele Autos waren mit gedruckten Schildern wie „trennt Moskau von Russland“ bestückt und immerhin ein paar hatten Posters mit dem Text „Gebt Wladiwostok und die Kurilen den Japanern“.</p>
</div>
<p>Der Blog von RFE/RL&#39;s - <em>The Power Vertical</em> - <a href="http://www.rferl.org/Content/Voices_In_The_Wilderness/1360829.html">schreibt</a> über die Proteste zur Krise in Russland:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] But bread-and-butter issues have greater resonance (and not just in Russia, of course). And there are indications that the number of bread-and-butter issues &#8212; inflation, unemployment, utility-rates hikes, officers released from service because of military reform, etc. &#8212; that Russians might become peeved about is on the rise as the economic crisis unfolds.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>But the Kremlin is sure to recognize the danger of giving in to the demands of this small protest (about 5,000 people in Vladivostok). In a country with mounting social tensions and economic problems, with a stage-managed political system and a tongue-tied media, the last thing the authorities will want to do is send the signal that the &#8220;feedback mechanism&#8221; of mass unrest is a good way of getting a message to Moscow. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Aber Brot-und-Butter-Themen haben eine größere Ressonanz (und natürlich nicht nur in Russland). Und es gibt Hinweise darauf, das die Zahl der Brot-und-Butter-Themen — Inflation, Arbeitslosigkeit, Gebührenerhöhungen, entlassene Offiziere wegen der Reform des Militärs, usw. — über die sich die Russen ärgern könnten, zunehmen, wenn die Krise um sich greift.</p>
<p>[&#8230;]</p>
<p>Aber der Kreml wird sicher die Gefahr erkennen, die darin liegt, den Forderungen dieses kleinen Protests nachzugeben (ungefähr 5000 Leute in Wladiwostok). In einem Land mit wachsenden sozialen Spannungen und wirtschaftlichen Problemen, mit einem inszenierten politischen System und sprachlosen Medien, werden die Behörden wohl nicht das Signal senden wollen, dass der „Rückkopplungsmechanismus“ des Massenaufruhrs die richtige Art und Weise sei eine Nachricht nach Moskau zu bekommen. [&#8230;]</p>
</div>
<p><a href="http://www.robertamsterdam.com/2008/12/preemptive_repression.htm">Auf dem Blog von Robert Amsterdam</a> [en] findet sich „eine exklusive Übersetzung von <a href="http://www.rbcdaily.ru/2008/12/17/focus/395138">RBK Daily</a> über die Vorkehrungen der russischen Sicherheitskräfte um Aufständen oder Unruhen wegen der Wirtschaftskrise zu begegnen“</p>
<p>Auf dem Blog von Robert Amsterdam gibt es auch eine Übersetzung eines „kleinen Glossars politisch korrekten journalistischen Vokabulars in Zeiten der Krise“ - <a href="http://www.robertamsterdam.com/2008/12/a_glossary_of_russias_economic_euphemisms.htm">im folgenden ein Ausschnitt</a>:</p>
<blockquote>
<p>&#8220;Crisis&#8221; - ought to write - &#8220;world crisis&#8221;<br />
&#8220;Threat of devaluation&#8221; - financial crisis in the USA<br />
[&#8230;]<br />
&#8220;No job openings&#8221; - the personnel shortage in Russia has been overcome<br />
&#8220;Oil has gotten cheaper by two&#8221; - prices for gasoline have fallen by 0.37%!<br />
[&#8230;]<br />
&#8220;I&#39;ve been laid off&#8221; - I&#39;ve gone freelance<br />
&#8220;Dollar&#8221; - the falling-in-the-long-term American currency
</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>„Krise“ - bitte schreiben Sie - &#8220;weltweite Krise&#8221;<br />
„drohende Abwertung“ - Finanzkrise in den USA<br />
[&#8230;]<br />
„Keine offenen Stellen“ - die Personalknappheit in Russland ist überwunden worden<br />
„Öl ist halb so teuer“ - die Benzinpreise sind um 0,37% gefallen!<br />
[&#8230;]<br />
„Ich bin entlassen worden“ - Ich bin Freelancer geworden<br />
„Dollar“ - die langfristig fallende amerikanische Währung
</p>
</div>
<p><a href="http://moscownotes.wordpress.com/2008/12/08/russian-apathy/">Dieser Post</a> auf <em>Notes on Moscow</em> zeigt, dass die russischen Medien die oben zitierten Euphemismen wohl tatsächlich auf die eine oder andere Art gebrauchen werden:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] The financial crisis here is entirely blamed on America and excesses of the West by the media, where the press is allowed to speak only of a global financial crisis to which Russia has fallen victim, not that Russia has in any way contributed to its economic issues. [&#8230;]</p>
</blockquote>
<div class="translation">
<p>[&#8230;] Die Finanzkrise wird hier vollständig Amerika und den Exzessen des Westens angelastet, und die Presse darf nur von einer globalen Finanzkrise sprechen, der Russland zum Opfer gefallen ist, nicht davon dass Russland auf irgendwelche Art und Weise zu seinen Wirtschaftsproblemen beigetragen habe. [&#8230;]</p>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/23/russland-die-krise-und-das-aufruhr-potenzial/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Haltet den Dialog der Welt am Leben — spendet für Global Voices!</title>
		<link>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/20/haltet-den-dialog-der-welt-am-leben-%e2%80%94-spendet-fur-global-voices/</link>
		<comments>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/20/haltet-den-dialog-der-welt-am-leben-%e2%80%94-spendet-fur-global-voices/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Dec 2008 15:37:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Ruopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://de.globalvoicesonline.org/?p=461</guid>
		<description><![CDATA[Global Voices braucht Ihre Unterstützung durch Geldspenden um unabhängig, frei und nachhaltig zu bleiben. Spenden sie heute und zeigen sie damit, dass sie Wert darauf legen, mitzuhelfen bei der Verbreitung von Texten, Bildern und Videos ganz normaler Menschen von allen Ecken des Globus, die das Internet benutzen um mit ihren Mit-Weltbürgern zu kommunizieren.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Geschrieben von<a href="http://globalvoicesonline.org/author/georgia-popplewell/">Georgia Popplewell</a>  &middot; Übersetzt von <a href='http://de.globalvoicesonline.org/author/martin-ruopp/'>Martin Ruopp</a> &middot;  <a href='http://globalvoicesonline.org/2008/12/19/keep-the-world-talking%e2%80%94donate-to-global-voices/'>engl. Originalartikel</a></em> 
<br /><div style="text-align: center;"><a target="_blank" href="http://globalvoicesonline.org/donate/" title="Donate to Global Voices - Help us spread the word"><img alt="Donate to Global Voices - Help us spread the word" src="http://img.globalvoicesonline.org/Badges/donate/donate-badge-plain-300.gif" style="margin: 3px;" /></a></div>
<p>Wir haben gerade eine neue <a target="_blank" href="http://globalvoicesonline.org/donate/">Online-Spendenseite</a> ins Netz gestellt, in der Hoffnung, Sie zu bewegen, Global Voices mit einer Gabe zu unterstützen. Obwohl unsere Sponsoren uns bis hier her geholfen haben, brauchen wir weitere Unterstützung von Einzelpersonen, um unabhängig, frei und nachhaltig zu bleiben, gerade in diesen schwierigen Zeiten.</p>
<p>In diesem Monat ist es vier Jahre her, dass eine Gruppe von Bloggern aus der ganzen Welt <a href="http://globalvoicesonline.org/2004/10/26/about-global-voices-online-saturday-dec11th/">in der Harvard-Universität zusammenkam</a> [en] um darüber zu reden, wie Blogs und andere neu aufkommende Technologien den globalen Online-Dialog und die Verteidigung politischer Interessen verbessern könnten. Daraus entstand dann Global Voices. Heute sind wir eine lebhafte globale Gemeinschaft von mehr als 150 aktiven freiwilligen Autoren, Übersetzern und mehr als 20 freiberuflichen Redakteuren, die in Teilzeit verschiedene Regionen und Sprachen abdecken. Wir sind eine führende partizipatorische Redaktion für Stimmen aus Entwicklungsländern.</p>
<p><a href="http://globalvoicesonline.org/donate/"><img src='http://img.globalvoicesonline.org/Badges/donate/donate-badge-cat-200.gif' alt='Spenden Sie' class='alignleft' /></a>Ihre <a href="http://globalvoicesonline.org/donate/">Spende</a> wird helfen, die Anstrengungen unserer Autoren und Übersetzer aufrecht zu erhalten, die rund um die Uhr arbeiten um Ihnen Neuigkeiten zu überbringen: aus Konfliktgebieten, von Naturkatastrophen und von den Frontlinien des Kampfes für die Freiheit der Meinungsäußerung.</p>
<p>Selbst ein kleiner <a href="http://globalvoicesonline.org/donate/">Beitrag</a> wird uns helfen Server-Ausgaben, monatliche Aufwandsentschädingung für Redakteure und ein kleines Leitungsteam zu bezahlen.</p>
<p>Zusätzliche Spenden werden uns helfen, unsere Inhalte aktiv in mehr als 15 Sprachen zu übersetzen und weitere Sprachen hinzu zu nehmen um sicherzustellen, dass Individuen und professionelle Medienmacher aus der ganzen Welt Zugang zu den vielen Stimmen der Bürgermedien haben in einer Zeit, in der die Berichterstattung über internationale Themen ernsthaft in Gefahr ist.</p>
<p><a target="_blank" href="http://globalvoicesonline.org/donate/">Spenden Sie jetzt</a> an Global Voices, und zeigen sie damit, dass sie Wert darauf legen, mitzuhelfen bei der Verbreitung von Texten, Bildern und Videos ganz normaler Menschen von allen Ecken des Globus, die das Internet benutzen um mit ihren Mit-Weltbürgern zu kommunizieren.</p>
<p>Vielen Dank!</p>
<div class="notes" style="margin-top:3em">
<p>
Aus Ländern der Europäischen Union können Sie uns eine Spende am einfachsten per <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/EU-%C3%9Cberweisung">EU-Überweisung</a> zukommen lassen. Diese ist aufgrund einer <a href="http://eur-lex.europa.eu/smartapi/cgi/sga_doc?smartapi!celexapi!prod!CELEXnumdoc&amp;numdoc=32001R2560&amp;model=guichett&amp;lg=de">Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates</a> nicht teurer als eine Inlands-Überweisung. Andere Zahlungsmöglichkeiten finden Sie auf unserer <a target="_blank" href="http://globalvoicesonline.org/donate/">Online-Spendenseite</a>.</p>
<p>
Kontoinhaber: Stichting Global Voices<br/><span title="International Bank Account Number = Internationale Kontonummer">IBAN: NL34DEUT0265126967</span><br/>Landeskennung: Niederlande (NL)<br/>Name der Bank: Deutsche Bank<br/>BIC/SWIFT: DEUTNL2A<br/>Adresse der Bank:<br/>&nbsp;Herengracht 450<br/>&nbsp;1017 CA Amsterdam<br/>&nbsp;Niederlande<br/></p>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/20/haltet-den-dialog-der-welt-am-leben-%e2%80%94-spendet-fur-global-voices/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
